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Handeln gegen den einsamen Abschied vom Leben

Pressemitteilung der Ökumenischen Hospizgruppe Remscheid e.V.

Eigentlich gehört es nicht wirklich zu den  „normalen“ Aufgaben einer ambulanten Hospizgruppe sich um einen würdevollen Abschied von Menschen zu bemühen , die niemanden haben, der sich nach ihrem Tod um eine  Beisetzung kümmern will oder kann. Ist der Verstorbene ohne Angehörige, konfessionslos und  Sozialhilfeempfänger gewesen, bezahlt die Stadt Remscheid die Einäscherung durch einen Bestatter, der die Urne dann dem Friedhofsgärtner übergibt. Auf dem städtischen Friedhof Reinshagen wird die Urne dann ohne weitere Zeremonie der Erde übergeben. Hier gibt es dafür ein anonymes Urnenfeld wo anschließend nichts mehr an den Verstorbenen erinnert.

Dass ein Mensch so stillschweigend die Welt verlassen muss, hat niemand verdient, meint Cornelia Janzen, langjährige ehrenamtliche Mitarbeiterin der Ökumenischen Hospizgruppe Remscheid. Vor einem Jahr machte sie sich mit anderen Ehrenamtlichen der Hospizgruppe daran, diesen traurigen Umstand zu beenden.  Nachdem  organisatorische und rechtliche Dinge geklärt waren, gestaltet sie nun zusammen mit der kleinen Gruppe den Abschied am Urnengrab. Cornelia Janzen, die  zudem noch ein Wochenendseminar zur Trauerrednerin absolviert hat, holt auf diese Weise den Verstorbenen ein wenig aus seiner Anonymität. Meist sei nicht viel und manchmal auch nichts über die Verstorbenen bekannt. Wenn immer möglich, versucht sie am letzten Aufenthaltsort des Toten noch Informationen über dessen Leben zu bekommen und diesem so ein Gesicht zu geben.

Gedanken macht sie sich dennoch darüber, ob der Verstorbene zu Lebzeiten diese Art der Bestattung gewollt hätte. Überzeugt sind die Mitarbeiter/innen der Hospizgruppe aber davon, dass es in einer Zeit, in der jeder sich selbst der nächste ist, wichtig sei,  ein Zeichen zu setzen für mehr Mitmenschlichkeit .Dazu gehöre auch der würdevolle Abschied von einem verstorbenen Menschen. (Martina Jungjohann)


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Kommentare

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Norbert Landen am :

Dieses Tun kann man nicht genug bewundern. Ich hoffe,das Frau Janzen und Ihre Freunde auch von staatlichen Stellen,wie z.B durch die Stadtverwaltung unterstützt werden.

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