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Haus Cleff: Viel Lehm hinter dünnem Putz

Anhand der Bauspuren...

... können die Experten verschiedene Renovierungsphasen erkennen, die in der Vergangenheit zu größeren Änderungen/Eingriffen in die Bausubstanz geführt haben:

  • nach 1883, vermutlich um 1900 Einbau Linoleum-Beläge im EG
  • Anfang des 20. Jahrhundert, Einbau Gas- und Wasserinstallation, Zentralheizung
  • nach 1927 (Umbau) Einrichtung des Heimatmuseums
  • vermutlich 1950er Jahre Erneuerungen einiger Deckenuntersichten, vermutlich auch Erneuerung der Schieferdeckung der Fassade und des Daches
  • 1975 Einrichtung der Hasenclever-Ausstellung, in diesem Zuge statische Überprüfung der Deckentragfähigkeit, Verstärkung der Decken und Ausgleich unebener Dielenböden mit Spanplatten, Renovierung der Innenräume, Erneuerung der Tapeten, Erneuerung der Elektroinstallation, Fassadenanstrich (Holz)
  • 1980er Jahre Neugestaltung der Außenanlagen um Haus Cleff, in diesem Zuge Kanalarbeiten vor dem Haus im Bereich der Treppenanlagen
  • um 2005 Einrichtung der Arntz-Ausstellung mit statischer Prüfung und Verstärkung der Decken in diesem Bereich
  • 2005 Aufnahme und Vermessung des Gebäudes durch FH Köln
  • 2010 Überarbeitung des Brandschutzkonzeptes
  • 2003 bis 2012 abschnittweise Restaurierung der Holzfassaden und Fenster.

Der Gebäudetyp von „Haus Cleff“:

  • Fachwerkkonstruktion mit Lehmgefachen über Natursteinsockel
  • vollverschieferte Fassade und Dach
  • großformatige Holzschiebefenster und aufwendig verziertes Holzzierwerk.

Drei Termine, ein Thema: „Haus Cleff“. Der erste Bauabschnitt der Sanierung des historischen Rokoko-Hauses Cleff, als Doppelhaus für zwei Unternehmer-Familien gebaut und später Heimatmuseum, hat begonnen. Im Kulturausschuss berichtete darüber am 21. März der Diplom-Restaurator Gereon Lindlar vom Büro für Restaurierungsberatung in Bonn. Er stellte den Kommunalpolitikern damals das digitale „Raumbuch“ vor, in dem er den Verlauf der Arbeiten dokumentiert, um frühere Bauphasen jederzeit wieder auf den Schirm rufen zu können. Als besonders dringende Maßnahmen sind in diesem „Raumbuch“ genannt:

  • Statische Sicherung des gesamten Tragwerkes
  • Restaurierung der Süd- und Westfassade
  • Erneuerung zerstörter Holzböden im Erdgeschoss
  • Restaurierung aller Innenraumflächen.

Foto aus dem 'Raumbuch' von Gereon Lindlar.Dem „Raumbuch“ ist dieses Foto entnommen. Es zeigt Fußböden, die in den vergangenen Tagen herausgerissen wurden, weil nicht weiter verwendbar. Andere Fotos in dem Buch zeigen Wände mit Fenstern, die in den vergangenen Jahren nicht geöffnet werden konnten, weil sie von innen verkleidet waren.

Darauf wiesen gestern auch Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann und Museumsleiter Dr. Andreas Wallbrecht hin. Fazit des Rundgangs mit lokalen Medienvertretern durch das entkernte Patrizierhaus: Es gibt viel zu tun. So müssen die Fußböden im ersten und zweiten Obergeschoss – derzeit teilweise schwenkende Dielen, zwischen denen man in die untere Etage blicken kann – durch Stahlträger verstärkt werden, um später Besuchergruppen standhalten zu können. Doch Dr. Andreas Wallbrecht äußert sich  im Waterbölles-Video ebenso zuversichtlich wie Gereon Lindlar. Mit ihm sprach der Waterbölles gestern Abend in der Denkerschmette vor Beginn der Mitgliederversammlung des Fördervereins Haus Cleff.


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