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Marcus Hahn hat Pachtvertrag gekündigt

Das Wildgehege der Stiftung Tannenhof. Foto: Lothar Kaiser‚Altlasten‘: Pächter denkt an Kündigung“, titelte der Waterbölles am 4. April und stellte in einem Video Marcus und Kerstin Hahn vor, die im Dezember von der Stiftung Tannenhof das Damwild-Geheg unterhalb des Klinikgeländes gepachtet hatten. Doch diese Geschäftsbeziehung stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Und aus der Überlegung, den Vertrag „außerordentlich und fristlos“ zu kündigen, ist inzwischen Wirklichkeit geworden: Nach dem Gottesdienst am vergangenen Sonntag bekam Pfarrer Uwe Leicht, der Geistliche Vorsteher der Stiftung Tannenhof, das Kündigungsschreiben überreicht. Dass Leicht dies als „seltsames Geschäftsgebahren“ und „eigenartigen Umgang miteinander“ bezeichnet hat, bestätigt dem Waterbölles heute die Pressestelle der Stiftung.

Marcus und Kerstin Hahn hatten Anfang April gegenüber dem Waterbölles dem Verpächter mangelnde Unterstützung vorgeworfen, etwa bei der Entsorgung von „Altlasten“ aus dem Tiergehege (z. B. die hölzernen Überreste eines alten Stalls und teilweise schon überwachsene Reste von Dachpappe); auch müsse ein für die Tiere zu niedriger Zaun „aufgestockt“ werden. Dazu hatten die Pächter per E-Mail einen konkreten Vorschlag gemacht. Doch darauf sei die Stiftung nicht eingegangen. Auf den damaligen Bericht des Waterbölles reagierte die Stiftung mit einer Stellungnahme. Zitat: „Es ist sehr befremdlich, dass aus dem angepachteten Gehege für Damwild nun Forderungen an die Evangelische Stiftung Tannenhof abgeleitet werden.“ Dem Ehepaar Hahn werden darin „einseitige Unterstellungen“ vorgeworfen.

Dem Waterbölles liegt ein auf den 3. April datiertes Schreiben vor von Dietmar Volk, Kaufmännischer Direktor der Evangelischen Stiftung Tannenhof, an die Eheleute Kerstin und Marcus Hahn vor mit Bezug auf deren Mails vom 20. und 21. Februar „sowie Zeitungsartikel und Verbreitung von Nachrichten in Sozialen Netzwerken“. Darin betont Volk: „Vertragspartner ist der Unterzeichner; die Korrespondenz ist daher auch ausschließlich mit dem Vertragspartner zu führen. Darin eingeschlossen ist die Kommunikation über Medien, welche für uns unterstellend, anmaßend und dem vertraglichen Miteinander nicht dienlich ist.“ Ferner erinnert er die Pächter daran, „dass Sie keine Vollmacht zur Korrespondenz mit Behörden erhalten haben. (...) Sollten Sie den Pachtvertrag nicht fortführen wollen, bitten wir um Übersendung eines entsprechenden Kündigungsschreibens.“

Das hat er jetzt bekommen. Auf der von ihr angelegten Facebook-Seite zum Damwild-Gehege in Lüttringhausen schreibt Kerstin Hahn: „Marcus (...) hat nicht aus einer Laune heraus die Kündigung ausgesprochen. Denn im Vorfeld ist viel, von einer Seite, nicht passiert! (...) Die Tiere werden wir weiterhin im Auge behalten, denn die sollen auf jeden Fall nicht leiden müssen!“

Zu der von den Pächtern gewünschten Entsorgung der „Altlasten“ gehören auch zwei Plastiktonnen mit Warnschildern. Dazu schrieb Kerstin Hahn am  23. März an die Klinikverwaltung: „Wir haben uns gestern mal ein bisschen Zeit genommen und die Hütte, die zum Gehege gehört, ein wenig durchstöbert. In der Hütte ist eine Räumlichkeit, die wohl mal als Hundezwinger fertig gemacht worden ist. Dort stehen zwei Tonnen auf denen ist das Zeichen für Bio Hazard drauf ist! Mein Mann hat eine Tonne davon mal leicht geöffnet, und da ist dann irgendwas Fellartiges drin enthalten. Ich muss ganz ehrlich sagen, das werden wir nicht auf unsere Kosten entsorgen lassen! (...) Egal wo wir schauen, ich sehe nur noch Entsorgungskosten, wenn man alles entfernen möchte, was an Müll vorhanden ist.“

Und unter dem 1. April heißt es auf der Facebook-Seite: „Wir haben ... viel Herzblut und auch Geld in das Projekt gesteckt, ohne vorher wirklich zu wissen, was für Kosten tatsächlich auf uns zukommen würden. Mittlerweile hat sich die Situation für uns aber so zugespitzt, dass wir all das, was wir noch machen müssen, uns nicht mehr leisten können. (...) Da wir leider seitens der Besitzer trotz mehrfacher Bitte nicht unterstützt werden, weder finanziell noch ideell, haben wir uns schweren Herzens entschieden, das Projekt aufzugeben und den Vertrag außerordentlich zu kündigen."


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