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16,3 Millionen Euro für Neubauten auf Tannenhof-Gelände

Die Evangelische Stiftung Tannenhof, Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Neurologie, investiert auf ihrem Gelände an der Remscheider Straße in Lüttringhausen in fünf neue Gebäude. Kostenpunkt: Mehr als 16 Millionen Euro. „Die Bauvorhaben werden zu einer Weiterentwicklung des Stadtteils beitragen“, waren sich auf der gestrigen Pressekonferenz Pfarrer Uwe Leicht, Geistlicher Vorsteher der Evangelischen Stiftung Tannenhof; und der Kaufmännische Direktor Dietmar Volk einig. Sie stellten der lokalen Presse gemeinsam mit Sieglinde Rühl-Schulz, die im Tannenhof den „Integrations-Wohnverbund“ leitet, das ehrgeizige Projekt vor, das im kommenden Jahr in mehreren Bereichen mit großem „Stühlerücken“ verbunden sein wird.

Das erste Projekt der Stiftung umfasst den Bau neuer Wohnstätten für 36 Menschen mit hohem Hilfebedarf (1:1). Zu den beiden neuen Häusern des „Integrations-Wohnverbund“ wird auch eine abgetrennte Wohngruppe mit vier so genannten Außentrainingsapartments mit eigenen Küchen gehören. Sie sind (befristet) für Menschen bestimmt, „die sich erst einmal an das „Lebern draußen gewöhnen müssen, bevor sie uns verlassen können“, so Sieglinde Rühl-Schulz. Die übrigen (größeren) Wohngruppen sind mit offenen Gemeinschaftsküchen geplant. Die beiden langgestreckten Neubauten mit Innenhöfen und Einzelzimmern nebst Nasszellen sollen auf dem inzwischen gesperrten Parkplatz hinter dem Verwaltungsgebäude entstehen, auf dem ein Bagger zurzeit den Asphalt entfernt. Aufenthaltsräume zur Beschäftigung tagsüber sind im Erdgeschoss des benachbarten „Brüderhauses“ vorgesehen.

Bisher sind die 36 Tannenhof-Bewohner, denen die Ärzte auf verschiedenen Gründen einen intensiven Betreuungsbedarf (meist über mehrere Jahre) attestiert haben, in kleineren Zwei-Bett-Zimmern untergebracht. „Diese Wohnverhältnisse sind nicht mehr zeitgemäß“, räumte Volk gestern ein. Bereits vor acht Jahren habe die Stiftung deshalb an Neubauten gedacht. Doch die Abstimmung der Pläne mit dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) als Zuschussgeber habe sich über acht Jahre hingezogen. Bis der LVR dann schließlich mit dem vorgeschlagenen Baugelände an der Remscheider Straße - „und nicht versteckt weiter hinten Richtung Landschaftsschutzgebiet“ (Volk) - einverstanden war.

Das bedeutet allerdings den Wegfall des dortigen Parkplatzes (P1) mit 80 Stellplätzen. Als Ersatz soll nahe der Zufahrt von der Erbschlöh-Straße aus (am künftigen Haupteingang zum Tannenhof-Gelände, in modular Bauweise (kurze Bauzeit) ein Parkhaus mit 283 Stellplätzen für Besucher und Mitarbeiter gebaut werden. Und gleich nebenan soll eine Sporthalle (Grafik links) für therapeutische Sportangebote entstehen, um nicht allein auf den Sportplatz angewiesen zu sein. Die neue Sporthalle sowie eine neue Wahlleistungsstation im Georg-Hafner-Haus nebenan stellen eine therapeutische Ergänzung für den Krankenhausbereich dar, so Dietmar Volk.

Das dritte Projekt umfasst - in enger Absprache mit dem Amt für Denkmalschutz -einen umfangreichen Umbau des Verwaltungsgebäudes. Volk: „Dabei werden bauliche Missstände beseitigt, sodass die Mitarbeiter der Stiftung künftig bessere Arbeitsbedingungen haben werden. Zudem entstehe ein barrierefreier Zugang und ein weiterer Fluchtweg“.

Die beiden Häuser für 36 Patienten sind mit 7,3 Millionen Euro veranschlag (LVR-Zuschuss: 3,4 Millionen), die Turnhalle mit vier Millionen, das Parkhaus mit drei Millionen und der Anbau an das Verwaltungsgebäude mit zwei und der Anbau an das Verwaltungsgebäude mit zwei Millionen Euro. Macht zusammen 16,3 Millionen Euro. Das Parkhaus soll im Mai 2018 fertiggestellt sein, der Wohnkomplex im Juli/August 2018, die Sporthalle und der Umbau im Georg-Hafner-Haus im Herbst 2018 und der Verwaltungsanbau im Oktober/November 2018.

Die Evangelische Stiftung Tannenhof wurde 1896 auf Anregung des Elberfelder Pfarrers und späteren Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Georg Wilhelm Hafner, gegründet. Über 1.200 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen arbeiten zurzeit in allen Bereichen für die medizinische und therapeutische sowie die allgemeine Versorgung, Pflege und Betreuung. Durchschnittlich 6.000 Patienten, überwiegend aus Wuppertal und Remscheid, werden pro Jahr mit allen Formen psychischer Erkrankungen in den Kliniken behandelt.


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Chronist am :

Dreißig Meter weiter ins Gelände lässt die Stiftung derzeit die Autoschranke am Eingang verlegen. So soll künftig bei größerem Besucherandrang ein Rückstau der Pkw auf die Remscheider Straße vermieden werden.

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