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Urkunden und Rosen nach Elternbildungskursen

 Im großen Saal des Neuen Lindenhofs warteten gestern Vormittag zum Abschluss der diesjährigen Elternbildungskurse Urkunden und rote Rosen auf die Teilnehmerinnen. Insgesamt waren fast 120 Mütter erschienen, die die neunmonatigen Kurse erfolgreich absolviert hatten. Zu den Gratulanten zählten die Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums, Sevinc Brilling, und die Vorsitzende des IKE-Förderverein für Interkulturelle Erziehung, Erden Ankay-Nachtwein. Geehrt wurden die Teilnehmerinnen und ihre Elternbegleiterinnen, die regelmäßig geschult werden, gemeinsam mit den Schul- und Kitaleiterinnen. Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Seniorenchor "Lindenhof".

Schon seit vielen Jahren bieten das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Remscheid und der IKE-Förderverein für Interkulturelle Erziehung e.V. in Zusammenarbeit mit der Paritätischen Akademie Elternbildungskurse in zehn Remscheider Kitas und zwei Grundschulen an. Diese so genannten Rucksack- und Griffbereit-Kurse richten sich an Eltern mit und ohne Zuwanderungsgeschichte und deren Kinder. Geleitet werden sie von ausgebildeten Elternbegleiterinnen, die selbst zweisprachig aufgewachsen sind. In dem erfolgreichen Projekt werden die Teilnehmerinnen an viele Themen herangeführt, die Entwicklung der Kinder fördern können. Ergänzt werden die Kurse durch Besuche von Fachleuten verschiedener Einrichtungen. Zugleich erhalten die Mütter Anregungen und Materialien, wie sie ihre Kinder auch zu Hause fördern können. In den zweisprachigen Kursen wird neben der deutschen Sprache der Eltern auch die Mehrsprachigkeit der Kinder gefördert, um diese wichtige Ressource in unserer globalen Welt für eine gemeinsame Zukunft nutzen zu können. Auf diese Weise sind die Kurse ein wichtiger Baustein in der Entwicklung der Kinder, aber auch eine Unterstützung im deutschen Bildungssystem für die Mütter, kurz ein wichtiger Beitrag zur Integration.

1999 startete das Projekt in der Regie „Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien“ (RAA) in Kooperation mit dem IKE. Seitdem werden mittlerweile jährlich rund 120 Mütter geschult. Finanziert wird das Projekt über die Paritätische Akademie des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, gestern vertreten durch Ute Feldbrügge. Zu Beginn richteten sich die Kurse in erster Linie an türkischsprachige Mütter, mittlerweile gibt es mehrere internationale Kurse, in denen viel Wissen vermittelt wird. Zu den behandelten Themen gehören:

  • In der Kita: Das deutsche Bildungssystem, Geschwisterkonflikte, das kindliche Spiel, gesunde Ernährung, Stärken entdecken und fördern, Mehrsprachigkeit, frühkindliche Entwicklungsphasen, Geschlechterrollen, Medien, Selbstbewusstsein bei Kindern
  • In der Schule: Das deutsche Bildungssystem, Austausch über Erziehung, Hausaufgaben, Leistung und Motivation, Konzentration, Entspannung, Vorlesen, Gefühle, Ich-Botschaften, Grenzen setzen, Freizeitaktivitäten, gesunde Ernährung, Stärken fördern

Zu allen Themen erhalten die Teilnehmerinnen unterstützende Materialien, um zu Hause weiter lernen zu können. unterstützt, die Teilnehmerinnen selbst mit ihren Kindern zu Hause umsetzen können. Als Fachleute hinzugezogen werden zum Beispiel Mitarbeiter/innen des SPZ (Sozialpädiatrisches Zentrums), des Kommunalen Integrationszentrums,  der Psychologischen Beratungsstelle,  des Arbeitskreises „Zahngesundheit“, der Kinder- und Jugendbibliothek, des Kinderschutzbund, Medienpädagogen, Logopäden, Lehrkräfte etc. So erhalten die Mütter vielfältige Anregungen, um in der näheren Umgebung gemeinsam mit und für ihre Kinder etwas zu unternehmen: Museen, Kinder- und Jugendbibliothek, Theater,…

Wichtiger Nebeneffekt: Zahlreiche Mütter wurden seit Beginn des Projekts durch die Teilnahme ermutigt, im Anschluss Deutsch-Kurse zu besuchen, eine Ausbildung zu beginnen oder wieder zu arbeiten.


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