Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Klima-Allianz prämiert gutes "Vereins-KLIMA"

Durch Klimaschutz Preisgelder in die Vereinskassen“, titelte der Waterbölles am 12. März 2016, nachdem die Klima-Allianz Remscheid e.V. ihren zweiten Klimaschutzpreis ausgelobt hatte, dotiert mit insgesamt 3.000 Euro. Der Klima-Allianz mit Fred Schulz und Susanne Fiedler  als Vorstand und Monika Meves vom Fachdienst Umwelt der Stadt Remscheid als Geschäftsführerin ging es diesmal um das örtliche „Vereins-KLIMA": Denn auch Vereine können etwa für das Klima tun, können ihre Mitglieder oder gar die gesamte Bevölkerung zu umwelt- und klimabewusstem Engagement anregen und eigene Projekte starten (z.B. Solar- oder Photovoltaikanlagen, sparsame Duschköpfe, Fahrgemeinschaften, Hol- und Bringdienste etc.).

Die Bekanntgabe der Preisträger war zunächst für den 25. Oktober bei der Stadtsparkasse Remscheid geplant. Doch weil der eigens hierfür gegründete Arbeitskreis die Preisträger gerne aus einer größeren Grundgesamtheit ausgewählt wollte, war die Einsendefrist für die Vereine im Mai bis um 2. Juni verlängert worden. Der Tag der Preisverleihung war daher erst gestern. Im Turmstübchen des Rathauses erhielten die symbolischen Schecks die drei Preisträger Ökumenische Initiative Lüttringhausen (500 Euro), Caritas-Verband Remscheid e.V. (1.000 Euro) und Röntgensportclub Remscheid e.V. (1.500 Euro). Die Preisgelder hatten die Volksbank, die Stadtsparkasse und verschiedene Remscheider Handwerksinnungen zur Verfügung gestellt. Jeder Preisträger hatte gestern seinen eigenen Laudator:

  • Denise Abe (Grüne) zum Röntgensportclub Remscheid e.V.

"Der Röntgenlauf gehört seit 2001 zu den wichtigsten (Sport)-Events unserer Stadt. Mit tausenden Teilnehmerinnen ist der Lauf eine der größten Landschaftslauf-Veranstaltungen Deutschlands. Der Röntgenlauf hat eine große Außenwirkung und lockt jedes Jahr zahlreich Zuschauerinnen und Unterstützer*innen an.
Mit einem Ereignis dieser Größenordnung ist auch große Verantwortung verbunden. Diese hat der Röntgen Sport Club e.V. erkannt und sich zum Ziel gesetzt, dass (...) „der Röntgenlauf (...) ein umweltfreundliches, sozial verträgliches und nachhaltiges Sportevent für die ganze Familie" (...) ist. „Die Auswirkungen des Röntgenlaufs auf die Umwelt sollen so gering wie möglich gehalten werden."
Für den Klimaschutzpreis 2017 der Klima-Allianz Remscheid e.V. hat der Röntgen Sport Club e.V. ein großartiges Konzept eingereicht. Mit einer Vielzahl von Maßnahmen aus den Bereichen Mobilität, Abfallvermeidung und Energie möchte der Sportclub darauf hinwirken, dass der Röntgenlauf klimaneutral wird. - Ich empfehle Ihnen am Rande der Veranstaltung oder danach mal einen genaueren Blick in das Konzept zu werfen. Es lohnt sich! - Die Jury musste nicht lange überlegen. Einstimmig haben wir uns dafür ausgesprochen, dass der erste Preis dieses Jahr an den Röntgen Sport Club e.V. geht.
Mit Ihrem Konzept haben sie sich zum Ziel gesetzt, die Umweltauswirkungen des Röntgenlaufs zu vermeiden, die Gesellschaft zu sensibilisieren und den CO2-Ausstoß der Veranstaltung zu verringern. Damit geht der Röntgen Sport Club mit einem guten Beispiel voran und lebt den Teilnehmerinnen, den Zuschauerinnen, den Lieferanten und Partnern sowie der Remscheider Stadtgesellschaft Nachhaltigkeit vor. Das ist ein tolles Symbol für den Klimaschutz in dieser Stadt, den auch wir als Klima-Allianz uns auf die Fahne geschrieben haben. Wir freuen uns sehr, dass die Veranstalter eines der bedeutendsten gesellschaftlichen Events Remscheids sich derart für den Klimaschutz einsetzten und überreichen ihnen heute mit Freude das Preisgeld von 1500 Euro. Viel Erfolg bei der Umsetzung! Gemeinsam stehen wir für den Klimaschutz in Remscheid!"

Caritas heißt übersetzt Nächstenliebe. Und ist nicht auch das sich Einsetzen für den Klimaschutz Nächstenliebe? Gerade die Folgen des Klimawandels spüren die Bedürftigen in Deutschland und dem Rest der Welt leider zu allererst. Ohne die Caritas und ähnliche Institutionen würden die Bedürftigen immer weiter an den Rand der Gesellschaft gedrückt und müssten mit immer weniger zurechtkommen. Somit hat sich die Klima-Allianz-Remscheid sehr über die Einsendung des Projekts „Stromspar-Check Kommunal" gefreut. In dem Projekt wird ganz besonders auf bedürftige Haushalte mit geringem Einkommen eingegangen, die ansonsten mit dem Thema Energieeffizienz und Klimaschutz leider nicht in Berührung gekommen wären. Eines der Hauptziele dabei ist es, den Stromverbrauch im Haushalt zu senken und dadurch die CO2-Emmisionen bei der Stromerzeugung zu vermindern. Zusätzlich werden die Haushalte bei der Bewältigung laufend steigender Energiekosten beratend unterstützt. Sie erhalten ein kostenloses, individuell angepasstes „Soforthilfepaket". Dieses Paket besteht unter anderem aus LED-Leuchtmittel als Ersatz für ineffiziente Glühlampen, abschaltbare Steckdosenleisten zur Verringerung von Standby-Stromverlusten und wassersparenden Duschköpfen.
Nicht zuletzt die Schaffung neuer Arbeitsplätze und Qualifizierungsmöglichkeiten für Langzeitarbeitslose im Bereich der energetischen Beratung ist ein wichtiger Bestandteil des Projekts. Es zeigt den ganzheitlichen Ansatz, den die Caritas mit dem Projekt verfolgt. Seit 2014 hat das vierköpfige Team 960 Haushalte in Remscheid beraten. Es wurden 12.300 Soforthilfen im Wert von 65.000 € initiiert. Der gesamte Einsparnutzen summiert sich mittlerweile auf die stolze Summe von über 1.150.000 € und es wird weitergehen.
Die Caritas plant für den Winter 2017/2018 die Einführung von zusätzlichen Wärmesoforthilfen, wie Türbesen, Fensterdichtgummis, Isolierfolie, Thermostatclips und ähnliche Hilfen. In einer Pilotphase wurde gezeigt, dass gerade hier noch viel Energie- und CO2-Einsparpotential vorhanden ist. Somit    möchte    sich    die    Klima-Allianz-Remscheid    ganz    herzlich    beim Caritas-Verband Remscheid für das umwelt- und klimabewusste Engagement bedanken und gratuliert zum 2. Platz des Klimaschutzpreises 2017 - „Vereins-KUMA". Wir hoffen, dass der Preis motiviert, so weiter zu machen, wie bisher und das Konzept ein Vorbild für andere Institutionen sein wird, ähnliche Projekte ins Leben zu rufen.

  • Kristina Hellwig (Volksbank) zur Ökumenischen Initiative Lüttringhausen:

Fairer Handel und Klimaschutz gehören zusammen - das macht die Ökumenische Initiative Lüttringhausen in Ihrer Bewerbung sehr deutlich. Wo ökologische, faire Landwirtschaft gefördert wird, wo Kleinproduzenten oder Erzeugergemeinschaften gestärkt und unterstützt werden und wo Nachhaltigkeit wichtiges Ziel ist, da profitiert auch immer das Klima.
Nach dem Anerkennungspreis im vorigen Jahr möchte die Klima-Allianz auch in diesem Jahr das Engagement der Ökumenischen Initiative Lüttringhausen würdigen und sie mit dem dritten Platz bei unserem Wettbewerb „Vereins-KLIMA" auszeichnen. Herzlichen Glückwunsch Herr Beckmann, Herr Bauers und all ihren vielen ehrenamtlichen Mitstreiter! Der Verkauf von fair gehandelten Waren, das Café an der Gertenbachstraße mit seiner netten Atmosphäre sowie Kultur- und Bildungsangebote sind die drei Säulen der Ökumenischen Initiative und ihre Flair-Weltladen. Die Ökumenische Initiative hat sich auch sehr bei der Bewerbung der Stadt Remscheid als „Fair Trade Town" engagiert. Remscheid ist im Dezember 2016 als Fair Trade Town ausgezeichnet worden.
Die Ökumenische Initiative möchte ihr Preisgeld für die Weiterentwicklung des Ladenlokals einsetzen. Es ist beabsichtigt die Beleuchtung innerhalb des Geschäfts durch energieeffiziente LED-Lampen zu modernisieren, dabei die Beleuchtung der Waren in den Regalen zu verbessern und für das Schaufenster eine Dämmerungsschaltung zu installieren. Außerdem möchte die Ökumenische Initiative Lüttringhausen das Preisgeld zur Erneuerung des Kühl-und Gefrierschranks im Cafe nutzen.
Ich freue mich, Ihnen dafür den symbolischen Scheck in Höhe von 500 Euro zu überreichen und hoffe, dass dies ein Grundstock für die geplanten Investitionen ist."


Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Gerd Rothbrust am :

Sie sind irgendwie putzig, diese „Klima-Allianzen“, sie erinnern ein wenig an Pfadfinder. Die ziehen in kleinen Gruppen in die Natur, sitzen dort um ein Lagerfeuer und besingen die heile Welt. Wenn sie dann ausgesungen haben, wird gesimst, gewhatsappt, wie schön doch alles war. Allerdings allein EIN Rechenzentrum für elektronische Nachrichten braucht so viel Energie wie die Stadt Frankfurt – das ist dann unerheblich. Da wird der „klimaneutrale“ Wettlauf und der umsichtig Umgang mit dem durch diesen Lauf entstehenden Müll, Abgase, etc. prämiert. Es werden Bedürftige animiert ihre alten, funktionierenden Kühlschränke wegzuwerfen, um neue 5-Sterne-Kühlschränke zu kaufen. Die sind zwar besser isoliert, haben aber wegen der dickeren Isolierung ein um 30% geringeres Innenvolumen. So spart man zwar Energie, muss aber öfter zum Einkaufen fahren. Wenn dann noch ein exponierter Vertreter der Remscheider Grünen hier propagiert, man könne den Jahresenergieverbrauch der BRD mit dem Wuppertaler Nordhang decken, andere wichtige Grünenvertreter aus Bund und Land alle Kohlekraftwerke abschalten wollen, erinnert das ein wenig an Narretei. Besonders vor dem Hintergrund, dass der CO2-Ausstoß der BRD 0,00003344% des Weltausstoßes beträgt.

David Schichel am :

Bis vor zwei Minuten habe ich tatsächlich gedacht, man könne Sie ernstnehmen, Herr Rothbrust. Ich entschuldige mich in aller Form.

Gerd Rothbrust am :

Nun Herr Schichel, Sie sollten einen Satz von Wittgenstein beherzigen: „ Wovon man nichts weiß, muss man schweigen“ Dieser Grundsatz passt auf 90 Prozent Ihrer Beiträge!

David Schichel am :

Wissen Sie Herr Rothbrust, was ich nicht weiß, kann ich in Erfahrung bringen, das ist Teil meiner Jobbeschreibung. Was Sie den Leuten hier als Fachwissen verkaufen, kann heutzutage jeder mit zwei, drei Klicks verifizieren. Und da ergibt sich in aller Regel ein anderes Bild. Und da wir ja hier Literaturempfehlungen austauschen, vielleicht versuchen Sie es einfach mal mit Dürrenmatt. "Es gibt zu viele Wichtigtuer, die nichts Wichtiges tun."

Hans Werner Degiorgio am :

Laut Wikipedia steht in der Liste der Liste der größten Kohlenstoffdioxidemittenten die BRD mit einem Anteil von 2,4 Prozent im Jahre 2011 an 6. Stelle auf der Welt. Wenn die BRD jetzt nur noch einen Anteil von 0,00003344% hat, dann sind wir doch auf dem richtigen Weg, oder habe ich da irgendetwas nicht verstanden?

Die Kommentarfunktion wurde vom Besitzer dieses Blogs in diesem Eintrag deaktiviert.

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.