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Trennung von Haltestellen und „Entree zur Innenstadt“

Mit der Nominierung von drei Preisträgern endete am Dienstag der Architektenwettbewerb zur Neugestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes. Oder sollte man besser sagen „zur Umgestaltung des Zentralen Omnibus-Bahnhofs (ZOB)“, wie es in der gestrigen Pressekonferenz offiziell hieß? Der 1. Preis geht an die Arbeitsgemeinschaft Stefan Schmitz BDA Architekten und Stadtplaner, Köln zusammen mit Lill + Sparla Landschaftsarchitekten, Köln, und das BSV Büro für Stadt und Verkehrsplanung, Aachen. Die Jury lobte sowohl die in dem Entwurf gut funktionierenden verkehrlichen Strukturen des ZOB als auch dessen „stadträumliche Qualitäten“ als „Entree zur Innenstadt“. Ein geschwungenes Dach als Witterungsschutz für die Fahrgäste schafft eine optische Zäsur zwischen den Verkehrsflächen des Busbahnhofs (drei Fünftel des bisherigen Gesamtareals) und der Platzfläche, die den Fußgängern vorbehalten ist (zwei Fünftel) – zusammen mit dem neuen zweistöckigen, ovalen Betriebsgebäude der Verkehrsbetriebe (mit Gastronomie in Parterre). Gegenüber, an der Konrad-Adenauer-Straße, sind Stadtvillen geplant. Die Zufahrt für das Parkhaus an der Engelspassage soll künftig über die Wilhelm-Schuy-Straße erfolgen. Im Video von der gestrigen Pressekonferenz Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Prof. Hartmut Welters von postwelters | partner sowie Stadtwerke-Chef Dr. Thomas Hoffmann und Bezirksbürgermeister Otto Mähler. Sie lobten den Entwurf.


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Kommentare

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Lothar Kaiser am :

Ich hätte mir das neue „Entree zur Innenstadt“ etwas grüner und mit mehr Aufenthaltsqualität gewünscht.

Fritz Beinersdorf am :

In der Tat, eine höhere Aufenthaltsqualität ist nicht auf Anhieb zu erkennen. Soll das evtl. durch geplante Gastronomie erbracht werden? Ist die Funktionalität bei stetig steigender Bedeutung des ÖPNV wirklich gewährleistet? Wie sieht es bei der zu erwartenden e- Mobilität aus? Es gibt viele Fragen, die jetzt diskutiert werden müssten, damit schlussendlich ein wirklich zukunftsfähiger zentraler Platz für einen bürgerfreundliche ÖPNV geschaffen wird.

Fraktion der SPD am :

Alle sieben eingereichten Wettbewerbsentwürfe werden in einer Ausstellung bis 14. August der Öffentlichkeit präsentiert. Die SPD-Fraktion hält es für dringend notwendig, dass die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt in den Planungsprozess schnellstmöglich eingebunden werden. Zur Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid am 29. August bittet die SPD-Fraktion um Antwort auf di9e Frage, ob in absehbarer Zeit eine Bürgerbeteiligung zum ZOB Friedrich–Ebert–Platz vorgesehen ist, und wenn ja, ob es bereits für die Informationsveranstaltung einen Termin gibt. Diese sollte zeitnah durchgeführt werden, um die Bürgerinnen und Bürger in diesen Prozess einzubinden.

Gerda Spaan am :

Habe ich mich auch gefragt: " Wo ist denn da plötzlich das Mehr an Aufenthaltsqualität durch viel Grün " geblieben?

Tina Biesenbach am :

Das angekündigte Mehr an Grün sehe ich hier leider nicht verwirklicht. Zur größeren Aufenthaltsqualität fehlt m. E. bei der abgebildeten "Riesenbanane" ein vernüftiger Wetterschutz. Hier scheint es ein Dach auf Stelzen zu geben, aber keine Wände aus Glas o.Ä., die den Wind bremsen. Wer regelmäßig mit dem Bus fährt, weiß, wie zugig es auf dem Ebertplatz ist. Bei typisch bergischem Wetter würde man trotz des Daches naß, wenn der Wind kräftig weht. Das gleiche Prinzip wie bei dem "Bananendach" wurde vor etlichen Jahren für die "Markthalle" verwendet und erst kürzlich wieder auf dem Steg vom Bahnhof zum Brückencenter. Wer schon einmal bei schlechtem Wetter unter dem Stück Glasüberdachung gestanden hat, kennt das Ergebnis. Unter Aufenthaltsqualität verstehe ich, auf meinen Anschlußbus warten zu können, ohne naß zu werden. Eine Bürgerbeteiligung wäre wünschenswert, um wichtige Knotenpunkte des ÖPNV in Zukunft nicht nur architektonisch attraktiv zu machen, sondern auch alltagstauglich (Siehe z.B. die schlechte Umsteigelösung Bus/Bahn am Willy-Brand-Platz).

Felix Staratschek am :

Wat soll dä Quatsch? Ich finde diese neue Anordnung chaotisch, heute haben wir eine klare Struktur, die ich als Fahrgast auch überblicken kann. Heute habe ich zwei Bussteige in jede Richtung, und ich weiß genau wo Busse zum Bahnhof oder zum Alleecenter abfahren. Das ist klar gegliedert. Auch wenn ich nach Hasten will, habe ich 615, 553, 657 und 675 im Blick und kann die nächste Fahrt nutzen. Die gebogene Haltestelle nimmt den Busfahrern und Fahrgästen die Übersicht. Heute können gute Busfahrer einen ankommenden Bus sehen und warten oder die 615 setzt sich schnell vor den Lenneper Bus, so dass doch noch der Anschluss klappt. In der gebogenen Kurve sieht der letzte Bus gar nicht was vorne los ist und der erste Bus bekommt nicht mit, wenn hinten noch eine Fahrt ankommt. Auf den neuen Mittelbussteigen verdecken die Busse Richtung Alleecenter die Richtung Bahnhof der umgekehrt, da wird die Übersicht viel komplizierter. Dann sollte die Ökoibilanz jeder Maßnahme aufgeführt werden. Auch Sand ist ein endlicher Rohstoff, und Sandabbau zerstört viele Ökosysteme und Grundwasservorkommen. Auch Kalkabbau für Beton zerstört Landschaften. Ist der Neubau der Dienstgebäude notwendig? Oder ist es besser, diese zu sanieren? Muss der Belag schon ausgetauscht werden oder kann der mit etwas Pflege noch Jahre halten? Der Tunnel zum Ämterhaus ist kein schöner Aufenthaltsort, aber ich will den nicht vermissen, garantiert der mir doch den schnellen Zugang zu den Bussen ohne Wartezeiten oder waghalsiges rennen über die breite Fahrbahn. Sowas beseitigt man nicht. Wenn ich die 615 gerade wegfahren sehe, schaffe ich es im Dauerlauf durch den Tunnel zur Hochstraße diese noch einzuholen, weil die über das Alleecenter etwas länger braucht und zwei Ampeln hat. Durch den Tunnel komme ich ohne Warten auf die andere Straßenseite. Wer im Ämterhaus was erledigt hat, will nicht seinen Bus durch Wartezeiten an der Ampel verpassen. Beim Weg zum Auto bringt einen eine Verzögerung von 2 Minuten an der Ampel zwei Minuten später nach Hause,. bei einem verpassten Bus kann die Verzögerung eine ganze Stunde betragen. Man beseitigt keinen schnellen Zugang zu einem Busbahnhof. Auch Zuschüsse an Remscheid sind unsere Steuergelder, die wir aufbringen müssen und die immer für sinnvolles ausgegeben werden sollen. Wie steht es also um eine Auffrischung des bestehenden Platzes als Alternative zu allem umbauten? Die Bussteigdächer könnten gleichzeitig ein Solarkraftwerk sein. Auch die Pausenplätze der Busse könnten dann überdacht sein, damit die Fahrzeuge im Sommer kühler bleiben. Die Dächer die über die Fahrspuren reichen schützen auch vor schrägen Regen, der bei Wind nicht selten ist. Umgekehrt sollte es ein paar Ecken geben, wo man in der Sonne sitzen oder stehen kann. Denn für das Vitamin D im Körper ist Sonne tanken beim Umsteigen förderlich. Die Stadtplaner, die sich an solchen Wettbewerb beteiligen, müssen das Bestehende schlecht reden, weil die ihren Reibach mit der Moderierung und der Veränderung machen. Politik muss diesen Geschäftsinteressen widerstehen.

Eija Tirkkonen am :

Im Vorfeld des Wettbewerbs zum Ebertplatz wurde Kritik laut, dass der Geltungsbereich nur auf die Platzgestaltung reduziert ist und nicht den Übergang zur Alleestraße und zum alten Markt berücksichtigt. Die präsentierten Wettbewerbsarbeiten geben im Nachgang den Kritikern Recht. Der Platz bleibt ein Busbahnhof mit Wartebereich. Dass jemand wegen diesem Platz in die Stadt fährt oder Anwohner von der Umgebung zum Verweilen animiert, ist abwegig. Ist die Böker Villa jetzt attraktiver für Investoren, weil man auf eine beleuchtete Überdachung blickt? Ein grüner Park hätte dies bewirkt. Grünflächen in der Stadt erhöhen in der Tat die Attraktivität und dadurch den Wert einer Immobilie. Allerdings muss man auch Herrn Staratschek energisch widersprechen: Das Schlimmste, was Remscheider Innenstadt widerfährt, ist Stillstand. Aber - neue Gestaltungselemente, Ordnung und Sauberkeit können nur als Begleitmaßnahmen für eine groß angelegte Änderung im Planungsrecht verstanden werden. Das Planungsrecht stellt den Rahmen für das Gelingen des Vorhabens „Belebung der Innenstadt“.

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