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Mehr Grün und mehr Aufenthaltsqualität? Wo??

Auf den Wettbewerb zur Neugestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes als Busbahnhof folg das eigentliche Verhandlungsverfahren an. „In diesem Verfahren gemäß Vergabeverordnung, an dessen Vorschriften der öffentliche Auftraggeber gebunden ist, werden zunächst die Verfasser der prämierten Beiträge auf der Grundlage eines Vertragsentwurfs und einer Leistungsbeschreibung zu Verhandlungen aufgefordert. Dabei werden ihnen die Zuschlagskriterien für die Vergabe der Ausführungsplanung mitgeteilt. Diese setzen sich aus dem Wettbewerbsergebnis und Faktoren der Qualität der überarbeiteten Planfassung, Merkmalen der Arbeitsweise und Projektabwicklung und den zu erwartenden Bau- und Planungskosten zusammen. Über die eingehenden Angebote, mit Ausnahme der endgültigen Angebote, wird mit dem Ziel der inhaltlichen Verbesserung der Angebote verhandelt“, heißt es in der Mitteilung der Verwaltung, die am Donnerstag im Haupt- und Finanzausschuss mit kritischem Grundton erörtert wurde. Denn die Kommunalpolitiker vermissten darin eine Bürgerbeteiligung.

Beatrice Schlieper von den Grünen brachte es auf den Punkt: „Ich ärgere mich über mich selbst, dass ich zu den Befürwortern dieses Verfahren gehört habe. Dafür muss ich mich fast bei den Bürgern entschuldigen!“ Ein ungutes Gefühl äußerte auch Thomas Brützel (WiR): „Mehr Grün und mehr Aufenthaltsqualität sind in den Entwürfen nicht erkennbar. Im weiteren Verfahren ist da durchaus noch Steigerungsbedarf!“ Und Wolf Lüttinger hatte seine Probleme mit der für die Bezirksvertretung Alt-Remscheid weit ausführlicher ausgefallenen Mitteilungsvorlage der Verwaltung. Darin sei „das eine und andere angesichts des ungewohnten Verfahrens schwer nachvollziehbar!“

Auch wenn eine Bürgerbeteiligung im weiteren Verfahren nicht vorgesehen sei, müssen doch Anregungen und Hinweise der Politik und interessierter Bürger/innen einfließen können, forderte nach Beatrice Schlieper auch Sven Wolf (SPD). Das sah bereits geschehen, was die im Stadtteilbüro am Markt aufgenommenen Anregungen betreffe, antwortete Jörg Schubert, Leiter des Fachdienstes Bauen, Vermessung, Kataster und Untere Denkmalbehörde. Er sagte zu, Anregungen, die ihn erreichten, in die Bevorstehenden Gespräche mit den Architekten mitzunehmen. Aber: „Am Grundkonzept kann nicht gerüttelt werden!“ Schließlich stehe der künftige Verkehr auf dem Busbahnhof im Mittelpunkt.

Die konkrete Frage von Lüttinger an Schubert, wo denn angesichts der engen Zeittafel des Verfahrens bis zum Jahresende Zeit bleibe für die Diskussion von Bürger-Anregungen im Expertenkreis, blieb die Antwort aus. Spontane Äußerung von Bezirksbürgermeister Otto Mähler: „Dann lade ich eben selbst zu einer Bürgeranhörung ein!“


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Gerda Spaan am :

Hatte ich mich doch so gefreut: Unsere Stadt soll schöner werden und die Neugestaltung des Busbahnhofes sollte Aufenthaltsqualität und dazu auch noch mehr Grün(auch Grünflächen waren doch angesprochen?) dazu erhalten. Nunmehr kann ich mich des Eindrucks nicht so recht erwehren, dass hier eine schöne architektonische Planung geschaffen wurde mit einem schwungvollen Überdachungsbereich und viel Stein. Ob die Überdachung dem Remscheider Wetter gerecht werden kann? Zumindest Skepsis ist hier angebracht. Und ansonsten : Stein neben Stein. Das war‘s dann? Und wie rennen die Schüler in Zukunft über die Straße zur EMA? Und wie die Besucher des "Glaspalastes"? Möglicherweise soll hier ja eine neue Wettrennstrecke geschaffen werden? Also unter diesen Bedingungen sollte der Tunnel bitte doch erhalten bleiben! Zumindest aus Gründen der Sicherheit für die zahlreichen Fußgänger. Könnte nicht doch der mittige Platz mit Rasen eingerichtet werden? Vielleicht mit Steinplattenwegen dazwischen, die auch für Rollis und Stöckelschuhwerk geeignet sind? Und dann noch meine Frage: Wie erfolgt denn jetzt die vorgegebene Öffnung und Anschluss dieses Bereiches in die Innenstadt - also Richtung Geschäftsstraße herein - wie sieht die aus?

Eija Tirkkonen am :

In der Vergangenheit gab es schon etliche Planungen für die Stadtentwicklung, von denen nie etwas nachhaltig Qualitatives übrig geblieben sind. Die Stadtentwicklung bleibt in einer ernüchternden Weise am Ende auf der Strecke. Der Vorgang zum städtebaulichen Umbau des Ebertplatzes ist dafür bezeichnend. Die Verwaltung weckte von Anfang bis zum entscheidenden Finanz- und Hauptausschuss letzte Woche große Hoffnungen bei der Bürgerschaft. Vor zwei Jahren meldete sie die Beantragung von Fördergeldern in Millionenhöhe, um „aus dem jetzt wenig attraktiven, komplett als Busbahnhof genutzten Platz eine teils begrünte Fläche mit Aufenthaltsqualität zu machen.“ und weiter „die Umgestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes gehört zu den zentralen Projekten der Verschönerung und Neubelebung der Innenstadt. Die anstehende Revitalisierung der Innenstadt soll unter größtmöglicher Einbeziehung der Bürger und der Politik erfolgen. Das ist die Marschroute.“ Sven Wolf (MdL SPD) verkündete dann den städtebaulichen Wettbewerb „rund um die künftige Nutzung des Platzes“. Die Vorgabe für die Zweckerfüllung der Fördergelder nannte er eine „auf sehr hohem Niveau nachhaltige städtebauliche Entwicklung“. Diese Aussagen zerschlug Herr Schubert, kommissarischer Leiter der Bauverwaltung, letzte Woche im Ausschuss mit einem Satz: „Es handelt sich nun mal um einen Funktionsplatz.“ Keine Spur mehr von einem neu gewonnenen städtebaulich wertvollen Aufenthaltsraum mit eigenständiger Nutzung und Zielsetzung. Die ungleiche Aufwertung des Platzes folgt der ungleichen Aufteilung der Fördergelder. 4:1 für die ÖPNV. Man fragt sich, was ein neues Betriebsgebäude mit städtebaulicher Revitalisierung zu tun hat. Die Verwaltungsantwort im Vorfeld des Wettbewerbes auf die Forderung, die Anbindung zur Alleestraße möge Berücksichtigung finden, ist nachhinein verräterisch: „Dies würde den Wettbewerb überfrachten, wenn man neben dem Platz und seiner unmittelbaren Umgebung auch noch einen Teil der Allee überplant. Zudem würden die zur Verfügung gestellten Fördergelder des Landes von einem Ankauf der Kino-Immobilie (als neuer Durchgang zur Alleestraße gedacht) schon stark aufgefressen werden.“ Nachhinein ist das verräterisch vor der gähnenden Leere des präsentierten Platzes.

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