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Entscheidung über Bökervilla im Juni 2018

Noch wabert viel Nebel um die Böker-Villa“,  titelte der Waterbölles am 28. Oktober. Für das bisherige Domizil der Musik- und Kunstschule (MKS) – die Bökervilla, Elberfelder Straße 20 – hatte sich nach Angaben der CDU-Fraktion der neue Verein Gründerschmiede e.V. für ein Gründerzentrum interessiert. Daraufhin hatte Oberbürgermeister Burkhard Mas-Weist für die Ratssitzung am 16. Dezember vier potenzielle Interessenten angekündigt. Die stehen inzwischen fest, werden in der Vorlage für den öffentlichen (!) Teil der Ratssitzung aus Gründen des Datenschutzes aber nicht genannt, wohl aber „ihr Nutzungsinteresse skizziert“, wie es darin heißt:

  • Gründerzentrum IT mit öffentlichem Café, Co-Working-Spaces
  • Hotel mit Seniorenwohnen und öffentlichem Café
  • Seniorennutzungsprojekt in „Eigenregie“ (Mehrgenerationenwohnen)
  • Interkulturelles Zentrum

Im Hinblick auf die aktuelle politische Diskussion schlägt die Stadtverwaltung vor, auf ein formelles Interessenbekundungsverfahren zu verzichten. Sie weist gleichzeitig darauf hin, dass das städtische, denkmalgeschützte Gebäude „Böker Villa“ (Baujahr 1887) „aufgrund der Nutzung der Immobilie in den Jahren 2018 bis 2020 als Verwaltungsstandort“ erst ab 2021 verfügbar sein könnte.  

Die Remscheider Kunst- und Musikschule. Foto: Lothar KaiserDas weitere Vorgehen wird wie folgt beschrieben: „Alle Interessenten werden aufgefordert, aussagekräftige Umsetzungskonzepte der jeweiligen projektierten Nutzung einzureichen. Für das jeweilige Umsetzungskonzept stellt der Interessent verbindlich dar:

  • Nutzungsbeschreibung
  • Baukonzept für Nutzung des Bestandsgebäudes bei Berücksichtigung des Denkmalschutzes mit Zeitplan, Freiraumkonzept, Aussagen zur Gestaltung, Einfügung von möglichen An- und Neubauten, Platzierung der Stellplätze, Aussagen zur Behindertengerechtigkeit / Barriere-Armut.
  • Planungsrechtliche und baurechtliche Realisierbarkeit (Vereinbarkeit mit dem aktuellen Planungsrecht (BP 468) bzw. Notwendigkeit der Anpassung des Planungsrechtes)
  • Einbindung der zukünftigen Nutzung in das Revitalisierungskonzept der Innenstadt zur  „grünen Perlenkette“ zwischen Bökerspark und dem Rathaus sowie der künftigen Struktur und Funktionalität des Busbahnhofes „Friedrich-Ebert-Platz“
  • Aussagen zum Mehrwert der projektierten Nutzung für den Bereich Markt / Untere Alleestraße (Quartiersbedeutung)
  • Referenzprojekte des Bewerbers und / oder eines Projektpartners mit Vergleichbarkeit zum Verkaufsobjekt
  • Kaufpreisangebot

Die Stadtverwaltung will anschließend die eingereichten Unterlagen der Interessenten anhand der genannten Kriterien vergleichen und bewerten und im Nachgang den politischen Gremien in nicht-öffentlicher Sitzung zur Verkaufsentscheidung vorlegen. Der Versand der Unterlagen an die Interessenten ist für Januar 2018 vorgesehen, und die  Abgabe der Unterlagen wird bis März 2018 erwartet, so dass der Verwaltungsvorschlag den politischen Gremien im zweiten Quartal 2018 präsentiert werden könnte.


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Kommentare

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Chronist am :

Bis die Stadtverwaltung ihre Synopse der (derzeit vier) Bieter für die Bökervilla vorgelegt hat, will die CDU-Fraktion ihren Antrag ruhen lassen, in dem Gebäude in der Böker-Villa mit der Gründerschmiede Remscheid e. V. als Betreiber ein Gründerzentrum einzurichten. Das sagte in der heutigen Ratssitzung der CDU-Fraktionsvorsitzende Jens Peter Nettekoven zu.

Lothar Kaiser am :

Fritz Beinersdorf, Fraktionsvorsitzende der Linken, präsentierte heute im Rat der Stadt spontan die Idee, aus dem ehemaligen MKS-Domizil eine Heimstatt für Werke namhafter (verstorbener) Remscheider Künstler wie Gerd Arntz zu machen, für die man ansonsten keinen Ausstellungsplatz in Remscheid hätte. Das käme dann einer neuen Städtischen Galerie gleich, nach dem die MKS gerade erst in die alte (an der Scharffstraße) umgezogen ist. Sven Wolf (SPD) scherzte daraufhin in der Ratssitzung, ob Fritz Beinersdorf wohl im Lotto gewonnen habe. Denn anders sei das wohl nicht zu finanzieren.

Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt am :

Derzeit findet im politischen Raum eine breite Diskussion um die Nachnutzung der denkmalgeschützten Bökervilla statt.In der Ratssitzung vom 14. Dezember regte Fritz Beinersdorf an, das Gebäude zu einer würdigen Präsentation der Werke der Remscheider Künstler Johann Peter Hasenclever, Gerd Arntz und Teo Otto zu nutzen. Beinersdorf führte aus: „In vergleichbaren Städten, z.B. in Bergisch Gladbach in der Villa Zanders oder in Düren in der Hoesch-Villa, sind Museen untergebracht, die bildende Kunst zeigen. Was spricht dagegen, in der Bökervilla unseren Künstlern eine angemessene, repräsentative Heimstatt zu bieten? Deshalb sollte eine Veräußerung der Villa nicht stattfinden. Otto, Arntz und Hasenclever haben Werke von Weltgeltung geschaffen, und zurzeit verstauben die Werke dieser Künstler aus dem Besitz der Stadt Remscheid in Archiven und Magazinen.“ Im Nachgang zur Ausstellungseröffnung „Gerd Arntz, Werke aus dem Fundus der Stadt Remscheid“ heute Abend ergänzte Beinersdorf: „Diese „Ausstellung“ zeigt, dass ein Ladenlokal, welches mit zwei Büros bestückt ist, kein Raum für eine dem Künstler und seinem Werk angemessene Präsentation sein kann. Wir sollten den Mut und den Willen haben, die Bökervilla in die Pläne zur Revitalisierung der Innenstadt einzubeziehen. Wir haben die Chance, mit dem Teo Otto Theater, der MKS Begegnungsstätte, der Zentralbibliothek, der VHS, der Bökervilla als Heimstatt der drei großen Söhne unserer Stadt und dem Kleinkunsttheater in unmittelbarer Nähe eine Kultur- und Bildungsmeile zu schaffen, die diesen Namen verdient. Beginnen wir eine ehrliche und zielgerichtete Diskussion über das künstlerische Erbe unserer Stadt.“ (Axel Behrend)

Ursula Wilms am :

Das ist jedenfalls eine weitaus bessere Idee, als Kunst im Seniorenbüro auszustellen. Kaum anzunehmen, dass junge Leute motiviert werden, sich Kunst an einem solchen Ort anzuschauen - im Gegenteil! Gut erreichbar und stark frequentiert ist diese Räumlichkeit auch nicht. Wenn Remscheid sich auch einmal als Stadt mit Kultur präsentieren möchte, wozu es höchste Zeit ist, muss ein repräsentativer Raum dafür her. Die Bökervilla wäre in der Tat einer, sogar in dafür hervorragend geeigneter Lage. Künstler wie Arntz, Hasenklever und Otto könnten der Anfang sein, wechselnde Ausstellungen können fölgen und würden an einem solchen Ort auch endlich entsprechend wahrgenommen werden. Kaum vorstellbar, dass Städte wie Wuppertal oder Köln ihre Künstler im Seniorenbüro verstecken würden.

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