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Lebenshilfe baut neue Werkstatt am Jägerwald

Mit einem Jahresumsatz von 23 Millionen Euro, 400 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen / Mitarbeitern in mehr als 20 Einrichtungen unterschiedlichster Prägung, und mehr als 850 Betreuungsplätzen – davon mehr als 500 Beschäftigte in drei Werkstätten – ist die Lebenshilfe Remscheid ein größeres mittelständisches Unternehmen Und die größte Einrichtung für Menschen mit Behinderung in der Stadt. Eine Institution mit ehrgeizigen Plänen. Fünf Jahre lang war die Lebenshilfe auf der Suche nach einer geeigneten Ersatzimmobilie für ihre Zweigwerkstatt am Tenter Weg. Anfang 2017 fand sich schließlich mit Arnd Schein ein Inverstor, der auf seinem Grundstück am Jägerwald eine 2.880 Quadratmeter große Werkstatt bauen will. Die Fertigstellung ist für Ende 2018 angepeilt. Von dem neuen Standort versprechen sich die Vorstandsmitglieder der Lebenshilfe – Vorsitzende Karin Lenhard-Moyzyczyk, stv. Vorsitzende Ulrike Conrad-Kirschnereit, Kassierer Klaus Rosenbaum, Schriftführer Klaus Ebeling, sowie die Beisitzer Dirk Dürholtz, Bernd Engstermann, Manfred Hinzmann, Maria Maier und Petra Schmidt – sowie Geschäftsführer Jerrit Bennert eine erhebliche Verbesserung und Veränderung der Arbeit. Denn zum einem werde der neue Standort wesentlich größer als der aktuelle Standort (von 90 auf 120 Beschäftigte), und zum andern werde er auch vollständig barrierefrei.

Mit Umzug in diesen Standort wird sich auch das Haupthaus am Thüringsberg verändern. Waren bis jetzt an beiden Standorten Tenter Weg und Thüringsberg Berufsbildungsbereiche angesiedelt, so wird in Lennep künftig ein modernes und zentrales Berufsbildungszentrum entstehen. Auch der Bereich für Menschen mit schweren Mehrfachbehinderungen wird wesentlich vergrößert. Dieser Bereich ist bereits in diesem Jahr um eine Gruppe erweitert und modernisiert worden. Dafür bekam eine Produktionsgruppe mit 24 Beschäftigten am Tenter Weg einen Übergangsstandort. Er soll solange bestehen bleiben,  bis der Neubau am Jägerwalt fertig ist.

Trotz dieser zusätzlichen Aufgaben und Ausgaben, habe das Betriebsergebnis in 2017 fast verdoppelt werden können, freute sich gestern auf einer Pressekonferenz in der Werkstatt am Thüringsberg Edgar Weisheit, der Betriebskoordinator der Werkstätten. So konnte unter anderem mit der Firma Heyco ein Großkunde wiedergewonnen und zahlreiche neue Geschäftsbeziehungen eingegangen werden (Firma SW-Stahl, Ritter Elektronik, Firma Steinhaus). Zu den größten Kunden zählt seit Jahren die Firma Robert Röntgen; ihr Auftragsvolumen vergrößerte sich in 2017 weiter. Hinzu kam ein Großauftrag für eine Firma aus Hattingen; drei Millionen Geschenkbänder für das Weihnachtsgeschäft von ALDI galt es unter Zeitdruck zu verpacken.

Die Lebenshilfe Remscheid e.V. wurde im Jahr 1962 aus einer Elterninitiative heraus gegründet. Seitdem ist die Ortsvereinigung immer weiter gewachsen, so dass nun geistig, körperlich und psychisch behinderte Menschen einen Platz gefunden haben. Rund 250 Menschen werden unterschiedliche Wohnhilfen geboten. Das sogenannte „stationäre“ Wohnen ist seit vielen Jahren auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück, um einen Ersatzbau für 24 Menschen nach den aktuellen gesetzlichen Anforderungen zu errichten. Nachdem die Stadt 2017 ein geeignetes Grundstück angeboten hat, steht der Verein nun mit allen beteiligten Stellen in konstruktiven Verhandlungen und hofft auf eine baldige Realisierung des Wohnprojekts für Menschen mit einem hohen Unterstützungsbedarf.

Seit 2001 unterstützt die Lebenshilfe Remscheid Menschen mit einer geistigen Behinderung in ihren eigenen vier Wänden. Dieser kleine Bereich ist mit den Jahren zu einem großen Wohnbereich herangewachsen. Zurzeit werden 105 Klienten zwischen 18 und 73 Jahren im Raum Remscheid individuell begleitet und gefördert, jeder vierte nicht in einer eigenen Wohnung, sondern. In einer kleinen Wohngemeinschaften gemeinsam mit anderen. Betreut werden ferner auch Familien in Remscheid und Umgebung, in denen die Kinder oder Eltern besonderer Unterstützung bedürfen. Durch eine intensivere Vernetzung der bestehenden Angebote mit der Frühförder- und Beratungsstelle verspricht sich die Lebenshilfe eine noch bessere Leistung gegenüber den betroffenen Familien, neue Wohnkonzepte eingeschlossen.
Zum Angebot gehören im Einzelnen:

  • Werkstattstandort Lesota-Werk (psychisch behinderte Menschen)
  • Werkstattstandorte in Lennep (körperlich und geistig behinderte Menschen)
  • Eine Frühförderstelle für frühkindliche Entwicklungshilfen von Geburt an
  • Inklusive Kindertagesstätte am Fuchsweg (60 Kinder auf vier Gruppen verteilt)
  • Inklusive Kindertagesstätte am Hagedornweg (45 Kinder auf 3 Gruppen verteilt)
  • Eine vollstationäre Wohnanlage mit 54 Wohnplätzen für schwerstmehrfach-behinderte Menschen
  • Eine Wohnstätte und neun Wohngruppen mit insgesamt 99 Wohnplätzen
  • Betreutes Wohnen mit ca. 100 Klienten
  • Ambulante Alltagshilfen und Begleitdienste
  • Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle (KoKoBe). Eine Kooperation mit der Stiftung Hephata
  • Flexible Erziehungshilfen.

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