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Neue „Clearingstelle“ soll schwer Erreichbaren helfen

Jugendberufsagentur Remscheid geht an den Start“, hieß es am 25. April 2017 im Waterbölles. Im Remscheider Rathaus war die neue Jugendberatungsagentur tags zuvor mit den Unterschriften von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (Stadt Remscheid), Dirk Faust (Jobcenter Remscheid) und Martin Klebe (Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal) besiegelt worden. Damals waren in Remscheid insgesamt 516 junge Menschen unter 25 Jahre arbeitslos gemeldet. Inzwischen sind es nur noch 310 im SGB II, wie Dirk Faust am Mittwoch im Jugendhilfeausschuss berichtete. Damit steht Remscheid mit einem Anteil von 8,6 Prozent besser da als Wuppertal (zehn Prozent) und Solingen (12,4 Prozent). Das sei kein Grund zum Jubeln, deutete Faust an, lasse aber Hoffnung aufkeimen.

Aufgabe der Jugendberufsagentur ist es, die Leistungen nach SGB II, SGB III und SGB VIII für junge Menschen zu bündeln und zu verzahnen, um den Übergang von der Schule in die Arbeitswelt zu verbessern. Besonders schwer fällt es den Mitarbeiter/innen des Jobcenters, den Kontakt mit jenen etwa 60 bis 70 Jugendlichen und jungen Erwachsenen wieder aufzunehmen, die ihn bewusst abgebrochen haben. Etwa wegen einer ungesicherten Wohnsituation bzw. Wohnungslosigkeit, weil sie von zu Hause ausgerissen sind (z.B. aufgrund familiärer Konflikte) oder weil sie bereits in der Schule den Anschluss und sich in der Folge selbst aufgegeben haben, oder weil ihnen Grund- und Sozialkompetenzen fehlen, um ihren Platz auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt finden zu können. Zu diesem Personenkreis, der keine Leistungen beantragt hat oder beantragen will, gehören auch junge Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder Suchtverhalten. Aber: „Einer fehlende Antragstellung steht eine Leistung des Jobcenters nicht im Wege“, betonte dessen Leiter. Das ist in Paragraf  §16h des Sozialgesetzbuch (SGB) II geregelt unter „Förderung schwer zu erreichender junger Menschen“. Demnach können „junge Menschen, die noch keine Leistungen beantragt haben, ... gefördert werden, wenn ein Leistungsanspruch dem Grunde nach besteht bzw. erwartet werden kann oder die Leistungsberechtigung mit hinreichender Wahrscheinlichkeit vorliegt.“ Darum soll sich künftig beim Jobcenter Remscheid eine neue „Clearingstelle“ kümmern, so Faust. Das bedeute „aufsuchende Arbeit“. Der Leiter des Jobcenters Remscheid will die neue Jugendberufsagentur „zur Marke machen“. Mit einer eigenen Homepage nach dem Beispiel des Jobcenters Oberhausen, wo die Klienten dann Zugriff haben auf alle Angebot und beteiligten Institutionen, eingeschlossen auch „Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule-Beruf in NRW“ (KAoA).


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