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Stiller Beobachter der eigenen Flucht

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Das preisgekrönte Wuppertaler Jugendtheaterprojekt „Close up“ gastiert am Freitag, 16. Februar, um 19.30 Uhr im Teo Otto Theater in Remscheid mit seinem Stück „Tenebris“. Das junge Theaterensemble unter der künstlerischen Leitung von Charlotte Arndt und Dilara Baskinci beschäftigt sich in diesem abstrakten Werk „Nahaufnahmen“ mit Angst und Starrheit der Anderen, Flucht- und Lebensgeschichten von Geflüchteten aus einer anderen Perspektiv. Was, wenn wir stille Beobachter um und über uns hätten, die unsere Taten, aber auch Untaten mit ansähen? Was, wenn diese Beobachtungen schon immer da gewesen wären, aber erst jetzt zu uns sprächen? Was, wenn es der Mond wäre, der auf uns herabschaut? Das Meer wäre, das uns umgibt? Die Dunkelheit wäre, die uns ängstigt? Das Gewissen wäre, auf das wir nicht mehr hören? Was würden sie uns sagen? Und was würden wir antworten? Würden wir unsere Taten überdenken? Oder würden wir uns in den Schutz der Unwissenheit flüchten?

Das Stück ist auch die emotionsreiche Fluchtgeschichte des 18-jährigen Mohammed aus Afghanistan. Mohammed lebt in Remscheid. Er wirkt erschöpft und älter, seiner jugendlichen Naivität beraubt. Er lächelt traurig. Auf seiner Flucht erlebte er viel Schmerzliches; Angst und Ungewissheit waren seine täglichen Begleiter. Zurück in Afghanistan ließ er nur seine Jugend; Familie hat er keine mehr. In Deutschland hoffte er auf ein neues, sicheres Leben. Er lernte Deutsch, suchte Anschluss. Doch nun erreichte ihn vor kurzem ein Brief, ein Abschiebebescheid.

Tenebris bedeutet die Dunkelheit; in die wir uns alle selbst begeben, wenn wir uns dazu entscheiden wegzuschauen. Dunkelheit, in der sich auch viele Geflüchtete begeben, wenn sie sich entschließen, mit Booten übers Meer zu fahren. Was passiert dort, wenn es Nacht wird und der Mond das Einzige ist, der ein wenig Licht spendet? Diesen Fragen geht das jugendliche Ensemble der 14- bis 19-jährigen Darsteller nach, mit einer anderen Perspektive der Flucht, der eigenen als stiller Beobachter.

Die musikalische Unterstützung mit eigens komponierter Musik von Christopher Huber, Christopher Esch und Max Klaas (Mitglieder des Royal Street Orchestra) umrahmen das Werk. Die Aufführung im Teo Otto Theater ist ein Kooperationsprojekt des Wuppertaler Jugendtheaters „Close up“ mit dem Kommunalen Integrationszentrum Remscheid unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Der Eintritt ist frei.  Alle Interessierten ab 14 Jahren sind herzlich eingeladen.

Um Kartenanmeldungen, insbesondere für Gruppen, Schulklassen etc. beim Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Remscheid wird gebeten. Einzelkarten sind auch an der Theaterkasse erhältlich. Kommunales Integrationszentrum: Saime Koc, Tel: RS 162936, E-Mail Saime.Koc@remscheid.de">Saime.Koc@remscheid.de.


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Kommentare

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Heinz Wäscher am :

Es würde sich doch anbieten Herrn Nettekoven von der CDU zu diesem Termin mit einzuladen, damit er von seinen Erfahrungen, die er 2011 in Afghanistan gemacht hat, berichten kann. Weiterhin könnte es zweckdienlich sein, wenn er über seine dort gemachten persönlichen Eindrücke sprechen würde und vor allem auf die kulturellen Unterschiede, die es zwischen Afghanistan und Deutschland gibt, hinweist und dabei insbesondere darauf eingeht, wie junge afghanische Männer in ihrer Heimat sozialisiert werden.

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