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Entsorgung von Dioxin-Boden bei Grundstückskauf

Vorstand des B.V. 10 will wissen, wohin die Reise geht“, berichtete der Waterbölles am 24. Februar 2017. Vertreter des B.V. 10 wollten im Sportausschuss damals wissen, wie es mit dem Sportplatz weitergehe, nachdem der Zusammenschluss zwischen dem TV Jahn und dem Remscheider Schwimm-Verein verbrieft und der Besitz des TV Jahn an den RSV übergegangen war. Der RSV als Besitzer des Sportplatzes habe jedenfalls keine Bedenken gegen eine Verlängerung des Pachtvertrages mit der Stadt Remscheid. Zugleich äußerte der Vorstand des B.V. 10 damals dem Wunsch nach einem Kunstrasenplatz. Diesem Thema ist die Verwaltung nun nachgegangen. Zur Sitzung des Sportausschusses am  24. Januar hat sie einen Sachstandsbericht vorgelegt:

„In mehreren Gesprächen seit Februar 2017 hat der BV 10 seine Bitte konkretisiert, endgültig am Neuenkamp bleiben zu wollen und um Sicherung der Zukunft des Vereins insbesondere durch Anlage des besagten Kunststoffspielfelds gebeten. Der RSV hat seine Absicht bekräftigt auch künftig dort eine Sportanlage zu favorisieren, hatte sich jedoch zu Verkauf oder zur Höhe eines möglichen Pachtzinses bis dahin nicht geäußert“, heißt es in der Vorlage. Mit einer Einschätzung des Planungsauftrags hätten die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) neben dem Vermessungsamt auch das Umweltamt beauftragt, da in den 1960-er Jahren auf dem Gelände Dioxin belastetes Material („Marsberger Kieselrot“) zur Auffüllung abgekippt worden sei, so die Verwaltung. Nach Aussage der Experten müssten für die Entsorgung des Materials bis zu 400.000 € veranschlagt werden.

Von dem Platz geht zurzeit keine Gesundheitsgefährdung aus. Das verhindert die gegenwärtige Oberflächenabdeckung; sie verhindert einen Direktkontakt mit dem belasteten Bodenmaterial. Beim Bau eines neuen Kunststoffspielfelds sähe das aber anders aus. Auf Nachfrage des Waterbölles teilte die Verwaltung mit: „Wenn man belastetes Material der Deponieklasse 3 (mit dem wir momentan rechnen) bei Bauarbeiten anpackt, muss dafür Sorge getragen werden, dass das belastete Material gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz ordnungsgemäß und schadlos entsorgt wird. Nur Material, welches nicht berührt wird, kann an Ort und Stelle verbleiben.“ Um den Platz sanieren zu können, sei es aber unumgänglich, das Kieselrotmaterial bei der Herstellung der neuen Entwässerung, beim Einbau der Einfassungen etc. anzupacken. Außerdem müsse das Tennenmaterial flächig abgetragen werden, um im Anschluss eine ausreichende Tragfähigkeit für den späteren Sportplatzaufbau zu erreichen.

Darüber hat der Fachdienst Umwelt inzwischen mit der Bezirksregierung Rücksprache gehalten. Demnach wäre eine Aufnahme der Kieselrot-Sanierung in das Landes-Förderprogramm für Altlasten/Bodenschutz möglich. „Voraussetzung für eine Förderung wäre allerdings, dass das Grundstück spätestens zum Zeitpunkt des Förderantrags im Eigentum der Stadt Remscheid stehen muss“, so das Umweltamt. „Die Förderung würde zu 80 Prozent erfolgen, der Rest wäre der städtische Eigenanteil.“ In der Dringlichkeit wäre die Maßnahme zwar eher nachrangig, gleichwohl sei zeitnahe Förderung aber erfahrungsgemäß durchaus realistisch ist. Der Zuwendungsantrag könnte frühesten 2019 gestellt und die Arbeiten frühestens ab diesem Jahr durchgeführt werden. Zuvor seien aber rechtzeitig in 2018 Bodenuntersuchungen erforderlich, die selber finanziert werden müssten. Mit der Frage des Grundstückserwerbs befasst sich inzwischen das zuständige Fachdezernat für Stadtentwicklung, Bauen und Wirtschaftsförderung.


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Chronist am :

Zur Sitzung des Ausschusses für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung am 24. April hat die SPD-Fraktion den Antrag gestellt, die Verwaltung möge für die Sportanlage Neuenkamp ein Sanierungskonzept aufstellen. Begründung: „Der Tennenplatz ist mit Kieselrot belastet. In den 1990 Jahren ist der Platz bereits einmal saniert worden. Der Großteil der heutigen Belastung liegt in der Laufbahn. Um eine uneingeschränkte Nutzung weiterhin zu gewährleisten, muss in den nächsten Jahren dringend über eine Sanierung des Platzes nachgedacht werden. Leider sind Vereine bei Altlastensanierung vom Förderprogramm des Landes NRW ausgeschlossen, lediglich Kommunen können einen entsprechenden Förderantrag stellen. Der Sportplatz und eine Sporthalle in der Neuenkamper Straße befinden sich im Eigentum des Remscheider Schwimmvereins (RSV). Der Sportplatz ist bis 2020 vom Eigentümer RSV an den BV 10 verpachtet. Insofern hat die Stadt derzeit keinen Zugriff auf das Gelände.“ Die SPD bestätigt damit die Darstellung des Waterbölles.

Horst Zolnowski am :

Der Sportplatz ist bis 2020 vom früheren Besitzer TV Jahn und heutigem Besitzer RSV (Remscheider Sportverein )für 30 Jahre (1990 - 2020) an die Stadt Remscheid verpachtet. Nachzulesen auch im Bericht des Waterbölles Freitag 24.Februar 2017. (Horst Zolnowski, Mitglied des geschäftsführenden Vorstands des RSV).

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