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Jugendarbeitslosigkeit unter Vorjahr

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

„Die Arbeitslosigkeit ist wie erwartet im bergischen Städtedreieck im Januar gestiegen. Dieser Anstieg ist ganz saisontypisch, also üblich für den Januar, da zum Jahresende viele befristete Arbeitsverträge auslaufen. Erfreulich ist, dass die Zunahme der Arbeitslosigkeit niedriger ist als im Durchschnitt der letzten drei Jahre und auch die aktuelle Arbeitslosigkeit um rund 2.300 niedriger ist als vor einem Jahr. Auch die Jugendarbeitslosigkeit ist aktuell gestiegen, liegt aber deutlich niedriger als vor einem Jahr. Aufgrund des Fachkräftebedarfs werden zunehmend die jungen Leute, die jetzt ihre zweieinhalb oder dreieinhalbjährigen Ausbildungen abgeschlossen haben, nahtlos von den Unternehmen übernommen“, erläutert Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal.

In Remscheid sind 4.854 Menschen arbeitslos gemeldet, 231 mehr als im Dezember, aber 311 Personen oder sechs Prozent weniger als im Januar vor einem Jahr. Arbeitslosenquote stieg von acht Prozent im Dezember auf aktuell 8,4 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote im Januar noch 8,9 Prozent. Es meldeten sich 956 Personen im Januar neu oder erneut arbeitslos und 740 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. Remscheider Arbeitgeber meldeten im Januar 208 freie Arbeitsstellen. Insgesamt werden in Remscheid damit 1.176 Arbeitskräfte gesucht, das sind 122 Stellen oder 11,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Besonders gesucht sind in Remscheid derzeit Fachleute und Helfer aus den Bereichen Metallerzeugung und -bearbeitung, Metallbau, Schutz-, Sicherheits- und Überwachungsberufe, Verkehr, Logistik sowie Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufe.

Im bergischen Städtedreieck stieg die registrierte Arbeitslosigkeit im Januar auf nun 28.164 arbeitslose Frauen und Männer. Das sind 1.315 Menschen mehr als im Dezember, aber 2.369 Personen weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote für die drei Städte stieg von 8,3 Prozent im Dezember auf aktuell 8,7 Prozent (Januar 2017: 9,5 Prozent).

Von der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal wurden im Januar insgesamt 7.783 Männer und Frauen ohne Job im Rechtskreis SGB III betreut. Das sind 750 Personen mehr als im Dezember, aber 647 weniger als vor einem Jahr. Im Rechtskreis SGB II, für den die Jobcenter zuständig sind, wurden in Solingen, Remscheid und Wuppertal 20.381 Arbeitslose betreut und damit 565 mehr als im Dezember, aber 1.722 weniger als vor einem Jahr. Zählt man alle Personen, die im Januar eine Erwerbstätigkeit anstreben, zu den gesetzlich definierten Arbeitslosen von 28.164 in den drei Städten hinzu, ergibt sich eine „Unterbeschäftigung“ von 46.470 Personen. Dies sind 237 weniger als im Dezember, aber 74 mehr als vor einem Jahr. Die Unterbeschäftigungsquote in Remscheid steigt von 10,7 Prozent im Dezember auf aktuell 10,9 Prozent. Im Januar 2017 lag sie bei 11,4 Prozent.

Insgesamt sind im bergischen Städtedreieck aktuell 5.072 freie Stellen gemeldet. Das sind 1.089 Stellen mehr als vor einem Jahr (+27,3 Prozent). 4.578 und damit 90,3 Prozent aller Stellen sind unbefristet, 626 Stellen oder 12,3 Prozent werden in Teilzeit angeboten. Aktuell sind 2.686 junge Menschen von 15 bis 24 Jahre arbeitslos gemeldet. Das sind 109 mehr als im Dezember, aber 309 Personen oder 10,3 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Die Ausländerarbeitslosigkeit ist im Vergleich zum letzten Monat parallel zur allgemeinen Arbeitslosigkeit gestiegen. Aktuell sind 10.884 Ausländer arbeitslos gemeldet, 474 mehr als im Dezember, aber 602 weniger als im Januar vor einem Jahr. Damit haben 38,6 Prozent der Arbeitslosen im bergischen Städtedreieck einen ausländischen Pass.


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