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März 2008: Der Waterbölles blättert zurück

"Der Honsberg braucht mehr Luft und Platz!", meinten im März 2008 fünf angehende Stadtplaner, Studenten des Fachbereichs Architektur der Uni Wuppertal, die sich mit dem in die Jahre gekommenen einstigen Arbeiterviertel beschäftigt hatten. „Die Visionen machen zum Teil Spaß, zum Teil auch Angst“, beschrieb Ralf Noll vom Stadtteil e.V. Honsberg damals im Jugendhilfeausschuss die Entwürfe.  Es war in der Tat Zukunftsmusik, wenngleich man sich wünschte, dass das eine oder andere lieber morgen als übermorgen Wirklichkeit würde. Seitdem hat sich am Honsberg einiges getan. Aber es könnte gerne noch mehr werden...

Nach Rücksprache innerhalb der Verwaltung entschied Stadt Remscheid vor zehn Jahren, ihre Briefe wieder über die Post AG zu verschicken. Zuvor hatten Kommunalpolitiker Mängel bei der Briefzustellung beklagt. Darauf ging die Entscheidung allerdings nicht zurück. Vielmehr hatte der Briefzustellers West Mail in Langenfeld, eine Tochtergesellschaft der PIN-Group, den Betrieb eingestellt und ihren 280 Mitarbeitern zu Ende Februar gekündigt.

Seniorenheim für Vieringhausen mit heißer Nadel gestrickt? Diese Frage beschäftigte im März 2008 die Mitglieder des Bauausschusses. Anlass war eine Mitteilungsvorlage der Bauverwaltung zu einer Voranfrage zum Bau einer Seniorenwohnanlage auf dem Grundstück der Firma Flott in Vieringhausen. Die eingereichten Planung entspräche „in keiner Weise den in Remscheid üblichen Standards und baulichen Vorgaben des Landespflegegesetzes für Pflegeeinrichtungen“, hieß es. Wer die einzelnen Stellungnahmen und Beschreibungen zu diesem Bauprojekt auf sich wirken ließ, konnte den Eindruck gewinnen, als stünden auf der Liste der Planer und Investoren die Verzinsung des eingesetzten Kapitals und die optimale Grundstücksnutzung ganz vorne auf der Liste und die Bedürfnisse der Senioren ganz hinten.

Das Bergische Land ist nicht frei von Ganoven, welchen Kragen auch immer sie tragen mögen, zählt allerdings zu den sichersten Landstrichen in ganz Deutschland. Das war eine Nachricht, die der Wuppertaler Polizeipräsident Joachim Werries auf seiner Jahrespressekonferenz vor zehn Jahren gerne verkündete (wie schon in früheren Jahren) Auffällig war auch die Zahl von sogenannten Stalking-Fällen: Insgesamt 150, 18 davon von in Remscheid.  Fälle, in denen sich Mitbürger (meist Frauen) durch andere verfolgt oder belästigt fühlten.

Test-Verkehr erst, wenn Lenneper Boulevard in Sicht kommt, beschloss die Bezirksvertretung Lennep im März 2008. Der Durchgangsverkehr fließt seitdem weiter durch die Kölner Straße. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, testweise durch abknickende Vorfahrtsregelungen den Durchgangsverkehr von der oberen Kölner Straße über die Robert-Schumacher-Straße (kleine Westtangente) zur Lüttringhauser Straße zu führen (und umgekehrt).

Mit Romely Pfund kam für die Symphoniker der Erfolg, hieß es vor zehn Jahren auf einer Pressekonferenz der Orchesterträger (die Städte Remscheid und Solingen), nachdem bekannt geworden war, dass Generalmusikdirektorin Romely Pfund ihren Vertrag mit den Bergischen Symphonikern über das Jahr 2009 hinaus nicht verlängern werde. Das Ende einer elfjährigen, überaus erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen dem Orchester und der Dirigentin.

Im März 2008 stellten 47 Ratsmitglieder den Antrag auf Abberufung von Jürgen Müller. Der Stadtdirektor war wegen „kostspieliger“ Finanzgeschäfte (Derivate / Swaps) in Misskredit geraten. Der Antrag auf Abwahl kam allerdings für die reguläre Sitzung des Rates am 24. April zu spät. Beschlossen wurde sie erst in der Sitzung am 27. Mai.

Vor zehn Jahren knirschte es bei den Verhandlungen über einen Zusammenschluss der Stadtwerke Solingen, Remscheid und Velbert zu einem Rheinisch-Bergischen Stadtwerke-Verbund (RBSV). Der Wuppertaler ver.di-Sprechers Peter Schneider hielt den Arbeitgebern damals „Verhandlungsschwäche und Entscheidungsunwilligkeit“ vor. Tatsächlich wurden die Fusionspläne letztlich aufgegeben.


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