Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Jazz-Erlös hilft, Brücke zum Ehrenamt zu bauen


Über die Brücke zu einem Ehrenamt“, titelte der Waterbölles am
8. Dezember 2017, nachdem die Freiwilligenzentrale für Remscheid – Die Brücke e.V. einen neuen Vorstand gewählt hatte: 1. Vorsitzende Annette Potthoff, 2. Vorsitzende Christa Hellmann, Schatzmeisterin Rosina Wastl, Beisitzer Evelyn Müller, Dieter Janke, Ralf Noll und Martin Rogalla. Berater: Thomas Köppchen, Stadt Remscheid. Er war gestern Mittag in der Geschäfts- und Beratungsstelle Alte Bismarckstr. 8 fast vollzählig erschienen, um dem Rotary-Club Remscheid Dank zu sagen. Denn der hatte den Erlös seiner ersten Jazzmatinee vom 4. März in der Schalterhalle der Stadtsparkasse Remscheid dazu bestimmt, das Ehrenamt zu fördern. Und was lag da näher, als die stattlichen 11.050 Euro, die der „Swing-Jazz der Extraklasse“ an jenem Sonntag in die Vereinskasse 'gespielt' hatte, an den Verein der „Brückenbauer“ weiterzugeben, der vor fast zehn Jahren als „Freiwilligenzentrale“ aus der Taufe gehoben worden ist.

Seitdem vermittelt die Brücke e.V. das vielfältige freiwillige Engagement der Bürgerinnen und Bürger von Remscheid für Remscheider. „Wir sind auf einem guten Weg, aber noch nicht am Ziel“, sagte gestern Beisitzer Dieter Janke. Da kann die Finanzspritze der Rotarier nur hilfreich sein. Denn mit derzeit sechs Team-Mitgliedern - es waren mal neun! - lassen sich zwar die Sprechstunden in der Geschäftsstelle ehrenamtlich besetzen, mehr aber auch nicht (mehr). „Wir können Verstärkung gut gebrauchen“, betonte denn auch Annette Potthoff. Denn mit weiteren Ehrenamtlichen könnte der Verein auch in Schulen und Firmen aktiv für soziales Engagement werben.

Dafür soll ein Konzept entwickelt werden, hat der Vorstand mit den Rotariern verabredet, die die „Brücke“ auch künftig im Blick behalten wollen. Einig ist man sich, dass nicht nur die 30- bis 40-jährigen Remscheider angesprochen werden sollen, sondern auch Schülerinnen und Schüler. Denn gerade für diese könnte sich aus ehrenamtlicher Arbeit eine „Win-Win-Situation“ ergeben bei der Ausbildung, dem späteren Studium oder im Beruf. Sparkassenvorstand Michael Wellershaus konnte gestern bestätigen, dass Unternehmer bei Stellenbesetzungen zunehmend nach dem sozialen Engagement der Bewerber/innen fragen. Rotarier Michael Birker: „Das ist in unserer Gesellschaft in vielen Bereichen längst unverzichtbar!“ Deshalb habe sich der Rotary-Club Remscheid dafür entschieden, die Freiwilligenzentrale Remscheid nachhaltig und langfristig zu fördern. Und Annette Potthoff sah darin auch ein Zeichen der Wertschätzung für die Arbeit der „Brücke“. Die Spende könne helfen, „die richtigen Leute zusammenzubringen“, meinte Wilhelm Mertens, der amtierende Präsident der Remscheider Rotarier. Je größer das Netzwerk, desto besser! Auch mit Hilfe junger Leute. Dass das Diakonische Werk (gegenüber) mit seiner „Taschengeldbörse“ gute Erfahrungen gemacht habe, betonte Pfarrer Martin Rogalla.

Wer mit guten Argumenten überzeugen will, kann auf Kenntnisse in Gesprächsführung nicht verzichten. Deshalb soll die Spende der Rotarier auch zur internen Qualifizierung der ehrenamtlichen Mitarbeiter eingesetzt werden, wie die Vorsitzende berichtete. Auf die Gespräche mit Bürger/innen, die wegen eines Ehrenamtes nachfragen, lege man schon jetzt großen Wert. „Wir ziehen keine Karteikarte aus dem Kasten, sondern fragen erst einmal ‚Was können Sie, wo möchten Sie helfen und wie viel Zeit bringen Sie mit?‘“ Wichtig sei aber auch, ergänzte Dieter Janke, dass ein Ehrenamt Spaß machen müsse.

Rosina Wastl hat die Erfahrung gemacht, dass es mit der Vermittlung eines Ehrenamtes nicht getan ist, sondern dass es auch sehr auf die Betreuung ankommt („Die Brücke als Wegbegleiter“). Auch deshalb täte dem Verein Verstärkung gut. Eine interessante Aufgabe für Menschen, die das Berufsleben schon hinter sich haben und aus ihrem Erfahrungssatz schöpfen können. „Für junge Leute bietet sich da eher zeitlich begrenzte Projektarbeit an“, sagte gestern Michael Birker, pensionierter Leiter des Gertrud-Bäumer-Gymnasiums. Der Rotarier weiß, dass heutzutage weit weniger Jugendliche als früher an Parteipolitik interessiert sind, wohl aber an Politik. Hierüber lasse sich in den Schulen auch das Interesse an persönlicher ehrenamtlicher Arbeit wecken. Und vielleicht gelingt das künftig bei neun (G9 statt acht) Schuljahren in den Gymnasien ja noch besser ...


Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Chronist am :

Die Remscheider Rotarier würden gerne auch künftige Jazz-Matineen in der Schalterhalle der Stadtsparkasse veranstalten, sagte gestern beim Treffen in der „Brücke“ Michael Birker Sparkassenvorstand Michael Wellershaus, und der widersprach nicht. Dass auch der Erlös der nächsten Matinee an die Freiwilligenzentrale geht, schlossen die anwesenden Rotarier nicht aus, allerdings wollen sie ihrem Präsidenten, der jährlich wechselt, nicht vorgreifen.

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!