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"Keine Insektizide auf städtischen Flächen!"

„Keine Neonicotinoide auf Remscheider Böden“, fordern die Remscheider Grünen und  haben zur Sitzung des Umweltausschusses am 24. April und des Rates am 3. Mai einen entsprechenden Antrag gestellt. Hintergrund: Im Oktober 2017 hat eine der aktuell wichtigsten Langzeitstudien alarmierende Zahlen zum Insektensterben in Deutschland geliefert. Ein wahrscheinlicher Hauptgrund für das massive Insektensterben ist der starke Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der intensiven Landwirtschaft. Gerade Insektizide und insbesondere die Gruppe der Neonicotinoide stehen hierbei seit längerem im Fokus. „Neonicotinoide sind aufgrund ihrer hoch toxischen Wirkung auf Insekten mittelbar auch für das dramatische Vogelsterben in unseren Breiten verantwortlich. Und nicht zuletzt gefährden sie die Nahrungskette, die auch uns Menschen ernährt“, so die Grünen.

Bereits Ende 2013 seien drei Pestizide aus der Wirkstoffgruppe der Neonicotinoide auf EU-Ebene nur noch eingeschränkt zugelassen worden, betonen die Grünen. Eine aktuelle Studie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) habe die Gefährdung der Bienen durch Neonicotinoide noch deutlicher gemacht. Diese hätten folglich einen entscheidenden Anteil am tragischen Bienensterben: „Städte wie Witten und Iserlohn verzichten schon heute auf Pflanzengifte. Diesen Beispielen  sollte Remscheid sich anschließen und sich für ein Verbot von Neonicotinoiden auf städtischen Flächen einsetzen!“

Der Beschlussvorschlag der Grünen im Wortlaut: „Der Rat der Stadt Remscheid bittet die Verwaltung, alle städtischen Flächen von Neonicotinoiden freizuhalten. Dazu soll

  1. geprüft werden, ob ggf. auf Flächen, die von der Stadt bzw. ihren Betrieben gepflegt und bewirtschaftet werden, Substanzen aus der Stoffklasse der Neonicotinoide ausgebracht werden,
  2. verboten werden, auf diesen Flächen solche Substanzen zu verwenden,
  3. ein entsprechender Passus in die Pachtverträge der Stadt Remscheid aufgenommen werden, und
  4. mit aktuellen Pächter*innen von städtischen Flächen verhandelt werden, mit dem Ziel einer verpflichtenden Zusage, Neonicotinoide auf den entsprechenden Flächen nicht zu verwenden.

Des Weiteren bittet der Rat der Stadt Remscheid die Verwaltung, eine öffentliche Informationsveranstaltung unter Mitwirkung von Umweltverbänden und Biologischer Station Mittlere Wupper zum Thema durchzuführen, zu der neben einer breiten Öffentlichkeit insbesondere die Kleingartenvereine, die Imkerverbände und Landwirte eingeladen werden sollen.“


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