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Remscheider Kulturpolitik auf offener Bühne

WTT: „Kunst kommt von Kürzen“ hat am 2. Juni Premiere“, kündigte der Waterbölles am 26. Mai 2012 die Hinterbühnensatire „Kunst kommt von Kürzen“, ein selbstgeschriebenes Stück, mit dem sich das Ensemble des Westdeutschen Tourneetheaters (WTT) damals an der aktuellen Spardebatte in Remscheid beteiligte. Inhalt: „Eine kleine Bühne in der Provinz. Was tun in Zeiten klammer Kassen? Ein Förderprogramm aus Brüssel kommt da wie gerufen. Ein neues Theaterformat soll geschaffen werden, das jeden Geschmack bedient und als gewinnbringende Franchise-Idee europaweit etabliert werden soll. Ermutigt machen sich die Schauspieler daran, alle Zutaten zusammenzutragen.“ Heraus kam ein „Kunstsalat“, der verdeutlichen sollte, wohin es mit der deutschen Theaterlandschaft gehen kann, wenn Kultursubventionen ausbleiben.

Dem WTT fiel 2012 der Verzicht auf 30.000 Euro jährliche Förderung durch die Stadt Remscheid schwer, Doch inzwischen hat man sich arrangiert. Wie WTT-Intendantin Claudia Sowa den Mitgliedern des städtischen Kulturausschusses gestern zu Beginn ihrer Sitzung auf offener WTT-Bühne berichtete, sei zwar die Zahl der Schulausführungen von 60 auf 20 im Jahr zurückgegangen, und die geringere städtische Förderung habe durch Eintrittskarten nicht ausgeglichen werden können (bis dahin waren die Schulaufführungen kostenlos). Denn: „Nicht alle Schülerinnen und Schüler können sich fünf Euro für einen Theaterbesuch leisten!“ Aber Sowa gab sich gelassen: Die weitere Selbstausbeutung der Theatermitarbeiter vorausgesetzt, komme das WTT finanziell noch klar, dank treuer Theaterbesucher, die sie inzwischen „fast alle persönlich kennt“. Neue Theaterfreunde hinzuzugewinnen, sei allerdings schwierig.  „Zum Glück haben wir tragfähige Kooperationen wie etwa die mit der Musik- und Kunstschule. Aus der gemeinsamen jährlichen Theaterwerkstatt für junge Leute rekrutieren sich immer mal wieder neue, ‘freiwillige‘ Theaterbesuche!“ Und das WTT ist auf der Suche nach weiteren Partnern für neue Theaterprojekte.

Stadtkämmerer und Kulturdezernent Sven Wiertz erinnerte an den Sparzwang der Stadt, der mit gegenwärtigen Krediten über 580 Millionen Euro weiter andauere, wenngleich die Stadt in den vergangenen zwei Jahren geringe Überschüsse in ihrem Etat gehabt habe. Wiertz: „Die strukturellen Probleme bleiben, und niemand weiß, wie lange die Hochkonjunktur bei gleichzeitiger Niedrigzinsphase noch anhalten wird!“

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