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Weniger Schadstoffe und Lärm durch fünf neue Ampeln

’Dicke Luft’ auf der Freiheit- und der Lenneper Straße“ titelte der Waterbölles im März 2007. Damals war herausgekommen, was die Modellrechnungen (anhand von Verkehrszählungen) über die Schadstoffbelastungen (Feinstaub) ergeben hatten, die der Bauauschuss im Mai 2006 in Auftrag gegeben hatte. Demnach wurden die Grenzwerten der Verordnung über Immissionswerte für Schadstoffe in der Luft vom 11.9.2002 in beiden Straßenabschnitten zwar nicht überschritten, aber an der Freiheitstraße lag das Feinstaub-Ergebnis nahe am Grenzwert, und „für Stickstoffdioxid kann es bei sonst unveränderten Bedingungen zu Grenzwertüberschreitungen an der Freiheitstraße ab 2009 und an der Lenneper Straße ab 2010 kommen.“
Soweit der damalige Bericht. Inzwischen liegen der Politik neuere Erkenntnisse vor, basierend auf der vom Hauptausschuss im Mai 2007 in Auftrag gegebenen Modellrechnung für die Straßenabschnitte Vieringhausen zwischen den Einmündungen Buchener Str. und Stockder Str., Freiheitstraße zwischen den Einmündung Südstr. und Brucher Str., Lenneper Str. von der Einmündung Intzestr. bis zum Zentralpunkt und Burger Str. zwischen den Einmündungen Reinhard-Mannesmann-Str. und Güterstraße. Die gute Nachricht: Die für das Jahr 2007 geltenden Grenzwerte wurden eingehalten. Im Vergleich zu den Ergebnissen der ersten Modellrechnung haben sich die Werte für 2007 leicht verbessert. Doch weiter heißt es in der Verwaltungsvorlage für die Bezirksvertretungen, den Umwelt-, den Bau- und den Hauptausschuss: „Diese positiven Anzeichen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass für die Freiheitstr. nach wie vor Handlungsbedarf besteht. Dies gilt insbesondere für Stickstoffdioxid (NO2). Der aktuell errechnete Wert für NO2 in Höhe von 43,8 ug/m3 überschreitet den für das Jahr 2009 zulässigen Wert von 42 ug/m3. Für das Jahr 2010 und folgende ist ein Grenzwert von 40 ug/m3 N O2 verbindlich. Sollten diese Werte in Zukunft nicht eingehalten werden können, muss davon ausgegangen werden, dass ein Luftreinhalteplan gem. § 47 Bundes-lmmissionsschutzgesetz aufzustellen ist.“

In der Sitzung des Bauausschusses im März hatte Wolfgang Putz, der Leiter des städtischen Umweltamtes, bessere Messergebnisse für den Fall in Aussicht gestellt, dass es durch neue Verkehrsschilder gelänge, die Strecke Burgholztunnel / Autobahnauffahrt Lüttringhausen besser bekannt zu machen für den überörtlichen Verkehr. Doch noch ist nichts entschieden, musste die Verwaltung jetzt bekennen. Zitat: „Der Vorschlag einer Verlagerung des Durchgangsverkehrs auf die Stecke Burgholztunnel / L 418 / L419 / B51 / A1 wurde zwischenzeitlich mit Vertretern der Stadt Wuppertal und des Landesbetriebes Straßenbau NRW erörtert. Ein abschließendes Ergebnis liegt noch nicht vor.“ Und folglich kann „eine besondere Verringerung der Verkehrsbelastung auf der B 229 (Vieringhausen und Freiheitstraße) infolge der Freigabe des Burgholztunnels in Wuppertal nicht festgestellt werden“.

In absehbarer Zeit scheinen neue Verkehrsschilder nicht zu erwarten sein. Der Landesbetrieb Straßenbau NRW hat die Kosten für eine Änderung der Beschilderung mit 50.000 bis 70.000 beziffert und geht zugleich von einem „geringen Verlagerungspotential“ aus. Im Übrigen könne der Vorschlag der Stadt Remscheid nur im Zusammenhang mit Straßenumbaumaßnahmen zum Tragen kommen. Die Stadt Remscheid will sich mit dieser Auskunft nicht zufrieden geben und eine Befragung in Auftrag geben, um dann auf der Basis gesicherter Daten wieder in Verhandlungen mit dem Landesbetrieb Straßen NRW über neue Schilder einzutreten.

Kurzfristiger lässt sich nach Ansicht der Verwaltung die Schadstoffbelastung (und auch der Verkehrslärm) auf der Freiheitstraße durch eine Verstetigung des Verkehrsflusses verringern. Würden die acht Ampelanlagen auf der Freiheitstraße anders geschaltet, könnte der Verkehr dort flüssiger fließen - „auf einem niedrigen Geschwindigkeitsniveau“. Technisch auf dem neuesten Stand sind derzeit nur zwei Ampelanlagen. Die übrigen sind recht störanfällig. Vor dem Hintergrund der drohenden Überschreitung der Grenzwerte für die Luftschadstoffe schlägt die Verwaltung vor, fünf Ampelanlagen, die aus der Zeit 1982/83 stammen, auszutauschen und die Schaltungen zu optimieren. Dem hat der Umweltausschuss in dieser Woche zugestimmt und die Verwaltung beauftragt, die dafür notwendigen 150.000 in den Investitionsplan für 2008 und 2009 aufzunehmen. Endgültig entscheidet der Hauptausschuss am 22. November über den Verwaltungsvorschlag.


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Lothar Kaiser am :

Wie viele Schadstoffe gibt ein Diesel-LKW in 30 Sekunden ab? So lange steht für den Verkehr aus Richtung Bahnhof die Ampel Freiheitstraße/Papenberger Straße auf Rot, während der Gegenverkehr schon Grün hat. Das spricht für die von der Verwaltung vorgeschlagene Neuanschaffung.

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