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Blaue Papiertonne, wirklich der erhoffte Selbstläufer?

Wie es gestern in der Tagesschau hieß, ist der Wert von Altpapier drastisch gesunken und tendiert teilweise schon gegen Null. Pech für die Remscheider Entsorgungsbetriebe (REB), wenn dem wirklich so wäre. Denn deren Chef Michael Zirngiebl hatte den Kauf von 3.000 „Blauen Tonnen“ für Altpapier im März dieses Jahres noch so angekündigt: „Das wird wohl ein Selbstläufer werden!“ Das neue Angebot werde sich finanziell rechnen. Zitat aus der damaligen Vorlage für den Betriebsausschuss: „Die gesicherte Nachfrage an Altpapier sowie die gute Verfügbarkeit … haben zu einer stabilen Preisentwicklung im Altpapiermarkt geführt.“ Nicht zuletzt habe die hohe Nachfrage aus China nach Altpapier zu einem weiteren Anziehen der Preise geführt. Im April stimmte deshalb der Rat der Stadt der Einführung von blauen Papiertonnen einstimmig zu. Einen Monat später wurden sie angeschafft, und seit Ende der Sommerferien werden sie von den Bürgern befüllt und von den REB geleert. Allerdings offenbar mit schwindendem Gewinn. Denn ausgerechnet die Nachfrage aus China hat deutlich nachgelassen. Anzunehmen, dass es dazu nach den Weihnachtsferien von Seiten der REB eine Stellungnahme gibt. (Was die alte These des Waterbölles bestätigt, dass es erstens anders kommt als man denkt, und wir zweitens alle nur versuchen, das Chaos zu bewältigen… (siehe US-Immobilien- und globale Finanzkrise).


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Kommentare

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Felix Staratschek am :

Nur Geduld! Während bei uns der Zeitungsmarkt stagniert, haben nicht nur China und Indien noch ein enormes Wachstumspotential. Das ist nur mit Hilfe von Altpapier zu meistern, da ansonsten wegen Holzmangel der Papiermarkt zusammenbrechen würde. Die Papiertonne ist im Prinzip eine richtige Entscheidung. Schade ist nur, das es dann schwerer wird, gute Bücher, alte Briefmarken und Zeitschriften zu finden. In Paderborn hatte ich ein Antiquariat um die Ecke und habe da immer die Bücher hingebracht, die ich am Weg zur Uni im Altpapier fand. Ab und zu ließen sich auch Fachbücher an Uni- Flohmärkten direkt verkaufen. Und nebnbei hatte ich so fast immer den Focus oder Spiegel der Vorwoche sowie die VDI- Nachrichten. Manche Funde habe ich an Archive weiter gegeben, z.B. die Ordnersammlung eines wahrscheinlich verstorbenen Heimatfreundes über die Stadt Brakel, die achtlos weggeworfen worden war. In Radevormwald nimmt die Stadtbücherei alte Bücher an, um mit einem Bücherflohmarkt ein paar zusätzliche Einnahmen zu haben. Gute Zeitschriften kann man nach der Lektüre in Bus und Bahn liegen lassen, da freuen sich Fahrgäste und Schaffner drüber.

REB-Betriebsleiter Michael Zirngiebl am :

Es ist richtig, dass es in Folge der Banken- und Wirtschaftskrise zu einem starken Rückgang der Altpapierpreise kam. Dies galt übrigens nicht nur für die Altpapierpreise sondern auch für eine Reihe anderer Sekundärrohstoffe wie z.B. Schrott oder andere Altmetalle. Dies lag zunächst am starken Rückgang des Altpapierexports vor allem auf den fernöstlichen Markt. Da die großen Papierfabriken traditionell über den Jahreswechsel Betriebsferien machen und durch Weihnachten zusätzliche Altpapiermengen auf den Markt kommen, hat sich dieser Effekt zum Jahresende verstärkt. Die REB gehen allerdings davon aus, dass Altpapier weiterhin langfristig ein werthaltiges Wirtschaftsgut sein wird. Dies liegt auch daran, dass bei der Produktion von Recyclingpapier gegenüber der Produktion von herkömmlichem Papier nur 30 Prozent der Energie und nur 15 Prozent des Wassers benötig werden. Neben dem Rohstoff Holz (Zellstoff) lässt sich somit durch den Einsatz von Altpapier auch Energie und Wasser sparen. Beides sind jedoch weltweit limitierte Ressourcen, deren Einsparung sowohl ökologisch wie ökonomisch sinnvoll ist. Nach allgemeiner Einschätzung wird sich daher das Marktgeschehen im Laufe des Jahres wieder beruhigen und wieder zu steigenden Erträgen führen. Zusätzlich können die REB durch einen neu abgeschlossenen langfristigen Vermarktungsvertrag bereits seit Anfang des Jahres wieder höhere Erträge erzielen, da der Vertrag unabhängig von der Marktentwicklung eine stabile Grundvergütung vorsieht. Die im Rahmen der Altpapiersammlung erzielten Erträge und Überschüsse stabilisieren daher nach wie vor die Abfallgebühren. Die Einführung der Blauen Tonne zur Absicherung dieser Erträge war daher nach wie vor sinnvoll. Sie sichert die Chancen, die sich aus steigenden Altpapierpreisen für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Remscheid ergeben. Die hohe Nachfrage nach der Blauen Tonne zeigt deutlich, dass sie in Remscheid sehr gut angenommen wird. Bislang wurden bereits über 7.000 Blaue Tonnen aufgestellt und die Nachfrage lässt nicht nach.

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