Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

5.215 Männer und Frauen in Remscheid auf Arbeitssuche

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Ute Ackerschott. Foto: Lothar KaiserDas neue Jahr 2009 beginnt gleich mit einem Paukenschlag für den Arbeitsmarkt. Ein kräftiger Anstieg der Arbeitslosigkeit ist zu verzeichnen; 638 Arbeitslose mehr als noch im Dezember sind zu zählen. Damit gibt es aktuell 5.215 Männer und Frauen in Remscheid, die eine Beschäftigung suchen. Mit insgesamt 561 Zugängen aus Erwerbstätigkeit wurden im Berichtsmonat so viele Neuzugänge gezählt wie seit Jahren nicht mehr. Dazu beigetragen haben gleich drei Faktoren. Zum einen der Jahresendtermin 31.12.2008, an dem viele befristete Arbeitsverträge ausgelaufen sind. Daneben erfolgten auch schon erste Freisetzungen von Personal als Auswirkung auf die Absatzkrise in einigen Branchen. Und dann zusätzlich ein weiterer Monat, der durch den harten Winter den Außenbetrieben ein Arbeiten unmöglich gemacht hat und damit die saisonale Arbeitslosigkeit ansteigen ließ. Zu alle dem haben die aktuelle Wirtschafts- und Finanzkrise und die damit verbundenen massiven Auftragsrückgänge die Betriebe auch schon jetzt zu Anpassungen auf der Nachfrageseite nach Arbeitskräften veranlasst. Die Zahl der neu gemeldeten offenen Stellen ist um 24,6% gesunken. Dagegen konnte bei Arbeitsaufnahmen sogar noch ein kleines Plus von 3,5% verzeichnet werden. Ein Zeichen dafür, dass der Markt immer noch Chancen für Beschäftigungsaufnahmen bietet. In der Summe stand diesen 206 Abgängen in eine Beschäftigung jedoch die hohe Zahl an Zugängen aus den Betrieben gegenüber, so dass die Arbeitslosigkeit entsprechend ansteigen musste.

Daneben durchläuft zurzeit ein weiterer Arbeitsmarktindikator eine enorme, aber auch von der Arbeitsagentur gewollte Belastungsprobe – die Kurzarbeit. Um die Produktion an die neuen Gegebenheiten anzupassen, ohne sich von den MitarbeiterInnen zu trennen, haben bereits insgesamt 135 Betriebe in Solingen und Remscheid (konjunkturelle) Kurzarbeit eingeführt. Zudem gibt es insgesamt 81 konkrete Anfragen, die erfahrungsgemäß auch zu einem großen Teil in Kurzarbeit umgesetzt werden. Dazu kommen fast täglich „lockere“ Anfragen von Betrieben, so dass mit einer weiteren starken Zunahme der Kurzarbeit gerechnet werden muss.

Aktuell sind 5.215 Männer und Frauen auf der Suche nach einer Beschäftigung, das sind 351 oder 7,2% mehr als im Vormonat, aber gegenüber dem Vorjahr bleibt noch ein Abstand von minus 28 oder 0,5%. Zuletzt lag die Zahl der Arbeitslosen im Januar 2000 unter diesem aktuellen Wert. Die Arbeitslosenquote ist aufgrund der Zunahme gestiegen und liegt bei 8,7% nach 8,2% im Vormonat und 8,7% im Vorjahr. „Das ist schon ein richtiger Paukenschlag, den ich hier gleich zu Beginn des neuen Jahres verkünden muss.“, so Ute Ackerschott (Foto), Leiterin der Arbeitsagentur. „Insbesondere, dass gleich zum Start des Jahres diesmal drei verschiedene Gründe von Arbeitslosigkeit zusammentreffen und damit eine so große Anzahl Arbeitsloser verursachen, ist eigentlich schon unglücklich. Das ist schon eine besondere Herausforderung der wir uns als Agentur für Arbeit stellen. Aber mit den internen Reformen der letzten Jahre haben wir die Voraussetzungen geschaffen, um auf solche Ereignisse schnell und effizient reagieren zu können. Wer sich jetzt arbeitslos oder arbeitsuchende melden muss, erhält innerhalb der nächsten 10 Tage nach Meldung einen Beratungstermin bei seiner zuständigen Vermittlungsfachkraft. Wir wollen sicherstellen, dass für jeden Einzelfall die notwenigen nächsten Schritte zur erfolgreichen Folgebeschäftigung individuell verabredet und nachgehalten werden können. Dazu gehört, dass die Kunden sofort eigeninitiative bei der Suche nach einer Stelle entwickeln, dazu kann aber auch gehören, dass die Vermittlungsfachkräfte, wenn nötig, bereits in dieser Phase die Teilnahmen zum Beispiel an einem Bewerbungstraining fördern können. Wenn tatsächlich die Arbeitslosigkeit eintritt stellen wir durch taggleiche Bearbeitung des Leistungsantrags sicher, dass die Kunden ohne Wartezeit die Leistungen erhalten und Kopf frei haben, sich um neue Arbeit zu bemühen.

Dass es noch Bedarf an guten Fachkräften gibt, zeigt mir das vorhandene Stellenpotential von 426 offenen Stellen. Hier muss jeder individuell die Chance suchen, wir helfen dabei mit kompetenter Beratung, Vermittlung, bei Bedarf Förderung und auch Nachhaltung der vereinbarten Aktivitäten. Gerade in den ersten Monaten sind die Integrationsmöglichkeiten am Größten. Dieser Vorteil sollte auch von den Arbeitslosen genutzt werden. Deshalb hier gleich meine Bitte an Sie, nehmen Sie schnellstmöglich Kontakt mit Ihrem Vermittler/-in auf und lassen sich über Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt informieren. Gegebenenfalls hilft auch noch eine zusätzliche Qualifikation, um den neuen Job zu erhalten. Nutzen Sie aber auch selbst die Medien, wie Zeitungen und Internet, und gehen vielleicht auch direkt auf einen Arbeitgeber zu. Da zum neuen Jahr die arbeitsmarktpolitischen Leistungen zur Eingliederung in Arbeit neu aufgestellt wurden, wird eine Arbeitsaufnahme oder eine notwendige Weiterbildung aus meiner Sicht nicht am Geld scheitern.

Dass viele Unternehmen in der aktuellen Situation mein Angebot, zuerst Kurzarbeit einzuplanen, angenommen haben, möchte ich hier lobend erwähnen. Die Unternehmen, die noch in der Planung sind, bitte ich, diese Möglichkeit der Arbeitsagentur, Ihnen und Ihren Beschäftigten mit diesem arbeitsmarktpolitischem Mitteleinsatz zu helfen, zu nutzen. Sie erhalten sich dadurch mehr Flexibilität und trotzdem bleiben Ihrem dem Betrieb die guten Arbeitskräfte erhalten, so dass sie jederzeit bei Aufträgen die Produktion sofort wieder hochfahren können. Die arbeitsfreie Zeit sollte von Ihnen und Ihren Arbeitnehmern zudem für intensive Weiterbildung genutzt werden. Es können gering qualifizierte, aber auch Fachkräfte gefördert werden, gleichgültig, ob sie allgemein verwertbar oder betriebsspezifisch fortgebildet werden. Die Arbeitsagentur stellt dafür umfangreiche Mittel zur Verfügung. Eine Erweiterung dieser Leistungen an Arbeitgeber, z.B. um die Erstattung anteiliger Sozialversicherungsbeiträge (Konjunkturpaket II,) ist zurzeit im Gesetzgebungsverfahren. Trotz dieses, und das möchte ich hier nicht verhehlen, herben Rückschlags für den Arbeitsmarkt, bitte ich alle Beteiligten um Besonnenheit in ihren weiteren Entscheidungen. Es sind sicherlich Anpassungen an den Markt erforderlich, wobei ich aber immer zu bedenken bitte, dass es auch nach einer solchen Krise immer noch einen Fachkräftemangel geben wird. Und nur, wer besonnen in der Krise reagiert hat, kann auch sofort, wenn es wieder bergauf geht, beim Kunden mit guten Produkten punkten.“ Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit verlief in den beiden SGB-Bereichen gleich, jedoch unterschiedlich in der Ausprägung. So waren im Bereich SGBIII (Arbeitslosenversicherung) mit 1.627 Arbeitslosen in diesem Monat 207 oder 14,6% Arbeitslose mehr zu verzeichnen. Im Bereich des SGBII (Jobcenter) wurden bei 3.588 Beschäftigungslosen insgesamt 144 oder 4,2 Prozent Beschäftigungslose mehr gezählt. Auch im Vergleich zum Vorjahr schneidet der SGBII – Bereich besser ab. Wurden im Rechtskreis SGBIII insgesamt 71 oder 4,6% mehr Arbeitslose gezählt, so zählte der SGBII –Bereich insgesamt 99 oder 2,7% Betroffene weniger.

Die Zahl der Arbeitslosmeldungen hat im Berichtsmonat, schon aus den zuvor genannten Gründen, stark zugenommen. Insbesondere die Zugänge aus Erwerbstätigkeit liegen um 40,6% über dem Wert des Vormonats. Im Laufe des Berichtsmonats gingen insgesamt 1.118 Meldungen von Arbeitslosen, das waren 155 oder 16,1% mehr als vor einem Monat. Der Vergleichswert des Vorjahres lag dagegen bei nur 988 Arbeitslosmeldungen. Im Anschluss an eine Erwerbstätigkeit meldeten sich 561 (Vormonat: 399) Männer und Frauen arbeitslos. Insgesamt beendeten zudem 218 Männer und Frauen eine Ausbildung/ Qualifizierung. Der Vergleichszahl des Vormonats lag bei 206. Davon beendeten u.a. 47 eine Ausbildungs- bzw. Weiterbildungsmaßnahme und 135 eine Trainingsmaßnahme. Die Vergleichswerte des Vormonats lagen bei 24 bzw. 150.

Im Berichtsmonat wurden insgesamt 764 Abgänge aus der Arbeitslosigkeit registriert. Gegenüber dem Vormonat sind dies 57 oder 6,9% weniger. Der Wert des Vorjahres lag bei 770 und damit fast auf gleicher Höhe. Trotz der angespannten Situation auf dem Arbeitsmarkt konnten im abgelaufenen Monat insgesamt 206 Männer und Frauen eine Beschäftigung aufnehmen, das waren sogar noch sieben mehr als im Dezember. Damit scheint in diesem Bereich der Markt durchaus noch aufnahmefähig zu sein.

Die Zahl der MaßnahmeteilnehmerInnen ist auch im Berichtsmonat konstant geblieben. Aktuell wurden 180 Männer und Frauen in eine Ausbildung/ Qualifizierung abgemeldet. Hier lag der Vergleichswert des Vormonats bei 179 und der des Vorjahres sogar nur bei 115. Ende des Berichtsmonats waren in Remscheid 513 . Arbeitslose unter 25 Jahren  gemeldet, gegenüber dem Vormonat ein Plus um 50 oder 10,8%. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Betroffenen um 51 oder 11,0% gestiegen. Aktuell beträgt die Arbeitslosenquote 7,6% nach 6,9% im Vormonat und 6,8% im Vorjahr. Auch bei den unter 20-Jährigen hat sich die Zahl der Beschäftigungslosen ebenfalls ungünstig entwickelt. Insgesamt wurden 99 Arbeitslose nach 83 im Vormonat gezählt. Vor einem Jahr lag der Vergleichswert bei 85 Beschäftigungslosen. Die Arbeitslosenquote liegt damit bei 4,9% nach 4,1% und 4,3% vor einem Jahr. Betreut werden in Remscheid 253 (Vormonat: 227)Jüngere unter 25 Jahre durch die Arbeitsagentur und 260 (236) von der ARGE. Die Vergleichswerte von vor einem Jahr lagen mit 206 um 47 oder 22,8% niedriger und im SGB II -Bereich mit 256 um vier Betroffene höher. Von den Jüngsten werden 34 im Bereich SGB III und 65 von der ARGE betreut. Die Vorjahresergebnisse lagen bei 32 bzw. 53 Arbeitslosen.

Von 351 neu hinzugekommenen Arbeitslosen waren 88 50 Jahre und älter. Am Berichtsmonatsende suchten damit insgesamt 1.377 Männer und Frauen dieser Altersgruppe in Remscheid eine Beschäftigung. Davon ist mehr als die Hälfte (743) älter als 55 Jahre. Binnen Jahresfrist stieg die Zahl der Betroffenen zwar nur um zwei, lag damit aber sogar noch über der Gesamtveränderung von minus 28 oder 0,5%. Bei den 55 Jahre und älter(en) liegt jedoch die Zunahme der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr bei plus 66 oder 9,7% mehr Betroffenen. Hier ist der Anstieg jedoch hauptsächlich mit dem Wegfall der sogenannten „58-er Regelung“ zu begründen, womit ein Abmelden aus der Arbeitslosigkeit erschwert wurde. Insgesamt werden 471 Männer und Frauen im SGBIII- Bereich und 906 im SGBII- Bereich betreut. Die Vergleichswerte des Vorjahres lagen bei 505 (Zum aktuellen Wert -34 oder -6,7%) bzw. 870 (+36 oder +4,1%).

Von dem starken Zugang, insbesondere aus Erwerbstätigkeit, ist die Langzeitarbeitslosigkeit naturgemäß nur unterproportional betroffen gewesen. Insgesamt 57 oder 2,9% Betroffene mehr wurden gezählt, während die Arbeitslosigkeit insgesamt um 7,2% gestiegen ist. Somit sind aktuell 2.032 oder 39,0 Prozent aller in Remscheid gemeldeten Arbeitslosen dieser Personengruppe zuzurechnen. Im Jahresvergleich ist die Langzeitarbeitslosigkeit sogar um 293 oder 12,6% zurückgegangen. Die Quote für den allgemeinen Rückgang der Arbeitslosigkeit liegt dagegen bei minus 0,5%, was auch die insgesamt gute Situation auf dem Remscheider Arbeitsmarkt für diesen Personenkreis mit unterstreicht. Betreut werden aktuell 1.829 Männer und Frauen im SGBII- Bereich und 203 Arbeitslose im SGBIII- Bereich. Vor einem Jahr waren im SGBIIBereich mit 1.961 insgesamt 132 oder 6,7% Arbeitslose mehr, und im Bereich der Arbeitsagentur mit 364 sogar 161 oder 44,2% mehr Betroffene zu verzeichnen.

Das Stellenangebot der Remscheider Unternehmen für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist aufgrund der beschriebenen Situation in den Betrieben im Berichtsmonat zurückgegangen. Insgesamt wurden nur noch 199 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse angeboten. Das waren 64 oder 24,3% weniger Vakanzen als noch im Vormonat. Aktuell sind noch 773 Stellen zu besetzen, darunter 426 Stellenangebote für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen, unter anderem für die Bereiche Metallerzeuger und- bearbeiter (32), Schlosser und Mechaniker (40), Elektriker 27), Warenprüfer- und Versandfertigmacher (31), Warenkaufleute (29), Verkehrsberufe (75), Organisations-, Verwaltungs- Büroberufe (36), Gesundheitsdienstberufe (38) und Gästebetreuer. (6).


Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!