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Der "Stachus" liegt auf der Freiheitstraße und wird grün

Der prämiierte Entwurf. Oben links im Bild die alte Vila Frantzen und rechts die Kraftstation, unten das Gelände des Kaufparks, mit Einfamilienhäusern überplant. Von „Bäumen beiderseits der Freiheitstraße“ und vom Abbruch vieler alter Miethäuser träumten in der städtbaulichen „Planungswerkstatt Stachelhausen“ gleich mehrere Planer. Doch das Preisgericht, das gestern Abend nach der Abschlusspräsentation der vier Architekten-Teams im Saal von ThyssenKrupp an der Papenberger Straße tagte, bewies Realitätssinn. Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein heute Nachmittag auf einer Pressekonferenz im Rathaus: „Ein entscheidendes Auswahlkriterium war die schnelle Umsetzbarkeit der Entwürfe.“ „Zügiger Baubeginn war bei Preisvergabe ausschlaggebend“ hatte es bereits geheißen, als im September 2008 mit Professor Carsten Lorenzen aus Kopenhagen der Gewinner des Planungswettbewerb um die neue „grüne Honsberger Mitte“ vorgestellt wurde.

Um den von der Bundesstraße 229 durchschnittenen und stark belasteten Stadtteil Stachelhausen hatten sich zwanzig Planungsteams Gedanken machen wollen. Vier hatten sich schließlich im Auftrag der Stadt Anfang Juli an die Arbeit gemacht und drei Tage lang – mehr oder weniger – aufgegriffen, wie sich Bürgerinnen und Bürger ihr Wohnumfeld wünschten. „Keine leichte Aufgabe“, attestierte allen Beteiligten heute Oberbürgermeisterin Beate Wilding. Wegen der Verkehrsprobleme (Feinstaub- und Lärmemission auf der Freiheitstraße), aber auch wegen der hohen Wohnungsleerstände im „Quartier“ südlich davon. Von einem Rückbau der Freiheitstraße auf zwei Spuren (mit Abbiegespuren nach rechts und links) waren alle beteiligten Planer ausgegangen. Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein schränkte allerdings heute ein: „Da sind noch zahlreiche Untersuchungen notwendig, um zu klären, ob das überhaupt ginge. Auch die Verkehrsexperten sind sich da keineswegs einer Meinung!“

Gegenüber dem Entwurf des Teams B.A.S. Kopperschmidt & Moczala GmbH, Weimar, dem die Jury gestern den ersten Preis zuerkannt hatte, hätten die übrigen drei Teams entweder „zu großstädtisch“ geplant – in einem Fall hätte halb Stachelhausen abgerissen werden sollen -, oder entgegen dem allgemeinen Trend zu viele neue Wohnungen. Etwa unterhalb der „Kraftstation“ mit ihrer „aktiven Jugendarbeit“ (Wilding). Da wären Konflikte mit den Bewohnern der Reihenhäuser programmiert gewesen, die eines der vier Teams dicht unterhalb auf dem Gelände der Stadtwerke (Zulassungsstelle/Stadtarchiv) vorgesehen hatte.

Der Bauantrag für den Abriss des alten Trafo-Gebäudes der Stadtwerke an der Honsberger Straße liegt seit vergangener Woche im Rathaus vor. Foto: Lothar KaiserInzwischen steht fest, was der Waterbölles bereits im Juni berichtet hatte: „RWE und Stadtwerke legen Trafostationen zusammen.“ Stadtplaner Sonnenschein: „Der Bauantrag liegt seit vergangener Woche vor. Noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten beginnen!“ Damit wird das Gelände unterhalb der „Kraftstation“ frei, für das sich Kopperschmidt & Moczala einen kleinen Park mit Kiosk und einen Kinderspielplatz vorstellen. Westlich (links) davon wird Dr. Rainer Frantzen („Destille“) die Möglichkeit eingeräumt, angrenzend an die Trasse des Werkzeugs Wohnhäuser zu errichten (oder das Gelände an einen Bauträger zu verkaufen). Zugänge zu Park und Kinderspielplatz soll es nicht nur von der Honsberger Straße aus geben, sondern auch über eine neue Treppe, die von der Freiheitstraße auf den Hof der „Kraftstation führt, und einen neuen Weg, der das Gelände zwischen Jugendzentrum und „Destille Frantzen“ erschließt.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger bei der gestrigen Abschlusspräsentation. Foto: Lothar KaiserVor den prämierten Entwürfen Christian Moczala und Jürgen Kühnert vom Team B.A.S. Kopperschmidt & Moczala GmbH, Weimar.Die Freiheitstraße zwischen „Destille“ und Honsberger Straße stellen sich die Sieger des Wettbewerbs als Platz mit Platanen und breiten, „boulevardartigen“ Bürgersteigen vor, und sie hatten auch schon einen Namen dafür parat: „Stachus“. Wie das Architektenteam Thomas Schüler & Klaus Mersmann aus Düsseldorf würden auch Kopperschmidt & Moczala die viergeschossigen Mietshäuser zwischen Freiheit- und Alte Freiheitstraße am liebsten abreißen. Doch die gehören nun mal nicht der Stadt, sondern mehreren Privatleuten. Deshalb ist sich Stadtplaner Sonnenschein sicher: „Dort tut sich in den nächsten drei, vier Jahren gar nichts!“ Und ob das mit Wohnhäusern überplante Gelände von Reinshagen & Schröder in der Mitte des "Quartiers“ in dieser Zeit neue Formen annehme, hänge in erster Linie vom Grundstücksbesitzer ab.

Ähnliches gilt auch für das Gelände des "Kaufparks" an der Alexander Straße. Der Standort für einen Discounter ist gesichert, könnte, so Sonnenschein, sogar noch erweitert werden. Doch sollte sich eines Tages kein Betreiber mehr finden, wären dort auch Einfamilienhäuser vorstellbar.


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Kommentare

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Hans Gerd Göbert am :

Sehr schöne Entwürfe, die man kaum kritisieren kann. Zu denen mir momentan jedoch nur einfällt: "Ich bau ´ne Stadt für Dich, aus Glas und Gold und Stein, jede Strasse die hinaus führt, führt auch wieder rein, ich bau ´ne Stadt für Dich- und für mich." (Cassandra Steen und Adel Tawil) Viel wichtiger ist dabei allerdings: "Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld, wer hat soviel Pinkepinke, wer hat das bestellt?" Vielleicht können wir 2020 alle noch einmal über das bis dahin Erreichte sprechen?

Klaus Kowakowski am :

Das letzte, was ich mit meinem Kommentar erreichen möchte, ist der Eindruck eines nörgelnden Bedenkenträgers. Bei dem Termin am 17. d. Monats hatte ich für mich nach der Präsentation, also vor dem Urteil durch das Preisgericht, eine Bewertung nach Schulnoten erstellt. Dabei habe ich die Note 1 für den Entwurf des Teams Club 94 notiert, deren zentrales Reißverschlusskonzept mit kleineren Stadthäusern in Terrassenform und vor allem mit Fülle von aufgelockertem Grün überzeugte. Dem jetzt zum "Sieger" gekürten Entwurf hatte ich Note 2 gegeben, da die Grünplanung mit zu symmetrischer Anordnung (die Bäume sind wie Zinnsoldaten angeordnet) keinem urbanen Parkcharakter entspricht. Dazu ist mit der großzügigen Absicht von Spielplätzen, Werkstätten und Terrassierung ein hoher Aufwand für Pflege, Aufsicht und Verwaltung verbunden, den sich die Stadt nicht leisten kann und daher kurzfristig Verwahrlosung zu befürchten ist. Eine Gefahr, die der Stadtteil in jetziger Verfassung am allerwenigsten ausgesetzt werden sollte. Was beim gekürten Entwurf leider in der Berichterstattung fehlt, ist der gute Kompromiss einer dreispurigen Freiheitstraße, die bei dieser Ausführung Fahrbahnwechsel ermöglicht und den Verkehrsfluss nicht zu sehr behindert. Eine dringende Forderung an Politik und Verwaltung wäre, dass eine Gesamtschule als Neubau in das Projekt "Neue Stachelhauser Mitte" zu integrieren ist, um durch sichere, kürzere Schulwege Bedingungen für Kinder und Eltern zu verbessern und durch Präsenz einer öffentliche Einrichtung das Niveau des Stadtteils zum Vorteil aller anzuheben.

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