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Weg ins Diepmannsbachtal führte am "Mühlchen" vorbei

Mühlchenhammer. Repro: G. SchmidtÜber den Fußgängerweg wandern wir vom Feuerwehrgebäude an der Haddenbacher Straße Richtung ehem. Kuhler und treffen unterhalb der Firma an der Straßenbrücke, über die der Weg nach Goldenberg und die Zufahrtstraße zum Breithammer sowie in das gesamte Diepmannsbachtal führt, auf den Diepmannsbach. Der hatte ursprünglich verschiedene Namen: Dittmannsbach, Deichmannsbeck, Teichmannsbeek und ähnlich. Das Tal wurde auch verschieden benannt: Rutzkotter Tal, Überfelder Tal, Endringhauser Bachtal und Walkbachtal. Die Anwohner kennen den gesamten Talabschnitt bis Juppenhammer bergauf und Grimmshammer bergab als "Am Möllschen". Von der einstigen Mühle aber ist wenig bekannt. Der Heimatforscher Erwin Stursberg hat herausgefunden, dass die Mühle zu Nüdelshalbach im 17. Jahrhundert  Bertramsmühle heiß. Sie lag mit dem späteren Kuhlers-Ambosshammer an einem Teich.

Nüdelshalbach. Foto: HIZ RemscheidBereits 1607 ist ein Schleifkotten mit zwei Wasserrädern an dieser Stelle erwähnt; im 30-jährigen Krieg ist er zerfallen oder zerstört worden. 1710 wird er Bertramshammer genannt; Bertram auf dem Hohenhagen hatte den Hammer übernommen. Der Kartograph Plönnies hat die Mühle in seinem Plan von 1715 als zwischen Juppenhammer und Singerberger Hammer gelegen aufgezeichnet. 1800 nennt eine Eintragung den Stahl- und Eisen-Reckhammer des Joan Graber. Aus ihm ist der spätere, 1826 im Kataster Remscheid verzeichnete Grabershammer entstanden. Graber war auf dem Goldenberg ansässig. Das Adressbuch der Stadt Remscheid weist die Firma "Johann Graber & Söhne, Stahl- und Eisenhandel, Goldenberg" aus. Im Lüttringhauser Verzeichnis von 1853 ist dieser Hammer als Mühlchenhammer am Walkbach erwähnt. Zu dieser Zeit hat er ein Alter von 200 Jahren, und ist mit zwei Feuern, drei Arbeitern und drei oberschlächtigen Wasserädern bei 40.000 Pfund Jahresproduktion angegeben. 1867 liest man dann "Johann Peter Graber, Hammerwerk am Diepmannsbach, 12 PS". 1926 gehört es mit zu der weiter unten am Teich angesiedelten Ambossschmiede von Hermann Kuhler. Die Grabers wanderten nach dem 1.Weltkrieg nach Amerika aus. Der Mühlchenhammer ging in den Besitz der Firma Hermann Kuhler über. (Aus: Hämmer- und Kottenforschung in Remscheid Herausgegeben von Günther Schmidt Band 4 - Leyerbach, Diepmannsbach, Mückenbach)


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