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Fritz Hardt kaufte auch den Reinshagenshammer auf

Belegschaft des Reinshagenshammers 1895. Repro: G. Schmidt

Als Hammerwerk  taucht 1692 in den Unterlagen des Burger Kellners der Schleifkotten des Zensis zu Überfeld auf (gelegen am Diepmannsbach unterhalb von Ueberfeld, heute linksseits der Autobahn A1 Richtung Norden). 1750 ist von einem  Schleifkotten die Rede. Zwischen 1750 und 1828 wird er an einen Reinshagen verkauft. Vorher war er noch als "unterste Froweinsmühle" bekannt. 1828 wird der „Reinshagenshammer“ von Josua Neuhaus zu Schmitzhalbach geführt. Der Kotten ist bestückt mit einem oberschlächtigen Wasserrad und zwei Schleifsteinen; aus Wassermangel aber nicht täglich in Betrieb, von Mai bis November nur mit einem Stein.

1837 geht der Reinshagenshammer in den Besitz von Peter Mathias Wirths über, der ihn als Tuchfabrikanlage ausbaut. Ein oberschlächtiges Wasserrad wird übernommen, sieben Rauhmaschinen, fünf Zylindertische, sechs Scheertische, zwei Walkkümpe, zwei Wasch- und Spülkümpe, und eine Bürstmaschine zur Appretur von Tüchern werden installiert und weitere Sammelteiche gebaut, damit man von der Wetterlage unabhängiger wurde. Teich am Reinshagenshammer. Foto: G. Schmidt 2000Am 31.1.1850 liest man in der Zeitung, dass Peter Mathias Wirths die gesamte Tuchfabrik verkaufen will, "eine in der Diepmannsbach, 1/4 Stunde von Lennep gelegene Fabrik-Anlage, bestehend aus einem vor wenigen Jahren neu erbauten massiven Fabrikgebäude mit Wasserkraft, einem Gefälle von 34 Fuß und einem oberschlächtigen Wasserrade von 27 Fuß Höhe; ferner eine nebenliegende Meister-Wohnung, Gärten, zwei Sammelteichen mit angrenzenden Wiesen und Busch, so wie in einem Theil der Rahmenplätze mit den darauf stehenden Tuchrahmen; das Ganze haltend an Grundfläche etwa 14 Morgen.“ Offensichtlich ist die Fabrik aber bis zum 16. April 1850 nicht verkauft worden, denn An diesem Tag erscheint eine weitere Annonce.

Danach findet sich dann ein Käufer: Am 18.11.1852 bekommt der Kaufmann Johann Wilhelm Hölterhoff zu Lennep in Diepmannsbach die Konzession, in der Tuchfabrik einen Dampfkessel nebst -maschine aufzustellen. Bis 1867 war der Betrieb in Hölterhoffs Hand, um dann als Tuchfabrik "Lambeck & Stockder" die Arbeit weiterzuführen. Teichablauf und Bachführung vereinigen sich am Reinshagenshammer. Foto: G. Schmidt 2000Zu dieser Zeit nannte sich der Überfelder Bach Rotzkotter Bach (um 1600 wegen des naheliegenden Hohenhagens Hagenbach genannt). 1883 wurde die Firma an E. Rosbach verkauft. 1886 ist die Wwe. Lambeck Alleinbesitzerin und verkauft das gesamte Anwesen an Fritz Hardt zu Lennep, laut Notarvertrag „Mitinhaber der zu Lennep unter der Firma Johann Wülfing & Sohn domizilirten Handlung“. Zu dieser Zeit kaufte Fritz Hardt von der Buchholzmühle abwärts bis zum Jagdschlösschen alles auf, was kaufbar war - somit auch die Wasserrechte. (Aus: Hämmer- und Kottenforschung in Remscheid Herausgegeben von Günther Schmidt Band 4 - Leyerbach, Diepmannsbach, Mückenbach)

 


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