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< W.I.R. zeigt Sparmaßnahmen aus der Nachbarschaft auf | Keine Veröffentlichung im Waterbölles ohne Namensnennung >
Freitag, 19. Februar 2010W.i.R. zielt mit zweiter "Giftliste" auf die VerwaltungKommentare
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(Linear | Verschachtelt)
Es gibt viele Punkte auf der Liste, die ich sofort mit unterschreiben könnte. Dennoch stellt sich die Frage, wie ist das gemeint, dass die Bürgerinnen und Bürger nicht zusätzlich belastet werden sollen? Nur finanziell? Man sollte doch so ehrlich sein und sagen, dass Streichungen im sozialen und Kulturbereich auch weitere Belastungen bedeuten, wie längere Wege und Einschränkungen des Angebots. Wenn das so gewollt ist, kann man darüber sicherlich diskutieren. Ich denke jedenfalls, dass die Bürgerinnen und Bürger durchaus bereit sind, auf einige Dinge zu verzichten. Neben der Streichung des sog. "Oberbürgermeisterinnentags" rege ich an, auch auf "Brauchtumstage" wie Karneval zu verzichten und beispielsweise Schulen an solchen Tagen geöffnet zu lassen, es fällt ohnehin viel Unterricht aus.
Nachtrag zu vier ganz konkreten Sparvorschlägen der W.i.R.:
Personalabbau im städt. Gebäudemanagement: 13 Mitarbeiter seien dort derzeit mit der Umsetzung des Konjunkturpekates beschäftigt. „Und danach?“, fragt Wieland Gühne. Betriebsbedingte Kündigungen: Diese solle man durchaus ins Kalkül ziehen, etwa, wenn sich Mitarbeiter weigerten, sich versetzen zu lassen. Streichung des zusätzlichen Urlaubstages („Oberbürgermeistertag“). Wieso der in der „Giftliste“ der Verwaltung nicht auftauche, wundert sich die W.i.R. Streichung von Stellen, die länger als ein halbes Jahr unbesetzt geblieben sind, damit die Verwaltung sie nicht für Neubesetzungen an anderer Stelle heranziehen könne, ohne die Politik um Genehmigung fragen zu müssen.
Herr Gühne, kommen von der W.i.R auch mal Vorschläge, die nicht schon durch Rödl & Partner bekannt sind?
Dass wir sparen müssen, ist allen klar. Bringen Sie doch mal was Neues an Vorschlägen. Ihre Liste ist schon bekannt durch Rödl & Partner. Wer sie nicht kennt, kann sie bei Google nachlesen.
Hallo Herr Vogt, ohne jemandem zu nahe treten zu wollen, Rödl war vor zwei Jahren !!!! Hat eine Menge Geld gekostet und viel Arbeitskraft in Verwaltung etc. gebunden, aber was wurde denn davon bisher umgesetzt ??? Die nun wieder gezogenen Giftliste No. 2 war in großen Teilen auch schon vor Rödl erstellt und wurde Rödl zur Einarbeitung übergeben, also nichts mit Populismus etc., sondern konstruktive Arbeit welche bestimmt nicht in allen Bereichen umgesetzt werden kann, aber sicherlich in vielen Punkten machbar wäre, somit auf jeden Fall wenigstens einmal Vorschläge und eine weitere Diskussionsgrundlage. Traurig in Remscheid ist, dass man sehr konstruktiv und energiegeladen ist bei der Suche nach Gründen, warum etwas mal wieder nicht geht, aber nicht ein einziges Mal gesagt wird, auch wenn es weh tut guter Vorschlag, machen wir. Geld wird nicht vom Himmel regnen, und auf Dritte haben wir doch lange genug gewartet, wir müssen doch nun schauen, mit geringstmöglichen Einschnitten, den größtmöglichen Nutzen zu erzielen, und hier ist doch ein ganz großer Brocken im Bereich Personal und Kooperation angesiedelt, das kann man doch nicht leugnen. Wenn ein Unternehmen der privaten Wirtschaft in Schwierigkeiten ist, habe ich noch nie gehört, dass man beim Porto, Kopierpapier oder an PC spart, sondern der Schlüssel liegt immer im Bereich des Personals und der AVK . Welchen Weg man hier in Remscheid gehen will und muss, wird man sicherlich diskuttieren müssen, aber das dies für einen jeden von uns mit Einschnitten, Änderungen und persönlichen Unwegbarkeiten einhergehen wird, steht wohl ausserhalb jeder Diskussion. Wir können uns nur mutige, durchdachte Entscheidungen wünschen, welche sicherlich im ein oder anderen Fall auch unpopulär sind. Zur Politik und Verwaltung gehört es auch unangenehme Wahrheiten und Entscheidungen zu verkünden und nicht nur in 1. Reihe zu stehen, wenn es darum geht, mit Geschenken und so genannten Wohltaten zu glänzen, diese Zeiten sind mittelfristig in Remscheid und anderen Kommunen vorbei.
Herr Störmer, dem kann ich nur zustimmen. Nur was ich nicht verstehe: Da werden für teures Geld Gutachten gemacht und dann nicht umgesetzt. Da werden tausende Euro ausgegeben, statt den einzelnen Führungspersonen der Theater der drei Städten zu sagen: Setzt euch zusammen und
sucht nach einer Lösung! Sie sind schließlich die diejenigen, die die Sparmaßnahme auch durchsetzen müssen. Und dafür brauchen wir nicht zuvor noch ein teures Gutachten. Es ist, wie Sie es schon sagen, schmerzlich für die ein oder andere Einrichtung, doch wenn ich zwei Schulen schließe, spare ich nicht nur an Unterhaltskosten sondern gleich noch zwei Stellen. Stellen müssen abgebaut werden, und ich hoffe, dass dies auch mal durchgesetzt wird.
Das Hauptziel ist, bei der Stadtverwaltung die Personalkosten zu reduzieren. Nicht die Reduzierung von Personal. Eine alleinige Reduzierung von Personal hat höhere Sozialkosten zu Folge. Weiter wird dadurch Kaufkraft und die Inlandsnachfrage weiter reduziert. Diese hat den Hauptanteil an der Wirtschaftsleistung. Das sollte in den Überlegungen berücksichtigt werden und zu einer intelligenten Gesamtlösung führen. Auch die Erweiterung der Kurzabeitregelungen und der aktuelle Metall- und Elektro-Tarifvertrag zeigen dabei die Richtung.
Auf ihrer aktuellen Internetseite hat die W.i.R. heute nachgelegt und der so genannten Gestaltungsmehrheit vorgeworfen, zu den vorliegenden Sparvorschlägen der Verwaltung nicht zu stehen. In diesem Zusammenhang zitiert und kommentiert die W.i.R. die drei Fraktionsvorsitzenden:
"SPD-Chef Meinecke: "Wenn wir uns jetzt schon festlegen, wäre das nicht besonders bürgerfreundlich." - Aber genau das erwartet der Bürger. Eine Diskussion kann doch nur sinnvoll sein, wenn zumindest im Vorfeld gesagt wird, was gewollt ist und was nicht. FDP-Chef Lüttinger: "Um Volkes Stimme besser einschätzen zu können, werden derzeit die Leserbriefe in der Zeitung studiert." - Lieber Bürger, bitte schreiben Sie möglichst viele Leserbriefe, damit die FDP alles besser einschätzen kann. Grünen-Chefin Schlieper: "Die Vorstellung, dass das Freibad geschlossen wird, beunruhigt mehr als die Zukunft der Symphoniker." - Da hat Frau Schlieper wohl einiges durcheinander gebracht. Die Schließung der Symphoniker steht gar nicht auf der Giftliste." (Zitat Ende)
„Die Wählergemeinschaft könnte es sich zum Sparpaket sehr einfach machen und sich genüsslich zurücklehnen. Nach dem Motto, soll sich die Gestaltungsmehrheit doch die Finger verbrennen. Das ist nicht unser Stil, Politik zu machen. Mit unseren zusätzlichen 150 Vorschlägen stellen wir uns in den Wind. W.i.R. sind bereit dem „Sparmotor“ bei den Startschwierigkeiten einen Windschatten zu bieten“, nahm gestern im Rat Wieland Gühne noch einmal zur Sparliste seiner Fraktion Stellung. Dazu gab es den Zwischenruf „Durch den Wind!“ von Hans Peter Meinecke, und von den Grünen eine unerwartete Einlage: Jutta Velte präsentierte den überraschten Ratsmitgliedern die ausgedruckte Liste der W.i.R. auf mehreren großen Papptafeln. Allerdings hatten die Grünen zuvor all jene Vorschläge herausgeschnitten, die, so Velte, „erledigt, obsolet, gesetzeswidrig oder bereits in Angriff genommen sind.“ Und siehe da: In der Liste gähnten große weiße Lücken. Verwaltung und Politik hätten schließlich ihre Hausaufgaben sehr wohl gemacht, meinte Velte dazu. Julian Kleuser einschränkend: „Nonsensvorschläge gibt es auch in der Giftliste der Verwaltung!“
Die von der W.i.R. beantragte Weiterleitung der 2. Giftliste an die Verwaltung wurde übrigens von den anderen Ratsfraktionen abgelehnt.
So leid es mir tut, ich muss Herrn Kleuser wiedersprechen. Ich bedanke mich hier ausdrücklich bei Frau Schlieper und Frau Velte für die beeindruckende Prüfung unserer 150 Vorschläge, die alle aus Haushaltsicherungskonzepten anderer Gemeinden „abgeschrieben“ waren. Da die beiden grünen Damen betonten, für die Gestaltungsmehrheit zu sprechen, gehe ich davon aus, dass man in die Prüfung der W.i.R. Vorschläge nicht mehr Zeit investiert hat als in die Prüfung der „Giftliste“, die von der Verwaltung am 29. Januar präsentiert wurde. Da es gestern in der Ratssitzung keine Beanstandung dieser Liste von Seiten der Gestaltungsmehrheit gab, muss ich annehmen, dass die „Giftliste“ als geprüft und beschlossen gilt, zumindest beim wöchentlichen Jour fixe (Arbeitssitzung) mit Verwaltungsvorstand und Gestaltungsmehrheit. Immerhin haben die grünen Damen sogar eine rechtliche Bewertung unserer Vorschläge durchgeführt, was ich dann auch als gegeben für die „Giftliste“ annehme. Vielen Dank für die konstruktive Vorarbeit.
Solingen = Klingenstadt, Remscheid = Werkzeugstadt. Und dann will die Stadt Remscheid ihr absolut passendes Museum von der Platte putzen, wo sich daran doch nur - wenn ich richtig informiert bin - im 0,001 Prozentbereich daran sparen ließe??? Das macht auf 100 Euro 10 Cent. Sicher, wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert. Und irgendwo muss man ja mal anfangen. Ja, ja.
Aber was glaubt denn die Stadt, macht sie noch attraktiv, wenn sie an der Kulturgeschichte streicht und spart? Obwohl sich da mit wenig viel machen lässt? (Zumal - wenn ich da auch richtig informiert bin - das Werkzeugmuseum kein Zuschussgeschäft ist.) "Wer keine Werbung macht, um Geld zu sparen, kann ebenso gut die Uhr anhalten, um Zeit zu sparen" soll Henry Ford, Gründer des gleichnamigen Automobilherstellers, gesagt haben. Machen wir das mal passend für die Stadt Remscheid, so lautet mein Tipp: Wer am Werkzeugmuseum in DER deutschen Werkzeugstadt schlechthin glaubt sparen zu können, der sollte auch gleich über die Schließung der (immer noch namhaften) Werkzeugfirmen in seiner Stadt nachdenken, damit die bloß nichts produzieren, was wohl anschließend im Museum landen könnte.
Im März 2010 baten W.i.R. die Verwaltung mitzuteilen, welche Einsparungen möglich sind, wenn die Entschädigungsverordnung für Politiker verändert wird. Die Antwort war ablehnend. Laut Verwaltung sollten nur 18.000 € pro Jahr einzusparen sein. Nach unserer Meinung lohnt es sich, auch eine solche Summe einzusparen. Also stellten wir in der Juli-Ratssitzung 2010 einen entsprechenden Antrag. Unsere „politischen Freunde“ konnten uns da nicht folgen. Also haben W.i.R. über das Jahr 2010 Buch geführt und ausgerechnet, was die Stadt hätte sparen können, wenn unser Antrag umgesetzt worden wäre: 36.507,40 €! Also starten W.i.R. zur Ratssitzung am 12. Mai einen zweiten Versuch - diesmal mit prüfbaren Fakten.
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