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Arbeiten an Müngstener Brücke vorübergehend eingestellt

Pressemiteilung der Bahn AG

Die Deutsche Bahn musste am Mittwoch die Sanierungsarbeiten an der Müngstener Brücke aus Arbeitsschutzgründen vorübergehend einstellen. Ein gefahrloses Arbeiten war aufgrund der extremen Witterung nicht mehr möglich.  Die Stadt Solingen sorgt zwar dankenswerterweise mit ihren Räumfahrzeugen für eine ungehinderte Bedienung der Baustelle, aber die Glätte auf der Stahlkonstruktion macht Arbeitern und Fahrzeugen zu schaffen. Ingesamt wird sich wegen der Witterung der Abschluss der Arbeiten um mindestens eine Woche verzögern. Nach derzeitigem Kenntnisstand kann zum Fahrplanwechsel technisch ein Gleis befahrbar sein. Geklärt werden muss aber noch, ob es für die Arbeiten am zweiten Gleis benötigt wird. Die zum Fahrplanwechsel geplante Erhöhung der Geschwindigkeit auf der Brücke wieder auf 70 km/h ist deshalb noch nicht absehbar. Dafür ist außerdem die Zustimmung des Eisenbahn-Bundesamtes erforderlich. Über die weiteren Entwicklungen werden wir aktuell informieren.  


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Kommentare

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Chronist am :

In diesem Jahr wird die Müngstener Brücke wohl nicht wieder für den Schienenverkehr freigegeben. Wie die Bahn AG im Internet vermerkt hat - eine Pressemitteilung hierüber gibt es bislang nicht -, bleibt es bis 30. Januar beim "Schienenersatzverkehr", d.h. dem zeitaufwendigeren Bus-Transfer.

Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz am :

Die Müngstener Brücke gehört zu den wenigen gemeinsamen Identität stiftenden Bauwerken der Städte Wuppertal, Solingen und Remscheid. Die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands ist eine viel zu wenig bekannte technische Meisterleistung des Eisenbahnbaus im ausgehenden 19. Jahr-hundert. Durch die Neugestaltung des Tales vor wenigen Jahren zum Brückenpark, wurde unter Einbeziehung der Wupper eine Umwelt geschaffen, die der Bedeutung dieses Baudenkmals gerecht wird und von der Bevölkerung stark angenommen wird. Die Vorgänge in den letzten Monaten haben nicht nur bei uns die Befürchtung ausgelöst, dass die Brücke baufällig und in ihren Bestand gefährdet sein könnte. Die Oberbürgermeisterin Beate Wilding und der Oberbürgermeister Norbert Feith haben unsere Bedenken vor wenigen Wochen zerstreut. Die Eigentümerin, die DB Netz AG, hat erklärt, dass in den nächsten Jahren eine Grundsanierung der Müngstener Brücke erfolgen soll. Auf zwei Beinen steht es sich besser. Der Rheinische Verein wird daher die oberste Denkmalbehörde bei der Landesregierung bitten, dafür zu sorgen, dass die Müngstener Brücke nicht nur aus betriebswirtschaftlichen Gründen sondern auch aus Gründen des Denkmalschutzes saniert werden soll. Haimo Bullmann, Vorsitzender des Regionalverbandes Wuppertal-Solingen-Remscheid

Michael Mahlke am :

Die Müngstener Brücke symbolisiert den Zustand von Remscheid: Alt und abgekoppelt. Remscheid ist eine Noch-Stadt, die viele Probleme hat. Aber was in Remscheid besonders auffällt ist die Energie, mit der mögliche Lösungen verhindert werden. Eines der größten Probleme von Remscheid ist der Verlust der vielen Arbeitsplätze. Das hat Ausmasse wie nach der Grenzöffnung im Osten 1990, doch das will kaum jemand sehen. Die Leerstände in der Stadt sind ein Beispiel für die Folgen. Doch jetzt möchte ich über ein Problem schreiben, das den in Remscheid lebenden Menschen eine echte Chance geben könnte, zu bleiben und doch flexibler zu werden. Sicher hat Remscheid drei Autobahnauffahrten. Aber bei Benzinpreisen von mehr als 1,50 Euro wird dies ein sehr fragliches und finanziell teures Erlebnis. Damit nicht genug. Da der Lkw-Verkehr ununterbrochen zunimmt, ist es fast immer so, dass spätestens am Leverkusener Kreuz oder hinter Wuppertal ein Stau mit 30 bis 60 Minuten eingeplant werden muß. Über die CO2-Bilanz will ich gar nicht sprechen. Und nun muß man sich die Situation in Remscheid anschauen. Gute Verbindungen ins Umland in den Bereich Rhein/Wupper gibt es von Solingen und von Wuppertal aus. Was würde also dagegen sprechen, das Bergische Städtedreieck mit öffentlichen Verkehrsmitteln entsprechend auszurüsten. Das geht gut zwischen Wuppertal und Solingen. Wer sich in Wuppertal in den entsprechenden Bus setzt, der kann damit entweder bis in die Innenstadt nach Solingen oder in die Innenstadt nach Remscheid fahren und umgekehrt. Ja und dann? Dann ist Schluß! Es gibt keine durchgehende Busverbindung zwischen Remscheid und Solingen. Eine der wichtigsten Verkehrsstrassen in Remscheid ist die Burger Strasse. Dort sind die größten Arbeitgeber von Remscheid, dort ist zudem das Krankenhaus, dort sind die Verbindungslinien der Busse nach Köln und Wermelskirchen. Wieso ist keine Busverbindung über Unterburg möglich, die in Solingen in der Innenstadt endet? Damit würde für die Remscheider Bürger eine deutliche Verbesserung eintreten. Stattdessen wird mir seit Jahren erklärt, dies würde sich nicht rechnen, man müsse die Müngstener Brücke und den Zugverkehr unterstützen, damit die Bahn sich rechnet etc. Das sind dolle Argumente. Es ist nicht ein Argument zugunsten der Bürger dabei. Doch wenn Remscheid als Stadt eine Zukunft haben soll, dann ist die bessere Verkehrsanbindung im ÖPNV die beste Lösung. Allerdings ist dies nur die eine Hälfte. Es gibt nämlich auch Arbeitsplätze ausserhalb des VRR, und der endet ja bekanntlich in Wermelskirchen. Damit kommen wir zum zweiten Punkt, dem Status von Remscheid als “Zonenrandgebiet”. Remscheid ist fast soweit wie damals Städte an der innerdeutschen Grenze. Dort zog man weg, dort wollte keiner hin. Denn dort ging es nicht weiter. Und hier ist die “Mauer” der hohe Fahrpreis. Wenn die vielen Menschen, die flexibel sein sollen, hier eine Chance bekommen sollen, dann wäre das das Rhein-Wupper-Ticket. Ein Ticket, dass Köln, Düsseldorf und Wuppertal mit allen umliegenden Gemeinden und den Innenstädten umfaßt. Damit würde der Umweltschutz gefördert, die Flexibilität der Menschen erhöht, die Autobahnen und die Innenstädte würden entlastet und die Attraktivität der Region verbessert. Momentan müsste man zwei Monatstickets kaufen (VRR+VRS) und käme auf ca. 300 Euro. Nein, es müsste etwas ähnliches sein wie das Bärenticket.

Hans Gerd Göbert am :

Lieber Michael Mahlke, das hast Du genau richtig beschrieben. Eines der grössten Probleme in der Region ist tatsächlich, dass zwischen VRR und VRS eine hohe Tarifwand steht, an der sich noch viele die Zähne ausbeissen werden. Ich möchte ein dagegen momentan vergleichsweise kleines, aber genau so ärgerliches Problem wg. der Müngstener Brücke schildern. Wir wollten am Samstag per Ticket 2000 nach Düsseldorf fahren, und ich dachte, es ginge am Besten ab Bf. Güldenwerth mit dem Schienenersatzverkehr bis Bf. SG-Mitte und von da mit der Bahn über Ohligs nach Düsseldorf. Dieses in den Fahrplansucher des VRR eingegeben, ergab folgendes Ergebnis: 1. ab Bahnhof Güldenwerth, mit dem Bus, der 654 2. an SG, Burger Bahnhof 3. ab SG, Burger Bahnhof mit dem Bus 683 4. an Wuppertal-Schwebebahnhof Vohwinkel 683 5. Fußweg von dort 11 Min. bis Bf. Vohwinkel !!! 6. ab W-Vohwinkel mit Regionalbahn R4 7. an Düsseldorf Hbf. Die Gesamtzeit dieser Fahrt hätte zwei Stunden und fünf Minuten betragen, an Wochentagen etwa. 1.45 Std.. Immer unter der Voraussetzung, dass man auch den netten Fußweg von elf Min. in Vohwinkel absolviert bekommt. Die Sache ist noch abstruser, wenn man weiß, dass der Solinger Bus 683 vielleicht sogar in SG-Mitte hält! Daraufhin habe ich bei den Stadtwerken RS angerufen und angefragt, warum denn der Schienenersatzverkehr von Güldenwerth bis Solingen-Mitte nicht berücksichtigt würde. Die Antwort war, dass man bei der VRR nicht in der Lage sei, diese provisorische Strecke, die seit Monaten besteht, in den Rechner einzupflegen. Narhallamarsch!!! Man sieht daran, dass es nicht nur an der Bahn liegt, sondern auch dem VRR. So weiß niemand genau, laut Fahrplansucher, zu welchen Zeiten der Schienenersatz unterwegs ist und ob er immer direkten Anschluss an die Züge hat. Ich meine nicht die Tage, an denen ein halber Meter Neuschnee liegt. Wir sind dann, um auf Nummer sicher zu gehen, über Oberbarmen und von da durchgehend mit dem RE 4 gefahren. Fahrzeit knapp unter zwei Stunden.

Michael Mahlke am :

Das ist es doch. Ich erlebe dieses Spiel siet fast zwanzig Jahren, Sie wahrscheinlich auch. Wenn Kommunalpolitik Sinn macht, dann wäre die Lösung dieses Problems eine echt gute Sache: im ersten Schritt eine Busverbindung, im zweiten Schritt ein Rhein-Wupper-Ticket. Ich schreibe dies ja auch, weil ich damit Gedanken gegen die Ideenlosigkeit im Angesicht von Verkehrskollaps, CO2-Problem und Standortattraktivität formulieren möchte. In Remscheid bleiben mehr Menschen wohnen, wenn es mehr und mehr bezahlbare Möglichkeiten im ÖPNV gibt. Das ist eines der Geheimnisse des Erfolges kommunaler Bevölkerungspolitik. Für mich persönlich ist klar, wenn Remscheid nicht ein Vorort von Wuppertal werden will, dann wird sich da was tun müssen. Faktisch ist es ja schon fast so. Wer nachmittags und auch sammstags in Elberfeld ist, der trifft sehr viele Remscheider. Vielleicht ist das sogar die beste Lösung, denn die Wuppertaler Busse sind schon bis Unterburg gekommen. Eigentlich müßte der Wuppertaler Bus von Unterburg einfach weiterfahren nach Remscheid über die Burger Strasse bis nach Stadtmitte und umgekehrt, dann wäre das 1. Problem gelöst. Das 2. Problem mit dem Rhein-Wupper-Ticket ist im Zonenrandgebiet Remscheid besonders plakativ, aber eigentlich ein Problem, welches alle Städte und Gemeinden im Umfeld gemeinsam lösen müßten.

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