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Bauleitplanung für DOC "sinnlos, weil aussichtslos"?

Peter Maar, Vorsitzender des Heimatvereins Lüttringhausen.In einer Pressekonferenz haben heute der Peter Maar, der Vorsitzende des Heimatbundes Lüttringhausen (Foto rechts), und Haimo Bullmann, der Vorsitzende des Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, Regionalverband Wuppertal-Solingen-Remscheid, an Rat und Verwaltung  appelliert, die bei Ansiedlung eines Outlet-Centers an der „Blume“ erforderlichen Planverfahren zur Änderung des Regionalplans und des Flächennutzungsplans sowie zur Aufstellung eines Bebauungsplans nicht einzuleiten. Diese Verfahren seien „sinnlos, weil aussichtslos, kosten viel Geld und personelle Kapazität, verunsichern die Bürger und würden den Ruf Remscheids bei den Nachbargemeinden schädigen. Auch habe der Investor, die McArthur Glen Group noch kein planerisches Konzept veröffentlicht. Eine genehmigungsfähige Alternative wäre dagegen die Ansiedlung eines DOC in einem leerstehenden Kaufhaus in der Innenstadt von Remscheid oder von Lennep.

„In Anlehnung an zahlreiche andere europäische Outlet-Center dieses Investors wird angenommen, dass das Center in der Blume einen dorfähnlichen Charakter mit zahlreichen eingeschossigen Gebäuden und einer Verkaufsfläche von etwa 30.000 m² haben wird. Der angestrebte jährliche Umsatz dürfte bei 100 Millionen Euro liegen“, stellen der Heimatbund Lüttringhausen und Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz in ihrer Stellungnahme fest. Wegen seiner Ausdwirkungen werde das Outlet-Center abgelehnt. Die Gründe: „Verödung zahlreicher Innenstädte in der Region,  Zerstörung der Kulturlandschaft Blume und der Denkmalschutz“. Aus folgenden zehn Gründen sei eine Bauleitplanung nicht genehmigungsfähig:

  • „Das geplante Designer Outlet-Center Blume würde die Innenstadt Remscheids und ihre Wirtschaft schädigen und die verbrauchernahe Versorgung der Bevölkerung beeinträchtigen.
  • Der Investor muss alle benötigten Grundstücke vor Einleitung der Planverfahren erwerben.
  • Das Vorhaben widerspricht den Zielen der Raumordnung.
  • Remscheid muss in den Planverfahren nachweisen, dass die Versorgungsbereiche der zentralen Orte in der Region nicht beeinträchtigt werden. Dies ist nicht möglich.
  • Remscheid hat keinen rechtlichen Anspruch auf die planungsrechtliche Genehmigung eines Outlet-Centers. Die Planung ist für die städtebauliche Entwicklung nicht erforderlich.
  • Die benachbarten Gemeinden sind im Verfahren zur Änderung des Regionalplans und der Bauleitplanung zu beteiligen. Sie haben ein Abwehrrecht.
  • Die Erschließung durch Straßen ist nicht gesichert.
  • Die Qualität der Gewässer (Bäche) darf durch das Vorhaben nicht beeinträchtigt werden.
  • Das Vorhaben würde den Denkmalschutz in erheblichem Maß beeinträchtigen.
  • Das Center würde sich nicht in den städtebaulichen und landschaftlichen Rahmen einfügen, den Bodenschutz missachten und unnötig große Flächen verbrauchen. (Die komplette Stellungnahme hier)

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Kommentare

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Johannes Hedderich am :

Schade. Da gibt es endlich mal die Chance, etwas Gutes für Remscheid zu erreichen, aber sofort kommen wieder Bedenkenträger daher, die die (zugegebenermaßen hohen) Aufwendungen scheuen und offensichtlich schon vorher Angst haben, dass es nicht funktioniert. Wer nicht wagt der nicht gewinnt!!! Und Stillstand ist Rückschritt! Ein DOC im alten Karstadt in Lennep? Oder mitten auf der Allestraße? Und die Kunden kommen alle mit Bus und Bahn oder wie??? Ach stimmt ja, das Parkleitsystem in Lennep hat noch für jeden Einkaufswilligen einen ortsnahen Parkplatz gefunden...(;-) Meiner Meinung nach sollte man die Ansiedlungspläne unterstützen wo man kann. Und wenn dieses Verfahren läuft, dann müssen Ideen her, wie man die Kunden auch in die schönen Innenstädte locken kann. Mit dem derzeitigen Angebot geht das vielleicht nicht. Aber ich bin sicher, der Heimatbund weiß doch sein schönes Lüttringhausen zu vermarkten. Oder traut man sich das dort etwa nicht zu???

Gerd Rothbrust am :

Ich denke, dass zur Blume alle Argumente ausgetauscht sind und die Kontrahenten sich in "ihren Gräben" verschanzt haben. Nur gewinne ich immer mehr den Eindruck, dass es dabei nicht mehr um die Sache geht, sondern um´s Prinzip: Um den Privatkrieg einiger weniger... Das zeugt nicht von dem, von allen hochgehaltenen Weitblick, sondern eher von Kleinkariertheit!

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