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Pressemitteilungen der Stadt in aller Kürze

Sprechstunde des Integrationsrates: Als Vorsitzende des Integrationsrates lädt Erden Ankay-Nachtwein Interessierte – ob mit oder ohne Migrationshintergrund – herzlich zu einer Bürgersprechstunde für Montag, 29. Mai, von 15 bis 16 Uhr ins Sitzungszimmer 221 des Remscheider Rathauses ein. Der Integrationsrat vertritt die Belange der Remscheider Migrantinnen und Migranten gegenüber der Politik, der Verwaltung und der Öffentlichkeit. Der Integrationsrat arbeitet nach parlamentarischen Grundregeln und stellt die Beteiligung und Mitwirkung der ausländischen Bevölkerung an der kommunalpolitischen Willensbildung sicher“ (§ 27 der Gemeindeordnung NRW). Um diesem Anspruch gerecht zu werden und die politische Tätigkeit des Integrationsrates entsprechend auszurichten, bietet die Vorsitzende zusammen mit anderen Integrationsratsmitgliedern r allen Remscheiderinnen und Remscheidern diese regelmäßige Sprechstunde an und freut sich auf konstruktive Gespräche.

Jetzt geht es weiter in Unterburg: Am Montag, 29. Mai, startet die zweite Bauphase, in deren Rahmen das Bachbett tiefer gelegt und die Eschbach-Stützmauern saniert und zum Teil neu gebaut werden. Ab dann gilt für den Durchgangsverkehr in Richtung Oberburg und A1 wieder die großräumige Umleitung ab Krahenhöhe über Müngsten und Remscheid-Vieringhausen. Trotz Baustelle: Für Gäste ist Unterburg mit allen Restaurants, Geschäften und der Seilbahn immer erreichbar, die Parkplätze können genutzt werden. Eingerichtet wird die Baustelle ab Montag, 22. Mai.

Pferdegeschichten für Kinder: Jeden Mittwoch ab 16.45 Uhr wird in der Kinder- und Jugendbibliothek, Scharffstr. 4-6,  eine halbe Stunde lang vorgelesen. Am 31. Mai liest Karen Kazda Kindern zwischen vier und zehn Jahren Pferdegeschichten vor.

Schließungen im Standesamt: Aufgrund von unvorhersehbaren personellen Ausfällen bleibt die Eheschließungsabteilung des Standesamtes im Rathaus Remscheid bis 5. Juni geschlossen. Reservierte oder angemeldete Trauungen in diesem Zeitraum finden selbstverständlich statt.

Spätere Termine/Veranstaltungen auf der nächsten Seite:

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Stelle des Ehrenamtskoordinators noch unbesetzt

Am 15. März hatte die Fraktion der Grünen die Verwaltung um die schriftliche Beantwortung von acht Fragen gebeten. Die Antworten liegen inzwischen unter der Überschrift „Möglichkeiten zur verbesserten Unterstützung des Ehrenamtes für Geflüchtete und Migrant*innen“ vor und stehen am 1. Juni auf der Tagesordnung des Integrationsrates. Wer die Mitteilungsvorlage allerdings aufmerksam liest, kommt zu der Erkenntnis, dass die Möglichkeiten begrenzt sind. Der Waterbölles dokumentiert Fragen und Antworten.

1. Ist die Erarbeitung eines Integrationsplans, unter Einbeziehung des Ehrenamtes, vorgesehen? Wenn ja, wann ist damit zu rechnen?
Der vom Kommunalen Integrationszentrum (KI) erstellte Integrationsplan liegt den relevanten Gremien zur Kenntnis vor.

2. Was ist aus dem im Dialog Flucht vorgestellten Konzept geworden und wie sieht die Zusammenarbeit der freien Träger mit dem KI aus?
Die Zusammenarbeit der freien Träger und anderer Initiativen bezüglich der Hilfe für Geflüchtete gestaltet sich sehr gut. Das Landesförderprogramm KOMM-AN NRW war dazu der Einstieg. Es finden regelmäßige Trägertreffen statt, bei denen Anregungen, Absprachen, allgemeiner Austausch und Probleme miteinander erörtert und gelöst werden. Das KI ist in allen Angelegenheiten Ansprechpartner für die Träger.

3. Ist daran gedacht, den „Dialog Flucht“ wider einzuberufen, um so alle mit dem Thema befassten Träger und Institutionen an einen Tisch zu holen, ggf. auch für einen Erfahrungsaustausch und zur Evaluation der bisher geleisteten Arbeit?
Im Rahmen des KOMM-AN NRW Landesförderprogramms finden regelmäßige Trägertreffen statt, die mit dem thematischen Schwerpunkt Flucht arbeiten. Jedoch ist zu bedenken, dass das Förderprogramm nur bis zum 31.12.2017 befristet ist.

4. Wie wird sichergestellt, dass die Geflüchteten die an sie gerichteten Vordrucke und Informationen auch verstehen? Werden u.a. Sprach- und Kulturmittler*innen eingesetzt? Gibt es Übersetzungshilfen zu den Vordrucken? Werden die Menschen entsprechend beraten? Wenn ja, von wem?
Die ehrenamtlich Tätigen in der Flüchtlingshilfe sind i.d.R. auch behilflich bei behördlichen Schreiben. Darüber hinaus bieten die freien Träger auch Hilfestellung in Form von sogenannten „Formularhilfen“ an. Der Einsatz von Sprach- und Kulturmittler*innen wird von den Fachdiensten selbständig entschieden und ist mit Kosten verbunden.

5. Ist es vorgesehen, Integrationslotsen einzusetzen? Sollen diese vom Kommunalen Integrationszentrum geschult werden?
Das Land NRW beabsichtigt die Förderrichtlinien für die KI-Förderung zu ändern: Die kreisfreien Städte sollen zu den zusätzlichen 1,5 zusätzliche Lehrerstellen noch Zuwendung für zwei weitere Personalstellen erhalten, die thematisch im Bereich der Vernetzung/Erstellung Dolmetscherpool/Integrationslotsen/Arbeitsmarktzugang arbeiten sollen. Die zusätzlichen Personalstellen werden mit 50.000.- € pro Stelle gefördert. Darüber hinaus erhalten alle Kreise und kreisfreien Städte zukünftig Sachkosten für niedrigschwellige Dolmetscherdienste oder/und Integrationslotsenangebote von 50.000.- €. Eine abschließende Mitteilung über die geplanten Änderungen steht noch aus.

6. Wie ist der Stand bei vorhandenen Patenschaftskonzepten? Gibt es eine Zusammenarbeit des KI beispielsweise mit der Ökumenischen Initiative Lüttringhausen, die sich um Koordination der Patenschaften bemüht und unlängst dazu eingeladen hatte?
Beim ersten Treffen der Ökumenischen Initiative Lüttringhausen war das KI vertreten und hat sich als Ansprechpartner vorgestellt. Die geplanten Patenschaften werden mit der Ökumenischen Initiative abgesprochen und müssen noch strukturiert werden. dies gehörte zum Teil mit zum Aufgabenbereich der Ehrenamtskoordinatoren-Stelle, die leider immer noch unbesetzt ist.

7. Was kann man von Schulungskonzepten der Nachbarkommunen übernehmen oder welche Kooperationen können mit den Nachbarstädten eingegangen werden? Gibt es „Best Practice“ Projekte, die Vorbildcharakter haben können?
Für die Beratung, die Begleitung und den Informationsaustausch der Kommunalen Integrationszentren unterhält das Land die Landesweite Koordinierungsstelle der Kommunalen Integrationszentren (LaKI). Zu ihren Aufgaben gehört unter anderem auch die Moderation des internen Austauschs der KI und Wissenstransfer und die Durchführung interner und überregionaler Qualifizierungsangebote. Insbesondere im Bergischen Städtedreieck finden auf verschiedenen Ebenen und Handlungsfeldern Kooperationen statt.

8. Gibt es ein konzentriertes Fördermanagement in Bezug auf Integrationsmaßnahmen?
Es gibt kein konzentriertes Fördermanagement bezüglich Integrationsmaßnahmen. Das Kommunale Integrationszentrum ist bemüht, Förderprogramme, die nur über das KI an die Kommunen und kreisfreien Städte verteilt werden, zu beantragen und somit die Integration vor Ort zu unterstützen.

Remscheider Institutionen berichten oder laden ein

Ökumenische Initiative Lüttringhausen / Literaturcafé zum Reformationsjahr: Am Montag,  29. Mai, stellen Isa und Johannes Haun ab 16 Uhr im 24. Literatur-Café des F(l)air-Weltladens die Biografie "Luther. Der Mensch Martin Luther" von Lyndal Roper vor. Die renommierte Oxford-Historikerin, eine der wichtigsten Expertinnen für die deutsche Geschichte des 16. Jahrhunderts, präsentiert darin ein neues Bild des Reformators. Sie schildert ihn als Mann, der mit beiden Beinen im Leben stand, als Menschen aus Fleisch und Blut. Für Luther waren der Körper und die Sexualität Teil des Mensch-Seins, er wollte den Körper vom Makel der Sünde befreien. Sein Glaube an die Einheit von Körper und Geist führt zum Kern seiner Theologie, der zu einem der großen Streitpunkte des Christentums werden sollte: Luthers unumstößliche Überzeugung, dass Christus bei der Eucharistie leibhaftig anwesend ist. Der Eintritt ist frei. Auf einem Büchertisch wird neue Literatur zur Reformationszeit angeboten.

SPD-Senioren Remscheider / Mitgliederversammlung: Die SPD-Senioren der Remscheider SPD (AG 60plus) laden zu ihrer fünften Mitgliederversammlung für den kommenden Dienstag, 30. Mai, ein. Bei dem Treffen ab 10 Uhr in der SPD-Geschäftsstelle, Elberfelder Straße 39, wird es um aktuelle Themen des öffentlichen Personennahverkehrs gehen, etwa die Bequemlichkeit in den Bussen und die Freundlichkeit der Fahrerinnen und Fahrer. Dazu hat die AG 60plus folgende Gäste eingeladen: Matthias Bioly, Bereichsleiter des Verkehrsmanagements der Stadtwerke Remscheid, und Uwe Solanka, Sachgebietsleiter ÖPNV-Vertrieb- und Abrechnung der Stadtwerke Remscheid. Die AG 60plus freut sich auf eine rege Diskussion. Gäste sind herzlich willkommen.

Remscheider Sportverein 1897 e.V. / Remscheider Stadtmeisterschaft im Tennis: Vom 23. bis 29. Juli findet die Stadtmeisterschaft im Tennis um den Pokal der Stadtsparkasse Remscheid statt. Ausrichter sind die Remscheider Tennisvereine (siehe Anlage) mit dem Hauptveranstalter RSV. Als Organisationschef fungiert Andreas Wiedenhoff, Abteilungsleiter Tennis im Remscheider SV. Meldeschluss für den Wettbewerb ist der 16. Juli. Am Samstag, 29. Juli, findet zudem ab 19 Uhr die „Players Night“ auf der Anlage von Grün-Weiß Lennep in Schneppendahl statt. Die weiteren Spielorte werden Blau-Weiß Remscheid (Baisiepen) und der Remscheider SV (Fürberger Str.) stellen. Die Stadtmeisterschaft wird auf der Fürberger Anlage vom RSV am Sonntag, 23.7., um 10 Uhr eröffnet. Die finalen Spiele am 29.7. finden auf der Anlage von GW Lennep statt, anschließend auch die Siegerehrung und Abschlussparty. Unter www.remscheider-sv.de findet sich der Zugang zur Turnierausschreibung; dort sind auch Anmeldungen ab sofort möglich. (Peter Brinkmann)

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Sommer-Programm startet mit „Park Food Festival“

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Bis 28. Mai  (und dann wieder vom 8. bis 10. September) findet im Stadtpark in Zusammenarbeit mit der Stadt Remscheid zu Beginn und Ende des „Remscheider Sommer 2017“ das Remscheider „Park Food Festival“ statt. Neben einem kulinarischen Street-Food-Angebot von heimischen Gastronomen nehmen auch verschiedene Food-Trucks teil. Die Veranstaltung wird an allen Tagen von einem musikalischen Rahmenprogramm begleitet. Der Eintritt ist frei. Öffnungszeiten am heutigen Sonntag von 12 bis 19 Uhr. (Rechts Video von September 2016)

Hier die Liste aller diesjährigen Teilnehmer: Nippon Noodles (Japanische / Dim Sums / Wagyu Fleisch); Fisch Art Streetfood (Surf & Turf Burger); Meat Art (Burger); Wrap Mobil (Wraps); Sweet & Tiny Crêpe Mobil (Crêpes & Kaffeespezialitäten); Food Piraten (Paninis); Frau Panya (Thai Food); IceBroz (Eisröllchen); Die Bergziege (Käsespätzle); Der Speisewagen (Big Bacon Bomb Burger); Mr. Froppy (Frozen Yogurt); Espressini (Churos); Bergische Feldküche(Hot Dogs ); Pan Kowalski (Piroggi); Kolibri Streetfood (Spiralkartoffeln & Bunte Kartoffelchips ); Bubble Waffle (Gefüllte Bubble-Waffeln); Petite Minou (Kuchen- & Kaffeespezialitäten ); Lupos Food Truck (Burger & Fries); Poffertjes (Poffertjes & Obst); Der Filetshop(Steaks); Flora Unterwegs (Arepas); Third Culture Kitchen (Taccos); Baumstriezel Manufaktur (Baumkuchen); Flammstein (Flammkuchen); Veggiewerk (Vegane Küche); Bergische Bärbel (Currywurst & Pulled Pork); Der Wurst Bully (Pulled Pork & Kartoffelstäbchen); Edel Hoffmann(Nougat); Beef Fellas (Burger & Steaks); Smoker Company (Spare Ribs & Pulled Pork); Peters Pancake (Pancakes); Don Patato (Kartoffel Variationen); Grill Royal (Wurstvariationen); Schützenhaus (Pasta-Variationen ); Kromberg (frisch geräucherten Stremellachs).

Wochenrückblick vom 22. bis 28. Mai 2017

Eigeninitiative ist manchmal die beste Lösung

Ja zu Nutzungsänderung macht den Weg frei“, titelte der Waterbölles am 2. Mai, nachdem die Bezirksvertretung Alt-Remscheid für diesen jahrelangen Schandfleck (Foto links) am Richard-Lindenberg-Platz einem Antrag auf Nutzungsänderung weg vom bisherigen Stahlhandel und hin zum Einzelhandel zugestimmt hatte. Die zusehends verfallende Bauruine könne durch neuen Einzelhandel abgelöst werden, stellte damals Bezirksbürgermeister Otto Mähler fest. Das werde zu einer Aufwertung des gesamten Platzes führen. Gestern nun war Mähler mit dabei, als Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz auf dem Platz gleich neben einem großen Blumenstand seinen Sonnenschirm öffnete, um unter ihm mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. Natürlich ging es dabei auch um den Plan von Georg Gast, das Lager des (längst nicht mehr existierenden) „Stahlhandels Südwestfalen“ abzureißen und dort wie auch im Gebäude rechts davon ebenerdig an eine Supermarkt-Kette zu vermieten. Dem betagten ehemaligen Fahrlehrer und seiner in München lebenden Schwester gehören am Lindenberg-Platz mehrere Häuser.

Doch die Investitionsbereitschaft der Geschwister war bislang, aus welchen Gründen auch immer, recht gering.  Auch jetzt scheint ein Ausbau der oberen Stockwerke des Gebäudes rechts im Bild (oben) noch unklar zu sein. Das gilt auch für das alte, nicht unter Denkmalschutz stehende Fachwerkhaus links von der „Schrottimmobilie“. Das Grundstück würde sich für ein Café mit Außenbestuhlung eignen. Doch im Gespräch mit dem Oberbürgermeister zeigte sich die Hastener Buchhändlerin Irmgard Barnes skeptisch: „das sehe ich erst, wenn es fertig ist!“ Der OB: „Gut, dass jetzt endlich der erste Schritt getan werden soll. Hoffentlich werden weitere folgen!“ Darauf hat die Stadt Remscheid allerdings keinen Einfluss. Es liegt an jedem Grundstücksbesitzer selbst, was er wie zu investieren gedenkt.

Deshalb war Rainer Schwentek, der sich für ein Kunstprojekt auf dem Gelände stark macht, beim Oberbürgermeister nicht an der richtigen Adresse. Und auch Gudrun Böth und Dietlind Riemer konnte er nicht die Antwort geben, die sie sich vielleicht gewünscht hätten. Gudrun Böth kritisierte das Aussehen eines alten Bauwagens auf dem Grundstück der Kitas „Kunterbunt“, das zur Lagerung von Spielsachen verwendet wird und offenbar inzwischen ein paar Eimer neue Farbe verdient hätte. Und Dietlind Riemer beklagte Abfall und Hundekot entlang des schönen Spazierweges vom Birgder Hammer zur Leyersmühle und machte darauf aufmerksam, dass dort noch immer ein zeitungsgroßer Teil eines Werbeplakates zur OB-Wahl von Juni 2014 liege. („Einfach mal mitnehmen“, empfahl ihr TBR-Chef Michael Zirngiebl. Merke: Bürgerschaftliche Eigeninitiative ist manchmal die beste Lösung.)

Abfallbeseitigung war auch das Anliegen von Wolfgang Schoppmann, genauer: Der Unrat vor einigen Häusern an der Büchelstraße: „Wo erst einmal Unrat liegen bleibt, kommt weiterer hinzu! Und es gibt einfach zu viele Leute, die ihren Abfall gedankenlos wegschmeißen!“ Gewiss kein Phänomen, das allein in Remscheid festzustellen ist, sondern in vielen Großstädten. Die sind anonymer als Kleinstädte, wo die „soziale Kontrolle“ zwischen Nachbarn noch funktioniert.

Ein ganz konkretes Anliegen, um das sich Zirngiebl kümmern will, hatten Manfred und Gertraud Lambeck (Foto rechts). Sie fahren ihre Tochter häufig mit ihren Rollstuhl über die Trasse des Werkzeugs. Die aber sei gerade im Bereich der Taubenstraße mittlerweile recht holprig geworden.

Beim Anliegen von Ulrike Kottmann musste der Oberbürgermeister passen, ihm das Thema für ihn neu war; er sagte jedoch eine dezidierte Antwort zu. Die Hastenerin hatte von Ausbaupläne der Firma „Automobilscharniere Hasten“ ganz in der Nähe ihrer Wohnung  erfahren; die sieht sie nun mit Sorge. Dort solle ein „Logistikzentrum“ entstehen, das regen Lkw-Verkehr erwarten lasse. „Keine Firma könne im rechtsfreien Raum planen“, stellte Michael Zirngiebl grundsätzlich fest. Und der OB verwies auf die Bemühungen der Verwaltung, in so genannten Mischgebieten die Interessen der Unternehmer, die die Stadt nicht verlieren wolle, und die der Anwohner unter einen Hut zu bringen.

1925 hatte RS die meisten Arbeitslosen in der Rheinprovinz

„Makent Fiärowend": „Dass Lehrjahre keine Herrenjahre sind, habe ich am eigenen Leib bitter erfahren. Ich kann das ganze nur als Ausbeutung bezeichnen. Ich habe von 7 bis 19 Uhr arbeiten müssen; aller­dings hatten wir mittags eine Pause von eineinhalb Stunden, und um 16 Uhr gab es noch eine kurze Kaffeepause. Wenn der Meister im Be­trieb war, trauten wir Lehrlinge uns nicht, pünktlich aufzuhören. Wir muss­ten dann so lange warten, bis er sagte: ,Makent Fiärowend'. Aber meistens hatte er das so geschickt eingerichtet, dass kurz vor Feierabend noch jemand zur Post musste, Pakete hinbringen, oder Ware bei einem Zulieferer ab­holen. Das war so,  dass es immer 19.30 Uhr wurde, bis man mal wirklich Feier­abend hatte. Samstags wurde bis 16 Uhr gearbeitet. Danach mussten wir die Werkstatt aufräumen. Darüber wurde es dann leicht 18 Uhr, bis alles fertig war. Ferien gab es nicht. Ich war seinerzeit in der Volksjugend. Die machte schon mal große Touren, und da wollte ich gerne teilnehmen. Es sollte für 14 Tage runter nach Heidel­berg gehen. Ich bat dann meinen Lehr­meister um Urlaub. Nein, es gäbe kein frei, war seine Antwort. Da hab ich dem Herrn Pastor Finneisen das ge­sagt. Der hat dann mit dem Lehrmei­ster gesprochen; daraufhin bekam ich frei, jedoch mit der Bemerkung: ,Die 14 Tage musst du nachholen, wenn du die Lehre aus hast.' Aber ich hab ihm was gepfiffen."

Mit Weinen in die Fabrik gegangen: „Als 14jährige bin ich in einen Haus­halt gekommen. Morgens um 8 Uhr musste ich mit der Arbeit anfangen: Zuerst musste ich immer die Schuhe der ganzen Familie putzen. Dann musste ich spülen, einkaufen, und hel­fen, das Essen vorzubereiten. Danach musste ich die Zimmer putzen. Das waren immerhin sechs oder sieben Zimmer, die ich als 14jähriges Mäd­chen zu machen hatte. Nach dem Mittagessen musste ich spülen und konnte dann so zwischen 14 und 15 Uhr nach Hause gehen. Für die ganze Arbeit kriegte ich 15 Mark im Monat. Wenn ich dann noch den Garten um­grub, bekam ich zehn Mark extra. Danach hatte ich eine Stelle, in der ich morgens den Haushalt machte und nachmittags nähen lernte. Die Arbeit war so halbe-halbe aufgeteilt. Nach drei Jahren hätte ich meinen Abschluss als Schneiderin gehabt. Weil meine Schwester aber soviel Geld in der Fa­brik verdiente, mein Lohn war zu gering dagegen, musste ich meine Stelle aufgeben und auch im Alexan­derwerk anfangen. Mit Weinen bin ich in die Fabrik gegangen, bis ich mich durchgerungen und damit abge­funden hatte. Das viele Geld, das man im Akkord verdiente, half darüber weg. Ich war so klein, man musste mir Kisten unter die Füße stellen. Es war die Zeit, wo man Frauen die schwere Arbeit machen ließ, die ei­gentlich Männerarbeit war. Anfangs war es fürchterlich für mich. Unsere Ar­beitszeit war von 6 bis 18 Uhr; mit­tags gab es eine halbe Stunde Pause, morgens und nachmittags je eine viertel Stunde. Samstags wurde von 6 bis 12.30 Uhr gearbeitet."

Der REFA-Mann: „Ende der 20er Jahre, das weiß ich noch ganz genau, da kriegte ich 75 Pfennig Lohn in der Stunde. Als ich dann in die Firma L. kam, kriegte ich 80 Pfennig. Ich war noch nicht lange dort, da setzte der Chef fünf Pfennig zu. Bald war ich auch auf 90 Pfennig in der Stunde. Und das war schon was. Dann hat die Firma das Minutensy­stem (Refa) eingeführt und extra je­manden angestellt, der sich mit der Stoppuhr jeweils einen Tag lang hin­ter einen Arbeiter stellte, der gerade am Schleifen war oder am Aufspan­nen. Da war mal ei­ner im Betrieb, der kam aus Wermelskirchen, das war ein großer, schwerer Kerl. Der musste die Ansätze an die Sägeblätter drehen auf einer großen Plandrehbank. Jeder andere musste mit dem Flaschenzug das Werkstück, die Säge, hochhieven auf die Dreh­bank. Aber der aus Wermelskirchen, der war so stark, der brauchte kei­nen Flaschenzug. Der packte die Säge am Loch und warf sie auf die Ma­schine. Ebenso packte er den Deckel an, der darauf kam. Das war schon ein Zeitgewinn von drei bis vier Mi­nuten. Das war dann sein Mehrver­dienst. Deshalb kam er auf einen ho­hen Lohn.

Stand der Büro-Mechanisierung im Jahre 1910.

Teil II

Zu erneuten Unruhen gab die Reichsregierung den Anlass, indem sie die Unterstützungssätze, die sie den Erwerbslosen zubilligte, trotz der stark angezogenen Lebensmittel­preise nicht erhöhen wollte. Dessen ungeachtet wurde auf der Konferenz der Städtevertreter in Barmen be­schlossen, 50 Prozent mehr auszu­zahlen. In Remscheid war dieser Satz durch Vorschusszahlung schon aufge­braucht, und die Verwaltung hatte sich mit dem Arbeitslosenrat geei­nigt, dass die Erwerbslosen statt Bar­geld Lebensmittel erhalten sollten. Der Arbeitslosenrat war der Meinung, dass es schwer sei, den Leuten diese Änderung annehmbar zu machen. Aber wollte die Stadt nicht eine Sperrung der Reichsunterstützung auf sich nehmen, so musste sie diesen Ausweg einschlagen. Über das, was danach geschah, gibt die Polizeiverwaltung folgenden Bericht: „Am 4. Dezember 1923, vormittags gegen 10 Uhr, versammelten sich die Erwerbslosen, nachdem sie an den Zahlstellen ihre Unterstützung emp­fangen hatten, auf dem Rathaus­platz. Nach und nach hatten sich etwa 4.000 bis 5.000 Personen eingefunden, unter denen eine erregte Stimmung herrschte. Dem Erwerbslosenrat wurden von der Stadtverwaltung Gut­scheine zum Bezug von Brot zugestan­den, die am 5. Dezember an die Er­werbslosen ausgehändigt werden sollten. Hiermit war die Menge nicht zufrieden und zog nun gegen 12 Uhr mittags, nachdem sie zwangsweise zerstreut worden war, in Trupps zu den verschiedenen Stadtteilen, wo sie in die Lebensmittelläden, vornehmlich Brot- und Metzgerläden, eindrang und die Herausgabe von Waren ver­langte unter der Angabe, der Ober­bürgermeister habe gesagt, die Er­werbslosen sollten sich in den Ge­schäften holen, was sie bekommen könnten, die Stadt bezahle alles. Da, wo die Geschäftsleute die Herausgabe verweigerten, wurde ihnen Gewalt angedroht. . ."

Die amtliche Berufszählung des Jah­res 1925, mit 37. 119 nach Berufen er­fassten Personen (etwa 52% der Ge­samtbevölkerung) bzw. 77.933 Erwerbstätigen mit ihren Angehörigen ergibt folgende Struktur:

 

Erwerbstätige

Mit Angehörigen

Industrie, Handwerk

25 529

58 057

Handel und Verkehr

6 774

12 537

Öffentl./freie Berufe

2 002

3 865

Häusl. Dienste u. ä.

2 368

2 753

Landwirtschaft

446

721

Sägenrichter bei der Arbeit. Große Handfertigkeit war notwendig, um das Sägeblatt vollkommen gerade zu bekommen.Im selben Jahr hatte Remscheid „mit 86 pro 1.000 Einwohner leider von sämtlichen Städten der Rheinprovinz die größte Erwerbslosenzahl aufzu­weisen. Remscheid steht also weitaus an der Spitze. Besondere Sorgen er­wachsen", erläutert der Verwaltungs­bericht. (…) In der Zeitspanne 1. April 1925 bis 28. Februar 1926 waren beim Ar­beitsnachweis 24.815 Arbeitssuchende (männl. 23 210; weibl. 1 605) gemel­det. Das Geschäftsjahr 1926 begann also mit einer „erschreckend hohen Er­werbslosenziffer, die das ganze Jahr hindurch bis in den Winter hinein ungefähr auf gleicher Höhe stand. Die höchste Zahl wurde am 4. Juni er­reicht mit 6.708 Vollerwerbslosen und 7.306 Zuschlagsempfängern (Ehe­gatten und Kinder), oder insgesamt 14.014 Unterstützten, das sind 18,44% der Gesamtbevölkerung." Am 25. März 1927 waren es 11,47%.

Zwei grundlegende Veränderungen versperren nun leider den Weg, wei­terhin mit greifbar einfachen Zahlen und Begriffen den Verlauf der Ar­beitslosigkeit in Remscheid darzu­stellen. Einmal wurde das Arbeitsamt, bislang eine kommunale Einrichtung, am 1. November 1928 ein Organ der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung. Seine Übernahme in die Kompetenz des Rei­ches brachte nicht nur eine Erweite­rung seines Zuständigkeitsbereiches auf die umliegenden Gemeinden mit sich, sondern erzeugte auch durch im­mer neue Notverordnungen neue Terminologien und Modi der Ar­beitslosenerfassung. Als weiteres kommen 1929 die Eingemeindungen von Lennep und Lüttringhausen hinzu. Nach einem Bericht des Ar­beitsamtes gab es im Juni 1932 in Groß-Remscheid (101.000 Einwohner) 5.688 Hauptunterstützungsempfänger und 5.903 Zuschlagsempfänger. Die Gesamtzahl der Arbeitssuchenden be­trug 18.661. Aufschluss über den Um­fang des Elends gibt der Oberbürger­meister Ende August:

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Informationsveranstaltung „Zweifel am Studium?“

Pressemitteilung der Universität Wuppertal

Für Studierende, die daran zweifeln, ob ihr Studiengang bzw. das Studieren überhaupt das Richtige ist, gibt es am Mittwoch, 31. Mai, eine Informationsveranstaltung an der Bergischen Universität. „Unsere Beraterinnen und Berater helfen bei einer Standortbestimmung, zeigen Unterstützungsangebote auf und wie sich Studierende – innerhalb und außerhalb der Universität – neu orientieren können“, sagt Dr. Christine Hummel, Leiterin der Zentralen Studienberatung. Die kostenlose Veranstaltung findet von 12 bis 14 Uhr in Hörsaal 21 (Campus Grifflenberg, Gaußstr. 20, Gebäude O, Ebene 07, Raum 26) statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Veranstalterin ist die Zentrale Studienberatung der Bergischen Universität in Kooperation mit den Fakultäten und dem Career Service der Wuppertaler Hochschule sowie der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal, der Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Solingen-Remscheid und der Handwerkskammer.

„Faszination Schach“ mit Großmeistern

Pressemitteilung des Allee-Centers

Bundesweit kamen bereits mehr als18.400 Kinder kamen, um die „Faszination Schach“ von Großmeister Sebastian Siebrecht mitzuerleben. In Remscheid hat Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz die Schirmherrschaft übernommen und  wird am Montag, 29. Mai, um 10 Uhr zusammen mit Centermanagerin Andrea Schwenke sowie der vierten Schulklasse der Grundschule Reinshagen mit Konrektorin Jasmin Steinhaus den Eröffnungszug ausführen. Im Mittelpunkt des Events stehen Kinder und Jugendliche: Mehr als 15 Kindergruppen und Schulklassen aus Remscheid und Umgebung werden einen bunten Parcours im Erlebnisschach durchlaufen. Von 10 bis 15 Uhr wird das Einkaufszentrum in einen lebendigen Schachunterricht verwandelt. Nach der Einführung in das königliche Spiel ist Showtime angesagt, etwa beim Simultanschach mit der fünfmaligen deutschen Jugendmeisterin, Vizeeuropameisterin und Olympiateilnehmerin Anna Endreß, der internationalen Meisterin und ägyptischen Nationalspielerin Amina Sherif, sowie dem Deutschen Schachlehrer des Jahres und internationalen Großmeister Sebastian Siebrecht. Show-Wettkämpfen wie „Schlag den Großmeister“ sorgen im Handicap-, und Konditionsblitz für Spaß und Bewegung. Das mehrfach ausgezeichnete Lehrprogramm „Fritz & Fertig“ ist ebenfalls mit von der Partie. Zudem gibt es auch in den Blitzturnieren, dem Universitäts-Cup und den Qualifikationsturnieren zum Center-Cup Finale zahlreiche Gewinne. Das Finale wird mit dem Kinder- und Jugend-Cup, einem großen Simultan- sowie dem  Allee-Center-Cup am Samstag, 3. Juni, ausgespielt.

Jutta Velte führt Förderverein für Umweltbildung

Der Förderverein für Umweltbildung Remscheid e.V., Träger der Natur-Schule Grund, hat auf seiner Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand gewählt. Der langjährige Vereinsvorsitzende, Amtsgerichtsdirektor a.D. Rolf Söhnchen, trat bei der Mitgliederversammlung altersbedingt nicht mehr zur Wiederwahl an. Auch die stellvertretende Vorsitzende, Susanne Fiedler, verzichtete auf eine erneute Kandidatur. Als 1. Vorsitzende wurde Jutta Velte gewählt, Michael Wellershaus  als 2. Vorsitzender und Markus Wolff als Schatzmeister. Wiedergewählt wurden die bisherigen Beisitzerinnen Ursula Frieg-Bornkamm und Heidi Hahn.

Jutta Velte dankte ihrem Vorgänger Rolf Söhnchen für „gefühlte hundert Jahre“ Vorstandsarbeit, in der wichtige Weichenstellungen für eine gesicherte Zukunft der vom Verein getragenen Natur-Schule Grund, der Umweltbildungsstation für Remscheid, erfolgt seien. Sie rief zugleich die Mitglieder des Fördervereins dazu auf, sich mit dem neuen Vorstand über die Zukunft der Natur-Schule Grund auszutauschen und eigene Ideen zur Weiterentwicklung der Einrichtung einzubringen. Der neue Vorstand kündigte an, die in drei Kreativ-Workshops gesammelten Ideen und Konzepte für eine weiter zukunftsweisende Neuaufstellung der Naturschule schrittweise konkretisieren und umsetzen zu wollen.