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Stadtwerke haben neuen Aufsichtsratsvorsitzenden

Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid

In der letzten Aufsichtsratssitzung im September 2017 verabschie­dete sich Hans-Peter Meinecke als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Stadtwerke Remscheid GmbH. Sein Nachfolger wurde Sven Wolf MdL. Als stellvertretender Vorsitzender wurde Karl-Heinz Humpert gewählt. Den Aufsichtsrat der Park Service Remscheid GmbH leitet weiterhin York Edelhoff. Unterstützt wird er vom neuen stellvertretenden Vorsitzenden Klaus Mandt. Auch im Aufsichtsrat der H2O GmbH gab es personelle Veränderungen. Ilona Kunze-Sill beendet ihre Tätigkeit als Aufsichtsratsvorsitzende. Ihre Position übernahm Dr. Stefanie Bluth. Als stellvertretende Vorsitzende wurde Gabriele Kemper-Heibutzki benannt.

„An dieser Stelle möchte ich mich bei Frau Ilona Kunze-Sill und Herrn Hans-Peter Meinecke für die langjährige gute und verantwortungs­volle Zusammenarbeit ganz herzlich bedanken und wünsche ihnen und ihren Familien im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtwerke Remscheid Unternehmensverbundes alles Gute für die Zukunft. Ebenfalls freue ich mich auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den neu gewählten Aufsichtsratsmitgliedern“, so Prof. Dr. Thomas Hoffmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Rem­scheid GmbH, der Park Service Remscheid GmbH und der H2O GmbH.

"Was kommt nach dem Einzelhandel?“

Neue Ideen für die Innenstadt gesucht? In Remscheid haben sich der Fachdienst Stadtentwicklung, Wirtschaft und Liegenschaften und das Innenstadtmanagement mit der „ISG Alleestraße“ zusammengetan, um die Alleestraße vom Markt bis zum ersten Pavillon ein wenig „aufzumischen“. So ist es gelungen, die Schaufensterausstellung „Gute Geschäfte – Was kommt nach dem Einzelhandel?“ der Landesinitiative StadtBauKultur NRW nach Remscheid zu holen. „Uns hat die Kooperation verschiedener Akteure in der Stadt überzeugt, so dass Remscheid mit der Alleestraße der richtige Ort für unsere Ausstellung ist“, sagt Dr. Hanna Hinrichs von der Landesinitiative. Ab heute werden in den Schaufenstern leerstehender Geschäfte an der unteren Alleestraße unterschiedliche Ursachen für Leerstände dargestellt und zugleich, wie wichtig der Einzelhandel für eine lebendige Stadt ist.  Dafür kann der Verein ISG Alleestraße die Schaufenster von acht leer stehenden Ladenlokalen an der Alleestraße 10 bis 42a nutzen. Die Eigentümerinnen und Eigentümer stellen diese bis zum 29. Oktober  zur Verfügung. Dort finden interessierte Passanten einige Beispiele für erfolgreiche Umnutzungen. Die Ideen reichen von zeitlich begrenzten Zwischennutzungen über eine Starthilfe für Gründerinnen und Gründer bis hin zur genossenschaftlich organisierten Einkaufsmöglichkeit.

Diese Projekte funktionieren ganz unterschiedlich: Mal sind es einzelne Privatleute, die ein Projekt realisieren, mal schließen sich Interessensvertreter in einer Stadt zusammen, mal ist es die Stadtverwaltung selbst, die die Initiative ergreift. „Wir hoffen, dass wir hier nicht nur bei den Eigentümerinnen und Eigentümern das Bewusstsein dafür schärfen, dass man dem Leerstand nur gemeinsam begegnen kann“, sagt Joachim Karp von der Wirtschaftsförderung der Stadt Remscheid.

Der Waterbölles fragte Jochen Rohr, was aus den Räumen seines früheren Schuhgeschäftes einmal werden könnte.

Begleitend zur Ausstellung gibt es zahlreiche öffentliche Führungen; sie sind geplant für Freitag, 29. September, 12.15 Uhr; Mittwoch, 4. Oktober, 18 Uhr; Donnerstag, 12. Oktober, 15.30 Uhr; Mittwoch, 18. Oktober, 18 Uhr, Samstag, 28. Oktober, 18 Uhr (Treffpunkt: Markt 13). Vertieft diskutiert werden die Themen bei einer Fachveranstaltung am Donnerstag, 26. Oktober, von 10 bis 14.30 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses. Eine Anmeldung für alle Veranstaltungen ist möglich unter www.gute-geschaefte.nrw oder im Innenstadtbüro Markt 13.

StadtBauKultur NRW e. V., finanziert vom Bauministerium NRW, hat den kleinteiligen, eigentümergeführten Einzelhandel im Focus, der sich besonders aus den kleinen Städten und den weniger attraktiven Lagen vielfach zurückzieht. Das bedeutet nicht nur einen Verlust an Nahversorgungsmöglichkeiten und Arbeitsplätzen, es ist auch ein Verlust an Stadtkultur. Denn was wäre die europäische Stadt ohne den kleinteiligen Einzelhandel, der dem öffentlichen Leben und der Architektur der Stadt seine Prägung verliehen hat? StadtBauKultur NRW hat sich der Frage angenommen, wie diese Architektur wieder belebt werden kann, wenn das mit klassischen Einzelhandelskonzepten nicht mehr gelingt und hat hierzu im vergangenen Jahr die Ausstellung konzipiert, die heute um 19 Uhr in den Räumen des früheren Schuhhauses Rohr von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Tim Rieniets, Geschäftsführer von StadtBauKultur NRW, und Ralf Wieber, Geschäftsführer der ISG Alleestraße e. V., eröffnet wird.

Im Video oben Tim Rieniets, Joachim Karp (Wirtschaftsförderung und Liegenschaften der Stadt) und Heinrich Ammelt (Abteilung Stadtentwicklung und Rahmenplanung).

Stellungnahme der Stadt zu Kindesmisshandlung

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Stadt Remscheid wurde am 9. September über eine tragische Kindesmisshandlung in Remscheid informiert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Remscheid sind sehr betroffen, dass es nach der abgeschlossenen Unterstützung seitens der Jugendhilfe zu diesem Vorfall gekommen ist. Im vorliegenden Fall wurde das Familiensystem der alleinerziehenden Kindesmutter in der Vergangenheit über einen Zeitraum mit jugendhilferechtlichen Maßnahmen unterstützt. Die Hilfe wurde Ende vergangenen Jahres im Einvernehmen zwischen der Stadt Remscheid, dem betreuenden Jugendhilfeträger und der Sorgeberechtigten mit einer guten Prognose beendet. Darüber hinaus können aus Gründen des Sozialdatenschutzes nach SGB VIII zu diesem Einzelfall keine weiteren Aussagen durch die Stadt Remscheid getätigt werden. Hierfür bitten wir um Verständnis.

Hintergrund:

Seit dem 9. September liegt ein vierjähriger Junge im Krankenhaus Solingen im Koma. Die Staatsanwaltschaft Wuppertal wirft dem 24 Jahre alten Freund der Mutter vor, „mit hoher Gewaltintensität auf den Jungen eingewirkt zu haben". Eine ärztliche Untersuchung habe auch frühere „auffällige Verletzungen" des Kindes ergeben. Der Verdächtige  findet sich wegen gefährlicher Körperverletzung in Untersuchungshaft.  Der Polizei war er wegen einer früheren Körperverletzung bereits bekannt.

Nachdem sie aus der Wohnung auf dem Honsberg lautes Schreien gehört hatten, hatten Nachbarn die Polizei verständigt. Lebensgefährlich verletzt wurde das Kind ins Krankenhaus gebracht. Das Mann soll es geschlagen haben, als er feststellte, dass es ins Bett gemacht hatte. Die 21 Jahre alte Mutter befand sich zu diesem Zeitpunkt nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht in der Wohnung.

Es wird jedoch im Folgenden die grundsätzliche Vorgehensweise beschrieben: Bei Bekanntwerden einer Misshandlung durch die Meldung der Polizei, wie sie sich im vorliegenden Fall darstellt, sind grundsätzlich folgende Handlungsschritte vorgesehen:

  1. Zur Klärung des genauen Sachverhaltes Kontaktaufnahme zum Krankenhaus
  2. Kontaktaufnahme zu der ermittelnden Polizei zur Erfassung der gesamten Umstände.
  3. Sicherstellung des Kindeswohls, ggf. durch Einleitung von Schutzmaßnahmen in Form einer Inobhutnahme.
  4. Soweit in dem Einzelfall sinnvoll und angezeigt Kontaktaufnahme zu den Sorgeberechtigten.
  5. Regelmäßiger Austausch mit der ermittelnden Polizeidienststelle.
  6. Bei Entlassung ggfs. anderweitige jugendhilferechtliche Unterbringung. (Aufgrund zahlreicher Medienanfragen nimmt die Stadt Remscheid zu dem aktuell berichteten Fall Stellung)

Große Familien und bedürfnislose Arbeiter

Das Haus Böker an der Schüttendelle, das schon im ersten Jahrzehnt des vorigen Jahrhunderts von der Straße in den Park versetzt wurde.Remscheids große Kaufmannsfamilien haben viel zu den architektonischen Akzenten beigetra­gen, die in der Stadt — und auch schon vor der Stadtbildung 1808 im Gebiet der späteren Kommune — gesetzt worden wa­ren. Sie prägten auch das Leben entscheidend mit: durch ihren Erfindergeist und ihr weltweit wirkendes Unternehmertum, das Arbeitsplätze schuf, durch ihren Einsatz für Gemein­schaftseinrichtungen, die das Alltagsleben erleichterten. Wer waren sie: die Arnz' und die Bökers, die Diederichs' und Halbachs, und die Hasenclevers? Nun, ihre Familienge­schichte kann hier nicht ausgebreitet werden. Aber ein paar Andeutungen mögen helfen, diese Frage zu beantworten.

Das Haus der Familie Arnz an der Elberfelder Straße um die Wende  vom 19. zum 20. Jahrhundert.Die Arnz' vom Büchel sind 1620 unter den Remscheider Stahlhändlern zu finden die den damals auf dem Gebiet des Exportes schon recht regen Lüttringhausern Konkurrenz machten, und auch die Hasenclevers rühren sich um diese Zeit, da der Dreißigjährige Krieg gerade begonnen hatte, als Exporteure sehr beträchtlich. Die Lüttringhauser und Rem­scheider Eisen- und Stahlhändler führten Direktlieferungen nach Holland durch, und ihre Handelsgüter waren Stäbe (Stabwaren), Sicheln, Eisen und Stahl. Die Diederichs' und die Halbachs zählen zu den Familien, die um 1700 in der Liste jener Messermacher auftauchen, die in Lüttringhausen zu den privilegierten Trägern dieses Handwerks zählten. In der Zeit der wirtschaftlichen Hochblüte des Remscheider Raumes im ausgehenden 18. Jahrhundert sind die Diederichs' Inhaber eines Handelshauses, das auf allen Weltmeeren Schiffe un­terhält, Remscheid den Namen der »Seestadt auf dem Berge« einbringt. Und so verwundert es denn weiter nicht, dass Jo­hann Gottlieb Diederichs, Teilhaber des Handelshauses J. P. Diederichs & Söhne, 1808 zum ersten Maire von Remscheid ernannt wird. Damit war der Wohlstand der Familie aber keineswegs gesichert. Die Franzosenzeit hatte die Blüte der Remscheider Wirtschaft erfrieren lassen. Maire Diederichs machte sich zwar mit einem umfangreichen »Memoire« zum Sprecher der gesamten Wirtschaft von Remscheid, Lennep und Lüttringhausen, aber sein Versuch, dem heimischen Gewerbe und dem Handel aufzuhelfen, scheiterte an den starren Autarkiegrundsätzen der französi­schen Wirtschaftspolitik. Schmuggel und Schwarzhandel blühten. Jedes Mittel war recht, sich gegen die lähmende Un­terdrückung des heimischen Gewerbelebens zu wehren. Ausgerechnet das Handelshaus J. P. Diederichs und Söhne gehörte zu den am schwersten getroffenen Firmen. Es erlitt durch die Kaperung eigener und gecharterter Schiffe so schwere Verluste, dass es sich nicht mehr davon zu erholen vermochte.

Das alte Geschäftshaus der Firma Diederichs an der Schüt¬tendelleHasenclevers, so darf man vermuten, sind seit dem 16. Jahr­hundert im Remscheider Raum, doch jenes Haus im Hasenclev ist nicht zum Stammhaus einer gro­ßen Familie geworden, die Remscheid eine Reihe hervorra­gender Persönlichkeiten schenkte, sondern das letzte erhal­tene Längsdielenhaus in Ehringhausen.  Die Hasenclevers waren schon in der Blütezeit des 18. Jahrhunderts unter den Familien zu finden, die als kapitalkräftige Kaufleute selbst leistungsfähige Betriebe aufbauen konnten. Hasenclevers machten sich im 18. Jahrhundert auch schon als Ärzte um die Remscheider verdient. Familienmitglieder wa­ren Hammerbesitzer und Kaufleute. Dass im Hause späterer Hasenclevers der Geheime Rat Goethe zu Besuch war, dass aus dieser Familie ein namhafter Maler, Johann Peter Hasen­clever, ein Schadow-Schüler, hervorging, dass die Stiftung des Krankenhausgeländes auch dieser Familie zu verdanken war, sei hier nur am Rande erwähnt.

Die großen Remscheider Familien kamen, mochten ihre hervorragenden Vertreter auch noch so tüchtig sein, nicht aus ohne die hervorragende Arbeitskraft, den Fleiß, die Beharr­lichkeit und die Bedürfnislosigkeit der bergischen Arbeiter, die bis zum Aufkommen der Maschinen auch in den meisten Fällen ihre eigenen Unternehmer waren, und die darum er­bittert reagierten, als ihnen die Selbständigkeit verlorenzu­gehen drohte. Zwar waren es 1848, als die Revolution in Deutschland Gehversuche machte, in erster Linie drückende Teuerungsverhältnisse, hohe Brotpreise und Arbeitslosig­keit, die sich in Remscheid durch Unruhen Luft machten. Aber auch der Sturm auf die verhasste Burgtalfabrik bei Burg zwischen Remscheid und Solingen, die gegossene Scheren und Scheuerwaren herstellte und von aufgebrachten Solinger Volksmassen am 17. März 1848 restlos zerstört wurde, machte den zuschauenden Remscheidern klar, woher ihnen der Verlust der geliebten Selbständigkeit und Freiheit drohte: von der Maschine. Das gute Verhältnis zwischen Dienstherr und Dienstnehmer ließ lange Zeit keinen Herr-Knecht-Ab­stand aufkommen, aber der drohende Verlust der gewerblichen Freiheit hatte eine um so radikalere Zuwendung zum Marxismus zur Folge. Verlorene Werkstatt, verlorenes väter­liches Erbe, verlorene wirtschaftliche Tradition, das alles rief die Protestgebärde mit Macht hervor. Remscheid wurde »rot«. Doch ehe wir uns in die schwierige Thematik der Arbeits­kämpfe und ihre unterschiedlichen Ursachen vertiefen, wer­fen wir einen Blick zurück auf die Anfänge der Remscheider Industrie. (wird fortgesetzt)  (aus: „Remscheid so wie es war“, von Dr. Gerd Courts, erschienen 1974 im Droste Verlag.)

Warum Lenneper Ladenbesitzer dicht machten

Eine Notiz in der Lokalpresse („Weitere Ladenlokale in der Lenneper Altstadt werden schließen“) veranlasste die Fraktion der Linken am 21. Juni dazu, vier Fragen an die Stadt Remscheid zu richten. Es bestehe dringender Handlungsbedarf, der „nicht von einer weiteren einseitigen Entwicklung des DOC Projektes abhängig gemacht“ werden dürfe. Die Antworten liegen nunmehr zur heutigen Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr vor.  

Frage: Welche Maßnahmen aus der Zukunftswerkstatt werden, außer der Platzgestaltung Übergang geplantes DOC/Altstadt  und dem Infoleitsystem, noch umgesetzt? Welche weiteren Konzepte oder Maßnahmen sind darüber hinaus geplant oder werden bereits verfolgt?

Antwort: „Für den Stadtraum Lennep - Umgebung Altstadt, DOC, Umfeld Kölner Straße und Bahnhof Lennep - wird die Erstellung eines integrierten Stadtentwicklungskonzepts weiterverfolgt, sobald die Errichtung des Designer-Outlet-Centers sichergestellt ist. Die Abgrenzung eines Projektgebietes ist noch nicht vorhanden.“ (Zitat aus einer Drucksache für die Bezirksvertretung Lennep vom 26. April 2017). „Dabei wurde darauf hingewiesen, dass vor einem Baubeginn des DOC aktuell Rechts- und Klagefristen abgewartet werden sollten. Da das geplante DOC für die Entwicklung Lenneps eine entscheidende Rahmenbedingung darstellt, sollten diese Fristen auch bei der Aufstellung eines integrierten Entwicklungskonzeptes für Lennep beachtet werden. Mit Ausnahme der bekannten, mittelbar und unmittelbar der Vorbereitung der Bauphase des DOC dienenden Konzepte und Maßnahmen werden – auch im Sinne eines an Prioritäten orientierten Verwaltungshandelns – seitens der räumlichen Entwicklungsplanung derzeit keine weiteren Konzepte und Maßnahmen verfolgt.“

Frage: Programme zur Städtebauförderung setzen integrierte Handlungskonzepte voraus. Ist ein solches Handlungskonzept für Lennep vorhanden und sind bereits entsprechende Fördermöglichkeiten ausgelotet worden?

Antwort: „Nach den Förderrichtlinien Stadterneuerung des Landes gelten u.a. folgende Zuwendungsvoraussetzungen: „Die Maßnahme ist konzeptionell und planerisch ausreichend vorzubereiten. Dazu sind vor allem die Sanierungs- und Entwicklungsziele zu bestimmen, die städtebaulichen Missstände, deren Beseitigung im öffentlichen Interesse liegt, zu erheben, die Mitwirkungsbereitschaft der Betroffenen festzustellen, eine Abstimmung mit den Trägern der öffentlichen Belange – soweit erforderlich – durchzuführen und die voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben abzuschätzen (qualifizierte Vorbereitung, vorbereitende Untersuchungen)“
U.a. mit dem Abschlussbericht „Integration des Designer-Outlet-Centers Remscheid-Lennep“ (Juni 2016), dem „Integrierten Handlungskonzept Lennep Altstadt“ und dem „Städtebaulichen Entwicklungskonzept Bahnhof Lennep einschließlich östliches Umfeld und Kölner Straße“ (beide Juni 2009, vgl. Drucksache 0.12/79, Ratssitzung am 25. Juni 2017) liegen Konzepte für die Entwicklung Lenneps vor, die allerdings insbesondere einerseits hinsichtlich ihrer Vollständigkeit und andererseits ihrer Aktualität nicht (mehr) den Anforderungen der Zuwendungsvoraussetzungen genügen. Eine lediglich auf die Zusammenfügung der Konzepte reduzierte Bearbeitung dürfte daher unzureichend sein.
Erst nach der Erstellung eines neuen Konzeptentwurfs, bzw. zumindest einer Ausarbeitung der Grundzüge kann auf dessen Grundlage die Förderfähigkeit von Maßnahmen eruiert werden. Vor der und parallel zur künftigen Konzeptaufstellung ist die Bereitstellung der für die Bearbeitung- und Umsetzung notwendigen finanziellen und personellen Ressourcen unerlässlich.“

Frage: Die Leerstandsproblematik in Lennep ist nicht neu. Welche Probleme und Ursachen wurden seitens des Stadtmarketing/Leerstandsmanagement analysiert und welche weiteren Schritte werden unternommen um diese  Negativ-Entwicklung zu stoppen?  Wie wird die aktuelle und tendenzielle Entwicklung beurteilt?

Antwort: „Gründe für Schließung der in der Anfrage genannten Geschäfte (Café, Blumen, Optik) sind gänzlich nicht wirtschaftlicher, sondern rein persönlicher Natur. Ebenfalls die Schließung z.B. der Filiale der Deutschen Bank ist auf eine Konzernstrategie zurückzuführen, und nicht der fehlenden Attraktivität des Stadtteils geschuldet. Grundsätzlich ist ein steigendes Interesse an der Lenneper Altstadt und deren Umfeld wahrzunehmen, sicher auch bedingt durch die bevorstehende Umsetzung des DOC-Projekts. Als positive Beispiele ist die Investition um die Immobilie Grah und Euler sowie ex Hertie zu nennen. Pauschal von einer Negativ-Entwicklung zu sprechen, trifft den Sachverhalt nicht richtig, auch wenn es unbestritten ist, dass eine Verstetigung der Attraktivität der Lenneper Altstadt das Ziel sein muss.
Die Wirtschaftsförderung hat einen Überblick über verfügbare Ladenlokale und stellt bei Anfragen, welche für eine Nutzung in Lennep in Frage kommen, potentielle Standorte vor. Bei Interesse wird der Kontakt zwischen Anbieter und Nachfrager hergestellt. Sollten Anbieter und Nachfrager grundsätzlich eine Einigung finden, so betreut die Wirtschaftsförderung den weiteren Prozess der Klärung der Notwendigkeit und ggf. Umsetzung einer Nutzungsänderung (Genehmigungsmanagement innerhalb der Stadtverwaltung). Allgemein steht die Wirtschaftsförderung jedem Gewerbetreibenden im Rahmen der Bestandpflege und Ansiedlung bei Herausforderungen jeglicher Art als Ansprechpartner zur Verfügung. Zudem wird auch auf der Expo Real in München und der neuen „Polis“-Immobilienmesse in Düsseldorf aktiv auf Dienstleister und Einzelhändler zugegangen, um einen interessanten Branchenmix in die Stadt und deren Ortsteile zu bekommen.“

Diagnose befördert die Sprachförderung

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Das Kommunale Integrationszentrum lädt Lehrerinnen und Lehrer für Dienstag, 26. September, von 13.30 bis 16 Uhr  in die Volkshochschule, Elberfelder Straße 32, Raum  227, zu einem fachlich moderierten : Austauschforum „Deutsch als Zweitsprache“ (DaZ) ein. Thema: „Diagnostik als Grundlage für erfolgreiche Sprachförderung“ Referentin ist Beatrix Heilmann. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Es sind noch Plätze frei.
Die Veranstaltung richtet sich an alle Schulformen richtet - Grundschule, Sekundarstufe I und Berufskollegs und befasst sich mit der Profilanalyse als einem einfachen und praxiserprobten Verfahren, mit Pädagogen nicht nur den Sprachstand Ihrer Schülerinnen und Schüler ermitteln, sondern auch die Vorbereitung Ihres Unterrichts sprachlich daran ausrichten können. Anmeldungen werden erbeten im Kommunalen Integrationszentrum, Claudia Göncüoglu, E-Mail:
Claudia.Goencueoglu@remscheid.de">Claudia.Goencueoglu@remscheid.de, Tel. RS 162960, Fax 1612960.

Penetranter Geruch beschäftigte einst die Justiz

Im alten Remscheid wurde so auch das Kapitel Wasserver­sorgung und -entsorgung zu einer schwierigen Aufgabe. Schon der Bau der zu Beginn dieses Buches gewürdigten Eschbachtalsperre stellte eine besondere Leistung auf diesem Gebiete dar. Doch sie erwies sich, wenige Jahre später, als nicht ausreichend, da der Wasserbedarf der Bevölkerung und der Industrie schneller wuchs als vorausberechnet. So musste man schon 1909 die Neyetalsperre bei Wipperfürth, von Remscheid gebaut, in Betrieb nehmen. Sie übertraf im Fas­sungsvermögen die Eschbachtalsperre um das Sechsfache.

Doch mit dem Talsperrenbau war es nicht getan. Das Wasser musste ja auch den Berg hinauf und dort oben dann richtig verteilt werden. Eine Pumpstation, kurz nach der Jahrhun­dertwende vergrößert, besorgte das eine der Geschäfte, Wassertürme vollführten das andere. Der erste entstand 1883 in der Nähe des alten Schützenplatzes an der Hochstraße. Weitere Wassertürme wurden an der Büchelstraße, am Neu­enhof und auf Reinshagen errichtet, aber nicht nur der Um­gang mit dem Wasser selbst, die Beschaffung der notwendi­gen Mengen interessierte die Remscheider, sondern auch die Qualität. Aus einem zeitgenössischen Bericht: »Die Füllung des Stausees (gemeint ist die Eschbachtalsperre) vollzog sich im Jahre 1891 in 48 Tagen. In späteren Jahren ist der Stausee Gegenstand eingehender biologischer Studien gewesen, die Berliner Gelehrte hier angestellt haben, und es hat sich durch Forschung und Betrieb die wichtige Tatsache ergeben, dass das Wasser, von richtig geleiteten Talsperren, trotzdem es Oberflächenwasser ist, dem Grundwasser in Reinheit und Güte in keiner Weise nachsteht.«

Die Wasserversorgung war nun also geregelt, machte einstweilen keine Sorge mehr. Aber was geschah mit den Abwässern? Zur Kana­lisation, entstanden im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts, kam im Lobachtal eine Kläranlage. Dem mechanischen Klärverfahren wurde ein großer Teil des schönen Tales geopfert. Hinter Zäunen entstanden Rieselfelder. Später sollten die Bürger nicht viel von dieser überall unerwünschten An­lage sehen. So dachten die Erbauer und suchten sie durch entsprechende Bepflanzung rundum vor Blicken abzu­schirmen. Das Auge so manches Vorübergehenden fiel aber doch auf die rotbraunen Schlackenhaufen, über die das Was­ser gespült wurde. Und vor allem ein Phänomen ließ sich nicht aus der Welt schaffen: der penetrante Geruch. (aus: „Remscheid so wie es war“, von Dr. Gerd Courts, erschienen 1974 im Droste Verlag.)

Hundeschwimmen im Freibad ab 22. September

Wenn die Badesaison im Freibad Eschbachtal für alle menschlichen Schwimmer endet, wird das Bad wieder für die vierbeinigen Gäste „umgerüstet“: Am 22. September beginnt das 6. Freibad-Eschbachtaler Hundeschwimmen. Es dauert bis 24. September (jeweils 14 bis 18 Uhr). Weitere Wochenenden sind geplant, die Termine werden jeweils zu Wochenbeginn bekannt gegeben. Der Eintrittspreis liegt bei drei Euro pro Hund. Mitgebrachte Herrchen und Frauchen sind frei. Eine gültige Impfung des Hundes gegen Tollwut muss per Impfausweis nachgewiesen werden. Für Frauchen und Herrchen ist das Schwimmen aus hygienischen und organisatorischen Gründen nicht erlaubt. Ein herzlicher Dank der Stadt Remscheid geht an den Förderverein des Freibades, der am Samstag und Sonntag „Leckerchen“ für die Zweibeiner bereithält. Der Parkplatz an der Mebusmühle ist ausgeschildert.

Erstes Remscheider Mathematik-Wochenende

Pressemitteilung des Landesverbandes Mathematikwettbewerbe NRW e.V.

In der Zeit vom 22. bis 24. September 2017 wird im Schullandheim Overath Klefhaus das 1. Remscheider Mathematik-Wochenende stattfinden, an dem 39 Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10 teilnehmen werden. Dabei können sich die Kinder und Jugendlichen unter Anleitung von zehn ehrenamtlichen Dozenten/innen drei Tage mit spannenden mathematischen Fragestellungen auseinandersetzen und Freizeit miteinander erleben.

Eingeladen wurden die Remscheider Preisträger der 56. Regionalrunde der Mathematik-Olympiade, die am 10.November 2016 in der Mensa des Leibniz-Gymnasiums ausgetragen wurde. Die meisten Teilnehmer des Remscheider Mathematik-Wochenendes kommen von Remscheider Gymnasien, einige aus Solingen. Ziel dieses Wochenendes ist die Förderung von mathematisch besonders begabten Schülerinnen und Schülern. Diese sollen ihr ausgeprägtes Interesse an der Mathematik anerkannt sehen, Schüler/innen gleicher Interessenlagen kennenlernen und die Möglichkeit erhalten, tiefer in die Mathematik einzudringen.

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Das Tagpfauenauge, ein farbenfroher Gartengast

Der Schmetterling des Jahres 2009, das Tagpfauenauge, besucht unseren Garten auf Ehringhausen zurzeit ungewöhnlich zahlreich. Auf dem Schneefelberich, der in vielleicht zwanzig Blütenrispen wächst, zähle ich bisweilen ein Dutzend Exemplare. Es ist die zweite Generation, die jetzt ausfliegt. Gerne nehmen sie Platz auf dem warmen Gartentisch, um ihre "Betriebstemperatur zu erhöhen. Im Allgemeinen kämpfen sie um ihr Umfeld und lassen keinen ihrer Artgenossen nahe kommen. Aber der sonnenbeschienene Schneefelberich mit seinem süßen Nektarangebot verbündet.