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Heute Abend Experiment "Stammtisch"

Unsere letzte Veranstaltung in diesem Jahr soll eine politische sein! Für heute laden wir alle jungen Menschen herzlich zu der Veranstaltung „Politisch? Korrekt! – Experiment Stammtisch“ in die Kraftstation ein. Zu Gast haben wir an diesem Abend den Musiker Horst Wegener und den Filmemacher Lukas Georgiou. Das Thema des Abends: HEIMAT. Die Initiatorin dieses Experiments und die Moderatorin des Abends ist Anne Marie Fassbänder. Anne Marie ist vielen in Remscheid durch den Jugendrat bekannt. Hier war sie von 2012 bis 2016 auch als Vorsitzende aktiv. Mittlerweile studiert sie Soziologie in Wuppertal möchte aber weiterhin mit jungen Menschen über politische Themen ins Gespräch kommen.

Wir starten das Experiment:um 18 Uhr mit Musik von Horst Wegner und seiner Band. Beatlastiger Hip Hop trifft auf eine Vorliebe zur akustischen Livemusik – passt das zusammen? Für den Wuppertaler stellt sich diese Frage nicht, er zählt zu einer neuen Generation von Künstlern, die lieber Brücken, als Mauern bauen. Denn die Musik ist für alle Menschen gemacht, ob zum Tanzen, oder zum Reflektieren. Im Anschluss zeigen wir: „Heimat ist, wo… - Eine Filmreihe zum Thema Heimat und Nationalgefühl“ vom Medienprojekt Wuppertal. Im Zentrum der Filme stehen die Fragen: Was heißt Heimat, Deutsch-Sein, MigrantIn-Sein und Nationalgefühl für junge Menschen in Deutschland heute? Was verbirgt sich hinter den Begriffen Nation und Vaterland und worauf beruht ein positives oder negatives Nationalbewusstsein?

Abschließend freuen wir uns auf ein Gespräch mit dem beteiligten Filmemacher Lukas Georgiou. Der 27  Jahre junge Filmemacher aus Wuppertal ist Filmstudent an der FH Dortmund. Sein Schwerpunkt sind Dokumentarfilme und er steht nach dem Film als Ansprechpartner zur Verfügung. Der Eintritt ist frei!

 

KinderKino am 10. Dezember in der Kraftstation

Alle Kinder und Eltern sind am Sonntag, 10. Dezember, herzlich zum KinderKino in die Kraftsation eingeladen. Bevor wir in die Weihnachtsferien starten, zeigen wir auf der großen Leinwand noch einen Überraschungsfilm für euch. Unser Tipp: Zieht euch warm an denn: Diesmal laden wir euch auf ein eisiges Abenteuer ein. Auf der Suche nach ihren Eltern geraten drei Geschwister an den Nordpol und müssen dort, ganz alleine, um ihr Überleben kämpfen.
Das Kino beginnt um 14 Uhr. Damit das richtige Kinogefühl aufkommen kann darft natürlich auch das Popcorn nicht fehlen. Popcorn,  Knabbersachen und Getränke könnt ihr für kleines Geld bei uns kaufen. Nach dem Film haben alle Kinder die Möglichkeit an einem Bastel- und Spielangebot teilzunehmen. Die Kraftstation ist bis 17 Uhr geöffnet.  Viel Spaß beim Filme raten und bis bald in unserem KinderKino. Im Januar geht es weiter!

 

Ermittler rätseln nach Unfall im Remscheider Hauptbahnhof

Ein schlimmer Unfall im Remscheider Hauptbahnhof beschäftigt die Ermittler der Bundespolizei. Am vorigen Freitagmittag wollte ein 23 Jahre alter Mann aus Kamen in die RB 47, den „Müngstener“, auf Gleis 1 in Richtung Wuppertal einsteigen. Noch ist nicht genau klar, wie das dann folgende Unglück passierte.  Irgendwie geriet der junge Fahrgast zwischen die Kante des Bahnsteigs und den anfahrenden Zug. Dabei wurde ihm nach Angaben der Bundespolizei der rechte Arm fast bis zur Schulter abgetrennt. Das Unfallopfer wurde von Rettern sofort in eine Spezialklinik gebracht und ist inzwischen außer Lebensgefahr.

Der Versuch der Ärzte, den Arm wieder anzunähen, sei gescheitert, so ein Sprecher der Polizei. Den Unfall zu rekonstruieren ist auch deshalb schwierig, weil es offenbar widersprüchliche Zeugenaussagen gibt. Wollte der Mann noch kurz vor der Abfahrt den Zug wieder verlassen, wie es einige derjenigen schildern, die das Unglück auf dem Bahnsteig gesehen haben? Ist der Zugführer gar mit offenen Türen los gefahren? Gab es einen technischen Defekt an den Türen? All dies müssen die Ermittler nun klären. Dazu werten sie in den nächsten Tagen die Aussagen aus. Anders als zum Beispiel in S-Bahnen gibt es in der Regionalbahn keine Video-Kameras, die das Geschehen hätten aufzeichnen können. Auch der Bahnsteig selbst wird nicht mit Hilfe von Kameras überwacht. Den Zug hat die Bundespolizei für die weiteren Untersuchungen beschlagnahmt.

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Remscheider hilft Leben retten - mit Knochenmark

Leben retten kann so einfach sein, zum Beispiel mit einer Spende - einer Knochenmarkspende. Gesundes Knochenmark ist für viele Leukämie-Patienten der einzige Rettungsanker. Der Remscheider Dennis Lichtenthäler hatte schon vor fünf Jahren bei der Deutschen Knochenmark-Spenderdatei in Köln seine DNA speichern lassen.

„Man füllt ein Formular auf der Internet-Seite aus, bekommt alles zugeschickt, was man braucht, macht sich dann einen kleinen Wangenabstrich mit so einem Wattestäbchen, und dann ist das erledigt. Also es war bei mir nicht die Überlegung, warum sollte ich das machen, sondern warum sollte ich es nicht machen?“, schildert Lichtenthäler seine Motivation. Vor wenigen Monaten dann der Anruf aus Köln: Es gab eine Übereinstimmung mit einer Patientin.


Über die weltweit vernetzte Datei war eine Leukämie-Kranke in den USA ausfindig gemacht worden, auf die die genetischen Merkmale des 28 Jahre alten Remscheiders haargenau passten. Der junge Mann, der als Systemadministrator bei der Evangelischen Stiftung Tannenhof arbeitet, erhielt daraufhin ein Präparat, das die Produktion seines eigenen Knochenmarks anregt. Kurze Zeit später wurde, wie bei einer Dialyse, das Mark aus seinem Blut gefiltert und konnte dann der 54 Jahre alten amerikanischen Patientin transplantiert werden. Er wundert sich, dass es immer noch viel weniger Spender für Knochenmark gibt als zum Beispiel für Blut. Grund seien wohl Ängste und Vorurteile. „Die Leute denken, dass ihnen die Ärzte mit riesigen Spritzen zu Leibe rücken und ihnen ins Rückenmark stechen. Dass das schmerzhaft ist oder dass sie querschnittsgelähmt sind, wenn was schief läuft. Das ist überhaupt nicht der Fall.“ Er selbst habe sich nur einige Tage lang matt gefühlt, weil das Medikament, das die Produktion des Knochenmarks stimuliert, wie eine leichte Infektion wirke.


Mit Vorurteilen hat die Spenderdatei in Köln immer wieder zu kämpfen. „Es ist einfach nicht wahr, dass das Knochenmark direkt aus der Wirbelsäule entnommen wird. Ein Märchen. Das wurde noch nie gemacht“, sagt eine Sprecherin der Organisation. In die Datei wurden seit 1991 fast fünf Millionen mögliche Spender aufgenommen. „In 80 Prozent der Fälle geschieht die Entnahme genauso, wie es der junge Mann aus Remscheid beschrieben hat. In den übrigen Fällen wird unter Vollnarkose Knochenmark aus dem Beckenkamm gewonnen. Nur manche Spender berichten von vorübergehendem Druckschmerz nach dem Eingriff.“ Je nach dem Zustand der Leukämie-Patienten liege die Heilungschance nach einer Knochenmark-Spende bei 40 bis 80 Prozent. Ohne Spende ist Leukämie oft ein Todesurteil.


Dennis Lichtenthäler weiß, dass es der Patientin in den USA dank seiner Spende inzwischen wieder besser geht. Als „Lebensretter“ sieht er sich aber nicht. „Für mich war es geringster Aufwand, geringste Beeinflussung meines Lebens. Es ist ein bisschen surreal, dass aus so einer kleinen Geschichte jetzt für jemand anders so etwas lebenswichtiges geworden ist.“ Zu der Frau, deren genetischer Code dem seinen so ähnlich ist wie bei Zwillingen, will er bald Kontakt aufnehmen. Und vielleicht steht ja irgendwann ein Besuch in den USA an.


Stadtkämmerin Bärbel Schütte will in den Ruhestand

Das Kapitel „Bärbel Schütte, Beigeordnete der Stadt Remscheid“ ist wohl bald geschlossen. Die Kämmerin, seit dem 1. April 2009 im Amt, hat die Oberbürgermeisterin Beate Wilding gebeten, in den Ruhestand versetzt zu werden, wegen dauerhafter Dienstunfähigkeit. Nun muss ein Amtsarzt den Gesundheitszustand der 49 Jahre alten Dezernentin beurteilen. Sollte dieser der Bitte zustimmen, muss sich die Stadt auf die Suche nach einer neuen Führungskraft für ein halbes Dutzend Ämter und Fachbereiche machen. Schütte hatte in den vergangenen drei Jahren die Aufsicht unter anderem über die Kämmerei und die Stadtkasse, das Umweltamt, Rechtsamt, Ordnungsamt, Standesamt und die Gebäudewirtschaft, und sie war oberste Dienstherrin der Remscheider Feuerwehr.

Als erster gratulierte CDU-Fraktionsvorsitzender Philipp Veit Bärbel Schütte, der neuen Beigeordneten der Stadt Remscheid, zu ihrer einstimmigen Wahl. Foto: Lothar KaiserSchütte war am 12. Februar 2009 vom Rat gewählt worden (das Foro rechts entstand kurz danach in der Sitzung) , als Nachfolgerin des langjährigen Stadtdirektors Jürgen Müller. Der hatte im Zusammenhang mit den geplatzten Zinswetten der Stadt mit der WestLB das Vertrauern des Rates verloren und seinen Posten räumen müssen. Doch der neuen Dezernentin, die zuvor als Beigeordnete in Celle tätig war, brachte der Posten in Remscheid nur wenig berufliches Glück. Immer wieder fiel sie wegen Krankheit aus, manchmal Wochen, zuletzt mehrere Monate. Ihre Arbeitsbereiche wurden auf die übrigen beiden Dezernate von Burkhard Mast-Weisz (Kämmerei und Kasse) und Christian Henkelmann (Umweltamt, Standesamt, Ordnungsamt) sowie auf das Büro der Oberbürgermeisterin Beate Wilding (Gebäudewirtschaft und Feuerwehr) übertragen. Und wenn ihre offenbar angeschlagene Gesundheit den Dienst zuließ, war es ihr Job, den Ratsfraktionen und der Presse die Pannen im Rathaus zu erklären, die die Öffentlichkeit aufhorchen ließen, zum Beispiel, warum bei der Berechnung des Finanzbedarfs für den „Stärkungspakt Stadtfinanzen“ so schlampig gearbeitet wurde, dass am Ende mehrere Millionen Euro weniger für Remscheid raussprangen als erwartet. Zu der Entscheidung, das Handtuch zu werfen, dürfte auch der Druck aus der Politik in den vergangenen Wochen beigetragen haben. Kürzlich hatten die Grünen im Ältestenrat der Stadt Auskunft über die Fehlzeiten der Kämmerin verlangt (Die sollen bei etwa 50 Prozent, oder 1,5 Jahren Dienstzeit liegen) und die Remscheider Wählergemeinschaft hatte für die erste Sitzung des Hauptausschusses nach der Sommerpause beantragt, Oberbürgermeisterin Beate Wilding möge doch bitte „die personalrechtlichen Möglichkeiten, die der Arbeitsvertrag mit Frau Schütte bietet, darstellen.“


In ersten Stellungnahmen bedauerten indes Sprecher von SPD, CDU und Grünen das voraussichtliche Ende der Dienstzeit Bärbel Schüttes. Hans-Peter Meinecke, Fraktionschef der SPD, wollte noch nicht darüber spekulieren, wie eine Nachfolge geregelt werden kann. Fraglich sei jedoch, ob die Stadt erneut eine Personalagentur in Anspruch nehmen sollte. Bei der Auswahl Schüttes hatte das Personalberatungsunternehmen Kienbaum Executive Consultants GmbH mitgeholfen. Zunächst solle das amtsärztliche Gutachten abgewartet werden. Vor dem nächsten Herbst werde wohl kaum eine Entscheidung fallen. Beatrix Schlieper (Grüne) und Bernd Quinting (CDU) äußerten sich erleichtert darüber, dass nun eine monatelange Hängepartie zu Ende gehe. Die Dezernentin sei offenbar nie wirklich „in Remscheid angekommen“, meinte die Grünen-Fraktionschefin Schlieper. Der CDU-Mann Quinting ist skeptisch, ob bei den derzeitigen Mehrheitsverhältnissen im Rat nochmals ein Nachfolger mit CDU-Parteibuch (wie Bärbel Schütte) in die engere Wahl kommt. Wichtig sei jedoch vor allem die „fachliche Qualifikation“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU.


Dass die schon jetzt mit Arbeit zugedeckten Dezernenten und ihre Chefin Wilding die Dienstbereiche Bärbel Schüttes dauerhaft übernehmen, davon ist jedenfalls nicht auszugehen. Denn der Stadt fehlt nun ein „Volljurist“, wie es Schütte und ihr Vorgänger Jürgen Müller waren. Ein gutes Argument bei der Kommunalaufsicht in Düsseldorf, die befragt werden muss, wenn die Stadt eine vakante Dezernentenstelle neu besetzen will. Ein weiteres Fiasko wie nach der Abwahl des damaligen Baudezernenten Helmut Kennepohl, dessen Stelle die Bezirksregierung kassiert hatte, ist im Fall Bärbel Schüttes also nicht zu erwarten. Schütte selbst wird sich im Ruhestand, so er denn gewährt wird, mit geringeren Bezügen bescheiden müssen als bisher.