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Wochenrückblick vom 16. bis 22. Oktober 2017

Kita am Holscheidsberg fröhlich eingeweiht

Die Entstehung der neuen städtischen Kindertagesstätte am Holscheidsberg hat der Waterbölles in den vergangenen Jahren in Text, Foto und Video begleitet, angefangen mit der Botschaft „An U3-Plätze ist in der Kita Eberhardstraße nicht zu denken“ (26. Juni 2012), über „Kita Eberhardtstraße wegen Schimmelpilzen ab sofort dicht“ (22. Dezember 2014),  „Kita-Neubau will die Stadt einem Investor überlassen“ (7. Januar 2015),  „Volksbank engagiert sich bei Kindertagesstätten“ (3. Dezember 2015), „Die ersten Kita-Container sind am Stadtpark eingetroffen“ (14. April 2015), das bezog sich auf den Ausweichstandort, „Neue Kita soll am 1. August 2017 fertig sein“ (12. August 2016) und  „Kita-Kinder besichtigten die Baustelle“ (22. Dezember 2016). Da war es nur folgerichtig, auch am heutigen Freitag dabei zu sein, als die neue Kita eingeweiht wurde. Seit dem 1. August hat Remscheid einen neuen Kita-Standort: Die ehemalige städtische Kita Am Stadtpark (ehemals Eberhardstraße) ist in den Neubau Am Holscheidsberg 26 gezogen. Viele Eltern und Ehemalige sind neugierig auf die neuen Räumlichkeiten der aktuell wohl modernsten Kita in Remscheid. Eine Gelegenheit zum Blick hinter die Kulissen haben sie bei einem Nachmittag der offenen Tür am Freitag, 20. Oktober, ab 14.30 Uhr, zu dem die Volksbank im Bergischen Land als Vermieterin und die Kita Am Holscheidsberg herzlich einladen. Dazu hatten Andreas Otto und Lutz Uwe Magney als Vorstände der Volksbank im Bergischen Land (Investor und Vermieter) und die Stadt Remscheid eingeladen. Diese war durch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Sozialdezernent Thomas Neuhaus vertreten. Im Video zeigen sich Lutz Uwe Magney, Kita-Leiterin Katharina Wolf und ihre Stellvertreterin Cornelia Bublitz-Hupprecht zu Recht begeistert von der modernen viergruppigen Kita, in die Erzieherinnen und Kinder termingerecht am 1.August eingezogen waren.

Verbraucherberatung in RS, klein, aber wirkungsvoll

Dank und Anerkennung zollten heute Vertreter von Parteien, Institutionen und Verbänden einer Frau: Lydia Schwertner. Sie steht in Remscheid für den Verbraucherschutz. In der Verbraucherzentrale, Alleestraße 32.“Eine one-woman-show“, attestierte ihr beim heutigen Empfang aus Anlass des 25-jährigen Bestehens der „kleinsten Verbraucherberatungsstelle in Nordrhein-Westfalen“ Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Letzteres hatte zuvor Wolfgang Schuldzinski gesagt, der Vorstand der Verbraucherzentrale NRW. Der Gast aus Düsseldorf ging auf den Wandel beim Verbraucherschutz in den vergangenen 25 Jahren ein („vielfältiger und komplexer“), der OB auf dem Umstand, dass die Finanzlage der Stadt es auch in den nächsten Jahren noch nicht erlauben werde, für einen höheren Zuschuss und damit für eine personelle Aufstockung zu sorgen (sorry dafür!“).

 

Bestandschutz für altes ALDI-Gebäude ist begrenzt

Es bleibt dabei: Kein Drogeriemarkt neben ALDI“, berichtete der Waterbölles am 2. Mai. Die Verwaltung hatte den Mitgliedern der Bezirksvertretung (BV) Süd mitgeteilt, dass es anscheinend bei Drogeriemarkt-Betreibern kein Interesse an dem Standort im Südbezirk gebe. Das bekräftigte in der BV-Sitzung am Mittwoch noch einmal Jörg Schubert, Leiter des Fachdienstes Bauen, Vermessung, Kataster und Untere Denkmalbehörde, und deutete zugleich an, dass die Stadtverwaltung einem Interessenten an den früheren, seit zweieinhalb Jahren leer stehenden ALDI-Markt an der Burger Straße (gegenüber dem neuen ALDI-Markt an den einstigen Tennisplätzen) keine Steine in den Weg legen würde. Denn noch habe der alte Markt Bestandsschutz. Darauf habe die Stadt die Immobilienverwaltung von ALDI bereits schriftlich aufmerksam gemacht.  Allerdings liege der Bestandsschutz im Ermessen der Bauaufsicht. Und wenn diese den Eindruck gewinne, an einer Reaktivierung des Gebäudes bestehe kein Interesse, könne diesen aufgehoben werden.

Zwischen Stadt und Immobilienverwaltung ist für November ein Gespräch vereinbart worden, vorrangig allerdings wegen des Anhörungsverfahrens zur Zukunft des „Blauen Monds“, das die Untere Denkmalbehörde angestrengt hat. Auf einen ersten Brief der Behörde habe ALDI mit positivem Grundton geantwortet, sagte Schubert. Die BV-Mitglieder hörten es wohl. Doch Rita Jungesblut-Wagner (SPD) hat inzwischen die Faxen dicke: „Wir werden doch nicht ernst genommen. Das ist ein Katz-und-Maus-Spiel, mit dem ich mich nicht mehr befassen möchte!“ Das habe mit der Abholzung der alten Bäume neben dem Tennisplatz begonnen. und nun setzt sich die Tragödie beim Blauen Mond fort. Widerspruch kam, von Elke Rühl (CDU) und Bezirksbürgermeister Stefan Grote: Der Blaue Mond sei für den Südbezirk als Wahrzeichen unverzichtbar, und deshalb müsse die BV hier auch weiterhin den Finger in die Wunde legen.

"Baby-Lauf" und Ultra-Marathon stark nachgefragt

'Der Röntgenläufer' von Rudolf Schöberlein „Im Bergischen sagt man, dass eine Veranstaltung, die mehr als zweimal stattgefunden hat, eine Traditionsveranstaltung ist. Wenn das stimmen sollte, wie stuft man dann den Röntgenlauf ein?“, beginnt das Grußwort von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz in der 30-seitigen Programmheft zum 17. Röntgenlauf am 29. Oktober und damit, wie schon seit Jahren, am letzte Oktoberwochenende. Doch etwas ist diesmal anders: „Das sportliche Highlight im Bergischen Land schlechthin“ (der OB gestern in einer Pressekonferenz im Rathaus) fällt diesmal in die Herbstferien. Und noch dazu auf ein Wochenende, das sich für einen Kurzurlaub anbietet. Denn der Dienstag, 31. Oktober, ist diesmal ausnahmsweise bundesweit ein Feiertag aus Anlass des Jubiläums der Reformation.

Der ausrichtende Röntgen Sport Clubs e.V. – gestern im Rathaus vertreten durch Sportdezernent Thomas Neuhaus (Vorsitzender), Wolfgang Görtz (Vorstandsmitglied) Katharina Tomaszek (Leiterin des Röntgenlaufbüros)  und Bernd Fiedler (Mitglied) – teilt denn auch die Prognose des Oberbürgermeisters, dass in diesem Jahr bei den Teilnehmern die 4.000-er Marke nicht erreicht wird. Gleichwohl kamen keine Zweifel auf, dass die Erfolgsgeschichte fortgeschrieben werde. Denn allein gestern gingen online weitere 200 Anmeldungen ein; damit waren’s dann für Crossläufe, 5 km und 10 km Läufe, Walking, Halbmarathon, Marathon, Ultra-Staffel , Ultramarathon  insgesamt 2.134. Und selbst noch eine Stunde vor dem Start sind noch Anmeldungen möglich, sofern für die gewählte Strecke noch Startplätze frei sind. Also nicht nur bei der Pasta-Party am Vortag (16 bis 20 Uhr)! Von diesen Möglichkeiten machten in den vergangenen Jahren zunehmend Läufer/innen Gebrauch, insbesondere die „Crossläufer“ (nach einer Wetter-Recherche).

Auch bei den Läufen zwischen 400 Meter und zehn Kilometern und bei den Anmeldungen Remscheider Schulen sehen die Veranstalter „noch viel Luft nach oben“ im Vergleich zu früheren Teilnehmerzahlen. Dagegen ist der Ultra-Marathon stark nachgefragt: „Bislang liegen hierfür 334 Anmeldungen vor, nur zehn weniger, als 2016 an den Start gingen“, freute sich Katharina Tomaszek. Und auch darüber, dass diesmal erstmals auch zwei Läufer aus Finnland anreisen  werden. Des Weiteren auf der internationalen Gästeliste stehen 23 Niederländer, zwölf Franzosen, sechs Schweizer, zwei aus Russland und je ein Teilnehmer aus England, den USA und Polen.

Die Zahl der Läufer/innen beim „Fit dank Baby“-Lauf (samt Baby im Kinderwagen) über fünf Kilometer wird in diesem Jahr bei 75 gedeckelt sein. Heißt: Neun Plätze waren gestern noch frei, und einen davon ließ spontan Thomas Neuhaus für sich reservieren. Für ihn ist der Röntgenlauf ebenso ein persönliches Muss wie für den OB. Der hat seit 2008 keinen ausgelassen und verschob deswegen auch den Kurzurlaub, mit dem er bis zu einem Blick in den Kalender geliebäugelt hatte. Neuhaus: „Dass Sie nicht dabei sein könnten, hätte auch niemand geglaubt!“ Mast-Weisz wird also wieder am Morgen den Startschuss geben und am Nachmittag die Siegerehrungen vornehmen.

Das neue Siegerpodest, eine Arbeit der Arbeit Remsceid gGmbH, groß genug auch für Staffeln.Was neu ist an diesem 17. Röntgenlauf:

  • Den Wäschetransport - die ausgegebenen Kleidersäcke (ca. 2.000 Kleidersäcken zum Halbmarathonziel im Clemenshammer und ca. 500 Kleidersäcken zum Marathonziel im Freibad Eschbachtal) hängen in einem Lkw frei an Gestellen - hat anstelle der in Konkurs gegangenen Spedition Flesche die Spedition Mäuler zugesagt (auch für die kommenden Jahre).
  • Der Sportbund Remscheid und die Arbeit Remscheid übernehmen je einen Vewrpflegungsstand. Von der Arbneit Remscheid stammt übrigens auch das neue Siegerpodest, groß genug auch für Staffeln (Foto)
  • Zum Rahmenprogramm für alle, die selbst nicht mitlaufen, wird die Remscheider Hudora GmbH, Hersteller von Sport-, Spiel- und Freizeitprodukten, erstmals  mit dem Action-Parcours „Hugodrom“ beitragen. Dort können dann verschiedene Spielgeräte ausprobiert werden, zum Beispiel das neue Smashball, Slacklines und kleine Fitnesstrampoline. Das gilt auch für die E-Bikes von bike-tec-sports aus Hückeswagen.
  • Die Erzquellbrauerei aus dem bergischen Wiehl unterstützt den Röntgenlauf mit 2000 Flaschen ihres alkoholfreien Landbiers "Bergischer Sportsfreund". Diese werden im Halbmarathon- und Ultramarathonziel (evtl. auch im Marathonziel) ausgegeben. Die Startnummer gilt hierbei als Gutschein für jeweils eine Flasche.
  • Intensiviert werden die Sicherheitsvorkehrungen, wie Sportamtsleiter gestern Martin Sternkopf berichtete. Die seien mit Polizei und Ordnungsbehörde abgesprochen. So werde es beispielsweise weitere Absperrungen mit Lkw geben.

Großen Wert legt der Röntgen Sport Club e.V. beim Röntgenlauf im Übrigen auf sein Konzept zum Schutz der Umwelt, für das er im Juni  den Klimaschutzpreis 2017 der Klima-Allianz Remscheid e.V. erhalt hat. Dabei sollen eine Vielzahl von Maßnahmen aus den Bereichen Mobilität, Abfallvermeidung und Energie dafür sorgen, dass hinwirken, dass der Röntgenlauf als eine der größten Landschaftslauf-Veranstaltungen Deutschlands klimaneutral wird. Um das zu erreichen, wird auf der vereinseigenen Internetseite für eine Mitfahrbörse für alle Anreisenden geworben. In Kooperation mit den Stadtwerken Remscheid kommen Shuttlebussen von den P+R-Parkplätzen zum Veranstaltungsgelände und zurück zum Einsatz sowie (zur Beförderung der Teilnehmer und Besucher) vom Veranstaltungsgelände zu und von den Start- und Zielbereichen. Und auch die Abfallvermeidung wird groß geschrieben: Für die Streckenmarkierung werden Naturmaterialien (Holzschnitzel) oder wiederverwendbare Schilder und abbaubare Sprühfarbe benutzt. Mehrwegbecher (Faltbecher) sollen Einwegbecher ersetzen bzw. Becher aus Hartpapier anstelle von Plastikbechern. Bei den T-Shirts für 4.000 Läufer/Innen und 500 Helfer/innen (ihnen dankte der OB gestern ganz besonders) wird auf eine Einzelverpackung aus PVC verzichtet. An den Verpflegungsstellen werden keine verpackten Lebensmittel ausgegeben, sondern nur unverpackte Müsliriegel und Marathonschnecken (gebacken durch lokalen Bäcker) sowie Bananen. Und wer Müll in die Natur „entsorgt“, muss mit seiner Disqualifikation rechnen.

SPD fordert Feinschliff für Ebertplatz-Planung

Mit dem städtebaulichen Wettbewerb zum Friedrich-Ebert-Platz will die SPD-Fraktion noch einmal die Fachausschüsse sowie den Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschuss beschäftigen. Ihr Antrag: In die Auftragsgespräche und der Planungsphase für den Wettbewerb seien weitere Anregungen und Ideen von Bürgerinnen, Bürgern und Politik einzubeziehen. Die Prüfungsergebnisse seien den Bürgerinnen und Bürgern wie auch der Politik vorzustellen. Die Information der Bürgerinnen und Bürger und der Politik sowie der Bericht über den Bearbeitungsstand hätten regelmäßig zu erfolgen. Die konkreten Forderungen der SPD:

  • Für die beiden Hauptwegbeziehungen zum Ämterhaus und zum Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium sei eine zusätzliche Überführung/Brücke über die Elberfelder Straße zu prüfen.
  • Die Fußgängerführung zur Engelspassage und über die Wilhelm-Schuy-Straße zur Alleestraße sei deutlich, klar erkennbar und attraktiv zu gestalten. Dies gelte auch für die Wegebeziehung zum Bökerspark.
  • Die Wartehäuschen auf dem Busbahnhof seien in der notwendigen Größe und Anzahl für Fahrgäste mit entsprechendem Windschutz und von der Ausführung leicht transparent zu gestalten.
  • Die Wegführung über den Friedrich-Ebert-Platz sei klar und behindertengerecht hervorzuheben und auf den Fußgängerüberweg und zur Alleestraße zu beziehen. Auch solle eine Notrufsäule installiert werden.
  • Die räumliche Fassung des Platzes sei für die Nutzer deutlich erkennbar auszuführen; z. B. auch unterhalb des als „Hockeyschläger“ ausgebildeten Überdaches. Zum Einfangen des Sonnenlichts von Süden könnten z. B. Sitzstufen (Treppe) eingeplant werden. Außenplätze vor dem geplanten Gebäude seien verstärkt anzubieten, umso die Aufenthaltsqualität und Atmosphäre zu steigern (Angebote: Café, Fast-Food-Restaurant)
  • Das Material der Platzoberfläche sollte fußgängerfreundlich und eben sein. Die Oberfläche müsse sich gut reinigen lassen (Naturpflaster).
  • Die Bepflanzung des neugestalteten Platzes solle mit bergischen Pflanzen und in Richtung Bökerspark geplant werden.
  • In den öffentlichen Toiletten sei Platz für Behinderte und ein Wickeltisch vorzusehen.
  • Die zu- und Abfahrt zum Parkhaus ist im Wettbewerbsergebnis (1.Platz) über die Wilhelm-Schuy-Straße und zurück an der Commerzbank vorbei in Richtung Markt mit einer 180º Wende zurück zur Elberfelder Straße geplant. Hier seien Alternativen, evtl. ein direkter Durchstich zur Wilhelm-Schuy-Straße und Rückfahrt zum Friedrich-Ebert-Platz zu prüfen. Eine attraktivere Gestaltung der Wilhelm-Schuy-Straße u. a. als verkehrsberuhigte Straße sei aufzuzeigen.
  • Die Kreuzung Elberfelder Straße/Ludwigstraße sei als ampelloser Kreisverkehr mit Beipass für den Bus zu prüfen. Dies würde zu einer guten und notwendigen Wendemöglichkeit auf der Elberfelder Straße und einer Entschleunigung des Verkehrs für den geplanten Fußgängerüberweg führen.
  • Fahrradabstellplätze/E-Bikes  seien deutlich und quantitativ zu positionieren
  • Parkplätze für Behinderte und eine Ladestation/Elektromobilität seien an geeigneten Stellen einzurichten. Gegebenenfalls seien zusätzliche Parkplätze (Tiefgarage) vorzusehen.
  • Die Prüfergebnisse sind den Bürgerinnen und Bürgern wie auch der Politik vorzustellen.

Fertigungstermin Ostern 2018 ist ambitioniert

Schuttberge werden bald abgetragen“, kündigte der Waterbölles am 9. September für das Grundstück Hastener Straße 22-26 an, wo bis zum Abbruch die Fabrikgebäude des in Konkurs gegangenen Gelände Spezialmaschinenherstellers Honsberg & Lamb gestanden hatten. Zu Ostern sollen dort,  so Projektentwickler Jens Jütten von der Fa. Schoofs aus Kevelaer,  ein Discounter („Netto“, bisher am Lindenberg-Platz), ein Fachgeschäft für Tiernahrung und -zubehör („Fressnapf“, bisher an der Elberfelder Straße) und – neu in Remscheid – ein Geschäft für Bio-Lebensmittel und Naturkosmetik („denn's Biomarkt“) eröffnet werden. Seit dieser Woche wird der Schutt tatsächlich zerkleinert. Die die von einem Bagger „gefütterte“ Maschine (im Hintergrund), so groß wie ein Sattelzug, kann die größeren Felsbrocken und Betonteile, die der Bauschutt enthält, nicht fassen. Da dürfte also noch viel zu tun sein.

Derweil hat auf dem Gelände weiter unterhalb der Bau einer Stütz- und Abtrennungsmauer begonnen sowie im östlichen Teil die Ausschachtungen für die Bodenplatten der neuen Gebäude, denen dann der den eigentliche Hochbau folgen wird. Letzterer werde dann zügig vonstattengehen, zeigte sich Jütten zuversichtlich, den ambitionerten Fertigungstermin Ostern 2018 einhalten zu können.

DOC Wuppertal: "„Das ist schon ein schräges Spiel!"

Am Podium Handwerkskammerpräsident Andreas Ehlert. Foto: Lothar KaiserEinem Erfahrungsaustausch  zwischen Handwerksmeistern, Vertretern oder der Ordnungsbehörde der Stadt Remscheid und Mitarbeitern des Hauptzollamtes zum Thema „Bekämpfung der Schwarzarbeit“ galt gestern eine Regionalkonferenz der Handwerkskammer Düsseldorf und der beteiligten Kreishandwerkerschaften. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz hatte hierzu den Großen Sitzungssaal des Rathauses zur Verfügung gestellt. Mit dabei: Handwerkskammerpräsident Andreas Ehlert, Geschäftsführer Dr. Axel Fuhrmann, von Remscheider Seite Kreishandwerksmeister Armin Hoppmann und Geschäftsführer Fred Schulz sowie zahlreiche Handwerksmeisterinnen und Handwerksmeister aus Wuppertal und Solingen. Über die Situation vor Ort berichteten Horst Schwarzweller für das städtische Ordnungsamt sowie André Schmitz und Thomas Lattner für das Hauptzollamt Düsseldorf.

Schon in der Einladung hatte Fred Schulz die enge Zusammenarbeit zwischen Rat und Verwaltung der Stadt Remscheid und der Kreishandwerkerschaft Remscheid betont und an das gemeinsame Projekt zur Bekämpfung der Schwarzarbeit“ erinnert, mit dem man Vorreiter sei.  Der Oberbürgermeister: „Deshalb freue ich mich über die Regionalkonferenz im Haus. Dazu habe ich herzlich gerne Ja gesagt. Uns ist der Kontakt zur Remscheider Wirtschaft wichtig!“ Diese basiere zurzeit im Wesentlichen auf zwei Säulen:

  • Remscheid sei und bleibe Industriestadt, auch wenn die Stadt in den vergangenen 15 Jahren mehr als 10.000 Industriearbeitsplätze verloren habe. „Wir tun alles, um die Standorte der heimischen Unternehmen zu sichern. Sie wissen, dass wir an dem Thema ‚Gewerbeflächen‘ dran sind und dafür im März einen neuen Mitarbeiter eingestellt haben.“
  • Und Remscheid sei eine Stadt mit vielen Arbeitsplätzen und Auszubildenden im Handwerk.  Auch für das Handwerk gelte das Grundsatz: „Geht es der Wirtschaft gut, geht es der Stadtgesellschaft gut. „Als ich Sozialdezernent war, habe ich gelegentlich gesagt: Was Sie verdienen, gebe ich dann aus. Mein Interesse ist es, dass Handwerk und Verwaltung zwei Seiten ein und derselben Medaille sind!“

58 Verfahren anhängig

Informationen über die neue Hotline, mit deren Hilfe das Ordnungsamt in Remscheid die Schwarzarbeit bekämpfen will, haben seit Juli zu 58 Verfahren geführt. Wobei Horst Schwarzweiler nach wie vor bei Schwarzarbeit von einer hohen Dunkelziffer ausgeht. Ebenso das Hauptzollamt Düsseldorf , zuständig für Düsseldorf, Kreis Mettmann, Remscheid und Wuppertal. Thomas Lattner, Fachgebietsleiter der Finanzkontrolle Schwarzarbeit am Standort Wuppertal, hat 36 Mitarbeiter, die auch in Remscheid kontrollieren, zum Beispiel, ob die Arbeitgeber auch alle Renten- und Krankenkassenbeiträge vorschriftmäßig gezahlt haben. Andere Delikte: Illegale Arbeitnehmerüberlassung, Scheinselbstständigkeit und Beschäftigung von Ausländern, Verstöße gegen das Mindestlohngesetz. Im Visier haben die Fahnder auch so genannte „Massen-GbR" mit bis zu 40 scheinbaren Festangestellten, die aber  in Wirklichkeit als Selbstständig arbeiten.

An guten Rahmenbedingungen für die Wirtschaft habe die Stadt ein großes Interesse, fuhr der OB fort. Deshalb sei sie bemüht um gute Verkehrsanbindungen der Stadt – als Arbeits- und wie als Wohnort. Ausbaufähig als dritte Säule sei der Dienstleistungs- und Handelssektor. Deshalb sei für Remscheid das in Lennep geplante Designer Outlet Center (DOC) eine große Chance, auch auf zusätzliche Arbeitsplätze.

Ein ähnliches Projekt plant auch Wuppertal. Medienwirksam wurden dafür in der einstigen Eisenbahn-Direktion am Bahnhof Döppersberg in der vergangenen Woche Innenwände abgebrochen, obwohl noch gar keine Baugenehmigung der Stadt vorliegt. Burkhard Mast-Weisz bezeichnete so: „Das ist schon ein schräges Spiel, uns im Klageverfahren vor dem Verwaltungsgericht zu blockieren und dann festzustellen, dass es bei uns nicht weitergeht!“ Der Wuppertaler Investor Clees hatte im Zusammenhang mit dem Lenneper DOC von „ruhend“ gesprochen. Dazu der OB: „Ich werde alles dafür tun, dass unser Projekt ein Erfolgsmodell bleibt. Das habe ich Herrn Clees auf der Immobilienmesse in München auch persönlich gesagt!“ Und werde er über das weitere Vorgehen beim DOC in dieser Woche mit MacArthurGlen sprechen.

Zum Thema „Schwarzarbeit“ sagte der Oberbürgermeister, er halte deren angesagte Bekämpfung  – „anders als ich das gestern in der Zeitung gelesen habe“ – für mehr als eine Geste. Auch wenn die Stadt Remscheid für diese Aufgabe kein zusätzliches Personal zur Verfügung stellen könne: „Was Horst Schwarzweller und sein Team hier leisten, sei aller Ehren wert. Es komme auf zwei Signale an: „Wir wollen keine Schwarzarbeit in unserer Stadt, sie schadet den Handwerksunternehmen und darüber hinaus der Wirtschaft und dem Staat insgesamt. Dafür nehmen wir gemeinsam Verantwortung wahr!“ Und:

„Wir arbeiten mit dem Handwerk auch in vielen anderen sozialen Bereichen eng zusammen, so zum Beispiel beim Projekt ‚Kein Abschluss ohne Anschluss‘ (KAoA). Dabei komme es darauf an, junge Menschen für das Handwerk zu gewinnen, aber auch, sie auf eine Ausbildung dort vorzubereiten.“ Er habe manchmal gehört, dass es bei dem einen oder anderen Jugendlichen an den schulischen Grundfertigkeiten hapere und an einem gewissen Auftreten. Aber: Wer nach der Klasse 10 auf eine weiterführende Schule gehe statt in eine Ausbildung, scheitere spätestens im Studium.

Und dann noch zu den Lohnkosten, die das Handwerk seinen Auftraggebern berechne: „Ich finde den Preis für eine Handwerkerstunde nicht zu hoch, wie ich gestern gelesen habe, sondern angemessen. Ich will ja auch Qualität. Und gute Arbeit hat ihren Preis!“

Ohne Futter von "Tierfreunden" weniger Tauben

Über Dreck von Tauben in der Lenneper Altstadt beschwerte sich am 23. März bei einem „Bürgertreff“ auf dem Alter Markt (Foto) Ursula Alberti aus der Ringelstraße bei Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Mit dabei war damals TBR-Chef Michael Zirngiebl. Er riet dazu, die Vögel „beharrlich zu vergrämen“, etwa dadurch, dass sie es sich nirgendwo am Haus längere Zeit bequem machen könnten (siehe "Taubenabwehr").

Das war der CDU-Fraktion als Erklärung anscheinend nicht genug. Denn Gabriele Kemper-Heibutzki erinnerte am Mittwoch in der Sitzung der Bezirksvertretung Lennep mit Verweis auf den Waterbölles-Bericht an die Beschwerde über Taubenlärm und -dreck von März und fragte, was die Stadt Remscheid dagegen zu tun gedenke, „damit das Problem abgestellt wird“. Doch Michael Zirngiebl konnte nur das antworten, was er schon im März gesagt hatte, diesmal vielleicht ein wenig ausführlicher: Für Abwehrmaßnahmen, um die Tauben zu vergrämen, seien die Hausbesitzern zuständig. Und wo die Vögel in die Dachspeicher (leerstehender) (Fachwerk-)Häuser fliegen und dort nisten könnten, müsse der betreffende Hausbesitzer eben die Dachfenster vergittern oder fehlende Dachpfannen ersetzen. Ordnungsrechtlich könne die Verwaltung eine entsprechende Absicherung von Privathäusern nicht durchsetzen. „Und im Übrigen ist jeder Bürger selbst aufgerufen, das Fütterungsverbot einzuhalten!“ Damit wäre schon viel geholfen. Denn wo es für sie kein Futter gebe, ließen sich die Tauben auch nicht lange nieder...  

Vielleicht hätte die Verwaltung bei einer größeren Taubenplage eine rechtliche Handhabe, sollte von dem Taubenmist nachweisbar (!) eine Gesundheitsgefährdung ausgeben. Doch das wäre alles in allem sicherlich eine aufwändige Aktion.

Lenneper Senioren jetzt bei der AWO zu Hause

Die Remscheider Seniorentreffs werden umstrukturiert, kündigte der Waterbölles am 8. Juni 2010 an. Das hat teilweise länger gedauert als geplant. Endgültig sind erst jetzt die rund 40 Senior/innen aus dem städtischen Bungalow im Hardtpark aus- und bei der AWO in Haus Mollplatz 3 eingezogen. Seitdem 1. August sei für das Haus im Hardtpark die städtische Liegenschaftsabteilung zuständig, was damit geschehen solle, sei noch unklar,. Ein Abriss nicht ausgeschlossen, berichtete am Mittwoch in der Sitzung der Bezirksvertretung Lennep Frank Schulz vom städtischen Zentraldienst Stadtplanung, Wirtschaft und Liegenschaften. Dem Haus sei leider im Zuge eines Grundstücksverkaufs der verwaltungsintern nicht ausreichend kommunizierte „Hausanschluss abhandengekommen“. Die BV-Mitglieder nahmen dies zur Kenntnis, ohne groß nachzuhaken.

Im Haus der AWO mit ihren generationsübergreifenden Konzepten sei der Seniorentreff (ohne Vereinsstatus) gut aufgehoben, betonten Sozialdezernent Thomas Neuhaus und Frank Schulz. Die Verwaltung des städtischen Hauses, das nach dem Auszug von Verwaltungsstellen ursprünglich hatte verkauft werden sollen, hat inzwischen die städtische Wohnungsbaugesellschaft GEWAG übernommen. Das schließt die Gebäudeunterhaltung ein. Hier sieht Schulz Sanierungsbedarf bei Fenstern, Türen, der Verschieferung und der Dacheindeckung.