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Deeskalationstraining und Supervision gegen Gewalt

„Ist es in jüngster Zeit zu verbalen oder körperlichen Angriffen auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Remscheider Stadtverwaltung und im Jobcenter oder unserer Rettungsdienste gekommen? Berichten die Mitarbeiter über besondere Zwischenfälle oder Bedrohungslagen?“, wollte die CDU-Fraktion von der Stadtverwaltung wissen. Zur Ratssitzung am kommenden Donnerstag liegt die Antwort vor. Demnach gibt es verschiedene Berichte über Angriffe auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung. Körperliche Angriffe seien allerdings die Ausnahme. Meist handele es sich um verbale Angriffe unterschiedlicher Intensität. Zitat: „Da noch keine systematische Meldepflicht besteht, können zurzeit nur die bekannt gewordenen Vorkommnisse ausgewertet werden.“  Es sei allerdings davon auszugehen, dass diese sich negativ auf die Arbeitszufriedenheit auswirken würden. Wegen des Datenschutzes gebe es darüber aber keine detaillierten Erkenntnisse.

Seit Frühjahr 2015 beschäftigt sich im Rathaus eine Arbeitsgruppe (Personalrat, FD Personal und Organisation) mit dem Thema „Gewaltprävention“. Ziel ist ein gesamtstädtisches Sicherheitskonzept für die Beschäftigten der Stadt Remscheid. Mit der Polizei wurde abgeklärt, welche Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter/innen in den tangierten Bereichen erforderlich sein könnten. Auch wurden die Erfahrungen und Maßnahmen anderer Kommunen zum Thema der Gewaltprävention erfragt.

In verschiedenen sensiblen Bereichen der Verwaltung finden regelmäßig Deeskalationstraining und Supervisionen statt. Auf Basis einer Abfrage zur „Selbsteinschätzung der Gefahrensituation“ in allen Fachdiensten soll nun ein Bündel von Maßnahmen zusammengestellt werden (Selbstverteidigungskurse, Interkulturelle Kompetenz, Alarmsysteme, zentrale Erfassung aller Formen von Gewalt gegenüber Mitarbeiter/innen).

Zusätzliche Parkplätze nach Hauskauf und -abbruch

Direkt unterhalb des Deutschen Werkzeugmuseums und des Hauses Cleff wurde 1906 an der Hastener Straße ein viergeschossiges Mehrfamilienhaus gebaut. Dieses steht derweil seit mehr als zehn Jahren leer und soll verkauft werden. Als das Haus Cleff gebaut wurde, kam es den Erbauern und Bewohnern mit Sicherheit darauf an, den Ausblick über das Tal zu haben und Gästen des Hauses diesen gerade auch aus dem 1. Obergeschoss präsentieren zu können. Darüber hinaus befanden sich im Tal Wohnungen und Werkstätten der Arbeiter. Weiterhin musste man zum Haus hinaufschauen, was die Stellung der Patrizier nochmals unterstrich.

Mehrere Gründe sprechen dafür, das Gebäude ‚Hasterner Str. 125‘ zu erwerben und abzureißen:

  • Der eigentlich geplante Ausblick über das Tal wird wieder hergestellt.
  • Der vorhandene Museumsparkplatz, der für Veranstaltungen viel zu klein ist, könnte erweitert werden.
  • Ggf. könnte eine Querungshilfe in Kombination mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung realisiert werden.
  • Ohne das verrottende Gebäudes wäre eine großzügige Quartiersaufwertung möglich.

Falls die geschaffene Parkplatzfläche weiterhin nicht ausreichen sollte, bestünde die Möglichkeit, westlich der Alten Straße (Grundstück Nr. 3, gelber Punkt) in direkter Nähe zum bisherigen Parkplatz eine Wiesenfläche zu erwerben und zu einem weiteren Parkplatz umzugestalten. Eine weitere Option befindet sich aktuell nördlich des HiZ. Dort wurden auf einem Grundstück alte Gebäude entfernt, so dass eine optimale Fläche für mögliche Parkplätze oder eine weitere Nutzung durch das DWM entstanden ist. (aus dem neuen Gesamtkonzept für das Historische Zentrum der Stadt Remscheid)

Remscheider Vereine laden herzlich ein

Bergischer Geschichtsverein Abt. Remscheid / Rheinischer Geschichte auf der Spur: Im Logenhaus an der Wilhelm–Schuy–Str. 3 ist am Dienstag, 28. Juni, um 15 Uhr ein Film des Landschaftsverbandes Rheinland zu sehen: „Saison“. Er erzählt anhand der Biographien und der persönlichen  Sicht der Protagonisten und ihrem Arbeitgeber von Lebens- und Arbeitsverhältnissen  auf einem Bauernhof im Rheinland. Deutlich werden auch die internationalen und globalen Wirtschaftszusammenhänge. Das Rheinland zählt zu einem der wichtigsten Spargelanbaugebieten in Deutschland. Spargel ist wie zum Beispiel Rhabarber und Erdbeeren ein Saisonprodukt. Hauptarbeitszeit in die mehrere Wochen andauernde Erntephase, weshalb zusätzliche Arbeitskräfte, die  Saisonarbeitskräfte, angeworben werden. In manchen Landstrichen wächst die Zahl der dort lebenden Menschen während der Spargel – und Erdbeerzeit um das Dreifache. Wie leben die Saisonarbeiter aus Rumänien, Polen oder der Ukraine, die für kurze Zeit nach Deutschland kommen? Wie verändert sich ihr Leben durch die Arbeitsmigration? Diesen Fragen geht der Film nach.  Anmeldung bei der  BGV- Geschäftsstelle Tel. RS 55954 Unkostenbeitrag fünf € für Kaffee und Kuchen.

Remscheid Tolerant e. V. / Jahreshauptversammlung: Sie findet am Dienstag, 28. Juni, 19 Uhr, im Saal des Rathauses Lüttringhausen, Kreuzbergstraße 15, statt. Auf der Tagesordnung stehen u. a. Kassenbericht und Neuwahl des Vorstandes.

SPD Remscheid / Pöhlsches` Schieten: Bezirksbürgermeister Mähler lädt für die SPD in der Bezirksvertretung Alt-Remscheid alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zum beliebten Pöhlsches` Schieten für Mittwoch, 29. Juni, in den Stadtpark ein. Jedermann ist herzlich willkommen. Treffpunkt ist der Karl-Wiesemann-Platz, Carl-Hessenbruch-Weg 1 Uhrzeit: um 14:30 Uhr (bis ca. 17 Uhr). Die weiteren Termine: 6. 7., 27. 7., 10. 8. Pokal  OB. 24. 8., 14. 9. Stadtmeisterschaft, 28. 9. Saisonabschluss. Zuschauer und Gäste sind herzlich willkommen. Auf die kameradschaftliche Saison 2016 ein kräftiges  „PLÄTT AFF“. (Otto Mähler)

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Verkaufsoffener Sonntag heute in Lennep

Tischlein-deck-dich. Samstag, 2. Juli, 16 Uhr
Tischlein deck dich
Die Besonderheit dieser Veranstaltung ist es, dass durch die Gäste Essen und Trinken, Tische und Stühle mitgebracht werden dürfen. Wer dies nicht möchte, kann sich bei der Lenneper Karnevalsgesellschaft Bierzeltgarnituren (unter 0160 125 42 34) reservieren lassen und sich an den LKG-Ständen mit Grillgut und Getränken versorgen. Für Vereine, Familien, Freundeskreise oder spontane Zusammenschlüsse ist dies eine schöne Gelegenheit, einen zwanglosen Tag in der Lenneper Altstadt zu verbringen. Bis 21 Uhr wird es Live-Musik geben. Ab 21 Uhr findet bei schönem Wetter das alljährliche Konzert der Bergischen Symphoniker auf dem Alter Markt statt. (Lenneper Karnevalsgesellschaft e.V., www.lenneper-karnevalsgesellschaft.de)

Kinder- und Jugendtag. Sonntag,3. Juli, 11 bis 19 Uhr
Kinder- & Jugendkulturtag
Am Sonntag, den 03.07.2016 findet von 11.00 Uhr bis 19.00 Uhr auf dem Alten Markt in Remscheid Lennep der Kinder- und Jugendtag statt. Dieser Tag ist in der Lenneper Altstadt eine sehr beliebte Familienveranstaltung. Seit 18 Jahren strömen Kinder, Jugendliche und junge Familien in die Altstadt, um die dargebotenen Köstlichkeiten an den Ständen der mittlerweile 78 Vereine und Institutionen, die in den letzten Jahren teilgenommen haben, zu genießen.

Neben Kuchen, Waffeln, Obstbecher, Bratwürstchen sowie bergische Puffertplätzchen gibt es auch viel zu erleben und auszuprobieren. Für die Kinder gibt es ein Jonglage-Stand, wo Luftballonfalten stattfindet und sie auch aktiv mitmachen können und z. B. Jonglage probieren können. Des Weiteren gibt es verschiedene Sportangebote wie z. B. Zumba oder eine riesen Twister zum Mitmachen, was für Jugendliche recht interessant ist. Es gibt viele Bastelaktionen, Kinder schminken, Dosenwerfen, verschiedene Quiz und es können Anglerknote gelernt werden. Man kann sich auch einfach gemütlich setzen und verschieden Aufführungen anschauen, dafür sorgt das 8 stündige Bühnenprogramm.

Das Bühnenprogramm startet mit einem Gottesdienst der ev. Kirche. Danach erstreckt sich das vielfältige Angebot vom Kinderchor, Gitarrenkids, Schulorchester, verschiedene Bands, Rapper, modern Dance, Showtanz, Funkenmariechen, Kindertanz, Capoeira, Zumba, Hip Hop, Gesellschaftstanz  bis zu Auftritten von Schülerbands des RöGy´s usw. von insgesamt 20 teilnehmenden Vereinen und Schulen auf der Bühne.
Der Kinder- und Jugendtag ist bereits über die Grenzen Remscheids bekannt und wird von unterschiedlichen Gruppen der umliegenden Städte mitgetragen. Unsere Gäste kamen in den letzten Jahren aus Hückeswagen, Wermelskirchen, Radevormwald, Solingen, Wuppertal und Leverkusen. Durch moderate Preise der Vereine können Familien einen angenehmen kinder- und jugendkulturellen Tag in der Lenneper Altstadt verbringen. (Die Welle gGmbH, www.diewelle.net)

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Mehrere Einsätze der Feuerwehr Remscheid

Gestern hatte die Feuerwehr Remscheid mehrere Einsätze. Bereits in den frühen Morgenstunden wurde die Feuerwehrbereitschaft 5 des Regierungsbezirkes Düsseldorf, bestehend aus Einsatzkräften der Städte Wuppertal, Solingen und Remscheid, zur Unterstützung in die überschwemmten Gebiete des Kreises Wesel gerufen. Dort wurde der Grundschutz für die Stadt Hamminkeln sichergestellt. Zusätzlich wurden überflutete Keller ausgepumpt und die Deiche kontrolliert. Die Einsatzkräfte konnten aufgrund einer leichten Entspannung der Lage gegen 12.30 Uhr nach Remscheid zurückkehren.

Kurz vor 13 Uhr kam es zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesautobahn A 1 in Fahrtrichtung Köln. Aus bisher ungeklärter Ursache verlor der Fahrer eines Pkw die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte auf dem Seitenstreifen gegen einen Baum. Ein Arzt, der ebenfalls mit seinem Pkw auf der Autobahn unterwegs gewesen ist und sofort zur Unfallstelle eilte, konnte nur noch den Tod des Fahrers feststellen. Durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr Remscheid sowie des Rettungsdienstes wurde die Einsatzstelle abgesichert und die Ermittlungen der Polizei unterstützt.

Gegen 14 Uhr stürzte ein Baum auf einen Gartenpavillon. Zum Glück wurde dabei niemand verletzt. Die Vorbereitungen für das in dem Garten in den Abendstunden geplante Fest waren bereits abgeschlossen. Damit das Fest trotzdem stattfinden konnte, entfernte die Feuerwehr den Baum auf dem Gelände. (aus dem Gericht der Feuerwehr)

Veranstaltungen des Teo Otto Theaters im Juni

Sonntag, 26. Juni, 11:15 Uhr
Musik am Sonntagvormittag „Mozart“
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Fantasie d-Moll KV 397; Klavierquartett g-Moll KV 478; Streichquartett C-Dur KV 157; Klavierkonzert Nr. 12 A-Dur KV 414 in der Kammerfassung für Klavier und Streichquartett. Silke Avenhaus, Klavier; Alexei Silbert, Violine; Oleksiy Piastro, Violine; Johanna Seffen, Viola; Christian Kircher, Violoncello. Karten zwölf €; Jugendticket sechs €; Konzertabos.

Sonntag, 26. Juni, 16 Uhr
Griselda
Ein Ballettmärchen des Studio B, Schule für klassischen und modernen Tanz – Michèle Bialon.
Es könnte doch alles so schön sein im Reich der Feen und ihren Kindern den Blumen, Hummeln und Schmetterlingen... Wenn da nicht diese Griselda wäre!
Schon seit Jahren fürchtet die liebe Prinzessin Leela eine erneute Missetat ihrer Stiefschwester, die sich statt mit hübschen und wohlduftenden Geschenken der Natur lieber mit ihren kalten Schätzen wie Kristallen, Gold und anderen wertvollen Reichtümern umgibt.
Die schwarze Hexe – wie sie alle nennen – ist wunderschön und ihre Macht hat schon so manchen in ihren Bann und somit in ewige Gefangenschaft ihrer dunklen Höhle gebracht.
Doch ihre Besorgnis nicht von jedem im Land abgöttisch geliebt zu werden macht sie gleichzeitig zu einer sehr gefürchteten Person. Vor allem die liebreizenden Bewohner des bunten Feenlands scheinen ihr ein Dorn im Auge zu sein, da diese sich im geringsten für sie interessieren und sich nur ihren eigenen fröhlichen Unternehmungen widmen.... Karten 20 €; Jugendtickets fünf €; Sonderveranstaltung, keine weiteren Ermäßigungen.

Wochenrückblick vom 14. bis 26. Juni 2016

Kleine Räume in Haus Berger als Büros

Das Haus Berger mit der angebundenen Halle ist ein wichtiges Denkmal der Werkzeuggeschichte und ein elementarer Bestandteil des Ensembles des Historischen Zentrums. Diese Bedeutung muss dringend durch Unterschutzstellung als Baudenkmal gewürdigt werden. Das Haus Berger wurde 1881 von den Cleff-Brüdern gebaut. Im Vordergrund stand die Schaffung von Werkstätten für die eigene Produktion von Eisenwaren für ihren Handel. Nur ein kleiner Teil im Westen war für Büros und Wohnungen vorgesehen. Der gesamte östliche Gebäudeteil sowie die nördlich anschließende Halle waren reine Werkstätten. Zusätzlich wurden aus der Halle die Maschinen in der benachbarten Halle Berger angetrieben, so dass dort wieder eine direkte inhaltliche Verbindung vorhanden ist. 1914 und 1917 wird die Funktion des Gebäudes vollständig geändert. Der gesamte giebelständige Bauteil wird von Hugo Berger in Wohnraum umgewandelt, seitdem heißt das Gebäude Haus Berger. Hierdurch ist eine Kleinteiligkeit entstanden, die für die geplante Nutzung von Vorteil ist.

In Anbetracht der extremen Raumknappheit im Werkzeugmuseum ist die Schaffung von Büro-und Besprechungsräumen zwingend notwendig. Hier bieten sich die relativ kleinen Räume im Haus Berger geradezu an. Die räumliche Nähe zum Werkzeugmuseum ist dabei von besonderem Vorteil. Weiterhin wird die Verzahnung mit dem Museum noch enger, wie später noch zu zeigen sein wird. Der aktuell als Bürofläche genutzte ‚Gruppenraum‘ würde für museumspädagogische Angebote und Geburtstagsfeiern für Kinder wieder zur Verfügung stehen. Weiterhin können Workshops oder weitere museumspädagogische Angebote im Haus Berger durchgeführt werden. Auch die assoziierten Vereine wie der Förderkreis Deutsches Werkzeugmuseum, der Verein der Förderer des Hauses Cleff oder der Bergische Geschichtsverein können hier ihre Arbeitsstellen finden und somit die Funktion des Historischen Zentrums betonen.

Die angebundene Halle würde Teil der ständigen Ausstellung des Deutschen Werkzeugmuseums sein. Entsprechend ihrer ursprünglichen Nutzung sollen die Weiterentwicklung der Energieerzeugung und die Auswirkung auf die Produktionsweisen, die Handelsstrukturen und die Bedingungen für die Arbeiter präsentiert werden. Beispielhaft seien hierfür die Nutzung der Wasserkraft, die der Dampfmaschinen sowie der Elektrizität genannt. Die Verbindung mit dem Werkzeugmuseum wird durch die Rekonstruktion der Transmission in die Halle Berger geschaffen. Die Wegeführung durch das Museum leitet die Besucher durch das aktuelle Magazin, das später zu einem Schaumagazin werden soll, über die ‚Rampe‘ über die Produktionsgasse in die Halle im Haus Berger. Anschließend gehen die Besucher auf dem gleichen Weg zurück und setzen ihren Rundgang durch das Museum fort. Inhaltlich wird diese Ausstellungseinheit das Gesamtkonzept des Deutschen Werkzeugmuseums abrunden und die Thematik der großen Dampfmaschine adäquat aufbereiten. (aus dem neuen Gesamtkonzept für das Historische Zentrum der Stadt Remscheid)

Das "Heim" ist passé, "Horizonte" steht für Hoffnung

AHH-Geschäftsführer Bernd Steinhoff mit den neuen H, das für "Horizonte" steht. Foto: Lothar Kaiser

Die AHH gGmbH verändert ihren Horizont. Bisher stand AHH für „Augusta-Hardt-Heim“. Doch von „Heim“ wollten in der seit mehr als 25 Jahren gut bekannten gemeinnützigen Einrichtung, die in Lennep psychisch kranke Menschen stationär (60), ambulant (100) und „tagesstrukturiert“ (ca. 40) betreut, Betreuer und Betreute schon lange nicht mehr sprechen. „Der Begriff ist überholt angesichts der Tatsache, dass die Gemeindepsychiatrie mit vielfältigen Angeboten im Mittelpunkt unserer Arbeit steht“, sagte Geschäftsführer Bernd Steinhoff gestern Nachmittag im Pressegespräch in der AHH-Geschäftsstelle an der Rotdornallee.  Und so hat sich die AHH gGmbH auch gleich einen neuen Firmennamen gegeben: „Augusta Hardt Horizonte gGmbH. Gemeindepsychiatrische Dienste.

In einem Festakt und einem anschließenden „Gemeindefest“ soll der neue Name am Samstag, 2. Juli, den Lennepern im „Backhaus und dem Garten an der Sauerbronnstraße nahegebracht werden. Rund 2.500 Einladungen wurden mittlerweile verteilt. Bei schönem Wetter rechnet Geschäftsführer Bernd Steinhoff mit rund 400 Gästen. Die offizielle Eröffnung mit vielen Infos und einer Präsentation von Klienten und Angehörigen beginnt um 10.30 Uhr, die Matinee mit Liveband „Circle of friends“ auf der Bühne und „Lennep lecker“ – Outdoorcooking mit Tobias Riemann und selbstgemachtem Kuchenbuffet um 12 Uhr.

Wieso „Horizonte“? Das Augusta-Hardt-Heim ist für Menschen mit einer chronisch psychischen Erkrankung längst weit mehr, als der bisherige Name beschreibt. Bernd Steinhoff: „Ein großes Herz und ein weiter Horizont sind genau das, was wir alle benötigen, um uns in unseren Mitmenschen hineinzuversetzen. Nur mit offenen Ohren, offenen Augen, einem offenen wachen Verstand können wir versuchen, seine Ängste und Nöte, Freuden und Eigenarten auch in schweren Lebenssituationen zu verstehen. Nur wenn wir aktiv aufeinander zugehen, uns nicht verschließen und nicht hart werden, können wir Nähe geben. AHH begleitet Genesungsprozesse und hilft, Horizonte zu entdecken. Wir finden Eigenarten interessant und bereichernd und suchen gerne nach Wegen, miteinander klar zu kommen.“ Das soll der neue Name des bekannten Anbieter AHH mit seinen vielfältigen Wohn- und Betreuungsangeboten verdeutlichen. Steinhoff: „Wir gestalten Räume, in denen Menschen sich begegnen können. Wir beseitigen Vorurteile und bieten Vorbilder für ein gemeinsames Lebensmodell des Miteinanders!“ „Horizonte“, das bedeutet für die AHH-Mitarbeiter, ihre Klienten und Angehörigen Arbeit auf Augenhöhe, Strukturen, die sich den individuellen Bedürfnissen anpassen (nicht umgekehrt), die Anleitung und Hilfe zu  einem selbstbefähigten, selbstorganisierten Leben. „Unsere Arbeit findet im öffentlichen Raum statt und integriert. Dabei behält sie den nötigen therapeutischen und privaten Schutzraum“, heißt es in einem Flyer, der eigens zur Namensänderung herausgegeben wurde.

  • Die stationären Wohn- und Betreuungsangebote gelten für Menschen mit einer chronischen psychischen Erkrankung (mehrere Wohnbereichen und dezentrale Wohneinheiten).
  • Die ambulanten individuellen Betreuungsangebote in verschiedenen Lebensbereichen können Menschen mit einer chronischen psychischen Erkrankung in Anspruch nehmen, die in der eigenen Wohnung leben.
  • Die tagesstrukturierende Dienste umfassen die  Einsatzbereiche Backhaus Lennep, Café am Hasenberg, Hausmeisterbereich, Industrielle Dienstleistungen, Schreinerei, Servicebereich, Nahrungsherstellung und Gartenpflege.

Die Geschichte hinter den Horizonten: 1910 eröffnete Augusta Hardt  an der Sauerbronnstraße ein Säuglingsheim. Was dann in den 1980-er Jahren in der bergischen Villa mit der stationären Betreuung psychisch Kranker begann, führte schon bald zu ersten Außenwohngruppen. Schnell wurde für jeden Klienten ein Einzelzimmer und damit ein individueller Lebensraum zum Standard. Weitere Einrichtungen und Wohnheime kamen hinzu. Und 2007 wurde das AHH zu einem der ersten freien Träger des ambulant betreuten Wohnens. Eine Beratungsstelle folgte 2011, dann folgten das Backhaus Lennep, das Café am Hasenberg und eine ambulante Ergotherapeutische Praxis.  erweitert. Bernd Steinhoff: „Inklusion wird gelebt, die Horizonte sind geöffnet.“
Das "Heim" ist passé. "Horizonte" steht auch für Perspektiven und für Hoffnung.

Open-Air auf neuer Bühne im Cleff-Park?

Der Park hinter dem Haus Cleff stellt sich zurzeit als unstrukturierte Rasenfläche dar, die nicht von Besuchern und der Öffentlichkeit genutzt wird. Hingegen nutzen Hundebesitzer den Bereich, um ihre Hunde auszuführen. Die Beziehung zwischen Park und dem Patrizierhaus muss herausgearbeitet und verdeutlicht werden. Optimal wäre, historische Strukturen nachzuempfinden, allerdings ist die Überlieferungslage recht dürftig. Unter Zuhilfenahme von Parallelen wird es aber möglich sein, eine Vorstellung des damaligen Parks zu entwickeln.

Darüber hinaus sollen aber auch aktuelle Bedürfnisse erfüllt werden. Ergänzend zu der Gastronomie im und vor dem Haus Cleff soll auch im Cleff-Park ein Bereich für gastronomische Nutzung hergerichtet werden. Dies ist besonders für Hochzeitsfeiern von Bedeutung, weil es in Zukunft im Werkzeugmuseum sowie im Haus Cleff das Angebot geben soll, sich trauen zu lassen. Somit können interessante Gesamtpakete von der Trauung über die Hochzeitsfotos bis zur Bewirtung angeboten werden. Weiterhin soll der Park für Besucher des Museums sowie für die Hastener Bevölkerung ein Ort der Ruhe und Erholung sein. Den Blick auf das Haus Cleff als besonderes archetektonisches Juwel oder in das davorliegende Tal bzw. um die Weite zu genießen, werden die passenden Komponenten sein. Entsprechende Sitzmöbel sollen den Aufenthalt angenehm machen.

Open-Air-Veranstaltungen sollen eine weitere wichtige Facette sein. Hierzu braucht es Vorbereitungen für eine Bühne am oberen Ende des Parks. Das gleiche gilt für die Infrastruktur für diese Bühne, für gastronomische Angebote und für Veranstaltungen. Hierbei geht es um Strom-, Wasser- und Abwasseranschlüsse sowie eine Beleuchtung, die für unterschiedliche Situationen ausgerichtet ist.“ (aus dem neuen Gesamtkonzept für das Historische Zentrum der Stadt Remscheid)