„Am kommenden Sonntag, 27. Mai, beginnt in Remscheid der Sommer!“ Da waren sich gestern auf einer Pressekonferenz im Rathaus Anja Hamm und Sascha Hilverkus vom Stadtmarketing, Hans-Lothar Schiffer vom Verein „KulturStadt Remscheid e.V.“ und Martin Winkler von der Stadtsparkasse Remscheid ganz sicher. Jedenfalls, was den „Remscheider Sommer“ angeht. Die beliebte Veranstaltungsreihe für Jung und Alt („von 0 bis 100“, so Schiffer) – und speziell für jene Bürger/innen, denen das Geld fehlt für eine Urlaubsreise – verspricht auch in diesem Jahr auf und um die Konzertmuschel im Stadtpark eine Fülle unterhaltsamer Ferienerlebnisse – diesmal unter dem Motto „Sommerzeit – Konzertmuschelzeit“: Lustiges Kindertheater, Chormusik, Konzerte und Comedy. Von den 20.000 Euro, mit denen die Sparkassenstiftung in diesem Jahr „KulturStadt Remscheid“ unterstützt, ist die Hälfte für den „Remscheider Sommer“ bestimmt.
Zum Auftakt am Pfingstsonntag gestaltet der Chorverband Bergisch Land e.V. einen „Chortag“. Auftreten werden ab 14 Uhr insgesamt acht Chöre, darunter auch der erst im Oktober vergangenen Jahres gegründete Kinderchor. Dem Chorverband. gehören derzeit insgesamt 38 Chöre mit 1070 aktiven Mitgliedern an. Im Jahr 2011 wurden insgesamt 50 Konzerte gegeben. Dazu kommen noch unzählige Auftritte in Altenheimen und Krankenhäusern in Remscheid und Umgebung.

Mindestens genauso turbulent wird es am 7. Juni beim „Trotz-Alledem-Theater“ zugehen. Schnickschnack und Schnuck begeben sich auf eine aufregende Reise um den Globus auf der Suche nach der verschwundenen Liebe. Am 15. Juli erklärt das „Theater Tom Teuer“, wie der Elefant zu seinem Rüssel kam, und Donatus Weinert verzaubert am 29. Juli die Besucher im wahrsten Sinne des Wortes. Sein Programm „Mali Malo Malei, Zauberkraft herbei“ ist Unterhaltung für die ganze Familie. Des Kaisers neue Kleider können dann am 5. August bestaunt werden. Das temporeiche und humorvolle Theaterstück des „Theaters 1 + 1“ wird das Publikum mit witzigen Dialogen und Bezügen zur Gegenwart in seinen Bann ziehen. Mit dem Klassiker „Pinocchio“ entführt das „Theater Chapiteau“ am 12. August alle großen und kleinen Zuschauer in die zauberhafte Welt der kleinen Holzpuppe. Pinocchios Abenteuer werden in diesem Fall als Zirkus-Spektakel präsentiert. Zum Ende der Sommerferien möchte das „Theater Kreuz und Quer“ am 19. August mit einem wohl jedem bekannten Märchen „Dornröschen“ sowohl Groß als auch Klein begeistern.

Zu einem schmucken Einfamilienhaus gehört auch eine schöne Terrasse – erst recht, wenn das Haus funkelnagelneu ist. In diesem Fall aber ging der Plan des Bauherren nicht auf: Betonsteinen und Füllmaterial machten sich selbstständig und rutschen den steilen Abhang hinunter. Das Haus steht im Morsbachtal oberhalb der Ortschaft Gründerhammer, und die Betonsteine haben ihre „Talfahrt“ nur wenige Meter über dem Bachbett gestoppt. Womöglich nur vorübergehend. Deshalb ist den zuständigen Fachbehörden der Stadt Remscheid das Missgeschick auch nicht entgangen. Ohnehin hat die Untere Landschaftsschutzbehörde bei allen Bauprojekten in unmittelbarer Nähe von Wasserläufen ein wichtiges Wort mitzureden.
Im Mai 2002 kündigte Romely Pfund, damals Chefdirigentin der Bergischen Symphoniker, für die neue Spielzeit „Grenzgänge“ an: Um ein breiteres Publikum zu erreichen, plane das Orchester der beiden bergischen Großstädte Solingen und Remscheid unter dem Motto „Grenzgänge“ Konzerte, in denen Klassik zum Beispiel auf Jazz treffen werde. Wegen Renovierungsarbeiten am 50 Jahre alten Teo Otto Theater falle die neue Saison dort um drei Monate kürzer aus, teilte im gleichen Monat Theaterdirektorin Helga Müller‑Serre mit. Der Schwerpunkt liege dann auf modernem Tanztheater und zeitgenössischen Schauspiel-Inszenierungen.
So alt ist „Alt-Remscheid“ noch gar nicht. Es ist gerade mal zehn Jahre her, dass der Rat der Stadt beschloss, die Remscheider Innenstadt, den Ortsteil Hasten und die westlichen Stadtteile so zu nennen. Mit diesem neuen Bezirk könnten sich auch die in Kremenholl wohnenden Bürger besser identifizieren, hieß es damals.
Im Mai 2002 legte die Stadtverwaltung der Politik ein Gutachten vor, wonach in den nächsten zehn Jahren rund 50 Hektar neue Gewerbeflächen benötigt würden - weit weniger, als bisher veranschlagt. Als Grund wurde genannt, dass Dienstleister (im Aufschwung) weniger Platz benötigten als Produktionsbetriebe (in Stagnation). Das Dienstleistungsgewerbe floriert in Remscheid weit mehr als das produzierende Gewerbe, hatte das Dortmunder Büro "Planquadrat" herausgefunden. Damit erhielt das Gewerbegebiet "Blume" in Lüttringhausen unerwartet ein großes Fragezeichen. Das fanden die Grünen gut und die CDU schlecht. Und die SPD plädierte für eine gemeinsame Gewerbeflächen-Politik mit den Nachbarstädten, vor allem mit Wuppertal.
Ihr zehnjähriges Bestehen feierte vor zehn Jahren die Verbraucherberatungsstelle in Remscheid. Seit 1992 hatten die Remscheider Verbraucherschützer nach eigenen Angaben rund 81.000 Bürger beraten.
Vor zehn Jahren begann an der Burger Straße der Bau eines vierstöckigen „mobilen Krankenhauses“. Es werde als Übergangsstation während des eigentlichen Krankenhausneubaus dienen, kündigte die Sana GmbH damals an. Das mobile Krankenhaus werde bis zum Jahr 2005 die internistischen und chirurgischen Abteilungen sowie die Ambulanz aufnehmen. Baukosten: rund fünf Millionen Euro.
Auf den Briefumschlägen der Stadtverwaltung prangte im Mai 2002 Werbung der Imbisskette "McDonalds". 340.000 Briefumschläge hatte das amerikanische Unternehmen gesponsert; das war damals der gesamte Jahresbedarf der Remscheider Stadtverwaltung. Und mehr als das: Ob Bußgeldbescheid oder Baugenehmigung ‑ den Coupon für einen verbilligten BigMac gab es noch dazu. Dadurch reduzierten sich nach Angaben der Stadtverwaltung die Portokosten um 5.000 Euro.

Autos für den ganz großen wie für den kleinen Geldbeutel gab es am Samstag auf der Alleestraße zu besichtigen; Probefahrten mussten bis zum Ende der „Motorshow 2012“ warten. Einzige Ausnahme: Bobbycars und Modellautos. Erstere waren ausschließlich für den Nachwuchs reserviert. Und die Mini-Boliden, für die am Markt ein kleiner Rundparcours angelegt worden war, interessierten Jung und Alt gleichermaßen. Der Spaßfaktor spielte auch bei dem „Ei auf drei Rädern“ (Foto unten rechts) eine Rolle; das kleine Elektroauto eines französischen Herstellers hatten gleich zwei Aussteller im Angebot.
„Alter Güterbahnhof Lennep darf Gewerbegebiet werden“, titelte der Waterbölles am 30. März, nachdem die Stadtverwaltung im Haupt- und Finanzausschuss über einen entsprechenden Bescheid der Bezirksregierung berichtet hatte. Hans Gerd Sonnenschein damals: „Spätestens Ende 2013 werden wir interessierten Unternehmen die erschlossenen Bauflächen anbieten können. Das ist gut für die heimische Wirtschaft!“ Damit dieser Terminplan eingehalten werden kann, ist noch viel zu tun. Beispielsweise muss die alte, seit Jahren leerstehende Güterhalle gegenüber dem neuen Bahnhof Lennep und dem früheren RWE-Verwaltungsgebäude abgerissen werden. Die Kosten des Abrisses beziffert die Verwaltung mit 110.000 Euro. Das geht aus einer Vorlage für die Sitzung der Bezirksvertretung Lennep am 23. Mai hervor. Ohne Abriss kein baureifes Grundstück, ist dort zu lesen.
 Im Rahmen des Internationalen Museumstages stellen Viola Jürgens und Kay Jürgens ihre Werke im Tuchmuseum in Lennep aus. Ab 20. Mai, zu den gewohnten Öffnungszeiten des Museums ( sonntags 14 bis 17 Uhr, dienstags 12 bis 16 Uhr und nach Vereinbarung) kann man die unterschiedlichen Werke der beiden Künstler sehen. Die Ausstellung läuft bis zum 31. Juli. Museen im Wandel - dem Motto entsprechend bietet das Museum Einblick nicht nur in die neue Sonderausstellung der Freiburger Künstler, sondern präsentiert auch zum ersten Mal die Neuausrichtung der ständigen Ausstellung. Als Stadtteilmuseum für Lennep investierte die „Anna Hardt Stiftung“ in neue Technik einer Coesfelder Firma, die die Anschaulichkeit der Geschichte der Tuchmacher unterstützen soll. Eine professionelle Grafik- und Gestaltungsfirma zog einen neuen „roten Faden“ durch die bekannte Dauerausstellung. Viola Jürgens wurde 1947 in Freiburg geboren und arbeitete zusammen mit ihrem Vater Hans Baumhauer, Kunstmaler und Bildhauer, an vielen internationalen Projekten mit. Inzwischen hat sie sich auf vielen Ausstellungen in der Schweiz, Frankreich, Liechtenstein und Deutschland selbst einen Namen gemacht. In ihren Arbeiten liebt sie die überdimensionalen Formen (Foto links). Zusammen mit ihrem Mann Kay Jürgens betreibt sie ein Atelier im Zentrum Freiburgs. Kay Jürgens schafft Skulpturen aus Metallresten, Schlüsseln, Sieben usw. - die „dünnen Kerle“ (Foto rechts). Auf dem Gebiet der Malerei hat er Rost als Farbe zur Gestaltung von Landschaften entdeckt.
Ob und wann der Vertrag mit Generalmusikdirektor Peter Kuhn verlängert wird, ist ungewiss. Auf der Tagesordnung steht dieser Punkt jedenfalls nicht, wenn sich die Gesellschafter der Orchester GmbH zur nächsten Sitzung treffen. Solingens Oberbürgermeister Veith hätte die Personalie sicherlich gerne bald geklärt, Remscheids Oberbürgermeisterin Wilding aber sieht zunächst grundsätzlicheren Klärungsbedarf. Sie hält gemeinsam mit den übrigen Mitgliedern des Verwaltungsvorstandes der Stadt das Orchester für nicht mehr finanzierbar und hat Solingen angeboten, die Gesellschaftsanteile der Stadt Remscheid zu übernehmen. Vor und hinter den Kulissen wird darüber derzeit hitzig diskutiert. Und auch im Waterbölles treffen die Meinungen aufeinander. Beispiele: „Was für eine leere und tote Stadt Remscheid … werden wird ohne das Orchester, das können wir uns alle jetzt noch gar nicht vorstellen“, schrieb am 14. Mai Dieter Aatrops. Für Christoph Humpert ist der Verzicht auf das Orchester dagegen eine finanzielle Notwendigkeit. Er schrieb am 18. April: „Mich nerven die Leute, die auf der einen Seite das Geld mit der Schubkarre raushauen wollen, aber nicht sagen, wer es am Ende bezahlen soll. Ich hätte auch gerne eine Stadthalle und eine vernünftige S-Bahn-Infrastruktur in Remscheid, jedoch sind wir hier nicht bei ‚Wünsch Dir was!’!“ Remscheid, eine kulturelle Wüste ohne das Orchester? Roland Kirchner fragte am 18. April: „Haben alle Menschen, die in einer Stadt ohne eigenes Orchester wohnen, einen ‚kulturellen Schaden’? Geraten alle Kinder in diesen Städten auf die ‚schiefe Bahn’?“ Über weite Strecken wird die Diskussion in der Öffentlichkeit von Emotionen geprägt. Vielleicht können da die nachfolgenden Fakten hilfreich sein, sprich: für etwas mehr Besonnenheit und weniger Aufgeregtheit sorgen.
Insgesamt hat NRW 396 Städte und Gemeinden in NRW. Ein eigenes Orchester haben die wenigsten. Lediglich 19 Großstädte und zwei Kreisstädte können sich (noch) ein Orchester leisten, wobei vier Kommunen (Krefeld/Mönchengladbach und Remscheid /Solingen) aus finanziellen Gründen eine „Orchester-Ehe“ eingegangen sind. Unter den 29 Großstädten in NRW mit mehr als 100.000 Einwohnern liegt Remscheid mit 111.000 Einwohnern auf Platz 26. Noch. „Remscheid verzeichnet die stärksten Bevölkerungsverluste aller kreisfreien Städte in NRW“, hieß es bereits 2009 im „Städtebaulichen Entwicklungskonzept“ der Stadtverwaltung. Sie prognostizierte damals bis 2020 einen weiteren Rückgang um 11.000 bis 13.000 Einwohner. Und auch die Bevölkerungsstruktur ändert sich. Erst gestern berichtete der Waterbölles darüber: Jede vierte Remscheider Schüler(in) spricht zuhause kein Deutsch.
Schon jetzt verfügen weit größere NRW-Städte als Remscheid über kein eigenes Orchester: Hamm, Mülheim a. d. Ruhr, Herne, Leverkusen, Neuss, Paderborn und Bottrop. Insgesamt haben zehn Großstädte in NRW kein Orchester. Von den 21 Kommunen, die sich noch ein Orchester leisten, unterliegen zwölf den Nothaushaltsrecht, d.h. sie sind überschuldet und können keinen ausgeglichenen Haushalt vorweisen. Dazu gehören auch Solingen und Remscheid. Aber nur vier Städte sind aufgrund ihrer aussichtslosen Finanzlage gezwungen, in diesem Jahr an der 1. Phase des Stärkungspaktes NRW mit drastischen Sparmaßnahmen teilzunehmen, um Finanzhilfe des Landes erwarten zu können.
„Fall für die Beschwerdekommission: 20 Parkplätze weg“, titelte der Waterbölles am 10. Mai. Ein Angestellter eines Unternehmens, das im Industriegebiet „Überfeld" ansässig ist, hatte sich an das mit Ratsmitgliedern besetzte Gremium gewandt, weil er mit dem Anfang des Jahres auf der Straße „Auf dem Knapp“ im Industriegebiet Ueberfeld (gegenüber der Firma „apuso“) nicht einverstanden ist. Vergangenen Mittwoch befasste sich die Kommission nicht nur mit dieser Eingabe, sondern auch noch mit einer zweiten zum gleichen Thema. Denn den Waterbölles hatte auch „apuso“-Chef Roland Klaiss gelesen, wie er der Stadt am 11. Mai schrieb: „In einem Artikel der Remscheider Internet-Zeitung ‚Waterboelles.de’ lasen wir, dass dieses Thema … auf der Tagesordnung des städtischen Beschwerdeausschusses steht. Wir … bitten um Weiterleitung dieses Schreibens an den die Beschwerdekommission.“
Darin erinnert Klaiss daran, dass die Stadt im Frühjahr vergangenen Jahres gegenüber seiner Firma ein absolutes Halteverbot eingerichtet hatte, nachdem bei Schneeglätte im Winter schwere Lkw an der Steigung hängen geblieben und wegen parkender Fahrzeuge den Gegenverkehr blockiert hatten. Bei den Halteverbotsschilder handelte es sich um solche, die bei entsprechender Wetterlage aufgeklappt werden konnten. Klaiss: „Eine Blockierung der Straße durch Lkw bei Eisglätte war dadurch zwar auch nicht zu vermeiden, dafür bräuchte es vielmehr den rechtzeitigen Einsatz bzw. die Weiterfahrt der städtischen Streuwagen über den Anschluss des Feuerwehrgeländes hinaus. Die nur im Bedarfsfall aufklappbaren Halteverbotsschilder waren aber eine vernünftige und nachvollziehbare Regelung zur Verbesserung des Verkehrsflusses bei Schnee und Eis.“ Nachdem die Klappschilder durch feste Schilder ersetzt worden waren, habe er sich im Rathaus nach dem Grund erkundigt. „Wir erhielten die schnippische Mitteilung, es sei ja nicht Aufgabe der Stadt, für uns genügend Parkplätze zur Verfügung zu stellen.“ Als dann die ersten Knöllchen verteilt worden waren, habe die Firma drei Kundendienstfahrzeuge im Zweigbetrieb in Wetter angemeldet und stationiert. Klaiss: „Als Folge davon entgeht der Stadt natürlich ein Anteil der von uns zu zahlenden Gewerbesteuer.“
Durch das ganzjährige absolute Parkverbot habe sich die Verkehrssituation in diesem steilen Teil der Industriestraße verschlechtert, meint der Unternehmer in seiner Eingabe an die Stadt. Das Parken am Straßenrand habe früher verkehrsberuhigend gewirkt. Nun könnten die - mit schweren Betonteilen aus dem oberhalb gelegenen Betonwerk beladenen - Lkw mit 50 Stundenkilometern („und mehr!“) talwärts fahren, ohne auf den Gegenverkehr achten zu müssen. Ein Abbremsen z.B. bei Ausfahrt eines Busses aus der Busspur von der Überfelder Straße sei bei diesem Tempo und Gewicht kaum möglich.
Heiko Susic vom Ordnungsamt hielt in der Sitzung des Beschwerdeausschusses entgegen, bislang seien der Verkehrsbehörde in diesem Bereich noch keine zu schnell fahrenden Lkw aufgefallen. Wohl aber habe es im vorigen Jahr in zunehmender Zahl Beschwerden anderer Firmen aus diesem Bereich gegeben darüber, dass talwärts fahrende Autofahrer in der starken Rechtskurve Fahrzeuge zu spät hätten erkennen können, die ihnen wegen der abgestellten Wagen auf der „falschen“ Fahrbahn entgegengekommen seien. Susic: „Da mussten wir dann handeln, auch wenn wir eigentlich keine Parkraumvernichter sind!“ Die Petenten wandten ein, Das Halteverbot beziehe sich auf die gesamte Steigung, nicht allein auf den Bereich vor der Kurve. Und Thea Jüttner (CDU) bezeichnete es als völlig normal, dass Autofahrer an einer Steigung wegen abgestellter Fahrzeuge dem Gegenverkehr die Vorfahrt einräumen müsse – jedenfalls bei normaler Witterung. Roland Klaiss stimmte ihr zu: „Anstelle der aufklappbaren Halteverbotsschilder hat man für ‚freie Fahrt’ an drei Tagen im Jahr mit viel Schnee eine Rennstrecke eingehandelt und damit ein ganzjähriges Verkehrsproblem!“ - Wie soll es nun weitergehen? Darüber hat der Hauptausschuss zu entscheiden. Dem empfahl die Beschwerdekommission am Mittwoch, von der Verwaltung prüfen zu lassen,
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ob die Aufstellung von Verkehrsspiegeln im Kurvenbereich sinnvoll seien,
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Fahrzeuge bergwärts künftig halbseitig auf dem Gehweg abgestellt werden könnten (mit oder, falls zu teuer, ohne Absenkung der Bordsteine), und
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neue Parkplätze geschaffen werden könnten durch Verlagerung von Abfallcontainern an einen anderen Standort.
Die Tatsache, dass bis zum ganzjährigen Parkverbot an dieser Stelle häufig über Nacht auswärtige Lkw abgestellt wurden (wie an manch anderen Stellen im Stadtgebiet), veranlasste die Kommission zu der Anregung an den Hauptausschuss, den Landesbetrieb Straßen NRW auf die Notwendigkeit hinzuweisen, die Lkw-Parkplätze an der Raststätte Remscheid auch dann zu erhalten, wenn diese nach Burscheid verlagert werden sollte.
Im Schuljahr 2010/ 2011 wurden in Remscheid insgesamt 2.237 Kinder in OGS betreut. Für die im Schuljahr 2010/ 2011 rechnerisch gebildeten 96 OGS-Gruppen standen 72 Gruppenräume zur Verfügung. 85 OGS nutzten in unterschiedlichem Umfang auch Klassenräume (keine Doppelnutzungen in den Förderschulen). Neben den Gruppen- und Klassenräumen standen den OGS Lehrküchen, Werkstätten, Nebenräume, Computerräume, Sporthallen, Schulhöfe, Musikräume etc. zur Verfügung (Ausweichmöglichkeiten). Dies erforderte von den Beteiligten eine hohe Abstimmung. Ein gemeinsam erstelltes Raumnutzungskonzept gab es nur vereinzelt. Die Größe der Gruppenräume war nicht optimal, eine multifunktionale Nutzung und Raum für die kreative Entfaltung der Kinder nur bedingt gegeben. Bei einem Ganztagsbetrieb entsteht insbesondere bei den jüngeren Kindern der Bedarf nach einem Ruheraum. Die Bewertung der Angebote durch die Kinder war fast ausschließlich positiv. Tägliche Bewegungsangebote bildeten einen wesentlichen Schwerpunkt in der OGS-Arbeit.
In 22 der 25 OGS Standorte wurden Eltern einzelfallbezogenen Hilfen angeboten.. Mit zunehmendem Umfang kamen zum Ende des Schuljahres auch Beratungen rund um das Bildungs- und Teilhabepaket dazu. Als Gruppenangebote für Eltern wurden in 20 OGS verschiedene Aktionen vom Elterncafé über Gesprächskreise bis hin zu gemeinsamen Aktionen (gem. Spielnachmittage, Kochaktionen) genannt. An 17 OGS gab es einen Elternrat, der in die unterschiedlichsten Planungen und Entscheidungen eingebunden war.
Pro OGS-Gruppe a 25 Kinder werden 0,1 Lehrerstellenanteile vom Land bewilligt. Dies entspricht 2,8 Wochenstunden. Für das Schuljahr 2010/ 2011 wurden insgesamt 268 Lehrerstunden für bewilligt. Dies entsprach ca. zehn Lehrerstellen. Nach Auswertung der Rückmeldungen aus den Sachberichten wurden insgesamt 180 Stunden in OGS erteilt. In einer Schule ging der Einsatz von Lehrern in der OGS erheblich über den ermittelten Stundenumfang hinaus. In vollem Umfang wurden die Lehrerstunden in fünf Schulen eingesetzt. Mit der negativen Abweichung von ein bis zwei Stunden in der Woche wurden an sechs Schulen Lehrerstunden in der OGS erbracht, an fünf Schulen drei bis fünf Stunden weniger, an sechs Schulen als sechs bis neun Stunden weniger und an einer Schule an einer OGS und gar keine OGS-Stunden. Darüber hinaus wurde oftmals bemängelt, dass der Ausfall von Unterricht zu Lasten der OGS erfolgte. In den OGS an Standorten mit besonderen sozialen Belastungsfaktoren wurde ein besonderer Bedarf in der Zusammenarbeit mit Eltern, in der Schaffung von Frei- und Gestaltungsräumen für Kinder und in Möglichkeiten zur Teambesprechung gesehen.
Von den 2.237 Kinder in OGS besuchten 669 Kinder (30 Prozent) die erste Klasse, 592 Kinder die 2. Klasse (26,5 Prozent), 527 Kinder die Klasse 3 (23,5 Prozent) und 410 Kinder die 4. Klasse. (18 Prozent). Der Anteil der Jungen lag bei 51, 6 Prozent, der der Mädchen bei 48,4 Prozent und der von Kindern mit Zuwanderungsgeschichte bei 47,3 Prozent. Die in den OGS angebotenen Betreuungszeiten erstreckten sich im Allgemeinen von 7 bis 16 Uhr. Dabei wurden je nach Bedarf verlängerte Öffnungszeiten bis 17 Uhr angeboten. Eine Betreuung vor Unterrichtsbeginn, in der Zeit zwischen 7 bis 8 Uhr, wurde in 21 OGS angeboten. Der Bedarf an Frühbetreuung vor Unterrichtsbeginn wurde von vielen OGS als besonders hoch angegeben. Eine Betreuung bis 17 Uhr wurde von 16 OGS angeboten, eine OGS bot eine Betreuungszeit bis 16.30 Uhr an. Die Zahl der Kinder, welche die OGS nach 16 Uhr besuchten, waren sehr unterschiedlich. Sie war eher an solchen Standorten hoch, die aufgrund der sozialen Ortslage eine hohe Berufstätigkeit der Eltern vermuten lassen. (Auszüge aus einer Mitteilungsvorlage der Verwaltung an den Ausschussd für Schule uns Sport zur Sitzung am 24. Mai)
„Durch Klinik-Abriss Platz für rund 100 neue Wohnungen“, titelte der Waterbölles am 14. Juli 2010, nachdem die Verwaltung interessierten Lenneper Bürger/innen in der Freiherr-vom-Stein-Schule an der Hardtstraße erläutert hatte, was der Bebauungsplans Nr. 612 für das Gebiet zwischen Hans-Potyka-Straße und Virchowstraße vorsieht, wenn dort das ehemalige Lenneper Krankenhauses erst einmal abgerissen ist: Je nach Planvariante 80 bis 105 neue Wohnungen in 30 bis 35 Doppel- und 20 bis 25 Einfamilienhäusern. Nur: Das alte Krankenhaus und das frühere Schwesternwohnheim stehen heute noch.
In dem schriftlichen Bericht über den Verfahrensstand, den die Bezirksvertretung Lennep am 1. Februar angefordert hatte und der nun zur Sitzung am 23. Mai vorliegt, teilt die Verwaltung mit, man sei der Empfehlung der unteren Landschaftsbehörde und des Landschaftsbeirates gefolgt und habe entlang der Virchowstr. und südlich des bestehenden Kindergartens eine „Fläche zum Anpflanzen von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen und mit Bindungen für Bepflanzungen und für die Erhaltung von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen sowie von Gewässern“ vorgesehen. Dementsprechend sein eine Planergänzung erforderlich geworden nebst erneuter Offenlage bis zum 20. Februar, ohne dass allerdings weitere Stellungnahmen eingegangen seien. Die Entscheidung des Rates über die Planergänzung stehe noch aus. Der Satzungsbeschluss werde für die 2. Jahreshälfte angestrebt.
Und wann ist dann mit den ersten Bauarbeitern zu rechnen? Dazu findet sich in der Verwaltungsvorlage eine Stellungnahme der Darmstädter Projektentwicklungsgesellschaft ARCADIS vom 24. April: „Der Grundstückseigentümer, die Sana-Klinikum Remscheid GmbH, hat die Firma Arcadis Deutschland GmbH … mit dem Transaktionsmanagement der Liegenschaft beauftragt. Nach einer umfassenden Markt- und Standortanalyse und der gemeinsamen Entwicklung und Vorbereitung der verbindlichen Bauleitplanung (Bebauungsplan) mit der Stadt hat Arcadis in den vergangenen Monaten eine intensive Investorenansprache durchgeführt. Gegenwärtig steht Arcadis mit drei großen, deutschlandweit tätigen Projektentwicklern bzw. Bauträgern, die an der Entwicklung des Klinikgeländes zu einem Wohngebiet mit Einfamilien- und Doppelhäusern Interesse bekundet haben, in Verhandlung. Die Interessenten prüfen derzeit die Rahmendaten wie z.B. die notwendigen Investitionen für den Rückbau des Krankenhauses sowie des Wohnheims und die neue Erschließung mit Infrastruktur (Straßen, Ver- und Entsorgung sowie Grün- und Freiflächen) und die mögliche Erlössituation. Der Prüfprozess dauert derzeit noch an, so dass gegenwärtig noch keine konkreten Aussagen zu einem möglichen Baubeginn gemacht werden können. Arcadis ist allerdings zuversichtlich, dass der Prüfprozess der Investoren bald abgeschlossen ist und mit dem Rückbau des Klinikums als erster Maßnahme begonnen werden kann. Ziel der Stadt Remscheid wie des Grundstückseigentümers ist eine zeitnahe Vermarktung und Entwicklung des ehemaligen Klinikgeländes Lennep als attraktives Wohngebiet im Sinne des vorliegenden Bebauungsplanentwurfs.“
Im Schuljahr 2010/11 hatte in Nordrhein- Westfalen mehr als jede(r) vierte (26,2 Prozent) der rund zwei Millionen Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen (ohne Weiterbildungskollegs und freie Waldorfschulen) eine Zuwanderungsgeschichte (in Remscheid 39,1 Prozent). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, wird bei mehr als der Hälfte der Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte zu Hause überwiegend nicht deutsch gesprochen. Das sind 15 Prozent der gesamten Schülerschaft (in Remscheid 25,1 Prozent). Die Hauptschulen hatten mit 25,6 Prozent den höchsten Anteil an Schülerinnen und Schülern mit Zuwanderungsgeschichte, bei denen zu Hause überwiegend nicht deutsch gesprochen wurde. Bei den Gymnasiast(inn)en war der Anteil mit fünf Prozent am niedrigsten. Diese und weitere interessante Ergebnisse zur Bildungsbeteiligung junger Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in NRW sowie methodische Hinweise hat der Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen jetzt in der Reihe "Statistik Kompakt" unter dem Titel "Bildungsbeteiligung von Schülerinnen und Schülern mit Zuwanderungsgeschichte" veröffentlicht. Unter http://www.it.nrw.de/wl/statistik_kompakt.html steht die Analyse zum kostenlosen Download bereit. 1) ohne Weiterbildungskollegs und freie Waldorfschulen – 2) an der gesamten Schülerzahl

„Mit Strohhut und Regenschirm auf Vatertagstour“, titelte der Waterbölles am Himmelfahrtstag 2011 (2. Juni) und zeigte zwei vergilbte Fotos aus alten Tagen, als der „Vatertag“ noch groß in Mode war. Heute nun zwei Fotos zum gleichen Thema, die sich im Buch „Hämmer- und Kottenforschung in Remscheid. Vom Blombach bis Eschbach“ von Günther Schmidt finden. Das rechte hat er selbst aufgenommen und „Himmelfahrt 1920 im Eschbachtal“ betitelt. Das linke stammt aus der Sammlung Meier und zeigt den Burger Bahnhof im Eschbachtal nahe der Straße nach Oberburg zu Zeiten, in denen im dortigen Ausflugslokal an „Himmelfahrt“ reger Betrieb herrschte. Im Bild zu sehen auch die Straßenbahn, die damals noch zwischen Remscheid und Unterburg verkehrte.
Mit dem neuen Fachbuch „Studio Basiswissen, Licht und Beleuchtung“, das sich speziell an Anfänger und Einsteiger wendet, will der Remscheider Fotograf Helmut Harhaus den Fotointeressierten den Einstieg in die Studiofotografie leicht und überschaubar machen durch zahlreiche Tipps und Kniffe, wie sich mit geringem finanziellen Aufwand gute und attraktive Fotos im Studio machen lassen. Helmut Harhaus, Jahrgang 1953, ist Berufs-Fotograf und Augenoptikermeister. Seit vielen Jahren betreibt er ein Fotostudio in Lennep, Kölner Straße 27, das dem Optik-Geschäft „blickpunkt Harhaus“ angeschlossen ist. Bei seinen Sach- und Produktaufnahmen für Industrie und Werbung legt er Wert auf Detail-Strukturen – gut genug auch für Formate von zwei mal sechs Metern. („Studio Basiswissen, Licht und Beleuchtung“, Verlag Photographie, Gilching. ISBN: 978-3-933131-69-9).
Pressemitteilung des Sana-Klinikums
Der Rückenschmerz ist die „Schmerz-Volkskrankheit“ Nr. 1. Etwa jeder Dritte leidet deutschlandweit daran. Die Gründe dafür sind vielfältiger Natur. Patienten, Angehörige und Interessierte können sich am Donnerstag, 24. Mai, im Rahmen eines interdisziplinären Patientenseminars im Sana-Klinikum Remscheid über die Vielschichtigkeit dieses Leidens und die diversen Behandlungswege informieren. Die beteiligten Mediziner aus den Fachbereichen Neurologie, Orthopädie/Unfallchirurgie und Schmerzmedizin möchten deutlich machen, dass insbesondere der Rückenschmerzpatient von einer frühen Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Fachrichtungen profitieren kann. Das Patientenseminar findet von 18 bis 20 Uhr im Forum Ovale des Sana-Klinikums statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Auf dem Programm stehen die Vorträge „Der Rückenschmerz aus der Sicht des Neurologen“ (PD Dr. Ulrich Junghans), „Rückenschmerzen bei Osteoporose - minimal invasive Therapie osteoporotischer Wirbelbrüche“ (Dr. Bernhard Fortmeier) sowie „Wann, welches Medikament - wann spielt die Seele eine Rolle?“ (Dr. Uwe Junker). Im Anschluss haben Interessierte die Möglichkeit, Fragen mit den Experten zu besprechen. „Die Volksweisheit ‚Jeder hat sein Päckchen zu tragen’, kommt nicht von ungefähr“, betont Dr. Uwe Junker, Chefarzt des Zentrums für Anästhesie, Intensiv-, Schmerz- und Palliativmedizin am Sana-Klinikum. „Kaum eine Schmerzart ist so häufig Ausdruck seelischer oder sozialer Probleme wie der Rückenschmerz.“ (Katrin Krause)
Pressemitteilung des Krankenhauses Radevormwald
Mit einer offenen Mitarbeiterversammlung starten heute die Johanniter GmbH und die Sana Kliniken AG den Trägerwechsel im Johanniter-Krankenhaus Radevormwald und in den Altenpflegereinrichtungen. Zugleich stellt Sana als neuer Träger den Fahrplan zur Neuausrichtung vor. Oberste Priorität hat die Sicherstellung der medizinischen Versorgung durch die Umsetzung einer zukunftsfähigen Krankenhausstruktur. Jede Mitarbeiterin, jeder Mitarbeiter wird mit dem bestehenden Arbeitsvertrag von den Sana Kliniken übernommen. Die Verträge zwischen der Johanniter GmbH und der Sana Kliniken AG werden zum 1. Juni 2012 wirksam. Das Krankenhaus wird künftig von einer Doppelspitze geleitet: Als neue Geschäftsführer werden Oliver Bredel (50) und Gunnar Schneider (34) berufen. Beide Klinikexperten verfügen über langjährige Erfahrungen. Sie sind zugleich im Sana-Klinikum Remscheid tätig - Oliver Bredel als dessen Geschäftsführer und Gunnar Schneider als kaufmännischer Leiter. Mit umfangreichen Investitionen in Höhe von drei Millionen Euro bekennen sich die Sana Kliniken klar zum Standort Radevormwald. Um das Krankenhaus zukunftsfähig aufzustellen und auszubauen, fließen die Finanzmittel in die Sanierung der Station 1, in die medizinische Infrastruktur sowie in die Verbesserung der Ablaufprozesse.
Am 15. Dezember vergangenen Jahres hatte der Rat der Stadt die Verwaltung beauftragt, die Möglichkeiten eines Neubaus für das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung sowie die Flächenerweiterung des Käthe-Kollwitz-Berufskollegs zu untersuchen. Dass Handlungsbedarf besteht, wurde bereits im November deutlich, als sich der Schulausschuss mit einem ersten Zwischenbericht zum Schulentwicklungsplan für die Remscheider Berufskollegs beschäftigte (Entwicklung der Schülerzahlen bis 2016, Raumanalyse und Funktionalplanung). Zur Raumsituation hat die Verwaltung nunmehr in einer Vorlage für den am 24. Mai tagenden Ausschuss für Schule und Sport ergänzend festgestellt: „Für das Berufskolleg Käthe-Kollwitz käme eine Erweiterung der Raumressourcen am bisherigen Standort Freiheitstraße in Betracht. Für das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung ist das bisherige Gebäude am Standort Stuttgarter Straße völlig unzureichend. Weder die Brandschutzauflagen und Sanierungen im Gebäude sind zu vertretbaren Kosten zu realisieren noch sind notwendige und vor allem ausreichende Erweiterungen auf dem Geländes des Berufskolleg möglich. Problematisch ist, dass ein Großteil der im Gebäude vorhandenen Unterrichtsräume nur mit erheblichen Einschränkungen nutzbar sind, weil die nach den Schulbaurichtlinien erforderliche Mindestgröße teilweise wesentlich unterschritten wird.“ Lediglich für das Berufskolleg Technik an der Neuenkamper Straße seien ausreichende Raumressourcen vorhanden.
Den Finanzbedarf für die beiden Berufskollegs Käthe-Kollwitz und Wirtschaft und Verwaltung beziffert die Verwaltung in ihrer Vorlage mit rund 20 Millionen Euro (Wirtschaft und Verwaltung 15.927.700 Euro, Käthe-Kollwitz 2.264.800 Euro) zuzüglich eventueller Grundstückskosten für einen neuen Standort des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung. Zusätzlich seien auch die notwendigen Sporthallenkapazitäten der Berufskollegs zu berücksichtigen. Der Finanzbedarf ist Bestandteil des Bildungsinvestitionsplanes, der derzeit erarbeitet wird und dem Rat der Stadt am 28. Juni vorgelegt werden soll. Derzeit untersuchen die zuständigen Fachämter der Verwaltung mögliche Standorte innerhalb des Remscheider Stadtgebietes für einen Neubau des Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung. Nicht ausgeschlossen wird auch die Bündelung mehrerer Berufskollegs an einem Standort sowie Kooperationen mit den Nachbarstädten Solingen und Wuppertal.
Die CDU-Fraktion hat zur Sitzung des Schulausschusses den Antrag gestellt, die Verwaltung möge „die Möglichkeit eines Public-Private-Partnership-(PPP)-Vertrags prüfen, um die räumliche Situation der Berufskollegs nachhaltig zu verbessern: „Die Finanzlage der Stadt Remscheid ist dramatisch. Die Stadt muss sich im Wesentlichen auf die Erledigung ihrer Pflichtaufgaben konzentrieren. Um als Wirtschafts- und Bildungsstandort auch in Zukunft attraktiv zu bleiben, müssen wir jedoch auch Gelder in den Schulbereich investieren. Dies wird immer schwieriger, da zusehends ein Großteil der Schul- und Bildungspauschale für den Kita-Ausbau verwendet wird. Um aus dieser Misere herauszukommen, sind kreative Lösungen gefragt. Für die CDU-Fraktion haben unsere Berufskollegs eine eminente Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Stadt und die Ausbildung von Fachkräften. Die Stadt Leverkusen habe sich „das Mammutprojekt der Sanierung der Berufskollegs im Rahmen eines PPP-Projekts vorgenommen“; dadurch spare Leverkusen 15 Prozent der Kosten ein.
„Auf Gehwegen haben Ross und Reiter nichts zu suchen“, titelte der Waterbölles am 29. Mai 2008, nachdem sich die Mitglieder der Bezirksvertretung Lennep mit dem „Spannungsfeld Reiter – Spaziergänger“ und speziell mit der Verpflichtung der Reiter beschäftigt hatten, die Hinterlassenschaften ihrer Pferde („Pferdeäpfel“) unverzüglich zu entfernen § 32 StVO). Zur Sitzung der BV am 23. Mai ist nun eine Fortsetzung fer damaligen Debatte zu erwarten. Denn den Kommunalpolitikern liegt die Eingabe eines verärgerten Bürgers vor. Zitat: „Immer wieder fällt uns auf, dass es Reiter gibt, die grundsätzlich nicht die für diesen Sport angelegten Reitwege benutzen, sondern verbotenerweise die Fußwege. Ich habe verschiedene Reiter, die ich auf den Fußwegen angetroffen habe, angesprochen und darauf hingewiesen, dass die Fußwege für Reiter verboten und… sind. Nachfolgend einige der Antworten: ‚Ich habe nicht gewusst, wo ein Reitweg in den Wald führt’ – ‚Ich gehe doch nur am Rand des Weges’ – ‚Es ist doch nichts passiert“ und ‚Ich bin ja gleich weg’. (…) Nicht nur die breiten, einigermaßen befestigten Fußwege (werden) zweckentfremdet, sondern auch die sogenannten „Trampelpfade“, die durch jahrzehntelanges Benutzen entstanden sind. Diese Wege sind mittlerweile so zermatscht und glatt, dass man mit allergrößter Vorsicht dort entlang gehen muss. (…) Ein beschlagenes Pferd hinterlässt kleine Dellen im Boden, die sich bei Regen mit Wasser füllen und so den Weg bereiten für den nächsten Reiter, der dann eine noch größere Zerstörung verursacht. Ich denke, dass hier unbedingt etwas passieren muss, wenn wir die Fußwege noch ein paar Jahre erhalten wollen. Da die Stadt kein Geld hat, wer soll dann für die Instandsetzung/Instandhaltung aufkommen? Das wäre ein großer Verlust für die vielen Spaziergänger, die den Wald zur Naherholung nutzen. (…) Außerdem hinterlassen Pferde auch schon einmal größere Haufen, die genau wie bei Hunden entfernt werden müssten, was aber … nicht geschieht.“ Nach der BV-Sitzung von Mai 2008 sei zwar ein „Runder Tisch“ eingerichtet worden, an dem auch Stallbesitzer teilnähmen. „Es gibt in der Umgebung aber auch einige Privatreiter, die keinem Reitstall angeschlossen sind. Festgestellt habe ich auch, dass einige Reiter ohne Plakette reiten. Außerdem gibt es Pferde die Angst vor Hunden haben. Was ist, wenn ein Pferd auf einen Hund trifft, dann scheut und durchgeht? Wer haftet, wenn der Reiter nicht auszumachen ist, da er keine Plakette hat oder die Plakette nicht vorschriftsmäßig ‚gut sichtbar’ angebracht wird?“,fragt der besorgte Bürger.
„Das Reiten im Wald ist in Remscheid nur auf den entsprechend gekennzeichneten Wegen zulässig. Verstöße hiergegen stellen eine Ordnungswidrigkeit gem. § 3 Abs. 1 e 2 Landesforstgesetz (LFoG) dar. Zuständig für die Ahndung ist die Untere Forstbehörde (UFB) mit Sitz in Gummersbach. Falls städtische Bedienstete derartige Verstöße feststellen sollten und die Personalien der Reiter zu ermitteln sind (was mit angemessenem/vertretbarem Aufwand meist leider in der Praxis nicht möglich ist), ist der Vorgang an die zuständige UFB abzugeben“, erklärt sich die Stadtverwaltung ich ihrer Antwort auf diese Bürgereingabe indirekt für nicht zuständig. Die Stadt Remscheid verfüge bekanntermaßen auch nicht über die personellen Voraussetzungen, um systematische Kontrollen der Reiter im Wald sowie in der Landschaft durchzuführen. Der 2008 eingerichtete „Runder Tisch“ habe unter Beteiligung verschiedenster Interessengruppen des Naturschutzes, der Jagd, der Waldbauern, der Landwirtschaft sowie des SGV wiederholt stattgefunden, „zuletzt aber nur in kleinem Kreis“, da man sich mit den Reiterverbänden darauf verständigt habe, die durch die Landesregierung angekündigte Novellierung der gesetzlichen Regelungen des Landschaftsgesetzes zum Thema Reiten abzuwarten.
Immer dann, wenn ein Bebauungsplan aus Acker Bauland gemacht hat, muss die zuständige Kommune sich um die Erschließung des Geländes kümmern. So auch die Stadt Remscheid im Zusammenhang mit Bebauungsplan „495 – Bergisch Born II“. Die Erschließung ist eine Voraussetzung dafür, dass die betreffenden Grundstücke „baureif“ gemacht werden können, wie der Fachmann sagt. In diesem konkreten Fall betrifft das den Endausbau der Straße „Schwarzer Weg“ in Bergisch Born, über den die Verwaltung die Anlieger bereits im August 2002 informierte. Danach wurde die Planung noch einmal überarbeitet; seit 10. Juni 2008 sind die Planänderungen rechtsverbindlich. Da sei der Ausbau des „Schwarzen Weges nur folgerichtig, meint die Verwaltung und hat der Bezirksvertretung Lennep für das kommende Jahr den Ausbau des Schwarzer Weges östlich der alten Bahntrasse Bergisch Born – Lennep angekündigt. Für die Anlieger bedeutet das: Auf die ersten Vorauszahlung auf ihren späteren Erschließungsbeitrag aus dem Jahre 2002 folgt jetzt eine zweite. Entsprechende Briefe verschickte die Verwaltung bereits Ende Februar. Beitragspflichtig ist, wer zum Zeitpunkt der Bekanntgabe des Beitragsbescheides Eigentümer des betreffenden Grundstücks ist.
Ernst B., der sein Grundstück Schwarzer Weg 5a nach eigenen Angaben 1994 „erschlossen gekauft“ haben will, empfiehlt die Verwaltung zu prüfen, „ob er den zu erhebenden Vorausleistungsbeitrag vom Verkäufer zurückverlangen kann. B. hat schriftlich Einwände gegen den Straßenausbau erhoben, u.a., weil zunächst einmal das Gelände gegenüber der Waldorfschule bebaut werden sollte. Ansonsten müsse später der neue Straßenbelag an mehreren Stellen würde aufgerissen werden. Auch dazu nimmt die Verwaltung in ihrer Mitteilungsvorlage an die BV Lennep zur Sitzung am 23. Mai Stellung: „Richtig ist, dass gegenüber der Waldorfschule große, derzeit unbebaute Grundstücke liegen. Wann diese bebaut werden sollen, ist … nicht bekannt. Um eine Zerstörung der neuen Straße durch Leitungsaufbrüche zu vermeiden, ist es beabsichtigt, die Versorgungsleitungen in den künftigen Gehweg, welcher aktuell noch nicht endgültig hergestellt werden soll, zu verlegen.“
Pressemitteilung des Krankenhauses Radevormwald
Das Bundeskartellamt hat keine Einwände gegen eine Übernahme des Johanniter-Krankenhauses Radevormwald durch die Sana Kliniken AG. Die Johanniter GmbH hatte sich aus wirtschaftlichen Gründen entschieden, das Krankenhaus zu veräußern. Zuletzt sprach sich auch die Stadt Radevormwald für einen Trägerwechsel an die Sana Kliniken AG aus. „Wir freuen uns, dass das Bundeskartellamt so rasch entschieden hat“, begrüßte Dr. Jörg Blattmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Johanniter GmbH, die heutige Entscheidung. Dr. Michael Philippi, Vorstandsvorsitzender der Sana Kliniken AG, erklärte: „Damit ist ein wichtiger Schritt für einen erfolgreichen Übergang vollzogen.“ Mit der Freigabe durch das Bundeskartellamt kann Sana mit der Umsetzung des Trägerwechsels beginnen. Im ersten Schritt werden die rund 300 Beschäftigten des Johanniter-Krankenhauses sowie der Johanniter-Senioreneinrichtungen in Radevormwald in einer Mitarbeiterversammlung am Mittwoch, 16. Mai, umfassend über die Entwicklungen in ihren Häusern informiert. Das Bundeskartellamt mit Sitz in Bonn ist für den Schutz des Wettbewerbs und die Kontrolle bei Zusammenschlüssen in Deutschland verantwortlich. Sämtliche Zusammenschlussverfahren des Bundeskartellamtes sind öffentlich zugänglich und können im Internet eingesehen werden. Nach der Zustimmung des Bundeskartellamtes zum Trägerwechsel bedarf es noch der Zustimmung der Kommunalaufsicht in Gummersbach. Danach liegen alle Genehmigungen vor und die Sana Kliniken AG darf die Geschäfte im Krankenhaus Radevormwald aufnehmen. Die Senioren-Einrichtungen werden von der Johanniter Seniorenhäuser GmbH übernommen. (Susanne Heintzmann)
Inzwischen haben die Initiatoren des „Bürgerbegehrens zum Erhalt des Lenneper Schützen- und Kirmesplatzes damit begonnen, die endgültigen Unterschriftenlisten (Version: 14.05.12) zu verteilen. Unterschrieben sind sie dann zurückzuschicken an den Verkehrs- und Förderverein Lennep e.V. Kölner Straße 59; Lennep offensiv, Berliner Straße 5, 42897 Remscheid; oder den Heimatbund Lüttringhausen, Gertenbachstraße20, 42899 Remscheid. Als Berechtivte, die Unterzeichner des Bürgervereins zu vertreten, werden auf dem Unterschriftenbogen Dr. Ralf Flügge, Richthofenstr. 40, 42899 Remscheid 2; Klaus Kreutzer, Kölner Str. 59, 42897 Remscheid; und Peter Maar, Dörrenberg 16, 42899 Remscheid, genannt. Über dem Platz für Name, Adresse, Unterschrift, Geburtsdatum und Unterschrift steht folgender Text:
„Bürgerbegehren gemäß §26 der Gemeindeordnung NRW. Ich unterstütze mit meiner Unterschrift die Initiative, die einen Bürgerentscheid mit folgender Frage herbeiführen will: Soll der Kirmesplatz in Lennep an der Ring-/Rader Straße als Veranstaltungsplatz erhalten werden und eine Bebauung, z.B. mit weiterem großflächigem Einzelhandel, dadurch verhindert werden? Begründung: Für den Kirmesplatz gibt es in Lennep keine adäquaten Flächen als Ersatz für die Durchführung von Schützen-, Volks-, Oktoberfest, Martinsfeuer, Osterfeuer, Zirkusveranstaltungen, Treckertreffen, Wirtschaftsschauen und andere Großveranstaltungen. Ebenso fallen die Parkplätze für Besucher des Röntgenstadions weg. Die weitere Ansiedlung von großflächigem Einzelhandel auf dem Kirmesplatz ist nicht erforderlich, da Lennep mit Discountern und Supermärkten ausreichend versorgt ist. Der Bilanzwert der Fläche per 1.1.2008 beträgt nach Angaben der Stadt € 301.000. Der von der Stadt genannte Verkaufserlös ist fiktiv. Er ist durch keine Beschlüsse oder vertragliche Vereinbarungen belegt.
Kostenschätzung der Verwaltung: 'Bei einem Verzicht auf den Verkauf des Lenneper Schützenplatzes entgehen der Stadt Remscheid Verkaufserlöse in Höhe von 3.150.000 Euro. Dieses Geld würde zum Abbau der städtischen Schulden von 572.000.000 Euro (Stand: April 2012) beitragen. Zwischen 2012 und 2021 käme zum Verkaufserlös noch eine Verringerung der Zinszahlungen in Höhe von 695.276 Euro hinzu. Bei einem Verbleib des Platzes in städtischem Eigentum können wie bisher 2.000 Euro jährlicher Überschuss erwirtschaftet werden. Einschließlich der Verzinsung ergäbe sich ein Überschuss zwischen 2012 und 2021 von 22.844 Euro. Bei einem Verkauf des Platzes würde sich die Liquidität der Stadt Remscheid um3.822.430 Euro verbessern.’“
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