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Wochenrückblick vom 24. bis 30. April 2017

Remscheider Institutionen berichten oder laden ein

Arbeitskreis Ökumenischer Gottesdienst / 1.Mai-Gottesdienst für Arbeitnehmer/Innen: „Wir sind viele, wie sind eins“ ist am 1. Mai nicht nur das Motto des Demonstrationszuges, sondern auch des traditionellen Ökumenischen Gottesdienstes. Um 8.30 Uhr findet er vor dem Zug in der Kirche St. Suitbertus statt. Zum 23. Mal ist der Gottesdienst dem Zeichen der Solidarität und der Veranstaltung auf dem Rathausplatz vorgeschaltet. Hier haben sich wieder die christlichen Gemeinden Remscheids, die CDA, Christlich demokratische Arbeitnehmerschaft, der EAK, der evangelische Arbeitskreis der CDU, die Gewerkschaften und die KAB, die katholische Arbeitnehmerbewegung, zu einer christlichen Besinnung auf den Gewerkschaftstag zusammen gefunden.
In einer Dialogpredigt werden sich Pfarrer Hans-Günther Korb, Diakon Heinz Braun und Pfarrer André Carouge in Anlehnung an das Gewerkschaftsmotto Gedanken auch aus christlicher Sicht hierzu machen. Lokale Beispiele wie die Situation der Adient Beschäftigten, die vor der Kündigung stehen, den vielen Beschäftigten mit Zeitverträgen oder der Gleichberechtigung von Mann und Frau in den Betrieben liefern genug Gesprächsstoff. Die Kollekte wird dann auch konkrete Hilfe liefern. Sie wird zweigeteilt sein. Zum einen soll mit ihr die Bekämpfung der menschenunwürdigen Zustände in den Townships von Kapstadt unterstützt werden. Den lokalen Bezug liefert die Hilfe für „Human Medizin für alle“. Der Leiter des Gesundheitsamtes Remscheid, Dr. Frank Neveling, wird das Projekt im Gottesdienst vorstellen. . Zum Abschluss gibt es erstmals eine kleine „Agape-Feier to go“. Es sollen Weintrauben und Brot am Ausgang an die Teilnehmer verteilt werden.

Lüttringhauser Turnverein 1869 e. V. / Maiwanderung: Zur Wanderung am 1. Mai lädt der Lüttringhauser Turnverein alle Lüttringhauser und Lüttringhauserinnen ein. Der Weg führt von der Barmer-/Ecke Beyenburger Straße über die landschaftlich schönen Wanderwege nach Herbringhausen. Dort lädt die Freiwillige Feuerwehr Herbringhausen zum „Tanz in den Mai“ ein. Die Wanderung dauert etwa zweieinhalb Stunden. Wenn sich alle gestärkt haben, wird nach zwei Stunden der Rückweg zurück ins „Dorp“ angetreten,. Start der Wanderung ist um 9.30 Uhr.

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Remscheids neuer Cinestar-Filmpalast ist "in Gründung"

Vom einstigen „Bahnhofsgarten“ ist nichts geblieben. Bagger, Planierraupe und Bohrgerät beherrschen den Platz am Remscheider Hauptbahnhof, der einmal als Ersatz für das gescheiterte „Schaufenster der Wirtschaft“ eine Grünanlage war, teilweise eingerahmt von einer Gabionen-Mauer. Die ist inzwischen nur noch teilweise vorhanden, zeigt eine große Lücke (Foto). Die Gründungsarbeiten (Betonpfähle) für den Kino-Neubau der sind in vollem Gang. Oliver und Willi Kropp, die Geschäftsführer (Vater und Sohn) der familieneigenen Unternehmensgruppe Kropp mit Sitz in Großenlüder im Landkreis Fulda/Hessen, hatten am 22. März von der Stadt Remscheid die Baugenehmigung erhalten. Sie investieren in das Multiplex-Kino, das die CineStar-Gruppe betreiben will, zwölf Millionen Euro. Es soll zwei größere und vier kleinere Sälen mit insgesamt 1.300 Sitzplätzen haben und über modernste Filmvorführtechnik verfügen. Voraussichtlich im 3./4. Quartal 2018 wird Remscheids neuer Filmpalast eröffnet werden.

Fan- und Familientag mit zwei Fußballspielen

Pressemitteilung des FC Remscheid

Am kommenden Sonntag, 30. April, um 12.30 Uhr beginnt der Fan- und Familientag des FCR im Lenneper Röntgen-Stadion mit der Partie FC Remscheid II – TS Struck II (Kreisliga B) Die Mannschaft von Mike Kupfer und Özmen Gülpolat hat fünf Spieltage vor dem Saisonende elf Punkte Vorsprung auf den dritten Tabellenplatz und damit dem ersten Nichtaufstiegsplatz. Gewinnen die Blau-Weißen ihre Heimaufgabe gegen den TS Struck II und punktet die Konkurrenz vom SSV Bergisch Born II und BV Burscheid II nicht mind. dreifach, dann wäre der Aufstieg für den FC Remscheid II in die Kreisliga A perfekt.
Um 15 Uhr folgt das Spitzenspiel der Bezirksliga Gruppe I (Erster gegen Zweiter) FC Remscheid – 1. FC Wülfrath  Die erste Mannschaft des FCR hat 13 Zähler Vorsprung auf den Tabellenzweiten 1. FC Wülfrath. Zwar sind für die Kosanovic-Elf noch sechs Spiele auszutragen, aber das kommende Spiel geht ausgerechnet gegen den direkten Konkurrenten 1. FC Wülfrath. Gewinnen die Blau-Weißen dieses Aufeinandertreffen ist der Wiederaufstieg und die sofortige Rückkehr in die Landesliga dem FCR nicht mehr zu nehmen.
Den ganzen Nachmittag dürfen sich die Zuschauer aber auch auf andere Aktionen freuen, etwa eine große Tombola. Hauptpreis ist eine Fahrt in einem Warsteiner Heissluftballon. Der frisch renovierte „1908 Treff“ wird am Sonntag bis 21.30 Uhr geöffnet sein. Davor wird ein kleiner "Biergarten" aufgebaut – hoffentlich zur Aufstiegsfeier. Trainer, Betreuer sowie die Spieler der ersten und zweiten Mannschaft werden vor Ort sein und stehen den Fans für Fragen und Gespräche zur Verfügung.
Der FC Remscheid hofft am Sonntag bei gutem Wetter auf eine „volle Hütte“ und einen tollen Rahmen. Für ein ausreichendes Catering ist gesorgt. Es könnte für die Remscheider Bürger eine der letzten Möglichkeiten sein, das Lenneper Röntgen-Stadions nochmal voll zu erleben. Der FCR hofft daher auf zahlreiches Erscheinen seiner Fans. (Thorsten Greuling)

Feste feiern in der ehemaligen Großbäckerei Hammes

Aus dem Produktionsgebäude der ehemaligen Großbäckerei Hammes im Industriehof Trecknase 6 soll ein „Bergisches Event Center“ werden für Feste aller Art. Ein entsprechender Änderungsantrag vom Produktionsbetrieb zur Versammlungsstätte für maximal 250 Personen liegt im Remscheider Rathaus vor, wie am Mittwoch in der Sitzung der Bezirksvertretung Lennep Jörg Schubert bestätigte, der Leiter des Fachdienst Bauen, Vermessung und Kataster, Untere Denkmalbehörde der Stadt Remscheid. Ungenehmigt hatten in der Halle kürzlich mehr als 250 Personen gefeiert. Das schätzten Mitarbeiter der Ordnungsbehörde anhand der aufgestellten Sitzgelegenheiten. Sie hatten die Feier am späteren Abend beendet, nachdem sie von Anwohnern über ein „Verkehrschaos im Viertel“ informiertworden waren. Gegen den Veranstalter wurde damals ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Für eine weitere Veranstaltung wurde inzwischen bei der Verwaltung eine Ausnahmegenehmigung beantragt, da das eigentliche Umwidmungsverfahren noch nicht ab geschlossen ist. Diese Feier soll heute stattfindet – mit weniger als 200 Personen, wie es heißt.  Das Ordnungsamt dürfte das gewiss überprüfen wollen...

Die Führungspositionen in der Stadtverwaltung...

 

gesamt

männlich

weiblich

Frauen in %

Kernverwaltung

 

 

 

 

Dezernat

5

4

1

20

Fachdienstleitung

26

19

7

26,92

Abteilungsleitung

63

44

19

30,16

Sachgebietsleitung

29

20

9

31,03

Durchschnitt

 

 

 

29,27

TBR

 

 

 

 

Betriebsleitung

1

1

0

0

Geschäftsbereichsleitung

6

5

1

16,67

Bereichsleitung

14

11

3

21,43

... im April dieses Jahres nach Geschlecht. Die Tabelle, zusammengestellt von der städtischen Gleichstellungsbeauftragten Christel Steylaers, stand gestern auf der Tagesordnung des Hauptausschusses. Sie weist über die acht Rubriken einen durchschnittlichen Frauenanteil von 21,4 Prozent aus. Zum Vergleich: Der Frauenanteil an Führungspositionen in den obersten Bundesbehörden liegt derzeit bei 34 Prozent, der Frauenanteil an Führungspositionen in den Ministerien des Landes NRW bei 31,7 Prozent.

Auch 2017 immer wieder gerne ins Werkzeugmuseum

Archivfoto: Deutsches Werkzeugmuseum27. April, 19 bis 21 Uhr
Die Werkzeughändler Hilger, Cleff und Ihre Mitbewerber
Unter dem Titel „Die Werkzeughändler Hilger, Cleff und ihre Mitbewerber. Ein Spaziergang zu Geschichtsstationen mit Weinverkostung“ steht am Donnerstag, 27. April, von 19 bis 21 Uhr eine besondere Veranstaltung des Deutschen Werkzeugmuseums. Die Gebrüder Hilger sowie die Brüder Cleff bauten und bewohnten das Haus Cleff und handelten mit Kleineisen. Doch nicht nur diese Familien taten das in Remscheid oder ‚auf dem Hasten‘. An diesem Abend suchen wir weitere wichtige Patrizierhäuser, andere geschichtsträchtige Orte oder Denkmale auf und erfahren die Geschichte, die dahinter steht. Hierfür haben wir wieder Hans Krielke gewinnen können, der ein absoluter Kenner der Materie ist. Sie werden staunen, was auf dem Hasten alles passiert ist und wer hier gewohnt hat.
Wer Handel mit Werkzeugen aus Remscheid treibt, fährt vollbeladen von hier los, aber er bekommt bestimmt nicht mit leeren Wagen zurück. Und da ist es nicht unwahrscheinlich und sogar geschichtlich verbürgt, dass Wein ein beliebtes Handelsgut war. Aus diesem Grund werden wir bei unserem Rundgang an bestimmten Stellen sehr leckere Weine verkosten. Bitte melden Sie sich für diese Veranstaltung unter Tel. RS 162519 oder per E-Mail werkzeugmuseum-hiz@remscheid.de">werkzeugmuseum-hiz@remscheid.de bis zum 26. April an. Die Gebühr beträgt zehn Euro pro Teilnehmer inkl. der Weinverkostungen.

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Partnerstadt Quimper wählte liberal und links

In der Stichwahl am 7. Mai entscheidet sich, wer Frankreichs neuer Staatspräsident werden wird. Das Ergebnis der Vorwahlen vom vergangenen Sonntag sprechen für den sozialliberalen, aber parteiunabhängigen Emmanuel Macron. Seine Gegenkandidatin ist die rechtsradikale Marine Le Pen. Wäre es nach den Wählerinnen und Wählern in Remscheids bretonischer Partnerstadt Quimper gegangen, würde Le Pen keine Rolle mehr spielen; sie kam von allen fünf Kandidaten nur auf den letzten Platz. Auf Platz 2 in der Gunst der Wähler/innen in Quimper kam der linker Kandidat Luc Melenchon. Hier die exakten Ergebnisse aus Quimper: Emmanuel MACRON 33,22 %, Jean-Luc MELENCHON 20,23 %, François FILLON 16,52 %, Benoît HAMON 12,62 %, Marine LE PEN 10,32 %.

Die Wahl und ihr endgültiges Ergebnis vom 7. Mai dürfte noch für viel Gesprächsstoff sorgen, wenn ein Bus aus Remscheid am Morgen des 25. Mai in Quimper eingetroffen  ist. Derzeit besteht die Gruppe des Städtepartnerschaftsvereins Remscheid-Quimper e. V. noch aus 43 Teilnehmern, die in französischen Gastfamilien untergebracht sein werden, und zwei Busfahrern. Da der Bus insgesamt 50 Plätze hat, ließen sich noch einige wenige weitere Interessenten unterbringen, so die Vereinsvorsitzende Claudia Nast. „Die Gruppe ist bunt gemischt. Manche fahren schon viele Jahre in die gleiche Familie, manche fahren das erste Mal mit, es sind Einzelpersonen, Ehepaare, Geschwisterpaare, Familien, Vereinsmitglieder und solche, die es vielleicht noch werden.“ Die Frankreichfreunde treffen sich am Mittwoch, 26. April, um 19 Uhr im großen Sitzungssaal des Remscheider Rathauses, um das Programm zu besprechen.

Die Fahrt beginnt am Mittwoch, 24. Mai, um 21 Uhr am Schützenplatz Remscheid. Mit der Ankunft in Quimper  ist am späten Vormittag des 25. Mai zu rechnen. Am Place de la Tourbie werden die Gastfamilien auf die Remscheider warten, um mit ihnen den Nachmittag und Abend zu verbringen. Das weitere Programm:

Freitag 26. Mai:
09:00 Uhr Deutschsprachige Stadtführung für neue Gäste
11:00 Uhr Rathausempfang mit kleiner Rede der Remscheider Vorsitzenden, Claudia Nast, und Übergabe des Gastgeschenkes unseres Bürgermeisters, Burkhard Mast-Weisz.
Nachmittag zur freien Verfügung oder wenn gewünscht Besichtigung der Schrebergärten von Penhars und Besichtigung der Brennerei „Distillerie du Menhir“ in Plomelin. Außerdem wird nachmittags ein „Crêpes-Kurs“ von zwei französischen Profis angeboten. Dort wird sich eine kleine Gruppe in die Kunst des Crêpes-Backens einweihen lassen, damit beim Weihnachtsmarkt in Lüttringhausen am 2. Advent wieder die beliebten bretonischen Crêpes angeboten werden können.
Geselliger Freundschaftsabend mit allen französischen Gastgebern und ihren deutschen Gästen

Samstag 27. Mai:
Tagesausflug ins nördliche Finistère
kurzer Aufenthalt in Landerneau zur Besichtigung der bewohnten Rohan-Brücke und der Altstadt.
Weiterfahrt ins Dorf Meneham (Fischer, Landwirte, Tangsammler), Mittagspause im Restaurant „Le Galion“ in Kerlouan: Einladung des französischen Vereins zum “Kig ha farz (regionales Gericht), danach Küstenspaziergang.

Sonntag 28. Mai:
7 Uhr Abfahrt nach Remscheid, Ankunft in Remscheid am späten Abend am Schützenplatz.

Jugendberufsagentur Remscheid geht an den Start


Insgesamt 516 junge Menschen unter 25 Jahre waren im März in Remscheid arbeitslos gemeldet, 21 Personen oder 4,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Davon wurden 192 junge Menschen ohne Job von der Agentur für Arbeit Remscheid (Rechtskreis SGB III) und 324 Personen vom Jobcenter Remscheid (Rechtskreis SGB II) betreut. Die Agentur für Arbeit berät frühzeitig beruflich, das Jobcenter unterstützt besonders förderungsbedürftige Jugendliche, und der dritte Sozialleistungsträger im Bunde ist die Jugendhilfe. Sie setzt sich insbesondere für benachteiligte junge Menschen einsetzt, die entweder intensive Unterstützung im Elternhaus benötigen oder gar in Pflegefamilien oder Heimeinrichtungen leben. Für die hilfesuchenden / hilfsbedürftigen Jugendliche bedeutet das unterschiedliche Anlaufstellen und verschiedene Ansprechpartner. Denn jede Institution hat ihre eigenen Kompetenzen, eigene Angebote und Budgets. All diese professionellen und differenzierten Dienstleistungsangebote zur besseren Förderung der Jugendlichen sinnvoll miteinander zu verknüpfen, ist Aufgabe der neuen Jugendberatungsagentur, die gestern im Remscheider Rathaus mit den Unterschrift der Repräsentanten der drei beteiligten Institutionen - der Stadt Remscheid (vertreten durch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz), des Jobcenters Remscheid (Dirk Faust) und der für Remscheid zuständigen Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal (Martin Klebe) - besiegelt wurde. Es ist die erste Jugendberufsagentur (JBA) im bergischen Städtedreieck; eine zweite ist für Solingen vorgesehen.

Der Übergang von der Schule in den Beruf ist für junge Menschen ein wichtiger Schritt ins weitere Leben. Dabei hilft in Remscheid beispielsweise die im Kommunalen Integrationszentrum mit Landeszuschüssen eingerichtete Koordinierungsstelle für ‚Kein Abschluss ohne Anschluss‘ (KAoA). Zielgruppe sind Schüler/innen der Sekundarstufe I (8. Und 9. Klasse). Ihnen sollen mit Hilfe von „Potenzialanalyse“ und praktischen Berufsfelderkundungen geeignete Berufe schmackhaft gemacht bzw. realistische Chancen auf dem Arbeitsmarkt aufgezeigt werden, um nach Schulabschluss den Einstieg in die Arbeitslosigkeit möglichst zu vermeiden

Bei einem zweiten Projekt arbeiten in Remscheid seit März 2015 Arbeitsagentur und Jobcenter mit der städtischen Tochtergesellschaft Arbeit Remscheid gGmbH gemeinsam an der „Assistierten Ausbildung“ (AsA). Sie gilt Jugendlichen, die auf Grund ihrer Noten oder aus anderen Gründen einen schwierigen Start in die Ausbildung befürchten müssen. Sie erhalten an der Freiheitstraße einen Stütz- und Förderunterricht und machen in einem Remscheider Unternehmen ein Praktikum, um zeigen zu können, wie es um ihre Motivation und Eignung bestellt ist. Des Weiteren betreibt die Arbeit Remscheid die Produktionsschule „„Catering und Eingemachtes“ (Freiheitstraße 181/ Am Bruch), für derzeit zwölf schulmüde und sogenannte „ausgeförderter“ Jugendliche, die durch sinnstiftendes und praktisches Arbeiten wieder auf „den Geschmack“ kommen sollen zu lernen.

Gemeinsam haben diese drei Beispiele die Erkenntnis, dass nicht alle jungen Menschen die gleichen Startbedingungen haben und viele bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle auf Hilfen angewiesen sind. Nicht wenige Jugendliche drohen den Anschluss völlig zu verlieren. Schulabbruch, Schulden, schwieriger familiärer Hintergrund - die fehlende Perspektive kann viele Gründe haben. Und wenn dann noch ein Zuständigkeitswirrwarr die existierenden Hilfsangebote unüberschaubar erscheinen lässt...

Die neue Jugendberufsagentur

Zielgruppen der Jugendberufsagentur sind Jugendliche

  • mit erhöhtem Unterstützungsbedarf, die noch nicht wissen, was sie im Anschluss an die Schule machen wollen, deren Abschluss aber unmittelbar bevorsteht.
  • die Gefahr laufen, die Schule ohne Abschluss verlassen zu müssen
  • die die Schule zum Jobben verlassen haben, jetzt aber doch eine Ausbildung anstreben.

Die Jugendberufsagentur bietet ihnen ein umfassendes Informations-, Beratungs- und Qualifizierungsangebot. Sie bündelt und strukturiert die Angebote des Jobcenters Remscheid, der Stadt Remscheid, und der Agentur für Arbeit Remscheid. Die beteiligten Träger tauschen sich über geplante oder bereits erfolgte Unterstützungsmaßnahmen für Jugendliche aus und stimmen diese aufeinander ab. Folgende Ziele sollen erreicht werden:

  • erleichterter Zugang für alle jungen Menschen zu den Dienstleistungsangeboten der drei beteiligten Träger, insbesondere für die Gruppe der sozial benachteiligten Jugendlichen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf,
  • Optimierung der Kommunikation und des Informationsaustausches zwischen den beteiligten Institutionen,
  • gemeinsame Maßnahmeplanung bei den Förderangeboten und
  • gemeinsame Fallberatung und -besprechung.

Die Öffnungszeiten der JBA sind Montag bis Donnerstag von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr und Freitag von 7.30 Uhr bis 12 Uhr. Die Anmeldung erfolgt über die Eingangszonen von Jobcenter (im Erdgeschoß) und Arbeitsagentur (1. Etage) sowie für die Mitarbeiter/innen der Jugendsozialarbeit über eine telefonische Terminvereinbarung.

Hier will die neue Jugendberufsagentur strategisch, aber auch im Einzelfall ansetzen. Durch die neue JBA sollen die verschiedenen Institutionen und deren Hilfssysteme zusammenrücken und den Jugendlichen Beratung aus einer Hand anbieten – und an einem Ort, in diesem Fall am Sitz von Jobcenter und Arbeitsagentur im Haus Bismarckstr. 8-10 in Bahnhofsnähe. Dort werden künftig stundenweise auch Mitarbeiter der Jugendsozialarbeit der Stadt Remscheid anzutreffen sein, darunter auch Lutz Pawlas, wie Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz gestern bemerkte: „Wir schaffen keine neue Institution, sondern intensivieren die Zusammenarbeit der drei Einrichtungen. Bisher wurden im ungünstigsten Fall vereinzelt Jugendliche von A nach B geschickt, weil sich die Zuständigkeit überschnitt. In der Jugendberufsagentur können wir dies in gemeinsamen Fallbesprechungen viel schneller im Sinne der Kunden klären. Durch die Kooperationsvereinbarung können wir einfacher Daten austauschen, leichter notwendige Maßnahmen abstimmen und damit auch schneller die jungen Leute gezielt fördern oder anderweitig für sie tätig werden."

Für Martin Klebe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal, besitzt die JBA eine große Bedeutung für den Arbeits- und Ausbildungsmarkt: „Aufgrund der demografischen Entwicklung sinkt die Zahl der Schulabgänger stetig. Zugleich steigt der Fachkräftebedarf der Unternehmen im bergischen Land. Wenn wir der Wirtschaft auch weiterhin genügend Fachkräfte vermitteln wollen, dann dürfen wir keinen Jugendlichen zurücklassen. Wir brauchen jeden, und durch die Jugendberufsagentur soll jeder Jugendliche dort abgeholt werden, wo er gerade steht und die Unterstützung erhalten, die er benötigt." Dirk Faust, Geschäftsführer des Jobcenters Remscheid, sieht vor allem die Chance, mit der Kooperation mittelfristig den Weg in die Langzeitarbeitslosigkeit zu unterbrechen. „Ein stabiler Lebenslauf mit guter Ausbildung ist die Basis für eine spätere existenzsichernde Beschäftigung. In der Jugendberufsagentur können wir unsere unterschiedlichen Angebote stärker bündeln und gemeinsam insbesondere Jugendlichen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf zielführende Angebote machen und sie auf dem Weg in Ausbildung begleiten."

„Gut ausgebildete Jugendliche, die ihr Auskommen mit ihrem Einkommen haben, sind der Rohrstoff für unsere Stadt“, betonte der OB. Da dürfe niemand durch „durchs Netz fallen“. Von Arbeitslosigkeit betroffen seien insbesondere Jugendliche mit Migrationshintergrund bzw. ohne Schulabschluss, so Dirk Faust. Leider sei gegenwärtig die Jugendarbeitslosigkeit in Remscheid um einige Projektpunkte höher als im Landesdurchschnitt, ergänzte Sozialdezernent Thomas Neuhaus. „Mit Qualifizierungs- und Arbeitsangeboten wollen wir versuchen, die Arbeitslosigkeit abzubauen.“

Daran arbeitet im Job-Center das so genannte „U25-Team“. Und das wird künftig von städtischen Jugendsozialarbeitern unterstützt, um jene arbeitslose Jugendlichen wieder zu erreichen, die sich der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter entzogen haben. Was die Mitarbeiter der Arbeitsagentur und des Jobcenters nicht leisten können, sollen die Jugendsozialarbeiter übernehmen – in die Familien gehen, mit den Eltern sprechen, den Jugendlichen klar machen, wie wichtig ist, „dass sie endlich aus dem Quark kommen und wieder zu einem festen Tagesrhythmus kommen“. Mast-Weisz weiter: „Schul- und Leistungsverweigerung sind keine Lösung, verstärken im Gegenteil nur die vorhandene Probleme!“ Und Jobs ohne fachliche / technische Kenntnisse durch Ausbildung werde es künftig auf dem Arbeitsmarkt kaum noch geben.

Wie die Problemlösung im Einzelfall aussieht, soll das neue Team der Jugendberufsagentur am Runden Tisch festlegen und einen entsprechenden Hilfeplan aufstellen. „Wir müssen verhindern, dass die jungen Leute sich nicht weitere Jahre ihre eigene Zukunft verstellen!“ Das habe auch eine volkswirtschaftliche Seite, räumte der Oberbürgermeister ein: Für den Lebensunterhalt von Arbeitslosen muss die Allgemeinheit aufkommen. „Arbeitslosigkeit ist der größte Luxus, den sich eine Gesellschaft leisten kann!“

 

Das Programm der Denkerschmette im April

Dienstag, 25. April
18.30 Uhr: 219. Plattkaller –Stammtisch

19 Uhr: Der beliebte Stammtischabend

Mittwoch, 26. April, 14.30 Uhr
Wir über 60: Senioren und Familie zu Hause umsorgen
Kati Schönfelder und Kevin Squarr von der Home Instead Seniorenbetreuung informieren über die Betreuung im Alltag

Donnerstag, 27. April, 19 Uhr
Skat, Rommé, Doppelkopf

Samstag, 29. April, 19.30 Uhr
Hits der Gitarrenhelden mit Uli Spormann. Erleben Sie die Stimmung der Originale neu. Eintritt: acht Euro, Anmeldungen erforderlich.

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Wochenrückblick vom 17. bis 23. April 2017