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Anmeldung könnte am 2. August schon zu spät sein

Das Programm der „Wochen der älteren Generation  2016“ vom 3. bis zum 17. September steht. Für die Arbeitsgruppe, die daran gearbeitet hatte, stellten gestern im Rathaus Elke Rühl, Inge Brenning, Erika Schmitz und Hermann Josef Hohn die kleine Broschüre mit den verschiedenen Angeboten für Remscheider/innen ab 60 vor, die jetzt an vielen öffentlichen Stellen in Remscheid ausliegt. Sie kann in aller Ruhe studiert werden, bevor die Entscheidung für das eine oder andere, erfahrungsgemäß besonders gefragte „Highlight“ fallen muss. Am besten sollte das am Montag, 1. August geschehen. Denn vorher werden – nach schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit im Zusammenhang mit einer Theatervorführung – keine Anmeldungen entgegengenommen, und nachher, am 2. August, könnte es schon zu spät sein. Denn bei einigen Veranstaltungen ist die Teilnehmerzahl begrenzt.

Von einer „bunten und vielfältigen Mischung von Veranstaltungen“ schreibt Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz in seinem Grußwort. Er hatte für „Woche der älteren Generation“ diesmal 4.600 Euro aus seinem Etatentwurf zur Verfügung gestellt. Ein knappes Budget, gewiss, aber mehr war angesichts der Finanzmisere der Stadt „nicht drin“. Zum Glück habe es, s Elke Rühl, „verständnisvolle Kooperationspartner“ gegeben. So reichte das Geld denn aus, um beispielsweise die Eintrittskarten für eine Aufführung der Lüttringhauser Volksbühne nicht nur regulären Preis von zwölf, sondern zum Sonderpreis von sechs Euro anbieten zu können. Auch hier ist rechtzeitig Anmeldung ratsam: Denn das Sonderkontingent ist auf 150 Karten beschränkt.

Gut nachgefragt sein dürfte auch die Stadtrundfahrt am 5. September sein. Teil I ging im vergangenen Jahr zum Hasten, nach Lüttringhausen und Teile Lenneps. Diesmal stehen der Südbezirk und das Eschbachtal mit seinen historischen Kotten im Mittelpunkt. Oder die Besichtigung der der Beckmannschen Backstube am 12. September (mit einer auf 25 Personen begrenzten Teilnehmerzahl). 47 Personen können sich zur Busfahrt am 15. September anmelden, die den Thomashof in Burscheid zum Ziel hat – mit Besichtigung der dortigen Käserei.

Wie im vergangen en Jahr wird auch die diesjährige „Woche der älteren Generationen" im Saal der Remscheider Volkshochschule, Elberfelder Str. 32, Raum 227, 2. Etage, eröffnet – am Samstag, 3. September, von ,14 bis 17 Uhr. Es soll ein „musikalischer Nachmittag“ werden, hieß es in der gestrigen Pressekonferenz: „Auftreten wird ein Remscheider Chor. Außerdem werden Lieder zum Mitsingen mit musikalischer Begleitung der Musikschule der Stadt Remscheid dargeboten.“ Der Eintritt ist frei; Kaffee und Kuchen während der Veranstaltung sind für sechs Euro zu haben. Nachfolgend die übrigen Veranstaltungen:

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Naturerlebnis mit zahllosen Seen und Wäldern

See nahe des Flusses Kruttyna.  Foto: Jule Neuhaus.von Thomas Neuhaus

Als Partnerschaftsbeauftragter der Stadt Remscheid war ich neugierig auf den Kreis Mragowo in Polen, den ich noch nicht besucht hatte. Meine Familie und ich haben den privaten Urlaub zum Kennenlernen und Kontakteknüpfen bestimmt nicht bereut. Im Gegenteil: Unser Partnerkreis zählt zu den aufstrebenden Tourismusregionen in Europa mit tollen Sehenswürdigkeiten durch seine besondere Geschichte und die hieraus entstandene Kultur. Das Naturerlebnis mit zahllosen Seen, Wäldern und einer besonderen Tier- und Pflanzenwelt ist atemberaubend. Gutes Essen und gutes Trinken runden den Aufenthalt sicherlich ab. Wir kommen bestimmt wieder in den Kreis, mit dem die Stadt Remscheid bestimmt eine anregende und bereichernde Partnerschaft erleben wird.

Der Stinthengst von Mragowo / Sensburg  Foto: Jule Neuhaus. Zunächst haben wir einige Tage in Breslau verbracht. Breslau ist europäische Kulturhauptstadt 2016 und ist - nicht nur deshalb - einen Besuch wert. In Mragowo / Sensburg verbringen wir unsere Ferien in einer Agrotouristik-Pension direkt am See. Die Pension ist drei Kilometer vom Zentrum Sensburg entfernt. Robert Wrobel, Leiter des Tourismusbüros der Stadt Mragowo, der im vergangenen Tag in Remscheid am „Tag der Vereine“ der Delegation aus Sensburg zur Besiegelung der Partnerschaft zwischen Mragowo und Remscheid angehörte, gab uns zahlreiche Tipps für kulturelle, geschichtliche und ökologische Sehenswürdigkeiten im Kreis Mragowo. Wir haben bereits den Stinthengst in Nikolaiken besucht

Weitere Stationen waren die beeindruckende Kirche in „Heilige Linde“ und die Wolfsschanze, wo sich die faschistischen Machthaber  des Nationalsozialismus in Deutschland in weitläufigen Bunkeranlagen im tiefen Wald mehr als 800 Tage lang aufhielten. Viele Sehenswürdigkeiten gibt es selbstverständlich auch in der Kreisstadt Mragowo, die uns im Rahmen einer Stadtführung von Robert Wrobel gezeigt und erläutert wurden.

Eisvögel gab es zu sehen während unserer Kanutour auf der Kruttyna. Er gilt als der schönste Fluss in Polen und zählt zu den beliebtesten Paddelrevieren europaweit. Der Fluss führt durch den größten zusammenhängenden Wald in Westeuropa, der überwiegen urwaldähnlich ist.

Im Bild von links Raimund Jodko (Pfarrer in Warpury), Thomas Neuhaus, Antoni Karras (Landrat Kreis Sensburg) und Robert Wrobel (Leiter Tourismusbüro Mragowo). Das Bild wurde im Büro des Landrates aufgenommen. Im Hintergrund hängt die Partnerschaftsurkunde aus 2015. Thomas Neuhaus hält in seinen Händen die gerahmte Einladung einer Delegation der Stadt Remscheid für den offiziellen Gegenbesuch aus Remscheid im kommenden Jahr 2017. Foto: Jule Neuhaus. Beim Empfang durch Landrat Antoni Karras wünschte sich dieser zeitnah einen Besuch von Ratsvertreter/innen aus Remscheid. Wir besprachen die weiteren Schritte zur Intensivierung der Partnerschaft zwischen dem Kreis Mragowo und der Stadt Remscheid. Nach dem Empfang des Landrates durfte ich auch die Bürgermeisterin der Stadt Mragowo / Sensburg kennenlernen. Otolia Anna Siemieniec möchte, dass ihre Stadt stark in die Partnerschaft einbezogen wird und zeigt als ehemalige Leiterin eines Krankenhauses großes Interesse am Gesundheitswesen (Sana-Klinikum) in Remscheid.

Ich habe die Bereitschaft von drei Schulen aus Remscheid zu Schulpartnerschaften übermittelt und das Interesse im Vereinssport erfragt. Antoni Karras ist zudem - und deshalb war Pfarrer und Theologieprofessor Rajmund Jodko anwesend - an Austauschen zwischen den religiösen Gemeinschaften wichtig. Am heutigen Freitag führen wir das nächste Gespräch zur Ausgestaltung unserer Partnerschaft.

 

Beach-Party verspricht Besuchern echtes Urlaubsgefühl

21. bis 24. Juli
Beach-Party
Donnerstag ab 18 Uhr sowie Freitag, Samstag und Sonntag ab 13 Uhr wird den Besuchern echtes Urlaubsgefühl mitten in der Lenneper-Altstadt geboten: Der obere alte Markt verwandelt sich in einen Beach mit allem, was dazu gehört. Neben frisch gezapftem Pils werden leckere Cocktails, Weine und eine große Auswahl an Mixgetränken geboten. Und wer nicht den ganzen Tag in einem der aufgestellten Liegestühle verbringen möchte, kann sich an abwechslungsreichem Beach-Sport beteiligen. Zum Abend hin verwandelt sich der Beach in eine heiße Tanzfläche.
Der Sonntag steht im Zeichen der Familie. Während die Erwachsenen ihre Zeit im „Beach-Café“ genießen, bauen die Kinder eine Sandburg. Aktuelle Programminfos auf: www.facebook.de/lenneperbeach/. ((Lenneper Karnevalsgesellschaft e.V., König von Preußen & Zum Kirchenwirt, www.lenneper-karnevalsgesellschaft.de)

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Ämterwechsel bei den Lenneper Lions

Michael Frowein ist neuer Präsident des Lions Clubs Remscheid „Wilhelm Conrad Röntgen“. Er hat das Amt zum 1. Juli turnusgemäß von Claudia Holtschneider übernommen. Der Remscheider Fachanwalt für Familienrecht möchte an das bewährte Engagement des Clubs anknüpfen und hofft, dass das größte Charity-Projekt des Clubs, der Verkauf des Adventskalenders, auch in diesem Jahr wieder einen fünfstelligen Betrag für soziale Projekte in Remscheid erzielen kann. Auch die Benefizkonzertreihe „Lions Lounge“, die der Club mit Unterstützung der Volksbank erstmals auf die Beine stellte, wird im Frühjahr 2017 fortgeführt. „Ich freue mich besonders, dass wir mit der ersten Aktivität des Lions-Jahres zu unseren Wurzeln zurückkehren“, sagt Michael Frowein. Und das heißt handfester Einsatz: Bei ihrer allerersten Activity nach der Gründung 2004 haben die „Löwen“ eine Wasserleitung für das integrative Reitprojekt der evangelischen Kirchengemeinde Lennep gegraben. Jetzt setzt sich der Club für das Kinderheim am Waldhof ein und will dort den Spielplatz wieder auf Vordermann bringen. (Kristina Hellwig)

Remscheider Vereine laden herzlich ein

AWO Lennep / Lüttringhausen / Ausflug ins „Irrland“: Toben unter Palmen? Ja, und zwar nur eine Stunde entfernt! Die AWO Lennep / Lüttringhausen lädt für Samstag, 23. Juli, zum Ausflug in den Familienpark „Irrland“ in Kevelaer-Twistenden ein. Die Vermutung liegt nahe, dass ein Tag wahrscheinlich nicht ausreichen wird, um alle Attraktionen dort einmal ausprobieren zu können – aber  man kann den Park ja auch mehrmals besuchen! Der Park, der als Maislabyrinth begonnen hat, bietet mehr als 80 Attraktionen – darunter einen bespielbaren Flughafen, einen „verrückten Bauernhof“ mit Tieren zum Anfassen, viele exotische Tiere, Wasserspaß nonstop und das weltweit erste Sonnensystem-Labyrinth mit Lehrpfad. Auch wenn der Sommer vom Regen heimgesucht wird, gibt es dort genügend Attraktionen, die überdacht sind. Der Reisebus startet um 8:45 Uhr vom Stadtteil-Treff der AWO, Mollplatz 3, inm Lennep. Eingeladen sind Eltern und Großeltern mit ihren Kindern und Enkelkindern (der Park ist für Kinder bis einschließlich zwölf Jahren geeignet). Der Unkostenbeitrag pro Person beträgt fünf Euro und ist am Anfahrtstag mitzubringen. Anmeldungen unter Anmeldung@AWO-Lennep-Luettringhausen.de">Anmeldung@AWO-Lennep-Luettringhausen.de mit Name, Anschrift, Geburtsdatum & Mobilfunknummer (sofern vorhanden).

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Die Remscheider im Spanischen Bürgerkrieg

Vor achtzig Jahren, im Juli 1936, begann der Spanische Bürgerkrieg zwischen der demokratisch gewählten Volksfrontregierung der Zweiten Spanischen Republik und den rechtsgerichteten Putschisten unter General Francisco Franco. Er endete im April 1939 mit dem Sieg der Anhänger Francos und der bis zum Tode Francos 1975 anhaltenden Diktatur in Spanien. Im Vorfeld des Bürgerkrieges hatte die faschistische Falange gezielten Terror ausgeübt, dem der Staat machtlos gegenüber stand. Zugleich planten die Offiziere nahezu öffentlich den Putsch. Ihre Aktivitäten wurden von der Regierung, die nur aus Liberalen bestand, weitgehend ignoriert oder nur geringfügig geahndet (bei einem Kampf gegen die Putschisten hätte sie die Gewerkschaften gegen ihre Überzeugung bewaffnen müssen). Auf dem Höhepunkt der Unruhen wurde am 13. Juli der monarchistische Oppositionsführer José Calvo Sotelo durch Angehörige der Guardia de Asalto und der Zivilgarde ermordet. Sein Tod bewog die monarchistischen Karlisten, den Putsch mit ihren paramilitärischen Verbänden zu unterstützen. Fritz Beinersdorf, der Fraktionsvorsitzende der Remscheider Linken, erinnert aus diesem Anlass an die Remscheider, die im Spanischen Bürgerkrieg auf der Seite der Republik gegen den Frankofaschismus gekämpft haben. (siehe auch Waterbölles vom 21. April 2007 anlässlich einer aktuellen Ausstellung: „Remscheider kämpften im spanischen Bürgerkrieg“.)

„‚Als die Kämpfe am 18. Juli begannen, spürte wahrscheinlich jeder Antifaschist in Europa eine erregende Hoffnung, denn hier stand anscheinend endlich die Demokratie gegen den Faschismus auf.‘ So Georg Orwell in ‚Hommage to Catalonia‘. Diese Sätze drücken sicher die Motivation der meisten Freiwilligen aus, die nach dem 18. Juli 1936 nach Spanien kamen, um die bedrohte Republik gegen die putschenden Generäle zu verteidigen. Freiwillige aus über fünfzig Nationen, unter ihnen ca. 4 500 Deutsche, waren bereit, die junge Republik mit der Waffe in der Hand zu unterstützen und ihr Leben dafür zu geben. Unter den deutschen Freiwilligen waren 14 Remscheider:

  • Artur Becker, gefallen in Spanien; an ihn erinnert ein Stolperstein.
  • Helmut Dudde, gefallen in Spanien; an ihn erinnert ein Solperstein.
  • Wilhelm Eppels, gefallen in Spanien; an ihn erinnert ein Stolperstein.
  • Gustav Flohr, nach dem Bürgerkrieg tätig in der französischen Resistance, von der US Besatzungsbehörde für kurze Zeit als Oberbürgermeister in Remscheid eingesetzt.
  • Robert Jegzentis, nach dem Bürgerkrieg tätig in der französischen Resistance, 1945 tätig beim Wiederaufbau der KPD in Remscheid, 1949 Übersiedlung in die DDR, 1974 verstorben.
  • Karl Katzenberger, nach dem Bürgerkrieg in der französischen Resistance aktiv, in Lyon von der Gestapo gefasst und zu Tode gefoltert; an ihn erinnert ein Stolperstein.
  • Willi Ketschau, nach dem Bürgerkrieg Rückkehr nach Deutschland, in das Strafbataillon 999 gepresst. Er überlebte den Krieg und zog nach 1945 nach Köln.
  • Karl Kleinjung, nach dem Bürgerkrieg Partisan in der Sowjetunion, später militärische Karriere in der NVA der DDR bis zum Generalleutnant, 1996 Ehrenstaatsbürger Spaniens.
  • Philip Kornmann, nach dem Bürgerkrieg Flucht nach Frankreich, dort 1940 verhaftet und bis zum Kriegsende in verschieden Gefängnissen, Zuchthäusern und im KZ Dachau inhaftiert. Im Jahre 1951 an den Folgen der Haft verstorben; an ihn erinnert ein Stolperstein.
  • Alfons Neumann, nach vielen Verwundungen und wegen Herzkrankheit frontdienstuntauglich geschrieben, verweigerte er jede Arbeit hinter der Front. Als s. g. unerwünschtes Element aus Spanien ausgewiesen, gelangte er in die Niederlande, wurde von der Gestapo verhaftet und wegen einer Schießerei im März 1933 in Remscheid rückwirkend verurteilt. KZ Neuengamme, von dort auf einen Todesmarsch zum KZ-Schiff „Kap Arcona“, mit diesem untergegangen. An ihn erinnert ein Stolperstein.
  • Ludwig Stillger, nach dem Bürgerkrieg Aufenthalt und Internierung in Frankreich, Flucht bis nach Afrika, 1946 wieder in Remscheid. Über ihn ist ein preisgekröntes Fernsehspiel gedreht worden.
  • Ernst Tückmantel, schloss sich nach dem Bürgerkrieg der französischen Resistance an und wurde 1941 von der Gestapo erschossen. An ihn erinnert ein Stolperstein.
  • Christian Wolf, nach Bürgerkrieg und Internierung Flucht in die Schweiz. Leitete von dort 1945 die Repatriierung der kommunistischen Emigranten nach Deutschland. 1958 in Berlin/ DDRverstorben.
  • Paul Wolf, nach Bürgerkrieg und Internierung Flucht in die Schweiz, nach 1945 tätig als Journalist und für die Deutsch–Polnische Gesellschaft, 1976 verstorben.“

Wochenrückblick vom 11. bis 17. Juli 2016

Motorradfahrer nach Unfall im Krankenhaus

Der Fahrer eines Kleintransporters befuhr gestern gegen 13 Uhr die Remscheider Straße in Lüttringhausen. Als der 30-Jährige nach links in eine Einfahrt abbog, übersah er dabei einen entgegenkommenden Motorradfahrer (55), der mit seiner BMW auf der Remscheider Straße in Richtung Lüttringhausen unterwegs war. Der Motorradfahrer prallte gegen den Renault, stürzte zu Boden und zog sich dabei schwere Verletzungen zu. Ein Rettungswagen brachte ihn zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Der Fahrer des Transporters erlitt einen Schock und wurde von den Rettungskräften vor Ort betreut. Der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 12.000 Euro. (aus dem Polizeibericht)

Im 'Ahnenpass' der Kinder stand 'Mischling zweiten Grades'

Die Rotdornallee kurz nach 1900. Links die Doppelhäuser Nr. 24 und 26. Bildsammlung Schmidtvon Dr. Wilhelm R. Schmidt

Wenn man in Lennep von der Innenstadt her zur Panzertalsperre läuft, so geht man zumeist den Talsperrenweg hinauf, und jenseits des höchsten Punktes geht links eine Straße mit der Bezeichnung Julius-Landsberg-Straße ab. Benannt ist die Straße nach einem manchmal streitbaren Mann, eine wirkliche Persönlichkeit, der zunächst an der Kölner bzw. Hermannstraße wohnte, bevor er mit seiner Familie zu Mittelstraße, heute Rotdornallee (Nr. 24), umzog. An der Mittelstraße wohnten zu dieser Zeit überwiegend Fabrikanten und deren Direktoren sowie Leute des Öffentlichen Lebens, die sich wie der Amtsrichter Landsberg eine Etage oder ein ganzes Haus im gehobenen Stil leisten konnten. Julius Landsberg hatte beispielsweise sein Haus von dem Lenneper Kreissekretär Provinski übernommen, der auch die zweite Einheit des großzügigen Doppelhauses besaß und an einen Rittmeister vermietet hatte. Zahlreiche Bildpostkarten der damaligen Mittelstraße, z.T. mit Fernblick auf das Lenneper Freibad an der Udelschen Beek, sind erhalten und bezeugen, dass man in dieser Die Häuser Rotdornallee 24 (links) und 26 im Jahre 2010. Bildsammlung SchmidtStraße in gutbürgerlichen Verhältnissen lebte. Die Bedeutung des Lenneper Amtsrichters Julius Ferdinand Landsberg, von dessen Amtshandlungen ich in meinem Archiv noch so manche originale Niederschrift verwahre, war seinerzeit groß und reichte aufgrund seiner Schriften weit über die damalige Kreisstadt hinaus. In einem Artikel des Lenneper Kreisblatts vom 23. April 1915 wurde anlässlich seines frühen Todes hervorgehoben, dass er sich wünschte, dass Lennep ihm und seiner Familie zur dauernden Heimat werde. Dass sich dieser Wunsch nicht erfüllte, liegt auch an den Geschehnissen zwischen 1933 und 1945 in Deutschland.

Heute ist der Lenneper Amtsrichter Julius Landsberg weitgehend vergessen, aber die Älteren unter uns haben vielleicht noch seine Kinder gekannt, zumindest die, die noch lange nach dem Zweiten Weltkrieg in dem Haus an der Rotdornallee wohnten. Auch ich selbst habe da noch Erinnerungen. Zum einen brachte ich in den Jahren um 1966 in der Rotdornallee als Röntgenschüler in den Ferien die Post ins Haus. Ich ging damals die Wupperstraße entlang über den untersten Teil der Leverkuser Straße auf das Grundstück von Frau Berchtenbreiter, einer Angehörigen der Familie Hardt. Damals war das gesamte Areal zwischen der Rospattstraße, Leverkuser Straße und Rotdornallee ein ziemlich verwilderter Park, heute befindet sich dort die gehobene Wohnanlage Am Hardtpark. Wenn ich die Post im Haus Leverkuser Straße 4a abgeliefert hatte, suchte ich mir meinen Weg zur Rotdornallee hinauf durch einen alten, defekten Zaun direkt zur Nr. 24, wo ich die Briefe für Landsberg manchmal auch durchs Fenster reichte.

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Blaue Kornblumen symbolisieren den Sommer

Irgendwie schienen sie ausgestorben; jedenfalls waren sie schon seit vielen Jahren in Remscheid nicht mehr zu sehen: Kornblumen! Frank Stiller, der sich im städtischen Fachdienst Umwelt um Naturschutz und Landschaftspflege kümmert, entdeckte die blauen Blumen jetzt auf einem Getreideacker südlich von Nagelsberg. (Viola Juric)