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In Hasten sind Stadtteilfest und Trödelmarkt eins

Wenn in Hasten Stadtteilfest gefeiert wird, dann gehört auch der Trödelmarkt dazu. So auch am vergangenen Wochenende. Rechtzeitig vorher hatte mit Unterstützung heimischer Firmen neben dem historischen Richard-Lindenberg-Denkmal eine kleine Stele aufgestellt werden können, die an den berühmten Sohn des Stadtteils erinnert. Auf der Tafel ist oberhalb der Logos der Sponsoren zu lesen: „Richard Lindenberg baute 1906 im weltzweit ersten, nach dem System Herault-Lindenberg arbeitenden Elektrostahlwerk, seinem Betrieb Edelstahlwerke Lindenberg, den ersten industriell genutzten Elektrostahlofen der Welt. Dieser ist heute noch Grundlage fast aller modernen Elektrostahlöfen. Zu besichtigen im „Deutschen Werkzeugmuseum“ Remscheid-Hasten.“ Neben dem Denkmal stand am Samstag ein Lkw, der beinahe auch schon historisch genannt werden konnte.

2. Bürgerfest legte Grundstück zur Orgel-Sanierung

Nachdem vor einem Jahr beim 1. Bürgerfest an der ev. Kirche Lüttringhausen – „Unter dem Goldenen Adler“ – der Heimatbund Lüttringhausen den Abschluss der Sanierung der Denkmalanlage feiern konnte, war auch das 2. Fest am Samstagabend erneut gut besucht. Für die Sanierung der unter Denkmalschutz stehenden und im Eigentum der Stadt Remscheid befindlichen Denkmalanlage waren Geld- und Sachspenden in Höhe von ca. 40.000 Euro zusammengekommen. Nun hat sich der Heimatbund eine neue, noch größere Aufgabe gestellt: Um die Orgel der Lüttringhauser Stadtkirche sanieren zu können, braucht die evangelische Kirchengemeinde rund 60.000 Euro, wie Peter Maar, der Vorsitzende des Heimatbundes, am Samstag berichtete. Das 2. Bürgerfest „Unter dem Goldenen Adler“ dürfte dafür den Grundstock gelegt haben. Für ein unterhaltsames Musikprogramm sorgten übrigens auch diesmal wieder der Posaunenchor der ev. Kirchengemeinde Lüttringhausen und die „Midnighttrain-Skiffle-Band“.

10. Offener BRSNW-Kurzbahn-Cup im Sportbad

Wenn am 3. und 4. September im Sportbad am Stadtpark der BRSNW-Kurzbahn-Cup stattfindet, können der Behinderten- und Rehabilitationssportverband NW (BRSNW) als Veranstalter und die SG Remscheid als Ausrichter wieder zahlreiche Teilnehmer vermelden: 227 Aktive aus 28 Vereinen haben sich zu insgesamt 1042 Einzelstarts angemeldet, darunter Schwimmer aus Lübeck, Nordenham, Regensburg, Bielefeld und Chemnitz. Die Wettkämpfe finden an beiden Wettkampftagen von 9:30 bis ca. 17 Uhr statt. Für das leibliche Wohl wird gesorgt. Der Eintritt ist frei. Interessierte können vorab das Meldeergebnis unter www.sg-remscheid.de einsehen.

Beim ersten Cup 2007 konnte niemand diessen Erfolgsgeschichte vorausahnen. Die Idee eines integrativen Wettkampfs, bei dem Schwimmer mit und ohne Handicap gemeinsam antreten und um Medaillen kämpfen war bei den Jugend- und Seniorenstadtmeisterschaften ein Jahr zuvor aufgekommen. Ideengeberin war Marions Haas-Faller, damals Trainerin des TSV Bayer 04 Leverkusen und Leistungssport Referentin des BRSNW. Sie konnte als treibende Kraft  den Remscheider Oliver Güthe, ehemals Abteilungsvorsitzender der Abteilung Schwimmen im BRSNW, gewinnen. In den Remscheider Schwimmerfamilien Kohlstedt und Schürmann, welche in der SG Remscheid verantwortlich beziehungsweise engagiert waren, fand man zusätzliche Mitstreiter vor Ort.

So ging man 2007 mit kleinem Teilnehmerfeld, bei dem die Aktiven der SG Remscheid die größte Gruppe stellten, gefolgt von der Behindertenschwimmabteilung des TSV Bayer 04 Leverkusen, an den Start. Seitdem ist die Teilnehmerzahl des BRSNW-Cup ständig gestiegen.  Die gemeinsame Punktewertung beim integrativen Wettkampf war lange Zeit einzigartig, wurde mit der Zeit oft kopiert. Heute ist das Remscheider Wettkampfmodell landauf /landab gängige Praxis. Zur Erklärung des Punktesystems ist anzumerken, dass die Schwimmer mit Handicap in Startklassen eingeteilt werden und die geschwommenen Zeiten aller Schwimmer mittels einer mathematischen Formel in Punkte umgerechnet werden. So sind die erbrachten Leisten fair miteinander vergleichbar, und der Punktbeste steht ganz oben auf dem Siegerpodest.

Ganz oben standen in den vergangenen Jahren viele Schwimmer. Olympiateilnehmer wie Christoph Fildebrandt, Paralympic-Teilnehmer und Medaillengewinner wie zum Beispiel Vera Thamm, Maike Naomi Schnittger, Florian Moll, Tobias Pollap und Sebastian Iwanow. Auch Deutsche Meister, Europameister und sogar Weltmeister starteten im Remscheider Wasser. Die Qualität des Teilnehmerfeldes spiegelt sich auch in Rekorden wieder. So erzielten die Schwimmer mit Handicap unzählige Deutsche Rekorde sowie Europa- und Weltrekorde.

In diesem Jahr findet der BRSNW Cup parallel zu den Paralympischen Spielen in Rio de Janeiro statt. Leider werden aus diesem Grund namhafte DBS-Schwimmer, unter anderem auch die NRW-Schwimmer Tobias Pollap und Hannes Schürmann (beide SG Bayer) fehlen und Deutschland in Rio vertreten. Ab er auch ohne sie wird der BRSNW-Kurzbahn-Cup dem Ansprich gerecht, die größte Talentsichtungs- und Fördermaßnahme des BRSNW zu sein: Im Teilnehmerfeld finden sich wieder etliche junge Schwimmer mit Handicap, die am Anfang ihrer Schwimmkarriere stehen und teilweise in Remscheid ihren ersten Wettkampf bestreiten. Aber auch viele Landeskaderschwimmer und Schwimmer aus den einzelnen Bundeskadern des DBS sind am Start. Daneben finden auch die Senioren- bzw. Masterschwimmer ihren Platz. 

 Anna Krzyzaniak. Foto: Volker Schröer.Als Lokalmatadoren sind in diesem Jahr Anna Kryzaniak (SG Remscheid/SG Bergisch-Land / Foto) die den Wettkampf mit ihren Start über 1500m Freistil eröffnen wird. Zudem wird sie über 100m Brust, 50 und 100m Schmetterling, 50 und 100m Rücken, 200 und 400m Lagen, so wie 100m Freistil ins Wasser gehen. Bei ihren insgesamt 9 Starts möchte sie an die guten Leistungen vor der Sommerpause anknüpfen und möglichst viele neue Bestzeiten erzielen. Zudem möchte Anna Krzyzaniak ihren eigenen deutschen Rekord über 100m Rücken, geschwommen in der Zeit von 1:22,51 Minuten bei den Deutschen Kurzbahn Meisterschaften 2015 im Remscheider Sportbad, verbessern. Ein ganz neues Gesicht im paralympischen Schwimmsport ist der achtjährige Remscheider Elias de Souza, der mit dem BRSNW-Cup erst seinen zweiten Wettkampf bestreitet und für die SG Bayer startet. Am Start natürlich auch das Gastgeberteam der SG Remscheid, welches unter SG Bergisch-Land startet. Mit 54 Aktiven die 310 Starts absolvieren, das größte Team!

Remscheider Institutionen berichten oder laden ein

Lenneper Schwimmverein / Schwimmen lernen mit dem LSV: Am Dienstag, 30. August, beginnen zwei neue Schwimmlernkurse des Lenneper Schwimmvereins im Sportbad am Stadtpark – für Kinder von 18.45 bis 19.30 Uhr und für Erwachsene von 19.30 bis 20.15 Uhr. Infos und Anmeldung bei Detlef Pohl, Tel. RS 342383 oder per E-Mail hansdetlef.Pohl@online.de">hansdetlef.Pohl@online.de.

Katholikenrat Remscheid / Septembergespräche: Der Katholikenrat Remscheid, das Stadtdekanat und das Kath. Bildungswerk feiern am Mittwoch, 31. August, um 19.30 Uhr im Webersaal der Klosterkirche das 20-jährige Bestehen der „Septembergespräche“. Dr. Erwin Bürgel, Vorsitzender des Katholikenrats, und Stadtdechant Msgr. Thomas Kaster: „Gemeinsam mit unseren Gästen möchten wir zurückblicken und uns erinnern, wie es begonnen hat, wie diese Institution gewachsen ist und wie sie in unserer Stadt ihren heutigen Platz an der Schnittstelle von Kirche und Welt eingenommen hat. Gleichzeitig soll der Blick aber auch nach vorn gerichtet sein um zu sehen, wie es weitergeht.“ Mit dabei an diesem Abend: Dr. Peter Schmedding, Initiator der Septembergespräche, und weitere Verantwortliche.

Goldenberger Turnverein (GTV) / Mit Neuem und Bewährtem in den Herbst: Die Sommerferien sind vorbei, und der Goldenberger Turnverein (GTV) meldet sich aus der Sommerpause zurück mit zwei neuen Angeboten. Am 1. September startet ZUMBA® KIDS für Kinder ab sechs Jahren. „Wir wollen gemeinsam Spaß haben, tanzen, neue Freunde finden, spielen und lernen“ erklärt Lena Korndörfer das von ihr neu erstellte Angebot, immer donnerstags von 16.15 bis 17.15 Uhr in der Turnhalle am Goldenberg. Auch beginnen wieder die Wanderungen mit Renate Opitz-Schriever. Die nächste Wanderung startet am 5. September um 14 Uhr an der Turnhalle Goldenberg. Nähere Informationen unter Tel. RS 28482. Mehr Informationen zum Kursangebot unter http://www.goldenberger-tv.de. ( Marc Schiller )

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Das Programm der Denkerschmette im August

Montag, 29. August, 19 Uhr
Vorbereitungslehrgang für die amtliche Fischerprüfung mit Henning Rauschert

Dienstag, 30. August
18.30 Uhr:  212. Plattkaller-Stammtisch
19 Uhr:  Der beliebte Stammtischabend

Mittwoch, 31. August, 14.30 Uhr
Wir über 60
Das Bergische Land, ein Lichtbildervortrag von Jürgen Conrad bei Kaffee und Kuchen.

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"Kino am Hang" hinter der Gelben Villa am 2.9.

Open-Air-„Kino am Hang“ im wilden Garten hinter der Gelben Villa an der Eberhardstraße. Einlass ist jeweils um 20 Uhr.

Eintritt: sechs Euro / für Schüler/innen und Student/innen fünf Euro.

2. September 2016
Der geilste Tag

Andi und Benno lernen sich in einem Hospiz kennen, da sie an einer unheilbaren Krankheit leiden. Beide haben die ständigen Krankenhausaufenthalte satt und fassen deshalb einen riskanten Plan. Ihrer Lebenssituation zum Trotz nehmen sie einen hohen Kredit auf, um eine Reise bis ans Ende der Welt zu beginnen.
Florian David Fitz und Matthias Schweighöfer gehören zu den Zugpferden der deutschen Filmszene und überzeugen auch in „Der geilste Tag“. Ein absolut sehenswerter und humorvoller Film mit der dazugehörigen Prise Melancholie.
Tragikomödie | FSK 12 | 113 Min. | Deutschland 2016.

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Wochenrückblick vom 22. bis 28. August 2016

"Kommunikationspolitik der Verwaltung wirft Fragen auf!"

Was die Stadt Remscheid Anfang Juli (siehe Waterbölles) an Ergebnissen der beiden Zukunftswerkstätten vom 9. März und 12. April zusammengetragen und veröffentlicht hat, findet keineswegs die ungeteilte Zustimmung von Rolf Haumann, für die Grünen Mitglied der Bezirksvertretung Lennep. In den fünf moderierten Arbeitsgruppen hätten die rund 60 Akteure weit mehr Entwicklungschancen für die Altstadt von Lennep durch die Ansiedlung eines Designer- Outlet-Centers (DOC) gesehen und auch aufgeschrieben. Das sei ja wohl auch Aufgabe der Zukunftswerkstätten gewesen, bemerkte Haumann diese Woche gegenüber der Lokalpresse. Tatsächlich aber enthalte das von der Stadtverwaltung veröffentlichte Gesamtkonzept nicht alle Ideen und Vorschläge enthalten, die damals diskutiert bzw. vorgetragen worden seien. Haumann: „Ein wichtiger Punkt in der Gestaltung ist der Übergang vom DOC zur Lenneper Altstadt. Die aus unserer Sicht wichtige Überlegung zur Gestaltung des Platzes “Am Wassertor”, dass die DOC-Besucher neugierig auf die Altstadt gemacht werden sollten, fehlt in der Darstellung völlig. Auch die vorgeschlagene Bushaltestelle, die ein fußläufiges Betreten des DOC ermöglicht, ist im Plan nicht enthalten. Das entspricht meiner Auffassung nach nicht den Wünschen und Vorstellungen, die Lenneper Altstadt attraktiver zu gestalten!“ Die vorgelegte Planung reize keineswegs zum Übergang vom DOC in die Altstadt und ermöglicht die Belebung von Handel und Gastronomie in Lennep nicht.

Indem die Bezirksvertretung Lennep die Mitteilungsvorlage der Verwaltung am 6. Juli zur Kenntnis genommen habe, stellt sich nun die Frage, ob die Politik überhaupt noch einmal auf den Gestaltungsprozess Einfluss nehmen oder – wie es in der damaligen Sitzung hieß – an welchen Stellschrauben sie noch drehen könne. Haumann: „Aus meiner Sicht ist diese Vorlage der Bezirksvertretung erneut vorzulegen, diesmal aber zur Beratung und Beschlussfassung. Das entspräche meinem Verständnis von Demokratie und Mitbestimmung!“

Erheblicher Diskussionsbedarf bestehe auch beim geplanten Neubau des Feuerwehrgerätehauses an der Karlstraße. Beim neuen Stand der Planung könne über eine Fortführung der Fahrradtrasse in Richtung Blume und Lüttringhausen entlang des neuen Gewerbegebietes am Bahnhof erneut nachgedacht werden (das war zuvor durch die Planung, das Feuerwehrhaus auf dem Feld 1 der Baufläche zu errichten, obsolet geworden). Haumann: „Der ursprüngliche Vorschlag aus der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen steht wieder!“ Im Übrigen werfe nach der jüngsten Änderung der Feuerwehrpläne die Kommunikationspolitik der Verwaltung etliche Fragen auf: „Wenn es schon im Juli bekannt gewesen sein soll, dass der Interessent für die anderen Flächen seine Bekundung zurückgezogen hat, wieso wurde dann die BV nicht informiert? Wie viele Interessenten sind denn nun wirklich vorhanden. Und warum geht es an dieser Stelle nicht weiter?“ Die Diskussion um die Verlegung der Veranstaltungsplätze für Lenneper Brauchtumsfeste wäre nach Meinung von Rolf Haumann anders gelaufen, „wenn die Informationen transparenter weitergegeben worden wären. Im Nachhinein erscheint mir die Verlagerung der Festplätze auf das Gelände an der Karlstraße deutlich sinnvoller. Auch diese Diskussion muss in der BV meiner Meinung nach neu geführt werden!“

Bei zwei VHS-Stellen keine Wiederbesetzungssperre

Einstimmig haben die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses vorgestern bei zwei Stellen der Volkshochschule der Aufhebung der bei freigewordenen Planstellen üblicherweise vorgeschriebenen sechsmonatigen Wiederbesetzungssperre zugestimmt. Es ging zum einen um die Bereichsleitung Schulische Abschlüsse  zum 1.1.2017; der derzeitige Stelleninhaber scheidet altersbedingt zum Jahresende aus dem Dienst aus. Zum anderen geht es um die Nachbesetzung einer Sachbearbeiterstelle in der VHS-Kursorganisation zum 1.1.2017. Die bisherige Stelleninhaberin hatte zum 1.8.2016 innerhalb der Verwaltung gewechselt, so dass gegenwärtig „erheblichen Schwierigkeiten“ bezüglich der Erstellung des Programmheftes für das 1. Semester 2017 bestehen; diese Arbeiten beginnen bereits im September und seien „im Wege der normalen Vertretungsregelung nicht realisierbar“.

Gemäß Weiterbildungsgesetz, §§ 11 und 13, sind Volkshochschulen in Städten mit mehr als 100.000 Einwohner/innen verpflichtet, zur Sicherstellung der Grundversorgung der Bevölkerung mit Weiterbildungsangeboten mindestens 6.400 Unterrichtsstunden jährlich durchzuführen. Um dies dauerhaft zu garantieren, erstattet das Land dem Träger im Rahmen besagten Pflichtangebots für je 1.600 Unterrichtsstunden die entstehenden Kosten einer pädagogisch hauptamtlich besetzten Stelle.  Eine Stelle gilt dabei nach § 8 als besetzt „wenn auf ihr eine vollzeitlich beschäftigte Person oder in entsprechendem Umfang mehrere teilzeitbeschäftigte Personen geführt werden.“ Konkret bedeutet dies, dass die unmittelbare Naschbesetzung der Bereichsleiterstelle „Schulische Abschlüsse“ notwendig, um das VHS-Pflichtangebot sowie den laufenden Unterrichtsbetrieb im Bereich der VHS-Schulabschlusskurse sicherzustellen. Eine Nicht-Wiederbesetzung würde sonst die Landesförderung der Stelle (derzeit 51.130 Euro pro Jahr) und weitere spezifische Fördergelder (knapp 95.000 Euro p.a.) gefährden, bezogen auf das VHS-Angebot im Bereich der schulischen Abschlüsse insgesamt.

Skulptur stimmt auf „Weltbaustelle RS“ ein

Louis, Matthias, Joshua, Kyell, Lukas, Maohmad, Abdelra, Hmah, Gulhan, AI Hassa, Chiara, Linda, Dlenan, Rinan, Dijiu, Medine, Abdul, Rezan, Secire, Ahmed, und  Abed machten mit. Kinder der Offenen Ganztagsschulen Heinrich Neumann und Honsberg, eine Gruppe unbegleiteter Flüchtlinge aus der Caritas-Jugendwohngemeinschaft und die Remscheider Künstlerinnen Ute Lennartz-Lembeck und Dorota Feicht gestalteten während der Sommerferien in einem mobilen Kunstworkshop eine ganz besondere Skulptur:  Aus  ausgedienten Bankbohlen, selbst gefertigten Holzdübeln und ausgestattet lediglich mit den Primärfarben Rot, Blau und Gelb, entstand  das Wort „WELT“. Gestern wurde diese Skulptur im Foyer des Rathauses aufgestellt. Sie ersetzt dort die im Juni errichtete Installation aus bunten Steinen und weist auf die Veranstaltungsreihe „Weltbaustelle Remscheid“ hin. Ausgangspunkt der ersten Aktion waren Steinwürfe gegen Schaufensterscheiben („Lotsenpunkt“ in Lennep / Foto rechts unten, Dritte Welt-Laden in Lüttringhausen). Helferinnen und Helfer sozialer Einrichtungen hatten daraufhin die Aktion ,Steine gegen Hass' gestartet, zu einer Solidaritätskundgebung aufgerufen und „Steine gegen Rechts“ bunt gestaltet bzw. umhäkelt.

In Goldspray prangen auf den einzelnen Latten der "W-E-L-T" einzelne Worte oder Forderungen: Armut bekämpfen, Gesundes Leben, Gerechtigkeit, Energie, Infrastruktur, Siedlungen, Klima, Land, Partner, Hunger beenden, Bildung, Wasser, Wirtschaft, Ungleichheit, Produktion, Meere, Gesellschaft, Frieden. Die Kinder und Jugendlichen verbinden damit Träume, Wünsche und Ideen. Der Caritasverband Remscheid e.V. hatte sich im Frühjahr der landesweiten Weltbaustellen-Kampagne des Eine Welt Netzes NRW angeschlossen, um für die rasche Umsetzung der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele zu werben, die von den Vereinten Nationen beschlossen und im Januar in Kraft gesetzt worden waren. Zahlreiche Kooperationspartner unterstützen die vom Caritasverband koordinierte „Weltbaustelle Remscheid“ mit Aktionen und Veranstaltungen.

Den Auftakt bildet jetzt der Beitrag der „Kunstschule Heimat“. „Bis auf die Steckerverbindung haben wir ausschließlich recyceltes Material verwendet“, erklärt Lennartz-Lembeck, „wie zum Beispiel naturfarbene Stücke, die ursprünglich zu einem Hochbett gehörten, danach in einem Baumhaus verarbeitet waren und nun an der Skulptur wiederzufinden sind.“ Außerdem sei die Skulptur auf Wachstum angelegt und könne beliebig erweitert werden. „Mobil ist nicht nur der Workshop gewesen, sondern auch die Skulptur selbst“, freut sich Uschi Lauterjung vom Caritas-Projekt „vielfalt. viel wert“. über das Konzept der Kunstschule Heimat, „denn die Skulptur kann zerlegt und an einem anderen Ort wieder aufgebaut werden. Außerdem ist sie – so wie unsere Welt auch – noch nicht fertig, sondern kann weiter gestaltet werden!“ Am 3. September zum Beispiel werden Jugendliche in der Kraftstation im Rahmen des „RS United“-Festivals weiter daran arbeiten. Auch in der kath. Pfarrgemeinde St. Bonaventura wird die Skulptur später zu sehen sein. Wer sich des Weiteren dafür interessiert, sie auszustellen, kann sich bei der Caritas Remscheid an Ursula Lauterjung wenden, Tel. RS 4911.

Die Kampagne „Vielfalt, viel wert,“ der Caritas wirbt für ein positives Verständnis von Vielfalt in der Gesellschaft und will den Umgang mit Vielfalt erlernen helfen: „Vielfalt bedeutet mehr Individualität und Freiheit. Gleichzeitig braucht Vielfalt mehr Austausch, Flexibilität und faires Aushandeln gemeinsamer Regeln. Bei Migrantinnen und Migranten sind fast immer Probleme im Blick. Der Umgang mit ethnischer, kultureller und religiöser Vielfalt fällt vielen noch schwer. Die Mehrheit der Erfolgreichen mit Migrationshintergrund wird kaum wertgeschätzt oder gar nicht wahrgenommen. So werden Chancen vertan, Zugehörigkeit verhindert, gemeinsames Wir-Gefühl erschwert. Wechseln wir die Blickrichtung! Vielfalt akzeptieren, mit ihr umgehen, ihre Potenziale nutzen. Das motiviert uns als Caritas!“ Vor dem Teo-Otto-Tteater wird die „Weltbaustelle“ mit Muntermachern der „Clownschule for life“ aus Südafrika am Freitag, 9. September, um 15 Uhr eröffnet. (Leser-Kommentare sind auf Facebook möglich)