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Maskierter Mann überfällt Supermarktfiliale

Bewaffneter Täter überfällt Supermarkt. Gestern gegen 11.20 Uhr betrat ein Mann eine Supermarktfiliale an der Bismarckstraße und forderte unter Vorhalt einer Schusswaffe die Herausgabe des Kasseninhalts. Nachdem er sich selbst Bargeld aus der Kasse genommen hatte, flüchtete er über die Bismarckstraße in Richtung Bahnhof. Zeugen beschrieben den Räuber als etwa 180 cm großen und jungen Mann, der mit einer Sturmhaube und Tuch vor dem Mund maskiert war. Zudem war er mit einer dunklen Jacke und dunklen Hose bekleidet. Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, sich unter der 0202/284-0 zu melden.

Unfallbeteiligter flüchtete. Auf der Freiheitstraße kam es am Montag gegen 18.20 Uhr, zu einem Verkehrsunfall mit Sachschaden. Ein 24-jähriger Remscheider musste nach eigenen Angaben einem Pkw-Fahrer ausweichen, welcher unvermittelt auf seine Spur wechselte. Dabei beschädigte er seinen VW an einer Verkehrsinsel. Der andere Verkehrsteilnehmer entfernte sich anschließend vom Unfallort. Bei dem flüchtigen Fahrzeug soll es sich um einen schwarzen SUV mit Städtekennung aus Mettmann gehandelt haben. Durch den Unfall entstand an dem VW ein Sachschaden von ungefähr 1.500 Euro. Das Verkehrskommissariat in Remscheid hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, sich unter der Rufnummer 0202/284-0 zu melden.

Pkw fährt in den Gegenverkehr. Ein 25-Jähriger befuhr am Montag gegen 7.15 Uhr mit seinem Pkw die Solinger Straße in Richtung Remscheid und geriet in Höhe der Einfahrt Gockelshütte aus ungeklärter Ursache von seiner Fahrspur ab in den Gegenverkehr. Dort stieß er mit dem Pkw eines 20-Jährigen zusammen, der Richtung Solingen befuhr. Durch die Kollision wurde der Wagen des 25-Jährigen gegen die Leitplanke geschleudert. Der andere Fahrer verletzte sich leicht. Seine beiden Mitfahrer blieben unverletzt. Durch den Unfall entstand ein Sachschaden von ca. 10.000 Euro. Für die Dauer der Unfallaufnahme musste der Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbeigeführt werden. Dadurch kam es zu erheblichen Beeinträchtigungen des Berufsverkehrs. (aus dem Polizeibericht)

Kinderspielflächen zeitgemäß weiterentwickeln

Zur Sitzung des Ausschusses für Schule am 8. November, des Jugendhilfeausschusses am 15. November  und des Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschusses am 16. November haben die Ratsfraktionen von SPD und Grünen sowie die Ratsgruppen von FDP und Wir den Antrag gestellt, die Verwaltung mit der Aktualisierung der Spielflächenplanung zu beauftragen. Dabei möge die Verwaltung insbesondere die demographische Entwicklung in den Einzugsgebieten der Spielflächen, den Spielflächenbedarf (einschließlich der Nutzung der Schulhöfe als Spielfläche) auf Ebene der Stadtbezirke und die derzeitige Finanzausstattung einbeziehen.  

Spielen ist ein Teil der Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen. Im Spiel erwerben sie Kompetenzen und Erfahrungen. Eine Spielfläche fördert die Bewegung und bietet Raum für Begegnungen. Das Ziel der Stadt Remscheid muss es unverändert sein, öffentlich zugängliche Spielmöglichkeiten für Kinder aller Altersgruppen in ausreichender Zahl und in erreichbarer Nähe zum Wohnort zu bieten und damit auch einen Beitrag zur Familienfreundlichkeit der Stadt zu leisten“, heißt es in der Begründung des Antrags. Die Spielflächenplanung aus dem Jahr 2015 weise eine Ungleichgewichtung innerhalb des Stadtgebiets aus. So ergebe sich für den Stadtbezirk Lennep ein Überhang an Spielflächen (einschließlich aller anrechenbarer Flächen) in Höhe von 22 Prozent, während für den Stadtbezirk Alt-Remscheid ein Defizit an Spielflächen in Höhe von 25 Prozent bestehe.

Die Antragsteller: „Die Zahl der Spielplätze hat in den zehn Jahren bis 2015 auf nunmehr knapp 150 öffentliche Spielplätze zugenommen. Gleichzeitig ging die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner in Remscheid zurück. Im besonderen Maße schrumpfte dabei die Zahl der jungen Einwohnerinnen und Einwohner. So reduzierte sich die Altersgruppe, durch die Spielflächen genutzt werden, um rund 20 Prozent. In einigen Stadtteilen ging die Zahl der Kinder und Jugendlichen sogar um mehr als 50 Prozent zurück. Mit den jüngsten Geburtenzahlen verlangsamte sich der Rückgang der Zahl der Kinder und Jugendlichen. Notwendige Instandsetzungen und Pflegearbeiten von Kinderspielplätzen können häufig nicht zeitnah durchgeführt werden. In der Folge müssen oftmals Spielgeräte abgebaut und/oder ganze Spielflächen aus Gründen der Verkehrssicherheit gesperrt werden. Mit den derzeit vorhandenen Mitteln kann rund alle zwei Jahre eine Spielfläche instandgesetzt werden. Es bedarf also eines Zeitraums von 280 Jahren, bis alle Spielflächen wenigstens einmal grundlegend instandgesetzt oder hergerichtet werden können!“

Aus Sicht der antragstellenden Gruppierungen ist es sinnvoll, die derzeitige Spielflächenplanung unter den vorgenannten Frage- und Problemstellungen zu hinterfragen. So könne es etwa zielführend sein, sich auf großflächige Kinderspielplätze mit einer entsprechenden Ausstattung zu konzentrieren, um die Spielflächen attraktiver und die Unterhaltung der Plätze wirtschaftlicher gestalten zu können. Kleine Restflächen böten unter diesem Gesichtspunkt womöglich „eine weniger sinnvolle Option“.

Remscheider Institutionen berichten oder laden ein

Ver.di-Bezirk Rhein-Wupper / Jubilarehrung: Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di, Bezirk Rhein-Wupper, ehrte am Abend im Restaurant „Schützenhaus“ in Remscheid ihre örtlichen  Jubilare des Jahres 2017 für die langjährige Mitgliedschaft in den Gründungsgewerkschaften ÖTV, HBV, IG Medien, DPG und DAG und bedankt sich für die langjährige Treue über 25, 40, 50, 60, 65 Jahre und 70 Jahre zur Gewerkschaftsbewegung. 49 Jubilarinnen und Jubilare hatten sich angemeldet. (Mittwoch, 18.10., 20.40 Uhr)

Bergische Symphoniker / „Wandelkonzerte“ für die 4. Klassen der Grundschulen: Am 17. und 18. Oktober, jeweils um 10.30 Uhr, spielen die Bergischen Symphoniker im Teo Otto Theater Remscheid unter Leitung von Tomas Grote „Wandelkonzerte“ für alle 4. Klassen der Remscheider Grundschulen. Im ersten Teil des Konzertes besuchen die Schüler aufgeteilt in zwei Gruppen die Streicher und die Holzbläser im oberen Foyer und im Theatersaal des Hauses. Nach 20 Minuten „wandeln“ die Kinder zur jeweils anderen Instrumentengruppe. Nach der Pause treffen beide Gruppen im Theatersaal zusammen und lernen den Klang und die Spielweise der Blechbläser und Schlagwerkinstrumente kennen. Im Anschluss spielt das ganze Orchester ein kleines Konzert. Nun können die Kinder hören, wie die Instrumente zusammen klingen. Es handelt sich um geschlossene Vorstellungen. (Manuela Scheuber)

Soziokulturelles Zentrum „Kraftstation“ / Gastspiel von Jan Philipp Zymny: Am Freitag, 20. Oktober, um 20 Uhr gastiert im Soziokulturelles Zentrum „Kraftstation, Honsberger Str. 2, der Stand-Up-Künstler, Slam Poet, Autor und Kabarettist Jan Philipp Zymny (*1993 in Wuppertal) mit seinem neuen Programm „Kinder der Weirdness“. Er ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten Poetry Slammer der Szene. Nicht nur gewann er 2013 und 2015 die deutschsprachigen Meisterschaften im Poetry Slam, sondern stand seit 2012 viermal in Folge im Finale dieses fünftägigen Literatur-Festivals. Weiterhin wurde er unter anderem 2013 mit dem „NightWash Talent Award“ und 2016 mit dem Jurypreis des „Prix Pantheons“ ausgezeichnet. Seit August 2014 bereist er mit seinem ersten abendfüllenden Soloprogramm „Bärenkatapult!“ die deutschen Kleinkunstbühnen und tritt sowohl bei Comedy- als auch Kabarett- Veranstaltungen auf. In der neuen Soloshow widmet er sich der Seltsamkeit an sich und denen, die sie leben. Mit dem ihm eigenen absurd surrealen Humor, Energie und Fantasie stellt er all die großen Fragen wie: „Hä?“, „Was...ich...Warum?“ und „Wie sind Sie hier herein gekommen?“ Tiefgründiger Unsinn, außerirdische Traummusik, lustige Stand Up-Comedy, Streitgespräche mit einer Videoleinwand – das sind alles Dinge, die befremdlich klingen. Finden Sie selbst heraus, was es damit auf sich hat und werden Sie ein „Kind der Weirdness“. Tickets an der Abendkasse 15 Euro uns 13 im Vorverkauf bei Remscheid-live.de. (Andre Sobiralski)

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Veranstaltungen des Teo Otto Theaters im Oktober

Mittwoch, 18. Oktober, 19,30 Uhr
1. Meisterkonzert
Klarinettentrio Schmuck.
Das "Klarinettentrio Schmuck" mit ihrer Gründerin Sayaka Schmuck (Klarinette), Til Renner (Soloklarinette NDR Hannover) und Sebastian Pigorsch (Bassklarinette/Bassetthorn) findet in dieser außergewöhnlichen Kombination einen ganz besonderen Platz bei der Programmgestaltung vieler Konzertveranstalter. Nicht zuletzt durch Sabine Meyer und ihrem bekannten „Trio di Clarone“ ist diese aussergewöhnliche Kammermusikbesetzung bekannt geworden. Aufgrund der virtuosen Beherrschung ihrer Instrumente verbunden mit tiefer Liebe zur Kammermusik verzaubern die drei Musiker immer wieder ihr Publikum. Grosse Spielfreude, stetiger Dialog und homogenes Zusammenspiel treffen bei diesen Musikern aufeinander. Das Programm des Trios reicht von Klassik über Jazz bis hin zur Moderne.
Das Programm:
W.A. Mozart (1756-1791): aus “Die Zauberflöte“  für zwei Klarinetten und Bassetthorn
Antonin Dvorák (1841-1904): aus “Slavische Tänze“ für zwei Klarinetten und Bassetthorn
W. A. Mozart (1756-1791): aus „Die Hochzeit des Figaro“ und „Don Giovanni“ für zwei Klarinetten und Bassetthorn
Karlheinz Stockhausen (1928-2007): Der Kleine Harlekin für Klarinette solo und Tanz
Astor Piazzolla (1921-1992): aus „Histoire du Tango“ für zwei Klarinetten und Baß-Klarinette
Claude Debussy (1862-1918): Little Negro
Paul Desmond (1924-1977): Take Five
Turner Layton/Benny Godman (1894-1978): After You´ve Gone
Zequinha de Abreu (1880-1935): Tico Tico
Irving Berlin (1888-1989): Alexander´s Ragtime Band für zwei Klarinetten und Baß-Klarinette
Karten: 20 €; Jugendticket fünf  €; Konzertabos; Seniorenticket 15 €.

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»Buokwietenrötsch, en Freten förret arm Volk«

Der Matrosen-Look der Generation um die Wende von 19. zum 20. Jahrhundert.Viel vom Wesen der alten Remscheider drückte sich in der Kleidung aus, die sich jeglicher Extravaganzen entzog. Wenn der alte Rem­scheider sich in den Gehrock warf, sofern überhaupt, nannte er ihn despektierlich Batzeschleger, meist war ihm schon die Lüsterjuppe, eine Jacke aus glänzendem Stoff, das höchste der Gefühle, darunter vielleicht ein Vüörhemken, ein Vor­hemd, an den Füßen Togstieweln (Zugstiefel), dann fühlte er sich stiefstaats, fein gemacht. Für die Kleidung der Frauen hatte der Mann nicht selten ab­fällige Bezeichnungen wie Fummeisbrocken, womit er die zarteren Gewebe abwertete. Langer Rock aus kräftigem Stoff, eine Bluse und dann noch ein schamuosen Schottel-duok, eine Schürze aus Baumwoll- und Seidengemisch, das mochte wohl sein.

Remscheider im Feiertagsstaat - in Honsberg fotografiert um 1900.Bei Tisch sah es nicht anders aus: Derbes hatte vor schläckerigem Essen den Vorzug. Spruch: »Buokwietenrötsch met Oik es en Freten förret arm Volk«. Buchweizenpfannekuchen, so hört man hier heraus, war ein verbreitetes Arme-Leute-Es­sen. Schwattbruot aß der alte Remscheider, also Schwarzbrot, suren Kappes, Sauerkraut, Brezelnzoppe, Milchsuppe mit hineingebrockten Brezeln. Lienewewer, Eierkuchen mit in den Teig eingebackenen, 'in Scheiben geschnittenen und gar gekochten Kartoffeln, waren eine weitere Spezialität, und Puffelskuoken, Hefepfannkuchen aus Weizenmehl, Eiern, Zucker, Milch und etwas Salz, hin und wieder mit Korinthen und Rosinen. Wenn einem Familienmitglied die schlichte Kost nicht paßte, mochte es sein, dass er zu hören bekam: »Schmackt et dr nit? Dann gangk innet Dorp noam Albetten und lot dr do utschöppen.«  Damit wurde der Nörgler auf die Küche des vornehmen Gasthofs »Zum Weinberg«, Elberfel­der Straße, verwiesen, dessen Besitzer C. W. Alberty war. (aus: „Remscheid so wie es war“, von Dr. Gerd Courts, erschienen 1974 im Droste Verlag.)

Ausflugstipp: Wochenende in der Stadt der Grachten

Kleiner Ausflugstipp gefällig? Keine drei Stunden von Remscheid entfernt liegt die niederländische Großstadt Amsterdam. Die Stadt der Grachten lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Mit dem Pkw zu erreichen über A1, A3 und A12 nach 267 Kilometern. Für ein erstes Kennenlernen empfiehlt es sich allerdings, sich einem erfahrenen Busreise-Veranstalter anzuvertrauen. Wochenend-Städtereisen nach Amsterdam gehören seit vielen Jahren zum festen Programm vieler Anbieter. Als Beispiel sei hier eine dreitägige Reise mit  zwei Übernachtungen und Zusteigemöglichkeit in Wuppertal: genannt. Dazu gehört auch eine  Bootsfahrt durch den Amsterdamer Grachtengürtel mit seinen 1.000 Brücken, der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Wer am Nachmittag auf dem Ausflug nach Volendam am Ijsselmeer und zu einer Käserei verzichten will, um stattdessen in Amsterdam mit seinen vielen Museen etwas für die kulturelle Bildung zu tun, kann sich mit der Reiseleitung verständigen und beim Abendessen oder am nächsten Tag beim Frühstück am nächsten Tag wieder zu der Reisegruppe stoßen, bevor der Bus nach Den Haag / Scheveningen fährt. Das Video des Waterbölles zeigt im Wesentlichen Amsterdam vom Heck eines Ausflugsbootes aus. (Titelfoto: Ulrike Kaiser)

Eindrucksvolle Innenansichten vom Leben

Im Rahmen der 10. Interkulturellen Lese- und Musikreihe liest die Autorin Olga Grjasnowa am 19. Oktober um 19 Uhr (Einlass 18.30  Uhr, Eintritt frei) in der Zentralbibliothek der Stadt Remscheid, Scharffstr. 4-6, vor Erwachsenen, musikalisch begleitet von Azad Schahwysi ( Santur), und am 20. Oktober vormittags im Schulzentrum Hackenberg für die Schüler der Abschlussklassen. Veranstalter sind auch diesmal wieder die Lütteraten, de Schlawiner, IKE, das Kommunale Integrationszentrum KI, der Kulturkreis im Heimatbund Lüttringhausen, die Caritas, die Deutsch-Indische-Gesellschaft, die Akademie der kulturellen Bildung Remscheid und das Katholisches Bildungswerk Wuppertal/Solingen/Remscheid.

Im Alter von zwölf Jahren siedelte Olga Grjasnowa als Kontingentflüchtling mit ihrer Familie nach Hessen, lernte Deutsch und beendete ihre Schulzeit mit dem Abitur. Ab 2005 studierte sie Kunstgeschichte und Slawistik und anschließend „Literarisches Schreiben“ in Leipzig. Längere Studien-aufenthalte in Polen, Russland, der Türkei und Israel schlossen sich an.

Olga Grjasnowa debütierte 2012 mit dem Roman „Der Russe ist einer, der Birken liebt“; 2014 folgte ihr zweiten Roman „Die juristische Unschärfe einer Ehe“. Ihre Geschichten erinnern daran, dass es nicht nur eine Welt vor unserer Haustüre gibt, sondern dass viele Welten existieren und es sich lohnt, diese kennen zu lernen. Sie vermittelt eindrucksvolle Innenansichten vom Leben in einer Einwanderungsgesellschaft und von einer Generation, die keine Grenzen kennt, aber auch keine Heimat hat. Zahlreiche literarische Auszeichnungen begleiten ihre Tätigkeit als freie Autorin, so der Anna Seghers Preis, der Michel-Kühne-Preis und der Chamisso-Förderpreis. Weiterhin erhielt sie verschiedene Stipendien namhafter Stiftungen. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Wochenrückblick vom 9. bis 15. Oktober 2017

Was sich Kinder für einen neuen Spielplatz wünschten

Die Entwurfsplanung für den neuen Spielplatz im Lennebachtal in Lennep.Der Kinderspielplatz im Lennepebachtal in Lennep soll großzügig instandgesetzt werden. Die Entwurfsplanung nahm am Dienstag die Bezirksvertretung Lennep zur Kenntnis. Die Maßnahme ist mit dem Arbeitskreis Kinderspielplätze abgestimmt und Bestandteil der vom Jugendhilfeausschuss beschlossenen Maßnahmenplanung. Die Kinderbeteiligung fand im November 2016 mit 22 Kindern der OGS Hasenberg im Alter von sechs bis zehn Jahren statt. Dieser wünschten sich insbesondere Schaukeln und Rutschen für alle Altersgruppen, einen Sandkasten und eine Seilbahn. Einer Gruppe war wichtig, dass es auch von der Sonne geschützte Bereiche gibt, und eine andere Gruppe hatte die Idee, dass man zwischen Bäumen klettern können sollte. Diese Idee wurde in Form eines Baumhauses in die Planung aufgenommen.

Der aus allen Richtungen barrierefrei zu erreichende Spielplatz grenzt im Lennepebachtal östlich an den dortigen Bolzplatz an. Die neue Spielfläche soll in drei Bereiche gegliedert sein: Einen Bereich mit einer Kletter- und Rutschkombination und Hängematte für die größeren Kinder, einen Bereich für Kleinkinder mit Spielhäusern, Rutsche, Schaukel und Wipp-Tieren und einen Bereich mit einer Seilbahn. An den modellierten Hügel soll sich ein Spielgebüsch entwickeln, das zum Teil auch Schatten auf die Spielflächen wirft. Die angrenzende Spielplatzfläche mit Raumnetz und Doppelschaukel wird überarbeitet und in die Planung integriert. Auf dem Gelände sind unterschiedliche Sitzmöglichkeiten, ein Picknicktisch sowie Abstellmöglichkeiten für Fahrräder vorgesehen. Mit den Bauarbeiten soll im Frühjahr 2018 begonnen werden. Die Kosten in Höhe von 157.000 Euro sind durch den Etat 2017 (147.000 Euro) und 2018 (10.000 Euro) gedeckt. Hinzu kommen 15.000 Euro an Planungskosten der TBR.

"Viele Baustellen in Lennep ohne Bauzeitenplan!"

Mit einem ganzen Katalog von Fragen zur Planung des Designer Outlet Centers (DOC) hatte sich Peter Lange von der „Bürgerinitiative Lennep“ an die Bezirksvertretung Lennep gewandt. In der BV-Sitzung am Dienstag bildeten sie Punkt 3 „Fragestunde für Einwohner“ der Tagesordnung. Und nachdem Lange die Fragen Punkt für Punkt vorgelesen hatte, las Bezirksbürgermeister Markus Kötter in gleicher Reihenfolge vor, was ihm die Verwaltung aufgeschrieben hatte. Die vier Pressevertreter am Nebentisch sahen sich etwas ratlos an: Mitschreiben ließ sich das auf die Schnelle nicht, und in der Verwaltung war niemand auf die Idee gekommen, den für die öffentliche Sitzung bestimmten Text im Sinne von Bürgerfreundlichkeit durch den Kopierer zu jagen. Dank also an Sozialdezernent Thomas Neuhaus für die Vermittlung einer Mail vom gestrigen Tage, in der die Antwort der Verwaltung nachgereicht wurde. So kann der Waterbölles heute Fragen und Antworten dokumentieren:

Frage: Auf der Internetseite „doc‐remscheid.de“ wird der 02.01.2018 als Baubeginn für das DOC genannt. Rein juristisch ist der Investor durch die erteilte Baugenehmigung dazu berechtigt. Allerdings gibt es eine Vereinbarung zwischen der Stadt Remscheid und dem Investor, erst mit dem Bau zu beginnen, wenn Bestandskraft besteht.
Antwort: Auf der Internetseite ist der 02.01.2018 als voraussichtlicher Baubeginn auf Basis des Kenntnisstandes aus 2016 genannt. Eine Anpassung der Angaben wird zzt. vorbereitet.

Frage: Wird die Stadt Remscheid gegenüber dem Investor auf Einhaltung dieser Vereinbarung bestehen, sollte dieser vor Erreichen der Bestandskraft mit dem Bau beginnen?
Antwort: Es gibt keine Vereinbarung zwischen der Stadt Remscheid und dem Investor, mit dem Bau des DOC erst nach Bestandkraft des Bebauungsplanes 657 zu beginnen. Lediglich die Zahlung des Kaufpreises ist nach dem Kaufvertrag spätestens in diesem Zeitpunkt fällig. Wenn der Investor mit dem Bau des DOC vor Erreichen der Bestandskraft des Bebauungsplanes beginnen möchte, muss dazu die Zustimmung des Rates der Stadt vorliegen. Ob eine solche erfolgt, wird abhängig von den in diesem Zusammenhang mit dem Investor zu treffenden Vereinbarungen sein.

Frage: Für mich als Bürger verwunderlich, wie zurzeit die vielen Baustellen in Lennep ohne Bauzeitenplan koordiniert werden können. Warum wurde der Bauzeitenplan noch nicht veröffentlicht, obwohl es mittlerweile einen aus dem städtischen Haushalt bezahlten DOC-Projektkoordinator gibt?
Antwort: Der lt. städtebaulichem Vertrag mit dem Investor abzustimmende Bauzeitenplan soll eine zeitgleiche Fertigstellung von DOC und der dazu notwendigen Infrastrukturmaßnahmen sicherstellen. Dabei sind insbesondere die verkehrlichen und erschließungstechnischen Belange im Einvernehmen mit Polizei, Feuerwehr und Straßenverkehrsbehörde zu berücksichtigen. Die Abstimmung berührt damit nicht alleine die von der Stadt, sondern auch die von Investor durchzuführenden Baumaßnahmen. Insofern waren gemeinsam mit dem Investor die einzelnen Baumaßnahmen unter Berücksichtigung der v.g. Belange im Einzelnen zu betrachten und mit ihren jeweiligen Voraussetzungen und Abhängigkeiten in Detail einzuplanen. Derzeitig wird der zum 30.09.2017 zwischen Stadt und Investor abgestimmte Bauzeitenplan für eine Veröffentlichung vorbereitet. Im Übrigen: Ein kausaler Zusammenhang zwischen dem Projektkoordinator und der Veröffentlichung eines Bauzeitenplanes besteht nicht!

Frage: Werden die Mehrkosten für die „DOC-berücksichtigenden“ Baumaßnahmen auch vom Investor übernommen, wenn das DOC vor Gericht scheitert?
Antwort: Die von der Stadt Remscheid derzeit umgesetzten Maßnahmen dienen zum einen der Verbesserung der städtischen Infrastruktur (Kanal und Straße) und zum anderen der besseren Ausnutzbarkeit der städtischen Grundstücke im Gebiet des Bebauungsplanes Nr. 657. Diese Maßnahmen sind daher auch ohne ein späteres DOC sinnvoll und für die Umsetzung einer Bebauung im Gebiet des Bebauungsplanes Nr. 657 notwendig. Im Bereich der Straßeninfrastruktur werden derzeit im Wesentlichen Maßnahmen durchgeführt, die dem Umbau der Kreuzung Ringstraße/Rader Str. dienen bzw. diese vorbereiten. Der Umbau der Kreuzung war auch ohne den Bau des DOC vorgesehen. Die Durchführung von Teilmaßnahmen des Straßenbaus im Bereich der Ringstraße zwischen Hackenberger Str. und Schwelmer Str. steht in Zusammenhang mit der hier geplanten Kanalbaumaßnahme.

Frage: Wird die KGS Am Stadion vor Erreichen der Bestandskraft abgerissen?
Antwort: Der Abriss der KGS Am Stadion vor Erreichen der Bestandskraft des Bebauungsplans ist zurzeit nicht vorgesehen, kann aus heutiger Sicht aber auch nicht ausgeschlossen werden.

Frage: Sind weitere Baumfällungen vor Erreichen der Bestandskraft geplant?
Antwort: Neben den bislang in der Bezirksvertretung beschlossenen oder heute zum Beschluss vorgelegten Baumfällungen sind für die Straßeninfrastruktur noch Baumfällungen im Bereich der geplanten Aufweitung der Ringstraße zwischen Röntgenstraße und Rader Straße erforderlich. Da für die notwendigen Baumfällungen nur ein Zeitfenster zwischen November und Februar zur Verfügung steht, sind weitere Baumfällungen in diesem Bereich zum Erhalt der Handlungsfähigkeit auch vor Erreichen der Eintritt der Bestandskraft nicht auszuschließen.

Frage: Wird der Ausbau der Kreuzung Wupperstraße / Am Stadion vor Erreichen der Bestandskraft durchgeführt? Wird der Ausbau der Straße Am Stadion vor Erreichen der Bestandskraft durchgeführt?
Antwort: Über den Ausbau des Straßenumrings (Am Stadion/Spielberggasse/Mühlenstraße) wurde mit dem Investor ein Ausbauvertrag abgeschlossen. Die Durchführung des Straßenausbaus ist hierbei nicht an die Bestandkraft des Bebauungsplanes Nr. 657 gebunden. Der Investor kann somit den Ausbau bereits vor der Bestandkraft des Bebauungsplanes beginnen. Im Zuge des Ausbaus des Straßenumrings wird der Kreuzungsbereich Am Stadion/Wupperstraße als erster Bauabschnitt ausgebaut.