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Das Lindenblatt im Buch der Ahne

von Alma Mühlhausen

In einem kleinen bergischen Ort, der in weltabgeschiedener Ruhe abseits der breiten Autostraße liegt, stehen, nur durch einen Fahrweg getrennt, zwei behäbige Bauernhäuser. Uralt ist der Grundbau der Häuser, die im Wandel der Zeiten durch Anbauten und Garagen etwas modernisiert wurden, trotzdem aber ihr ehrwürdiges Alter nicht verleugnen können.

Zwei Brüder sind es gewesen, die vor über hundert Jahren die Häuser erbauten und mit ihren Familien hier Landwirtschaft betrieben. Immer ist es ein schönes harmonisches Verhältnis gewesen, wenn auch der breite Fahrweg, der zu den Ackern, Wiesen und Feldern führte, zum Hofe des jüngeren Bruders gehörte. Nur der Lindenbaum, der auf dem Besitztum des älteren Bauern, am Brunnen stand, wurde von Jahr zu Jahr immer mehr zum Hindernis des Fahrweges. Breit und wuchtig war die Linde im Laufe der Jahrzehnte emporgewachsen, und ihre Äste griffen hemmend über den Weg, wenn die Erntewagen in den Nachbarhof rollten. Doch die Linde, die wie der Brunnen zum Hofe gehörte und ihm den Namen „Lindenhof" gegeben hatte, umzuhauen, fand keiner den Mut. Besonders die Bäuerin schätzte den Lindenbaum sehr, und wenn sie mit selbstbewusstem Schritt, in dem der Stolz über den mustergültig bewirtschafteten Hof mitschwang, den Blick zu dem sich immer kräftiger emporwachsenden Baum hob, wenn sie zum Brunnen ging, fühlte sie sich so recht mit allem verbunden hier.

 

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"Lenni" war als Lennep-Mastkottchen erfolglos

von Dr. Wilhelm R. Schmidt

In meinem Archiv fand ich neulich im Bereich „Ereignisse nach Namen“ einen bebilderten Hinweis auf eine kleine Lenneperin, die man im Blick auf die 750-Jahrfeier im Jahre 1980 „Lenni“ getauft hatte. Ich denke aber nicht, dass sich ihre Geschichte bis in das damals angenommene Entstehungsjahr 1230 zurückverfolgen lässt. Das eigenartige Lenneper „Wecht“ sollte im Jubiläumsjahr vor allem der Lennep-Werbung dienen. Ein Vorgänger meines Lennep-Archivs notierte dazu einst: „„Beispiel für einfallslose Werbung als Pippi-Langstrumpf-Verschnitt“. Und er fuhr – sinngemäß – fort: „Trotzdem sollte man dieser Werbung noch etwas Positives abgewinnen, da ein eindeutiger Bezug zu Lennep gegeben ist, und Lennep als “Der historische Stadtteil Remscheids“ definiert wird“.

Na, ja, ich hätte das vielleicht so nicht definiert, auch schon damals nicht, wenn auch natürlich an der Formulierung nicht alles falsch ist. Jedenfalls hat sich zumindest darüber so mancher Lenneper gefreut. So richtig „vom Stuhl gerissen“ jedoch hat dieses in mannigfaltiger Form seinerzeit verwendete „Lennep-Maskottchen“ die Lenneper Bevölkerung nicht, so dass das Ziel einer „Identitätspräsentationsfunktion“, wie wir Historiker sagen, bei den Lennepern zumindest dadurch allein nicht bewirkt wurde und erst recht außerhalb Lenneps zur Lennep-Werbung nichts Wesentliches beitrug.

Das Foto zeigt einen originalen, bis heute nicht benutzten Bildaufkleber (fast 19 cm hoch und 13 cm breit vom „Lenneper Wecht“; man konnte ihn sich seinerzeit u.a. ans Auto oder sonst wohin kleben. Die nicht realisierte Abziehmöglichkeit ist auf unserem Foto noch sehr gut zu erkennen. Als das Lenneper Lenni-Mädchen seinerzeit produziert und verbreitet wurde, lernte ich es übrigens nicht sofort kennen, da ich mich berufsbedingt eher in Gießen, Darmstadt und Frankfurt aufhielt. Dafür hatte ich aber 1980 einen vier Jahre alten Sohn, der witzigerweise auch „Lenni“ hieß. Auch das hatte übrigens mit Schweden zu tun, wenn auch nicht mit Pippi Langstrumpf, sondern mit meinen vormaligen Aufenthalten in Schweden, wo ich u.a. den Vornamen Lennart kennen lernte, der in der Familie eben zu „Lenni“ wurde. „So was kommt von so was her“, heißt es in dem Roman „Tadellöser und Wolff“ von Walter Kempowski öfters – und so war es denn auch.

Remscheider Institutionen berichten oder laden ein

Interessengemeinschaft der Wupper-Tells c/o Biologische Station Mittlere Wupper / Wanderung zu kleinen Kobolden: Am 26. August bietet Wupper-Tell Andrea Kauka eine Fledermausexkursion im Flüsterwald für Erwachsene und Familien mit Kindern ab acht Jahren an. Mit Hilfe des Bat-Detektors werden die Ultraschallsignale der kleinen fliegenden Kobolde auch für unser menschliches Ohr wahrnehmbar. Spannende Geschichten machen mit der Welt der Fledermäuse bekannt. Treffpunkt: Haus Müngsten um 20 Uhr. Kosten: Erwachsene sechs Euro / Kinder bis 10 Jahre drei Euro, Eltern mit zwei eigenen Kindern 15 Euro (jedes weiter Kind: 1,50 Euro), Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger: Erwachsene drei / Kinder bis 10 Jahre 1,50 Euro. Wichtig: Taschenlampe und festes Schuhwerk werden empfohlen. Für die Exkursion ist eine Anmeldung per E-Mail unter a.kauka@online.de">a.kauka@online.de erforderlich.

dbb jugend remscheid / Spendenaktion für das Tierheim: Leider leiden in der heutigen Zeit viele Tierheime unter Geldnot, in Remscheid gibt es allerdings einen großen Missstand: Beim Umbau vor 25 Jahren - das Tierheim zog damals auf ein altes Bauernhofgelände - wurden die Grundleitungen nicht mitsaniert, so dass der Abwasserverbrauch jahrelang deutlich unter der Menge des geflossenem Frischwassers lag. Nach Voruntersuchungen zur Sanierung werden die Kosten der Kanalsanierung auf einen hohen sechsstelligen Betrag geschätzt. Dieses Jahr wurde bereits ein Antrag auf Fördergeld in Höhe von 64.000 € beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz eingereicht. Sollte dieser genehmigt werden, wäre dies ein wichtiger Schritt; den Restbetrag muss das Tierheim jedoch alleine beschaffen. Hierbei möchte die dbb jugend remscheid gerne helfen: Am Samstag, 2. September, wird die dbb jugend remscheid von 9 bis 13 Uhr mit einem Stand auf dem Theodor-Heuss-Platz während des Wochenmarktes auf die Probleme des Tierheimes aufmerksam machen. An diesem Tag besteht die Möglichkeit, Sachspenden wie Futter, Decken, Handtücher, Waschmittel, Putzmittel, Bettwäsche, Körbe, Spielzeug, etc. abzugeben, die dann an das Tierheim weiterleitet werden.
Auch Geldspenden können mit dem Verwendungszweck „dbb jugend remscheid“ ab sofort bis Ende November 2017 gerne an das Kono des Tierheimes bei der Stadtsparkasse Remscheid (IBAN: DE68 3405 0000 0000 0060 72, BIC: WELADEDR) überwiesen werden. Ferner will sich die dbb jugend remscheid in den nächsten Wochen auch vor Ort tatkräftig engagieren: Ob Zwinger/Katzenhäuser säubern, Hunde Gassi führen, Katzen streicheln, Obst & Gemüse für Kaninchen und Meerschweinchen schneiden oder samstags Kuchen für die dann geöffnete Cafeteria backen – auch personelle Hilfe ist im Tierheim jederzeit gerne gesehen. (Sarah Eichhorst)

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Wochenrückblick vom 14. bis 20. August 2017

Remscheid entwickelte sich aus vielen kleinen Höfen

Remscheid entwickelte sich nicht, wie viele andere Städte, aus einem mittelalterlichen Kern, der eines Tages den zu eng gewordenen Ring seiner Mauern sprengte, sondern die Stadt wuchs aus einer Reihe von Höfen, Ansammlungen weniger Häuser, aus Höfen, die Napoleon 1808 per Dekret zu einer kommunalen Einheit namens Remscheid zusammengeschlossen hatte. Doch ist die Geschichte der Höfe, ist ihr Fortleben in der städtischen Gemeinschaft zu wichtig, als dass es bei so episodischer Erwähnung bleiben könnte. Werfen wir also einen genaueren Blick auf diesen Teil der Remscheider Ge­schichte.

Bis heute ist das Hofdenken und -handeln nicht verschwun­den. Namentlich die etwas abseits liegenden Wohnansied­lungen, die der wuchernde Stadtkern noch nicht vollends ge­schluckt hat, bewahren auch weiter ihr Eigenleben, vollends dann, wenn nicht ein großes Bauprojekt ihnen so viel Zuzug in die Nähe bringt, dass die Überfremdung nicht abzuwenden ist. Es bleibt hier außer Wertung, ob Hofdenken grundsätz­lich bewahrungswürdiger Wert oder überständige Eigenbrö­telei ist. Jedenfalls sind Reste der alten Hofgemeinschaften nicht zu übersehen, und wenn sie ihr jährliches Fest, eine Kirmes, feiern, dann hat es der Außenstehende schwer, mag er auch alter Remscheider sein. Gewiss ist ihm der Zutritt zum Festzelt nicht verwehrt, gleichviel, ob die Freiwillige Feuer­wehr oder der Männergesangverein Veranstalter ist oder ob die Schützen zum frohen Treiben laden. Aber da er sich im Hofeskosmos und seinen Hierarchien nicht auskennt, bleibt er - hilft ihm nicht alkoholgetränkte Leutseligkeit - Fremder in seiner eigenen Heimat.

Die Hofkirmessen erleichtern uns den Weg in die Geschichte, denn sie sind schon länger ein signifikantes Merkmal bergischen Hoflebens. In den »goldenen Jahren« des 18. Jahrhun­derts waren sie beträchtlich ins Kraut geschossen, hielten sich während der ganzen Franzosenzeit und überdauerten sie. 1810 - Remscheid war gerade zwei Jahre eine Munizipalität und damit auf dem Papier ein geschlossenes Stadtgebilde -äußerte der französische Statthalter Beugnot Besorgnisse wegen »der außerordentlichen Menge der Kirmessen, die auf den einzelnen Höfen gehalten werden und fast den ganzen Sommer bis ins Spätjahr dauern«. Man erfährt, dass das dama­lige Kirmesvergnügen hauptsächlich aus »Branntweintrinken und Kartenspielen« bestand. Darum vertrat die französische Obrigkeit, die das Schießen nach dem Vogel auf der Stange als Besatzungsmacht verboten hatte, den Standpunkt, diese Kirmessen verursachten »große Nachteile in vielen Familien, deren Häupter und Glieder uneingedenk ihrer Pflichten sich sorglos den Schwelgereien überlassen und oftmals an einem Abend so viel verprassen, dass sie mit ihren Weibern und Kindern nachher darben müssen«. Das ist eine über die alten Remscheider sehr ungewohnte Auskunft. Man kann sie sich als gewissenlose Hallodris gar nicht vorstellen. Als die Fran­zosen weg waren, ordnete Remscheids dritter Bürgermeister Hering - der erste, der nicht mehr Maire war - 1816 an, dass alle Kirmessen jedes erste Wochenende im Juli zu einer Hauptkirmes   zusammenzulegen   seien.   Die   Remscheider Vogelschützengesellschaft wurde gegründet, der spätere Remscheider Schützenverein, und was aus seiner Kirmes geworden ist, hatte lange Zeit gewaltigen Zulauf.

Aber nicht nur am Feiern konnte man die Höfe erkennen, auch an ihren Leistungen, die sich wieder in ihren Abgaben nieder­schlugen. Remscheid hat nicht von ungefähr in der Franzo­senzeit den Namen hergegeben für ein größeres Gemeinwe­sen. Schon im 12. Jahrhundert, als im Gebiet der späteren Stadt Remscheid Hofesverbände oder Villikationen entstan­den, gab es so etwas wie Haupthöfe mit zugehörigen Kirchen als Kristallisationspunkten der Landgemeinden. Die Bau­erngüter der damaligen Zeit lagen um einen Herrenhof Rem­scheid und bildeten mit ihm die »Villa« gleichen Namens. Vom alten Hof Remscheid ist nicht viel geblieben. Hier hörte das Hofdenken schon auf, als mit dem Bau der Hauptstraßen, der Allee-, Bismarck-, Neuenkamper Straße, der Burger, Elberfelder und Eberhardstraße größere Stadtgebiete zu Einheiten zusammenzuschmelzen begannen. Der alte Hof Hasten wurde zum Sammelbegriff für Hasten, Feld, Büchel, Gerstau, Hütz, Holz, Hölterfeld, Platz und Clemensham­mer, Vieringhausen hat Buchen, Volkeshaus, Fürberg und Stockden zu einem Begriff zusammengezogen. Honsberg ist ein ebenso großer Stadtteil und Kremenholl.

Hin und wieder ist kaum noch auszumachen, wo ein Hof einmal gelegen hat. Scheid etwa ist nur noch in seinen ehemaligen Grenzen zu benennen. Nichts von ihm ist geblieben. Er lag zwischen Schützenstraße, Alleestraße, Martin-Luther-Straße und Adolfstraße. Da war einmal das alte Bürgerhaus mit der Windenschmiede im Schatten der großen Linden. Da lagen an der Hindenburgstraße Bauernhöfe, die letzten in dieser Ge­gend. Da gab es an der Martin-Luther-Straße Feilenschmie­den, eine Haustube auch im letzten Fachwerkhaus an der Stuttgarter Straße unter den großen Eschen. Das war der Scheid, durch die Alleestraße mit dem alten Dorf zu einer Einheit geworden. Und das ist der Weg der meisten Höfe, die oft eine soziologisch glückliche und reiche Struktur hatten, in denen die selbständigen Schmiede, Hersteller von Eisenwa­ren, zusammenlebten mit geschickten Kaufleuten, die ihre Ware in alle Welt verkauften. Die Zeit ist darüber hinwegge­gangen, und nur ganz am Rande, im Morsbachtal zum Bei­spiel, im Hof Morsbach, zeigen sich die letzten Relikte einer für Remscheid    charakteristischen Entwicklungsperiode. Nicht etwa, weil dort die größten Dickschädel wohnen, sondern weil die Schwierigkeit des Geländes den restlosen baulichen Anschluss ans Stadtgebiet noch verhindert hat. Das bergige Stadtge­biet, die Konzentration des Kerns auf einen Kegel mit zum Teil sehr steilen Hängen, die Überwindung von zahllosen Unebenheiten auch beim Zusammenwachsen der Remschei­der Ursprungshöfe haben immer den Hauptteil stadtplanerischer Probleme ausgemacht, und dies bis in die Gegenwart.

So wie die Gründerjahre die ehemals vorhandenen Lücken im engeren Stadtgebiet schlössen, die Einfamilienhäuser verdrängten oder doch mit ihrem Pomp überwucherten, so haben 30 Nachkriegsjahre mit ihrer teil­weise hektischen Bautätigkeit neue Wohngebiete und Stadt­teile geschaffen, dabei alte, noch in ihrer ursprünglichen Struktur sichtbare Höfe geschluckt. Doch darüber zu lamen­tieren ist falsch. Man darf Heimatliebe so weit nicht treiben, dass man am Ende aus seiner Vaterstadt ein Museum zu ma­chen wünscht. Die Höfe leben in der Geschichte Remscheids, sie haben ihren festen Platz, und die Verbundenheit der Menschen mit ihnen war lange Zeit eine Garantie für das Funktionieren dieser kleinen, in sich geschlossenen Welten. Solches Denken in die Gegenwart zu übertragen aber hieße, die Uhr anhalten zu wollen. Die Zeit der Höfe als Gegenwelt zur Stadt ist abgelaufen. Das Hofdenken früherer Tage sollte nichts weiter sein als freundliches Relikt, Erinnerung an die alte Zeit, die gedankenlos gut zu nennen der kritische Beob­achter der Zeitläufe sich scheut. (aus: „Remscheid so wie es war“, von Dr. Gerd Courts, erschienen 1974 im Droste Verlag.) 

Das Programm der Denkerschmette im August

Dienstag,22. August, 16.00 Uhr:
Wolle macht süchtig“.
Offener Handarbeitstreff mit Cornelia Schmidt.

Donnerstag, 24. August, 15 Uhr
Bridge für Fortgeschrittene
Mitspieler /- innen gesucht

Freitag, 25. August, 19.30 Uhr
Erkenne und lebe Dein wahres Selbst
„Radikale Vergebung – ein wesentliches Prinzip des Selbstheilungsweges“
Workshop, Dauer 2,5 bis drei Stunden, 15 €. Leitung Clemens Müller, Anmeldung Tel. RS 4604711

Samstag, 26. August, 20 Uhr
Jazz in der Schmette
From New Orleans to Chicago“
Musik aus der guten alten Zeit des Jazz mit Good Time Jazz Five, Eintritt: zehn Euro. Fällt leider aus! Verschoben auf  den 9. September.

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"Lenneper Sommer" bringt wieder Leben in die Altstadt

19. August
Karaoke
Schützenverein Eintracht Lennep 1928 e.V. / www.schuetzenverein-eintracht.de
Fetenhits und Massenkaraoke unter freiem Himmel in der Lenneper Altstadt. „Wir singen zusammen, nicht allein“ Fetenhits und Partykracher schmettern – Gaudi und Gänsehaut garantiert! Unter diesem Motto lädt der Schützenverein Eintracht Lennep 1928 e.V., zum Open-Air-Karaoke ein. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt.

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Auf Erkundung mit einem Remscheider Stadtführer

 Stadtführer Klaus R. SchmidtFreitag, 18. August,  15 Uhr
INDUSTRIEKULTUR: Bliedinghausen – Auf den Spuren der Feilenhauer
Der Stadtteil Bliedinghausen ist nicht nur die Wiege der Remscheider Feilenindustrie, sondern auch des Unternehmens Mannesmann. Auf dem spannenden, industriegeschichtlichen Rundgang hören Sie Geschichten von den „Mannesmännern“, von Kleinschmieden und Kaffeemühlenproduzenten und erfahren auch so manches Unbekanntes. Mit Besuch der Feilenfabrik Ehlis. Leitung: Klaus R. Schmidt, Preis: sechs €.        Treffpunkt : Grundschule Mannesmann – Burgerstraße. Dauer: 2,5 Std. Anmeldung: Klaus Schmidt, Tel. RS 30431.

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Eigene Kosmetik aus Naturmaterialien

von Hans Kadereit

Die Kräuter-Fachfrau Christel Heuer sprach in der Naturschule Grund ein ganz aktuelles Thema an: Kosmetische Produkte aus dem Ladenregal gehören zum Alltag; doch gibt es immer mehr Frauen, die sich für die Hintergründe der Herstellung dieser Produkte interessieren und zugleich die Natur im Blick haben. Sie stellen fest, dass ihrer Haut Kosmetika aus alten Rezeptbüchern besser bekommen als Produkte vom Fließband. Dem entsprechend hatte Christel Heuer für die elf Teilnehmerinnen des Kosmetik-Kurses in der Naturschule elf Spezialrezepte für „natürliche Kosmetik“ parat. Deren Ausgangsstoffe: Sesamöl und Rosenwasser, Lavendel und Rosmarinöl, aber auch Molke und afrikanische Sheabutter sowie Natron und Distelöl.

All das war auf dem Tisch vor den Teilnehmerinnen verlockend ausgebreitet. „Ausprobieren tut gut“ kommentierte das eine Teilnehmerin. „Mal andere Shampoos versuchen“ wollte eine andere. Für eine dritte war es bereits der zweite „Heuer-Kursus“. Dabei habe sie viel über Kosmetika gelernt. „Wir wollen nicht nur unser Gesicht schmücken, sondern auch auf mehr Gesundheit für den gesamten Körper sorgen“, erklärte Christel Heuer und stimmte damit ein wenig gegen die Massenware aus den Supermarktregalen ein.

Doch bei der Herstellung eigener Produkte gibt es viel zu beachten: Sorgfältiger Umgang mit den Naturrohstoffen auf dem Tisch, Unterscheiden zwischen Cremes und Salben, strenges Beachten der Verarbeitungstemperaturen und den Umgang mit ätherischen Ölen, der „Powerkraft der Pflanzen“ – das mussten die Teilnehmerinnen lernen, bevor sie im letzten Teil des Abends an die fachgerechte Eigenproduktion gehen konnten.

Viele Schüler in RS mit Zuwanderungsgeschichte

Jeder dritte Schüler (33,6 Prozent) an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen (ohne Freie Waldorfschulen und Weiterbildungskollegs) in Nordrhein-Westfalen hatte im Schuljahr 2016/17 eine Zuwanderungsgeschichte (Schuljahr 2015/16: 30,6 Prozent). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, verfügen in der Schulstatistik Schülerinnen und Schüler über eine Zuwanderungsgeschichte, wenn sie im Ausland geboren und nach Deutschland zugewandert sind und/oder mindestens ein Elternteil im Ausland geboren und nach Deutschland zugewandert ist und/oder die Verkehrssprache in der Familie nicht Deutsch ist. Die höchsten Anteile verzeichneten hier die Städte Gelsenkirchen (53 Prozent) und Duisburg (47 Prozent), aber auch Remscheid liegt hier über dem Landesdurchschnitt.

Der Anteil der Schüler mit Zuwanderungsgeschichte an der jeweiligen gesamten Schülerzahl unterschied sich nach Schulform: An den Hauptschulen war er auf Landesebene mit 49,6 Prozent am höchsten, gefolgt von den Real- (43,0 Prozent) und Grundschulen (41,5 Prozent). Bei Gesamtschulen (39,7 Prozent), Sekundarschulen (34,6 Prozent) und Gymnasien (26,4 Prozent) war der Anteil dagegen niedriger.