Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Dreck von Tauben & Hunden und Renovierungsstau

Zufallsbegegnung auf dem Alter Markt in Lennep: Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz hatte gerade seinen Stand für eine Bürgersprechstunde aufgebaut, als diese Kleinen mit ihren Betreuerinnen Britta Kuske und Sandra Reinbott von der „Großkindertagespflege Hummelswiese“. Foto: Lothar KaiserZufallsbegegnung auf dem Alter Markt in Lennep: Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz hatte gerade seinen Stand für eine Bürgersprechstunde aufgebaut, als diese Kleinen mit ihren Betreuerinnen Britta Kuske und Sandra Reinbott von der „Großkindertagespflege Hummelswiese“, Rospattstraße 26, vorbeikamen, ganz ohne Wünsche an den OB (Foto). Im Übrigen hatten bei dem gestrigen Termin auch nur ganz wenige Erwachsene etwas auf dem Herzen. Da war Ursula Alberti aus der Ringelstraße, die sich über Lärm und Mist von 30 bis 50 Tauben in der Lenneper Altstadt beklagte, derer niemand bisher Herr habe werden können. TBR-Chef Michael Zirngiebl riet, sie „beharrlich zu vergrämen“,  etwa dadurch, dass sie es sich nirgendwo am Haus längere Zeit bequem machen könnten (siehe "Taubenabwehr").

Erika Dotzauer, die im Frühjahr gerne die ersten Frühlingsblüher auf ein städtisches Grundstück an der Pestalozzischule pflanzt, bat um ein Hinweisschild, das Hundebesitzer davon abhalten soll,  ihrer Hunde ausgerechnet an diesen Blumen  „Gassi gehen zu lassen“; das Schild werde dort wohl nicht lange stehen bleiben, vermutete Zirngiebl. Des Weiteren wies die Anwohnerin auf zwei Papierkörbe an dieser Stelle hin, die nachmittags oft von Büroabfall überquöllen. Mit den Autonummern der Verursacher konnte sie jedoch leider nicht dienen.

Und dann war da noch Wolfgang Moritz vom Vorstand des „Kulturzentrums Klosterkirche e.V.“. Er erinnerte den Oberbürgermeister an ein Gespräch zwischen dem Vereinsvorstand und Mitarbeitern des städtischen Gebäudemanagements, das im vergangenen Jahr mit der Übereinkunft geendet habe, der „Renovierungsstau an der Klosterkirche“ werde ab Dezember abgebaut. Moritz: „Getan hat sich leider nichts. Und je länger die Arbeiten auf sich warten lassen, desto teurer werden sie!“ Der OB sagte zu, mit Thomas Judt vom Gebäudemanagement Rücksprache zu halten.  Der habe gegenwärtig „eine ganze Reihe von Baustellen“. Und das bei weniger Personal, wie kürzlich bekannt geworden war. Aber Entlastung naht: Zum 1. April will die Verwaltung im Gebäudemanagement vier neue Stellen einrichten, zweic für Bautrechniker/&innen, eine für eine(n) Meister/in bzw. Techniker/&in zur Instandhaltung technischer Anlagen und eine für eine(n) Meister/in bzw. Techniker/in zur Instandhaltung von Heizung, Lüftung, Sanitär. Darüber soll der Hauptausschuss in seiner nächsten Sitzung beschließen.

 

 

 

 

 

 

 

"Lokale 'Härtefallkommission' reaktivieren!"

Zur Sitzung des Rates am 30. März hat die Fraktion der Grünen den Antrag gestellt, die früherer „Härtefallkommission“, offiziell: „Ausländerrechtliche Beratungskommission“ wieder ins Leben zu rufen. Sie war zu Beginn der laufenden Legislaturperiode mit der Neuwahl des Rates 2014 nicht wieder eingesetzt worden und hatte bis dahin u.a. aus Kirchenvertreter*innen und Juristen bestanden. Sie war bios dato einberufen worden, wenn es um eine Empfehlung zu der Frage ging, ob die Abschiebung eines Geflüchteten auch aus ethischer Sicht zu rechtfertigen war. „Derzeit kann in solchen Fragen nur auf direktem Wege der Petitionsausschuss oder die Härtefallkommission des Landes NRW zur Rate gezogen werden“, so die Antragsteller.

Preise am örtlichen Immobilienmarkt ziehen an

Pressemitteilung des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Stadt Remscheid

Im Jahr 2016 wurde mit 1.252 die höchste Anzahl an Kauffällen der letzten zehn Jahre registriert. Die Zunahme gegenüber 2015 beträgt ca. 30 Prozent. Der Geldumsatz stieg um ca. 25 Prozent an. Die Zahl der Kauffälle über unbebaute Grundstücke ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich um ca. 40 Prozent gestiegen. Die meisten Bauplätze wurden im neuen Wohnbaugebiet an der Hans-Potyka-Straße (Bereich des ehemaligen Krankenhauses Lennep) veräußert. Aufgrund der höheren Kaufpreise wurden die Bodenrichtwerte für Ein- und Zweifamilienhausgrundstücke im Stadtgebiet Remscheid überwiegend um zehn €/m² angehoben. Baugrundstücke für Ein- und Zweifamilienhäuser mit einer Fläche von ca. 470 m² wurden unabhängig von der Lage zu einem durchschnittlichen Preis von rd. 108.600 € gehandelt. Die Zahl der Kauffälle über bebaute Grundstücke ist im Vergleich zum Vorjahr um ca. 13 Prozent angestiegen. Insgesamt wechselten 481 Objekte den Eigentümer. Im Teilmarkt der Ein- und Zweifamilienhäuser wurden ca. 6 Prozent mehr Kaufverträge registriert. Für Ein- und Zweifamilienhäuser wurden ca. 3 Prozent höhere Kaufpreise gezahlt als im Jahr 2015.

Neubauten wurden wiederholt nur wenige gehandelt. Die Zahl der Kauffälle über Wohnungs- und Teileigentum ist im Vergleich zum Vorjahr um ca. 45 Prozent angestiegen. Insgesamt wechselten 540 Objekte den Eigentümer. Gebrauchte Eigentumswohnungen wurden zu einem durchschnittlichen Kaufpreis von 1.130 €/m² gehandelt und waren damit um ca. 5 Prozent teurer als im Jahr 2015. Der Preis für neu errichtete Eigentumswohnungen lag im Mittel bei 2.950 €/m². Bei gebrauchten Immobilien richten sich die Kaufpreise unter anderem nach dem Baujahr. Eine nach Baujahren differenzierte Tabelle mit Kaufpreisen liegt für Ein- und Zweifamilien-häuser wie auch für Eigentumswohnungen im Grundstücksmarktbericht 2017 vor.

Seit dem 1.1.2016 stehen sowohl die Grundstücksmarktberichte als auch die Bodenricht-wertkarten des Gutachterausschusses unter www.boris.nrw.de kostenfrei zur Verfügung. Die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Stadt Remscheid befindet sich im Rathaus (Theodor-Heuss-Platz 1, Zimmer 153 bis 161). Auch dieses Jahr ist die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses mit einem eigenen Stand auf der der Immobilienmesse der Stadtsparkasse Remscheid (25.3.2017) vertreten.

Internationale Wochen gegen Rassismus bis 26.3.

Die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ werden getragen von einem Netzwerk erprobter und ganz frischer Formen der Zusammenarbeit, die für eine Zukunft mit weniger Rassismus in Remscheid hoffen lässt. In diesem Jahr laden Ausstellungen dazu ein, Respekt und Verständnis füreinander zu lernen. Das ist unsere Weise, Hassparolen keinen Raum zu geben und ausgrenzendes, rassistisches Denken und Verhalten zurück zu weisen.
(Martin Sternkopf, Johannes Haun, Hans Lothar Schiffer)

Donnerstag, 23. März, 18.30 - 19:15 Uhr, St. Bonaventura, Hackenberger Str. 1
Ökumenisches Friedensgebet
Die fast monatlich stattfindenden Ökumenischen Friedensgebete in Remscheid laden dazu ein, inne zu halten, die Lebenssituation der Menschen in aller Welt vor Gott zu bedenken und um Frieden zu bitten. Veranstalter: Evangelischer Kirchenkreis Lennep, Katholisches Stadtdekanat Remscheid / Friedenskirche Remscheid / Ökumenische Initiative Lüttringhausen.

Freitag, 24. März, 19 Uhr, Friedenskirche Remscheid, Schützenstraße 32,
„Erzählte Flucht“ - Erinnerungen von betroffenen Menschen.

Artikel vollständig lesen

Dadaist hätte „Schnaddel-daddeldumfdös" gesagt

Von Klaus Küster*

„Auf eine Sprache, die missbräuchlich eingesetzt wird, kann verzichtet werden." Diese Auffassung vertraten vor 100 Jahren dadaistische Künstler. Wie wahr in einer Zeit, in der Flüchtlingslager „Willkommenszentren" und gewisse Ämter „Integration Point" heißen. Was soll man davon halten, wenn der Oberbürgermeister seit der Schließung der städtischen Galerie 2014 in mehrmonatlichen Abständen vollmundig die Förderung einer Bleibe für die zeitgenössische Kunst verspricht und nun als Ergebnis ein „Open Space" ins Leben ruft, in dessen Beschreibung sich auf Seite 10 des hochgradig unterhaltsamen Fachkräfte-Geschwurbels eine „beiläufige Möglichkeit" anbietet, „unter Federführung der Kulturverwaltung in Zusammenarbeit (usw. usw.) ein ehrenamtlich begleitetes und organisiertes Ausstellungsangebot außerhalb der Öffnungszeiten der Projektbüros zu realisieren."

Was also soll man davon halten? Der Dadaist Kurt Schwitters hätte es vermutlich ein „Schnaddel-daddeldumfdös" genannt. Schließlich diente den Dadaisten die Macht des unverständlichen Wortes der Notwehr der Beherrschten. Da können wir Heutigen was Lernen! Während das Pons Englisch-Wörterbuch für „Open Space" die Übersetzung „Freifläche" bietet, stößt man bei Wikipedia unter diesem Begriff auf eine in den 1980er Jahren entstandene Konferenzmethode, bei der Sozialforen als offene Räume konzipiert waren. So sollten Orte entstehen, an denen möglichst alle Menschen willkommen sind und - im Gegensatz zum Remscheider „Kappen-Projekt" „alle die vorhandenen Ressourcen gleichberechtigt nutzen können, die jeder mitgestalten kann und in denen es keine institutionalisierten Entscheidungsversammlungen oder Leiter gibt, die um Erlaubnis gefragt werden müssen."

Übrigens erzählte der Begründer dieser Methode - Harrison Owen - immer wieder gerne, er habe 1983 ein Jahr lang einen Kongress für 250 Organisationsentwickler vorbereitet und durchgeführt. Am Ende der Konferenz kamen alle Beteiligten einhellig zu dem Schluss, dass der „wirklich nützliche Teil" des im Übrigen gelungenen Treffens in den Kaffeepausen bestanden habe". Ich wünsche allen künftig Beteiligten noch schöne Kaffeepausen im Remscheider Pepita-Mosaik!

Wolfgang Tillmans steht bestimmt schon in den Schlaglöchern, Verzeihung Startlöchern, um am Remscheider Markt seine Fotos nur wenige Zentimeter unterhalb der Federführung der Kulturverwal­tung außerhalb der Öffnungszeiten irgendwohin zu hängen.

(*Klaus Küster, kulturpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, gestern im Ausschuss für Kultur und Weiterbildung unter dem Tagesordnungspunkt, der sich mit dem ehemaligen Radiogeschäft Kappen am Markt beschäftigte, das für die Stadtverwaltung künftig drei Aufgaben gleichzeitig erfüllen soll.)

Rolf Griesenbeck zum 90. Geburtstag alles Gute

Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid

Rolf Griesenbeck, ehemaliger Vorsitzender der Geschäfts­führung der Stadtwerke Remscheid GmbH, feiert heute seinen 90. Geburtstag. In Derschlag im Oberbergischer Kreis geboren, studierte er nach dem Abitur Betriebswirtschaft an der Kölner Albertus-Magnus-Universität, machte 1955 sein Staatsexamen als Diplomkaufmann (ursprünglich wollte er lieber Medizin studieren) und war von 1955 bis1961 Prüfer bei einer Wirtschaftsberatungsgesellschaft in Gummersbach, bevor er am 19. Juli1961 als Leiter der kaufmännischen Abteilung zu den Stadtwerken Remscheid kam. Mit der von ihm fachlich begleiteten Umgründung des damaligen Eigenbetriebs der Stadt Remscheid in eine Kapitalgesellschaft wurde er 1964 zum Prokuristen und Leiter des Rechnungswesens. 1966 wählte ihn der Aufsichtsrat in die Geschäftsführung der Stadtwerke GmbH und zum Leiter der kaufmännischen Verwaltung. Von 1969 bis zu seiner Pensionierung am 31. März 1990 war er Vorsitzender der Geschäftsführung.

Die Projekte in  dieser Zeit, an denen Rolf Griesenbeck mit Weitsicht, großem Engagement und fundiertem Fachwissen beteiligt war, waren in den folgenden Jahrzehnten für die Stadtwerke Remscheid als Versorgungsunternehmen eine solide Basis. Griesenbeck stellte die Stadtwerke damit auf wirtschaftlich gesunde Füße, hatte stets das Vertrauen des Aufsichtsrates und war trotz oder gerade wegen seiner Gradlinigkeit bei seinen Mitarbeiter/innen beliebt.

Auch nach Eintritt in den Ruhestand blieb Rolf Griesenbeck aktiv. Er ging als Berater nach Chemnitz (damals Karl-Marx-Stadt) und half, aus dem dortigen ehemals volkseigenen Betrieb (VEB Energie) ein modernes Stadtwerke-Unternehmen aufzubauen. Noch heute verfolgt er mit sehr regem Interesse, was „seine“ Stadtwerke in Remscheid so alles bewegen. Für seine herausragenden beruflichen Leistungen und sein ehrenamtliches Engagement verlieh ihm Bundespräsident Johannes Rau im Dezember 2003 das Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland.

Aufsichtsräte, Geschäftsführung, Betriebsräte und alle Mitarbeiter wünschen Herrn Griesenbeck alles Gute und eine stabile Gesundheit für die Zukunft! (Prof. Dr. Hoffmann)

Offene Sprechstunde und Bewerbungsmappencheck

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Wer einen Ausbildungsplatz sucht oder sich über die Berufswahl beraten lassen möchte, kann ohne Termin am Donnerstag, 23. März von 14 bis 18 Uhr zur Berufsberatung in Wuppertal kommen. In einer offenen Sprechstunde erhalten Jugendliche Tipps und Rat, können sich über Ausbildungsplätze informieren sowie im ‚Check‘ Tipps für die gelungene Bewerbung bekommen. „Alle Jugendlichen, die Gesprächsbedarf rund um die Berufswahl und Ausbildungsstellensuche haben, sind bei unserer offenen Sprechstunde der Berufsberatung herzlich willkommen. Unser Angebot richtet sich an alle Jugendlichen: An die, die sich zur Berufswahl beraten lassen möchten, an die, die Lernschwierigkeiten in ihrem Ausbildungsverhältnis haben, an Abiturienten, die einen Studienplatz suchen, an Studenten, die Alternativen zu ihrem derzeitigen Studium überlegen wollen oder auch junge Menschen, die sich in einer Notlage befinden, weil sie nach einem Praktikum nicht in die Ausbildung übernommen werden“, sagt Stefanie Petrick von der Berufsberatung in Wuppertal. „Kurzentschlossene können sich jederzeit an die Berufsberatung wenden. Wir wollen ihnen helfen und beraten individuell – egal, ob es um eine Ausbildungsstelle oder um die ersten Überlegungen zur Berufswahl geht“.

Wer die offene Sprechstunde und den Bewerbungsmappencheck für Jugendliche nutzen möchte, kann sich am Empfang der Agentur für Arbeit in der Hünefeldstraße 3-17 in Wuppertal melden. „Man kann mit jeder Frage zu uns kommen. Dazu gehört genauso, dass wir die mitgebrachten Bewerbungsunterlagen checken, dass wir den Jugendlichen helfen, ihren passenden Beruf zu finden und sie auch unterstützen, sich auf Bewerbung oder Vorstellungsgespräch gut vorzubereiten“ sagt Stefanie Petrick. „Mit einer guten Vorbereitung und einer gelungenen, der Stelle angemessenen Bewerbung“ ist die Teamleiterin der Berufsberatung überzeugt, „hat man gute Chancen auf den Ausbildungsplatz in seinem Traumberuf – und damit auf einen guten Start ins Berufsleben“. Bei Fragen zu der Veranstaltung stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BiZ Wuppertal unter 0202 2828-460 zur Verfügung. (Petra Sommer-Trakalas)

279.718 € im Monat für 323 geduldete Ausländer

Im Fachdienst Zuwanderung (Ausländerbehörde) der Stadt Remscheid sollten sich inzwischen neun Mitarbeiter/Innen mit dem Sachgebiet Asyl, humanitären Aufenthalte und Rückkehrmanagement befasst. „Zurzeit arbeiten die Kollegen/Innen, die explizit mit der Aufenthaltsbeendigung beschäftigt sind, am Belastungslimit und darüber hinaus, so dass andere wichtige Aufgaben zwangsläufig vernachlässigt werden müssen, zumal diese Aufgabenerledigung auch mit ungünstigen Arbeitszeiten (außerhalb der regulären Arbeitszeiten) verbunden ist“, heißt es in einer Mitteilung der Verwaltung zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 23. März. „Auch die Bearbeitung der freiwilligen Ausreisen ist äußerst zeitintensiv. Jeder einzelne Fall sei mit ca. 215 Arbeitsminuten pro Fall zu veranschlagen. Im Zuge des Flüchtlingszustroms seien in der Ausländerbehörde seit Mai 2016 zwar vier neue Stellen befristet auf vier Jahre bewilligt und auch besetzt worden. Durch „natürliche Fluktuation seien seitdem jedoch faktisch dauerhaft zwei Stellen unbesetzt. Sie konnten „in mehreren Auswahlverfahren mangels geeigneten Personals nicht neu besetzt werden.“ Und dies trotz externer Ausschreibung, weil der Stellenmarkt zurzeit „kein für diese Stellen qualifiziertes Personal hergibt.“ Erst wenn diese Stellen besetzt seien. könne sich zeigen, „ob der Personal-Sollbestand in der Ausländerbehörde hinreichend bemessen ist, um die Aufgaben effizient bewältigen zu können. Der gegenwärtige Personal-Istbestand ist definitiv nicht ausreichend!“

Die Quote ist erfüllt

Derzeit leben in Remscheid 1.553 Flüchtlinge / Asylbewerber – 580 in städtischen Flüchtlingsheimen und 973 in 231 von der Stadt angemieteten Wohnungen. Damit sei die Flüchtlingsqoute gegenüber der Bezirksregierung in Arnsberg zu 100 Prozent erfüllte, sagte am Donnerstag im Integrationsrat Claudia Schwarzweller, die Leiterin der Ausländerbehörde. Gesucht würden weiterhin Wohnungen für Flüchtlinge mit Bleibeperspektive. Von 53 Verfahren zur freiwilligen Ausreise hätten 17 abgeschlossen werden können, von 16 Abschiebungen sieben. Nach Afghanistan würden allerdings gegenwärtig nur ledige Männer abgeschoben.

Derzeit leben in Remscheid 369 Ausländer „vollziehbar ausreisepflichtig“. Lediglich für 46 Personen erhält die Stadt Zuschüsse des Landes. Der Grund: Nach neuester Rechtslage können von den Kommunen, sobald die Asylantragsteller vollziehbar ausreisepflichtig geworden sind, nur noch für weitere drei Monate städtische Leistungen mit dem Land abgerechnet werden. Bleiben 323 Geduldete, für die die Stadt allein die Kosten zu tragen hat. Bei derzeit 866 € pro Person und Monat bedeutet das eine monatliche Belastung des städtischen Haushalt mit 279.718 € (Stichtag 10. 2.2017).

Die Duldungsdauer beträgt zwischen wenigen Wochen bis zu mehreren Jahren. Bei den geduldeten Ausländern handelt es sich nach Angaben der Verwaltung nicht nur um Personen aus sicheren Herkunftsländer, jedoch überwiegend. Die meisten in Remscheid stammen aus folgenden Ländern (Sternchen steht für sicheren Herkunftsländer): Mazedonien* 96, Serbien* 62, Albanien* 62, Kosovo* 17*, Russische Föderation 16, Armenien , 10, Indien 9, Bangladesch 8, Bosnien und Herzegowina* 8, Marokko 8. Als hauptsächliche Gründe für eine Duldung nennt die Verwaltungsvorlage Personalmangel in der Stadtverwaltung (!), die gängige Praxis der ärztlichen Festlegung von Reisefähigkeit sowie fehlende oder unvollständige Papiere. . Zu beachten sei hier, dass nach Artikel 6 des Grundgesetzes (Schutz v. Ehe u. Fam.) die Reiseunfähigkeit eines einzigen Familienmitglieds ausreichte damit der gesamte Familienverband geduldet werden müsse. Zurzeit werden in Remscheid 30 Ausländer (vornehmlich aus den West-Balkanstaaten als sichere Herkunftsländer) aus medizinischen Gründen für längere Zeit geduldet, zu denen weitere 44 Familienmitglieder gehören. Zitat: „Allein die psychiatrischen Gutachten, die von der Ausländerbehörde in Auftrag gegeben werden, bedingen mittlerweile eine Bearbeitungszeit von ca. einem halben Jahr. Der Schutzgedanke von Art. 6 GG erstreckt sich selbstverständlich auch auf sukzessive Asyl- und Asylfolgeantragtragsteller. Solange ein Familienmitglied noch im lfd. Verfahren ist, bleiben die übrigen Familienmitglieder auch geduldet, trotz abgeschlossenem Verfahren und abgelaufener Ausreisefrist.“

Weitere Gründe, die eine Abschiebung nicht zulassen, seien die Verschleierung der Identität, Passlosigkeit, das Abtauchen vor der Abschiebung und die Tatsache, dass einige Botschaften für ihre Landsleute keine oder nur unter erschwerten Voraussetzungen Passersatzpapiere ausstellen. Stark gestiegen sei die Zahl derjenigen, die nach rechtskräftigem, für sie negativem Asylverfahren zunächst beim Land NRW den Petitionsausschuss bemühen, danach, bei ebenfalls negativem Ausgang, die Härtefallkommission NRW. „Auch damit lässt sich eine Abschiebung ggf. monatelang hinauszögern, bei erhöhtem Arbeitsaufwand für die Ausländerbehörde, die hier regelmäßig jeweils umfangreich zur Sachlage Stellung nehmen muss. Anschließend können die Betroffenen weitere Asylfolgeanträge stellen, die wiederum eine Duldungserteilung nach sich ziehen.“

Gegenüber einer Abschiebung favorisiere der Verwaltungsvorstand freiwillige Ausreise, heißt es in der Vorlage weiter. Abgeschoben werden darf aber nicht in Nacht und Nebel, sondern nur unter Ankündigung einer angemessenen Frist für die vorherige freiwillige Ausreise zwischen sieben und 30 Tagen.

Veranstaltungen und Termine im Ev. Kirchenkreis

Pfarrer Friedhelm Haun.Noch Plätze für Studienreisen frei!
Für die Reisen “Das Elsass, Colmar und die Weinstraße” vom 24. bis zum 28. Mai (Christi Himmelfahrt) und “Irland: Kelten – Klöster – Missionare” vom 7. bis 16. August sind noch Plätze frei. Ausführliche Informationen bietet  die Kirchenkreis-Homepage www.kirchenkreis-lennep.de unter Termine. Pfarrer Friedhelm Haun, den Synodalbeauftragten für Erwachsenenbildung des Evangelischen Kirchenkreises Lennep,  erreichen Sie telefonisch unter 02191 76140 oder per E-Mail erwachsenenbildung@kklennep.de">erwachsenenbildung@kklennep.de. "Ich möchte Sie mit den von mir verantworteten und geleiteten Studienfahrten dazu einladen, Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen kennenzulernen und dabei auch ihre Kultur und Religion hautnah zu erleben", sagt Pfarrer Friedhelm Haun. Im Jahr 2017 gehen die von ihm persönlich organisierten und begleiteten Reisen in die Toskana, ins Elsass, nach Irland und Brüssel, sowie nach Israel und Jordanien und wie jedes Jahr im Advent nach Paris.

Artikel vollständig lesen

Es fehlt an Betreuern mit Fremdsprachenkenntnissen

Zahl der Betreuten "von Amts wegen" nimmt zu“, erfuhr der Waterbölles im April 2016, als sich der neue „AWO-Betreuungsvereins“ in seinen Räumen im Hause Alleestraße 116 (Eingang Martin-Luther-Straße) vorstellte (Foto rechts). Drei hauptamtlicher Mitarbeiter/innen sind dort auf der Basis des Betreuungsgesetzes (vormals Vormundschaftsgesetz) und bestellt von einem Richter, für die „die rechtliche Besorgung der Angelegenheiten“ von Menschen zuständig, die dazu aus unterschiedlichen Gründen selbst nicht in der Lage sind. „Wie wichtig die Unterstützung der Betreuungsvereine durch das Land Nordrhein-Westfalen ist, davon konnte ich mir selbst ein Bild machen im Gespräch mit dem Betreuungsverein Remscheid“, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung des SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf (Foto links).

Sven Wolf. Die Teilnahme an einer öffentlichen Informationsveranstaltung zum Betreuungsrecht vor wenigen Tagen hatten Wolf und Justizminister Thomas Kutschaty zu einem Besuch des Remscheider Vereins genutzt. Sie sprachen dort mit den Betreuern Stefan Baake und Anje Schreiner, dem Vorsitzenden des AWO Kreis Mettmann e.V., Hans-Anton Fliegauf, und dem Geschäftsführer der AWO Rainer Bannert. „Die Betreuungsvereine leisten nicht nur durch ihre hervorragende Arbeit einen wichtigen Beitrag für das Betreuungswesen, sondern tragen insbesondere auch durch die Unterstützung familiärer und ehrenamtlicher Betreuung zur Stärkung des gesellschaftlichen Engagements bei“, erklärte Wolf anschließend.

Die Betreuer wünschten sich besonders in diesem Bereich mehr Unterstützung, um auch einen Rahmen von regelmäßigen Angeboten mit Treffen, Seminaren oder Vorträgen bieten zu können. Eine Kooperation mit anderen Betreuungsvereinen wäre wünschenswert, meinte Rainer Bannert. Die Unterstützung des Landes sei ihnen dabei gewiss, versicherten Thomas Kutschaty und Sven Wolf. „Wir wissen das Engagement der Betreuungsvereine zu würdigen und haben im Landtag dafür gesorgt, dass die Arbeit der Betreuungsvereine auch finanziell besser unterstützt wird. So haben wir in den Jahren 2015 bis 2017 die Mittel für die Betreuungsvereine von  1.500.000 € auf 4.300.000 € erhöht und damit nahezu verdreifacht.“

Bei steigendem Bedarf kämen auf die Betreuungsvereine gleichwohl noch viele Herausforderungen zu, räumte Sven Wolf ein. „Wir werden immer älter und damit steigt auch das Risiko für Erkrankungen wie die Demenz. Was mich aber betroffen macht, ist die Schilderung der Betreuer, dass sie zunehmend Betreuungsfälle für junge Menschen übernehmen müssen, die einfach mit den Anforderungen des Alltagslebens nicht zurechtkommen.“

Kritik aus Sicht der Betreuer gab es hinsichtlich der Vergütung der hauptamtlich geführten Betreuungen. „Hierzu wird eine Begutachtung durch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz durchgeführt“, erklärt Sven Wolf. „Darin soll geklärt werden, ob die Vergütung auskömmlich und die Anzahl der pauschal vergüteten Stunden für Betreuer ausreichend ist. Diese Ergebnisse müssen wir abwarten. Danach wird der Bund einen Vorschlag unterbreiten und mit den Ländern beraten. „Wir schätzen die soziale Kompetenz der Betreuerinnen und Betreuer. Von diesen fühlen sich die Angehörigen mit ihren Sorgen und Ängsten verstanden.“

Nicht immer könnten sich Familienangehörige auf eine Situation vorbereiten, in der auf einmal eine Betreuung benötigt werde. „Da sind dann viele einmal überfordert und brauchen Rat und Unterstützung“ Ein weiterer Bedarf bestehe an ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuern, die andere Sprachen beherrschten und rechtliche Aspekte und Verwaltungs-Fragen in andere Kulturen vermitteln könnten. „Schön wäre ein Betreuungspool für mehrere Gemeinden mit potentiellen fremdsprachlichen Betreuern“, regte Stefan Baake an.