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Viele Schüler in RS mit Zuwanderungsgeschichte

Jeder dritte Schüler (33,6 Prozent) an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen (ohne Freie Waldorfschulen und Weiterbildungskollegs) in Nordrhein-Westfalen hatte im Schuljahr 2016/17 eine Zuwanderungsgeschichte (Schuljahr 2015/16: 30,6 Prozent). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, verfügen in der Schulstatistik Schülerinnen und Schüler über eine Zuwanderungsgeschichte, wenn sie im Ausland geboren und nach Deutschland zugewandert sind und/oder mindestens ein Elternteil im Ausland geboren und nach Deutschland zugewandert ist und/oder die Verkehrssprache in der Familie nicht Deutsch ist. Die höchsten Anteile verzeichneten hier die Städte Gelsenkirchen (53 Prozent) und Duisburg (47 Prozent), aber auch Remscheid liegt hier über dem Landesdurchschnitt.

Der Anteil der Schüler mit Zuwanderungsgeschichte an der jeweiligen gesamten Schülerzahl unterschied sich nach Schulform: An den Hauptschulen war er auf Landesebene mit 49,6 Prozent am höchsten, gefolgt von den Real- (43,0 Prozent) und Grundschulen (41,5 Prozent). Bei Gesamtschulen (39,7 Prozent), Sekundarschulen (34,6 Prozent) und Gymnasien (26,4 Prozent) war der Anteil dagegen niedriger.

Geld vom Bund für den Breitbandausbau

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Im Zuge der immer weiter fortscheitenden Digitalisierung der Gesellschaft und des Gewerbes ist der Bedarf an schnellem Internet immer mehr gefragt. Gerade in ländlichen Gebieten, aber auch bei uns im Stadtgebiet Remscheid gibt es viele unterversorgte Gebiete. Dies hat die Bundesregierung erkannt und entsprechende Fördermöglichkeiten für die Kreise, Städte und Gemeinden aufgelegt, um diese sogenannten „Weißen Flecken“ (Internetversorgung unter 30Mbit/s) mit schnellem Internet ausbauen zu können. Die Stadt Remscheid hat bereits aus Fördermitteln eine Machbarkeitsstudie erstellen lassen, die einen „Masterplan zum Breitbandausbau in Remscheid“ beinhaltet, und die Stelle des „Breitbandkoordinators“ eingerichtet. Christian Marré hat diese Stelle seit dem 1. Juni inne (entsprechung der Förderung des Bundes befristet für 36 Monate). Er ist für Bürger und Betriebe der Ansprechpartner in allen Fragen rund um das Thema Breitband.

Am morgigen Mittwoch erhält die Stadt in Berlin vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die offizielle Zusage über Fördermittel in Höhe von 13,6 Millionen Euro für den Breitbandausbau. Dieser kann aber erst starten, wenn ein Telekommunikationsunternehmen den Zuschlag für eine EU-Ausschreibung der Stadt Remscheid erhalten hat. Zunächst muss diese Ausschreibung vorbereitet, erstellt und veröffentlicht werden. Die Stadt hatte für den Förderantrag im 4. Aufruf des BMVI einen  „Masterplan“ erstellt, um den Breitbandausbau mit Fördermitteln von Bund (50 %) und Land NRW (40 %) plus zehn Prozent Eigenmittel (als finanzarme Stadt) voranzutreiben. Mit dem positiven Entscheid des BMVI kann nun der „Netzausbau für Glasfaserleitungen bis ins Haus“ EU-weit ausgeschrieben werden.

Christian Marré (50), der neue Breitbandkoordinator der Stadt, kommt aus Wipperfürth. Seine Ausbildung als Fernmeldehandwerker absolvierte er bei der Deutschen Bundespost in Wuppertal. Danach arbeitete er zunächst als Monteur im unterirdischen Linienbau bei der Deutschen Bundespost in Wuppertal, danach als  Servicetechniker im Außendienst – erst im Privatkunden-, dann im Geschäftskundenservice im Bergischen Land bei der Deutschen Bundespost Telekom bzw. Deutsche Telekom AG. Nebenberuflich bildete er sich fort zum Industriemeister Elektrotechnik Fachrichtung Nachrichtentechnik (IHK-Abschluss: 2001), war danach  Ausbilder für IT-Berufe bei der Deutsche Telekom AG in Hagen und Wuppertal und schließlich  Studienbegleiter bei der Deutsche Telekom AG in Bonn.

Fässchen Bier zur Förderung der Nachbarschaft

Pressemitteilung der Bürgerinitiative Nüdelshalbach

Der Bebauungsplan 472 am Ende der Nüdelshalbach brachte 1991 die Bürger der Nüdelshalbach zusammen, um im Rahmen einer Bürgerinitiative gegen dieses Bauvorhaben zu argumentieren. In einer Bürgerversammlung in Haus Goldenberg wurden Rainer Hasenclever, Sigrid Klenner, Gabriele Lipka und Armin Zache, von allen Anwohnern der Hofschaft beauftragt, die Aktivitäten einer Bürgerinitiative zu koordinieren. Horst Braun, Bergischer Naturschutz Verein, referierte über die Folgen für die Natur, wenn die Pufferzone zum angrenzenden Naturschutzgebiet Diepmannsbachtal wegfallen würde. Zusätzlicher  Autoverkehr sei in der Straße nicht möglich, so einstimmige Überzeugung der Bürger. Feuerwehr, Krankenwagen oder Anlieferungen per LKW würden schon jetzt zwischen den parkenden Autos stecken bleiben.

Durch umfangreiche Aktivitäten versuchten die Akteure zu überzeugen: Plakate geklebt, Unterschriften gesammelt, die politischen Gremien einbezogen, Leserbriefe geschrieben, Teilnahme an verschiedenen Umweltfesten in der Stadt. Die Argumente schienen jedoch Politik und Verwaltung nicht zu überzeugen. So wurden Spenden gesammelt, um anwaltliche Unterstützung finanzieren zu können. Die Nüdelshalbacher bastelten, stickten, backten Weihnachtsgebäck, um es auf dem Lüttringhauser Weihnachtsmarkt zu verkaufen. Sogar Erlöse aus eigenen Blutspenden kamen in den Topf. 847 Unterschriften wurden Oberbürgermeister Reinhard Ulbrich im Sommer 1993 übergegeben . Die meisten stammten wohl von Erholungsuchenden des Diepmannsbachtals, denn die Hofschaft dürfte damals etwa 350 Anwohner gezählt haben.

In der entscheidenden Ratssitzung konnten die Ratsmitglieder frei entscheiden und stimmten mehrheitlich gegen die Bebauung. Der BP 472 wurde eingestellt. Für das nun nicht mehr benötigte Geld wurde ein Apfelbäumchen im Klauser Bachtal gepflanzt, 2 Ruhebänke mit Blick auf die Wiese finanziert, der RBN erhielt einen Betrag um eine Fläche im Naturschutzgebiet Diepmannsbachtal ankaufen zu können. Die freiwillige Feuerwehr wurde an ihrem 1.Sommerfest an der Haddenbacher Straße unterstützt. (Es ist gut, dass die  Feuerwehrleute die Straße auch heute im Blick haben, der Autoverkehr ist nicht geringer geworden, die Straße ist, wie damals dokumentiert, oftmals durch die vielen Autos blockiert).Am 24. SAugust 1996 wurde ein großes Sommerfest für die Nüdelshalbacher als Dankeschön für ihren Einsatz organisiert.

Nach nunmehr weiteren 20 Jahren ist der Generationswechsel gelungen. Die Nüdelshalbach hat einen guten Ruf. Junge Menschen haben alte Häuser gekauft und auf zeitgerechten Wohnstandard gebracht.  Auch die Wiese hat einen altersbedingten Eigentümerwechsel erlebt und wird weiter extensiv bewirtschaftet und naturnah entwickelt. Nun soll das Konto aufgelöst werden. Der Rest von 500 Euro soll Kindern der Ärztlichen Kinderschutzambulanz Bergisch Land e.V. zur Verfügung gestellt werden. Ein Fässchen Bier bleibt dann noch für die jungen Neubürger der Straße für ein  Kennenlerntreffen, um die gute Nachbarschaft zu fördern. (Erika Hasenclever (für Rainer Hasenclever), Sigrid Klenner, Gabriele Lipka, Armin Zache)

Plakate zur Wahl gestohlen und zerstört

Pressemitteilung des Kreisverbandes DIE LINKE. Remscheid

Seit dem 2. August hat DIE LINKE an 200 Stellen im Stadtgebiet ihre Plakate zur Bundestagswahl angebracht. Nach zwei Tagen war das erste Dutzend schon wieder gestohlen. Kreissprecher Axel Behrend fragt sich: „Was gefällt den Tätern an den politischen Aussagen der LINKEN nicht?“ „Frieden, Abrüsten! Waffenexporte stoppen.“, „Gerecht, Millionäre besteuern, mehr Geld für Kitas und Schulen.“, „Sicherer Job, planbares Leben“, Kinder vor Armut schützen. “…Ich würde gerne die Motive der Täter kennen, aber ich vermute, sie werden es uns nicht sagen. Dabei hätten sie so viele Gelegenheiten mit uns ins Gespräch zu kommen.“ Das ist ja nicht der erste Vorfall dieser Art. Auch im vergangenen Landtagswahlkampf sind zig Plakate, nicht nur der LINKEN, zerstört und gestohlen worden. Diese wird den Diebstahl zur Anzeige bringen, der Fraktionsvorsitzende hat eine Belohnung von 100 Euro ausgelobt, die zur Ergreifung der Täter führt.

Mehrgenerationenhäuser werden weiter gefördert

Pressemitteilung des CDU-Bundestagsabgeordneten Jürgen Hardt

Der Bundestagsabgeordnete für Solingen, Remscheid und Wuppertal II, Jürgen Hardt, CDU, informiert über die Förderperiode 2017 bis 2020 für Mehrgenerationenhäuser im Bergischen Städtedreieck: „Es freut mich, dass die Mehrgenerationenhäuser unseres Bergischen Städtedreiecks auch in der neuen Förderperiode von 2017 bis 2020 vom Bund unterstützt werden. In Solingen nimmt das „Haus der Begegnung“ an diesem Programm teil, in Remscheid „Der Neue Lindenhof“. Beide Häuser werden mit 40.000 Euro pro Jahr gefördert (Bund 30.000 Euro, Kommune 10.000 Euro). Unsere Mehrgenerationenhäuser tragen zur Verbesserung der Lebensqualität der Menschen in ihrem Umfeld bei, sie schaffen Gemeinschaft und sichern den Bedarf an Unterstützung. Von der Leistungsfähigkeit dieser Art der Einrichtungen konnte ich mich bereits persönlich bei einem Besuch des Mehrgenerationenhauses in Remscheid überzeugen.

Das neue Bundesprogramm legt einen Schwerpunkt auf die Gestaltung des demografischen Wandels. In jeder Kommune hat der demografische Wandel ein anderes Gesicht. Was können die Mehrgenerationenhäuser Hand in Hand mit den Kommunen tun, um den Herausforderungen erfolgreich zu begegnen? Sie können in enger Abstimmung mit den Kommunen die Ausrichtung der Häuser noch stärker als bisher an die lokalen Bedürfnisse anpassen. Durch die demografische Entwicklung wird das Thema „Nachbarschaftshilfe“ immer wichtiger. Gerade deshalb wollen wir als Union kommunale Erfolgsmodelle wie Mehrgenerationenhäuser, Freiwilligenagenturen sowie Bürger- und Seniorenbüros in der neuen Legislaturperiode weiter ausbauen. (Marie-Cäcilie von Gottberg)

 

Trennung von Haltestellen und „Entree zur Innenstadt“

Mit der Nominierung von drei Preisträgern endete am Dienstag der Architektenwettbewerb zur Neugestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes. Oder sollte man besser sagen „zur Umgestaltung des Zentralen Omnibus-Bahnhofs (ZOB)“, wie es in der gestrigen Pressekonferenz offiziell hieß? Der 1. Preis geht an die Arbeitsgemeinschaft Stefan Schmitz BDA Architekten und Stadtplaner, Köln zusammen mit Lill + Sparla Landschaftsarchitekten, Köln, und das BSV Büro für Stadt und Verkehrsplanung, Aachen. Die Jury lobte sowohl die in dem Entwurf gut funktionierenden verkehrlichen Strukturen des ZOB als auch dessen „stadträumliche Qualitäten“ als „Entree zur Innenstadt“. Ein geschwungenes Dach als Witterungsschutz für die Fahrgäste schafft eine optische Zäsur zwischen den Verkehrsflächen des Busbahnhofs (drei Fünftel des bisherigen Gesamtareals) und der Platzfläche, die den Fußgängern vorbehalten ist (zwei Fünftel) – zusammen mit dem neuen zweistöckigen, ovalen Betriebsgebäude der Verkehrsbetriebe (mit Gastronomie in Parterre). Gegenüber, an der Konrad-Adenauer-Straße, sind Stadtvillen geplant. Die Zufahrt für das Parkhaus an der Engelspassage soll künftig über die Wilhelm-Schuy-Straße erfolgen. Im Video von der gestrigen Pressekonferenz Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Prof. Hartmut Welters von postwelters | partner sowie Stadtwerke-Chef Dr. Thomas Hoffmann und Bezirksbürgermeister Otto Mähler. Sie lobten den Entwurf.

Preis für neuen ZOB geht nach Köln und Aachen

Pressemitteilung des Architektenbüros postwelters | partner

Ein wichtiger Meilenstein zur Umgestaltung des Zentralen Omnibus-Bahnhofs (ZOB) auf dem Friedrich-Ebert-Platz in Remscheid ist erreicht: Der Sieger des Wettbewerbes (1. Preis) für die Umgestaltung der ZOB steht fest; es ist die Arbeitsgemeinschaft Stefan Schmitz BDA Architekten und Stadtplaner, Köln, zusammen mit Lill + Sparla Landschaftsarchitekten, Köln und das BSV Büro für Stadt und Verkehrsplanung, Aachen. Dies hat das Preisgericht in seiner Sitzung am gestrigen Dienstag nach intensiver Prüfung und Diskussion entschieden. In ihrer Begründung lobte die Jury unter Vorsitz von Prof. Andreas Fritzen sowohl die in dem Entwurf gut funktionierenden verkehrlichen Strukturen des ZOB als auch dessen stadträumliche Qualitäten. Das Preisgericht entschied gemäß der Auslobung drei Preise zu vergeben. Der erste Preisträger erhält ein Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro. Der zweite Preis mit einem Preisgeld von 16.000 Euro ging an die Arbeitsgemeinschaft Franz Reschke Landschaftsarchitektur mit Freie Planungsgruppe Berlin und Jan Derveaux | Rimpau & Bauer Architekten aus Berlin. Die Arbeit der Arbeitsgemeinschaft Hummert Architekten, Pulheim mit wbp Landschaftsarchitekten, Bochum und SHP Ingenieure aus Hannover erhält für den dritten Preis 11.000 Euro. Der Wettbewerb war von der Stadt Remscheid in enger Kooperation mit den Stadtwerken Remscheid ausgelobt worden.

Die Vorprüfung der Arbeiten sowie die Organisation des Preisgerichts übernahm das Dortmunder Büro postwelters | partner mbB. Im Preisgericht waren, neben Herrn Oberbürgermeister Mast-Weisz auch sein (bisheriger) Stellvertreter Lothar Krebs sowie Otto Mähler als Bezirksbürgermeister und Rosemarie Stippekohl als seine Stellvertreterin. Zudem waren Vertreter der Stadtwerke Remscheid, darunter Geschäftsführer Prof. Dr. Thomas Hoffmann und Bereichsleiter Matthias Bioly, sowie Vertreter der Stadt Remscheid und weitere politische Vertreter anwesend. Die Jury komplettierten hochqualifizierte externe Architekten, Stadtplaner, Landschaftsarchitekten und Verkehrsplaner. Die Wettbewerbsergebnisse werden ab sofort für die Öffentlichkeit im Innenstadtbüro am Remscheider Markt gegenüber der Stadtkirche in den  Schaufenstern präsentiert.

Die Stadt Remscheid hatte sich zur Umsetzung des Konzeptes „Revitalisierung der Innenstadt“ und auf der Grundlage eines zuvor erstellten ÖPNV-Fachbeitrags (»Rahmenbedingungen des öffentlichen Personennahverkehrs für die Umgestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes«) für ein konkurrierendes Verfahren zur Neugestaltung des ZOB am Friedrich-Ebert-Platz entschieden. So soll die Chance genutzt werden, mit Hilfe von Fördergeldern (80 Prozent der von der Stadt eingeplanten 1,3 Millionen Euro kommen vom Land, 90 Prozent der von den Verkehrsbetrieben vorgesehenen vier Millionen Euro vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr) einen vielfältig genutzten, urbanen Platz in der Innenstadt zu schaffen. Die im Wettbewerb enthaltenen Themenbereiche umfassten den ZOB inklusive Haltestellenüberdachung und die Berücksichtigung der betrieblichen Anforderungen, die Platzgestaltung sowie ein Gebäude für die Leitstelle und mit Sozialräumen für das Fahrpersonal.

Ziel war es, eine einheitliche und abgestimmte, qualitätsvolle Lösung zu finden, welche die unterschiedlichen Ansprüche an den vielfältig genutzten Stadtraum berücksichtigt, die Anforderungen der Bürger bestmöglich und architektonisch qualitätsvoll umsetzt und die Attraktivität der angrenzenden Straßen unterstützt. Dazu wurde ein Wettbewerb ausgelobt, um eine geeignete Arbeitsgemeinschaft für die Durchführung dieser - für Remscheid inhaltlich wie städtebaulich bedeutsamen - Bauaufgabe zu finden. Aufgrund des breiten Themenspektrums richtete sich der Wettbewerb an Arbeitsgemeinschaften aus Verkehrsplanern, Landschaftsarchitekten, Stadtplanern und/oder Architekten. Ausgelobt wurde er nach den »Richtlinien für Planungswettbewerbe« von der Stadt Remscheid in enger Kooperation mit den Stadtwerken Remscheid ausgelobt. Die Wettbewerbsbetreuung erfolgte durch das Dortmunder Büro postwelters | partner mbB. Insgesamt acht Büros wurden zur Teilnahme am Wettbewerb über ein zuvor durchgeführtes europaweites Vergabeverfahren ausgewählt und eingeladen. Den Teilnehmern blieben insgesamt neun Wochen zur Bearbeitung und Fertigstellung der Planunterlagen. Sieben Büros reichten ihre Arbeiten bis zum 30. Juni fristgerecht und anonym ein. Alle Wettbewerbsbeiträge wurden von dem unabhängige Preisgericht am Dienstag anonym bewertet. Erst nach der Auswahl der Preisträger wurde dem Preisgericht die Urheberschaft der eingereichten Arbeiten bekannt gegeben. In einem nächsten Schritt werden die drei Preisträger zu weiteren Verhandlungen aufgefordert. (In die Politik kommt der endgültige Entwurf, so hieß es auf der Pressekonferenz, im November. Baubeginnt könnte dann 2019 sein.)

(Weitere Einzelheiten, insbesondere zu dem mit 20.000 Euro prämiierten Entwurf des neuen ZOB, teilten in der heutigen Pressekonferenz Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Prof. Hartmut Welters von postwelters | partner mit. Stadtwerke-Chef Dr. Thomas Hoffmann und Bezirksbürgermeister Otto Mähler lobten den Entwurf. Dazu wird der Waterbölles morgen ein Video veröffentlichen)

Aus dem Erläuterungsbericht zum 1.Preis

Der mit dem 1. Platz und 20.000 Euro prämiierte Entwurf des neuen ZOB auf dem Friedrich-Ebert-Platz betont ganz bewusst die Eigenständigkeit des Platzes (Entree zur Innenstadt) gegenüber dem ZOB, um ihn nicht nur als Vorplatz sondern, auch als allgemein nutzbarer Stadtplatz für die Remscheider Bürger zur Geltung zu bringen. Ein geschwungenes Dach als Witterungsschutz für die Fahrgäste schafft eine optische Zäsur zwischen den Verkehrsflächen des Busbahnhofs und der dem Fußgänger vorbehaltenen Platzfläche. Der Platz erhält eine klare Fassung und wirkt zusammen mit dem ovalen Betriebsgebäude als klar definierter Stadtraum und nicht nur als Verteilerfläche für die Fahrgäste im Vorfeld des Busbahnhofes.

Die Fassung des Platzes im Süden wird durch Neubebauungen ergänzt, die den Villentypus der vorhandenen Bebauung aufnehmen. Der Platz erfüllt zugleich alle mit dem Busbahnhof verbundenen Funktionen. Er bietet Orientierung, Aufenthaltsmöglichkeiten und Witterungsschutz für die Fahrgäste des ÖPNV. Die Orientierung wird durch Bodenbänderungen mit LED-Bestückung unterstützt. Sie leiten den Fahrgast auf die Überwege zu den Haltestellen und zeigen in Verbindung mit Infotafeln den Standort der einzelnen Linien an.

Die Aufenthaltsqualitäten für wartende Fahrgäste sind vielfältig. Sie betreffen nicht nur die Überdachung und witterungsgeschützte gläserne Fahrgastunterstände, sondern auch Wartebereiche auf der Platzfläche. Hier werden sowohl Sitzflächen im Freien als auch Aufenthaltsmöglichkeit im Gebäude mit und ohne gastronomischen Service angeboten.

Der Gastronomiebetrieb kann die öffentliche Toilettenanlage als auch den separaten Warteraum bewirtschaften. Dessen Notwendigkeit ist allerdings in Frage zu stellen, wenn an gleicher Stelle ausreichend Gastronomieflächen angeboten werden. Diese sind in Form eines Bistros oder eines Fastfood-Restaurants möglich. Sie beleben den Platz, sorgen für soziale Kontrolle und bieten einen willkommenen Service für wartende Fahrgäste.

Die Zufahrt für das Parkhaus an der Engelspassage erfolgt über die Wilhelm-Schuy-Straße in Ostrichtung, die Abfahrt über die Platzfläche nach Osten auf die Elberfelder Straße nach Süden. Dort gibt es die Möglichkeit einer 180° Kehre, um die überörtliche Verkehrsstraße zu erreichen. Die Neubebauung das ZOB erfolgt stufenweise von Nord nach Süd. Eine genaue Festlegung der Abschnittsflächen geschieht unter Berücksichtigung der Betriebsmöglichkeiten des ZOB während der Bauzeit.

Landesbetrieb IT.NRW korrigierte Angaben zu Schulden

Stadt Remscheid

Fehlerhaft veröffentlichte  Angabe vom 21. Juni 2017

Korrigierte Angabe

vom 19. Juli 2017

Verschuldung je Einwohner

8.521 Euro / Einwohner

7.242 Euro / Einwohner

Schuldenstand

zum 31.12.2016

933.014.000 Euro

793.014.000 Euro

Veränderung des Schuldenstandes

zum 31.12.2015 (absolut)

+ 115.693.000 Euro

./. 24.307.000 Euro

Veränderung des Schuldenstandes

zum 31.12.2015 (relativ)

+ 14,2 %

./. 3,0 %

Rang unter den NRW-Gemeinden

nach Höhe der Verschuldung

3

6

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Der Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen hatte mit einer Pressemitteilung am 21. Juni über den Schuldenstand der NRW-Kommunen zum 31. Dezember 2016 berichtet. Bereits bei grober Durchsicht der Angaben für die Stadt Remscheid fiel auf, dass die vom Landesbetrieb veröffentlichten Daten nicht mit den Echtdaten der Stadt Remscheid übereinstimmte. Stadtkämmerer Sven Wiertz hat die Leitung des Landesbetriebes über diesen offensichtlichen Widerspruch hingewiesen und um Überprüfung und Berichtigung der Daten gebeten. Der Landesbetrieb hat zwischenzeitlich mitgeteilt, dass die interne Prüfung eindeutig ergeben hat, dass es sich hier um einen Fehler bei der Bearbeitung der Schuldenstatistik durch den Landesbetrieb handelt. Infolgedessen wurde der Schuldenstand für die Stadt Remscheid mit 933,0 Mio. Euro um 140,0 Mio. Euro zu hoch ausgewiesen. Der Landesbetrieb hat die Daten für die Stadt Remscheid berichtigt (siehe Anlage und https://www.it.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2017/pres_163_17.html). Die wesentlichen Richtigstellungen im Überblick:

Einst gab es in Groß-Remscheid zehn "Lichtspieltheater"

Während der Bau von Remscheids neuem und einzigem Kino Fortschritte macht (Foto oben), hier (in Neuauflage nach 2011) ein kleiner Blick in Remscheids Kino-Vergangenheit. Stadtführer Klaus R. Schmidt: „Auf dem Höhepunkt der Kinowelle um die Mitte der 1960er Jahre gab es in Groß-Remscheid sogar zehn 'Lichtspieltheater', nämlich Capitol-Theater, Central-Theater, City-Lichtspiele, Hastener Kammerlichtspiele, Filmstudio, Metropol-Theater, Modernes Theater, Tributh-Lichtspiele, Union-Lichtspieltheater (2x).“

Hans Gerd Göbert steuerte zur einer Umfrage aus 2011 das „Astoria“ auf der Burger Straße, kurz hinter der Einmündung der Ziegelstraße, bei sowie das „Central“-Kino am Beginn der Burger Straße. Jürgen Koball – er wohnt seit 1960 in Remscheid – konnte sich an folgende Kinos erinnern: Union-Theater (später mit Studio), Metropol, City, Lux, Capitol, Central, Hastener Kammerlichtspiele, TT-Theater in Lütterkusen und ein Kino in Lennep. Tatsächlich waren es in Lennep mal drei „Lichtspielhäuser“, wie man sie einst nannte. Lennep-Kenner Dr. Wilhelm R. Schmidt: „Neben dem Union-Theater am Alten Markt (seit ca. 1910) und dem Modernen Theater am Kölner Tor  (seit ca. 1924) gab es noch ein Lichtspieltheater in der Rotdornallee, das hieß im Jahre 1925 'Alhambra'.“

Auf der oberen Alleestraße gab es das „Capitol" schon vor dem Krieg – unmittelbar gegenüber dem einstigen „Stadthof'“ (Ecke Scharffstraße). . Das „neue" Capitol entstand nach dem 2. Weltkrieg ungefähr an gleicher Stelle. In ihm verbrachten viele Remscheider ein paar schöne Stunden, um Not und Elend der Nachkriesgszeit für eine kurze Zeitspanne zu vergessen. Filme „Grün ist die Heide", sprich: die Sehnsucht nach der heilen Welt füllten dort wochenlang die Kassen. Das Aufnahmejahr des Fotos ist unschwer zu erraten. Die Olympiareklame deutet auf 1936/37 hin. (Dieser Absatz nach: „Remscheid. Ein verlorenes Stadtbild“, von Rolf Lotzmann, erschienen 1994 im Wartberg-Verlag)