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"Wer findet den Fehler?"

Foto: Heike Drechshage."Wer findet den Fehler?"schrieb Waterbölles-Leserin Heike Drechshage unter dieses Foto, das sie dem Waterböllles aus Lennep schickte. Kleiner Tipp: Vielleicht hatte der Schildermacher oder sein Auftraggeber bei dem linken Straßenschild an eine bekannte CDU-Kommunalpolitikerin gedacht - was dann allerdings ein Freudscher Fehler gewesen wäre.

Wochenrückblick vom 13. bis 19. März 2017

Hat die Schulrätin wirklich keinen Fotokopierer?

Waterbölles-Kommentar

Pädagogisch seien die Remscheider Schulen auf die Kinder von Flüchtlingen und EU-Zuwanderern gut vorbereitet, sagte im September 2016 im Schulausschuss, als dieser in der Alexander-von-Humboldt-Realschule (AvH) tagte, die für die weiterführenden Schulen in Remscheid zuständige Schulrätin Susanne Cortinovis-Piel. Nur wenige Integrationsstellen seien (noch) nicht besetzt – „und alle Schulformen sind mittlerweile mit im Boot“. Exakt dieser Satz fiel auch in der gestrigen Sitzung des Schulausschusses, diesmal in der Mensa der Sophie-Scholl-Gesamtschule. 339 Flüchtlingskinder verteilten sich derzeit auf die weiterführenden Schulen und 46 auf die Abendrealschule. Die weiteren Zahlen über Schulformwechsel, die die Schulrätin nannte, waren am Pressetisch auf der anderen Seite des großen U aus Tischen nicht mehr zu verstehen. Weil sie in normaler Lautstärke sprach, und das war für die schlechte Akustik des Saales einfach zu wenig. Auf Mikrophone hatte der Ausschussvorsitzender Kai Kaltwasser leider verzichtet. Das bedauerten auch andere Ausschussmitglieder, die von Cortinovis-Piel weiter entfernt saßen, darunter Waltraud Bodenstedt (W.i.R.) Aber: Es gebe ja später noch das Protokoll der Sitzung, so Kaltwasser.

Dem Bericht über die September-Sitzung des Schulausschusses hatte der Waterbölles eine „Anmerkung in eigener Sache“ angefügt. Ob er die von der Schulrätin mündlich vorgetragenen Zahlen alle richtig wiedergegeben habe, könne sich erst herausstellen, wenn die Stadtverwaltung das Protokoll dieser öffentlichen Ausschusssitzung ins digitale Ratsinformationssystem eingestellt habe. Die Schulrätin habe schließlich „zugesagt, den schriftlichen Bericht nachzureichen. Warum einfach, wenn’s auch umständlich geht!?“

In gleicher Weise verfuhr Susanne Cortinovis-Piel auch gestern wieder. Weil ihr kein Fotokopierer zur Verfügung steht?! Natürlich betete sie die Zahlen nicht auswendig herunter, sondern las sie von einem Zettel ab. Den hätte sie kopieren und damit den Pressevertretern von keinen Zweifeln belastete Berichte ermöglichen können. Tat sie aber nicht. Weil beratungsresistent? Nein, ich nehme mal an, sie hat die damalige „Anmerkung“ im Waterbölles gar nicht gelesen, und niemand im Rathaus hat sie darauf angesprochen. Sie ist schließlich Landesbeamtin. Da kann die Stadt froh sein, wenn sie wenigstens dann und wann an Sitzungen des Schulausschusses teilnimmt und Informationen zu Protokoll gibt, an denen die Öffentlichkeit z e i t n a h interessiert wäre.

Alles kein Problem, wenn die lokale Presse mit ihren Handys wichtige Wortpassagen aus Sitzungen des Rates und seiner Ausschüsse aufnehmen könnten. Darf sie aber nicht. Weil die dringend notwendige Änderung der Geschäftsordnung immer noch auf sich warten lässt. Merke: „Geschäftsordnung des Rates braucht Auffrischungskur“, hatte der Waterbölles bereits am 9. Oktober 2015 kommentiert. Weil seitdem nichts geschehen ist, durften am 13. Dezember 2016 im öffentlichen Teil bei der entscheidenden Ratssitzung zum Designer Outlet-Center keine Video- und/oder Audioaufnahmen gemacht werden mit Ausschnitten aus Wortbeiträen von Ratsmitgliedern. Das war für Rat und Verwaltung ein Armutszeugnis. Dagegen ist es eine Bagatelle, wenn eine Schulrätin hartnäckig die Anwesenheit von Journalisten in Sitzungen des Schulausschusses „übersieht“. Aber eine unverständliche und ärgerliche!

Scheinheilig oder ehrlich gemeint?

Waterbölles-Kommentar

Delegationsreise nach Kırşehir erst im Frühjahr“, titelte der Waterbölles am 19. August 2016. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz hatte an diesem Tag den Bürgermeister der türkischen Partnerstadt Kırşehir, Yasar Baceci, über die Verschiebung der für Oktober geplanten Delegationsreise informiert, an der auch Remscheider Unternehmer und Wirtschaftsvertreter hätten teilnehmen sollen. Doch die hatten mit Hinweis auf die aktuelle Lage in der Türkei abgewinkt. „Natürlich besorgt mich die weitere Entwicklung. Einige Entscheidungen, die nach dem Putsch getroffen worden sind, sind aus hiesiger Sicht unverständlich“, schrieb der OB damals seinem türkischen Kollegen und kündigte die Fahrt nach Kırşehir für das kommende Frühjahr an.

War es scheinheilig oder ehrlich gemeint, was die CDU-Fraktion den OB mit Schreiben vom 17. Januar fragte? Ob es inzwischen „Terminvorstellungen für die Fahrt einer Delegation mit dem Schwerpunkt Wirtschaft nach Kırşehir“ gebe und „Planungen für ein konkretes Besuchsprogramm“? Nach den großen politischen Veränderungen in der Türkei zwischen August 2016 und Januar 2017, würde es schon für große Unbedarftheit sprechen, wenn die CDU mit den folgenden Fragen nicht mehr verbunden hätte als nur eine klare Antwort: „Ist es seit Bestehen der Städtepartnerschaft schon zu einer Intensivierung der wirtschaftlichen Beziehungen gekommen? Wie kann die deutsch-türkische Kooperation im Bereich Wirtschaft zwischen den beiden Städten nach Ansicht der Verwaltung noch vertieft werden (z. B. in welchen Branchen etc.)? Wie sollte die Remscheider Delegation nach den Vorstellungen der Stadtspitze zusammengesetzt sein? Wird auch die Wirtschaftsförderung der Stadt Remscheid der Delegation angehören (ggf. neben IHK und Arbeitgeberverband)? Inwiefern wird die Wirtschaftsförderung in die Planung der Delegationsreise einbezogen? Plant die Verwaltungsspitze, dass auch Vertreter der Politik an der Reise teilnehmen?  Werden auch Unternehmer der Delegation angehören? Wenn ja, an welche Unternehmen und Branchen denkt die Stadtspitze? Hat es bereits diesbezügliche Gespräche und Absprachen gegeben?“

Als ob der Remscheider Oberbürgermeister seit dem Putsch in der Türkei und der anschließenden, maßlosen und rechtswidrigen, undemokratischen Gegenreaktion der AKP-Regierung unter ihrem nach alleiniger Macht strebenden Ministerpräsidenten Erdogan keine überregionale Tageszeitung mehr gelesen ober weder Tageschau noch „heute-journal“ gesehen, sondern die weitere Zuspitzung der politischen Lage in der Türkei (auf dem Weg in eine Diktatur) seit August glatt verschlafen hätte?! Wer hätte da noch an Wirtschaftsgespräche in Kırşehir gedacht?! Ich kann jedenfalls verstehen, dass Burkhard Mast-Weisz der Aufforderung der CDU, diese Fragen schriftlich zu beantworten, nicht nachkam und in der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr, in der die CDU-Anfrage von Januar auf der Tagesordnung stand, die mündliche Form wählte, gedeckt durch die Geschäftsordnung des Rates.

Er habe aus der heimischen Wirtschaft das klare Signal empfangen „Im Moment reise ich nicht in die Türkei!“, sagte Mast-Weisz Und dafür habe er Verständnis angesichts der Verhaftungen und Massenentlassungen in der Türkei und der Beleidigungen des deutschen Staates durch türkische AKP-Politiker. „Einen Termin für eine Wirtschaftsdelegation sehe ich noch nicht!“ Aber ein Arbeitstreffen mit dem Bürgermeister von Kırşehir schloss der OB nicht grundsätzlich aus. Dann werde er allerdings eine Bewertung der politischen Lage in der Türkei nicht scheuen, fuhr er gestern fort. Zugleich sprach er sich dagegen aus, die Partnerschaft mit Kırşehir aufzukündigen. Schließlich hätten viele Remscheider Mitbürger ihre familiären Wurzeln in der Türkei. „Jetzt gelte es, die Balance zu wahren“, ergänzte York Edelhoff (SPD) – wenig eindeutig! Es war Thomas Brützel (W.i.R.), der den Finger in die Wunde legte: „Was machen wir, wenn sich in der Türkei ein restriktives System etabliert? Die Wahrscheinlichkeit, dass alles noch gut wird, ist nicht sehr hoch!“

Die Frage hätte von der CDU kommen sollen, statt um den heißen Brei herumzureden. Denn das ist in der Tat die Kernfrage im Verhältnis zwischen Remscheid und Kırşehir. Der CDU-Faktionsvorsitzende Jens Peter Nettekoven scheint das im Grunde gar nicht anders zu sehen. Er warf der türkischen Regierung gestern Einschränkungen der Presse-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit vor. Und damit hatte er nun wirklich recht.

Mag sein, dass Remscheider Mitbürger/innen mit (türkischem) Migrationshintergrund das anders sehen. Es gibt für mich keinen Grund, die Diskussion mit ihnen zu scheuen. In einer Satire-Sendung im Fernsehen war in dieser Woche von Freilandhühnern die Rede, die für das Nachbargehege die Käfighaltung fordern. Alles klar? Was mich in dieser aufgeheizten Situation ein wenig hoffnungsvoll stimmte, waren die Deutsch-Türken, die sich gestern in der ARD-„Monitor“-Sendung entschieden g e g e n eine Änderung der türkischen Verfassung aussprachen.

Ach ja, beinahe hätte ich es vergessen: Ihre Fragen an den OB hätte sich die CDU-Fraktion eigentlich auch selbst beantworten können.

Alleestraße: Hier neue Etagen, dort ein 2. Center?

Der Remscheider Immobilien-Unternehmer Leo Schönhals hat viel vor, sagt er. Eine Art zweites Allee-Center wolle er an der unteren Alleestraße nach Umbau bzw. Abriss der dortigen Miets-/(Geschäftshäuser errichten, war im RGA zu lesen. Ein Plan, den die Redaktion eher zurückhaltend kommentierte.

Und auch die frühere Woolworth-Filiale Alleestraße 51-55 gegenüber von „Foto Kaiser“ wolle er umgestalten, berichtete Schönhals. Das war im vorigen Jahr. Geschehen ist bis dato noch nichts.

Im Remscheider Rathaus weiß man um Schönhals Ankündigung, das Gebäude aufzustocken und so neue Mietwohnungen zu schaffen. Doch einen Bauantrag gibt es bis heute nicht. Das war gestern in der Sitzung des Bauausschusses ein Thema. Was denn nun dran sei an der Ankündigung, wollte man wissen. Ausschussvorsitzender Otto Mähler wusste mehr. In diesem Monat werde Schönhals seine Plane im Rathaus vorlegen, habe ihm der Investor gesagt. Dann hat Leo Schönhals ja noch 23 Tage Zeit.

Februar 2007: Der Waterbölles blättert zurück

 Bei Klick vergrößerte Darstellung in zweitem Fenster

Das war „Besucherrekord“: Rund 70 Bürger aus dem Gebiet Überfelder Straße/Auf dem Knapp nahmen vor zehn Jahren an der Sondersitzung der Bezirksvertretung Süd teil, um gegen den Plan der Stadtwerke zu protestieren (Stein des Anstoßes), die Buslinie 665 einzusparen und stattdessen für die Linie 664 die Straße 'Auf dem Knapp'' durch Ausbau eines Fußwegs zur Bussonderspur mit der Ueberfelder Straße zu verbinden. Die werde bei 80 bis 100 Omnibusse pro Tag „zur Staufalle“, befürchteten Anlieger damals. Heute längst kein Thema mehr!

Vor zehn Jahren meldeten sich Anwohner der Bismarckstraße zu Wort, die hatten Angst vor Spannern, die ihnen in die Fenster ihrer Schlafzimmer blicken könnten. Das hatte mit dem „Nordsteg“ zu tun, den der Bauausschuss im Februar 2007 in Auftrag gab. Wie hoch würde die Fußgängerbrücke werden. Hoch genug, um von ihr aus bequem in die Fenster neben liegenden Häuser blicken zu können? Auch für diesen „Aufreger“ galt: Alles wurde gut.

An Begriffe wie „Rasenrampe“, „Florentinische Treppe“ und „Bastion“ mussten sich die Remscheider vor zehn Jahren erst noch gewöhnen. Im Bauausschuss zeigten im Februar 2007 Landschaft- und andere Architekten auf, wie das Bahnhofsgelände mit „Kaufland“ und P&R-Parkhaus bis 2008 aussehen soll (Foto rechts).

Vor zehn Jahren präsentierte der Remscheider Seniorenbeirat de Auswertung der 2000 Fragebögen, die er Ende August 2006 an ältere Mitbürger/innen verteilt hatte, um ihre Wünsche für ein Leben und Wohnen im Alter zu erfahren. Remscheids Senioren seien aktiver, als es manchmal den Anschein habe, war damals das Fazit von Erika Schmitz. Als Verbesserungsvorschläge hinsichtlich Wohnsituation/Wohnumfeld hatten die Senioren am häufigsten fehlende Aufzüge, fehlende bzw. mangelhafte Einkaufsmöglichkeiten sowie unzureichende Busverbindungen genannt.

Gedruckt auf Papier und gebrannt auf CD präsentierte die Stadt Remscheid vor zehn Jahren ihren neuen „Migrationsatlas“. Demnach hatten von den 119.048 Einwohnerinnen und Einwohnern am 31.12.2005 ein Viertel (25,3 Prozent = 30.177) einen Migrationshintergrund. Davon waren 14,5 Prozent Ausländer, 9,2 Prozent Deutsche mit einem zweiten Pass und 1,6 Prozent Eingebürgerten. Die türkisch-stämmigen Einwohner stellten mit 8,6 Prozent der Bevölkerung die größte Migrantengruppe Gruppe.

Seit Frühjahr 2006 suchte die Stadt für ihre Altenheime einen „strategischen Partner“. Im Februar 2007 stellte sich den Mitgliedern des städtischen Betriebsausschusses ein erster Kandidat vorgestellt, die Bergische Diakonie Aprath. Für einen Verkauf der Altenheime hatte sich zuvor die Wählergemeinschaft W.I.R. stark gemacht. Und dazu kam es dann später auch.

Zwei Wochen nach dem Orkan „Kyrill“, im Februar 2007, hatte der Forstbetrieb des Wupperverbandes die Uferwege an den Talsperren des Verbandes weitgehend von umgestürzten Bäumen befreit. Ausnahme: An der Bever-Talsperre war der Wanderweg weiterhin nicht begehbar, weil die Holzfällbetriebe mit der Arbeit nicht nachkamen.

Ein Zug des „Müngsteners“ im, Februar 2007 nachts bei Sturm gegen einen auf die Gleise gestürzten Baum , entgleiste und fuhr in die Böschung.

Die Mitarbeiter des Archiv konnten damit beginnen, die Archivbestände im alten Domizil an der Honsberger Straße zu verpacken: Im Kulturausschuss teilte die Verwaltung im Februar 2007 mitgeteilt, dass der Mietvertrag über die ehemalige Aldi-Filiale an der Hastener Straße unterschriftsreif sei. Die vor dem Umzug des Stadtarchiv nötigen Umbauten (Einbruch- und Brandmeldeanlage, Raumluft- und EDV-Technik) seien abgestimmt.

Zwei Schüler der Alexander-von-Humboldt-Realschule wurdenim Februar 2007 auf Beschluss der aus Lehrern, Eltern und Schülern bestehenden „Schulkonferenz“ der Schule verwiesen. Im Dezember 2006 hatten sie im Internet die Tötung von vier namentlich genannten Lehrern angekündigt und waren daraufhin vom Amtsgericht Remscheid – ruckzuck - wegen „Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten“ (§ 126 StGB) zu je drei Wochen Dauerarrest verurteilt worden. Die Strafe mussten sie sofort antreten. Die beiden Luftgewehre, acht Kleinwaffen sowie ein Jagdmesser, die bei einem der Beschuldigten gefunden worden waren, wurden vom Gericht eingezogen.

Die „Stolpersteine des Kölner Künstlers Günter Demnig erinnern an „die Vertreibung und Vernichtung der Juden, der Zigeuner, der politisch Verfolgten, der Homosexuellen, der Zeugen Jehovas und der Euthanasieopfer im Nationalsozialismus lebendig erhält“ Knapp 50 dieser metallenen Erinnerungen an die schwärzesten Jahre der Geschichte Deutschlands wurden von Dezember 2005 bis Februar 2007 in Remscheid verlegt. Dann folgten weitere. Der Aktionskreis schätzte damals die Zahl der in der Nazi-Zeit umgekommenen Remscheider Juden auf ca. 170, die der politischen Widerstandskämpfer auf 30 bis 50. Wie viele Remscheider Sinti, Roma, Homosexuelle oder Behinderte umgekommen sind, ist bis heute nicht bekannt.

Vor zehn Jahren kündigte die evangelische Stadtkirchengemeinde an, ihr Gemeindehaus auf dem Honsberg in dreieinhalb Jahren schließen zu wollen. Die damalige Idee, das Haus von Pfarrer Hans-Günter Korb für Gemeindezwecke herzurichten, wenn dieser in vier Jahren in Pension geht, brauchte zum Glück nicht lange verfolgt zu werden. Die, einen „Neuen Lindenhof“ zu bauen, war weit besser.

Nach einem ZDF-„Länderspiegel“ über „Zocken in Hagen“, das zu 700 Millionen Euro Schulden gefürt hatte, betonte im Februar 2007 im Finanzausschuss in Remscheid Stadtkämmerer Jürgen Müller, ein solches „Zinsmanagement“ mit Swaps sei unter den kreisfreien Städten absolut üblich. Die Kommunalaufsicht habe da auch keine Bedenken. Insgesamt habe die Stadt Remscheid mit „Zinssicherungsinstrumenten“ 2006 einen Gewinn von einer Million Euro gemacht. Dass es unterm Strich ein Verlust von rund 20 Millionen Euro war, der Müller sein Amt kostete, stellte sich erst später heraus.

Weil die Stadt Remscheid sparen müsse, werde es in manchen Wohnungen dunkler, berichtete der Waterbölles im Febuar 2007. Denn die Straßenbaume dürften nunmehr ungezügelter in den Himmel wachsen. Weil die Stadt einen Baumschnitt nur noch dann vornehme, wenn er zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit unverzichtbar sei. Das hatte ein Schriftwechsel zwischen dem Beamten-Wohnungsbauverein e.G. Remscheid-Lennep und der Stadtverwaltung ergeben.

Elf Jahren und vier Monaten war der gebürtige Remscheider Rolf Söhnchen Direktor des Remscheider Amtsgerichts. Am 27. Februar 2007, seinem 65. Geburtstag, ging er in den Ruhestand (Nachfolger: Paul-Dieter Dudda). Bevor Rolf Söhnchen 1995 als „Chef“ nach Remscheid kam, war er Richter in Wuppertal und Direktor am Amtsgericht Mettmann.

Mit einem Blumenstrauß verabschiedete Bezirksvorsteher Bernd Quinting (CDU) vor zehn Jahren in der Bezirksvertretung Alt-Remscheid Christel Herrmann von den Grünen. Sie und ihren Ehemann Jochen, langjähriger Lokalredakteur des RGA, zog es damals in die Bretagne.

Januar 2007: Der Waterbölles blättert zurück

Rund 250 Einsätze bescherte der Remscheider Feuerwehr im Januar 2007 das Sturmtief "Kyrill" mit Orkanböen von mehr als 100 Stundenkilometern. Auch Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter, Technisches Hilfswerk und Forstleute waren stark gefordert. Dreißig Berufsfeuerwehrmänner, die eigentlich dienstfrei hatten, kamen ebenfalls. Alle hatten alle Hände voll zu tun. Bäume, die auf Häuser gestützt waren, Bäume auf Ampelanlagen, Bäume auf Stromleitungen, auf Straßen. Dach- und Fassadenteile mussten beiseite geräumt werden, ein Baugerüst, sogar ein DIXI-Klo, das der Sturm durch die Gegend gewirbelt hatte. „Die Einsatzkräfte haben erstklassige Arbeit geleistet!“, hieß es später. Da war die Gefahr von Astbrüchen in den Wäldern und Parkanlagen noch nicht vorbei; vor dem Betreten wurde gewarnt.

Einen „Ausstellungsmacher“ auf Zeit für die Städtische Galerie stellte vor zehn Jahren Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann vor - den Kunsthistoriker Dr. Oliver Zybok als neuen „Ausstellungsmacher“ der Städtischen Galerie an der Scharffstraße vor: „Auf Honorarvertragsbasis soll er die Ausstellungskontinuität der Galerie der Stadt Remscheid gewährleisten.“ Die Städtische Galerie verstehe sich „nicht nur als Ort der Kunst, sondern auch als Stätte der Begegnung. Die zwei durch einen modernen Glastrakt verbundenen, denkmalgeschützten bergischen Schieferhäuser bieten für beides ein exzellentes Ambiente,“ hieß es damals noch auf der Internetseite der Stadt, Künftig wird dort die Musik- und Kunstschule untergebracht sein. Als Ausstellungsstätte ist ein seit Jahren leerstehenden Radiogeschäft am Markt im Gespräch.

Im Januar 2007 war plötzlich ist die Idee einer Städtefusion in aller Munde. Friedhelm Sträter, der damalige Präsident der bergischen Industrie- und Handelskammer, galt schon früher als Verfechter einer bergischen Großstadt aus Wuppertal, Solingen und Remscheid. Es war also Wasser auf seine Mühlen, dass Regierungspräsident Jürgen Büssow vor zehn Jahren erklärte „Wenn die Bevölkerung das mitmachen würde, wäre es schon eine tolle Sache in meinen Augen, wenn man sagen würde: Wir schließen uns zu einer Stadt zusammen!“ Ingo Wolf (FDP), damals Innenminister in NRW, reagierte darauf mit der Empfehlung einer engeren Zusammenarbeit der Nachbarstädte. Weder vom einen noch vom anderen wird heute noch gesprochen. Es scheint Funkstille zu herrschen, insbesondere zwischen Wuppertal und Remscheid. Wegen der unterschiedlichen Outlet-Pläne beider Städte.

Die letzten Dominikaner-Schwestern, die sich auch „Schwestern der heiligen Katharina von Siena“ nannten, verließen im Januar 2007 die in der Fabricius-Klinik aus  Altersgründen und wegen Nachwuchsproblemen. In der Krankenpflege waren die betagten Schwestern, Durchschnittsalter 80 Jahre, schon lange nicht mehr tätig gewesen, in der Küche sowie teilweise in der Krankenhaus-Seelsorge. Die 1899 gegründete Fabricius-Klinik (benannt nach Wundarzt Dr. Wilhelm Fabry) war am 1. Mai 1904 von den Arensberger Dominikanerinnen von Arenberg mit damals zwölf Betten übernommen worden. Träger des Hauses wurde die vom Orden  ins Leben gerufene und nach seiner Gründerin benannte Cherubine-Willimann-Stiftung Arenberg mit Sitz in Koblenz.

„Die Alten- und Pflegeheime der Stadt Remscheid „sollten auf keinen Fall als städtischer Eigenbetrieb weitergeführt werden“, schrieb die Wählergemeinschaft (W.I.R.) im Januar2007 auf ihrer Internet-Homepage und plädierte für den Verkauf der Altenheime. Der Investor soll folgende Voraussetzungen mitbringen: Gemeinnützigkeit, langjährige Erfahrung im Betrieb von Alten- und Pflegeheimen, nachgewiesene hohe Pflegequalität. Von Seiten der Verwaltung war bis dahin lediglich erklärt worden, man suche einen „strategischen Partner“. Der wurde gefunden - und bekam die geschäftsführende Mehrheit.

Zehn Jahre Remscheider Unfallseelsorge wurde vor zehn in einem evangelischen Gottesdienst und einem anschließenden Empfang gemeinsam mit Feuerwehrleuten und Polizeibeamten gefeiert. Die  Notfallseelsorge in Remscheid war eine der ersten in Nordrhein-Westfalen. In Remscheid teilten sich 2007 rund 30 evangelische Pfarrerinnen und Pfarrer – die katholischen Gemeinden beteiligen sich wegen Personalmangel nicht – den Bereitschaftsdienst. Und Uli Geiler (zur einen Hälfte Pfarrer in der Clarenbach-Gemeinde, zur anderen Hälfte im Auftrag des Kirchenkreises Koordinator der Notfallseelsorge) sorgte damals für  die Diensteinteilung.

Am Stuhl des Baudezernenten wird fleißig gesägt“, titelte der Waterbölles im Januar 2007. Wenn es allein nach der SPD gegangen wäre, wäre der Stuhl von Helmut Kennepohl schon damals längst krachend zusammengestürzt. In dem Antrag zur Sitzung des Hauptausschusses am 25. Januar 2007, mit dem die SPD-Fraktion im Rat der Stadt die politische Lage zu ergründen suchte (Wer ist nach 16 Amtsjahren noch für Kennepohl, wer gegen ihn?), klang das so: „Die Amtszeit des Baudezernenten endet am 30. September 2007. Aus diesem Grunde möge der Hauptausschuss beschließen: Die zur Wiederbesetzung abstehende Stelle wird ... ausgeschrieben, so dass sichergestellt ist, dass spätestens zum 1. Oktober 2007 eine Besetzung erfolgen kann.“ SPD-Fraktionsvorsitzender Hans Peter Meinecke war vor zehn Jahren in der Wortwahl weitaus direkter: „Kennepohl kriegt nichts auf die Reihe. Wie er mit Projekten umgeht, ist oft wenig professionell. Immer wieder Pannen. Diesen Mann sollte sich der Rat der Stadt nicht länger erlauben!“

Wo bleiben die Einnahmen aus Grundstücksverkäufen?“, fragte die W.i.R. vor zehn Jahren. Durch den Verkauf städtischer Grundstücke sollten Mehrkosten des neuen Ämterhauses am Friedrich-Ebert-Platz ausgeglichen werden, hatte der Rat der Stadt im Juli 2004 beschlossen. Man sollte meinen, dreieinhalb Jahre wären ausreichend, um diesen Beschluss in die Tat umzusetzen. Aber dem war nicht so. „Immer wieder müssen wir feststellen, dass anscheinend nur wir uns damit beschäftigen“, beklagt sich die W.i.R. „Es wurde noch nicht einmal der Versuch unternommen nachvollziehbar zu erklären, warum bis heute kein Grundstück verkauft worden ist.“

Rund 250 Einsätze bescherte der Remscheider Feuerwehr im Januar 2007 das Sturmtief "Kyrill" mit Orkanböen von mehr als 100 Stundenkilometern. Auch Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter, Technisches Hilfswerk und Forstleute waren stark gefordert. Dreißig Berufsfeuerwehrmänner, die eigentlich dienstfrei hatten, kamen ebenfalls. Alle hatten alle Hände voll zu tun. Bäume, die auf Häuser gestützt waren, Bäume auf Ampelanlagen, Bäume auf Stromleitungen, auf Straßen. Dach- und Fassadenteile mussten beiseite geräumt werden, ein Baugerüst, sogar ein DIXI-Klo, das der Sturm durch die Gegend gewirbelt hatte. „Die Einsatzkräfte haben erstklassige Arbeit geleistet!“, hieß es später. Da war die Gefahr von Astbrüchen in den Wäldern und Parkanlagen noch nicht vorbei; vor dem Betreten wurde gewarnt.

Einen „Ausstellungsmacher“ auf Zeit für die Städtische Galerie stellte vor zehn Jahren Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann vor - den Kunsthistoriker Dr. Oliver Zybok als neuen „Ausstellungsmacher“ der Städtischen Galerie an der Scharffstraße vor: „Auf Honorarvertragsbasis soll er die Ausstellungskontinuität der Galerie der Stadt Remscheid gewährleisten.“ Die Städtische Galerie verstehe sich „nicht nur als Ort der Kunst, sondern auch als Stätte der Begegnung. Die zwei durch einen modernen Glastrakt verbundenen, denkmalgeschützten bergischen Schieferhäuser bieten für beides ein exzellentes Ambiente,“ hieß es damals noch auf der Internetseite der Stadt, Künftig wird dort die Musik- und Kunstschule untergebracht sein. Als Ausstellungsstätte ist ein seit Jahren leerstehenden Radiogeschäft am Markt im Gespräch.

Im Januar 2007 war plötzlich ist die Idee einer Städtefusion in aller Munde. Friedhelm Sträter, der damalige Präsident der bergischen Industrie- und Handelskammer, galt schon früher als Verfechter einer bergischen Großstadt aus Wuppertal, Solingen und Remscheid. Es war also Wasser auf seine Mühlen, dass Regierungspräsident Jürgen Büssow vor zehn Jahren erklärte „Wenn die Bevölkerung das mitmachen würde, wäre es schon eine tolle Sache in meinen Augen, wenn man sagen würde: Wir schließen uns zu einer Stadt zusammen!“ Ingo Wolf (FDP), damals Innenminister in NRW, reagierte darauf mit der Empfehlung einer engeren Zusammenarbeit der Nachbarstädte. Weder vom einen noch vom anderen wird heute noch gesprochen. Es scheint Funkstille zu herrschen, insbesondere zwischen Wuppertal und Remscheid. Wegen der unterschiedlichen Outlet-Pläne beider Städte.

Die letzten Dominikaner-Schwestern, die sich auch „Schwestern der heiligen Katharina von Siena“ nannten, verließen im Januar 2007 die in der Fabricius-Klinik aus  Altersgründen und wegen Nachwuchsproblemen. In der Krankenpflege waren die betagten Schwestern, Durchschnittsalter 80 Jahre, schon lange nicht mehr tätig gewesen, in der Küche sowie teilweise in der Krankenhaus-Seelsorge. Die 1899 gegründete Fabricius-Klinik (benannt nach Wundarzt Dr. Wilhelm Fabry) war am 1. Mai 1904 von den Arensberger Dominikanerinnen von Arenberg mit damals zwölf Betten übernommen worden. Träger des Hauses wurde die vom Orden  ins Leben gerufene und nach seiner Gründerin benannte Cherubine-Willimann-Stiftung Arenberg mit Sitz in Koblenz.

„Die Alten- und Pflegeheime der Stadt Remscheid „sollten auf keinen Fall als städtischer Eigenbetrieb weitergeführt werden“, schrieb die Wählergemeinschaft (W.I.R.) im Januar2007 auf ihrer Internet-Homepage und plädierte für den Verkauf der Altenheime. Der Investor soll folgende Voraussetzungen mitbringen: Gemeinnützigkeit, langjährige Erfahrung im Betrieb von Alten- und Pflegeheimen, nachgewiesene hohe Pflegequalität. Von Seiten der Verwaltung war bis dahin lediglich erklärt worden, man suche einen „strategischen Partner“. Der wurde gefunden - und bekam die geschäftsführende Mehrheit.

Zehn Jahre Remscheider Unfallseelsorge wurde vor zehn in einem evangelischen Gottesdienst und einem anschließenden Empfang gemeinsam mit Feuerwehrleuten und Polizeibeamten gefeiert. Die  Notfallseelsorge in Remscheid war eine der ersten in Nordrhein-Westfalen. In Remscheid teilten sich 2007 rund 30 evangelische Pfarrerinnen und Pfarrer – die katholischen Gemeinden beteiligen sich wegen Personalmangel nicht – den Bereitschaftsdienst. Und Uli Geiler (zur einen Hälfte Pfarrer in der Clarenbach-Gemeinde, zur anderen Hälfte im Auftrag des Kirchenkreises Koordinator der Notfallseelsorge) sorgte damals für  die Diensteinteilung.

Am Stuhl des Baudezernenten wird fleißig gesägt“, titelte der Waterbölles im Januar 2007. Wenn es allein nach der SPD gegangen wäre, wäre der Stuhl von Helmut Kennepohl schon damals längst krachend zusammengestürzt. In dem Antrag zur Sitzung des Hauptausschusses am 25. Januar 2007, mit dem die SPD-Fraktion im Rat der Stadt die politische Lage zu ergründen suchte (Wer ist nach 16 Amtsjahren noch für Kennepohl, wer gegen ihn?), klang das so: „Die Amtszeit des Baudezernenten endet am 30. September 2007. Aus diesem Grunde möge der Hauptausschuss beschließen: Die zur Wiederbesetzung abstehende Stelle wird ... ausgeschrieben, so dass sichergestellt ist, dass spätestens zum 1. Oktober 2007 eine Besetzung erfolgen kann.“ SPD-Fraktionsvorsitzender Hans Peter Meinecke war vor zehn Jahren in der Wortwahl weitaus direkter: „Kennepohl kriegt nichts auf die Reihe. Wie er mit Projekten umgeht, ist oft wenig professionell. Immer wieder Pannen. Diesen Mann sollte sich der Rat der Stadt nicht länger erlauben!“

Wo bleiben die Einnahmen aus Grundstücksverkäufen?“, fragte die W.i.R. vor zehn Jahren. Durch den Verkauf städtischer Grundstücke sollten Mehrkosten des neuen Ämterhauses am Friedrich-Ebert-Platz ausgeglichen werden, hatte der Rat der Stadt im Juli 2004 beschlossen. Man sollte meinen, dreieinhalb Jahre wären ausreichend, um diesen Beschluss in die Tat umzusetzen. Aber dem war nicht so. „Immer wieder müssen wir feststellen, dass anscheinend nur wir uns damit beschäftigen“, beklagt sich die W.i.R. „Es wurde noch nicht einmal der Versuch unternommen nachvollziehbar zu erklären, warum bis heute kein Grundstück verkauft worden ist.“

Trauen Sie sich, Ihre Meinung zu sagen!

Dass die Leser-Kommentare im Waterbölles von unterschiedlicher Qualität sind, sachlich die einen, hoch emotional dagegen andere, dürfte den Leserinnen und Lesern dieses Forums in den vergangenen elf Jahren nicht entgangen sein. Leserbriefe sind auch für die Kollegen der Lokalzeitungen ein schwieriges Pflaster. Kürzungen von zu lang geratenen Leserbriefen behält sich zu Recht jede Tageszeitung vor. Und das gilt auch für den Waterbölles. Nicht wegen der Papierpreise; die spielen im Internet bekanntlich keine Rolle. Der Grund ist ein anderer: Der Umgangston sollte, bei aller Härte in der sachlichen Auseinandersetzung, ein gewisses Maß an Höflichkeit nicht unterschreiten. Ein Waterbölles-Leser brachte es vorige Woche auf den Punkt:

„Wer austeilt, muss auch einstecken können - allerdings nur solange, wie man sachlich und fair bleibt und auch fachlich argumentieren kann.“ Konstruktives bürgerschaftliches Engagement im besten Sinne sei gefordert und kein destruktives Kapitulieren, stellte der Remscheider fest. Und weiter: „Was uns in Remscheid fehlt, sind Leute, die sagen, was (unter den gegebenen Umständen) geht. Von Leuten, die nur sagen, was nicht geht, gibt es schon genug!“ Notorischen Skeptikern, Besserwissern (in völliger Unkenntnis der eigentlichen Zusammenhänge) und destruktiven Querulanten höre man auf Dauer nicht gerne zu.

Noch immer mangelt es dem „kommunalpolitischen Forum für Remscheid“ an qualifizierten Kommentatoren. Die Zwickmühle dabei: Werden gewisse Meinungsbeiträge nicht veröffentlicht, wird schnell der Vorwurf der Zensur laut. Erscheinen sie ungekürzt, schreckt das womöglich ernster zu nehmende Meinungsbildner ab, sich an der öffentlichen Diskussion zu beteiligen. Es dürfte ein wenig blauäugig sein zu erwarten, Waterbölles-Leser mit dem entsprechenden Sachverstand hätten Lust, auf Stammtischgerede nüchtern und treffend zu antworten. Zumal dann, wenn sie gerade auch persönlich angegangen worden sind. Dass eine solche sachliche Erwiderung notorische Skeptiker und Besserwisser für die Zukunft tatsächlich "sprachlos" machen würde, darf im Übrigen bezweifelt werden. Das beweist Facebook tagtäglich!

Was also tun? Die Tageszeitungen sind zur Veröffentlichung jedweden Leserbriefes nicht verpflichtet. Auch der Waterbölles nicht. Er wird künftig noch genauer hinsehen, ob es einem Leser in seinem Kommentar um die Sache geht, oder nur darum, „mal Luft anzulassen“ oder seit Mütchen zu kühlen. Der Waterbölles ist sich für Stammtischniveau zu schadet.Er hofft weiterhin auf Kommentare von Remscheidern, die die Geschicke dieser Stadt in Politik, Wirtschaft und Verwaltung mitgestalten. Trauen Sie sich doch einfach. Stehen Sie zu Ihrer Meinung. Wenn Sachargumente im Vordergrund stehen, sind Sie beim Waterbölles herzlich willkommen.

 

Kleiner Software-Tipp: Waterbölles im Vollbild-Modus

Ein eingefleischter Internet-Freak wird jetzt vielleicht aufstöhnen: „Was soll denn das? Als ob ich das nicht wüsste…“. Aber nicht jeder kennt sich mit Software immer gut aus. Zum  Beispiel mit dem Internet-Explorer, der den Waterbölles anzeigt. Da gibt es einen Vollbild-Modus, der bestimmt nicht allen Leserinnen und Lesern bekannt ist. Also hier der Tipp: Drücken Sie mal die Taste F11. Dann verschwindet die Explorer-Leiste am oberen Bildrand, und Sie können mehr Text auf einen Blick lesen. Brauchen Sie die Explorer-Leiste wieder, reicht ein erneuter Druck auf F11 und die Leiste ist wieder da.

Gute Kombination: Werben und Gutes tun!

In dem obigen Werbebanner haben acht Remscheider Innungen ihre Werbung im Waterbölles mit ihrer eigenen Homepage verlinkt. Das führt Interessenten bei der Suche nach einem Handwerker sehr schnell auf die Seiten der angeschlossenen Handwerkebetriebe. Auf diese Weise kann sich diese gemeinschaftliche, ohnehin preiswerte Internetwerbung für das einzelne Innungsmitglied sehr schnell bezahlt machen, womöglich schon mit einem einzigen Auftrag. Das Preis-Leistungsverhältnis dieser Internetwerbung stimmt mit Sicherheit. Deshalb hat die Kreishandwerkerschaft das Banner auch um ein Jahr verlängert.
Übrigens: Alle Werbeeinnahmen des Waterbölles kommen über die angeschlossene Stiftung gemeinnützigen Institutionen in Remscheid zugute. Eine gute Kombination: Werben und zugleich Gutes tun!