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(Sozialer) Wohnungsbau statt leerstehender Kaserne?

Was wird aus der alten Polizeikaserne an der Uhlandstraße?“, fragte der Waterbölles am 21. Juli 2008. Zitat: „Im Januar 2007 waren Gerüchte aufgekommen, die Polizei wolle sich in Remscheid kleiner setzen und liebäugele mit einem Umzug zum zentral gelegenen Hauptbahnhof. Tatsache ist: Im Wuppertaler Polizeipräsidium würde man die Polizeiinspektion Remscheid gerne in einem moderneren Gebäude sehen. Das aber scheint bislang noch nicht gefunden worden zu sein. Oder ist der Plan aus finanziellen Gründen / auf Anweisung des Innenministeriums NRW fallen gelassen worden? Jedenfalls ist von einem Umzug seitdem keine Rede mehr…“

Nun hat die Remscheider SPD die Frage in ähnlicher Form erneut gestellt: „Wohnen und Leben im Gebäude der Polizei, was halten die Remscheiderinnen und Remscheider davon?“ Bereits 2013 habe die SPD in der Bezirksvertretung Alt-Remscheid nach möglichen Plänen für das Gebäude gefragt. „Schon damals wurde der Verfall des Gebäudes der ehemaligen Polizeikaserne immer offensichtlicher. Das Land investiere nur, wenn Mieter in Sicht sind, so die Aussage des Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) m August 2013. „Auf eine erneute Anfrage beim BLB NRW liegt uns nun eine Antwort vor“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Sven Wolf. „Nach wie vor ist ein Teil des Gebäudes an die Polizei Remscheid vermietet. Eine Fläche von mehr als 2.500 qm stehen leer. Zurzeit wird seitens der BLB eine Marktanalyse erstellt, und anschließend soll über das weitere Vorgehen entschieden werden“. Die SPD meint, aus der ehemaligen Polizeikaserne könnten zum Beispiel schöne Wohneinheiten entstehen, wenn die Denkmalschützer diesen Plänen offen gegenüberstünden.

Landeszuschüsse zum Neubau von Mietwohnungen

Zur Sitzung des Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschusses am 2.März hat die SPD-Fraktion nach den städtischen Maßnahmen zum Wohnraumförderungsprogramm 2014-2017 des Landes NRW gefragt. Das Land NRW hat für das Programm 2017 insgesamt 369.300.000 Euro bewilligt zur Förderung der Neuschaffung von Mietwohnungen inkl. Förderung von Wohnraum für Flüchtlinge und Asylbewerber. Davon werden der Stadt Remscheid  6,4 Millionen Euro bereitgestellt. Zudem erhält die Stadt Remscheid Fördermittel für investive Maßnahmen im Bestand in Höhe von 523.000 Euro, zusammen also 6.923.000 Euro. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Sven Wolf: „Erfreulich für Remscheid ist, dass die Stadt im Vergleich zu den beiden Nachbargemeinden und zum Durchschnitt in NRW für die Neuschaffung von Mietwohnungen ein deutlich höheres Pro-Kopf-Budget erhält.“ Von der Vewrwaltung möchte die Fraktion jetzt gerne wissen, welche Maßnahmen aus dem Budget finanziert werden sollen, welche Beratungsangebote die Stadt Remscheid im Bereich der Wohnraumförderung unterhält und wie hat sich die Bewilligung von Fördermitteln für die Wohnraumförderung von seit 2007 bis heute entwickelt hat.

Pressemitteilungen der Stadt in aller Kürze

Lustige Geschichten: Jeden Mittwoch ab 16.45 Uhr lädt die Kinder- und Jugendbibliothek, Scharffstr. 4-6, Kinder von 4 bis 10 Jahren zum Vorlesen und Zuhören ein. Am 22. Februar sowie am 1. März liest Kuni Viedenz-Ketzer lustige Geschichten vor

Modellbahn am PC planen: In diesem VHS-Kurs (12 x mittwochs ab 22. Februar, 19 bis 20.30 Uhr, im Ämterhaus, Raum 132) führt Robert Rüschkamp in die Anlagenplanung an Hand von Beispielplänen ein. Es wird die Planungssoftware vorgestellt und eine kleine Beispielanlage entworfen mit Gleisplan, Rahmenkonstruktion, Elektro- und Digitaltechnik sowie Anlagengestaltung. In der 2. Hälfte des Kurses werden unter fachlicher Anleitung individuelle Gleispläne in den Abmessungen des heimischen Modellbahnzimmers und nach den Vorstellungen der Teilnehmenden erstellt. In den Entgelten sind 25 Euro Lizenzgebühr für die benötigte Spezialsoftware enthalten. Alternativ können die Teilnehmer die Software zu einem vergünstigten Preis für ihren eigenen Laptop erwerben. Entgelt: 125,80 Euro.

Weiberfastnacht im Rathaus Remscheid: Oberbürgermeister Mast-Weisz heißt alle Remscheider Närrinnen und Narren herzlich willkommen zur Weiberfastnachtsfete am Donnerstag, 23. Februar, im Kleinen Sitzungssaal des Rathauses Remscheid. Traditionell übernehmen dortdie Remscheider Möhnen das Regiment ab 11.11 Uhr. Wie in jedem Jahr sorgt ein bunter Programmmix für karnevalistische Stimmung. Fürs leibliche Wohl gibt’s wie gewohnt einen Thekenbetrieb mit Kaltgetränken und kleinen Häppchen zu günstigen Preisen. Alle Karnevalsbegeisterten können sich also auf eine schwungvolle Party mit Tanz, mitreißenden Rhythmen und phantasievollen Kostümierungen freuen. Veranstaltungsende ist 14 Uhr.

50 Jahre Deutsche Werkzeugmuseum: Am Sonntag, 26. Februar 1967, wurde das Werkzeugmuseum eröffnet. Schon im Jahr 1928 wurde das Heimatmuseum eröffnet. Hier wurde bereits die Geschichte des Werkzeugs ausgestellt und auch die notwendigen Exponate gesammelt. (Dr. Andreas Wallbrecht)

Neue Öffnungszeiten des Standesamtes: Das Standesamt (Rathaus Remscheid) ÖFFNET montags, dienstags, donnerstags und freitags von 8 bis 12 Uhr. Wer den Nachmittag nutzen möchte, um das Standesamt zu besuchen, erreicht sämtliche Abteilungen bis auf die Sterbefallabteilung dienstags von 14 bis 17.30 Uhr. Mittwochs bleibt das Standesamt ganztägig geschlossen.

Spätere Termine/Veranstaltungen auf der nächsten Seite:

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Wie ist es um P&R-Parkhaus und Aufzug bestellt?

v. li. n. re. Otto Mähler, Thomas Judt und Gina Osthoff. Archivfoto: Lothar KaiserAlle paar Monate ist es in der Öffentlichkeit ein Thema: Das P&R-Parkhaus könnte innen angenehmer riechen (Foto rechts: Ortstermin mit dem WDR im Mai 2013) und der Aufzug Remscheider am Hauptbahnhof könne häufiger funktionieren. Im Ausschuss für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung am 28. Februar möchte die SPD-Fraktion nun von der Verwaltung wissen, wie häufig im vergangenen Jahr das Treppenhaus des P+R Parkhauses am Hauptbahnhof gesäubert wurde, wie oft der Aufzug des Parkhauses aufgrund von Vandalismus im vergangenen Jahr instand gesetzt werden musste, wie oft konnte der Aufzug aufgrund von technischen Störungen nicht genutzt werden konnte und wie viel diese Maßnahmen gekostet haben. Gerade in Bezug auf die geplante Nutzung des Parkhauses für die Besucher des neu erbauten Kinos und das Ziel der Stadt, für Pendler nach Düsseldorf, Köln und ins Ruhrgebiet attraktiv zu werden, sei der SPD-Fraktion an einem attraktiven Parkhaus im Bereich des Hauptbahnhofes gelegen.

Die Kreuzung Trecknase während der Umbauphase

Die Kreuzung „Trecknase“, Schnittpunkt der Bundesstraßen B 229 und B 51 und damit einer der am meisten befahrenen Verkehrsknotenpunkte Remscheids, wird bis Sommer 2018vollständig ausgebaut.

  • Sie befahren die Borner Straße? Sie können nicht links in die Trecknase (Richtung Grenzwall) einbiegen und nicht geradeaus die Kölner Straße befahren. Zum Erreichen der Trecknase (Richtung Grenzwall) müssen Sie an der Kreuzung Trecknase links abbiegen und am sogenannten Bypass (siehe Zeichnung) an der Ampel links abbiegen. Die Kölner Straße erreichen Sie nur, wenn Sie an der Kreuzung Trecknase rechts in die Ringstraße abbiegen und im Anschluss nach Bedarf links abbiegen.
  • Sie befahren die Lenneper Straße?  Sie können nicht links in die Kölner Straße und nicht rechts in die Borner Straße abbiegen? Um nach Bergisch Born, Grenzwall oder Wermelskirchen zu gelangen, müssen Sie am sogenannten Bypass (siehe Zeichnung) rechts abbiegen.
  • Sie befahren die Kölner Straße? Die Durchfahrt zur Kreuzung Trecknase ist nicht möglich. Sie müssen hierfür vorher links abbiegen, um über die Ringstraße (B51 / B229) die Trecknase zu erreichen.
  • Sie befahren die Ringstraße? Sie können nicht rechts in die Kölner Straße und nicht links in die Borner Straße abbiegen. Zum Erreichen der Borner Straße müssen Sie bis zum sogenannten Bypass (siehe Zeichnung) geradeaus bis zur nächsten Ampel fahren und dort links abbiegen. Die Kölner Straße erreichen Sie nur, wenn Sie an der Kreuzung Trecknase geradeaus fahren und im Anschluss nach Bedarf links abbiegen.

(Nach einem druckfrischen Flyer der Stadtverwaltung Remscheid; siehe auch Waterbölles vom 5. Oktober 2016: Kreuzungsausbau ab 2017 kostet ca. 4,5 Millionen €).

 

"Das Rheinland setzt ein starkes Zeichen!"

Im Beisein der Regierungspräsidentinnen von Düsseldorf und Köln, Anne Lütkes und Gisela Walsken, wurde gestern in Düsseldorf der Verein Metropolregion Rheinland e.V. aus der Taufe gehoben. In der Turbinenhalle der Stadtwerke Düsseldorf unterzeichneten Vertreter von Kommunen, Kreisen, der Städte-Region Aachen, des Landschaftsverbandes Rheinland und der Handwerks- sowie Industrie- und Handelskammern die Satzung und bekundeten damit ihren Willen zu engerer Zusammenarbeit. Mit einer von den Handwerkskammern zur Verfügung gestellten zweiteiligen Torte wurden die Regionen anschließend auch bildlich zu einer Einheit zusammengeführt.

Der neue Vorsitzende, Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel, erklärte: „Die Landeshauptstadt Düsseldorf ist eine prosperierende Großstadt - vieles schaffen wir aus eigener Kraft. Aber noch mehr können wir erreichen, wenn wir regional zusammen arbeiten. Sei es bei der gemeinsamen Vermarktung oder im globalen Wettbewerb um Unternehmen und Arbeitsplätze. Unser Umland profitiert von der Wachstums-Lokomotive Düsseldorf und unsere Stadt kann sich optimal entwickeln, wenn sie sich auf das Potenzial der gesamten Region stützen kann." Die Regierungspräsidentin Gisela Walsken und Anne Lütkes hatten die Vereinsgründung vorangetrieben, gemeinsam den Prozess begleitet, moderiert, die Steuerungsgruppe ins Leben gerufen sowie die Satzung, die Organisationsform und das Arbeitsprogramm vorbereitet. Lütkes freute sich gestern sehr, dass es nach langer Vorbereitung nun endlich losgehe. Ihr liegt besonders das Thema „moderne und ökologisch vertretbare Infrastruktur“ am Herzen: „Eine der wichtigen Aufgaben der neuen Metropolregion, ist der Erhalt von leistungsfähigen Verkehrssystemen, sowie der Ausbau von alternativen, nutzerfreundlichen und zukunftsfähigen Mobilitätsstrukturen im Sinne einer Multimodalität. Ein Beispiel könnte ein in der gesamten Region gültiges ÖPNV-Ticket sein.“ Regierungspräsidentin Gisela Walsken (Köln) ist begeistert über den Start der Metropolregion Rheinland: „Das Rheinland ist ein starker Wirtschaftsraum. Deshalb soll der neue Verein Metropolregion Rheinland die Kooperation zwischen zehn kreisfreien Städten und 13 Landkreisen stärken und die Zusammenarbeit mit den Industrie- und Handelskammern intensivieren. Das soll unsere Position in Europa und im internationalen Geschäft ausbauen.“

Zu den Vorstandsmitgliedern gehören außer Thomas Geisel u.a. Thomas Hendele (Landrat Kreis Mettmann), Henriette Reker (Oberbürgermeisterin Köln), Sebastian Schuster (Landrat Rhein-Sieg-Kreis), Jürgen Steinmetz (Hauptgeschäftsführer IHK Mittlerer Niederrhein) und Ulf Reichardt (Hauptgeschäftsführer IHK Köln).  Über die Idee dahinter hatte der Waterbölles bereits am 19. September 2016 ausführlich berichtet.

Die Rheinland-IHKs haben die Gründung der Metropolregion Rheinland e.V. in Düsseldorf in einer Pressemitteilung begrüßt: „Bereits seit 2009 setzen sich die sieben Industrie- und Handelskammern Aachen, Bonn/Rhein-Sieg, Düsseldorf, Köln, Mittlerer Niederrhein, Wuppertal-Solingen-Remscheid und die Niederrheinische IHK Duisburg für eine Metropolregion Rheinland ein.“ Das Rheinland als starke Marke habe beste Voraussetzungen, um im internationalen Wettbewerb um Menschen, Ideen, Ansiedlungen und Investitionen eine wichtige Rolle zu spielen. Michael Wenge, Hauptgeschäftsführer der Bergischen IHK, betont die Notwendigkeit des gemeinsamen Handelns: „Die Herausforderungen für die Wirtschaft im Rheinland lassen sich ohne intensive Zusammenarbeit aller Beteiligten nicht bewältigen. Besonders die Verkehrsinfrastruktur und das Standortmarketing können nur mit gemeinsamen Kräften erfolgreich gestemmt werden.“ Die rheinischen IHKs erhoffen sich nun, dass zügig arbeitsfähige und effiziente Strukturen geschaffen werden und der Verein bald sein Arbeitsprogramm 2017 und 2018 auflegt.“

Hausbesitzer in Muldenlage müssen Starkregen fürchten

Nach Erkenntnissen von Wissenschaftlern ist der Klimawandel bereits eingetreten und wird sich künftig deutlich spürbar ausweiten. Für das Bergische Land, das zusammen mit Sauerland und Siegerland das „Süderbergland“ bildet, bedeutet das die Zunahme der durchschnittlichen Temperatur mit einer jahreszeitlichen Verschiebung der Niederschläge (Zunahmen im Herbst und Winter und Abnahmen im Sommer) sowie mit häufigeren und stärker ausgeprägten Extremwetter-Ereignissen. „Alle Bemühungen um die Verminderung der Treibhausgasemissionen können diese Entwicklung nicht mehr vollständig aufhalten. Sie können jedoch die Auswirkungen begrenzen. Daher sind Klimaschutzmaßnahmen nach wie vor unerlässlich“, heißt es in der Mitteilungsvorlage „Anpassung an den Klimawandel“ der Stadtverwaltung, mit der sich am 28. Februar der Ausschuss für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung beschäftigen wird.

Am 7. November 2016 hatte das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen die in der Mittelgebirgsregion „Süderbergland“ bereits eingetretene Klimaänderungen beschrieben: „Im Vergleich zur Klimanormalperiode 1951–1980 hat sich in der aktuellen Klimanormalperiode 1981–2010 die Jahresmitteltemperatur im Süderbergland zwischen 0,5 °C und 0,8 °C erhöht. Die Schneetage sind im Vergleich zum restlichen NRW überdurchschnittlich stark zurückgegangen“. Und die dort ohnehin höchste Anzahl an Starkniederschlagstagen habe tendenziell stärker zugenommen als in den übrigen Landesteilen von NRW. Zwar sei auch im Süderbergland mit einer weiteren Erwärmung zu rechnen, aufgrund der Höhenlage bleibe die durchschnittliche Jahrestemperatur aber geringer sein als in anderen Landesteilen. Gleichwohl würden „die Schneetage weiter zurückgehen und die Winterniederschläge vermehrt als Regen denn als Schnee fallen“.

„Bei der Anpassung an den Klimawandel geht es darum, durch geeignete Maßnahmen die Belastungen, die Schäden, die Gefahren und die Folgekosten, die durch die klimatischen Veränderungen eintreten werden, soweit wie möglich zu verringern“, schreibt die Stadt Remscheid in ihrer Vorlage. Sie räumt zugleich ein: „Die Kompetenzbildung innerhalb der Stadtverwaltung ist noch zu verstärken. (...)Bei vielen heute und in Zukunft zu treffenden Entscheidungen sind die Auswirkungen des Klimawandels und die Maßnahmen zu deren Begrenzung unbedingt zu berücksichtigen, da diese oft für einen langen Zeitraum Wirksamkeit haben.“ Die Anpassung an den Klimawandel sei eine auf Dauer angelegte Aufgabe. Die notwendigen Maßnahmen müssten schon heute vorbereitet bzw. eingeleitet werden, da frühzeitiges und vorausschauendes Handeln die besten Erfolgsaussichten biete.

Vor diesem Hintergrund haben die Städte Solingen und Remscheid gemeinsam ein Konzept zur „Anpassung an den Klimawandel“ erarbeitet. Dazu unterteilten die beauftragten Gutachter etwa das Stadtgebiet Remscheid in 278 Teilflächen und zeigten deren jeweilige Betroffenheit auf (z.B. bei Hitze oder Hochwasser). Von den 36 vorgeschlagenen Maßnahmen zielen elf auf den Bereich „Hitze“, neun auf „Starkregen/Hochwasser“ und fünf auf „Wind/Sturm“ ab.

Im nächsten Arbeitsschritt wurden 36 Maßnahmen entwickelt und in Form von standardisierten Steckbriefen dargestellt. Hiervon zielen elf auf den Bereich „Hitze“, neun auf „Starkregen/Hochwasser“ und fünf auf „Wind/Sturm“ ab. Umgesetzt werden sollen sie derzeit in dem Projekt „BESTKLIMA“, das vom Bundesumweltministerium gefördert wird. Dazu gehört beispielsweise auch eine Simulation der Fließwege und Mulden zum Umgang mit Starkregenereignissen durch ein Ingenieurbüro (die Kosten tragt die RWTH Aachen). Über die Untersuchungsergebnisse sollen im Laufe des Jahres eventuell von Starkregen betroffene Unternehmen und private Gebäudebesitzer informiert werden.

Von 95 Pkw der Stadt fahren drei mit Erdgas

In der Ratssitzung am 30. Juni 2016 hatte David Schichel (Grüne) die Verwaltung gebeten, bei der Umrüstung des Fuhrparks auch Fahrzeuge mit Erdgasantrieb in Erwägung zu ziehen. Er erwarte hierzu eine Einschätzung der Verwaltung in Form einer Vorlage. Die liegt nunmehr vor und steht am 28. Februar der Tagesordnung des Ausschusses für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung. Demnach setzen Stadtverwaltung und Technische Betriebe Remscheid (TBR) gegenwärtig insgesamt 95 Pkw ein. Von diesen sind 46 geleast. Und bei einer eine Ersatzbeschaffung kämen grundsätzlich auch Erdgasmodellen in Frage, so die Verwaltung. Von den 49 Pkw in städtischem Eigentum  seien 13  älter als zehn Jahre.

Der Neuanschaffung von Fahrzeugen muss eine Wirtschaftlichkeitsprüfung  vorausgehen. Sie  umfasst neben den Anschaffungs-  bzw. den Leasingkosten auch die Kosten des Kraftstoffverbrauchs sowie den CO2-Ausstoß [g/km] für die gesamte Vertragslaufzeit / Nutzungsdauer. Dabei habe sich in der Vergangenheit  häufig gezeigt, „dass andere Gesichtspunkte, wie  notwendige Sonderausstattungen bzw. Sonderausführungen oder die erwartete Kilometerleistung im absehbaren Nutzungszeitraum einer Entscheidung zu Gunsten von Erdgasmodellen entgegengestanden haben“. Und Leasingfahrzeugen habe sich bisher gezeigt, „dass Verträge für Erdgasmodelle nur zu deutlich höheren Kosten im Vergleich zu konventionellen Pkw möglich sind.“

Derzeit sind lediglich drei Erdgasfahrzeuge (Modell VW eco-move up) bei der Stadtverwaltung im Einsatz, zwei im Fachdienst Zuwanderung und eines im Fachdienst Umwelt. Aber die Verwaltung will auch künftig „in jedem Einzelfall geprüft, ob für den jeweiligen Einsatzzweck  ein geeignetes Fahrzeug mit einem im Vergleich zu Benzin oder  Dieselkraftstoff umweltverträglicheren Antrieb zu wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen auf dem Markt verfügbar ist.“

Ihre Beweggründe nannte die CDU bisher noch nicht

Vorbemerkung: Schön, wenn Politiker den Wählern Orientierung geben können. Und wenn sie mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg halten. Ist die eigene Meinung noch nicht gefestigt, können Anfragen an die Exekutive helfen. Auf kommunaler Ebene sind das die Verwaltungen.
Ich habe längst aufgehört, die Anfragen der Lokalpolitiker zu zählen, mit denen sich im Rathaus allzu viele allzu lange beschäftigen müssen – vom Sachbearbeiter über den Amtsleiter bis zum Dezernenten und Oberbürgermeister. Anfragen, die die Verwaltung in ihren wirklichen Aufgaben lähmen, ohne zu neuen Erkenntnissen zu führen. Denn die einzige Aufgabe vieler Anfragen, mit denen die Ratsgruppen und Fraktionen die Verwaltung beschäftigen, besteht darin, im öffentlichen Diskurs Themen zu belegen, den Eindruck zu erwecken, als kümmere man sich gerade um dieses eine Thema ganz besonders.
Das kann man populistisch nennen, aber auch scheinheilig. Vor allem dann, wenn Fragen gestellt werden, auf die der Fragesteller die Antwort längst selbst kennt oder kennen sollte. Weil er an voraufgegangenen Debatten / Beschlüssen selbst beteiligt war oder weil er seine Erinnerungen über die Protokolle der betreffenden Ausschüsse leicht hätte auffrischen können. Aber, wie gesagt, Erkenntnisgewinn zur Meinungsbildung ist (leider) das Ziel vieler Anfragen nicht. Ein Beispiel gefällig?

Planung für großes Sport- und Spielfest hat begonnen“ überschrieb der Waterbölles am 11. November 2016 seinen Bericht über die Sitzung des Integrationsrates, in der Alexa Bell (CDU) für diesen Plan des Integrationsrates so geworben hatte: „Jeder, der hier sitzt, muss zehn Leute im Rücken haben, damit wir das auch hinkriegen!“ „Helfende Hände und weitere Ideen“ wünschte sich damals auch Erden Ankay-Nachtwein, die Vorsitzende des Integrationsrates. Der Waterbölles damals: „Für den 2. Juli 2017 plant der Integrationsrat der Stadt Remscheid, gestützt auf das Sportamt der Stadt und den Sportbund Remscheid, im Stadion Reinshagen ein großes Internationales Sport- und Spielfest, und alle Migrantenvereine in Remscheid seien herzlich eingeladen, sich zu beteiligen. Sportamtsleiter Martin Sternkopf hatte damals berichtet, ein internationales Catering sei geplant, Sportflächen für Kinder, internationale Tänze und die Vorstellung eher wenig bekannter (Rand-) Sportarten.

Zur Sitzung des Sportausschusses am kommenden Mittwoch legt die Verwaltung nunmehr der Politik eine Mitteilung vor, in der sie fünf Fragen der CDU-Fraktion beantwortet. Darin wird zunächst ausführlich die Entstehungsgeschichte dieses Vorhabens beschrieben:

„Der Integrationsrat der Stadt Remscheid erwog in seiner Sitzung am 22.10.2015, eine eigene Sportveranstaltung zu veranstalten, und bat den Fachdienst Sport und Freizeit der Stadt Remscheid und den Sportbund Remscheid um Unterstützung bei einer Realisierung im Jahr 2016. In einem Arbeitsgespräch zwischen der Vorsitzenden des Integrationsrates, dem Sportbund und Vertreterinnen des Fachdienstes Sport und Freizeit wurde dem Integrationsrat die Unterstützung bei der Durchführung unter der Bedingung zugesagt, dass hierfür keine Haushaltsmittel der Stadtverwaltung zur Verfügung stehen. Die Kosten des Integrationssportfestes sollen durch Spenden finanziert werden, die der Integrationsrat einwirbt.
Aufgrund von Terminschwierigkeiten in 2016 beim Integrationsrat und bei Sportvereinen wurde am 19.4.2016 vom Integrationsrat eine Durchführung verworfen und in Abstimmung mit dem Fachdienst Sport und Freizeit auf den 2.7.2017 festgelegt. Der Sportbund wies darauf hin, dass er diesen Termin nicht wahrnehmen könnte, bei der Vorbereitung aber helfen würde.
Im September 2016 wird mitgeteilt, dass die Stadtsparkasse Remscheid in Zusammenarbeit mit dem  Sportbund Remscheid am 24.6.2017 ein Familienfest plant.“

Und damit zu den Fragen der CDU:

  • Der Integrationsrat hat beschlossen, mit Hilfe des Sportamtes ein Integrationssportfest zu veranstalten: Was sind die konkreten Inhalte dieser Veranstaltung?

Antwort der Verwaltung: „Der Integrationsrat hat einstimmig beschlossen, ein Interkulturelles Sport- und Spielefest unter Mitwirkung des Sportbundes und es Sportamtes zu organisieren. Die Hauptmotive sind die Multikulturalität und  die Sportarten, die in Remscheid angeboten werden, im Rahmen eines feierlichen Tages  kennenzulernen. Weitere Gestaltungen werden in den Arbeitsgruppen vorbereitet und durch die Mitglieder des Integrationsrates begleitet.“

  • An welchen Teilnehmerkreis richtet sich die Veranstaltung?

Antwort der Verwaltung: Die Veranstaltung richtet sich an alle Remscheiderinnen und Remscheider und deren Kinder.

  • Richtet sich das Integrationssportfest vor allem an ausländische Mitbürger muslimischen Glaubens?

Antwort der Verwaltung: Nein.

  • Entstehen der Stadt Remscheid hierdurch Kosten? Wenn ja, wie hoch sind diese?

Antwort der Verwaltung: Durch das Dezernat 2 der Stadt Remscheid wurde bereits zu Beginn der Planung darauf hingewiesen, dass keine Haushaltsmittel für eine derartige Veranstaltung zur Verfügung stehen. Eine Unterstützung der Veranstaltung durch den Fachdienst Sport und Freizeit wurde wie bei vergleichbaren Veranstaltungen des Jugendrates, von Stadtteilinitiativen, Ferienangeboten für Jugendliche in der Planung, bei der Genehmigung und durch die Zurverfügungstellung von Sport- und Spielgeräten zugesagt.

  • Wer beteiligt sich an der Durchführung? Welche Ämter, Vereine und / oder anderen Institutionen sollen an diesem Integrationssportfest teilnehmen?

Antwort der Verwaltung: Die Organisation der Durchführung obliegt dem Veranstalter Integrationsrat der Stadt Remscheid. Der Fachdienst Sport und Freizeit und der Sportbund unterstützen bei der Realisierung im Rahmen ihrer Aufgaben und Möglichkeiten. Inzwischen wird mit den Mitgliedern des Integrationsrates und des Fachdienstes Sport und Freizeit über eine Verschiebung des Termins auf den 17. September 2017 gesprochen. Der Integrationsrat hofft, dass der Sportbund, der im Oktober 2016 wegen eines privaten Grundes seine Teilnahme für den 2.7.2017 nicht zusagen konnte, durch die Verschiebung des Termins wieder gewonnen werden kann. Danach wird sich zeigen, welche Sportarten und welche Sportvereine noch mitmachen werden.

  • Wie ist die Kommunikation zwischen Sportbund und Sportamt im Vorfeld der beiden für den Sommer geplanten Großveranstaltungen, die zeitlich dicht aufeinander folgen, gelaufen?

Antwort der Verwaltung: Bereits am 20.1.2016 fand ein erstes Vorbereitungsgespräch für ein Integrationssportfest des Integrationsrates statt, an dem der Sportbund Remscheid und der Fachdienst Sport und Freizeit teilnahmen. Die weiteren Planungen und Abstimmungen fanden in Abstimmung der drei Institutionen statt. Im Integrationsrat wurde von der Vorsitzenden Frau Ankay-Nachtwein über den jeweils aktuellen Stand regelmäßig informiert.

Waterbölles: Die Antworten der Verwaltung liegen der CDU-Fraktion seit der vergangenen Woche vor. Sie dürfte bis Mittwoch genügend Zeit haben, daraus Honig zu saugen. Man darf also gespannt sein auf ihren Erkenntnisgewinn. Oder auf die Erhellung des eigentlichen Erkenntnisinteresses, des Subtextes sozusagen. Der öffentliche Teil der Sportausschusssitzung beginnt um 17 Uhr im Seminarraum der Sporthalle Neuenkamp.

Januar trocken und kalt, aber sonnig

Pressemitteilung des Wupperverbandes

Der Januar war wie der Dezember zwar trockener als üblich, holte im Vergleich zum Vormonat aber auf. Dies zeigt die Niederschlagsauswertung des Wupperverbandes: So regnete es mit gut 89 Litern pro Quadratmeter an der Bever-Talsperre im Januar ca. 50 Liter weniger als im Durchschnitt, im Dezember aber waren es ca. 100 Liter weniger als üblich. An der Großen Dhünn-Talsperre fielen 66 Liter, also 40 Liter weniger als im Schnitt. Im Klärwerk Burg wurden 77 Liter gemessen. Die Messstelle Klärwerk Buchenhofen in Wuppertal-Sonnborn kam allerdings mit gut 82 Litern nah an das Mittel von 98 Litern heran.

Niederschlag fiel als Regen oder Schnee vorrangig in der ersten Monatshälfte, die zweite Januarhälfte blieb trocken bis auf ein paar Tage am Ende des Monats. Der Januar war winterlich kalt und auf einigen Talsperren des Wupperverbandes bildete sich Eis. Dennoch war der Januar sehr sonnig: Er hatte außergewöhnlich viele Sonnenstunden. NRW war dabei im Januar mit mehr als 80 Stunden – der Durchschnitt liegt bei 42 Stunden - das zweitsonnigste Bundesland.