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Pressemitteilungen der Stadt in aller Kürze

Die Kanarischen Inseln - Natur und Sternenhimmel bei Tag und Nacht: Der reich bebilderte Reisebericht von Dr. Tom Fliege zeigt am Samstag, 21. Oktober, 15 bis 17 Uhr, im Ämterhaus, Elberfelder Str. 32, Raum 227, Impressionen der grandiosen Natur von Teneriffa, Gran Canaria und La Palma bei Tage. Doch erst in der Nacht enthüllt sich ein weiterer Schatz: der unvergleichliche Sternenhimmel über den Inseln im Atlantik. Erfreuen Sie sich an wunderschönen Aufnahmen von Wasser, Felsen, Pflanzen und Tieren. Lassen Sie sich von Sonne und Mond, von Planeten, Sternen und Galaxien verzaubern. Hier erleben Sie die beliebten Urlaubsinseln einmal in einem ganz anderen Licht. Für Astronomie-Begeisterte gibt es auch noch Tipps zu Beobachtungsmöglichkeiten. Für die optionale Teilnahme ab 14 Uhr an der Kaffeetafel wird ein gesonderter Kostenbeitrag von sechs € erhoben. Um Anmeldung unter Tel. RS 162786 wird gebeten. Entgelt: vier Euro.

Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit am Bebauungsplan Nr. 670 – Gebiet zwischen Wolfstraße und Ronsdorfer Straße: Die Bezirksvertretung Alt-Remscheid hat am 7. Februar die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit an der Planung zu dem Bebauungsplan Nr. 670 – Gebiet zwischen Wolfstraße und Ronsdorfer Straße – und zu der 9. Änderung des Flächennutzungsplans – Gebiet zwischen nördlicher Wolfstraße und Ronsdorfer Straße – beschlossen. Die südliche Fläche wurde bereits gewerblich genutzt. Die Gebäude stehen seit einiger Zeit leer. Teile des Komplexes werden abgerissen und durch Neubauten ergänzt. Die nördliche Fläche soll überwiegend der Anlage von Stellplätzen dienen. Die Erschließung des Gebietes erfolgt primär über die Ronsdorfer Straße. Die entsprechenden Planunterlagen liegen in der Zeit von Montag, 23. Oktober, bis einschließlich Freitag, 17. November, im Fachdienst Stadtentwicklung, Wirtschaft und Liegenschaften, Ludwigstraße 14, 2. Obergeschoss, zur Einsichtnahme aus (Montag, Mittwoch, Donnerstag 8 - 16 Uhr, Dienstag 8 - 17.30 Uhr, Freitag 8 - 12 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung unter Tel. RS 163339).

Ferienworkshop Zeichnen & Malen: Dieser entspannte Ferienkurs der VHS am Dienstag/Mittwoch, 24. und 25. Oktober, jeweils 10 bis 13 Uhr, im Ämterhaus, Elberfelder Str. 32, Seminarraum 3, gilt allen, die endlich mal Zeit zum Zeichnen und Malen finden möchten. Bleistift oder Kreide, Acryl oder Aquarell, Zeichnung oder Malerei, Bildmotiv und Technik stehen zur freien Wahl. Papier und Leinwand, Bleistifte 28-68 oder Acrylfarbe / Aquarell sowie Motivvorlagen bitte mitbringen. Kursleitung: Tatiana Shabanova. Entgelt: 41,40 Euro.

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Kita am Holscheidsberg fröhlich eingeweiht

Die Entstehung der neuen städtischen Kindertagesstätte am Holscheidsberg hat der Waterbölles in den vergangenen Jahren in Text, Foto und Video begleitet, angefangen mit der Botschaft „An U3-Plätze ist in der Kita Eberhardstraße nicht zu denken“ (26. Juni 2012), über „Kita Eberhardtstraße wegen Schimmelpilzen ab sofort dicht“ (22. Dezember 2014),  „Kita-Neubau will die Stadt einem Investor überlassen“ (7. Januar 2015),  „Volksbank engagiert sich bei Kindertagesstätten“ (3. Dezember 2015), „Die ersten Kita-Container sind am Stadtpark eingetroffen“ (14. April 2015), das bezog sich auf den Ausweichstandort, „Neue Kita soll am 1. August 2017 fertig sein“ (12. August 2016) und  „Kita-Kinder besichtigten die Baustelle“ (22. Dezember 2016). Da war es nur folgerichtig, auch am heutigen Freitag dabei zu sein, als die neue Kita eingeweiht wurde. Seit dem 1. August hat Remscheid einen neuen Kita-Standort: Die ehemalige städtische Kita Am Stadtpark (ehemals Eberhardstraße) ist in den Neubau Am Holscheidsberg 26 gezogen. Viele Eltern und Ehemalige sind neugierig auf die neuen Räumlichkeiten der aktuell wohl modernsten Kita in Remscheid. Eine Gelegenheit zum Blick hinter die Kulissen haben sie bei einem Nachmittag der offenen Tür am Freitag, 20. Oktober, ab 14.30 Uhr, zu dem die Volksbank im Bergischen Land als Vermieterin und die Kita Am Holscheidsberg herzlich einladen. Dazu hatten Andreas Otto und Lutz Uwe Magney als Vorstände der Volksbank im Bergischen Land (Investor und Vermieter) und die Stadt Remscheid eingeladen. Diese war durch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Sozialdezernent Thomas Neuhaus vertreten. Im Video zeigen sich Lutz Uwe Magney, Kita-Leiterin Katharina Wolf und ihre Stellvertreterin Cornelia Bublitz-Hupprecht zu Recht begeistert von der modernen viergruppigen Kita, in die Erzieherinnen und Kinder termingerecht am 1.August eingezogen waren.

Verbraucherberatung in RS, klein, aber wirkungsvoll

Dank und Anerkennung zollten heute Vertreter von Parteien, Institutionen und Verbänden einer Frau: Lydia Schwertner. Sie steht in Remscheid für den Verbraucherschutz. In der Verbraucherzentrale, Alleestraße 32.“Eine one-woman-show“, attestierte ihr beim heutigen Empfang aus Anlass des 25-jährigen Bestehens der „kleinsten Verbraucherberatungsstelle in Nordrhein-Westfalen“ Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Letzteres hatte zuvor Wolfgang Schuldzinski gesagt, der Vorstand der Verbraucherzentrale NRW. Der Gast aus Düsseldorf ging auf den Wandel beim Verbraucherschutz in den vergangenen 25 Jahren ein („vielfältiger und komplexer“), der OB auf dem Umstand, dass die Finanzlage der Stadt es auch in den nächsten Jahren noch nicht erlauben werde, für einen höheren Zuschuss und damit für eine personelle Aufstockung zu sorgen (sorry dafür!“).

 

Bestandschutz für altes ALDI-Gebäude ist begrenzt

Es bleibt dabei: Kein Drogeriemarkt neben ALDI“, berichtete der Waterbölles am 2. Mai. Die Verwaltung hatte den Mitgliedern der Bezirksvertretung (BV) Süd mitgeteilt, dass es anscheinend bei Drogeriemarkt-Betreibern kein Interesse an dem Standort im Südbezirk gebe. Das bekräftigte in der BV-Sitzung am Mittwoch noch einmal Jörg Schubert, Leiter des Fachdienstes Bauen, Vermessung, Kataster und Untere Denkmalbehörde, und deutete zugleich an, dass die Stadtverwaltung einem Interessenten an den früheren, seit zweieinhalb Jahren leer stehenden ALDI-Markt an der Burger Straße (gegenüber dem neuen ALDI-Markt an den einstigen Tennisplätzen) keine Steine in den Weg legen würde. Denn noch habe der alte Markt Bestandsschutz. Darauf habe die Stadt die Immobilienverwaltung von ALDI bereits schriftlich aufmerksam gemacht.  Allerdings liege der Bestandsschutz im Ermessen der Bauaufsicht. Und wenn diese den Eindruck gewinne, an einer Reaktivierung des Gebäudes bestehe kein Interesse, könne diesen aufgehoben werden.

Zwischen Stadt und Immobilienverwaltung ist für November ein Gespräch vereinbart worden, vorrangig allerdings wegen des Anhörungsverfahrens zur Zukunft des „Blauen Monds“, das die Untere Denkmalbehörde angestrengt hat. Auf einen ersten Brief der Behörde habe ALDI mit positivem Grundton geantwortet, sagte Schubert. Die BV-Mitglieder hörten es wohl. Doch Rita Jungesblut-Wagner (SPD) hat inzwischen die Faxen dicke: „Wir werden doch nicht ernst genommen. Das ist ein Katz-und-Maus-Spiel, mit dem ich mich nicht mehr befassen möchte!“ Das habe mit der Abholzung der alten Bäume neben dem Tennisplatz begonnen. und nun setzt sich die Tragödie beim Blauen Mond fort. Widerspruch kam, von Elke Rühl (CDU) und Bezirksbürgermeister Stefan Grote: Der Blaue Mond sei für den Südbezirk als Wahrzeichen unverzichtbar, und deshalb müsse die BV hier auch weiterhin den Finger in die Wunde legen.

500 Warnwesten für 16 Remscheider Kitas

Bernd Schäfer, Geschäftsführer der Verkehrswacht Remscheid, übergab in dieser Woche. die ersten Warnwesten in der Kita St. Engelbert. Insgesamt bekommen in diesem Jahr 16 Kindertagesstätten 400 Warnwesten der Verkehrswacht in Kindergröße und 100 Warnwesten für die Erzieher/-innen mit der Aufschrift ‚Kita on Tour’. Bereits 2015 und 2016 waren 400 Warnwesten an Remscheider Einrichtungen  Verteilt worden. Die Westen verbleiben in den Einrichtungen und sollen bei Ausflügen helfen, die  Kindergruppen im Straßenverkehr besser zu erkennen. Bis zum November sollen die übrigen 15 Einrichtungen ebenfalls die bestellten Westen  erhalten. Die Idee für die Ausstattung der Kindertagesstätten stammt vom Arbeitskreis der Erzieherinnen in Remscheid, dem auch die Verkehrssicherheitsberater der Polizei in Remscheid angehören, darunter Hauptkommissar Michael Brandenstein.

Stadt legt Bauzeitenplanung zum DOC vor

Tabelle aus dem Bauzeitenplan zum DOC, den TBR-Chef Mic hael Zirngiebl heute im Haupt- und Finanzausschuss erläuterte.Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die umfassende Bauzeitenplanung zum Designer Outlet Remscheid sowie die von der Stadt Remscheid durchzuführenden Straßen- und Kanalbaumaßnahmen wurden als verbindliche Grundlage bestätigt. Die Planung, die zwischen der Stadt Remscheid und dem Investor McArthurGlen in einem persönlichen Gespräch am 17. Oktober zwischen Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und dem Managing Director Development McArthurGlen, Gary Bond, abgestimmt wurde, dient als verbindliche Grundlage der weiteren Bearbeitung. „Der Weg für das Designer Outlet in Remscheid ist klar definiert. Wir hoffen, mit der Umsetzung zügig beginnen zu können“ sagt Remscheids Oberbürgermeister Mast-Weisz. Diese Umsetzung soll, unter Beachtung der rechtlichen Voraussetzungen, so schnell wie möglich beginnen. Der von allen Beteiligten angestrebte Zeitpunkt ist Frühjahr/Sommer 2018.

Nach Abschluss der noch notwendigen Ausführungsplanungen wird die Bauzeit für das Designer Outlet circa 30 Monate betragen. Mit der Eröffnung des Center rechnen Stadt und McArthurGlen Ende 2020. „Das Designer Outlet in Remscheid ist ein einmaliges und komplexes Bauprojekt, eine Bauzeit von 30 Monaten ist für ein Vorhaben dieser Komplexität normal. Mit der jetzt vorliegenden Grundlage haben wir, gemeinsam mit der Stadt, Planungssicherheit für alle Beteiligten geschaffen und die nächsten Schritte klar definiert“, sagt Henning Balzer, Development Director Deutschland für McArthurGlen. „Mit der Eröffnung Ende 2020 haben wir nun ein für alle Projektpartner verlässliches Datum“, fügt Balzer hinzu.

Erfreulicherweise ist die von den Gegnern des Designer Outlet angekündigte große Klagewelle gegen den Bebauungsplan, die Baugenehmigungen und die Einziehung der Wupperstraße ausgeblieben. Insgesamt liegen derzeitig zwei Normenkontrollanträge und zwei Klagen gegen die Straßeneinziehung vor. Weiterhin haben fünf Kläger gegen die Baugenehmigungen geklagt. Gemeinsames Ziel von Stadt und Investor ist es nun, in diesen Verfahren schnell Entscheidungen und damit Rechtssicherheit für die Weiterführung des Projektes zu erhalten, damit der Baubeginn im Sommer 2018 sichergestellt werden kann.

Der Bauzeitenplan (hier als pdf abrufbar) wird dem Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschuss des Rates der Stadt Remscheid in seiner heutigen Sitzung (19.10.2017) von Michael Zirngiebl, Betriebsleiter der Technischen Betriebe Remscheid, mündlich vorgestellt. Die Angaben in den jeweiligen Internetauftritten werden dann in den nächsten Tagen entsprechend angepasst.

Waterbölles:

Obige Grafik ist keine moderne Kunst, sondern eine Tabelle aus dem Bauizeitenplan zum DOC, den TBR-Chef Michael Zirngiebl heute Nachmittag im Haupt- und Finanzausschuss erläuterte. Darin werden  die Baumaßnahmen zum DOC, zum Parkhaus und der gesamten Infrastruktur mit Straßen, Kanälen und sämtlichen Versorgungsleitungen in insgesamt 154 Einzelschritte zerlegt – „und danach wieder in der zeitlichen Reihenfolge zusammengesetzt“, so Zirngiebl. Bei Einhaltung der im Bauzeitenplan dargestellten Ausführungsfristen und des Ablaufplanes der Maßnahmen könne die zeitgleiche Fertigstellung des DOC/Parkhauses und der notwendigen Infrastruktur einschl. der Verlagerung des Feuerwehrgebäudes sowie der Grundschule sichergestellt werden. Allerdings bleibe der Baubeginn des DOC abhängig von der Bestandskraft der Baugenehmigung, darin bestehe Einigkeit zwischen der Stadt und dem Investor McArthurGlen. Vereinbart wurde ein monatliches Monitoring zum Bauzeitenplan ab Januar 2018.

Als „sehr angenehm“ bezeichnete Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz in der Sitzung das Gespräch mit Gary Bond und Henning Balzer. Einhellig stehe man „voll und ganz zum DOC-Projekt „trotz überflüssiger Kommentare aus der Nachbarstadt“ (Wuppertal). Stadt und Investor stimmen darin überein, dass der Bauzeitenplan fristgerecht bis zum 30.September gemeinsam abgestimmt wurde und daher das Rücktrittsrecht für die Vertragsparteien gemäß § 6 des Städtebaulichen Vertrages zum Bebauungsplan Nr. 657 nicht mehr besteht. Es gilt die verbindlich festgelegte Kostenübernahmeverpflichtung des Investors für die verkehrlichen Infrastruktur, die Umlegung von Gas-, Strom-, Telekommunikations-, Wasser- und öffentliche Kanalleitungen, und zwar unabhängig von dem Zeitpunkt der Baumaßnahme. Bei einem Baubeginn im Sommer 2018 nennt der Bauzeitenplan als Termin für die Fertigstellung der notwendigen Infrastruktur und des DOC „bis Ende 2020“.

Als ca. 100 Seiten umfassende Präsentation soll der Bauzeitenplan am 9. November auch den Entwicklungsausschuss beschäftigen und damit über das Ratsinformationssystem der Stadt auch für die interessierte Bürgerschaft einsehbar werden.

Gedenkstätte „Pferdestall“ nimmt Gestalt an

von Olaf Wiegand, stellvertretender Leiter des Ernst–Moritz–Arndt Gymnasiums

In den vergangenen Schuljahren haben Schülerinnen und Schüler des Ernst–Moritz–Arndt Gymnasiums (EMA) in Ergänzung des Unterrichts in der Schule, bei Studienfahrten und Unterrichtsgängen regelmäßig die Gedenkstätten für den nationalsozialistischen Terror kennengelernt, u.a in Wuppertal, Köln, Düsseldorf oder jüngst auch die „NS-Dokumentation Vogelsang“ in der Eifel. Sie beklagten, dass es in Remscheid – anders als in den umliegenden Kommunen – keine Gedenk- und Bildungsstätte gibt, obwohl durch die Arbeit von Lokalhistorikern und durch ihre eigenen Recherchen das menschenverachtende Wirken der Nationalsozialisten in dieser Stadt  belegt und auch den jüdischen Schülern der EMA bekannt ist. So könnteb ein Siignet für die künmftige Gedenk- und Bildungsstätte 'Pferdeststall' aussehen. Der Entewutrf dstammt von der EMA.Im Mai wandten sich die Schülerinnen und Schüler an Oberbürgermeister Burkhard Mast und die damalige Polizeipräsidentin Wuppertals, die heutige Regierungspräsidentin der Bezirksregierung Düsseldorf, Frau Birgitta Radermacher, mit der Initiative, im ehemaligen Pferdestall des Polizeigebäudekomplexes  am Quimperplatz eine Gedenk- und Bildungsstätte zu errichten (in der Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945 diente das Gebäude als Gefangenenlager für verhaftete Remscheider, meist Juden sowie Sinti und Roma.  .Entwürdigt mussten sie dort bis zum Tag ihrer Deportation ausharren). Beide sagten zu,  an dieser Stelle die Präsentation von zwei temporären Ausstellungen zu unterstützen, um so das Anliegen der Schülerinnen und Schüler publik zu machen.

Zur Vorgeschichte des Projekts „Pferdestall“

Vor einigen Jahren lernte Schulleiter Hans Heinz Schumacher Siegmund Freund kennen, einen ehemaligen jüdischen Schüler des früheren Staatlichen Realgymnasiums. Er war aus Frankfurt angereist, um vor dem Haus seiner von den Nazis ermordeten Eltern an der Blumenstraße Stolpersteine niederzulegen. Freund kam damals zu einem langen Gespräch in die Schule, an dem auch Geschichtslehrer Klaus Blumberg und einige Schüler/innen teilnahmen. Da der Gast von mehreren jüdischen EMA-Schülern gesprochen hatte, suchte Stephanie Licciardi, 2006/07 Schülerin der Jahrgangsstufe 13, für eine Projektarbeit im Schularchiv nach diesen Schülern. Das erwies sich als unerwartete Fundgrube, da dort u.a. die Abiturarchivalien zurück bis 1900 aufbewahrt werden. So fanden sich schnell die beiden anderen jüdischen Schüler entdecken, von denen Freund berichtet hatte.

Die Projektarbeit an führte 2007 zu einer Prämierung durch den Bergischen Geschichtsverein und zu Stolpersteinverlegungen vor dem Eingang der EMA in Erinnerung an die beiden Schüler Helmut Lazer und Siegmund, gen. Simon, Häusler, die von den Nazis deportiert und ermordet worden waren.

Bei dieser Stolpersteinverlegung am 31. Oktober 2007 beschloss Geschichtslehrer Klaus Blumberg mit interessierten Schüler/Innen der JG-Stufe 10 und 12, in der Projektgruppe „Stolpern an der EMA" die jüdischen Schüler der EMA weiter zu erforschen, damit ihnen allen ehrend und mahnend gedacht werden könne. Innerhalb von knapp zwei Jahren konnten für die Zeit von 1900 bis 1938 am Realgymnasium bzw. der Ernst-Moritz-Arndt-Oberschule für Jungen 35 jüdische Schüler gefunden und ihr Schicksal weitgehend untersucht werden.

Zum mahnenden Gedenken an 35 ermordete und emigrierte jüdische Schüler der EMA wurde am 14. Dezember 2010 der so genannte „Freund-Baum" im Eingangsbereich des Gymnasiums feierlich enthüllt. Seit 2012 erforscht die Geschichts-AG  der Oberstufe das Schul-Leben der EMA seit dem 1 .Weltkrieg; die Aktivitäten der Lehrerschaft und ihr Verhältnis zum Nationalsozialismus und den Neuanfang / Wiederbeginn nach 1945. Schüler/innen der Klasse 9d berichteten in der Geschichts-AG im Juni 2016 über ihre Geschichts-Exkursion zu Remscheider Stolpersteinen mit Jochen Bilstein und Frieder Backhaus dem Autor und Herausgeber der „Geschichte der Remscheider Juden“. Diese Exkursion hatte beim ehem. Pferdestall der ehemaligen Polizei-Kaserne an der Uhlandstraße geendet.

„Um dort eine Gedenkstätte zu realisieren, brauchen wir noch reichlich Unterstützung“, weiß EMA-Schülersprecher Francesco Lo Pinto. „Dies kann auch in Form einer Spende geschehen!“ Hier die Kontodaten: Bergischer Geschichtsverein, IBAN: DE 68 3405 0000 0000 2600 18. Doch wichtiger als Geld erscheint zunächst die Zustimmung des Gebäudebesitzers. Das ist nicht die Polizei; sie ist selbst nur Mieter, sondern der Bund bzw. als Verwalter des Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB). Da dürften sicherlich noch viele dicke Bretter zu bohren sein. Aber dieses Schülerprojekt ist aller Mühen wert.

 Eröffnet werden die Ausstellungen   am Jahrestag des Novemberpogroms, am 9. November, um 13 Uhr. Dabei handelt es sich zum einen um die Wanderausstellung „Vor aller Augen“ der Stiftung „Topografie des Terrors“. Diese deutsch-englische Ausstellung zeigt Fotodokumente des nationalsozialistischen Terrors in der Provinz auf der Basis einer bundesweiten Recherche in Regional- und Lokalarchiven, darunter auch im Stadtarchiv Remscheid. Und zum anderen um die von den Schülerinnen und Schülern der EMA  mit Unterstützung von Lokalhistorikern und von Lehrkräften erstellte Ausstellung zu der sogenannten „Polenaktion“ und der Pogromnacht in Remscheid. Beide Ausstellungen sollen für vier Monate in dem ehemaligen Pferdestall der Polizei zu sehen sein. Schülerinnen und Schüler der EMA werden sich zu Guides ausbilden lassen, um an den Ausstellungen interessierte Jugendliche und Erwachsene (aus Schulen, Jugendorganisationen, Gewerkschaften, Parteien, Kirchen, Aus- und Fortbildungseinrichtungen der Polizei und Justiz etc.) an dem historischen Ort die Themen der Ausstellungen zu erläutern. Damit soll an die Verfolger und Verfolgten zwischen 1933 und 1945 in Remscheid erinnert werden. Auch sollen diese Ausstellungen jedermann eine Möglichkeit des Gedenkens geben.

Das übergeordnete Ziel der Schülerinnen und Schüler ist es, dass über die temporären Ausstellungen hinaus eine dauerhafte Gedenk- und Bildungsstätte „Pferdestall“ in Remscheid errichtet wird. Dieses Ziel wird nicht nur von der Schulleitung, sondern auch von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Alfons Ackermann als Vorsitzendem des Bergischen Geschichtsvereins, Abteilung Remscheid, unterstützt. Gedacht ist im einstigen „Pferdestall“ an eine langfristig wissenschaftliche Dauerausstellung, die die Stadtgeschichte im Nationalsozialismus und ihre Vor- und Nachgeschichte in Grundzügen dokumentiert und die Geschehnisse am historischen Lernort "Pferdestall" begreifbar macht. Ergänzt werden könnte die Dauerausstellung durch wechselnde Themenausstellungen.

SPD sieht Südbezirk bei Wahl benachteiligt

Der § 4 des Kommunalgesetzes für Nordrhein-Westfalen sieht vor, dass der Wahlausschuss der Gemeinde spätestens 52 Monate nach Beginn der Wahlperiode das Wahlgebiet in Wahlkreise einteilt. Die Stadt Remscheid ist bei der Kommunalwahl in 26 Wahlbezirke unterteilt, wovon sich elf im Stadtbezirk Alt-Remscheid, fünf im Stadtbezirk Süd, sechs im Stadtbezirk Lennep und vier im Stadtbezirk Lüttringhausen befinden. Die Einteilung des Wahlgebietes erfolgt nach der Einwohnerzahl, dabei ist es zulässig, in einem Wahlbezirk bis zu 25 Prozent vom Durchschnitt nach unten und nach oben abzuweichen. Zielsetzung nach dem Gesetz ist es jedoch, diese Spannen möglichst gering zu halten, so dass je Wahlbezirk eine vergleichbare Zahl von Einwohnern erfasst ist.

Die Broschüre  „Remscheider Einwohner/innen am 30. September 2016“, die Stadt Remscheid am 30. November 2016 in der Reihe der „Informationen der Statistikstelle“ veröffentlichte, zeigt auf, dass die Die Abweichungen vom Durchschnitt noch innerhalb der gesetzlichen Toleranzen liegen. „Es besteht jedoch bereits jetzt ein offensichtlicher Widerspruch darin, dass der Stadtbezirk Süd trotz höherer Einwohnerzahl als Lennep, nur fünf Wahlkreise umfasst. Der Stadtbezirk Lennep besteht hingegen aus sechs Wahlkreisen“, stellt der SPD-Fraktionsvorsitzende Sven Wolf fest. Auch und gerade vor diesem Hintergrund hat die SPD-Fraktion zur Sitzung des Rates am 30. November die Verwaltung um Antwort auf folgende Fragen gebeten: „Wann beabsichtigt die Verwaltung ihren Bericht zur Einteilung des Wahlgebietes nach § 4 des Kommunalwahlgesetzes dem Wahlausschuss zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen? Ist bereits abzusehen, dass es zu einer Neueinteilung des Wahlgebietes kommen muss? Ist aufgrund von Erkenntnisse aus den Wahlen zum Landtag Nordrhein-Westfalen und zum Deutschen Bundestag – bspw. nach Bürgeranregungen – beabsichtigt, die Standorte von Wahllokalen zu überprüfen bzw. zu verändern?“

Elektro-Spezialist Druseidt expandiert am Hohenhagen

Wo bisher der Karosseriebetrieb Kuhlen auf dem Hohenhagen an Pkw und Lkw Unfallschäden reparierte, lässt die Firma Druseidt - Elektrotechnische Spezialfabrik GmbH & Co. KG zurzeit für 2,5 Millionen Euro eine neue Lagerhalle bauen, nur einen Steinwurf entfernt von ihrer Betriebsstätte an der Neuenkamper Straße. Das Unternehmen gehört nach eigenen Angaben zu den alteingesessenen Remscheider Industriebetrieben und wurde bereits vor 1890 gegründet. Einen Namen machte sich die Firma durch Entwicklungen und Reichspatente im Bereich der Schaltanlagen und Installationstechnik, z. B. Schalttafelklemmen und Sicherungselemente. Das Angebot umfasst einige tausend Serienartikeln und eine Vielzahl kundenspezifischer Konstruktionen, speziell für die Stromübertragungstechnik.  Die neue, 1400 Quadratmeter große Lagerhalle steht auf einem insgesamt 5500 Quadratmeter großen Gelände, so dass ausreichend Platz bleibt für Parkplätze. Beides schafft am Produktionsstandort nebenan mehr Platz für die Produktion und in einem weiteren Schritt auch für neue Produktionshallen.

 

Aus für Tennenplatz am Röntgen-Stadion

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Der Ausbau der Kreuzung Ringstraße – Rader Straße in Remscheid-Lennep wird ab März des kommenden Jahres fortgeführt: Die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) müssen innerhalb des Bauablaufes des Kreuzungsausbaus zunächst vor dem Straßenbau die notwendigen Leitungsverlegungen vornehmen. Hierbei handelt es sich um die Leitungsnetze der TBR, der EWR, der Telekom und der Stadt Remscheid. Da die Leitungen im neuen Gehweg der Ringstraße am Tennenplatz des Röntgen-Stadions verlegt werden und der künftige Gehweg ca. drei Meter über dem Sportplatz liegen und mit einer Stützmauer 6,25 Meter in das Grundstück des Tennenplatzes hereinragen wird, kann mit Beginn dieser Baumaßnahme der städtische Tennenplatz für den Trainings- und Spielbetrieb nicht länger genutzt werden. Michael Zirngiebl von den TBR, Martin Sternkopf vom Fachdienst Sport und Freizeit sowie Sportdezernent Thomas Neuhaus erläuterten vorgestern in der VIP-Lounge des Röntgenstadions den Vertretern der Sportvereine, des Sportbundes und des Fußballkreises Remscheid die Sachlage.

Die Stadt Remscheid verfügt über ausreichende freie Kapazitäten für die Verlagerung des Trainings- und Spielbetriebes. Insofern konnte am Montag den betroffenen Vereinen auf der Basis der dem Sportamt gemeldeten Mannschaften bereits ein beispielhaftes Verlagerungsszenario vorgestellt werden. Demnach können die ab März wegfallenden Trainings- und Spielzeiten auf die Großspielfelder Röntgenstadion, Hackenberg, Neuenkamp und Düppelstraße verlegt werden. Da der Tennenplatz am Röntgenstadion aktuell eine geringe Auslastung aufweist (gemeldet sind bei der Stadt vier Mannschaften des VFL-Lennep) und keine Jugendmannschaften betroffen sind, ist eine Verlagerung der Nutzer des Tennenplatzes am Röntgen-Stadion möglich. Die betreffenden Sportvereine und der Fachdienst Sport und Freizeit der Stadt Remscheid werden nun im Nachgang zu dem Informationsgespräch die weiteren Details und Präferenzen für Trainingsort und –zeiten abstimmen und so sicherstellen, dass die sportlichen Bedürfnisse der Sportvereine ab März 2018 auch weiterhin berücksichtigt werden.