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Röntgen-Plakette 2018 für Prof. Dr. Franz Pfeiffer

Prof. Dr. Franz Pfeiffer.Am Samstag, 21. April, verleiht die Stadt Remscheid im Minoritensaal des Kulturzentrums „Klosterkirche“ in Lennep die Röntgen-Plakette 2018 an den deutschen Physiker Prof. Dr. Franz Pfeiffer, der seit 2009 an der Technischen Universität München Biomedizinische Physik lehrt und dort 2012 zudem - eine Rarität - als Professor in die Fakultät für Medizin berufen wurde. Die Laudatio hält Prof. Dr. Stephan Eisebitt vom Max-Born-Institut in Berlin. Staatssekretärin Annette Storsberg vom nordrhein-westfälischen Ministerium für Kultur und Wissenschaft wird ein Grußwort sprechen. Herzlich eingeladen zu dem Festakt sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, wie Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Prof. Dr. Ulrich Modder, der Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Deutschen Röntgen-Museum e. V. in der vergangenen Woche auf einer Pressekonferenz im Rathaus betonten (Anmeldungen unter Tel. RS 163384)

Der Plakettenausschuss der Fördergesellschaft hatte sich unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Metin Tolan, Dortmund, für Franz Pfeiffer als Preisträger ausgesprochen wegen dessen herausragenden Forschungen zur Entwicklung der Phasenkontrast-Bildgebung mit Röntgenstrahlen. Damit habe der Physiker über die biomedizinische Grundlagenforschung hinaus den Grundstein gelegt für eine Verbesserung der gesamten Palette der medizinischen Röntgen-Diagnostik in Mammographie, Radiographie und Computertomographie. Dank der neuen Technik könnten künftig Krankheiten wie Brust- oder Lungenkrebs, deutlich früher diagnostiziert werden.

Franz Pfeiffer wurde am 25. November 1972 in Kösching im oberbayerischen Landkreis Eichstätt geboren. Er studierte von 1993 bis1999 Physik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Nach Forschungs- und Lehraufenthalten am Institut Laue- Langevin und der Europäischen Synchrotronstrahlquelle ESRF (Grenoble, Frankreich), dem Center of Nanoscience (München) und der Universität des Saarlands (Saarbrücken) ging er 2003 als Gastwissenschaftler an der University of Illinois, Urbana-Champaign, USA, danach an das Lichtquelle Schweiz SLS, Paul Scherrer Institut in Villigen in der Schweiz. Dort wurde er 2005 zum Gruppenleiter ernannt. Die Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne berief ihn 2007 zum Assistenzprofessor. 2009 erhielt Pfeiffer einen Ruf als Physikprofessor auf den Lehrstuhl für Biomedizinische Physik am Institut für Physik der Technischen Universität München. 2017 wurde Pfeiffer zum Direktor der zwei Jahre zuvor gegründeten Munich School of BioEngineering (MSB) ernannt. Pfeiffer ist Autor von mehr als 250 wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Er hält zahlreiche Patente. Für seine Forschungen wurde er u.a. ausgezeichnet mit dem Dr. Eduard-Martin-Award der Universität Saarbrücken (2003), dem Nationalen Latsis Preis der Schweiz (2008), dem Röntgen-Preis der Universität Giessen (2010), dem mit einer Million Euro dotierten Gottfried-Wilhelm-Leibniz Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (2011) und dem Alfred Breit Preis der Deutschen Röntgengesellschaft (2017).

Mit der Röntgen-Plakette, die die Gesellschaft der Freunde und Förderer des Deutschen Röntgen-Museums und die Stadt Remscheid seit 1951 jährlich internationalen Wissenschaftler verleiht und die nun der 45 Jahre alte Professor aus München erhält, ist kein Preisgeld verbunden, sie sei „ein Ehrenpreis", sagt Dr. Uwe Busch, der Direktor des Röntgen-Museums und Mitglied der Fördergesellschaft, auf der Pressekonferenz im Rathaus. Gleichwohl sei die Röntgen-Plakette auch bei international bekannten Wissenschaftlern und Nobelpreisträgern sehr begehrt.

Beim Festakt am kommenden Samstag wird Prof. Dr. Franz Pfeiffer seinen Zuhörerinnen und Zuhörern auf verständliche Weise erklären, „wie der Wellencharakter von Röntgenlicht die medizinische Bildgebung verbessern kann“. Tags zuvor, am Freitag, wird er im Physikhörsaal des Röntgen-Gymnasiums anderthalb Stunden lang die Fragen von Schüler/innen beantworten und anschließend im Röntgen-Museum an der Eröffnung der Ausstellung „Fragments“ des britischen Künstlers Rupert Warren sowie an einer Museumsführung mit dem „Miniclub“ teilnehmen. (Rupert Warren, der in Remscheid lebt und arbeitet, hat die Renovierung des Röntgen-Geburtshauses begleitet und sein Gefühl für diesen Ort in der Kombination / Installation vieler Einzelbilder und Fragmente visualisiert. Siehe Foto rechts)

Zur Preisverleihung hat das Röntgen-Museum einen Flyer herausgegeben, in dem Dr. Uwe Busch die Forschungsergebnisse von Prof. Pfeiffer näher beschreibt:

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Bis 2021 nur noch 23 Spielhallen mit 243 Geräten

Seit dem 1. Dezember 2017 benötigt der Betreiber einer Spielhalle in Nordrhein-Westfalen eine gesonderte spielhallenrechtliche Erlaubnis nach § 24 des Glückspielstaatsvertrages (GlüStV). Diese kann nicht erteilt werden, wenn sich die Spielhalle in einem baulichen Verbund mit anderen Spielhallen (Mehrfachkonzession) befindet, ein bestimmter Mindestabstand zu einer anderen Spielhalle von 350 Meter nicht eingehalten wird oder die Spielhalle in der Nähe von Schulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe betrieben werden soll. Näheres regelt ein Erlass des Ministeriums für Inneres und Kommunales des Landes NRW. Darauf hat sich die SPD-Ratsfraktion bezogen, als sie am 15. März die Verwaltung um Auskunft bat, ob unter Berücksichtigung dieses Erlasses die Schließungen von Spielhallen angeordnet worden sei.

Zur Sitzung des Ausschusses für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung am 24. April liegt die Antwort vor. Demnach hat die Stadt Remscheid in fünf Fällen die Erteilung einer glücksspielrechtlichen Erlaubnis abgelehnt. Zitat: „Diese Spielhallen sind daher zu schließen. Dies ist gegenwärtig noch nicht vollzogen, da auch insgesamt fünf Klagen anhängig sind.“ In den Fällen, in denen mehrere Spielhallen innerhalb des Mindestabstandes liegen, wurden der Entscheidung nach Angaben der Verwaltung folgende Kriterien zugrunde gelegt: Keine Beschwerden zu unerlaubten Glücksspielen bekannt, Einhaltung der Öffnungszeiten, Übereinstimmung der tatsächlichen Flächen mit den Vorschriften der Spielverordnung, keine illegalen Unterhaltungsgeräte, keine Sportwettterminals, keine unerlaubten EC-Kartenautomaten, keine internetfähigen Computer.

Bei den Hallen, „bei denen die Voraussetzungen für die Erteilung einer glücksspielrechtlichen Erlaubnis nicht vorlagen, die aber rechtserhebliche Billigkeitsgründe geltend gemacht haben, wurden mit den Betreibern einvernehmliche Abschmelzungskonzepte vereinbart“, so die Verwaltung weiter. Damit verbleiben zum 30. Juni 2021 noch 243 Geräte (von 437 Geräten zum 30.11.2017). Zum 30.11.2017 existierten in Remscheid 39 Spielhallen. Von diesen sind fünf versagt und 34 genehmigt worden, allerdings z.T. mit kurzen Betriebsfristen. Fazit der Stadt: „ Bis zum Ablauf des Glückspielstaatsvertrages am 30. Juni 2021 werden planungsgemäß noch 23 Spielhallen verbleiben.“

Beschaulicher Frühlingsmarkt in Lennep

Es stimmte: Nachdem sich die Regenwolken verzogen hatten, blühte Lennep förmlich auf. Und die Blumen auf dem Alter Markt leuchten in Rot, Gelb und Blau unter den Strahlen der Sonne. Akkordeonmusik begleiteten gegen Mittag die Besucher des verkaufsoffenen Sonntags „Lennep blüht auf“. Den hatte Lennep Offensiv e.V. organisiert und bei der Stadt Remscheid beantragt. In einer Sondersitzung  des Rates der Stadt war der Jahrmarkt am 9. April genehmigt worden. In den Antrag von Lennep Offensiv e.V. war von acht großflächigen Ständen mit Blumen und Accessoires für Haus und Garten die Rede und von voraussichtlich 14 geöffneten Geschäften. Man rechne mit 3.000 bis 4.000 Besucher auf einer Verkaufsfläche von mindestens 1.500 Quadratmetern, deutlich mehr als die 372 Quadratmeter Verkaufsfläche der Geschäfte. Eine Besucherzahl, die bis 17 Uhr womöglich doch noch erreicht wurde, denn das Wetter lud zum Spazierengehen ein. In Der Zeit zwischen 11 und 11.30 Uhr, als dieses Video entstand, ging es auf dem Alter Markt allerdings recht beschaulich zu. Ein Blickfang waren neben den Blumen auch die ca. zehn historischen Zugmaschinen der Remscheider Treckerfreunde. Die jeweiligen Fahrzeugführer, zu erkennen an ihren blauen Jacken, verrieten gerne die technischen Einzelheiten.

Baustellenampeln in Vieringhausen bald weg

Aus erster Hand informierten sich gestern Vormittag Ratsmitglied Waltraud Bodenstedt und Ina Garweg, Geschäftsführung der Ratsgruppe der W.i.R., in der Remscheider Niederlassung der Open Grid Europe GmbH an der Reishagener Straße über den Fortgang der Arbeiten an einer neuen, fast sechs Kilometer langen Gasleitung im Bereich Hasten, Vieringhausen und Reinshagen. Die neuen Rohre im Durchmesser von 200 bis 250 Millimetern sollen den Teil der Hauptgasleitung aus dem vorigen Jahrhundert ersetzen, der buchstäblich „in die Jahre gekommen ist“. Dieser so genannte „Remscheider Ring“, der eigentlich die Form eines Dreiecks hat, verbindet die Anschlussstellen von Ferngasleitungen in der Lobach, in Lüttringhausen und Hackenberg mit dem Gasnetz der Stadtwerke Remscheid. Diese beziehen hierüber norddeutsches und niederländisches Erdgas der Klasse L.

Dass der südwestliche Teil der Remscheider Hauptgasleitung sanierungsbedürftig sind, war bereits vor einigen Jahren bei routinemäßigen Inspektionen aufgefallen, wie Betriebsingenieur Arno Benninghoff berichtete. Im September 2014 begannen die Arbeiten an der neuen Leitung, und Ende 2019 werden sie voraussichtlich beendet sein. Die  einzelnen Bauabschnitte seien mit der Stadt Remscheid exakt abgesprochen und müssten phasenweise von dieser auch genehmigt worden, sagte Bauleiter Jörg Heykes von der Firma Bohlen & Doyen GmbH. Acht Mitarbeiter der Firma aus Wiesmoor in Ostfriesland verlegen die neuen Rohre im Auftrag der Essener Open Grid Europe GmbH. Als Tochterfirma E.ON Ruhrgas wurde die eigenständige Netzbetreibergesellschaft 2004 gegründet.  Seit dem 23. Juli 2012 gehört Open Grid Europe einem Konsortium internationaler Investoren, darunter auch eine Tochtergesellschaft der Münchner Rück AG. Open Grid Europe ist heute mit rund 1.450 Mitarbeitern und 450 internationalen und nationalen Kunden Deutschlands führender Erdgastransporteur.

Oberbauleiter der Firma in Remscheid ist Karl-Heinz Schulmeistrat. Er hält engen Kontakt zu den anderen Versorgern, deren Leitungen neben, unter und zum Teil auch über der alten / neuen Gasleitung liegen. Und er kennt die Gerüchte aus der Bevölkerung, die Leitungsbauer seien nicht die schnellsten. „Ganz falsch“, widersprach beim Termin mit der W.i.R., an dem der Waterbölles teilnahm, OpenGrid-Pressesprecher Helmut Roloff. Sie scheinbaren „Ruhepausen“ seien der Sicherheit geschuldet. Denn sobald ein neuer Rohrabschnitt fertig verlegt und verschweißt ist, muss geprüft werden, ob er auch dicht ist. Dazu wird der mit Wasser gefüllt. Das muss sich erst zwei bis drei Tage „beruhigen“, bevor der Druck im Rohrinneren auf dem späteren Gasdruck erhöht werden kann (noch einmal zwei bis drei Tage). Und dann muss das Wasser natürlich auch wieder abgepumpt werden, bevor die Leitung mit einem Spezialgerät von innen getrocknet werden kann. Erst danach kann der fertige Rohrabschnitt an die Hauptleitung angeschlossen werden und den Gastransport zum Abnehmer Stadtwerke Remscheid übernehmen.

Die gute Nachricht in dem gestrigen Gespräch:  An der Kreuzung Vieringhausen / Solinger Straße wird Open Grid Ende nächster Woche die Baustellenampeln abbauen lassen können. Dann zieht die Baukolonne weiter Richtung Reinshagen. Der Abschnitt Edelhoffstraße /Hastener Straße kommt erst 2019 an die Reihe – als letzter. „Zu den Anwohnern hatten wir eigentlich immer ein gutes Verhältnis“, berichtete Karl-Heinz Schulmeistrat. Mit einer Ausnahme: Offenbar, weil längere Staus vor dem Ampeln an den Nerven der Autofahrer genagt hatte, kam es im gegenwärtigen Baustellenbereich zu Sachbeschädigungen an Baggern (zerbrochene Scheiben), und Beschimpfungen von Mitarbeitern, und es flogen Flaschen und Steine. Der Oberbauleiter: „Dabei machen die Mitarbeiter doch auch nur ihren Job!“ Für solche Anfeindungen habe er keinerlei Verständnis. Da mussten ihm Waltraud Bodenstedt und Ina Garweg Recht geben.

Ein "Informationspaket", aber drei Termine

Zwei Großprojekte vor der entscheidenden Phase“, titelte der Waterbölles am 6. März, nachdem bekannt geworden war, dass die Stadtverwaltung – den Neubau einer Rettungswache neben dem Rathaus, verbunden mit einem Erweiterungsbau, und den Neubau des Berufskollegs Wirtschaft & Verwaltung. „im Rahmen von formalen EU-Ausschreibungsverfahren als erweiterte Totalunternehmer-Modelle“ realisieren will. Eine oder je eine Lenkungsgruppe mit Vertreter/Innen des Rates und der Verwaltung soll die wesentlichen Entscheidungen im Vergabeverfahren begleitet.

Einzelheiten erfuhren die Ratsmitglieder am 7. März im Schulausschuss, am 13. März in Bauausschuss und am Donnerstag im Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschuss, und zwar in allen drei Fällen von Rechtsanwalt Dr. Marc Dinkhoff von der Wolter & Hoppenberg Rechtsanwälte Partnerschaft mbB aus Münster und von Thomas Mandt, Gebietsleiter der VBD Beratungsgesellschaft in Köln. Und jedes Mal erläuterten sie, dass das gewählte Vergabeverfahren für die Stadt vorteilhaft sei, da es mit den Entwürfen gleich einen konkreten Festpreis verbinde. Es sei nicht ausgeschlossen, dass der Zuschlag auf eine einzige Firma fällt, die sich für beide Bauvorhaben beworben hat, sagte nach der Sitzung des Bauausschusses Thomas Judt, Chef des Gebäudemanagements, dem Waterbölles auf Nachfrage. Daraus könnten sich Synergieeffekte ergeben...

Der Begriff „Synergieeffekte“ beschreibt ein gegenseitiges Fördern, das zu gemeinsamem Nutzen führt, zu einer Win-Win-Situation so zusagen. Konkret: Hätten die beiden Experten nicht dreimal, sondern nur einmal nach Remscheid zu kommen brauchen, hätten Sie Arbeitszeit gespart und zugleich auch etwas für den Klimaschutz getan. Das gleich gilt für die Remscheider Kommunalpolitiker, die das Projekt demnächst begleiten werden. Doch dem, stand der politische Entscheidungsprozess entgegen. Und der verlangte nun einmal die Beteiligung der drei Grfemien. Nur gut, dass die beiden Gäste und ihre Mitarbeiter/innen die drei Termine am 7. Und 13. März sowie gestern nicht nach den üblichen Stundensätzen abrechnen können, sondern diese (und weitere) Präsenztage in Remscheid im Angebot von Wolter & Hoppenberg und VBD enthalten sind.

Problem: Verstärkte Kontrollen binden Personal

In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Donnerstag hat die CDU ihren vollmundig gestellten Antrag zur Behebung von Straßenschäden („Flickschusterei im Straßenbau“) sang- und klanglos zurückgezogen, nachdem Michael Zirngiebl, Chef der Technischen Betriebe Remscheid (TBR) – wie zuvor im TBR-Betriebsausschuss – dargelegt hatte, dass hier nicht Geldmangel das Hauptproblem ist, sondern auch der Mangel an Ingenieuren und Bauleitern. Und mangelnder Wettbewerb im Tiefbau. Das Problem, das Problem, dass die Stadt Remscheid das Geld für den Straßenbau gegenwärtig „nicht auf die Straße bekommt“, teilte sie übrigens mit zahlreichen Kommunen im Land. Dazu Stadtkämmerer Sven Wiertz gegenüber dem Waterbölles: „Geld gibt es aus dem laufenden Haushalt, hinzu kommen Rückstellungen aus Vorjahren, und künftig kann die Stadt aus der Maut für Bundesstraßen weitere Mittel erwarten!“

Was nicht heißt, dass für den notwendigen Straßenausbau Geld in erforderlichem Maße zu8r Verfügung stünde. Es gibt Straßen in Remscheid, die stehen schon seit 15 Jahren zur Sanierung an. Ausgegeben werden könnten in diesem Jahr 26,5 Millionen Euro (wenn die TBR alle Projekte schaffen. Zu wenig für alle Frostschäden, die sich auf den 429 Ki8lometern innerstädtischer Straßen Remscheids in den vergangenen Jahren angesammelt haben.

Das Personalproblem dürfte übrigens demnächst noch größer werden. Wenn in Remscheid der Breitbandausbau beginnt und innerhalb von zwei Jahren rund 1.000 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden. Das bedeutet dann unzählige Gräben in Straßen und Gehwegen (Gesamtlänge ca. 220 Kilometer)und für die Mitarbeiter der TBR höchste Aufmerksamkeit. Denn nicht alle Firmen, die die Telekom mit dem Verlegen der Kabel beauftragt, arbeiten erfahrungsgemäß so, wie sie müssten, weiß man bei den TBR. Ihre Erfahrungen mit den Kabelverlegern sind nicht die besten. „Wir arbeiten die Mängelliste bis heute ab!“, sagte Michael Zirngiebl. Deshalb werden TBR-Mitarbeiter den externen Bautrupps beim Breitbandausbau verstärkt auf die Finger sehen. Das Das aber bindet Personal, das dann bei anderen Projekten fehlt.

Neue Entwicklungspotenziale für Gewerbe

Pressemitteilung der Bezirksregierung Düsseldorf

Seit heute ist der Regionalplan Düsseldorf in Kraft. Denn mit der entsprechenden Bekanntmachung im Gesetz- und Verordnungsblatt des Landes löst der „Regionalplan Düsseldorf (RPD)“ den alten Gebietsentwicklungsplan von 1999 (GEP99) ab. Der RPD setzt die neuen Leitplanken für alle, die die Zukunft im Regierungsbezirk Düsseldorf gestalten wollen. In dem neuen Plan finden sich zum Beispiel Antworten auf folgende Fragen: Wie sollen sich Wirtschaft, Umwelt und Verkehr zwischen Emmerich und Remscheid, zwischen Niederkrüchten und Velbert in den nächsten 20 Jahren entwickeln? An welchen Standorten können für Unternehmen neue, attraktive Gewerbeflächen geschaffen werden? Wo müssen im Gegenzug Natur und Landschaft geschützt werden? An welchen Flächen kann man Wohnraum schaffen, der möglichst wenig weiteren Verkehr auf überlastete Straßen bringt? Wie kann die Region den Erfordernissen des globalen Klimawandels Rechnung tragen und damit auch ihrer Verantwortung für kommende Generationen?

Mehrere Jahre hat die Erarbeitung des komplexen Planwerks gedauert. Denn angesichts der vielfältigen räumlichen Nutzungsinteressen in der überwiegend stark verdichteten Region mussten viele Belange, Meinungen und Positionen detailliert analysiert und bewertet werden. Die Stellungnahmen von Bürgerinnen und Bürgern, Kommunen und Verbänden galt es auszuwerten. In den Planungsprozess einbezogen wurden auch die Ergebnisse der Umweltprüfung. Diese erfasst und bewertet die Auswirkungen des Regionalplans, u.a. auf Tiere, Pflanzen, den Menschen, auf Boden, Wasser, Klima. Die Umweltprüfung trägt somit über den RPD hinaus dazu bei, dass Ziele des Umweltschutzes in der Planung berücksichtigt werden.

Am 14. Dezember 2017 hatte der Regionalrat mit dem Aufstellungsbeschluss dann die Schlüsselentscheidung getroffen. Die Vorlage hierfür umfasste 21 Aktenordner. Aus der nachfolgenden Rechtsprüfung bei der Landesplanungsbehörde ergaben sich in keinem Punkt Bedenken, so dass der Plan nun bekannt gemacht werden konnte.  Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher zeigte sich entsprechend hoch erfreut: „Das ist eine Bestätigung der sachorientierten Arbeit des Regionalrates und des guten Zusammenwirkens von Politik und Verwaltung. Wichtig ist mir aber vor allem, dass Kommunen, Unternehmen, Verbände und natürlich die Bürgerinnen und Bürger nun einen verlässlichen, umweltgerechten Rahmen zum Beispiel für neue Wohn- und Gewerbeprojekte haben. Das wird unsere attraktive und wirtschaftlich starke Region weiter voranbringen.“

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Neubau für Lüttringhauser Bibliothek?

Pressemitteilung des Heimatbundes Lüttringhausen

Die Tatsache, dass die Stadtteilbibliothek Lüttringhausen am gegenwärtigen Standort weder Besuchertoilette noch einen barrierefreien Zugang zu den Bücherregalen bereithält, ist mittlerweile Thema sowohl in der Bezirksvertretung Lüttringhausen als auch im Beirat für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. So hat die Bezirksvertretung auf Antrag der SPD-Fraktion die Verwaltung mit der Ermittlung der Kosten beauftragt, die anfallen würden, wenn man die obengenannten Defizite behöbe, während Karl Heinz Bobring, langjähriges Mitglied und stellvertretender Vorsitzender des Beirates, in dessen Sitzung am 28.2.2018 von seiner Besichtigung der Bibliothek in der Gertenbachstraße berichtete. Barrierefreiheit dort herzustellen, so Bobrings Einschätzung, bedeute Einbau eines Aufzuges; Einbau eines Aufzuges bedeute: kaum noch Platz für Bücher; installiere man Toiletten, führe das zu einer weiteren Platzverringerung.

Nachdem Nicole Grüdl-Jakobs, die Leiterin des Kommunalen Bildungszentrums, im Gespräch mit dem Lüttringhauser Anzeiger (s. Ausgabe vom 19.10.2017) hat durchblicken lassen, sie sei dankbar für jeden Standortvorschlag, und nachdem zwei Umzugsadressen wegen inzwischen realisierter, anderweitiger Nutzungen nicht mehr in Frage kommen, regt der Heimatbund Lüttringhausen folgendes an:

Für den Fall, dass es bis zum 28.2.2020 – bis spätestens zu diesem Termin muss entschieden sein, ob der Mietvertrag für das derzeitige, dürftige Domizil bis 2026 weiterlaufen soll – nicht gelingt, eine passende Raumalternative im Bestand ausfindig zu machen, ist die Stadt gut beraten, wenn sie eine Option in petto hat. Deshalb plädiert der Heimatbund dafür, im Rahmen der Aufstellung des Be­bauungsplanes Nr. 668 - Gebiet: Am Schützenplatz – die rechtliche Grundlage für die Errichtung eines Mehrfamilienhauses zu schaffen, dessen Dimensionierung eine zeitgemäße Unterbringung der Biblio­thek erlaubt.

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Nächtliche Randale im Allee-Center beschäftigt Politik

Berichte in den lokalen Medien über nächtliche Randale und Sachbeschädigungen im Allee-Center veranlasste die CDU-Fraktion zu einer Anfrage zur gestrigen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Der drängende Tonfall, den der CDU-Fraktionsvorsitzende Jens Peter Nettekoven darin anschlug, konnte den Eindruck erwecken, als habe die Stadtverwaltung auf diese Vorgänge nicht reagiert. Zitat: Achselzucken ist keine angemessene Antwort auf Randale und Pöbeleien. Wir erwarten von der Stadtspitze, dass dem Allee-Center, das nicht nur für unsere Innenstadt eine große Bedeutung hat, und den dort tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geholfen wird. (...) Auch wir sehen mit Sorge, dass sich das Allee-Center aufgrund randalierender und pöbelnder Gruppen von zumeist Jugendlichen zu einem sozialen Brennpunkt entwickeln könnte in dem Bereich vom Teo Otto Theater zum Allee-Center und zwischen Allee-Center und Theodor-Heuss-Platz.“

Als sozialer Brennpunkt (Synonym für Problemviertel) werden nach einer Definition des Deutschen Städtetages von 1979 Wohngebiete bezeichnet, „in denen Faktoren, die die Lebensbedingungen ihrer Bewohner und insbesondere die Entwicklungschancen beziehungsweise Sozialisationsbedingungen von Kindern und Jugendlichen negativ bestimmen, gehäuft auftreten“, erläuterte in der gestrigen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses Sozialdezernent Thomas Neuhaus. Die Jugendlichen, die aktuell vermehrt, oder die Personen, die sich regelmäßig auf dem Theodor-Heuss-Platz oder auf der anderen Seite des Alleecenters aufhalten, und die aktuellen Vorfälle rechtfertigen „aus Sicht des Sozialdezernates sicherlich nicht ... die Einordnung als sozialer Brennpunkt, betonte Neuhaus.

„Öfter halten sich in der letzten Zeit Jugendliche in (größeren) Gruppen vor dem Alleecenter auf. Dieses Phänomen, dass Jugendliche,  insbesondere im Rahmen der Pubertät, sich in Peergroups (Gruppen von Gleichaltrigen) treffen und  selbstorganisiert Orte und Räume suchen, um sich auszuprobieren, ist eine normale Entwicklung“, fuhr der Sozialdezernent fort. Dies zeige sich regelmäßig und an unterschiedlichen Orten in der Stadt – leider auch manchmal der Gestalt, dass die Jugendlichen in dieser Entwicklungsphase auffallen und hierdurch Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erreichen wollen. „Es ist sinnvoll, dass sich der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) und der (einzige) Streetworker des Jugendamtes abstimmen und ein gemeinsames Vorgehen der Ansprache und Orientierung der Jugendlichen vereinbaren“, so Neuhaus weiter. Für diese Ausdrucksformen jugendlicher Entwicklung müsse die Abteilung "Jugendförderung" des Fachdienstes Jugend, Soziales und Wohnen ihr Handlungsfeld "Aufsuchende Jugendsozialarbeit" überarbeiten - auch ein Thema für die freien Träger der Jugendhilfe  in der Arbeitsgemeinschaft AGOT. Mögliches Ziel: die Hinführung dieser Jugendlichen zu den Freizeitangeboten in „Gelber Villa“ und Kraftstation. Neuhaus weiter: „Im Bedarfsfall sollten aber auch ergänzende passgenaue Angebote für diese Gruppen entwickelt werden (z.B. soziale Gruppenarbeit).“

„Insgesamt unbefriedigend“ befand Bezirksbürgermeister Otto Mähler die gegenwärtige Situation: „Die alten Leute trauen sich nicht mehr ins Allee-Center! Da muss was passieren!“ Und Fritz Beinersdorf (Linke) forderte ebenso wie Sven Wolf (SPD) ein „alternatives Aufenthaltsangebot für Jugendliche in der Innenstadt“. Eine solche Anlaufstelle fehle, seit die Stadt das Jugendcafé RIC am Markt aus Kostengründen geschlossen habe, kritisierte Beinersdorf.  Thomas Neuhaus hielt entgegen, das gegenwärtige Phänomen lass sich durch ein neues RIC nicht einfangen.

Auf die Frage der CDU-Fraktion, zu wie vielen Einsätzen die Polizei in jüngster Zeit habe ausrücken müssen und wie oft und an welchen Tagen von ihr die Schließung des Durchwegs im Allee-Center (Anm. außerhalb der Geschäftszeiten) angeordnet worden sei, antwortete gestern Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke: „Eine Einsatzrecherche bei der Polizei hat ergeben, dass seit Jahresbeginn 18 Einsätze wegen „Randalierer, Körperverletzung, Belästigung, Hausfriedensbruch“ zum Allee-Center gefahren wurden. Die Polizei hat dreimal aus gegebenem Anlass den Durchgang am Allee-Center sperren lassen.

Im Ausschuss für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung (BUKO) habe Ordungsamtsleiter Beckmann am 21. November 2017 berichtet, dass von den bis dahin geplanten 40 gemeinsamen Streifen mit der Polizei 28 stattgefunden hätten,  fuhr Barbara Reul-Nocke fort. Sieben seien vom KOD und fünf von der Polizei abgesagt worden. Der KOD habe bis dahin 188 Streifengänge in der Alleestraße und der Umgebung durchgeführt. Der Weihnachtsmarkt (und damit auch der Zugang zum Allee-Center) sei zweimal täglich (auch samstags) kontrolliert worden. Seit der Sitzung des BUKO am 21. November seien 20 gemeinsame Streifen mit der Polizei geplant worden, von denen dann aber drei durch die Polizei und eine durch den KOD abgesagt worden seien. „Somit haben 16 gemeinsame Streifen stattgefunden!“ Der KOD habe den Innenstadtbereich, dazu gehören auch die Zugänge ins Allee-Center vom Rathausplatz und vom Teo Otto Theater, an insgesamt 71 Tagen teilweise mehrfach täglich kontrolliert, insgesamt seien in diesem Zeitraum 151 Streifengänge registriert. Die Dezernentin: „Die Kontrollen finden überwiegend tagsüber statt, es sind 14 Kontrollen nach 20 Uhr registriert. Seit Schließung des Einzelhandelsgeschäfts ‚Netto‘ am Markt hat sich die Szene der Trinker vermutlich in Richtung Allee-Center verlagert, da im „Real“ bis in die Abendstunden Alkohol nachgekauft werden kann.“ Da es sich bei dem Durchgang im Allee-Center um eine Privatfläche handele, obliege die Kontrollpflicht im Übrigen dem Eigentümer, betonte Barbara Reul-Nocke. Dieser habe dafür bis in die Abendstunden einen Wach- und Schließdienst engagiert, „aber nicht nachts!“

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Zweiter Workshop zu Musik und Festivals

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Mit dem Workshop zum Themenfeld „Musik und Festival“ startete am 10. April  in Remscheid die Kulturkooperative im Bergischen Städtedreieck in die zweite Runde. Verantwortliche der musischen Institutionen und Verbände, Festivalveranstalter sowie politische Vertretungen der Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal arbeiteten am Ideenaustausch und an konkreten Vorschlägen für zukünftige, gemeinsame Formate im Bereich der Musik. Ausgangspunkt der Diskussion waren die zuvor in Einzelgesprächen ermittelten Anknüpfungspunkte zur gemeinsamen Planung sowie die Stärken und Schwächen in der kulturellen Zusammenarbeit der drei Städte.

Die rund 30 Workshop-Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommentierten die in einem Vortrag von Oliver Scheytt vorgestellten Erkenntnisse. Einigkeit bestand darin, dass bestehende und auch neue kooperative Aktivitäten verstärkt werden sollten. Diskutiert wurden Gemeinschaftsveranstaltungen, der Austausch von Ensembles, städteübergreifende Kommunikationsplattformen, ein gemeinschaftliches auf unterschiedliche Zielgruppen ausgerichtetes Kulturmarketing sowie kulturtouristische Kampagnen. In drei Arbeitsgruppen „Musik“, „Festival“ und „Politische Instrumente und Rahmenbedingungen der Kooperative“ wurden bisherige Schwierigkeiten reflektiert und mögliche gemeinsame Lösungen gesucht. Die anwesenden Kulturakteure und politischen Vertretungen haben so unter Moderation der Kulturdezernenten vielfältige Stärken, Schwächen sowie Chancen und Risiken bisheriger und potenzieller Kooperationen zusammengetragen.

Es herrschte ein großes Interesse unter den Anwesenden, zukünftig innerhalb von Projekten verstärkt mit anderen Akteuren zusammenzuarbeiten, auch um knappe Ressourcen effektiver zu nutzen und weitergehende Fördermöglichkeiten in Anspruch nehmen zu können. Für den Verlauf des Jahres 2018 sind weitere Workshops zur Kooperationsstrategie sowie den Themen „Bühne“ und „Kulturelle Bildung“ geplant.