Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

SPD sieht Südbezirk bei Wahl benachteiligt

Der § 4 des Kommunalgesetzes für Nordrhein-Westfalen sieht vor, dass der Wahlausschuss der Gemeinde spätestens 52 Monate nach Beginn der Wahlperiode das Wahlgebiet in Wahlkreise einteilt. Die Stadt Remscheid ist bei der Kommunalwahl in 26 Wahlbezirke unterteilt, wovon sich elf im Stadtbezirk Alt-Remscheid, fünf im Stadtbezirk Süd, sechs im Stadtbezirk Lennep und vier im Stadtbezirk Lüttringhausen befinden. Die Einteilung des Wahlgebietes erfolgt nach der Einwohnerzahl, dabei ist es zulässig, in einem Wahlbezirk bis zu 25 Prozent vom Durchschnitt nach unten und nach oben abzuweichen. Zielsetzung nach dem Gesetz ist es jedoch, diese Spannen möglichst gering zu halten, so dass je Wahlbezirk eine vergleichbare Zahl von Einwohnern erfasst ist.

Die Broschüre  „Remscheider Einwohner/innen am 30. September 2016“, die Stadt Remscheid am 30. November 2016 in der Reihe der „Informationen der Statistikstelle“ veröffentlichte, zeigt auf, dass die Die Abweichungen vom Durchschnitt noch innerhalb der gesetzlichen Toleranzen liegen. „Es besteht jedoch bereits jetzt ein offensichtlicher Widerspruch darin, dass der Stadtbezirk Süd trotz höherer Einwohnerzahl als Lennep, nur fünf Wahlkreise umfasst. Der Stadtbezirk Lennep besteht hingegen aus sechs Wahlkreisen“, stellt der SPD-Fraktionsvorsitzende Sven Wolf fest. Auch und gerade vor diesem Hintergrund hat die SPD-Fraktion zur Sitzung des Rates am 30. November die Verwaltung um Antwort auf folgende Fragen gebeten: „Wann beabsichtigt die Verwaltung ihren Bericht zur Einteilung des Wahlgebietes nach § 4 des Kommunalwahlgesetzes dem Wahlausschuss zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen? Ist bereits abzusehen, dass es zu einer Neueinteilung des Wahlgebietes kommen muss? Ist aufgrund von Erkenntnisse aus den Wahlen zum Landtag Nordrhein-Westfalen und zum Deutschen Bundestag – bspw. nach Bürgeranregungen – beabsichtigt, die Standorte von Wahllokalen zu überprüfen bzw. zu verändern?“

Elektro-Spezialist Druseidt expandiert am Hohenhagen

Wo bisher der Karosseriebetrieb Kuhlen auf dem Hohenhagen an Pkw und Lkw Unfallschäden reparierte, lässt die Firma Druseidt - Elektrotechnische Spezialfabrik GmbH & Co. KG zurzeit für 2,5 Millionen Euro eine neue Lagerhalle bauen, nur einen Steinwurf entfernt von ihrer Betriebsstätte an der Neuenkamper Straße. Das Unternehmen gehört nach eigenen Angaben zu den alteingesessenen Remscheider Industriebetrieben und wurde bereits vor 1890 gegründet. Einen Namen machte sich die Firma durch Entwicklungen und Reichspatente im Bereich der Schaltanlagen und Installationstechnik, z. B. Schalttafelklemmen und Sicherungselemente. Das Angebot umfasst einige tausend Serienartikeln und eine Vielzahl kundenspezifischer Konstruktionen, speziell für die Stromübertragungstechnik.  Die neue, 1400 Quadratmeter große Lagerhalle steht auf einem insgesamt 5500 Quadratmeter großen Gelände, so dass ausreichend Platz bleibt für Parkplätze. Beides schafft am Produktionsstandort nebenan mehr Platz für die Produktion und in einem weiteren Schritt auch für neue Produktionshallen.

 

Aus für Tennenplatz am Röntgen-Stadion

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Der Ausbau der Kreuzung Ringstraße – Rader Straße in Remscheid-Lennep wird ab März des kommenden Jahres fortgeführt: Die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) müssen innerhalb des Bauablaufes des Kreuzungsausbaus zunächst vor dem Straßenbau die notwendigen Leitungsverlegungen vornehmen. Hierbei handelt es sich um die Leitungsnetze der TBR, der EWR, der Telekom und der Stadt Remscheid. Da die Leitungen im neuen Gehweg der Ringstraße am Tennenplatz des Röntgen-Stadions verlegt werden und der künftige Gehweg ca. drei Meter über dem Sportplatz liegen und mit einer Stützmauer 6,25 Meter in das Grundstück des Tennenplatzes hereinragen wird, kann mit Beginn dieser Baumaßnahme der städtische Tennenplatz für den Trainings- und Spielbetrieb nicht länger genutzt werden. Michael Zirngiebl von den TBR, Martin Sternkopf vom Fachdienst Sport und Freizeit sowie Sportdezernent Thomas Neuhaus erläuterten vorgestern in der VIP-Lounge des Röntgenstadions den Vertretern der Sportvereine, des Sportbundes und des Fußballkreises Remscheid die Sachlage.

Die Stadt Remscheid verfügt über ausreichende freie Kapazitäten für die Verlagerung des Trainings- und Spielbetriebes. Insofern konnte am Montag den betroffenen Vereinen auf der Basis der dem Sportamt gemeldeten Mannschaften bereits ein beispielhaftes Verlagerungsszenario vorgestellt werden. Demnach können die ab März wegfallenden Trainings- und Spielzeiten auf die Großspielfelder Röntgenstadion, Hackenberg, Neuenkamp und Düppelstraße verlegt werden. Da der Tennenplatz am Röntgenstadion aktuell eine geringe Auslastung aufweist (gemeldet sind bei der Stadt vier Mannschaften des VFL-Lennep) und keine Jugendmannschaften betroffen sind, ist eine Verlagerung der Nutzer des Tennenplatzes am Röntgen-Stadion möglich. Die betreffenden Sportvereine und der Fachdienst Sport und Freizeit der Stadt Remscheid werden nun im Nachgang zu dem Informationsgespräch die weiteren Details und Präferenzen für Trainingsort und –zeiten abstimmen und so sicherstellen, dass die sportlichen Bedürfnisse der Sportvereine ab März 2018 auch weiterhin berücksichtigt werden.

Herbststimmung statt Altweibersommer

Pressemitteilung des Wupperverbandes

Statt eines sonnigen Altweibersommers brachte der September im Wuppergebiet schon herbstliche Stimmung und viel Regen. Wie die Niederschlagsauswertung des Wupperverbandes zeigt, lagen die Regenmengen an allen Messstellen über dem Durchschnitt. Trocken blieb es je nach Messstation nur an neun bis elf Tagen.

Der meiste Regen fiel im Oberbergischen: Mit 178 Litern regnete es an der Messstelle Kläranlage Radevormwald 74 Liter oder sieben Wassereimer pro Quadratmeter mehr als im Durchschnitt. Vergleichsweise trocken blieb es noch in Leverkusen. Doch mit 71 Litern pro Quadratmeter lag die September-Regenmenge, gemessen im Gemeinschaftsklärwerk Leverkusen, auch immerhin noch sieben Liter über dem dortigen Durchschnitt. Mit 157 Litern gehörte die Kläranlage Buchenhofen in Wuppertal zu den regenreichen Messstellen im Wuppergebiet. Hier lag die Regenmenge um 76 Liter über dem September-Durchschnitt.

An der Bever-Talsperre war es mit 151 Litern pro Quadratmeter um 52 Liter nasser als im Durchschnitt. Die Messstelle Kläranlage Burg in Solingen-Unterburg verzeichnete im September mit 120 Litern ein Plus von 12 Litern gegenüber dem Durchschnitt. An der Messstelle Lindscheid / Große Dhünn-Talsperre übertraf die Regenmenge mit 116 Litern den Durchschnitt um 21 Liter. Der nasseste Tag des Monats war Freitag, der 8. September. An diesem Tag lagen die Regenmengen über der 30-Liter-Marke, zum Beispiel bei 38 Litern pro Quadratmeter in Buchenhofen und bei 36 Litern an der Großen Dhünn-Talsperre. Eine Tabelle mit den Niederschlagsdaten finden Sie auf http://www.wupperverband.de/internet/web.nsf/id/li_de_pm_niederschlag_september2017.html. (Susanne Fischer)

"Baby-Lauf" und Ultra-Marathon stark nachgefragt

'Der Röntgenläufer' von Rudolf Schöberlein „Im Bergischen sagt man, dass eine Veranstaltung, die mehr als zweimal stattgefunden hat, eine Traditionsveranstaltung ist. Wenn das stimmen sollte, wie stuft man dann den Röntgenlauf ein?“, beginnt das Grußwort von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz in der 30-seitigen Programmheft zum 17. Röntgenlauf am 29. Oktober und damit, wie schon seit Jahren, am letzte Oktoberwochenende. Doch etwas ist diesmal anders: „Das sportliche Highlight im Bergischen Land schlechthin“ (der OB gestern in einer Pressekonferenz im Rathaus) fällt diesmal in die Herbstferien. Und noch dazu auf ein Wochenende, das sich für einen Kurzurlaub anbietet. Denn der Dienstag, 31. Oktober, ist diesmal ausnahmsweise bundesweit ein Feiertag aus Anlass des Jubiläums der Reformation.

Der ausrichtende Röntgen Sport Clubs e.V. – gestern im Rathaus vertreten durch Sportdezernent Thomas Neuhaus (Vorsitzender), Wolfgang Görtz (Vorstandsmitglied) Katharina Tomaszek (Leiterin des Röntgenlaufbüros)  und Bernd Fiedler (Mitglied) – teilt denn auch die Prognose des Oberbürgermeisters, dass in diesem Jahr bei den Teilnehmern die 4.000-er Marke nicht erreicht wird. Gleichwohl kamen keine Zweifel auf, dass die Erfolgsgeschichte fortgeschrieben werde. Denn allein gestern gingen online weitere 200 Anmeldungen ein; damit waren’s dann für Crossläufe, 5 km und 10 km Läufe, Walking, Halbmarathon, Marathon, Ultra-Staffel , Ultramarathon  insgesamt 2.134. Und selbst noch eine Stunde vor dem Start sind noch Anmeldungen möglich, sofern für die gewählte Strecke noch Startplätze frei sind. Also nicht nur bei der Pasta-Party am Vortag (16 bis 20 Uhr)! Von diesen Möglichkeiten machten in den vergangenen Jahren zunehmend Läufer/innen Gebrauch, insbesondere die „Crossläufer“ (nach einer Wetter-Recherche).

Auch bei den Läufen zwischen 400 Meter und zehn Kilometern und bei den Anmeldungen Remscheider Schulen sehen die Veranstalter „noch viel Luft nach oben“ im Vergleich zu früheren Teilnehmerzahlen. Dagegen ist der Ultra-Marathon stark nachgefragt: „Bislang liegen hierfür 334 Anmeldungen vor, nur zehn weniger, als 2016 an den Start gingen“, freute sich Katharina Tomaszek. Und auch darüber, dass diesmal erstmals auch zwei Läufer aus Finnland anreisen  werden. Des Weiteren auf der internationalen Gästeliste stehen 23 Niederländer, zwölf Franzosen, sechs Schweizer, zwei aus Russland und je ein Teilnehmer aus England, den USA und Polen.

Die Zahl der Läufer/innen beim „Fit dank Baby“-Lauf (samt Baby im Kinderwagen) über fünf Kilometer wird in diesem Jahr bei 75 gedeckelt sein. Heißt: Neun Plätze waren gestern noch frei, und einen davon ließ spontan Thomas Neuhaus für sich reservieren. Für ihn ist der Röntgenlauf ebenso ein persönliches Muss wie für den OB. Der hat seit 2008 keinen ausgelassen und verschob deswegen auch den Kurzurlaub, mit dem er bis zu einem Blick in den Kalender geliebäugelt hatte. Neuhaus: „Dass Sie nicht dabei sein könnten, hätte auch niemand geglaubt!“ Mast-Weisz wird also wieder am Morgen den Startschuss geben und am Nachmittag die Siegerehrungen vornehmen.

Das neue Siegerpodest, eine Arbeit der Arbeit Remsceid gGmbH, groß genug auch für Staffeln.Was neu ist an diesem 17. Röntgenlauf:

  • Den Wäschetransport - die ausgegebenen Kleidersäcke (ca. 2.000 Kleidersäcken zum Halbmarathonziel im Clemenshammer und ca. 500 Kleidersäcken zum Marathonziel im Freibad Eschbachtal) hängen in einem Lkw frei an Gestellen - hat anstelle der in Konkurs gegangenen Spedition Flesche die Spedition Mäuler zugesagt (auch für die kommenden Jahre).
  • Der Sportbund Remscheid und die Arbeit Remscheid übernehmen je einen Vewrpflegungsstand. Von der Arbneit Remscheid stammt übrigens auch das neue Siegerpodest, groß genug auch für Staffeln (Foto)
  • Zum Rahmenprogramm für alle, die selbst nicht mitlaufen, wird die Remscheider Hudora GmbH, Hersteller von Sport-, Spiel- und Freizeitprodukten, erstmals  mit dem Action-Parcours „Hugodrom“ beitragen. Dort können dann verschiedene Spielgeräte ausprobiert werden, zum Beispiel das neue Smashball, Slacklines und kleine Fitnesstrampoline. Das gilt auch für die E-Bikes von bike-tec-sports aus Hückeswagen.
  • Die Erzquellbrauerei aus dem bergischen Wiehl unterstützt den Röntgenlauf mit 2000 Flaschen ihres alkoholfreien Landbiers "Bergischer Sportsfreund". Diese werden im Halbmarathon- und Ultramarathonziel (evtl. auch im Marathonziel) ausgegeben. Die Startnummer gilt hierbei als Gutschein für jeweils eine Flasche.
  • Intensiviert werden die Sicherheitsvorkehrungen, wie Sportamtsleiter gestern Martin Sternkopf berichtete. Die seien mit Polizei und Ordnungsbehörde abgesprochen. So werde es beispielsweise weitere Absperrungen mit Lkw geben.

Großen Wert legt der Röntgen Sport Club e.V. beim Röntgenlauf im Übrigen auf sein Konzept zum Schutz der Umwelt, für das er im Juni  den Klimaschutzpreis 2017 der Klima-Allianz Remscheid e.V. erhalt hat. Dabei sollen eine Vielzahl von Maßnahmen aus den Bereichen Mobilität, Abfallvermeidung und Energie dafür sorgen, dass hinwirken, dass der Röntgenlauf als eine der größten Landschaftslauf-Veranstaltungen Deutschlands klimaneutral wird. Um das zu erreichen, wird auf der vereinseigenen Internetseite für eine Mitfahrbörse für alle Anreisenden geworben. In Kooperation mit den Stadtwerken Remscheid kommen Shuttlebussen von den P+R-Parkplätzen zum Veranstaltungsgelände und zurück zum Einsatz sowie (zur Beförderung der Teilnehmer und Besucher) vom Veranstaltungsgelände zu und von den Start- und Zielbereichen. Und auch die Abfallvermeidung wird groß geschrieben: Für die Streckenmarkierung werden Naturmaterialien (Holzschnitzel) oder wiederverwendbare Schilder und abbaubare Sprühfarbe benutzt. Mehrwegbecher (Faltbecher) sollen Einwegbecher ersetzen bzw. Becher aus Hartpapier anstelle von Plastikbechern. Bei den T-Shirts für 4.000 Läufer/Innen und 500 Helfer/innen (ihnen dankte der OB gestern ganz besonders) wird auf eine Einzelverpackung aus PVC verzichtet. An den Verpflegungsstellen werden keine verpackten Lebensmittel ausgegeben, sondern nur unverpackte Müsliriegel und Marathonschnecken (gebacken durch lokalen Bäcker) sowie Bananen. Und wer Müll in die Natur „entsorgt“, muss mit seiner Disqualifikation rechnen.

SPD fordert Feinschliff für Ebertplatz-Planung

Mit dem städtebaulichen Wettbewerb zum Friedrich-Ebert-Platz will die SPD-Fraktion noch einmal die Fachausschüsse sowie den Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschuss beschäftigen. Ihr Antrag: In die Auftragsgespräche und der Planungsphase für den Wettbewerb seien weitere Anregungen und Ideen von Bürgerinnen, Bürgern und Politik einzubeziehen. Die Prüfungsergebnisse seien den Bürgerinnen und Bürgern wie auch der Politik vorzustellen. Die Information der Bürgerinnen und Bürger und der Politik sowie der Bericht über den Bearbeitungsstand hätten regelmäßig zu erfolgen. Die konkreten Forderungen der SPD:

  • Für die beiden Hauptwegbeziehungen zum Ämterhaus und zum Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium sei eine zusätzliche Überführung/Brücke über die Elberfelder Straße zu prüfen.
  • Die Fußgängerführung zur Engelspassage und über die Wilhelm-Schuy-Straße zur Alleestraße sei deutlich, klar erkennbar und attraktiv zu gestalten. Dies gelte auch für die Wegebeziehung zum Bökerspark.
  • Die Wartehäuschen auf dem Busbahnhof seien in der notwendigen Größe und Anzahl für Fahrgäste mit entsprechendem Windschutz und von der Ausführung leicht transparent zu gestalten.
  • Die Wegführung über den Friedrich-Ebert-Platz sei klar und behindertengerecht hervorzuheben und auf den Fußgängerüberweg und zur Alleestraße zu beziehen. Auch solle eine Notrufsäule installiert werden.
  • Die räumliche Fassung des Platzes sei für die Nutzer deutlich erkennbar auszuführen; z. B. auch unterhalb des als „Hockeyschläger“ ausgebildeten Überdaches. Zum Einfangen des Sonnenlichts von Süden könnten z. B. Sitzstufen (Treppe) eingeplant werden. Außenplätze vor dem geplanten Gebäude seien verstärkt anzubieten, umso die Aufenthaltsqualität und Atmosphäre zu steigern (Angebote: Café, Fast-Food-Restaurant)
  • Das Material der Platzoberfläche sollte fußgängerfreundlich und eben sein. Die Oberfläche müsse sich gut reinigen lassen (Naturpflaster).
  • Die Bepflanzung des neugestalteten Platzes solle mit bergischen Pflanzen und in Richtung Bökerspark geplant werden.
  • In den öffentlichen Toiletten sei Platz für Behinderte und ein Wickeltisch vorzusehen.
  • Die zu- und Abfahrt zum Parkhaus ist im Wettbewerbsergebnis (1.Platz) über die Wilhelm-Schuy-Straße und zurück an der Commerzbank vorbei in Richtung Markt mit einer 180º Wende zurück zur Elberfelder Straße geplant. Hier seien Alternativen, evtl. ein direkter Durchstich zur Wilhelm-Schuy-Straße und Rückfahrt zum Friedrich-Ebert-Platz zu prüfen. Eine attraktivere Gestaltung der Wilhelm-Schuy-Straße u. a. als verkehrsberuhigte Straße sei aufzuzeigen.
  • Die Kreuzung Elberfelder Straße/Ludwigstraße sei als ampelloser Kreisverkehr mit Beipass für den Bus zu prüfen. Dies würde zu einer guten und notwendigen Wendemöglichkeit auf der Elberfelder Straße und einer Entschleunigung des Verkehrs für den geplanten Fußgängerüberweg führen.
  • Fahrradabstellplätze/E-Bikes  seien deutlich und quantitativ zu positionieren
  • Parkplätze für Behinderte und eine Ladestation/Elektromobilität seien an geeigneten Stellen einzurichten. Gegebenenfalls seien zusätzliche Parkplätze (Tiefgarage) vorzusehen.
  • Die Prüfergebnisse sind den Bürgerinnen und Bürgern wie auch der Politik vorzustellen.

Kinderspielflächen zeitgemäß weiterentwickeln

Zur Sitzung des Ausschusses für Schule am 8. November, des Jugendhilfeausschusses am 15. November  und des Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschusses am 16. November haben die Ratsfraktionen von SPD und Grünen sowie die Ratsgruppen von FDP und Wir den Antrag gestellt, die Verwaltung mit der Aktualisierung der Spielflächenplanung zu beauftragen. Dabei möge die Verwaltung insbesondere die demographische Entwicklung in den Einzugsgebieten der Spielflächen, den Spielflächenbedarf (einschließlich der Nutzung der Schulhöfe als Spielfläche) auf Ebene der Stadtbezirke und die derzeitige Finanzausstattung einbeziehen.  

Spielen ist ein Teil der Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen. Im Spiel erwerben sie Kompetenzen und Erfahrungen. Eine Spielfläche fördert die Bewegung und bietet Raum für Begegnungen. Das Ziel der Stadt Remscheid muss es unverändert sein, öffentlich zugängliche Spielmöglichkeiten für Kinder aller Altersgruppen in ausreichender Zahl und in erreichbarer Nähe zum Wohnort zu bieten und damit auch einen Beitrag zur Familienfreundlichkeit der Stadt zu leisten“, heißt es in der Begründung des Antrags. Die Spielflächenplanung aus dem Jahr 2015 weise eine Ungleichgewichtung innerhalb des Stadtgebiets aus. So ergebe sich für den Stadtbezirk Lennep ein Überhang an Spielflächen (einschließlich aller anrechenbarer Flächen) in Höhe von 22 Prozent, während für den Stadtbezirk Alt-Remscheid ein Defizit an Spielflächen in Höhe von 25 Prozent bestehe.

Die Antragsteller: „Die Zahl der Spielplätze hat in den zehn Jahren bis 2015 auf nunmehr knapp 150 öffentliche Spielplätze zugenommen. Gleichzeitig ging die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner in Remscheid zurück. Im besonderen Maße schrumpfte dabei die Zahl der jungen Einwohnerinnen und Einwohner. So reduzierte sich die Altersgruppe, durch die Spielflächen genutzt werden, um rund 20 Prozent. In einigen Stadtteilen ging die Zahl der Kinder und Jugendlichen sogar um mehr als 50 Prozent zurück. Mit den jüngsten Geburtenzahlen verlangsamte sich der Rückgang der Zahl der Kinder und Jugendlichen. Notwendige Instandsetzungen und Pflegearbeiten von Kinderspielplätzen können häufig nicht zeitnah durchgeführt werden. In der Folge müssen oftmals Spielgeräte abgebaut und/oder ganze Spielflächen aus Gründen der Verkehrssicherheit gesperrt werden. Mit den derzeit vorhandenen Mitteln kann rund alle zwei Jahre eine Spielfläche instandgesetzt werden. Es bedarf also eines Zeitraums von 280 Jahren, bis alle Spielflächen wenigstens einmal grundlegend instandgesetzt oder hergerichtet werden können!“

Aus Sicht der antragstellenden Gruppierungen ist es sinnvoll, die derzeitige Spielflächenplanung unter den vorgenannten Frage- und Problemstellungen zu hinterfragen. So könne es etwa zielführend sein, sich auf großflächige Kinderspielplätze mit einer entsprechenden Ausstattung zu konzentrieren, um die Spielflächen attraktiver und die Unterhaltung der Plätze wirtschaftlicher gestalten zu können. Kleine Restflächen böten unter diesem Gesichtspunkt womöglich „eine weniger sinnvolle Option“.

Fertigungstermin Ostern 2018 ist ambitioniert

Schuttberge werden bald abgetragen“, kündigte der Waterbölles am 9. September für das Grundstück Hastener Straße 22-26 an, wo bis zum Abbruch die Fabrikgebäude des in Konkurs gegangenen Gelände Spezialmaschinenherstellers Honsberg & Lamb gestanden hatten. Zu Ostern sollen dort,  so Projektentwickler Jens Jütten von der Fa. Schoofs aus Kevelaer,  ein Discounter („Netto“, bisher am Lindenberg-Platz), ein Fachgeschäft für Tiernahrung und -zubehör („Fressnapf“, bisher an der Elberfelder Straße) und – neu in Remscheid – ein Geschäft für Bio-Lebensmittel und Naturkosmetik („denn's Biomarkt“) eröffnet werden. Seit dieser Woche wird der Schutt tatsächlich zerkleinert. Die die von einem Bagger „gefütterte“ Maschine (im Hintergrund), so groß wie ein Sattelzug, kann die größeren Felsbrocken und Betonteile, die der Bauschutt enthält, nicht fassen. Da dürfte also noch viel zu tun sein.

Derweil hat auf dem Gelände weiter unterhalb der Bau einer Stütz- und Abtrennungsmauer begonnen sowie im östlichen Teil die Ausschachtungen für die Bodenplatten der neuen Gebäude, denen dann der den eigentliche Hochbau folgen wird. Letzterer werde dann zügig vonstattengehen, zeigte sich Jütten zuversichtlich, den ambitionerten Fertigungstermin Ostern 2018 einhalten zu können.

Trecknase: Vertrag mit Baufirma gekündigt

Pressmitteilung der Stadt Remscheid

Wie sich bereits in der letzten Woche abgezeichnet hat, traten im Bauablauf der Baumaßnahme Trecknase Probleme auf. Die ausführende Firma hielt die für die Bauausführung ausgeschriebenen Qualitäten beim Einbau der Schottertragschicht nicht ein. Die gesetzte Frist zur Nachbesserung der Einbauqualität wurde von der Firma nicht genutzt. Daher musste die Stadt Remscheid den Vertrag zum Ausbau der Trecknase mit der Firma mit sofortiger Wirkung aus wichtigem Grund kündigen.

Leider wird die unumgängliche Vertragskündigung zu einer zeitlichen Verzögerung beim Umbau der Trecknase führen. Um diese Verzögerung so gering wie möglich zu halten, bemüht sich die Stadt Remscheid derzeit, die Arbeiten vergaberechtskonform einem anderen Unternehmer zu übertragen. Erste Gespräche hierzu wurden bereits für diese Woche terminiert.

DOC Wuppertal: "„Das ist schon ein schräges Spiel!"

Am Podium Handwerkskammerpräsident Andreas Ehlert. Foto: Lothar KaiserEinem Erfahrungsaustausch  zwischen Handwerksmeistern, Vertretern oder der Ordnungsbehörde der Stadt Remscheid und Mitarbeitern des Hauptzollamtes zum Thema „Bekämpfung der Schwarzarbeit“ galt gestern eine Regionalkonferenz der Handwerkskammer Düsseldorf und der beteiligten Kreishandwerkerschaften. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz hatte hierzu den Großen Sitzungssaal des Rathauses zur Verfügung gestellt. Mit dabei: Handwerkskammerpräsident Andreas Ehlert, Geschäftsführer Dr. Axel Fuhrmann, von Remscheider Seite Kreishandwerksmeister Armin Hoppmann und Geschäftsführer Fred Schulz sowie zahlreiche Handwerksmeisterinnen und Handwerksmeister aus Wuppertal und Solingen. Über die Situation vor Ort berichteten Horst Schwarzweller für das städtische Ordnungsamt sowie André Schmitz und Thomas Lattner für das Hauptzollamt Düsseldorf.

Schon in der Einladung hatte Fred Schulz die enge Zusammenarbeit zwischen Rat und Verwaltung der Stadt Remscheid und der Kreishandwerkerschaft Remscheid betont und an das gemeinsame Projekt zur Bekämpfung der Schwarzarbeit“ erinnert, mit dem man Vorreiter sei.  Der Oberbürgermeister: „Deshalb freue ich mich über die Regionalkonferenz im Haus. Dazu habe ich herzlich gerne Ja gesagt. Uns ist der Kontakt zur Remscheider Wirtschaft wichtig!“ Diese basiere zurzeit im Wesentlichen auf zwei Säulen:

  • Remscheid sei und bleibe Industriestadt, auch wenn die Stadt in den vergangenen 15 Jahren mehr als 10.000 Industriearbeitsplätze verloren habe. „Wir tun alles, um die Standorte der heimischen Unternehmen zu sichern. Sie wissen, dass wir an dem Thema ‚Gewerbeflächen‘ dran sind und dafür im März einen neuen Mitarbeiter eingestellt haben.“
  • Und Remscheid sei eine Stadt mit vielen Arbeitsplätzen und Auszubildenden im Handwerk.  Auch für das Handwerk gelte das Grundsatz: „Geht es der Wirtschaft gut, geht es der Stadtgesellschaft gut. „Als ich Sozialdezernent war, habe ich gelegentlich gesagt: Was Sie verdienen, gebe ich dann aus. Mein Interesse ist es, dass Handwerk und Verwaltung zwei Seiten ein und derselben Medaille sind!“

58 Verfahren anhängig

Informationen über die neue Hotline, mit deren Hilfe das Ordnungsamt in Remscheid die Schwarzarbeit bekämpfen will, haben seit Juli zu 58 Verfahren geführt. Wobei Horst Schwarzweiler nach wie vor bei Schwarzarbeit von einer hohen Dunkelziffer ausgeht. Ebenso das Hauptzollamt Düsseldorf , zuständig für Düsseldorf, Kreis Mettmann, Remscheid und Wuppertal. Thomas Lattner, Fachgebietsleiter der Finanzkontrolle Schwarzarbeit am Standort Wuppertal, hat 36 Mitarbeiter, die auch in Remscheid kontrollieren, zum Beispiel, ob die Arbeitgeber auch alle Renten- und Krankenkassenbeiträge vorschriftmäßig gezahlt haben. Andere Delikte: Illegale Arbeitnehmerüberlassung, Scheinselbstständigkeit und Beschäftigung von Ausländern, Verstöße gegen das Mindestlohngesetz. Im Visier haben die Fahnder auch so genannte „Massen-GbR" mit bis zu 40 scheinbaren Festangestellten, die aber  in Wirklichkeit als Selbstständig arbeiten.

An guten Rahmenbedingungen für die Wirtschaft habe die Stadt ein großes Interesse, fuhr der OB fort. Deshalb sei sie bemüht um gute Verkehrsanbindungen der Stadt – als Arbeits- und wie als Wohnort. Ausbaufähig als dritte Säule sei der Dienstleistungs- und Handelssektor. Deshalb sei für Remscheid das in Lennep geplante Designer Outlet Center (DOC) eine große Chance, auch auf zusätzliche Arbeitsplätze.

Ein ähnliches Projekt plant auch Wuppertal. Medienwirksam wurden dafür in der einstigen Eisenbahn-Direktion am Bahnhof Döppersberg in der vergangenen Woche Innenwände abgebrochen, obwohl noch gar keine Baugenehmigung der Stadt vorliegt. Burkhard Mast-Weisz bezeichnete so: „Das ist schon ein schräges Spiel, uns im Klageverfahren vor dem Verwaltungsgericht zu blockieren und dann festzustellen, dass es bei uns nicht weitergeht!“ Der Wuppertaler Investor Clees hatte im Zusammenhang mit dem Lenneper DOC von „ruhend“ gesprochen. Dazu der OB: „Ich werde alles dafür tun, dass unser Projekt ein Erfolgsmodell bleibt. Das habe ich Herrn Clees auf der Immobilienmesse in München auch persönlich gesagt!“ Und werde er über das weitere Vorgehen beim DOC in dieser Woche mit MacArthurGlen sprechen.

Zum Thema „Schwarzarbeit“ sagte der Oberbürgermeister, er halte deren angesagte Bekämpfung  – „anders als ich das gestern in der Zeitung gelesen habe“ – für mehr als eine Geste. Auch wenn die Stadt Remscheid für diese Aufgabe kein zusätzliches Personal zur Verfügung stellen könne: „Was Horst Schwarzweller und sein Team hier leisten, sei aller Ehren wert. Es komme auf zwei Signale an: „Wir wollen keine Schwarzarbeit in unserer Stadt, sie schadet den Handwerksunternehmen und darüber hinaus der Wirtschaft und dem Staat insgesamt. Dafür nehmen wir gemeinsam Verantwortung wahr!“ Und:

„Wir arbeiten mit dem Handwerk auch in vielen anderen sozialen Bereichen eng zusammen, so zum Beispiel beim Projekt ‚Kein Abschluss ohne Anschluss‘ (KAoA). Dabei komme es darauf an, junge Menschen für das Handwerk zu gewinnen, aber auch, sie auf eine Ausbildung dort vorzubereiten.“ Er habe manchmal gehört, dass es bei dem einen oder anderen Jugendlichen an den schulischen Grundfertigkeiten hapere und an einem gewissen Auftreten. Aber: Wer nach der Klasse 10 auf eine weiterführende Schule gehe statt in eine Ausbildung, scheitere spätestens im Studium.

Und dann noch zu den Lohnkosten, die das Handwerk seinen Auftraggebern berechne: „Ich finde den Preis für eine Handwerkerstunde nicht zu hoch, wie ich gestern gelesen habe, sondern angemessen. Ich will ja auch Qualität. Und gute Arbeit hat ihren Preis!“