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Politik wünscht zentrales Fördermanagement

Zur Sitzung des Rates am 30. März haben die Fraktionen und Gruppen von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, DIE LINKE, FDP und W.i.R. den Antrag gestellt,  Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz möge die Einrichtung eines zentralen Fördermanagements in der Stadtverwaltung Remscheid prüfen und den zuständigen Ratsgremien das Ergebnis zur Beratung vorzulegen. Ferner soll geprüft werden, inwieweit eine Kofinanzierung sichergestellt werden kann. Die Einbindung einer externen Begleitung durch die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) wird empfohlen.

Begründung: „In den zurückliegenden Monaten ist die Bedeutung der gezielten Akquise von Förderprogrammen des Landes, des Bundes und/oder der Europäischen Union durch die erfolgreiche Einwerbung von Fördermitteln für die Stadt Remscheid nochmals verdeutlicht worden. Als Beispiele seien hier zwei Projekte aus dem Städtebausonderprogramm für Geflüchtete und die Förderung des Breitbandausbaus genannt. Die deutlich wachsende Zahl von Förderwettbewerben erfordert eine weitergehende Begleitung durch Rat und Verwaltung. Aus diesem Grunde wird angeregt, nach dem Beispiel der Stadt Wuppertal eine zentrale Förderstelle zu entwickeln und einzurichten, um die Chancen auf einen erfolgreichen Zugriff auf Fördermittel zu verbessern. Dazu gehört der enge Informationsaustausch mit den Fördergebern auf allen drei Ebenen genauso wie mit den kommunalen Spitzenverbänden. An Remscheid sollte kein Förderprogramm vorübergehen.“ Neben der Recherche nach Förderoptionen biete ein zentrales Fördermanagement die Chance, den Antrags- und ggf. Durchführungsprozess zu begleiten, um einen einheitlichen Standard bei der Planrechnung, der Abrechnung und der Anwendung der Förderrichtlinien zu erhalten, merinen die Anragsteller. Eine breite Streuung entsprechender Informationen und die Begleitung von Vereinen, Verbänden und Unternehmen bei der Suche nach geeigneten Förderprogrammen und die Begleitung bei der Antragsstellung sollte in einem weiteren Schritt mittelfristiges Ziel eines zentralen Fördermanagements für Remscheid sein. Auf diese Weise könnten die Stadtgesellschaft und die lokale Wirtschaft weitere Impulse erhalten.

VHS im Internet optisch und funktional besser

Jürgen Beckstette, Leiter des Bereichs Beruf, EDV und Persönlichkeitsentwicklung der Vvolkdhochschule Remscheid, stellte den Mitgliedern des Kulturausschusses am Mittwoch den neuen Internetauftritt der VHS vor. Gegenüber der bisherigen, etwas altbacken wirkenden Version ist die neue nicht nur optisch, sondern auch funktional deutlich besser geworden. Bei klarer Gliederung der Angebote (siehe Foto) ist die Webseite nunmehr auch smartphonefähig, erfüllt die üblichen Anforderungen an Barrierefreiheit und bietet sogar einen Lautsprecher-Button. Ein Klick darauf, und bekommt den Text auf der Seite vorgelesen. Schon seit Ende Januar ist die neue Homepage online und hat dafür gesorgt, dass die Klickzahlen deutlich in die Höhe geschnellt sind – von ca. 2.000 auf 6.000 im Monat.

Auch auf Facebook werde die VHS Remscheid in einigen Wochen vertreten sein, berichtete Nicole Grüdl-Jakobs, die Leiterin des Kommunalen Bildungszentrums (Volkshochschule, Stadtbibliothek, Musik- und Kunstschule). Mit der Entwicklung der Stadtbibliothek zeigte sie sich zufrieden. Gegenüber 2015 seien im vergangenen Jahr zehn Prozent mehr Neuanmeldungen zu verzeichnen gewesen. Zwar seien die Ausleihen um vier Prozent zurückgegangen, aber die Zahl der aktiven Nutzer sei konstant geblieben.

Preise am örtlichen Immobilienmarkt ziehen an

Pressemitteilung des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Stadt Remscheid

Im Jahr 2016 wurde mit 1.252 die höchste Anzahl an Kauffällen der letzten zehn Jahre registriert. Die Zunahme gegenüber 2015 beträgt ca. 30 Prozent. Der Geldumsatz stieg um ca. 25 Prozent an. Die Zahl der Kauffälle über unbebaute Grundstücke ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich um ca. 40 Prozent gestiegen. Die meisten Bauplätze wurden im neuen Wohnbaugebiet an der Hans-Potyka-Straße (Bereich des ehemaligen Krankenhauses Lennep) veräußert. Aufgrund der höheren Kaufpreise wurden die Bodenrichtwerte für Ein- und Zweifamilienhausgrundstücke im Stadtgebiet Remscheid überwiegend um zehn €/m² angehoben. Baugrundstücke für Ein- und Zweifamilienhäuser mit einer Fläche von ca. 470 m² wurden unabhängig von der Lage zu einem durchschnittlichen Preis von rd. 108.600 € gehandelt. Die Zahl der Kauffälle über bebaute Grundstücke ist im Vergleich zum Vorjahr um ca. 13 Prozent angestiegen. Insgesamt wechselten 481 Objekte den Eigentümer. Im Teilmarkt der Ein- und Zweifamilienhäuser wurden ca. 6 Prozent mehr Kaufverträge registriert. Für Ein- und Zweifamilienhäuser wurden ca. 3 Prozent höhere Kaufpreise gezahlt als im Jahr 2015.

Neubauten wurden wiederholt nur wenige gehandelt. Die Zahl der Kauffälle über Wohnungs- und Teileigentum ist im Vergleich zum Vorjahr um ca. 45 Prozent angestiegen. Insgesamt wechselten 540 Objekte den Eigentümer. Gebrauchte Eigentumswohnungen wurden zu einem durchschnittlichen Kaufpreis von 1.130 €/m² gehandelt und waren damit um ca. 5 Prozent teurer als im Jahr 2015. Der Preis für neu errichtete Eigentumswohnungen lag im Mittel bei 2.950 €/m². Bei gebrauchten Immobilien richten sich die Kaufpreise unter anderem nach dem Baujahr. Eine nach Baujahren differenzierte Tabelle mit Kaufpreisen liegt für Ein- und Zweifamilien-häuser wie auch für Eigentumswohnungen im Grundstücksmarktbericht 2017 vor.

Seit dem 1.1.2016 stehen sowohl die Grundstücksmarktberichte als auch die Bodenricht-wertkarten des Gutachterausschusses unter www.boris.nrw.de kostenfrei zur Verfügung. Die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Stadt Remscheid befindet sich im Rathaus (Theodor-Heuss-Platz 1, Zimmer 153 bis 161). Auch dieses Jahr ist die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses mit einem eigenen Stand auf der der Immobilienmesse der Stadtsparkasse Remscheid (25.3.2017) vertreten.

Rechtsschutz der Bürger bewusst eingeschränkt?

Presseerklärung der Bürgerinitiative Lennep e.V. 

Im heute erschienenen Amtsblatt Nr. 5 vom 22. März 2017 ist der Bebauungsplan Nr. 657 – Gebiet Röntgen-Stadion, Jahnplatz und Kirmesplatz in Remscheid-Lennep (DOC) immer noch nicht ortsüblich bekannt gemacht worden, obwohl der Satzungsbeschluss bereits am 13.12.2016 gefasst wurde. Der Bebauungsplan ist damit auch nach mehr als drei Monaten noch nicht in Kraft gesetzt worden, obwohl der Oberbürgermeister dazu verpflichtet ist, die Voraussetzungen für das In-Kraft-Treten eines Bebauungsplans unverzüglich zu schaffen. Nur wenn ein Bebauungsplan als Satzung beschlossen und der Beschluss öffentlich bekannt gemacht worden ist, kann er juristisch angegriffen werden. Dies wollen Stadt und Investor offenbar mit allen Mitteln verhindern.

Ein Unterlassen der nach § 10 Abs. 3 BauGB erforderlichen Bekanntmachung eines Bebauungsplans – möglicherweise sogar mit Ziel, den betroffenen Rechtsschutz durch ein Normenkontrollverfahren abzuschneiden – ist rechtswidrig. Von Seiten des Oberbürgermeisters und der Verwaltung ist vor kurzem mehrfach angekündigt worden, dass die Baugenehmigungen bald kommen werden. Es ist daher zu vermuten, dass die Stadt Remscheid dem Investor Baugenehmigungen ohne rechtskräftigen Bebauungsplan vorab erteilen will. Offensichtlich wollen Stadt und Investor durch diese Taktik verhindern, dass der Bebauungsplan vom zuständigen Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster zuvor überprüft und für rechtswidrig erklärt wird. Es soll offenbar den Bürgern die Möglichkeit genommen werden, die Erteilung einer Baugenehmigung auf der Grundlage des rechtskräftigen Bebauungsplans zu verhindern.

Die BI-Lennep e.V. vermutet, dass durch dieses Vorgehen der Stadt die gesetzlich vorgesehenen Rechtsschutzmöglichkeiten der Bürger bewusst eingeschränkt bzw. verzögert werden sollen. Daher hat die BI-Lennep e.V. eine auf das öffentliche Baurecht spezialisierte Anwaltskanzlei beauftragt, den Oberbürgermeister aufzufordern, den Bebauungsplan entsprechend der gesetzlichen Anforderungen an das Bebauungsplanverfahren und der persönlichen gesetzlichen Verpflichtung als Oberbürgermeister umgehend durch ortsübliche Bekanntmachung in Kraft zu setzen.

Bei "effizienter Organisation" möchte die Politik mitreden

Ratsmehrheit fordert Geld für Katalog von Maßnahmen“, titelte der Waterbölles am 24. November 2016. In einem gemeinsamen Antrag zur damaligen Sitzung des Rates hatten die Ratsfraktionen  und -gruppen von CDU, SPD, Bündnis‘90/DIE GRÜNEN, FDP und W.i.R. Änderungen im Entwurf zur Haushaltssatzung 2017/2018 und in der 6. Fortschreibung des Haushaltssanierungsplanes beantragt, die sich auf ca. eine Million Euro im Jahr summierten. Auf den Weg gebracht wurde damals auch ein verwaltungsweites eGovernments. Das soll nicht nur die Bereitstellung von Soft- und Hardware betreffen, sondern auch die effiziente Organisation des Verwaltungshandelns. Der Vorbereitung soll ein externes Fachgutachten dienen, für das in den Etat 2017 40.000 Euro eingestellt wurde.

Was ist unter einer „effizienten Organisation des Verwaltungshandeln“ zu verstehen? Nun sieht es danach aus, als ob die Verwaltung, konkret: der Verwaltungsvorstand mit Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz an der Spitze, und die Mehrheit des Rates in dieser Frage uneins seien. Jedenfalls soll darüber nicht allein die Verwaltung im Rahmen ihrer „laufenden Geschäfte“ entscheiden können, sondern die Politik möchte hier ein entscheidendes Wort mitsprechen. So lässt sich der Antrag verstehen, den die damaligen Antragsteller jetzt zur Sitzung des Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschusses am 23. März konkretisierend nachgeschoben haben. Sie möchten per Beschluss sicherstellen, „dass vor Vergabe des Gutachtens zur Einführung eines verwaltungsweiten eGovernments die Verwaltung dessen Inhalte im Haupt- Finanz-, und Beteiligungsausschuss abstimmt und im Anschluss den Entwurf der Projektanforderungen dem Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschuss zur Freigabe vorlegt.“ Dazu heißt es in der Begründung: „Wir sind der Überzeugung, dass die Digitalisierungsstrategie der Stadt Remscheid als wichtiger Teil der städtischen Gesamtstrategie partnerschaftlich von Verwaltung und Politik entwickelt werden muss.“ Das klingt danach, als ob dies bisher von der Verwaltung bisher etwas anders gesehen worden sei...

Dadaist hätte „Schnaddel-daddeldumfdös" gesagt

Von Klaus Küster*

„Auf eine Sprache, die missbräuchlich eingesetzt wird, kann verzichtet werden." Diese Auffassung vertraten vor 100 Jahren dadaistische Künstler. Wie wahr in einer Zeit, in der Flüchtlingslager „Willkommenszentren" und gewisse Ämter „Integration Point" heißen. Was soll man davon halten, wenn der Oberbürgermeister seit der Schließung der städtischen Galerie 2014 in mehrmonatlichen Abständen vollmundig die Förderung einer Bleibe für die zeitgenössische Kunst verspricht und nun als Ergebnis ein „Open Space" ins Leben ruft, in dessen Beschreibung sich auf Seite 10 des hochgradig unterhaltsamen Fachkräfte-Geschwurbels eine „beiläufige Möglichkeit" anbietet, „unter Federführung der Kulturverwaltung in Zusammenarbeit (usw. usw.) ein ehrenamtlich begleitetes und organisiertes Ausstellungsangebot außerhalb der Öffnungszeiten der Projektbüros zu realisieren."

Was also soll man davon halten? Der Dadaist Kurt Schwitters hätte es vermutlich ein „Schnaddel-daddeldumfdös" genannt. Schließlich diente den Dadaisten die Macht des unverständlichen Wortes der Notwehr der Beherrschten. Da können wir Heutigen was Lernen! Während das Pons Englisch-Wörterbuch für „Open Space" die Übersetzung „Freifläche" bietet, stößt man bei Wikipedia unter diesem Begriff auf eine in den 1980er Jahren entstandene Konferenzmethode, bei der Sozialforen als offene Räume konzipiert waren. So sollten Orte entstehen, an denen möglichst alle Menschen willkommen sind und - im Gegensatz zum Remscheider „Kappen-Projekt" „alle die vorhandenen Ressourcen gleichberechtigt nutzen können, die jeder mitgestalten kann und in denen es keine institutionalisierten Entscheidungsversammlungen oder Leiter gibt, die um Erlaubnis gefragt werden müssen."

Übrigens erzählte der Begründer dieser Methode - Harrison Owen - immer wieder gerne, er habe 1983 ein Jahr lang einen Kongress für 250 Organisationsentwickler vorbereitet und durchgeführt. Am Ende der Konferenz kamen alle Beteiligten einhellig zu dem Schluss, dass der „wirklich nützliche Teil" des im Übrigen gelungenen Treffens in den Kaffeepausen bestanden habe". Ich wünsche allen künftig Beteiligten noch schöne Kaffeepausen im Remscheider Pepita-Mosaik!

Wolfgang Tillmans steht bestimmt schon in den Schlaglöchern, Verzeihung Startlöchern, um am Remscheider Markt seine Fotos nur wenige Zentimeter unterhalb der Federführung der Kulturverwal­tung außerhalb der Öffnungszeiten irgendwohin zu hängen.

(*Klaus Küster, kulturpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, gestern im Ausschuss für Kultur und Weiterbildung unter dem Tagesordnungspunkt, der sich mit dem ehemaligen Radiogeschäft Kappen am Markt beschäftigte, das für die Stadtverwaltung künftig drei Aufgaben gleichzeitig erfüllen soll.)

Rolf Griesenbeck zum 90. Geburtstag alles Gute

Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid

Rolf Griesenbeck, ehemaliger Vorsitzender der Geschäfts­führung der Stadtwerke Remscheid GmbH, feiert heute seinen 90. Geburtstag. In Derschlag im Oberbergischer Kreis geboren, studierte er nach dem Abitur Betriebswirtschaft an der Kölner Albertus-Magnus-Universität, machte 1955 sein Staatsexamen als Diplomkaufmann (ursprünglich wollte er lieber Medizin studieren) und war von 1955 bis1961 Prüfer bei einer Wirtschaftsberatungsgesellschaft in Gummersbach, bevor er am 19. Juli1961 als Leiter der kaufmännischen Abteilung zu den Stadtwerken Remscheid kam. Mit der von ihm fachlich begleiteten Umgründung des damaligen Eigenbetriebs der Stadt Remscheid in eine Kapitalgesellschaft wurde er 1964 zum Prokuristen und Leiter des Rechnungswesens. 1966 wählte ihn der Aufsichtsrat in die Geschäftsführung der Stadtwerke GmbH und zum Leiter der kaufmännischen Verwaltung. Von 1969 bis zu seiner Pensionierung am 31. März 1990 war er Vorsitzender der Geschäftsführung.

Die Projekte in  dieser Zeit, an denen Rolf Griesenbeck mit Weitsicht, großem Engagement und fundiertem Fachwissen beteiligt war, waren in den folgenden Jahrzehnten für die Stadtwerke Remscheid als Versorgungsunternehmen eine solide Basis. Griesenbeck stellte die Stadtwerke damit auf wirtschaftlich gesunde Füße, hatte stets das Vertrauen des Aufsichtsrates und war trotz oder gerade wegen seiner Gradlinigkeit bei seinen Mitarbeiter/innen beliebt.

Auch nach Eintritt in den Ruhestand blieb Rolf Griesenbeck aktiv. Er ging als Berater nach Chemnitz (damals Karl-Marx-Stadt) und half, aus dem dortigen ehemals volkseigenen Betrieb (VEB Energie) ein modernes Stadtwerke-Unternehmen aufzubauen. Noch heute verfolgt er mit sehr regem Interesse, was „seine“ Stadtwerke in Remscheid so alles bewegen. Für seine herausragenden beruflichen Leistungen und sein ehrenamtliches Engagement verlieh ihm Bundespräsident Johannes Rau im Dezember 2003 das Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland.

Aufsichtsräte, Geschäftsführung, Betriebsräte und alle Mitarbeiter wünschen Herrn Griesenbeck alles Gute und eine stabile Gesundheit für die Zukunft! (Prof. Dr. Hoffmann)

Teona Gogichaishvili hat freie Kunstschulstelle besetzt

Im Ausschuss für Kultur und Weiterbildung  stellte gestern Stefan Steinröhder, der Leiter der Musik- und Kunstschule des Kommunalen Bildungszentrums der Stadt Remscheid, den Kommunalpolitikern sein neue kunstpädagogische Kollegin Teona Gogichaishvili vor. Die gebürtige Georgierin (Jahrgang 1977) lebt seit 20 Jahren in Deutschland. Nach ihrem Germanistikstudium an den Universitäten Freiburg und Köln studierte sie Fotografie und Design an der ecosign / Akademie für Gestaltung in Köln (Abschluss: Dipl.-Fotodesignerin) und anschließend weiter Fotografie an der FH Bielefeld bei Prof. Katharina Bosse und Prof. Dr. Anna Zika (Abschluss:Master of Arts in Gestaltung). Seit 2006 ist Teona Gogichaishvili als freie Fotografin und Dozentin an den verschiedenen Hochschulen und Institutionen tätig, vorwiegend im Raum Köln. Seit 2011 ist sie Mitorganisatorin des internationalen Fotofestivals „KOLGA TBILISI PHOTO“ in Tiflis, Georgien. Ferner kuratierte und koordinierte sie in den vergangenen drei Jahren diverse Ausstellungen und Projekte. Seit 2015 ist Teona Gogichaishvili auch Mitarbeiterin des Fotofestivals „VOIES OFF“ in Arles, Südfrankreich. In der Kunsdtschule besetzt die Fotografin die freie halbe Stelle, die von Juni 2015 bis Juni 2016 Dorothee Mügge innehatte. Von dieser hatte sich die Stadt bei Zahlung einer Abfindung getrennt.

Sie habe vor sechs Monaten ihre Arbeit in der Kunstschule aufgenommen, berichtete die Fotografin gestern im Kulturausschuss. Ihr erstes Projekt gelte Flüchtlingskindern und -müttern im neuen Wohnheim an der Alleestraße. Grundsätzlich sei sie bestrebt, das die Teilnehmer was, was sie in der Kunstschule erarbeitet hätten, auch außerhalb zeigen könnten.

"Unser Wald, Energie für Körper und Geist!"

Pressemitteilung der Technischen Betriebe Remscheid (TBR)

„Lange war das Interesse der Menschen am Wald überwiegend durch die Holznutzung und die Jagd bestimmt, aber wir erleben heutzutage, dass der Wald als Kraft- und Energiespender immer wichtiger wird. Wir freuen uns, dass unser Wald nicht nur als Holzlieferant und als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, sondern für uns alle unverzichtbar als aktiver Lebensraum für die Menschen wahrgenommen wird“, berichtet Markus Wolff, Leiter des Remscheider Stadtforstamtes von seinen täglichen Erfahrungen. Während weltweit am heutigen Internationalen Tag der Wälder vor allem der nachwachsende Energie- und Rohstoff Holz in den Blick genommen wird, geht es Förstern und Waldbesitzern in Deutschland in erster Linie um die „Mensch-Wald-Beziehung“ und um die wohltuende Wirkung der Wälder auf den Menschen durch seine vielfältigen sogenannten Ökosystemdienstleistungen.

Dass sich die Wälder in Deutschland neben der Holzernte, dem Naturschutz, der Sicherung von Luft-, Boden- und Gewässergüte auch zu einem bevorzugten Ort für zahlreiche Freizeitangebote entwickelt haben, ist auch der Verdienst von Waldbesitzern und Forstleuten. „Wir geben uns in unserem Stadtforstamt große Mühe, dass unsere Wälder für die Menschen weiter begeh- und erlebbar werden und bleiben. Dazu gehören nicht nur der Aufbau und die Pflege artenreicher, stabiler Wälder durch regelmäßige Waldpflege und Pflanzung im Rahmen unseres langfristigen ökologischen Waldumbaus. Auch die Erhaltung und Förderung besonderer Waldbiotope zählen dazu. Wichtiger Teil unserer Arbeit ist auch die Instandhaltung und Reparatur der Waldwege, die zu Erholung und Sport einladen, v.a. nach den letzten nassen Wochen“, so Markus Wolff weiter. Ein Aufenthalt im Wald habe positive Auswirkungen auf Körper und Geist, wie Studien belegten. Die Bewegung und das Atmen der frischen Luft bewirke eine Senkung von Puls und Blutdruck, Verspannungen der Muskulatur werden gelöst. Der Blick in die grüne Natur wirke verlangsamend auf die Hirnstromschwingungen und bewirkt eine Steigerung des Stimmungshormonspiegels. „Deswegen können wir Förster auch nicht ohne Stolz sagen: Unser Wald tut dir gut, er spendet Energie für Körper und Geist!“.

Übrigens: Die Stadt Remscheid kam im Ranking deutscher Großstädte 2016 auf einen beachtlichen 16. Platz von insgesamt 79 Plätzen im Vergleich des Grünanteils im Verhältnis zu ihrer Stadtgebietsfläche – noch vor Solingen (17.) und Wuppertal (25.). Dabei spielt der Waldanteil in Remscheid mit gut 31 Prozent der Stadtgebietsfläche eine wesentliche Rolle. „Mit unserem Grünkonzept, dass wir derzeit gemeinsam mit der Hochschule Höxter erarbeiten, möchten wir aber auch die Bedeutung sämtlichen Grüns, auch das von Grünanlagen, Friedhöfen, Stadtbäumen und privaten Gärten für den Klimaschutz erfassen und für Wohlbefinden und Lebensqualität der Menschen somit nochmals verdeutlichen“, so Markus Wolff.

Der 21. März wurde erstmals 1971 Jahren von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) als „Tag des Waldes“ ausgerufen. Dies geschah als Reaktion auf die globale Waldvernichtung. Mit knapp vier Milliarden Hektar bedecken Wälder noch rund 30 Prozent der Erdoberfläche. Während sich – ausgehend von Deutschland – seit mehr als 300 Jahren eine nachhaltige Forstwirtschaft in vielen Teilen Europas etablierte, ist die Sorge um die Regenwälder groß, da sie nach wie vor durch Raubbau und Klimawandel bedroht sind.

Ende des Jahres 2012 wurde dann auf Beschluss der Plenarsitzung der UN-Generalversammlung der traditionelle 21. März eines jeden Jahres zum „Tag der Wälder“ auf internationaler Ebene erklärt. Dieser Welttag der Forstwirtschaft soll die Wichtigkeit aller Arten von Wäldern und ebenso der Bäume außerhalb von Wäldern betonen und würdigen. Einer breiten Öffentlichkeit soll deutlich gemacht werden, dass es im internationalen Zusammenspiel gilt, die nachhaltige Bewirtschaftung, die Erhaltung und die Entwicklung aller Arten von Wäldern und Bäumen zugunsten heutiger und künftiger Generationen zu stärken. (siehe auchhttp://www.fao.org/forestry/international-day-of-forests und http://tbr-info.de/forst.html)

Kursgebühr der VHS soll um 15 Prozent steigen

Zum 30.August, dem Beginn des VHS-Herbstsemesters 2017, soll eine neue Nutzungs- und Entgeltordnung der Volkshochschule in Kraft treten. Das hat die Verwaltung dem Ausschuss für Kultur- und Weiterbildung vorgeschlagen. Die entsprechende Beschlussvorlage steht auf der Tagesordnung der heuten Sitzung um 17 Uhr im Deutschen Röntgen-Museum. „Das seit längerem bestehende Basishonorar in Höhe von 16,50 € pro Unterrichtseinheit (45 Minuten) ist der veränderten Lebenssituation der Dozent/innen, die mittlerweile zum Großteil von ihrer Honorartätigkeit leben, zunehmend unangemessen, was dazu führt, dass sich die Suche nach geeigneten Honorarlehrenden in einzelnen Bereichen als schwierig erweist“, heißt es in der Vorlage. Auch seien die Qualitäts-Anforderungen der VHS an die Lehrenden in den vergangenen Jahren stetig gestiegen sind, so dass sich der bisherige Honorarsatz immer weniger mit dem VHS-Qualitätsmanagement vereinbaren lasse.

Die Stadtverwaltung verweist darauf, etliche Volkshochschulen in NRW hätten in den vergangenen ein bis zwei Jahren ihr Standardhonorar von rd. 16 bis 18,50 € auf rd. 20 bis 21 € angehoben. Mit 21 € pro 45 Minuten Unterricht sei die VHS Remscheid folglich für die kommenden Jahre gut aufgestellt. Zudem trage die neue Honorarordnung „der in 2014 beschlossenen Einführung von VHS-Integrationskursen Rechnung“, insofern das Honorar im Integrationskursbereich dann den Maßgaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) entspreche.

Auf Basis der Kursplanungen des Jahres 2016 ergeben sich nach Berechnungen der VHS aus den höheren Honoraren Mehrkosten in Höhe von ca. 26.000 € pro Jahr. Das erfordere eine Neukalkulation der Kursentgelte. Würde das bisherige Berechnungsverfahren 1:1 auf das geplante neue Basishonorar von 21 € angewendet, würde dies zu einer Erhöhung des Teilnehmerentgelts um 25 Prozent und in der Folge „vermutlich zu einem erheblichen Rückgang der Teilnehmerzahlen“. Um dies zu verhindern, sieht die neue VHS-Nutzungs- und Entgeltordnung lediglich eine 15-prozentige Erhöhung der Entgelte vor. Zitat: „Diese prozentuale Erhöhung wurde systematisch auf alle VHS-Kursentgelte angewandt, so dass Intensivkurse künftig mit 3,15 € statt, wie bisher, mit 2,75 € pro Unterrichtsstunde kalkuliert werden. Schnupperkurse und Einzelveranstaltungen sowie Alphabetisierungskurse, die nicht drittmittelgefördert sind, sind von der Erhöhung ausgenommen.“