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Mehrgenerationenhäuser werden weiter gefördert

Pressemitteilung des CDU-Bundestagsabgeordneten Jürgen Hardt

Der Bundestagsabgeordnete für Solingen, Remscheid und Wuppertal II, Jürgen Hardt, CDU, informiert über die Förderperiode 2017 bis 2020 für Mehrgenerationenhäuser im Bergischen Städtedreieck: „Es freut mich, dass die Mehrgenerationenhäuser unseres Bergischen Städtedreiecks auch in der neuen Förderperiode von 2017 bis 2020 vom Bund unterstützt werden. In Solingen nimmt das „Haus der Begegnung“ an diesem Programm teil, in Remscheid „Der Neue Lindenhof“. Beide Häuser werden mit 40.000 Euro pro Jahr gefördert (Bund 30.000 Euro, Kommune 10.000 Euro). Unsere Mehrgenerationenhäuser tragen zur Verbesserung der Lebensqualität der Menschen in ihrem Umfeld bei, sie schaffen Gemeinschaft und sichern den Bedarf an Unterstützung. Von der Leistungsfähigkeit dieser Art der Einrichtungen konnte ich mich bereits persönlich bei einem Besuch des Mehrgenerationenhauses in Remscheid überzeugen.

Das neue Bundesprogramm legt einen Schwerpunkt auf die Gestaltung des demografischen Wandels. In jeder Kommune hat der demografische Wandel ein anderes Gesicht. Was können die Mehrgenerationenhäuser Hand in Hand mit den Kommunen tun, um den Herausforderungen erfolgreich zu begegnen? Sie können in enger Abstimmung mit den Kommunen die Ausrichtung der Häuser noch stärker als bisher an die lokalen Bedürfnisse anpassen. Durch die demografische Entwicklung wird das Thema „Nachbarschaftshilfe“ immer wichtiger. Gerade deshalb wollen wir als Union kommunale Erfolgsmodelle wie Mehrgenerationenhäuser, Freiwilligenagenturen sowie Bürger- und Seniorenbüros in der neuen Legislaturperiode weiter ausbauen. (Marie-Cäcilie von Gottberg)

 

Alleecenterbrunnen wochenlang ohne Wasser

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Als Folge eines Wasserschadens, der im Keller des Alleecenter-Brunnens am vergangenen Mittwoch auftrat und bei dem einströmende Wassermassen einen Feuerwehreinsatz auslösten, werden jetzt umfangreiche Instandsetzungsarbeiten nötig. Darüber hinaus müssen dringende Sanierungsmaßnahmen an den Abdeckungen in der Brunnenmitte durchgeführt werden. Für die Gesamtarbeiten bleibt die Brunnenanlage für dieses Jahr außer Betrieb. Aus Sicherheitsgründen wird noch heute ein Bauzaun um den Brunnen errichtet.

Mit den äußeren Sanierungsmaßnahme wird eine Bauschlosserfirma beauftragt. Sobald sie die Arbeiten zum Abschluss gebracht hat, wird der Bauzaun entfernt und die Brunnenabdeckung verlegt. Zeitgleich zu diesen sichtbaren Arbeiten werden die notwendigen Sanierungsmaßnahmen an den innenliegenden Wasser- und Elektroinstallationen im Brunnenkeller aufgenommen. Hierzu werden entsprechende Kostenvoranschläge angefordert. Da die Arbeiten einige Wochen in Anspruch nehmen werden, ist eine Wiederinbetriebnahme in diesem Jahr nicht mehr möglich.

Das Archivfoto, das der Waterbölles über Claus Kind bekam, stammt aus den 1970er Jahren, als auf der unteren Alleestraße, kurz oberhalb des Woolworth-Kaufhauses, noch dieser städtische Brunnen sprudelte.

Sommerferiensprechstunde mit Bewerbungsmappencheck

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

 

Wer einen Ausbildungsplatz sucht oder sich über die Berufswahl beraten lassen möchte, kann ohne Termin am Donnerstag, 10. August, von 14 bis 18 Uhr zur Berufsberatung in Remscheid, Solingen und Wuppertal kommen. In einer offenen Sprechstunde erhalten Jugendliche Tipps und Rat, können sich über Ausbildungsplätze informieren sowie im ‚Check‘ Tipps für die gelungene Bewerbung bekommen. „Alle Jugendliche, die Gesprächsbedarf rund um die Berufswahl und Ausbildungsstellensuche haben, sind bei unserer offenen Sprechstunde der Berufsberatung herzlich willkommen. Unser Angebot richtet sich an alle Jugendlichen: An die, die sich zur Berufswahl beraten lassen möchten, an die, die Lernschwierigkeiten in ihrem Ausbildungsverhältnis haben, an Abiturienten, die einen Studienplatz suchen, an Studenten, die Alternativen zu ihrem derzeitigen Studium überlegen wollen oder auch junge Menschen, die sich in einer Notlage befinden, weil sie nach einem Praktikum nicht in die Ausbildung übernommen werden“, sagt Stefanie Petrick von der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. „Kurzentschlossene können sich jederzeit an die Berufsberatung wenden. Wir wollen ihnen helfen und beraten individuell – egal, ob es um eine Ausbildungsstelle oder um die ersten Überlegungen zur Berufswahl geht“. Wer die offene Sprechstunde und den Bewerbungsmappencheck für Jugendliche nutzen möchte, kann sich am Empfang in Remscheid, Solingen oder Wuppertal melden. Die Anschriften lauten:

  • Agentur für Arbeit Remscheid, Bismarckstr. 8
  • Agentur für Arbeit Solingen, Kamper Str. 35
  • Agentur für Arbeit Wuppertal, Hünefeldstr. 3-17

„Man kann mit jeder Frage zu uns kommen. Dazu gehört genauso, dass wir die mitgebrachten Bewerbungsunterlagen checken, dass wir den Jugendlichen helfen, ihren passenden Beruf zu finden und sie auch unterstützen, sich auf Bewerbung oder Vorstellungsgespräch gut vorzubereiten“ sagt Stefanie Petrick. „Mit einer guten Vorbereitung und einer gelungenen, der Stelle angemessenen Bewerbung“ ist die Teamleiterin der Berufsberatung überzeugt, „hat man gute Chancen auf den Ausbildungsplatz in seinem Traumberuf – und damit auf einen guten Start ins Berufsleben“.

Noch dieses Jahr in eine Ausbildung starten

Pressemitteilung der IHK

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Wuppertal-Solingen-Remscheid berät Ausbildungsplatzsuchende, die für 2017 bislang noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Auch für dieses Jahr suchen Unternehmen aus Industrie, Handel und dem Dienstleistungsbereich noch motivierte Bewerberinnen und Bewerber, um ihre offenen Ausbildungs-stellen zu besetzen. Für etwa 50 Ausbildungsplätze in Wuppertal, Solingen und Remscheid wird noch die geeignete Kandidatin oder der geeignete Kandidat gesucht – sowohl in kaufmännischen als auch gewerblich-technischen Berufen. Für Fragen und Informationen oder eine Terminvereinbarung steht Starthelferin Miriam Schöpp montags, mittwochs und donnerstags jeweils von 9 bis 13 Uhr sowie dienstags von 13 bis 17 Uhr unter der Telefon-Hotline 0202 2490 833 zur Verfügung. Dieser kostenlose Beratungs- und Vermittlungsservice wird durch das Projekt „Starthelfende Ausbildungsmanagement“ möglich, das mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wird.

Schauern, Dauerregen und ein paar Trockenphasen

Pressemitteilung des Wupperverbandes

Nach den trockenen Monaten April, Mai und Juni brachte der Sommermonat Juli reichlich Regen. Zwischen Tagen mit Gewitterschauern und Dauerregen gab es nur wenige Trockenphasen. An allen Messstellen im Wuppergebiet lagen die Regenmengen deutlich über dem Durchschnitt, so lautet die Bilanz des Wupperverbandes. An der Messstelle Lindscheid / Große Dhünn-Talsperre regnete es 175 Liter oder gut 17 Eimer Wasser auf den Quadratmeter. Das sind 66 Liter mehr als im Durchschnitt. Mit 155 Litern war es an der Bever-Talsperre um 41 Liter nasser als im Juli-Durchschnitt. An der Kläranlage Solingen-Burg lag die Juli-Regenmenge mit 149 Litern pro Quadratmeter um 36 Liter über dem Durchschnitt.
Durch heftige Gewitterschauer oder auch Dauerregen kamen an einigen Juli-Tagen große Regenmengen zusammen: Am 19 Juli regnete es 36 Liter in Wuppertal-Buchenhofen, 33 Liter in Solingen-Burg, 26 Liter an der Bever-Talsperre und 23 Liter an der Großen Dhünn-Talsperre.
Im Dauerregen am 25. Juli fielen 32 Liter in Solingen, 29 Liter an der Großen Dhünn-Talsperre, 28 Liter an der Bever-Talsperre und 27 Liter in Wuppertal. An den Tagen mit Dauerregen und Gewitterschauern führten auch die Wupper und die Nebenbäche zumindest kurzzeitig mehr Wasser als in sommerlichen Trockenphasen. Von Hochwasservorwarnstufen blieben die Pegelstände allerdings weitgehend entfernt. In seinem Hochwasserportal stellt der Wupperverband aktuelle Pegelstände, eine Situationsanalyse und viele weitere Infos bereit. Das Portal ist im Internet zu finden unter hochwasserportal.wupperverband.de.

Auch wenn der Juli nasser war als im Durchschnitt, wurde der bisherige Regenrekord für den Sommermonat im Wuppergebiet nicht gebrochen. Der nasseste Juli seit Beginn der Aufzeichnungen an der Bever-Talsperre im Jahr 1900 war der Juli 1980 mit 285 Litern Regen pro Quadratmeter.
In anderen Regionen Deutschlands brachte der Juli 2017 hingegen extreme Regenmengen. Wie der Deutsche Wetterdienst berichtete, regnete es im Harz an der Eckertalsperre im Zeitraum vom 24. bis zum 26. Juli 302 Liter pro Quadratmeter. (Quelle:
www.dwd.de)

Weitere Fahrbahnsanierung der Ringstraße

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Stadt Remscheid setzt die Erneuerung der Fahrbahn auf der Ringstraße fort. Ab dem 7. August wird die Ringstraße zwischen der Hentzenallee und der Hackenberger Straße zur Einbahnstraße. Die Fahrtrichtung von der Kreuzung Rader Straße in Richtung Hackenberger Straße bleibt als Einbahnstraße aufrechterhalten.

Der aus Lüttringhausen kommende Verkehr wird bereits mit einer Umleitungsempfehlung über die Lüttringhauser Straße und Wupperstraße bis zur Kreuzung Ring-/Rader Straße geführt. An der Kreuzung Ring-/Hackenberger Straße wird der Verkehr über die Hackenberger Straße und Röntgenstraße umgeleitet. Hierzu wird die Röntgenstraße zur talwärts führenden Einbahnstraße.

In der ersten Bauphase wird die (in Fahrtrichtung Hackenberger Straße/Lüttringhausen) linke Fahrbahnseite bearbeitet und die einmündenden Straßen Hentzenallee, Fritz-Reuter-Straße und Christhauser Straße haben solange keine Durchfahrtmöglichkeit auf die Ringstraße. Auch hier muss dann über die Röntgenstraße bzw. Hackenberger Straße an- und abgefahren werden.

In der zweiten Bauphase wird auf die andere (rechte) Fahrbahnseite gewechselt. Wobei dann die auf dieser Seite einmündenden Straßen immer eine durch die Baustelle bedingte engere Zufahrt zur Ringstraße aufweisen. Die einzelnen Baufelder werden so eingerichtet, dass immer die Hälfte der Einmündung zur Verfügung steht. Lediglich bei der Werner-von-Siemens Straße ist aufgrund des geringen Platzangebots keine Verbindung zur Ringstraße in dieser Bauphase mehr möglich.

Je nach Witterung muss je Bauphase mit einer Bauzeit von rund zwei Monaten, insgesamt also von rund vier Monaten (Anfang August bis Ende November) gerechnet werden.

Vor dem Röntgengymnasium wird für die Schüler eine Fußgängerschutzanlage errichtet und die Einhaltung der Geschwindigkeit von 30 km/h wird besonders überwacht. Die Vorfahrtsregelungen in der Teichstraße und in der Albrecht-Thaer-Straße werden für die Dauer der Maßnahme geändert. Es ist bei der Einfahrt in die Röntgenstraße jeweils Vorfahrt zu achten.

Die gewohnten Bushaltestellen im Baufeld werden während der Baumaßnahme nicht angefahren. Sie werden jeweils auf der Ringstraße vor und hinter das Baufeld verlegt. Die Buslinien in der Umleitungsstrecke erhalten eine Ersatzhaltestelle in der Röntgenstraße zwischen der Albrecht-Thaer Straße und dem Montanusweg. Fußgänger können das Baufeld jeweils nur am Anfang und am Ende queren.

Der bergische Ausbildungsmarkt im Juli

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

„Wenige Wochen vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres am 1. Oktober sind bei der Agentur für Arbeit alleine für das bergische Städtedreieck noch 1.039 freie Ausbildungsstellen gemeldet. Dem gegenüber stehen 1.271 junge Menschen, die noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind und bisher keine andere Alternative („Plan B“) gefunden haben. Unsere Teams in der Berufsberatung und Ausbildungsvermittlung arbeiten mit Hochdruck daran, allen jungen Leuten ein Angebot zu machen. Zusätzlich verstärken wir jetzt in den Sommerferien die offenen Sprechstunden der Berufsberatung in den drei Städten. Auf der Ausbildungsbörse am 24. August im BiZ Wuppertal  werden alle freien Stellen angeboten. Junge Leute, die noch keine Ausbildungsstelle gefunden haben, sollten diese Angebote nutzen und sich unverzüglich bei der Berufsberatung melden, “ rät Martin Klebe. „Ich freue mich, dass die Unternehmen bisher mehr Stellen für die jungen Menschen zur Verfügung gestellt haben. Ich bitte sie, in ihren Anstrengungen nicht nachzulassen und auch jetzt noch weitere Stellen zu melden.“

Unternehmen aus dem Bergischen Land meldeten bis Juli und damit in den ersten zehn Monaten des aktuellen Ausbildungsjahrs, das im Oktober 2016 begann und bis Ende September 2017 verläuft, insgesamt 2.953 Ausbildungsstellen beim Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. Dem stehen 4.663 Bewerberinnen und Bewerber aus Remscheid, Solingen und Wuppertal gegenüber, 63 mehr als im Vorjahreszeitraum. 1.039 Ausbildungsstellen sind im Juli noch frei, das sind 20 weniger als vor einem Jahr. Der Leiter der Arbeitsagentur appelliert an die Jugendlichen, einen Termin bei der Berufsberatung zu vereinbaren, falls noch nicht geschehen oder die offenen Sprechstunden zu nutzen. „Es gibt eine Vielzahl duale Ausbildungsberufe mit den unterschiedlichsten Anforderungen. Ob jemand gerne draußen oder drinnen arbeitet, mit Menschen oder lieber mit Tieren, lieber am Computer oder mit Pflanzen – für nahezu jedes Talent gibt es einen passenden Ausbildungsberuf“, so Martin Klebe.

Von den in Remscheid gemeldeten 599 Ausbildungsstellen (68 oder 12,8 Prozent mehr als im Vorjahr) sind  noch 220 frei (106 Stellen mehr als 2016). Die meisten offenen Ausbildungsstellen gibt es aktuell als Maler/in und Lackierer/in - Gestaltung und Instandhaltung, Hörakustiker/in, Verkäufer/in, Zerspanungsmechaniker/in, Kaufmann/-frau – Einzelhandel, Kraftfahrzeugmechatroniker/in – Personenkraftwagentechnik, Medizinische/r Fachangestellte/r, Restaurantfachmann/-frau, Automatenfachmann/-frau – Automatendienstleistung, Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r, Anlagenmechaniker/in - Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Berufskraftfahrer/in, Fachkraft – Lagerlogistik, Fachmann/-frau – Systemgastronomie, Gebäudereiniger/in oder Koch/Köchin.

Trennung von Haltestellen und „Entree zur Innenstadt“

Mit der Nominierung von drei Preisträgern endete am Dienstag der Architektenwettbewerb zur Neugestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes. Oder sollte man besser sagen „zur Umgestaltung des Zentralen Omnibus-Bahnhofs (ZOB)“, wie es in der gestrigen Pressekonferenz offiziell hieß? Der 1. Preis geht an die Arbeitsgemeinschaft Stefan Schmitz BDA Architekten und Stadtplaner, Köln zusammen mit Lill + Sparla Landschaftsarchitekten, Köln, und das BSV Büro für Stadt und Verkehrsplanung, Aachen. Die Jury lobte sowohl die in dem Entwurf gut funktionierenden verkehrlichen Strukturen des ZOB als auch dessen „stadträumliche Qualitäten“ als „Entree zur Innenstadt“. Ein geschwungenes Dach als Witterungsschutz für die Fahrgäste schafft eine optische Zäsur zwischen den Verkehrsflächen des Busbahnhofs (drei Fünftel des bisherigen Gesamtareals) und der Platzfläche, die den Fußgängern vorbehalten ist (zwei Fünftel) – zusammen mit dem neuen zweistöckigen, ovalen Betriebsgebäude der Verkehrsbetriebe (mit Gastronomie in Parterre). Gegenüber, an der Konrad-Adenauer-Straße, sind Stadtvillen geplant. Die Zufahrt für das Parkhaus an der Engelspassage soll künftig über die Wilhelm-Schuy-Straße erfolgen. Im Video von der gestrigen Pressekonferenz Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Prof. Hartmut Welters von postwelters | partner sowie Stadtwerke-Chef Dr. Thomas Hoffmann und Bezirksbürgermeister Otto Mähler. Sie lobten den Entwurf.

Preis für neuen ZOB geht nach Köln und Aachen

Pressemitteilung des Architektenbüros postwelters | partner

Ein wichtiger Meilenstein zur Umgestaltung des Zentralen Omnibus-Bahnhofs (ZOB) auf dem Friedrich-Ebert-Platz in Remscheid ist erreicht: Der Sieger des Wettbewerbes (1. Preis) für die Umgestaltung der ZOB steht fest; es ist die Arbeitsgemeinschaft Stefan Schmitz BDA Architekten und Stadtplaner, Köln, zusammen mit Lill + Sparla Landschaftsarchitekten, Köln und das BSV Büro für Stadt und Verkehrsplanung, Aachen. Dies hat das Preisgericht in seiner Sitzung am gestrigen Dienstag nach intensiver Prüfung und Diskussion entschieden. In ihrer Begründung lobte die Jury unter Vorsitz von Prof. Andreas Fritzen sowohl die in dem Entwurf gut funktionierenden verkehrlichen Strukturen des ZOB als auch dessen stadträumliche Qualitäten. Das Preisgericht entschied gemäß der Auslobung drei Preise zu vergeben. Der erste Preisträger erhält ein Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro. Der zweite Preis mit einem Preisgeld von 16.000 Euro ging an die Arbeitsgemeinschaft Franz Reschke Landschaftsarchitektur mit Freie Planungsgruppe Berlin und Jan Derveaux | Rimpau & Bauer Architekten aus Berlin. Die Arbeit der Arbeitsgemeinschaft Hummert Architekten, Pulheim mit wbp Landschaftsarchitekten, Bochum und SHP Ingenieure aus Hannover erhält für den dritten Preis 11.000 Euro. Der Wettbewerb war von der Stadt Remscheid in enger Kooperation mit den Stadtwerken Remscheid ausgelobt worden.

Die Vorprüfung der Arbeiten sowie die Organisation des Preisgerichts übernahm das Dortmunder Büro postwelters | partner mbB. Im Preisgericht waren, neben Herrn Oberbürgermeister Mast-Weisz auch sein (bisheriger) Stellvertreter Lothar Krebs sowie Otto Mähler als Bezirksbürgermeister und Rosemarie Stippekohl als seine Stellvertreterin. Zudem waren Vertreter der Stadtwerke Remscheid, darunter Geschäftsführer Prof. Dr. Thomas Hoffmann und Bereichsleiter Matthias Bioly, sowie Vertreter der Stadt Remscheid und weitere politische Vertreter anwesend. Die Jury komplettierten hochqualifizierte externe Architekten, Stadtplaner, Landschaftsarchitekten und Verkehrsplaner. Die Wettbewerbsergebnisse werden ab sofort für die Öffentlichkeit im Innenstadtbüro am Remscheider Markt gegenüber der Stadtkirche in den  Schaufenstern präsentiert.

Die Stadt Remscheid hatte sich zur Umsetzung des Konzeptes „Revitalisierung der Innenstadt“ und auf der Grundlage eines zuvor erstellten ÖPNV-Fachbeitrags (»Rahmenbedingungen des öffentlichen Personennahverkehrs für die Umgestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes«) für ein konkurrierendes Verfahren zur Neugestaltung des ZOB am Friedrich-Ebert-Platz entschieden. So soll die Chance genutzt werden, mit Hilfe von Fördergeldern (80 Prozent der von der Stadt eingeplanten 1,3 Millionen Euro kommen vom Land, 90 Prozent der von den Verkehrsbetrieben vorgesehenen vier Millionen Euro vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr) einen vielfältig genutzten, urbanen Platz in der Innenstadt zu schaffen. Die im Wettbewerb enthaltenen Themenbereiche umfassten den ZOB inklusive Haltestellenüberdachung und die Berücksichtigung der betrieblichen Anforderungen, die Platzgestaltung sowie ein Gebäude für die Leitstelle und mit Sozialräumen für das Fahrpersonal.

Ziel war es, eine einheitliche und abgestimmte, qualitätsvolle Lösung zu finden, welche die unterschiedlichen Ansprüche an den vielfältig genutzten Stadtraum berücksichtigt, die Anforderungen der Bürger bestmöglich und architektonisch qualitätsvoll umsetzt und die Attraktivität der angrenzenden Straßen unterstützt. Dazu wurde ein Wettbewerb ausgelobt, um eine geeignete Arbeitsgemeinschaft für die Durchführung dieser - für Remscheid inhaltlich wie städtebaulich bedeutsamen - Bauaufgabe zu finden. Aufgrund des breiten Themenspektrums richtete sich der Wettbewerb an Arbeitsgemeinschaften aus Verkehrsplanern, Landschaftsarchitekten, Stadtplanern und/oder Architekten. Ausgelobt wurde er nach den »Richtlinien für Planungswettbewerbe« von der Stadt Remscheid in enger Kooperation mit den Stadtwerken Remscheid ausgelobt. Die Wettbewerbsbetreuung erfolgte durch das Dortmunder Büro postwelters | partner mbB. Insgesamt acht Büros wurden zur Teilnahme am Wettbewerb über ein zuvor durchgeführtes europaweites Vergabeverfahren ausgewählt und eingeladen. Den Teilnehmern blieben insgesamt neun Wochen zur Bearbeitung und Fertigstellung der Planunterlagen. Sieben Büros reichten ihre Arbeiten bis zum 30. Juni fristgerecht und anonym ein. Alle Wettbewerbsbeiträge wurden von dem unabhängige Preisgericht am Dienstag anonym bewertet. Erst nach der Auswahl der Preisträger wurde dem Preisgericht die Urheberschaft der eingereichten Arbeiten bekannt gegeben. In einem nächsten Schritt werden die drei Preisträger zu weiteren Verhandlungen aufgefordert. (In die Politik kommt der endgültige Entwurf, so hieß es auf der Pressekonferenz, im November. Baubeginnt könnte dann 2019 sein.)

(Weitere Einzelheiten, insbesondere zu dem mit 20.000 Euro prämiierten Entwurf des neuen ZOB, teilten in der heutigen Pressekonferenz Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Prof. Hartmut Welters von postwelters | partner mit. Stadtwerke-Chef Dr. Thomas Hoffmann und Bezirksbürgermeister Otto Mähler lobten den Entwurf. Dazu wird der Waterbölles morgen ein Video veröffentlichen)

Aus dem Erläuterungsbericht zum 1.Preis

Der mit dem 1. Platz und 20.000 Euro prämiierte Entwurf des neuen ZOB auf dem Friedrich-Ebert-Platz betont ganz bewusst die Eigenständigkeit des Platzes (Entree zur Innenstadt) gegenüber dem ZOB, um ihn nicht nur als Vorplatz sondern, auch als allgemein nutzbarer Stadtplatz für die Remscheider Bürger zur Geltung zu bringen. Ein geschwungenes Dach als Witterungsschutz für die Fahrgäste schafft eine optische Zäsur zwischen den Verkehrsflächen des Busbahnhofs und der dem Fußgänger vorbehaltenen Platzfläche. Der Platz erhält eine klare Fassung und wirkt zusammen mit dem ovalen Betriebsgebäude als klar definierter Stadtraum und nicht nur als Verteilerfläche für die Fahrgäste im Vorfeld des Busbahnhofes.

Die Fassung des Platzes im Süden wird durch Neubebauungen ergänzt, die den Villentypus der vorhandenen Bebauung aufnehmen. Der Platz erfüllt zugleich alle mit dem Busbahnhof verbundenen Funktionen. Er bietet Orientierung, Aufenthaltsmöglichkeiten und Witterungsschutz für die Fahrgäste des ÖPNV. Die Orientierung wird durch Bodenbänderungen mit LED-Bestückung unterstützt. Sie leiten den Fahrgast auf die Überwege zu den Haltestellen und zeigen in Verbindung mit Infotafeln den Standort der einzelnen Linien an.

Die Aufenthaltsqualitäten für wartende Fahrgäste sind vielfältig. Sie betreffen nicht nur die Überdachung und witterungsgeschützte gläserne Fahrgastunterstände, sondern auch Wartebereiche auf der Platzfläche. Hier werden sowohl Sitzflächen im Freien als auch Aufenthaltsmöglichkeit im Gebäude mit und ohne gastronomischen Service angeboten.

Der Gastronomiebetrieb kann die öffentliche Toilettenanlage als auch den separaten Warteraum bewirtschaften. Dessen Notwendigkeit ist allerdings in Frage zu stellen, wenn an gleicher Stelle ausreichend Gastronomieflächen angeboten werden. Diese sind in Form eines Bistros oder eines Fastfood-Restaurants möglich. Sie beleben den Platz, sorgen für soziale Kontrolle und bieten einen willkommenen Service für wartende Fahrgäste.

Die Zufahrt für das Parkhaus an der Engelspassage erfolgt über die Wilhelm-Schuy-Straße in Ostrichtung, die Abfahrt über die Platzfläche nach Osten auf die Elberfelder Straße nach Süden. Dort gibt es die Möglichkeit einer 180° Kehre, um die überörtliche Verkehrsstraße zu erreichen. Die Neubebauung das ZOB erfolgt stufenweise von Nord nach Süd. Eine genaue Festlegung der Abschnittsflächen geschieht unter Berücksichtigung der Betriebsmöglichkeiten des ZOB während der Bauzeit.