Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Arbeit in Pflege- und Gesundheitsberufen

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Die Agentur für Arbeit lädt alle Männer und Frauen aus Wuppertal, Solingen und Remscheid, die sich für eine Ausbildung oder Arbeit in Pflege- und Gesundheitsberufen interessieren, zu einer Infobörse für Donnerstag, 23. Februar, von 13 bis 15:30 Uhr ins Berufsinformationszentrum (BiZ) Wuppertal, Hünefeldstraße 10a, ein. Fachleute aus neun Unternehmen sowie deren Azubis und Branchenvertreter informieren über die Beschäftigungs- und Ausbildungsmöglichkeiten in Pflege- und Gesundheitsberufen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeitgeber-Services und der Berufsberatung beantworten alle individuellen Fragen der Besucherinnen und Besucher. Zudem präsentieren die Wuppertaler Pflegefachschulen ihr Angebot und geben wertvolle Tipps: Wussten Sie zum Beispiel, dass man in Wuppertal die Ausbildung in der Altenpflege auch in Teilzeit absolvieren kann?

Aktuell werden in der Region mehr als 300 Arbeitskräfte in diesen Berufen gesucht, darunter beispielsweise Altenpfleger/in, Altenpflegehelfer/in, (Gesundheits- und Kinder-) Krankenpfleger/in, Operationstechnische/r Assistent/in, Krankenpflegehelfer/in, Medizinische Fachangestellte, Pflegedienstleitungen, Altentherapeuten, Ergotherapeuten und Physiotherapeuten. „Die steigende Anzahl der Pflegebedürftigen und der Rückgang der klassischen familiären Pflege lässt die Nachfrage der Unternehmen nach Pflegekräften stetig steigen, daher sind die Beschäftigungschancen in dieser Branche hervorragend“, sagt Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. „Auf der Infobörse können sich unsere Kundinnen und Kunden aus erster Hand über Ausbildungen und Arbeitsstellen in diesen Berufen informieren und gleich mit Arbeitgebern und deren Nachwuchs sprechen. „Die Veranstaltung ist Teil der Bemühungen der Agentur für Arbeit, Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zusammenzuführen.“ Die Teilnahme ist ohne Anmeldung möglich. Auch Schulklassen sind herzlich willkommen

Provisorische Ausbesserung mit schwarzem Asphalt

Der schadhafte rote Apshalt auf der Fichtenstraße. Archivfoto: Lothar Kaiser Rot gefärbter Asphalt markiert die Kreuzungsbereich der Fichtenstraße seit deren grundlegendem Ausbau. Ein länger währendes Fahrvergnügen war das nicht. Auf erste kleinere Risse im Asphalt folgten schon bald breitere, und inzwischen ärgern sich die Autofahrer auch über Schlaglöcher. Darauf hatte in der Bezirksvertretung Süd am 30. November vergangenen Jahres Jutta Wilke (CDU) aufmerksam grmacht,. In der gestrigen Sitzung hieß es dazu nun von Seiten der Verwaltung, die gröberen Schäden würden im Frühjahr mit schwarzem Asphalt ausgebessert und endgültig dann im Laufe des Jahres im Anschluss an ein Ausschreibungsverfahren.

Keine Lösung für Verkehrsstau in der Rushhour

Als ein Ärgernis empfindet es Klaus Wetzel, Mitglied der Linken in der Bezirksvertretung Süd, dass sich in den Verkehrsspitzenzeiten ("Rushhour") der Verkehr auf der Linkabbiegespur der Lenneper Straße Richtung Dortmund hin und wieder weit zurückstaut. Dann sei die Lenneper Straße in Richtung Lennep de facto nur noch einspurig befahrbar. Wetzel in einer Anfrage zur gestrigen Sitzung der Bezirksvertretung Lennep: „Die BA-Zufahrt Köln wird bei Rückstau zugestellt, ebenso die Kreuzung Bökerhöhe; die Ausfahrt der Feuerwehr ist dann nicht mehr frei. Dadurch kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen und zu Verzögerungen!“ Das sei in der BV schon mehrfach angesprochen worden. „Aber geschehen ist bisher nichts!“ Welche Maßnahmen ergriffen werden könnten, um den Verkehrsfluss zu verbessern, und welche Auswirkung das erwartete erhöhte Verkehrsaufkommen zum DOC auf dem beschriebenen Zustand haben werde, wollte Wetzel von der Verwaltung wissen. BV-„Pate“ Dietmar Klee, Leiter des Fachdienstes Recht und Datenschutz, hatte dazu allerdings nicht viel zu sagen. Sein „Das steht auf der Optimierungsliste der Fachabteilung!“ konnte Klaus Wetzel nicht zufriedenstellen: „Diese Larifari-Antwort habe ich im März 2014 schon einmal von der Verwaltung gehört!“

Intzestraße bleibt weiter ohne abbiegende Vorfahrt

Mit zwei Anträgen scheiterte die CDU in der gestrigen Sitzung der Bezirksvertretung Süd. Weil sie gegenüber den Mitgliedern von SPD, W.i.R., Grünen und Linken in der Minderheit blieb. Antrag Nr. 1: „Im Sinne eines besseren Verkehrsflusses“ möge die Verkehrsführung dergestalt geändert werden, dass die Intzestraße zur Vorfahrtsstraße wird. Und Antrag Nr. 2: Die Verwaltung möge die Intzebrücke für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen sperren (Ausnahme Linienbusse). Begründet hatte die CDU die neue Verkehrsführung (abbiegende Vorfahrt) damit, dass die schmale Brücke „kaum einen Begegnungsverkehr größerer Fahrzeuge erlaubt“. Inzwischen verlaufe der gesamte Bus- und Schwerlastverkehr Richtung Wermelskirchen über die Brücke. Doch aus der Sicht der Verwaltung waren diese beiden „Begründungen“ die besten Argumente g e g e n den Antrag. Denn der höhere Lkw-Verkehr auf der Intzestraße ist die Folge einer Sperrung der Preyersmühle für schwere Lkw. Würde nun auch noch der Weg über die Brücke an der Intzestraße auf die gleiche Weise versperrt, bliebe nur noch der Umweg über Bergisch Born. Und dass die Brücke sehr schmal sei, könne gerade dem aus der Intzestraße nach links abbiegenden Verkehr zum Verhängnis werden, wenn die Fahrer im Engpass entgegenkommende Fahrzeuge bei zügiger Fahrt zu spät bemerken würden. Auch seien dann die Fußgänger auf dem Überweg nicht mehr ausreichend sicher, so die Verwaltung weiter. In der nächsten Sitzung will die BV nun das Problem mit der Verwaltung grundlegender angehen. Ein entsprechender Beschluss, den Rita Jungesblut-Wagner (SPD) beantragt hatte, wurde einstimmig angenommen.

"Kuckuck" weiter ohne ausgewiesene "Hundewiese"

Fotos: Lothar Kaiser Wenn „im Kuckuck“ in den vergangenen Jahren ein Bürgerfest gefeiert wurde, kamen auch viele Hundebesitzer. Das nebenstehende Foto vom Fest im Juni 2009 beweist es. Es war 21. Bürgerfest auf dem Freizeitgelände“ an der Intzestraße (damals ohne den SPD-Ortsverein Süd). Im vergangenen Jahr gab es den zaghaften Versuch, das Stadtteilfest neu zu beleben. Zugleich wurde eine Initiative gestartet, dort nicht nur eine Fläche für private Grillfeste auszuweisen, sondern auch eine so genannte Hundewiese. In der gestrigen Sitzung der Bezirksvertretung Süd verlas deren „Pate“ Dietmar Klee, Leiter des Fachdienstes Recht und Datenschutz, einen „Sprechzettel“ von Michael Zirngiebl, Chef der Technischen Betriebe Remscheid (TBR), wonach dort ein abgetrennter Bereich für Hunde zwar grundsätzlich möglich sei. Aber eine genaue Fläche sei bislang noch nicht festgelegt worden. Im Übrigen seien auch die Folgekosten einer „Hundewiese“ noch völlig unklar (Kotbeutel, Abfallbehälter) bzw. im städtischen Haushalt noch gar nicht reingeplant.
Merke: „TBR hält Kauf von Hundekotbeuteln für zumutbar“, hatte der Waterbölles im April 2016 berichtet. Damals ging es ebenfalls um eine Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Süd, damals allerdings um einen von der BV gewünschten Service für umweltbewusste Hundebesitzer im Neubaugebiet Hohenhagen. Uwe Schabla (CDU) erinnerte sich gestern noch gut daran. Dass Hundebesitzer die Beutel selbst kaufen, sei auf dem Hohenhagen gar kein Problem mehr.

"Bessere personelle und räumliche Ausstattung!"

Die Fraktion der Linken hat zur Sitzung des Jugendhilfeausschuss am 8. März den Antrag gestellt, die kommunalen Mittel an der Finanzierung des offenen Ganztags zu erhöhen und den pädagogischen und kindgerechten Bedürfnissen anzupassen. Dazu soll „der tatsächliche räumliche, personelle und sächliche Bedarf für alle Kinder an den unterschiedlichen Standorten des Offenen Ganztages ermittelt und festlegt werden, wie insbesondere die personelle und die räumliche Ausstattung auch kurzfristig verbessert werden können.“ Der Rat soll aufgefordert zu einem Appell an den Landtag aufgefordert werden, in dem dringend die bessere finanzielle Unterstützung der Offenen Ganztage eingefordert wird. Zur Begründung: „In der Stadt Remscheid besuchen 61 % der Primarstufenschülerinnen und – schüler das Angebot der Offenen Ganztagsschule. Diese jetzt schon hohe Nutzung des Offenen Ganztags ist aber tatsächlich nicht ausreichend. An einigen Standorten bestehen bereits seit längerer Zeit Wartelisten; der Bedarf an Betreuungsplätzen im Offenen Ganztag steigt und damit der räumliche Bedarf. Zudem: die in den Richtlinien des Landes NRW genannte Aufgabe des Offenen Ganztags ist klar und das Ziel anspruchsvoll.

Der Offene Ganztag soll nichts weniger sein als ein „attraktives, qualitativ hochwertiges und umfassendes örtliches Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebot, das sich an dem jeweiligen Bedarf der Kinder und Jugendlichen sowie der Eltern orientiert. Die individuelle ganzheitliche Bildung von Kindern und Jugendlichen, die Entwicklung ihrer Persönlichkeit, der Selbst- und Sozialkompetenzen, ihrer Fähigkeiten, Talente, Fertigkeiten und ihr Wissenserwerb sollen systematisch gestärkt werden“. (...) Trotz des hohen Engagements der im Offenen Ganztag arbeitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können auch sie sich nur um die Belange der Kinder intensiv kümmern, wenn ausreichend Personen da sind, die - mit unterschiedlichen Angeboten - die Entwicklung jedes einzelnen Kindes fördern.“

Sven Wolf übernimmt Untersuchungsausschuss "Amri"

Sven Wolf.Pressemitteilung des SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf

Heute Morgen bat mich meine Fraktion, den Vorsitz im PUA V "Fall AMRI" zu übernehmen. Nach langen Beratungen und Überlegungen habe ich diesem Wunsch meiner Kolleginnen und Kollegen der SPD-Fraktion entsprochen. Ein Untersuchungsausschuss kurz vor Ende einer Wahlperiode ist eine große Herausforderung. Gerne stelle ich meine Erfahrung aus der Leitung zweier solcher Gremien in dieser Wahlperiode in den Dienst der Sache. Ich werde mit meinen Kolleginnen und Kollegen mit aller Kraft versuchen, dem Auftrag soweit wie möglich gerecht zu werden. Die antragstellenden Fraktionen gehen selbst davon aus, dass bis zum Ende der Wahlperiode nicht alle Bereiche untersucht werden können.

Ich lade die Kolleginnen und Kollegen des künftigen Ausschusses ein, gemeinsam und ernsthaft an der Beantwortung der offenen Fragen rund um den feigen Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt zu arbeiten. Vergessen sollten wir dabei nie, dass bei diesem Anschlag zwölf Menschen ihr Leben verloren. Den Untersuchungsausschuss für einen reinen politischen Schlagabtausch zu nutzen, wäre daher völlig unangemessen. Das sind wir den Menschen schuldig, die kurz vor Weihnachten Angehörige, Freunde und geliebte Menschen verloren haben.

Suchbild: Wo steht die neue Radarfalle?

Ein dritter Radarwagen und ein weiterer Messtower?“ Noch mit Fragezeichen überschrieb der Waterbölles am 7. März 2016, was die städtische Verkehrsbehörde in einer Beschlussvorlage dem Umweltausschuss, den vier Bezirksvertretungen sowie den Haupt- und Finanzausschuss damals empfohlen hatte: eine stationäre Geschwindigkeitsüberwachung im Bereich der Lenneper Straße sowie zwei neue Radarwagen, einen davon als Ersatz für ein zwölf Jahre altes Fahrzeug. Inzwischen ist die Vorlage Realität geworden. Die neue Radarfalle kann an der Lenneper Straße besichtigt werden.  Schon bei Tage muss man genau hinsehen, um sie zu entdecken. Bei Nacht, zwischen 22 und 6 Uhr, wenn der „Blitzer“ scharf gestellt ist („in beide Richtungen möglich“, so Bezirksbürgermeister Stefan Grote), dürfte sie (eiligen) Autofahrern wahrscheinlich erst dann auffallen, wenn sie den Radarblitz ausgelöst haben. Tagsüber bleibt die Anlage nur sowie aktiv, dass sie die Geschwindigkeit der Fahrzeuge auf der Lenneper Straße für statistische Zwecke misst.

Die Kosten des neuen Messtower samt Innentechnik gab die Verwaltung im März 2016 mit ca. 80.000 Euro an. Dem stünden pro Jahr geschätzte Mehreinnahmen durch 8.000 Ordnungsverfahren von je 20 Euro, gleich 160.000 Euro gegenüber. Eine Ermittlung des Geschwindigkeitsniveaus im Bereich der Lenneper Straße hatte im November 2015 ergeben, dass sich in der Zeit von 22 bis 6 Uhr von 1.200 Autofahrern satte 85 Prozent nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung  hielten, sondern 35 km/h oder schneller fuhren.

Fensterpaten für Röntgens Geburtshaus gesucht

Das erste rekonstruierte Fenster für das Geburtshaus von Wilhelm Conrad Röntgen, ausgestellt im Deutschen Röntgen-Museum.Die Bauarbeiten am Geburtshaus von Wilhelm Conrad Röntgen laufen auch auf Hochtouren. Nachdem bereits im vergangenen Jahr wichtige Außenarbeiten wie die Erneuerung des Dachstuhls und der Dachdeckung abgeschlossen werden konnten, rückt nun zunehmend der Innenausbau des Gebäudes in den Vordergrund. Damit das Geburtshaus spätestens Anfang 2019 eröffnet werden kann, bedarf es jedoch noch der weiteren finanziellen Unterstützung. Diese kann durch eine einmalige Spende oder eine Fördermitgliedschaft erfolgen. Oder aber durch eine Patenschaft für eines der nach historischem Vorbild rekonstruierten Fenster. Für jedes Fenster kann ab sofort eine Patenschaft übernommen werden. Egal ob von einer Einzelperson, einer Gruppe, einem Verein oder einem Unternehmen: Jede Unterstützung zählt. Alle Paten sollen auf einer Fensterplakette namentlich aufgeführt werden.

Insgesamt 22 Fenster sollen in den nächsten Wochen und Monaten auf den drei Etagen des Hauses verbaut werden. Dabei handelt es sich um nach außen öffnende Fenster, die außenseitig auf den Fachwerkbalken montiert sind und gemäß den historischen Vorlagen mit Einfachverglasung ausgeführt werden. Ergänzt werden die Außenfenster um innere Fenster, die alle Anforderungen an Wärme- und Einbruchschutz erfüllen. Die Kosten für die einzelnen Fenster reichen von 1.430 Euro bis 3.400 Euro.

Eine kostenfrei zugängliche Ausstellung im Erdgeschoss, Tagungs- und Konferenzräumlichkeiten im Obergeschoss sowie ein Gäste- und Stipendiaten-Apartment im Dachgeschoss sollen das Geburtshaus von Wilhelm Conrad Röntgen zu einem neuen Magneten und Orientierungspunkt für Öffentlichkeit und Wissenschaft machen. Rund eine Million Euro kostet die Restaurierung und Einrichtung des historischen Gebäudes. Dreiviertel der Finanzierungssumme sind bereits durch Spendengelder sowie Fördermittel des Landschaftsverbands Rheinland und der NRW-Stiftung zusammengekommen.  (Weitere Informationen: Geburtshaus-Wilhelm-Conrad-Röntgen-Stiftung e.V., Sandra Ermisch, Ernst-Reuter-Platz 10, D-10587 Berlin, Tel.: 030 916 070-29, E-Mail geburtshausroentgen@drg.de">geburtshausroentgen@drg.de.)

B-Plan 661 als Bollwerk gegen größere Discounter

Neuer B-Plan soll Restwald sichern und Einzelhandel beschränken“, titelte der Waterbölles am 24. Februar 2014. Damals gab die Bezirksvertretung Süd grünes Licht für den Bebauungsplan Nr. 661 – Gebiet Burger Straße zwischen Bliedinghauser Straße und Reinhard-Mannesmann-Straße (Mannesmannpark / ALDI-Markt) – mit dem Ziel, die Situation des Einzelhandels entsprechend dem städtischen Einzelhandelskonzept zu steuern und die „quartiersbedeutsame Grünfläche“ (das, was vom einstigen Mannesmannpark noch übrig geblieben ist) zu sichern. Denn neben dem im nordöstlichen Teil des einstigen Parkgeländes errichteten ALDI-Markt eine größere Grünfläche mit umfangreichem schützenswertem Baumbestand verblieben, die nach Ansicht von Verwaltung und Politik „erheblich zur Umfeldqualität“ beiträgt. Den Aufstellungsbeschluss hatte der Haupt- und Finanzausschuss am 6. März 2014 gefasst. Zur Sicherung der Planungsziele beschloss der Rat der Stadt Remscheid am 1. Juli 2014 eine Veränderungssperre; sie läuft – am 13. Juli 2016 verlängert – am 12. Dezember dieses Jahres aus. Über die während der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung eingegangenen Stellungnahmen gilt es jetzt zu entscheiden und die Offenlage zu beschließen. Das Thema steht am kommenden Mittwoch auf der Tagesordnung der Bezirksvertretung Süd.

Das Gebiet zwischen Bliedinghauser Straße, Burger Straße und Reinhard-Mannesmann-Straße habe sich in der Vergangenheit „nicht entsprechend den Zielen des Durchführungsplans Nr. 30 aus dem Jahr 1956 entwickelt, welcher für den überwiegenden Bereich der Fläche ein Industriegebiet festgesetzt hat“, heißt es in der aktuellen Verwaltungsvorlage. „ Auf der Fläche sind Wohn- und Gemeinbedarfsnutzungen, Einzelhandelsnutzungen und eine parkähnliche Grünfläche entstanden. Die ursprünglichen Ziele des Durchführungsplans entsprechen nicht mehr den städtebaulichen Zielen der Stadt Remscheid und sind nicht zuletzt aufgrund der faktischen Situation vor Ort auch nicht mehr umsetzbar.“

Die Genehmigung für den neuen ALDI-Markt hatte die Stadt nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichtes erteilt. „Der Einzelhandel mit Zentren- und nahversorgungsrelevanten Sortimenten im Plangebiet entspricht jedoch nicht den Zielsetzungen des Einzelhandelskonzepts der Stadt Remscheid. Es ist zu befürchten, dass sich Einzelhandelsnutzungen in zentrenschädigender Weise weiter ausbreiten. Der Verwaltung liegen Bauanträge und Bauvoranfragen für weitere Einzelhandelsnutzungen vor. Der Bebauungsplan hat daher das Ziel, die städtebauliche Situation unter Berücksichtigung des Einzelhandelskonzeptes zu ordnen", so die Verwaltung. Auf dem Grundstück Burger Straße 85/ 85a sind für nicht großflächige Lebensmittelmärkte zusammen 197 Stellplätzen ausgewiesen. Der östliche Markt steht seit Eröffnung des neuen, östlichen Marktes leer.

Neben dem Neubau dürfte aufgrund einer verwaltungsgerichtlichen Entscheidung noch ein zweiter „nicht großflächiger Mark“ gebaut werden. Doch die ambitionierten Pläne von Rainer Dorn (Projektgesellschaft Dorn & Partner) und Harald Schlößer (Schlößer-Projekt GmbH) – sie haben zu diesem Zweck eigens eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gegründet - gehen darüber hinaus. Statt der beiden genehmigten "nicht großflächigen Märkte“ planten sie auf dem Gelände einen Vollsortimenter mit 1.500 m² Verkaufsfläche und einen Discounter mit 1.200 m² – also zwei großflächige Märkte. Das sagten die beiden Investoren am 18. Dezember 2013 bei der Unterzeichnung des Pachtvertrages mit dem Tennisclub Mannesmann (inzwischen ausgelaufen). Ob sie an diesem Plan noch immer festhalten? Dann müssten sie vor dem Verwaltungsgericht gegen den neuen Bebauungsplan Nr. 661 klagen...