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Immer wieder gerne ins Werkzeugmuseum

Montag, 23. Oktober, 11 bis 12 Uhr
Fahrradreifen flicken
Ein neues Angebot findet nun schon zum dritten Mal im Deutschen Werkzeugmuseum statt – Fahrradreifen flicken. Unter der fachkundigen Leitung von Torsten Kosela vom Fahrradgeschäft Hasten kann man das Flicken von Reifen und damit verbundene Tricks erlernen. Dies hilft, wenn das Fahrrad nach dem Winter mit platten Reifen aus dem Keller geholt wird oder auch unterwegs bei einer Fahrradtour. Man kann sich selber helfen und muss nicht auf Hilfe warten. Dieses Angebot passt hervorragend in unser ständiges Programm, da es für Besucher, die mit dem Fahrrad kommen und eine Panne haben, im Museum schon seit Jahren Hilfe gibt: Ein kleines Reparatur-Set enthält u.a. Material zur Behebung von Reifenschäden und das dafür nötige Werkzeug, Ersatzventile, Schutzhandschuhe sowie eine Abdeckplane. Für alle, die auf ihrer Tour von schlechtem Wetter überrascht werden, liegt für die Weiterfahrt außerdem ein Regenponcho bereit. Dieser Service ist kostenlos, über eine kleine Spende an den Förderkreis würde sich das Museum jedoch freuen.

24. - 25. Oktober, 10 - 13 Uhr
Ferienworkshop
Nicht nur für die Kids: Auf in die Werkstatt des DWM. Markus Heip | Horst Kaiser.
Würfelspiele machen viel Spaß. Noch mehr Spaß macht es, wenn der Würfel selber hergestellt wurde. Eure Aufgabe wird es sein, aus einem Aluminiumblock nach allen Regeln der Kunst einen Würfel zu bauen. Also am Anfang muss gefeilt werden. Stimmt der Winkel auch? Nein, also noch ein bisschen nacharbeiten. Dann müssen die Kanten gebrochen und die Ecken abgerundet werden. Am Ende noch die Punkte anzeichnen und bohren. Zu guter Letzt entsteht aus dem Rohmaterial ein toller und ganz besonderer Würfel, den es nicht noch ein zweites Mal auf der Welt gibt. Es wird Euch viel Freude machen. 
Ferienworkshop für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen neun und 14 Jahren unter der Leitung von Markus Heip und Horst Kaiser in der Werkstatt des Deutschen Werkzeugmuseums statt. Anmeldungen sind unbedingt erforderlich unter Tel. RS162519. Die Kursgebühr beträgt fünf € pro Teilnehmer.

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Veranstaltungen und Termine im Ev. Kirchenkreis

Freitag, 20. Oktober, 19 Uhr
Friede sei, eine Meditation der Religionskulturen – Klarinette trifft Daf trifft Derwisch
Ort: Gemeindehaus Burger Straße 23.
Wenn der Klarinettist Reinald Noisten kirchentonalen Klängen, Klezmer- und Sufimelodien improvisatorisch nachspürt, der deutsch-iranische Trommler Syavash Rastani mit seiner Daf (Rahmentrommel) rhythmisch betörend aufspielt, der Derwisch Talip Elmasulu in harmonischem Einklang dazu energievoll tanzt und alle drei im Dialog der Religionskulturen in Musik und Tanz eins werden, ist eigentlich alles gesagt. Kooperationspartner: Evangelische Johannes-Kirchengemeinde, Bürgerverein Rosenhügel e.V., Stadtteilbüro Rosenhügel. Eintritt: frei.

Samstag, 21. Oktober, 15 Uhr
Auf dem Hasten – Die Maxim Kowalew Don Kosaken
Ort: Pauluskirche, Büchelstraße
Auf dem Programm dieses Chorkonzerts stehen sakrale Gesänge der russisch-orthodoxen Liturgie sowie russische Volkslieder. Der Chor tritt in der Besetzung mit sieben Künstler auf. Anknüpfend an die Tradition der großen alten Kosaken-Chöre zeichnet er sich durch seine Disziplin aus, die dem musikalischen Gesamtleiter Maxim Kowalew zu verdanken ist.
Der in Danzig geborene Maxim Kowalew konnte sich schon im Elternhaus der Musik kaum entziehen. Sein Vater war Pianist, seine Mutter Gesangslehrerin. Nach dem Gesangsstudium an der Musikhochschule in Danzig folgte eine Vielzahl von Opernengagements, und seine Popularität wuchs. Es folgten Auftritte in Westeuropa, den USA und Israel. Maxim Kowalew sieht es bis heute als seine Aufgabe, die schönen russischen Melodien zur Freude des Hörers erklingen zu lassen und begabten Künstlern die Möglichkeit zu geben, ihr großes Talent an die Öffentlichkeit zu bringen. Eintritt: Vorverkauf 19 €, Tageskasse 22 €. VVK-Stellen u.a. bei Musik Hörle und remscheid-live.de

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Kultur im Westdeutschen Tourneetheater

Kartentelefon/Reservierungen unte RS 32285 oder E-mail info@wtt-remscheid.de">info@wtt-remscheid.de.

Sonntag, 22. Oktober, 18 Uhr, Kafkas Tiere, FÄLLT LEIDER AUS.

Donnerstag, 26. Oktober, 20 Uhr, KINO im WTT mit dem Film „KON TIKI, Eintritt: fünf €, http://www.wtt-remscheid.de/content/programm/filmtheater/.

Samstag, 28. Oktober, 20 Uhr, Engelchen und Teufelchen, eine Urlaubs-Beziehungs-Komödie, Eintritt: 13 € / neun € erm., http://www.wtt-remscheid.de/content/programm/neues-entdecken/engelchen-und-teufelchen/.

 

 

Eindrucksvolle Innenansichten vom Leben

Im Rahmen der 10. Interkulturellen Lese- und Musikreihe liest die Autorin Olga Grjasnowa am 19. Oktober um 19 Uhr (Einlass 18.30  Uhr, Eintritt frei) in der Zentralbibliothek der Stadt Remscheid, Scharffstr. 4-6, vor Erwachsenen, musikalisch begleitet von Azad Schahwysi ( Santur), und am 20. Oktober vormittags im Schulzentrum Hackenberg für die Schüler der Abschlussklassen. Veranstalter sind auch diesmal wieder die Lütteraten, de Schlawiner, IKE, das Kommunale Integrationszentrum KI, der Kulturkreis im Heimatbund Lüttringhausen, die Caritas, die Deutsch-Indische-Gesellschaft, die Akademie der kulturellen Bildung Remscheid und das Katholisches Bildungswerk Wuppertal/Solingen/Remscheid.

Im Alter von zwölf Jahren siedelte Olga Grjasnowa als Kontingentflüchtling mit ihrer Familie nach Hessen, lernte Deutsch und beendete ihre Schulzeit mit dem Abitur. Ab 2005 studierte sie Kunstgeschichte und Slawistik und anschließend „Literarisches Schreiben“ in Leipzig. Längere Studien-aufenthalte in Polen, Russland, der Türkei und Israel schlossen sich an.

Olga Grjasnowa debütierte 2012 mit dem Roman „Der Russe ist einer, der Birken liebt“; 2014 folgte ihr zweiten Roman „Die juristische Unschärfe einer Ehe“. Ihre Geschichten erinnern daran, dass es nicht nur eine Welt vor unserer Haustüre gibt, sondern dass viele Welten existieren und es sich lohnt, diese kennen zu lernen. Sie vermittelt eindrucksvolle Innenansichten vom Leben in einer Einwanderungsgesellschaft und von einer Generation, die keine Grenzen kennt, aber auch keine Heimat hat. Zahlreiche literarische Auszeichnungen begleiten ihre Tätigkeit als freie Autorin, so der Anna Seghers Preis, der Michel-Kühne-Preis und der Chamisso-Förderpreis. Weiterhin erhielt sie verschiedene Stipendien namhafter Stiftungen. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Workshop mit Musik zur Meinungsfindung

Pressemitteilung des Caritasverbandes Remscheid

Die politische Landschaft in Deutschland verändert sich. Sowohl auf Bundes-, als auch Landes- und Kommunalebene gewinnen extreme Parteien und Verbände Raum und bedrohen das friedliche und demokratische Zusammenleben in unserer Gesellschaft. Gerade Jugendliche befinden sich in einer besonders sensiblen Phase der Persönlichkeitsentwicklung. Es ist daher notwendig, ihnen Angebote zu machen, um sie bei der aktiven Bildung einer eigenen differenzierten Meinung zu unterstützen, die sie extremen Einflüssen entgegensetzen können.  Aus diesem Grund hat der Caritasverband Remscheid e.V. gemeinsam mit der Evangelische Jugendhilfe Bergisch Land gGmbH und dem Ton- und Musikproduzenten Diego Cardoso de Oliveira für Jugendliche den  Workshop „„Deine RaPosition – Workshop zu Rap und aktiver Meinungsfindung“ konzipiert. Er findet in den Herbstferien vom 23. Bis 27. Oktober, 10 bis 16 Uhr, in der Ins Blaue Art Gallery ,Siemensstraße 23, statt und wird mit „Studiotagen“ am 2. und 3. November in der „Kraftstation“ an der Honsberger Straße fortgesetzt. Der Workshop verknüpft Elementen aus der sozialen Gruppenarbeit und dem Anti-Rassismus-Training mit dem Medium „Hip-Hop“ bzw. „Rap“ und richtet sich an Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren aus Remscheid und Umgebung. Die Teilnahme ist kostenlos.  Weitere Informationen und Anmeldung bis 19. Oktober) bei  Kerstin Becklas , Tel. RS 491133, E-Mail k.becklas@caritasverbandremscheid.de">k.becklas@caritasverbandremscheid.de.

Thema „Heimat“ bewegte auch Herta Köber (95)

Vom 11. bis 14. Oktober 2017 läuft in der ErlebBar, Hindenburgstr. 8, die Ausstellung „Zusammen sind wir Heimat im Rahmen der Caritas-Kampagne 2017. Mit dieser Aktion setzt die Caritas ein Zeichen für eine solidarische und vielfältige Gesellschaft. Denn nur im Miteinander und im gegenseitigen Austausch zwischen denjenigen, die schon länger Heimat haben und jenen, die Heimat gerade erst neu gefunden haben, könne das Zusammenleben gelingend. Diesen Austausch stützen Caritasverband und ErlebBar mit ihrer Präsentation.

Im Juli hatte der Caritasverband Remscheider Bürgerinnen und Bürger gebeten, ihr ganz persönliches Motiv von Heimat auf einer Papiertüte in die geplante Ausstellung zu "transportieren". Die bunt bemalten, mit Fotos beklebten, mit Texten versehenen oder mit Erinnerungsstücken gefüllten Tüten konnten bis zum 25. September in der Caritas-Geschäftsstelle in der Blumenstraße eingereicht werden, wo sie vom Projekt-Team für die Ausstellung in der ErlebBar vorbereitet wurden. Die Rückläufe haben gezeigt, dass Heimat Vielfalt hat: Viele Teilnehmer*innen denken an Familie und Freunde und dokumentieren diese Bindungen mit Bildern aus Fotoalben. Für drei Seniorinnen aus dem CBT-Wohnhaus Katharinenstift löste diese Umsetzung von „Heimat“ bewegende Momente aus: Sie hatten in den 1940er Kriegsjahren durch Zerstörung und Flucht persönliche Fotos und Dokumente verloren. Gemeinsam mit Betreuerin Liane Fratta machten sie sich im Internet auf Spurensuche und verarbeiteten Bildmaterial aus dem ehemaligen Königreich Jugoslawien, aus dem spanischen Salamanca und aus dem niederschlesischen Ort Pohlsdorf. Die 95jährige Herta Köber erkannte auf einem Foto, das eine Schulklasse aus dem Ort zeigt, ihre Schwester Käthe und den Dorfschullehrer Beyer. Mit diesem Foto gestaltete sie ihr ganz persönliches Heimatmotiv.

Zu den jüngsten Teilnehmern zählen Mia und Martim, beide fünf Jahre alt. Während Mia ihre Eltern und Bruder Nevio porträtiert, nimmt Martim das Fußballspiel Frankreich gegen Portugal zum Anlass, seine Heimat Portugal als Siegermannschaft darzustellen. Darstellungen von leckeren Kirschen und bunten Blumen aus heimischen Gärten, von regionalen kulinarischen Spezialitäten, von der "großen Wäsche", die unter alten Bäumen an der Leine flattert, von der Abenddämmerung über der Skyline der Heimatstadt und auch der eingetütete Stein aus dem Bergischen Land … sie alle transportieren Gefühle von und für Heimat. Und alle 90 Tütenbotschaften zeigen: eine Heimat zu haben ist wichtig.

Auch wenn jede Tüte eine individuelle Vorstellung von Heimat wiederspiegelt, zeigt sich doch in der Verknüpfung der Botschaften eine gemeinsame Vorstellung von Heimat als Gefühl der Verbundenheit und Geborgenheit, das nur gemeinschaftlich gelebt werden kann. In der Ausstellung sollen sich daher die einzelnen „Heimaten“ begegnen und ein gemeinsames Bild von Heimat zum Ausdruck bringen.

Die Ausstellung will Menschen anregen, miteinander ins Gespräch zu kommen. Melanie Clemens hat als Stadtführerin elf Jahre lang über die bergische Heimat und über Remscheider Geschichte und Geschichtchen gesprochen. Bei der Eröffnung der Heimatausstellung am Mittwoch, 11. Oktober, plaudert sie aus dem heimischen Nähkästchen. Selbst für Alt-Remscheider*innen dürfte dabei noch manche Überraschung zu Tage kommen. Musikalisch begleitet wird die Eröffnung von Gitarrist André Rößeler. Beginn ist um 18 Uhr, der Eintrtitt ist frei. Besucher*innen, die am Rätsel zur Ausstellung teilnehmen, können eine Wundertüte gewinnen, die von der ErlebBar gefüllt wird. Teilnahmekarten liegen ab dem 11. Oktober in der ErlebBar aus, Teilnahmeschluss ist Samstag, 14. Oktober.

Musik verbindet und Tanz bewegt

Die Kulturinitiative „Ins Blaue“ und das „Theater Filidonia“ laden für Samstag,  7. Oktober um 19.30 Uhr zu einer Performance mit Tanz und Musik auf den Honsberg, Siemensstraße 23, ein. Ein Körper, ein Tänzer, du hörst den Atem, der Brustkorb hebt und senkt sich, nackte Haut, der Körper bebt. Klang in deinen Ohren, die Geige spielt, ein Ton und wieder Stille. Die Zuschauer befinden sich nicht einmal wenige Meter von den Künstlern entfernt. Und so nah, wie das Publikum den Künstlern ist, so ist es die Intention mit Musik und Tanz dem Publikum nah zu sein. Nicht auf einer großen Bühne im Scheinwerferlicht, sondern intim, authentisch, nah und persönlich in den Räumlichkeiten der kulturellen Plattform "Ins Blaue", einem ehemaligen Mehrfamilienhaus auf dem Honsberg.

Drei junge Künstler unterschiedlicher Disziplinen und unterschiedlicher Herkunft verbindet der Glaube daran, dass Musik verbindet und Tanz bewegt. Kunst nicht abgehoben, sondern wahrhaftig, unverhüllt und greifbar. Denn Kunst geht uns alle etwas an, Kunst erzählt vom Menschsein, von dem was uns verbindet, wer wir sind, woran wir glauben, unabhängig von Herkunft und sozialem Status. Fernab von festgeschriebenen Choreografien und Kompositionen steht dabei die Improvisation im Hier und Jetzt im Vordergrund, der Zugang zu den eigenen Gefühlen und zum eigenen Ich: Wigabriel Soto Eschebach (Tanz), Miriam Bathe (Violine) und Xiao Fu (Perkussion) (Foto). Eine Performance für Jeden, der sich auf die Reise zu sich selbst begeben möchte. Eintritt frei. (Miriam Bathe)

"Leichte Muse für die Löcher in der Kasse!"

Das Remscheider Schauspielhaus 1929, bevor es 1935 ein klassizistisches Gewand erhielt. „Remscheids gut StubeDer große Umbruch nach dem Ende des Ersten Weltkrieges brachte in Remscheid nicht nur Kampf und Streitigkeiten, nicht nur harte politische Auseinandersetzungen, sondern auch Neuanfänge, die dem Alltag einige erfreuliche Akzente gaben. Er wurde im kulturellen Bereich als eine Chance be­griffen, in Remscheid etwas zu wagen. Für den Start war ein Umstand von Bedeutung, der im Zu­sammenhang mit dem Kriegsgeschehen gesehen werden muss. Leitung und Mitglieder des Deutschen Theaters von War­schau waren, aus Polen vertrieben, nach Remscheid ver­schlagen worden und wählten diese Stadt zur neuen Stätte ih­res Wirkens. Was die Warschauer boten, war so beachtlich, dass der Wunsch der kulturell Interessierten nach einem festen Theater immer deutlicher vernehmbar wurde. Ein Theaterverein hatte bald eine große Mitgliederzahl und schlug der Stadt Remscheid vor, die "Concert-Halle Germania“ in ein Theater umzuwandeln. Schon im August 1919 wurden die Mittel zum Umbau bewilligt, und am 20. September öffnete das Theater mit einer Aufführung von Goethes »Iphigenie« seine Pforten. An diesem Tag verschwanden die Landesherren in Stein, die bis dahin auf Postamenten in den Nischen des Oberge­schosses der Concerthalle gestanden hatten; das Haus hatte einen neuen Namen bekommen: Städtisches Schauspielhaus (foto rechts).

Doch mit diesem hoffnungsvollen und vom Selbst­verständnis des Theaters her auch programmatischen Beginn („Hinaus aus den Niederungen der Politik zu den reinen Höhen des Geistes!“) war es nicht getan. Theaterdirektor Dietrich klagte über einen zu geringen Fundus, über Mangel an szenischen Hilfsmitteln. Er durfte nicht fragen: „Was wol­len wir spielen?“, sondern allenfalls „Was geht?“ Zwar wurden 1920 das Orchester vergrößert, der Fundus erweitert, der Schnürboden und die Ankleideräume neu gebaut, aber jetzt blieb der Besuch aus. Es gab ein Minus in der Kasse, und das Stadtverordneten-Kollegium rang sich zur Schließung des Theaters durch. Da bildete sich ein Kreis kunstsinniger Förderer, der das Haus in eigene Regie übernahm. Eine GmbH entstand unter maßgeblicher Beteiligung der Stadt, und bis 1925 blieb diese Konstruktion erhalten. Dann übernahm die Stadt das Haus wieder ganz in ihre Obhut.

Ein anderer Konflikt war 1922 schon programmiert. Direktor Dietrich folgte einem Ruf nach Halberstadt, und erneut schien völlig ungewiss, was aus dem Theater werden sollte. Die Verpflichtung des Oberspielleiters am Altenburger Landestheater, Ernst Müller-Multa, beseitigte die neuen Sorgen. Auch er konnte dem Remscheider Theater keinen vorwiegend literarischen Charakter geben. Aber er mühte sich um Klassik und Moderne in angemessenem Umfang. Immer gegen Ende der Spielzeit bot er mehr Operette und leichte Muse, denn dann musste er Löcher in der Kasse stopfen, und das ging so am leichtesten. Der Theatersaal vor dem Umbau 1938.1938 erhielt das Theater an der Brüderstraße auch eine völlig neue FassadeDas Orchester bestand zum großen Teil aus Musikern, die tagsüber einem anderen Beruf nachgingen. Trotzdem schufen die Dirigenten Hausmann, Lang, Stürmer und Friedrich unter schwierigen Umständen ein Orchester, das sich seiner Aufgabe, Operette zu spielen, gewachsen zeigte. Unter Müller-Multa entstanden auch die ersten Be­sucher-Organisationen, unter denen der Bühnenvolksbund, der das Theater »mit deutschem Volkstum und christlicher Weltanschauung« durchdringen wollte, die größte Rolle spielte; er hatte mehr als 2.000 Mitglieder. Aus den Krisen war das Remscheider Theater damit noch immer nicht heraus. 1926 wurden das bis dahin noch existie­rende Opernensemble, der Chor und ein großer Teil des Or­chesters entlassen. Nur 16 Musiker blieben. Bis zum Jahre 1931 ging es recht und schlecht weiter, aber dann war dem Stadtrat ein Zuschuss von 180.000 Mark zuviel. Das Rem­scheider Theater wurde neuerlich geschlossen.

Mit dem nächsten Intendanten Hans Donadt begann die glanzvollste Zeit des Theaters. Unter ihm wurde das alte Ge­bäude an der Brüder-Straße einschließlich der Fassade völlig renoviert, eine Tat, zu der sich der Stadtrat 1938 durchringen konnte. Am 29. Oktober 1938, nach nur halbjähriger Umbauzeit, konnte das Remscheider Theater wieder seine Pforten öffnen. Foto rechts: So bot sich der Innenraum den Blicken des Betrachters dar. Horst Tanu-Margraf war Städtischer Musikdirektor und Dirigent von Rang. Mit Donadt zusammen brachte er die große Oper auf die Remscheider Bühne zurück. Die gemein­same Arbeitsstätte sank kaum fünf Jahre nach ihrer Eröffnung am 30. Juli 1943 beim Angriff auf Remscheid in Schutt und Asche. (aus: „Remscheid so wie es war“, von Dr. Gerd Courts, erschienen 1974 im Droste Verlag.)  

Brasilianische Theatergruppe in Lüttringhausen

Pressemitteilung des Katholischen Bildungswerks Wuppertal/Solingen/Remscheid

„Lebenslücken – Leben im brasilianischen Nordo“ heißt das Theaterstück, mit dem die Brasilianische Theatergruppe „Verde Vida“ am Donnerstag, 5. Oktober, um 19 Uhr im CVJM-Heim in Lüttringhausen, Gertenbachstr. 38, gastiert.  Veranstalter sind das Katholische Bildungswerk Wuppertal/Solingen/Remscheid, die Ökumenische Initiative Lüttringhausen e.V. und der flair-Weltladen Lüttringhausen. Eintritt: sechs € für Jugendliche bis 18 Jahren und zwölf € für Erwachsene. Im Mittelpunkt der Produktion mit Theater, Tanz und live gespielter Musik steht eine arme Landarbeiterfamilie aus dem Nordosten Brasiliens. Nach dem Tod des Vaters beschließen die älteren Kinder, in einer der großen Städte ihr Glück zu versuchen. Jahre später kehren sie zurück und berichten von ihrem Leben, sowohl von dem Unglück, das sie erlitten haben, als auch von ihren positiven Erlebnissen.

In den Theaterszenen werden die Probleme in der brasilianischen Gesellschaft veranschaulicht: Korruption in der Politik, sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen, Leben auf der Straße, Drogen, die Bedrohung des Amazonas, Sklavenarbeit, das Dilemma der Arbeitssuche von Landarbeitern in den Städten. Im Gegensatz dazu stehen die schönen Erinnerungen der Heimgekehrten. Sie werden mit der Vielfalt brasilianischer Kultur in Tanz- und Musikszenen gefeiert.

Die Gruppe »Verde Vida« ist auf Einladung der „Kinderkulturkarawane“ in Deutschland, einem Projekt unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNICEF-Kommission e.V. Ziel von »Verde Vida« ist es, Kindern und Jugendlichen aus entrechteten Landarbeiterfamilien den Weg in eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Vor allem eine solide Schulbildung soll ihnen Zukunftsperspektiven eröffnen, die nicht in den Favelas der großen Städte enden oder als Landarbeiter unter kargsten Bedingungen. Das Stück »Lebenslücken« wurde von den Darstellern der Gruppe »Verde Vida« selbst entwickelt. (Dr. Daniel Weisser, Katholisches Bildungswerk Wuppertal/Solingen/Remscheid)

Musikfestival „Viertelklang“ an fünf Orten

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Zum fünften Mal findet am Samstag, 7. Oktober, das Musikfestival „Viertelklang“ in Remscheid statt. In diesem Jahr können sich die Besucher wieder in der Lenneper Altstadt an fünf verschiedenen Orten (Klosterkirche, Die Welle, „Spiegelsaal" des Rotationstheaters, Röntgen Museum, Moll'sche Fabrik) vom abwechslungsreichen Programm überzeugen. Es werden von 19 Uhr bis kurz vor Mitternacht 17 halbstündige Programmpunkte angeboten.

Die Musiker kommen aus dem Bergischen Land und präsentieren die breite künstlerische Vielfalt dieser Region. Schlendern Sie durch die schöne Lenneper Altstadt, genießen Sie die Atmosphäre und stellen Sie sich Ihren persönlichen Konzertplan zusammen. Das musikalische und literarische Angebot ist an diesem Abend enorm. Von Free Jazz und der europäischen Improvisationsmusik über Klassik bis Groove Chansons, mystischen Rhythmen, magischen Klängen bis zu Oldies, Blues und Folksongs und Covermusik sind viele unterschiedliche Musikstile zu finden. Das Festivalticket für das gesamte Festival Viertelklang kostet 14 € / sieben € (ermäßigt: Schüler, Studenten mit gültigem Ausweis) an der Abendkasse oder zwölf € / sechs € im Vorverkauf über www.remscheid-live.de. Es berechtigt als Kombiticket zur kostenfreien Nutzung des ÖPNV bis in die frühen Morgenstunden Diese Veranstaltungsreihe wird durch die Regionale Kulturförderung des Landes gefördert. Das Festival findet derzeit im jährlichen Wechsel mit Lüttringhausen statt, die Kosten belaufen sich auf ca. 12.000 Euro.