
Eine Symphonie in Blau fotografierte Hans Georg Müller am Ufer der Wupper. Es war der Balzflug des Männchens der Blauflügel-Prachtlibelle. Die Färbung des Weibchens ist eher schlicht bräunlich. Mit auf und absteigendem Flatterflug versucht das Männchen die Aufmerksamkeit eines paarungsbereiten Weibchens auf sich zu ziehen (hier bei einer Rast fotografiert). Im Unterschied zur gebänderten Prachtlibelle zeigt die blaue eine gute Wasserqualität an. Schon vor längerer Zeit ist diese seltene Libelle an die Wupper zwischen Müngsten und Burg zurückgekehrt. Um den Eisvogel dort bei seiner Jungenaufzucht nicht zu stören, hat der Bildautor die Uferzone schnell wieder verlassen.

Zu einem schmucken Einfamilienhaus gehört auch eine schöne Terrasse – erst recht, wenn das Haus funkelnagelneu ist. In diesem Fall aber ging der Plan des Bauherren nicht auf: Betonsteinen und Füllmaterial machten sich selbstständig und rutschen den steilen Abhang hinunter. Das Haus steht im Morsbachtal oberhalb der Ortschaft Gründerhammer, und die Betonsteine haben ihre „Talfahrt“ nur wenige Meter über dem Bachbett gestoppt. Womöglich nur vorübergehend. Deshalb ist den zuständigen Fachbehörden der Stadt Remscheid das Missgeschick auch nicht entgangen. Ohnehin hat die Untere Landschaftsschutzbehörde bei allen Bauprojekten in unmittelbarer Nähe von Wasserläufen ein wichtiges Wort mitzureden.
„Auf Gehwegen haben Ross und Reiter nichts zu suchen“, titelte der Waterbölles am 29. Mai 2008, nachdem sich die Mitglieder der Bezirksvertretung Lennep mit dem „Spannungsfeld Reiter – Spaziergänger“ und speziell mit der Verpflichtung der Reiter beschäftigt hatten, die Hinterlassenschaften ihrer Pferde („Pferdeäpfel“) unverzüglich zu entfernen § 32 StVO). Zur Sitzung der BV am 23. Mai ist nun eine Fortsetzung fer damaligen Debatte zu erwarten. Denn den Kommunalpolitikern liegt die Eingabe eines verärgerten Bürgers vor. Zitat: „Immer wieder fällt uns auf, dass es Reiter gibt, die grundsätzlich nicht die für diesen Sport angelegten Reitwege benutzen, sondern verbotenerweise die Fußwege. Ich habe verschiedene Reiter, die ich auf den Fußwegen angetroffen habe, angesprochen und darauf hingewiesen, dass die Fußwege für Reiter verboten und… sind. Nachfolgend einige der Antworten: ‚Ich habe nicht gewusst, wo ein Reitweg in den Wald führt’ – ‚Ich gehe doch nur am Rand des Weges’ – ‚Es ist doch nichts passiert“ und ‚Ich bin ja gleich weg’. (…) Nicht nur die breiten, einigermaßen befestigten Fußwege (werden) zweckentfremdet, sondern auch die sogenannten „Trampelpfade“, die durch jahrzehntelanges Benutzen entstanden sind. Diese Wege sind mittlerweile so zermatscht und glatt, dass man mit allergrößter Vorsicht dort entlang gehen muss. (…) Ein beschlagenes Pferd hinterlässt kleine Dellen im Boden, die sich bei Regen mit Wasser füllen und so den Weg bereiten für den nächsten Reiter, der dann eine noch größere Zerstörung verursacht. Ich denke, dass hier unbedingt etwas passieren muss, wenn wir die Fußwege noch ein paar Jahre erhalten wollen. Da die Stadt kein Geld hat, wer soll dann für die Instandsetzung/Instandhaltung aufkommen? Das wäre ein großer Verlust für die vielen Spaziergänger, die den Wald zur Naherholung nutzen. (…) Außerdem hinterlassen Pferde auch schon einmal größere Haufen, die genau wie bei Hunden entfernt werden müssten, was aber … nicht geschieht.“ Nach der BV-Sitzung von Mai 2008 sei zwar ein „Runder Tisch“ eingerichtet worden, an dem auch Stallbesitzer teilnähmen. „Es gibt in der Umgebung aber auch einige Privatreiter, die keinem Reitstall angeschlossen sind. Festgestellt habe ich auch, dass einige Reiter ohne Plakette reiten. Außerdem gibt es Pferde die Angst vor Hunden haben. Was ist, wenn ein Pferd auf einen Hund trifft, dann scheut und durchgeht? Wer haftet, wenn der Reiter nicht auszumachen ist, da er keine Plakette hat oder die Plakette nicht vorschriftsmäßig ‚gut sichtbar’ angebracht wird?“,fragt der besorgte Bürger.
„Das Reiten im Wald ist in Remscheid nur auf den entsprechend gekennzeichneten Wegen zulässig. Verstöße hiergegen stellen eine Ordnungswidrigkeit gem. § 3 Abs. 1 e 2 Landesforstgesetz (LFoG) dar. Zuständig für die Ahndung ist die Untere Forstbehörde (UFB) mit Sitz in Gummersbach. Falls städtische Bedienstete derartige Verstöße feststellen sollten und die Personalien der Reiter zu ermitteln sind (was mit angemessenem/vertretbarem Aufwand meist leider in der Praxis nicht möglich ist), ist der Vorgang an die zuständige UFB abzugeben“, erklärt sich die Stadtverwaltung ich ihrer Antwort auf diese Bürgereingabe indirekt für nicht zuständig. Die Stadt Remscheid verfüge bekanntermaßen auch nicht über die personellen Voraussetzungen, um systematische Kontrollen der Reiter im Wald sowie in der Landschaft durchzuführen. Der 2008 eingerichtete „Runder Tisch“ habe unter Beteiligung verschiedenster Interessengruppen des Naturschutzes, der Jagd, der Waldbauern, der Landwirtschaft sowie des SGV wiederholt stattgefunden, „zuletzt aber nur in kleinem Kreis“, da man sich mit den Reiterverbänden darauf verständigt habe, die durch die Landesregierung angekündigte Novellierung der gesetzlichen Regelungen des Landschaftsgesetzes zum Thema Reiten abzuwarten.
Was ich da am sonnigen Sonntagvormittag sah, hat mich sehr verwundert und die Elternliebe der Blaumeisen zu ihren Vogelkindern in Frage gestellt. Am Einflugloch des Nistkastens räkelte sich der Altvogel und hangelte mit einer Kralle ein nacktes Vogelkind aus dem Kasten, um es dann auf den Gartenboden zu werfen. Das Küken (im Bild direkt unter dem Altvogel) atmete und war warm anzufühlen. Also beschloss ich, es wieder zu den anderen Vogelkindern zurückzusetzen. Immer wieder kontrollierte ich, ob es wohl noch ein zweites Mal "aussortiert" worden war. Doch bis jetzt blieb ein weiterer "Rausschmiss" aus. Warum der kleine Vogel den sicheren Tod erleiden sollte, ist mir unklar. Beide Altvögel fliegen nach wie vor den Nistkasten an und füttern, als wären sie mit der Brut nicht überfordert.Von höherer Expertenstelle in Sachen Naturschutz konnte ich bis jetzt keine Antwort auf diese Situation bekommen. Habe ich mich richtig verhalten mit meiner "Vogelrettung"? Tierfreunde sind gefragt. (Foto: Hans Georg Müller)
Unter dem Motto „Industriegeschichte erlebbar machen" hat Hubert Haenel (CDU), ehemaliger Bezirksvorsteher in Alt-Remscheid und Mitglied im Vorstand des Bergischen Geschichtsvereins, anlässlich der Aufstellung des restaurierten Schwungrades an der Autobahnausfahrt Remscheid für Samstag, 19. Mai, um 11 Uhr Heimatfreunde sowie Vertreter von Rat und Verwaltung zu einer kleinen Feier auf den Hof der Spedition Mäuler eingeladen. Das 3,1 Tonnen schwere Schwungrad einer alten Dampfmaschine war auf Haenels Initiative bereits im November vergangenen Jahres an der Autobahn gut sichtbar aufgestellt worden („Remscheid hat Schwung“) als Wahrzeichen für den Wirtschaftsstandort mit langer Tradition. „Doch ohne die Unterstützung vieler anderer wäre mein Traum vom Schwungrad nie Wirklichkeit geworden. Und da man im Winter schlecht mit Würstchen und Bier (zum Selbstkostenpreis) im Freien feiern und Danke sagen kann, möchte ich dies jetzt gerne nachholen“, so Haenel in seiner Einladung. „Die aktuelle Diskussion über das Sparpaket und andere Probleme, mit denen wir hier vor Ort zu kämpfen haben, lässt uns oft vergessen, dass Remscheid einst ein bedeutendes Industrie- und Handelszentrum war. Wir sollten stolz darauf sein und unsere Traditionen pflegen. Das Rad soll Werbung für unsere Stadt sein, die eine große Geschichte hat - und hoffentlich auch eine gute Zukunft!“
Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid
Während der „Motorshow 2012“ am kommenden Samstag auf der Alleestraße informiert die EWR interessierte Autofahrer über alternative Kraftstoffe. Dazu gehören auch Ökostrom oder Erdgas. Neben einem Erdgasfahrzeug wird vor allem der innovative Opel Ampera für großes Interesse sorgen. Damit ist die EWR der erste Energieversorger im Bergischen Land, der den Opel Ampera - vor kurzem mit dem Titel `Car of the Year 2012´ ausgezeichnet - im Einsatz hat. „Für uns als nachhaltigem Energiedienstleister passt der neue Ampera hervorragend zu unserer Ausrichtung“, so EWR-Geschäftsführer Prof. Dr. Hoffmann (im Bild). Der Wagen wird permanent elektrisch angetrieben. Eine eigens für das Elektroauto entwickelte 16 kWh-Lithium-Ionen-Batterie versorgt den 111 kW/150 PS starken Elektromotor mit Energie. Je nach Fahrweise, Streckenprofil und Außentemperatur lassen sich damit Distanzen zwischen 40 und 80 Kilometer emissionsfrei zurücklegen. Wenn der Ladezustand der Batterie ein definiertes Minimum erreicht hat, startet automatisch der 63 kW / 86 PS starke 1,4-Liter-Benzinmotor und treibt als Reichweitenverlängerer den Generator zur Stromversorgung des Elektromotors an. Damit ist eine Fahrstrecke von bis zu 500 Kilometern ohne Zwischenstopp möglich.
Mit Unterstützung des Remscheider Händlers „Radsport Nagel“ wird die EWR auch einige elektrisch unterstützte Fahrräder, sogenannte Pedelecs, ausstellen. Diese Elektrofahrräder erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, ermöglichen sie doch auch im Bergischen Land ein entspanntes und dennoch umweltfreundliches Radfahren in der Natur. Bei der diesjährigen Motorshow dürfen sich die Besucher am EWR-Stand aber auch auf ein Segway© Parcour freuen.
Pressemitteilung der Stadt Remscheid
Das Schlagwort von der „Wissensgesellschaft“ im 21. Jahrhundert bestimmt die öffentliche Diskussion, wenn es um die Zukunftschancen Deutschlands geht. Bildung und Ausbildung stehen mittlerweile auf der gesellschaftlichen Agenda weit oben. Museen müssen deshalb zukünftig mehr Verantwortung im Bereich des außerschulischen Lernens für Kinder und Jugendliche übernehmen. Mit Gemeinsam mit der GGS Hackenberg und dem Röntgen-Gymnasium versucht das Deutsche Röntgen-Museum, Lernprozesse im Bereich Natur, Wissenschaft und Technik anregend, nachhaltig und attraktiv zu gestalteten. Dabei werden Kindern und Jugendlichen im Museum Erfahrungen vermittelt, die deutlich machen, dass es immer wieder ein großes Abenteuer ist, die Welt aus ganz unterschiedlichen Perspektiven neu zu entdecken. Zum Internationalen Museumstag lädt das Röntgen-Museum Kinder, Jugendliche und Eltern herzlich ein, im Schüler-Röntgenlabor eigene Experimente durchzuführen und dabei selber knifflige Fragen zu erforschen. Betreut werden die Experimente durch Schüler und Schülerinnen des Röntgen-Gymnasiums. Der Röntgen-Miniclub bietet am Nachmittag wieder eine Spezialführung für Kinder an. Für die Kleinen gibt es weitere Aktivitäten und einen Malwettbewerb mit schönen Preisen. Der Eintritt ist frei. Das Röntgen-Museum freut sich auf einen spannenden Tag. Das Programm:
Im Naturschutzgebiet "Diepmannsbachtal und Seitenbäche" stellen Stadtdirektor Burkhard Mast-Weisz und Thomas Friese von der Unteren Landschaftsbehörde (Fachdienst Umwelt) zur Stunde eine neue Broschüre zu den zehn wertvollsten Remscheider Naturschutzgebieten vor. Die Broschüre ist in Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing und dem Fachdienst Vermessung, Kataster und Liegenschaften entstanden und wurde aus den Inhalten der Naturschutzgebiets-Informationstafeln entwickelt. Sie soll für die hohe Lebensqualität in Remscheid werden. Zugleich enthält sie zehn Einzelfaltblätter mit anregenden Wandervorschläge in den schönsten Gegenden Remscheids. Insgesamt weist die Stadt derzeit im gesamten Stadtgebiet 23 Naturschutzgebiete aus. Damit stehen Insgesamt knapp zehn Prozent der Stadtfläche unter Naturschutz. Zwei Naturschutzgebiete (Wupperhänge und Gelpetal) genießen zusätzlich einen herausragenden Schutz auf europäischer Ebene als FFH-Gebiet.
Presseinformation der Stadt Remscheid
Die Stadt Remscheid startet in den nächsten Tagen eine Hundebestandsaufnahme mit dem. Ziel, alle Vierbeiner zu erfassen, für die bislang keine Hundesteuer gezahlt wird, weil die Besitzer sie nicht angemeldet haben. Die Hundesteuersatzung der Stadt Remscheid verpflichtet Hundehalter, jeden Hund innerhalb von zwei Wochen nach Aufnahme in den Haushalt oder Zuzug aus einer anderen Gemeinde bei der Stadtverwaltung anzumelden. Leider wurde in der Vergangenheit immer wieder festgestellt, dass nicht alle Hundehalter ihre Hunde zur Steuerzahlung anmelden. Deshalb erhalten jetzt sämtliche Remscheider Haushalte ein Informationsschreiben mit Anmeldebogen. Anzumelden sind grundsätzlich alle Hunde - auch diejenigen, die nach Aufnahme aus dem Remscheider Tierheim im ersten Jahr von der Steuer befreit sind. Säumige Halter haben einen Monat Zeit, um die fehlende Anmeldung ihres Hundes nachzuholen. Innerhalb dieser Frist leitet die Stadt Remscheid kein Bußgeldverfahren ein. Ist der Monat abgelaufen, muss mit örtlichen Kontrollen zur Überprüfung der Bestandserhebung gerechnet werden. Wer bis dahin seinen Vierbeiner nicht angemeldet hat, riskiert nicht nur eine rückwirkende Steuerfestsetzung, sondern auch ein Ordnungswidrigkeitenverfahren. (Büro der Oberbürgermeisterin)
Pressemitteilung des Wupperverbandes
Nachdem die Monate Februar und März im Wuppergebiet nur wenig Regen gebracht hatten, lagen die Regenmengen im Frühlingsmonat April 2012 im Wuppergebiet über dem Durchschnitt. So gab es nicht nur für die Pflanzen zum Beginn ihres Wachstums, sondern auch für die Wupper, die Bäche und die Talsperren im Wuppergebiet eine ordentliche Portion kühles Nass. Wie die Auswertung des Wupperverbandes für einige Beispielmessstellen zeigt, gab es im April nur acht bis neun Tage ohne Regen. Die Regentage waren deutlich in der Überzahl und brachten an der Messstelle Hermannsmühle in Remscheid 128 Liter Regen pro Quadratmeter. Damit war diese Messstelle die regenreichste Messstelle im Wuppergebiet. Die Messstelle im Klärwerk Burg in Solingen-Unterburg verzeichnete mit 101 Litern pro Quadratmeter 20 Liter Regen mehr als im Durchschnitt, an der Bever-Talsperre mit rund 111 Litern um 23 Liter daüber. Den Regen konnten die Talsperren des Wupperverbandes gut gebrauchen. Im Winterhalbjahr muss bis März Stauraum in den Talsperren für den Hochwasserschutz freigehalten werden. Nun sind die Brauchwassertalsperren des Verbandes bereits wieder insgesamt zu 81 Prozent gefüllt. Die Trinkwassertalsperre Große Dhünn ist zurzeit zu 77 Prozent gefüllt. Das entspricht 61 Mio. Kubikmetern Wasser.
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Dokumentation zum Sparpaket „Stellenabbau in der Verwaltung muss weitergehen!“, forderte am Freitag, 20. April, die Wählergemeinschaft W.i.R. Das von Oberbürgermeisterin Beate Wilding in der jüngsten Ratssondersitzung vorgelegte Sparpaket zum Stärkungspakt-Gesetz des Landes hatten die Ratsmitglieder der W.i.R. zuvor durchgearbeitet. Und dabei waren sie auf „Luftnummern und andere Ungereimtheiten“ gestoßen. Das führte dann bei zahlreichen Einzelmaßnahmen der „Giftliste 2“ zu Fragen an die Verwaltung. Die W.i.R. stellte sie mit Datum 20. April schriftlich. Größtenteils beantwortete die Verwaltung die Fragen in der Sitzung überraschend schnell schon in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 26. April.
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Maßnahme Nr. 31, 32 und 33: Pauschale Sachkostenreduzierungen bei den Fachdiensten 3.66, 3.67 und 3.39. Die Verwaltung: „Die Sachkosten werden in 2012 um 10% sowie in 2013 um 20% reduziert. Ab 2014 fließen Aufwandsreduzierungen in den abzuführenden Konsolidierungsbeitrag der Technischen Betriebe/REB ein.“ Kumulierter Konsolidierungsbeitrag 2012 – 2021 489.700 Euro, 232.150 Euro bzw. 59.450 Euro.“ Fragen der W.i.R.: „Obwohl zurzeit noch ein Gutachten erarbeitet wird und es noch keinerlei Entscheidungen gibt, sieht sich die Verwaltung heute schon in der Lage, konkrete Zahlen zu benennen. Wie ist das möglich? Welche Folgen hat die Sachkostenreduzierung für das Erscheinungsbild der Verkehrsflächen, Spielplätze, Grünflächen, Friedhöfe und den Forst?“
Antwort der Verwaltung zum Fachdienst 3.66 (Straßen- und Brückenbau): Mit Ratsbeschluss vom 8.7.2010 zum zum Schuldenabbau 2010 - 2015 war vorgesehen, … das Sachkostenbudget von 2010 bis 2012 um jährlich 100.000 € zu erhöhen. Ab 2013 sollte eine Erhöhung von 150.000 € p. a. erfolgen. Aufgrund der weiterhin schlechten Haushaltslage und der Teilnahme am Stärkungspakt … musste hierauf verzichtet werden. Mit dem Sofortprogramm zur Beseitigung von Frostschäden wurden in 2011 vom Rat der Stadt zur Sanierung von Fahrbahndecken einmalig zusätzlich 900.000 € für die Schadensbeseitigung bereitgestellt und weitgehend abgearbeitet. Für Restmaßnahmen an einzelnen Straßen und Maßnahmen, die nicht mehr in 2012 fertiggestellt werden konnten, wurde … eine Übertragung von rund 180.000 € nach 2012 beantragt, da witterungsbedingt nicht alle Arbeiten in 2011 zu Ende geführt werden konnten. Nunmehr sind weitere Sparmaßnahmen erforderlich, um am Stärkungspakt teilnehmen zu können. Daraus ergibt sich für 2012 dass der bereits beauftragte Jahresvertrag für die Straßenunterhaltungsarbeiten (vornehmlich Gehwegsanierungen) nicht vollausgeführt werden kann (es kann insofern zu einer Schadensersatzforderung des Auftragnehmers bzgl. des entgangenen Gewinns kommen, was jedoch noch zu klären ist). Wünschenswerte Reparaturen und Reparaturen zur Vermeidung von Schadensausweitungen / Folgeschäden können nicht mehr durchgeführt werden. Es werden lediglich Reparaturen zur Beseitigung von Verkehrsgefahren erledigt. Bei den Wartungs- und Reparaturarbeiten bei Lichtsignalanlagen können nur sicherheitsrelevante Arbeiten durch die Wartungsfirmen durchgeführt werden. Markierungsarbeiten werden nur noch punktuell durchgeführt, wenn die Verkehrssicherheit es erfordert. Unfallschäden an Lichtsignalanlagen können nur noch beseitigt werden, wenn Verkehrsgefährdungen gegeben sind. Im Bereich der Unterhaltung von Brücken, Treppen und Stützmauern werden in 2012 keine weiteren Maßnahmen mehr durchgeführt werden. Bei Unfallschäden sind bei Bedarf zusätzliche Mittel bereitzustellen.
Für das Jahr 2013 wird kein Jahresvertrag zur Vergabe von Straßenunterhaltungsarbeiten und Tiefbauarbeiten für die Verkehrstechnik ausgeschrieben. Es werden keiner großflächigen Maßnahmen an Gehwegen und Fahrbahnen durchgeführt, sondern nur noch Flickarbeiten zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit. Bei Lichtsignalanlagen ist eine Umschaltung auf Festzeitprogramme vorzunehmen, wenn Induktionsschleifen nicht mehr erneuert werden können. (…) „Getragen von dem Ziel der Gesamtverwaltung, die genannten Einsparungen zur Teilnahme der Stadt Remscheid am Stärkungspakt des Landes Nordrhein-Westfalen zu realisieren, ist die aufgezeigte Vorgehensweise unvermeidbar.“ (Der Waterbölles hat die zweiseitige Stellungnahme des Fachdienstes gekürzt, war aber bemüht, die Kernaussagen zu erhalten.)
Antwort der Verwaltung zum Fachdienst 3.66 (Grünflächen): Die Konsolidierungsvorgabe liegt in 2012 bei 77.600 Euro, zu erzielen im Sachkostenbereich. Dies führt zu einem weiteren Leistungsabbau auf allen Ebenen (Schulen, Kinderspielplätze, Grünanlagen, Straßenbegleitgrün, Kindertageseinrichtungen etc.). Das äußere Erscheinungsbild wird sich signifikant verschlechtern, Beschwerden aus der Bevölkerung wird nur noch bei „Gefahr im Verzug“ nachgegangen werden können. Reparaturen in den Anlagen müssen vernachlässigt werden, Gehölzflächen werden „der Natur überlassen“, Gehwege werden in Teilen nicht mehr frei geschnitten, Wegereparaturen werden weitgehend nicht mehr ausgeführt. Auch Reparaturen von Spielgeräten werden nur durchgeführt, wenn diese mit geringen Eigenmitteln möglich sind. Die Reduzierung des Spielangebotes wird durch den Abbau nicht reparabler Geräte dennoch weiter voranschreiten. Soweit aus Sicht der Verwaltung die Sicherheit einzelner Flächen nicht mehr gewährleistet werden kann, werden Spielflächen zukünftig geschlossen. Ob in 2012 auch zehn Prozent bei den Arbeiten am städtischen Baumbestand gekürzt werden können, bleibt abzuwarten. Erfahrungsgemäß werden zum Jahresende überplanmäßige Mittelbereitstellungen aus Gründen der Gefahrenabwehr unabweisbar sein.
2013 ist ein weiteres Einsparpotenzial von rd. 77.000 Euro zu finden. Da dann keine weiteren, disponiblen Mittel mehr im Budget vorhanden sind, verbleibt lediglich eine Teil-Lösung: der für 2012 und 2013 geschlossene Pflegevertrag über (im Wesentlichen) Straßenbegleitgrün wäre im Einvernehmen mit dem Vertragspartner für 2013 aufzulösen, ggfs. gegen Zahlung einer Entschädigung. Etwa 125 Flächen, überwiegend Straßenbegleitgrün, würden nicht mehr unterhalten. Allein 80.000 m² Rasenflächen sind hiervon betroffen. Werden diese Flächen „sich selbst überlassen“, können sich Sichtbeziehungen negativ auf die Verkehrssicherheit auswirken können. Die Verwaltung wird nur noch im Einzelfall in der Lage sein, solche Gefahrenstellen „auf Zuruf“ zu bearbeiten. Dann könnte der Kommune ein Verstoß gegen die Verkehrssicherungspflicht vorgehalten werden können. (Der Waterbölles hat die zweiseitige, eng beschriebene Stellungnahme des Fachdienstes stark gekürzt, war aber bemüht, die Kernaussagen zu erhalten.)
Antwort der Verwaltung zum Fachdienst 3.66 (Forstbetrieb): Die Konsolidierungsvorgabe liegt in 2012 bei 20.800 Euro und in 2013 bei 38.650 Euro, zu erzielen im Sachkostenbereich. Diese Vorgabe beinhaltet allerdings auch Teilbeträge, die nicht gekürzt werden können. Die Waldkalkung – je 18.000 € in 2012 und 2013, ist nicht reduzierbar, da ansonsten kein Landeszuschuss in Höhe von 12.500 € realisiert werden könnte. Nicht disponible sind ferner Forstinventur (30.000 € in 2012 als gesetzliche Pflichtaufgabe), Beiträge zu Verbänden (je 1.050 € in 2012 und 2013) und Kfz-Steuer (je 1.600 € in 2012 und 2013).
Durch die weiteren Sachmittelkürzungen ergeben sich für den städtischen Forstbetrieb, der bereits seit dem 1.1.2009 als sog. „Betrieb gewerblicher Art“ vorsteuerabzugsberechtigt ist, u. U. erhebliche Konsequenzen, da sich die Kürzungen ggfls. kontraproduktiv auf die in erheblichem Umfang generierten Erträge auswirken können.
Im Rahmen der Schutz- und Erholungsfunktionen öffentlicher Wälder und durch die sich stetig verschärfende Rechtsprechung gewinnt die Verkehrssicherungspflicht im Wald an Bedeutung und bindet zunehmend Personal- und Finanzressourcen. auch Baumkontrollen und Gefahrenbaumbeseitigungen sind ein zunehmend größerer Fixkostenbestandteil zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit in den Remscheider Erholungswälder. Eine pauschale Budgetkürzung führt daher zu einer überproportionalen Kürzung der wenigen noch disponiblen, d.h. gleichzeitig ertragsseitig wirkenden Restmittel für die Holzproduktion und -vermarktung. Dies hätte ggfl. erhebliche Ertragsausfälle zur Folge, da Holzeinschlags- und notwendige Rückemaßnahmen nicht mehr im üblichen Rahmen finanziert werden könnten und somit weniger Holz produziert und vermarktet werden könnte – mit nachteiligen Folgen für Waldbau, Ökologie und das Wirtschaftsergebnis des FD 3.39 insgesamt.
Den wachsenden Aufgabenbereich „illegale Müllentsorgung im Wald“ (Beschwerden aus der Bürgerschaft) wird der Fachdienst 3.39 im Falle einer Sachkostenreduzierung nur noch bedingt wahrnehmen können. Abfallablagerungen im Wald werden infolgedessen weiter zunehmen. Wälder, Waldparkplätze und Erholungseinrichtungen drohen zu vermüllen, Instandhaltungsmaßnahmen der Naherholungseinrichtungen (Ruhebänke, Wander-, Reit-, Lauf- und Nordic-Walkingwege, Schutzhütten, Lehrpfade etc.) werden nicht mehr angemessen ausgeführt werden können und drohen mittelfristig zu verkommen – eine weitere Zunahme von Beschwerden und eine u. U. drastische Reduktion der Erholungsleistungen der Wälder werden die Folge sein. (Hier die vollständige Stellungnahme)
Die Natur-Schule Grund lädt ein zu einem Frühlingsfest für Samstag, 5. Mai. Von 14 bis 18 Uhr stehen das historische Schulgebäude am Grunder Schulweg 13 in Remscheid-Grund und die Aktivitäten der Natur-Schule und ihrer Kooperationspartner im Vordergrund. Durch veränderten Zuschnitt der Hausmeisterwohnung konnten sowohl für die Natur-Schule als auch für die IGEL-Gruppe (Integrative Gruppe Erziehen und Lernen) verbesserte Raumbedingungen erzielt werden. Durch Umgestaltung der ehemaligen Fußballer-Umkleidebereiche waren auch deutliche Verbesserungen für die Umweltwerkstatt und die Softballerinnen der Stingrays Wuppertal sowie für eine multifunktionale Nutzung der früheren Gymnastikhalle möglich. Der Förderverein für Umweltbildung Remscheid e. V. als Träger der Natur-Schule kümmert sich um das leibliche Wohl der Besucher/innen und bietet eine gut bestückte Tombola, deren Erlös der Umweltbildungsarbeit zu Gute kommen wird. Die für Sanierung und Renovierung des Gebäudes zuständige Architektin, Irmgard Heger, Vertreter/innen der Stadt Remscheid und der beteiligten Handwerker-Betriebe werden die Maßnahmen der Wärmedämmung, die Holzpellet-Heizung und weitere energetische Verbesserungen am Gebäude erläutern und Führungen durch das Haus anbieten. Kinder werden besonderen Spaß an den vor wenigen Tagen geschlüpften Hühnerküken haben und können an der Ausstattung des großen Insektenhotels im Bauerngarten der Natur-Schule mitwirken. Die Bogenschützenabteilung des Remscheider Turnvereins wird auf einem Teil des Sportplatzes Grund Bogenschießen für Kinder und Einsteiger anbieten. Der Sportplatz steht darüber hinaus wieder z. T. als Parkplatz zur Verfügung.

Nach der guten alten Weisheit „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“ trafen sich gestern eine Stunde vor Beginn der Haupt- und Finanzausschuss-Sitzung auf dem Rathausplatz rund 200 Reiterinnen und Reiter, um gegen die Einführung einer Pferdesteuer zu protestieren. Dieser Vorschlag gehörte zum Sparpaket der Verwaltung, das Oberbürgermeisterin Beate Wilding dem Rat der Stadt am 29. März vorgelegt hatte. Danach war in Reiterkreisen ein Sturm der Entrüstung ausgebrochen, der auch im Waterbölles Wellen schlug. Dass die Fraktionen von SPD, FDP und Grünen am 20. April in einer gemeinsamen Pressekonferenz erklärt hatten, die Pferdesteuer müsse ebenso wieder vom Tisch wie die vorgeschlagenen Erhöhungen der Elternbeiträge für Kita und OGS, hatten die Pferdefreunde in den Medien zwar wahrgenommen, geglaubt hatten es viele jedoch nicht. Sonst wäre die gestrige Demonstration wohl flugs wieder abgesagt worden, und sonst hätte sich ein RSG-Reporter von einer Teilnehmerin nicht sagen lassen müssen: „Ihnen sage ich gar nichts ins Mikrofon. Sie berichten ja doch nur falsch!“
Dass der junge Kollege die Abkehr der so genannten Gestaltungsmehrheit (und der CDU) von der Pferdesteuer sehr wohl richtig verstanden und wiedergegeben hatte, merkten dann diejenigen Reiterinnen und Reiter, die teilweise in Reithosen an der Hauptausschusssitzung die Tribüne (und die Treppenstufen davor) bis auf den letzten Platz füllten. Denn der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans Peter Meinecke wiederholte das Nein zur Pferdesteuer vom 29. März noch einmal ausdrücklich. Bliebe die Steuer im Sparpaket, werde eine Ratsmehrheit sie in der Juni-Sitzung des Rates ablehnen. Jochen Siegfried, dem Fraktionsvorsitzenden der CDU, und Wieland Gühne, seinem Kollegen von der W.i.R., ging das allerdings zu schnell. Siegfried war zwar ebenfalls gegen die Pferdesteuer, kündigte aber für seine Fraktion andere Vorschläge zur Personaleinsparung an. Und Gühne hatte nichts gegen die von der Gestaltungsmehrheit ins Gespräch gebrachte Streichung von weiteren sechs Planstellen im Jahr, wollte aber vorsorglich noch an der Pferdesteuer festhalten. „Schließlich ist mit den jetzt bekannten Sparvorschlägen das Sparziel noch gar nicht erreicht!“
Dass aber ausgerechnet er dann von den Pferdefreunden großen Applaus bekam, zeigt, wie schwierig es für „Normalbürger" ist, einer politischen Sitzung zu folgen, wenn sie ein solches „Schauspiel“ vielleicht alle paar Jahre einmal erleben. Da können ja selbst die Akteure gelegentlich den Durchblick verlieren. Gestern zum Beispiel die Oberbürgermeisterin höchstpersönlich, als sie es ablehnte, den Antrag von CDU und W.i.R. auf getrennte Abstimmung (zuerst über Pferdesteuer und Elternbeiträge und danach über den Kompensationsvorschlag der Gestaltungsmehrheit) überhaupt zur Abstimmung zu stellen und stattdessen über beides zugleich abstimmen ließ. Ersteres wäre formal richtig gewesen; Letzteres war logischer, wie der FDP-Fraktionsvorsitzende Wolf Lüttinger betonte, an Jochen Siegfried gewandt: „Nein zur Pferdesteuer, aber keine Kompensation. So geht das nicht!“
Nun also liegt der Ball im Feld der Verwaltung. Weitere Personaleinsparungen fielen ihr schwer, bekannte Beate Wilding. Sie hat nun die Aufgabe, bis Juni die Kompensation in ihr Sparpaket einzuarbeiten. Man darf gespannt sein …
Das Geschäft mit abgelegten Röcken und Hosen ist lukrativ – und deshalb auch oft dubios. Und das weltweit. Allein in Deutschland werden pro Jahr in den Haushalten rund 750.000 Tonnen Textilien aussortiert. Verteilt auf 45.000 Lastwagen, ergäbe das eine Fahrzeugschlange von Kiel bis München. Tatsächlich landen viele Alttextilien in einem Container an der Straße oder der nächstbesten Altkleidersammlung. Gut, wenn dahinter dann eine karitative Organisation steht. Schlecht, wenn es sich um einen jener gewerbsmäßigen Altkleidersammler handelt, die mit phantasievollen Namen und karitativ anmutenden Symbolen an karitative Organisationen erinnern, etwa einem Kreuz oder einer Kirche, die aber keine Wohltätigkeit, sondern lediglich den großen Reibach im Sinn haben. Das grenzt dann schnell an Betrug - oder ist es sogar.
Besser ist es deshalb, Kleiderspenden direkt bei gemeinnützigen Organisationen abzugeben, in Remscheid beispielsweise beim Deutschen Kinderschutzbund oder im „Kaufhaus Remscheid“ am Markt, dem Sozialkaufhaus für Menschen mit geringem Einkommen. Wird dort wieder mal ein Sack voller Alttextilien abgegeben, hören die Mitarbeiter nicht selten den Satz „Meine ausrangierte Kleidung soll direkt an Bedürftige gehen.“ Tatsächlich aber wird auch im „Kaufhaus Remscheid“ mehr Kleidung angenommen, als dann im Wiederkauf landet. Manches muss aussortiert werden. Weil die Kleidung zu unmodisch ist, weil sich Flecken nicht entfernen lassen oder weil es zu teuer wäre, einen defekten Reißverschluss zu ersetzen. Pro Woche füllen diese aussortierten Spenden im „Kaufhaus Remscheid“ 15 bis 20 Säcke. Gewerbliche Textilverwerter holen sie regelmäßig ab.
„Lange Zeit wusste kaum ein Sammler, was mit der Kleidung nach dem Verkauf geschah“, berichtete gestern Andreas Voget auf einer Pressekonferenz im „Kaufhaus Remscheid“. Er ist der Geschäftsführer des gemeinnützigen Dachverbandes „FairWertung“ mit Sitz in Essen, eines 1994 gegründeten bundesweiten Netzwerks aus mehr als 100 gemeinnützigen und kirchennahen Organisationen, das sich für mehr Transparenz und Verantwortlichkeit beim Sammeln und Verwerten von gebrauchter Kleidung einsetzt. Als erste Organisation hat der Verband Standards für Kleidersammler entwickelt. Er informiert über Hintergründe und Zusammenhänge des Geschäfts mit Alttextilien (auch über fragwürdige Praktiken), klärt über den globalen Handel mit gebrauchter Kleidung auf und setzt sich für den Ausbau von Secondhand-Strukturen in Deutschland ein.
Petra Kipp, stellvertretende Geschäftsführerin der Arbeit Remscheid eGmbH: „Das Remscheider Sozialkaufhaus ist seit dem 1. März Mitglied von ‚FairWertung‘. Und damit kann Kerstin Kaschub, die Projektleiterin des Kaufhauses, nun sicher sein, dass die Wertstoffkette transpatrent bleibt bis zum Schluss und nicht in irgendwelchen dunklen Kanälen endet. Andreas Voget: „Darauf achten wir. Unsere Vertragspartner müssen sich verpflichten, bei Sammlung und Vermarktung sozial und umweltverträgliche Standards einzuhalten!“
Unter „Ökologische Wiederverwertung von Alttextilien“ verstehen Kerstin Kaschub und ihre Mitarbeiter/innen im „Kaufhaus Remscheid“, dass auch das kleinste textile Fitzelchen noch wiederverwendet wird – und sei es auch nur als Dämmstoff in der Automobilindustrie, als Dachpappe oder als Putzlappen. „Hauptsache, der Rest landet nicht auf irgendeiner illegalen Müllkippe im Wald oder wird umweltschädlich verbrannt!“
Andreas Voget: „Wir bekommen fast jede Woche Telefonanrufe aus Osteuropa. Die Leute wollen zum Beispiel eine Lkw-Ladung Gebrauchtkleidung kaufen - unsortiert. Dafür zahlen sie gegenwärtig pro Kilo 25 bis 30 Cent. Aber das sind Händler, die nur an der Top-Second-Hand-Ware interessiert sind und, wenn wir nachfragen, nicht wissen, was ein Sortierbetrieb ist. Die wissen also gar nicht, was sie mit minderwertigen Sachen machen sollen. Wer aber für keine ordentliche Verwertung der Textilien sorgen kann, der bekommt von uns auch keine!“ Und auch nicht vom „Kaufhaus Remscheid“.
Die Küken kommen. Überall in der Natur sind Vögel mit der Brut beschäftigt. Reviergesang liegt in der Luft, Nester werden gebaut, und einige Vogelküken sind schon geschlüpft. In der Natur-Schule Grund in Remscheid lagen diesmal fast 100 Hühnereier im Brutschrank. Die ersten Hühnerküken sind schon vergangene Woche geschlüpft. In diesem Jahr sind Küken von vier Hühnerrassen und einer kleinen Mischlingsgruppe zu besichtigen - aus den eigenen Zuchtstämmen der Natur-Schule Grund Zwerg-Cochins und Lakenfelder sowie aus freundlichen Bruteier-Leihgaben befreundeter Rassegeflügelhalter Italiener und Deutsche Sperber. Einen Überblick über die Vielfalt der Vögel bietet Diplom-Biologe Jörg Liesendahl bei seiner Bestimmungsübung "Wildtiere im Fokus: Die heimische Vogelwelt" am Dienstag, 24. April, um 16 Uhr (Dauer ca. drei Stunden). Nach einer Einführung zu dieser weithin bekannten Tiergruppe gibt es die Möglichkeit, Singvögel im Garten der Natur-Schule zu beobachten und zu bestimmen. Hierfür stehen sowohl einfache Ferngläser als auch Bestimmungsbücher in ausreichender Anzahl zur Verfügung. Die Teilnahme kostet für Erwachsene zwölf Euro, für Kinder (bis 15 Jahren) sechs. Die Teilnehmer/innen können eigene Bestimmungsbücher mitbringen, deren Vor- und Nachteile in der praktischen Erprobung besprochen werden. Wer mag, bringt bitte auch ein eigenes Fernglas mit. Anmeldungen nimmt die Natur-Schule Grund entgegen telefonisch unter 02191 840734, per Mail unter info@natur-schule-grund.de oder über den online-Terminkalender auf www.natur-schule-grund.de. Wer bei so viel Freude an den Küken Lust bekommt, selber Hühner zu halten, wird am Mittwoch, 25. April, um 19 Uhr von Ehrenamtlichen der Natur-Schule Grund und des Kleintierzuchtvereins R 248 Remscheid alle Fragen zur Hühnerhaltung beantwortet bekommen. Für diese Veranstaltung ist keine Anmeldung erforderlich. (Zufall: Gestern schickte Waterbölles-Leser Hans Kadereit obiges Bild eines frisch geschlüften Kükens.)

In voller Sonne präsentierte sich diese Woche vor dem Objektiv der neuen Kamera von Hans Georg Müller ein Marienkäfer: „Ich kann mich erinnern, dass früher dieser Käfer auch "Sonnenscheinchen" genannt wurde. Für mich steht die Begegnung für die Ankündigung von sonnigen Tagen.“ - „Frühling an der Karl Michel Straße“ betitelte Harald Neumann sein ebenfalls diese Woche entstandenes Foto vom Kremenholl. Wenn Sie auch Fotos von "Tier & Garten" anzubieten haben - der Waterbölles veröffentlicht sie gerne.
Pressemitteilung des Wupperverbandes
Nach der Kältewelle im Februar bescherte der März den Menschen im Bergischen Land überwiegend schönes und stabiles Frühlingswetter mit viel Sonnenschein. Regen gab es nur an wenigen Tagen, wie die Auswertung des Wupperverbandes für einige Beispielmessstellen im Wuppergebiet zeigt. Die Regenmengen lagen zwischen 21 Litern an der Messstelle im Klärwerk Schwelm und 38 Litern an der Messstelle Klärwerk Burg in Solingen-Unterburg und blieben somit an allen Messstellen deutlich unter dem Durchschnitt. An der Bever-Talsperre regnete es im März an elf Tagen, dabei kamen rund 32 Liter pro Quadratmeter zusammen. Das entspricht rund 32 Prozent der durchschnittlichen März-Regenmenge von 101 Litern pro Quadratmeter. Im Vorjahr lag die Regenmenge an der Bever-Talsperre bei rund 19 Litern pro Quadratmeter. Mit rund 34 Litern Regen – verteilt über 9 Tage - verzeichnete die Messstelle Lindscheid an der Großen Dhünn-Talsperre rund 37 Prozent der durchschnittlichen Märzmenge von 90 Litern pro Quadratmeter. Im Vorjahr gab es an dieser Messstelle im gesamten Monat rund 18 Liter Regen. Im Klärwerk Burg regnete es an 9 Märztagen insgesamt rund 38 Liter. Das sind 32 Prozent der Durchschnittsmenge von 116 Litern pro Quadratmeter. Im März 2011 hatte es an dieser Messstelle insgesamt 21 Liter geregnet. Die Sonne hatte im März viel Gelegenheit, zu strahlen. Wie der Deutsche Wetterdienst berichtet, war Nordrhein-Westfalen das wärmste Bundesland und brachte es auf eine Durchschnittstemperatur von acht Grad Celsius (Durchschnitt: 4,5 Grad Celsius) und auf 154 Sonnenstunden (Durchschnitt: 103 Stunden). Die Niederschlagsmenge lag in NRW bei 20 Liter pro Quadratmeter. Im Durchschnitt fallen im März in NRW 71 Liter pro Quadratmeter.
Pressemitteilung des Allee-Centers
Nach dem überwältigenden Erfolg der Ausstellungen Phänomenta I und II, die von zahlreichen Remscheider Schulklassen besucht wurden, lädt das Allee-Center Remscheid nun zu einem neuen, spannenden Ausstellungs-Erlebnis ein. Die exklusive Wanderausstellung „Tüfteln + Knobeln“, die federführend vom Mathematikum Gießen konzipiert wurde, ist im Allee-Center Remscheid vom 23. April bis zum 12. Mai zu Gast. Die 40 Experimentier-Stationen widmen sich Formen, Schattenspielen, Brücken, Türmen, Kodierungen und anderen aufregenden und kreativen Feldern. Und es zu merken, befindet man sich in der Welt von Wahrscheinlichkeitsrechnung, Geometrie und Co. Der spielerische Ansatz, der auch im Konzept von „Tüfteln und Knobeln“ deutlich wird, soll helfen, Barrieren abzubauen und einladen, selbst Erklärungen für mathematische Phänomene zu finden. Knobelspiele regen unmittelbar das Denken an: Man bildet Vorstellungen, bekommt Einsichten und ganz häufig macht es einfach „Klick“, weil man mit einem Schlag alles versteht. Wem trotz Grübelns und Denkens partout keine Lösung einfallen will, dem steht eine kompetente und qualifizierte Betreuungsperson mit Anregungen und hilfreichen Tipps zur Seite. (Sophie Dukat)
Pressemitteilung der Stadt Remscheid
Er misst insgesamt rund 28 Kilometer, der neue Panorama--Radweg, der auf einer Strecke von 6,4 Kilometern den nord-östlichen Teil Remscheids durchquert. Als ehemalige Bahntrasse verbindet diese Strecke Mensch, Natur und Region, und das bereits seit dem 12. Mai 1876, als erste Züge die Menschen zunächst nach Wermelskirchen, später auch nach Burscheid und Opladen zur Arbeit, zu Freunden und zu Verwandten beförderten. Am 31. Mai 1986 wurde der Bahnbetrieb eingestellt, und die alte Bahnstrecke geriet immer mehr in Vergessenheit. Vor einem Jahr kaufte die EWR GmbH die Bahntrasse und startete mit den Arbeiten für den Umbau. Ab 22. April ist sie wieder da: Die Balkantrasse. Der im Mai 2011 begonnene Umbau der Bahnstrecke in einen Panorama-Radweg ist auf dem Teilstück bis Burscheid abgeschlossen. Das soll am April gebührend gefeiert werden: Um 11 Uhr erfolgt an diesem Tag die offizielle Eröffnung durch Oberbürgermeisterin Beate Wilding und Prof. Dr. Thomas Hoffmann, Geschäftsführer der EWR GmbH, auf dem Parkplatz an der Robert-Schumacher-Straße (Bahnhof Lennep). Anschließend informieren Vereine, Einrichtungen und Institutionen zum Thema Bahntrassen und Radwanderwege und stellen außerdem ihre Vereinsarbeit vor. Auch beim Bühnenprogramm dreht sich alles um Bewegung. An weiteren Stationen im Bereich „Im Alten Berge“ erfahren alle Interessierten Wissenswertes rund um die Eisenbahn. In Höhe des Schwarzen Weges in Bergisch Born unterhalten und informieren die Rudolf-Steiner-Schule und der Kindergarten „Zaunkönig“. An der Tennishalle in Bergisch Born gibt es viele Informationen zu anderen Bahntrassen, Hilfe bei Fahrradpannen und Neuigkeiten zum Fahrrad. Natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. (Büro der Oberbürgermeisterin)
Die Natur-Schule Grund bietet ganzjährig spannende und anspruchsvolle Programme für Kindergeburtstage. Einmal im Jahr aber, während der Brutaktion "Vom Ei zum Küken" im Frühling, ist es sogar möglich, einen "Kükengeburtstag" zu feiern! In diesem Jahr wird das in der Zeit vom 18. bis zum 27. April der Fall sein, wobei insbesondere am Samstag, 21., und am Sonntag, 22. April, Termine möglich sind. Eine baldige Anmeldung für das beliebte Thema ist anzuraten. Individuelle Absprachen mit dem Geburtstagskind und den Eltern sind selbstverständlich möglich. "Die Natur-Schule ist ein wunderbarer Ort, um einen besonderen Tag im Leben des Geburtstagskindes unvergesslich werden zu lassen," sagt der pädagogische Leiter der Natur-Schule Grund, Jörg Liesendahl. Das Programm der Kindergeburtstage ist inclusive der von den Eltern eingeplanten Mahlzeiten auf drei Stunden und für bis zu 15 Kindern ausgelegt. Kindergeburtstage in der Natur-Schule Grund können ganzjährig gebucht werden und werden von erfahrenen UmweltpädagogInnen durchgeführt. Die Kinder sollten allerdings mindestens 5 - 6 Jahre alt sein, andere Themen sind auch eher für ältere Kinder geeignet. Nähere Informationen zu allen Angeboten erhalten interessierte Eltern beim Team der Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13, in Remscheid-Grund, unter Telefon 02191 840734 oder per Mail unter info@natur-schule-grund.de. Das Angebot "Kindergeburtstage" ist auch zu finden auf der Internet-Seite der Natur-Schule unter www.natur-schule-grund.de.
Pressemitteilung der Volksbank Remscheid-Solingen eG:
Am 22. April wird der neue Rad- und Wanderweg an der Balkantrasse feierlich eingeweiht. Auch die Volksbank Remscheid-Solingen bietet an diesem Tag ein buntes Programm zur Einweihung der „neuen“ Trasse: Von Lennep über Wermelskirchen nach Burscheid, dabei mit der ganzen Familie die bergische Idylle genießen – mit dem neuen Rad- und Wanderweg bietet die Balkantrasse ganz neue Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Am 22. April ist es endlich soweit: Der Rad- und Wanderweg, der von Lennep über Wermelskirchen bis nach Burscheid führt, wird feierlich eingeweiht.
Einmal nach Burscheid und zurück oder umgekehrt und Gutes dabei tun: Mit dem Prämienlauf der Volksbank Remscheid-Solingen eG am 22. April haben Besucher die Möglichkeit, tolle Preise zu gewinnen. An den Infoständen der Volksbank, die am 22. April in Lennep, Wermelskirchen und Burscheid entlang der Trasse zu finden sind, erhalten die Trassenbesucher einen Stempelpass, für die an allen Infostellen entlang des Rad- und Wanderweges Stempel gesammelt werden können. Mitmachen lohnt sich doppelt: Für jeden Stempel stiftet die Volksbank Remscheid-Solingen eG 2,50 Euro. Von dem Erlös stellt die Volksbank drei „VolksBänke“ für die Trasse zur Verfügung.
Drei „VolksBänke“ laden bald zum Verweilen und Entspannen entlang des Rad- und Wanderweges Balkantrasse ein. Aus dem Erlös, den die Prämienlauf-Aktion am 22. April einbringt, erhält jede Stadt (Remscheid, Wermelskirchen, Burscheid), durch die der neue Rad- und Wanderweg führt, eine „eigene VolksBank“ von der Volksbank. An der Balkantrasse in Lennep bereiten Mitarbeiter der Volksbank Remscheid-Solingen eine ganz besondere Aktion für die Besucher am Eröffnungstag vor: Eine überdimensionale „VolksBank“ lädt zu einer witzigen Fotoaktion ein. Besucher dürfen die große blaue Bank selbst einmal erklimmen und sich auf der „VolksBank“ fotografieren lassen. Als schöne Erinnerung an einen gelungenen Tag an der Balkantrasse können die dort geschossenen Fotos im Laufe der folgenden Woche in der Wunsch-Filiale der Volksbank abgeholt werden. Über die vielen Aktionen am Eröffnungstag hinaus möchte die Volksbank Remscheid-Solingen eG die Balkantrasse auch langfristig unterstützen. Frithjof Grande, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Remscheid-Solingen eG: „Wir haben eine größere Geldsumme an den Verein Balkantrasse e.V. gestiftet. Als Bank im Bergischen Land fühlen wir uns mit dem Projekt Balkantrasse verbunden und möchten, zusätzlich zu den neuen Bänken, unseren Teil zum Erhalt des neuen Rad- und Wanderweges beitragen.“ Dafür wurde der Volksbank eine Urkunde überreicht – die Bank ist nun Pate über 14 Quadratmeter Balkantrasse. So kann der Eröffnungstag am 22. April mit der Einweihung des neuen Rad- und Wanderweges Balkantrasse nur ein großer Erfolg werden. Jetzt muss nur noch das Frühlingswetter mitspielen.
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