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Kita am Holscheidsberg fröhlich eingeweiht

Die Entstehung der neuen städtischen Kindertagesstätte am Holscheidsberg hat der Waterbölles in den vergangenen Jahren in Text, Foto und Video begleitet, angefangen mit der Botschaft „An U3-Plätze ist in der Kita Eberhardstraße nicht zu denken“ (26. Juni 2012), über „Kita Eberhardtstraße wegen Schimmelpilzen ab sofort dicht“ (22. Dezember 2014),  „Kita-Neubau will die Stadt einem Investor überlassen“ (7. Januar 2015),  „Volksbank engagiert sich bei Kindertagesstätten“ (3. Dezember 2015), „Die ersten Kita-Container sind am Stadtpark eingetroffen“ (14. April 2015), das bezog sich auf den Ausweichstandort, „Neue Kita soll am 1. August 2017 fertig sein“ (12. August 2016) und  „Kita-Kinder besichtigten die Baustelle“ (22. Dezember 2016). Da war es nur folgerichtig, auch am heutigen Freitag dabei zu sein, als die neue Kita eingeweiht wurde. Seit dem 1. August hat Remscheid einen neuen Kita-Standort: Die ehemalige städtische Kita Am Stadtpark (ehemals Eberhardstraße) ist in den Neubau Am Holscheidsberg 26 gezogen. Viele Eltern und Ehemalige sind neugierig auf die neuen Räumlichkeiten der aktuell wohl modernsten Kita in Remscheid. Eine Gelegenheit zum Blick hinter die Kulissen haben sie bei einem Nachmittag der offenen Tür am Freitag, 20. Oktober, ab 14.30 Uhr, zu dem die Volksbank im Bergischen Land als Vermieterin und die Kita Am Holscheidsberg herzlich einladen. Dazu hatten Andreas Otto und Lutz Uwe Magney als Vorstände der Volksbank im Bergischen Land (Investor und Vermieter) und die Stadt Remscheid eingeladen. Diese war durch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Sozialdezernent Thomas Neuhaus vertreten. Im Video zeigen sich Lutz Uwe Magney, Kita-Leiterin Katharina Wolf und ihre Stellvertreterin Cornelia Bublitz-Hupprecht zu Recht begeistert von der modernen viergruppigen Kita, in die Erzieherinnen und Kinder termingerecht am 1.August eingezogen waren.

Verbraucherberatung in RS, klein, aber wirkungsvoll

Dank und Anerkennung zollten heute Vertreter von Parteien, Institutionen und Verbänden einer Frau: Lydia Schwertner. Sie steht in Remscheid für den Verbraucherschutz. In der Verbraucherzentrale, Alleestraße 32.“Eine one-woman-show“, attestierte ihr beim heutigen Empfang aus Anlass des 25-jährigen Bestehens der „kleinsten Verbraucherberatungsstelle in Nordrhein-Westfalen“ Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Letzteres hatte zuvor Wolfgang Schuldzinski gesagt, der Vorstand der Verbraucherzentrale NRW. Der Gast aus Düsseldorf ging auf den Wandel beim Verbraucherschutz in den vergangenen 25 Jahren ein („vielfältiger und komplexer“), der OB auf dem Umstand, dass die Finanzlage der Stadt es auch in den nächsten Jahren noch nicht erlauben werde, für einen höheren Zuschuss und damit für eine personelle Aufstockung zu sorgen (sorry dafür!“).

 

Bestandschutz für altes ALDI-Gebäude ist begrenzt

Es bleibt dabei: Kein Drogeriemarkt neben ALDI“, berichtete der Waterbölles am 2. Mai. Die Verwaltung hatte den Mitgliedern der Bezirksvertretung (BV) Süd mitgeteilt, dass es anscheinend bei Drogeriemarkt-Betreibern kein Interesse an dem Standort im Südbezirk gebe. Das bekräftigte in der BV-Sitzung am Mittwoch noch einmal Jörg Schubert, Leiter des Fachdienstes Bauen, Vermessung, Kataster und Untere Denkmalbehörde, und deutete zugleich an, dass die Stadtverwaltung einem Interessenten an den früheren, seit zweieinhalb Jahren leer stehenden ALDI-Markt an der Burger Straße (gegenüber dem neuen ALDI-Markt an den einstigen Tennisplätzen) keine Steine in den Weg legen würde. Denn noch habe der alte Markt Bestandsschutz. Darauf habe die Stadt die Immobilienverwaltung von ALDI bereits schriftlich aufmerksam gemacht.  Allerdings liege der Bestandsschutz im Ermessen der Bauaufsicht. Und wenn diese den Eindruck gewinne, an einer Reaktivierung des Gebäudes bestehe kein Interesse, könne diesen aufgehoben werden.

Zwischen Stadt und Immobilienverwaltung ist für November ein Gespräch vereinbart worden, vorrangig allerdings wegen des Anhörungsverfahrens zur Zukunft des „Blauen Monds“, das die Untere Denkmalbehörde angestrengt hat. Auf einen ersten Brief der Behörde habe ALDI mit positivem Grundton geantwortet, sagte Schubert. Die BV-Mitglieder hörten es wohl. Doch Rita Jungesblut-Wagner (SPD) hat inzwischen die Faxen dicke: „Wir werden doch nicht ernst genommen. Das ist ein Katz-und-Maus-Spiel, mit dem ich mich nicht mehr befassen möchte!“ Das habe mit der Abholzung der alten Bäume neben dem Tennisplatz begonnen. und nun setzt sich die Tragödie beim Blauen Mond fort. Widerspruch kam, von Elke Rühl (CDU) und Bezirksbürgermeister Stefan Grote: Der Blaue Mond sei für den Südbezirk als Wahrzeichen unverzichtbar, und deshalb müsse die BV hier auch weiterhin den Finger in die Wunde legen.

Ausgezeichnung für integrierte Kommunikation

Pressemitteilung der Vaillant Group

Das F.A.Z.-Institut für Management-, Markt- und Medieninformationen hat die Vaillant Group in Remscheid als besten Mittelständler als bestes mittelständisches Unternehmen mit dem „Integrated Communication Award“ ausgezeichnet. Die renommierte Jury aus Unternehmensvertretern, Wissenschaftlern und Fachjournalisten begründete ihre Entscheidung mit der hochprofessionellen und konsequenten Umsetzung der internationalen Kommunikationsstrategie des Unternehmens sowie der Einführung eines innovativen internen Gremiums für die übergreifende Planung von Kommunikationsaktivitäten. „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Die Flut von Inhalten und digitalen Kanälen macht es notwendig, neue Kommunikationsstrategien zu entwickeln. Dabei ist es wichtig, alle relevanten Unternehmensbereiche und internationalen Märkte zu integrieren“, so Dr. Jens Wichtermann, Direktor Unternehmenskommunikation, Nachhaltigkeit und Politik bei der Preisverleihung.

Ein Teilbereich der Kommunikationsstrategie der Vaillant Group umfasst ein internes, interdisziplinäres Gremium zur Kommunikationssteuerung. Ziel ist es, die digitalen Kommunikationsaktivitäten des Unternehmens gruppenweit zu strukturieren, Synergien zu schöpfen und einen einheitlichen, verbindlichen Rahmen für die weltweiten Kommunikationsaktivitäten zu schaffen. Der Juryvorsitzende Professor Ansgar Zerfaß vom Lehrstuhl für Strategische Kommunikation der Universität Leipzig kommentierte: "Integrierte Kommunikation muss in Zeiten der digitalen Transformation neu gedacht werden. Jenseits einheitlicher Botschaften und dem intelligenten Einsatz aller Medien geht es mehr denn je um die Fähigkeit, agil zu handeln, in Projekten zu denken und gemeinsam Unternehmensziele zu verwirklichen.“

Stadt legt Bauzeitenplanung zum DOC vor

Tabelle aus dem Bauzeitenplan zum DOC, den TBR-Chef Mic hael Zirngiebl heute im Haupt- und Finanzausschuss erläuterte.Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die umfassende Bauzeitenplanung zum Designer Outlet Remscheid sowie die von der Stadt Remscheid durchzuführenden Straßen- und Kanalbaumaßnahmen wurden als verbindliche Grundlage bestätigt. Die Planung, die zwischen der Stadt Remscheid und dem Investor McArthurGlen in einem persönlichen Gespräch am 17. Oktober zwischen Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und dem Managing Director Development McArthurGlen, Gary Bond, abgestimmt wurde, dient als verbindliche Grundlage der weiteren Bearbeitung. „Der Weg für das Designer Outlet in Remscheid ist klar definiert. Wir hoffen, mit der Umsetzung zügig beginnen zu können“ sagt Remscheids Oberbürgermeister Mast-Weisz. Diese Umsetzung soll, unter Beachtung der rechtlichen Voraussetzungen, so schnell wie möglich beginnen. Der von allen Beteiligten angestrebte Zeitpunkt ist Frühjahr/Sommer 2018.

Nach Abschluss der noch notwendigen Ausführungsplanungen wird die Bauzeit für das Designer Outlet circa 30 Monate betragen. Mit der Eröffnung des Center rechnen Stadt und McArthurGlen Ende 2020. „Das Designer Outlet in Remscheid ist ein einmaliges und komplexes Bauprojekt, eine Bauzeit von 30 Monaten ist für ein Vorhaben dieser Komplexität normal. Mit der jetzt vorliegenden Grundlage haben wir, gemeinsam mit der Stadt, Planungssicherheit für alle Beteiligten geschaffen und die nächsten Schritte klar definiert“, sagt Henning Balzer, Development Director Deutschland für McArthurGlen. „Mit der Eröffnung Ende 2020 haben wir nun ein für alle Projektpartner verlässliches Datum“, fügt Balzer hinzu.

Erfreulicherweise ist die von den Gegnern des Designer Outlet angekündigte große Klagewelle gegen den Bebauungsplan, die Baugenehmigungen und die Einziehung der Wupperstraße ausgeblieben. Insgesamt liegen derzeitig zwei Normenkontrollanträge und zwei Klagen gegen die Straßeneinziehung vor. Weiterhin haben fünf Kläger gegen die Baugenehmigungen geklagt. Gemeinsames Ziel von Stadt und Investor ist es nun, in diesen Verfahren schnell Entscheidungen und damit Rechtssicherheit für die Weiterführung des Projektes zu erhalten, damit der Baubeginn im Sommer 2018 sichergestellt werden kann.

Der Bauzeitenplan (hier als pdf abrufbar) wird dem Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschuss des Rates der Stadt Remscheid in seiner heutigen Sitzung (19.10.2017) von Michael Zirngiebl, Betriebsleiter der Technischen Betriebe Remscheid, mündlich vorgestellt. Die Angaben in den jeweiligen Internetauftritten werden dann in den nächsten Tagen entsprechend angepasst.

Waterbölles:

Obige Grafik ist keine moderne Kunst, sondern eine Tabelle aus dem Bauizeitenplan zum DOC, den TBR-Chef Michael Zirngiebl heute Nachmittag im Haupt- und Finanzausschuss erläuterte. Darin werden  die Baumaßnahmen zum DOC, zum Parkhaus und der gesamten Infrastruktur mit Straßen, Kanälen und sämtlichen Versorgungsleitungen in insgesamt 154 Einzelschritte zerlegt – „und danach wieder in der zeitlichen Reihenfolge zusammengesetzt“, so Zirngiebl. Bei Einhaltung der im Bauzeitenplan dargestellten Ausführungsfristen und des Ablaufplanes der Maßnahmen könne die zeitgleiche Fertigstellung des DOC/Parkhauses und der notwendigen Infrastruktur einschl. der Verlagerung des Feuerwehrgebäudes sowie der Grundschule sichergestellt werden. Allerdings bleibe der Baubeginn des DOC abhängig von der Bestandskraft der Baugenehmigung, darin bestehe Einigkeit zwischen der Stadt und dem Investor McArthurGlen. Vereinbart wurde ein monatliches Monitoring zum Bauzeitenplan ab Januar 2018.

Als „sehr angenehm“ bezeichnete Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz in der Sitzung das Gespräch mit Gary Bond und Henning Balzer. Einhellig stehe man „voll und ganz zum DOC-Projekt „trotz überflüssiger Kommentare aus der Nachbarstadt“ (Wuppertal). Stadt und Investor stimmen darin überein, dass der Bauzeitenplan fristgerecht bis zum 30.September gemeinsam abgestimmt wurde und daher das Rücktrittsrecht für die Vertragsparteien gemäß § 6 des Städtebaulichen Vertrages zum Bebauungsplan Nr. 657 nicht mehr besteht. Es gilt die verbindlich festgelegte Kostenübernahmeverpflichtung des Investors für die verkehrlichen Infrastruktur, die Umlegung von Gas-, Strom-, Telekommunikations-, Wasser- und öffentliche Kanalleitungen, und zwar unabhängig von dem Zeitpunkt der Baumaßnahme. Bei einem Baubeginn im Sommer 2018 nennt der Bauzeitenplan als Termin für die Fertigstellung der notwendigen Infrastruktur und des DOC „bis Ende 2020“.

Als ca. 100 Seiten umfassende Präsentation soll der Bauzeitenplan am 9. November auch den Entwicklungsausschuss beschäftigen und damit über das Ratsinformationssystem der Stadt auch für die interessierte Bürgerschaft einsehbar werden.

Elektro-Spezialist Druseidt expandiert am Hohenhagen

Wo bisher der Karosseriebetrieb Kuhlen auf dem Hohenhagen an Pkw und Lkw Unfallschäden reparierte, lässt die Firma Druseidt - Elektrotechnische Spezialfabrik GmbH & Co. KG zurzeit für 2,5 Millionen Euro eine neue Lagerhalle bauen, nur einen Steinwurf entfernt von ihrer Betriebsstätte an der Neuenkamper Straße. Das Unternehmen gehört nach eigenen Angaben zu den alteingesessenen Remscheider Industriebetrieben und wurde bereits vor 1890 gegründet. Einen Namen machte sich die Firma durch Entwicklungen und Reichspatente im Bereich der Schaltanlagen und Installationstechnik, z. B. Schalttafelklemmen und Sicherungselemente. Das Angebot umfasst einige tausend Serienartikeln und eine Vielzahl kundenspezifischer Konstruktionen, speziell für die Stromübertragungstechnik.  Die neue, 1400 Quadratmeter große Lagerhalle steht auf einem insgesamt 5500 Quadratmeter großen Gelände, so dass ausreichend Platz bleibt für Parkplätze. Beides schafft am Produktionsstandort nebenan mehr Platz für die Produktion und in einem weiteren Schritt auch für neue Produktionshallen.

 

Auch ein Voba-Team ist wieder dabei

Pressemitteilung der der Volksbank im Bergischen Land

Den Ruf der sportlichsten Bank im Bergischen Land wollen etliche Mitarbeiter der Volksbank Remscheid-Solingen beim diesjährigen Röntgenlauf verteidigen. Vom Walking-Halbmarathon bis zum Marathon reichen die Distanzen, die sich die Volksbanker vorgenommen haben. Nach der Fusion der Volksbank Remscheid-Solingen und der Credit- und Volksbank, Wuppertal ist es der erste Auftritt der Volksbank-Läufer im neuen Dress. Systematisch bereiten sie sich zurzeit auf den herausfordernden Kurs vor; parallel zum Respekt vor der Strecke wächst aber auch die Vorfreude.

Andreas Otto, der Vorstandsvorsitzende der Volksbank im Bergischen Land, freut sich über das sportliche Engagement seiner Mitarbeiter. Zum einen, weil er selbst passionierter Sportler ist (wenn auch nicht auf der Laufbahn), zum anderen, weil die Volksbank seit den ersten Jahren zu den Unterstützern des sportlichen Großereignisses gehört. So ist die Bank als Sponsor nicht nur Zuschauer, sondern mittendrin.

„Der Röntgenlauf ist ein Aushängeschild für Remscheid und das Bergische Land“, sagt Andreas Otto. Die Veranstaltung zeuge auch vom ehrenamtlichen Engagement der Vereine und Sportbegeisterten: Erst ihre vielfältige Hilfe mache den reibungslosen Ablauf des Großereignisses möglich. „Hier sorgen wir gerne mit unserer finanziellen Unterstützung für weitere Rückendeckung.“ Bei der Marathonmesse in der Sporthalle Hackenberg, die bereits am Vortag des Laufes mit der Pasta-Party ab 16 Uhr beginnt und am Sonntag ab 9 Uhr weitergeht, ist die Volksbank wieder mit einem Stand vertreten. Es gibt Luftballons für die Kinder, knackige Äpfel für große und kleine Besucher, das Volksbank- Glücksrad-Gewinnspiel und wie immer eine sportliche Herausforderung: In diesem Jahr können sich die Standbesucher bei einem Frisbee-Wettbewerb messen.

Fertigungstermin Ostern 2018 ist ambitioniert

Schuttberge werden bald abgetragen“, kündigte der Waterbölles am 9. September für das Grundstück Hastener Straße 22-26 an, wo bis zum Abbruch die Fabrikgebäude des in Konkurs gegangenen Gelände Spezialmaschinenherstellers Honsberg & Lamb gestanden hatten. Zu Ostern sollen dort,  so Projektentwickler Jens Jütten von der Fa. Schoofs aus Kevelaer,  ein Discounter („Netto“, bisher am Lindenberg-Platz), ein Fachgeschäft für Tiernahrung und -zubehör („Fressnapf“, bisher an der Elberfelder Straße) und – neu in Remscheid – ein Geschäft für Bio-Lebensmittel und Naturkosmetik („denn's Biomarkt“) eröffnet werden. Seit dieser Woche wird der Schutt tatsächlich zerkleinert. Die die von einem Bagger „gefütterte“ Maschine (im Hintergrund), so groß wie ein Sattelzug, kann die größeren Felsbrocken und Betonteile, die der Bauschutt enthält, nicht fassen. Da dürfte also noch viel zu tun sein.

Derweil hat auf dem Gelände weiter unterhalb der Bau einer Stütz- und Abtrennungsmauer begonnen sowie im östlichen Teil die Ausschachtungen für die Bodenplatten der neuen Gebäude, denen dann der den eigentliche Hochbau folgen wird. Letzterer werde dann zügig vonstattengehen, zeigte sich Jütten zuversichtlich, den ambitionerten Fertigungstermin Ostern 2018 einhalten zu können.

Trecknase: Vertrag mit Baufirma gekündigt

Pressmitteilung der Stadt Remscheid

Wie sich bereits in der letzten Woche abgezeichnet hat, traten im Bauablauf der Baumaßnahme Trecknase Probleme auf. Die ausführende Firma hielt die für die Bauausführung ausgeschriebenen Qualitäten beim Einbau der Schottertragschicht nicht ein. Die gesetzte Frist zur Nachbesserung der Einbauqualität wurde von der Firma nicht genutzt. Daher musste die Stadt Remscheid den Vertrag zum Ausbau der Trecknase mit der Firma mit sofortiger Wirkung aus wichtigem Grund kündigen.

Leider wird die unumgängliche Vertragskündigung zu einer zeitlichen Verzögerung beim Umbau der Trecknase führen. Um diese Verzögerung so gering wie möglich zu halten, bemüht sich die Stadt Remscheid derzeit, die Arbeiten vergaberechtskonform einem anderen Unternehmer zu übertragen. Erste Gespräche hierzu wurden bereits für diese Woche terminiert.

DOC Wuppertal: "„Das ist schon ein schräges Spiel!"

Am Podium Handwerkskammerpräsident Andreas Ehlert. Foto: Lothar KaiserEinem Erfahrungsaustausch  zwischen Handwerksmeistern, Vertretern oder der Ordnungsbehörde der Stadt Remscheid und Mitarbeitern des Hauptzollamtes zum Thema „Bekämpfung der Schwarzarbeit“ galt gestern eine Regionalkonferenz der Handwerkskammer Düsseldorf und der beteiligten Kreishandwerkerschaften. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz hatte hierzu den Großen Sitzungssaal des Rathauses zur Verfügung gestellt. Mit dabei: Handwerkskammerpräsident Andreas Ehlert, Geschäftsführer Dr. Axel Fuhrmann, von Remscheider Seite Kreishandwerksmeister Armin Hoppmann und Geschäftsführer Fred Schulz sowie zahlreiche Handwerksmeisterinnen und Handwerksmeister aus Wuppertal und Solingen. Über die Situation vor Ort berichteten Horst Schwarzweller für das städtische Ordnungsamt sowie André Schmitz und Thomas Lattner für das Hauptzollamt Düsseldorf.

Schon in der Einladung hatte Fred Schulz die enge Zusammenarbeit zwischen Rat und Verwaltung der Stadt Remscheid und der Kreishandwerkerschaft Remscheid betont und an das gemeinsame Projekt zur Bekämpfung der Schwarzarbeit“ erinnert, mit dem man Vorreiter sei.  Der Oberbürgermeister: „Deshalb freue ich mich über die Regionalkonferenz im Haus. Dazu habe ich herzlich gerne Ja gesagt. Uns ist der Kontakt zur Remscheider Wirtschaft wichtig!“ Diese basiere zurzeit im Wesentlichen auf zwei Säulen:

  • Remscheid sei und bleibe Industriestadt, auch wenn die Stadt in den vergangenen 15 Jahren mehr als 10.000 Industriearbeitsplätze verloren habe. „Wir tun alles, um die Standorte der heimischen Unternehmen zu sichern. Sie wissen, dass wir an dem Thema ‚Gewerbeflächen‘ dran sind und dafür im März einen neuen Mitarbeiter eingestellt haben.“
  • Und Remscheid sei eine Stadt mit vielen Arbeitsplätzen und Auszubildenden im Handwerk.  Auch für das Handwerk gelte das Grundsatz: „Geht es der Wirtschaft gut, geht es der Stadtgesellschaft gut. „Als ich Sozialdezernent war, habe ich gelegentlich gesagt: Was Sie verdienen, gebe ich dann aus. Mein Interesse ist es, dass Handwerk und Verwaltung zwei Seiten ein und derselben Medaille sind!“

58 Verfahren anhängig

Informationen über die neue Hotline, mit deren Hilfe das Ordnungsamt in Remscheid die Schwarzarbeit bekämpfen will, haben seit Juli zu 58 Verfahren geführt. Wobei Horst Schwarzweiler nach wie vor bei Schwarzarbeit von einer hohen Dunkelziffer ausgeht. Ebenso das Hauptzollamt Düsseldorf , zuständig für Düsseldorf, Kreis Mettmann, Remscheid und Wuppertal. Thomas Lattner, Fachgebietsleiter der Finanzkontrolle Schwarzarbeit am Standort Wuppertal, hat 36 Mitarbeiter, die auch in Remscheid kontrollieren, zum Beispiel, ob die Arbeitgeber auch alle Renten- und Krankenkassenbeiträge vorschriftmäßig gezahlt haben. Andere Delikte: Illegale Arbeitnehmerüberlassung, Scheinselbstständigkeit und Beschäftigung von Ausländern, Verstöße gegen das Mindestlohngesetz. Im Visier haben die Fahnder auch so genannte „Massen-GbR" mit bis zu 40 scheinbaren Festangestellten, die aber  in Wirklichkeit als Selbstständig arbeiten.

An guten Rahmenbedingungen für die Wirtschaft habe die Stadt ein großes Interesse, fuhr der OB fort. Deshalb sei sie bemüht um gute Verkehrsanbindungen der Stadt – als Arbeits- und wie als Wohnort. Ausbaufähig als dritte Säule sei der Dienstleistungs- und Handelssektor. Deshalb sei für Remscheid das in Lennep geplante Designer Outlet Center (DOC) eine große Chance, auch auf zusätzliche Arbeitsplätze.

Ein ähnliches Projekt plant auch Wuppertal. Medienwirksam wurden dafür in der einstigen Eisenbahn-Direktion am Bahnhof Döppersberg in der vergangenen Woche Innenwände abgebrochen, obwohl noch gar keine Baugenehmigung der Stadt vorliegt. Burkhard Mast-Weisz bezeichnete so: „Das ist schon ein schräges Spiel, uns im Klageverfahren vor dem Verwaltungsgericht zu blockieren und dann festzustellen, dass es bei uns nicht weitergeht!“ Der Wuppertaler Investor Clees hatte im Zusammenhang mit dem Lenneper DOC von „ruhend“ gesprochen. Dazu der OB: „Ich werde alles dafür tun, dass unser Projekt ein Erfolgsmodell bleibt. Das habe ich Herrn Clees auf der Immobilienmesse in München auch persönlich gesagt!“ Und werde er über das weitere Vorgehen beim DOC in dieser Woche mit MacArthurGlen sprechen.

Zum Thema „Schwarzarbeit“ sagte der Oberbürgermeister, er halte deren angesagte Bekämpfung  – „anders als ich das gestern in der Zeitung gelesen habe“ – für mehr als eine Geste. Auch wenn die Stadt Remscheid für diese Aufgabe kein zusätzliches Personal zur Verfügung stellen könne: „Was Horst Schwarzweller und sein Team hier leisten, sei aller Ehren wert. Es komme auf zwei Signale an: „Wir wollen keine Schwarzarbeit in unserer Stadt, sie schadet den Handwerksunternehmen und darüber hinaus der Wirtschaft und dem Staat insgesamt. Dafür nehmen wir gemeinsam Verantwortung wahr!“ Und:

„Wir arbeiten mit dem Handwerk auch in vielen anderen sozialen Bereichen eng zusammen, so zum Beispiel beim Projekt ‚Kein Abschluss ohne Anschluss‘ (KAoA). Dabei komme es darauf an, junge Menschen für das Handwerk zu gewinnen, aber auch, sie auf eine Ausbildung dort vorzubereiten.“ Er habe manchmal gehört, dass es bei dem einen oder anderen Jugendlichen an den schulischen Grundfertigkeiten hapere und an einem gewissen Auftreten. Aber: Wer nach der Klasse 10 auf eine weiterführende Schule gehe statt in eine Ausbildung, scheitere spätestens im Studium.

Und dann noch zu den Lohnkosten, die das Handwerk seinen Auftraggebern berechne: „Ich finde den Preis für eine Handwerkerstunde nicht zu hoch, wie ich gestern gelesen habe, sondern angemessen. Ich will ja auch Qualität. Und gute Arbeit hat ihren Preis!“