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Politik wünscht Gespräche mit Firmengründern

„Eine neue Gründerzeit in unserer Stadt schaffen“ hat die CDU-Fraktion ihren Antrag zur  morgigen Sitzung des Rates überschrieben, die Verwaltung möge den politischen Gremien „einen umfangreichen Bericht über die Unternehmensneugründungen und die Entwicklung der Gründerszene in Remscheid im Zeitraum von 2012 bis 2017“ vorlegen. Zugleich wünscht sich die CDU eine Einladung an die Unternehmensgründer aus dieser Zeit, um schließlich „Ziele und Strategien zur Stärkung Remscheids als Gründerstandort zu erarbeiten“. An Besichtigungen und Gesprächsrunden von Startup-Unternehmen aus diesem Zeitraum sollten die Mitglieder des Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschuss und des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr teilnehmen, schlägt die CDU vor. Beide Ausschüsse sollten fortlaufend über aktuelle Maßnahmen und Projekte der Landesregierung zu Unternehmensneugründungen und Startup-Unternehmen unterrichtet werden. Abschließend fordert die CDU-Fraktion, „umfassend in der Öffentlichkeit zu berichten“.

In der Antragsbegründung heißt es, nur durch einen Dialog zwischen Gründern, Verwaltung und Politik könnten positive Standortvorteile Remscheids herausgestellt und notwendige Potentiale zur Verbesserung erkannt werden. Ziel sollte es auch sein, „Strategien und Ziele zur Gründerfreundlichkeit unserer Stadt gemeinsam zu erarbeiten und zu formulieren, die dann von der Verwaltung umgesetzt werden.“

Von der SPD-Fraktion stammt der ergänzende Antrag, neben den Unternehmungsgründungen auch über die Entwicklung der Lebenshaltungskosten in Remscheid zu berichten, da diese für Neugründungen eine positive Rahmenbedingung darstellen. . Und zu den Gesprächen sollten auch Vertreter der bestehenden Netzwerke wie die Gründerschmiede e.V., die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH, die Neue Effizienz Bergische Gesellschaft für Ressourceneffizienz mbH eingeladen werden. Dabei sollten die Teilnehmer dann berichten, welche Rahmenbedingungen für Gründungen erforderlich und hilfreich und welche Cluster für Gründungen im Bergischen besonders geeignet sind.

Vorgeschlagen wird von der SPD ferner, die Bergische Universität mit ihrem Kompetenzfeld „Entrepreneurship und Innovation“ über Prof. Dr. Christine Volkmann einzuladen und durch einen gesonderten fachlichen Beitrag die weitere Debatte in den Remscheider Ratsgremien zu bereichern. Begründung: „Die Bergische Universität betont dabei, dass ihre Forschungsaktivität insbesondere auf innovatives Unternehmertum, unternehmerische Persönlichkeit, soziales Unternehmertum, Gründungsfinanzierung, Organisation des Innovations-managements, Wissenstransfer zwischen öffentlichen Forschungs-einrichtungen und Unternehmen sowie Forschungs- und Technologiepolitik gerichtet sei. Es wäre schade, wenn wir diese hohe Kompetenz direkt in unserer Bergischen Heimat nicht einbeziehen würden.“

Eltern helfen Kindern bei der Berufswahl

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Wie Eltern ihren Kindern bei der Berufswahl helfen können ist Thema beim Elternabend am Donnerstag, 14. Dezember, um 18 Uhr im Berufsinformationszentrum (BiZ) Wuppertal, Hünefeldstr. 10a.„Eltern sind die wichtigsten Partner ihres Kindes, das gilt ganz besonders für die Berufswahl“, weiß Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Wuppertal und selbst Vater zweier Kinder. „Denn keiner kennt das eigene Kind so gut wie Vater oder Mutter. Doch Eltern sind häufig unsicher, wie sie ihre Kinder auf dem Weg in den Beruf unterstützen können. Hier möchten wir auf unserem Elternabend Hilfestellung anbieten.“.

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Entscheidung über Bökervilla im Juni 2018

Noch wabert viel Nebel um die Böker-Villa“,  titelte der Waterbölles am 28. Oktober. Für das bisherige Domizil der Musik- und Kunstschule (MKS) – die Bökervilla, Elberfelder Straße 20 – hatte sich nach Angaben der CDU-Fraktion der neue Verein Gründerschmiede e.V. für ein Gründerzentrum interessiert. Daraufhin hatte Oberbürgermeister Burkhard Mas-Weist für die Ratssitzung am 16. Dezember vier potenzielle Interessenten angekündigt. Die stehen inzwischen fest, werden in der Vorlage für den öffentlichen (!) Teil der Ratssitzung aus Gründen des Datenschutzes aber nicht genannt, wohl aber „ihr Nutzungsinteresse skizziert“, wie es darin heißt:

  • Gründerzentrum IT mit öffentlichem Café, Co-Working-Spaces
  • Hotel mit Seniorenwohnen und öffentlichem Café
  • Seniorennutzungsprojekt in „Eigenregie“ (Mehrgenerationenwohnen)
  • Interkulturelles Zentrum

Im Hinblick auf die aktuelle politische Diskussion schlägt die Stadtverwaltung vor, auf ein formelles Interessenbekundungsverfahren zu verzichten. Sie weist gleichzeitig darauf hin, dass das städtische, denkmalgeschützte Gebäude „Böker Villa“ (Baujahr 1887) „aufgrund der Nutzung der Immobilie in den Jahren 2018 bis 2020 als Verwaltungsstandort“ erst ab 2021 verfügbar sein könnte.  

Die Remscheider Kunst- und Musikschule. Foto: Lothar KaiserDas weitere Vorgehen wird wie folgt beschrieben: „Alle Interessenten werden aufgefordert, aussagekräftige Umsetzungskonzepte der jeweiligen projektierten Nutzung einzureichen. Für das jeweilige Umsetzungskonzept stellt der Interessent verbindlich dar:

  • Nutzungsbeschreibung
  • Baukonzept für Nutzung des Bestandsgebäudes bei Berücksichtigung des Denkmalschutzes mit Zeitplan, Freiraumkonzept, Aussagen zur Gestaltung, Einfügung von möglichen An- und Neubauten, Platzierung der Stellplätze, Aussagen zur Behindertengerechtigkeit / Barriere-Armut.
  • Planungsrechtliche und baurechtliche Realisierbarkeit (Vereinbarkeit mit dem aktuellen Planungsrecht (BP 468) bzw. Notwendigkeit der Anpassung des Planungsrechtes)
  • Einbindung der zukünftigen Nutzung in das Revitalisierungskonzept der Innenstadt zur  „grünen Perlenkette“ zwischen Bökerspark und dem Rathaus sowie der künftigen Struktur und Funktionalität des Busbahnhofes „Friedrich-Ebert-Platz“
  • Aussagen zum Mehrwert der projektierten Nutzung für den Bereich Markt / Untere Alleestraße (Quartiersbedeutung)
  • Referenzprojekte des Bewerbers und / oder eines Projektpartners mit Vergleichbarkeit zum Verkaufsobjekt
  • Kaufpreisangebot

Die Stadtverwaltung will anschließend die eingereichten Unterlagen der Interessenten anhand der genannten Kriterien vergleichen und bewerten und im Nachgang den politischen Gremien in nicht-öffentlicher Sitzung zur Verkaufsentscheidung vorlegen. Der Versand der Unterlagen an die Interessenten ist für Januar 2018 vorgesehen, und die  Abgabe der Unterlagen wird bis März 2018 erwartet, so dass der Verwaltungsvorschlag den politischen Gremien im zweiten Quartal 2018 präsentiert werden könnte.

Sprechstunde mit Bewerbungsmappencheck

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Wer einen Ausbildungsplatz sucht oder sich über die Berufswahl beraten lassen möchte, kann ohne Termin am Donnerstag, 14. Dezember, von 14 bis 18 Uhr zur Berufsberatung in Remscheid, Solingen und Wuppertal kommen. In einer offenen Sprechstunde erhalten Jugendliche Tipps und Rat, können sich über Ausbildungsplätze informieren sowie im ‚Check‘ Tipps für die gelungene Bewerbung bekommen. „Alle Jugendliche, die Gesprächsbedarf rund um die Berufswahl und Ausbildungsstellensuche haben, sind bei unserer offenen Sprechstunde der Berufsberatung herzlich willkommen. Unser Angebot richtet sich an alle Jugendlichen: An die, die sich zur Berufswahl beraten lassen möchten, an die, die Lernschwierigkeiten in ihrem Ausbildungsverhältnis haben, an Abiturienten, die einen Studienplatz suchen, an Studenten, die Alternativen zu ihrem derzeitigen Studium überlegen wollen oder auch junge Menschen, die sich in einer Notlage befinden, weil sie nach einem Praktikum nicht in die Ausbildung übernommen werden“, sagt Stefanie Petrick von der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. „Kurzentschlossene können sich jederzeit an die Berufsberatung wenden. Wir wollen ihnen helfen und beraten individuell – egal, ob es um eine Ausbildungsstelle oder um die ersten Überlegungen zur Berufswahl geht“. Wer die offene Sprechstunde und den Bewerbungsmappencheck für Jugendliche nutzen möchte, kann sich am Empfang in Remscheid, Solingen oder Wuppertal melden. Die Anschriften lauten:

  • Agentur für Arbeit Remscheid, Bismarckstr. 8
  • Agentur für Arbeit Solingen, Kamper Str. 35
  • Agentur für Arbeit Wuppertal, Hünefeldstr. 3-17

„Man kann mit jeder Frage zu uns kommen. Dazu gehört genauso, dass wir die mitgebrachten Bewerbungsunterlagen checken, dass wir den Jugendlichen helfen, ihren passenden Beruf zu finden und sie auch unterstützen, sich auf Bewerbung oder Vorstellungsgespräch gut vorzubereiten“ sagt Stefanie Petrick. „Mit einer guten Vorbereitung und einer gelungenen, der Stelle angemessenen Bewerbung“ ist die Teamleiterin der Berufsberatung überzeugt, „hat man gute Chancen auf den Ausbildungsplatz in seinem Traumberuf – und damit auf einen guten Start ins Berufsleben“.

Unterstützung beim beruflichen Wiedereinstieg

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Am Dienstag, 12. Dezember, gibt es in der Arbeitsagentur Tipps zum erfolgreichen Wiedereinstieg in den Beruf nach der Familienzeit. Die dreistündige Informationsveranstaltung beginnt um 9 Uhr im Berufsinformationszentrum (BiZ), Hünefeldstr. 10 a, in Wuppertal. Die Teilnahme ist kostenlos und eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung endet gegen 12 Uhr.

Selten waren die Chancen nach einer Familienzeit wieder ins Berufsleben einzusteigen so günstig wie derzeit. Unternehmen suchen verstärkt nach Fachkräften und motiviertem Personal. Dies finden sie immer häufiger unter den Frauen und Männern, die ihre Arbeit für die Betreuung von Angehörigen eine Zeitlang unterbrochen hatten und nun zurück in den Beruf wollen.  „Seit vielen Jahren arbeite ich mit Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteigern und kenne die Stolpersteine, die dabei manchmal im Weg sind.“ erklärt Angela Grote-Beverborg, die die Veranstaltung regelmäßig im BiZ anbietet.

„Hier möchte ich informieren und motivieren. Denn häufig ist nicht bekannt, wie die Agentur für Arbeit den Wiedereinstiegsprozess begleiten kann. Das geht von individueller Beratung und Vermittlung von Stellen über die Finanzierung von Fortbildungen bis hin zu Umschulungen in neue Arbeitsbereiche. Wir bieten zudem eine hervorragende E-Learning- Plattform für unsere Kundinnen und Kunden, auf der sie sich von kaufmännischen und EDV-Anwendungen über Bewerbungstraining bis hin zu intensiven Sprachkursen bei eigener Zeiteinteilung und mit Erfolgszertifikat kostenlos weiterbilden können.“

28 Maßnahmen für eine grüne Infrastruktur

Einstimmig hat der Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstag dem Rat der Stadt ein  „Integrierte Handlungskonzept Grüne Infrastruktur“ empfohlen – „im Sinne einer Optionswahrung für die Maßnahmenförderung“. Es handele es um einen Vorratsbeschluss, erläuterte das in der Sitzung Baudezernent Peter Heinze.

Im Frühjahr hatte das Land NRW unter Federführung des Umweltministeriums angekündigt, eine Vernetzung und Optimierung von Freiräumen bis ins Stadtumland fördern zu wollen, „um eine Verbesserung der Klima- und Umweltbedingungen und der Lebensqualität sowie der Umweltgerechtigkeit in den Quartieren, Stadtteilen und Stadtumlandgebieten zu erreichen“. Den konkreten Maßnahmen in Trägerschaft der Kommunen oder privater Träger, z. B. Vereine, müsse allerdings ein „Integriertes Handlungskonzept Grüne Infrastruktur“ zugrunde liegen.  Selbiges beschloss der Aufsichtsrat Bergische Gesellschaft am 19. Mai und sicherte sich so Förderoptionen von fast zehn Millionen Euro. Damit können nun die bergischen Großstädte und private Träger auf Förderung von insbesondere solchen Maßnahmen hoffen, die über Städtebauförderung nicht finanzierbar sind – wie z. B. der Stadtpark in Remscheid oder Umsetzungsmaßnahmen aus dem Klimaanpassungskonzept.

In dem Konzept für das Bergische Städtedreieck werden die Handlungsfelder Mobilität, Klimaschutz und Grüne Infrastruktur auf räumlicher Ebene zusammengeführt. Gleichzeitig werden etwa Bahntrassenwege mit angrenzenden Quartieren und Grünräumen vernetzt. Insgesamt wurden von den Fachbereichen Grünflächen/Umwelt und Stadtentwicklung der Städte 28 (klimarelevante) Maßnahmen entwickelt, davon 17 mit Priorität. Das Land lässt das integrierte Handlungskonzept nunmehr durch Gutachter prüfen. Mit einer Entscheidung sei Ende 2017 zu rechnen, so die Verwaltung. Bei positiver Entscheidung könnten dann von den Maßnahmenträgern Förderanträge erarbeitet und umgesetzt werden.

Der Vorratsbeschluss brauche nicht ausschließen, dass mit konkreten Planungen nicht schon jetzt begonnen werde, meinte David Schichel (Grüne), und Waltraud Bodenstedt (WiR) regte an, in die Maßnahmenliste auch das von der Arbeit Remscheid gGmbH betreute Freizeitgebiet Kräwinklerbrücke an der Wuppertalsperre aufzunehmen. „Solche Vorschläge brauchen wir“, freute sich Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz.

Kölner Straße soll gleich nach DOC kommen

Bereits im April 2015 hatte Bezirksbürgermeister Markus Kötter ein Konzept zur städtebaulichen Entwicklung der Kölner Straße gefordert, anknüpfend an die noch ältere „Boulevard“-Forderung von Klaus Kreutzer, Vorsitzender des Verkehrs- und Fördervereins Lennep e.V. Daran erinnerte in der Sitzung der Bezirksvertretung Lennep am 9. Februar Gabriele Kemper-Heibutzki (CDU) und bekam vom damaligen Stadtplaner Robin Denstorff folgende Antwort. Der richtige Zeitpunkt für ein Integriertes Handlungskonzept ergäbe sich, „wenn die Verwaltungsgerichtsverfahren gegen das DOC abgeschlossen sind und das DOC gebaut werden kann“.

In der gestrigen Sitzung wollte Michael Zirngiebl, „Pate der Verwaltung für die BV  und Chef der technischen Betriebe Remscheid (TBR) von einem „sehr komplexen“ Integrierten Handlungskonzept zwar nichts mehr wissen, bestätigte jedoch Platz 2 der Kölner Straße auf der Lenneper Prioritätenliste der Verwaltung („nach dem DOC“): “Die Straße ist in die Jahre gekommen und braucht langfristig eine Kompletterneuerung!“ Dass dies für die Planer und die Politik kein Sprint sein könne, ergänzte Bezirksbürgermeister Markus Kötter. „Das wird wohl noch einige Jahre dauern!“

Am 28., November hatten sich auf der Kölner Straße Markus Kötter, Klaus Kreutzer, Michael Zirngiebl und Verkehrsplaner Udo Wilde  getroffen um zu sehen, was sich an der Kölner Straße schon vor der Fertigstellung des DOC verbessern ließe. Und da war ihnen einiges aufgefallen. Das Protokoll der Begehung lag den BV-Mitgliedern gestern als Tischvorlage vor. Zu den darin vorgeschlagenen Sofortmaßnahmen gehören „überflüssiger Einbauten, Schilderpfosten und Absperrungen (z.B. an der ehemaligen Schule Glocke), durch die die Gehwegreinigung erschwert wird“. Diese sollen kurzfristig abgebaut und der Gehweg vor der alten Schule der Gehweg ausgebessert werden.

An der Einmündung Am Johannisberg (neben dem Eiscafé) soll ein zusätzlicher Papierkorb aufgehängt werden. An einigen Häusern stehen die Mülltonnen auf den Gehwegen. Hier sei zu klären, ob für die Nutzung der Gehwegflächen eine Sondernutzungserlaubnis vorliegt, so die Verwaltung. Auch sollen die Eigentümer angeschrieben werden, im Interesse der Stadtbildpflege die Abfallbehälter auf ihren eigenen Grundstücken abzustellen. Zu der auf den Gehwegen festgestellten „Spontanvegetation“ wurde ein Informationsschreiben an die Anlieger vereinbart, das sie an ihre Reinigungspflichten erinnert. Und die Betreiber der zahlreichen Gastronomiebetriebe und sollen gezielt auf ihre Reinigungspflichten rund um die Lokale hingewiesen werden.

An kurzfristige Maßnahmen wurden vereinbart:

  • Neugestaltung bzw. Instandsetzung der Bushaltestelle am Kreishaus
  • Größere Baumscheiben
  • Erneuerung und Vereinheitlichung des Gehwegbelages (Zirngiebl ironisch: „Ist derzeit ziemlich heterogen!“)
  • Sanierung des Kioskes (Anstrich)
  • Vereinheitlichung der Papierkörbe
  • Überprüfung und Reinigung der Stromkästen am Kreishaus
  • Entfernung einer Werbeanlage und einer Litfaßsäule
  • Abbruch des seit sehr langer Zeit nicht mehr funktionierenden Brunnens an der Sparkasse.

Langfristig sollen die Gedanken zum „Boulevard Kölner Straße" wieder aufgegriffen werden. Hierzu sei eine komplette Neuplanung der Straße notwendig, heißt es. Und dazu gehöre dann auch der Verzicht auf die  derzeitigen Pausenzeiten der Busse – jedenfalls von der Haltestelle Kreishaus. Pause könne auch am Bahnhof Lennep gemacht werden.

Netzwerk für Wohnungslose muss enger werden

Wunsch nach einem ‚Dauerwohnheim‘ unerfüllt“, überschrieb der Waterbölles am 29. April 2017 den Jahresbericht 2016 von Ute Schlichting, Leiterin des Fachbereichs "Wohnungsnotfallhilfen“ beim Caritasverband Remscheid. Der ist seit 1981 in der Wohnungslosenhilfe tätig und beobachtet die steigende Zahl von Wohnungslosen mit Sorge. Ute Schlichting: „2010 gab es in Deutschland 248.000 Wohnungslose. 2016 waren es 335.000 und für 2018 sind 536.000 prognostiziert!“

Auch die Stadt Remscheid registriert steigende Zahlen. In der Verwaltung nimmt der Fachdienst Jugend, Soziales und Wohnen (2.51.6/1 – Zentrale Fachstelle für Wohnungsnotfallhilfen) die Aufgaben der Wohnungsnotfallhilfe wahr. Es geht dabei um Leistungen zum Wohnungserhalt oder zur Wohnungsbeschaffung für Menschen, die von Wohnungslosigkeit bedroht oder betroffen oder die in inakzeptablen Wohnverhältnissen leben. Sofern akut Obdachlosigkeit droht, wird die Unterbringung in städtische Obdachlosenunterkünfte veranlasst. Ziel bleibt aber grundsätzlich die Versorgung mit Normalwohnraum. Und diesem Ziel soll sich künftig ein engeres Netzwerk von mehreren Akteuren widmen.

Deshalb will die Stadt zunächst am Aktionsprogramm  „Hilfen in Wohnungsnotfällen / Maßnahmen zur Prävention und Bekämpfung von Wohnungslosigkeit“ des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen teilnehmen, um fachkundigen Rat zu bekommen. In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses steht am morgigen Donnerstag der Antrag auf der Tagesordnung, im kommenden Jahr für dieses Projekt 15.990,15 € bereitzustellen unter der Voraussetzung, dass das Land davon 12.792,12 €  (= 80 Prozent) übernimmt. Stimmt der Ausschuss und am 14. Dezember auch der Rat der Stadt zu, kann der Förderantrag sofort gestellt werden. Sozialdezernent Thomas Neuhaus geht von einem Bewilligungsbescheid Anfang 2018 aus.

 Bereits in den Jahren 1999 – 2002 wurde in Remscheid für Menschen in Wohnungsnotlagen ein trägerübergreifendes Gesamtkonzept erstellt, das bis heute die Grundlage der örtlichen Wohnungsnotfallhilfe ist. Fachlich begleitet wurde dieses Konzept damals durch Dr. Ekke-Ulf Ruhstrat von der Gesellschaft für innovative Sozialforschung und Sozialplanung (GISS) e.V. in Bremen. Der Landeszuschuss soll die Stadt 2018 in die Lage versetzen, sich seiner Beratungsdienste erneut bedienen zu können. Denn gegenwärtige Hilfesystem „stößt zunehmend an seine Grenzen“, wie es in der Beschlussvorlage heißt. Das liegt zum einen

  • an veränderten Rahmenbedingungen (Reformen der Sozialgesetzgebung, damit verbunden Änderungen bei den Schnittstellen zum Jobcenter und zum Caritasverband)
  • an steigenden Fallzahlen, bedingt durch vermehrte Schuldenproblematik (Haushaltsschulden, Miet- und Energieschulden, oftmals in Kombination) und verstärkt auftretende persönliche Problematiken (Sucht- und psychosomatische Erkrankungen)
  • an Veränderungen am Wohnungsmarkt (steigende Nachfrage bei sinkendem Angebot, insbesondere im öffentlich geförderten Wohnungsbau; zunehmende Bereitschaft der Vermieter zu Räumungsklageverfahren ohne außergerichtliche Einigung).

In der Folge sei im Einzelfall nötige Aufwand zum Erhalt/zur Erlangung einer eigenen Wohnung deutlich größer geworden und die Verweildauern von Betroffenen in den städtischen Unterkünften generell gestiegen, so die Verwaltung. Zitat: „Es wird zunehmend schwieriger, ... geeigneten und preislich angemessenen Wohnraum zu finden“. Von Vermietern, insbesondere Privatvermieter) werde es angesichts des finanziellen Ausfallrisikos zunehmend abgelehnt, Wohnraum an Menschen in Wohnungsnotlagen zu vermieten. Ergebnis: „Die Unterbringung in dem letzten in Remscheid verbliebenen zentralen Obdachlosenheim (vorgesehen nur für erwachsene Einzelpersonen) erweist sich in einer zunehmenden Zahl von Wohnungsnotfällen als Dauerlösung, bei der der die Unterbringungsdauer inzwischen größtenteils mehrere Jahre beträgt. Ein Teil dieser Betroffenen ist aufgrund ihrer persönlichen, vielschichtigen Problematiken bis auf weiteres oder gar dauerhaft nicht in der Lage, vom Gesamthilfesystem erfolgreich erfasst zu werden. Diese Menschen können auf dem Wohnungsmarkt nicht Fuß fassen und keinen selbständigen Haushalt mehr führen. Die Unterkunft wird den speziellen Hilfebedürfnissen dieser Menschen nicht gerecht, für sie fehlt eine befriedigende Antwort des Hilfesystems auf ihre Notlage.“ Und ein anderer Teil der Betroffenen verliere mit Ankunft in der Obdachlosenunterkunft seine letzten sozialen Bindungen. Für diese Hilfesuchenden müsse das Gesamthilfesystem eine andere Antwort finden als die Unterbringung in einer Obdachlosenunterkunft.

Aufgabe von Dr. Ekke-Ulf Ruhstrat wird es sein, das lokale Hilfesystem in Remscheid „einer Stärken- und Schwächenanalyse zu unterziehen und zukunftsfähige Strategien zu entwickeln, die die Steuerungsmöglichkeiten in der Wohnungsnotfallhilfe verbessern“, so die Vorlage. In einem Aufsatz schreibt der Wissenschaftler im Internet, „Unter der Perspektive einer bedarfsgerechten Hilfe für alle von Wohnungslosigkeit Bedrohten und Betroffenen gibt es zu integrierten trägerübergreifenden Hilfekonzepten keine Alternative. Diese Erkenntnis ist nicht neu, nach wie vor besteht aber ein Handlungs- und Umsetzungsdefizit.“

Neues Pflegeheim wird "löffelfertig" übergeben

Curata-Altenheim soll im Herbst 2017 fertig sein“, sagte am 24. November 2016 Dipl.-Ing. Rüdiger Baum, Projektsteuerer der Lindhorst-Gruppe aus Winsen an der Aller, bei der Grundsteinlegung zur neuen Seniorenresidenz der  Curata Care Holding GmbH an der Königstraße. Gestern nun folgte auf dem ehemaligen Industriegeländes – Hausnummer 73 bis 83 –  das Richtfest, und das sei, so Baum bei der Begrüßung von Überbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Bezirksbürgermeister Otto Mähler und SPD-Ratsmitglied York Edelhoff, den fleißigen Handwerkern zu verdanken, denen dieses Fest gelte. Sie waren denn auch die ersten, die nach den traditionellen Versen unter dem Richtkrank zum Richtschmaus gebeten  wurden. Erst dann folgten die Vertreter der Investorengruppe und der Betreibergesellschaft Curata sowie die Gäste und schließlich Rüdiger Baum. Dass er die Tradition des Richtfestes pflegt, bewies sein Blick auf dessen Ursprünge im 14. Jahrhundert nachweisen. Der Brauch geht auf rituelle Formen der Zinszahlung und der Abgeltung von Arbeitsleistungen zurück, wie sie im Mittelalter nicht ungewöhnlich waren.

Die Fertigstellung des neuen Altenpflegeheims kündigte er gestern für April an. Denn werde das Heim „löffelfertig“ übergeben, sagte er. Damit war gemeint, dass dann zum Betrieb der Einrichtung mit ihren 80 Einzelzimmern (zwischen 15 und 24 Quadratmetern groß), davon 44 rollstuhlgerecht, auf 2.800 Quadratmeter Grundstück bzw. 4.130 Quadratmetern Nutzfläche rein gar nichts fehlen werde, auch nicht die Bestecke.
Wie an der Grundsteinlegung nahmen auch am Richtfest Sandra Becker und Matthias Gülich; der Wuppertaler hatte die frühere Besitzerin des Grundstücks beim Verkauf an die der Lindhorst-Gruppe beraten.
Zu Beginn der Bauarbeiten waren die Arbeiter beim Ausheben der Baugrube auf harten Fels gestoßen, erinnerte Baum. Der sei vorher nicht feststellbar gewesen und habe Planänderungen erfordert, die Zeitverzögerungen zur Folge gehabt hätten.

Kinder sorgen für Weihnachtsglanz

Pressemitteilung der Volksbank im Bergischen Land

Fleißige kleine Helfer sorgen zurzeit dafür, dass die Filialen der Volksbank im Bergischen Land im vorweihnachtlichen Glanz erstrahlen. Kindergarten- und Grundschulkinder aus der Nachbarschaft unterstützen die Filialteams beim Weihnachtsbaum-Schmücken. In der Filiale Lüttringhausen brachte die Klasse 1a der Adolf-Clarenbach-Grundschule und ihre Lehrerin Gabi Löber selbstgebastelte Sterne und Papierketten für den Tannenbaum im Bankfoyer mit. Nach getaner Arbeit waren die Jungen und Mädchen genauso zufrieden wie Filialleiter Carsten Tillmanns und seine Kollegen. In der Filiale Hückeswagen waren die Erstklässler der Löwengrundschule zu Gast. Im Bild die Erstklässler der Adolf-Clarenbach-Grundschule, die mit dem Weihnachtsbaum um die Wette strahlten. Klassenlehrerin Gabi Löber und Filialleiter Carsten Tillmanns halfen ihnen beim Schmücken.