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Sparkassen-Azubis haben Prüfung bestanden

Pressemitteilung der Stadtsparkasse Remscheid

Nach zweieinhalbjähriger Ausbildung haben in der Stadtsparkasse Remscheid elf Auszubildende die Abschlussprüfung zur Bankkauffrau und zum Bankkaufmann erfolgreich bestanden. In einer kleinen Feierstunde überreichten die drei Vorstandsmitglieder Frank Dehnke, Michael Wellershaus und Herbert Thelen zusammen mit Jutta Fricke, verantwortlich für die Ausbildung, den frisch gebackenen Bankkaufleuten  die Ausbildungszeugnisse und gratulierten ihnen zu dem erreichten Abschluss. „Für uns war Ihr Ausbildungsjahrgang etwas Besonderes“, betont Vorstandsvorsitzender Frank Dehnke. „Mit Ihnen gemeinsam haben wir das Projekt Azubi-Geschäftsstelle ins Leben gerufen. Das war für uns ein spannendes Pilotprojekt, das wir - auch dank Ihrer hervorragenden Arbeit – in diesem Jahr gerne fortsetzen.“

Für den kommenden Ausbildungsstart in diesem Jahr sind bereits alle Ausbildungsplätze vergeben. „Im Mai wird unser Bewerberportal wieder geöffnet. Dann beginnen wir mit der Suche nach Auszubildenden für das Jahr 2018“, sagt Ausbildungsleiterin Jutta Fricke. Alle Informationen und das Online-Bewerbungsverfahren finden Interessierte auf der Internetseite www.stadtsparkasse-remscheid.de in der Rubrik Ausbildung und Karriere. Darüber hinaus ist Jutta Fricke unter der E-Mail jutta.fricke@stadtsparkasse-remscheid.de erreichbar. Im Bild: Sparkassenvorstand Frank Dehnke (mittlere Reihe rechts), Michael Wellershaus (oben links) und Herbert Thelen (oben rechts) freuen sich gemeinsam mit Jutta Fricke, verantwortlich für die Ausbildung (links) und den frischgebackenen Bankkaufleuten.

Arbeit in Pflege- und Gesundheitsberufen

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Die Agentur für Arbeit lädt alle Männer und Frauen aus Wuppertal, Solingen und Remscheid, die sich für eine Ausbildung oder Arbeit in Pflege- und Gesundheitsberufen interessieren, zu einer Infobörse für Donnerstag, 23. Februar, von 13 bis 15:30 Uhr ins Berufsinformationszentrum (BiZ) Wuppertal, Hünefeldstraße 10a, ein. Fachleute aus neun Unternehmen sowie deren Azubis und Branchenvertreter informieren über die Beschäftigungs- und Ausbildungsmöglichkeiten in Pflege- und Gesundheitsberufen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeitgeber-Services und der Berufsberatung beantworten alle individuellen Fragen der Besucherinnen und Besucher. Zudem präsentieren die Wuppertaler Pflegefachschulen ihr Angebot und geben wertvolle Tipps: Wussten Sie zum Beispiel, dass man in Wuppertal die Ausbildung in der Altenpflege auch in Teilzeit absolvieren kann?

Aktuell werden in der Region mehr als 300 Arbeitskräfte in diesen Berufen gesucht, darunter beispielsweise Altenpfleger/in, Altenpflegehelfer/in, (Gesundheits- und Kinder-) Krankenpfleger/in, Operationstechnische/r Assistent/in, Krankenpflegehelfer/in, Medizinische Fachangestellte, Pflegedienstleitungen, Altentherapeuten, Ergotherapeuten und Physiotherapeuten. „Die steigende Anzahl der Pflegebedürftigen und der Rückgang der klassischen familiären Pflege lässt die Nachfrage der Unternehmen nach Pflegekräften stetig steigen, daher sind die Beschäftigungschancen in dieser Branche hervorragend“, sagt Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. „Auf der Infobörse können sich unsere Kundinnen und Kunden aus erster Hand über Ausbildungen und Arbeitsstellen in diesen Berufen informieren und gleich mit Arbeitgebern und deren Nachwuchs sprechen. „Die Veranstaltung ist Teil der Bemühungen der Agentur für Arbeit, Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zusammenzuführen.“ Die Teilnahme ist ohne Anmeldung möglich. Auch Schulklassen sind herzlich willkommen

IHK-Wahl: Powerfrauen in der Vollversammlung

Thomas Meyer.

Pressemitteilung der IHK

Beachtliche Veränderungen hat die Wahl zur Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Wuppertal-Solingen-Remscheid gebracht. Von den 80 Mitgliedern wurden 25 neu in das Gremium gewählt. Besonders stark schnitten die Frauen ab: „Von 17 angetretenen Kandidatinnen wurden 16 mit größtenteils herausragenden Stimmenzahlen gewählt. Wir haben also richtige Powerfrauen in der Vollversammlung“, freut sich IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenge. Insgesamt hatten sich 138 Kandidatinnen und Kandidaten aus Industrie, Handel und Dienstleistungsgewerbe in sechs Wahlgruppen um die Sitze im „Parlament der Wirtschaft“ beworben.
Der IHK-Vollversammlung gehören künftig folgende Remscheider an: Jan Wilhelm Amtz, Arntz GmbH + Co. KG; Inga Bauer, Bauer & Böcker GmbH & Co. KG; Dr. Manfred Diederichs, Dirostahl GmbH; Dr. Roman Diederichs, Karl Diederichs-KG; Dr. Oliver Kempkes. Helmut Kempkes GmbH; Thomas Meyer, TKM GmbH; Max Wilhelm Schenck, A. Mannesmann Maschinenfabrik; Gösta Mennenöh, Heinrich Böker GmbH & Co. KG; Heike Rottsieper-Halbach, Koring + Rottsieper Edelstahl; Bärbel Beck, Modehaus Johann; Annika Beckmann, Tee Gschwendner; Frank Dehnke, Stadtsparkasse Remscheid; Andreas Otto, Volksbank Remscheid-Solingen eG; Constanze Epe, Epe Verwaltungsgesellschaft; Oliver Knedlich, Paul Schulten GmbH & Co Kommanditgesellschaft; Gabriele Marx, Marxböhmer Agentur; Jens Mennenöh, Mennenöh + Röhrig Bauplanung.

Die Wahlbeteiligung war mit 14 Prozent über alle Branchen hinweg ähnlich wie vor vier Jahren und damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Die höchste Wahlbeteiligung gab es in Remscheid mit gut 16 Prozent. In Solingen gingen 14,1 Prozent zur Wahl, in Wuppertal 12,9. Branchen-Spitzenreiter war wie 2013 die kleine Wahlgruppe der Kreditinstitute und Versicherungen, von denen 52 Prozent ihre Stimme abgaben. In der Industrie wählten insgesamt circa 22,7 Prozent. Im Groß- und Außenhandel/Vermittlergewerbe betrug die Wahlbeteiligung 15,9 Prozent, im Verkehrsgewerbe 15,2 Prozent, im Dienstleistungsgewerbe knapp 12,8 Prozent. Das „Schlusslicht“ bildete wie bereits 2013 der Einzelhandel mit 10,9 Prozent. Die Wahlperiode dauert vier Jahre und beginnt am 1. Mai 2017. Am 16. Mai wird die neugewählte Vollversammlung zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammentreten. In deren Mittelpunkt werden die Wahl des Präsidenten und der sieben Vizepräsidenten sowie die Berufung der Ausschussmitglieder stehen. (IHK-Präsident war zuletzt Der Remscheider Unternehmer Thomas Meyer.)

Urkunden und Preise bei „Wirtschaftswissen im Wettbewerb“

Die Preisträger und ihre Lehrer zusammen mit Annika Beckmann, links im Bild und Friedrich Mahner, rechts, von den Wirtschaftsjunioren.Bildmitte: die ersten Preisträger Nikolas Nippes und Eloise Scholz. Foto: Lothar Kaiser

Seit mehr als 25 Jahren veranstalten die Wirtschaftsjunioren Deutschland in Zusammenarbeit mit Schulen bundesweit das Schülerquiz „Wirtschaftswissen im Wettbewerb“. Der Wettbewerb ist ein Wissensquiz rund um die Themen Wirtschaft und Ausbildung. Gleichzeitig ist der Multiple-Choice-Test wie ein Einstellungstest aufgebaut, so dass die Schülerinnen und Schüler sich auf Bewerbungssituationen vorbereiten können. Der Fragebogen enthält 30 Fragen zu den sechs Bereichen Ressourcen und Innovation, Politik, Wirtschaft, Allgemeinbildung, Ausbildung und Internationales.

In Remscheid findet das Schülerquiz seit Jahren großen Anklang: Etwa 300 Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen von weiterführenden Schulen nahmen diesmal wieder in Remscheid an dem Wettbewerb teil. Die besten Schüler sowie die beste Klasse wurden gestern Mittag im Gertrud-Bäumer-Gymnasium (GBG) durch Annika Beckmann, Sprecherin der Wirtschaftsjunioren (Wiju) Remscheid, und Friedrich Mahnert, Leiter des örtlichen Wiju-Arbeitskreis Schule/Wirtschaft, ausgezeichnet. Der erste Preis, verbunden mit einer Urkunde, einem USB-Lautsprecher und einem Geldbetrag, ging an den Wirtschaftskurs des Gertrud-Bäumer-Gymnasiums (Lehrer Andreas Kretschmann). Bester Schüler war diesmal Nikolas Nippes (Wirtschaftskurs GBG). Auf den zweiten Platz kamen Florian Fillinger, Teoman Keser und Christian Heyne von der Sophie-Scholl-Gesamtschule sowie Eloise Scholz vom Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium.

Nikolas Nippes wird Remscheid vom 24. bis 26. März in Bochum beim Bundeswettbewerb vertreten. Sollte er dort gewinnen, kommt auf die Remscheider Wijus die Aufgabe zu, den nächsten Bundeswettbewerb auszurichten. Allen Teilnehmern wünschte Friedrich Mahnert gestern, dass sie ihr Wissen nutzen. „Denn der Satz ‚Wissen ist Macht‘ kommt nicht von ungefähr. Das haben viele Briten gemerkt, die erst für den Austritt ihres Landes aus der EU gestimmt und dann erst nachgedacht haben. Sie sagten später ‚Uh, das habe ich gar nicht so gewollt‘!“

Aus dem Fragenkatalog: Hätten Sie`s gewusst? „Was muss gemäß Artikel 14 des Grundgesetzes gewährleistet werden? (Eigentum und Erbrecht). Was ist das Bruttonationaleinkommen? (Summe aller Leistungen und Waren in Deutschland in einem Jahr). Nach welchem Prinzip funktioniert das deutsche Wirtschaftssystem? (Soziale Marktwirtschaft). Was ist die Hauptaufgabe des Internationalen Währungsfonds (IWF)? (Vergabe von Krediten an Länder, die Zahlungsschwierigkeiten haben). Was versteht man unter TTIP? (Transatlantic Trade and Investment Partnership). Wie hoch war im Jahr 2015 die Gesamtzahl der Kreditinstitute in Deutschland? (1.960). Welches Unternehmen ist der größte Arbeitgeber in Deutschland? (Siemens). Heute sind 20 Milliarden Maschinen im Internet vernetzt. Wie viele werden es geschätzt im Jahr 2020 sein? (50 Milliarden).

B-Plan 661 als Bollwerk gegen größere Discounter

Neuer B-Plan soll Restwald sichern und Einzelhandel beschränken“, titelte der Waterbölles am 24. Februar 2014. Damals gab die Bezirksvertretung Süd grünes Licht für den Bebauungsplan Nr. 661 – Gebiet Burger Straße zwischen Bliedinghauser Straße und Reinhard-Mannesmann-Straße (Mannesmannpark / ALDI-Markt) – mit dem Ziel, die Situation des Einzelhandels entsprechend dem städtischen Einzelhandelskonzept zu steuern und die „quartiersbedeutsame Grünfläche“ (das, was vom einstigen Mannesmannpark noch übrig geblieben ist) zu sichern. Denn neben dem im nordöstlichen Teil des einstigen Parkgeländes errichteten ALDI-Markt eine größere Grünfläche mit umfangreichem schützenswertem Baumbestand verblieben, die nach Ansicht von Verwaltung und Politik „erheblich zur Umfeldqualität“ beiträgt. Den Aufstellungsbeschluss hatte der Haupt- und Finanzausschuss am 6. März 2014 gefasst. Zur Sicherung der Planungsziele beschloss der Rat der Stadt Remscheid am 1. Juli 2014 eine Veränderungssperre; sie läuft – am 13. Juli 2016 verlängert – am 12. Dezember dieses Jahres aus. Über die während der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung eingegangenen Stellungnahmen gilt es jetzt zu entscheiden und die Offenlage zu beschließen. Das Thema steht am kommenden Mittwoch auf der Tagesordnung der Bezirksvertretung Süd.

Das Gebiet zwischen Bliedinghauser Straße, Burger Straße und Reinhard-Mannesmann-Straße habe sich in der Vergangenheit „nicht entsprechend den Zielen des Durchführungsplans Nr. 30 aus dem Jahr 1956 entwickelt, welcher für den überwiegenden Bereich der Fläche ein Industriegebiet festgesetzt hat“, heißt es in der aktuellen Verwaltungsvorlage. „ Auf der Fläche sind Wohn- und Gemeinbedarfsnutzungen, Einzelhandelsnutzungen und eine parkähnliche Grünfläche entstanden. Die ursprünglichen Ziele des Durchführungsplans entsprechen nicht mehr den städtebaulichen Zielen der Stadt Remscheid und sind nicht zuletzt aufgrund der faktischen Situation vor Ort auch nicht mehr umsetzbar.“

Die Genehmigung für den neuen ALDI-Markt hatte die Stadt nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichtes erteilt. „Der Einzelhandel mit Zentren- und nahversorgungsrelevanten Sortimenten im Plangebiet entspricht jedoch nicht den Zielsetzungen des Einzelhandelskonzepts der Stadt Remscheid. Es ist zu befürchten, dass sich Einzelhandelsnutzungen in zentrenschädigender Weise weiter ausbreiten. Der Verwaltung liegen Bauanträge und Bauvoranfragen für weitere Einzelhandelsnutzungen vor. Der Bebauungsplan hat daher das Ziel, die städtebauliche Situation unter Berücksichtigung des Einzelhandelskonzeptes zu ordnen", so die Verwaltung. Auf dem Grundstück Burger Straße 85/ 85a sind für nicht großflächige Lebensmittelmärkte zusammen 197 Stellplätzen ausgewiesen. Der östliche Markt steht seit Eröffnung des neuen, östlichen Marktes leer.

Neben dem Neubau dürfte aufgrund einer verwaltungsgerichtlichen Entscheidung noch ein zweiter „nicht großflächiger Mark“ gebaut werden. Doch die ambitionierten Pläne von Rainer Dorn (Projektgesellschaft Dorn & Partner) und Harald Schlößer (Schlößer-Projekt GmbH) – sie haben zu diesem Zweck eigens eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gegründet - gehen darüber hinaus. Statt der beiden genehmigten "nicht großflächigen Märkte“ planten sie auf dem Gelände einen Vollsortimenter mit 1.500 m² Verkaufsfläche und einen Discounter mit 1.200 m² – also zwei großflächige Märkte. Das sagten die beiden Investoren am 18. Dezember 2013 bei der Unterzeichnung des Pachtvertrages mit dem Tennisclub Mannesmann (inzwischen ausgelaufen). Ob sie an diesem Plan noch immer festhalten? Dann müssten sie vor dem Verwaltungsgericht gegen den neuen Bebauungsplan Nr. 661 klagen...

Verkaufsoffener 1. Advent in Remscheid chancenlos

Heimatbund vertraut auf Einhaltung von Zusagen“, verkündeten am 7. Februar Peter Maar und Karlheinz Meermagen in einer Pressemitteilung des Heimatbundes Lüttringhausen. Beim traditionellen Kottenbutteressen des Heimatbundes am 21. Januar hätten die anwesenden Fraktions- und Gruppenvorsitzenden von CDU, SPD, Linke, W.i.R und Grünen übereinstimmend erklärt, dass der 41.Gemeinnützige Lüttringhauser Weihnachtsmarkt am 3. Dezember (1. Advent) als Traditionsveranstaltung mit regionaler Bedeutung geschützt werden müsse und deshalb ein verkaufsoffener Sonntag in der Remscheider Innenstadt am gleichen Tag abgelehnt werde. Rosemarie Stippekohl (CDU) kommentierte das in der Ratssitzung am vergangenen Donnerstag so: „Mur ist nicht bekannt, dass das Kottenbutteressen zur Ratssitzung mutiert wäre!“ Und auch CDU-Ratsmitglied Ralf Wieber (Marketing Innenstadt e.V.) hatte Bedenken gegen die damaligen Zusagen und wurde von Alexa Bell unterstützt: Darüber sei das letzte Wort noch nicht gesprochen... Ein paralleler verkaufsoffener Sonntag in Remscheid sei rechtlich durchaus möglich, meinte Wieber, und würde seiner Meinung nach dem Lüttringhauser Weihnachtsmarkt auch in keiner Weise schaden.

Nach den damaligen Willensbekundungen der Parteisprecher werde die Verwaltung von sich aus keinen verkaufsoffenen Sonntag für den 1. Advent in Remscheid beantragen. Das müsse dann schon von der Politik ausgehen, meldete sich Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz zu Wort. Sven Wolf (SPD) und Jens Peter Nettekoven (CDU) ließen jedoch keinen Zweifel darüber aufkommen, dass sie weiterhin zu ihrem Wort stehen. Ein Antrag des Marketingrates Remscheid hätte folglich keine Chance, vom Rat der Stadt genehmigt zu werden. Nettekoven damals wie gestern: „Wir sollen die Stadtteile nicht gegeneinander ausspielen!“

Stadt Remscheid tritt der "Gründerschmiede" bei

"‘Gründerschmiede‘ ist jetzt ein eingetragener Verein“, berichtete der Waterbölles am 31. Mai 2016. Gestern nun beschloss der Rat der Stadt einstimmig, dem Verein beizutreten. Das hatten die Fraktionen und Gruppen von SPD, GRÜNEN, FDP und W.i.R. beantragt. „Die jungen Leute (siehe Archivfoto rechts) haben ausdrücklich Unterstützung verdient, auch was geeignete Räume angeht“, hatte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz in der Sitzung den Antrag befürwortet, und auch der CDU-.Fraktionsvorsitzende Jens Peter Nettekoven  sah darin „eine gute Initiative“.

Der Verein besteht aus Remscheider Gründern, den Wirtschaftsjunioren Remscheid und der Forschungsgemeinschaft Werkzeuge und Werkstoffe. Mitglied können Privatpersonen oder Unternehmen werden, die die Gründungskultur in Remscheid unterstützen möchten. „Remscheid muss für Unternehmensgründer ein guter Standort sein. Wir brauchen StartUp-Kultur, die es Menschen mit Ideen ermöglicht, diese auch vor Ort direkt umzusetzen. Die Gründung des Vereins Gründerschmiede Remscheid e. V. ist ein sehr guter erster Schritt für die Unternehmenskultur in Remscheid. Wirtschaft, Politik und Verwaltung können gemeinsam eine Atmosphäre für Gründer in Remscheid schaffen“, hatten SPD, GRÜNEN, FDP und W.i.R. ihren Antrag begründet und darauf verwiesen, dass auch die Stadtsparkasse Remscheid und die Volksbank Remscheid-Solingen eG. Die „Gründerschmiede“ unterstützen. Eine Mitgliedschaft der Stadt Remscheid in dem Verein sei „ ein wichtiger Beitrag und ein Signal für Gründungswillige in unserer Stadt“.

1,2 Millionen Euro für neu verlegtes Altstadt-Pflaster

Die Stadtwerke Remscheid planen, in der Lenneper Altstadt neue Gas- und Wasserleitungen zu verlegen und gegebenenfalls auch neue Stromleitungen. Insbesondere für Hausbesitzer ohne Gasanschluss eine gute Gelegenheit, diesen bei der EWR in Auftrag zu geben. Wie Gerald Hein von den Technischen Betrieben Remscheid (TBR) den Mitgliedern der Bezirksvertretung Lennep (und den zahlreichen Zuhörer/innen) am Mittwoch im Sitzungssaal des Röntgen-Museums berichtete, sollen die Bauarbeiten nach Rosenmontag beginnen. Sie werden im Laufe dieses Jahres die Kronenstraße, die Mühlenstraße, die Klostergasse und den Alter Markt betreffen, 2018 dann die Berliner Straße und die Wetterauer Straße. Während des „Lenneper Sommer“ wird es eine Baupause geben; auch sollen sonstige Veranstaltungen berücksichtigt werden.

Um Synergieeffekte zu erzielen (die Baugruben werden nur provisorisch geschlossen), die Hein gestern mit rund 70.000 Euro bezifferte, soll auf den genannten Straßen nach Verlegen der neuen Leitungen die Gehwegplatten und das Kopfsteinpflaster neu gesetzt werden (unter Verwendung der alten Steine und Platten, soweit möglich und nicht verschlissen), um Fahrrinnen und Stolperstellen zu beseitigen. Auch diese Arbeiten, für die insgesamt 1,2 Millionen Euro veranschlagt sind, will man abgeschlossen haben, „wenn die ersten DOC-Besucher in die Altstadt strömen“, so Hein. Nachfolgend der Zeitplan für Straßeninstandsetzungen:

  • 2017: Kronenstraße, Mühlenstraße
  • 2018: Alter Markt
  • 2018/2019: Berliner Straße, Wetterauer Straße, Kölner Straße, Schwelmer Straße.

"Blumiger Sonntag" ohne Ladenöffnung wäre absurd

Einstimmig hat die Bezirksvertretung Lennep gestern trotz Einwänden der Gewerkschaft ver.di dem Rat der Stadt empfohlen, der Verordnung über das Offenhalten von Verkaufsstellen am Sonntag, 2. April, zuzustimmen. Für diesen Tag plant „Lennep Offensiv“ für die Lenneper Altstadt mit 16 inhabergeführten Läden und einer gesamten Verkaufsfläche von ca. 407 Quadratmetern  die (Blumen-)Veranstaltung „Lennep blüht auf“. Die Gewerkschaftsvertreter hatten in einem Abstimmungsgespräch mit Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz am 19. Januar gegen diese Veranstaltung „Lennep blüht auf“ erhebliche Bedenken erhoben („Nicht rechtskonform!“), wenngleich die Ladenöffnung bewusst auf den Altstadtkern und somit auf das direkte Umfeld der Veranstaltung begrenzt werden soll. Es sei deshalb nicht auszuschließen, dass über diese Verordnung kein Einvernahmen mit den Beteiligten erzielt werden könne, so Ordungsamtsleiter Jürgen Beckmann gestern in der BV-Sitzung. Doch mit Schreiben vom 3. Februar hatte der Verein „Lennep Offensiv“ mitgeteilt, dass er an dem geplanten verkaufsoffenen „Blumen-Sonntag“ festhält. Er weist darauf hin, dass die Veranstaltung bereits seit Jahren stattfindet. Der Veranstalter geht auf einer Gesamtfläche von 1.500m² auf dem unteren und oberen Alter Markt von zehn großflächigen Ständen aus und rechnet mit mehreren tausend Besuchern. Zudem findet in dem Bereich der Lenneper Altstadt als weiterer Anziehungspunkt die ebenfalls etablierte Veranstaltung „Lennep liest“ statt.

Gemäß § 6 (4) Gesetz zur Regelung der Ladenöffnungszeit (LÖG NRW) darf die zuständige Ordnungsbehörde einen verkaufsoffenen Sonntags nur dann genehmigen, wenn die damit verbundene Veranstaltung „einen beträchtlichen Besucherstrom“ anzieht. Der mögliche Besucherstrom darf nicht erst durch die Ladenöffnung ausgelöst werden. Im Gespräch zwischen Gewerkschaft und Oberbürgermeister war vereinbart worden, die Besucherströme bei der Veranstaltung „Lennep blüht auf“ in diesem Jahr zu erheben und auf Grundlage dieser Daten eine Sonntagsöffnung für das Jahr 2018 erneut zu prüfen und diese dann mit der Gewerkschaft abzustimmen. Darüber wunderte sich gestern Roland Kirchner (W.i.R.). „Ohne Öffnung der Geschäfte am Sonntag wäre eine Veranstaltung, die den Einzelhandel fördern soll, geradezu absurd. Dann kann man sich die auch gleich schenken!“

Donald Trump, TTIP und christliche Gesellschaftslehre

Die Angst vor dem Chlorhähnchen – auf europäischer Seite - oder um Rohmilchkäse als Biowaffe – auf amerikanischer Seite – waren für Prof. Dr. Ursula Nothelle-Wildfeuer, Dekanin der Theologischen Fakultät an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, die ersten Ausgangspunkte für sozialethischen Überlegungen zu TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership, dem seit 2013 verhandelten transatlantischen Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA. Die Inhaberin des Lehrstuhl für Christliche Gesellschaftslehre hatte im vergangenen Jahr die Einladung des Remscheider Katholikenrat angenommen, beim traditionellen  Jahresempfang im Pfarrzentrum St. Josef an der Menninghauser Straße über „TTIP zwischen Ökonomie und Ethik“ zu referieren. Ihre Ausgangspunkte hatte Dr. Ursula Nothelle-Wildfeuer allerdings wesentlich ergänzen müssen. Denn im November wurde, vielfach unerwartet, der Milliardär Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt. Und zu einer seiner ersten Amtshandlungen gehörte die Aufkündigung des Transpazifischen Freihandelsabkommen (TPP) getreu seinem Wahlversprechens, die US-Wirtschaft mit höheren Zöllen zu schützen.

Wem nützen Freihandelsabkommen überhaupt? Auch dieser Frage ging Prof. Dr. Ursula Nothelle-Wildfeuer, die der "Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen" der Deutschen Bischofskonferenz angehört, beim gestrigen Jahresempfang nach. Zitat: „Armutsbeseitigung ist keine automatisch eintretende Folge von Wettbewerb, sondern es braucht dazu mehr und anderes als nur eine funktionierende Marktwirtschaft. Wettbewerb für sich genommen kann gnadenlos sein. Schnell verstößt er gegen das Prinzip der Tausch- und Chancengerechtigkeit. Immer sind deswegen auch Förderungs- und Schutzmaßnahmen für die Schwachen notwendig, es braucht dementsprechende rechtliche und soziale Institutionen, die auf der einen Seite Handel und Wettbewerb nicht über Gebühr einschränken, die aber auf der anderen Seite doch für einen ermöglichenden Ordnungsrahmen sorgen. Hier ist etwa ein transnationales Kartellamt, die Beseitigung von Marktverzerrungen (etwas durch Protektionismus) sowie die Berücksichtigung entsprechender Mindeststandards in verschiedenen Bereichen notwendig zu nennen.“ (Der Waterbölles hat die vollständigen Vortrag unter http://waterboelles.de/kai/TTIP nach Trump.pdf dokumentiert)

Auch Rat und Verwaltung waren stark vertreten beim gestrigen Jahresempfang des Katholikenrates Remscheid. Insgesamt konnte Vorsitzender Dr. Erwin Bürgel rund 150 Gäste begrüßen - Vertreter der Pfarrgemeinderäte, katholischer Verbände wie der Kath. Arbeitnehmerschaft Deutschlands, des Caritasverbandes und des Bundes FDewutscher Katrholischer Jugend sowie Vertreter der pastorelen Dienste im Stadtdekanat Remscheid. Auch der evangelische Superintendent Hartmut Demski und seine Stellvertreterin Kristiane Voll nahmen an dem Empfang teil.