Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

ISG Alleestraße: Blumenbeete und eine Ausstellung

Auf Handlungsempfehlungen soll Projektzeitplan folgen“, schrieb der Waterbölles am 19. August 2016 über einen Workshop des ISG Alleestraße e.V. hatte Moderator Oliver Haarmann von der „oh! Design- und Beratungsagentur in einem kleinen Kreis interessierter Mitglieder von jedem Teilnehmer eine Ergänzung des Satzes „Die Alleestraße würde ein wundervoller Ort werden, wenn …“ erbeten. Münden sollten die Ergebnisse des vierstündigen Workshops in einen Katalog von Handlungsempfehlungen. Anhand derer wollte die ISG dann einen verbindlichen Projektzeitplan erarbeiten und die dazu gehörende Öffentlichkeitsarbeit. Ob das inzwischen geschehen ist, blieb in der gestrigen Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid auch nach dem Bericht von Haarmann über den damaligen Workshop „Leitbild, Identität und Marke für unsere Alleestraße“ weiter vage.

Zuvor hatte ISG-Geschäftsführer Ralf Wieber die bisherigen Aktivitäten des ISG Alleestraße e.V. so zusammengefasst: In 2016 sei die Alleestraße einmal grundgereinigt worden. Ein Hausmeister gehe die Fußgängerzone werktäglich zwei bis drei Stunden lang ab. An der Alleestraße habe die ISG ein Büro eingerichtet, das täglich „mindestens fünf Stunden Lang“ besetzt sei. In diesem Jahr habe man angefangen, die Beete (Baumscheiben) zu bepflanzen. Für die untere Alleestraße sei eine Ausstellung geplant über die negativen Folgen des Internethandels für den lokalen Einzelhandel („Amazon ist keine Stadt!“) Und im Übrigen stimme die ISG alle Aktionen im Rahmen ihres Budgets („Nur 398.000 Euro innerhalb von fünf Jahren!“) wie vorgeschrieben mit der Stadt ab. Die ersten Gelder seien im Juni vergangenen Jahres in die Vereinskasse geflossen. Damit seien keine großen Sprünge möglich. Aber, so Wieber, man könne ja auf Millionen-Zuschüsse des Landes im Zuge der beschlossenen Revitalisierung der Innenstadt hoffen und darauf, „dass wir dieses Geld vernünftig verballern werden“. Zwischenruf von Bezirksbürgermeister Otto Mähler: „... dass wir dieses Geld gut verplanen werden!“

Widerspruch zur geplanten „Internet-Ausstellung“ kam von Hans Lothar Schiffer (FDP): Das dafür vorgesehene Geld lasse sich sicherlich sinnvoller einsetzen. Denn der Trend zum Interneteinkauf lasse sich nicht mehr umkehren.

Fachwerkhäuser sind stark sanierungsbedürftig

Mit dem Designer Outlet-Center, für das die Stadt am vergangenen Freitag die Baugenehmigung erteilt hat, rückt auch die Lenneper Altstadt wieder ins Blickfeld. Der Stadt Remscheid ist das nur recht. Sie besitzt an der Brandgasse, am Mollplatz, am Munsterplatz, der Neugasse, Mühlenstraße, Tuchmachergasse und Wallstraße insgesamt 19 bergische Schiefer-/Fachwerkhäuser mit insgesamt 5.103 Quadratmeter Wohnfläche – und würde einige davon gerne verkaufen. Denn die Wohnfläche, für die die Stadt derzeit Miete kassiert, ist um etwa ein Viertel niedriger als die Gesamtfläche. Denn vier Häuser stehen komplett leer, davon sind drei stark sanierungsbedürftig. Von denen wiederum zwei zum Verkauf anstehen. Erheblich bis stark sanierungsbedürftig sind des Weiteren auch drei vermiete Häuser. und in zwei anderen sind aus dem gleichen Grund die Dachgeschosswohnungen nicht bewohnbar. Das geht aus einer Aufstellung der Liegenschaftsabteilung hervor, die am Mittwoch, 26. April, auf der Tagesordnung der Bezirksvertretung Lennep steht. Die öffentliche Sitzung beginnt um 17.30 Uhr in der Hilda-Heinemann-Förderschule, Hackenberger Str. 117.

In einem Fall ist der Sanierungsbedarf auch äußerlich leicht zu erkennen: Das leerstehende Haus Munsterplatz 19 (oben links) muss abgestützt werden, um es standsicher zu halten. Dort „sind die Schäden im Fachwerk soweit fortgeschritten, dass eine Ausfachung aus dem Fachwerk gekippt ist“, heißt es im Bericht der Verwaltung. Und weiter: „Im Bereich Munsterplatz sind die Häuser 17, 19 und 21 als ein Ensemble zu betrachten. Das Haus 17 (links), zum eigentlichen Munsterplatz gerichtet, ist aufgrund auszubessernder Boden- und Deckenbalken als sanierungsbedürftig einzustufen. Bei den Häusern 19 und 21 (links davon), an der Gasse zur Wallstraße als Doppelhaus gelegen, wurden erheblich Schäden am Fachwerk festgestellt. Die geschädigten Balken im Haus 19 müssen denkmalgerecht ausgetauscht werden.“

Auch das Haus Munsterplatz 24/Wallstr. 20 ist stark sanierungsbedürftig:  Im Zuge einer Schadensreparatur im Dachbereich waren  Schäden im Fachwerk (Pilzbefall und Fäulnis) entdeckt worden, die nach Angaben eines Gutachters bereits vor etwa 40 Jahren bei einer ersten Sanierung entstanden sind. Das miteinander verbundene Doppelhaus werde derzeit an einen privaten Investor mit der Auflage einer zeitnahen und denkmalgerechten Sanierung veräußert, so die Verwaltung.

Das Haus Mühlenstraße 14 ist zum größten Teil an eine Hilfsorganisation und an eine Privatperson vermietet. Eine leer stehende Wohnung im Obergeschoss ist aufgrund von damaligen Sanierungs- und Bausünden als sanierungsbedürftig anzusehen. Im Haus Neugasse 2 sind die Räumlichkeiten im Erdgeschoss an eine soziale Einrichtung sowie im Obergeschoss an Privat vermietet. „Das Dachgeschoss ist aufgrund von Schäden im Fachwerk erheblich sanierungsbedürftig“, ist im Bericht der Verwaltung zu lesen.

Fazit der Stadt: „Gemeinsam mit der GEWAG als Verwalter werden die Kosten für eine denkmalgerechte Sanierung aller als sanierungsbedürftig bezeichneten Objekte ermittelt und zusammengestellt. Seitens der Verwaltung ist danach ein Konzept zu entwickeln, in wie weit eine Sanierung umgehend durchgeführt werden soll und Objekte danach verkauft werden oder im Eigentum verbleiben und vermietet werden.“

Für den Fall, dass Liebhaber bergischer Fachwerkhäuser die Verhandlungen mit der Unteren Denkmalschutzbehörde über die notwendige Sanierung nicht scheut: „Alternativ können Objekte je nach wirtschaftlicher Auswirkung ohne vorherige Sanierung zu angemessenen Preisen verkauft werden!“

Jugendberufsagentur Remscheid geht an den Start


Insgesamt 516 junge Menschen unter 25 Jahre waren im März in Remscheid arbeitslos gemeldet, 21 Personen oder 4,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Davon wurden 192 junge Menschen ohne Job von der Agentur für Arbeit Remscheid (Rechtskreis SGB III) und 324 Personen vom Jobcenter Remscheid (Rechtskreis SGB II) betreut. Die Agentur für Arbeit berät frühzeitig beruflich, das Jobcenter unterstützt besonders förderungsbedürftige Jugendliche, und der dritte Sozialleistungsträger im Bunde ist die Jugendhilfe. Sie setzt sich insbesondere für benachteiligte junge Menschen einsetzt, die entweder intensive Unterstützung im Elternhaus benötigen oder gar in Pflegefamilien oder Heimeinrichtungen leben. Für die hilfesuchenden / hilfsbedürftigen Jugendliche bedeutet das unterschiedliche Anlaufstellen und verschiedene Ansprechpartner. Denn jede Institution hat ihre eigenen Kompetenzen, eigene Angebote und Budgets. All diese professionellen und differenzierten Dienstleistungsangebote zur besseren Förderung der Jugendlichen sinnvoll miteinander zu verknüpfen, ist Aufgabe der neuen Jugendberatungsagentur, die gestern im Remscheider Rathaus mit den Unterschrift der Repräsentanten der drei beteiligten Institutionen - der Stadt Remscheid (vertreten durch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz), des Jobcenters Remscheid (Dirk Faust) und der für Remscheid zuständigen Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal (Martin Klebe) - besiegelt wurde. Es ist die erste Jugendberufsagentur (JBA) im bergischen Städtedreieck; eine zweite ist für Solingen vorgesehen.

Der Übergang von der Schule in den Beruf ist für junge Menschen ein wichtiger Schritt ins weitere Leben. Dabei hilft in Remscheid beispielsweise die im Kommunalen Integrationszentrum mit Landeszuschüssen eingerichtete Koordinierungsstelle für ‚Kein Abschluss ohne Anschluss‘ (KAoA). Zielgruppe sind Schüler/innen der Sekundarstufe I (8. Und 9. Klasse). Ihnen sollen mit Hilfe von „Potenzialanalyse“ und praktischen Berufsfelderkundungen geeignete Berufe schmackhaft gemacht bzw. realistische Chancen auf dem Arbeitsmarkt aufgezeigt werden, um nach Schulabschluss den Einstieg in die Arbeitslosigkeit möglichst zu vermeiden

Bei einem zweiten Projekt arbeiten in Remscheid seit März 2015 Arbeitsagentur und Jobcenter mit der städtischen Tochtergesellschaft Arbeit Remscheid gGmbH gemeinsam an der „Assistierten Ausbildung“ (AsA). Sie gilt Jugendlichen, die auf Grund ihrer Noten oder aus anderen Gründen einen schwierigen Start in die Ausbildung befürchten müssen. Sie erhalten an der Freiheitstraße einen Stütz- und Förderunterricht und machen in einem Remscheider Unternehmen ein Praktikum, um zeigen zu können, wie es um ihre Motivation und Eignung bestellt ist. Des Weiteren betreibt die Arbeit Remscheid die Produktionsschule „„Catering und Eingemachtes“ (Freiheitstraße 181/ Am Bruch), für derzeit zwölf schulmüde und sogenannte „ausgeförderter“ Jugendliche, die durch sinnstiftendes und praktisches Arbeiten wieder auf „den Geschmack“ kommen sollen zu lernen.

Gemeinsam haben diese drei Beispiele die Erkenntnis, dass nicht alle jungen Menschen die gleichen Startbedingungen haben und viele bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle auf Hilfen angewiesen sind. Nicht wenige Jugendliche drohen den Anschluss völlig zu verlieren. Schulabbruch, Schulden, schwieriger familiärer Hintergrund - die fehlende Perspektive kann viele Gründe haben. Und wenn dann noch ein Zuständigkeitswirrwarr die existierenden Hilfsangebote unüberschaubar erscheinen lässt...

Die neue Jugendberufsagentur

Zielgruppen der Jugendberufsagentur sind Jugendliche

  • mit erhöhtem Unterstützungsbedarf, die noch nicht wissen, was sie im Anschluss an die Schule machen wollen, deren Abschluss aber unmittelbar bevorsteht.
  • die Gefahr laufen, die Schule ohne Abschluss verlassen zu müssen
  • die die Schule zum Jobben verlassen haben, jetzt aber doch eine Ausbildung anstreben.

Die Jugendberufsagentur bietet ihnen ein umfassendes Informations-, Beratungs- und Qualifizierungsangebot. Sie bündelt und strukturiert die Angebote des Jobcenters Remscheid, der Stadt Remscheid, und der Agentur für Arbeit Remscheid. Die beteiligten Träger tauschen sich über geplante oder bereits erfolgte Unterstützungsmaßnahmen für Jugendliche aus und stimmen diese aufeinander ab. Folgende Ziele sollen erreicht werden:

  • erleichterter Zugang für alle jungen Menschen zu den Dienstleistungsangeboten der drei beteiligten Träger, insbesondere für die Gruppe der sozial benachteiligten Jugendlichen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf,
  • Optimierung der Kommunikation und des Informationsaustausches zwischen den beteiligten Institutionen,
  • gemeinsame Maßnahmeplanung bei den Förderangeboten und
  • gemeinsame Fallberatung und -besprechung.

Die Öffnungszeiten der JBA sind Montag bis Donnerstag von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr und Freitag von 7.30 Uhr bis 12 Uhr. Die Anmeldung erfolgt über die Eingangszonen von Jobcenter (im Erdgeschoß) und Arbeitsagentur (1. Etage) sowie für die Mitarbeiter/innen der Jugendsozialarbeit über eine telefonische Terminvereinbarung.

Hier will die neue Jugendberufsagentur strategisch, aber auch im Einzelfall ansetzen. Durch die neue JBA sollen die verschiedenen Institutionen und deren Hilfssysteme zusammenrücken und den Jugendlichen Beratung aus einer Hand anbieten – und an einem Ort, in diesem Fall am Sitz von Jobcenter und Arbeitsagentur im Haus Bismarckstr. 8-10 in Bahnhofsnähe. Dort werden künftig stundenweise auch Mitarbeiter der Jugendsozialarbeit der Stadt Remscheid anzutreffen sein, darunter auch Lutz Pawlas, wie Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz gestern bemerkte: „Wir schaffen keine neue Institution, sondern intensivieren die Zusammenarbeit der drei Einrichtungen. Bisher wurden im ungünstigsten Fall vereinzelt Jugendliche von A nach B geschickt, weil sich die Zuständigkeit überschnitt. In der Jugendberufsagentur können wir dies in gemeinsamen Fallbesprechungen viel schneller im Sinne der Kunden klären. Durch die Kooperationsvereinbarung können wir einfacher Daten austauschen, leichter notwendige Maßnahmen abstimmen und damit auch schneller die jungen Leute gezielt fördern oder anderweitig für sie tätig werden."

Für Martin Klebe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal, besitzt die JBA eine große Bedeutung für den Arbeits- und Ausbildungsmarkt: „Aufgrund der demografischen Entwicklung sinkt die Zahl der Schulabgänger stetig. Zugleich steigt der Fachkräftebedarf der Unternehmen im bergischen Land. Wenn wir der Wirtschaft auch weiterhin genügend Fachkräfte vermitteln wollen, dann dürfen wir keinen Jugendlichen zurücklassen. Wir brauchen jeden, und durch die Jugendberufsagentur soll jeder Jugendliche dort abgeholt werden, wo er gerade steht und die Unterstützung erhalten, die er benötigt." Dirk Faust, Geschäftsführer des Jobcenters Remscheid, sieht vor allem die Chance, mit der Kooperation mittelfristig den Weg in die Langzeitarbeitslosigkeit zu unterbrechen. „Ein stabiler Lebenslauf mit guter Ausbildung ist die Basis für eine spätere existenzsichernde Beschäftigung. In der Jugendberufsagentur können wir unsere unterschiedlichen Angebote stärker bündeln und gemeinsam insbesondere Jugendlichen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf zielführende Angebote machen und sie auf dem Weg in Ausbildung begleiten."

„Gut ausgebildete Jugendliche, die ihr Auskommen mit ihrem Einkommen haben, sind der Rohrstoff für unsere Stadt“, betonte der OB. Da dürfe niemand durch „durchs Netz fallen“. Von Arbeitslosigkeit betroffen seien insbesondere Jugendliche mit Migrationshintergrund bzw. ohne Schulabschluss, so Dirk Faust. Leider sei gegenwärtig die Jugendarbeitslosigkeit in Remscheid um einige Projektpunkte höher als im Landesdurchschnitt, ergänzte Sozialdezernent Thomas Neuhaus. „Mit Qualifizierungs- und Arbeitsangeboten wollen wir versuchen, die Arbeitslosigkeit abzubauen.“

Daran arbeitet im Job-Center das so genannte „U25-Team“. Und das wird künftig von städtischen Jugendsozialarbeitern unterstützt, um jene arbeitslose Jugendlichen wieder zu erreichen, die sich der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter entzogen haben. Was die Mitarbeiter der Arbeitsagentur und des Jobcenters nicht leisten können, sollen die Jugendsozialarbeiter übernehmen – in die Familien gehen, mit den Eltern sprechen, den Jugendlichen klar machen, wie wichtig ist, „dass sie endlich aus dem Quark kommen und wieder zu einem festen Tagesrhythmus kommen“. Mast-Weisz weiter: „Schul- und Leistungsverweigerung sind keine Lösung, verstärken im Gegenteil nur die vorhandene Probleme!“ Und Jobs ohne fachliche / technische Kenntnisse durch Ausbildung werde es künftig auf dem Arbeitsmarkt kaum noch geben.

Wie die Problemlösung im Einzelfall aussieht, soll das neue Team der Jugendberufsagentur am Runden Tisch festlegen und einen entsprechenden Hilfeplan aufstellen. „Wir müssen verhindern, dass die jungen Leute sich nicht weitere Jahre ihre eigene Zukunft verstellen!“ Das habe auch eine volkswirtschaftliche Seite, räumte der Oberbürgermeister ein: Für den Lebensunterhalt von Arbeitslosen muss die Allgemeinheit aufkommen. „Arbeitslosigkeit ist der größte Luxus, den sich eine Gesellschaft leisten kann!“

 

Stadt Remscheid erteilt Baugenehmigung für DOC

Presseinformation der Stadt Remscheid

Die McArthurGlen-Gruppe hat heute die Baugenehmigung für ein Designer-Outlet-Center in Remscheid erhalten. Damit steht fest: Remscheid erhält im Bereich Röntgen-Stadion, Jahnplatz und Kirmesplatz im Stadtteil Lennep ein Einkaufszentrum mit einer Verkaufsfläche von 20.000 Quadratmetern ergänzt um Tourismusbüro, Gastronomie, Tiefgarage und Parkhaus.

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz überreichte im Rathaus Remscheid persönlich die Baugenehmigung an Henning Balzer (Development Director Deutschland/McArthurGlen) und bekräftigte seine große Freude darüber, dass Remscheid als zweite nordrhein-westfälische Stadt zum deutschlandweit vierten Centerstandort der europaweit agierenden Investorengruppe wird. „Ich freue mich sehr auf das Designer Outlet Remscheid. Es wird wichtiger Impulsgeber sein für unsere Stadt und die Region. Von einem Imagegewinn durch das DOC der McArthurGlen Group und einer deutlichen Steigerung des Bekanntheits- und Beliebtheitsgrades Remscheids bin ich überzeugt. Das machen uns Städte mit vergleichbaren Einkaufszentren vor“, so Oberbürgermeister Mast-Weisz. Mit einem Investment von geschätzten 165 Millionen Euro ist das DOC das zurzeit wichtigste städtebauliche Projekt Remscheids. Es gilt als wichtiger Motor, der die Stärkung der Stadt und der umliegenden Region, des lokalen Arbeits- und Ausbildungsmarktes, der örtlichen Wirtschaft und des regionalen Tourismus vorantreibt.

Bereits im Dezember 2013 hatte der Remscheider Stadtrat den Grundsatzbeschluss zur Ansiedlung eines Designer-Outlet-Centers in Remscheid-Lennep gefasst und den Verkauf von städtischen Flächen an den Investor McArthurGlen beschlossen. Diese Beschlüsse machten den Weg frei für die Fortführung des Bauleitplanverfahrens zum Bebauungsplan 657, den der Stadtrat am 13.12.2016 als Voraussetzung für Baurecht gemeinsam mit dem städtebaulichen Vertrag mit dem Investor beschloss. Am 16.12.2016 reichte McArthurGlen den Bauantrag für das Einkaufszentrum ein. Die Verwaltung arbeitete seitdem mit Hochdruck am Genehmigungsverfahren.

Das DOC war von Beginn an ein Schlüsselthema für Remscheid. Um die breite Unterstützung aus der Bevölkerung bei der Realisierung dieses Großprojekts zu sichern, waren die Bürgerinnen und Bürger von den frühesten Anfängen an gefragt, sich im offenen Dialog und mit formellen Eingaben an den einzelnen Planungsschritten zu beteiligen. Auf eine Bürgerbefragung im Oktober 2011 folgten öffentliche Bürgerversammlungen, Informationsveranstaltungen, formelle Öffentlichkeitsbeteiligungen und Zukunftswerkstätten. Für ein offenes und strukturiertes Gesprächsangebot ging im Januar 2015 außerdem das „Baubüro DOC“ in der Altstadt Lennep mit anlassbezogenen Öffnungen an den Start. Das Thema DOC fand darüber hinaus in vielen Bürgerdialogen genauso regelmäßig seinen Platz wie in den Einwohnerfragestunden der politischen Gremien. (Einen Überblick über das Großprojekt und die damit verbundenen Teilprojekte gibt die Stadt Remscheid unter www.doc-remscheid.de.)

Auszüge aus Presseinformation des DOC-Investors McArthurGlen, übermittelt per E-Mail durch Karen Hoffmann, BuildIt Communication, Hamburg

Die Baugenehmigungen umfassen sowohl den Bau des Centers als auch der Parkgarage auf dem Kirmesplatz. (...) Henning Balzer, Development Director für Deutschland bei McArthurGlen: „Wir freuen uns, dass die Genehmigungen nun vorliegen. Gemeinsam mit der Stadt werden wir in den kommenden Monaten die bauvorbereitenden Planungen vorantreiben, um zu Beginn des kommenden Jahres mit den Bauarbeiten beginnen zu können.“ Mit der Eröffnung rechnet McArthurGlen in der zweiten Jahreshälfte 2019. (...)Das Designer Outlet Center fungiert als Katalysator für das lokale Wirtschaftsumfeld und stärkt durch umfangreiche Kooperationen den lokalen Einzelhandel sowie Unternehmen der örtlichen Hotellerie und Gastronomie. Ziel ist es, Synergien zwischen diesen Anbietern und dem Designer Outlet zu schaffen und dies bereits während der Bauphase. „Was die Auswahl der einzelnen Gewerke betrifft, die in die Baumaßnahmen einbezogen sind, sollen insbesondere Unternehmen aus der Region berücksichtigt werden. Dadurch sorgen wir bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt für positive Beschäftigungsimpulse“, so Balzer.

Henrik Madsen, Managing Director Nord Europa bei McArthurGlen, sagt: „Vom Erfolg des Centers in Remscheid, dem einzigen Designer Outlet der Region, sind wir als europäischer Marktführer überzeugt. Mit der Investition von 165 Millionen Euro in unser viertes Designer Outlet in Deutschland, im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen, unterstreichen wir unsere Wachstumsstrategie.“ (...) Mindestens 800 neue Arbeitsplätze entstehen in den rund 125 Shops und gastronomischen Einrichtungen. Wie andere McArthurGlen Designer Outlets auch, wird das neue Center in Remscheid im offenen Villagestil errichtet. Das laufende Jahr nutzen Stadt und Investor, um die bauvorbereitenden Maßnahmen und notwendigen Umverlagerungsmaßnahmen vorzubereiten und teilweise durchzuführen.

Die Gewinner der Aktion "Gertenbuch der Rekorde"

Die "Rekordbücher" und ihre Präsentanten. Buchliebhaber treffen sich auf der ‚GertenBUCHstraße‘“, titelte der Waterbölles am 22. März. An diesem Tag sollen – von der Stadtteilbibliothek Lüttringhausen bis hinunter zu Christel Hallscheidt’s Dorf‐Shop – den ganzen Tag über Freunde des geschriebenen Wortes auf ihre Kosten kommen.  Im Nachgang zeigt das Foto von Pearly Mae Schulte die Gewinner der Aktion "Gertenbuch der Rekorde" mit ihren Rekordbüchern. Ausgezeichnet für Ihre Rekordbücher wurden Dr. Ludger Kutter, Christel Scheffler, Rita Schmetz und Albrecht Franz .Die Vereinigung Gertenbachstraße gratulierte herzlich (Sandra Schulte, Sascha von Gerishem, Thomas Schulte, Thorsten Greuling, Volker Beckmann, hinten v.l.).  (Sascha von Gerishem)

Dr. Christoph Glaser leitet Psychiatrie V

Pressemitteilung der Evangelischen Stiftung Tannenhof

Seit April ist Dr. Christoph Glaser neuer Leitender Arzt in der Evangelischen Stiftung im neu geschaffenen Klinikbereich Psychiatrie V. In seinen  Zuständigkeitsbereich fallen unter anderem die drei Tageskliniken in Wuppertal-Elberfeld inklusive Institutsambulanz. „Wir freuen uns, mit Dr. Glaser einen langjährigen Mitarbeiter der Evangelischen Stiftung Tannenhof mit der Betreuung des neu geschaffenen Klinikbereichs beauftragen zu können“, erklärt Professor Klaus Windgassen, Ärztlicher Direktor der Evangelischen Stiftung Tannenhof. Dr. Glaser ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Bereits seit dem Jahr 2000 arbeitet er in der Stiftung Tannenhof, wo er mehr als zehn Jahre als Oberarzt tätig war.

Geboren und aufgewachsen ist Dr. Glaser in Grevenbroich am Niederrhein. Nach dem Studium in Köln  arbeitete er mehrere Jahre als Assistenzarzt in der Neurologie des St.-Katharinen-Hospitals Frechen. Im Anschluss wechselte er zur Stiftung Tannenhof, wo er zunächst als Assistenzarzt und später als Oberarzt tätig war. Seit 2001 ist Dr. Glaser Facharzt für Neurologie, 2004 folgte der Facharzt für Psychiatrie.

„Ursprünglich kam ich zur Stiftung Tannenhof, um meine Psychiatriezeit zu absolvieren – mein Hauptinteresse galt der Neurologie“, ergänzt Dr. Glaser. „Aber im Laufe der Zeit habe ich festgestellt, wie interessant und spannend die Psychiatrie ist, zumal es über die Neurobiologie viele Berührungspunkte zwischen beiden Disziplinen gibt. Außerdem haben mir die Kollegialität und die besondere Atmosphäre des Tannenhofs so zugesagt, dass ich nun schon über 16 Jahre hier tätig bin."

Grünes Licht für das DOC bleibt abzuwarten

Zuerst das DOC und dann alles Übrige. So könnte man die Aussage der Mitteilungsvorlage der Verwaltung zusammenfassen, die für Mittwoch, 26. April, auf der Tagesordnung der Bezirksvertretung Lennep steht. Konkret heißt es darin: „Für den Stadtraum Lennep - Umgebung Altstadt, DOC, Umfeld Kölner Straße und Bahnhof Lennep - wird die Erstellung eines integrierten Stadtentwicklungskonzepts weiterverfolgt, sobald die Errichtung des Designer-Outlet-Centers sichergestellt ist. Die Abgrenzung eines Projektgebietes ist noch nicht vorhanden.“ Die planerische Vorbereitung des Designer-Outlet-Centers (DOC) in Remscheid befände sich auf der Zielgeraden, stellt die Verwaltung weiter fest. „Nachdem seit dem 8. Juni 2016 die 5. Änderung des Flächennutzungsplanes - Gebiet Röntgen-Stadion, Jahnplatz und Kirmesplatz in Remscheid-Lennep - wirksam ist, hat der Rat der Stadt Remscheid am 13. Dezember 2016 den Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan 657 gefasst. Ebenfalls in dieser Sitzung hat der Rat dem bereits notariell beurkundeten städtebaulichen Vertrag zugestimmt. Vor einem Baubeginn des DOC werden aktuell Rechts- und Klagefristen abgewartet. Parallel zu den Bauleitplanungen wurde die Integration des DOC in den Stadtraum vorbereitet.!

Die Verwaltung erinnert an die „Zukunftswerkstätten“ (9. März 2016 und am 12. April 2016). In Arbeitsgruppen hätten Bürgerinnen und Bürger, Gewerbetreibende, Eigentümer, Interessevertreter der Altstadt Lennep, des DOC-Investors damals zusammen mit Kommunalpolitikern und Vertreter der städtischen Fachämter Ideen und Projekte entwickelt. Daran hätte  sich dann „Entwurfswerkstätten“ (10. März 2016 und am 15. April 2016) angeschlossen unter Beteiligung des Investors, den beauftragten Architekten und Landschaftsarchitekten und Vertretern der Stadtverwaltung. Zitat: „Die Ergebnisse sind in der Konzeptbroschüre „INTEGRATION DES DESIGNER-OUTLET-CENTERS REMSCHEID-LENNEP – Gesamtkonzept und Ergebnis der Werkstätten“ dokumentiert, in der auch ein Gestaltungsleitfaden für den neuen Gelenkplatz zwischen DOC und Altstadt enthalten ist.“

Bereits älteren Datums ist das „Regionale Strukturprogramm für die Förderperiode 2014-2020“ (am 27. November 2014 einstimmig vom Rat beschlossen). Es sieht mit dem „Aktionsraum Lennep“ inklusive der zugeordneten Projekte „Lennep Pur“ und „Rad Router“, sowie der „Neugestaltung Röntgen-Geburtshaus in Remscheid-Lennep“ eine strukturelle Aufwertung des Lenneper Stadtraums vor, so die Verwaltung, wobei DOC-Bezüge bzw. Möglichkeiten zur Berücksichtigung des DOC vorhanden seien. Als Förderquellen werden Programme der Europäischen Union (EFRE Achse IV A Städtebauförderung, ESF) sowie des Bundes (GRW) benannt.

Weiterhin relevant sei auch das vom Rat am 12. Februar 2009 einstimmig beschlossene Integrierte Stadtentwicklungskonzept für das gesamte Stadtgebiet. Denn damals sei  festgelegt, dass eine Anpassung dieses Konzeptes an veränderte Rahmenbedingungen bzw. eine Fortschreibung unter Beteiligung der Bürger und der Politik zu erfolgen hat. So sei etwa bei jeder Einzelmaßnahme den zuständigen politischen Gremien aktuelle Zahlen (Zeiten, Kosten, Finanzierung etc.) vorzulegen.  Am 25. September 2014 habe der Rat der Stadt in das Integrierte Stadtentwicklungskonzept zusätzliche Schlüsselprojekte integriert, darunter auch die „Ansiedlung eines Designer Outlet Centers“, eingeschlossen die in Frage stehende nähere Umgebung des DOC (Analyseergebnisse, Entwicklungsziele und Projekte). Zitat aus der aktuellen Vorlage: „ Die Vorschläge für eine integrierte Entwicklung in der Umgebung Altstadt, DOC, Umfeld Kölner Straße und Bahnhof Lennep werden aufgegriffen (...), sobald sichergestellt ist, dass das DOC tatsächlich gebaut wird.“

Mit Crowdfunding 26.000 Euro für die Region

Pressemitteilung der Volksbank Remscheid-Solingen eG

Mehr als 26.000 Euro Spendengelder, 600 Menschen, die dazu beigetragen haben, und sieben erfolgreiche Projekte: Das ist die positive Bilanz der Volksbank Remscheid-Solingen nach einem Jahr „Crowdfunding“. Die Geschichten und Gesichter hinter den Zahlen: der Tuspo Radevormwald hat seinen Jugendraum renoviert, die Remscheider Heinrich-Neumann-Schule kann sich einen Schulbus anschaffen, die Solinger Fellfreunde haben Hütten für Heimtiere gekauft, der Trägerverein der Sternwarte Solingen sammelte erfolgreich für ein Sonnenteleskop.

Crowdfunding ist eine neue Art des Spendensammelns, das bei der Volksbank unter dem Motto „Viele schaffen mehr“ steht. Viele Einzelspender sorgen – auch mit kleinen Beiträgen von beispielsweise fünf Euro – dafür, dass ein großes Ziel erreicht wird. Dafür brauchen sie nur einen Internetzugang und eine E-Mail-Adresse. Denn das Werkzeug für die Spendenaktion ist die Internetseite www.vobarsg.viele-schaffen-mehr.de. Dort stellen die Vereine das Projekt vor, das sie realisieren möchten. Unterstützer können gleich via Online-Überweisung ihre Spende losschicken. Die Volksbank verwaltet die eingehenden Spendengelder treuhänderisch – und überweist sie nach Ablauf des Projektzeitraums von drei Monaten weiter: Wenn die gewünschte Summe erzielt wurde, an den Verein, wenn das Ziel nicht erreicht wurde, zurück an die Spender.

Aktuell steht die Remscheider Sportjugend kurz davor, ihr Ziel zu erreichen: Die jungen Ehrenamtler möchten ein Maskottchen-Kostüm, wie man es auch von den großen Fußballvereinen kennt, anschaffen und bei Veranstaltungen nutzen.

Vereine und gemeinnützige Initiativen aus dem Geschäftsgebiet der Volksbank Remscheid-Solingen, die sich für die Plattform interessieren und ein eigenes Projekt verwirklichen möchten, können sich über die Plattform oder telefonisch unter Tel. RS 699111beim Crowdfunding-Team der Bank informieren.

Samstag große Hasensuche in Lütterkusen

Am Samstag, 15. April, findet in der Lütterkuser Altstadt zum zweiten Mal die Osteraktion „LüttringHASEN“ statt. Viele Händler der Gertenbach- und Richthofenstraße nehmen daran teil. Veranstalter ist die Vereinigung Gertenbachstraße in Kooperation mit dem Heimatbund Lüttringhausen. Sie laden an diesem Tag alle Kinder mit ihren Familie zu einer großen Hasensuche ein. Von 10 bis 13 Uhr dürfen die Kinder dann Süßigkeiten und andere Kleinigkeiten rund um die teilnehmenden Geschäfte suchen. Die ansässigen Cafés und die anderen Geschäfte sind währenddessen normal geöffnet.

Unterstützt wird die Aktion von mehreren Schauspielern der Lüttringhauser Volksbühne, die das Lütterkuser Dorp in ihren klassischen Kostümen Wieder als wunderbare Kulisse nutzen wollen. Gleichzeitig werben sie um Publikum für die mundartlichen Aufführungen auf der Heimatbühne und für den Restaurant-Day, der ebenfalls eine Kooperation mit den Händlern der Gertenbachstraße darstellt. Im Anschluss an die Aufführung der Volksbühne am 17. Juni, verwandelt sich das Dorf in eine kulinarische Meile mit Kunst und Musik.

Passend zum gelebten Motto der Lütterkuser Geschäftsleute „Qualität statt Quantität“ wird wieder ein Großteil der versteckten Süßigkeiten aus dem fairen Handel stammen. Remscheid ist seit letztem Dezember offiziell Fairtrade-Stadt, und es ist kein Zufall, dass dieses Bestreben maßgeblich aus Lüttringhausen mitbefeuert wurde. Auf www.luettringhasen.de sind alle aktuellen Informationen und Unterstützer der Veranstaltung zu finden.

Marcus Hahn hat Pachtvertrag gekündigt

Das Wildgehege der Stiftung Tannenhof. Foto: Lothar Kaiser‚Altlasten‘: Pächter denkt an Kündigung“, titelte der Waterbölles am 4. April und stellte in einem Video Marcus und Kerstin Hahn vor, die im Dezember von der Stiftung Tannenhof das Damwild-Geheg unterhalb des Klinikgeländes gepachtet hatten. Doch diese Geschäftsbeziehung stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Und aus der Überlegung, den Vertrag „außerordentlich und fristlos“ zu kündigen, ist inzwischen Wirklichkeit geworden: Nach dem Gottesdienst am vergangenen Sonntag bekam Pfarrer Uwe Leicht, der Geistliche Vorsteher der Stiftung Tannenhof, das Kündigungsschreiben überreicht. Dass Leicht dies als „seltsames Geschäftsgebahren“ und „eigenartigen Umgang miteinander“ bezeichnet hat, bestätigt dem Waterbölles heute die Pressestelle der Stiftung.

Marcus und Kerstin Hahn hatten Anfang April gegenüber dem Waterbölles dem Verpächter mangelnde Unterstützung vorgeworfen, etwa bei der Entsorgung von „Altlasten“ aus dem Tiergehege (z. B. die hölzernen Überreste eines alten Stalls und teilweise schon überwachsene Reste von Dachpappe); auch müsse ein für die Tiere zu niedriger Zaun „aufgestockt“ werden. Dazu hatten die Pächter per E-Mail einen konkreten Vorschlag gemacht. Doch darauf sei die Stiftung nicht eingegangen. Auf den damaligen Bericht des Waterbölles reagierte die Stiftung mit einer Stellungnahme. Zitat: „Es ist sehr befremdlich, dass aus dem angepachteten Gehege für Damwild nun Forderungen an die Evangelische Stiftung Tannenhof abgeleitet werden.“ Dem Ehepaar Hahn werden darin „einseitige Unterstellungen“ vorgeworfen.

Dem Waterbölles liegt ein auf den 3. April datiertes Schreiben vor von Dietmar Volk, Kaufmännischer Direktor der Evangelischen Stiftung Tannenhof, an die Eheleute Kerstin und Marcus Hahn vor mit Bezug auf deren Mails vom 20. und 21. Februar „sowie Zeitungsartikel und Verbreitung von Nachrichten in Sozialen Netzwerken“. Darin betont Volk: „Vertragspartner ist der Unterzeichner; die Korrespondenz ist daher auch ausschließlich mit dem Vertragspartner zu führen. Darin eingeschlossen ist die Kommunikation über Medien, welche für uns unterstellend, anmaßend und dem vertraglichen Miteinander nicht dienlich ist.“ Ferner erinnert er die Pächter daran, „dass Sie keine Vollmacht zur Korrespondenz mit Behörden erhalten haben. (...) Sollten Sie den Pachtvertrag nicht fortführen wollen, bitten wir um Übersendung eines entsprechenden Kündigungsschreibens.“

Das hat er jetzt bekommen. Auf der von ihr angelegten Facebook-Seite zum Damwild-Gehege in Lüttringhausen schreibt Kerstin Hahn: „Marcus (...) hat nicht aus einer Laune heraus die Kündigung ausgesprochen. Denn im Vorfeld ist viel, von einer Seite, nicht passiert! (...) Die Tiere werden wir weiterhin im Auge behalten, denn die sollen auf jeden Fall nicht leiden müssen!“

Zu der von den Pächtern gewünschten Entsorgung der „Altlasten“ gehören auch zwei Plastiktonnen mit Warnschildern. Dazu schrieb Kerstin Hahn am  23. März an die Klinikverwaltung: „Wir haben uns gestern mal ein bisschen Zeit genommen und die Hütte, die zum Gehege gehört, ein wenig durchstöbert. In der Hütte ist eine Räumlichkeit, die wohl mal als Hundezwinger fertig gemacht worden ist. Dort stehen zwei Tonnen auf denen ist das Zeichen für Bio Hazard drauf ist! Mein Mann hat eine Tonne davon mal leicht geöffnet, und da ist dann irgendwas Fellartiges drin enthalten. Ich muss ganz ehrlich sagen, das werden wir nicht auf unsere Kosten entsorgen lassen! (...) Egal wo wir schauen, ich sehe nur noch Entsorgungskosten, wenn man alles entfernen möchte, was an Müll vorhanden ist.“

Und unter dem 1. April heißt es auf der Facebook-Seite: „Wir haben ... viel Herzblut und auch Geld in das Projekt gesteckt, ohne vorher wirklich zu wissen, was für Kosten tatsächlich auf uns zukommen würden. Mittlerweile hat sich die Situation für uns aber so zugespitzt, dass wir all das, was wir noch machen müssen, uns nicht mehr leisten können. (...) Da wir leider seitens der Besitzer trotz mehrfacher Bitte nicht unterstützt werden, weder finanziell noch ideell, haben wir uns schweren Herzens entschieden, das Projekt aufzugeben und den Vertrag außerordentlich zu kündigen."