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Wurde am Rathaus der neue Mörtel falsch angerührt?

Erst in etwa zehn Tagen wird das Gerüst am Rathaus seine endgültige Höhe von 55 Metern erreicht haben Weil in den Fugen der Mörtel rieselte, stellte der Rat der Stadt am 11. Dezember 2006 470.000 Euro bereit, um bis März 2008 die Außen- und Innenfassade des Remscheider Rathausturmes grundlegend zu sanieren. „Nicht mehr lange, und der Rathausturm ist total eingerüstet“, titelte der Waterbölles am 23. Juli 2007. Als das Stahlgerüst am Remscheider Rathausturm dann komplett installiert war, hatte es eine Höhe von 55 Metern und wog mit allen Rosten, Stangen und Treppen fast 90 Tonnen. Inzwischen sind leider erste neue Schäden - Foto: die Fassade rechts neben der Rathaustreppe - unübersehbar. Ein normaler „Alterungsprozess“ oder wurde hier der Mörtel falsch angerührt?    Wären Videoaufnahmen per Drohne von anderen Teilen des Rathausturmes empfehlenswert?

Bergisches Bewerberdating am Freitag in Wuppertal

Pressemitteilung der IHK

Mehr als tausend Ausbildungsplätze sind am Freitag, 17. März, in Wuppertal beim „Bergischen Bewerberdating“ in der Hauptgeschäftsstelle der Bergischen Industrie- und Handelskammer (IHK) am Heinrich-Kamp-Platz 2 in Wuppertal im Angebot. Fast 70 Unternehmen bieten  die freien Ausbildungsplätze dort an, darunter Lehrstellen für Verkäufer, Kaufleute für Büromanagement, IT-Berufe, Kfz-Mechatroniker, Metall- und Elektroberufe, Immobilienkaufleute, Restaurantfachleute und Altenpfleger. Bewerberinnen und Bewerber haben von 9:30 bis 14 Uhr die Möglichkeit, mit den Vertretern der Unternehmen zu sprechen und diese von sich zu überzeugen. Springt der Funke über, erhalten die Bewerberinnen und Bewerber eine Einladung für ein ausführliches Vorstellungsgespräch oder direkt die Möglichkeit, einen Probetag oder ein Praktikum zu machen. „Die Unternehmen profitieren vom Bewerberdating, da sie in kurzer Zeit viele potentielle Auszubildende kennenlernen. Für die Bewerberinnen und Bewerber besteht der Vorteil darin, dass sie die Chance haben, sich bei mehreren Unternehmen persönlich vorzustellen und ihre Bewerbung abzugeben“, so Carmen Bartl-Zorn, IHK-Geschäftsbereichsleiterin Aus- und Weiterbildung.

Das Bergische Bewerberdating findet bereits zum zehnten Mal bei der IHK statt. Vergangenes Jahr wurden fast 500 Erstgespräche und mehr als 100 anschließende ausführliche Vorstellungsgespräche geführt. Letztendlich konnten 31 Bewerberinnen und Bewerber in eine Ausbildung vermittelt werden. Die Bergische IHK organisiert die Veranstaltung gemeinsam mit der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal sowie den Jobcentern Wuppertal, Solingen und Remscheid.  Auch deren Berufsberater und Fachkräfte werden vor Ort für Auskünfte zur Verfügung stehen.

Glückliche Gewinner bei PS-Auslosung im Februar

Pressemitteilung der Stadtsparkasse Remscheid

Bei der Februar-Auslosung konnte sich ein Gewinner aus Remscheid über den Höchstgewinn in Höhe von 250.000 Euro freuen, ein weiterer über 50.000 Euro. „Mit dem PS-Los können die Remscheiderinnen und Remscheider nicht nur sparen und gewinnen, sondern auch Gutes für ihre Stadt tun. Denn pro Los werden 25 Cent an gemeinnützige Vereine und Institutionen im Geschäftsgebiet der Stadtsparkasse Remscheid gespendet. Im vergangenen Jahr waren dies rund 200.000 Euro, die Remscheider Schulen, Vereinen und sozialen Einrichtungen zu Gute gekommen sind“, erklärt Unternehmenssprecher Markus Kollodzey. Für fünf Euro pro Los können die Remscheiderinnen und Remscheider in allen Geschäftsstellen der Stadtsparkasse Remscheid PS-Lose kaufen. Davon spart der Teilnehmer vier Euro, ein Euro ist der Los-Einsatz. Jeder Los-Besitzer hat die Chance, monatlich einen Höchstgewinn von 250.000 Euro zu erzielen. Per Dauerauftrag hat jeder Losbesitzer monatlich die Chance auf einen Gewinn.

Verwaltungsgericht kippt verkaufsoffenen Sonntag

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat gestern die Verordnung der Stadt Remscheid vom 15. Februar über das Offenhalten von Verkaufsstellen am 2. April in Remscheid-Lennep gekippt. Damit darf der in Zusammenhang mit der Veranstaltung „Lennep blüht auf“ geplante verkaufsoffene Sonntag am 2. April  nicht stattfinden. Das teilte soeben die Pressestelle der Stadt Remscheid mit. Ursprünglich hatte der Rat der Stadt Remscheid in seiner Sitzung am 9. Februar per Verordnung die Öffnung von Verkaufsstellen von 13 bis 18 Uhr innerhalb des Stadtbezirks Lennep im Altstadtkern zwischen Thüringsberg, Poststraße, Wupperstraße, Wallstraße, Hardtstraße beschlossen. Mit diesem Beschluss war er der Entscheidung der Bezirksvertretung Lennep vom Vortag gefolgt.

„In seiner Urteilsbegründung führte das Verwaltungsgericht aus, dass es sich ausweislich der plakatierten Werbung für diese Veranstaltung von der Darstellung und Reihenfolge zunächst um einen verkaufsoffenen Sonntag von 13 bis 18 Uhr handele. Die Ladenöffnung sei also nicht Ergänzung zu dem Frühlingsfest, das hätte im Vordergrund stehen müssen“, teilt die Stadt mit. „Mit Blick auf die Angaben der Veranstalterin Lennep Offensiv zu Art, Umfang und Ausgestaltung von „Lennep blüht auf“ bezweifelte das Verwaltungsgericht außerdem, dass das Frühlingsfest überhaupt geeignet sei, eine erhebliche Besucherzahl in die Altstadt zu locken.“ Das Gericht habe abschließend klargestellt, dass sein Urteil nicht einer Untersagung von „Lennep blüht auf“ gleich käme. Für eine Ladenöffnung bliebe aber eine verlässliche Prognose der erwarteten Besucherströme insbesondere in Bezug auf den konkreten Anlass im Vergleich zu der Zahl von Kaufinteressenten unumgänglich. Die Stadtverwaltung zieht aus der Gerichtsentscheidung das Fazit, das es im kommenden Jahr gelte, „den vom Verwaltungsgericht Düsseldorf eingeforderten Nachweis für die Sicherung eines verkaufsoffenen Sonntags in Zusammenhang mit „Lennep blüht auf“ zu führen“. Mit „validen Daten“ müsse dann nachgewiesen werden, „dass die Attraktivität von ‚Lennep blüht auf‘ hauptsächlicher Grund für den Aufenthalt von Besuchern ist und nicht die begleitende Ladenöffnung“

„Reallohnverlust in der Stahlindustrie verhindern!"

Pressemitteilung der IG METALL, Geschäftsstelle Remscheid-Solingen

Das Angebot der Arbeitgeberseite am 6. März in der 2. Verhandlungsrunde ließ keine Zweifel offen: Die IG Metall Mitglieder in der Eisen- und Stahlindustrie müssen für ihre Forderung von 4,5% mehr Geld kämpfen.  Heute fand deshalb in Remscheid der erste Warnstreik bei der SONA BLW Präzisionsschmiede GmbH statt. Ab 9.30 Uhr fanden sich 250 IG Metall Mitglieder des Stahlbetriebs zusammen, um der Forderung Nachdruck zu verleihen.  „Wir sind in Anbetracht der Situation in der Stahlindustrie mit einer Forderung mit Augenmaß in die Verhandlung eingestiegen.“ berichtet Norbert Römmelt (Betriebsratsvorsitzender bei SONA, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Remscheid-Solingen und Mitglied in der Tarifkommission der Eisen- und Stahlindustrie).  „Dass die Arbeitgeber nun mit solch einem unakzeptablen und nicht verhandelbarem Angebot um die Ecke kommen, ist eine reine Provokation.“

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Stadtumbau West mit Kostenrahmen von zehn Millionen

In das Stadtumbaugebiet I - Stachelhausen, Blumental, Honsberg und Kremenholl –, vom Rat der Stadt als Stadtumbaugebiete gemäß 171 b BauGB förmlich festgelegt, sollten insgesamt 20 Millionen Euro o fließen  (bei einer Förderquote 70 Prozent aus Städtebauförderungsmitteln und einem städtischen Eigenanteil von 30 Prozent).  Für diese Gesamtkosten war der Grundförderantrag der Stadt aus dem Jahre 2007 gestellt worden. Der erste Zuwendungsbescheid in 2008 galt den notwendigen vorbereitenden Untersuchungen und der Konzeptentwicklung wie z. B. Freiraumkonzept, Planungswettbewerbe und Grundstückserwerb. In 2009 führte die prekäre Finanzlage der Stadt Remscheid dazu, dass die Kommunalaufsicht der Stadt eine Förderung der beantragten Maßnahmen für das Jahr 2009 verweigerte und „bis auf weiteres“ auch konsumtiven Maßnahmen (z. B. Hof- und Fassadenprogramm, Stadtumbaubüro etc.) untersagte. Intensive Gespräche zwischen Stadtverwaltung und Kommunalaufsicht/dem Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr (MBWSV) hatten zum Ergebnis „eine Priorisierung aller im Grundförderantrag aufgeführten Maßnahmen und deren Reduzierung auf die vordringlichsten und realistisch kurzfristig umsetzbaren Maßnahmen mit einer gesicherten Finanzierung“. So nachzulesen in einer Vorlage der Verwaltung zur Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr legte die Verwaltung am vergangenen Donnerstag.

Gleichzeitig wurde damals der ursprüngliche Kostenrahmen auf rd. zehn Millionen Euro o reduziert bei einer Förderquote von 80 Prozent und einem Eigenanteil von 20 Prozent, von dem auf jeden Fall zehn Prozent durch die Kommune zu tragen waren. „Dies hatte zur Folge, dass nur noch für die Stadtteile mit dem vordringlichsten Handlungsbedarf, Stachelhausen und Honsberg, Maßnahmen planbar waren, für die eine Förderung in Aussicht gestellt werden konnte“ so die Verwaltung. In in den Jahren 2010 bis 2016 seien letztendlich folgende Projekte gefördert und umgesetzt bzw. angeschoben worden:

  • Gemeinschaftshaus Honsberg "Der Neue Lindenhof" (Einweihung Mai 2014) - vorbereitend: Durchführung städtebauliche offene Planungswerkstatt.        Gesamtkosten: rd. 6 Mio. EURO.
  •  Bestandsaufnahme, Analyse  und Erarbeitung umsetzungsorientierter Maßnahmen  des im Stadtentwicklungskonzepts (StEK) enthaltenen Freiraumkonzepts (u. a. generationsgerechtes Wegesystem zur Verbindung der Stadtteile untereinander und mit der angrenzenden Landschaft / Schaffung neuer Aufenthaltsorte und Treffpunkte).        Gesamtkosten: rd. 14.500 EURO.
  • Grundstücksankauf, Abbruch Gebäuderuine "ehem. Möbelhaus vom Stein" an der Honsberger Straße und Umgestaltung zu einer öffentlichen Grünfläche (Einweihung Richard-Heinrich-Platz im September 2014).   Gesamtkosten: rd. 700.000 EURO.
  •  Um- und Neugestaltung der Freiheitstraße – Durchführung städtebauliche, offene Planungswerkstatt und Verkehrsuntersuchung. Gesamtkosten: rd. 50.000 EURO.
  • Umstrukturierung und Weiterentwicklung der im Quartier Honsberg befindlichen Wohnungsbestände der GEWAG – Abrisskonzept – 1. Bauabschnitt  - Abbruch Siemensstraße / Halskestraße - Umgestaltung der Grundstücksflächen zur öffentlichen Grünfläche (Errichtung Stadtteilplatz in 2015); 2. Bauabschnitt – weiterer Abbruch Halskestraße und Nachnutzung einfache Begrünung.     Gesamtkosten:  rd. 500.000 EURO.
  • Honsberger Straße 4 (ehem. Stadtarchiv) – Abbruch und Nachnutzung öffentliche Grünfläche (Quartiersplatz) - vorbereitend:  Altlastenuntersuchungen und Erarbeitung Öffentlichkeits-Beteiligungskonzept  durch externes Büro (erste Befragungen mittels Fragebogen, analog und über Facebook über Kraftstation, Jugendrat, Der Neue Lindenhof etc.).          Gesamtkosten:  rd. 20.000 EURO.
  • Einrichtung Stadtumbaubüro / Stadtumbaumanagement im Neuen Lindenhof (2016).      Gesamtkosten: rd. 240.000 EURO.
  • Auflegung Hof- und Fassadenprogramm für Honsberg und Stachelhausen (Start mit Bekanntmachung Richtlinien Januar 2016, Beratung u. Antragsannahme durch Stadtumbaumanagement). Gesamtkosten: rd. 300.000 EURO.
  • Umsetzung von Teilmaßnahmen des Freiraumkonzeptes aus 2010,  - Aussichtspunkt/Sitzplatz Halskestraße (unmittelbar neben Stadtteilplatz), - Aussichtspunkt/Sitzplatz unterhalb Lindenhofstraße (Kremenholler Bachtal), - Aussichtspunkt/Sitzplatz Lobachstraße
  • - Wegeverbindung unterhalb KiTa Honsberg (in Erstellung), - Aufwertung, Verbesserung Wegeverbindung Kremenholl – Honsberg (in Erstellung).          Gesamtkosten:  rd. 260.500 EURO.
  • Anlegen des öffentlichen Vorplatzes und öffentlichen Innenhofs (Außenanlagen/Freianlagen)  DITIB-Zentralmoschee Stachelhauser-/ Weststraße.      Gesamtkosten: rd. 418.000 EURO.

Zur Aufnahme ins Städtebauförderungsprogramm 2017 wurden folgende Maßnahmen angemeldet:

  1. Durchführung Beteiligungsprozess zur Maßnahme "Quartiersplatz an der Kraftstation" (Moderation, Begleitung und Durchführung durch Stadtumbaumanagement). Gesamtkosten: rd. 25.000 EURO.
  2. Durchführung spezifischer, vertiefender Untersuchungen zur weiteren Qualifizierung des Stadtumbauprozesses (Anknüpfung an das StEK, Modifizierung Entwicklungsperspektiven vor dem Hintergrund der bisher gewonnen Erkenntnisse aus dem Stadtumbaumanagement). Gesamtkosten: rd. 27.000 EURO.
  3. Einrichtung eines Verfügungsfonds / Stadtteilfonds (Laufzeit zunächst 5 Jahre), (Budget  für bürgerschaftliche Projekte, die die Zielsetzung der StEK - Aufwertung der Stadtteile – unterstützen). Die entsprechenden kommunalen Richtlinien sind im Entwurf erarbeitet und werden nach Vorliegen des Bewilligungsbescheids veröffentlicht. Begleitung des Verfügungsfonds durch das Stadtumbaumanagement (z. B. Antragsverfahren). Gesamtkosten: rd. 126.000 EURO.
  4. Budget Stadtumbaumanagement für Image- und Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen der allgemeinen Stadtteilarbeit (Imagekampagne, Aktivierungsveranstaltungen, Workshops, etc.). Gesamtkosten: rd. 49.500 EURO.

Bei Gesamtkosten der Einzelmaßnahmen und Maßnahmen der Vorbereitung von rd. 9.320.500 EURO wird folglich  der festgelegte Gesamtkostenrahmen von zehn Millionen  EURO  eingehalten.

„Catering und Eingemachtes“ freut sich auf Kunden

von Elke Kremer

In der Produktionsschule „Catering und Eingemachtes“ der Arbeit Remscheid gGmbH, Freiheitstraße 181/ Am Bruch, lassen seit einem halben Jahr zwölf junge Leute „nichts anbrennen“ und liefern auf Bestellung jedermann frisch zubereitete Speisen. Es sind schulmüde und sogenannte „ausgeförderter“ Jugendliche, die durch das sinnstiftende und praktische Arbeiten in diesem jungen Cateringservice wieder auf „den Geschmack“ kommen sollen zu lernen. Alle Teilnehmer der Produktionsschule haben „was auf der Pfanne“, sagt Produktionsschulkoch Jan de Buhr. Mit viel Freude leitet er die Jugendlichen in der Küche an und zeigt ihnen Rezepte für leckere Gerichte. Denn in der Produktionsküche wird nicht einfach nur selbstgemachtes Kräuterbrot mit Käse überbacken. Zuvor hat die Produktionsschule den Thomashof in Burscheid besucht und den dortigen Milchbauern und den Fachkräften in der Molkerei/Käserei über die Schulter geschaut. Auch Obstsäfte werden die Produktionsschüler künftig mit anderen Augen sehen, nachdem sie auf Hof Kotthausen in Wuppertal unter Anleitung 40 Flaschen Apfelsaft gekeltert haben. Das Thema hier: „Vom Baum in die Flasche“.

Ein Prinzip des aus Dänemark stammenden Konzeptes ist es, die Jugendlichen an allen Prozessen des kleinen Unternehmens zu beteiligen. Daher werden sie z.B. auch praxisnah vor Mathematikaufgaben gestellt, so etwa bei der Kalkulation von Preisen oder der Umrechnung von Rezepten auf die gewünschte Personenzahl. Die Nähe zum Kunden und seine direkte Rückmeldung (als pädagogischer Dritter) erhöht dabei das Qualitätsdenken an die eigene Arbeit. Und die Kundenerwartungen befördern die festen Arbeitszeiten, so schwer das dem einzelnen auch manchmal fallen mag. Denn eine feste Tagesstruktur muss von den Teilnehmern oft neu eingeübt werden. „Durch eine verlässliche Struktur und Regeln im Alltag können Einbrüche im privaten Bereich leichter überwunden werden. Denn bei der Rückkehr in die Produktionsschulküche finden die Teilnehmer bekannte Abläufe und stabile Bezugspartner vor“, erklärt die sozialpädagogische Fachkraft Elke Kremer. Durch sie und über eigenes Erleben nehmen die Teilnehmer sich selbst in ihren neuen, bisher ungewohnten Arbeitsumfeld anders wahr und sind oft überrascht über ihre eigenen Stärken..

Zurzeit wird ein Sortiment „Eingemachtes“ entwickelt. Konkret: Die Jugendlichen erproben sich in der Produktion von Senf, Gelees, Marmeladen, Chutneys, Grillsaucen, Essige und Öle mit verschiedenen exotischen Geschmacksrichtungen. Dabei entsteht dann auch schon mal „Schokoladensenf“, der b ereits eine kleine Fangruppe gefunden hat.

Getragen wird die Remscheider Produktionsschule von Arbeit Remscheid gGmbH mit finanzieller Unterstützung des Landes NRW, des Europäischen Sozialfonds und des Jobcenters Remscheid. Nach den ersten Monaten des Übens und Experimentierens steht das Produktionsschulteam bereit zur Zubereitung von gewünschten Speisen, dem Anliefern des Caterings sowie der Bereitstellung von Tischdekoration, Geschirr, Besteck und Bedienungsservice.  Es freut sich auf Aufträge und über das Vertrauen des wachsenden Kundenkreises. (Für Beratung und Buchungen: Jan de Buhr und Elke Kremer, Tel. RS 9514772.)“

Neue Datenbank für Lkw-Navigationssystem

Mittlerweile ist es fast zwei Jahre her, da stellte hat ein Vertreter des Verkehrsverbundes Rhein Sieg GmbH das Projekt „Effiziente und städteverträgliche LKW-Navigation in der Region Rheinland“ vor. Im April vergangenen Jahres griff die SPD-Fraktion das Thema auf, nachdem sich mehrere Lastzüge im Stadtgebiet wegen fehlender oder falscher Navigationsangaben festgefahren hatten, und forderte eine Datenerfassung zur Erstellung einer Datenbank für ein Lkw-Navigationssystem („Schilderkataster“). Weil die von der Verwaltung zugesagten Zwischenberichte ausgeblieben waren, fragte die SPD am Donnerstag in der Sitzung des Ausschusses Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr nach dem aktuellen Sachstand. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz berichtete, im Mai 2016 sei die Stadt Remscheid  dem Projekt „Effiziente und stadtverträgliche LKW-Navigation Region Rheinland“ beigetreten (Kooperationsvereinbarung). Es sei eine Arbeitsgemeinschaft gebildet worden, der auch ein Vertreter der Straßenverkehrsbehörde Remscheid angehöre. Diese AG habe erst kürzlich (22. Februar) in Köln getagt. Es sei vorgesehen, die relevanten Daten durch eine Befahrung des Stadtgebietes mit Spezialkameras zu erheben, die 360-Grad-Bilder machen könnten.

Das sei zwar noch nicht geschehen. „Die Kosten dafür sind aber im Haushalt eingeplant“, sagte der OB. „Die Stadtwerke Remscheid planen zurzeit ebenfalls eine Datenerhebung für ihre Zwecke und sind an einer Kooperation mit der Stadt Remscheid interessiert, um die Ergebnisse gemeinsam nutzen zu können und die Kosten aufzuteilen.“ Diese Zusammenarbeit sei sinnvoll, müsse aber noch abgestimmt werden. Sobald die Befahrung des Stadtgebietes in Auftrag gegeben worden sei, können die Rohdaten für ein Schilderkataster drei bis vier Monate später vorliegen,. Diese müssten dann durch Mitarbeiter der Straßenverkehrsabteilung nachbearbeitet werden, „ein Aufwand, der konkret noch nicht abzuschätzen ist“, so Mast-Weisz. Da ist Geduld gefragt.

Nach der Familienphase zurück in den Beruf

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Am Dienstag, 14. März, gibt es in der Agentur für Arbeit Tipps zum erfolgreichen Wiedereinstieg in den Beruf nach der Familienzeit. Die dreistündige Informationsveranstaltung beginnt um 9 Uhr im Berufsinformationszentrum (BiZ), Hünefeldstr. 10 a, in Wuppertal. Die Teilnahme ist kostenlos und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Selten waren die Chancen, nach einer Familienzeit wieder ins Berufsleben einzusteigen, so günstig wie derzeit. Unternehmen suchen verstärkt nach Fachkräften und motiviertem Personal. Dies finden sie immer häufiger unter den Frauen und Männern, die ihre Arbeit für die Betreuung von Angehörigen eine Zeitlang unterbrochen hatten und nun zurück in den Beruf wollen. Seit vielen Jahren arbeite ich mit Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteigern und kenne die Stolpersteine, die dabei manchmal im Weg sind.“ erklärt Angela Grote-Beverborg, die die Veranstaltung regelmäßig im BiZ anbietet. „Hier möchte ich informieren und motivieren. Denn häufig ist nicht bekannt, wie die Agentur für Arbeit den Wiedereinstiegsprozess begleiten kann. Das geht von individueller Beratung und Vermittlung von Stellen über die Finanzierung von Fortbildungen bis hin zu Umschulungen in neue Arbeitsbereiche. Wir bieten zudem eine hervorragende E-Learning- Plattform für unsere Kundinnen und Kunden, auf der sie sich von kaufmännischen und EDV-Anwendungen über Bewerbungstraining bis hin zu intensiven Sprachkursen bei eigener Zeiteinteilung und mit Erfolgszertifikat kostenlos weiterbilden können.“ (Petra Sommer-Trakalas)

Alleestraße: Hier neue Etagen, dort ein 2. Center?

Der Remscheider Immobilien-Unternehmer Leo Schönhals hat viel vor, sagt er. Eine Art zweites Allee-Center wolle er an der unteren Alleestraße nach Umbau bzw. Abriss der dortigen Miets-/(Geschäftshäuser errichten, war im RGA zu lesen. Ein Plan, den die Redaktion eher zurückhaltend kommentierte.

Und auch die frühere Woolworth-Filiale Alleestraße 51-55 gegenüber von „Foto Kaiser“ wolle er umgestalten, berichtete Schönhals. Das war im vorigen Jahr. Geschehen ist bis dato noch nichts.

Im Remscheider Rathaus weiß man um Schönhals Ankündigung, das Gebäude aufzustocken und so neue Mietwohnungen zu schaffen. Doch einen Bauantrag gibt es bis heute nicht. Das war gestern in der Sitzung des Bauausschusses ein Thema. Was denn nun dran sei an der Ankündigung, wollte man wissen. Ausschussvorsitzender Otto Mähler wusste mehr. In diesem Monat werde Schönhals seine Plane im Rathaus vorlegen, habe ihm der Investor gesagt. Dann hat Leo Schönhals ja noch 23 Tage Zeit.