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Der weltweit erste Lichtbogenofen stand bei Lindenberg

Die älteste fabrikmäßige Elektrostahlanlage der Welt stand in Remscheid.

Ein Lastwagen des Hastener Stahlhandels Lindenberg - einst der ganze Sztolz von Fahrer Johann Laubmeier.Das Internet-Lexikon Wikipedia hat dem Hastener Unternehmer Richard Lindenberg (* 12. November 1869, † 22. Juli 1925) eine ganze Seite gewidmet: Richard Lindenberg hatte 1890 zusammen mit seinem Bruder Julius (1861–1929) das elterliche Unternehmen von Julius Lindenberg sen. übernommen, das nach einem Brand seit 1864 am Hammesberg in Hasten ansässig war. Dort wurde Stahl gegossen und mit Dampfkesseln ein Hammerwerk und eine Schleiferei betrieben. Nach einer Glocke im Firmenzeichen wurde das Unternehmen auch Glockenstahlwerk genannt.

Die Stahlwerke Lindenberg, auch Glockenstahlwerke genannt, gingen aus dieser Fabrikanlage hervor.Die Stahlwerke Lindenberg, auch Glockenstahlwerke genannt, an der Hammesberger Straße in Hasten.1904 erwarb Lindenberg das Patent von Paul Héroult, legte seine Tiegelgußstahlanlage still und stellte ab Februar 1906 als erstes Unternehmen weltweit Elektrostahl in industriellem Maßstab in dem nach dem französischen Verfahren arbeitenden Lichtbogenofen her. Dieser ermöglichte die Produktion wesentlich hochwertigerer und chemisch beständigerer Stahlsorten als der bis dahin übliche Tiegelguß. Die große Nachfrage machte umfangreiche Erweiterungen notwendig, so dass das Unternehmen im Folgejahr zur Stahlwerk Richard Lindenberg AG umgewandelt wurde. Im Ersten Weltkrieg wurden etwa 1.500 Mitarbeiter beschäftigt. Nach zwei gescheiterten Ansätzen zur Verbesserung der Materialversorgung (Barmer Bergbahn, Ronsdorf-Müngstener Eisenbahn über das Morsbachtal, Remscheider Straßenbahn zum Bahnhof Hasten) konnte das Unternehmen während des Ersten Weltkriegs im November 1917 eine eigene Schmalspurbahn zum Bahnhof Remscheid-Hasten in Betrieb nehmen. Richard Lindenberg, ein begeisterter Flieger, starb am 22. Juli 1925 bei einem Flugzeugabsturz in der Schweiz. Sein Unternehmen wurde 1927 mit den Deutschen Edelstahlwerken AG fusioniert und 1929 aus wirtschaftlichen Gründen aufgelöst. Seit 1928 erinnert in Hasten ein Denkmal an Richard Lindenberg, das sich heute auf dem ehemaligen Werksgelände befindet. Das Foto zeigt einen der damals hochmodernen Lieferwagen von „Lindenberg-Stahl“; rechts halb dahinter der Fahrer Johann Laubmeier, Landwirtssohn aus der Nähe von Waldmünchen, der Großvater von Waterbölles-Herausgeber Lothar Kaiser. Er fuhr seinen Chef gelegentlich auch in einer von vier Pferden gezogenen Kutsche durch den Ort. (Foto rechts aus: „Remscheid so wie es war 2“, von Dr. Gerd Courts, erschienen im Droste Verlag, Düsseldorf, im Jahre 1978.)

Jetzt noch Lehrstelle für 2017 sichern

Pressemitteilung der IHK

Wer für dieses Jahr noch eine Ausbildungsstelle sucht, sollte am 12. Juni in die Gelbe Villa in Remscheid (Eberhardstraße 29) kommen. Von 14 bis 17 Uhr bieten dort Unternehmen noch mehr als 50 freie Ausbildungsplätze an. Bewerberinnen und Bewerber haben an diesem Nachmittag die Chance, die Unternehmensvertreter kennenzulernen und diese von sich zu überzeugen. Springt der Funke über, gibt es eine Einladung zu einem ausführlichen Vorstellungsgespräch oder direkt die Möglichkeit, einen Probetrag oder ein Praktikum zu machen. Der 12. Juni ist der bundesweite Tag der Ausbildungschance. Die Bergische Industrie- und Handelskammer (IHK) organisiert deshalb gemeinsam mit den Kreishandwerkerschaften Solingen-Wuppertal und Remscheid sowie der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal diesen Aktionstag zur Vermittlung freier Ausbildungsstellen. Berater aller Veranstalter werden dort ebenfalls für Informationen zur Verfügung stehen. Die teilnehmenden Firmen werden auf der Internetseite der IHK (www.wuppertal.ihk24.de) veröffentlicht. Bewerberinnen und Bewerber, die noch auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle sind, können ohne Termin einfach mit ihren vorbereiteten Bewerbungsmappen in die Gelbe Villa in Remscheid kommen.

Mannesmann-Geschichte begann mit einer Flucht

"Die erste Fabrik (Anm.: für Sensen) schuf Reinhard Mannesmann sen. (beide Foto links) zusammen mit seinem Bruder Arnold /Foto links, danebenseine Ehefrau Dorothea), indem er (etwa 1840) Feilenschmiede, Ausglüher, Härter und Packer in einer Feilenfabrik vereinigte. Schleifer und Hauer leisteten zunächst noch Heimarbeit, wurden aber bald auch in den Betrieb eingegliedert (1850—52). „Die Fabrik von Mannesmann ... ist für Remscheid das, was Henckels für Solingen ist — der Pionier einer neuen Betriebsform," schrieb die Firma damals selbst." Zitat aus "der Geschichte der Remscheider und Bergischen Werkzeug- und Eisenindustrie“ von Wilhelm Engels und Paul Legers, erschienen 1928 zum 25jährigen Bestehen des Arbeitgeber-Verbandes der Eisen- und Metallindustrie von Remscheid und Umgebung e. V.

Reinhard Mannesmann sen. (1814-1894) war der Vater der großen Erfinder Reinhard und Max Mannesmann. Deren Großvater war Johann Arnold Mannesmann (1773 bis 1827. Die Geschichte der Familie in Remscheid beginnt aber eine Generation früher mit Urgroßvater Johann Heinrich. Und mit ihm beginnt das Buch "Dokumente aus dem Leben der Erfinder" (Max und Reinhard Mannesmann), in dem der Bergische Geschichtsverein, Abt. Remscheid, angereichert durch zahlreiche Fotos, im Jahre 1964 ein Manuskript von Ruthilt Brandt-Mannesmann veröffentlichte, einer Tochter von Reinhard Mannesmann. Daraus zitiert der Waterbölles nachfolgend mit freundlicher Genehmigung des Geschichtsvereins.

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Johann Henrich Mannesmann stammte aus Westfalen. Er wurde als vierter Sohn des Besitzers auf dem Möhnegut bei Meinerzhagen geboren. Dieser Hof war seit 1662 im Besitze der Familie Mannesmann. Es war üblich, dass der Älteste den Hof erbte und die Nachgeborenen ein Handwerk lernten. Johann Henrich wurde Schmied. Mit seiner Körpergröße von ca. 1,90 Metern war er als Untertan des Königs von Preußen ständig gefährdet. Friedrich der Große schickte seine Soldatenwerber bis auf die entlegensten Höfe, da er große, gutgewachsene Männer für seine Armee suchte. 1768 waren die Häscher wieder einmal unterwegs und entdeckten auf dem Möhnegut Johann Henrich. Es gelang ihm noch, sich in der Sakristei der Kirche von Meinerzhagen zu verstecken. Heimlich wurde er mit Lebensmitteln versorgt, bis die Suche nach drei Tagen aufgegeben wurde. Aber der preußische Boden war ihm zu heiß geworden, deshalb floh er nach Remscheid, das zum Herzogtum Berg gehörte und damals noch nicht preußisch war.Johann Henrich fand Arbeit auf einem Wasserhammer in der Lobach. Hier und an den Seitenbächen der Wupper wurde der Stahl geschmiedet, aus dem in kleinen Hausbetrieben auf weitverstreuten Höfen die Feilen gehauen wurden. Johann Henrich heiratete eine Tochter seines Hammerherrn Johannes Böker. Am „Kopulationstage" (Hochzeitstag) 1773 wurde ihr erstes Kind, Johann Arnold, ge­tauft. Wie viele Schmiede, so zog auch Johann Heinrich auf die Höhe gegenüber der Stadt, erwarb dort geringen Grundbesitz und betrieb seine eigene Schmiede. Er gab den Feilen, die ihm von den Hauern der umliegenden Höfe gebracht wurden, die letzte Schärfe und verkaufte sie in seinem eigenen Namen.

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Vorstand der Kreishandwerkerschaft genießt Vertrauen

Pressemitteilung der Kreishandwerkerschaft Remscheid

„Welch ein Vertrauensbeweis“, so Fred Schulz, der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Remscheid, nachdem die Obermeister/innen der Kreishandwerkerschaft Remscheid Kreishandwerksmeister Armin Hoppmann (Elektroinstallateurmeister), seinen Stellvertreter Hans-Jürgen Althaus (Obermeister der Innung für Sanitär- und Heizungstechnik) sowie den übrigen Vorstandsamigliedern einstimmig das Vertrauen für die nächsten drei Jahre ausgesprochen hatten. Lutz Kotthaus wurde ebenfalls einstimmig im Amt der Kreislehrlingswartes bestätigt. Neu im Vorstand ist Wilhelm Mertens, Obermeister der Dachdecker-Innung Remscheid, als Nachfolger von Stephan Kremer. Die weiteren Vorstandsbeisitzer sind Oliver Knedlich (Obermeister der Innung des Gebäudereiniger-Handwerks Remscheid/Solingen), Wolfgang Opitz (Obermeister der Fachinnung für Metall- und Graviertechnik) und Detlef Weißenfeld (Obermeister der Maler- und Lackierer-Innung Remscheid).

Deutscher Gründerpreis für pfiffige Schüler-Ideen

Pressemitteilung der Stadtsparkasse Remscheid

Ob ein Stift, der Fehler korrigiert, ein Sicherheitsarmband für Notsituationen oder Apps, die das Leben erleichtern - eine eigene Unternehmensidee entwickeln und sie konsequent verfolgen, das ist der Kern des Deutschen Gründerpreises für Schüler, der auch in diesem Jahr wieder mit Unterstützung der Stadtsparkasse Remscheid stattfand. Die Partner stern, Sparkassen, ZDF und Porsche fördern das Projekt, in dem Schüler von allgemein bildenden und beruflichen Schulen ein fiktives Unternehmen gründen und sich so nachhaltig für den Einstieg in das Berufsleben qualifizieren.

Das beste Gesamtkonzept hatte das Team JMS-Technologie GmbH rund um Marcel Stach, Marvin Jesinghaus und Jonas Muster (Schule: Sophie-Scholl-Gesamtschule) mit der Idee eines stylischen Sicherheitsarmbands mit GPS-Funktion für Notsituationen. „Das ist erst die zweite Teilnahme der Sophie-Scholl-Gesamtschule und das Team kommt auf Platz 1! Eine ganz tolle Leistung!““, freut sich Markus Kollodzey, Unternehmenssprecher der Stadtsparkasse Remscheid Als Siegprämie überreichte er dem Team 500 Euro. Besonders freuten sich die drei Schüler, dass sie zu den zehn besten Teams im Rheinland gehören. Ihre genauen Platzierungen erfahren sie in den kommenden Tagen in Düsseldorf.  Die Zweitplatzierten - das Team Kevin Schumacher, Laura Dell’Elba, Vivien Kehl, Jasmin Kramer und Jasmin Keller (Schule: Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung) - überzeugten mit dem Konzept und der Idee Gym Buddies und freuten sich über 250 Euro. Den dritten Platz belegte das Team Elisabeth Zahn, Felix Blum, Steven Mathauschek, Jonas Switala, Torben Eschweiler und Jan Gonschior (Schule: Röntgen-Gymnasium) mit seiner Idee CleanScreen. Dafür gab es 100 Euro von der Stadtsparkasse

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Beschäftigte qualifizieren, Fachkräfte gewinnen

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Qualifizierung gewinnt immer mehr an Bedeutung, auch bei bereits beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Der demographische Wandel und die sich verändernden Anforderungen fordern Unternehmen wie Beschäftigte heraus, neue Wege bei Fort- und Weiterbildung zu gehen. Bereits seit Jahren neue Wege geht die Firma KNIPEX-Werk C. Gustav Putsch KG in Cronenberg. Sie hat die Fördermöglichkeiten der Agentur für Arbeit genutzt, um in drei Wellen insgesamt 38 ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu qualifizieren. Alle Maßnahmeteilnehmer/innen haben einen einjährigen Vorbereitungslehrgang auf die Externenprüfung zur / zum Maschinen- und Anlagenführer/in erfolgreich abgeschlossen.

Kai Wiedemann, Personalleiter der Firma KNIPEX-Werk C. Gustav Putsch KG investiert in die Fortbildung seiner Beschäftigten, um sich die benötigten Fachkräfte langfristig zu sichern: „Durch den zunehmenden technischen Fortschritt sowie zur langfristigen Sicherung unseres Produktionsstandortes ist es für uns sehr wichtig, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die zukünftigen Anforderungen durch entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen vorzubereiten." Er freut sich, dass „von den 38 Absolventinnen und Absolventen – davon waren übrigens 16 weiblich - 21 mit „sehr gut“ und 14 mit „gut“ abgeschlossen haben. Auch in diesem Jahr - am 24. April -  konnten erneut 11 Beschäftigte mit der Qualifizierungsmaßnahme beginnen.

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Mehr offene Ausbildungsstellen als Bewerber

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

„Auch im Mai stehen den Jugendlichen noch viele Wege offen. Noch sind fast 1.400 Ausbildungsstellen bei der Agentur für Arbeit gemeldet – aus den verschiedensten Bereichen. Demgegenüber stehen knapp 1.800 junge Menschen, die noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind. Wir haben gute Bewerberinnen und Bewerber, die noch für dieses Jahr eine Ausbildungsstelle suchen, daher freuen wir uns über Unternehmen, die sich auch jetzt noch entscheiden, auszubilden oder eine zusätzliche Ausbildungsstelle anzubieten. Denn die Nachfrage nach Ausbildungsstellen übersteigt im Städtedreieck insgesamt weiterhin das Angebot.“, so Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal.

Der Ausbildungsmarkt in Remscheid

Bis Mai meldeten Wirtschaft und Verwaltung der Agentur für Arbeit Remscheid 554 Ausbildungsstellen für Remscheid. Dies sind 21 Stellen oder 3,9 Prozent mehr als im letzten Jahr. Von diesen Stellen sind aktuell noch 287 Ausbildungsstellen frei und damit 79 Stellen mehr als im letzten Jahr. Die meisten offenen Ausbildungsstellen gibt es aktuell als Zerspanungsmechaniker/in, Verkäufer/in, Maler/Lackierer - Gestaltung/Instandhaltung, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, KFZ-Mechatroniker - PKW-Technik, Bankkaufmann/-frau, Industriekaufmann/-frau, Fachkraft – Lagerlogistik, Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r oder Gebäudereiniger/in.

In den vergangenen sieben Monaten des aktuellen Ausbildungsjahres meldeten sich bisher 701 Bewerberinnen und Bewerber bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle bei der Berufsberatung in Remscheid. Das sind 25 Jugendliche oder 3,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Von allen gemeldeten Bewerbern suchen aktuell noch 248 Jugendliche aus Remscheid eine Ausbildungsstelle, das sind 48 weniger (-16,2 Prozent) als im letzten Jahr. Da die Zahl der aktuell noch offenen Ausbildungsstellen die Zahl der noch unversorgten Bewerber übersteigt, ist bereits jetzt absehbar, dass das Remscheider Bewerberangebot schon quantitativ nicht ausreichen wird, alle jetzt noch freien Ausbildungsstellen zu besetzen – zu diesem frühen Zeitpunkt im Jahr ein Novum im Bergischen Städtedreieck!
 

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Schulausschuss erwartet Bericht mit konkreten Zahlen

Angebote zur Berufsfelderkundung bleiben Mangelware“, titelte der Waterbölles am 2. Februar, nachdem Frauke Türk von der Koordinierungsstelle für „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA)  im Schulausschuss erneut die Wichtigkeit der praktischen Berufsfelderkundung für Achtklässler („Hineinschnuppern in die Betriebe“ auf der Suche nach einem geeigneten Beruf) mit drei Stationen an drei Tagen betont hatte. Zugleich hatte sie darauf hingewiesen, dass die Nachfrage (900 Schüler/innen) in diesem Jahr wieder deutlich größer als das Angebot sei: Unter  www.berufsfelderkundung.remscheid.de fanden sich damals gerade einmal 285 Firmen, die im März Schüler/innen aufnehmen wollten, um ihnen den Übergang von der Schule in den Beruf durch Aufzeigen realistischer Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erleichtern und Arbeitslosigkeit nach dem Schulabschluss möglichst zu vermeiden.

Gestern nun wollten die Mitglieder des Schulausschusses von ihr wissen, wie denn die diesjährige Berufsfelderkundung gelaufen sei. Doch statt einer echten Bilanz mit verbindlichen Zahlen hatte Frauke Türk nur eine große Einschätzung parat: Jeder Jugendliche habe nach ihren Erkenntnissen mindestens zwei Schnupperkurse in Handwerk und Industrie absolviert. Aber: „Die Datenlage ist unklar!“ Der Umgang der einzelnen Schulen mit der Berufsfelderkundung entziehe sich ihrer Kenntnis. „Das macht mich ganz kribbelig, wie hier die Zeit verrinnt“, zeigte sich Waltrud Bodenstedt (W.i.R.) unzufrieden mit dem mündlichen Sachstandsbericht der Verwaltung und forderte statt allgemeiner Beschreibungen konkrete Zahlen.

Mit Zahlen müssten sich im Zusammenhang mit „KAoA“ so manche Lehrer herumschlagen, weil von ihnen die Führung einer Excel-Tabelle erwartet werde, die eigentlich zwei statt eines Bildschirms erfordere, berichtete gestern Bernd Schaub, Mathe- und Physiklehrer an der Alexander-von-Humboldt-Realschule. Er kenne einen Lehrer, der dafür 20 Unterrichtsstunden habe aufbringen müssen. Da wäre eigentlich die Nachfrage fällig gewesen, ob das für die Schüler/innen einen  entsprechenden Unterrichtsausfall bedeutet habe. Doch die unterblieb. Schuldezernent Thomas Neuhaus räumte lediglich an, die Belastung der Lehrer müsse minimiert werden. Und verteidigte das Procedere im Übrigen damit, dass die Datenerfassung im Mühlheim an der Ruhr „eine mehrjährige Feuertaufe erfolgreich bestanden“ habe. Und zum „KAoA“ ansonsten: Damit stehe die Stadt Remscheid auf Landesebene „an der Spitze der Bewegung; alle Standardelemente werden umgesetzt“.

Kai Kaltwasser, der Vorsitzende des Schulausschusses, folgerte aus dem Gesagten, dass eine schriftliche Vorlage der Verwaltung zur nächsten Sitzung unverzichtbar sei. „Aber bitte keine weitere lange Erläuterung der KAoA-Aufgaben“, erbat sich CDU-Sprecher Alexander Schmidt – unter zustimmendem Nicken anderer Ausschussmitglieder.

Positiver Trend setzte sich im Mai fort

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

„Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt hat sich auch im Mai fortgesetzt. In allen drei Regionen ist die Zahl der Arbeitslosen sowohl im Vergleich zum Vormonat, aber auch zum Vorjahr gesunken. Davon konnten erfreulicherweise nahezu alle Personengruppen profitieren. Die Arbeitskräftenachfrage bewegt sich weiter auf sehr hohem Niveau und liegt sowohl bei den neu gemeldeten Stellen als auch im Stellenbestand aktuell ca. ein Drittel über Vorjahresstand“, erläutert Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal, die aktuellen Arbeitsmarktzahlen. Im bergischen Städtedreieck sank die Arbeitslosigkeit im Mai auf nun 28.427 arbeitslose Frauen und Männer. Damit sind aktuell 446 Menschen weniger arbeitslos als im April und sogar 1.349 Personen weniger als vor einem Jahr. Dieser Rückgang ist weiterhin höher als im Durchschnitt der letzten drei Jahre, in denen die Arbeitslosigkeit im Mai im Vergleich zum April nur um knapp 400 Personen sank. Die Arbeitslosenquote für die drei Städte sank von neun Prozent im April auf aktuell 8,8 Prozent (Mai 2016: 9,3 Prozent).

In Remscheid sind aktuell 4.922 Menschen arbeitslos gemeldet, 58 weniger als im April und 92 oder 1,8 Prozent weniger als im Mai vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote bleibt bei 8,5 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote noch 8,6 Prozent. Remscheider Arbeitgeber meldeten im Mai 462 freie Arbeitsstellen. Insgesamt werden in Remscheid damit 1.253 Arbeitskräfte gesucht, das sind 495 Stellen oder 65,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Derzeit werden insbesondere folgende Arbeitskräfte von den Remscheider Unternehmen gesucht: 171 Objekt- und Personenschützer (Fachkraft), 66 Fachkräfte spanende Metallverarbeitung, 42 Fachkräfte Maschinenbau-Betriebstechnik, 39 Fachkräfte Lagerwirtschaft und 34 Helfer/innen Metallbearbeitung.

Aktuell sind im Städtedreieck 11.071 Ausländer arbeitslos gemeldet, 126 Personen (-1,1 Prozent) weniger als im April, aber 657 Menschen (+6,3 Prozent) mehr als im Mai vor einem Jahr. Damit haben 38,9 Prozent der Arbeitslosen im bergischen Städtedreieck einen ausländischen Pass.

Zur Jugendarbeitslosigkeit: 2.816 junge Menschen unter 25 Jahre waren im Mai arbeitslos gemeldet, 63 weniger als im April, aber 51 Personen oder 1,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Dass die Jugendarbeitslosigkeit höher ist als im letzten Jahr zuvor liegt auch an der Ankunft der geflüchteten Menschen, von denen viele zur Gruppe der jungen Menschen unter 25 Jahren gehören.

Im Mai konnte der Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit 1.713 Arbeitsangebote neu aufnehmen, das waren 165 Stellen mehr als im April und 485 mehr als vor einem Jahr. Konkret sind damit aktuell 4.836 offene Stellen für das bergische Städtedreieck gemeldet, rund ein Drittel (+ 1.221 Stellen oder + 33,8 Prozent) mehr als vor einem Jahr und sogar fast die Hälfte (+2.027 oder + 72,2 Prozent) mehr als vor zwei Jahren. 4.138 und damit 85,6 Prozent aller Stellen sind unbefristet, 595 Stellen oder 12,3 Prozent werden in Teilzeit angeboten.

Seit Jahresbeginn  werden Personen, die zusätzlich zu ihrem Arbeitslosengeld Hilfe vom Jobcenter in Anspruch nehmen, die sogenannten Aufstocker, von den Arbeitsagenturen und nicht mehr von den Jobcentern betreut. Im bergischen Städtedreieck waren rund 500 Personen von diesem Wechsel der Betreuung betroffen. Dadurch werden im Vergleich zum letzten Jahr mehr Kunden bei der Arbeitsagentur und weniger beim Jobcenter betreut.

Zählt man alle Personen, die im Mai eine Erwerbstätigkeit anstreben, zu den gesetzlich definierten Arbeitslosen von 28.873 in den drei Städten hinzu, ergibt sich eine „Unterbeschäftigung“ von 47.485 Personen. Dies sind aktuell 178 mehr als im April und 1.815 mehr als vor einem Jahr. Die Unterbeschäftigungsquote im Bergischen Städtedreieck beträgt aktuell 14,1 Prozent, nach 14,2 Prozent im Vormonat. Im Mai 2016 betrug diese noch 13,7 Prozent. In der Unterbeschäftigungsquote bildet sich der unterschiedlich starke Einsatz der arbeitsmarktpolitischen Instrumente der drei Jobcenter ab.

Arbeitskräftemangel wird deutlich zunehmen

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

In der Arbeitsmarktregion Bergisches Land (umfasst die Agenturen für Arbeit Bergisch Gladbach, Mettmann & Solingen-Wuppertal) scheiden von den über 630.000 Beschäftigten rund 120.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den nächsten zehn Jahren aus dem aktiven Erwerbsleben aus - dies sind knapp 20 % aller derzeit Beschäftigten - auch innerhalb NRW ein überdurchschnittlich hoher Wert! Im Bezirk der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal scheiden von den 218.681 Beschäftigen 43.185 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus dem aktiven Erwerbsleben aus. Umso wichtiger ist es deshalb, weitere Ressourcen zu erschließen - hier kommen die Beschäftigten in den Unternehmen in Betracht. Gerade in den Industrieunternehmen, aber auch in anderen Bereichen der Region, arbeiten mehr als 100.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Bergischen Land ohne Ausbildung auf Helferniveau. Viele dieser Beschäftigten sind in den Betrieben anerkannte und zuverlässige Arbeitskräfte. Dennoch droht ihnen der Verlust ihrer Beschäftigung, da  gerade im industriellen Sektor Helfertätigkeiten der zunehmenden Digitalisierung und Automatisierung zum Opfer fallen werden. Andererseits benötigen die Unternehmen höherqualifizierte Arbeitskräfte, um ihrerseits den Anforderungen einer Arbeitswelt 4.0 gerecht zu werden.

Die Agenturen für Arbeit Bergisch Gladbach, Mettmann und Solingen-Wuppertal haben sich deshalb zur „Weiterbildungsinitiative Bergisches Land“ zusammengeschlossen, um die Unternehmen der Region bei der Weiterbildung ihrer Beschäftigten zu unterstützen. Diese Initiative soll über mehrere Jahre laufen und wendet sich gleichermaßen an Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Allein in diesem Jahr stellen die drei Agenturen für Arbeit knapp zehn Millionen € an Fördermitteln für Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen bereit. Förderbar sind dabei im Einzelfall auch Zuschüsse zum Arbeitsentgelt. Unter der zentralen E-Mail-Adresse Weiterbildung.BergischesLand@arbeitsagentur.de">Weiterbildung.BergischesLand@arbeitsagentur.de können sich interessierte Unternehmen, Betriebsräte und einzelne Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer melden. Die örtlich zuständige Agentur für Arbeit nimmt dann zeitnah Kontakt auf. Am 22. Juni wird außerdem ein Expertentelefon angeboten. Interessierte können sich von 8 bis 18 Uhr mit ihren Fragen an unsere Qualifizierungs- und Weiterbildungsberater, Frau Wildförster, wenden, Tel. RS 4606-553.

 

wenden.