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„Glücksspirale“ förderte Treffpunkt für Senioren 50+

Der von der Glücksspirale" geförderte Gemeinschaftsraum der neuen Senioren-Wohnanlage an der Tuchwiese in Lennep wurde jetzt eingeweiht.Sie sind der Einladung gerne gefolgt: Viele Mieter/innen und geladene Gäste weihten den Gemeinschaftsraum im neuen „Service Wohnen“ an der Tuchwiese in Lennep ein. Einer Förderung durch die Lotterie „Glücksspirale“ ist es zu verdanken, dass die Teilnehmer der nachmittäglichen Feier dort eine modern ausgestattete Küche, viele Sitzgelegenheiten und eine technische Ausstattung mit Leinwand und Beamer vorfanden. Birgit Wiß (2. v. li.), Geschäftsführerin der Service Wohnen Ev. Kirchengemeinde Lennep gGmbH, dankte dafür der „Glücksspirale“ und anderen Sponsoren. Nach der Segnung durch Pfarrerin Iris Gießen konnten sich die Gäste von den Vorzügen dieses Raumes für künftige Treffen, Feiern und informative (Vortrags-)Veranstaltungen überzeugen. Zugleich steht der Raum in der neuen Wohnanlage (59 Wohnungen für Menschen 50+) für private Feste zur Verfügung und ist ständige Anlaufstelle für alle Mieter/innen.

Das Konzept „Nette Toiletten“ ist beispielhaft

Pressemitteilung der SPD

„Das ist eine gute Aktion! Wir sollten dies unbedingt in Remscheid anregen“, war die erste Reaktion von Rita Jungesblut-Wagner, Sprecherin der SPD-Fraktion im Seniorenbeirat und Mitglied in der Bezirksvertretung Süd. Doch was verbirgt sich hinter dem Konzept „Nette Toilette“. Die Ist-Situation der öffentlichen Toiletten in den Innenstädten ist bekannt: „Es gibt zu wenig und sie sind zumeist nicht zentral vorhanden.“, sagt Rita Jungesblut-Wagner, „und dies ist nicht nur Thema im Seniorenbereit, vom „Bedürfnis“ sind alle betroffen!“. Für die Stadt Remscheid bedeuten neue Toiletten hohe Investitionen. Die Pflege und Wartung ist teuer. Aufgrund der angespannten Finanzlage vieler Kommunen kann keine schnelle und flächendeckende Lösung erreicht werden. Das vorliegende Konzept „Nette Toilette“ hat sich bereits in vielen Städten durchgesetzt. Die Stadt unterstützt die Gastronomen finanziell bei der Pflege der Toiletten und spart dadurch Kosten. Jeder Gastronom erhält einen Aufkleber der an seinem Eingangsbereich angebracht wird. Jungesblut-Wagner: „So können Remscheider Bürgerinnen und Bürger ein Netz an frei zugänglichen Toiletten, die sauber, gepflegt und teilweise bis in die Nacht hin geöffnet sind, nutzen“.

Umzug der Grundschule sieben Wochen später

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Im Rahmen der geplanten Ansiedlung eines Designer-Outlet-Centers in Remscheid-Lennep beginnt in den Sommerferien die Verlagerung der Katholischen Grundschule Am Stadion vom derzeitigen Hauptstandort Am Stadion 2 zum künftigen Schulstandort Leverkuser Straße 19. Um den Anforderungen einer Grundschule für Unterricht und Betreuung in vollem Umfang zu entsprechen, sind umfangreiche bauliche Maßnahmen im Gebäude und auf dem Schulgrundstück der  Leverkuser Straße 19 erforderlich. Mit der Umsetzung der Maßnahmen wurde planmäßig im Dezember 2016 begonnen.

Nun teilte das mit der Bauleitung beauftragte Architekturbüro mit, dass sich nach Öffnung des Deckenbereiches im Rahmen der Erstellung eines neuen Laubenganges, zusätzliche statische Anforderungen ergeben haben. Diese Anforderungen waren im Vorfeld nicht zu erkennen. Zur Behebung dieser Anforderungen sind individuelle Metallbauteile anzufertigen und einzubauen. Diese zusätzlichen Maßnahmen führen zu einer Verzögerung bei der Inbetriebnahme des neuen Schulgebäudes von ca. sieben Wochen. Durch die bauliche Verzögerung kann der vollständige Umzug der Schule erst in den Herbstferien 2017 abgeschlossen werden.

Ein zeitgleicher Schulbetrieb während der Bauphase ist nicht möglich, da über den zu erneuernden Laubengang zentrale Zugangswege zum Erreichen der Räume innerhalb des Schulgebäudes führen. Hinzu kommt, dass der Schulhof aufgrund des Baustellenbetriebes und der Lagerung von Baumaterialien als Spiel- und Freifläche nicht zur Verfügung steht. Mit diesen erheblichen Einschränkungen ist ein ordnungsgemäßer Unterricht und OGS-Betrieb nicht  möglich. Die Sicherheit - insbesondere für die Kinder - wäre nicht gewährleistet.

In enger Abstimmung mit der Grundschule Am Stadion wird mit dem Umzug - wie ursprünglich geplant - in den Sommerferien  „Zug um Zug“ begonnen, so dass der vollständige Umzug bis zum Ende der Herbstferien abgeschlossen sein wird. Der Unterricht und die Betreuung (OGS) werden am bisherigen Standort, bis zum Abschluss des vollständigen Umzuges in den Herbstferien in vollem Umfang sichergestellt.

Bitterer Erfahrungsaustausch bei Kaffee und Kuchen

Beim Richtfest des „Diakoniecentrums Hohenhagen“ am Otto-Lilienthal-Weg auf dem Hohenhagen am 31. Juli 2012 hatte es noch geheißen, auch dem Baubeginn des gegenüber geplanten Hauses mit 32 Wohnungen – 28 im sozialen und vier im frei finanzierten Wohnungsbau – stehe  „inzwischen nichts mehr im Wege“. Die vermarktete damals ein Investor aus Witten. Und eine Namensgleichheit lässt darauf schließen, dass er noch immer hinter dem Projekt steht, inzwischen über eine in Witten ansässige Firma für Hausverwaltung. Nach eigenen Angaben im Internet verwaltet diese derzeit rund 65.000 Quadratmeter vermietete Wohn- und Nutzflächen in NRW. Doch die Mieter des Hauses Otto-Lilienthal-Weg 16, die sich gestern (wie jeden Montag ab 14.30 Uhr) in der Cafeteria des Diaconiecentrums zu Kaffee und Kuchen trafen, hätten lieber einen Hausmeister vor Ort als einen telefonischen Ansprechpartner in Witten. Zumal es in der Vergangenheit vielerlei Anlässe gegeben zu haben scheint, dort anzurufen und um Abhilfe zu bitten 

„Leider war dort oft niemand erreichbar“, beklagten sich gestern einige Mieter bei Bezirksbürgermeister Stefan Grote. Der hatte  von „diversen Missständen“ gehört und deswegen die Wittener Firma angeschrieben, dort aber eine Abfuhr erfahren: Es gebe keinen Grund für Beschwerden, und solche lägen auch gar nicht vor. Als Grote davon berichtete, kam in der Cafeteria Heiterkeit auf, erst recht, als er anfügte, die Firma habe ihm für den Fall, dass er weiterhin von Missständen spreche, mit einer Verleumdungsklage gedroht.

Und dann gab es für die Mieter kein Halten mehr: Natürlich hätten sie auf den Einzug in die neuen Wohnungen mehr als ein Jahr lang warten müssen, bis Mitte April 2015, und deshalb hätten sie die neu gekauften Möbel teilweise einlagern müssen. Die zu kurz geratenen Wohnungstüren seien bis heute nicht repariert worden. Die Schlösser in den außerhalb der Haustüre frei stehenden Briefkästen seien inzwischen rostig geworden und würden deshalb nur schwer oder gar nicht mehr schließen. Ausgerechnet mitten im Winter sei die Heizung eine Woche lang ausgefallen („Nur 16 Grad im Wohnzimmer!“). Auch habe der Winterdienst zu wünschen übrig gelassen. Auf einen Stellplatz für ihren Wagen nahe am Haus warte sie heute noch, berichtete eine Mieterin. Dabei sei ihr der vor dem Einzug versprochen worden mit Rücksicht auf ihre schwere Lungenkrankheit, die ihr längere Gehwege verbiete.

Es gehe ihm nicht um eine Hetzkampagne gegen die Hausverwaltungsfirma, betone Stefan Grote. Letztlich handele es sich um einen Privatstreit der Mieter mit dem Verwalter. Ob der sich noch gütlich beilegen lässt? Einen juristischen Rat könne er nicht geben, fuhr Grote fort. Aber die Dokumentation von Schäden und Missständen, die den Mietern aufgefallen und die nicht abgestellt worden seien, sei sicherlich abgebracht. In diesem Zusammenhang hieß es, im Remscheider Rathaus werde sich ein Mitarbeiter des Amtes für Wohnungswesen (Jürgen Walz) der Angelegenheit annehmen. Ob er mehr bewirken kann als Stefan Grote, bleibt abzuwarten.

Kitas an der Sedan- und Fritz-Ruhrmann-Straße?

Suche nach Kita-Standorten stößt schnell an Grenzen“, hieß es am 14. Januar im Waterbölles, nachdem Werner Grimm (54) im Jugendhilfeausschuss berichtet hatte. Der Mitarbeiter des gehobenen nichttechnischer Dienst der Stadt Remscheid hat die schwierige Aufgabe, bis Mitte dieses Jahres für 200 zusätzliche Kita-Plätze zu sorgen und zum Beginn des Kita-Jahres 2018/19 für weitere 500. Doch es sieht so aus, als ob er dieses Ziel näher gekommen ist. Darauf deutet der aktuelle Sachstandsbericht hin, den die Verwaltung zur Sitzung des Jugendhilfeausschusses am kommenden Mittwoch vorgelegt hat. Zitat: „In allen Stadtbezirken gibt es inzwischen neben den Grundstücken im Bieterverfahren erste mögliche geeignete Standorte. Unter Berücksichtigung aller möglichen Vor- und Nachteile der einzelnen Alternativen ist abzuwägen, welche Standorte mit besseren Voraussetzungen und weniger erheblichen Bedenken geeigneter erscheinen als andere. Das Verfahren ist bis zu einer Erteilung einer Bedarfsbestätigung an einzelne Träger mit Standorten noch offen und die Suche nach weiteren möglichen und geeigneten Standorten, insbesondere in Lennep, nicht abgeschlossen.“

Städtischen Grundstücke an der Sedanstraße und der Fritz-Ruhrmann-Straße seien potentiellen Trägern über ein Bieterverfahren zum Kauf angeboten worden, und Besichtigungstermine für beide Grundstücke hätten reges Interesse gefunden. Der Bieterverfahren für den Kita-Standort an der Arturstraße ist schon einen Schritt weiter: „Der überregionale Träger Step ‚Kids Education GmbH‘ mit Sitz in Berlin hat eine Bedarfsbestätigung für eine sechsgruppige Kindertageseinrichtung für den Standort Arturstraße erhalten. Der Träger betreibt unter anderem in Wuppertal und Köln mehrere Einrichtungen, weitere werden errichtet. Eine sechsgruppige Einrichtung in Köln wurde besichtigt. Die Firma SIGNA als Investor hat das Grundstück erworben. Es ist vorgesehen, dass der Träger in der kommenden Sitzung des Jugendhilfeausschusses sich und sein Konzept vorstellt, die weiteren Schritte zur Errichtung der Kita in der Arturstraße erläutert und Fragen beantwortet.“

Frist für Klimaschutzpreis endet am 2. Juni

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Um weiteren Vereinen die Einreichung von Bewerbungen für den Klimaschutzpreis „Vereins-Klima“ zu ermöglichen, ist die Bewerbungsfrist verlängert worden: Die Wettbewerbsbeiträge können nun bis zum 2. Juni 2017 eingereicht werden! Die Klima-Allianz Remscheid e.V. freut sich über Projekte zur Einsparung oder Ideen zur klimaschützenden Bewusstseinsbildung: Vereine können sich für Klimaschutzpreis „Vereins-KLIMA“ der Klima-Allianz Remscheid bewerben und insgesamt 3.000 Euro Preisgelder gewinnen. Bewerben können sich Vereine und Mitglieder von Vereinen, die ein kreatives Projekt zum Klimaschutz in der Stadt Remscheid planen, durchführen oder in den letzten zwei Jahren schon durchgeführt haben. Preiswürdig sind beispielsweise diese Einreichungen:

  • Energie (Erarbeitung und Umsetzung eines Energiekonzeptes, Verringerung der CO2-Emissionen durch gezielte energiesparende Maßnahmen in den Vereinsräumlichkeiten, verstärkter Einsatz erneuerbarer Energieträger, wie Sonne, Biomasse, Erdwärme)
  • Verkehr (Bemühungen zur Reduktion des motorisierten Individualverkehrs , Förderung des Radfahrens und des Zufußgehens)

  • Bewusstseinsbildung (aktive Öffentlichkeitsarbeit zu klimaschutzrelevanten Themen,
  • Klimaschutzaktionen im Vereinsleben, Andere zum Energiesparen motivieren im Rahmen von Vereinsfesten)

  • Beschaffungswesen (Verzicht auf Tropenholz, Verzicht auf FCKW, H-FCKW und H-FKW,
  • Einsatz umwelt- und klimaverträglicher Produkte)

Bewerbungen müssen in schriftlicher oder elektronischer Form erfolgen und beinhalten eine aussagekräftige Beschreibung des Projektes (Ausgangslage, Maßnahmen, Ergebnis) und falls vorhanden Bildmaterial. Einsendeschluss ist der 2. Juni.

 

Neuer Disco-Betreiber nirgendwo in Sicht

„Remscheid für junge Menschen attraktiver machen: Wir brauchen wieder eine Disco!“ hatte die CDU am 19. April ihre Anfrage an die Verwaltung überschrieben. Deren Antwort lag am Donnerstag in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr vor. Eine Problemlösung findet sich darin nicht – wie zu erwarten war. „Der Wahlkampf wird gegenwärtig halt lebhaft geführt“, kommentierte die Anfrage ironisch York Edelhoff (SPD). „Ich kenne auch viele, die in Remscheid gerne in eine Disco gehen würden“.

Grundsätzlich stehe die Stadtverwaltung „jeder Ansiedlung, welche zur Attraktivitätssteigerung Remscheids beiträgt, positiv gegenüber und wird solche Vorhaben, wie z.B. die Ansiedlung einer Diskothek im Stadtgebiet, unterstützend begleiten“, heißt es in der Mitteilungsvorlage. Die Situation des Diskotheken-Angebots in Remscheid ist nach Kenntnis der Verwaltung wie folgt:

„Seit 1988 existiert, nach Angaben auf der Internetseite, die Diskothek ‚Deja Vu‘, Lennartzhammer 4, so dass es grundsätzlich ein Diskotheken-Angebot in Remscheid gibt. Die ehemalige Diskothek ‚Prestige‘, Bismarckstraße 87, hat Ende 2012 nach neun Jahren den Betrieb eingestellt. Einem Zeitungsbericht zufolge waren damals erhöhte Gema-Gebühren sowie das drohende Nichtrauchergesetz ausschlaggebend für die Entscheidung des Betreibers, den Pachtvertrag nicht zu verlängern. In der Folge hat die Wirtschaftsförderung die Gastronomiefläche in die Vermittlung aufgenommen und konnte u.a. den Kontakt zwischen dem Eigentümer und den Betreibern der als Nachfolgenutzung vorgesehenen Diskothek ‚Syntax‘ herstellen. Im Rahmen der Klärung der Rahmenbedingungen für eine Betriebsaufnahme durch ‚Syntax‘ gab es unter Teilnahme der relevanten Fachdienste der Stadt Remscheid einen Austausch mit allen Beteiligten. Dass die Diskothek bislang nicht eröffnet hat, ist in der fehlenden Klärung von Aspekten zwischen Eigentümer und Pächter begründet. Eine positive Begleitung des Vorhabens durch die Stadt Remscheid ist gegeben.“

Die Diskothek „Sprung“, Nordstraße 27, wurde Anfang 2016 geschlossen. Der Wirtschaftsförderung ist auch diese Gastronomiefläche bekannt und wird bei Nachfrage in Absprache mit dem Eigentümer vermittelt. „Sollte es Interessenten für den Betrieb einer Diskothek o.ä. geben, werden diese von Seiten der Verwaltung in Genehmigungsfragen begleitet“, so die Verwaltung.

Im Rahmen der Projektentwicklung des Hauptbahnhofs Remscheid (Brücken-Center, Kaufland etc.) habe es intensive Bemühungen für die Ansiedlung einer Diskothek in dem Gebäudekomplex „Kaufland“ südlich der Bahngleise gegeben. Nachdem letztlich kein Betreiber für eine Diskothek gefunden werden konnte, wurde der ca. 1.000 qm große Gebäudeteil an der Presover Straße 20 seit 2012 von die „event-arena GbR“ angemietet. Aus planungsrechtlicher Sicht ist eine Diskothek eine kerngebietstypische Nutzung, d.h. eine Ansiedlung in der Innenstadt / in einem Kerngebiet ist möglich. Für die Genehmigung des Betriebs einer Diskothek sind Aspekte wie Stellplätze, Lärm- und Brandschutz zu beachten und zu prüfen. Im Vorfeld zur nächsten Expo Real im Oktober 2017 will die städtische Wirtschaftsförderung prüfen, ob relevante Gesprächspartner die Messe besuchen und Gespräche über einen Disco-Standort in Remscheid aussichtsreich sein könnten.

Noch freie 307 Ausbildungsstellen in RS

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

„Jetzt im Frühjahr ist auf dem Ausbildungsmarkt noch vieles möglich. Über 1.500 Ausbildungsstellen in den Unternehmen sind noch frei und warten auf den passenden Jugendlichen. Auf der anderen Seite haben wir noch über 2.000 junge Menschen, die eine Perspektive nach der Schule suchen. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, beide Seiten zusammen zu bringen. Da die Nachfrage nach Ausbildungsstellen das Angebot übersteigt, wünsche ich mir natürlich noch mehr Unternehmen, die Ausbildungsplätze anbieten, damit jeder Jugendliche die Chance auf einen Ausbildungsplatz hat und damit in seine berufliche Zukunft starten kann. Dies gilt ganz besonders für Solingen. Der Ausbildungsmarkt in Solingen bleibt das Sorgenkind, denn hier ist das Verhältnis zwischen gemeldeten Ausbildungsstellen und Bewerbern am ungünstigsten. Die Ausbildung des eigenen Nachwuchses sichert den künftigen unternehmerischen Erfolg. Beide Seiten gewinnen mit dieser Strategie“, so Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. 

Unternehmen aus dem Bergischen Land meldeten bis April und damit in den ersten sieben Monaten des aktuellen Ausbildungsjahrs, das im Oktober 2016 begann und bis Ende September 2017 verläuft, insgesamt 2.593 Ausbildungsstellen beim Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. Das waren zehn betriebliche Ausbildungsstellen weniger als vor einem Jahr. „Wir danken allen heimischen Betrieben, dass sie den jungen Menschen eine Chance geben. Denn nur mit geeignetem Nachwuchs können die Unternehmen erfolgreich sein“, so Martin Klebe. Dem stehen 4.124 Bewerberinnen und Bewerber aus Remscheid, Solingen und Wuppertal gegenüber, 121 mehr als im Vorjahreszeitraum.

1.521 Ausbildungsstellen sind im April noch frei, das sind 45 weniger als vor einem Jahr. Aktuell sind noch 2.043 Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz, im Jahr davor waren es im April noch 2.088 Unvermittelte. Der Leiter der Arbeitsagentur appellierte an die Jugendlichen, einen Termin bei der Berufsberatung zu vereinbaren, falls noch nicht geschehen. „Die Berufswelt ist so bunt und vielfältig wie die Ausbildungsberufe. Ob jemand gerne draußen oder drinnen arbeitet, mit Menschen oder lieber mit Tieren, lieber am Computer oder mit Pflanzen – für nahezu jedes Talent finden unsere Berufsberaterinnen und Berufsberater den passenden Ausbildungsberuf. Und die Jugendlichen, die zu uns kommen, erhalten auch sofort Vorschläge von Betrieben, bei denen sie sich bewerben können. Beratung und Vermittlung in einer Hand, diesen Service sollen die jungen Menschen einfach nutzen.“

Betriebe, die noch einen Azubi suchen, sollten ihre freie Ausbildungsstelle der Agentur für Arbeit melden, um noch einen geeigneten Auszubildenden oder eine geeignete Auszubildende zu finden. Arbeitgeber erreichen die Ausbildungsvermittlung unter der Rufnummer ihres bekannten Ansprechpartners im Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit oder unter der gebührenfreien Hotline 0800 4 5555 20. „Wir freuen uns über Unternehmen, die sich auch jetzt noch entscheiden, auszubilden oder eine zusätzliche Ausbildungsstelle anzubieten“, so Martin Klebe.

Bis April meldeten Wirtschaft und Verwaltung der Agentur für Arbeit Remscheid 527 Ausbildungsstellen für Remscheid. Dies sind 14 Stellen oder 2,7 Prozent mehr als im letzten Jahr. Von diesen Stellen sind aktuell noch 307 Ausbildungsstellen frei und damit 57 Stellen mehr als im letzten Jahr. Die meisten offenen Ausbildungsstellen gibt es aktuell beispielsweise als Zerspanungsmechaniker/in, Hörakustiker/in, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Verkäufer/in, Bankkaufmann/-frau, Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Kraftfahrzeugmechatroniker PKW-Technik, Maler/in und Lackierer/in, Kaufmann/-frau Büromanagement,  sowie Gebäudereiniger/in.

In den vergangenen sieben Monaten des aktuellen Ausbildungsjahres meldeten sich bisher 683 Bewerberinnen und Bewerber bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle bei der Berufsberatung in Remscheid. Das sind 49 Jugendliche oder 7,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Von allen gemeldeten Bewerbern suchen aktuell noch 287 Jugendliche aus Remscheid eine Ausbildungsstelle, das sind 25 weniger (-8,0 Prozent) als im letzten Jahr.

OBI und Flosbach können endlich groß ausbauen

Die Prešover Straße soll, bevor sie scharf nach rechts zur Bismarckstraße abbiegt, parallel zu den Bahngleisen und der Neuenkamper Straße verlängert werden bis zum Parkplatz des OBI-Heimwerkermarktes an der Industriestraße: Erst die Straßenverlängerung, dann der Anbau. Das war bereits am 1. Juli 2016 Thema in einer Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Süd. Die neue Straße sei die Voraussetzung dafür, dass OBI seine Erweiterungspläne verwirklichen könne. Weiter ging`s am 20. Januar 2017 mit einer Mitteilung der Verwaltung an die Ratsfraktionen und -gruppen: OBI-Erweiterung nimmt Gestalt an. Angekündigt wurde für den Bereich Industriestraße/Am Ostbahnhof eine Neuausrichtung bzw. Erweiterung der dort ansässigen Gewerbebetriebe.  Damit war nicht nur OBI gemeint – es gelte, „an diesem Standort einen attraktiven und konkurrenzfähigen Baumarkt für Remscheid für die Zukunft zu sichern“ –, sondern auch die Werner Flosbach GmbH & Co. KG, Fachhandel für Dach- und Fassadenbaustoffe im Bergischen Land. Der zwischen diesen Grundstücksbesitzern verabredete Grundstückstausch ist inzwischen unter Dach und Fach. Das berichtete Frank Schulz vom städtischen Amt für Liegenschaften gestern den Mitgliedern der BV Süd.

Der neue Straßenzug von der Presover Straße zu OBI werde von der Stadt in den Besitz des Baumarktes übergehen, so Schulz. Vertraglich sei allerdings eine Rückabwicklung des Verkaufs vereinbart worden für den Fall, dass der (aus Gründen eines kostspieligen Brückenbaus derzeit nicht weiter verfolgte) Plan des Baus der Bundesstraße 229n eines Tages doch wieder akut werde.

Die neue Privatstraße macht es möglich, die Anlieferverkehre und die Kundenparkplätze sauber voneinander zu trennen. Bezirksbürgermeister Stefan Grote wiederholte gestern allerdings den Wunsch der BV, durch die neue Straße die Industriestraße und die Greulingstraße, speziell deren Kreuzungsbereich, von Verkehr zu entlasten, indem auch der Kundenverkehr über die Presover Straße geführt werde. Schulz schloss nicht aus, dass es „darauf hinauslaufen wird“.

In diesem Sommer soll der Straßenbau beginnen. Im Laufe des kommenden Jahres soll der Erweiterungsbau von OBI fertig werden (samt Entkernung und Sanierung der denkmalgeschützten Hallen). Für die unterirdisch verlaufende Verrohrung des Müggenbachs ist eine Pflasterung der Hallenböden vorgesehen, damit der Bachverlauf jederzeit erreicht und geöffnet werden kann. Der Baumarkt wird künftig über eine Verkaufsfläche von ca. 11.000 m² verfügen, 1.000 mehr als bisher. Wesentlich größer soll der Parkplatz werden.

Der Grundstückstausch bietet auch der Firma Flosbach die Möglichkeit einer größeren Betriebserweiterung. Dazu werden drei alte, derzeit verpachtete Hallen an der Presover Straße, die früher der Bahn AG gehörten, abgerissen. Den bisherigen Pächtern werde die städtische Wirtschaftsförderung einen oder mehrere Ersatzstandorte anbietet, berichtete Frank Schulz gestern.

 

Erneut weniger Arbeitslose im Städtedreieck

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

„Unbeeindruckt von den Ferien setzte sich die bereits im Februar und März begonnene Belebung auf dem Arbeitsmarkt im bergischen Städtedreieck im April fort. Der frühe Aufschwung ließ den heimischen Arbeitsmarkt im April deutlich besser dastehen als vor einem Jahr, als noch mehr als 1.200 Personen mehr arbeitslos waren. Neben den günstigen Witterungsbedingungen und dem verstärkten Einsatz arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen liegt dies auch an den optimistischeren Konjunkturerwartungen der Unternehmen und der Beruhigung in der Zuwanderungsentwicklung. So sind im April in allen drei Städten Ende April weniger Menschen arbeitslos. Auch die Jugendarbeitslosigkeit ist wieder gesunken. Viele der jungen Menschen, die in den letzten beiden Monaten zunächst nach beendeter Ausbildung nicht übernommen wurden und sich arbeitslos meldeten, haben bereits wieder Arbeit gefunden. Dies beweist, wie aufnahmefähig der bergische Markt für ausgebildete Fachkräfte ist“, erläutert Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal, die aktuellen Arbeitsmarktzahlen. 

Im bergischen Städtedreieck sinkt die Arbeitslosigkeit im April auf nun 28.873 arbeitslose Frauen und Männer. Damit sind aktuell 766 Menschen weniger arbeitslos als im März und sogar 1.235 Personen weniger als vor einem Jahr. In Remscheid sind aktuell 4.980 Menschen arbeitslos gemeldet, 52 weniger als im März und 159 oder 3,1 Prozent weniger als im April vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sinkt von 8,6 Prozent im März auf aktuell 8,5 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote noch 8,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote für die drei bergischen Großstädte insgesamt sinkt von 9,2 Prozent im März auf aktuell 9 Prozent (April 2016: 9,4 Prozent).

Aktuell sind  im Städtedreieck 11.197 Ausländer arbeitslos gemeldet, 263 Personen (-2,3 Prozent) weniger als im März, aber 823 Menschen (+7,9 Prozent) mehr als im April vor einem Jahr. Damit haben 38,8 Prozent der Arbeitslosen im bergischen Städtedreieck einen ausländischen Pass.

2.879 junge Menschen unter 25 Jahre waren im April arbeitslos gemeldet, 158 weniger als im März, aber 81 Personen oder 2,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Dass die Jugendarbeitslosigkeit höher ist, als im letzten Jahr liegt auch an der Ankunft der geflüchteten Menschen, von denen viele zur Gruppe der jungen Menschen unter 25 Jahren gehören.

Statistisch gesehen konkurrierten im April in den drei Städten 16,5 Bewerber und damit besonders viele Arbeitslose im bergischen Städtedreieck um eine Stelle im Bereich Land-, Forst-, Tierwirtschaft, Gartenbau. Am günstigsten ist das Verhältnis zwischen Arbeitslosen und gemeldeten Stellen im Bereich Geisteswissenschaften, Kultur, Gestaltung. Hier kommen auf eine Arbeitsstelle aus diesem Berufsbereich rechnerisch nur 2,5 Arbeitslose.

Für Remscheid meldeten Arbeitgeber im April 325 freie Arbeitsstellen. Insgesamt wurden somit 1.094 Arbeitskräfte gesucht, das sind 339 Stellen oder 44,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Im Einzelnen gefragt waren 66 Fachkräfte spanende Metallbearbeitung, 47 Objekt- und Personenschützer, 36 Fachkräfte elektrische Betriebstechnik, 42 Fachkräfte Lagerwirtschaft, 41 Fachkräfte Maschinenbau, 37 Helfer Metallbearbeitung, 31 Verkäufer, 31 Bürofachkräfte, 30 Fachkräfte schleifende Metallbearbeitung, 25 Fachkräfte Werkzeugtechnik, 23  Helfer Lagerwirtschaft, 20 Gesundheits- und Krankenpfleger, 19 Fachkräfte Kraftfahrzeugtechnik, 18 Fachkräfte Metallbearbeitung, 17 Fachkräfte Metallbau sowie 17 Vertriebsspezialisten.