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Noch dieses Jahr in eine Ausbildung starten

Pressemitteilung der IHK

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Wuppertal-Solingen-Remscheid berät Ausbildungsplatzsuchende, die für 2017 bislang noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Auch für dieses Jahr suchen Unternehmen aus Industrie, Handel und dem Dienstleistungsbereich noch motivierte Bewerberinnen und Bewerber, um ihre offenen Ausbildungs-stellen zu besetzen. Für etwa 50 Ausbildungsplätze in Wuppertal, Solingen und Remscheid wird noch die geeignete Kandidatin oder der geeignete Kandidat gesucht – sowohl in kaufmännischen als auch gewerblich-technischen Berufen. Für Fragen und Informationen oder eine Terminvereinbarung steht Starthelferin Miriam Schöpp montags, mittwochs und donnerstags jeweils von 9 bis 13 Uhr sowie dienstags von 13 bis 17 Uhr unter der Telefon-Hotline 0202 2490 833 zur Verfügung. Dieser kostenlose Beratungs- und Vermittlungsservice wird durch das Projekt „Starthelfende Ausbildungsmanagement“ möglich, das mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wird.

Der Neuenhammer: Eisenschmelzhütte und Hammerwerk

Vom Heyenbrucher Hammer gehen wir im Eschbachtal talabwärts durch den Wald Richtung Neuenhammer. Es sind etwa 500 Meter, und wir sehen die letzten Überreste in Gestalt von Grundmauern und Hüftmauern. 1598 betrieb Hermann Steffen dort eine Eisenschmelzhütte und ein Hammerwerk, die er zusammen mit einem Wohnhaus um 1595 erbaut hatte. Um genügend Holzkohle für das Werk zu bekommen, kaufte er das Gut Kenkhausen mit seinen ausgedehnten Waldungen dazu. Man geht allgemein davon aus, das die Hütte im 30jahrigen Krieg zerstört worden ist.

Clemens Soter ist der Erbauer des ersten bei der Hütte stehenden Hammers. Ein genaues Datum ist noch nicht auszumachen. Zahlreiche Schlackenhalden, große, runde Haufen von Schmiede- und Schmelzrückständen, Sengeln oder Singeln genannt, deuten auf die uralte Schmelzhütte hin. Der zum Schmelzen erforderliche Eisenstein wurde bekanntlich in zahlreichen kleineren Bergwerken der nächsten Umgebung gewonnen. 1675 wird "Newhamer" als Hammer des Remscheider Vorsteher und Schöffen im Amte Bornefeld, Peter Honsberg, genannt. Im Remscheider Lagerbuch von 1675 heißt es auf Seite 79: "Newhamer, Peter Honsbergs hamer mit haus, schuppen und hüttenplatz und untergraben, 1/2 morgen 30 1/2 rodt Köln". Dazu gehörten noch die Wiese hinter dem Haus mit 41 Ruten und der Teich und Obergraben mit dem Damm (35 1/2 Ruten). Später standen dort zeitweise zwei Hammerwerke an einem Teich (Halbach + Hasenclever).

Hermann Hasenclever berichtet in seinem Buch "Ehringhausen" von 1935 : "Der Neuenhammer gehörte ursprünglich dem hochangesehenen Hammerschmied und Schöffen Peter Honsberg, der von 1655 bis 1728 gelebt hat. Peter Honsberg, verheiratet mit Christina Arnz vom Dohr (Tochter des Hammann Arnz zu Dohr und Besitzer der Schlieperhammer im Gelpetal), ist der spätere Besitzer des Neuenhammers. Er hat die Anlage im Clemenshammer nicht behalten. Seine Tochter heiratete 1706 Johann Caspar Halbach sen. Dieser stammte aus dem oberen Morsbachtal (aus der Halbach), dem Ausgangspunkt des Halbach `schen Geschlechtes. Er starb im Jahre 1741 auf dem Neuenhammer. Als zweiter seines Geschlechtes saß Johannes Halbach auf dem Neuenhammer. Am 14.3.1711 war er auf dem Honsberg geboren worden. Mit seinem jüngeren, am 17.9.1714 geborenen Bruder Kaspar, der auf Ehringhausen "im Mehldoppen", dem heute noch (1935) stehenden Hause des Feilenerzeugers Robert Winterhoff ansässig war, übernahm er das gutgehende Geschäft seines Vaters Johann Caspar Halbach (1673-1741). Unter der zielbewussten Leitung der beiden Brüder blühte es weiter kräftig auf. Ihr Unternehmen ‚Gebrüder Caspar Halbach’ und ihr Gütestahl waren weit und breit bekannt und begehrt. Die Produkte damaliger Zeit waren vor allem gebrauchsfähige Gegenstande aller Art für den täglichen Bedarf, wie Hacken, Picken, Sensen, Strohmesser, Beile, Schippen, Sagen, Beitel und andere Zimmermannsgereiden, ferner Streicheisen, Fegmesser, Schrickschu und vereinzelt wohl auch noch Brustharnische, Hellebarden und andere Waffen, (…) wobei sich die Arbeit am Neuenhammer auf Recken, Breiten und Veredeln des Stahls beschränkte. Nach Aufnahme der Handelstätigkeit des Halbach ´schen Hauses haben aber auch andere Kleineisenschmiede mitgearbeitet bzw. zugeliefert.

Schon 1739 besas Johannes Halbach Anteile des Blei- und Kupferbergwerks "Zum göttlichen Segen" am Fahrenberg zwischen Kellers- und Johanneshammer. Später erweiterten die Halbachs ihre Zechenanteile. Caspar Halbach wurde am 28.12.1741 auf Remscheids hochgelegenem Dorffriedhof beerdigt. Sein lediger Bruder Arnold starb 1746. Der älteste Sohn Kaspar Halbachs, Peter Halbach (*1706) starb am 3.10.1777. 1773 sind die Gebrüder Caspar Halbach in Burger Kellnereirechnungen an zweiter Stelle unter den Gewerken des Kupfer- und Bleibergwerks "Die Bleyschlade" genannt, aufgeführt. An erster Stelle stand Johannes Halbachs Schwager Peter Caspar Hasenclever als Lehensträger des Bergwerks. Von zwei Hämmern in der Heienbrucher Wiese, einige Minuten vom Neuenhammer entfernt, gehörte der zweite Hammer ebenfalls Johannes Halbach, und der Johanneshammer zwischen Altenhammer und Kellershammer war zeitweise verpachtet oder arbeitete für sie." (…)

Im Gemeinde- und Kirchenwesen Remscheids spielte Johannes Halbach zeitlebens eine führende Rolle. Stark war sein Familiensinn. Wie in jungen Jahren, so war er auch noch in seinem Alter eine rüstige, stattliche und altväterliche Erscheinung. Heiter, umgänglich und bequem gesellig war er von Wesen Als 76jähriger Witwer heiratete er die Witwe Maria Christina Hendrich von Vieringhausen. An Sonn- und Feiertagen kam er zur Freude seiner Kinder und Enkel wohl auf den beschwerlichen Saumpfaden über die Berge gewandert, angetan mit dreieckigem Hute, altdeutschem Rocke, weißem Kragen, gleichfarbiger Binde und schimmerndem Spitzenvorhemd, kurzen Hosen, langen Strümpfen und Schnallenschuhen. Dann war er in Müngsten bei seinem eingeheirateten Sohne Johann Arnold, dann bei seinen verheirateten Töchtern in den Familien Böcker zu Burscheid, Jäger zu Bliedinghausen und Scheibler zu Bergisch-Neukirchen oder bei seinen Brüdern Peter zu Bliedinghausen und Caspar zu Ehringhausen oder bei seinen Schwestern, den Frauen des Rotger Hinrichs zu Kuppelstein und Konrad Fischer zu Burg. Von diesem ist ein Tagebuch erhalten. Es kündet von einer großen Eintracht zwischen Brüdern, Schwägern und deren Frauen. (…)

Auch Geldgeschäfte, Grundstucksankaufe und Darlehen führten die Manner zusammen, ferner die Jagd und Fischerei. Die enge Verbundenheit war bezeichnend. Johannes Halbach (1709-1791) war der Ur-Ur-Grosvater von Dr. Krupp von Bohlen und Halbach in Essen. Das bis zu seinem Abbruche auf dem Berghange stehende Gebäude durfte das Wohnhaus des Peter Honsberg gewesen sein. Das zweite, vordere Haus ist wahrscheinlich von Halbach errichtet worden. Der Honsberg`sche und dann Halbach`- sche Hammer stand gleich rechts von diesem vorderen Hause. 1745 wurde Johann Arnold Halbach auf dem Neuenhammer geboren. Er galt seit 1772 als alleiniger Besitzer aller Hämmer zu Müngsten. Bis 1750 gehörten die Hämmer dem Johann und Caspar Halbach zu Remscheid. 1750 ist als Besitzer Johann Hasenclever in der Lobach angegeben, der den "Reckhammer auf der Eiffischen Bach" betreibt. (Überreste von Bruchsteinen deuten darauf hin.) Auf der Scheune befand sich eine Inschrift "P.HB. 1722" (Peter Honsberg), und auf der Gartenmauer eine, die lautete: "Johann Halbach Anno 1760".

Von der Familie Halbach ging der Neuenhammer in Hasenclever`schen Besitz über. 1812 hatte der Platz bereits 21 Einwohner. 1832 wurden an der gleichen Stelle eine Fabrik, ein landwirtschaftliches Gebäude und zwei Wohnhäuser mit 22 Bewohnern gezählt. 1824 ist ein neuer Besitzer mit W. Ferdinand Hasenclever eingezogen, wobei erstmalig von einer „Fabrikanstalt“ gesprochen wird. 1829 wird der Namenszug erweitert: „Franz Arnold Hasenclever & Comp., Rd.“ Sie arbeiten mit drei oberschlächtigen Wasserrädern. 1846 wird der Hammer er von der Firma Johann Bernhard Hasenclever & Sohne erworben. Am 1. Januar 1848 erhält die Firma von der Düsseldorfer Regierung die Erlaubnis, den aufgekauften Neuenhammer abzubrechen, den Sammelteich zu vergrößern und einen neuen Hammer zu errichten. Die neue Schlacht und der neue Querdamm sollen die alte Schlacht- und Stauhöhe gewährleisten. Mit zwei Schmiedeessen und drei Wasserrädern entsteht der neue Hammer in einem Massivbau aus Bruchstein. (…) 1900 Zog dort die Ambossfabrik von Meister Kuhler ein. Er kam vom Muckenbach mit Hermann Rauhaus und einigen Gesellen an den Eschbach, wo sie bis kurz nach dem Ersten Weltkrieg tätig waren. Hermann Rauhaus blieb als einziger in dem Wohnhaus am Berg wohnen und verbrachte dort seine letzten Lebensjahre mit seiner von ihm geschätzten klassischen Literatur. Fest verwurzelt mit der Heimatscholle, war er bis zu seinem Lebensende 1929 durch nichts zu bewegen, die noch so gut gemeinten Angebote seiner Söhne zu akzeptieren, seine Waldeinsamkeit aufzugeben und zu ihnen zu ziehen. Nach seinem Tod war Gustav Volberg Eigentümer des Anwesens, dann erstanden es die Städtischen Werke Remscheid. Da die Instandsetzung an der Kostenfrage scheiterte, wurden im Herbst 1931 der Hammer und die Wohngebäude abgerissen, sehr zum Nachteil des malerischen Landschaftsbildes. Der Platz ist heute (2006) nur noch durch einige Grundmauerreste zu identifizieren. (nach: Hämmer- und Kottenforschung in Remscheid. Herausgegeben von Günther Schmidt, Band 5 - Vom Blombach bis Eschbach)

Der bergische Ausbildungsmarkt im Juli

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

„Wenige Wochen vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres am 1. Oktober sind bei der Agentur für Arbeit alleine für das bergische Städtedreieck noch 1.039 freie Ausbildungsstellen gemeldet. Dem gegenüber stehen 1.271 junge Menschen, die noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind und bisher keine andere Alternative („Plan B“) gefunden haben. Unsere Teams in der Berufsberatung und Ausbildungsvermittlung arbeiten mit Hochdruck daran, allen jungen Leuten ein Angebot zu machen. Zusätzlich verstärken wir jetzt in den Sommerferien die offenen Sprechstunden der Berufsberatung in den drei Städten. Auf der Ausbildungsbörse am 24. August im BiZ Wuppertal  werden alle freien Stellen angeboten. Junge Leute, die noch keine Ausbildungsstelle gefunden haben, sollten diese Angebote nutzen und sich unverzüglich bei der Berufsberatung melden, “ rät Martin Klebe. „Ich freue mich, dass die Unternehmen bisher mehr Stellen für die jungen Menschen zur Verfügung gestellt haben. Ich bitte sie, in ihren Anstrengungen nicht nachzulassen und auch jetzt noch weitere Stellen zu melden.“

Unternehmen aus dem Bergischen Land meldeten bis Juli und damit in den ersten zehn Monaten des aktuellen Ausbildungsjahrs, das im Oktober 2016 begann und bis Ende September 2017 verläuft, insgesamt 2.953 Ausbildungsstellen beim Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. Dem stehen 4.663 Bewerberinnen und Bewerber aus Remscheid, Solingen und Wuppertal gegenüber, 63 mehr als im Vorjahreszeitraum. 1.039 Ausbildungsstellen sind im Juli noch frei, das sind 20 weniger als vor einem Jahr. Der Leiter der Arbeitsagentur appelliert an die Jugendlichen, einen Termin bei der Berufsberatung zu vereinbaren, falls noch nicht geschehen oder die offenen Sprechstunden zu nutzen. „Es gibt eine Vielzahl duale Ausbildungsberufe mit den unterschiedlichsten Anforderungen. Ob jemand gerne draußen oder drinnen arbeitet, mit Menschen oder lieber mit Tieren, lieber am Computer oder mit Pflanzen – für nahezu jedes Talent gibt es einen passenden Ausbildungsberuf“, so Martin Klebe.

Von den in Remscheid gemeldeten 599 Ausbildungsstellen (68 oder 12,8 Prozent mehr als im Vorjahr) sind  noch 220 frei (106 Stellen mehr als 2016). Die meisten offenen Ausbildungsstellen gibt es aktuell als Maler/in und Lackierer/in - Gestaltung und Instandhaltung, Hörakustiker/in, Verkäufer/in, Zerspanungsmechaniker/in, Kaufmann/-frau – Einzelhandel, Kraftfahrzeugmechatroniker/in – Personenkraftwagentechnik, Medizinische/r Fachangestellte/r, Restaurantfachmann/-frau, Automatenfachmann/-frau – Automatendienstleistung, Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r, Anlagenmechaniker/in - Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Berufskraftfahrer/in, Fachkraft – Lagerlogistik, Fachmann/-frau – Systemgastronomie, Gebäudereiniger/in oder Koch/Köchin.

Trennung von Haltestellen und „Entree zur Innenstadt“

Mit der Nominierung von drei Preisträgern endete am Dienstag der Architektenwettbewerb zur Neugestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes. Oder sollte man besser sagen „zur Umgestaltung des Zentralen Omnibus-Bahnhofs (ZOB)“, wie es in der gestrigen Pressekonferenz offiziell hieß? Der 1. Preis geht an die Arbeitsgemeinschaft Stefan Schmitz BDA Architekten und Stadtplaner, Köln zusammen mit Lill + Sparla Landschaftsarchitekten, Köln, und das BSV Büro für Stadt und Verkehrsplanung, Aachen. Die Jury lobte sowohl die in dem Entwurf gut funktionierenden verkehrlichen Strukturen des ZOB als auch dessen „stadträumliche Qualitäten“ als „Entree zur Innenstadt“. Ein geschwungenes Dach als Witterungsschutz für die Fahrgäste schafft eine optische Zäsur zwischen den Verkehrsflächen des Busbahnhofs (drei Fünftel des bisherigen Gesamtareals) und der Platzfläche, die den Fußgängern vorbehalten ist (zwei Fünftel) – zusammen mit dem neuen zweistöckigen, ovalen Betriebsgebäude der Verkehrsbetriebe (mit Gastronomie in Parterre). Gegenüber, an der Konrad-Adenauer-Straße, sind Stadtvillen geplant. Die Zufahrt für das Parkhaus an der Engelspassage soll künftig über die Wilhelm-Schuy-Straße erfolgen. Im Video von der gestrigen Pressekonferenz Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Prof. Hartmut Welters von postwelters | partner sowie Stadtwerke-Chef Dr. Thomas Hoffmann und Bezirksbürgermeister Otto Mähler. Sie lobten den Entwurf.

Jugendarbeitslosigkeit saisonbedingt angestiegen

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

„Ende Juli sind im bergischen Städtedreieck mehr Menschen arbeitslos gemeldet. Insbesondere die Jugendarbeitslosigkeit ist angestiegen. Doch diese Entwicklung habe ich erwartet. Die Arbeitslosigkeit steigt üblicherweise in den Sommermonaten, weil viele Berufsausbildungen vor den Ferien endeten und sich die jungen Fachkräfte, die nach ihren Prüfungen von den ausbildenden Unternehmen nicht übernommen werden konnten, arbeitslos gemeldet haben. Zudem verzögern sich in der Ferienzeit die Entscheidungen – auch zu Neueinstellungen in den Unternehmen. Dieser Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit ist ganz typisch für die Sommermonate. Der Anstieg fällt in diesem Jahr zwar etwas höher aus, als im Durchschnitt der letzten drei Jahre, entspricht mit 1,7 Prozent Zunahme aber dem Landesschnitt.“, erläutert Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. Gleichzeitig bleibt die Arbeitskräftenachfrage in allen drei Städten hoch. Mehr als 1.500 Stellen wurden alleine im Juli neu gemeldet - das waren rund zehn Prozent mehr Stellen als vor einem Jahr.

Im bergischen Städtedreieck stieg im  Juli die Zahl der arbeitslos gemeldeten Frauen und Männer auf 28.544 (466 mehr als im Juni, aber 1.523 Personen weniger als vor einem Jahr). Die Arbeitslosenquote für die drei Städte stieg im Juli von 8,7 Prozent auf 8,8 Prozent (Juli 2016: 9,4 Prozent).

In Remscheid sind aktuell sind 4.982 Menschen arbeitslos gemeldet, 39 mehr als im Juni, aber 78 oder 1,5 Prozent weniger als im Juli vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg von 8,5 Prozent (Juni) auf nunmehr 8,6 Prozent an. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote noch 8,7 Prozent. Die Arbeitslosigkeit ist in Remscheid aufgrund der Jugendarbeitslosigkeit insgesamt gestiegen. Konkret meldeten sich im Juli mehr Personen (961) neu oder erneut arbeitslos als solche, die ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten (925). Remscheider Arbeitgeber meldeten im Juli 382 freie Arbeitsstellen. Insgesamt werden in Remscheid damit 1.147 Arbeitskräfte gesucht, das sind etwa ein Drittel mehr (291 Stellen oder 34 Prozent) als vor einem Jahr.

Derzeit werden insbesondere folgende Arbeitskräfte von den Remscheider Unternehmen gesucht: 99 Objekt- und Personenschützer (Fachkraft), 53 Fachkräfte spanende Metallverarbeitung, 42 Helfer/innen Metallbearbeitung, 40 Fachkräfte Maschinenbau-Betriebstechnik, 40 Fachkräfte Lagerwirtschaft, 36 Helfer Lagerwirtschaft, 35 Bediener von Hebeeinrichtungen, 28/ Fachkräfte Werkzeugtechnik, 26, Verkäufer, 24 Fachkräfte elektrische Betriebstechnik, 21 Mechatroniker, 21 Bürofachkräfte, 19 Gesundheits- und Krankenpfleger, 19 Friseure und 18 Fachkräfte Metallbearbeitung.

Im bergischen Städtedreieck sind aktuell sind 11.024 Ausländer arbeitslos gemeldet, 108 mehr als im Juni und 174 mehr als vor einem Jahr. Damit haben 38,6 Prozent der Arbeitslosen im bergischen Städtedreieck einen ausländischen Pass.

Gestiegen ist auch die Jugendarbeitslosigkeit. 3.059 junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahre waren im Juli im bergischen Städtedreieck arbeitslos gemeldet, 251 oder 8,9 Prozent mehr als im Juni, aber immer noch 198 oder 6,1 Prozent weniger als im Juli vor einem Jahr. Vor allem die jungen Absolventen, die nach bestandener Prüfung nicht übernommen werden können, weil Unternehmen über ihren eigenen Bedarf ausgebildet haben, haben sich jetzt arbeitslos gemeldet. „Diesen kommt entgegen, dass die Nachfrage nach Fachkräften sehr hoch ist. Das bildet sich in der hohen Zahl der gemeldeten Stellen ab: So suchen die bergischen Unternehmen derzeit mehr als 5.000 Arbeitskräfte. Diese jungen Fachkräfte stehen nun dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Die Unternehmen sollten nicht lange zögern und die Chance nutzen, sich diese gut ausgebildeten und motivierten jungen Fachkräfte zu sichern“, so Martin Klebe.

Fragen und Antworten zum Ausbildungsstart

Pressemitteilung des Deutschen Gewerkschaftsbund, Region Düsseldorf-Bergisch Land

Für die ersten Jugendlichen beginnt das neue Ausbildungsjahr am 1. August, für andere geht es in den nächsten Wochen los. Gerade am Anfang stellen sich viele Fragen: Was ist beim Ausbildungsvertrag zu beachten? Wer regelt, wann und wo ich arbeiten muss? Muss ich wirklich Überstunden machen? Und was ist, wenn es einfach nicht passt – kann ich dann den Ausbildungsplatz wechseln?

Die DGB-Jugend hat seit über zehn Jahren ein kostenloses Online-Beratungsangebot, das Antworten auf diese Fragen gibt: Dr. Azubi. Auf www.dr-azubi.de  können Auszubildende anonym Fragen stellen. Sie erhalten innerhalb kurzer Zeit eine kompetente Antwort. „Sich schon vor der Ausbildung über seine Rechte und Pflichten zu informieren, ist hilfreich für einen guten Start“, sagt Sigrid Wolf, DGB- Regionsgeschäftsführerin Düsseldorf Bergisch-Land. Unterstützung erhalten die neuen Azubis bei den Gewerkschaften und auf der Berufsschultour der DGB-Jugend, die in den nächsten Wochen bundesweit startet. Vor Ort und in den Berufsschulen können sich Auszubildende dann direkt über ihre Rechte und Pflichten informieren. „Dr. Azubi“ beantwortet die häufigsten Fragen zum Ausbildungsstart unter www.jugend.dgb.de. Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick:

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Einst gab es in Groß-Remscheid zehn "Lichtspieltheater"

Während der Bau von Remscheids neuem und einzigem Kino Fortschritte macht (Foto oben), hier (in Neuauflage nach 2011) ein kleiner Blick in Remscheids Kino-Vergangenheit. Stadtführer Klaus R. Schmidt: „Auf dem Höhepunkt der Kinowelle um die Mitte der 1960er Jahre gab es in Groß-Remscheid sogar zehn 'Lichtspieltheater', nämlich Capitol-Theater, Central-Theater, City-Lichtspiele, Hastener Kammerlichtspiele, Filmstudio, Metropol-Theater, Modernes Theater, Tributh-Lichtspiele, Union-Lichtspieltheater (2x).“

Hans Gerd Göbert steuerte zur einer Umfrage aus 2011 das „Astoria“ auf der Burger Straße, kurz hinter der Einmündung der Ziegelstraße, bei sowie das „Central“-Kino am Beginn der Burger Straße. Jürgen Koball – er wohnt seit 1960 in Remscheid – konnte sich an folgende Kinos erinnern: Union-Theater (später mit Studio), Metropol, City, Lux, Capitol, Central, Hastener Kammerlichtspiele, TT-Theater in Lütterkusen und ein Kino in Lennep. Tatsächlich waren es in Lennep mal drei „Lichtspielhäuser“, wie man sie einst nannte. Lennep-Kenner Dr. Wilhelm R. Schmidt: „Neben dem Union-Theater am Alten Markt (seit ca. 1910) und dem Modernen Theater am Kölner Tor  (seit ca. 1924) gab es noch ein Lichtspieltheater in der Rotdornallee, das hieß im Jahre 1925 'Alhambra'.“

Auf der oberen Alleestraße gab es das „Capitol" schon vor dem Krieg – unmittelbar gegenüber dem einstigen „Stadthof'“ (Ecke Scharffstraße). . Das „neue" Capitol entstand nach dem 2. Weltkrieg ungefähr an gleicher Stelle. In ihm verbrachten viele Remscheider ein paar schöne Stunden, um Not und Elend der Nachkriesgszeit für eine kurze Zeitspanne zu vergessen. Filme „Grün ist die Heide", sprich: die Sehnsucht nach der heilen Welt füllten dort wochenlang die Kassen. Das Aufnahmejahr des Fotos ist unschwer zu erraten. Die Olympiareklame deutet auf 1936/37 hin. (Dieser Absatz nach: „Remscheid. Ein verlorenes Stadtbild“, von Rolf Lotzmann, erschienen 1994 im Wartberg-Verlag)

Die Röhren-Experimente machten die Nacht zum Tage

Die Familie Mannesmann brachte jene glückliche Kombination von im Handel erworbener Finanzkraft und technischem Erfindergeist mit die zum Anstoß für den Ausbau der deutschen Eisenindustrie wurde. „Die Sozialgeschichte des 19. Jahrhunderts hat festgestellt, dass es neben einzelnen Hammerbesitzern hauptsächlich die Eisenhändler gewesen sind, „die bei Anbruch der neuen Zeit genügend Kapital besaßen, um die moderne Eisenindustrie aufzubauen. (...) Aber der erste Anstoß musste doch von technischen Fachmännern kommen. In Remscheid war es Mannesmann, der seit den 30er Jahren die Werkzeugfabrikation entwickelte", schreibt der Historiker Franz Schnabel über die Mannesmanns (Deutsche Geschichte des 19. Jahrhunderts 1950 2. Auflage. Freiburg Bd. 3-Erfahrungswissenschaft und Technik).

Die Historiographie hat die Mannesmann mit den Siemens verglichen, mit denen sie noch ein drittes für den Erfolg entscheidendes Moment gemeinsam hatten: die brüderliche Teamarbeit. (...) Die Gemeinschaft der Familie blieb unerschüttert, selbst als die an­deren zurückstehen mussten, weil der Vater nach beendigtem Studium der beiden Ältesten deren technische Versuche finanziell unterstutzte. So unterbrachen Alfred und Carl ihre Studien in Straßburg und Freiburg im Wintersemester 1884/85 und im Sommersemester 1885, um Reinhard und Max bei den Versuchen zu helfen. Nur Otto war als Jüngster nicht immer ganz einverstanden. Als man ihn fragte, ob er zum Geburtstag einen Kuchen haben wolle soll er geantwortet haben: „Ja, aber keinen Kartoffelkuchen".

Die Experimente, die am Ende zur Erfindung des nahtlosen Rohres führten, stellten die gewohnte Ordnung des Hauses Mannesmann auf den Kopf. Die Nacht wurde zum Tage gemacht. Ein Familienmitglied hatte den beiden Ältesten um Mitternacht warmes Essen in die Fabrik zu bringen, denn nur nachts konnte die Dampfmaschine für die Versuche laufen. Niemand sollte erfahren, welche Pläne Reinhard und Max verfolgten. Daher grenzten sie eine Ecke der Hammerschmiede mit einem undurchsichtigen Bretterzaun von dem übrigen Betrieb ab und öffneten die schmale Türe zum Versuchsraum nur für Eingeweihte. (...)

Diese Zeichnung ist noch heute als schematische Darstellung des Walzvorganges gültig. Der Rundstahl wird zwischen zwei konische Walzen gezwängt. Der Stahl weicht zwischen den sich in gleicher Richtung drehenden Walzen becherförmig nach innen. Diese Vertiefung wird beim Vorstoßen des Rundstahls durch die sich immer mehr verengenden Walzen zum sichtbaren Hohlraum, bis dieser Hohlraum am Ende des Stabes, wenn er die Walzen durchlaufen hat, zum Rohr wird. Dieses Rohr ist aber innen rau und das Produkt unbrauchbar. Zum Glätten der Innenfläche wurde deshalb ein Dorn eingeführt. Max Mannesmann äußerte sich zu dem Walzvorgang in einem Brief vom 16.3.1896: „Zur Erzielung eines verkaufsfähigen Produktes ist die egalisierende, glättende Arbeit des Domes im Inneren des entstehenden Rohres notwendig."

In Remscheid halfen nun auch Alfred und Carl, denn die Experimente erforderten Hilfskräfte. Diese mussten die Stäbe in der seitwärts stehenden Glut erwärmen. (...) Die Brüder arbeiteten ohne jede Schutzvorrichtung. Einmal war die lineare Führung des Stabes nicht eingeschaltet worden, und Reinhard, der den Stab aus der Nähe beobachtete, wäre von dem heißen Stahl getroffen worden, hätte sein Bruder Alfred nicht blitzartig geschaltet.

Der Übergang auf zwei Walzen war ein entscheidender Schritt, denn nur zwischen zwei Walzen kommt der Frimel-Effekt in der notwendigen Intensität zustande. So ergaben die Versuche bald eine Lockerung der gewalzten Stäbe im Kern. Aber bis man dahin kam, dass sich diese Lockerung zielsicher zu dem gewünschten Hohlraum erweiterte, war noch ein mühseliger Weg voller Enttäuschungen zu gehen. Es war schon schwierig festzustellen, bei welcher Form und Stellung der Walzen das innere Aufreißen des Stabes gelang. Außerdem war damals noch unbekannt, welch ausschlaggebende Bedeutung die Materialqualität der Stäbe auf das Hohlwerden hat. Häufig versagten die Walzversuche ohne erkennbaren Grund, und die Brüder tasteten sich von einer Etappe der Versuche zu der nächstfolgenden vor.

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Bergische Initiative „Die Zukunft sind wir!“ zieht Kreise

Jörg Heynkes, Vizepräsident der Bergischen Industrie- und Handelskammer, und die Remscheider Unternehmerin Inga Bauer gehören zu den Initiatoren und Erstunterzeichnern der Internet-Initiative „diezukunftsindwir.de“, die binnen weniger Tage weit über Wuppertal hinaus schon 200 Mitunterzeichner gefunden hat. „Die Zukunft sind wir!“ geht von der Erkenntnis aus, dass sich unsere Gesellschaft und Wirtschaft in Deutschland, Europa und darüber hinaus in den kommenden zehn bis 15 Jahren stärker verändern werden als in den vergangenen 60 Jahren.“ Daher seien die europäische und gerade auch die deutsche Politik gefordert, die notwendigen Strukturen und Rahmenbedingungen für diesen umfassenden Transformationsprozess zu gestalten. Erhoben werden „zehn Forderungen für eine bessere Zukunft“:

  • Klimaschutz - Potentiale nutzen. Klimaschutz hat höchste Priorität für staatliches Handeln. Denn die Überlebensfähigkeit der Menschen hängt davon ab, ob die Ziele des Pariser Klimaabkommens erreicht werden. Deshalb müssen, soviel wie noch möglich, der fossilen Energieträger Öl, Kohle und Gas im Erdboden verbleiben. In jedem Fall muss ihre Verbrennung schnellstens gestoppt werden. Auch die künftige Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft hängt davon ab, dass die Unternehmen hier die Frontrunner der Weltwirtschaft werden.
  • Nachhaltige Ernährung und Tierschutz: Unsere Erde braucht die Menschen nicht, aber die Menschen brauchen diese eine Erde und ihre Biosphäre. Das Arten- und insbesondere auch das Insektensterben nehmen wir als lauten Weckruf wahr. Der Umbau unserer Landwirtschaft - weg von Massentierhaltung und der Vergiftung unserer Böden und unseres Grundwassers, hin zu ökologischen Verfahren, artgerechter Tierhaltung und bäuerlicher Landwirtschaft - ist zwar im Gange, muss aber deutlich beschleunigt werden. Nur so erreichen wir das Ziel einer nachhaltigen Ernährung der Menschen.
  • Nachhaltige und innovative Mobilität: Die Zukunft der Mobilität ist nachhaltig, effizient und kostengünstig. Denn „nachhaltige Mobilitätskonzepte“ sind die Voraussetzung zur Erreichung der Klimaziele. Durch effiziente und saubere elektrische Antriebe und die Verknüpfung von individueller und öffentlicher Mobilität mit intelligenten Steuerungssystemen wollen wir in wenigen Jahren klimaneutrale und ressourcensparende Mobilität im Personenverkehr erreichen. Alle Verkehrsteilnehmer müssen endlich gleichberechtigt sein. Schwerlast-, Schiffs- und Flugverkehr müssen so schnell wie möglich in diese umweltfreundlichen Systeme integriert werden.
  • Innovationen nutzen - Demographie gestalten: Die Gesellschaften genießen schon lange, spätestens seit dem Siegeszug des Internets und des Smartphones, die Faszination des technischen Fortschritts im Alltag. Die Aufgabe der Politik ist es, die Bedingungen zu schaffen, um den gesellschaftlichen Diskurs dazu auf allen Ebenen zu organisieren. Nur so können die technologischen Innovationen, z.B. durch die Digitalisierung, genutzt und die damit einhergehenden gesellschaftlichen Transformationsprozesse vorangetrieben werden. Dazu gehört auch, völlig neue Bildungskonzepte und Anwendungskompetenzen unter Einbeziehung der neuen Technologien zu entwickeln und umzusetzen. Die Gewinnung von Fachkräften mit unterschiedlichsten Qualifikationen ist für unsere Gesellschaft existenziell. In diesem Sinne brauchen wir endlich ein modernes Einwanderungsgesetz, welches die kommenden Zuströme von Einwanderern in unser Land bzw. nach Europa regelt. Sie brauchen eine schnelle Integration in unsere Gesellschaft und klare Perspektiven, sich hier eigenverantwortlich entwickeln zu können.
  • Sozial Verantwortliches und Nachhaltiges Wirtschaften: Wir müssen unser Wirtschaftssystem in Richtung einer „Nachhaltigen Kreislaufwirtschaft“ entwickeln. Ressourceneinsparung, Energieeffizienz, vollständiges Recycling sind die Eckpunkte der zukünftigen Produktion. Hier wollen wir einen Spitzenplatz in Europa und weltweit. Gerade in Zeiten der zunehmenden Automatisierung und Digitalisierung von Produktion und Dienstleistungen ist eine Stärkung der Gemeinwohlwirtschaft unverzichtbar für die Lebensqualität und Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft. Hierfür braucht es einen umfänglichen gesellschaftlichen Dialog, vor allem auch mit den Verbänden der Wirtschaft und den führenden Unternehmerinnen und Unternehmern unseres Landes. Die Wirtschaft muss den Menschen in unserem Land dienen – nicht umgekehrt!
  • Wertschöpfung gerecht verteilen: Wir brauchen neue zukunftsfähige Sozialversicherungs- und Steuersysteme, die die großen Veränderungen des Arbeits- und Gesellschaftslebens der nächsten Jahrzehnte bewältigen können. Wohlstand und Wertschöpfung müssen gerechter verteilt werden. Nur so können wir für soziale Sicherheit in den kommenden Zeiten der Transformation sorgen. Dafür benötigen wir auch eine radikale Steuerreform, die einfach, verständlich, ergiebig und gerecht ist und die zunehmend geringere Bedeutung der menschlichen Arbeitskraft bei der Wertschöpfung berücksichtigt. Dafür ist es aber ebenfalls notwendig, Steuerflucht- und Hinterziehung auf internationaler Ebene konsequenter zu bekämpfen und die grenzüberschreitenden Gestaltungsmöglichkeiten für international tätige Konzerne drastisch einzuschränken.
  • Bürokratieeffizienz und Eigenverantwortung stärken: Die staatlichen Anpassungsprozesse müssen der Geschwindigkeit des technologischen Fortschritts angepasst werden. Dazu ist es notwendig, Bürokratie auf allen staatlichen Ebenen effizienter zu machen, die Verwaltungsstrukturen umzubauen und die Vielzahl der Hierarchien und Institutionen deutlich zu reduzieren. Gleichzeitig müssen die Zusammenarbeit und der Informationsaustausch der Institutionen verbessert werden. Dies ist auch die Voraussetzung einer modernen, freiheitlichen Sicherheitspolitik, die vor allem präventiv wirkt. Flüchtlinge, die auch in Zukunft bedingt durch unterschiedliche Katastrophen zu uns kommen werden, brauchen schnelle Rechtssicherheit über ihren Status. Aber die, die kein Bleiberecht bekommen oder straffällig werden, müssen auch umgehend abgeschoben werden, soweit keine besonderen Abschiebehemmnisse vorliegen.
  • Ein starkes Europa - Nah an den Menschen: Die Zusammenarbeit und das Zusammenwachsen in Europa ist eine unabdingbare Voraussetzung für die Gestaltung der Zukunft. Dafür benötigen wir eine gemeinsame Wirtschafts-, Finanz-, und Arbeitsmarktpolitik in der EU und die Solidarität unter den Völkern Europas. Dazu gehört es aber auch, das Subsidiaritätsprinzip konsequent durchzusetzen, denn die Entscheidungen sollen immer so nah an den Menschen fallen, wie es nur möglich ist.
  • Zeitgemäße Partizipation - auf allen Ebenen: Nicht nur die geringen Wahlbeteiligungen, auch die Mitgliederverluste von Parteien, Gewerkschaften und Vereinen zeigen, dass sich viele der bestehenden Organisations- und Integrationsmechanismen der Gesellschaft überholt haben. Es braucht neue Partizipationsformen für die Bürger. Wir brauchen auf allen staatlichen Ebenen frühzeitige Einbeziehung der Bürger. Die Mitwirkung muss den modernen Kommunikationsgewohnheiten der Bürger angepasst sein und Elemente der direkten Demokratie beinhalten. Politik muss wieder viel stärker in den Quartieren unserer Städte organisiert werden - dort, wo sich die Lebenswirklichkeit der Menschen abspielt.
  • Respekt, Gerechtigkeit und Verantwortung: Wir wollen eine offene Gesellschaft, in der jeder nach seiner eigenen Fasson glücklich werden kann. Der Staat darf sich keine Bewertung der Lebens- und Liebesmodelle anmaßen, die sich die Menschen wählen, die füreinander Verantwortung tragen wollen. In unserem Land soll Respekt für die Lebensleistung der Menschen gelten. Biographien dürfen nicht entwertet werden und Altersarmut wollen wir nicht zulassen. Es müssen Chancengleichheit, Gleichberechtigung, Leistungs- und Generationengerechtigkeit gelten und von jedem einzelnen eingefordert werden können. Die Würde des Menschen ist unantastbar!

Die Initiative erwartet von den politisch Verantwortlichen in unserem Land, dass sie sich konsequent im Sinne dieser zehn Hauptforderungen für unsere Zukunft einsetzen. Sie fordert alle Bürger dieses Landes auf, bei der anstehenden Bundestagswahl konsequent die Einhaltung dieser zehn Punkte einzufordern und dieses bei ihrer persönlichen Wahlentscheidung zu berücksichtigen. Zitat: „Die Unterzeichner und Initiatoren dieser Erklärung wissen, dass es nicht leicht wird, diesen Weg zu gehen. Aber wir wissen auch, dass es notwendig ist, dieses nun zu tun. Es ist jetzt an der Zeit, und wir haben keine Zeit mehr zu verlieren. Deshalb diese Aufforderung an alle Politikerinnen und Politiker, an alle Bürgerinnen und Bürger unserer Republik, jetzt kommt es auf Euch an! Es braucht Euren MUT! JETZT! Mut zum Diskurs. Mut zu Veränderungen. Mut zu Entscheidungen. Mut zur Freiheit.“

... und zum Glück spielte auch das Wetter mit

Gut besucht: "Lennep lecker" am, Samstag. Foto: Lothar KaiserBergische Tapas und Waffeln, Kaffeespezialitäten aus der Privatrösterei, Hamburger aus dem Smoker und italienischen Spezialitäten – nicht zu zählen das vielfältige Angebot in den umliegenden Lokalen – lockten  am Samstag zahlreiche Besucher bei zum Glück trockenen Wetter auf dem Alter Markt in der Lenneper Altstadt. „Lennep lecker“ hatte die Augusta Hardt Horizonte gGmbH ihren Beitrag zum diesjährigen „Lenneper Sommer“ überschrieben. Und in die Tat umgesetzt wurde er von vielen: Klienten, Angehörige, Mitarbeitern, ehrenamtliche Förderern und der Geschäftsführung. Für Dönekes sorgte Stadtführer Lothar Vieler, und punkt 19 Uhr steuerte die Gruppe „Circle of Friends“ unüberhörbare rockige Musik bei.