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Traditioneller Richtspruch blieb ungehört

Rögy-Sporthalle wird wohl erst im Sommer fertig“, titelte der Waterbölles am 23. Februar, nachdem Fachleute des Remscheider Gebäudemanagements an dem Rohbau falsch gesetzte Bewehrungsstähle festgestellt hatten, die am Beton der Außenwände Frostabplatzungen und eine Korrodierung der Stäbe befürchten ließen. Das hatte dann erst einmal zu einem Baustopp geführt, zu Mehrarbeit für Gutachter und Statiker und zu intensiven Verhandlungen zwischen der Stadt und der Baufirma.

„Ich bin froh, dass es weitergeht...!“, sagte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz  am 7. September im Haupt- und Finanzausschuss, und 14. November hieß es im Bauausschuss, die Arbeiten an der neuen Dreifach-Turnhalle seien im Zeitplan. Gleichwohl kam die Einladung zum gestrigen Richtfest ein wenig überraschend. Ein kleines Fest mit vielen Luftballons, Musik von der Schulband und dem traditionellen Richtspruch auf dem Dach der neuen Halle, gleich neben dem Richtkranz, gesprochen vom Thomas Judt., dem Chef des Gebäudemanagements. Schade nur, dass ihn niemand unten auf dem Schulhof hören konnte. So ein langes Mikrofonkabel war anscheinend nicht aufzutreiben gewesen.  Aber das Tat der Freude von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Schul- und Sportdezernent  Thomas Neuhaus, Schulleiter Matthias Lippert, Lehrer/innen und Schüler/innen über „die neue Halle unter Dach und Dach“ keinen Abbruch.

„EMA“ und „Leibniz“ gaben 800 Päckchen aus

400 Bedürftige freuen sich auf Päckchen zu Weihnachten“, titelte der Waterbölles am 12. Dezember 2007. Tatsächlich waren es dann 500 Päckchen, die fünf Tage später in der Aula des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums (EMA) an Menschen mit wenig Geld verteilt werden konnten. 30 Jungen und Mädchen einer Klasse beteiligten sich damals an der Aktion „Fröhliche Weihnachten für alle“ der „Tafeln“  in Nordrhein–Westfalen beteiligt, die durch die WDR Lokalzeit öffentlichkeitswirksam unterstützt wurde. Und als sich der WDR zwei Jahre später aus der Aktion zurückzog, blieb die EMA dabei. Gestern Morgen nun wurden dort zum elften Mal zusammen mit der Remscheider Tafel rund 400 Weihnachtspäckchen an bedürftige Kinder und Erwachsene verteilt - und weitere 400 im Leibniz-Gymnasium in Lüttringhausen –, wie Schulleiter Hans-Heinz Schumacher dem Waterbölles im Video berichtete.
Die Schülerinnen und Schüler hatten in der Aula der EMA wieder eine kleine Weihnachtsfeier mit Musik und Gedichten organisiert, um Gedränge im Flur darunter bei der Päckchenverteilung an die Hartz IV-Empfänger/innen zu vermeiden. Auch so ging es dort ganz schön hektisch zu...

 

Ab 2018 neun Jahre bis zur „Prüfung der Reife“

Zusätzlicher Raumbedarf für G9 erst 2026/27“, titelte der Waterbölles am 8. Dezember Im Haupt- und Finanzausschuss hatte die Verwaltung ihre Antwort auf eine Anfrage der SPD zum künftigen gymnasialen Unterricht und dem daraus womöglich resultierenden Raumbedarf vorgelegt.  „Die Landesverbände von CDU und FDP haben sich in ihrem Koalitionsvertrag darauf verständigt, eine „Leitentscheidung“ für die Rückkehr zu den G9-Bildungsgängen an den Gymnasien zu treffen. Aktuell liegt ein Gesetzesentwurf vor, nachdem an den Gymnasien „G9“ aufbauend ab dem Schuljahr 2019/2020 als Regelform eingeführt wird. „G8“ soll als Option bestehen bleiben. Hierüber würden die Schulkonferenzen entscheiden“, berichtete die Verwaltung in der Sitzung über die Wiedereinführung des G9-Bildungsganges an Gymnasien. Dazu gaben gestern die Rektoren der vier Remscheider Gymnasien - Stephan Döhring (Gertrud Bäumer), Dr. Thomas Giebisch (Leibniz), Matthias Lippert, (Röntgen) und Hans-Heinz Schumacher (Ernst Moritz Arndt) - eine Pressekonferenz, um Unruhe in der Elternschaft entgegenzuwirken.

Die Botschaft: Was über das neue Gesetz bislang zu erfahren war, zeige deutlich, dass das alte „G9“ wieder zum Regelfall werde, und zwar mit Beginn des Schuljahres 2018/19. Alle Viertklässler, die im August 2018 von der Grundschule auf eines der Remscheider Gymnasien wechseln, werden das Abitur frühestens in neun Jahren erreichen können. Denn dass sich auch nur eine der vier Schulkonferenzen für das jetzige „G8“ entscheiden würde, sei mehr als unwahrscheinlich, da waren sich die vier Rektoren gestern einig. Denn für eine solche Entscheidung wäre in den Gremien, die zu je einem Drittel mit Lehrern, Eltern und Schüler/innen besetzt sind, eine zwei Drittel-Mehrheit plus einer weiteren Stimme erforderlich. Und dass der Schulträger, in diesem Fall die Stadt Remscheid, von ihrem Veto-Recht zu Gunsten von „G8“ Gebrauch mache, sei fast schon utopisch, deuteten die Schulleiter an. Ihre Prognose: In ganz Nordrhein-Westfalen würden mehr als 600 Gymnasien zu „G9“ zurückkehren und gerade mal zehn bei der um ein Jahr kürzeren Sekundarstufe 1 bleiben.

Das eindeutige Votum für „G9“  wollen Döhring, Giebisch, Lippert, und Schumacher aber nicht als Kritik an „G9“ verstanden wissen. Die Remscheider Gymnasien hätten es geschafft, „G8“ für die Schülerinnen und Schüler „passend zu machen“ (Döhring), so dass es von Seiten der Eltern gegen die kürzere Schulzeit auch keinerlei Beschwerden gegeben habe, zumal den Schulalltag in „G8“ Lehrer, Eltern und Schüler gemeinsam gestaltet hätten. Gleichwohl sei der Wunsch vieler Eltern nach der neunjährigen Schulzeit bis zum „Prüfung der Reife“ (Abitur) unüberhörbar, und dem komme die Landesregierung nun nach (Schumacher).

Der Leiter der EMA hätte sich für die erforderlichen Umstellungen der Lehrpläne etc. mehr Zeit gewünscht, etwa drei Jahre. Doch die bliebe nun leider nicht. Ein Manko, das auch die Schulverlage beklagen. Sie warten dringend auf die neuen (und noch nicht geschriebenen) Kern-Lernpläne auf Landesebene, ohne die sie keine neuen, auf neun Unterrichtsjahre zugeschnittenen Lehrbücher herausgeben können. Man werde sich wohl noch eine Zeit mit den alten Büchern begnügen müssen, fürchtet Hans-Heinz Schumacher. Das werden vor allem die „Sextaner“ spüren, wenn sie im August 2018 ins Gymnasium kommen. Ihr Unterrichtsstoff dürfte dann noch der alte, komprimierte sein. Aber: „Kein Grund zur Sorge“, sagte Matthias Lippert. „Wir werden uns bemühen, den Unterrichtsstoff gut zu verteilen!“

Im Regelfall wird bei „G9“ pro Woche vom Unterricht am Nachmittag eine bis anderthalb Zeitstunden ausfallen, nimmt Hans-Heinz Schumacher an. So werde der Unterricht zwar gestreckt, für die Schülerinnen und Schüler werde sich daraus aber keine unmittelbare Entlastung ergeben. Denn: „Auf sie kommen dann mehr Hausaufgaben zu!“

Und dann wurde doch noch leise Kritik der Pädagogen an „G8“ laut: Manche Jungen und Mädchen, deren „Reifesprung“ zu spät gekommen sei, seien folglich für das Abitur noch nicht reif gewesen. Das habe sich insbesondere in den geisterwissenschaftlichen Fächern gezeigt – bei der Diskussion von philosophischen Fragen. Der Schlussfolgerung, dass für die Lehrerinnen und Lehrer der Unterricht in Unterprima und Prima (Klasse 12 und 13 vor dem Abitur) nun womöglich ein wenig leichter werde, widersprachen die Schulleiter gestern nicht.

Zum 25. Mal weihnachtliches Turmblasen

Es war ein rundes Jubiläum: im 25. Jahr blies am Samstagmittag Dr. Henning Paur gemeinsam mit den Almbrüdern vom Rathausturm weihnachtliche Lieder. Ein guter Grund für Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz das Trio anschließend als Dank für ihr andauerndes ehrenamtliches Engagement um einen Eintrag ins Goldene Buch der Stadt zu bitten. Bei dieser Gelegenheit verriet der bekannte Orthopäde und Jazzmusiker augenzwinkernd, warum er vor Jahren in die Schweiz gezogen sei: „Weil ich nicht mehr auf dem Hohenhagen Ski laufen wollte...!"

Schützenverein mit Guinness-Weltrekord

Pressemitteilung des Remscheider Schützenvereins von 1816 (Korp.)

Was lange währt, wird endlich gut. Bereits am 17. April 2016 stellten Stefan Kaiser, Alexander  Kreicker, Christoph Lange und Sebastian Baum für den Remscheider Schützenverein einen Guinness-Weltrekord für ein Marathon-Gewehrschießen auf („Longest Marathon Rifle Shooting“). 27 Stunden und fünf Minuten schoss jeder der Remscheider Schützen ununterbrochen die Lagen Knieend, Liegend und Stehend mit dem Kleinkalibergewehr anlässlich des 200-jährigen Bestehens des Vereins. Was folgte war eine umfangreiche Dokumentation, um den Rekord auch offiziell bei Guinness zu bestätigen. Nach unzähligen Postzustellungen, Uploads und E-Mails traf nun doch die Botschaft ein, mit der die vier Schützen schon nicht mehr gerechnet hatten: Weltrekord anerkannt!

Fraglich ist, ob die 585 Tage Wartezeit auf Anerkennung bereits einen weiteren Weltrekord bedeuten, trotzdem überwiegt die Freude und Genugtuung über die Anerkennung dieser Leistung über die ständige Ungewissheit. Erneuter Dank gilt an dieser Stelle nicht nur den Firmen RWS für die gesponserte Munition und der Firma Dönges für die zur Verfügung gestellte Heizung, sondern auch den zahlreichen Besuchern, Zeugen, Zeitnehmern und Helfern, ohne die die Umsetzung des Weltrekords nicht möglich gewesen wäre – vielen Dank! (Christoph Lange)

Nur die CDU stimmte gegen Resolution

Ohne Sozialticket auf dem Abstellgleis“, überschrieb der Waterbölles am 28. November eine Pressemitteilung der Bergischen Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege. Darin  wurden die damaligen Pläne der NRW-Landesregierung kritisiert, das Sozialticket schrittweise zu schwächen. Vorgesehen war, den jährlichen Landeszuschuss zum Sozialticket von derzeit 40 Millionen Euro um fünf Millionen Euro im kommenden Jahr kürzen und bis 2020 sogar halbieren. Nach zahlreichen Protesten dieser Art fuhr machte die schwarz-gelbe Landesregierung zwar einen gewissen Rückzieher. Doch in der Ratssitzung am Donnerstag hielten SPD, Bündnis‘90/DIE GRÜNEN, FDP und W.i.R. an ihrem Entwurf einer Resolution fest. Zitat: „Der Rat der Stadt Remscheid fordert die Landesregierung dazu auf, für Personen mit geringen Einkommen weiterhin Mobilitätsangebote zu fördern, um ihnen eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Der Rat begrüßt die Entscheidung der Landesregierung, auch im Jahr 2018 das Sozialticket finanzieren zu wollen. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr hat zum 1. Januar 2013 für Personen mit geringem Einkommen das „meinTicket“ eingeführt, dass sich u.a. an folgende Berechtigte richtet: Empfänger von Arbeitslosengeld II und Sozialgeld (SGB II); Empfänger von Sozialhilfe (SGB XII); Empfänger von Wohngeld nach WoGG; nach SGB VIII; Leistungsberechtigte nach dem Asylbewerberleistungsgesetz sowie Leistungsberechtigte nach dem Bundesversorgungsgesetz. In Remscheid wie im gesamten Verbandsgebiet wird das „meinTicket“ rege in Anspruch genommen und erfüllt damit die Zielsetzung, Personen mit geringem Einkommen Mobilität zu einem günstigen Preis zu ermöglichen. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt dieses Angebot mit einem jährlichen Zuschuss, über dessen künftige Ausgestaltung derzeit im Landtag Nordrhein-Westfalen beraten wird. Die Landesregierung hat angekündigt, die Zuschüsse schrittweise zu reduzieren und letztlich vollständig entfallen zu lassen. In einem solchen Fall verschiebt sich die Finanzierungslast zuungunsten der Verkehrsverbünde und ihren Trägern, sollte das Angebot nicht eingeschränkt oder eingestellt werden. Das zwischenzeitlich bewährte „meinTicket“ sollte weitergeführt werden und seitens des Landes auch weiterhin finanziell gefördert werden.“

Von den 49 anwesenden Ratsmitgliedern stimmten 29 für den Antrag, zwei enthielten sich der Stimme und 18 (CDU) stimmten dagegen. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Jens Peter Nettekoven hatte das zuvor damit begründet, dass der Antrag durch die jüngste Entscheidung der Landesregierung obsolet geworden sei, auch wenn zuvor „nicht alles glücklich gelaufen“ sei. Für die Antragsteller widersprach David Schichel von den Grünen: Die Landesregierung habe das Sozialticket lediglich für 2018 zugesagt, aber nicht darüber hinaus. Unterstützung kam von Thomas Brützel „(W.i.R.). Die Stadt Remscheid habe schließlich ein berechtigtes Interesse, dass am Sozialticket festgehalten werde.

In ihrer Antwort auf eine Anfrage der SPD hatte die Verwaltung mitgeteilt, dass derzeit ca. 1.800 Remscheiderinnen und Remscheider das SozialTicket nutzen. Fritz Beinersdorf, Fraktionsvorsitzender der Linken, die die Resolution unterstützten, verwies darauf, dass Hartz IV-Empfänger im Monat für „Mobilität“ deutlich weniger Geld bekommen, als sie das Sozialticket kostet. Hier sei längst eine Erhöhung des Landeszuschusses angebracht.

Entsetzt über leichtfertigen Umgang mit Statik

Haus Cleff: Viel Lehm hinter dünnem Putz“, titelte der Waterbölles am 30. März nach einem Video-Rundgang durch das entkernte Patrizierhaus, zu dem Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann und Dr. Andreas Wallbrecht, der Leiter des Historischen Zentrums, eingeladen hatten. Anhand der Bauspuren zeigten damals beide auf, was seit 1883 in dem Gebäude durch unüberlegte bauliche Veränderungen bis hin zu gefährlichen Eingriffen in die Statik / Fachwerkkonstruktion alles falsch gemacht worden ist. Das muss jetzt mit viel Geld korrigiert werden, um die Existenz des Rokokobaus zu sichern.

Nach dem Krieg war das Haus als Heimatmuseum weiter ausgebaut worden. Inzwischen ist es weitgehend entkernt, und zur Sanierung stehen insgesamt 1,2 Millionen Euro zur Verfügung (100.000 Euro von der Deutschen Stiftung für Denkmalschutz, 495.000 Euro an Bundes-Fördermittel der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und 600.000 Euro an städtischen Rücklagen für Haus Cleff. Dass die Summe zur kompletten Wiederherstellung des Gebäudes nicht ausreichen wird, sagte Dr. Wallbracht am Dienstag in der Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid. Er hofft auf Drittmittel der heimischen Industrie. Die konnte die Stadt dann wie Eigenmittel einsetzen, um so an weitere Öffentliche Gelder zu gelangen. Aber: „Das wird noch viel Klinkenputzen bedeuten“, betonte der Museumsleiter. Da die bislang zugesagten Fördergelder von 595.000 Euro an keine Fristen gebunden seien, könne man das Geld für die statische Ertüchtigung der Holzkonstruktion auch noch 2019 einsetzen. Denn mit der Genehmigung des zum Jahresbeginn einzureichenden Bauantrages sei nicht vor Sommer 2018 zu rechnen.

Mittels zahlreicher Detailaufnahmen aus dem Inneren des Hauses zeigte Wallbrecht den Mitgliedern der Bezirksvertretung die Schäden auf, die es dringend zu reparieren gilt. Reaktion von Rosemarie Stippekohl (CDFU): „Ich bin entsetzt, wie leichtfertig man früher mit den tragenden Holzpfeilern umgegangen sind und so die Statik des Hauses geschwächt hat!“

  • Da wurde in früheren Zeiten für Abwasserrohre einfach seitlich ein Loch in das Deckengewölbe des Kellers geschlagen, ohne an die Traglasten zu denken.
  • Da wurden in Wänden beim Einbau von Türen wichtige Querbalken in der Holzkonstruktion einfach weggesägt mit dem Ergebnis, dass sich buchstäblich „die Wände bogen“.
  • Das wurden unter einem schweren und wichtigen Deckenbalken gleich drei Ständerbalken weggenommen, was – unter einer Putzschicht – den Bruch des Deckenbalkens zur Folge hatte.
  • Da wurde vor einem Fenster ein anderer Ständerbalken entfernt, was „die ganze Sachkonstruktion instabil“ gemacht habe, so Wallbrecht.

Von Beatrice Schlieper, der Vorsitzenden des Fördervereins von Haus Cleff, kam die Bitte an den Museumsleiter, die Bezirksvertretung künftig zwei- bis dreimal im Jahr über den Fortgang der Sanierungsarbeiten zu informieren. Bei diesen würden nur solche Handwerker in der Ausschreibung Chancen haben, die gute Fachkenntnisse in der Restaurierung historischer Bauten vorweisen können, erfuhr die BV abschließend.

Blauer Mond: ALDI bleibt Lösung schuldig

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Auf der Grundlage von Gesprächen zwischen der ALDI Gesellschaft Radevormwald, der Geschäftsleitung der RSE Grundbesitz und Beteiligungs GmbH sowie der Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes Deutschland GmbH wurde der Stadt Remscheid gegenüber das gegenseitige Interesse signalisiert, den „Blauen Mond“ als Wahrzeichen zu erhalten. Der Wiederaufbau würde an anderer Stelle in einer Höhe von rund 17 Metern, dies entspricht in etwa dem jetzigen niedergelegten „Kopfteil“ des Mannesmannturmes, erfolgen. Hierfür ist ein Standort im Zufahrtsbereich der Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes Deutschland GmbH als Nachfolgeorganisation der Fa. Mannesmann Werke an der Bliedinghauser Straße in Aussicht genommen. Über den weiteren Umgang mit dem verbleibenden Stahlskelett auf dem Geschäftsparkplatz an der Burger Straße wurde keine Aussage getroffen.

Eine nicht maßstabs- und lagegetreue Darstellung ist aus der Bildmontage der Stadt Remscheid links ersichtlich. Baudezernent Peter Heinze zeigte sich über die Vorschläge für den Wiederaufbau enttäuscht: „Wie ein multinationales Unternehmen wie Aldi so nachlässig mit einem so wichtigen Identifikationsdenkmal für ganz Remscheid umgehen kann, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Aldi muss hier noch einmal nacharbeiten“, stellt Heinze fest.

Der aktuelle Vorschlag der Firma ALDI wurde dem notwendigen intensiven Auseinandersetzungs- und Diskussionsprozess seitens der Stadt Remscheid unterzogen. Als Ergebnis ist nun festzuhalten, dass dem Vorschlag nicht gefolgt werden kann. Die Bezirksvertretung Süd wurde in der Sitzung am 13. Dezember darüber informiert. Eine teilweise Versetzung des Denkmals in der vorgeschlagenen verkürzten Form würde dem Charakter und der Bedeutung des Denkmals nicht gerecht werden. Weniger als ein Drittel einschließlich des „MW“-Emblems würde von dem ursprünglich knapp 59 Meter hohen ehemaligen Messeturm nur noch übrig bleiben.

Waterbölles: Da kennen die Verantwortlichen von ALDI Nord die Remscheider aber schlecht. Das Angebot des Discounters wird insbesondere im Südbezirk nicht als ernsthaft gemeintes Angebot verstanden, sondern als Kampfansage. In der Rolle der Firmenberater möchte ich nicht stecken. Denn das könnte noch einige Kunden kosten...

„Eschtival“ 2018 mit Höhnern, Jürgen Drews u. a.

Pressemitteilung des Fördervereins Freibad Eschbachtal e.V.

Wir haben zwar ab heute den ersten Schneefall in Remscheid, aber das Organisationsteam bestehend aus Mitarbeitern des Sportamtes und des Fördervereins Freibad planen schon das Ende der Freibadsaison 2018. Denn das „Eschtival“ für 2018 steht bereits, und es dauert diesmal ein ganzes Wochenende.

Das Eschbachtal als schöne Lokation, nette Leute, stimmungsvolle Musik, und ein abwechslungsreiches, attraktives Programm, das macht das  „Eschtival“ zu einem interessanten Wochenenderlebnis. Nach der ersten erfolgreichen Auflage möchten wir nun in die zweite Runde starten und freuen  uns über jeden, der ein Teil des „Eschtivals“ sein möchte. Und hier das Programm für 2018, auf das wir stolz sind:

Freitag, 7. September
Die Höhner
Einlass ab 18 Uhr. Karten 25 € plus VVK-Gebühr, Abendkasse 29 €.

Samstag, 8. September
Band Casa de Loco
und anschließend
Jürgen Drews mit Band
Einlass ab 16 Uhr, Karten – 25 € plus VVK-Gebühr, Abendkasse 29 €.

Sonntag, 9. September
Band Fachwerk
und anschließend
Lina Marrocco mit Band
Einlass ab 15 Uhr. Karten zehn € nur Abendkasse.

(Video rechts: "Köbes unterground" in diesem Jahr im Eschbachtal)

Wochenendticket für alle drei Veranstaltungstage: 35 € plus VVK-Gebühr für die ersten 500 Tickets, ansonsten 49 € plus VVK-Gebühr. Tickets sind ab heute Uhr über das Internet bei „Remscheid Live“ sowie bei Gottl. Schmidt, Alleestraße, dem Rotationstheater in Lennep und dem Merkur-Reisebüro in Lüttringhausen oder den sonst bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.  (Stefan Grote)

Jetzt bewerben für den neuen Jugendrat!

Warben gestern mit dem Slogan "Machen!" für den neuen Jugendrat: von li. n. re. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Alegria Milanda, die Vorsitzende des Jugendrates, Melih Görgün, Mitglied des Jugendrates, Gerd Diedrich-Wingender, der Geschäftsführer des Jugendrates,  Sandra Schwabe vom Fachdienst Jugend, Soziales und Wohnen und Sozialdezernent Thomas Neuhaus. Foto: Lothar Kaiser

„Liebe Jugendlichen in Remscheid, die Amtszeit des siebten Jugendrates der Stadt Remscheid neigt sich dem Ende zu. Im März 2018 wird neu gewählt. Sie gehören zu den Wahlberechtigten“, beginnt der Brief von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, den in diesen Tagen alle Schülerinnen und Schüler Remscheider Schulen erhalten werden. Darin fordert der OB die Jugendlichen unter 18 Jahren auf, sich aktiv an der Gestaltung einer kinder- und jugendfreundlichen Stadt Remscheid zu beteiligen: „Mir persönlich, und ich spreche da auch für den Rat und die Verwaltung der Stadt Remscheid, ist Ihre Meinung und Ihr Engagement wichtig. Sie wissen am besten, wie eine kinder- und jugendfreundliche Stadt auszusehen hat. Die Verwaltung und Politik in Remscheid legen großen Wert auf Ihr Wissen, Ihre Meinung und Ihre Anregungen. (...) Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie die Chance ergreifen, sich als Kandidatin bzw. Kandidat aufstellen zu lassen!“

Die Wahl wird in der Zeit vom 12. März bis zum 16. März 2018 an allen weiterführenden und den berufsbil­denden Schulen in Remscheid stattfinden. Bewerben kann sich jede/r Remscheider/in, die/der am 12. März 2018 zwischen 14 und 17 Jahren alt ist. Die Satzung und die Wahlordnung des Jugendrates der Stadt Remscheid sind im Internet unter www.jugendrat-remscheid.de  nachzulesen. Dort kann auch ein Kandidatenbewerbungsbogen heruntergeladen werden. Dieser kann bis zum 18. Januar 2018 im Sekretariat der „eigenen“ Schule oder bis zum 26. Januar 2018, 14 Uhr, in der Geschäftsstelle des Jugendrates Stadt Remscheid, Fachdienst Jugend, Soziales und Wohnen, Haddenbacher Straße 38 - 42, 42855 Remscheid, Raum 012, abgegeben werden.

Alles, was für die Kandidatur benötigt wird, ist Zeit, Motivation und Spaß am MACHEN (der neue Wahl-Slogan des Jugendrates). Sagte gestern Gerd Dietrich-Wingender (60), der Geschäftsführer des Jugendrates. Zusammen mit den bisherigen Mitgliedern des Jugendrates unterstützt er die Kandidaten und Kandidatinnen in ihrem Wahlkampf durch professionell gemachte Flyer & Plakate sowie einen sieben Minuten dauernden Werbefilm. Darin kommen viele Mitglieder des scheidenden Jugendrates zu Wort, zum Beispiel Jakub Arslan („Eine total geile Zeit!“) und Abdullah Yavuz („Habe meine Schüchternheit verloren!“).

Bei der Wahl es 7. Jugendrates, der sich am 19. April 2016 konstituierte, hatten von den 4.518 Wahlberechtigten 2.815 ihre Stimme abgeben. In den 15-köpfigen Jugendrat wurden damals fünf Schülerinnen und zehn Schüler aller Remscheider Schulformen  – acht von Gymnasien, drei von Gesamtschulen, zwei von Realschulen und je ein Mitglied einer Haupt- und einer Förderschule.

Bereits seit 2004 engagieren sich in Remscheid Jugendliche im Jugendrat, um den Interessen aller Remscheider Jugendlichen Gehör zu verschaffen. Wer schon im Alter von 14 Jahren gewählt wird, kann nach zwei Jahren lediglich noch einmal kandidieren. Denn mit 18 Jahren ist Schluss, auch dann, wenn der Wahltag genau auf den 18. Geburtstag fällt (Alegria Milanda und Melih Görgün hätten gerne noch weitergemacht, verrieten sie gestern). Von den  jüngeren Mitgliedern des amtierenden Jugendrates haben sich bislang drei zu einer zweiten Kandidatur entschlossen: Francesco Lo Pinto, Jakub Arslan und Marie Sophie Flüs. Der OB in seinem „Wahlbrief“: „Mitglied des Remscheider Jugendrates zu sein bedeutet, dass Sie Ihre Ideen aktiv einbringen und sich an der Umsetzung der Projekte des Jugendrates beteiligen können. Es bedeutet auch, dass Sie das, was Ihnen wichtig ist, mit den Verantwortlichen dieser Stadt diskutieren können. Es bedeutet, dass Sie aufzeigen können, was die Wünsche und Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen in dieser Stadt sind, die vielleicht den Erwachsenen verborgen bleiben, da sie keinen oder nur geringen Einblick in Ihr alltägliches Leben haben.“

Das bedeutet aber auch, die Chance zu bekommen, demokratisches Handeln zu gestalten und aus erster Hand zu erfahren, die Arbeitsweisen von Politik und Verwaltung kennenzulernen und Fähigkeiten zu erwerben, die im Umgang  mit anderen, etwas in Diskussionen, wichtig sind – nicht nur im Jugendrat, sondern auch in der Schule und darüber hinaus. „Leider haben viele Jugendliche Hemmungen zu kandidieren“, sagte Gerd Dietrich-Wingender. „Der Mensch wächst mit der Aufgabe“, sagte er weiter und empfahl interessierten Schülerinnen und Schülern, die Jugendratsmitglieder der „eigenen“ Schule einfach mal direkt auf ihre persönlichen Erfahrungen anzusprechen. Alegria Milanda: „Das Angebot steht!“

Schul- und Sozialdezernent Thomas Neuhaus bescheinigte den scheidenden Jugendratsmitgliedern, sich zu „Jungpolitikern“ mit Gestaltungswillen entwickelt zu haben. Tatsächlich kann sich die auf der Homepage des Jugendrates veröffentlichte Liste der erfolgreichen Projekte sehen lassen. Der Jugendrat hat sich eingesetzt für Aidswaisen in Uganda und die DKMS, das "United Flags 2"-Konzert für ein tolerantes und buntes Remscheid, ein Fußball-Turnier, den Austausch zwischen den Generationen, die Parkour-Anlage am Hauptbahnhof, die Jugendkultur, eine Partyreihe für 13- bis 16-jährige, die Skateanlage Lennepebachtal, die Jugendkulturfestivals, die Buslinie zur Kräwinkler Brücke, eine Kampagne für Erstwähler/innen, Auftrittsmöglichkeiten für junge Talente, einen Bewerbungs-Comic, die Zusammenarbeit der bergischen Jugendräte, einen Bolzplatz am Hauptbahnhof, die Aktion „Respekt“, öffentliches Wlan, neue Skater-Geräte in der Fun-Box, Alkoholprävention und gegen Rassismus. Am Anfang standen zumeist Projektgruppen. Sie sind das Kernstück der Jugendratsarbeit mit dem meisten Gestaltungsspielraum – und sie sind die „offenen Türen" für alle Remscheider Jugendlichen, in der Politik etwas mitgestalten wollen. Gerd Dietrich-Wingender: „Von den Nachrückern des jetzigen Jugendrates waren alle fast durchgängig mit aktiv!“