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Vertreter der Verkehrsdirektion ließ sich nicht blicken

Auf Vorschlag der SPD-Fraktion hatte die Verwaltung den Polizeilichen Verkehrsbericht für das Jahr 2016 auf die Tagesordnung der gestrigen Sitzung der - Bezirksvertretung Alt-Remscheid gesetzt. Der Bitte der SPD, die in dem Bericht für den Stadtbezirk genannten Daten in einer Mitteilungsvorlage zusammenzufassen und zum Sitzungstermin eine/n Vertreter/in des Verkehrskommissariats der Polizei einzuladen – die Ergebnisse der Diskussion sollten als Grundlage für die weiteren Bestrebungen des Rates und der Bezirksvertretungen dienen, die Verkehrssicherheit in Remscheid zu erhöhen –konnte allerdings nicht entsprochen werden. Zum einen, weil eine Nachfrage bei der zuständigen Direktion „Verkehr“ der Polizei ergeben hatte, dass die erfassten Daten keine Zuordnung zu den einzelnen Bezirken zulassen. Die Zahlen, Daten, Fakten beziehen sich auf das Stadtgebiet Remscheid insgesamt; das lasse keine Auswertung der Daten für die jeweiligen Stadtbezirke zu. Und zum anderen, weil die Polizei die Teilnahme an der BV-Sitzung ablehnte. Die Polizeidirektion sehe „aufgrund der begrenzten Personalressourcen keine Möglichkeit, Termine in den Bezirksvertretungen wahrzunehmen, auch im Hinblick darauf, dass drei Kommunen bedient werden müssten.“

Von ähnlichen Einladungen an die Polizei aus Remscheid und Solingen sei ihm nichts bekannt, reagierte in der gestrigen BV-Sitzung Bezirksbürgermeister Otto Mähler (pensionierter Polizeibeamter) irritiert und verständnislos. Das zeuge von „wenig Bürgernähe“. Mähler: „Die Bezirksvertretung fühlt sich lasch behandelt!“

Die Wuppertaler Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher hatte am 20. Februar den Verkehrsbericht 2016 für das Bergische Städtedreieck der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Stadtgebiet Remscheid ereigneten sich demnach im vergangenen Jahr 3.880 Unfälle, knapp 130 Fälle mehr als im Vorjahr. Von einer Erörterung der Detailergebnisse in den vier Bezirksvertretungen hatte sich Otto Mähler, zugleich Vorsitzender der Verkehrswacht Remscheid, eine breitere Diskussion über die Verkehrssicherheit in Remscheid versprochen. Ziel der Verkehrswacht ist es, die schwächeren Verkehrsteilnehmer – insbesondere Kinder und ältere Fußgänger – zu schützen. Mit entsprechenden Präventivmaßnahmen unterstützt die Verkehrswacht die Beamten der Verkehrsunfallprävention der Polizeiinspektion Remscheid.

Freiheitstraße: Neue Steuergeräte für die Ampeln

Hoffentlich bald weniger rote Ampeln auf der Freiheitstraße“, titelte der Waterbölles am 21. Januar 2008, also vor mehr als neun Jahren. Die Autoabgase (’Dicke Luft’) auf der vielbefahrenen Freiheitstraße waren schon damals ein Dauerthema für Rat und Verwaltung. Dort bestehe Handlungsbedarf, hatte die Umweltverwaltung schon ein Jahr zuvor bestätigt und zur Prävention „eine Verflüssigung des Verkehrs durch den Ersatz veralteter Ampelanlagen“ vorgeschlagen (Waterbölles von damals). Die Fragen, die die SPD-Fraktion am 28.März an die Verwaltung richtete und die in der gestrigen Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid schriftlich beantwortet wurden, betrafen ohne Hinweis auf diese Vorgeschichte Lärm- und Luftschadstoffmessungen auf der Freiheitstraße nachts und tagsüber und den „aktuellen Sachstand zur Umsetzung von lärm- und luftschadstoffmindernden Maßnahmen“ auf der verkehrsreichen Bundesstraße zwischen Amtsgericht und Bahnhof.

Antwort 1: Gemessen wird dort „kontinuierlich die Belastung mit Stickstoffdioxid  über einen Passivsammler des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW“, bisher ohne Hinweis auf eine evtl. Grenzwertüberschreitung. Aber: „Der Jahresmittelwert für das Jahr 2016 liegt gegenwärtig noch nicht vor“. Eine erneute Lärmberechnung sei vorgesehen und die hierfür notwendige Erhebung der durchschnittlichen täglichen Verkehrsbelastung in Vorbereitung. Konkrete Messungen sind jedoch nicht geplant. Begründung: Ein vergleichbares Ergebnis einer sogenannten Linienschallquelle wie dem Straßenverkehr würde einen hohen Aufwand und Kosten verursachen.

Antwort 2: Der Luftreinhalteplan für die Stadt Remscheid vom 20. September 2012 (http://www.brd.nrw.de/umweltschutz/umweltzone_luftreinhaltung/pdf/2012_09_21_LRP_Remscheid.pdf) sieht für die Freiheitstraße durch Koordination aller Lichtzeichenanlagen eine Verkehrsverstetigung vor, die eine Minderung der Luftschadstoff- als auch der Lärmbelastung zum Ziel hat. „Die Ausschreibung zur Erneuerung der Steuergeräte für die Lichtzeichenanlagen an der Freiheitstraße ist in der Bearbeitung. Diese ist so weit fortgeschritten, dass mit einer Vergabe der Arbeiten noch vor den Sommerferien zu rechnen ist. Die Technik wird so sein, dass keine Induktionsschleifen in die Fahrbahn eingebaut werden müssen. Die Detektion des Fahrverkehrs erfolgt ausschließlich durch Kameras und ist somit unabhängig von der Fahrbahn. Die Masten werden soweit wie notwendig  erneutet. Die Anlagen, die noch nicht mit LED-Technik ausgestattet sind, werden entsprechend umgerüstet. Diese Maßnahme ist nach Angaben der Verwaltung schon seit November 2015 beschlossene Sache. Die lange Anlaufzeit spricht für eine „schwere Geburt“! Verkehrsplaner Udo Wilde drückte es gestern so aus: Der Planungsstand bezüglich der Ampel sei wie „Schnee von gestern“, aus den 1980er Jahren.

Zur Minderung der Lärmbelastung an der Freiheitstraße sieht der Lärmaktionsplan Remscheid ((http://www.remscheid.de/leben/medienpool/dokumente020/LAP_RS_Maerz_2016.pdf) durch Ratsbeschluss vom 30. Juni 2016  eine nächtliche Geschwindigkeitsreduzierung und – langfristig – im Zuge der geplanten Fahrbahnsanierung den Einsatz von lärmminderndem Asphalt. Aber: Die Anordnung einer Geschwindigkeitsbeschränkung erfordere eine „weitreichende rechtliche und sachliche Prüfung von Seiten der zuständigen Straßenverkehrsbehörde, die bisher noch nicht abgeschlossen werden konnte“, so die Verwaltung. Der Grund dafür wird in der neuen Mitteilungsvorlage nicht genannt. In der Sitzung deutete Elke Ellenbeck vom Umweltamt allerdings personelle Engpässe an.

Noch länger dürfte der neue Asphaltbelag auf sich warten lassen. Zitat: „Die Sanierung der Fahrbahn unter Verwendung vom lärmmindernden Asphalt kann nur im Rahmen  einer grundlegenden Erneuerung erfolgen. Hierfür  sind Kosten in der Größenordnung von vier Millionen € anzusetzen. Diese Mittel sind im Investitionsplan derzeit für spätere Jahre, d.h. frühestens ab dem Jahr 2021, vorgesehen.“

Aber für die Besitzer der Mietshäuser entlang der Freiheitstraße besteht schon vorher ein kleiner Hoffnungsschimmer, so sie denn eigenes Geld investieren können und wollen. Denn seit dem 1. Januar besteht ein Förderprogramm für passive Lärmschutzmaßnahmen an Lärmschwerpunkten, dass der Rat am 24. November 2016 beschlossen hat ((http://www.remscheid.de/leben/medienpool/dokumente020/1.31.0_Foerderprogramm_passiver_Laermschutz_161124.pdf) Bezuschusst wird demnach der Einbau von Lärmschutzfenstern und von schallgedämmten Lüftungseinrichtungen durch die Stadt Remscheid, soweit eine höhere Lärmbelastung durch Straßenverkehr vorliegt. Die Gebäude, die für  eine Förderung in Betracht kommen,  könnten dem Geodatenportal unter (http://geoportal.remscheid.de/mapbender3/application/laermschutz_foerderprogramm) entnommen werden, so die Verwaltung. „Viele Gebäude an der Freiheitstraße weisen eine solche Lärmbelastung auf, die eine Inanspruchnahme der Fördermittel möglich macht.“

Fazit von Bezirksbürgermeister Otto Mähler: „Viel tut sich zu diesem Thema nicht!“

Neue App für mehr Mobilität im ÖPNV

Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid

Die Stadtwerke in Remscheid bieten seit einigen Tagen ihren Fahrgästen eine neue App für Fahrplanauskunft und Ticketkauf an. „Mit der neuen Mobilitäts-App verbessern wir den Service für unsere Kunden in Remscheid und der Region noch weiter“, so Geschäftsführer Hoffmann. Die neue SR App zeichne sich durch ein modernes Design und eine einfache Benutzerführung aus. Außerdem verfüge sie über einen praktischen Ticket-Shop und viele weitere nützliche Funktionen. Pendler können z.B.  ihre Stammstrecken als Favoriten markieren, eine Umgebungskarte zeigt Haltestellen und wichtige Einrichtungen im Start- oder Ziel-Umfeld und dank des Designs der Fahrtenübersicht hat man alle Verbindungen, Fahrtzeiten, Umstiege und Ticketpreise direkt im Blick.

Im neu strukturierten VRR TicketShop können Kunden Tickets künftig komfortabler kaufen – und zwar sowohl aus der Fahrplanauskunft heraus als auch in der Funktion Ticketshop. Dabei kann zwischen der Zahlung per Kreditkarte und per Lastschriftverfahren gewählt werden. Wer einmalig seine Zahlungsinformationen hinterlegt, kann alle gängigen Tickets auch von unterwegs aus kaufen. Zusätzlich können in der App exklusive Online-Tickets, wie beispielsweise das 30-TageTicket und das HappyHourTicket, erworben werden. Ebenfalls können Fahrgäste in der SR App eine Hinweisfunktion einstellen, die sie über Störungen und Behinderungen auf ihrer täglichen Route informiert. Die Live-Auskunft berücksichtigt bei der Verbindungssuche Echtzeitdaten, d.h. eventuell auftretende Verspätungen werden mit angezeigt. Kommt es zu Störungen und Fahrplanänderungen, erhält man eine Mitteilung auf das mobile Endgerät. Für welche Linien dies der Fall sein soll, kann man in den persönlichen Einstellungen festlegen. Die SR App steht den Fahrgästen ab sofort kostenlos im AppStore von Apple und bei Google Play zum Download zur Verfügung.

OB ist Schirmherr der Verkehrswacht Remscheid e.V.

Im Bild v. li. n. re. Verkehrswacht-Geschäftsführer Bernd Schäfer, Oberbürgermeister Burkhard Mast-EWeoisz und Otto Mähler, Vorsitzender der Verkehrswacht Remscheid. Foto: Lothar Kaiser

Mit einem roten Schirm und einer Urkunde kehrte Oberbürgermeister Burkhard Mas-Weisz am Donnerstagnachmittag von einem Termin im Café Sahnetörtchen ins Rathaus zurück. Beides hatte ihm dort Bezirksbürgermeister Otto Mähler in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Verkehrswacht Remscheid e.V. überreichte als Symbol und Dank dafür, dass der OB die Schirmherrschaft über die Verkehrswacht übernommen hat. „Wir hoffen auf gemeinsame Erfolge im Bemühen um die Verkehrssicherheit auf den Straßen Remscheids“, steht auf der gerahmten Urkunde, die ihren Platz im Amtszimmer des OB bekommen soll.

Lange Jahre war der einzige Vertreter der Verkehrswacht in Remscheid der Polizeibezirksbeamte Karl August Latussek. Erst nach dessen Tod bekam die Verkehrswacht Remscheid einen Vorstand und wurde ins Vereinsregister eingetragen. Die Satzung, die in der Hauptversammlung am 12. November 2003 beschlossen wurde, gilt auch heute noch. Satzungszweck sind demnach „Maßnahmen zur Verkehrssicherheit von Schülern, Eltern und Senioren.“

Schulwegpläne in RS sind teilweise veraltet“, titelte der Waterbölles am 10. Februar. Die Verkehrswacht Remscheid hatte damals bei allen Grundschulen der Stadt angefragt, ob ihre Schulwegpläne noch aktuell seien. Der Bitte um Rückmeldungen an den Fachdienst Schule und Bildung der Stadt Remscheid bis Ende Juni, damit veraltete Schulwegpläne rechtzeitig zum Start in das neue Schuljahr neu aufgelegt werden könnten, seien bisher zwei Schulleiter gefolgt (Schule Siepen und Daniel-Schürmann-Schule). Hinter der Aktion steht das Bemühen der Verkehrswacht, für mehr Sicherheit von Kindern auf dem Schulweg zu sorgen, Eltern / Großeltern anzuregen, über ihr eigenes Verhalten im Straßenverkehr /“ Kiss and Go“ im absoluten Halteverbot vor Schulen) nachzudenken, und ganz generell die Zusammenarbeit zwischen Schule, Schulamt, Ordnungsbehörde und Polizei (Verkehrssicherheitsberatung, Bezirksbeamte) zum Wohle der Kinder zu verbessern. Otto Mähler drückte das am Donnerstag so aus: Man wolle die Ämter in die Pflicht nehmen.

Da kann die Übernahme der Schirmherrschaft durch den Oberbürgermeister nur förderlich sein. Und der zierte sich auch nicht lange, sondern nahm sie sofort an. „Die Sicherheit von Kindern und Senioren im Straßenverkehr ist ein wichtiges Thema. Wenn ich da Bindeglied sein kann zwischen Polizei, Verwaltung und Verkehrswacht, mache ich das sehr gerne!“

Unterstützung kann die Verkehrswacht Remscheid e.V. aber nicht nur ideell, sondern auch finanziell und personell gut gebrauchen. Gegenwärtig sie 13 Mitglieder, davon acht aktive. Da summiert sich der Jahresbeitrag von zwölf Euro zum Jahresende gerade mal auf 156 Euro. Ein Glück, dass Sponsoren wie die Stadtsparkasse die Arbeit regelmäßig unterstützen. Fehlt nur noch weitere Manpower. Denn die Zahl der Veranstaltungen in Remscheid, an denen sich die Verkehrswacht beteiligt oder die sie sogar selbst organisiert (Verkehrsaufklärung in Kitas und Schulen, aktuell: Jugendfahrradtag am 27. und 28. Juni im Innenhof der Polizei an der Uhlandstraße; Auftakt zu Aufklärungsaktionen auf der Balkantrasse am 19. Juli in Bergisch Born), hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Da ist es verständlich, dass sich der Vorstand – vertreten am Donnerstag auch durch Geschäftsführer Bernd Schäfer, pensionierter Berufsfeuerwehrmann,  und Kassierer Michael Albrecht, pensionierter Grundschullehrer und Fachberater für Verkehrssicherheit beim Schulamt – über weitere Mitglieder freuen würde, wie sie betonten. Spontane Reaktion des Oberbürgermeisters: „Dann schickt mir mal einen Aufnahmeantrag!“

Grünes LED-Licht für die Stahlbögen der Unterführung

Unterführungen, die nachts schlecht ausgeleuchtet sind, werden von vielen Fußgängern als „Angstraum“ empfunden. Solche Bereiche heller und damit freundlicher zu machen, scheitert nicht selten am Geld. Für die Unterführung der Bismarckstraße soll das jedoch nicht gelten. Dort sollen die aus jeder Fahrtrichtung jeweils ersten drei Stahlbögen mit farbigen LED-Scheinwerfern (Lichtfarbe Grün) beleuchtet werden. Für die mittleren Bögen bleibt die bestehende Straßenbeleuchtung (Lichtfarbe Weiß) erhalten. „Durch die LED-Strahler wird der Raum unter der Unterführung heller und durch die Farbgestaltung zusätzlich aufgewertet“, so die Stadtverwaltung in ihrer Beschlussvorlage zur Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid  am 2. April. Für die Stadt werden damit keine Kosten verbunden sein. Denn die Fa. Trilux aus Arnsberg und die EWR GmbH haben der Stadt die für sie kostenlose Installation zum Betrieb dieser Zusatzbeleuchtung in der Fahrzeugunterführung vorgeschlagen. Sie möchten sich mit dieser Aktion in der Fachwelt präsentieren. Die Kosten für die Lieferung und Montage der LED-Scheinwerfer übernehmen die EWR GmbH. Für die Leuchtenpauschale will sie keine zusätzlichen Lichtpunkte in Rechnung stellen. Die Ausführung der Beleuchtung und die Lieferung der Leuchten soll die Fa. Trilux aus Arnsberg übernehmen. Die Auftragsvergabe wird durch die EWR GmbH, die bekanntlich Eigentümer der Straßenbeleuchtung in Remscheid ist, durchgeführt

Im September 2016 hatte in der Unterführung für zwei Stunden eine Probeinstallation der Beleuchtung stattgefunden, die die Beteiligten überzeugte. Vergleichbare Objekte gibt es z. B. in Köln. Dort wurden von der Rhein-Energie Köln im Rahmen des Projektes „Lichtpassagen“ bislang fünf Unterführungen mit einer Zusatzbeleuchtung der Stahlträger versehen.

"Schleichverkehr" hat den Hasenberg für sich entdeckt

Das Jahr 2017 steht im Focus einiger wichtiger Herausforderungen von erheblicher Tragweite vor uns. Zum Beispiel den Ausbau der städtischen Verkehrsinfrastruktur, aktuell die Kreuzung Trecknase in Lennep, eine der Hauptverkehrsachsen in Remscheid. Zu eben diesem Thema begrüßte der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Lennep, Jürgen Kucharczyk, in der jüngsten Mitgliederversammlung, die auch für Gäste offen war, den Leiter der Technischen Betriebe Remscheid (TBR), Michael Zirngiebl, und den Projektleiter Gunter Breidbach. Das Interesse war groß, und Fragen, gab es nicht nur zur Verkehrsführung, sondern auch zu den Veränderungen für Fußgänger. Betont wurde,  dass Fußgänger hier kein Risiko eingehen sollten und notfalls die Ampelschaltungen nachjustiert werden müssten.

Gunter Breidbach erläuterte die neuen Wegebeziehungen und Ampelschaltungen. Ein Teilnehmer der Veranstaltung der am Hasenberg wohnt, berichtete von Lkw-Fahrern, die von der Borner Str. über den Hasenberg zur Rader Str. eine Abkürzung nehmen. Das dürfe nicht sein, meinten die Anwesenden – weder über den Höhenweg und Emil-Nohl-Str. zum Neuen Teich noch über den Talsperren Weg zur Ringstr. Denn das Wohnquartier Hasenberg beinhaltet einen sechsgruppigen Kindergarten und eine Grundschule. Angeregt wurde ein Einfahrverbot zum Hasenberg für über 7,5 t schwere Lkw, ebenso von der Rader Str. zum Hasenberg, und ein generelles Verbot für Sattelschlepper und Gelenkzüge.

Vom Vorsitzenden Jürgen Kucharczyk kam der Vorschlag, in den kommenden Tagen den gesamten Verkehrsablauf „Umbau Trecknase“ zu beobachten und den TBR mögliche Gefahren und Unstimmigkeiten telefonisch mitzuteilen. „Michael Zirngiebl und Gunter Breidbach zeigten sich sehr offen für den Vorschlag“, so Kucharczyk.

Geschwindigkeit auf der Freiheitstraße drosseln?

Zur Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid am 25. April hat die SPD-Fraktion bei der Verwaltung angefragt, ob an der Freiheitsstraße nachts und tagsüber Lärm- und Luftschadstoffmessungen durchgeführt werden bzw. in Planung sind. Und wie der aktuelle Sachstand zur Umsetzung von lärm- und luftschadstoffmindernden Maßnahmen an der Freiheitsstraße sei. Zugleich verweist die SPD auf die Richtlinie 2002/49/EG über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm vom 25. Juni 2002; diese ziele auf eine einheitliche Konzeption des Umgangs mit Umgebungslärm ab.

Im vergangenen Jahr wurde der Lärmaktionsplan der 2. Stufe für das Stadtgebiet Remscheid beschlossen mit dem Ziel, Gefährdungen und Belastungen für die betroffenen Anwohner zu erfassen, darzustellen und kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen und Strategien zur Minderung und Vermeidung zu planen und umzusetzen. Insbesondere die Freiheitstraße gehört zu den meistbefahrenen Straßen in Remscheid und wird in der Prioritätenliste des Lärmaktionsplanes an erster Stelle geführt.

Ernst-Peter Wolf, Sprecher der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Alt-Remscheid: „Einzelne sehr laute Schallergebnisse, aber auch andauernder Lärm auf niedrigem Schallniveau sind störend und gesundheitsschädigend. Insbesondere nächtlicher Lärm kann Stress auslösen und zu gesundheitlichen Problemen führen. Die Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit kann kurzfristig und verhältnismäßig kostengünstig und effektiv umgesetzt werden. Langfristig gesehen muss die Fahrbahn der Freiheitstraße zur Verringerung des Verkehrslärms saniert werden.“

Können Sie sich noch an diese Aktion erinnern?

Werbeaktion aus dem Jahre 1988.Mir ist ein Autoaufkleber von August 1988 in die Hände gefallen: „Remscheid 1a an der A1“, herausgegeben von der Fördergemeinschaft Remscheid e.V. An 13 Samstagen, vom 4. Juni bis einschließlich zum 27. August 1988, konnten Autofahrer mit diesem Aufkleber an Ihrem Auto einen Werkzeugkoffer der Firma Heyco gewinnen. Können Sie sich noch an diese Aktion erinnern?

Erste Phase der Baustelle „Trecknase“ beginnt

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Für die Baustelle an der Trecknase wird das große Umleitungs- und Verkehrskonzept ab Donnerstag, 30.März, in mehreren Schritten realisiert. Ab  Montag, 3. April, gelten dann erstmals die alternativen Wegstrecken und Ausweichrouten zur Umfahrung des Baustellenbereichs. Mit erheblichen Rückstaus in den ersten Tagen der Baustelleneinrichtung ist zu rechnen.
Von Donnerstag (30.3.) bis Sonntag (2.4.) werden die Absperrungen und Baustellenampeln stufenweise aufgebaut und in Betrieb genommen. Die meisten Arbeiten finden nachts statt.

"Wer findet den Fehler?"

Foto: Heike Drechshage."Wer findet den Fehler?"schrieb Waterbölles-Leserin Heike Drechshage unter dieses Foto, das sie dem Waterböllles aus Lennep schickte. Kleiner Tipp: Vielleicht hatte der Schildermacher oder sein Auftraggeber bei dem linken Straßenschild an eine bekannte CDU-Kommunalpolitikerin gedacht - was dann allerdings ein Freudscher Fehler gewesen wäre.

Bei Rettern kommt Ortskenntnis vor dem Navi

In einem Brief an Guido Eul-Jordan, den Leiter der Feuerwehr Remscheid, haben sich Anwohner der Straße „Schlieperfeld“ in Hasten besorgt gezeigt, dass Fahrer von Rettungs- und Feuerwehrfahrzeugen über zu geringe Ortskenntnisse verfügen könnten. Durch ein kurzfristig eingeschaltetes Martinshorn waren sie am frühen Morgen des vergangenen Donnerstags gegen 5.30 Uhr auf einen Notarztwagen aufmerksam geworden, der sich im Hastener Hof – Alte Straße – festgefahren hatte. Etwa zehn Minuten sei zu beobachten gewesen, wie der Wagen sich „durch wechselndes Hin – Zurück – Stehenbleiben – Neuorientieren ... zentimeterweise um die dort befindliche enge und scharfe Straßenecke“ bewegte, an der ein Poller eine alte Hausecke schützt. Merke: Die Straße ist an dieser Stelle seit vielen Jahren nur für Pkw, nicht aber für Lieferwagen oder Transporter passierbar.

Ziel des Rettungswagens war ein Haus am Schlieperfeld, das viel leichter von der oberen Hastener Straße aus über die Franzstraße zu erreichen gewesen wäre. Zitat aus dem Brief der Anwohner, der in Kopie auch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz erreichte: „Wenn z.B. ein Post/DHL–Transporter sich im Hastener Hof festfährt und (das auch nur mit Hilfe von Anwohnern) länger als 30 Minuten braucht, um aus der Hofschaft wieder herauszukommen, kann man sich nur wundern und staunen. Sicher lässt sich aber nachvollziehen, dass wir uns Sorgen machen: Eine Feuerwehr, ein Notarzt, welche innerhalb Remscheids den einfachen und nächsten Weg zu einer Einsatzstelle nicht finden, weil sie sich auf bekanntermaßen fälschliche bzw. irreführende Informationen von Navigationssystemen verlassen – und daher als Helfer bzw. Retter zu spät kommen, sind nicht tragbar.“

Gleichzeitig machen die Anwohner auf verkehrswidriges Parken vor einem Haus am Schlieperfeld aufmerksam, durch das oft nachts ein Engpass entstehe, indem unterhalb der Eingangstreppe geparkt werde, obwohl in der Gegenrichtung schon ein Wagen stehe: „Durch diese Lücke kann dann ein Pkw nur knapp im Schritttempo vorsichtig hindurchfahren, ein größeres Fahrzeug allerdings nicht, folglich auch keine Fahrzeuge der Feuerwehr. Die Anregung der Anwohner: „Ein Parkverbot vor den Häusern Schlieperfeld 18 und 20!“ Das dränge sich zwar jedem vernünftigen Autofahrer ohnehin auf, scheine aber auf diesen etwa 20 Metern offensichtlich nötig zu sein.