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Stadt Remscheid erteilt Baugenehmigung für DOC

Presseinformation der Stadt Remscheid

Die McArthurGlen-Gruppe hat heute die Baugenehmigung für ein Designer-Outlet-Center in Remscheid erhalten. Damit steht fest: Remscheid erhält im Bereich Röntgen-Stadion, Jahnplatz und Kirmesplatz im Stadtteil Lennep ein Einkaufszentrum mit einer Verkaufsfläche von 20.000 Quadratmetern ergänzt um Tourismusbüro, Gastronomie, Tiefgarage und Parkhaus.

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz überreichte im Rathaus Remscheid persönlich die Baugenehmigung an Henning Balzer (Development Director Deutschland/McArthurGlen) und bekräftigte seine große Freude darüber, dass Remscheid als zweite nordrhein-westfälische Stadt zum deutschlandweit vierten Centerstandort der europaweit agierenden Investorengruppe wird. „Ich freue mich sehr auf das Designer Outlet Remscheid. Es wird wichtiger Impulsgeber sein für unsere Stadt und die Region. Von einem Imagegewinn durch das DOC der McArthurGlen Group und einer deutlichen Steigerung des Bekanntheits- und Beliebtheitsgrades Remscheids bin ich überzeugt. Das machen uns Städte mit vergleichbaren Einkaufszentren vor“, so Oberbürgermeister Mast-Weisz. Mit einem Investment von geschätzten 165 Millionen Euro ist das DOC das zurzeit wichtigste städtebauliche Projekt Remscheids. Es gilt als wichtiger Motor, der die Stärkung der Stadt und der umliegenden Region, des lokalen Arbeits- und Ausbildungsmarktes, der örtlichen Wirtschaft und des regionalen Tourismus vorantreibt.

Bereits im Dezember 2013 hatte der Remscheider Stadtrat den Grundsatzbeschluss zur Ansiedlung eines Designer-Outlet-Centers in Remscheid-Lennep gefasst und den Verkauf von städtischen Flächen an den Investor McArthurGlen beschlossen. Diese Beschlüsse machten den Weg frei für die Fortführung des Bauleitplanverfahrens zum Bebauungsplan 657, den der Stadtrat am 13.12.2016 als Voraussetzung für Baurecht gemeinsam mit dem städtebaulichen Vertrag mit dem Investor beschloss. Am 16.12.2016 reichte McArthurGlen den Bauantrag für das Einkaufszentrum ein. Die Verwaltung arbeitete seitdem mit Hochdruck am Genehmigungsverfahren.

Das DOC war von Beginn an ein Schlüsselthema für Remscheid. Um die breite Unterstützung aus der Bevölkerung bei der Realisierung dieses Großprojekts zu sichern, waren die Bürgerinnen und Bürger von den frühesten Anfängen an gefragt, sich im offenen Dialog und mit formellen Eingaben an den einzelnen Planungsschritten zu beteiligen. Auf eine Bürgerbefragung im Oktober 2011 folgten öffentliche Bürgerversammlungen, Informationsveranstaltungen, formelle Öffentlichkeitsbeteiligungen und Zukunftswerkstätten. Für ein offenes und strukturiertes Gesprächsangebot ging im Januar 2015 außerdem das „Baubüro DOC“ in der Altstadt Lennep mit anlassbezogenen Öffnungen an den Start. Das Thema DOC fand darüber hinaus in vielen Bürgerdialogen genauso regelmäßig seinen Platz wie in den Einwohnerfragestunden der politischen Gremien. (Einen Überblick über das Großprojekt und die damit verbundenen Teilprojekte gibt die Stadt Remscheid unter www.doc-remscheid.de.)

Auszüge aus Presseinformation des DOC-Investors McArthurGlen, übermittelt per E-Mail durch Karen Hoffmann, BuildIt Communication, Hamburg

Die Baugenehmigungen umfassen sowohl den Bau des Centers als auch der Parkgarage auf dem Kirmesplatz. (...) Henning Balzer, Development Director für Deutschland bei McArthurGlen: „Wir freuen uns, dass die Genehmigungen nun vorliegen. Gemeinsam mit der Stadt werden wir in den kommenden Monaten die bauvorbereitenden Planungen vorantreiben, um zu Beginn des kommenden Jahres mit den Bauarbeiten beginnen zu können.“ Mit der Eröffnung rechnet McArthurGlen in der zweiten Jahreshälfte 2019. (...)Das Designer Outlet Center fungiert als Katalysator für das lokale Wirtschaftsumfeld und stärkt durch umfangreiche Kooperationen den lokalen Einzelhandel sowie Unternehmen der örtlichen Hotellerie und Gastronomie. Ziel ist es, Synergien zwischen diesen Anbietern und dem Designer Outlet zu schaffen und dies bereits während der Bauphase. „Was die Auswahl der einzelnen Gewerke betrifft, die in die Baumaßnahmen einbezogen sind, sollen insbesondere Unternehmen aus der Region berücksichtigt werden. Dadurch sorgen wir bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt für positive Beschäftigungsimpulse“, so Balzer.

Henrik Madsen, Managing Director Nord Europa bei McArthurGlen, sagt: „Vom Erfolg des Centers in Remscheid, dem einzigen Designer Outlet der Region, sind wir als europäischer Marktführer überzeugt. Mit der Investition von 165 Millionen Euro in unser viertes Designer Outlet in Deutschland, im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen, unterstreichen wir unsere Wachstumsstrategie.“ (...) Mindestens 800 neue Arbeitsplätze entstehen in den rund 125 Shops und gastronomischen Einrichtungen. Wie andere McArthurGlen Designer Outlets auch, wird das neue Center in Remscheid im offenen Villagestil errichtet. Das laufende Jahr nutzen Stadt und Investor, um die bauvorbereitenden Maßnahmen und notwendigen Umverlagerungsmaßnahmen vorzubereiten und teilweise durchzuführen.

Grünes Licht für das DOC bleibt abzuwarten

Zuerst das DOC und dann alles Übrige. So könnte man die Aussage der Mitteilungsvorlage der Verwaltung zusammenfassen, die für Mittwoch, 26. April, auf der Tagesordnung der Bezirksvertretung Lennep steht. Konkret heißt es darin: „Für den Stadtraum Lennep - Umgebung Altstadt, DOC, Umfeld Kölner Straße und Bahnhof Lennep - wird die Erstellung eines integrierten Stadtentwicklungskonzepts weiterverfolgt, sobald die Errichtung des Designer-Outlet-Centers sichergestellt ist. Die Abgrenzung eines Projektgebietes ist noch nicht vorhanden.“ Die planerische Vorbereitung des Designer-Outlet-Centers (DOC) in Remscheid befände sich auf der Zielgeraden, stellt die Verwaltung weiter fest. „Nachdem seit dem 8. Juni 2016 die 5. Änderung des Flächennutzungsplanes - Gebiet Röntgen-Stadion, Jahnplatz und Kirmesplatz in Remscheid-Lennep - wirksam ist, hat der Rat der Stadt Remscheid am 13. Dezember 2016 den Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan 657 gefasst. Ebenfalls in dieser Sitzung hat der Rat dem bereits notariell beurkundeten städtebaulichen Vertrag zugestimmt. Vor einem Baubeginn des DOC werden aktuell Rechts- und Klagefristen abgewartet. Parallel zu den Bauleitplanungen wurde die Integration des DOC in den Stadtraum vorbereitet.!

Die Verwaltung erinnert an die „Zukunftswerkstätten“ (9. März 2016 und am 12. April 2016). In Arbeitsgruppen hätten Bürgerinnen und Bürger, Gewerbetreibende, Eigentümer, Interessevertreter der Altstadt Lennep, des DOC-Investors damals zusammen mit Kommunalpolitikern und Vertreter der städtischen Fachämter Ideen und Projekte entwickelt. Daran hätte  sich dann „Entwurfswerkstätten“ (10. März 2016 und am 15. April 2016) angeschlossen unter Beteiligung des Investors, den beauftragten Architekten und Landschaftsarchitekten und Vertretern der Stadtverwaltung. Zitat: „Die Ergebnisse sind in der Konzeptbroschüre „INTEGRATION DES DESIGNER-OUTLET-CENTERS REMSCHEID-LENNEP – Gesamtkonzept und Ergebnis der Werkstätten“ dokumentiert, in der auch ein Gestaltungsleitfaden für den neuen Gelenkplatz zwischen DOC und Altstadt enthalten ist.“

Bereits älteren Datums ist das „Regionale Strukturprogramm für die Förderperiode 2014-2020“ (am 27. November 2014 einstimmig vom Rat beschlossen). Es sieht mit dem „Aktionsraum Lennep“ inklusive der zugeordneten Projekte „Lennep Pur“ und „Rad Router“, sowie der „Neugestaltung Röntgen-Geburtshaus in Remscheid-Lennep“ eine strukturelle Aufwertung des Lenneper Stadtraums vor, so die Verwaltung, wobei DOC-Bezüge bzw. Möglichkeiten zur Berücksichtigung des DOC vorhanden seien. Als Förderquellen werden Programme der Europäischen Union (EFRE Achse IV A Städtebauförderung, ESF) sowie des Bundes (GRW) benannt.

Weiterhin relevant sei auch das vom Rat am 12. Februar 2009 einstimmig beschlossene Integrierte Stadtentwicklungskonzept für das gesamte Stadtgebiet. Denn damals sei  festgelegt, dass eine Anpassung dieses Konzeptes an veränderte Rahmenbedingungen bzw. eine Fortschreibung unter Beteiligung der Bürger und der Politik zu erfolgen hat. So sei etwa bei jeder Einzelmaßnahme den zuständigen politischen Gremien aktuelle Zahlen (Zeiten, Kosten, Finanzierung etc.) vorzulegen.  Am 25. September 2014 habe der Rat der Stadt in das Integrierte Stadtentwicklungskonzept zusätzliche Schlüsselprojekte integriert, darunter auch die „Ansiedlung eines Designer Outlet Centers“, eingeschlossen die in Frage stehende nähere Umgebung des DOC (Analyseergebnisse, Entwicklungsziele und Projekte). Zitat aus der aktuellen Vorlage: „ Die Vorschläge für eine integrierte Entwicklung in der Umgebung Altstadt, DOC, Umfeld Kölner Straße und Bahnhof Lennep werden aufgegriffen (...), sobald sichergestellt ist, dass das DOC tatsächlich gebaut wird.“

Es geht: Mehr Parkplätze und besserer Lärmschutz!

Links alt, rechts neu: Die neue Sportanlage Hackenberg, Ersatz für das Lenneper Stadion, bekommt unterhalb des Stadions zusätzliche Parkplätze speziell für Großveranstaltungen. Die bislang entlang der Hackenberger Straße geplanten Stellplätze entfallen. Und damit sei dann auch der notwendige Lärmschutz für die Anwohner sichergestellt, heißt es in der Verwaltungsvorlage für die Sitzung des Sportausschusses am 5. April.

Die Kosten der Planungsvariante B des Architektenbüros Geo3 schätzt die Verwaltung auf 10.825.067,29 €.  Sie empfiehlt dem Sportausschuss, auf dieser Basis grünes Licht zu geben (bzw. Dem Haupt- und Finanzausschuss zu empfehlen)  zu weitergehenden Prüfungen, Gutachten und Detailplanungen für den Bauantrag. „Der Sportbund Remscheid hat sich nach intensiver Beratung ebenfalls für einen Grundsatzbeschluss zur Ausbauvariante B ausgesprochen“, so die Verwaltung.

Mit den bisherigen Plänen wäre zwar der Trainingsbetrieb zu allen Zeiten und auf allen Plätzen der Sportanlage möglich gewesen, und auch auf den südlichen Plätzen hätten keine Einschränkungen für Turnier- und Ligaspiele bestanden. Allerdings hätten im künftigen Stadion aufgrund des Immissionsschutzes Turnier- und Ligaspiele an Sonntagen zwischen 13 und 15 Uhr nicht stattfinden können, zudem hätten die Abendspiele grundsätzlich vor 19 Uhr beginnen müssen. Das aber wäre, so die Verwaltung in ihrer neuen Vorlage, „für die Nutzerinnen und Nutzer der Sportanlage und angesichts einer Investition von mehr als zehn Millionen Euro nicht akzeptabel gewesen“. Deshalb hatte die Verwaltung den externen Planern von Geo3 den Auftrag erteilt, die Planung lärmtechnisch weiter zu optimieren, um auf allen Plätzen einen möglichst uneingeschränkten Spiel-, Turnier- und Ligabetrieb unter Gewährleistung des Immissionsschutzes zu ermöglichen.

 

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Die Innenstadt soll schöner werden

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Ein Gestaltungsleitfaden für den öffentlichen Raum und ein Gestaltungshandbuch für Einzelhandel und Gastronomie werden in Remscheid den Rahmen für das „neue Zentrum“ setzen. Die STADTRAUM-Architektengruppe aus Düsseldorf ist beauftragt worden, das Stadtbild zu analysieren und Vorschläge zur Aufwertung von Grünflächen, Straßen und Plätzen zu machen sowie Empfehlungen für Einzelhandel und Gastronomie auszusprechen. Gemeinsames Ziel ist es, die Innenstadt von Remscheid so attraktiv zu gestalten, dass sie für Bewohner und Besucher wieder zu einem lebendigen Anziehungspunkt wird. Im Rahmen einer „Bürgerwerkstatt“ sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, insbesondere Eigentümer und Einzelhändler, aufgerufen, sich an diesem Prozess zu beteiligen. Die STADTRAUM-Architektengruppe wird ihre Analyse sowie erste Gestaltungsideen vorstellen. Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, ihrerseits Vorschläge einzubringen und miteinander zu diskutieren.

Die Bürgerwerkstatt ist eine gemeinsame Veranstaltung des Stadtteilmanagements Innenstadt und der Stadt Remscheid. Sie findet statt am Donnerstag, 6. April, um 18 Uhr im Vaßbender-Saal am Ambrosius-Vaßbender-Platz 1. Zur Vorbereitung der Veranstaltung bittet die Verwaltung der Stadt Remscheid die interessierten Bürgerinnen und Bürger, sich bis zum 31. März per Mail per E-Mail Staedtebauentwicklung@remscheid.de">Staedtebauentwicklung@remscheid.de unter Angabe des Betreffs „Bürgerwerkstatt“ anzumelden.

Rechtsschutz der Bürger bewusst eingeschränkt?

Presseerklärung der Bürgerinitiative Lennep e.V. 

Im heute erschienenen Amtsblatt Nr. 5 vom 22. März 2017 ist der Bebauungsplan Nr. 657 – Gebiet Röntgen-Stadion, Jahnplatz und Kirmesplatz in Remscheid-Lennep (DOC) immer noch nicht ortsüblich bekannt gemacht worden, obwohl der Satzungsbeschluss bereits am 13.12.2016 gefasst wurde. Der Bebauungsplan ist damit auch nach mehr als drei Monaten noch nicht in Kraft gesetzt worden, obwohl der Oberbürgermeister dazu verpflichtet ist, die Voraussetzungen für das In-Kraft-Treten eines Bebauungsplans unverzüglich zu schaffen. Nur wenn ein Bebauungsplan als Satzung beschlossen und der Beschluss öffentlich bekannt gemacht worden ist, kann er juristisch angegriffen werden. Dies wollen Stadt und Investor offenbar mit allen Mitteln verhindern.

Ein Unterlassen der nach § 10 Abs. 3 BauGB erforderlichen Bekanntmachung eines Bebauungsplans – möglicherweise sogar mit Ziel, den betroffenen Rechtsschutz durch ein Normenkontrollverfahren abzuschneiden – ist rechtswidrig. Von Seiten des Oberbürgermeisters und der Verwaltung ist vor kurzem mehrfach angekündigt worden, dass die Baugenehmigungen bald kommen werden. Es ist daher zu vermuten, dass die Stadt Remscheid dem Investor Baugenehmigungen ohne rechtskräftigen Bebauungsplan vorab erteilen will. Offensichtlich wollen Stadt und Investor durch diese Taktik verhindern, dass der Bebauungsplan vom zuständigen Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster zuvor überprüft und für rechtswidrig erklärt wird. Es soll offenbar den Bürgern die Möglichkeit genommen werden, die Erteilung einer Baugenehmigung auf der Grundlage des rechtskräftigen Bebauungsplans zu verhindern.

Die BI-Lennep e.V. vermutet, dass durch dieses Vorgehen der Stadt die gesetzlich vorgesehenen Rechtsschutzmöglichkeiten der Bürger bewusst eingeschränkt bzw. verzögert werden sollen. Daher hat die BI-Lennep e.V. eine auf das öffentliche Baurecht spezialisierte Anwaltskanzlei beauftragt, den Oberbürgermeister aufzufordern, den Bebauungsplan entsprechend der gesetzlichen Anforderungen an das Bebauungsplanverfahren und der persönlichen gesetzlichen Verpflichtung als Oberbürgermeister umgehend durch ortsübliche Bekanntmachung in Kraft zu setzen.

Studenten aus Detroit wollten von Remscheid lernen

Gestern besuchten 16 Studentinnen und Studenten des College of Liberal Arts ans Siences“ der Wayne State-Universität von Detroit zusammen mit den Professoren Dr. Kami Pothukuchi und Robin Boyle sowie Wissenschaftlern der Technischen Universität Dortmund die Stadt Remscheid. Sie wurden im Rathaus von Sozialdezernent Thomas Neuhaus und Erden Ankay-Nachtwein, der Vorsitzenden des städtischen Integrationsrates, begrüßt. Besonders interessierten sich die angehenden Stadtplaner für Integrationsstrategien. Von Remscheid hätten sie als „Stadt mit langjährig gelingender Integration und sozialem Frieden gehört“, hieß es in der Begrüßungsrunde. Der Besuch war zustande gekommen im Rahmen der bevorstehenden Zusammenarbeit der Stadt mit der TU Dortmund innerhalb des Bundesforschungsprojektes MOSAIK, das wissenschaftlich die Faktoren eines gelungenen Zusammenlebens in Stadt und seinen Quartieren in den kommenden drei Jahren untersuchen und dabei auch die Wirkung auf die Integration von Migrantinnen und Migranten beleuchten soll. Zu dem von der Stadt ausgearbeiteten Tagesprogramm gehörten ein Besuch des Neuen Lindenhofes mit fachlicher Begleitung durch Stadt/Quartiersmanagement (Rosenhügel) und Stadtteilverein (Honsberg) sowie eine Diskussion mit Vertreterinnen und Vertretern der türkischen Migrantenselbstorganisation Solidaritätsvereins Küpeli e.V.

Bereits beim ersten Gespräch mit Thomas Neuhaus und Erden-Ankay-Nachtwein am Morgen im Rathaus zeigten sich die amerikanischen Studierenden sehr interessiert zu erfahren, vor welchen Herausforderungen Remscheid bei der Integration langjähriger und neuer junger und alter Bewohner/-innen steht und wie sie, unterstützt von Vereinen und Organisationen, den sozialen Zusammenhalt der Alt- und Neubürger fördern will.  Hier könnte eine intensive Stadtteilarbeit helfen mit gemeinsamen Aktivitäten im öffentlichen Raum, meinten die Gäste aus Detroit. Neuhaus verwies auf Stadtteilfeste (Aktionen in Honsberg und Rosenhügel). Auf die sehr komplexe Frage, welche Maßnahmen für die Neubürger besonders wichtig seien, um mental, kulturell, sprachlich und religiös Grenzen zu überwinden und gemeinsam ein Quartier zu gestalten, gab es im Rathaus zunächst nur eine klappe Antwort: „Bildung und noch einmal Bildung!“ Das bot Gesprächsstoff für die weiteren Stunden in Remscheid. (siehe auch weiter oben "Integration ist nur gemeinsam zu bewältigen")

"Einhaltung des DOC-Zeitplans unrealistisch!"

Pressemitteilung der Fraktion der Linken

Zur jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr am 9. März nimmt Bettina Stamm, Stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, wie folgt Stellung: „Die Aussage von Oberbürgermeister Mast-Weisz im Stadtentwicklungsausschuss, dass die Verzögerung der Bekanntmachung des Satzungsbeschlusses keinerlei Einfluss auf den geplanten Baubeginn des DOC und der Sportanlage Hackenberg im Januar 2018 hat, ist nicht nachvollziehbar. Es wurde in der Öffentlichkeit immer wieder kommuniziert, dass das „Klagejahr“ abzuwarten ist. Im September letzten Jahres wurde uns auf Nachfrage mitgeteilt, dass die Erteilung einer Baugenehmigung vor Rechtskraft des B-Plans nicht vorgesehen sei. Nun heißt es, der Investor könne bzw. wird auf eigenes Risiko mit dem Bau und somit auch mit den Abrissarbeiten Anfang 2018 starten. Der Investor ist zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht Eigentümer der Grundstücke. Darüber hinaus stellt sich die Frage, wann der Eingang der Verkaufserlöse, mit dem die Verlagerungen finanziert werden müssen, dann zu erwarten ist. Welches Risiko die Stadt unter diesen Umständen bereit ist einzugehen, nur um den Zeitplan des Investors einhalten zu können, ist den Verantwortlichen hoffentlich bewusst. (Axel Behrend)

Stadtumbau West mit Kostenrahmen von zehn Millionen

In das Stadtumbaugebiet I - Stachelhausen, Blumental, Honsberg und Kremenholl –, vom Rat der Stadt als Stadtumbaugebiete gemäß 171 b BauGB förmlich festgelegt, sollten insgesamt 20 Millionen Euro o fließen  (bei einer Förderquote 70 Prozent aus Städtebauförderungsmitteln und einem städtischen Eigenanteil von 30 Prozent).  Für diese Gesamtkosten war der Grundförderantrag der Stadt aus dem Jahre 2007 gestellt worden. Der erste Zuwendungsbescheid in 2008 galt den notwendigen vorbereitenden Untersuchungen und der Konzeptentwicklung wie z. B. Freiraumkonzept, Planungswettbewerbe und Grundstückserwerb. In 2009 führte die prekäre Finanzlage der Stadt Remscheid dazu, dass die Kommunalaufsicht der Stadt eine Förderung der beantragten Maßnahmen für das Jahr 2009 verweigerte und „bis auf weiteres“ auch konsumtiven Maßnahmen (z. B. Hof- und Fassadenprogramm, Stadtumbaubüro etc.) untersagte. Intensive Gespräche zwischen Stadtverwaltung und Kommunalaufsicht/dem Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr (MBWSV) hatten zum Ergebnis „eine Priorisierung aller im Grundförderantrag aufgeführten Maßnahmen und deren Reduzierung auf die vordringlichsten und realistisch kurzfristig umsetzbaren Maßnahmen mit einer gesicherten Finanzierung“. So nachzulesen in einer Vorlage der Verwaltung zur Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr legte die Verwaltung am vergangenen Donnerstag.

Gleichzeitig wurde damals der ursprüngliche Kostenrahmen auf rd. zehn Millionen Euro o reduziert bei einer Förderquote von 80 Prozent und einem Eigenanteil von 20 Prozent, von dem auf jeden Fall zehn Prozent durch die Kommune zu tragen waren. „Dies hatte zur Folge, dass nur noch für die Stadtteile mit dem vordringlichsten Handlungsbedarf, Stachelhausen und Honsberg, Maßnahmen planbar waren, für die eine Förderung in Aussicht gestellt werden konnte“ so die Verwaltung. In in den Jahren 2010 bis 2016 seien letztendlich folgende Projekte gefördert und umgesetzt bzw. angeschoben worden:

  • Gemeinschaftshaus Honsberg "Der Neue Lindenhof" (Einweihung Mai 2014) - vorbereitend: Durchführung städtebauliche offene Planungswerkstatt.        Gesamtkosten: rd. 6 Mio. EURO.
  •  Bestandsaufnahme, Analyse  und Erarbeitung umsetzungsorientierter Maßnahmen  des im Stadtentwicklungskonzepts (StEK) enthaltenen Freiraumkonzepts (u. a. generationsgerechtes Wegesystem zur Verbindung der Stadtteile untereinander und mit der angrenzenden Landschaft / Schaffung neuer Aufenthaltsorte und Treffpunkte).        Gesamtkosten: rd. 14.500 EURO.
  • Grundstücksankauf, Abbruch Gebäuderuine "ehem. Möbelhaus vom Stein" an der Honsberger Straße und Umgestaltung zu einer öffentlichen Grünfläche (Einweihung Richard-Heinrich-Platz im September 2014).   Gesamtkosten: rd. 700.000 EURO.
  •  Um- und Neugestaltung der Freiheitstraße – Durchführung städtebauliche, offene Planungswerkstatt und Verkehrsuntersuchung. Gesamtkosten: rd. 50.000 EURO.
  • Umstrukturierung und Weiterentwicklung der im Quartier Honsberg befindlichen Wohnungsbestände der GEWAG – Abrisskonzept – 1. Bauabschnitt  - Abbruch Siemensstraße / Halskestraße - Umgestaltung der Grundstücksflächen zur öffentlichen Grünfläche (Errichtung Stadtteilplatz in 2015); 2. Bauabschnitt – weiterer Abbruch Halskestraße und Nachnutzung einfache Begrünung.     Gesamtkosten:  rd. 500.000 EURO.
  • Honsberger Straße 4 (ehem. Stadtarchiv) – Abbruch und Nachnutzung öffentliche Grünfläche (Quartiersplatz) - vorbereitend:  Altlastenuntersuchungen und Erarbeitung Öffentlichkeits-Beteiligungskonzept  durch externes Büro (erste Befragungen mittels Fragebogen, analog und über Facebook über Kraftstation, Jugendrat, Der Neue Lindenhof etc.).          Gesamtkosten:  rd. 20.000 EURO.
  • Einrichtung Stadtumbaubüro / Stadtumbaumanagement im Neuen Lindenhof (2016).      Gesamtkosten: rd. 240.000 EURO.
  • Auflegung Hof- und Fassadenprogramm für Honsberg und Stachelhausen (Start mit Bekanntmachung Richtlinien Januar 2016, Beratung u. Antragsannahme durch Stadtumbaumanagement). Gesamtkosten: rd. 300.000 EURO.
  • Umsetzung von Teilmaßnahmen des Freiraumkonzeptes aus 2010,  - Aussichtspunkt/Sitzplatz Halskestraße (unmittelbar neben Stadtteilplatz), - Aussichtspunkt/Sitzplatz unterhalb Lindenhofstraße (Kremenholler Bachtal), - Aussichtspunkt/Sitzplatz Lobachstraße
  • - Wegeverbindung unterhalb KiTa Honsberg (in Erstellung), - Aufwertung, Verbesserung Wegeverbindung Kremenholl – Honsberg (in Erstellung).          Gesamtkosten:  rd. 260.500 EURO.
  • Anlegen des öffentlichen Vorplatzes und öffentlichen Innenhofs (Außenanlagen/Freianlagen)  DITIB-Zentralmoschee Stachelhauser-/ Weststraße.      Gesamtkosten: rd. 418.000 EURO.

Zur Aufnahme ins Städtebauförderungsprogramm 2017 wurden folgende Maßnahmen angemeldet:

  1. Durchführung Beteiligungsprozess zur Maßnahme "Quartiersplatz an der Kraftstation" (Moderation, Begleitung und Durchführung durch Stadtumbaumanagement). Gesamtkosten: rd. 25.000 EURO.
  2. Durchführung spezifischer, vertiefender Untersuchungen zur weiteren Qualifizierung des Stadtumbauprozesses (Anknüpfung an das StEK, Modifizierung Entwicklungsperspektiven vor dem Hintergrund der bisher gewonnen Erkenntnisse aus dem Stadtumbaumanagement). Gesamtkosten: rd. 27.000 EURO.
  3. Einrichtung eines Verfügungsfonds / Stadtteilfonds (Laufzeit zunächst 5 Jahre), (Budget  für bürgerschaftliche Projekte, die die Zielsetzung der StEK - Aufwertung der Stadtteile – unterstützen). Die entsprechenden kommunalen Richtlinien sind im Entwurf erarbeitet und werden nach Vorliegen des Bewilligungsbescheids veröffentlicht. Begleitung des Verfügungsfonds durch das Stadtumbaumanagement (z. B. Antragsverfahren). Gesamtkosten: rd. 126.000 EURO.
  4. Budget Stadtumbaumanagement für Image- und Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen der allgemeinen Stadtteilarbeit (Imagekampagne, Aktivierungsveranstaltungen, Workshops, etc.). Gesamtkosten: rd. 49.500 EURO.

Bei Gesamtkosten der Einzelmaßnahmen und Maßnahmen der Vorbereitung von rd. 9.320.500 EURO wird folglich  der festgelegte Gesamtkostenrahmen von zehn Millionen  EURO  eingehalten.

Wo Remscheid von Remscheid lernen kann

Pressemitteilung der grünen Ratsfraktion

Am Montag waren Vertreter des Projektes „Kommunen-Innovativ MOSAIK. Demografischer Wandel und Quartiersentwicklung – modellhafte Strategien zur integrierten und kultursensiblen Bestandsentwicklung“ zu Gast bei der Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Fraktionssprecherin Beatrice Schlieper: „Am 16. November 2016 titelte die Bergische Morgenpost über das Forschungsprojekt MOSAIK: ‚Berlin möchte von Remscheid lernen‘. Auch wir wollten lernen und haben uns in unserer Fraktionssitzung in einem gemeinsamen Gespräch mit Vertretern der Forschungsgruppe über das hochinteressante Projekt informiert. Dank des Einsatzes unserer Landtagsabgeordneten Jutta Velte und unseres Sozialdezernenten Thomas Neuhaus war es uns gelungen, das Projekt nach Remscheid zu holen. Innerhalb von drei Jahren hat die Stadt Remscheid nun die Möglichkeit aufzuzeigen, warum das Zusammenleben mehrerer Nationen und Generationen in unserer Stadt so gut funktioniert. Darüber hinaus ist das Projekt ein wichtiger und notwendiger Motor für eine nachhaltige Stadtentwicklung.“

„Stadtentwicklung ohne Plan - Bauplanung statt Stadtplanung - Großprojekte statt nachhaltiger Stadtentwicklung… Das sind Punkte, die einem zur Remscheider Stadtentwicklung der letzten Jahrzehnte einfallen. Dabei wird das schlummernde Potential unserer Quartiere verkannt. Genau das möchte MOSAIK untersuchen und dabei das Funktionieren verstehen und herauskristallisieren, wo die „Welt“ und wo Remscheid von Remscheid lernen kann. Wir wollen lernen, was wir dafür tun können, dass das, was gut ist, auch gut bleiben kann. Daher freuen wir uns sehr über das Forschungsprojekt und bieten unsere Unterstützung an“, betonte Ilka Brehmer, Sprecherin des Fraktionsarbeitskreises „Soziales“.

Alleestraße: Hier neue Etagen, dort ein 2. Center?

Der Remscheider Immobilien-Unternehmer Leo Schönhals hat viel vor, sagt er. Eine Art zweites Allee-Center wolle er an der unteren Alleestraße nach Umbau bzw. Abriss der dortigen Miets-/(Geschäftshäuser errichten, war im RGA zu lesen. Ein Plan, den die Redaktion eher zurückhaltend kommentierte.

Und auch die frühere Woolworth-Filiale Alleestraße 51-55 gegenüber von „Foto Kaiser“ wolle er umgestalten, berichtete Schönhals. Das war im vorigen Jahr. Geschehen ist bis dato noch nichts.

Im Remscheider Rathaus weiß man um Schönhals Ankündigung, das Gebäude aufzustocken und so neue Mietwohnungen zu schaffen. Doch einen Bauantrag gibt es bis heute nicht. Das war gestern in der Sitzung des Bauausschusses ein Thema. Was denn nun dran sei an der Ankündigung, wollte man wissen. Ausschussvorsitzender Otto Mähler wusste mehr. In diesem Monat werde Schönhals seine Plane im Rathaus vorlegen, habe ihm der Investor gesagt. Dann hat Leo Schönhals ja noch 23 Tage Zeit.