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OB sieht Stiftung Tannenhof in der Pflicht

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die aktuelle Medienberichterstattung zu den mit dem möglichen Bau einer Flüchtlingsunterkunft auf dem städtischen Grundstück Barmer-/Beyenburger Straße konkurrierenden Bauplänen der Stiftung Tannenhof bedarf aus Sicht der Stadt Remscheid einiger Klarstellungen:

Die Frage nach dem Bau einer weiteren Flüchtlingsunterkunft wird sich nur dann stellen, wenn über einen längeren Zeitraum die Zahl der Geflüchteten und die Zahl der entsprechenden Zuweisungen nach Remscheid steigen würde. Davon ist zurzeit nicht auszugehen, jedoch muss die Stadt Remscheid – das haben die dramatischen Entwicklungen im Sommer 2015 gezeigt – , auch für solche Fälle vorbreitet sein, um möglichst schnell agieren zu können. Dies beinhaltet auch eine entsprechende Vorplanung. Die letztliche Entscheidung über den tatsächlichen Bau einer solchen Flüchtlingsunterkunft würde im Bedarfsfall abschließend in Abstimmung mit der Politik fallen.

Bei der Prüfung der Frage, welches Grundstück für eine evtl. Flüchtlingseinrichtung genutzt werden kann, hat die Stadt Remscheid sich auf solche Flächen konzentriert, die im städtischen Besitz und für ein solche Projekt geeignet sind. Insbesondere ist dabei auch zu bedenken, dass im Falle eines Baues auch eine spätere sinnvolle Nachnutzung für allgemeines Wohnen möglich ist. Auch ist bei dieser Planung die geografische Verteilung von Flüchtlingsunterkünften auf das gesamte Stadtgebiet zu beachten. Da in Alt-Remscheid und Lennep schon jeweils vier Übergangswohnheime existieren, hat der Verwaltungsvorstand beschlossen, optional – falls erforderlich – eine Fläche in Lüttringhausen zu reservieren. Daher ist das städtische Grundstück Barmer/-Beyenburger Straße mit seiner zentralen bahnhofsnahen Lage in den Fokus gerückt.

Um das Interesse der Stiftung Tannenhof an diesem Grundstück wissend, hat Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz zusammen mit Jörg Schubert, komm. Referatsleiter Stadtentwicklung, Bauen und Wirtschaftsförderung, den kaufmännischen Direktor der Stiftung Tannenhof in einem persönlichen Gespräch über diese Entscheidung des Verwaltungsvorstandes informiert. An diesem Gespräch haben auch der ärztliche Direktor Prof. Dr. Klaus Windgassen und weitere Personen der Stiftung teilgenommen. In dem Gespräch hat die Stiftung ihr Interesse an dem besagten städtischen Grundstück wiederholt formuliert und auch erklärt, dass sie in Verhandlungen mit der Eigentümerin des ehemaligen Kinos steht.

In Würdigung des Handlungsbedarfs der Stiftung wurde seitens der Stadt Remscheid nachgefragt, ob die Stiftung der Stadt eine adäquate Ersatzfläche "im Tausch" anbieten könne. Diese Fläche müsse es aber der Stadt Remscheid ermöglichen, die bereits weit voran geschrittenen baulichen Planungen für das in Rede stehende Grundstück 1:1 zu übertragen, um hier Mehrkosten aufgrund erforderlicher Umplanungen für die Stadt auszuschließen. Dietmar Volk deutete in diesem Gespräch eine aus seiner Sicht möglich erscheinende Lösung an. Eine weitere Konkretisierung, welche durch die Stadt Remscheid hätte geprüft werden können, erfolgte allerdings seitens der Stiftung bis heute nicht.

Die Stadt Remscheid kann es sich, wie bereits dargestellt, nicht erlauben, ohne Handlungsoptionen zu sein, falls der Bau einer Flüchtlingsunterkunft erforderlich wird. Die Stadt Remscheid ist aber vor dem Hintergrund der Pläne der Stiftung Tannenhof für eine Lösung in Lüttringhausen auch an anderer Stelle offen. Nur muss dies eine realistische Alternative sein. Da die Stadt weder über ein anderes geeignetes Grundstück noch über eine geeignete Bestandsimmobilie verfügt, sieht Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz die Stiftung in der Pflicht, der Stadt ein konkretes und auch umsetzbares Angebot zu unterbreiten.

Umzug der Grundschule sieben Wochen später

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Im Rahmen der geplanten Ansiedlung eines Designer-Outlet-Centers in Remscheid-Lennep beginnt in den Sommerferien die Verlagerung der Katholischen Grundschule Am Stadion vom derzeitigen Hauptstandort Am Stadion 2 zum künftigen Schulstandort Leverkuser Straße 19. Um den Anforderungen einer Grundschule für Unterricht und Betreuung in vollem Umfang zu entsprechen, sind umfangreiche bauliche Maßnahmen im Gebäude und auf dem Schulgrundstück der  Leverkuser Straße 19 erforderlich. Mit der Umsetzung der Maßnahmen wurde planmäßig im Dezember 2016 begonnen.

Nun teilte das mit der Bauleitung beauftragte Architekturbüro mit, dass sich nach Öffnung des Deckenbereiches im Rahmen der Erstellung eines neuen Laubenganges, zusätzliche statische Anforderungen ergeben haben. Diese Anforderungen waren im Vorfeld nicht zu erkennen. Zur Behebung dieser Anforderungen sind individuelle Metallbauteile anzufertigen und einzubauen. Diese zusätzlichen Maßnahmen führen zu einer Verzögerung bei der Inbetriebnahme des neuen Schulgebäudes von ca. sieben Wochen. Durch die bauliche Verzögerung kann der vollständige Umzug der Schule erst in den Herbstferien 2017 abgeschlossen werden.

Ein zeitgleicher Schulbetrieb während der Bauphase ist nicht möglich, da über den zu erneuernden Laubengang zentrale Zugangswege zum Erreichen der Räume innerhalb des Schulgebäudes führen. Hinzu kommt, dass der Schulhof aufgrund des Baustellenbetriebes und der Lagerung von Baumaterialien als Spiel- und Freifläche nicht zur Verfügung steht. Mit diesen erheblichen Einschränkungen ist ein ordnungsgemäßer Unterricht und OGS-Betrieb nicht  möglich. Die Sicherheit - insbesondere für die Kinder - wäre nicht gewährleistet.

In enger Abstimmung mit der Grundschule Am Stadion wird mit dem Umzug - wie ursprünglich geplant - in den Sommerferien  „Zug um Zug“ begonnen, so dass der vollständige Umzug bis zum Ende der Herbstferien abgeschlossen sein wird. Der Unterricht und die Betreuung (OGS) werden am bisherigen Standort, bis zum Abschluss des vollständigen Umzuges in den Herbstferien in vollem Umfang sichergestellt.

OBI und Flosbach können endlich groß ausbauen

Die Prešover Straße soll, bevor sie scharf nach rechts zur Bismarckstraße abbiegt, parallel zu den Bahngleisen und der Neuenkamper Straße verlängert werden bis zum Parkplatz des OBI-Heimwerkermarktes an der Industriestraße: Erst die Straßenverlängerung, dann der Anbau. Das war bereits am 1. Juli 2016 Thema in einer Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Süd. Die neue Straße sei die Voraussetzung dafür, dass OBI seine Erweiterungspläne verwirklichen könne. Weiter ging`s am 20. Januar 2017 mit einer Mitteilung der Verwaltung an die Ratsfraktionen und -gruppen: OBI-Erweiterung nimmt Gestalt an. Angekündigt wurde für den Bereich Industriestraße/Am Ostbahnhof eine Neuausrichtung bzw. Erweiterung der dort ansässigen Gewerbebetriebe.  Damit war nicht nur OBI gemeint – es gelte, „an diesem Standort einen attraktiven und konkurrenzfähigen Baumarkt für Remscheid für die Zukunft zu sichern“ –, sondern auch die Werner Flosbach GmbH & Co. KG, Fachhandel für Dach- und Fassadenbaustoffe im Bergischen Land. Der zwischen diesen Grundstücksbesitzern verabredete Grundstückstausch ist inzwischen unter Dach und Fach. Das berichtete Frank Schulz vom städtischen Amt für Liegenschaften gestern den Mitgliedern der BV Süd.

Der neue Straßenzug von der Presover Straße zu OBI werde von der Stadt in den Besitz des Baumarktes übergehen, so Schulz. Vertraglich sei allerdings eine Rückabwicklung des Verkaufs vereinbart worden für den Fall, dass der (aus Gründen eines kostspieligen Brückenbaus derzeit nicht weiter verfolgte) Plan des Baus der Bundesstraße 229n eines Tages doch wieder akut werde.

Die neue Privatstraße macht es möglich, die Anlieferverkehre und die Kundenparkplätze sauber voneinander zu trennen. Bezirksbürgermeister Stefan Grote wiederholte gestern allerdings den Wunsch der BV, durch die neue Straße die Industriestraße und die Greulingstraße, speziell deren Kreuzungsbereich, von Verkehr zu entlasten, indem auch der Kundenverkehr über die Presover Straße geführt werde. Schulz schloss nicht aus, dass es „darauf hinauslaufen wird“.

In diesem Sommer soll der Straßenbau beginnen. Im Laufe des kommenden Jahres soll der Erweiterungsbau von OBI fertig werden (samt Entkernung und Sanierung der denkmalgeschützten Hallen). Für die unterirdisch verlaufende Verrohrung des Müggenbachs ist eine Pflasterung der Hallenböden vorgesehen, damit der Bachverlauf jederzeit erreicht und geöffnet werden kann. Der Baumarkt wird künftig über eine Verkaufsfläche von ca. 11.000 m² verfügen, 1.000 mehr als bisher. Wesentlich größer soll der Parkplatz werden.

Der Grundstückstausch bietet auch der Firma Flosbach die Möglichkeit einer größeren Betriebserweiterung. Dazu werden drei alte, derzeit verpachtete Hallen an der Presover Straße, die früher der Bahn AG gehörten, abgerissen. Den bisherigen Pächtern werde die städtische Wirtschaftsförderung einen oder mehrere Ersatzstandorte anbietet, berichtete Frank Schulz gestern.

 

Ja zu Nutzungsänderung macht den Weg frei

Seit Jahren ist diese Bauruine mitten in Hasten (Feld) ein Ärgernis. Für die Anwohner, die Kommunalpolitikern sowie die Stadtplaner und Wirtschaftsförderer in der Stadtverwaltung. Doch nunmehr besteht Hoffnung: In ihrer jüngsten Sitzung hat die Bezirksvertretung Alt-Remscheid einem Antrag auf Nutzungsänderung weg vom bisherigen Stahlhandel und hin zum Einzelhandel zugestimmt. „Mit großer Freude nach den Jahren der Ungewissheit“, wie Bezirksbürgermeister Otto Mähler feststellte. Das Erscheinungsbild des Richard-Lindenberg-Platzes könne sich nun endlich positiv ändern, die zusehends verfallende Brache könne durch neuen Einzelhandel abgelöst werden. Dies werde zu einer Aufwertung des gesamten Platzes führen. Mähler: „Ich danke all denjenigen, die im Hintergrund dazu beigetragen haben. Fehlt nur noch ein Café mit Außenbestuhlung und eine Verbesserung des Einganges zur Trasse!“

Es bleibt dabei: Kein Drogeriemarkt neben ALDI

Neuer Einzelhandel nur nach vom Rat beschlossenen Regeln“, titelte der Waterbölles am 30. Juni 2016. Damals hatte die Bezirksvertretung Süd die Verwaltung gebeten, „sich über die städtische Wirtschaftsförderung aktiv für die Ansiedlung eines Drogeriemarktes – zum Beispiel im Bereich des ALDI, Burger Straße 81 – einzusetzen.“ Das hatte sich damals Heinrich Ammelt vom Zentraldienst Stadtentwicklung, Wirtschaft und Liegenschaften für die Burger Straße nicht vorstellen können. Das würde dem vom Rat der Stadt beschlossenen Zentralen Einzelhandelskonzept widersprechen. Denn Parfümerieartikel, Drogeriewaren und Kosmetika gehörten zu den zentren- und nahversorgungsrelevante Sortimenten, meinte er damals.

Das hielt die CDU-Fraktion nicht davon ab, am 27. Februar nach dem aktuellen Stand der Angelegenheit „Drogeriemarkt für den Südbezirk“ zu fragen. Die Antwort der Verwaltung liegt zur Sitzung der Bezirksvertretung Süd am morgigen Mittwoch vor: Während der Immobilen-Messe Expo Real 2016 habe die Stadt die Repräsentanten („Expansionsleiter“) von zwei bekannten Drogeriemarkt-Ketten auf ein freies Ladenlokals an der Burger Straße - nahe dem Johann-Vaillant-Platz - hingewiesen, das von der Größe her dem Suchprofil der beiden Unternehmen entsprechen könnte und in dem für den Südbezirk definierten zentralen Versorgungsbereich liege. Beide Firmenvertreter hätten nach der Messe die Lage und Struktur des Ladenlokals im Hinblick auf den wirtschaftlichen Betrieb eines Drogeriemarktes geprüft, aber eine negative Einschätzung abgegeben (fehlende Frequenzbringer im Handelsumfeld, Parkplatzanzahl nicht ausreichend, Sichtbarkeit unzureichend, in einem Fall zu kleine Verkaufsfläche), so die Verwaltung, Im Übrigen stehe ein Drogeriemarkt im Bereich Aldi an der Burger Straße dem in Aufstellung befindlichen Bebauungsplan 661 entgegen. Ein auf das Suchprofil eines Drogeriemarktes passendes, verfügbares Ladenlokal im Südbezirk, das den Festsetzungen des städtischen Einzelhandelskonzepts entspreche, sei der städtischen Wirtschaftsförderung „derzeit nicht bekannt“.

Häuserbau in Hackenberg kann beginnen

Zum Spatenstich auf dem früheren Krankenhausgelände in Hackenberg trafen sich am 6. Juni 2016, wie der Waterbölles am Tag darauf berichtete, Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Bezirksbürgermeister Markus Kötter und Stadtplaner Robin Denstorff (inzwischen Baudezernent der Stadt Münster) mit Vertretern der  Weber Grund und Boden GmbH aus Pforzheim und der Dornieden Generalbau GmbH aus Mönchengladbach. Die eine hatte den Abriss des im Jahr 2005 stillgelegten Krankenhauses und die öffentliche Erschließung des Geländes zwischen Hans-Potyka- und Virchowstraße übernommen, nachdem sie es von Sana gekauft hatte. Und die andere will dort 16 Doppelhäuser bauen sowie die VISTA Reihenhaus GmbH weitere 32 Reihenhäuser. Inzwischen ist das nach Westen abfallende Gelände „modelliert“ worden, so dass erste Straßenverläufe erkennbar werden. Die Fertigstellung solle Ende 2017 sein, hieß es im Juni vergangenen Jahres. Das erscheint inzwischen recht ambitioniert...

Freiheitstraße: Neue Steuergeräte für die Ampeln

Hoffentlich bald weniger rote Ampeln auf der Freiheitstraße“, titelte der Waterbölles am 21. Januar 2008, also vor mehr als neun Jahren. Die Autoabgase (’Dicke Luft’) auf der vielbefahrenen Freiheitstraße waren schon damals ein Dauerthema für Rat und Verwaltung. Dort bestehe Handlungsbedarf, hatte die Umweltverwaltung schon ein Jahr zuvor bestätigt und zur Prävention „eine Verflüssigung des Verkehrs durch den Ersatz veralteter Ampelanlagen“ vorgeschlagen (Waterbölles von damals). Die Fragen, die die SPD-Fraktion am 28.März an die Verwaltung richtete und die in der gestrigen Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid schriftlich beantwortet wurden, betrafen ohne Hinweis auf diese Vorgeschichte Lärm- und Luftschadstoffmessungen auf der Freiheitstraße nachts und tagsüber und den „aktuellen Sachstand zur Umsetzung von lärm- und luftschadstoffmindernden Maßnahmen“ auf der verkehrsreichen Bundesstraße zwischen Amtsgericht und Bahnhof.

Antwort 1: Gemessen wird dort „kontinuierlich die Belastung mit Stickstoffdioxid  über einen Passivsammler des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW“, bisher ohne Hinweis auf eine evtl. Grenzwertüberschreitung. Aber: „Der Jahresmittelwert für das Jahr 2016 liegt gegenwärtig noch nicht vor“. Eine erneute Lärmberechnung sei vorgesehen und die hierfür notwendige Erhebung der durchschnittlichen täglichen Verkehrsbelastung in Vorbereitung. Konkrete Messungen sind jedoch nicht geplant. Begründung: Ein vergleichbares Ergebnis einer sogenannten Linienschallquelle wie dem Straßenverkehr würde einen hohen Aufwand und Kosten verursachen.

Antwort 2: Der Luftreinhalteplan für die Stadt Remscheid vom 20. September 2012 (http://www.brd.nrw.de/umweltschutz/umweltzone_luftreinhaltung/pdf/2012_09_21_LRP_Remscheid.pdf) sieht für die Freiheitstraße durch Koordination aller Lichtzeichenanlagen eine Verkehrsverstetigung vor, die eine Minderung der Luftschadstoff- als auch der Lärmbelastung zum Ziel hat. „Die Ausschreibung zur Erneuerung der Steuergeräte für die Lichtzeichenanlagen an der Freiheitstraße ist in der Bearbeitung. Diese ist so weit fortgeschritten, dass mit einer Vergabe der Arbeiten noch vor den Sommerferien zu rechnen ist. Die Technik wird so sein, dass keine Induktionsschleifen in die Fahrbahn eingebaut werden müssen. Die Detektion des Fahrverkehrs erfolgt ausschließlich durch Kameras und ist somit unabhängig von der Fahrbahn. Die Masten werden soweit wie notwendig  erneutet. Die Anlagen, die noch nicht mit LED-Technik ausgestattet sind, werden entsprechend umgerüstet. Diese Maßnahme ist nach Angaben der Verwaltung schon seit November 2015 beschlossene Sache. Die lange Anlaufzeit spricht für eine „schwere Geburt“! Verkehrsplaner Udo Wilde drückte es gestern so aus: Der Planungsstand bezüglich der Ampel sei wie „Schnee von gestern“, aus den 1980er Jahren.

Zur Minderung der Lärmbelastung an der Freiheitstraße sieht der Lärmaktionsplan Remscheid ((http://www.remscheid.de/leben/medienpool/dokumente020/LAP_RS_Maerz_2016.pdf) durch Ratsbeschluss vom 30. Juni 2016  eine nächtliche Geschwindigkeitsreduzierung und – langfristig – im Zuge der geplanten Fahrbahnsanierung den Einsatz von lärmminderndem Asphalt. Aber: Die Anordnung einer Geschwindigkeitsbeschränkung erfordere eine „weitreichende rechtliche und sachliche Prüfung von Seiten der zuständigen Straßenverkehrsbehörde, die bisher noch nicht abgeschlossen werden konnte“, so die Verwaltung. Der Grund dafür wird in der neuen Mitteilungsvorlage nicht genannt. In der Sitzung deutete Elke Ellenbeck vom Umweltamt allerdings personelle Engpässe an.

Noch länger dürfte der neue Asphaltbelag auf sich warten lassen. Zitat: „Die Sanierung der Fahrbahn unter Verwendung vom lärmmindernden Asphalt kann nur im Rahmen  einer grundlegenden Erneuerung erfolgen. Hierfür  sind Kosten in der Größenordnung von vier Millionen € anzusetzen. Diese Mittel sind im Investitionsplan derzeit für spätere Jahre, d.h. frühestens ab dem Jahr 2021, vorgesehen.“

Aber für die Besitzer der Mietshäuser entlang der Freiheitstraße besteht schon vorher ein kleiner Hoffnungsschimmer, so sie denn eigenes Geld investieren können und wollen. Denn seit dem 1. Januar besteht ein Förderprogramm für passive Lärmschutzmaßnahmen an Lärmschwerpunkten, dass der Rat am 24. November 2016 beschlossen hat ((http://www.remscheid.de/leben/medienpool/dokumente020/1.31.0_Foerderprogramm_passiver_Laermschutz_161124.pdf) Bezuschusst wird demnach der Einbau von Lärmschutzfenstern und von schallgedämmten Lüftungseinrichtungen durch die Stadt Remscheid, soweit eine höhere Lärmbelastung durch Straßenverkehr vorliegt. Die Gebäude, die für  eine Förderung in Betracht kommen,  könnten dem Geodatenportal unter (http://geoportal.remscheid.de/mapbender3/application/laermschutz_foerderprogramm) entnommen werden, so die Verwaltung. „Viele Gebäude an der Freiheitstraße weisen eine solche Lärmbelastung auf, die eine Inanspruchnahme der Fördermittel möglich macht.“

Fazit von Bezirksbürgermeister Otto Mähler: „Viel tut sich zu diesem Thema nicht!“

Stadt Remscheid erteilt Baugenehmigung für DOC

Presseinformation der Stadt Remscheid

Die McArthurGlen-Gruppe hat heute die Baugenehmigung für ein Designer-Outlet-Center in Remscheid erhalten. Damit steht fest: Remscheid erhält im Bereich Röntgen-Stadion, Jahnplatz und Kirmesplatz im Stadtteil Lennep ein Einkaufszentrum mit einer Verkaufsfläche von 20.000 Quadratmetern ergänzt um Tourismusbüro, Gastronomie, Tiefgarage und Parkhaus.

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz überreichte im Rathaus Remscheid persönlich die Baugenehmigung an Henning Balzer (Development Director Deutschland/McArthurGlen) und bekräftigte seine große Freude darüber, dass Remscheid als zweite nordrhein-westfälische Stadt zum deutschlandweit vierten Centerstandort der europaweit agierenden Investorengruppe wird. „Ich freue mich sehr auf das Designer Outlet Remscheid. Es wird wichtiger Impulsgeber sein für unsere Stadt und die Region. Von einem Imagegewinn durch das DOC der McArthurGlen Group und einer deutlichen Steigerung des Bekanntheits- und Beliebtheitsgrades Remscheids bin ich überzeugt. Das machen uns Städte mit vergleichbaren Einkaufszentren vor“, so Oberbürgermeister Mast-Weisz. Mit einem Investment von geschätzten 165 Millionen Euro ist das DOC das zurzeit wichtigste städtebauliche Projekt Remscheids. Es gilt als wichtiger Motor, der die Stärkung der Stadt und der umliegenden Region, des lokalen Arbeits- und Ausbildungsmarktes, der örtlichen Wirtschaft und des regionalen Tourismus vorantreibt.

Bereits im Dezember 2013 hatte der Remscheider Stadtrat den Grundsatzbeschluss zur Ansiedlung eines Designer-Outlet-Centers in Remscheid-Lennep gefasst und den Verkauf von städtischen Flächen an den Investor McArthurGlen beschlossen. Diese Beschlüsse machten den Weg frei für die Fortführung des Bauleitplanverfahrens zum Bebauungsplan 657, den der Stadtrat am 13.12.2016 als Voraussetzung für Baurecht gemeinsam mit dem städtebaulichen Vertrag mit dem Investor beschloss. Am 16.12.2016 reichte McArthurGlen den Bauantrag für das Einkaufszentrum ein. Die Verwaltung arbeitete seitdem mit Hochdruck am Genehmigungsverfahren.

Das DOC war von Beginn an ein Schlüsselthema für Remscheid. Um die breite Unterstützung aus der Bevölkerung bei der Realisierung dieses Großprojekts zu sichern, waren die Bürgerinnen und Bürger von den frühesten Anfängen an gefragt, sich im offenen Dialog und mit formellen Eingaben an den einzelnen Planungsschritten zu beteiligen. Auf eine Bürgerbefragung im Oktober 2011 folgten öffentliche Bürgerversammlungen, Informationsveranstaltungen, formelle Öffentlichkeitsbeteiligungen und Zukunftswerkstätten. Für ein offenes und strukturiertes Gesprächsangebot ging im Januar 2015 außerdem das „Baubüro DOC“ in der Altstadt Lennep mit anlassbezogenen Öffnungen an den Start. Das Thema DOC fand darüber hinaus in vielen Bürgerdialogen genauso regelmäßig seinen Platz wie in den Einwohnerfragestunden der politischen Gremien. (Einen Überblick über das Großprojekt und die damit verbundenen Teilprojekte gibt die Stadt Remscheid unter www.doc-remscheid.de.)

Auszüge aus Presseinformation des DOC-Investors McArthurGlen, übermittelt per E-Mail durch Karen Hoffmann, BuildIt Communication, Hamburg

Die Baugenehmigungen umfassen sowohl den Bau des Centers als auch der Parkgarage auf dem Kirmesplatz. (...) Henning Balzer, Development Director für Deutschland bei McArthurGlen: „Wir freuen uns, dass die Genehmigungen nun vorliegen. Gemeinsam mit der Stadt werden wir in den kommenden Monaten die bauvorbereitenden Planungen vorantreiben, um zu Beginn des kommenden Jahres mit den Bauarbeiten beginnen zu können.“ Mit der Eröffnung rechnet McArthurGlen in der zweiten Jahreshälfte 2019. (...)Das Designer Outlet Center fungiert als Katalysator für das lokale Wirtschaftsumfeld und stärkt durch umfangreiche Kooperationen den lokalen Einzelhandel sowie Unternehmen der örtlichen Hotellerie und Gastronomie. Ziel ist es, Synergien zwischen diesen Anbietern und dem Designer Outlet zu schaffen und dies bereits während der Bauphase. „Was die Auswahl der einzelnen Gewerke betrifft, die in die Baumaßnahmen einbezogen sind, sollen insbesondere Unternehmen aus der Region berücksichtigt werden. Dadurch sorgen wir bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt für positive Beschäftigungsimpulse“, so Balzer.

Henrik Madsen, Managing Director Nord Europa bei McArthurGlen, sagt: „Vom Erfolg des Centers in Remscheid, dem einzigen Designer Outlet der Region, sind wir als europäischer Marktführer überzeugt. Mit der Investition von 165 Millionen Euro in unser viertes Designer Outlet in Deutschland, im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen, unterstreichen wir unsere Wachstumsstrategie.“ (...) Mindestens 800 neue Arbeitsplätze entstehen in den rund 125 Shops und gastronomischen Einrichtungen. Wie andere McArthurGlen Designer Outlets auch, wird das neue Center in Remscheid im offenen Villagestil errichtet. Das laufende Jahr nutzen Stadt und Investor, um die bauvorbereitenden Maßnahmen und notwendigen Umverlagerungsmaßnahmen vorzubereiten und teilweise durchzuführen.

Grünes Licht für das DOC bleibt abzuwarten

Zuerst das DOC und dann alles Übrige. So könnte man die Aussage der Mitteilungsvorlage der Verwaltung zusammenfassen, die für Mittwoch, 26. April, auf der Tagesordnung der Bezirksvertretung Lennep steht. Konkret heißt es darin: „Für den Stadtraum Lennep - Umgebung Altstadt, DOC, Umfeld Kölner Straße und Bahnhof Lennep - wird die Erstellung eines integrierten Stadtentwicklungskonzepts weiterverfolgt, sobald die Errichtung des Designer-Outlet-Centers sichergestellt ist. Die Abgrenzung eines Projektgebietes ist noch nicht vorhanden.“ Die planerische Vorbereitung des Designer-Outlet-Centers (DOC) in Remscheid befände sich auf der Zielgeraden, stellt die Verwaltung weiter fest. „Nachdem seit dem 8. Juni 2016 die 5. Änderung des Flächennutzungsplanes - Gebiet Röntgen-Stadion, Jahnplatz und Kirmesplatz in Remscheid-Lennep - wirksam ist, hat der Rat der Stadt Remscheid am 13. Dezember 2016 den Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan 657 gefasst. Ebenfalls in dieser Sitzung hat der Rat dem bereits notariell beurkundeten städtebaulichen Vertrag zugestimmt. Vor einem Baubeginn des DOC werden aktuell Rechts- und Klagefristen abgewartet. Parallel zu den Bauleitplanungen wurde die Integration des DOC in den Stadtraum vorbereitet.!

Die Verwaltung erinnert an die „Zukunftswerkstätten“ (9. März 2016 und am 12. April 2016). In Arbeitsgruppen hätten Bürgerinnen und Bürger, Gewerbetreibende, Eigentümer, Interessevertreter der Altstadt Lennep, des DOC-Investors damals zusammen mit Kommunalpolitikern und Vertreter der städtischen Fachämter Ideen und Projekte entwickelt. Daran hätte  sich dann „Entwurfswerkstätten“ (10. März 2016 und am 15. April 2016) angeschlossen unter Beteiligung des Investors, den beauftragten Architekten und Landschaftsarchitekten und Vertretern der Stadtverwaltung. Zitat: „Die Ergebnisse sind in der Konzeptbroschüre „INTEGRATION DES DESIGNER-OUTLET-CENTERS REMSCHEID-LENNEP – Gesamtkonzept und Ergebnis der Werkstätten“ dokumentiert, in der auch ein Gestaltungsleitfaden für den neuen Gelenkplatz zwischen DOC und Altstadt enthalten ist.“

Bereits älteren Datums ist das „Regionale Strukturprogramm für die Förderperiode 2014-2020“ (am 27. November 2014 einstimmig vom Rat beschlossen). Es sieht mit dem „Aktionsraum Lennep“ inklusive der zugeordneten Projekte „Lennep Pur“ und „Rad Router“, sowie der „Neugestaltung Röntgen-Geburtshaus in Remscheid-Lennep“ eine strukturelle Aufwertung des Lenneper Stadtraums vor, so die Verwaltung, wobei DOC-Bezüge bzw. Möglichkeiten zur Berücksichtigung des DOC vorhanden seien. Als Förderquellen werden Programme der Europäischen Union (EFRE Achse IV A Städtebauförderung, ESF) sowie des Bundes (GRW) benannt.

Weiterhin relevant sei auch das vom Rat am 12. Februar 2009 einstimmig beschlossene Integrierte Stadtentwicklungskonzept für das gesamte Stadtgebiet. Denn damals sei  festgelegt, dass eine Anpassung dieses Konzeptes an veränderte Rahmenbedingungen bzw. eine Fortschreibung unter Beteiligung der Bürger und der Politik zu erfolgen hat. So sei etwa bei jeder Einzelmaßnahme den zuständigen politischen Gremien aktuelle Zahlen (Zeiten, Kosten, Finanzierung etc.) vorzulegen.  Am 25. September 2014 habe der Rat der Stadt in das Integrierte Stadtentwicklungskonzept zusätzliche Schlüsselprojekte integriert, darunter auch die „Ansiedlung eines Designer Outlet Centers“, eingeschlossen die in Frage stehende nähere Umgebung des DOC (Analyseergebnisse, Entwicklungsziele und Projekte). Zitat aus der aktuellen Vorlage: „ Die Vorschläge für eine integrierte Entwicklung in der Umgebung Altstadt, DOC, Umfeld Kölner Straße und Bahnhof Lennep werden aufgegriffen (...), sobald sichergestellt ist, dass das DOC tatsächlich gebaut wird.“

Es geht: Mehr Parkplätze und besserer Lärmschutz!

Links alt, rechts neu: Die neue Sportanlage Hackenberg, Ersatz für das Lenneper Stadion, bekommt unterhalb des Stadions zusätzliche Parkplätze speziell für Großveranstaltungen. Die bislang entlang der Hackenberger Straße geplanten Stellplätze entfallen. Und damit sei dann auch der notwendige Lärmschutz für die Anwohner sichergestellt, heißt es in der Verwaltungsvorlage für die Sitzung des Sportausschusses am 5. April.

Die Kosten der Planungsvariante B des Architektenbüros Geo3 schätzt die Verwaltung auf 10.825.067,29 €.  Sie empfiehlt dem Sportausschuss, auf dieser Basis grünes Licht zu geben (bzw. Dem Haupt- und Finanzausschuss zu empfehlen)  zu weitergehenden Prüfungen, Gutachten und Detailplanungen für den Bauantrag. „Der Sportbund Remscheid hat sich nach intensiver Beratung ebenfalls für einen Grundsatzbeschluss zur Ausbauvariante B ausgesprochen“, so die Verwaltung.

Mit den bisherigen Plänen wäre zwar der Trainingsbetrieb zu allen Zeiten und auf allen Plätzen der Sportanlage möglich gewesen, und auch auf den südlichen Plätzen hätten keine Einschränkungen für Turnier- und Ligaspiele bestanden. Allerdings hätten im künftigen Stadion aufgrund des Immissionsschutzes Turnier- und Ligaspiele an Sonntagen zwischen 13 und 15 Uhr nicht stattfinden können, zudem hätten die Abendspiele grundsätzlich vor 19 Uhr beginnen müssen. Das aber wäre, so die Verwaltung in ihrer neuen Vorlage, „für die Nutzerinnen und Nutzer der Sportanlage und angesichts einer Investition von mehr als zehn Millionen Euro nicht akzeptabel gewesen“. Deshalb hatte die Verwaltung den externen Planern von Geo3 den Auftrag erteilt, die Planung lärmtechnisch weiter zu optimieren, um auf allen Plätzen einen möglichst uneingeschränkten Spiel-, Turnier- und Ligabetrieb unter Gewährleistung des Immissionsschutzes zu ermöglichen.

 

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