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SPD fordert Feinschliff für Ebertplatz-Planung

Mit dem städtebaulichen Wettbewerb zum Friedrich-Ebert-Platz will die SPD-Fraktion noch einmal die Fachausschüsse sowie den Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschuss beschäftigen. Ihr Antrag: In die Auftragsgespräche und der Planungsphase für den Wettbewerb seien weitere Anregungen und Ideen von Bürgerinnen, Bürgern und Politik einzubeziehen. Die Prüfungsergebnisse seien den Bürgerinnen und Bürgern wie auch der Politik vorzustellen. Die Information der Bürgerinnen und Bürger und der Politik sowie der Bericht über den Bearbeitungsstand hätten regelmäßig zu erfolgen. Die konkreten Forderungen der SPD:

  • Für die beiden Hauptwegbeziehungen zum Ämterhaus und zum Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium sei eine zusätzliche Überführung/Brücke über die Elberfelder Straße zu prüfen.
  • Die Fußgängerführung zur Engelspassage und über die Wilhelm-Schuy-Straße zur Alleestraße sei deutlich, klar erkennbar und attraktiv zu gestalten. Dies gelte auch für die Wegebeziehung zum Bökerspark.
  • Die Wartehäuschen auf dem Busbahnhof seien in der notwendigen Größe und Anzahl für Fahrgäste mit entsprechendem Windschutz und von der Ausführung leicht transparent zu gestalten.
  • Die Wegführung über den Friedrich-Ebert-Platz sei klar und behindertengerecht hervorzuheben und auf den Fußgängerüberweg und zur Alleestraße zu beziehen. Auch solle eine Notrufsäule installiert werden.
  • Die räumliche Fassung des Platzes sei für die Nutzer deutlich erkennbar auszuführen; z. B. auch unterhalb des als „Hockeyschläger“ ausgebildeten Überdaches. Zum Einfangen des Sonnenlichts von Süden könnten z. B. Sitzstufen (Treppe) eingeplant werden. Außenplätze vor dem geplanten Gebäude seien verstärkt anzubieten, umso die Aufenthaltsqualität und Atmosphäre zu steigern (Angebote: Café, Fast-Food-Restaurant)
  • Das Material der Platzoberfläche sollte fußgängerfreundlich und eben sein. Die Oberfläche müsse sich gut reinigen lassen (Naturpflaster).
  • Die Bepflanzung des neugestalteten Platzes solle mit bergischen Pflanzen und in Richtung Bökerspark geplant werden.
  • In den öffentlichen Toiletten sei Platz für Behinderte und ein Wickeltisch vorzusehen.
  • Die zu- und Abfahrt zum Parkhaus ist im Wettbewerbsergebnis (1.Platz) über die Wilhelm-Schuy-Straße und zurück an der Commerzbank vorbei in Richtung Markt mit einer 180º Wende zurück zur Elberfelder Straße geplant. Hier seien Alternativen, evtl. ein direkter Durchstich zur Wilhelm-Schuy-Straße und Rückfahrt zum Friedrich-Ebert-Platz zu prüfen. Eine attraktivere Gestaltung der Wilhelm-Schuy-Straße u. a. als verkehrsberuhigte Straße sei aufzuzeigen.
  • Die Kreuzung Elberfelder Straße/Ludwigstraße sei als ampelloser Kreisverkehr mit Beipass für den Bus zu prüfen. Dies würde zu einer guten und notwendigen Wendemöglichkeit auf der Elberfelder Straße und einer Entschleunigung des Verkehrs für den geplanten Fußgängerüberweg führen.
  • Fahrradabstellplätze/E-Bikes  seien deutlich und quantitativ zu positionieren
  • Parkplätze für Behinderte und eine Ladestation/Elektromobilität seien an geeigneten Stellen einzurichten. Gegebenenfalls seien zusätzliche Parkplätze (Tiefgarage) vorzusehen.
  • Die Prüfergebnisse sind den Bürgerinnen und Bürgern wie auch der Politik vorzustellen.

Kinderspielflächen zeitgemäß weiterentwickeln

Zur Sitzung des Ausschusses für Schule am 8. November, des Jugendhilfeausschusses am 15. November  und des Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschusses am 16. November haben die Ratsfraktionen von SPD und Grünen sowie die Ratsgruppen von FDP und Wir den Antrag gestellt, die Verwaltung mit der Aktualisierung der Spielflächenplanung zu beauftragen. Dabei möge die Verwaltung insbesondere die demographische Entwicklung in den Einzugsgebieten der Spielflächen, den Spielflächenbedarf (einschließlich der Nutzung der Schulhöfe als Spielfläche) auf Ebene der Stadtbezirke und die derzeitige Finanzausstattung einbeziehen.  

Spielen ist ein Teil der Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen. Im Spiel erwerben sie Kompetenzen und Erfahrungen. Eine Spielfläche fördert die Bewegung und bietet Raum für Begegnungen. Das Ziel der Stadt Remscheid muss es unverändert sein, öffentlich zugängliche Spielmöglichkeiten für Kinder aller Altersgruppen in ausreichender Zahl und in erreichbarer Nähe zum Wohnort zu bieten und damit auch einen Beitrag zur Familienfreundlichkeit der Stadt zu leisten“, heißt es in der Begründung des Antrags. Die Spielflächenplanung aus dem Jahr 2015 weise eine Ungleichgewichtung innerhalb des Stadtgebiets aus. So ergebe sich für den Stadtbezirk Lennep ein Überhang an Spielflächen (einschließlich aller anrechenbarer Flächen) in Höhe von 22 Prozent, während für den Stadtbezirk Alt-Remscheid ein Defizit an Spielflächen in Höhe von 25 Prozent bestehe.

Die Antragsteller: „Die Zahl der Spielplätze hat in den zehn Jahren bis 2015 auf nunmehr knapp 150 öffentliche Spielplätze zugenommen. Gleichzeitig ging die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner in Remscheid zurück. Im besonderen Maße schrumpfte dabei die Zahl der jungen Einwohnerinnen und Einwohner. So reduzierte sich die Altersgruppe, durch die Spielflächen genutzt werden, um rund 20 Prozent. In einigen Stadtteilen ging die Zahl der Kinder und Jugendlichen sogar um mehr als 50 Prozent zurück. Mit den jüngsten Geburtenzahlen verlangsamte sich der Rückgang der Zahl der Kinder und Jugendlichen. Notwendige Instandsetzungen und Pflegearbeiten von Kinderspielplätzen können häufig nicht zeitnah durchgeführt werden. In der Folge müssen oftmals Spielgeräte abgebaut und/oder ganze Spielflächen aus Gründen der Verkehrssicherheit gesperrt werden. Mit den derzeit vorhandenen Mitteln kann rund alle zwei Jahre eine Spielfläche instandgesetzt werden. Es bedarf also eines Zeitraums von 280 Jahren, bis alle Spielflächen wenigstens einmal grundlegend instandgesetzt oder hergerichtet werden können!“

Aus Sicht der antragstellenden Gruppierungen ist es sinnvoll, die derzeitige Spielflächenplanung unter den vorgenannten Frage- und Problemstellungen zu hinterfragen. So könne es etwa zielführend sein, sich auf großflächige Kinderspielplätze mit einer entsprechenden Ausstattung zu konzentrieren, um die Spielflächen attraktiver und die Unterhaltung der Plätze wirtschaftlicher gestalten zu können. Kleine Restflächen böten unter diesem Gesichtspunkt womöglich „eine weniger sinnvolle Option“.

Fertigungstermin Ostern 2018 ist ambitioniert

Schuttberge werden bald abgetragen“, kündigte der Waterbölles am 9. September für das Grundstück Hastener Straße 22-26 an, wo bis zum Abbruch die Fabrikgebäude des in Konkurs gegangenen Gelände Spezialmaschinenherstellers Honsberg & Lamb gestanden hatten. Zu Ostern sollen dort,  so Projektentwickler Jens Jütten von der Fa. Schoofs aus Kevelaer,  ein Discounter („Netto“, bisher am Lindenberg-Platz), ein Fachgeschäft für Tiernahrung und -zubehör („Fressnapf“, bisher an der Elberfelder Straße) und – neu in Remscheid – ein Geschäft für Bio-Lebensmittel und Naturkosmetik („denn's Biomarkt“) eröffnet werden. Seit dieser Woche wird der Schutt tatsächlich zerkleinert. Die die von einem Bagger „gefütterte“ Maschine (im Hintergrund), so groß wie ein Sattelzug, kann die größeren Felsbrocken und Betonteile, die der Bauschutt enthält, nicht fassen. Da dürfte also noch viel zu tun sein.

Derweil hat auf dem Gelände weiter unterhalb der Bau einer Stütz- und Abtrennungsmauer begonnen sowie im östlichen Teil die Ausschachtungen für die Bodenplatten der neuen Gebäude, denen dann der den eigentliche Hochbau folgen wird. Letzterer werde dann zügig vonstattengehen, zeigte sich Jütten zuversichtlich, den ambitionerten Fertigungstermin Ostern 2018 einhalten zu können.

Was sich Kinder für einen neuen Spielplatz wünschten

Die Entwurfsplanung für den neuen Spielplatz im Lennebachtal in Lennep.Der Kinderspielplatz im Lennepebachtal in Lennep soll großzügig instandgesetzt werden. Die Entwurfsplanung nahm am Dienstag die Bezirksvertretung Lennep zur Kenntnis. Die Maßnahme ist mit dem Arbeitskreis Kinderspielplätze abgestimmt und Bestandteil der vom Jugendhilfeausschuss beschlossenen Maßnahmenplanung. Die Kinderbeteiligung fand im November 2016 mit 22 Kindern der OGS Hasenberg im Alter von sechs bis zehn Jahren statt. Dieser wünschten sich insbesondere Schaukeln und Rutschen für alle Altersgruppen, einen Sandkasten und eine Seilbahn. Einer Gruppe war wichtig, dass es auch von der Sonne geschützte Bereiche gibt, und eine andere Gruppe hatte die Idee, dass man zwischen Bäumen klettern können sollte. Diese Idee wurde in Form eines Baumhauses in die Planung aufgenommen.

Der aus allen Richtungen barrierefrei zu erreichende Spielplatz grenzt im Lennepebachtal östlich an den dortigen Bolzplatz an. Die neue Spielfläche soll in drei Bereiche gegliedert sein: Einen Bereich mit einer Kletter- und Rutschkombination und Hängematte für die größeren Kinder, einen Bereich für Kleinkinder mit Spielhäusern, Rutsche, Schaukel und Wipp-Tieren und einen Bereich mit einer Seilbahn. An den modellierten Hügel soll sich ein Spielgebüsch entwickeln, das zum Teil auch Schatten auf die Spielflächen wirft. Die angrenzende Spielplatzfläche mit Raumnetz und Doppelschaukel wird überarbeitet und in die Planung integriert. Auf dem Gelände sind unterschiedliche Sitzmöglichkeiten, ein Picknicktisch sowie Abstellmöglichkeiten für Fahrräder vorgesehen. Mit den Bauarbeiten soll im Frühjahr 2018 begonnen werden. Die Kosten in Höhe von 157.000 Euro sind durch den Etat 2017 (147.000 Euro) und 2018 (10.000 Euro) gedeckt. Hinzu kommen 15.000 Euro an Planungskosten der TBR.

"Viele Baustellen in Lennep ohne Bauzeitenplan!"

Mit einem ganzen Katalog von Fragen zur Planung des Designer Outlet Centers (DOC) hatte sich Peter Lange von der „Bürgerinitiative Lennep“ an die Bezirksvertretung Lennep gewandt. In der BV-Sitzung am Dienstag bildeten sie Punkt 3 „Fragestunde für Einwohner“ der Tagesordnung. Und nachdem Lange die Fragen Punkt für Punkt vorgelesen hatte, las Bezirksbürgermeister Markus Kötter in gleicher Reihenfolge vor, was ihm die Verwaltung aufgeschrieben hatte. Die vier Pressevertreter am Nebentisch sahen sich etwas ratlos an: Mitschreiben ließ sich das auf die Schnelle nicht, und in der Verwaltung war niemand auf die Idee gekommen, den für die öffentliche Sitzung bestimmten Text im Sinne von Bürgerfreundlichkeit durch den Kopierer zu jagen. Dank also an Sozialdezernent Thomas Neuhaus für die Vermittlung einer Mail vom gestrigen Tage, in der die Antwort der Verwaltung nachgereicht wurde. So kann der Waterbölles heute Fragen und Antworten dokumentieren:

Frage: Auf der Internetseite „doc‐remscheid.de“ wird der 02.01.2018 als Baubeginn für das DOC genannt. Rein juristisch ist der Investor durch die erteilte Baugenehmigung dazu berechtigt. Allerdings gibt es eine Vereinbarung zwischen der Stadt Remscheid und dem Investor, erst mit dem Bau zu beginnen, wenn Bestandskraft besteht.
Antwort: Auf der Internetseite ist der 02.01.2018 als voraussichtlicher Baubeginn auf Basis des Kenntnisstandes aus 2016 genannt. Eine Anpassung der Angaben wird zzt. vorbereitet.

Frage: Wird die Stadt Remscheid gegenüber dem Investor auf Einhaltung dieser Vereinbarung bestehen, sollte dieser vor Erreichen der Bestandskraft mit dem Bau beginnen?
Antwort: Es gibt keine Vereinbarung zwischen der Stadt Remscheid und dem Investor, mit dem Bau des DOC erst nach Bestandkraft des Bebauungsplanes 657 zu beginnen. Lediglich die Zahlung des Kaufpreises ist nach dem Kaufvertrag spätestens in diesem Zeitpunkt fällig. Wenn der Investor mit dem Bau des DOC vor Erreichen der Bestandskraft des Bebauungsplanes beginnen möchte, muss dazu die Zustimmung des Rates der Stadt vorliegen. Ob eine solche erfolgt, wird abhängig von den in diesem Zusammenhang mit dem Investor zu treffenden Vereinbarungen sein.

Frage: Für mich als Bürger verwunderlich, wie zurzeit die vielen Baustellen in Lennep ohne Bauzeitenplan koordiniert werden können. Warum wurde der Bauzeitenplan noch nicht veröffentlicht, obwohl es mittlerweile einen aus dem städtischen Haushalt bezahlten DOC-Projektkoordinator gibt?
Antwort: Der lt. städtebaulichem Vertrag mit dem Investor abzustimmende Bauzeitenplan soll eine zeitgleiche Fertigstellung von DOC und der dazu notwendigen Infrastrukturmaßnahmen sicherstellen. Dabei sind insbesondere die verkehrlichen und erschließungstechnischen Belange im Einvernehmen mit Polizei, Feuerwehr und Straßenverkehrsbehörde zu berücksichtigen. Die Abstimmung berührt damit nicht alleine die von der Stadt, sondern auch die von Investor durchzuführenden Baumaßnahmen. Insofern waren gemeinsam mit dem Investor die einzelnen Baumaßnahmen unter Berücksichtigung der v.g. Belange im Einzelnen zu betrachten und mit ihren jeweiligen Voraussetzungen und Abhängigkeiten in Detail einzuplanen. Derzeitig wird der zum 30.09.2017 zwischen Stadt und Investor abgestimmte Bauzeitenplan für eine Veröffentlichung vorbereitet. Im Übrigen: Ein kausaler Zusammenhang zwischen dem Projektkoordinator und der Veröffentlichung eines Bauzeitenplanes besteht nicht!

Frage: Werden die Mehrkosten für die „DOC-berücksichtigenden“ Baumaßnahmen auch vom Investor übernommen, wenn das DOC vor Gericht scheitert?
Antwort: Die von der Stadt Remscheid derzeit umgesetzten Maßnahmen dienen zum einen der Verbesserung der städtischen Infrastruktur (Kanal und Straße) und zum anderen der besseren Ausnutzbarkeit der städtischen Grundstücke im Gebiet des Bebauungsplanes Nr. 657. Diese Maßnahmen sind daher auch ohne ein späteres DOC sinnvoll und für die Umsetzung einer Bebauung im Gebiet des Bebauungsplanes Nr. 657 notwendig. Im Bereich der Straßeninfrastruktur werden derzeit im Wesentlichen Maßnahmen durchgeführt, die dem Umbau der Kreuzung Ringstraße/Rader Str. dienen bzw. diese vorbereiten. Der Umbau der Kreuzung war auch ohne den Bau des DOC vorgesehen. Die Durchführung von Teilmaßnahmen des Straßenbaus im Bereich der Ringstraße zwischen Hackenberger Str. und Schwelmer Str. steht in Zusammenhang mit der hier geplanten Kanalbaumaßnahme.

Frage: Wird die KGS Am Stadion vor Erreichen der Bestandskraft abgerissen?
Antwort: Der Abriss der KGS Am Stadion vor Erreichen der Bestandskraft des Bebauungsplans ist zurzeit nicht vorgesehen, kann aus heutiger Sicht aber auch nicht ausgeschlossen werden.

Frage: Sind weitere Baumfällungen vor Erreichen der Bestandskraft geplant?
Antwort: Neben den bislang in der Bezirksvertretung beschlossenen oder heute zum Beschluss vorgelegten Baumfällungen sind für die Straßeninfrastruktur noch Baumfällungen im Bereich der geplanten Aufweitung der Ringstraße zwischen Röntgenstraße und Rader Straße erforderlich. Da für die notwendigen Baumfällungen nur ein Zeitfenster zwischen November und Februar zur Verfügung steht, sind weitere Baumfällungen in diesem Bereich zum Erhalt der Handlungsfähigkeit auch vor Erreichen der Eintritt der Bestandskraft nicht auszuschließen.

Frage: Wird der Ausbau der Kreuzung Wupperstraße / Am Stadion vor Erreichen der Bestandskraft durchgeführt? Wird der Ausbau der Straße Am Stadion vor Erreichen der Bestandskraft durchgeführt?
Antwort: Über den Ausbau des Straßenumrings (Am Stadion/Spielberggasse/Mühlenstraße) wurde mit dem Investor ein Ausbauvertrag abgeschlossen. Die Durchführung des Straßenausbaus ist hierbei nicht an die Bestandkraft des Bebauungsplanes Nr. 657 gebunden. Der Investor kann somit den Ausbau bereits vor der Bestandkraft des Bebauungsplanes beginnen. Im Zuge des Ausbaus des Straßenumrings wird der Kreuzungsbereich Am Stadion/Wupperstraße als erster Bauabschnitt ausgebaut.

 

Große Pläne dampften ein auf einen Quartiersplatz

Jahrelang kreißte der Berg und gebar dann ein Mäuslein. So lässt sich die Geschichte des Bebauungsplans Nr. 644 (Gebiet: Freiheitstraße, Honsberger Straße, Stakelhusen) zusammenfassen. Sie begann im Juni 2009 mit einer „Planungswerkstatt“. Darüber berichtete der Waterbölles am 18. August 2009 unter der Überschrift Der "Stachus" liegt auf der Freiheitstraße und wird grün. Heute steht fest: Zu früh gefreut!

Bei der "Planungswerkstatt", zu der der Fachdienst Stadtentwicklung, Wirtschaft und Liegenschaften (bzw. Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein) eingeladen hatte, waren für Stachelhausen-Mitte folgenden Ziele genannt worden: Individuelles Wohnen an der Trasse des Werkzeugs, der Neubau von Einfamilienhäusern und die Begrünung der Freiheitstraße, der Rückbau der Alten Freiheitstraße, Kremenholler Straße und der Umbau der Südstraße/Honsberger Straße, die Erweiterung des Museums „Destille“ und die Attraktivierung der „Kraftstation“.

In einer Verwaltungsvorlage wurde das damals wie folgt konkretisiert:

  • Neues Wohnen - urban und grün zwischen Kremenholler , Süd- und Freiheitstraße
  • Gewerbehof-Neuordnung, Aufgabe der Wohn- und Mischbebauung
  • Multifunktions-Bürgersaal in der alten Villa am Frantzensgässchen
  • serviceorientiertes Mehrgenerationen-Wohnangebot
  • hochwertige Stadthäuser und -villen am Cityrand
  • Nord-Süd-Grünverbindung mit Anbindung an die Trasse des Werkzeugs (Skulpturenpark)
  • ergänzende Begrünung und Möblierung der Trasse des Werkzeugs.

Mit Hinweis auf die Planungswerkstatt verzichtete die Bezirksvertretung (BV) Alt Remscheid im Mai 2012 auf eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung zum Bebauungsplan Nr. 644. Vom 29. Oktober bis 16. November 2012 wurde der PLan offengelegt. Ziel sei es, das Areal Honsberger Straße 2-4, das Gelände der Destille Frantzen und das der seit Jahren leerstehenden Villa am Frantzengässchen aufzuwerten und neu zu nutzen, letzteres als Multifunktions-Bürgersaal, hieß es auch bei dieser Gelegenheit. Von „Neuem Wohnen“,  urban und grün, zwischen Kremenholler, Süd- und Freiheitstraße war die Rede, von einem serviceorientierten Mehrgenerationen-Wohnangebot, hochwertigen Stadthäuser und -villen am Cityrand und von einer Nord-Süd-Grünverbindung mit Anbindung an die Trasse des Werkzeugs (Skulpturenpark und Möblierung der Trasse).
Von einer geplanten Erweiterung des Museums „Destille Frantzen“ habe es noch gar nichts gewusst, sagte damals Dr. Rainer Frantzen, Inhaber der Kornbrennerei Gebr. Frantzen GmbH & Co. KG, nachdem er Blick in den Entwurf des Bebauungsplans geworfen hatte.

Am Dienstag stand der Bebauungsplan erneut auf der Tagesordnung der BV. Es ging um die Entscheidung über die eingegangenen Anregungen und Bedenken aus der Bürgerschaft und beteiligten Behörden sowie um den Satzungsbeschluss. Das hielt die BV-Mitglieder nur wenige Minuten auf. Esa hieß, zu dem geplanten Quartiersplatz könnten Fördermittel des Landes auch noch 2018 abgerufen werden.

Im Ratsinformationssystem findet sich zu dem Tagesordnungspunkt umfangreiches Aktenmaterial. Dazu gehört auch ein Schreiben der Brennerei Frantzen vom 15. November 2012 an Dipl.-Ing. Andreas Huth (Stadtentwicklung). Zitat: „Weder Ihr Amt noch das Architektenteam aus Weimar, welches seinerzeit den Wettbewerb zur Neu-/Umgestaltung des Areals gewonnen hat, haben mit uns persönlich oder schriftlich Kontakt aufgenommen, bevor ein größerer Teil unseres Geländes mit neuen Gebäuden überplant wurde. Es würde uns interessieren, zu erfahren, ob und wenn ja, mit welchen potentiellen Investoren (Bauträgern) Sie Gespräche geführt haben, die eine (...) Bebauung mit Wohnhäusern realistisch erscheinen lässt. (...) Was verstehen Sie unter Skulpturenpark in diesem Areal?“

Ob es danach zwischen der Stadt und der Brennerei Frantzen Gespräche gegeben hat, geht aus den Unterlagen der Stadt nicht hervor. Fest steht jedenfalls nunmehr: Das Plangebiet fällt deutlich kleiner aus, beschränkt sich im Wesentlichen auf das Gelände der alten Trafo-Station der Stadtwerke (Foto oben links) an der Honsberger Straße unterhalb des Jugendzentrums „Kraftstation“ und, nebenan, das Gebäude, das früher die Kfz-Zulassungsstelle beherbergte (Foto obnen rechts).

Aus der gestrigen Beschlussvorlage ergibt sich, wie sehr das Plangebiet und damit auch die einstigen ehrgeizigen Pläne der Stadtplaner eingedampft worden sind. Zitat: „Durch die Verkleinerung des Plangebietes wird das eigene Grundstück („Kraftstation“) nicht mehr überplant und ein Rückbau, der Alten Freiheitstraße ist auch nicht in Planung. Ein Umbau bzw. Rückbau der Freiheitstraße ist derzeit ebenfalls nicht geplant, und weitere Fragen nach Fördermitteln und Zeitplanungen sind nicht im Rahmen dieses Bauleitplanverfahrens zu klären. Die einzigen relevanten Punkte betreffen die Nutzung des Grundstücks Honsberger Straße 4.“

Die beiden Gebäude darauf sollten eigentlich im vorigen Jahr abgerissen werden, wie es damals (Juni) hieß. Der neue Termin ist nun das Frühjahr 2018. Denn zunächst soll der Bebauungsplan rechtkräftig werden. Danach könnten der Abbruch und die Überlegungen zur konkreteren Gestaltung des Quartiersplatzes zwischen „Kraftstation“ und „Trasse des Werkzeugs“ unter Bürgerbeteiligung parallel laufen, sagte Andreas Huth gestern dem Waterbölles. Einige Anregungen zur Gestaltung des Platzes habe die Verwaltung bereits positiv bewertet und in die Überlegungen zur Platzgestaltung aufgenommen: Spielanlagen, Aufenthaltsflächen, einen Kiosk und Fahrradabstellplätze.

BV lehnte Vertagung von Baufällungen ab

Meinungsverschiedenheit zwischen der Stadtverwaltung und der Fraktion der Linken. Diese verrat die Auffassung, auch für eine Sitzung einer Bezirksvertretung einen Antrag stellen zu können, doch die Verwaltung lehnte ab. Also übernahm das linke Ratsmitglied Thorsten Schwandt den Antrag, und so stand er denn gestern auf der Tagesordnung der Bezirksvertretung (BV) Lennep:  Diese möge doch über die von der Verwaltung beantragten 58 Baufällungen im Zuge der Straßen- und Kanalbaumaßnahmen auf der westlichen Seite der Ringstraße zwischen Hackenberger Str. und Schwelmer Straße erst nach Bestandskraft des Bebauungsplans 657 zum Designer Outlet-Center (DOC) beschließen. Denn die Baumentfernungen, wie auch alle derzeit stattfindenden Straßen- und Kanalbaumaßnahmen in Lennep, stünden im direkten Zusammenhang mit der Ansiedlung des DOC. Doch der Zeitraum, in dem gegen den Plan geklagt werden könne, ende erst April 2018. „Darüber hinaus ist ein Normenkontrollverfahren gegen den B-Plan anhängig, dass bis dato nicht beschieden ist. Insofern besteht zurzeit keine Notwendigkeit für eine Ertüchtigung der Verkehrsinfrastruktur, der damit verbundenen Straßen- und Kanalbaumaßnahmen und die Baumfällungen“, so Schwandt. Eine Fällung der Bäume schaffe lediglich weitere irreversible Fakten. Das sei vor dem Hintergrund des laufenden Verfahrens nicht vertretbar. Auf die weiteren Baufällungen in Lennep verweisend, sprach Schwandt von einer DOC-freundlichen „Salamitaktik“ der Verwaltung. Doch für den Antrag auf Vertagung stimmte gestern als einziges BV-Mitglied Rolf Haumann von den Grünen.

„Die Bäume müssen fallen, um den Kanal bauen zu können und die Ringstraße nicht zeitweilig für den Verkehr sperren zu müssen“, argumentierte Michael Zirngiebl, der Chef der Technischen Betriebe Remscheid (TBR). „Gefällt werden müssen die Bäume ohnehin, damit die Straße um eine Abbiegespur Richtung Hackenberg verbreitert werden kann. Eine Vertagung würde die Baukosten erhöhen!“

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Ein harmonisches Ganzes mit der Umgebung

10.

Tipps

 

  • Weitgehend verglaste „Wände“ als Windschutz, filigran konstruiert und max. 1,5 m hoch (a).
  • Natürliche Abgrenzungen mit Pflanzgefäßen, max. 1,5 m Höhe.
  • Passende Pflanzgefäße aus Materialien wie Terracotta, Beton oder Kunststoff, hochwertig ausgeführt. Durchgangsbreite von 1,5 m beachten.
  • Abgrenzung höchstens partiell und mit Bezug zu den Tischgruppen.

Ungünstig:

  • !!Geschlossene Abtrennungen, insbesondere Zelte.
  • !!Abgrenzung durch Podeste, Zäune, Teppiche und Kunstrasen.
  • !!Abtrennungen als Werbeträger.

 

"Mitten im Leben sitzen, sehen und gesehen werden, das macht den Reiz von Straßencafés aus und ist Teil einer lebendigen Stadt. Viel zu häufig aber werden Café- und Restaurantterrassen gegenüber Nachbarterrassen und dem öffentlichen Raum deutlich sichtbar abgegrenzt. Das wirkt einer offenen und kommunikativen Atmosphäre entgegen, kann den Fußgängerverkehr einschränken und den Gesamteindruck von Straßen und Plätzen stören. Eine besonders auffällige Form der Abgrenzung sind bunte Zeltpavillons, wie sie auch entlang der Alleestraße zum Einsatz kommen.

Abgrenzungen von Außenterrassen sollten sparsam erfolgen, möglichst offen gestaltet sein und zur Möblierung passen. Hier eignen sich „natürliche Abgrenzungen“ mit Pflanzgefäßen aus Ton, Beton oder Metall. Als Windschutz können transparente Elemente aus filigranen Stahl-Glas-Konstruktionen gewählt werden. Begrenzungselemente, die einen freien Blick verhindern, sind ungünstig. Dazu gehören Pavillons, Holzzäune und großflächig für Werbung genutze Glas- oder Kunststoffabtrennungen. Auch Bodenbeläge wie Kunstrasen und Podeste nehmen Straßen- und Platzräumen die Großzügigkeit.

Erst die sanften Übergänge zwischen den einzelnen Zonen machen Straßen und Plätze zu beliebten Aufenthaltsorten. Immer sollte die Gestaltung des Außenraumes einschließlich Begrünung mit dem Erscheinungsbild des Gebäudes und seiner Umgebung ein harmonisches Ganzes bilden."

(aus dem Entwurf des „GESTALTUNGSHANDBUCHS FÜR EINZELHANDEL UND GASTRONOMIE“, (c) stadtraum architektengruppe , Düsseldorf. Konzeption, Gestaltung und Bearbeitung Bernd Strey, Christopher Dierkes, Sylvia Winkel und Jens Hoppstädter. Die Erstellung des Gestaltungshandbuchs wurde wird mit Mitteln aus der Städtebauförderung des Landes NRW unterstützt.)

 

Passende Möbel machen Innenstadt attraktiv

9.

Tipps

  • Leicht wirkende Möblierung aus hochwertigen Materialien (Holz, Metall, hochwertiger Kunststoff, Aluminium), ansprechend angeordnet und farblich auf die Fassade abgestimmt.
  • Einheitliches Möblierungskonzept für räumlich zusammenhängende Bereiche.
  • Textilschirme in Naturfarben oder gedeckten Farben bis zu einer Größe von 4 x 4 m .

Ungünstig:

  • !!Auffällige Produktwerbung an Sitzmöbeln und Sonnenschirmen.
  • !!Ampelschirme und Zelte aller Art.

"Vor allem in der wärmeren Jahreszeit beleben Cafés, Kneipen und Restaurants die innerstädtischen Straßen und Plätze. Die Außenmöblierung mit Tischen, Stühlen, Blumenkübeln und Sonnenschirmen ist die Visitenkarte der Gastronomiebetriebe und wird von Besuchern als erstes wahrgenommen. Gastronomiebetriebe konzentrieren sich zum einen in der unteren Alleestraße und im Umfeld des Marktes, zum anderen im Bereich des Alleecenters. Dazu kommen die drei festen Pavillons im mittleren Teil der Alleestraße, die auch gastronomisch genutzt werden. Die Art und Weise, in der sich die Gaststätten im öffentlichen Raum präsentieren, ist sehr unterschiedlich und vor allem im unteren Teil der Alleestraße verbesserungsbedürftig.

Eine Außengastronomie, die sich gut in das Stadtbild einfügt, erhöht zweifellos die Attraktivität der Innenstadt. Die Menschen kommen und bleiben. Ziel sollte daher auch für die Alleestraße ein gelungenes Zusammenspiel zwischen Fassaden und Aufenthaltsmöglichkeiten im öffentlichen Raum sein. Dabei sind qualitativ hochwertige Möbel ebenso wünschenswert wie ein abgestimmtes Möblierungskonzept für räumlich zusammenhängende Bereiche, z. B. rund um den Markt."

(aus dem Entwurf des „GESTALTUNGSHANDBUCHS FÜR EINZELHANDEL UND GASTRONOMIE“, (c) stadtraum architektengruppe , Düsseldorf. Konzeption, Gestaltung und Bearbeitung Bernd Strey, Christopher Dierkes, Sylvia Winkel und Jens Hoppstädter. Die Erstellung des Gestaltungshandbuchs wurde wird mit Mitteln aus der Städtebauförderung des Landes NRW unterstützt.)

Werbeträger auf vertretbares Maß zu reduzieren

8.

Tipps

  • Maximal ein Aufsteller in einem 1,0 m breiten Streifen (a) unmittelbar vor dem Geschäft unter Einhaltung einer Gehwegbreite von min. 1,5 m.
  • Abstand zu den Gebäudeaußenecken 0,5 m.
  • Temporäre Aufstellung (tage- oder stundenweise) mit zeitlich begrenzten Angeboten.
  • Keine Fremd- oder Produktwerbung.

Nicht empfehlenswert:

  • !!Mobile Werbefahnen.
  • !!Grelle Farben, Rechtschreibfehler.
  • !!Fest verankerte Werbeträger.
  • !!Übergroße Dekorationselemente wie „Eistüten“ oder „Plastikhandys“.
  • !!Abgenutzte und verblichene Werbeträger.
  • !!Private Fahrradständer und Abfallbehälter, die gestalterisch nicht abgestimmt

"Schilder, Fahnen oder ganze Objekte als mobile Werbeträger sind weitere Elemente, die zum Bild von Einkaufsstraßen gehören, aber auch in der Remscheider Innenstadt zunehmend zum Problem werden. Passanten empfinden eine hohe Dichte und aufdringliche Gestaltung häufig als unangenehm. Selbst gut gestaltete Schaufensterfronten werden manchmal durch solche "Kundenstopper" gestört. Die Werbeträger beeinträchtigen das Straßenbild und sind insbesondere für Menschen mit Mobilitätseinschränkung oder Eltern mit Kinderwagen ein regelrechtes Hindernis.

Eine gestalterische Aufwertung der Innenstadt muss die mobilen Werbeträger mit einbeziehen. Ziel sollte es sein, sie in Qualität und Quantität auf ein vertretbares Maß zu reduzieren, auch mit Blick auf die Barrierefreiheit. Die Werbeträger sollten gestalterisch auf die Umgebung abgestimmt sein, nur unmittelbar vor dem beworbenen Laden stehen und auf einen Werbeträger pro Laden beschränkt bleiben. Gute Beispiele sind mit Kreide beschriftete Menütafeln. Besonders störend im öffentlichen Raum und nicht selten regelrecht im Weg sind dagegen Werbefahnen und überdimensionierte Dekorationselemente wie "Eistüten" oder "Plastikhandys". Grundsätzlich vermieden werden sollten grelle Farben, billig wirkende Materialien und Produktwerbung.

(aus dem Entwurf des „GESTALTUNGSHANDBUCHS FÜR EINZELHANDEL UND GASTRONOMIE“, (c) stadtraum architektengruppe , Düsseldorf. Konzeption, Gestaltung und Bearbeitung Bernd Strey, Christopher Dierkes, Sylvia Winkel und Jens Hoppstädter. Die Erstellung des Gestaltungshandbuchs wurde wird mit Mitteln aus der Städtebauförderung des Landes NRW unterstützt.)