Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Rögy-Sporthalle wird wohl erst im Sommer fertig

Auf der Baustelle für die neue Dreifach-Turnhalle am Röntgen-Gymnasium in Lennep ist schon seit Monaten Baustopp. Erst hat das Wetter nicht mitgespielt – bei Temperaturen unter fünf Grad rührt kein Bauarbeiter Beton an. Aber auch nach dem Winter ist auf der Baustelle niemand zu sehen. Der Grund: Die Stadt als Bauherr ist mit den bisherigen Arbeiten höchst unzufrieden.

Kurz bevor eine Außenwand der Turnhalle mit Schalbrettern versehen und betoniert werden konnte, erkannten Fachleute des Remscheider Gebäudemanagements den Pfusch. Die Bewehrungsstähle, die den Beton erst haltbar machen, waren falsch gesetzt. Viel zu weit außen ragten sie aus der Bodenplatte. Die Überdeckung mit Beton hätte nicht ausgereicht. Üblich sind drei bis vier Zentimeter zwischen Eisenstab und den Außenkanten des Betons. An der Turnhalle am Röntgen-Gymnasium ist es an manchen Stellen weniger als ein Zentimeter. „Da kommt es dann zu Frostabplatzungen, so dass die Stäbe dann frei liegen, und damit ist der Korrosionsschutz nicht mehr gewährt“, sagt der Chef des Gebäudemanagements, Thomas Judt. Bestellt habe die Stadt aber eine wasserdichte Außenwand für das Gebäude, die auch noch nach Jahrzehnten keine Feuchtigkeit aufnimmt oder ins Innere dringen lässt.

Einziges Mittel für die Bauarbeiter waren anscheinend ein paar kräftige Schläge mit dem Hammer. Das sollte die Fehler korrigieren. Judt: „Hier hat sich möglicherweise jemand, der gemerkt hat: OK, ich bin hier aus der Flucht geraten, gemeint sich helfen zu können, indem er diese Stähle mit dem Hammer bearbeitet, um die Stäbe letzten Endes hinter der Verschalung verschwinden zu lassen. Man kann Stähle zum Beispiel mit einer Rolle biegen, aber nicht wenn die schon einbetoniert sind.“ Und er ergänzt: „Fehler sind ja menschlich, aber man kann so was nur beheben, wenn man das Gespräch sucht.“

Seit dem Baustopp reden vor allem die Gutachter und Statiker. Die Stadt und der Bauunternehmer aus Weeze haben jeweils ihre Leute in Stellung gebracht. Die sollen ermitteln: Wer ist für den Schaden verantwortlich, wie kann das Dilemma aus der Welt geschafft werden, wie lange dauert das, und was kostet das? Die Stadt schlägt zum Beispiel vor, dass der Unternehmer auf eigene Kosten die Wand dort verbreitet, wo der Stahl nicht korrekt gesetzt ist. Das könnte verhindern, dass in einigen Jahren Wasser eindringt. Vielleicht klappt das. Vielleicht muss ein Teil der Außenwand aber auch ganz abgerissen und neu gebaut werden.

Einen langen Prozess um Schadenersatz will die Stadt möglichst verhindern, sagt Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke. „Wir sind im Gespräch mit dem Unternehmer, beziehungsweise mit dem Subunternehmer, der diese speziellen Arbeiten ausgeführt hat, um eine Einigung im Vorfeld herbei zu führen. Wir wollen den Baumangel beseitigt bekommen, damit die Arbeiten fortgeführt werden können.“

Für Gebäudemanager Thomas Judt sind Baumängel Alltag. „Damit haben wir ständig zu tun. Schimmel nach Sanierungen, falsches Arbeiten und so weiter. Aber in den 14 Jahren, in denen ich jetzt Gebäudemanager in Remscheid bin, hab ich Mängel in einer Größenordnung wie an dieser Turnhalle am Rögy noch nicht gesehen.“

Seit ein, zwei Wochen liegen die Temperaturen stabil über fünf Grad. Das ist auf Baustellen die übliche Marke, jenseits der die Betonarbeiten möglich sind. Wäre der Pfusch am Stahlbeton nicht dazwischen gekommen, würde vielleicht sogar schon am Innenausbau gearbeitet. „Jetzt müssen wir neu planen“, sagt Thomas Judt. Er glaubt, dass die Halle, die immerhin 4,5 Millionen Euro kostet, frühestens zum Beginn des neuen Schuljahres fertig werden wird.

Im Sportausschuss sagte Thomas Judt am Mittwoch, bis Ende März werde sich entscheiden, ob die Stadt mit der jetzigen Baufirma weitermachen oder sich nach einer neuen umsehen werde. Das hänge vom Sanierungskonzept ab, das man von dem Verursacher erwarte. Dafür werde eine Anwaltskanzlei der Firma in der nächsten Woche eine Frist von drei Wochen einräumen. Falle dieses Konzept zur Zufriedenheit der Stadt aus, könne das Mauerwerk in weiteren neun Wochen fertig sein. Der anschließende Ausbau der Halle werde dann drei bis vier Monate beanspruchen. Bislang habe die Stadt von der Firma verschiedene Nachweise zur Bauausführung eingefordert, teilweise aber nicht erhalten.

Urkunden und Preise bei „Wirtschaftswissen im Wettbewerb“

Die Preisträger und ihre Lehrer zusammen mit Annika Beckmann, links im Bild und Friedrich Mahner, rechts, von den Wirtschaftsjunioren.Bildmitte: die ersten Preisträger Nikolas Nippes und Eloise Scholz. Foto: Lothar Kaiser

Seit mehr als 25 Jahren veranstalten die Wirtschaftsjunioren Deutschland in Zusammenarbeit mit Schulen bundesweit das Schülerquiz „Wirtschaftswissen im Wettbewerb“. Der Wettbewerb ist ein Wissensquiz rund um die Themen Wirtschaft und Ausbildung. Gleichzeitig ist der Multiple-Choice-Test wie ein Einstellungstest aufgebaut, so dass die Schülerinnen und Schüler sich auf Bewerbungssituationen vorbereiten können. Der Fragebogen enthält 30 Fragen zu den sechs Bereichen Ressourcen und Innovation, Politik, Wirtschaft, Allgemeinbildung, Ausbildung und Internationales.

In Remscheid findet das Schülerquiz seit Jahren großen Anklang: Etwa 300 Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen von weiterführenden Schulen nahmen diesmal wieder in Remscheid an dem Wettbewerb teil. Die besten Schüler sowie die beste Klasse wurden gestern Mittag im Gertrud-Bäumer-Gymnasium (GBG) durch Annika Beckmann, Sprecherin der Wirtschaftsjunioren (Wiju) Remscheid, und Friedrich Mahnert, Leiter des örtlichen Wiju-Arbeitskreis Schule/Wirtschaft, ausgezeichnet. Der erste Preis, verbunden mit einer Urkunde, einem USB-Lautsprecher und einem Geldbetrag, ging an den Wirtschaftskurs des Gertrud-Bäumer-Gymnasiums (Lehrer Andreas Kretschmann). Bester Schüler war diesmal Nikolas Nippes (Wirtschaftskurs GBG). Auf den zweiten Platz kamen Florian Fillinger, Teoman Keser und Christian Heyne von der Sophie-Scholl-Gesamtschule sowie Eloise Scholz vom Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium.

Nikolas Nippes wird Remscheid vom 24. bis 26. März in Bochum beim Bundeswettbewerb vertreten. Sollte er dort gewinnen, kommt auf die Remscheider Wijus die Aufgabe zu, den nächsten Bundeswettbewerb auszurichten. Allen Teilnehmern wünschte Friedrich Mahnert gestern, dass sie ihr Wissen nutzen. „Denn der Satz ‚Wissen ist Macht‘ kommt nicht von ungefähr. Das haben viele Briten gemerkt, die erst für den Austritt ihres Landes aus der EU gestimmt und dann erst nachgedacht haben. Sie sagten später ‚Uh, das habe ich gar nicht so gewollt‘!“

Aus dem Fragenkatalog: Hätten Sie`s gewusst? „Was muss gemäß Artikel 14 des Grundgesetzes gewährleistet werden? (Eigentum und Erbrecht). Was ist das Bruttonationaleinkommen? (Summe aller Leistungen und Waren in Deutschland in einem Jahr). Nach welchem Prinzip funktioniert das deutsche Wirtschaftssystem? (Soziale Marktwirtschaft). Was ist die Hauptaufgabe des Internationalen Währungsfonds (IWF)? (Vergabe von Krediten an Länder, die Zahlungsschwierigkeiten haben). Was versteht man unter TTIP? (Transatlantic Trade and Investment Partnership). Wie hoch war im Jahr 2015 die Gesamtzahl der Kreditinstitute in Deutschland? (1.960). Welches Unternehmen ist der größte Arbeitgeber in Deutschland? (Siemens). Heute sind 20 Milliarden Maschinen im Internet vernetzt. Wie viele werden es geschätzt im Jahr 2020 sein? (50 Milliarden).

Kremenholler I-Dötze von 1926 und 1936

Zu den Unterlagen von Stadtführer Harald Neumann zum 1oo-jährigen Bestehen der Grundschule Kremenholl (15. Mai 2004) gehören auch einige historische Klassenfotos. Zwei sind an dieser Stelle abgedruckt. Das obere zeigt die Klasse der I-Dötze mit Lehrerin Kleinfeller im Jahre 1926 (also vor 90 Jahren), das untere die Einschulungsklasse mit Lehrer Meurer 1936 (also vor 80 Jahren).

Noch älteren Datums ist ein Brief, den Adolf Gärtner an das Remscheider Oberbürgermeisteramt schrieb - am 27. Februar 2014: „Am 20. Februar ist mein Sohn, der Schüler Walter Gärtner; auf dem Schulhofe der Kremenholler Schule dadurch verunglückt, dass ihm ein Fensterrahmen aus dem ersten Stockwerk auf den Kopf schlug. Mein Sohn hat erhebliche Verletzungen davon getragen. Für den entstandenen Schaden verlange ich Ersatz. Den Schaden berechne ich wie folgt:

  • 1. Für ärztliche Behandlung zwei Mark,
  • 2. Für Schmerzensgeld zehn Mark.
  • 3. Arbeitszeitversäumnis für mich und Entschädigung für meine Frau für ihre Gänge und besondere Bemühungen acht Mark.

Summa: 20 Mark. Um baldgefl. Erledigung bietet ergebenst Adolf Gärtner, Kremenholler Straße 70."

"Bessere personelle und räumliche Ausstattung!"

Die Fraktion der Linken hat zur Sitzung des Jugendhilfeausschuss am 8. März den Antrag gestellt, die kommunalen Mittel an der Finanzierung des offenen Ganztags zu erhöhen und den pädagogischen und kindgerechten Bedürfnissen anzupassen. Dazu soll „der tatsächliche räumliche, personelle und sächliche Bedarf für alle Kinder an den unterschiedlichen Standorten des Offenen Ganztages ermittelt und festlegt werden, wie insbesondere die personelle und die räumliche Ausstattung auch kurzfristig verbessert werden können.“ Der Rat soll aufgefordert zu einem Appell an den Landtag aufgefordert werden, in dem dringend die bessere finanzielle Unterstützung der Offenen Ganztage eingefordert wird. Zur Begründung: „In der Stadt Remscheid besuchen 61 % der Primarstufenschülerinnen und – schüler das Angebot der Offenen Ganztagsschule. Diese jetzt schon hohe Nutzung des Offenen Ganztags ist aber tatsächlich nicht ausreichend. An einigen Standorten bestehen bereits seit längerer Zeit Wartelisten; der Bedarf an Betreuungsplätzen im Offenen Ganztag steigt und damit der räumliche Bedarf. Zudem: die in den Richtlinien des Landes NRW genannte Aufgabe des Offenen Ganztags ist klar und das Ziel anspruchsvoll.

Der Offene Ganztag soll nichts weniger sein als ein „attraktives, qualitativ hochwertiges und umfassendes örtliches Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebot, das sich an dem jeweiligen Bedarf der Kinder und Jugendlichen sowie der Eltern orientiert. Die individuelle ganzheitliche Bildung von Kindern und Jugendlichen, die Entwicklung ihrer Persönlichkeit, der Selbst- und Sozialkompetenzen, ihrer Fähigkeiten, Talente, Fertigkeiten und ihr Wissenserwerb sollen systematisch gestärkt werden“. (...) Trotz des hohen Engagements der im Offenen Ganztag arbeitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können auch sie sich nur um die Belange der Kinder intensiv kümmern, wenn ausreichend Personen da sind, die - mit unterschiedlichen Angeboten - die Entwicklung jedes einzelnen Kindes fördern.“

Schulwegpläne in RS sind teilweise veraltet

Als Vorsitzender der Verkehrswacht Remscheid e. V. hat Otto Mähler in einem Schreiben an alle Grundschulen in Remscheid darauf aufmerksam gemacht, dass nach Kenntnisstand der Verkehrswacht die Schulwegpläne einiger Remscheider Grundschulen nicht mehr den aktuellen Gegebenheiten entsprechen, sprich: veraltet sind. Die Schulleiter bittet Mähler, dies für ihre Schule zu überprüfen: „Dies kann eventuell mit Beteiligung der Schulkinder im Sachkundeunterricht oder im Schülerparlament erfolgen. So wird für die Kinder der Einblick in die Verkehrswelt vertieft und von ihnen ein wichtiger Beitrag zur Gestaltung des Schulumfeldes geleistet.“ Aber auch die Zonen, in denen Eltern in der Nähe von Schulen gefahrlos halten können, um ihre Kinder zu verabschieden (so genannte Kiss and Go-Zonen), könnten von den Kindern vorschlagen und farblich markiert werden (z.B. in Rot für „gefährlich“ und deshalb „hier besser nicht halten“ und in Grün für „Ja, gefahrlos“).

Die Verkehrswacht Remscheid nimmt sich dieses Themas an, um für mehr Sicherheit von Kindern auf dem Schulweg zu sorgen, aber auch, um auf Verhaltensweisen von Eltern/Großeltern hinzuweisen. Aus dem Zusammenspiel zwischen Schule, Ordnungsbehörde, Verkehrssicherheitsberatung der Polizei, Bezirksbeamten der Polizei, Schulamt und Presse könne sich eine erfolgreiche Zusammenarbeit zum Wohle der Kinder ergeben, so Mähler. Er bittet die Schulleiter in seinem Brief um Rückmeldungen an den Fachdienst Schule und Bildung der Stadt Remscheid bis Ende Juni, damit die Schulwegpläne rechtzeitig zum Start in das neue Schuljahr neu aufgelegt werden könnten.

Informationstag kam bei Besuchern gut an

Pressemitteilung des Berufskollegs Technik

Das Berufskolleg Technik in Remscheid hatte an seinem Informationstag einiges zu bieten: Die Berufsfachschulen, die Jugendliche auf technische Berufe vorbereiten, präsentierten ihre Werkstücke aus den Bereichen Elektro- Metall. Neu in diesem Jahr war die Berufsfachschule für Gestaltung, die ab dem kommenden Schuljahr neben den Fachrichtungen Elektrotechnik und Metalltechnik am BTR angeboten wird. Unsere Lehrkräfte standen den interessierten SchülerInnen und Eltern bei Fragen über den Bildungsgang zur Verfügung. Am Berufskolleg Technik gibt es die Möglichkeit der Berufsfachschule f. Technik (BFS 1, 1 Jahr) Metall- oder Gestaltungstechnik. Ziel ist der Hauptschulabschluss nach Klasse 10 und die berufliche Grundbildung oder die Berufsfachschule f. Technik (BFS 2, 1 Jahr) Elektro- oder Metalltechnik mit dem Ziel der  Fachoberschulreife (FOR,ggf. mit Qualifikationsvermerk) und die berufliche Grundbildung.

In der Fachgruppe „Berufsorientierte Allgemeinbildung“ konnten Schüler und Eltern sich informieren, die entweder die Allgemeine oder die Fachhochschulreife erwerben möchten, jeweils unterschiedlichen Schwerpunkten. Hierzu gehören die Bildungsgänge der Höheren Berufsfachschule für Technik (HöTec) in den Bereichen Elektro- oder Metalltechnik. Der Bildungsgang Höhere Berufsfachschule mit Berufsausbildung zum Informationstechnischen Assistenten (ITA) alle mit dem Ziel der Fachhochschulreife. Das Berufliche Gymnasium im Fachbereich Informatik mit dem Ziel der Allgemeinen Hochschulreife (Abitur) und die Fachschule für Technik für die Bereiche Elektro- oder Metalltechnik mit dem Ziel staatl. gepr. Techniker/in und die Fachhochschulreife (FHR).

Alle Bildungsgänge wurden in der Pausenhalle unter sachkundiger Leitung und Beratung an verschiedenen Ständen vorgestellt. Um den SchülerInnen und Eltern ein lebendiges Bild von den einzelnen Bildungsgängen zu zeigen, wurden verschiedene Projekte poräsentiert, u.a. ein Roboterprojekt, verschiedenste Werkstücke und Maschinen.

Anmeldungen erfolgen über das Portal "Schüler-online".

Das Anmeldefenster ist für Vollzeitbildungsgänge (http://www.btr-rs.de/pdf/btr-infoblatt-wir_bieten.pdf) geöffnet vom 03. Februar bis zum 3.März.
In dieser Zeit ist das Schulbüro Dienstag und Donnerstag von 13 bis 17 Uhr besetzt.
Anmeldungen für die Berufsschule sind immer möglich. Öffnungszeiten des Schulsekretariats: Montag bis Donnerstag: 7 bis 14 Uhr, Freitag: 7 bis 13 Uhr.

Unser Informationstag ist sehr positiv angekommen, was sich auch an der hohen Besucherzahl zeigte. Begrüßt und stark nachgefragt wurde, dass sich die SchülerInnen vor Ort direkt für den gewünschten Bildungsgang anmelden konnten. Für das leibliche Wohl am Infotag sorgten die Schüler und Schülerinnen der Klasse DI 51(12 Klasse der gymnasialen Oberstufe) mit dem Verkauf von frisch gebackenen Waffeln und Kaffee.

Dass der Tag ein voller Erfolg war, bestätigte Schulleiter Oliver Lang: „Wir konnten vielen jungen Menschen wichtige Informationen bieten. Durch den Besuch des Infotages am Berufskollegs Technik konnten sich die vielen interessierten Schülerinnen, Schüler und Eltern einen wirklichen Mehrwert für eine realistische schulische und berufliche Orientierung verschaffen.“ (Niko Brkljaci)

 

Zeitzeugen berichten über den Honsberger Bunker

Als der Waterbölles am 23. August 2009 über den „Bunker als Museum für Kino- und Luftschutzgeschichte auf Honsberg berichtete, war alles noch mit einem gewissen Fragezeichen versehen und Führungen durch den Bunker an der Siemensstraße eher die Ausnahme als die Regel. Inzwischen pflegt Markus Bertram, der 1. Vorsitzender des „Museumsvereins Kinobunker Remscheid“ geradezu ein Haus der offenen Tür, etwa bei Stadtteilführungen und Jugendprojekten. Das galt 2015 für das Filmprojekt „Zeitkapsel“ des Jugendzentrums „Kraftstation“. Und das gilt auch jetzt wieder für das Dokumentarfilm-Projekt „Kinobunker“ der Albert-Einstein-Gesamtschule. Markus Bertram, der in den vergangenen Jahren bei Besichtigungen die Adressen zahlreicher Zeitzeugen gesammelt hat, betätigt sich dabei gerne als „Türöffner“, und für die nötige technische Ausstattung sorgt Christian Beitz als Medienpädagoge der Kraftstation. Beide waren dabei, als gestern die aus neun Mädchen und drei Jungen bestehende Projektgruppe zusammen mit ihrer Lehrerin Rebecca Volke Medienvertretern ihr Vorhaben näher erläuterte.

Es ist ein ambitioniertes Projekt, das bis zur angestrebten Fertigstellung zu den Sommerferien noch manche Stunde Arbeit erfordern wird. Denn dass die von Bertram vermittelten Zeitzeugen zwischen75 und 90 Jahren viel zu erzählen haben werden, bezweifelt keiner der Beteiligten. Auch Klaus Schöneberger, der gestern als erster vor zwei Videokameras saß und interviewt wurde, hatte viel zu erzählen. Der 79 Jahre alte Modellbauer, der heute in Kremenholl wohnt und gerne Remscheider Platt spricht („Datt verstonnt die jungen Lück överhupt nie mie!“), wusste beispielsweise zu berichten, dass der 1940 erbaute Bunker in den letzten beiden Kriegsjahren auch als Schule diente („an richtigen Unterricht war aber nicht zu denken!“) und nach dem Krieg nicht nur als Kino, Box-Arena, sondern auch als eine Art Amateur-Varieté.

Um in dem Bunker einen Boxring aufbauen zu können, musste die Kino-Leinwand nach oben geklappt werden. Dann hatten in den großen Raum bis zu 300 Zuschauer Platz (zu ihnen soll einmal auch Max Schmeling gehört haben). Wenn das Wetter es zuließ, fanden Boxveranstaltungen aber auch auf dem Honsberger Sportplatz statt – mit bis zu 2.000 Zuschauern.

Das Varieté hatte die Projektgruppe gar nicht auf dem Schirm gehabt, wohl aber den Box-Club und das Kino (1946 bis 1960). Der erste Film, der dort gezeigt wurde, sei „Tom Mix räumt auf gewesen“, erzählte gestern Klaus Schöneberger. „Den habe ich vielleicht zehnmal gesehen!“ Und das Geld für die Kinokarte für 30 Pfennig habe er sich damals durch Schrottsammeln verdient.

Alles, was die Zeitzeugen zu erzählen haben, wird auf Video aufgenommen und soll erhalten bleiben (vielleicht interessiert sich ja auch das Stadtarchiv dafür). Die Hauptarbeit wird darin bestehen, aus der Fülle des Materials einen anschaulichen, interessanten Film von 20 bis 30 Minuten Länge zu komprimieren. Uraufgeführt werden soll er in der Kraftstation. Aber auch später wird er zu sehen sein. Christian Beitz: „Wir wollen ihn auf YouTube hochladen!“ (Sobald das geschehen ist, wird der Waterbölles den Link veröffentlichen).

Von sich aus waren die Schüler/innen nicht auf die Idee gekommen, dem alten Bunker und seiner spannenden und wechselvollen Geschichte ihre Freiheit zu widmen. Einige von ihnen hatten von der Existenz des Baus mit seinen meterdicken Betonmauern, im Kriege von einer Flak-Stellung mit Wuppertaler Oberschülern gekrönt, wie sich Klaus Schöneberger erinnerte, gar nichts gewusst, bis das Thema in der Schule plötzlich am Schwarzen Brett hing. Hintergrund: Für die Jahrgangsklassen 12 ist eine Projektgruppe Pflicht. Diesmal konnten sich die Schüler/innen zwischen insgesamt zehn Themen entscheiden, die zur Wahl standen. Der „Kinobunker“ sei eine Anregung der Kraftstation gewesen, verriet gestern Rebecca Volke, an der AES Lehrerin für Deutsch und Geschichte. Die Beschäftigung mit den Zeugnissen der Geschichte vor Ort soll für die Projektgruppe die Geschichte Remscheids (und letztendlich auch Deutschlands) erlebbarer und erfahrbarer machen. Neben dem Besuch des Bunkers und der Recherche (etwa im Stadtarchiv) geht es vor allem darum, Zeitzeugen zu befragen, die während der Kriegszeit und danach den Bunker erlebt haben. Diese Video-Interviews möchten die jungen Dokumentarfilmer gerne mit Dokumente und Fotos von damals unterlegen. Willkommen ist ihnen deshalb jeder Remscheider, der historisches Material oder eigene Erlebnisse zu dem Film beitragen kann (Tel. RS 420004 oder E-Mail medien@kraftstation.de">medien@kraftstation.de).

Die neuesten Modelle erst einmal probetragen

Für Samstag hatte die Stadtsparkasse Remscheid Schulanfänger und interessierte Eltern zu ihrer siebten Schulranzenparty in das Kundencenter an der Alleestraße eingeladen. In der Zeit von 10 bis 15 Uhr konnten die zahlreichen Besucher – Jung und Alt - die neuesten Schulranzen und Rucksack-Modelle mit Zubehör besichtigen. Mitarbeiter der „Schatzkiste“, von „Gottlieb Schmidt“ und der „Lingenberg OHG“ informierten Eltern und Kindern individuell über die neuesten Modelle, und natürlich dürfen die Kinder die Ranzen auch probetragen.

Verwaltung verteidigt Schulumzug zum Kremenholl

Honsberger Grundschüler schon jetzt in Kremenholl“, berichtete der Waterbölles am 13. Januar. Entgegen der ursprünglichen Planung (Umzug im August)  waren die Grundschulkinder vom Honsberg (Foto: Stadtteilfest 2013) bereits nach den Weihnachtsferien (ab 9. Januar) in die bestehenden Klassen am Hauptstandort Kremenholl integriert worden. Angesichts der zum Schuljahresende 2016/2017 (31. Juli) anstehenden Aufgabe des Schulstandortes Honsberg hatten Schulleitung und Schulaufsicht den Kindern nicht zumuten wollen, zweimal umzuziehen und zweimal den Klassenverband zu wechseln. Die Eltern der Honsberger Kinder hatten sich mehrheitlich mit dem Umzug zum 9. Januar einverstanden erklärt. Bedenken gegen die Aufgabe des Schulstandortes Honsberg - formal noch keine beschlossene Sache, da Angelegenheit der Politik - äußerten gestern im Schulausschuss Thomas Kase und Erden Ankay-Nachtwein als Vertreter der SPD. Sie verwiesen auf Bemühungen der Stadt, den Stadtteil Honsberg neu zu beleben und fragten „Hätte es da nicht eine andere Lösung geben müssen, als die Grundschule kurzfristig zu schließen?“ Doch  Schuldezernent Thomas Neuhaus, Schulrätin Brigitte Dörpinghaus und Jörg Biermann, Leiter des Schulverwaltungsamtes, verteidigten ihre Entscheidung vom Dezember. Sie war getroffen worden, nachdem am 6. Dezember die turnusmäßige Brandschutzbegehung des Schulgebäudes in Honsberg durch Mitarbeiter der städtischen. Bauordnung Brandschutzmängel ergeben hatten, wonach nur noch die Räume im Erdgeschoss sowie die Pavillonräume der OGS genutzt werden dürfen. Das aber hätte bedeuten, dass die Kinder aus den Klassenräumen im 1. Obergeschoss ins Erdgeschoss hätten umziehen müssen. Da dort nur begrenzt Räume vorhanden sind, hätte ein OGS-Raum mitgenutzt und die Klassenverbände neu geordnet werden müssen.

In der Verwaltungsvorlage zur gestrigen Ausschusssitzung über die Anmeldungen der Schulneulinge an den Remscheider Grundschulen für das Schuljahr 2017/2018 wird der schulorganisatorische Handlungsbedarf, der sich aus der aktuellen Lage für den Schulverbund GGS Kremenholl-Honsberg ergeben habe, näher erläutert: „Die demografische Entwicklung der letzten Jahre führte dazu, dass die Nachfrage an Schulplätzen am Honsberg weiter stark gesunken ist. Durch den Wegzug von Familien hat sich diese Entwicklung weiter verstärkt. In den letzten Schuljahren sanken die Anmeldezahlen deutlich unter die gesetzliche Mindestzahl – auch für den Betrieb eines einzügigen Teilstandortes. Um einen ordnungsgemäßen Unterricht sicherstellen zu können, hat die Schule bereits jahrgangsübergreifende Klassen gebildet. Für die Klasse 1 des kommenden Schuljahres 2017/2018 wurden nur vier Kinder für den Teilstandort Honsberg angemeldet. Mit diesen wenigen Anmeldungen ist es entsprechend der gesetzlichen Klassenbildungswerte (mindestens 15 Kinder pro Klasse) nicht möglich, weder eine reguläre noch eine jahrgangsübergreifende Klasse zu bilden.“

Im Übrigen sei es rechtlich nicht möglich, gegen den Willen der Eltern Anmeldungen für den Hauptstandort Kremenholl zum Teilstandort Honsberg zu verweisen. Denn für die Wahl einer Grundschule und eines konkreten Standortes zähle nun einmal ausschließlich der Elternwille. Bereits für das Schuljahr 2016/2017 waren an der Schule Honsberg lediglich fünf I-Dötze angemeldet worden. Da für den Teilstandort keine weiteren Anmeldungen – auch unter Berücksichtigung zugewanderter Familien – erfolgten,  wurden die Kinder den Klassen 1 in Kremenholl zugewiesen.

„Mit den ab dem Schuljahr 2017/2018 am Teilstandort Honsberg noch verbleibenden Klassen 3 und 4 (16 und 13 Kinder) ist aus der schulfachlichen und insbesondere aus der pädagogischen Verantwortung heraus der Schulbetrieb/Unterrichtsbetrieb nicht mehr sichergestellt.“ Weiter stellt die Verwaltung fest. „dass alternativlos für das Schuljahr 2017/2018 die Jahrgänge 3 und 4 vom Teilstandort Honsberg zum Hauptstandort Kremenholl in die dortigen Klassen 3 und 4 zu integrieren sind oder den Eltern anzubieten, ihre Kinder für die Jahrgänge 3 und 4 an einer anderen aufnahmefähigen Grundschule anzumelden.“ Schon jetzt werden in Kremenholl die 3. und 4. Klasse in je drei Lerngruppen unterrichten. „Das gibt die größere Zahl von Lehrerinnen und Lehrern her“, so Jörg Biermann. Auch unter dem Aspekt der Lehrerversorgung sei ein weiterer Unterrichtsbetrieb in Honsberg nicht möglich. Über die Zukunft der Honsberger Schulgebäude müsse selbstverständlich noch der Rat der Stadt entscheiden.

Betonkonstruktion der Rögy-Halle erfordert Nachbesserung

Als „selten teures Geburtstagsgeschenk für das Rögy“ bezeichnete am 21. Mai 2016 der Waterbölles die neue Dreifachturnhalle des Röntgen-Gymnasiums in Lennep, für die an diesem Tage der Grundstein gelegt worden war ((Foto: Thomas E. Wunsch). Die neue Halle wird 4,3 Millionen Euro kosten. Wann der Neubau eingeweiht werden kann, ist unklar – heute unklarer als bei der Grundsteinlegung. Denn inzwischen wurde viel Beton in Form gegossen, und offenbar nicht jede Tonne in die richtige. Im Schulausschuss berichtete jedenfalls gestern Thomas Judt, der Chef des städtischen Gebäudemanagements, auf Nachfrage von Fritz Beinersdorf von den Linken davon, dass die Stadt Remscheid einen Anwalt eingeschaltet habe, um ihre Interessen gegenüber der Baufirma vertreten zu lassen. Von Mängelbeseitigung und Nachbesserungen bei den Betonarbeiten war die Rede. Die Stadt scheint zeitweilig von der Firma vergeblich einen statischen Prüfbericht eingefordert zu haben. Inzwischen habe die Firma jedoch eingelenkt, so Judt, so dass die Stadt bereit sei, die Firma weiter zu beschäftigen, wenn die nötigen Nachbesserungen ausgeführt worden seien. Das verhindere einen größeren Zeitverlust.