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VHS im Internet optisch und funktional besser

Jürgen Beckstette, Leiter des Bereichs Beruf, EDV und Persönlichkeitsentwicklung der Vvolkdhochschule Remscheid, stellte den Mitgliedern des Kulturausschusses am Mittwoch den neuen Internetauftritt der VHS vor. Gegenüber der bisherigen, etwas altbacken wirkenden Version ist die neue nicht nur optisch, sondern auch funktional deutlich besser geworden. Bei klarer Gliederung der Angebote (siehe Foto) ist die Webseite nunmehr auch smartphonefähig, erfüllt die üblichen Anforderungen an Barrierefreiheit und bietet sogar einen Lautsprecher-Button. Ein Klick darauf, und bekommt den Text auf der Seite vorgelesen. Schon seit Ende Januar ist die neue Homepage online und hat dafür gesorgt, dass die Klickzahlen deutlich in die Höhe geschnellt sind – von ca. 2.000 auf 6.000 im Monat.

Auch auf Facebook werde die VHS Remscheid in einigen Wochen vertreten sein, berichtete Nicole Grüdl-Jakobs, die Leiterin des Kommunalen Bildungszentrums (Volkshochschule, Stadtbibliothek, Musik- und Kunstschule). Mit der Entwicklung der Stadtbibliothek zeigte sie sich zufrieden. Gegenüber 2015 seien im vergangenen Jahr zehn Prozent mehr Neuanmeldungen zu verzeichnen gewesen. Zwar seien die Ausleihen um vier Prozent zurückgegangen, aber die Zahl der aktiven Nutzer sei konstant geblieben.

GEW fordert faire und gleiche Bezahlung

Pressemitteilung der GEW Remscheid

„Gleiches Geld für gleichwertige Arbeit!“, lautet die Forderung für den Equal Pay Day am 18. März. Frauen müssen bis zu diesem Datum arbeiten, um das durchschnittliche Jahreseinkommen zu verdienen, dass Männer bereits zum 31.12. des Vorjahres erreicht haben. Für die GEW NRW Anlass, ihre Forderung „gleiche Besoldung für gleichwertige Arbeit“ für die  Beschäftigten im Schuldienst zu bekräftigen und ihre Kampagne „JA13 – weil Grundschullehrerinnen es verdienen“ fortzusetzen. „Nach wie vor  lautet ein ungeschriebenes Gesetz in der Besoldung der Lehrämter „Kleine Kinder - kleines Geld, große Kinder - großes Geld“. Dort, wo besonders viele Frauen arbeiten, wie an den Grundschulen, werden sie niedriger besoldet. Damit muss Schluss sein. Wir wollen die Gehaltslücke schließen. Deshalb fordert die GEW eine Besoldung nach A 13Z für alle Lehrkräfte“, erklärte das Leitungsteam der GEW in Remscheid anlässlich des Equal Pay Day.

Die Kampagne „JA13“ gilt nicht nur für Grundschullehrkräfte, sondern für Beamt*innen und tarifbeschäftigte Lehrkräfte aller Schulformen, weil sich die ungleiche Besoldung nicht nur auf die Grundschulen, sondern auf alle Lehrkräfte in der Sekundarstufe I der anderen Schulformen erstreckt. Hier liegt das Einstiegsgehalt nach Berechnungen der GEW etwa 600 Euro unter dem Gehalt der Kolleg*innen an Gymnasien und Berufskollegs. Diese Besoldungspraxis wertet die GEW als verfassungswidrig, denn  es gibt im Jahr 2017 keine sachlichen Gründe mehr dafür. „Hochschulausbildung und Vorbereitungsdienst sind für Lehrerkräfte aller Schulformen gleich lang. Im Lernprozess der Kinder leisten sie gleichwertige Arbeit“, betonte Heike Linsdorf.

In einem von der GEW in Auftrag gegebenen Gutachten bewertet die  Rechtsexpertin Prof. Dr. Eva Kocher die derzeitige Praxis als mittelbare Geschlechtsdiskriminierung. Diese liegt dann vor, wenn scheinbar neutrale Kriterien sich so auf eine bestimmte Personengruppe auswirken, dass sie benachteiligt wird. Linsdorf: „Natürlich gibt es auch Männer an Grundschulen und Frauen an Gymnasien. Allerdings sind Frauen an Grundschulen überproportional von der ungleichen Besoldung betroffen, denn hier arbeiten über 91 % Frauen.“ Der Lehrer*innenberuf ist ein sehr anspruchsvoller Beruf, unterstreicht Ute Brocke, und zwar an jeder Schulform. Brocke wörtlich: „An Grundschulen wird das Fundament für die Bildungskarriere der Kinder gelegt. Hier wird neben dem Lesen, Schreiben und Rechnen auch vermittelt, wie man lernt und Verantwortung für sich selbst und andere übernimmt. Eine faire Besoldung für alle Lehrkräfte ist deshalb überfällig.“

Neue pfiffige Ideen von „Jungunternehmern“

Pressemitteilung der Stadtsparkasse Remscheid

Auch in diesem Jahr gehen wieder acht Schülerteams mit Unterstützung der Stadtsparkasse Remscheid beim Deutschen Gründerpreis für Schüler an den Start. Bei der Kickoff-Veranstaltung präsentierten die Teams vom Röntgen-Gymnasium, dem Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung und der Sophie-Scholl-Gesamtschule ihre Unternehmen und ihre Geschäftsideen. die zwar fiktiv, aber durchaus realisierbar ist. Anhand von neun anspruchsvollen Aufgaben entwickeln die potenziellen Gründer Unternehmenskonzepte - inklusive Businessplan und Marketingstrategie. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten weitestgehend selbstständig, werden aber von einem Lehrer-Coach und einem Unternehmerpaten unterstützt.

„Der Gründerpreis für Schüler verknüpft Schule und Wirtschaft auf erfolgreiche Art und Weise. Die Schülerinnen und Schüler bekommen Kontakte zu heimischen Unternehmen und sammeln wichtige Erfahrungen für ihr künftiges Berufsleben“, erklärt Markus Kollodzey, Unternehmenssprecher der Stadtsparkasse Remscheid. Außerdem wird das Siegerteam mit 500 Euro belohnt. Seit 1999 haben über 74.000 Schüler am Deutschen Gründerpreis für Schüler teilgenommen.  „Wir haben immer wieder Teams aus Remscheid, die an den überregionalen Wettbewerben teilnehmen. Im vergangenen Jahr hat es das Remscheider Team bis zur Endausscheidung in Hamburg geschafft. Das spricht für die hohe Qualität des Remscheider Wettbewerbs“, freut sich Markus Kollodzey und ist sich sicher, dass auch in diesem Jahr wieder Teams  in Düsseldorf oder Hamburg auf der Bühne stehen werden.
Die Teams im Einzelnen:

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7.205.225 Euro für digitale Schultechnik bis 2021

Hoher EDV-Bedarf der Schulen bereitet Kopfzerbrechen“, titelte der Waterbölles am 29. Januar 2011. Im Schulausschuss hatten die die externen Gutachter Dr. Detlef Garbe und Dipl. Soz.-Wiss. Jürgen Thomaßen den Investitionsbedarf für eine „unterrichtskonforme Ausstattung“ mit Personalcomputern (PC), Laptops und anderen elektronischen Hilfsmitteln von 2011 bis 2016 mit 5.453.535 € beziffert. Zuviel für die Schulpauschale, die die Stadt pro Jahr von der Landesregierung erhält. Also suchten und fanden die Gutachter damals Einsparpotenziale, durch die sich der jährliche Investitionsbedarf auf 598.000 € reduzieren ließ.

Für den Zeitraum 2017 bis 2021 steht jetzt ein neuer Medienentwicklungsplan zur Medien- und IT-Ausstattung sowie Digitalisierung und Vernetzung der Remscheider Schulen an. Es ist mittlerweile der dritte. Dafür hatte die Verwaltung in ihrem Etat insgesamt 4.242.215 Euro eingeplant, zu wenig angesichts von Gesamtkosten in Höhe von 7.205.225 Euro. Doch zum Glück gibt es ja noch die Gelder des Landes aus dem Förderprogramm „Gute Schule 2020“: Davon stehen 2.274.640 Euro für die digitale Schulinfrastruktur zur Verfügung. Bleibt also immer noch eine Differenz von 688.370 Euro. Die müssen nun, verteilt auf 2017 und 2018, außerplanmäßig bereitgestellt werden. Entsprechend wurde der Medienentwicklungsplan gestern im Schulausschuss einstimmig beschlossen. Ein  Empfehlungsbeschluss für den Rat der Stadt. Der wird über den neuen Medienentwicklungsplan am 30. März entscheiden.

Grundreinigung in Schulen würde 500.000 Euro kosten

Brauchen die Remscheider Schulen regelmäßig eine Grundreinigung? Das fragte am Mittwoch im Schulausschuss die CDU-Fraktion. Und wie hoch wäre der ungefähre finanzielle Aufwand, um diese Grundreinigung an allen Schulen zu gewährleisten? Thomas Judt, der Leiter des städtischen Gebäudemanagements, wies auf Reinigungskosten von jährlich 1,13 Millionen Euro im Schulbereich hin. Käme eine Grundreinigung hinzu, müsste der Etat um 500.000 Euro erhöht werden. Und das seien die Personalkosten für das dann notwendige Leerräumen der Räume noch gar nicht eingerechnet. „Die Mehrkosten würden 15 Prozent des Instandhaltungsbudgets ausmachen. Da könnte ich dann pro Jahr fünf Dächer weniger reparieren lassen!“ Alexander Schmidt, Ausschusssprecher der CDU, hätte von Judt eine schriftliche Antwort lieber gesehen als eine mündliche. Aber es gibt ja später ein Protokoll...

Anlass für die Anfrage der CDU war eine Pressemitteilung, wonach die CDU in Hagen die Wiedereinführung einer jährlichen Grundreinigung aller Schulen fordert. Eine Schulbereisung habe deutlich gemacht, dass dafür dringende Bedarf bestehe. In den vergangenen Jahren waren in Hagen (wie anderswo) aus finanziellen Gründen die Reinigungszyklen an den Schulen gestreckt worden. Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Remscheid in ihrer Anfrage: „Ein sauberes und hygienisches Lernumfeld ist im Interesse der Schüler, Eltern und Lehrer.“ Eine regelmäßige Grundreinigung von Böden und Sanitäranlagen – zum Beispiel in der schulfreien Zeit – sei aber auch deshalb sinnvoll, um die Gebäudesubstanz vor zu schneller Abnutzung zu bewahren. „Das Geld, das man in die Grundreinigung steckt, könnte durchaus wirtschaftlich sinnvoll sein.“

Thomas Judt verwies im Schulausschuss auf sechs- bis siebenseitige Reinigungspläne für die Grund- und die weiterführenden Schulen. „Die Hygiene-Richtlinien werden eingehalten!“ Rückstände auf den Böden würden selbstverständlich entfernt, „Edding-Malereien“ auf den Schreibtischen aber nicht, auch aus erzieherischen Gründen. Aus dem Ausschuss kam die Pauschalkritik, die Remscheider Schulen seien in den vergangenen Jahren aus Spargründen „insgesamt dreckiger geworden“. So verwies etwa Brigitte Neff-Wetzel (Linke) auf „größere Reinigungsreviere und kürzere Zeitvorgaben“. Ein Lehrer monierte, dass in den Informatikräumen unter den Tastaturen nicht mehr gewischt werde: „Da sammelt sich der Dreck!“ Thomas Judt ließ das nicht gelten: „Gereinigt werden nur die leergeräumten Tische!“ Mehr sei aus dem gedeckelten Etat auch nicht zu bezahlen.

Waterbölles: Gab es nicht mal einen Grundsatzbeschluss, wonach eine Fraktion oder Ratsgruppe, wenn sie einen mit Kosten verbundenen Antrag stellt, auch gleich darlegen muss, wie das Vorhaben finanziert werden könnte? Der scheint in Vergessenheit geraten zu sein.

Erst links, dann rechts, dann geradeaus!

Ein gutes Dutzend kleiner Verkehrsteilnehmer und deren Anhang machten sich auf dem Honsberg mit den Regeln im Straßenverkehr vertraut. Die Polizei hatte eingeladen und war durch einen freundlichen Herrn in Uniform vertreten. Auf dem Bürgersteig ging es zu einer Kreuzung. Dort wurde die Grenze von Steig und Straße deutlich gemacht. Wer an der Kante steht und "rüber" wolle, müsse gehörig "Achtung" vor dem Straßenverkehr haben und erst nach Links, dann nach Rechts sehen und die Straße erst überqueren, wenn keine Autos nahen, war die klare Botschaft.
Ein großes Problem für die " Kleinen" ist ihre Körpergröße; Erwachsene versperren ihnen oft die Sicht. "Die Erwachsenen bitte alle hinhocken!", bat der Polizist, und so hatten die "Großen" auf einmal die Perspektive der "Kleinen" und mussten sich erstmal um einen freien Blick bemühen.
Der Bürgersteig ist auch nicht immer sicher, da es Einfahrten gibt, die beachtet werden müssen .Die Erklärungen der Polizei waren gut und kindgerecht. Aber noch wichtiger ist für Kinder das tägliche gute Beispiel der Erwachsenen, ihre Umsicht im Straßenverkehr.

Hat die Schulrätin wirklich keinen Fotokopierer?

Waterbölles-Kommentar

Pädagogisch seien die Remscheider Schulen auf die Kinder von Flüchtlingen und EU-Zuwanderern gut vorbereitet, sagte im September 2016 im Schulausschuss, als dieser in der Alexander-von-Humboldt-Realschule (AvH) tagte, die für die weiterführenden Schulen in Remscheid zuständige Schulrätin Susanne Cortinovis-Piel. Nur wenige Integrationsstellen seien (noch) nicht besetzt – „und alle Schulformen sind mittlerweile mit im Boot“. Exakt dieser Satz fiel auch in der gestrigen Sitzung des Schulausschusses, diesmal in der Mensa der Sophie-Scholl-Gesamtschule. 339 Flüchtlingskinder verteilten sich derzeit auf die weiterführenden Schulen und 46 auf die Abendrealschule. Die weiteren Zahlen über Schulformwechsel, die die Schulrätin nannte, waren am Pressetisch auf der anderen Seite des großen U aus Tischen nicht mehr zu verstehen. Weil sie in normaler Lautstärke sprach, und das war für die schlechte Akustik des Saales einfach zu wenig. Auf Mikrophone hatte der Ausschussvorsitzender Kai Kaltwasser leider verzichtet. Das bedauerten auch andere Ausschussmitglieder, die von Cortinovis-Piel weiter entfernt saßen, darunter Waltraud Bodenstedt (W.i.R.) Aber: Es gebe ja später noch das Protokoll der Sitzung, so Kaltwasser.

Dem Bericht über die September-Sitzung des Schulausschusses hatte der Waterbölles eine „Anmerkung in eigener Sache“ angefügt. Ob er die von der Schulrätin mündlich vorgetragenen Zahlen alle richtig wiedergegeben habe, könne sich erst herausstellen, wenn die Stadtverwaltung das Protokoll dieser öffentlichen Ausschusssitzung ins digitale Ratsinformationssystem eingestellt habe. Die Schulrätin habe schließlich „zugesagt, den schriftlichen Bericht nachzureichen. Warum einfach, wenn’s auch umständlich geht!?“

In gleicher Weise verfuhr Susanne Cortinovis-Piel auch gestern wieder. Weil ihr kein Fotokopierer zur Verfügung steht?! Natürlich betete sie die Zahlen nicht auswendig herunter, sondern las sie von einem Zettel ab. Den hätte sie kopieren und damit den Pressevertretern von keinen Zweifeln belastete Berichte ermöglichen können. Tat sie aber nicht. Weil beratungsresistent? Nein, ich nehme mal an, sie hat die damalige „Anmerkung“ im Waterbölles gar nicht gelesen, und niemand im Rathaus hat sie darauf angesprochen. Sie ist schließlich Landesbeamtin. Da kann die Stadt froh sein, wenn sie wenigstens dann und wann an Sitzungen des Schulausschusses teilnimmt und Informationen zu Protokoll gibt, an denen die Öffentlichkeit z e i t n a h interessiert wäre.

Alles kein Problem, wenn die lokale Presse mit ihren Handys wichtige Wortpassagen aus Sitzungen des Rates und seiner Ausschüsse aufnehmen könnten. Darf sie aber nicht. Weil die dringend notwendige Änderung der Geschäftsordnung immer noch auf sich warten lässt. Merke: „Geschäftsordnung des Rates braucht Auffrischungskur“, hatte der Waterbölles bereits am 9. Oktober 2015 kommentiert. Weil seitdem nichts geschehen ist, durften am 13. Dezember 2016 im öffentlichen Teil bei der entscheidenden Ratssitzung zum Designer Outlet-Center keine Video- und/oder Audioaufnahmen gemacht werden mit Ausschnitten aus Wortbeiträen von Ratsmitgliedern. Das war für Rat und Verwaltung ein Armutszeugnis. Dagegen ist es eine Bagatelle, wenn eine Schulrätin hartnäckig die Anwesenheit von Journalisten in Sitzungen des Schulausschusses „übersieht“. Aber eine unverständliche und ärgerliche!

Die Hauptschule in Hackenberg wird zum Solitär

Remscheids einzige Hauptschule ist künftig die in Lennep-Hackenberg. Denn die städtische Gemeinschaftshauptschule (GHS) Wilhelmstraße Remscheid, wird zum Schuljahresende 2016/2017 am 31. Juli vollständig aufgelöst. Die Schülerinnen und Schüler der noch bestehenden Klassen der GHS Wilhelmstraße erhalten Schulplätze an der GHS Hackenberg. Das Schulgebäude Wilhelmstraße 25 wird ab dem Schuljahr 2017/2018 unbefristet ein Teilstandort (Dependance) der GHS Hackenberg. Einen entsprechenden Beschluss hat gestern der Schulausschuss einstimmig dem Rat der Stadt empfohlen.

Mit Genehmigung der Bezirksregierung Düsseldorf vom 29. Juli 2013 befindet sich die Gemeinschaftshauptschule (GHS) Wilhelmstraße seit dem Schuljahr 2013/2014 in der sukzessiven Auflösung. Den entsprechenden Beschluss hatte der Rat der Stadt zuvor gefasst (27.6.2013). Zurzeit besuchen noch insgesamt 268 Schüler/innen und Schüler die Schule, davon 128  im Jahrgang 9, 93 im Jahrgang 10 sowie 47 neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler zur Erstförderung in darunter liegenden Klassen. Darunter sind in allen Jahrgängen Jungen und Mädchen, die noch der Alphabetisierung bedürfen.

Eine vollständige Unterbringung der Schülerinnen und Schüler der GHS Wilhelmstraße ist am Schulstandort der GHS Hackenberg wegen fehlender Räume nicht möglich. Hinzu kommt, dass den Schüler/innen und Schülern der GHS Wilhelmstraße, die überwiegend aus der Innenstadt und dem Südbezirk kommen, ein räumlicher Schulwechsel im Abschlussjahrgang nicht zugemutet werden soll. Schulaufsicht und Verwaltung gehen deshalb davon aus, dass die Dependance Wilhelmstraße mindestens für die Schuljahre 2017/2018 und 2018/2019 erforderlich ist. Diesem Konzeptpapier haben die beiden Schulkonferenzen der GHS Wilhelmstraße und der GHS Hackenberg zugestimmt. Demnach soll die GHS Wilhelmstraße ab dem Schuljahr 2017/2018 in Regelklassen „nur“ noch den (Abschluss-)Jahrgang 10 beherbergen. Die Eingangsklassen sollen ab dem Schuljahr 2017/2018 lediglich in Hackenberg unterrichtet werden. Die Angebote der Berufswahlorientierung sowie die Langzeitpraktika und die Projekte der Berufsfeld- und Betriebserkundungen sollen an beiden Schulstandorten ausgebaut werden. Das gilt auch für die Kooperation zwischen der GHS Wilhelmstraße und dem Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung zur Alphabetisierung und Erstförderung von Seiteneinsteigern am Standort Wilhelmstraße. Für Schulformwechsler aus anderen Schulformen – auch für Seiteneinsteiger, die nach der Erstförderung der Hauptschule zugeordnet werden - will die Verwaltung an der Wilhelmstraße entsprechende Kapazitäten vorhalten, da dafür in Hackenberg im Übrigen kein Platz ist.

Schulsozialarbeit kann 2018 fortgesetzt werden

Verlässliche e.V. und Kompazz/Kraftstation machten das Rennen“, titelte der Waterbölles am 31. Juli 2015. Ab 1. Januar 2014 (nach Ausstieg des Bundes) hatte die Stadt Remscheid mit Zustimmung der Kommunalaufsicht die Schulsozialarbeit als so genannte „freiwillige Leistung“ zunächst alleine finanziert. Am 26. November 2014 hatte der Rat der Stadt dann beschlossen, die Schulsozialarbeit zur Umsetzung des allgemein als „sperrig“ angesehenen Bildungs- und Teilhabepakets vom 1. August 2015 bis Ende 2017 weiter aus dem städtischen Haushalt zu finanzieren. Das hatte ein Ausschreibungsverfahren erfordert. Ergebnis: Die Verlässliche e.V. (Primarbereich) und Kompazz/Kraftstation (Sekundarbereich I) konnten ihre wichtige Arbeit fortsetzen. Zugleich hatte der Rat Land und Bund aufgefordert, für eine dauerhafte Finanzierung dieser als unverzichtbar angesehenen sozialpolitischen Maßnahmen Sorge zu tragen, ohne die Kommunen damit weiterhin zu belasten.

Der Bund hat sich bis heute nicht gerührt, das Land NRW aber schon vor August 2015 und - zur großen Erleichterung der finanzschwachen Stadt - den größten Teil der Kosten der Schulsozialhilfe übernommen. Von den jährlich 535.000 Euro, die der Rat der Stadt für den Zeitraum 2014 bis 2017  freigegeben hatte, brauchten demnach nur noch knapp 170.000 Euro aus der Stadtkasse entnommen werden. Der Bewilligungsbescheid endet am 31.12. dieses Jahres. Doch inzwischen steht fest: Auch 2018 kann die Schulsozialarbeit fortgesetzt werden. Denn das Land NRW will seinen Finanzierungsanteil weiter zahlen, wie Sozialdezernent Thomas Neuhaus am Mittwoch im Jugendhilfeausschuss berichtete.

Ob das wirklich allen elf Remscheider Schulsozialarbeiter/innen der Verlässlichen e.V. und von Kompazz/Kraftstation den bitteren Gang zum Arbeitsamt erspart? Denn abgesichert ist die Schulsozialarbeit lediglich auf dem Niveau der für 2018 vom Land NRW erneut in Aussicht gestellten Förderung. Unklar, d. hg. noch nicht vom Rat beschlossen ist, ob die Stadt Remscheid ca. 220.000 € für die freiwillige Leistung im Jahr 2018 zahlen wird. Die Stadt sieht den Bund nach wie vor in der Verpflichtung. Das meint auch die Arbeitsgemeinschaft Schulsozialarbeit des JHA und formulierte einen Antrag, der gestern von Ralf Noll mündlich vorgetragen und anschließend vom Ausschuss mit großer Mehrheit als Diskussionsgrundlage (und mehr) für die Ratsfraktionen und -gruppen angenommen wurde. Dazu passte als Begründung ein Text, den die Ausschussvorsitzende Gabriele Leitzbach - ebenfalls mündlich - beisteuerte. Der Antrag hat nun folgenden Wortlaut:

Der JHA empfiehlt dem Rat der Stadt Remscheid wie folgt zu beschließen:
1. Auf der Grundlage der Verpflichtungsermächtigung für die Finanzierung der zusätzlichen Schulsozialarbeit im Landeshaushalt NRW für das Jahr 2018 beschließt der Rat der Stadt Remscheid, dass zusätzliche Mittel in den kommunalen Haushaltsplan 2018 in der Höhe eingestellt werden, dass die etablierte Schulsozialarbeit in Remscheid in Umfang und Gänze erhalten und fortgeführt werden kann.
2. Darüber hinaus ist die Schulsozialarbeit über 2018 hinaus in gemeinsamer Verantwortung von Bund, Land und Kommune abzusichern.
Begründung: Die Schulsozialarbeit, ob nach BuT oder im Bereich Übergang Schule und Beruf*, ist in unserer Kommune elementar wichtig! Ihre Arbeit muss auch über 2018 hinaus langfristig und gesichert weitergehen!
In den vergangenen Jahren wurden gute Strukturen geschaffen, verlässliche Netzwerke, z. B. mit weiteren Beratungseinrichtungen, gebildet sowie gegenseitige Wertschätzung und Vertrauen bei Kindern und Eltern aufgebaut. Durch die Hilfestellung und Unterstützung der Schulsozialarbeiter/innen können Kinder und Jugendliche am gesellschaftlichen Leben teilhaben und für ihren weiteren (auch beruflichen) Lebensweg Selbstvertrauen und wichtige Kompetenzen aufbauen. Um diese Arbeit weiterhin leisten zu können, muss für die Zukunft eine auskömmliche und langfristig gesicherte Finanzierung  gewährleistet werden! Land und /oder Bund müssen die Kommunen dahingehend unterstützen, damit auch nach 2018 kein Kind zurück gelassen wird!“
*(Die Gesamtschulen beschäftigen z.B. Sozialarbeiter, die über Lehrerstellen finanziert werden!)

Gutachter soll Standort der 3-fach-Turnhalle empfehlen

Wie angekündigt, hat die Verwaltung für den Schul- und den Sportausschuss (Sitzung am 15. März bzw. 5. April) eine Beschlussvorlage vorbereitet, wonach ein externer Gutachter mit der Standortsuche für eine neue Dreifach-Turnhalle in der Innenstadt beauftragt werden soll. Das betrifft konkret die Erstellung einer Machbarkeitsstudie und einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, vergleichbar mit den Maßnahmen „Rathausanbau“ und „Neubau Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung“. Dafür fehle dem städtischen Gebäudemanagement das notwendige Personal. Die Untersuchung soll die Standorte von Albert-Einstein-Gesamtschule, Brüderstraße 6-8,  (als Ersatz für die bestehende Schulsporthalle), Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium, Elberfelder Straße 48, und Am Stadtpark betreffen. Dabei soll der Gutachter auch die Frage beantworten, welche bestehenden (Schul-) Sporthallen durch den Bau einer neuen 3-fach Halle aufgegeben werden können und welche Verwertungsmöglichkeiten sich hieraus ergeben.

Die gegenwärtige Situation an den zu prüfenden Standorten stellt die Verwaltung in ihrer neuen Vorlage wie folgt dar:

  • Albert-Einstein-Gesamtschule: Sie verfügt an der Brüderstraße über einen Hallenkomplex, der sich in einem baulich maroden Zustand befindet und einen erheblichen und dringend notwendigen Sanierungsbedarf aufweist. In dem Hallenkomplex befindet sich eine größere Sporthalle (540 qm), die bezüglich Raumumfang und Ausstattung für den Schulsport gut geeignet ist, aber auf Grund der Konstruktion und Lage in den Sommermonaten wegen zu hoher Temperaturen nur eingeschränkt genutzt werden kann. Desweitern gibt es eine Gymnastikhalle (225 qm), die auf Grund der mangelnden Größe und Ausstattung nur extrem eingeschränkt für den Schulsport zu nutzen ist, dort ist kein richtliniengemäßer Unterricht möglich. Abschließend hat der Hallenkomplex noch einen teilweise mit Matten ausgelegten Bewegungsraum (180 qm), der für den Sportunterricht gar nicht genutzt werden kann. Überdies entsprechen die Gymnastikhalle und der Bewegungsraum nicht den Sicherheitsvorgaben für den Schulsport. All das führe vermehrt zu Einschränkungen des Schulsports; mindestens 50 Sportstunden müssten in Sporthallen an anderen Standorten durchgeführt werden.
  • Das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium verfügt über eine gut ausgestattete der DIN-Norm entsprechenden Einfachsporthalle (405 qm). Zudem hat sie eine Gymnastikhalle (200 qm), die zwar einigermaßen ausgestattet sei und den Sicherheitsnormen den Umständen entsprechend nachkomme, aber einen richtliniengemäßen Unterricht nur eingeschränkt zulasse, so die Verwaltung. Daher müssten aktuell 25 Sportstunden in standortfernen Sporthallen stattfinden.
  • Auf dem städtischen Grundstück am Stadtpark (eine größtenteils asphaltierte Fläche zwischen der GGS Am Stadtpark und dem Sportbad am Stadtpark) steht aktuell eine „Container“-Kita. In direkter Nähe befindet sich auch ein Kunstrasengroßspielfeld, ein Kunstrasenkleinspielfeld, zwei kleine Tartan-Mehrzweckspielfelder, eine 100 m Sprintanlage, ein Beachvolleyballfeld und eine Sporthalle (364 qm). In der Sporthalle ist der komplette Sportunterricht der GGS Am Stadtpark untergebracht.