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Jugendberufsagentur Remscheid geht an den Start


Insgesamt 516 junge Menschen unter 25 Jahre waren im März in Remscheid arbeitslos gemeldet, 21 Personen oder 4,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Davon wurden 192 junge Menschen ohne Job von der Agentur für Arbeit Remscheid (Rechtskreis SGB III) und 324 Personen vom Jobcenter Remscheid (Rechtskreis SGB II) betreut. Die Agentur für Arbeit berät frühzeitig beruflich, das Jobcenter unterstützt besonders förderungsbedürftige Jugendliche, und der dritte Sozialleistungsträger im Bunde ist die Jugendhilfe. Sie setzt sich insbesondere für benachteiligte junge Menschen einsetzt, die entweder intensive Unterstützung im Elternhaus benötigen oder gar in Pflegefamilien oder Heimeinrichtungen leben. Für die hilfesuchenden / hilfsbedürftigen Jugendliche bedeutet das unterschiedliche Anlaufstellen und verschiedene Ansprechpartner. Denn jede Institution hat ihre eigenen Kompetenzen, eigene Angebote und Budgets. All diese professionellen und differenzierten Dienstleistungsangebote zur besseren Förderung der Jugendlichen sinnvoll miteinander zu verknüpfen, ist Aufgabe der neuen Jugendberatungsagentur, die gestern im Remscheider Rathaus mit den Unterschrift der Repräsentanten der drei beteiligten Institutionen - der Stadt Remscheid (vertreten durch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz), des Jobcenters Remscheid (Dirk Faust) und der für Remscheid zuständigen Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal (Martin Klebe) - besiegelt wurde. Es ist die erste Jugendberufsagentur (JBA) im bergischen Städtedreieck; eine zweite ist für Solingen vorgesehen.

Der Übergang von der Schule in den Beruf ist für junge Menschen ein wichtiger Schritt ins weitere Leben. Dabei hilft in Remscheid beispielsweise die im Kommunalen Integrationszentrum mit Landeszuschüssen eingerichtete Koordinierungsstelle für ‚Kein Abschluss ohne Anschluss‘ (KAoA). Zielgruppe sind Schüler/innen der Sekundarstufe I (8. Und 9. Klasse). Ihnen sollen mit Hilfe von „Potenzialanalyse“ und praktischen Berufsfelderkundungen geeignete Berufe schmackhaft gemacht bzw. realistische Chancen auf dem Arbeitsmarkt aufgezeigt werden, um nach Schulabschluss den Einstieg in die Arbeitslosigkeit möglichst zu vermeiden

Bei einem zweiten Projekt arbeiten in Remscheid seit März 2015 Arbeitsagentur und Jobcenter mit der städtischen Tochtergesellschaft Arbeit Remscheid gGmbH gemeinsam an der „Assistierten Ausbildung“ (AsA). Sie gilt Jugendlichen, die auf Grund ihrer Noten oder aus anderen Gründen einen schwierigen Start in die Ausbildung befürchten müssen. Sie erhalten an der Freiheitstraße einen Stütz- und Förderunterricht und machen in einem Remscheider Unternehmen ein Praktikum, um zeigen zu können, wie es um ihre Motivation und Eignung bestellt ist. Des Weiteren betreibt die Arbeit Remscheid die Produktionsschule „„Catering und Eingemachtes“ (Freiheitstraße 181/ Am Bruch), für derzeit zwölf schulmüde und sogenannte „ausgeförderter“ Jugendliche, die durch sinnstiftendes und praktisches Arbeiten wieder auf „den Geschmack“ kommen sollen zu lernen.

Gemeinsam haben diese drei Beispiele die Erkenntnis, dass nicht alle jungen Menschen die gleichen Startbedingungen haben und viele bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle auf Hilfen angewiesen sind. Nicht wenige Jugendliche drohen den Anschluss völlig zu verlieren. Schulabbruch, Schulden, schwieriger familiärer Hintergrund - die fehlende Perspektive kann viele Gründe haben. Und wenn dann noch ein Zuständigkeitswirrwarr die existierenden Hilfsangebote unüberschaubar erscheinen lässt...

Die neue Jugendberufsagentur

Zielgruppen der Jugendberufsagentur sind Jugendliche

  • mit erhöhtem Unterstützungsbedarf, die noch nicht wissen, was sie im Anschluss an die Schule machen wollen, deren Abschluss aber unmittelbar bevorsteht.
  • die Gefahr laufen, die Schule ohne Abschluss verlassen zu müssen
  • die die Schule zum Jobben verlassen haben, jetzt aber doch eine Ausbildung anstreben.

Die Jugendberufsagentur bietet ihnen ein umfassendes Informations-, Beratungs- und Qualifizierungsangebot. Sie bündelt und strukturiert die Angebote des Jobcenters Remscheid, der Stadt Remscheid, und der Agentur für Arbeit Remscheid. Die beteiligten Träger tauschen sich über geplante oder bereits erfolgte Unterstützungsmaßnahmen für Jugendliche aus und stimmen diese aufeinander ab. Folgende Ziele sollen erreicht werden:

  • erleichterter Zugang für alle jungen Menschen zu den Dienstleistungsangeboten der drei beteiligten Träger, insbesondere für die Gruppe der sozial benachteiligten Jugendlichen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf,
  • Optimierung der Kommunikation und des Informationsaustausches zwischen den beteiligten Institutionen,
  • gemeinsame Maßnahmeplanung bei den Förderangeboten und
  • gemeinsame Fallberatung und -besprechung.

Die Öffnungszeiten der JBA sind Montag bis Donnerstag von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr und Freitag von 7.30 Uhr bis 12 Uhr. Die Anmeldung erfolgt über die Eingangszonen von Jobcenter (im Erdgeschoß) und Arbeitsagentur (1. Etage) sowie für die Mitarbeiter/innen der Jugendsozialarbeit über eine telefonische Terminvereinbarung.

Hier will die neue Jugendberufsagentur strategisch, aber auch im Einzelfall ansetzen. Durch die neue JBA sollen die verschiedenen Institutionen und deren Hilfssysteme zusammenrücken und den Jugendlichen Beratung aus einer Hand anbieten – und an einem Ort, in diesem Fall am Sitz von Jobcenter und Arbeitsagentur im Haus Bismarckstr. 8-10 in Bahnhofsnähe. Dort werden künftig stundenweise auch Mitarbeiter der Jugendsozialarbeit der Stadt Remscheid anzutreffen sein, darunter auch Lutz Pawlas, wie Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz gestern bemerkte: „Wir schaffen keine neue Institution, sondern intensivieren die Zusammenarbeit der drei Einrichtungen. Bisher wurden im ungünstigsten Fall vereinzelt Jugendliche von A nach B geschickt, weil sich die Zuständigkeit überschnitt. In der Jugendberufsagentur können wir dies in gemeinsamen Fallbesprechungen viel schneller im Sinne der Kunden klären. Durch die Kooperationsvereinbarung können wir einfacher Daten austauschen, leichter notwendige Maßnahmen abstimmen und damit auch schneller die jungen Leute gezielt fördern oder anderweitig für sie tätig werden."

Für Martin Klebe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal, besitzt die JBA eine große Bedeutung für den Arbeits- und Ausbildungsmarkt: „Aufgrund der demografischen Entwicklung sinkt die Zahl der Schulabgänger stetig. Zugleich steigt der Fachkräftebedarf der Unternehmen im bergischen Land. Wenn wir der Wirtschaft auch weiterhin genügend Fachkräfte vermitteln wollen, dann dürfen wir keinen Jugendlichen zurücklassen. Wir brauchen jeden, und durch die Jugendberufsagentur soll jeder Jugendliche dort abgeholt werden, wo er gerade steht und die Unterstützung erhalten, die er benötigt." Dirk Faust, Geschäftsführer des Jobcenters Remscheid, sieht vor allem die Chance, mit der Kooperation mittelfristig den Weg in die Langzeitarbeitslosigkeit zu unterbrechen. „Ein stabiler Lebenslauf mit guter Ausbildung ist die Basis für eine spätere existenzsichernde Beschäftigung. In der Jugendberufsagentur können wir unsere unterschiedlichen Angebote stärker bündeln und gemeinsam insbesondere Jugendlichen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf zielführende Angebote machen und sie auf dem Weg in Ausbildung begleiten."

„Gut ausgebildete Jugendliche, die ihr Auskommen mit ihrem Einkommen haben, sind der Rohrstoff für unsere Stadt“, betonte der OB. Da dürfe niemand durch „durchs Netz fallen“. Von Arbeitslosigkeit betroffen seien insbesondere Jugendliche mit Migrationshintergrund bzw. ohne Schulabschluss, so Dirk Faust. Leider sei gegenwärtig die Jugendarbeitslosigkeit in Remscheid um einige Projektpunkte höher als im Landesdurchschnitt, ergänzte Sozialdezernent Thomas Neuhaus. „Mit Qualifizierungs- und Arbeitsangeboten wollen wir versuchen, die Arbeitslosigkeit abzubauen.“

Daran arbeitet im Job-Center das so genannte „U25-Team“. Und das wird künftig von städtischen Jugendsozialarbeitern unterstützt, um jene arbeitslose Jugendlichen wieder zu erreichen, die sich der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter entzogen haben. Was die Mitarbeiter der Arbeitsagentur und des Jobcenters nicht leisten können, sollen die Jugendsozialarbeiter übernehmen – in die Familien gehen, mit den Eltern sprechen, den Jugendlichen klar machen, wie wichtig ist, „dass sie endlich aus dem Quark kommen und wieder zu einem festen Tagesrhythmus kommen“. Mast-Weisz weiter: „Schul- und Leistungsverweigerung sind keine Lösung, verstärken im Gegenteil nur die vorhandene Probleme!“ Und Jobs ohne fachliche / technische Kenntnisse durch Ausbildung werde es künftig auf dem Arbeitsmarkt kaum noch geben.

Wie die Problemlösung im Einzelfall aussieht, soll das neue Team der Jugendberufsagentur am Runden Tisch festlegen und einen entsprechenden Hilfeplan aufstellen. „Wir müssen verhindern, dass die jungen Leute sich nicht weitere Jahre ihre eigene Zukunft verstellen!“ Das habe auch eine volkswirtschaftliche Seite, räumte der Oberbürgermeister ein: Für den Lebensunterhalt von Arbeitslosen muss die Allgemeinheit aufkommen. „Arbeitslosigkeit ist der größte Luxus, den sich eine Gesellschaft leisten kann!“

 

Möhrchen: Pro Jahr 80.000 Euro für Schulessen

Rund 11.000 Remscheider Bürger/innen sind Sozialhilfe nach SGBII angewiesen. In diesen Hartz IV-Familien kommt es darauf an, jeden Euro dreimal umzudrehen, bevor er ausgegeben wird. Da gehört dann der Elternanteil für das Schulessen des Kinder / der Kinder nicht immer zu den vordringlichen Ausgaben. „Viele Eltern kriegen ein Frühstück für ihre Kinder einfach nicht hin!“, beklagen Grundschullehrer. Und das muss nicht unbedingt in jedem Fall unbedingt am fehlenden Geld liegen. Das dann mit „verantwortungslos“ zu kommentieren und im Übrigen die Achseln  zu zucken und auf eine sozialere Verteilung der Einkommen zwischen Arm und Reich oder den Sozialstaat im Allgemeinen zu hoffen, hilft den Jungen und Mädchen nicht weiter, die morgens ohne Frühstück zur Schule gehen. Verantwortungslos wäre es vielmehr, diese Kinder in Haftung zu nehmen für ihre Eltern. Hier besteht also tagtäglich akuter Handlungsbedarf, ohne die längerfristige Einflussnahme auf die Politik mit dem Ziel besserer sozialpolitischer Rahmenbedingungen außer Acht zu lassen.

Das Beste wäre es natürlich, könnte auf den „sozialen Kitt“ gänzlich verzichtet werden, für den in Remscheid seit seiner Gründung im Februar 2006 der “Förderverein Mittagstisch in Remscheider Schulen e.V.”, sorgt, besser bekannt als „Möhrchen e.V.“ (Internet: www.moehrchen-rs.de; Facebook: https://www.facebook.com/pages/Möhrchen/) Am 6. November 2014 übernahm Oberbürgermeister Mast-Weisz von Beate Wilding den Vorsitz im Vereinsvorstand, dem des Weiteren Gründungsmitglied Constanze Epe als 2. Vorsitzende, Michael Wellershaus als Schatzmeister und Jörg Biermann als Geschäftsführer angehören. Aus Anlass der jährlichen Mitgliederversammlung zogen sie gestern eine Bilanz der zurückliegenden zehn Jahre. Und die kann sich sehenlassen:

Der Förderverein verhilft inzwischen an jedem Schultag an 17 Grundschulen und zwei Förderschulen insgesamt 419 Jungen und Mädchen zu einem Frühstück (elf Prozent aller Grundschulkinder, 17 Prozent aller OGS-Kinder) und 416 zu einem Mittagessen Frühstück (acht Prozent aller Grundschulkinder, 13 Prozent aller OGS-Kinder). Die Gesamtbilanz über  die vergangenen zehn Jahre: 530.800 Euro für eine Million Mahlzeiten für Kinder aus 5.198 bedürftigen Familien. Das sind 835 Mahlzeiten am Tag, wobei der Verein Wert darauf legt, dass unter den Schüler/innen nicht bekannt wird, welches Kind ein gefördertes Essen erhält.

Dafür müssen im Laufe eines Jahres mehr als 80.000 Euro in der Kasse sein. Und das sind sie auch. Denn: „Auf die Remscheider ist Verlass“, sagt Burkhard Mast-Weisz. „Sie helfen mit größeren und kleineren Summen!“ Die Spenden können steuerlich geltend gemacht werden; Spender erhalten eine Spendenquittung. Im vergangenen Jahr wies zum Beispiel ein Remscheider, der gegenüber der Öffentlichkeit anonym bleiben will, seine Bank an, auf das Konto von Möhrchen bei der Stadtsparkasse Remscheid (IBAN: DE 48 34050000 0012100780, BIC: WELADEDR XXX) jeden Monat 1.000 Euro zu überweisen, wie Michael Wellershaus gestern in der Pressekonferenz berichtete. Die Zahl der Großspender mit Beträgen von 1.000 Euro und mehr bleibt in Laufe eines Jahres allerdings überschaubar – es ist gerade Mal ein Dutzend. Der überwiegende Teil der Summe, die der ehrenamtliche Vorstand ohne Abzug von Verwaltungs- oder Personalkosten für das Schulessen in voller Höhe einsetzen kann, setzt sich aus kleineren Spenden zusammen. Im Vergangenen Jahr kamen so 110.000 Euro zusammen, so dass der finanzielle Grundstock für das Schuljahr 2017/2018 schon gelegt werden konnte. Der OB: „Jeder Euro zählt!“

Der gesamte Vorstand zweifelt nicht daran, dass die sozialpolitische Aufgabe von Möhrchen auf absehbare Zeit anhält. Mast-Weisz sieht das so: „Die Aufgabe macht stolz, bereitet zugleich aber auch Bauichschmerzen!“ Denn der Unterstützungsbedarf endet nicht beim Übergang von der Grund- zu einer weiterführenden Schule. Aber: „Das kriegen wir nicht gestemmt“, räumt Constanze Epe ein.

Also konzentriert sich der Verein mit Hilfe der OGS-Träger auf das Essen in den Grundschulen. Der Verein könne sich dabei auf ein Netzwerk vieler Remscheider Bürger stützen, die in den Schulen und dem Offenen Ganztag, ebenfalls ehrenamtlich, für Möhrchen arbeiten, betonte gestern Jörg Biermann. „Dafür sind wir sehr dankbar“, ergänzte der Oberbürgermeister. Merke: "Ein Schulsystem muss die besten Bildungschancen bieten!" Und das kann beim Frühstück und Mittagessen in der Schule beginnen.

Von Stabschrecken und geflügelten Samen

Foto links: Das „Jugend-Forscht-Trio“. Foto rechts: Direktor Dr. Thomas Giebisch probiert, ob die Stabschrecke auch aus der Hand frisst. Fotos: Hans Kadereit. von Hans Kadereit

Mit besonderen wissenschaftlichen Hintergründen arbeiten derzeit zwei Trios am Leibniz-Gymnasium in Lüttringhausen. Während  die 17- bis 18jährigen Schüler Gianluca di Bari, Finja Henke und Anton Pembauer in der Aktion „Jugend forscht“ aktiv sind, beteiligen sich die elfjährigen Ben Schröter, Max Eberhardt und Ben Kegelbein in der Kategorie „Schüler experimentieren“. Auf Landesebene haben beide Gruppen unter Anleitung ihrer Fachlehrerin Uta Öhl obere Plätze belegt, so dass es für sie in wenigen Wochen um einen „Bewertungsaufstieg“ geht.

Die Gruppe „Jugend forscht“ stellte dieser Tage ihre zutraulichen „Versuchskaninchen“ vor, die vorsichtig über Jeans und Hemden klettern. Es sind aus Vietnam stammende Heuschrecken, die unter ihrer offiziellen Bezeichnung „Stabschrecken“ im Leibniz-Gymnasium die Terrarien bevölkern. Sie ernähren sich im Moment von Rosenblättern. Die Schüler interessieren sich für die Fressgewohnheiten der Schrecken:  Je nachdem, ob diese mit feuchter oder trockener Nahrung gefüttert werden, ändern sie ihre Hautfarbe. Ebenso stellte das Forscher-Trio fest, dass auch Hell und Dunkel den Farbton der Stabschrecken verändern.

Ganz andere Gedanken machen sich die jüngeren Nachwuchsforscher. Sie hatten beobachtet, wie sich die Samen der Ahornbäume verhalten. Gleich hinter dem Schulgebäude stehen Spitzahorne, die im Spätsommer ihre propellerähnlichen Flugsamen im weiten Umkreis verteilen. Eine solche „geflügelte Frucht“ gab den Anstoß zum Bau eines Flugkörpers aus elastischen Kunststoffmaterialien.  Dessen Jungfernflug fand im Treppenhaus der Schule statt.

Auf der Suche nach verborgenen Talenten

‚Talent Company‘ an der ‚Sophie‘ feierlich eröffnet“, berichtete der Waterbölles am 19. Januar. Dank der bildungsorientierten Strahlemann-Stiftung aus Heppenheim und des ergänzenden finanziellen Engagements von bergischen Unternehmen und Stiftungen hatte die Sophie-Scholl-Gesamtschule einen 60m² großen Raum als Berufsorientierungsbüro einrichten können mit internetfähigen Arbeitsplätzen, einem elektronischen Whiteboard, Multifunktionsdrucker, Scanner etc. sowie mit qualitativ hochwertigen Möbeln (Schränken, Konferenztisch und -sessel, gemütlichen Sitzmöglichkeiten in einer „Lounge“ etc.). Die „Talent Company“ soll künftig den Schülerinnen und Schülern vielversprechende Berufsperspektiven vermitteln, indem sie ihnen hilft, ihre bislang verborgenen Talente zu entdecken, und sie mit heimischen Unternehmen zusammenbringt. Gestern war die Firma Steinhaus zu Gast – und der Waterbölles mit der Videokamera.

VHS im Internet optisch und funktional besser

Jürgen Beckstette, Leiter des Bereichs Beruf, EDV und Persönlichkeitsentwicklung der Vvolkdhochschule Remscheid, stellte den Mitgliedern des Kulturausschusses am Mittwoch den neuen Internetauftritt der VHS vor. Gegenüber der bisherigen, etwas altbacken wirkenden Version ist die neue nicht nur optisch, sondern auch funktional deutlich besser geworden. Bei klarer Gliederung der Angebote (siehe Foto) ist die Webseite nunmehr auch smartphonefähig, erfüllt die üblichen Anforderungen an Barrierefreiheit und bietet sogar einen Lautsprecher-Button. Ein Klick darauf, und bekommt den Text auf der Seite vorgelesen. Schon seit Ende Januar ist die neue Homepage online und hat dafür gesorgt, dass die Klickzahlen deutlich in die Höhe geschnellt sind – von ca. 2.000 auf 6.000 im Monat.

Auch auf Facebook werde die VHS Remscheid in einigen Wochen vertreten sein, berichtete Nicole Grüdl-Jakobs, die Leiterin des Kommunalen Bildungszentrums (Volkshochschule, Stadtbibliothek, Musik- und Kunstschule). Mit der Entwicklung der Stadtbibliothek zeigte sie sich zufrieden. Gegenüber 2015 seien im vergangenen Jahr zehn Prozent mehr Neuanmeldungen zu verzeichnen gewesen. Zwar seien die Ausleihen um vier Prozent zurückgegangen, aber die Zahl der aktiven Nutzer sei konstant geblieben.

GEW fordert faire und gleiche Bezahlung

Pressemitteilung der GEW Remscheid

„Gleiches Geld für gleichwertige Arbeit!“, lautet die Forderung für den Equal Pay Day am 18. März. Frauen müssen bis zu diesem Datum arbeiten, um das durchschnittliche Jahreseinkommen zu verdienen, dass Männer bereits zum 31.12. des Vorjahres erreicht haben. Für die GEW NRW Anlass, ihre Forderung „gleiche Besoldung für gleichwertige Arbeit“ für die  Beschäftigten im Schuldienst zu bekräftigen und ihre Kampagne „JA13 – weil Grundschullehrerinnen es verdienen“ fortzusetzen. „Nach wie vor  lautet ein ungeschriebenes Gesetz in der Besoldung der Lehrämter „Kleine Kinder - kleines Geld, große Kinder - großes Geld“. Dort, wo besonders viele Frauen arbeiten, wie an den Grundschulen, werden sie niedriger besoldet. Damit muss Schluss sein. Wir wollen die Gehaltslücke schließen. Deshalb fordert die GEW eine Besoldung nach A 13Z für alle Lehrkräfte“, erklärte das Leitungsteam der GEW in Remscheid anlässlich des Equal Pay Day.

Die Kampagne „JA13“ gilt nicht nur für Grundschullehrkräfte, sondern für Beamt*innen und tarifbeschäftigte Lehrkräfte aller Schulformen, weil sich die ungleiche Besoldung nicht nur auf die Grundschulen, sondern auf alle Lehrkräfte in der Sekundarstufe I der anderen Schulformen erstreckt. Hier liegt das Einstiegsgehalt nach Berechnungen der GEW etwa 600 Euro unter dem Gehalt der Kolleg*innen an Gymnasien und Berufskollegs. Diese Besoldungspraxis wertet die GEW als verfassungswidrig, denn  es gibt im Jahr 2017 keine sachlichen Gründe mehr dafür. „Hochschulausbildung und Vorbereitungsdienst sind für Lehrerkräfte aller Schulformen gleich lang. Im Lernprozess der Kinder leisten sie gleichwertige Arbeit“, betonte Heike Linsdorf.

In einem von der GEW in Auftrag gegebenen Gutachten bewertet die  Rechtsexpertin Prof. Dr. Eva Kocher die derzeitige Praxis als mittelbare Geschlechtsdiskriminierung. Diese liegt dann vor, wenn scheinbar neutrale Kriterien sich so auf eine bestimmte Personengruppe auswirken, dass sie benachteiligt wird. Linsdorf: „Natürlich gibt es auch Männer an Grundschulen und Frauen an Gymnasien. Allerdings sind Frauen an Grundschulen überproportional von der ungleichen Besoldung betroffen, denn hier arbeiten über 91 % Frauen.“ Der Lehrer*innenberuf ist ein sehr anspruchsvoller Beruf, unterstreicht Ute Brocke, und zwar an jeder Schulform. Brocke wörtlich: „An Grundschulen wird das Fundament für die Bildungskarriere der Kinder gelegt. Hier wird neben dem Lesen, Schreiben und Rechnen auch vermittelt, wie man lernt und Verantwortung für sich selbst und andere übernimmt. Eine faire Besoldung für alle Lehrkräfte ist deshalb überfällig.“

Neue pfiffige Ideen von „Jungunternehmern“

Pressemitteilung der Stadtsparkasse Remscheid

Auch in diesem Jahr gehen wieder acht Schülerteams mit Unterstützung der Stadtsparkasse Remscheid beim Deutschen Gründerpreis für Schüler an den Start. Bei der Kickoff-Veranstaltung präsentierten die Teams vom Röntgen-Gymnasium, dem Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung und der Sophie-Scholl-Gesamtschule ihre Unternehmen und ihre Geschäftsideen. die zwar fiktiv, aber durchaus realisierbar ist. Anhand von neun anspruchsvollen Aufgaben entwickeln die potenziellen Gründer Unternehmenskonzepte - inklusive Businessplan und Marketingstrategie. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten weitestgehend selbstständig, werden aber von einem Lehrer-Coach und einem Unternehmerpaten unterstützt.

„Der Gründerpreis für Schüler verknüpft Schule und Wirtschaft auf erfolgreiche Art und Weise. Die Schülerinnen und Schüler bekommen Kontakte zu heimischen Unternehmen und sammeln wichtige Erfahrungen für ihr künftiges Berufsleben“, erklärt Markus Kollodzey, Unternehmenssprecher der Stadtsparkasse Remscheid. Außerdem wird das Siegerteam mit 500 Euro belohnt. Seit 1999 haben über 74.000 Schüler am Deutschen Gründerpreis für Schüler teilgenommen.  „Wir haben immer wieder Teams aus Remscheid, die an den überregionalen Wettbewerben teilnehmen. Im vergangenen Jahr hat es das Remscheider Team bis zur Endausscheidung in Hamburg geschafft. Das spricht für die hohe Qualität des Remscheider Wettbewerbs“, freut sich Markus Kollodzey und ist sich sicher, dass auch in diesem Jahr wieder Teams  in Düsseldorf oder Hamburg auf der Bühne stehen werden.
Die Teams im Einzelnen:

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7.205.225 Euro für digitale Schultechnik bis 2021

Hoher EDV-Bedarf der Schulen bereitet Kopfzerbrechen“, titelte der Waterbölles am 29. Januar 2011. Im Schulausschuss hatten die die externen Gutachter Dr. Detlef Garbe und Dipl. Soz.-Wiss. Jürgen Thomaßen den Investitionsbedarf für eine „unterrichtskonforme Ausstattung“ mit Personalcomputern (PC), Laptops und anderen elektronischen Hilfsmitteln von 2011 bis 2016 mit 5.453.535 € beziffert. Zuviel für die Schulpauschale, die die Stadt pro Jahr von der Landesregierung erhält. Also suchten und fanden die Gutachter damals Einsparpotenziale, durch die sich der jährliche Investitionsbedarf auf 598.000 € reduzieren ließ.

Für den Zeitraum 2017 bis 2021 steht jetzt ein neuer Medienentwicklungsplan zur Medien- und IT-Ausstattung sowie Digitalisierung und Vernetzung der Remscheider Schulen an. Es ist mittlerweile der dritte. Dafür hatte die Verwaltung in ihrem Etat insgesamt 4.242.215 Euro eingeplant, zu wenig angesichts von Gesamtkosten in Höhe von 7.205.225 Euro. Doch zum Glück gibt es ja noch die Gelder des Landes aus dem Förderprogramm „Gute Schule 2020“: Davon stehen 2.274.640 Euro für die digitale Schulinfrastruktur zur Verfügung. Bleibt also immer noch eine Differenz von 688.370 Euro. Die müssen nun, verteilt auf 2017 und 2018, außerplanmäßig bereitgestellt werden. Entsprechend wurde der Medienentwicklungsplan gestern im Schulausschuss einstimmig beschlossen. Ein  Empfehlungsbeschluss für den Rat der Stadt. Der wird über den neuen Medienentwicklungsplan am 30. März entscheiden.

Grundreinigung in Schulen würde 500.000 Euro kosten

Brauchen die Remscheider Schulen regelmäßig eine Grundreinigung? Das fragte am Mittwoch im Schulausschuss die CDU-Fraktion. Und wie hoch wäre der ungefähre finanzielle Aufwand, um diese Grundreinigung an allen Schulen zu gewährleisten? Thomas Judt, der Leiter des städtischen Gebäudemanagements, wies auf Reinigungskosten von jährlich 1,13 Millionen Euro im Schulbereich hin. Käme eine Grundreinigung hinzu, müsste der Etat um 500.000 Euro erhöht werden. Und das seien die Personalkosten für das dann notwendige Leerräumen der Räume noch gar nicht eingerechnet. „Die Mehrkosten würden 15 Prozent des Instandhaltungsbudgets ausmachen. Da könnte ich dann pro Jahr fünf Dächer weniger reparieren lassen!“ Alexander Schmidt, Ausschusssprecher der CDU, hätte von Judt eine schriftliche Antwort lieber gesehen als eine mündliche. Aber es gibt ja später ein Protokoll...

Anlass für die Anfrage der CDU war eine Pressemitteilung, wonach die CDU in Hagen die Wiedereinführung einer jährlichen Grundreinigung aller Schulen fordert. Eine Schulbereisung habe deutlich gemacht, dass dafür dringende Bedarf bestehe. In den vergangenen Jahren waren in Hagen (wie anderswo) aus finanziellen Gründen die Reinigungszyklen an den Schulen gestreckt worden. Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Remscheid in ihrer Anfrage: „Ein sauberes und hygienisches Lernumfeld ist im Interesse der Schüler, Eltern und Lehrer.“ Eine regelmäßige Grundreinigung von Böden und Sanitäranlagen – zum Beispiel in der schulfreien Zeit – sei aber auch deshalb sinnvoll, um die Gebäudesubstanz vor zu schneller Abnutzung zu bewahren. „Das Geld, das man in die Grundreinigung steckt, könnte durchaus wirtschaftlich sinnvoll sein.“

Thomas Judt verwies im Schulausschuss auf sechs- bis siebenseitige Reinigungspläne für die Grund- und die weiterführenden Schulen. „Die Hygiene-Richtlinien werden eingehalten!“ Rückstände auf den Böden würden selbstverständlich entfernt, „Edding-Malereien“ auf den Schreibtischen aber nicht, auch aus erzieherischen Gründen. Aus dem Ausschuss kam die Pauschalkritik, die Remscheider Schulen seien in den vergangenen Jahren aus Spargründen „insgesamt dreckiger geworden“. So verwies etwa Brigitte Neff-Wetzel (Linke) auf „größere Reinigungsreviere und kürzere Zeitvorgaben“. Ein Lehrer monierte, dass in den Informatikräumen unter den Tastaturen nicht mehr gewischt werde: „Da sammelt sich der Dreck!“ Thomas Judt ließ das nicht gelten: „Gereinigt werden nur die leergeräumten Tische!“ Mehr sei aus dem gedeckelten Etat auch nicht zu bezahlen.

Waterbölles: Gab es nicht mal einen Grundsatzbeschluss, wonach eine Fraktion oder Ratsgruppe, wenn sie einen mit Kosten verbundenen Antrag stellt, auch gleich darlegen muss, wie das Vorhaben finanziert werden könnte? Der scheint in Vergessenheit geraten zu sein.

Erst links, dann rechts, dann geradeaus!

Ein gutes Dutzend kleiner Verkehrsteilnehmer und deren Anhang machten sich auf dem Honsberg mit den Regeln im Straßenverkehr vertraut. Die Polizei hatte eingeladen und war durch einen freundlichen Herrn in Uniform vertreten. Auf dem Bürgersteig ging es zu einer Kreuzung. Dort wurde die Grenze von Steig und Straße deutlich gemacht. Wer an der Kante steht und "rüber" wolle, müsse gehörig "Achtung" vor dem Straßenverkehr haben und erst nach Links, dann nach Rechts sehen und die Straße erst überqueren, wenn keine Autos nahen, war die klare Botschaft.
Ein großes Problem für die " Kleinen" ist ihre Körpergröße; Erwachsene versperren ihnen oft die Sicht. "Die Erwachsenen bitte alle hinhocken!", bat der Polizist, und so hatten die "Großen" auf einmal die Perspektive der "Kleinen" und mussten sich erstmal um einen freien Blick bemühen.
Der Bürgersteig ist auch nicht immer sicher, da es Einfahrten gibt, die beachtet werden müssen .Die Erklärungen der Polizei waren gut und kindgerecht. Aber noch wichtiger ist für Kinder das tägliche gute Beispiel der Erwachsenen, ihre Umsicht im Straßenverkehr.