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Schülerinfotage 2018: Studieren, aber was?

Pressemitteilung der Universität Wuppertal

Abi – und dann? Diese Frage beschäftigt Hunderte von Schülerinnen und Schülern jedes Jahr. Einen ersten Einblick in das vielfältige Studienangebot der Bergischen Universität geben die traditionellen Schülerinfotage an der Wuppertaler Hochschule. Vom 15. bis 26. Januar können sich Schülerinnen und Schüler zwei Wochen lang über die mehr als 110 Studiengänge an der Bergischen Uni informieren. Zurzeit erhalten alle Schulen der Region das Veranstaltungsprogramm zur Weitergabe an ihre Oberstufenschülerinnen und -schüler. Zum Auftakt der Schülerinfotage am Montag, 15. Januar, gibt es um 12 Uhr einen Vortrag der Zentralen Studienberatung über „Wege zu einer guten Studienentscheidung“. Anschließend können die Schülerinnen und Schüler den Campus kennenzulernen und um 14.30 Uhr die Veranstaltung der Chemie und Lebensmittelchemie besuchen.

Infos über Studieninhalte, mögliche Fächerkombinationen, Bachelor- und Master-Abschlüsse sowie Zukunfts- und Arbeitsmarktperspektiven erhalten die Schülerinnen und Schüler bei den Schülerinfotagen aus erster Hand. Studierende und Lehrende stellen zusammen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Zentralen Studienberatung Studiengänge und Fächer an der Bergischen Uni vor, zeigen Räumlichkeiten und beantworten Fragen. Kurzvorträge, Präsentationen und Laborbesichtigungen vermitteln den Schülern vor Ort einen lebendigen Eindruck von Lehre und Forschung an der Bergischen Universität. Alle Details zum Programm der Schülerinfotage unter www.zsb.uni-wuppertal.de/fuer-schuelerinnen-und-schueler/schuelerinfotage.html

Zahlreiche Lehrende und Studierende der Bergischen Uni beteiligen sich auch am 49. Bergischen Primanertag, der bereits am Samstag, 13. Januar, im Berufskolleg Elberfeld stattfindet. Bei dieser Veranstaltung stehen rund 120 Berufspraktiker und Hochschullehrer aus verschiedenen Berufsfeldern für individuelle Beratungsgespräche zur Verfügung. Weitere Infos unter www.primanertag.de

Berliner Röntgenschule zu Gast in Lennep

In Zusammenarbeit mit dem Röntgen-Gymnasium (Rögy), der Welle e.V. und der Deutschen Röntgengesellschaft will das Deutsche Röntgen-Museum ein nachhaltiges Angebot für die Röntgenschule in Berlin-Neukölln und ihr Projekt „Röntgen“ entwickeln. Seit gestern ist die Berliner Schule in Lennep zu Gast. Es handelt sich um den ersten Durchgang der neuen "Schule am anderen Ort". Für März 2018 ist der erste „Regel-Besuch“ für die 7. Jahrgänge vorgesehen. Drei Tage lang sollen die Schüler/innen dann in Lennep auf spielerische und künstlerische Weise mit der Geschichte und dem Prinzip der Röntgenstrahlen vertraut werden. Im Sinne einer fortlaufenden Auseinandersetzung mit Wilhelm Conrad Röntgen ist im 10. Jahrgang, entsprechend dem Rahmenlehrplan  Physik, eine wissenschaftliche Vertiefung der Thematik geplant Der jährlich stattfindende Besuch von Schüler/innen der Berliner Röntgenschule im Geburtsort von Wilhelm Konrad Röntgen soll zu einer stärkeren Identifizierung der aus sechs Berliner Stadtbezirken kommenden Jungen und Mädchen mit ihrer Schule führen, damit sie sich mehr als bisher als "Schüler/innen der Röntgenschule" fühlen. Für die erste Bildungsreise hat das Deutsche Röntgen-Museum mit dem Röntgengymnasium und der Welle e.V. gemeinsame Aktivitäten abgestimmt.

Jetzt bewerben für den neuen Jugendrat!

Warben gestern mit dem Slogan "Machen!" für den neuen Jugendrat: von li. n. re. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Alegria Milanda, die Vorsitzende des Jugendrates, Melih Görgün, Mitglied des Jugendrates, Gerd Diedrich-Wingender, der Geschäftsführer des Jugendrates,  Sandra Schwabe vom Fachdienst Jugend, Soziales und Wohnen und Sozialdezernent Thomas Neuhaus. Foto: Lothar Kaiser

„Liebe Jugendlichen in Remscheid, die Amtszeit des siebten Jugendrates der Stadt Remscheid neigt sich dem Ende zu. Im März 2018 wird neu gewählt. Sie gehören zu den Wahlberechtigten“, beginnt der Brief von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, den in diesen Tagen alle Schülerinnen und Schüler Remscheider Schulen erhalten werden. Darin fordert der OB die Jugendlichen unter 18 Jahren auf, sich aktiv an der Gestaltung einer kinder- und jugendfreundlichen Stadt Remscheid zu beteiligen: „Mir persönlich, und ich spreche da auch für den Rat und die Verwaltung der Stadt Remscheid, ist Ihre Meinung und Ihr Engagement wichtig. Sie wissen am besten, wie eine kinder- und jugendfreundliche Stadt auszusehen hat. Die Verwaltung und Politik in Remscheid legen großen Wert auf Ihr Wissen, Ihre Meinung und Ihre Anregungen. (...) Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie die Chance ergreifen, sich als Kandidatin bzw. Kandidat aufstellen zu lassen!“

Die Wahl wird in der Zeit vom 12. März bis zum 16. März 2018 an allen weiterführenden und den berufsbil­denden Schulen in Remscheid stattfinden. Bewerben kann sich jede/r Remscheider/in, die/der am 12. März 2018 zwischen 14 und 17 Jahren alt ist. Die Satzung und die Wahlordnung des Jugendrates der Stadt Remscheid sind im Internet unter www.jugendrat-remscheid.de  nachzulesen. Dort kann auch ein Kandidatenbewerbungsbogen heruntergeladen werden. Dieser kann bis zum 18. Januar 2018 im Sekretariat der „eigenen“ Schule oder bis zum 26. Januar 2018, 14 Uhr, in der Geschäftsstelle des Jugendrates Stadt Remscheid, Fachdienst Jugend, Soziales und Wohnen, Haddenbacher Straße 38 - 42, 42855 Remscheid, Raum 012, abgegeben werden.

Alles, was für die Kandidatur benötigt wird, ist Zeit, Motivation und Spaß am MACHEN (der neue Wahl-Slogan des Jugendrates). Sagte gestern Gerd Dietrich-Wingender (60), der Geschäftsführer des Jugendrates. Zusammen mit den bisherigen Mitgliedern des Jugendrates unterstützt er die Kandidaten und Kandidatinnen in ihrem Wahlkampf durch professionell gemachte Flyer & Plakate sowie einen sieben Minuten dauernden Werbefilm. Darin kommen viele Mitglieder des scheidenden Jugendrates zu Wort, zum Beispiel Jakub Arslan („Eine total geile Zeit!“) und Abdullah Yavuz („Habe meine Schüchternheit verloren!“).

Bei der Wahl es 7. Jugendrates, der sich am 19. April 2016 konstituierte, hatten von den 4.518 Wahlberechtigten 2.815 ihre Stimme abgeben. In den 15-köpfigen Jugendrat wurden damals fünf Schülerinnen und zehn Schüler aller Remscheider Schulformen  – acht von Gymnasien, drei von Gesamtschulen, zwei von Realschulen und je ein Mitglied einer Haupt- und einer Förderschule.

Bereits seit 2004 engagieren sich in Remscheid Jugendliche im Jugendrat, um den Interessen aller Remscheider Jugendlichen Gehör zu verschaffen. Wer schon im Alter von 14 Jahren gewählt wird, kann nach zwei Jahren lediglich noch einmal kandidieren. Denn mit 18 Jahren ist Schluss, auch dann, wenn der Wahltag genau auf den 18. Geburtstag fällt (Alegria Milanda und Melih Görgün hätten gerne noch weitergemacht, verrieten sie gestern). Von den  jüngeren Mitgliedern des amtierenden Jugendrates haben sich bislang drei zu einer zweiten Kandidatur entschlossen: Francesco Lo Pinto, Jakub Arslan und Marie Sophie Flüs. Der OB in seinem „Wahlbrief“: „Mitglied des Remscheider Jugendrates zu sein bedeutet, dass Sie Ihre Ideen aktiv einbringen und sich an der Umsetzung der Projekte des Jugendrates beteiligen können. Es bedeutet auch, dass Sie das, was Ihnen wichtig ist, mit den Verantwortlichen dieser Stadt diskutieren können. Es bedeutet, dass Sie aufzeigen können, was die Wünsche und Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen in dieser Stadt sind, die vielleicht den Erwachsenen verborgen bleiben, da sie keinen oder nur geringen Einblick in Ihr alltägliches Leben haben.“

Das bedeutet aber auch, die Chance zu bekommen, demokratisches Handeln zu gestalten und aus erster Hand zu erfahren, die Arbeitsweisen von Politik und Verwaltung kennenzulernen und Fähigkeiten zu erwerben, die im Umgang  mit anderen, etwas in Diskussionen, wichtig sind – nicht nur im Jugendrat, sondern auch in der Schule und darüber hinaus. „Leider haben viele Jugendliche Hemmungen zu kandidieren“, sagte Gerd Dietrich-Wingender. „Der Mensch wächst mit der Aufgabe“, sagte er weiter und empfahl interessierten Schülerinnen und Schülern, die Jugendratsmitglieder der „eigenen“ Schule einfach mal direkt auf ihre persönlichen Erfahrungen anzusprechen. Alegria Milanda: „Das Angebot steht!“

Schul- und Sozialdezernent Thomas Neuhaus bescheinigte den scheidenden Jugendratsmitgliedern, sich zu „Jungpolitikern“ mit Gestaltungswillen entwickelt zu haben. Tatsächlich kann sich die auf der Homepage des Jugendrates veröffentlichte Liste der erfolgreichen Projekte sehen lassen. Der Jugendrat hat sich eingesetzt für Aidswaisen in Uganda und die DKMS, das "United Flags 2"-Konzert für ein tolerantes und buntes Remscheid, ein Fußball-Turnier, den Austausch zwischen den Generationen, die Parkour-Anlage am Hauptbahnhof, die Jugendkultur, eine Partyreihe für 13- bis 16-jährige, die Skateanlage Lennepebachtal, die Jugendkulturfestivals, die Buslinie zur Kräwinkler Brücke, eine Kampagne für Erstwähler/innen, Auftrittsmöglichkeiten für junge Talente, einen Bewerbungs-Comic, die Zusammenarbeit der bergischen Jugendräte, einen Bolzplatz am Hauptbahnhof, die Aktion „Respekt“, öffentliches Wlan, neue Skater-Geräte in der Fun-Box, Alkoholprävention und gegen Rassismus. Am Anfang standen zumeist Projektgruppen. Sie sind das Kernstück der Jugendratsarbeit mit dem meisten Gestaltungsspielraum – und sie sind die „offenen Türen" für alle Remscheider Jugendlichen, in der Politik etwas mitgestalten wollen. Gerd Dietrich-Wingender: „Von den Nachrückern des jetzigen Jugendrates waren alle fast durchgängig mit aktiv!“

Zusätzlicher Raumbedarf für G9 erst 2026/27

„Die Landesverbände von CDU und FDP haben sich in ihrem Koalitionsvertrag darauf verständigt, eine „Leitentscheidung“ für die Rückkehr zu den G9-Bildungsgängen an den Gymnasien zu treffen. Aktuell liegt ein Gesetzesentwurf vor, nachdem an den Gymnasien „G9“ aufbauend ab dem Schuljahr 2019/2020 als Regelform eingeführt wird. „G8“ soll als Option bestehen bleiben. Hierüber würden die Schulkonferenzen entscheiden“, hat die Verwaltung gestern im Haupt- und Finanzausschuss ihre Antwort auf eine Anfrage der SPD zur Wiedereinführung des G9-Bildungsganges an Gymnasien eingeleitet. Nachfolgend werden die gestellten Fragen einzeln beantwortet:

1. Wie viele zusätzliche Räume benötigen die vier Gymnasien in Remscheid? Zum jetzigen Zeitpunkt liegt noch keine Übersicht in der Fachverwaltung vor. Diese Grundlagen werden  im Rahmen der Schulentwicklungsplanung, die im ersten Halbjahr 2018 durchgeführt wird, mit Schulverwaltung, Schulentwicklungsplaner und Gebäudemanagement  sowie den Gymnasien hinsichtlich zusätzlich erforderlicher Raumbedarfe aufgestellt.

2. Welche Kosten fallen für die zusätzlichen Räume an, sowie Bau, Ausstattung und Bewirtschaftung? Diese Frage lässt sich erst nach den Abstimmungsgesprächen mit den Gymnasien beantworten. Unumstritten ist, dass die Rückkehr zu G9 zu zusätzlichen kommunalen Aufwendungen führen wird. Der Städtetag hat in einer Stellungnahme an den Landtag folgende Mehrkosten dargestellt: „Mehrkosten entstehen in den Kommunen für zusätzliche Unterrichts-, Fach- und Differenzierungsräume (gegebenenfalls inklusive Grundstückskosten und Kosten für Interimsbauten), Lehr- und Lernmedien sowie die Schülerbeförderung.“
Weiterhin sieht der Städtetag den Landesgesetzgeber aufgrund des Konnexitätsausführungsgesetzes NRW in der Verpflichtung, eine Kostenfolgeabschätzung unter Beteiligung der kommunalen Spitzenverbände vorzunehmen.

3. Gibt es bereits einen Zeitplan zur Prüfung des Raumbedarfs und zum Ausbau der Raumkapazitäten? Die Prüfung der Raumbedarfe wird im ersten Halbjahr 2018 im Rahmen der Schulentwicklungs-planung durchgeführt. Ein möglicher Ausbau der Raumkapazitäten muss sich am ersten Jahrgang orientieren der wieder den 13. Jahrgang am Gymnasium erreichen wird. Ein zusätzlicher Raumbedarf durch G9 käme auf die Schulen tatsächlich erst im Schuljahr 2026/2027 zu, wenn der sechste Jahrgang des Jahres 2019/2020 in den Jahrgang 13 kommt. Die Finanzierung des zusätzlichen Raumbedarfs ist jedoch vorher in den kommunalen Haushalt einzuplanen.

Urkunden zur Stadtmeisterschaft Schach 2017

Bei den diesjährigen Stadtmeisterschaften der Remscheider Schulen im Schach, die am 22. November am Leibniz-Gymnasium ausgetragen wurden, siegte das Team Rögy 1 mit Ilija Gerdt, Andreas Fichte, Luca Hegemann und Nils Hülsmann in der Wettkampfklasse 3. Die beiden letztgenannten Schüler lernen und spielen schon seit vielen Jahren in Remscheider Schachvereinen. Sie erzielten in kürzlich zu Ende gegangenen Einzelmeisterschaften der Schachjugend Bergisch Land  in ihren Altersklassen jeweils den Vizemeistertitel 2017. Schachtrainer Holger Freiknecht ließ es sich nicht nehmen, die Urkunden zusammen mit Schulleiter Matthias Lippert am Röntgen-Gymnasium zu verleihen.

 

Fragenkatalog für Gutachter ist noch in Arbeit

Was machen eigentlich die Planungen einer neuen Dreifachsporthalle in der Remscheider Innenstadt, wollte die Fraktion der Linken von der Verwaltung wissen. Das hat zwar keine Eile, denn im Etat der Stadt ist dafür noch gar kein Geld vorgesehen. Aber Sportdezernent Thomas Neuhaus (Foto) hatte im Frühjahr selbst die Erwartungen geweckt, wie der Waterbölles damals berichtete:

  • Mittwoch, 1. Februar 2017: Die Verwaltung bereite für den Sport- und den Schulausschuss eine Beschlussvorlage vor mit dem Ziel, einen externen Gutachter mit der Standortsuche für die geplante Dreifach-Turnhalle zu beauftragen.
  • Mittwoch, 22. Februar 2017: Näheres bezüglich des Gutachtens zur neuen Dreifach-Sporthalle kündigte Dezernent Thomas Neuhaus heute im Sportausschuss für die Sitzung des Schulausschusses am 15. März an.

Gestern nun lag dem Rat der Stadt die Antwort der Verwaltung auf die Anfrage der Linken vor: Darin heißt es, eine Objekt- und Standortplanung für die Errichtung einer 3-fach Schulsporthalle im Innenstadtbereich erfordere eine Machbarkeitsstudie sowie eine      Wirtschaftlichkeitsbetrachtung durch einen externen Gutachter für die Standorte Albert-Einstein-Gesamtschule (Ersatz für die bestehende Schulsporthalle), Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium und Stadtpark. Im Rahmen der Standortvergleiche sei zu prüfen, welche bestehenden (Schul-) Sporthallen durch den Bau einer neuen Dreifach-Halle aufgegeben werden könnten und welche Verwertungsmöglichkeiten sich hieraus ergäben. Zitat: „Aktuell findet die verwaltungsinterne Abstimmung zur Vergabe der Wirtschaftlichkeits-betrachtung durch einen externen Gutachter statt. Die hierfür notwendigen Planungskosten sind im Haushalt 2017 etatisiert. Die schulfachliche und sportfachliche Begleitung erfolgt seitens der Fachdienste Schule und Bildung sowie Sport und Freizeit, unter Einbindung des städt. Gebäudemanagements. Der Fachdienst Stadtentwicklung, Wirtschaft und Liegenschaften hat die Federführung bei der Vergabe der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.“ Neuhaus kündigte in der Sitzung an, dem Sportausschuss den Fragenkatalog für den Gutachter, der derzeit in Arbeit sei, in  der Dezember-Sitzung vorlegen zu wollen.

Das Leben hier ist so ganz anders als bei uns!"

von Johanna Harder,

“Colonia Menno” in Loma Plata, Paraguay (Die Kolonie ist eine
Siedlung von deutschsprachigen Mennoniten,
deren Vorfahren vor mehr als 400 Jahren aus Norddeutschland nach Paraguay kamen)

Ich hatte mich für eine Hospitation an der Heinrich-Neumann-Schule mit den Standorten „IGEL“ (Naturschul Grund), „Schule für Kranke“, Waldhof (Clearinggruppe der ev. Jugendhilfe Bergisch Land) beworben, weil ich meine deutsche Sprache verbessern und innovative Unterrichtsformen kennen lernen wollte. Ich wollte sehen, wie lernschwache Schüler individuell gefördert und in den Unterricht mit lernstarken Schülern integriert werden. Zusätzlich verbrachte ich je einen Tag an der Karl-Kind-Schule und an der katholischen Grundschule „An der Kopfbuche“ in Stommeln. Ebenso habe ich an der 40 jährigen Jubiläumsfeier der Hilda-Heinemann-Schule teilgenommen.

Der Unterricht, den ich besuchte, unterscheidet sich sehr im Vergleich zu dem in Paraguay. Es wird hier sehr viel mit offenen Unterrichtsformen gearbeitet. Oft wird mit Wochenplänen gearbeitet, was in Paraguay nur in Ansätzen vorzufinden ist. Mich hat beeindruckt, dass die Schüler viel selbstständiger denken und arbeiten als in meinem Heimatland.

Das Klima war in allen Klassen gut. Es ist mir besonders aufgefallen wie gut einige Lehrer mit Fehlverhalten von Schülern umgehen. Wie sie die Situation aus einer anderen Perspektive heraus einschätzen und dann auch die richtige Entscheidung für das Kind treffen können. Ich habe gesehen, dass sie bei Fehlverhalten sofort und energisch einschreiten, aber gleich danach sich wieder positiv den Schülern zuwenden. Sie haben somit gezeigt, dass der Schüler voll angenommen ist, auch wenn sein Verhalten zuvor ganz falsch war.

In einer Klasse habe ich eine sehr starke Bindung zwischen der Klassenlehrerin und ihren Schülern beobachtet, so dass selbst Schüler mit größten Verhaltens- und Arbeitsschwierigkeiten ihr zuliebe die Regeln eingehalten haben. Bei fast allen Lehrern habe ich ein positives, vertrauensvolles Verhältnis zu ihren Schülern beobachten können. Das hat mir bestätigt, dass eine gute Beziehung eine bedeutende Voraussetzung für effektiven Unterricht ist.

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Derya Kolbasi: „Zuerst mal Berufserfahrung sammeln!“

Natürlich gibt es geradlinige Lebensläufe. Von Menschen, die schon in jungen Jahren wussten, was sie werden wollen. Mir scheint jedoch, das ist eher die Ausnahme als die Regel. Nicht selten beginnt das Leben nach der Schule mit einer Fehlentscheidung in der Frage „Studium oder Beruf?“ Da wird dann aus Unsicherheit ein Studium gewählt, statt die duale Ausbildung in einem von mehr als 300 Berufen, für die Deutschland in vielen anderen Ländern beneidet wird. Und das, obwohl in Industrie und Handwerk die Berufschancen gut sind. Denn dort befördert längst der demografische Wandel den Fachkräftemangel, und rückläufige Bewerberzahlen bei Lehrstellen tun ein Übriges.

Da lag es nahe, für die duale Ausbildung eine Lanze zu brechen. Das taten gestern Abend in der gut besetzten Aula der Sophie-Scholl-Gesamtschule, viele, die in der einen oder anderen Form selbst mit Ausbildung zu tun haben - in Handwerk oder Industrie, in Verwaltung oder Schulen. Allen voran Frauke Türk von der Koordinierungsstelle „Kein Abschluss ohne Anschluss“. An ihrer Seite als erfahrener Moderator Horst Kläuser, am vergangenen Freitag noch mit „Kall nit - Talk!“ auf der Bühne des Teo-Otto-Theaters. Am gestrigen Abend, den Saxophonist Martin Kuske musikalisch eröffnete, wirkten Kläusers Gespräche mit Lehrer*innen und Ausbilder*innen sowie Auszubildenden, die sich für eine duale Ausbildung entschieden haben, wie eine themenzentrierte Fortsetzung der bekannten Talkrunde – und waren ebenso vielseitig und interessant. Vor allem für die Eltern im Saal, die im Prozess der Berufsorientierung für ihre Kinder der zumeist wichtigste Ratgeber sind. Da war sich Kläuser sicher: Angesichts der unglaublichen großen, leider aber auch oft unübersichtlichen und verwirrenden Palette von Bildungsangeboten stünden die Eltern im Ranking der Berufsberater an erster Stelle, noch vor den Lehrern und den Peergroups der Jugendlichen.

Zu jenen, mit denen Horst Kläuser gestern über Ausbildung, berufliche Zukunft und Lebensplanung sprach, gehörten auch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Schulleiter Carlos Sánchez-Martínez. Der eine verriet, nach der Schule die Einstiegsprüfung für den Polizeidienst abgelegt zu haben, bevor er sich dann für ein soziales Studium entschied. Der andere, der im Laufe seines Lehrer-Studium viele Nebenjobs hatte - und Freude an der Tischlerei -, bekannte, die Pädagogik dabei nicht aus den Augen verloren zu haben. „Die hatte ich einfach in den Genen“, sagte Sánchez-Martínez. Und beide betonten, wie wichtig es sei, dass Eltern ihre Kinder bei Berufs- oder Studienwahl begleiten und beraten, ohne sie zu bevormunden. Burkhard Mast-Weisz: „Hauptsache, es kommt ein Beruf dabei heraus, in dem man Chancen hat und sich wohl fühlt!“

Auch ihre Eltern seien gute Ratgeber gewesen, sagte Derya Kolbasi. Mit einem Fachabitur in der Tasche begann sie am 15. August 2016 bei der Stadt Remscheid eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten. Seitdem hat sie die Abteilung „Materialwirtschaft“ und das Stadtarchiv kennengelernt, vor allem aber das Standesamt. Und dort, wo derzeit Personalmangel herrscht, sieht sie ihren berufliche Zukunft. „Das wäre mein Traum, da habe ich viel mit Menschen zu tun“, bekannte Derya Kolbasi dem Moderator Kläuser. Ihr Rat an alle Schulabgänger mit Zweifeln über den weiteren Lebensweg: „Zuerst mal Berufserfahrung sammeln!“

Mehr als 600 Quadratmeter Natureis warten

Alle Jahre wieder… verwandelt sich der Remscheider Rathausplatz und die obere Alleestraße in ein winterliches Dorf, den „Remscheider Wintertreff“ – in diesem Jahr 24. November bis zum 24.Dezember, und wie gewohnt mit Holzhütten, Lichterglanz und Glühweinduft. An den zahlreichen Ständen für Speis und Trank treffen sich dann  zwischen 11 und 20 Uhr „alte Bekannte“ und neue Besucher zum „Klönen“. Von den beiden Eisflächen mit mehr als 600 Quadratmetern Natureis unter freiem Himmel hat Veranstalter Marcel Müller auch diesmal wieder eine für das beliebte Eisstockschießen reserviert.

Remscheider Schulen ermöglicht die Stadtsparkasse auch in diesem Jahr freies Eislaufen. Pro Werktag sind zwei Schullaufzeiten jeweils von 10 bis 12 Uhr und von 12 – 14 Uhr für bis zu 100 Schüler unterschiedlicher Jahrgangsstufen vorgesehen. Allerdings sind alle Termine schon gebucht.

Am Eröffnungstag sowie am letzen Tag (23.12. 2017) ist ein großes Feuerwerk angesagt.  Am Totensonntag, 26.November, bleiben Weihnachtsmarkt und Eisbahn geschlossen.

EMA-Schüler initiieren Projekt einer Gedenkstätte

Der ehemalige Pferdestall im Hof der Remscheider Polizeistation am Quimperplatz diente in der Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945 als Gefangenenlager für verhaftete Remscheider, meist Juden sowie Sinti und Roma, bis zu ihrer Deportation. Dort eröffnet am Jahrestag des Novemberpogroms, am 9. November, für vier Monate die Wanderausstellung „Vor aller Augen“ der Stiftung „Topografie des Terrors“. Diese deutsch-englische Ausstellung zeigt Fotodokumente des nationalsozialistischen Terrors in der Provinz auf der Basis einer bundesweiten Recherche in Regional- und Lokalarchiven, darunter auch im Stadtarchiv Remscheid. Ergänzt wird die Ausstellung um eine Dokumentation der so genannten „Polenaktion“ und der Pogromnacht in Remscheid, die Schülerinnen und Schülern des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums mit Unterstützung von Lokalhistorikern und Lehrkräften erarbeitet haben. Ihr Ziel ist es, aus dem „Pferdestall“ über die temporären Ausstellungen hinaus eine dauerhafte Gedenk- und Bildungsstätte zu machen, um an die Verfolger und Verfolgten zwischen 1933 und 1945 in Remscheid zu erinnern und jedermann eine Möglichkeit des Gedenkens zu geben.

Dass sich die Schülerinnen und Schüler in Ergänzung des Geschichtsunterrichts schon seit mehreren Jahren mit dem nationalsozialistischen Terror beschäftigen,  hatte einen konkreten Auslöser: Damals lernte Schulleiter Hans Heinz Schumacher Siegmund Freund kennen, einen ehemaligen jüdischen Schüler. Er war aus Frankfurt angereist, um vor dem Haus seiner von den Nazis ermordeten Eltern „Stolpersteine des Erinnerns“ niederzulegen. Freund kam damals zu einem langen Gespräch in die Schule, an dem auch Geschichtslehrer Klaus Blumberg und einige Schüler/innen teilnahmen. Schumacher erinnert daran in dem Waterbölles-Video, das im „Pferdestatt“ bei der Präsentation der beiden Ausstellungen und des ehrgeizigen Projekt einer Gedenkstätte entstand.