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In Kitas kaum Interesse an 25-Stunden-Betreuung

Zwischen dem 1. Januar 2016 und dem 1. August 2017 wurde bzw. wird das Platzangebot in den städtischen Kindertageseinrichtungen um 176 Plätze erhöht. Hiervon werden 103 Plätze in den neuen Einrichtungen Remscheider Straße und Am Holscheidsberg vorgehalten. Weitere 73 Plätze konnten durch Veränderungen der Gruppenstrukturen oder Überbelegungen geschaffen werden. Durch die Überbelegungen entstehen jedoch keine dauerhaften Plätze. Im selben Zeitraum konnten in den Kindertageseinrichtungen der Stadt Remscheid zusätzlich 30 Plätze für zweijährige Kinder sowie weitere 151 Plätze für Kinder über drei Jahren bereitgestellt werden.

Ab 1. August 2017 werden gegenüber dem 1. Januar 2016.zusätzlich 155 Kinder ganztägig mit 45 Wochenstunden in den städtischen Kindertageseinrichtungen betreut. Dies entspricht einem Anstieg von 3,1 Prozent. Im selben Zeitraum sinkt die Inanspruchnahme von 35-Stunden-Betreuungen um 2,2 Prozent. Die 25-Stunden-Betreuung wird mit zehn Plätzen insgesamt kaum in Anspruch genommen.

In Folge der Inbetriebnahme neuer Einrichtungen / den Ausbau der Kinderbetreuungsangebote ist davon auszugehen, dass Überbelegungen zukünftig nicht mehr erforderlich sein werden. Der reduzierten Anzahl aufgenommener Kinder folgend wäre dann auch die Personalausstattung der städtischen Kindertageseinrichtungen wieder zu reduzieren. (aus einer Verwaltungsvorlage zur Ratssitzung am 30. März)

Auch 2017 immer wieder gerne ins Werkzeugmuseum

29. März, 19 - 21 Uhr
Antiquitätenstammtisch mit Hans Krielke und Dr. Andreas Wallbrecht
Die Veranstaltungsreihe, die im vergangenen Jahr guten Zuspruch fand, wird nun fortgesetzt. Im Vordergrund stehen Geschichten und Erlebnisse zu Ihrer eigenen Lieblings-Antiquität. Bringen Sie Ihre schönste, älteste, hässlichste oder kleinste ‚Antiquität' mit, aber vergessen Sie nicht die Geschichte, die dahinter steckt. Wir wollen zusammen die Geschichten, die jedem Stück innewohnen, kennenlernen und gemeinsam die Funktion, das Alter und die Bedeutung ergründen. Es gibt keine Einschränkungen hinsichtlich des Alters, der Größe oder des Materials. Wir freuen uns auf ein gutes und interessantes Gespräch in direkter Umgebung der großen Dampfmaschine und den Hinterlassenschaften der Werkzeuggeschichte.

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Free to P(l)ay, oder: Die Tücken kostenloser Apps

Per Handy werden mit Goldtalern, Diamanten und Herzen in der virtuellen Spielewelt Siedlungen gebaut, reizvolle Gärten angelegt und Gegner besiegt. Hersteller von Action-, Strategie- und Rollenspielen wie Clash Royal, Candy Crush Soda Saga oder Pokémon Go bieten Spiele-Apps zum kostenlosen Download für Smartphones und Tablets an. Für viele Spiele-Macher ist das System der „Free to Play-Games“ ein einträgliches Geschäftsmodell. Denn „free to play“ kann durchaus zur Kostenfalle werden. Wenn das geschenkte Kapital, Leben oder die Ressourcen verspielt sind, müssen Spieler unangenehme Wartezeiten in Kauf nehmen. Es sei denn, sie zahlen fürs schnellere Weiterkommen je nach Spiel von 99 Cent bis zu 99 Euro, um etwa Spielebeschleuniger (Booster) kaufen zu können.

Ob und ab wann genau eine vermeintlich kostenlose Spiele-App ins reale Geld gehen kann, hat die Verbraucherzentrale NRW an umsatzstarken Free to Play-Games für Android-Geräte überprüft, die im Google Play Store angeboten werden. „Unterm Strich animieren Spielemacher die Nutzer äußerst geschickt, den kostenlosen Sektor zu verlassen und den Spieleverlauf durch den Zukauf von vielerlei Elementen voranzutreiben“, so das Fazit von Lydia Schwertner von der Verbraucherzentrale NRW. Sie warnt: „Wer sich ein Free to Play-Game auf sein Handy lädt, kommt durch geschickte Programmierungen erst richtig auf den Spieletrip und kann hierbei leicht die Kostenkontrolle verlieren.“

Spielern wird zu Beginn nicht angezeigt, ab wann und für welche Elemente reale Geldbeträge verlangt werden. Mögliche Kosten können deshalb bei Spielbeginn nicht abgeschätzt und mit anderen Spielangeboten verglichen werden. Computerspiele erzeugen zudem oft das Bedürfnis weiterzuspielen, egal was es kostet. Da Spieleinsätze zum Beispiel abstrakt per Abbuchung über Mobilfunkrechnung oder Kreditkarte bezahlt werden, haben vor allem Kinder und Jugendlichen oft kein Gefühl dafür, dass sie nicht nur Spiel-, sondern reales Geld verspielen.

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Röntgen-Museum auch „Haus der kleinen Forscher“

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Das Deutsche Röntgen-Museum in Remscheid ist in Anwesenheit von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz sowie Fach- und Lehrkräften aus dem Bergischen Land als Kooperationspartner des regionalen Netzwerkes „Haus der kleinen Forscher“ ausgezeichnet worden. In immer mehr Kitas, Horten und Grundschulen im Bergischen Land wird – neben vielen anderen wichtigen Aktivitäten – geforscht und experimentiert. „Das Deutsche Röntgen-Museum arbeitet an den gleichen Zielen wie wir - die Welt für Kinder erlebbar und verstehbar zu machen“, betont die Netzwerkkoordinatorin Annika Thömmes bei der Übergabe der Auszeichnung.

Das Deutsche Röntgen-Museum und das regionale Netzwerk „Haus der kleinen Forscher“ im Bergischen Land, stimmen im Rahmen der Kooperation gemeinsame Fortbildungsangebote intensiver ab, die eine lebensnahe und hochwertige frühkindliche Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik ermöglichen. Dr. Uwe Busch freute sich über die Wertschätzung seiner Arbeit: „Die Auszeichnung ist eine Bestätigung für unser Museumskonzept, mit dem wir bereits die Kleinsten für Naturwissenschaften und Forschung begeistern möchten“. In den neuen multifunktionalen Räumen des „RöLab“, im Deutsche Röntgen-Museum, finden bereits seit Januar 2017 regelmäßig spannende Fortbildungen für Fach- und Lehrkräfte aus Kitas und Grundschulen zum Thema „Forschen rund um den Körper“ statt. Für den Remscheider Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz ist diese Kooperation ein sinnvoller Ansatz „den Respekt vor der Schöpfung dieser Welt zu vermitteln und Zeichen gemeinsamer Bildungsziele über Stadtgrenzen hinweg.“ Fach- und Lehrkräfte aus dem gesamten Bergischen Land und dem Kreis Mettmann besuchen die praxisorientierten Fachfortbildungen an diesem dafür besonders geeigneten Ort, im Deutschen Röntgen-Museum. Dr. Uwe Busch, Direktor des Deutschen Röntgen-Museums und Annika Thömmes, Netzwerkkoordinatorin vom „Haus der kleinen Forscher“ im Bergischen Land betonzen zum Abschluss der Veranstaltung: „Mit dieser ganz besonderen Kooperation im Bereich der frühkindlichen Bildung möchten wir den Fach- und Lehrkräften neue spannende Möglichkeiten und Impulse zum Forschen in Kitas und Grundschulen bieten.“

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Osterferien in der Natur-Schule Grund

Das Ferienprogramm "Natur" der Natur-Schule Grund für die Osterferien ist online. Insgesamt werden zwischen dem 8. und dem 21. April neun Veranstaltungen angeboten, darunter ein Familienprogramm und acht Kinderangebote. Das Ferienprogramm startet am Samstag, 8. April, um 20 Uhr mit einer Nachtwanderung für Familien "Auf der Suche nach Molch und Kröte". Erstmalig besteht die Möglichkeit, am 10. und am 12. April Kinder zwischen acht und 14 Jahren ganztägig zwischen 8 und 16.30 Uhr betreuen zu lassen. Diese sind dann automatisch TeilnehmerInnen an den jeweils zwei Veranstaltungen des Tagesprogramms, das darüberhinaus auch von Kindern gebucht werden kann, die nicht ganztägig betreut werden sollen. Zum Programm dieser Tage gehören nachmittags Fotokurse, so dass die ganztägig zu betreuenden Kinder Zugriff auf eine Digitalkamera haben müssen.Kurse wie "Tierische Grafik für Kinder" oder die Klassiker "Vom Korn zum Brot" und die Kreativwerkstatt "Natur" werden auf www.remscheid-live.de ebenso mit Zeit, Ort, Inhalt und Kosten beschrieben wie die Naturdetektiv-Kurse an Bach und Teich, zur Erforschung von Pilzen oder des Frühlings.Zu allen Veranstaltungen ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich. Anmeldungen nimmt die Natur-Schule Grund ab sofort unterTel. RS 840734 oder E-Mail info@natur-schule-grund.de" target="_blank">info@natur-schule-grund.de entgegen.

Erst links, dann rechts, dann geradeaus!

Ein gutes Dutzend kleiner Verkehrsteilnehmer und deren Anhang machten sich auf dem Honsberg mit den Regeln im Straßenverkehr vertraut. Die Polizei hatte eingeladen und war durch einen freundlichen Herrn in Uniform vertreten. Auf dem Bürgersteig ging es zu einer Kreuzung. Dort wurde die Grenze von Steig und Straße deutlich gemacht. Wer an der Kante steht und "rüber" wolle, müsse gehörig "Achtung" vor dem Straßenverkehr haben und erst nach Links, dann nach Rechts sehen und die Straße erst überqueren, wenn keine Autos nahen, war die klare Botschaft.
Ein großes Problem für die " Kleinen" ist ihre Körpergröße; Erwachsene versperren ihnen oft die Sicht. "Die Erwachsenen bitte alle hinhocken!", bat der Polizist, und so hatten die "Großen" auf einmal die Perspektive der "Kleinen" und mussten sich erstmal um einen freien Blick bemühen.
Der Bürgersteig ist auch nicht immer sicher, da es Einfahrten gibt, die beachtet werden müssen .Die Erklärungen der Polizei waren gut und kindgerecht. Aber noch wichtiger ist für Kinder das tägliche gute Beispiel der Erwachsenen, ihre Umsicht im Straßenverkehr.

Langfristige Perspektive der Schulsozialarbeit unklar

von Thomas Neuhaus, Sozialdezernent der Stadt Remscheid

Die elf Remscheider Schulsozialarbeiter/innen leisten auf ihren 9,5 Vollzeitstellen eine sehr gute Arbeit. Das bestätigte ihnen erst kürzlich der Jugendhilfeausschuss. Dass Remscheider Schüler/innen jährlich für rund 1,1 Millionen Euro Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabegesetz (BuT) in Anspruch nehmen konnten, ist nicht zuletzt auf die gute Beratung durch die Schulsozialarbeiter  der beiden Trägervereine Die Verlässliche e.V. (Primarbereich) und Kompazz/Kraftstation (Sekundarbereich I) zurückzuführen. 1,1 Millionen Euro für die soziale Teilhabe von Kindern aus finanziell schwachen Familien, das kann als überdurchschnittlich gut gelten.

Um die Schulsozialarbeit in 2018 fortzusetzen, bedarf es keines  neuen Ausschreibungsverfahrens. Die bewährten Träger können ihre Arbeit fortsetzen, leider wieder b befristet auf ein (weiteres) Jahr. Was fehlt, ist eine unbefristete Sicherstellung der Schulsozialarbeit. Und auch der weitere Umfang der Arbeit ist unklar. Zwar steht die Förderung durch das Land, nicht aber die durch die Stadt Remscheid. Ihr freiwilliger Jahresbeitrag von ca. 220.000 € läuft zum 31.Dezember aus. Der politische Entscheidungsfindungsprozess, ob eine ähnliche Summe auch für 2018 gezahlt werden  soll, hat gerade erst begonnen. Immerhin für die Stadt eine finanzielle Belastung in einer bekannt schwierigen Haushaltslage mit Aufgaben und Kosten, die eigentlich andere übernehmen müssten:

Im Rathaus herrscht gegenwärtig die Ansicht vor, der Ansicht ist, dass der Bund nicht aus der Verantwortung für das Bildungs- und Teilhabepaket (z. B. Nachhilfe, Beiträge für Sportvereine, Musikunterricht, Klassenfahrten) genommen werden sollte. Denn es war der Bund, der  bis 2015 aufgrund eines Verfassungsgerichtsurteils höhere Beiträge für Kinder und Jugendliche geleistet hatte, deren Eltern Grundsicherung beziehen. Dann war er aus dem BuT ausgestiegen. Seitdem förderte das Land NRW die Schulsozialarbeit – auf geringerem Niveau als der vorherigen Bundesförderung. Und die Stadt Remscheid füllte den BuT-Fördertopf um den Differenzbetrag zu der ursprünglichen Bundesförderung freiwillig bis einschließlich 2017 auf.  Aber weder die Bildungs- und Teilhabeberatung (Bund) noch die Schulsozialarbeit (Land) sind Pflichtaufgaben der Kommune. Will bzw. benötigt man mehr klassische Schulsozialarbeit, ist das Land gefragt. Ist eine intensive Beratung über die Bausteine des BuT erforderlich, ist der Bund gefragt. 

Hier geht es somit nicht um die Frage, ob die Arbeit sinnvoll ist. Das ist die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen der beauftragten Träger zweifelsohne. Insofern ist die Weiterführung auf dem Niveau der für 2018 vom Land NRW erneut in Aussicht gestellten Förderung glücklicherweise abgesichert. Begonnen hat nun der politische Entscheidungsfindungsprozess der Fraktionen und Gruppen im Rat, ob die Stadt Remscheid ihre freiwillige Leistung auch für 2018 übernehmen soll. Weiter unklar bleibt die langfristige Perspektive der Schulsozialarbeit im Primär- und Sekundarbereich der Schulen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket, d. h. die über das Jahr 2018 hinaus. Um das Niveau der einstigen Bundesförderung halten zu können, benötigen die beiden Remscheider Trägervereine pro Jahr ca. 550.000 €.

Weicht abbruchreife "Villa Frantzen" einem Kita-Neubau?

Werner Grimm. Foto: Lothar KaiserSuche nach Kita-Standorten stößt schnell an Grenzen“ titelte der Waterbölles am 14. Januar nach einem Sachstandsbericht von Kita-Planer Werner Grimm (Foto links) im städtischen Jugendhilfeausschuss. Grimm soll bis Mitte dieses Jahres für 200 zusätzliche Kita-Plätze sorgen und zum Beginn des Kita-Jahres 2018/19 für weitere 500, insgesamt also für 700. Zur nächsten Sitzung des JHA am kommenden Mittwoch im großen Sitzungssaal des Rathauses liegt nun ein weiterer Bericht von ihm vor. Demnach interessieren sich drei potenzielle Träger für einen Wald- und Naturkindergarten. Diese hätten inzwischen den möglichen Standort auf dem ehemaligen Waldhofgelände in Küppelstein in Augenschein genommen. Von weiteren Interessenten sei auszugehen, so Grimm in seinem Bericht. Dort könnte eine Kita mit bis zu vier Gruppen entstehen. Seitens der Forstverwaltung bestünden keine Bedenken. In allen Stadtbezirken gebe es inzwischen erste mögliche geeignete Standorte:

  • Alt-Remscheid (*Bedarf 255 Plätze)                      vier bis max. sechs Standorte
  • Remscheid-Süd (*Bedarf 162 Plätze)     drei bis vier Standorte
  • Lennep (*Bedarf 194 Plätze)                                     zwei Standorte
  • Lüttringhausen (*Bedarf 91 Plätze)                        ein bis zwei Standorte

Mit dem Fachdienst 2.40 Schule und Bildung werden Möglichkeiten geprüft, auf den Flächen der Schulstandorte Dörpfeldschule und GGS Hackenberg zusätzlich eine Kindertageseinrichtung unterzubringen.

Zunächst drei städtische Grundstücke, die aus der Sicht der Stadtverwaltung für einen Kita-Neubau (mit vier Gruppen oder mehr) geeignet sind, sollen den 13 potenziellen Kita-Trägern, die sich an dem Interessenbekundungsverfahren beteiligt hatten, über ein Bieterverfahren angeboten werden, heißt es in der Vorlage weiter. Um welche es sich konkret handelt, steht dort nicht, ist aber inzwischen bekannt geworden. Es handelt sich um folgende Grundstücke:

  • Freiheitstraße (Alt-Remscheid): Die „Villa Frantzen“ am Frantzengässchen – unterhalb der Wilhelm-Engels-Straße und oberhalb der Freiheitstraße –  auf einem großen Grundstück mit Baumbestand gelegen, wartet seit Jahren auf dem Abbruchbagger.
  • Spichernstraße (Hohenhagen): Es handelt sich hier um ein unbebautes Grundstück oberhalb der der Walther-Hartmann-Schule.
  • Fritz-Ruhrmann-Straße (Lüttringhausen): Auch dieses Grundstück, an der Klauser Delle gelegen, ist unbebaut.

Die alte Villa Frantzen an der Freiheitstraße. Foto: Lothar KaiserEinen Kita-Neubau auf dem Gelände an der Freiheitstraße sah am vergangenen Donnerstag im Haupt- und Finanzausschuss der SPD-Fraktionsvorsitzende Sven Wolf mit Hinweis auf das starke Verkehrsaufkommen an dieser Stelle und hohe Feinstaubwerte kritisch: „Da kann ich mir alles vorstellen. Nur keine Kita! Für Kinder ist das kein geeigneter Platz!“  „Auch wegen der großen Lärmbelästigung!", ergänzte David Schichel. Weil die Emissionswerte an dieser Stelle bislang lediglich hochgerechnet worden seien, empfahl der grüne Kommunalpolitiker der Verwaltung, dort eine konkrete Messung vorzunehmen, bevor ein Kita-Bau auf diesem Grundstück weiter verfolgt werde. Sozialdezernent Thomas Neuhaus wandte ein, der Neubau solle im oberen Teil des Geländes entstehen, so dass „der Schutz der Kinder gewährleistet“ sei.

Auf den Einzugstermin freuen sich alle heute schon

Neue Kita soll am 1. August 2017 fertig sein“, titelte waterboelles.de am 12. August 2016. Und dieser Termin für die neue Kindertagesstätte am Holscheidsberg in Remscheid steht auch heute noch. Denn dank guten Bauwetters und fleißiger Handwerker konnte die Volksbank als Investor, vertreten durch die Vorstände Andreas Otto und Lutz Uwe Magney, heute Mittag das Richtfest feiern. Mit dabei Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Sozialdezernent Thomas Neuhaus, Bezirksbürgermeister Otto Mähler, Mitarbeiter der Verwaltung und natürlich die Jungen und Mädchen sowie Kita-Leiterin Katharina Wolf und ihr Team, die sich  alle schon jetzt auf den Einzugstermin freuen.

OGS: Diskussionsrunde ohne große Kontroversen

Für die Diskussionsrunde, zu der gestern Abend ein kleiner Kreis von Insidern im Neuen Lindenhof in Honsberg zusammen kam, hatte sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Stadtverband Remscheid, thematisch viel vorgenommen - vielleicht zu viel. Über G8/G9 sollte geredet werden, über Inklusion und Integration („nur in multiprofessionellen Teams“), über die vielen offenen Stellen in den Schulen, eine größere Angebotsvielfalt ab Klasse 5. Und natürlich über den Offenen Ganztag (OGS) in den Grundschulen. Die OGS habe längst die Familie als Sozialisationskraft und Vermittler gesellschaftlicher Werte wie Demokratie und Toleranz überflügelt, meinte eingangs Anne Marie Fassbender, die frühere Vorsitzende des Remscheider Jugendrates – „bei neun Stunden Aufenthalt in einer Grundschule, die OGS eingerechnet!“ Neben ihr vertraten auch Ertugrul Altun und Yakub Arslan den amtierenden Jugendrat, der derzeit „mitten im Abitur“ stecke, wie Moderator und GEW-Vorstandsmitglied Ralf Giefers-Kremer berichtete.

Das große Aufgabenspektrum der OGS erfordere verbindliche Standards, qualifiziertes Personal, ausreichende Räumlichkeiten, eine geregelte und auskömmliche Finanzierung und übergeordnet letztlich auch den Rechtsanspruch der Eltern/Kinder auf Betreuung in der Schule. Das hatten GEW-Mitglieder schon vor Beginn des „Schulpolitischen Abends“ auf einem Flipchart aufgeschrieben, wohl auch als Merkposten für die Diskussion. Oder auch für die eingeladenen Landtagsabgeordneten? Doch die erwiesen sich schnell als sachkundige Schulpolitiker: Jutta Velte (Grüne) und Sven Wolf (SPD) aus Remscheid sowie Marcel Hafke (FDP) aus Wuppertal. Abgesagt hatte lediglich Jens Peter Nettekoven (CDU). DIE LINKE war durch Fritz Beinersdorf vertreten, den Vorsitzenden der Ratsfraktion.

Stolz auf das, was die Stadt Remscheid in Sachen OGS  trotz ihrer angespannten Finanzlage bislang erreicht habe, zeigte sich die beiden Remscheider Abgeordneten. Eine Schülerquote von 60 Prozent in insgesamt 26 Einrichtungen, davon könnten die Nachbarstädte nur träumen. Jutta Velte wollte Marcel Hafke eine Vergleichszahl nicht ersparen: „Wuppertal kommt gerade mal auf 27 Prozent!“ Aber auch in Remscheid seien die räumlichen und personellen Mittel für die OGS zu gering, meinte Fritz Beinersdorf. Das zeige ein aktueller Qualitätsbericht. Und die Mitarbeiter würden leider immer noch unter Tarif bezahlt. Einig war sich der linke Kommunalpolitiker mit dem FDP-Landtagsabgeordneten in der Forderung nach einem gesetzlichen Anspruch auf OGS.

Die Finanzierung ohne Elternbeiträge sei gegenwärtig nicht finanzierbar, betonte Jutta Velte. Sie plädierte für eine weitere Vernetzung von Schule und OGS („Auch das kostet Geld!“). Und auch Anne Marie Fassbender hatte nichts gegen eine finanzielle Beteiligung der Eltern, allerdings nur der besserverdienenden. Fritz Beinersdorf dazu: „Wir sind eines der reichsten Länder der Welt. Da muss es doch möglich sein, das Geld dort abzuholen, wo es liegt!“ Die Forderung nach Vernetzung reizte später in der allgemeinen Diskussion zwei Lehrerinnen aus Wuppertal zum Widerspruch; sie verwiesen auf den aktuellen Lehrermangel und häufigen Unterrichtsausfall. Gerd Spaan, die Vorsitzende des Remscheider OGS-Betreuungsvereins „Die Verlässliche“, sah die geforderte Vernetzung von Schule und OGS aus einem weiteren Grunde kritisch: Der Öffentliche Dienst werde den OGS-Trägern künftig eher noch mehr Erzieherinnen abwerben. Für die Forderung nach tariflicher Bezahlung der OGS-Mitarbeiterinnen zeigte Spahn zwar Verständnis, realisierbar wäre das mit der gegenwärtigen Finanzausstattung nur bei gleichzeitiger Verringerung der Stundenzahl, und darunter würde dann das Angebot leiden. Eine Zwickmühle! Spahn begrüßte die Idee der Grünen, pro OGS-Gruppe eine Vollzeitstelle für eine Erzieherin zu finanzieren.

Einig waren sich gestern Politiker, Pädagogen und die Vertreter des Jugendrats, dass Bildung d i e zentrale Aufgabe in unserer Gesellschaft sei. Die rot-grüne Landesregierung habe deshalb seit 2010 den Bildungsetat um 25 Prozent auf 18 Milliarden Euro aufgestockt, betonte Sven Wolf. Die Mittel für die OGS seien dynamisiert worden. Aber auch der Bund müsse in die Verantwortung genommen werden, ergänzte Haffke: „Die große Bildungsaufgabe schaffen Bund, Land und Kommunen nur gemeinsam!“ Zumal sich die OGS, so Velte, qualitativ und quantitativ weiter entwickeln müsse. Dank des Fortbildungswillens der Mitarbeiterinnen sei die Qualität des OGS-Angebots heute schon hoch, betonte Gerda Spaan. Vielfach besser jedenfalls als das Raumangebot. Da widersprach niemand. Alles in allem beim Thema "OGS" eine Diskussionsrunde ohne große Kontroversen.