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Am Lobach liegen nun „Neptun“ und „Poseidon“

Störenfriede bei Kunstprojekt im Lobachtal“, titelte der Waterbölles am 28. August. Im Lobachtal hatte die Remscheider Kunstpädagogin Ute Lennartz-Lembeck aus zwei alten Betonröhren mit Unterstützung von Honsberger Jungen und Mädchen und Hans Georg Müller vom Club Natur ein Kunstobjekt (Foto unten) gemacht. Dabei war Moos der Grundstoff für ein Graffiti („freedom cannot wait“). Doch der daran angerichtete Schaden ließ sich zum Glück beheben.  Und so konnten jetzt zwölf Kinder der „Kunstschule Heimat“ von Ute Lennartz-Lembeck und der OGS-Honsberg die beiden Röhrenstücken am renaturierten Lobach in „Neptun“ und „Poseidon“ taufen, die in den Sommerferien auch ein Glasmosaik bekommen hatten. Die Jungen und Mädchen hatten sich bemalt und verkleidet als Waldgeister und-feen auf den Weg gemacht. Im Lobachtal erklärte ihnen ein großer Waldzwerg (Hans Georg Müller)  an der von der Stadt aufgestellten Schautafel die Bedeutung und den Grund der Renaturierung des Bachtals und zeigte historische Fotos längst vergangener Industrieanlagen entlang des Lobachs.

Für die Kinder war die Erkundung der Natur bei sonnigem Wetter voller Erlebnisse. In Gummistiefeln konnten sie den Lobach in seinem neuen Bett durchwaten. Steine, Tannenzapfen, Pilze, Blätter und Raupen wurden gefunden und begutachtet. Hans Georg Müller nannte 300 Millionen Jahre als Alter eines Steins; der sei durch die Erdverschiebung ganz sicher weit gewandert – vielleicht aus Afrika? Und an einem Stapel mit Baumstämmen erfuhren die Kinder, dass sich das Alter von Bäumen aus der Zahl der Jahresringe in der Baumscheibe erkennen lässt. Ute Lennartz-Lembeck: „Wir haben Steine, Pilze und Zapfen in der Kunstschule gewaschen und schauen nächste Woche, was wir daraus machen können!“

Festival für eine vielfältige und tolerante Stadt

Jugendpolitische Position der AGOT

Die in der AGOT zusammengeschlossenen Träger der offenen Kinder- und Jugendarbeit stehen gemeinsam mit vielen anderen demokratischen Kräften in unserer Stadt für

  • NULL TOLERANZ BEI GEWALT, RASSISMUS und EXTREMISMUS
  • NULL TOLERANZ GEGENÜBER INTOLERANZ!

Remscheid ist eine bunte und weltoffene Stadt, in der die Träger der offenen Kinder- und Jugendarbeit gemeinsam mit den Jugendverbänden gerne und hoch motiviert präventive und integrierende Arbeit leisten.

Demokratisches Verhalten, solidarisches Handeln und die Übernahme von Verantwortung in vielen Bereichen, gewaltfreie Konfliktlösung, Engagement für Vielfalt, Respekt und Menschenwürde sowie die Unterstützung der Entwicklung von jungen Menschen zu mündigen, kritikfähigen und gesellschaftsfähigen Persönlichkeiten durch Bildungs­angebote sind wesentliche Stichworte, die in der Kinder- und Jugendarbeit in Remscheid zentrale Bedeutung haben. Diese Ziele und Werte der Erziehung junger Menschen sind gesetzlicher Auftrag der Jugendhilfe und damit der AGOT. (vgl. Sozialgesetzbuch; Achtes Buch [Kinder- und Jugendhilfe9. Kinder- und Jugendfördergesetz NRW.)

 Die Verlässlichkeit und Beständigkeit des kontinuierlichen Engagements von Kolleg*innen in dieser Arbeit stärken die nachhaltige Wirkung einer Haltung, die Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen die notwendige Orientierung für ihre soziale Entwicklung bietet.

In unseren Einrichtungen und Angeboten achten wir darauf, dass niemand wegen seines Geschlechts, seiner Herkunft, seines Glaubens, seines Alters, seiner sexuellen Identität oder einer Behinderung benachteiligt oder gar Ziel von Gewalt wird.

Verbale Hetzparolen, aggressive Aufmärsche oder die Schändung von Mahnmalen und Gedenkstätten beeinträchtigen das Gefühl der Freiheit und Sicherheit und versetzen Menschen in Angst. Fremdenfeindliche Angriffe, Übergriffe auf Ausländer*innen, Asyl­suchende, Obdachlose oder Andersdenkende und -lebende sind durch nichts zu rechtfertigen und werden von uns entschieden abgelehnt.

Wir leben und arbeiten gerne in Remscheid und für die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in dieser Stadt. Wir stehen für aktives und gewaltfreies Handeln, Solidarität, Akzeptanz, Gerechtigkeit und Freiheit.

In der Kinder- und Jugendarbeit erleben junge Menschen Mitbestimmung, Menschen­würde, Eigenverantwortung, couragierte Vorbilder und Ansprechpartner*innen. Wer so in seiner Entwicklung begleitet und unterstützt wird, kann sich auch selbst für Demokratie stark machen. Deshalb ist die Förderung der Kinder- und Jugendarbeit eine Investition in die demokratische Zukunft unserer Stadt.

Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendarbeit Remscheid (AGOT)

Terroristische Anschläge, Fake-News, soziale Ungerechtigkeiten und eine daraus resultierende, angstschürende Polemik rechtspopulistischer Parteien und Wählergemeinschaften, scheinen in Teilen unserer Gesellschaft Fremdenfeindlichkeit wieder salonfähig werden zu lassen. Auch in Remscheid sind Einrichtungen der AG „Offene Kinder- und Jugendarbeit in Remscheid“ (AGOT) Ziel fremdenfeindlicher Aktionen geworden. In den Jahren 2014 und 2015 hat der Jugendrat der Stadt Remscheid Schilder der bundesweiten Aktion „Respekt – Kein Platz für Rassismus“ in verschiedenen Einrichtungen der AGOT als Zeichen der Toleranz angebracht. Zum wiederholten Male wurden Respektschilder nachts entfernt, Fenster und Türen beschädigt und mit fremdenfeindlichen Parolen beschmiert. Die polizeilichen Ermittlungen hierzu laufen.

Nicht nur Einrichtungen der AGOT sind von solchen Übergriffen betroffen, sondern auch Remscheider Vereine, Parteien, Kirchen, Gewerkschaften und Privatpersonen, die in der Flüchtlingshilfe aktiv sind. Gerade im Remscheider Stadtteil Lennep häufen sich Angriffe auf Eigentum von Menschen, die sich offen für eine tolerante Gesellschaft, gegen Fremdenfeindlichkeit und für Respekt gegenüber unterschiedlichsten Lebensentwürfen aussprechen und einsetzen.

Aber dennoch, nein gerade deswegen, sehen wir die Notwendigkeit, Jugendlichen die sich gegen Gewalt, Rassismus und Extremismus aussprechen wollen, eine Stimme und die Möglichkeit der Partizipation, in Form eines Musikfestivals zu geben, um sich in ihrer jugendtypischen Art für ein vielfältiges und tolerantes Remscheid stark machen zu können. „RS UNITED FESTIVAL“ findet am 29./30. September im Lenneper Jugendzentrum „Die Welle“, Wallstr. 54, statt. Einlass ist um 18 Uhr. Aus Solidarität mit den in Lennep lebenden, engagierten Menschen und Einrichtungen, haben wir den Veranstaltungsort dieses Jahr bewusst in diesen Stadtteil gelegt. Das „RS UNITED FESTIVAL“ ist ein Fest der Jugendkultur. Vertreter*innen der AGOT haben diesen Tag gemeinsam mit dem Jugendrat der Stadt Remscheid geplant. Neben der politischen Botschaft wird auch ein attraktives und ansprechendes Programm geboten werden.

Eingebunden ist das Festival in die Nacht der Jugendkultur. Mehr als 160 Kultur-Events von Jugendlichen für Jugendliche finden am 29. und 30. September während der Nacht der Jugendkultur, unter dem Titel „Nachtfrequenz2017“, in ganz Nordrhein-Westfalen statt.  Um eine Strahlkraft der Botschaft „RS United – wir leben das“ über den Tag hinaus zu erreichen, werden an die Besucher*innen des Festivals Bändchen mit dem RS United Logo verteilt. Nachhaltig tragen diese somit die Forderung nach Toleranz und Vielfalt auch über den Tag hinaus in die Stadt. Die Initiative „Kein Mensch ist illegal“ wird mit einem Infostand vertreten sein und es wird einen Büchertisch mit Informationen der „Landeszentrale für politische Bildung“ geben. Der Jugendrat der Stadt Remscheid wird außerdem mit einer Fotoaktion vertreten sein.

Großes Kinderfest zum Weltkindertag am Sonntag

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Unter dem Motto „Kindern eine Stimme geben“ lädt der städtische Fachdienst Jugend, Soziales und Wohnen für Sonntag, 24. September, gemeinsam mit vielen Remscheider Einrichtungen und Vereinen zu einem bunten Kinder- und Familienfest auf den Rathausplatz ein. Anlass hierfür ist der Weltkindertag, der auf eine Initiative der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1954 zurückgeht. Er hat zum Ziel, jedes Jahr auf die Situation und die Bedürfnisse von Kindern weltweit aufmerksam zu machen.

Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (links im Video von 2016) gibt es von 13 bis 18 Uhr an 34 Ständen ein buntes Programm, das zum Spielen, Basteln und Bewegen einlädt. Wasserspiele, Hüpfburg, Kinderschminken, Kreatives, Sportliches  und vieles mehr versprechen Spaß und Abwechslung für die ganze Familie. Auf der Bühne präsentieren junge Remscheider Gruppen ihr Können mit musikalischen und tänzerischen Darbietungen. Zauberei und Clownerie bieten lustige und magische Unterhaltung. Auch für das leibliche Wohl ist mit vielen Leckereien und Getränken gesorgt. Die Veranstalter freuen sich auf viele kleine und große Besucher. Aus dem Programm:

  • Kreativangebote für Kinder
  • Spiel- und Bewegungsparcours
  • Kinderschminken
  • Hüpfburg
  • Technik zum Mitmachen
  • Kuchen, Kaffee, Würstchen, Pommes
  • verschiedene Snacks und Getränke
  • Tanzaufführungen
  • Tänze zum Mitmachen
  • Musik und Gesang
  • CITO PILINI - Zaubern,
  • Jonglage und Clownerie

Mitwirkende: AOK – Rheinland, Arbeitskreis Zahngesundheit für Remscheid, Deutscher Kinderschutzbund Remscheid, Der Paritätische in Remscheid, Die Verlässliche e.V., Die Welle gGmbH, E-Dancer – Ev. Johanneskirchengemeinde, Elterninitiative Kraftstation e.V, Kita Nordstraße, Kita Walkürenstraße, Ev. Christus Kirchengemeinde, Ev. Kindertagesstätte Adolf - Clarenbach, Familienbildungsstätte „Die Wiege“ e.V., Familienzentrum Vieringhausen, Funkengarde Blau-Weis, Hudora, Jugendfeuerwehr Remscheid, Ka.Ge. Hohenstein 1935, Käthe - Kollwitz - Berufskolleg, KGS Menninghausen, Kita Ahörnchen e.V, Kita Rappelkiste e.V., Klima Allianz Remscheid e.V., KTE Remscheider Straße, KTE Struck, KTE Vieringhausen, Lerose-Stiftung, Montessori Kinderhaus Elterninitiative e.V. (Ronsdorfer Straße), OGS Clarenbach, Pronova BKK, Remscheider Turnverein von 1861 e.V., Schule für Musik, Tanz und Theater, Sportjugend im Sportbund Remscheid e.V., Stadt Remscheid – Fachdienst Jugend, Soziales und Wohnen, Kindertageseinrichtungen, Kinder- und Jugendförderung, Stadtteil e.V. Betreutes Spielen, Villa Kunterbunt, Wichtelzirkus.

Immer wieder gerne ins Werkzeugmuseum

Samstag, 23. September, 12 - 19.30 Uhr
Auf den Spuren der Werkzeuggeschichte
Wir begeben uns ab 12 Uhr auf die Suche nach den Spuren der Werkzeuggeschichte. Hierfür bieten sich zwei Stellen in Remscheid ganz besonders an. Einerseits natürlich das Deutsche Werkzeugmuseum und andererseits der Steffenshammer. Im Werkzeugmuseum werden Sie zusammen mit Dr. Andreas Wallbrecht die Geschichte und die Entwicklung von Werkzeugen von verschiedenen Seiten beleuchten. Auch den spannenden Ort des Historischen Zentrums mit der konzentrierten Ansammlung von historischen Gebäuden aus der Geschichte der Werkzeugherstellung und des –handels. Zur Entspannung legen wir dann in unserer Halle eine Pause bei Kaffee und Kuchen ein. Frisch gestärkt machen wir dann einen Spaziergang  zum Steffenshammer. Dabei wird sich auch die eine oder andere Geschichte ergeben.
Im Steffenshammer übernimmt Dieter Orth und erläutert nicht nur die besondere Geschichte dieses Hammers, sondern zeigt auch die Verwendung der Wasserkraft. Sie werden aus dem Staunen beim Rotieren der mächtigen Antriebswelle und der ganz außergewöhnlichen Stimmung in dieser originalen Werkstatt nicht mehr herauskommen. Nur Gucken, nicht Anfassen ist hier der absolut falsche Leitspruch. Probieren Sie das Schmieden am Fallhammer selbst einmal aus. Sie werden viel Respekt vor den Kräften entwickeln. Den Tag lassen wir gemütlich bei lecker gegrillten Bratwürsten ausklingen und wandern zum Abschluss gemeinsam wieder zum Werkzeugmuseum hoch.
Bitte melden Sie sich für diese Veranstaltung bis zum 21. September unter Tel. RS 162519 oder E-Mail werkzeugmuseum-hiz@remscheid.de">werkzeugmuseum-hiz@remscheid.de an. Die Gebühr beträgt 30 Euro pro Teilnehmer inklusive Kaffee, Kuchen und Bratwurst. Kaltgetränke werden separat berechnet.

24. September, 11 Uhr
Die Seestadt auf dem Berge
Remscheid wird auch die Seestadt auf dem Berge genannt. Doch woher kommt dieser Begriff? Remscheid ist doch eigentlich für die Werkzeugherstellung bekannt. Und da schließt sich der Kreis. Das Werkzeug musste ja auch verhandelt und damit auch transportiert werden. Hierfür nutzen die Händler nicht nur die Straßen und Flüsse, sondern auch die Weltmeere. Lassen Sie sich auf eine Themenführung durch das Deutsche Werkzeugmuseum ein und erfahren Sie mehr darüber, wer wie viele Schiffe hatte und mit welchen Ländern Handel getrieben wurde. Markus Heip wird Ihnen auch darüber berichten, mit welchen Schwierigkeiten die Händler zu kämpfen hatten und welcher Entdeckergeist der Remscheider dahinter steht. Diese besondere Führung findet am 24. September ab 11 Uhr (nicht wie ursprünglich geschrieben 17 Uhr) statt. Selbstverständlich sind viele Fragen, das Gespräch und die Diskussion gewünscht. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 3,50 €, Kinder sind frei. Die Führung kostet fünf bzw. einen €.

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Stadtteilfest No.35: "Honsberg - die richtige Wahl"

Unter dem Motto "Honsberg - die richtige Wahl"  feiern die Honsberger mittlerweile das 35.Stadtteil und laden herzlich zum Mitfeiern ein. Dafür haben 19 Vereine und Organisationen ein volles, attraktives Programm organisiert. Das beginnt am Freitag 22. September, um 20 Uhr mit einem „Offenen Singen“ auf der Bühne, vorher sind schon Würstchen, Bier und andere Getränken am Start.

Am Samstag, 23.September, öffnet um 14 Uhr das „Wahl–Café“ im Neuen Lindenhof, und auf dem Hof öffnen die Stände mit Leckereien aus vielen verschiedenen Heimat-Ländern: deutsch, türkisch, portugiesisch - süß & herzhaft, Cocktails und dazu Budenkirmes mit Röllchen-Losen. Um 14.30 Uhr starten Aktionen für Kinder u.a. mit „Honsberg kreativ“ im Kinderland, Taschengestaltung bei der Aktion „Vorbilder“ und dem Baumklettern „Von der Wurzel an die Spitze“.

Die offizielle Eröffnung um 15.30 Uhr ist auch das Startsignal für das Bühnenprogramm, international besetzt mit portugiesischer Folklore, türkischer Musik und den KiTa Kids Honsberg. Daneben gibt es noch besondere Highlights: eine digitale Schatzsuche auf dem Honsberg - die Beacon-Rallye mit der Remscheid App, eine Hüpfburg und das Erzählcafé „Wörtersammler“ im Bistro der Ev. Kirchengemeinde. Live auf der Bühne ab 18.30 SHAKE-A-DELIC - die Coverband, die schon so manches Stadtteilfest aufgemischt hat! Tanz in die Nacht ist ab 21.30 Uhr angesagt: Disco mit Dieter an der Musik im Saal vom Neuen Lindenhof.

Der Sonntag, 24.September, beginnt um 11 Uhr mit dem Familiengottesdienst, und die Leckereien aus vielen verschiedenen Heimat-Ländern gibt´s auch wieder: deutsch, türkisch, portugiesisch - süß & herzhaft, Cocktails. Um 13 Uhr startet die Sängermatinee mit deutschem und türkischem Chor. Besonders Kinder werden dann viel Spaß mit dem Ballonkünstler Hakan Eren haben. Auf der Bühne werden ab 14 Uhr afrikanische Musik und Trommeln, der Spielmannszug Remscheid und die „Os Campinos“ zu erleben sein - und wer will, kann ab 15 Uhr bei Kaffee & Kuchen im Bistro des Neuen Lindenhof ein wenig ausspannen. Am Start sind auch wieder die Aktion „Vorbilder“ und die Hüpfburg.

Den Abschluss auf der Bühne macht dann um 16.30 Uhr die original Honsberger Rockband „Joker´s Life“ mit Covermusik und Eigenkompositionen. Herzlich Willkommen auf dem Honsberg!

 

1. Interkulturelle Sport- und Spielfest des Integrationsrates

Weil das Wetter mitspielte und am Nachmittag nach zögerlichem Zustrom doch noch zahlreicher Besucher kamen, war das gestrige 1. Interkulturelle Sport- und Spielfest des Remscheider Integrationsrates auf dem Gelände und in der Halle des Sportzentrums Hackenberg letztlich eine runde Sache. Auch dank des Engagements vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer aus diversen Vereinen und Organisationen. Zwischen 12 und 17 Uhr gab es viele unterschiedliche sportliche Aktivitäten selbst auszuprobieren oder zu bestaunen, und von den kleinen Besucher/innen wurden die Angebote des AGOT-Mobils dankbar angenommen, gelegentlich auch unter Muttis Obhut. Neugierig schauten fünf Kühe von der nahen Weide beim Bogenschießen zu, und wo erst kürzlich Fallschirmspringer mit dem Hubschrauber zu Wettbewerben gestartet waren, machte diesmal eine Weltkugel aus Gummi den Rasen platt. Nicht ausgeschlossen also, dass aus diesem ersten Experiment tatsächlich eine Institution wird... Im Video ein kleiner Ausschnitt aus dem Geschehen.

"Nummer gegen Kummer" für ratlose Eltern

Die Geburt eines Kindes ist ein schönes Ereignis. Dennoch können Eltern in schwierige Situationen geraten, mit denen sie allein nicht fertig werden. Rat und Hilfe bieten in solchen belasteten Lebenslagen die Angebote der „Frühen Hilfen“. Nachdem ein Modellprojekt des Caritasverband Remscheid e.V. im Dezember 2011 ausgelaufen war, setzte die Stadt Remscheid im Dezember 2012 auf eine Kooperation zwischen dem Deutschen Kinderschutzbund, Ortsverband Remscheid e.V., und dem Caritasverband Remscheid e.V. Die Koordination der Frühen Hilfen und des Kinderschutznetzwerkes gehört seitdem zu den Aufgaben der städtischen Jugendhilfeplanung, und die vom Kinderschutzbund und dem Caritasverband Remscheid getragen "Fachstelle Frühe Hilfen“ dient als Informations-, Beratungs- und Vermittlungsstelle. Das von Marie-Therese Frommenkord im städtischen im Fachdienst Jugend, Soziales und Wohnen koordinierte Netzwerk „Frühe Hilfen – Willkommen im Leben" hat inzwischen 33 Kooperationspartner.

Am 1. September startete das Netzwerk eine neue Aktion zur Unterstützung von Eltern, die lieber zunächst einen neutralen und anonymen Kontakt suchen, wenn sie Fragen zur Erziehung ihrer Kinder und zum Zusammenleben in der Familie haben, bevor sie vor Ort „Auge in Auge“ Rat wünschen. Deshalb hat sich das RemscheiderNetzwerk dem bundesweiten Angebot des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen angeschlossen und wirbt in den nächsten Wochen mit Plakaten, Handzetteln, und anderen Materialien für das anonyme und kostenlose Elterntelefon des Vereins Nummer gegen Kummer e.V. und die Eltern-Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e.V. Auch die Stadtwerke Remscheid unterstützen diese Aktion durch Plakatierung in den Bussen. Frommenkord gestern auf einer Pressekonferenz: „Wir freuen uns, wenn weitere Einrichtungen, Institutionen, Unternehmen und Organisationen unser neues Angebot durch Plakatierung und/oder Auslegen von Materialien unterstützen!“

Der Verein Nummer gegen Kummer e.V. unterhält seit 2001 das Elterntelefon 0800/1110550 und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Im Übrigen finanziert sich der Verein über Spenden und öffentliche Fördergelder. Er ist ein verbandsübergreifender Dachverband für örtliche gemeinnützige Träger der Kinder- und Jugendhilfe wie Deutscher Kinderschutzbund, Diakonisches Werk, Arbeiterwohlfahrt u. a. Vereine, die einen (der bundesweit derzeit 39) Standorte des Elterntelefons betreiben. Dort engagieren sich rund 1.000 Beraterinnen und Berater ehrenamtlich in ihrer Freizeit, die u.a. in Gesprächsführungs- und Beratungstechniken  geschult wurden. Die „Nummer gegen Kummer“ 0800 - 1110550, die jetzt in Remscheid beworben werden soll, ist über das deutsche Festnetz und Mobilfunk (mindestens) Montag bis Freitag zwischen 9 und 11 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag zwischen 17 bis 19 Uhr erreichbar.

Das Elterntelefon soll die Anrufenden in schwierigen, aber auch alltäglichen Fragen schnell, kompetent und anonym unterstützen. Allein in 2016 wurden insgesamt 8.846 Beratungsgespräche am Elterntelefon geführt (siehe Statistik). Der Verein über seine Arbeit: „Unsere Beraterinnen und Berater wissen, vor welchen Herausforderungen Eltern stehen und unterstützen sie, Lösungen zu finden. Ob bei Erziehungsproblemen, Schwierigkeiten in der Schule, Familienkrisen, Sucht, oder Internet-Gefahren. Es macht keinen Unterschied, ob sie „nur“ eine Frage haben oder Rat brauchen, weil sie sich überfordert fühlen oder keinen Zugang mehr zu ihrer Tochter oder ihrem Sohn finden. Beim Elterntelefon suchen wir gemeinsam nach einem Ausweg – anonym, kompetent und auf Augenhöhe!“ Der Clou dabei: Auf Wunsch / bei Bedarf vermitteln die Beratern auch Experten in Remscheid; deren Daten liegen ihnen vor.

Die Onlineberatung für Eltern der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e.V. (BKE) bietet verschiedene Kanäle. Mailanfragen werden innerhalb von 48 Stunden beantwortet. Außerdem gibt es ein öffentliches Forum, in dem Ratsuchende schauen können, was von anderen gepostet wird, ohne selbst aktiv zu werden. „Oft hilft im ersten Moment auch schon die Community, für viele so etwas wie eine Ersatzfamilie, wissen die hauptamtlichen Beraterinnen und Berater. Sie unterstützen Eltern durch Einzelberatungen per Mail, im Einzelchat, in moderierten Gruppen- und Themenchats und darüber hinaus in moderierten öffentlichen Foren. Das BKE-Angebot wird über die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und das Deutschen Jugendinstitut e.V. vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) aus Bundesmitteln gefördert. Das NZFH koordiniert auch die Bundesinitiative „Frühe Hilfen“.

An der gestrigen Pressekonferenz der Stadt nahmen Sozialdezernent Thomas Neuhaus, Netzwerkkoordinatorin Marie-Therese Frommenkord, Karin Dasbach, Vorstand des Caritasverbandes Remscheid e.V., Karl-Richard Ponsar, Vorsitzender des Kinderschutzbundes Remscheid e.V., Petra Klawonn, Leiterin der Frühförder- und Beratungsstelle der Lebenshilfe Remscheid, und Annette Stevens (Fachstelle Frühe Hilfen unter dem Dach des Müttercafé „Mama Mia“ beim Kinderschutzbund Remscheid) teil. (Werbematerial für das Elterntelefon „Nummer gegen Kummer“ unter Tel. RS 163342)

In zehn Jahren 189.088 Euro für Aktion "Nothilfe"

Ein Grafiker entwarf das Signet der Notbremse unentgeltlich.

Aktion ‚Notbremse‘ half in Remscheid bereits 110 Kindern“, berichtete der Waterbölles am 3. Dezember 2007 über das große Echo von Bürgerinnen und Bürgern auf einen Spendenaufruf. Unter dem Stichwort: “Notbremse“ hatten Caritas, Diakonisches Werk, Kinderschutzbund und „Die Schlawiner“ um finanzielle Unterstützung ihrer Aktion „Hilfen für Kinder in Remscheid“ gebeten, für die pro Jahr mehr als 30.000 Euro benötigt würden. Denn in Remscheid gebe es sehr viel „verschämte Armut“. Und: „Die soziale Landschaft in Remscheid verändert sich; immer stärker werden die Auswirkungen von Hartz IV in unseren Beratungen deutlich.“

Dass Kindern auch mit kleinen Beträgen in ihrem Alltag geholfen werden kann, hat die „Nothilfe“ in den vergangenen Jahren bewiesen. Sie sei „von vielen Einrichtungen, Initiativen aber Bürgerinnen und Bürgern großzügig unterstützt worden. Aus diesem  Anlass möchten wir Ihnen für Ihr Engagement ein herzliches Dankeschön sagen“, heißt es einem von Rosina Wastl im Auftrag der Aktion unterschriebenen Brief, der in den nächsten Tagen an Sponsoren verschickt wird. Darin wird aufmerksam gemacht auf eine besondere Aktion für bedürftige Kinder, die sich das Kuratorium zum zehnjährigen Bestehen überlegt hat: Am 22. September werden 25 Kindergartenkinder aus Lennep und Lüttringhausen in den Wuppertaler Zoo besuchen. Dazu gehört dann auch eine Sonderführung hinter die Kulissen mit Katrin Gries, der Assistentin des Direktors. Für die Verpflegung sorgt eine Spende der Stadtsparkasse Remscheid, und die Stadtwerke Remscheid stellen der Aktion kostengünstig einen Bus zur Verfügung, der von Remscheider Firmen gesponsert wird. „Auch für die Zukunft gibt es bereits Pläne, wie sich die ‚Notbremse‘ weiter aktiv einsetzen kann, damit allen Kindern in Remscheid und Wermelskirchen in besonderen Situationen unbürokratisch geholfen wird“, schreibt Rosina Wastl abschließend.

Die Bilanz der „Nothilfe“ kann sich sehenlassen: Von 2007 bis Juli 2017 standen der Aktion durch Spenden insgesamt 189.088, 43 € zur Verfügung. 1488 Anträge gingen ein.  2.426 Jungen und Mädchen konnten gefördert werden. 2016 beispielsweise entfielen 12.687, 39 € auf Klassenfahrten (19 Prozent), Bekleidung (15 Prozent), Möbel/ Matratzen (8 Prozent), Haushaltsgeräte (11 Prozent), Strom (7 Prozent), Mittagessen KiTa/ Schule (5 Prozent), Ferienfreizeiten (5 Prozent), Lebensmittel (7 Prozent), Schulbedarf (3 Prozent), Sportvereinsbeiträge (1 Prozent), Ärztl. Verordnungen (2 Prozent),  Hygieneartikel (2 Prozent), sonstiges (15 Prozent).

Ein Dankeschön gilt auch allen derzeitigen und ehemaligen  Mitgliedern des Kuratoriums,  die durch die Unterstützung der Aktion die Notbremse bei Förderern und Spendern bekannt gemacht und neue Ideen eingebracht haben,  damit noch mehr Kinder und Jugendliche unterstützen

Auch Haltepunkte der „Eltern-Taxis“ im Blick

Dass die Remscheider Ordnungsbehörde zu Beginn eines neuen Schuljahres ihre Radarwagen gerne in der Nähe von Grundschulen postiert, fiel in diesem Jahr (wie auch im vorigen) so manchem Autofahrer erst wieder ein, nachdem ihm ein „Knöllchen“ ins Haus geflattert war. Während der diesjährigen zweiwöchigen Kontrollkampagne zum Schutz von Kindern im Straßenverkehr fuhren die Radarwagen bislang 40 Einsätze und maßen die Geschwindigkeit von 38.650 Fahrzeugen. Bei 809 war sie zu hoch, insbesondere vor der Dörpfeldschule. Deshalb wird der „Blitzer“ dort wohl auch in nächster Zeit wieder anzutreffen sein, kündigte gestern im Ausschuss für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung Ordnungssamtsleiter Jürgen Beckmann an. 26 Einsatze der Politessen galten dem „ruhenden Verkehr“ vor den Grundschulen, besser bekannt als Haltepunkte der „Eltern-Taxis“. Auf die Frage von Susanne Fiedler (Grüne) bekannte Beckmann: „Wir müssen eigentlich dran leiben. Aber die Schlagzahl wie bei einer zeitlich begrenzten Kampagne können wir personell einfach nicht durchhalten!“

Zugang zum regulären Ferienangebot empfehlenswert

Deutsch lernen bei Sport, Spiel und Spaß“, titelte der Waterbölles am 26. Juli und veröffentlichte ein Video über einen Sportnachmittag in der Alexander von Humboldt Realschule im Rahmen des neuen Angebots für geflüchtete Jugendliche „Sprache+ – Deutsch lernen in Aktion“. Darin verband das städtische Dezernat Bildung, Jugend, Soziales, Gesundheit und Sport im August verschiedene Freizeit- und Begegnungsmöglichkeiten mit integrierter Sprachförderung. Die Jugendlichen sollten ihren Wortschatz erweitern und sicherer werden im freien Sprechen in Deutsch. Zur nächsten Sitzung des Schulausschusses (13.9.) und des Jugendhilfeausschusses (20.9.) liegt nunmehr zu diesem Projekt ein Abschlussbericht vor.

Demnach haben von den 64 angemeldeten Jugendlichen durchschnittlich 44 regelmäßig teilgenommen. Eingesetzt wurden neben den Übungsleiter*innen aus Sportvereinen auch ca. zehn Gruppenhelfer*innen zwischen 13 und 17 Jahren eingesetzt, die in der Woche vor dem Projekt vom Sportbund theoretisch ausgebildet worden waren. De meisten hatten im Vorjahr an der „Sommerschule“ teilgenommen.

„Die Sprachförderspiele wurden von den Jugendlichen sehr gut angenommen; sie waren mit Ehrgeiz dabei“, heißt es im Bericht der Verwaltung. Von diesen sei allerdings bemängelt worden, dass keine deutschen Kinder an dem Projekt teilnahmen. „“Wenn bei einem Folgeprojekt die einzelnen Sportvereine mehr Trainer*innen stellen könnten, wäre eine noch größere Nachhaltigkeit  gegeben, da der Übergang vom Projekt zum Vereinssport fließender wäre. (...) Aus Sicht des Sportbundes wäre es sinnvoll, Multiplikator*innen in den einzelnen Sportvereinen zu gewinnen, um den Brückenschlag zwischen dem Sportbund und den einzelnen Vereinen weiter auszubauen.“

Fazit: „Alle Projektpartner sind sich einig, dass bei künftigen Projekten der Kontakt mit Remscheider Kindern und Jugendlichen weiter ausgebaut werden soll. Im Sinne der Integration sollte der Zugang von neuzugewanderten Kindern und Jugendlichen zum regulären Ferienangebot der Kinder- und Jugendhilfe in Remscheid gewährleistet sein. Hierbei kommt den Schulen eine enorme Bedeutung als Vermittler zu. Besonders die Lehrer*innen in den Seiteneinsteigerklassen spielen hier eine wichtige Schlüsselrolle.“