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Iftar-Essen: Das gute Miteinander betonten alle

„Wir Menschen sind verschieden: wir glauben unterschiedlich, wir leben unterschiedlich, wir haben unterschiedliche Bräuche und Riten. Aber wir können miteinander auskommen, wir können einander respektieren, einander schätzen und voneinander lernen. Daran glaube ich und dafür werde ich mich auch weiterhin nach besten Kräften in meinem Amt als Oberbürgermeister unserer Stadt einsetzen. Dieses Rathaus ist ein Haus für alle Menschen und für alle Religionen unserer Stadt. Und Remscheid ist und bleibt eine Stadt, in der viele Religionen zu Hause sind.“ – Zitat aus der Rede von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz gestern im Großen Sitzungsaal des Rathauses. Kurz vor Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan (in diesem Jahr vom 27. Mai 2017 - 24. Juni) und eine Stunde vor Sonnenuntergang um 21.56 Uhr begrüßte der OB dort zahlreiche Repräsentanten der örtlichen islamischen Gemeinden zu einem „Fastenbrechen“ (arabisch Ifṭār) mit typisch türkischen Gerichten und lud sie ein, sich ins Goldene Buch der Stadt Remscheid einzutragen. Aus Anlass des gestrigen Weltflüchtlingstags erinnerte der OB zugleich an die Millionen von Menschen weltweit, die sich auf der Flucht befinden. Und er dankte „allen Remscheidern, die Geflüchteten ihre Türen geöffnet haben“.

Am 4. Fastenbrechen im Rathaus seit 2014 nahmen auch diesmal wieder Vertreter der christlichen Religionen teil (Stadtdechant Thomas Kaster, Superintendent Hartmut Demski, Pastor André Carouge von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Schützenstraße / „Friedenskirche“ und mehrere Vertreter der neu-apostolischen Gemeinde) sowie einige Kommunalpolitiker (Waltraud Bodenstedt, Jutta Velte. Sven Wolf), ferner Sozialdezernent Thomas Neuhaus und Stadtkämmerer Sven Wiertz. Vom Türkischen ins Deutsche übersetzt wurde das Gebet, das diesmal Nihat Arpaguş sprach, der Imam der DITIB-Gemeinde an der Weststraße („Allah, schenke uns den Willen zu guten Taten!“).

Im Namen der Gäste bedankten sich Cengiz Özdemir und Tevlik Baylan für die Einladung zum gemeinsamen Fastenbrechen. Erden Ankay-Nachtwein, die Vorsitzende des Remscheider Integrationsrates: „Das Fasten im Ramadan gehört zu den Grundpflichten des Islams. Für alle erwachsenen und gesunden Muslime ist das Fasten in dieser Zeit verpflichtend, ausgenommen Alte und Kranke. Zwischen Morgendämmerung und Sonnenuntergang nehmen die Fastenden keine Nahrungs- oder Genussmittel zu sich.“

Nachfolgend die Rede des OB in Auszügen:

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Remscheider „Moments of Music“ für die Bretagne

Als das Remscheider Kinder- und Jugendorchester „Moments of Music“ (MoM) vor vier Jahren bei einer Konzertreise in der Bretagne musizierte, waren Publikum und französische Kritiker begeistert. „Un moment de bonheur“ und „Une surprise de qualité“ lobten die Presse-Schlagzeilen. In wenigen Wochen brechen die jungen Musiker nun erneut in in die Bretagne auf: Vom 13. bis 27. August ist der bretonische Küstenort Camaret-sur-Mer in der Nähe der Remscheider Partnerstadt Quimper das Zuhause der jungen Musiker aus Remscheid. Von dort aus wollen die 44 Instrumentalisten und Sängerinnen mit ihrer Musik in der Bretagne ein „Festival de la jeunesse pour l'amitié“ veranstalten, also ein Festival der Jugend für die Freundschaft und die Liebe.

Zwanzig Jahre nach seiner Gründung ist Remscheids junges Orchester längst kein Geheimtipp mehr. Es beeindruckt mit gefühlvollen, fast poetischen Arrangements. Flöten, Streicher und Piano erzeugen musikalische Klangkulissen, die träumen lassen. Monika Biskupek, die Moments of Music vor zwanzig Jahren gründete und bis heute leitet, versteht es, Talente so zu fördern, dass nichts aufgesetzt oder künstlich wirkt. Egal ob Soli einzelner Instrumente oder Lieder der Gesangssolistinnen: Alles klingt leicht und natürlich, ist aber das Ergebnis harter Probenarbeit. Die meisten ihrer Orchestermitglieder hat Musikpädagogin Biskupek in der Grundschule Menninghausen entdeckt. Dort begeistert sie Kinder für das Flötespielen und das Singen. Manchmal folgt dann Unterricht bei professionellen Gesangspädagogen und es dauert nur ein paar Jahre bis zum großen Erfolg: etwa als Lorena Warkentin (Mezzosopran) und Tessa Pyschik (Sopran) beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ 2016 zu den Landessiegerinnen gehörten.

Während der Konzertreise in der Bretagne wird das MoM-Orchester Kirchenkonzerte in der Kathedrale von Quimper (Saint-Corentin), in der Pfarrkirche von Camaret-sur-Mer sowie in der Wallfahrtskirche Sainte-Anne-la-Palud (bei Plonévez-Porzay) geben. Außerdem treten die musikalischen Botschafter Remscheids auch mit einem „weltlichen“ Programm im Bischofsgarten von Quimper auf. Wer Kostproben der Konzerte genießen will, hat dazu an den beiden kommenden Wochenenden auch in Remscheid Gelegenheit: Am Samstag, 24. Juni, präsentiert Moments of Music ab 18.30 Uhr in der katholischen Kirche St. Josef das Programm „Demeurez en mon amour – Bleibt in meiner Liebe“. Eine Woche später, am Samstag, 1. Juli, erklingt dieses Programm mit Liedern und Musikstücken, die von Alter Musik über Filmmusik bis zu modernen geistlichen Liedern reichen, ab 18.30 Uhr in der katholischen Kirche St. Bonaventura in Lennep. Dort wird am Sonntag, 2. Juli, ab 18.30 Uhr auch das weltliche Repertoire von MoM zu hören sein. Geboten werden dabei Lieder und Musikstücke aus den Genres Alte Musik, Folklore- und Pop-Musik, Musicals und Filmmusik. Der Eintritt zu allen drei Konzerten ist frei. Spenden zugunsten der Konzertreise sind natürlich willkommen. (Matthias Kurp)

Rajvinder Singh will die Schreiblust wecken

Die Veranstalter der Interkulturellen Lese- und Musikreihe, die zweimal im Jahr Autorinnen und Autoren mit Migrantenhintergrund zu einer Lesung für die Remscheider Bevölkerung und Jugendlichen weiterführender Schulen einladen, erweitern ihr Angebot für diese Gruppe der literarischen Brückenbauer durch Schreibwerkstätten an Schulen. Den Anfang mach die Sophie Scholl Gesamtschule in der Zeit vom 26. bis 30. Juni. Die Nelson Mandela Schule folgt vom 3.bis 7. Juli. Für Anfang 2018 ist eine Schreibwerkstatt im Gertrud-Bäumer-Gymnasium geplant. Leiter dieser Werkstätten ist der ehemalige Remscheider Stadtschreiber Rajvinder Singh.

Wozu Kreatives Schreiben? Als Pisa- und UN-Studien zum ersten Mal bei den deutschen Schülerinnen und Schülern sprachliche Ausdrucksschwäche, mangelnde Kreativität sowie fehlende globale Kulturkenntnisse anmahnten, startete der Berliner Autor Rajvinder Singh - unterstütz durch die Deutsch-Indische Gesellschaft, Remscheid - eine bundesweite Initiative, an Schulen und Gymnasien kreative Schreibwerkstätten anzubieten. Aus diesem seit Mai 2005 erfolgreich laufenden Projekt entstand mit 19 in diesen Schreib-werkstätten produzierten Erzählungen die Anthologie „Über den Horizont hinaus“. Sie ermutigt Schülerinnen und Schüler, ihre kreativen Fähigkeiten zu erkennen, sie zu entfalten und zu verbessern sowie ihre globalen Kulturkenntnisse zu erweitern. Rajvinder Singh: „Wörter haben ihre eigene Persönlichkeit. Diese zu erkennen und in jeglicher Sprachanwendung zu achten, ist der kommunikative Mensch angehalten."  Seine auf learning-by-doing angelegte fünftägige Schreibwerkstatt zielt darauf, den Schülerinnen und Schülern die Geheimnisse der Sprachanwendung in jeglicher Form des Texterfassens, literarisch wie auch sachlich kreativ, nahezulegen. Der in der Werkstatt entstandene Text, meistens eine Erzählung, wird von den Teilnehmer/innen i am fünften Tag öffentlich vorgestellt.

Hinter der Interkulturellen Lese- und Musikreihe stehen die Caritasverband Remscheid, Projekt vielfalt. viel wert (Bettina Vollmer), die Lütteraten (Wolfgang Luge), IKE - Förderverein für Interkulturelle Erziehung e.V. (Michaela Pappas), Kommunales Integrationszentrum Remscheid (Heike Hildebrandt), die Schlawiner gGmbH  (Richard Ulrich), die Deutsch-Indischen Gesellschaft (Helma Ritscher) und der Kulturkreis im Heimatbund e.V. (Hagen Feldsieper).

Flüchtlingsambulanz erhält Innovationsförderpreis

Pressemitteilung des Sana Klinikums Remscheid

Die Flüchtlingsambulanz des Sana Klinikums Remscheid wurde in diesem Jahr mit dem Innovationsförderpreis der Fachgruppe Psychiatrie der Stadt Wuppertal ausgezeichnet. Den mit 3.500 € dotieren Preis erhält die Flüchtlingsambulanz dafür, dass sie traumatisierten Kindern und Jugendlichen aus Krisengebieten eine ambulante Betreuung bietet, die zudem auch eine detaillierte Diagnostik erlaubt. Der Innovationsförderpreis der Fachgruppe Psychiatrie wird Einrichtungen verliehen, die in ihrem Behandlungskonzept neue Wege beschreiten. Dr. Gerhard Hapfelmeier, Chefarzt des Zentrums für Seelische Gesundheit des Kindes-/Jugendalters am Sana-Klinikum Remscheid: „Traumatisierte Kinder- und Jugendliche aus Krisengebieten finden bei uns eine kompetente Anlaufstelle und müssen nicht mehr den Weg in die Notfallambulanzen der Psychiatrien suchen. Der Behandlungsbedarf ist groß, denn viele Kinder und Jugendliche haben auf der Flucht aus ihren Heimatgebieten traumatische Erlebnisse durchlitten.“

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11.641 junge Menschen mit Migrationshintergrund

In der Stadt Remscheid lebten Anfang 2016 insgesamt 23.989 junge Menschen zwischen sechs und 26 Jahren (21,5 Prozent der Gesamtbevölkerung, davon 12.393 bzw. 51,7 Prozent männlich, 11.596 bzw. 48,3 Prozent weiblich). Davon waren 12.527 Kinder und Jugendliche von sechs bis unter 18 Jahre (11,2 Prozent der Gesamtbevölkerung). So nachzulesen im Qualitätsbericht 2016 „Offene Kinder- und Jugendarbeit in Remscheid“, den die Verwaltung kürzlich dem Jugendhilfeausschuss und dem Integrationsrat vorlegte:

„Bei insgesamt nur leicht geringer werdenden Anteilen von junger Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung lässt sich unter sozialräumlichen Aspekten feststellen, dass der Stadtbezirk Süd mit 11,7 Prozent den höchsten Anteil von Kindern und Jugendlichen im Alter von sechs bis unter 18 Jahren an der Gesamtbevölkerung des jeweiligen Stadtbezirkes hat (Alt-Remscheid 11 Prozent, Lennep 11,4 Prozent, Lüttringhausen 10,8 Prozent). Auch bezogen auf die Altersgruppe der sechs- bis 26-Jährigen hat der Stadtbezirk Süd mit 22 Prozent den höchsten Anteil junger Menschen (Alt-Remscheid 21,9 Prozent, Lennep 21,1 Prozent, Lüttringhausen 20 Prozent).

Unter Betrachtung des Merkmals "Nationalität" leben insgesamt 3.570 ausländische junge Menschen von sechs bis 26 Jahre in Remscheid, das sind 14,9 Prozent dieser Altersgruppe. In der Gruppe der Kinder und Jugendlichen im Alter von sechs bis unter 18 Jahre sind es 1.222 ausländische junge Menschen oder 9,8 Prozent dieser Altersgruppe. (Quote aller Einwohner/innen Remscheids: 15,7 Prozent)

Innerhalb der Stadtbezirke zeigt sich, dass der Anteil ausländischer Kinder und Jugendlicher im Alter von sechs bis unter 18 Jahren an der Gesamtzahl dieser Altersgruppe in Alt-Remscheid mit 12,4 Prozent am höchsten ist (Süd 8,4 Prozent, Lennep neun Prozent, Lüttringhausen fünf Prozent). Auch in der Altersgruppe der sechs- bis 26-Jährigen liegt der Anteil in Alt-Remscheid mit 18,5 Prozent am höchsten (Süd 14,8 Prozent, Lennep 11,4 Prozent, Lüttringhausen 8,9 Prozent).

Betrachtet man anstatt des Merkmals "Nationalität" das Merkmal "Migrationshintergrund", wird deutlich, dass ein weitaus höherer Anteil der jungen Menschen einen solchen Migrationshintergrund hat. Danach leben insgesamt 11.641 junge Menschen von sechs bis 26 Jahre mit Migrationshintergrund in Remscheid, das sind 48,5 Prozent der Altersgruppe. In der Gruppe der Kinder und Jugendlichen im Alter von sechs bis unter 18 Jahre sind es 6.911 junge Menschen mit Migrationshintergrund oder 55,2 Prozent der Altersgruppe. (Quote aller Einwohner/innen Remscheids 34,8 Prozent).

Unter sozialräumlicher Betrachtung innerhalb der Stadtbezirke zeigt sich, dass der Anteil von Kindern und Jugendlichen im Alter von sechs bis unter 18 Jahren mit Migrationshintergrund bezogen auf alle jungen Menschen dieser Altersgruppe im Stadtbezirk Alt-Remscheid mit 58,9 Prozent am höchsten ist (Süd 58,8 Prozent, Lennep 51,1 Prozent, Lüttringhausen 44,5 Prozent). In der Altersgruppe der sechs- bis 26-Jährigen liegt der Anteil junger Menschen mit Migrationshintergrund im Südbezirk mit 53,1 Prozent am höchsten (Alt-Remscheid 51,6 Prozent, Lennep 43,5 Prozent, Lüttringhausen 39 Prozent).“

1.430 Schüler/innen vertiefen ihre Herkunftssprache

Sprache

Schüler/innen

Italienisch

242

Türkisch

705

Russisch

187

Spanisch

77

Kroatisch

10

Polnisch

34

Arabisch

106 (71 GS, 35 Sek I)

Albanisch

18

Portugisisch

25

Serbisch

40

Gesamt

1.430

Derzeit erhalten 1.430 Schülerinnen und Schüler in Remscheid von 16 Lehrerinnen und Lehrern an 20 Schulstandorten Unterricht in ihrer Herkunftssprache. Er soll auf der Grundlage des gültigen Lehrplans die herkunftssprachlichen Fähigkeiten in Wort und Schrift erhalten, erweitern und wichtige interkulturelle Kompetenzen vermitteln. Pro Woche umfasst dieses Angebot insgesamt 242 Lehrerstunden. Für die Schüler/innen bedeutet das  in der Regel pro Woche fünf zusätzliche Unterrichtsstunden. Zur Feststellung des individuellen Lernfortschritts sind nach Maßgabe des Lehrplans schriftliche Übungen zulässig.

Der Herkunftssprachliche Unterricht (HSU) wird in Remscheid durch das Schulamt in der Primarstufe angeboten und organisiert, gegenwärtig in zehn Sprachen, und zwar dort, wo die Anzahl der Kinder einer gemeinsamen Herkunftssprache die Bildung einer dauerhaften Lerngruppe von mindestens 15 Schülerinnen und Schülern ermöglicht (Sek I 18 Schüler/innen).

Die Schule informiert die Eltern der Schüler/innen mit Zuwanderungsgeschichte bei der Aufnahme in die Primarstufe über das Angebot des HSU. Die Anmeldung findet im Sekretariat der Schule statt, die das Kind regulär besucht. Die Anmeldung muss innerhalb derselben Schulstufe nicht jährlich wiederholt werden. Sie verpflichtet während des laufenden Schuljahres grundsätzlich zur regelmäßigen Teilnahme. Hierüber wird eine Bescheinigung ausgestellt. Die Leistungsbewertung wird im Zeugnis vermerkt. ##Schüler/innen , die regelmäßig am HSU teilgenommen haben, legen am Ende ihres Bildungsgangs in der Sekundarstufe I eine Sprachprüfung auf der Anspruchsebene des angestrebten Abschlusses ab. Die Teilnahme an der Sprachprüfung ist für alle Schüler/innen  verbindlich. Eine mindestens gute Leistung in der Sprachprüfung kann eine mangelhafte Leistung in einer Fremdsprache ausgleichen. In einem Flyer des Schulamtes an die Eltern heißt es: "Durch den Unterricht in der Herkunftssprache wird Ihr Kind…

  • die eigene Identität verstärken
  • die Sprache in Wort und Schrift beherrschen
  • in seiner Mehrsprachigkeit gefördert
  • seine interkulturelle Handlungsfähigkeit fördern
  • Sensibilität für Sprachen im Allgemeinen entwickeln
  • andere Sprachen verstehen lernen
  • Bewerbungsvorteile schaffen und nutzen.“

Voraussetzungen für den Herkunftssprachlichen Unterricht:

  • Das Kind muss die alltägliche Herkunftssprache verstehen. Im Unterricht wird der Wortschatz auf den bereits vorhandenen systematisch aufgebaut. D.h. es gibt keine Vokabellisten, Übersetzungen etc., was für einen klassischen Fremdsprachenunterricht üblich ist.
  • Das Kind muss sprechen können. Es können auch kurze Sätze sein, aber wichtig ist, dass die Schüler/innen  im Unterricht mitkommen, sich nicht fremd fühlen und sich nicht überfordert fühlen (da die meisten Kinder zum Teil ausgezeichnet Ihre Herkunftssprache sprechen können).
  • Das Kind muss am Unterricht teilnehmen wollen. Der Zwang bringt keine Ergebnisse und überfordert Ihr Kind. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Vorteile von Mehrsprachigkeit.
  • Das Kind sollte motorisch gewandt sein. Da am Anfang viele Schreibübungen stehen, sollte es schon vor dem Anfang des Herkunftssprachlichen Unterrichts mit dem Stift vertraut sein und Buchstaben abschreiben können, nachmachen etc. (Das Kind muss nicht schreiben können, wenn es in eine Anfängergruppe kommen soll.)

Städtepartnerschaftsverein feiert die Freundschaft

48 Remscheider besuchten am Himmelfahrtswochenende ihre Partnerstadt Quimper in der Bretagne. Beim Empfang im Rathaus am Freitagvormittag begrüßte Thomas Couturier, verantwortliches Ratsmitglied für die Städtepartnerschaft, herzlich die Remscheider Delegation. In ihren Reden betonten Couturier und die deutsche Vorsitzende Claudia Nast, den hohen Stellenwert der deutsch-französischen Freundschaft. „Was auf politischer Ebene begonnen wurde, erfüllen wir in unseren Städtepartnerschaften auf lokaler Ebene.“ Mit diesen Worten sprach Claudia Nast, die ihre Rede in deutscher und französischer Sprache hielt, die Bedeutung der Freundschaft über die Grenzen hinweg an. Damit sprach sie sowohl den Deutschen als auch den Franzosen aus der Seele in einer Zeit, in der Europa auf dem Prüfstand steht.

Im Anschluss an den offiziellen Teil wurde es mit einem Destilleriebesuch und Crêpes-Kurs kulinarisch. Ein Ausflug in das nördliche Finistère führte die Gäste und Gastgeber am Samstag an beeindruckende Strände. In der übrigen Zeit verwöhnten die Gastfamilien ihre deutschen Freunde mit einem individuellen gestalteten Programm. Der Abschied am Sonntagmorgen fiel wir immer schwer: „Merci – à la prochaine – bis zum nächsten Mal.“

Ein klärendes Gespräch zu Reaktionen auf Randale

Aleviten fühlten sich bedroht und riefen die Polizei“, berichtete der Waterbölles am 18. April. Vor der Alevitischen Gemeinde am Zentralpunkt hatten sich am Sonntagabend rund 300 Personen versammelt, um den Sieg Erdogans beim Referendum in der Türkei zu feiern. Die Angehörigen der alevitischen Gemeinde, die dem Referendum kritisch gegenüber gestanden hatten, seien  von den türkisch-stämmigen Jugendlichen angepöbelt, bedroht und eingeschüchtert worden, hieß es damals. Ein Verhalten, das tagsdarauf vier türkisch-islamischen Kulturvereine aus Remscheid kritisierten.  Zitat: „Wir stehen für die Grundrechte und die Meinungsfreiheit und distanzieren uns von jeglichen Formen von Extremismus“. Der letzte Satz der Presseerklärung löste allerdings in der Öffentlichkeit Irritationen aus. Da appellierten die Moscheevereine „an die Politik, Gesellschaft und Medien, in der Zukunft verantwortungsvoller zu handeln, um das friedliche Zusammenleben zu bewahren.“

Auch der Waterbölles war damals irritiert und fragte: „Hätten die Medien über die „Kundgebung“ von Erdogan-Anhängern vor den Toren der Alevitischen Gemeinde nicht berichten sollen, um das „friedliche Zusammenleben“ nicht zu stören? Wer war denn hier der Störenfried?!!“ Und irritiert war auch Volker Leitzbach (SPD), Mitglied des städtischen Integrationsrates. Er hielt die Presseerklärung der vier Vereine damals wegen eben dieses Appells an Politik, Gesellschaft und Medien für halbherzig.

Jede Medaille hat zwei Seiten. Das stellte sich in diesem speziellen Fall leider erst gestern heraus. Die Reaktion von Waterbölles und Leitzbach (später auch die von RGA-Chefredakteur Axel Richter) hatte wiederum die türkisch-islamischen Vereine irritiert. Deren Vertreter hatten geglaubt, alles richtig gemacht zu haben. Sie hatten den Satz als versöhnenden Abschluss verstanden. Motto: Gegen solche Auswüchse muss die Gesellschaft insgesamt vorgehen.

Vielleicht wäre es zu keinerlei Irritationen gekommen, hätten die vier Vereine sich  in dem strittigen Satz gleich ausdrücklich selbst mit in die Pflicht genommen. Schließlich waren sie damals unmittelbar gefordert, handelte es sich doch um Jugendliche mit türkischem Migrationshintergrund (welchen Pass oder Personalausweis jeder Einzelne von ihnen besitzt, spielt dabei übrigens keine Rolle).

Es bestand also Klärungsbedarf. Darüber sprach Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz am 25. April mit Vorstandsmitgliedern der vier Vereine. Er äußerte die eindringliche Bitte, in ihrem Vereinen auf junge Leute Einfluss zu nehmen - und das falsche, respektlose Verhalten vom 18. April auch in der Freitagspredigt anzusprechen. Wie sich herausstellte, war das bereits geschehen. Die Vereine seien entsetzt gewesen über die nächtliche Aktion vor dem Haus der alevitischen Gemeinde. Noch am gleichen Abend sei dort angerufen worden, um sich solidarisch zu zeigen.

Gestern wurde das im Rathaus alles noch einmal aufgearbeitet. An einer Art Runden Tisch im Sitzungsraum 221. Den ATIB -Türkischer Kulturverein Remscheid e.V., Industriestraße, vertraten dabei Tevfik Baylan und Oguz Ünal und den Türkischen Kultur- und Sportverein, Freiheitstraße, Ramazan Temiz und Cengiz Özdemir. Für die Islamische Gemeinschaft Milli Görü e.V. (IGMG) war Altundag Nasif gekommen und für die DITIB Remscheid Hacisalihoglu Ömer. Mit dabei neben Vertretern der lokalen Presse auch Erden Ankay Nachtwein, die Vorsitzende des städtischen Integrationsrates. Sie alle kennen inzwischen das im Internet kursierende Video von den pöbelnden Jugendlichen. „Wenn wir darauf Jugendliche erkannt haben, haben wir mit den Eltern gesprochen“, berichtete Tevfik Baylan. Als eine erste Reaktion auf den Vorfall habe man eine WhatsApp-Gruppe gegründet, der auch der Oberbürgermeister angehöre. Und man habe die Handy-Nummern ausgetauscht.

Gestern folgten die Telefonnummern der Pressevertreter. Denn die vier Vereine haben sich eine aktivere Öffentlichkeitsarbeit vorgenommen, wollen mehr als bisher auch Deutsche zu ihren Veranstaltungen einladen. Tevfik Baylan: „In den meisten ist Deutsch die Umgangssprache!“ Im gerade begonnenen Ramadan sind Einladungen an Deutsche zum so genannten Fastenbrechen, dem gemeinsamen Abendessen  nach Sonnenuntergang, schon seit einigen Jahren eine gute Gepflogenheit.

Einhellig betonten die Vertreter der Vereine gestern, dass bei ihren Treffen die türkische Politik und Erdogan kein Thema seien. Das sei gerade nicht der Fall. Denn das würde „nur Zwist in die Vereine bringen!“ Im Türkischen Kultur- und Sportverein an der Freiheitstraße seien beispielsweise vor dem Referendum Transparente mit „Ja“ oder „Nein“ ausdrücklich verboten gewesen.  Die gestrige Botschaft der sechs Vereinsvertreter an die Presseleute mit der Bitte, sie weiterzutragen: „Wir wollen alle friedlich in Remscheid leben!“

Stelle des Ehrenamtskoordinators noch unbesetzt

Am 15. März hatte die Fraktion der Grünen die Verwaltung um die schriftliche Beantwortung von acht Fragen gebeten. Die Antworten liegen inzwischen unter der Überschrift „Möglichkeiten zur verbesserten Unterstützung des Ehrenamtes für Geflüchtete und Migrant*innen“ vor und stehen am 1. Juni auf der Tagesordnung des Integrationsrates. Wer die Mitteilungsvorlage allerdings aufmerksam liest, kommt zu der Erkenntnis, dass die Möglichkeiten begrenzt sind. Der Waterbölles dokumentiert Fragen und Antworten.

1. Ist die Erarbeitung eines Integrationsplans, unter Einbeziehung des Ehrenamtes, vorgesehen? Wenn ja, wann ist damit zu rechnen?
Der vom Kommunalen Integrationszentrum (KI) erstellte Integrationsplan liegt den relevanten Gremien zur Kenntnis vor.

2. Was ist aus dem im Dialog Flucht vorgestellten Konzept geworden und wie sieht die Zusammenarbeit der freien Träger mit dem KI aus?
Die Zusammenarbeit der freien Träger und anderer Initiativen bezüglich der Hilfe für Geflüchtete gestaltet sich sehr gut. Das Landesförderprogramm KOMM-AN NRW war dazu der Einstieg. Es finden regelmäßige Trägertreffen statt, bei denen Anregungen, Absprachen, allgemeiner Austausch und Probleme miteinander erörtert und gelöst werden. Das KI ist in allen Angelegenheiten Ansprechpartner für die Träger.

3. Ist daran gedacht, den „Dialog Flucht“ wider einzuberufen, um so alle mit dem Thema befassten Träger und Institutionen an einen Tisch zu holen, ggf. auch für einen Erfahrungsaustausch und zur Evaluation der bisher geleisteten Arbeit?
Im Rahmen des KOMM-AN NRW Landesförderprogramms finden regelmäßige Trägertreffen statt, die mit dem thematischen Schwerpunkt Flucht arbeiten. Jedoch ist zu bedenken, dass das Förderprogramm nur bis zum 31.12.2017 befristet ist.

4. Wie wird sichergestellt, dass die Geflüchteten die an sie gerichteten Vordrucke und Informationen auch verstehen? Werden u.a. Sprach- und Kulturmittler*innen eingesetzt? Gibt es Übersetzungshilfen zu den Vordrucken? Werden die Menschen entsprechend beraten? Wenn ja, von wem?
Die ehrenamtlich Tätigen in der Flüchtlingshilfe sind i.d.R. auch behilflich bei behördlichen Schreiben. Darüber hinaus bieten die freien Träger auch Hilfestellung in Form von sogenannten „Formularhilfen“ an. Der Einsatz von Sprach- und Kulturmittler*innen wird von den Fachdiensten selbständig entschieden und ist mit Kosten verbunden.

5. Ist es vorgesehen, Integrationslotsen einzusetzen? Sollen diese vom Kommunalen Integrationszentrum geschult werden?
Das Land NRW beabsichtigt die Förderrichtlinien für die KI-Förderung zu ändern: Die kreisfreien Städte sollen zu den zusätzlichen 1,5 zusätzliche Lehrerstellen noch Zuwendung für zwei weitere Personalstellen erhalten, die thematisch im Bereich der Vernetzung/Erstellung Dolmetscherpool/Integrationslotsen/Arbeitsmarktzugang arbeiten sollen. Die zusätzlichen Personalstellen werden mit 50.000.- € pro Stelle gefördert. Darüber hinaus erhalten alle Kreise und kreisfreien Städte zukünftig Sachkosten für niedrigschwellige Dolmetscherdienste oder/und Integrationslotsenangebote von 50.000.- €. Eine abschließende Mitteilung über die geplanten Änderungen steht noch aus.

6. Wie ist der Stand bei vorhandenen Patenschaftskonzepten? Gibt es eine Zusammenarbeit des KI beispielsweise mit der Ökumenischen Initiative Lüttringhausen, die sich um Koordination der Patenschaften bemüht und unlängst dazu eingeladen hatte?
Beim ersten Treffen der Ökumenischen Initiative Lüttringhausen war das KI vertreten und hat sich als Ansprechpartner vorgestellt. Die geplanten Patenschaften werden mit der Ökumenischen Initiative abgesprochen und müssen noch strukturiert werden. dies gehörte zum Teil mit zum Aufgabenbereich der Ehrenamtskoordinatoren-Stelle, die leider immer noch unbesetzt ist.

7. Was kann man von Schulungskonzepten der Nachbarkommunen übernehmen oder welche Kooperationen können mit den Nachbarstädten eingegangen werden? Gibt es „Best Practice“ Projekte, die Vorbildcharakter haben können?
Für die Beratung, die Begleitung und den Informationsaustausch der Kommunalen Integrationszentren unterhält das Land die Landesweite Koordinierungsstelle der Kommunalen Integrationszentren (LaKI). Zu ihren Aufgaben gehört unter anderem auch die Moderation des internen Austauschs der KI und Wissenstransfer und die Durchführung interner und überregionaler Qualifizierungsangebote. Insbesondere im Bergischen Städtedreieck finden auf verschiedenen Ebenen und Handlungsfeldern Kooperationen statt.

8. Gibt es ein konzentriertes Fördermanagement in Bezug auf Integrationsmaßnahmen?
Es gibt kein konzentriertes Fördermanagement bezüglich Integrationsmaßnahmen. Das Kommunale Integrationszentrum ist bemüht, Förderprogramme, die nur über das KI an die Kommunen und kreisfreien Städte verteilt werden, zu beantragen und somit die Integration vor Ort zu unterstützen.

Aus Fitnesscenter für Frauen wird Wohnheim für Männer

Mit dem ehemaligen Fitnesscenter „Prinzess“ für Frauen (Königstraße 159) bekommt die Stadt im Juni ein weiteres Übergangsheim für geflüchtete Männer. Gestern stellten es Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Rechtsdezernentin Babara Reul-Nocke, Claudia Schwarzweller, die Leiterin der Ausländerbehörde, und Daniela Krein, die Geschäftsführerin des BAF e.V. (Begegnen, Annehmen, Fördern), den Anwohnern vor, die der persönlichen Einladung der Stadt gefolgt waren. Auch Polizeirat Jochen Borst, der Leiter der Polizeiinspektion Remscheid, und Guido Eul-Jordan, der Leiter der Feuerwehr Remscheid, nahmen an der Hausbesichtigung teil.

Die Stadt hatte das angemietete Gebäude in den vergangenen Monaten durch einem heimischen Investor zu einer Gemeinschaftsunterkunft für geflüchtete Männer umbauen lassen. Entstanden sei eine modere Wohnanlage, die den Vorstellungen der Stadt von einer angemessenen Wohnraumversorgung entspreche, heißt es in dem Brief, den die Anlieger von OB  Mast-Weisz bekamen. bekommen haben. Zitat: „Die Unterbringungssituation in den derzeitig genutzten Wohnanlagen Remscheids machte die Bereitstellung einer zusätzlichen erforderlich.“ In den städtischen Übergangsheimen werden zurzeit 1422 Menschen „sehr engmaschig betreut“, wie gestern Rechtsdezernentin Babara Reul-Nocke sagte. Hinzu kommen 900 Flüchtlinge, für die die Stadt Im Stadtgebiet 251 Wohnungen angemietet hat – für Familien, aber auch für kleinere Gruppen von männlichen Flüchtlingen. „Ein Konzept, das Neuankömmlingen Gelegenheit bot, von den städtischen Übergangsheimen aus bei uns anzukommen, das Land und seine hiesigen Gepflogenheiten kennenzulernen. Nach einigen Monaten wurden sie dann in separaten Wohnungen untergebracht“, berichtete Reul-Nocke. 2015 habe man dieses Konzept leider wegen der großen Zahl neu zugewiesener Flüchtlinge über Bord werfen müssen. Jetzt wolle es die Stadt wieder einführen.

Dazu dient auch das neue Wohnheim auf einem Hintergelände an der Königstraße. Bis zu 50 Männer sollen dort ab 16. Juni maximal ein Jahr lang leben, um dann eigene Wohnungen zu bekommen. Es handelt sich nicht um Flüchtlinge, die der Stadt von der Bezirksregierung Arnsberg neu zugeteilt worden sind (das ist gegenwärtig kaum mehr der Fall, da die städtische Deckungsquote bei fast 100 Prozent liegt), sondern um solche aus kleinen Wohngruppen in Remscheid, die „aus Gründen des besseren Miteinanders entzerrt werden sollen“, so Daniela Krein, die Geschäftsführerin des BAF e.V. (Begegnen, Annehmen, Fördern), der seit 1996 im Auftrag der Stadt das Sicherheits- und Betreuungspersonal in den Flüchtlingsunterkünften und betreut seit 2012 auch Flüchtlingen in angemieteten Wohnungen. Polizeirat Jochen Borst sagte es allgemein: „Wo Menschen zusammen wohnen, kann es Streit geben, und wo sie eng zusammen wohnen, kann es mehr Streit geben. Das ist unabhängig von der Herkunft der Menschen!“ – Zitat aus dem Brief der Stadt an die Anwohner: „Wir ... verweisen aber auf die positiven Erfahrungen im Umfeld der Häuser für Flüchtlinge in ganz Remscheid. Dort hat sich ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis entwickelt.“ Besucher des gestrigen Versammlung, die das vor einem Jahr eröffnete Wohnheim Oberhölterfelder Straße 54 kennen, bestätigten das gestern ausdrücklich.

Auch in dem neuen Übergangsheim wird der B.A. F. e.V. die soziale Betreuung der Bewohner und den Hausmeisterdienst übernehmen. Vorgesehen ist eine „Rund-um-die Uhr“-Betreuung durch vier Hausmeister in drei Schichten, wobei auch Sozialhelfer und Sozialarbeiter vom Büro im Wohnheim an der Oberhölterfelder Straße aus mit in den Dienst genommen werden. Und wenn Hausmeister, Sozialhelfer und Ehrenamtliche tatsächlich einmal an einer Stelle nicht mehr weiterkommen sollten, sind auch noch Sozialpädagogen da. „Notfalls natürlich auch die Polizei in Fällen, für die unsere Leute nicht ausgebildet, nicht qualifiziert sind“, betonte Daniela Krein. „Wir sind Hausverwaltung, wir sind Sozialarbeiter. Wir machen das jetzt seit mehr als 25 Jahren für die Stadt Remscheid.“ - „Und sie machen es gut!“ betonte der Oberbürgermeister.

Der diensthabende Hausmeister hat beispielsweise auch dafür zu sorgen, dass die Hausordnung eingehalten wird. Die sieht Nachtruhe nach 22 Uhr vor, und die gilt auch – nicht zuletzt aus Rücksicht auf die Anwohner – für das Gelände vor dem Haus. Daniela Krein forderte die Anwohner auf: „Sehen sich einer Situation gegenübergestellt, von der sie sagen „Das geht so gar nicht!“, sprechen Sie Hausmeister Hegemann und sein Team ruhig an!“

Das neue Übergangsheim verfügt über Aufenthaltsräume und eine Gmeinschaftsküche auf jeder Etage. Die Zimmer sind mit zwei bis vier neuen Betten, Tischen, Stühlen und Schränken nüchtern und zweckmäßig eingerichtet. Auf dem Dach ist eine Satellitenschüssel unübersehbar, und die Zimmer verfügen über die entsprechenden Anschlüsse. Für ein Fernsehgerät pro Zimmer fühlt sich die Stadt Remscheid aber nicht zuständig. "Das schafft sich der eine oder andere Bewohner selbst am", sagte gestern Claudia Schwarzweller.