Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Das Programm von ‚Tatsächlich Frieden‘

Pressemitteilung des Evangelischen Kirchenkreis Lennep

Statt des Jahresanfangs vor dem Reformationstag hat der  Evangelische Kirchenkreis Lennep in diesen Jahr vier Tage dem Thema „Tatsächlich Frieden" gewidmet: Von Freitag, 27., bis Sonntag, 29. September, wurden eine Reihe von Begegnungen, Festlichkeiten und Gottesdiensten vorbereitet, die interessante Gespräch bieten und neue Erfahrungen versprechen.

Es geht tatsächlich um Frieden. „Warum das?“, hat man uns gefragt. „“Wir haben doch Frieden, seit vielen Jahrzehnten.“ Ja und nein, sagt Superintendent Hartmut Demski dazu. „Wir haben keinen Krieg, und das ist unglaublich viel wert. Aber wir sind an Kriegen beteiligt, wir produzieren und verkaufen Waffen, wir erleben die Bedrohung durch Terrorismus und das Ende von Abrüstungsverträgen. Unsere Gesellschaft ist politisch zerrissen und in verfeindete Lager zerfallen wie selten zuvor.“

Frieden geht anders. Frieden ist bedroht. „Suche Frieden und jage ihm nach" (Ps. 34), sagt die Bibel. Und das möchten wir gerne tun. Mit Ihnen gemeinsam. Nachfolgend finden Sie das Programm von „Tatsächlich Frieden". Suchen Sie sich eine Veranstaltung heraus oder zwei, suchen Sie mit nach Frieden und danach, was ihn gefährdet. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Gäste sind.

Mittwoch, 25. September, 18.30 Uhr

Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall, gegenüber Martin-Luther-Str. 61, Remscheid (keine Heizung)

Interreligiöses Friedensgebet

Freitag, 27. September, 19 Uhr

Lutherkirche Remscheid Martin-Luther-Str. 59 a Remscheid

„Friedenskonzert" von Chören aus dem Kirchenkreis

Samstag, 28. September, 11 Uhr, 13 Uhr

Bunker, Ecke Wallstr. /Kraspütt, Lennep

Alter Markt, Lennep

Andacht, mit Posaunenmusik und Erinnerungen;

Friedensfest „Waffeln statt Waffen"

Samstag, 28. September, 11.30 Uhr

Kirche am Markt, Oststraße, Radevormwald

„Zivilcourage als Basis von Frieden", Veranstaltung der Sekundärschule, der SPD und der Ev.-ref. Kirchengemeinde in Radevormwald, Musik: Erhard Ufermann

Samstag, 28. September, 14 Uhr

Wanderparkplatz an der Friedenskapelle Voßhagen. Hückeswagen

Krimiwanderung,

Einkehr in das Haus Hammerstein zur Lesung des Krimis „Die Porzellanmalerinnen"

Samstag. 28. September, 15 Uhr

Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall, gegenüb. Martin-Luther-Str. 61, RS, (keine Heizung)

Podiumsdiskussion, Jürgen Hardt (MdB), Jens Nettekoven (MdL); Militärdekan Dr. Roger Mielke, Koblenz, Superintendent Jens Sannig, Jülich, Moderation: Horst Kläuser, Musik: Donatus Weinert

Samstag, 28. September, 18 - 23 Uhr

Bunker unter der Stadtkirche Remscheid, Eingang gegenüber dem Diakonischen Werk, Kirchhofstr. 2, Remscheid

Licht-Installationen zum Thema „Frieden",

Licht- und Videokünstler Gregor Eisenmann, Wuppertal; Künstlerin Ute Lennartz-Lembeck, Remscheid

Samstag, 28. September, 18 Uhr

Stadtkirche Lennep

„Politisches Nachtgebet vs. Poetry Slam, bei Kölsch und Käseigel"

Sonntag, 29. September, 10.30 Uhr

Zelt auf dem Schützenplatz, Remscheid

Gottesdienst „Tatsächlich Frieden", mit Margot Käßmann

 

Langsames Wachsen Richtung Stadtkegel

Remscheid auf der Höhe

Die ältesten Urkunden, die den Namen unserer Stadt nennen, sind leider nicht mehr erhalten. Im 12. Jahrhundert bezeugten sie eine Schenkung des Graf Engelbert I. von Berg an die Johanniter. Diese erhielten zwischen 1173 und 1189 Kirche und Fronhof zu Remscheid. In jener Zeit stand an der Stelle der heutigen Stadtkirche eine kleine Kapelle, die von einem Hauptherrenhof mit Wirtschaftsgebäuden umgeben war. Ihm waren benachbarte Höfe zugeordnet, so auch in Hoddinbegge (Haddenbach). Ganz langsam wuchs im Verlauf der folgenden Jahrhunderte das kleine beschauliche „Dorf“. 1675 standen dort nur 27 Häuser, seine Bewohner hießen Schlieper, Bertram, Engels oder Reinshagen. Sie waren Schmiede oder Händler, besaßen Hammerwerke oder bewirtschafteten Höfe.

Als die Franzosen 1806 das Bergische Land besetzten, hatte Remscheid ca. 5.500 Einwohner und wurde erstmals Stadt. Bürgermeister war der Kaufmann Johann Gottlieb Diederichs. 1815 fiel die Stadt an Preußen. 1839 errichteten die Bewohner ein erstes Rathaus an der Elberfelder Straße. Dort steht heute das Ernst Moritz Arndt Gymnasium.

Mit mehr als 14.000 Einwohnern stand Remscheid 1856 das preußische Stadtrecht zu. Langsam wuchs der Ort in Richtung Stadtkegel. Die ersten Straßen wurden gepflastert. Die Verbindungstraße vom Markt zur Bergkuppe, die Alleestraße, erhielt ihre Bäume. 1868 kam die Eisenbahn nach Remscheid. Eine wichtige Entscheidung für die aufstrebende Industriestadt. In den zahlreichen Fabriken gab es ausreichend Arbeit. Die Einwohneranzahl vervielfachte sich. Waren es 1885 erst 34.000, so zählte man 1900 schon 58.000 Bewohner. 1893 nahm die elektrische Straßenbahn ihren Betrieb auf. Sie war nicht nur die Zweite im Deutschen Reich, sondern musste mit einer Steigung von 10,6 % auch die steilste Strecke ganz Deutschlands ohne Zahnrad- oder Seilzughilfe bewältigen.

Immer mehr Menschen kamen auf der Suche nach Arbeit nach Remscheid. 1906 zählte die Stadt fast 65.000 Einwohner. Im selben Jahr wurde oben auf dem Berg das neue Rathaus eingeweiht. Die Alleestraße und der Bereich um das neue Rathaus wurden bebaut. Das Zentrum der Stadt verlagerte sich vom Markt nach „oben“. 1929, im Jahr des Zusammenschlusses, lebten in Remscheid 79.055 Menschen.

Wasser und Feuer

Verborgen unter dem dichten Laub unserer Wälder zeugen Reste von Schlackenhalden und Meilerplätzen von der frühen Geschichte der Metallverarbeitung in unserer Stadt. Schon im Mittelalter begann der obertägige Abbau der Erzvorkommen. In Rennöfen wurden Erze geschmolzen, in Waldschmieden aus dem gewonnenen Eisen Geräte für Haus und Hof geschmiedet. Als im 14. Jahrhundert die Nutzung der Wasserkraft begann, veränderten sich die Produktionsbedingungen.

Erste Hochöfen und der Einsatz von Blasebälgen verbesserten die Qualität des schmiedbaren Eisens - Stahl war das neue Produkt. Durch Veredelung entstand hochwertiger Raffinierstahl. Immer mehr Hütten, Hämmer und Kotten siedelten sich an den Bächen in den Tälern an, die gewerbliche Produktion begann. Einer der ältesten Standorte war die 1497 erwähnte Iserenhütte. Sie lag an der Stelle des heutigen Gockelshammers. 1623 arbeiteten am Mors- und Eschbach 28 Hämmer und etwa 35 Kotten, um 1700 waren es 60 Hämmer und 70 Schleifkotten. Die Hammerwerke spezialisierten sich in Rohstahl-, Reck-, Breit- oder Raffinierhämmer. Produziert wurden Sicheln, Sensen, Pfannen oder Sägen sowie Eisen und Stahl für die Weiterverarbeitung durch die Kleinschmiede. 1750 stellten Remscheider Kleinschmiede rund 400 verschiedene Werkzeugartikel her.

Seit Mitte des 18. Jahrhunderts vertrieben Remscheider Handelsfamilien wie Böker oder Hasenclever Remscheider Produkte in der ganzen Welt. Die französische Besetzung 1806 beendete die Blüte der Werkzeugindustrie. Erst 1815 unter preußischer Herrschaft kam ein neuer Aufschwung, aber auch Veränderungen. Die Erfindung der Dampfmaschine machte die Produktion wasserunabhängig. Die Produktionsstätten siedelten sich nun in der Stadt an. Der 1868 erfolgte Bahnanschluss begünstigte diese Entwicklung. Am Ende des 19. Jahrhundert entstanden Fabriken. Eine der ersten war die Feilenfabrik Mannesmann, bei der die unterschiedlichen Arbeitsschritte der Feilenproduktion unter einem Dach zusammengefasst wurden. Um weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben, wurde zunehmend Gussstahl verarbeitet, allen voran im Werk der Brüder Mannesmann, der Bergischen Stahlindustrie der Familie Böker, dem Alexanderwerk des Alexander von der Nahmer oder dem Glockenstahlwerk der Gebrüder Lindenberg. Remscheider Erfindungen, wie die nahtlosen Rohre der Gebrüder Mannesmann, Remscheider Produkte, wie der Fleischwolf des Alexanderwerks, oder die hohe Stahlqualität der BSI und der Elektrostahl der Gebrüder Lindenberg trugen den Ruf der Werkzeugstadt Remscheid hinaus in die weite Welt.

Der Text der Ausstellung „90 Jahre Großstadt Remscheid“ zur Remscheider Stadtgeschichte und speziell zur kommunalen Neugliederung vor 90 Jahren, zu sehen im Remscheider Rathaus im Rahmen des Stadtjubiläums, stammt von Jörg Holtschneider von der Agentur „Via Temporis“. Das Layout gestaltete die rsn-Medienagentur GmbH, Hindenburgstraße  78, www.rsn-medienagentur.de. Der Waterbölles veröffentlicht die einzelnen Kapitel der Ausstellung mit freundlicher Genehmigung des Autors und der Agentur.

Anka Zink kommt in die Schatzkiste

Mit der Kleinkunstbühne „Schatzkiste“ über dem Restaurant „Zum Landsknecht“ am Remscheider Markt, Elberfelder Straße 7, hat sich Dr. Volker Schatz (58), Chef der Schatz AG in Lennep,  einen lang gehegten Traum erfüllt. Der Theatersaal bietet rund 100 Gästen Platz. In der benachbarten Tiefgarage können die Theaterbesucher ihre Wagen kostenlos parken. Der Zugang zum Theater ist barrierefrei.

Anka Zink. Pressemitteilung der „Schatzkiste“

26 September, 20 Uhr (Einlass 19.30 Uhr)
Wo pin ich – Comedy 4.1

Nach dem gelungenen Start von Theater „Schatzkiste“ und Restaurant „Meine Kleine“ geht es weiter mit der Show von Anka Zink. „Wo pin ich“ ist der zweite Wurf von Anka Zink zum Thema Mensch und moderne Medien. Überwogen im ersten Teil Neugier und Begeisterung, so ist das Thema jetzt die Faszination des Möglichen. Die Zukunft hat begonnen, und zwar mit einer Lüge: Ja ich habe die allgemeinen Geschäftsbedingungen gelesen. Lüge eins! Und verstanden. Lüge zwei! Der moderne Mensch hat zwei gesellschaftliche Verpflichtungen: 1. Du sollst konsumieren und 2. Du sollst Daten liefern.

Am besten online! Das kann kompliziert werden: Wie hieß noch mal mein Password? Wo muss ich das Häkchen setzen? Wo den Pin eingeben? Habe ich überhaupt schon gepinnt oder gerade gepennt? Unser Gehirn haben wir in unser Smartphone outgesourct. Selbst Denken wird zur Glückssache. Wir daten online und pflegen unser virtuelles „Ich“, bis wir zu uns selber „Sie“ sagen. Wir arbeiten im Homeoffice und flirten mit unserem Rasenmäher-Roboter, statt mit unserem smarten Kollegen aus der Kaffeeküche, der uns längst vergessen hat und dem wir nur noch über Google Tracking auflauern können.

Vom Fax bis zum Fingerabdruck-Pin: Anka Zinks Streetview auf das normal verkabelte Leben im 21. Jahrhundert funktioniert ganz oldschool: Mit dem Wort, das die Dinge auf den Punkt bringt und den Lachmuskeln keine Pause gönnt. Anka Zink reflektiert das Leben im Netz und fragt sich, ob es Netzstrumpfhosen bald als App gibt, ob man selbstfahrende Autos auch auf „Besoffen“ programmieren kann. Ob Multitasking schizophren macht, ob wir bei so viel Nähe unser i-Phone vor Erkältungen schützen müssen und ob es mit dem richtigen Vibrationstool auch untenrum glücklich macht. Ob sich die Arbeitswelt 4.0 schneller ausbreitet als der Islam und wie hoch die Dunkelziffer derer ist, die aus dem Netz nicht mehr zurückkehren.
Eintrittspreise: VVK 19 bis 22 Euro zzgl. VVK-Gebühr, AK 24 bis 27 Euro. (Dr. Volker Schatz)

Photovoltaik für Mehrfamilienhäuser wird Thema

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Wohnungsbaugesellschaften und Immobilienverwalter können auf Dächern von Mehrfamilienhäusern die Sonnenenergie zur Erzeugung von Strom nutzen und den gewonnenen Strom an die Mieter beziehungsweise Wohnungseigentümer verkaufen. Das geht mit einem sogenannten „Mieterstrom-Modell“. Die Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie Bergisches Land lädt zu diesem Thema zu einer kostenfreien Informationsveranstaltung für Donnerstag, 26. September, um 14 Uhr im Rathaus der Kreisstadt Mettmann, Neanderstraße 85, ein. Dort wird ein realisiertes Beispiel für eine Mieterstrom-Anlage auf einem Mehrfamilienhaus vorgestellt. Seit Juli 2018 speist hierbei eine PV-Anlage Strom ins Hausnetz ein.

Mieterstromkonzepte funktionieren über einen normalen Stromliefervertrag zwischen Anbieter und Mieter. Anbieter können dabei der lokale oder bundesweit darauf spezialisierte Energieversorger oder auch der Vermieter bzw. die Eigentumsgemeinschaft sein. Der Strom, der im Rahmen dieses Vertrages geliefert wird, stammt in der Regel teilweise aus der Photovoltaikanlage vom Dach des Mehrfamilienhauses. Den restlichen Strom beschafft sich der Anbieter über das Stromnetz des lokalen Energieversorgungsunternehmens. Die Hausbewohner haben also weiterhin die volle Versorgungssicherheit und sind gleichzeitig Profiteur und Unterstützer der Energiewende.

Neben dem Beitrag zur umweltfreundlichen Dezentralisierung ist der Photovoltaikstrom auch wirtschaftlich reizvoll. Der Mieter bzw. Wohnungseigentümer bezieht nachhaltigen lokalen Strom, der günstiger angeboten werden kann als Strom aus dem Netz. Auch für Anbieter bietet das Konzept Vorteile: Der Vermieter profitiert von einer Steigerung der Attraktivität seiner Immobilie, klassische Energieversorger können mit dessen Hilfe ihr Angebotsportfolio erweitern und werden vom Versorger zum Dienstleister. Aber auch für weitere neuere Anbieter wie Energiegenossenschaften und Wohnungsgesellschaften ergeben sich Chancen, sich auf dem Energiemarkt einzubringen.

In der kostenfreien Veranstaltung werden die rechtlichen Rahmenbedingungen von Mieterstromprojekten erläutert, die steuerrechtlichen Aspekte und die Organisation von Mieterstromkonzepten werden vorgestellt. Das Veranstaltungsprogramm, alle Informationen zum Veranstaltungsort und die Details zur Anmeldung sind zu finden auf der Webseite der Arbeitsgemeinschaft unter www.eebl.de  im Bereich „Aktuelles“.

Faire Wochen im renovierten F(l)air-Weltladen

Kaffeeernte. Foto: GEPA - The Fair Trade Company Pressemitteilung der Ökumenischen Initiative Lüttrighausen

Die „Faire Woche“ bietet seit 2001 bundesweit in den beiden letzten Septemberwochen vielerlei Aktionen und Informationsveranstaltungen. Die Ökumenische Initiative Lüttringhausen beteiligt sich an dieser großen Aktionswoche zum Fairen Handel gerne und möchte sie nutzen, um auf die Chancen zur Veränderung aufmerksam zu machen, an denen alle mitwirken können, die sich für fair gehandelte Produkte interessieren. Wie sehr die Themen menschengerechte Arbeit, ökologischer Landbau, eigenes Konsumverhalten, Einsatz regenerativer Energien und Einsatz für demokratische Lebensverhältnisse miteinander zusammenhängen hat sich durch die Auswirkungen der Klimakrise manifestiert. Zur neugierigen Beteiligung an Diskussionen und dem Ausprobieren alternativer Produkte lädt die Ökumenische Initiative Lüttringhausen in ihren renovierten F(l)air-Weltladen an der Gertenbachstraße in Lüttringhausen ein und freut sich auf viele Begegnungen. Die noch verbliebenen Termine:

Montag, 23. September, 16 - 17.30 Uhr
40. Literaturcafé
„Bleib bei mir!“, Roman von Ayòbámi Adébáyò aus Nigeria
Yejide möchte ein Kind. Ihr geliebter Mann wünscht es sich, ihre Familie erwartet es. Yejide hat alles versucht – vergeblich. Da verliert ihre Schwiegermutter die Geduld. Sie will, dass ihr Sohn ein Kind bekommt. Doch die Lösung, auf der sie besteht, führt Yejide an den Rand dessen, was sie ertragen kann.
Ayòbámi Adébáyò schreibt mit außergewöhnlicher Anmut und Weisheit über Liebe, Verlust und die Möglichkeit zu vergeben. Ein kraftvolles, tief berührendes Buch. Referent: Johannes Haun.

Mittwoch, 25. September, 19.30 Uhr
Gastveranstaltung von Bündnis 90/ Die Grünen
Im Rahmen ihres Schwerpunktthemas „Umwelt“ beschäftigen sich die Grünen seit einiger Zeit mit dem Thema Plastik. Der steigende Plastikverbrauch betrifft uns alle. Plastik ist überall: Verschmutzte Meere, Plastik in der Luft und in unserem Essen. Im Dokumentarfilm „PLASTIC PLANET“ findet Regisseur Werner Boote erstaunliche Fakten und deckt unglaubliche Zusammenhänge auf. Mit eindrucksvollen Beispielen, wissenschaftlichen Interviews und faszinierenden Begegnungen entlarvt der Film die schöne neue Plastikwelt. Plastik ist überall: In den Weltmeeren findet man inzwischen sechsmal mehr Plastik als Plankton, und selbst in unserem Blut ist Plastik nachweisbar! Die Menge an Kunststoffen, die wir seit Beginn des Plastikzeitalters produziert haben, reicht aus, um unseren gesamten Erdball sechs Mal in Plastikfolie einzupacken. In „PLASTIC PLANET“ deckt Regisseur Werner Boote, dessen Großvater ein Pionier der Plastikindustrie war, erstaunliche Fakten und unglaubliche Zusammenhänge auf. Ein unterhaltsamer und investigativer Film, der zeigt, dass Plastik zu einer Bedrohung für Mensch und Umwelt geworden ist.

Sonntag, 29. September, 11 - 18 Uhr
14. Herbst– und Bauernmarkt auf der Gertenbachstraße
Der Marketingrat Lüttringhausen veranstaltet wieder einen großen Herbst– und Bauernmarkt auf der Gertenbachstraße, dem ein Kunsthandwerkermarkt angeschlossen ist. Vor dem Weltladen in der Gertenbachstraße 17 und während der Verkaufszeiten am verkaufsoffenen Sonntag zwischen 13 und 18 Uhr auch im F(l)air-Weltladen selbst bieten wir unser reiches Sortiment an - verbunden mit einem exquisiten Caféangebot.

Veranstaltungen des Teo Otto Theaters im September

Mittwoch, 25. September, 19:30 Uhr
2. Philharmonisches Konzert „Romantischer Tauchgang“
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847): Konzert-Ouvertüre „Meeresstille und glückliche Fahrt“ op. 27
Robert Schumann (1810-1856): Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll op. 129
Alexander von Zemlinsky (1871-1942): „Die Seejungfrau“ (Phantasie nach Hans Christian Andersen)
Isang Enders, Violoncello. Bergische Symphoniker/ Georg Fritzsch, Leitung
Karten ab 24,- €; Jugendticket 6,50 €

Artikel vollständig lesen

Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben

Seit mehr als 20 Jahren gibt es inzwischen die „Septembergespräche“. Und in diesem Jahr wird die Veranstaltungsreihe der Kath. Kirche in Remscheid in Zusammenarbeit mit dem Katholikenrat Remscheid, dem Katholischen Bildungswerk Wuppertal/Solingen/Remscheid und dem F(l)air-Weltladen Lüttringhausen fortgesetzt. Bei freiem Eintritt in das Kulturzentrum „Klosterkirche“, in Lennep, wie  Stadtdechant Thomas Kaster, Elisabeth Schnocks (Vorsitzende des  Katholikenrats) und Simon Oelgemöller vom  Katholischen Bildungswerk betonen. Themenschwerpunkte bleiben die Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben, gesellschaftlichen Fragen und der Spiritualität in der gegenwärtigen Situation. Ein Büchertisch wird über den F(l)air-Weltladen an jedem Abend organisiert. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Thema der Septembergespräche2019 ist „„Glauben lernen“. Nachfolgend der verbliebene Termin:

Mittwoch, 25. September, 19Uhr
DAMIT KANN ICH NICHTS ANFANGEN
Die eigenen Glaubensvorstellungen und der Glaube der Kirche – ein Spannungsfeld
Referent: Dr. Matthias Ring, Bischof der Alt-Katholischen Kirche in Deutschland

Fünf Bäume zeigten sich bei 'RS United' fröhlich-bunt

„Null Toleranz bei Gewalt, Null Toleranz bei Rassismus und Extremismus! Null Toleranz gegenüber Intoleranz!“ hieß es am Samstag beim 5. Jugendkulturfestival „RS UNITED“ im Remscheider Stadtpark. Die letzte Veranstaltung im Rahmen des „Remscheider Sommers“ präsentierte die „Arbeitsgemeinschaft offene Kinder- und Jugendarbeit“ (AGOT e.V.) dort von 16 bis 22 Uhr, und die meist jugendlichen Festivalbesucher*innen erlebten („umsonst und draußen“) ein buntes Bühnen- und Mitmachprogramm mit den verschiedensten Aktionen.

Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt. Das Rack n Roll Billard Café war mit einem Getränkewagen vor Ort, und an einem anderen Stand bot die AIDS Hilfe Wuppertal (alkoholfreie) Cocktails, Pommes und Würstchen an. Künstlerisch können sich die Besucher*innen bei einer Graffiti-Aktion austoben. Wer Lust hatte, konnte sich in der Selfie-Area an einem Streetart-Projekt der Remscheider Künstlerin Ute Lennartz-Lembeck beteiligen, die mit technischer Hilfe auch für die bunte Woll-Einkleidung von fünf Bäumen gesorgt hatte. Das Festival wurde bei strahlendem Sonnenschein von den E-DANCERN und der Newcomer-Band THE eröffnet, da hielt sich die Zahl der Zuschauer noch in Grenzen. Das änderte sich aber bald.

Das Programm der Interkulturellen Woche

Die Interkulturelle Woche will in weit mehr als 500 Städten und Gemeinden  in Deutschland ein buntes Zeichen dafür setzen, wie es gelingen kann, zusammen zu leben und weiter zusammen zu wachsen. In Kooperation mit weiteren Akteur*innen bietet in Remscheid die Integrationsagentur des Caritasverbandes (Maria Münstermann und Veronika Heiligmann vom Fachdienst für Integration und Migration) vom 22. bis 29. September den Besucher/innen spannende Veranstaltungen. Den Auftakt bildet das arabisch-deutsche Theaterstück „Isaak und der Elefant Abul Abbas“ am 22.September. Ein Highlight sei die Lesung „Daughters and Sons of Gastarbeiters“ am 28. September, so die Veranstalter. Und den Abschluss mit Preisverleihung bildet das interkulturelle Fußballturnier am 29. September in Honsberg. Nachfolgend eine Programmübersicht.

Sonntag, 22., und Montag, 23. September
Isaak und der Elefant Abul Abbas
Ort: Im Johannessaal, Papenberger Str. 14b,
Ein arabisch-deutsches Stück des Puppentheaters bubales aus Berlin.
Inhalt: Der jüdische Handelsmann Isaak soll ein Geschenk des Kalifen Harun ar-Raschid an Karl den Großen von Bagdad nach Aachen bringen. Das Geschenk ist ein weißer Elefant namens Abul Abbas. Die gefährliche Reise dauert zwei Jahre. Isaak und Abul Abbas müssen viele Abenteuer bestehen und entdecken dabei ihre kulturellen Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Dauer ca. 60 Minuten, Eintritt frei.
Am Sonntag um 15 Uhr für Groß und Klein ab sechs Jahren und am Montag jeweils um 8.30 und 10 Uhr für Grundschulen (Anmeldungen unter Tel. RS 6944 70 15 oder E-Mail v.heiligmann@caritasverbandremscheid.de)

Dienstag, 24. September, 14 bis 16 Uhr
Donate your Stereotype
Straßenaktion vor dem Alleecenter
in Kooperation mit dem Internationalen Bund und vielfalt.viel wert. Kommen Sie vorbei und mit uns ins Gespräch. Bringen Sie einen lästigen Stereotyp mit, den Sie loswerden möchten und erhalten Sie im Gegenzug eine kleine Inspiration aus aller Welt!

Mittwoch, 25. September, 19 Uhr (Einlass 18.30 Uhr)
27. Interreligiöses Friedensgebet "Tatsächlich Frieden“
Ort: In der Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall, Martin-Luther-Straße
Der Arbeitskreis Interreligiöser Dialog, Remscheid, lädt herzlich ein.  (Hinweis: Da das Polizeigelände ein Sicherheitsbereich ist, bitten wir Sie, bei Ihrem Besuch den Zugang über die Treppe gegenüber der Hausnummer 61 der Martin-Luther-Straße)

Donnerstag, 26. September, Beginn 9 Uhr (Ende ca. 16 Uhr)
Salut – Salam – Sing
Ort: Kraftstation, Honsberger Straße 2,
Interkulturelle Kinderlieder für den Spracherwerb nutzen
2. Veranstaltungsreihe „Diversität und Spracherwerb“ für pädagogische Fachkräfte in Kita/FZ, OGS und Grundschule. Eine Fortbildung vom Kommunalen Integrationszentrum mit Hayat Chaoui (Sängerin, Gesangspädagogin).
Anmeldung bis 13. September bei joby.joppen@remscheid.de">joby.joppen@remscheid.de  oder claudia.goencueoglu@remscheid.de">claudia.goencueoglu@remscheid.de

Freitag, 27. September, Tag des Flüchtlings
Sin Nombre - Zug der Hoffnung
Filmvorführung für Jugendliche In der Kraftstation, Honsberger Straße 2
Kino mit Popcorn und Eis. Der Eintritt ist frei!
10 Uhr Schulveranstaltung mit Anmeldung bei v.heiligmann@caritasverbandremscheid.de">v.heiligmann@caritasverbandremscheid.de oder Tel. RS 69447015
18 Uhr Kino für Alle

Samstag, 28. September, 18 Uhr
Daughters and Sons of Gastarbeiters
Ich bin Gastarbeiterkind, du auch?

Ort: Innenstadtmanagement, Markt 13,
Eine kostenfreie Veranstaltung der Integrationsagenturen in Kooperation mit vielfalt.viel wert, der Deutsch-Italienischen Gesellschaft in Remscheid e.V. und dem Bundesverband spanischer sozialer und kultureller Vereine e.V.
Die Zeit der Gastarbeit ist lang vorbei, aber das Leben der Gastarbeiter*innen ist nach wie vor kaum präsent. Die Kinder und Kindeskinder der «ersten Generation» lassen in Erzählungen die Geschichten ihrer Eltern und Großeltern aufleben und verleihen damit einer Generation, die in Vergessenheit geraten ist, eine Stimme. Zugleich verarbeiten sie durch ihr Schreiben die eigene Lebensgeschichte.
Es lesen Çiçek Bacik, Marcello Buzzanca, Manuel Gogos, Özlem Yilmazer und Ozan Ata Canani aus ihren Familiengeschichten, begleitet von Musik, Illustrationen, Film und Fotos.

Sonntag, 29.September, 11 Uhr
„Tournoi interculturel de football 2019 à Remscheid“
Interkulturelles Fußballturnier

Ort: Die Sportanlage Honsberg, Engelsberg 1,
Gemeinsam mit dem Migrantenverein Guinée Unie e.V. und weiteren Kooperationspartnern organisieren wir am Sonntag 29. September, ein interkulturelles Fußballturnier. Interessierte Fußballmannschaften von jungen Erwachsenen sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Wir freuen uns auch über zahlreiche Besucher*innen auf der Tribüne und über eine Kleinigkeit für das bunte Buffet. Getränke können mitgebracht oder vor Ort käuflich erworben werden. Der Eintritt ist frei!

Wochenrückblick vom 16. bis 22. September 2019

Hauptsache, im Club 'Fortasie' macht alles viel Spaß

„Eltern-Taxen“ der besonderen Art steuern einmal in der Woche von der Gemeinschaftsgrundschule Dörpfeld (Struck) aus das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium am Ebertplatz an, und fahren dort zwei knapp zwei Stunden auch wieder vor, um acht Grundschülerinnen  und -schüler der 4. Klasse wieder abholen. In der EMA bilden sie seit Mai zusammen mit zwei Fünftklässlern des Gymnasiums den „Fortasie", ihren neuen, von der Stiftung Lesen geförderten  Leseclub. Für den Namen hatten sie sich selbst entschieden  eine Mischung aus „Fortnite", ein bei Kindern beliebtes Videospiel, und „Fantasie".

Und die Fantasie ist es, die in dem Leseclub aufblüht. Leider fänden Kinder heutzutage in den eigenen Familien kaum noch Lese-Vorbilder. „Vielleicht gerade mal in den Ferien“, so Rainer Schulz, der neue Leiter des AMA-Gymnasiums. Als er sich im Frühjahr bei Judith Flohr, der Leiterin der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Dörpfeld, vorstellte, war die Idee des Leseclubs schnell geboren. Den dringenden Bedarf hätten sie beide gleich gesehen: Lesen regt die Phantasie an, fördert Empathie, die Fähigkeit, die Gefühle anderer Menschen zu erspüren. „Und die EMA hat die geeigneten Räume dafür!“ Im Selbstlernzentrum des Gymnasiums treffen sich die Schüler der EMA und der GGS Dörpfeld seit Mai. Und schon zeigt sich der Bedarf nach einem weiteren Leseclubs. Aber die Gründung eines zweiten Clubs sei nicht so einfach, sagte Schulz. Die Stiftung Lesen aus Mainz hat seit 2013 bundesweit 465 Leseclubs eingerichtet, damit Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren in ihrer Freizeit mehr Freude am Lesen gewinnen („Denn nur wer gerne liest, wird später gut lesen können und dadurch Chancen auf Erfolg in Schule und Beruf haben!“). Dass der Leseclub in der EMA recht schnell eröffnet werden konnte, habe daran gelegen, dass es in Remscheid bislang noch keinen Club gegeben habe. Zwei Leseclubs am gleichen Ort seien allerdings die Ausnahme von der Regel.

„Der Förderantrag war acht Seiten lang“, erinnert sich Katja Krempel. Lehrerin an der EMA. Aber dann sei alles recht schnell gegangen. Die Förderung des Projektes, für das der Verein Die Verlässliche die Trägerschaft übernommen  hat zwecks Verwaltung der Fördergelder,  ei nun  für drei Jahre gesichert (mit Option auf weitere zwei Jahre). Das von der Stiftung bereitgestellte Startkapital: 5.000 Euro. Da die EMA in ihren nagelneuen Selbstlernzentrum hinter der Mensa bereits über eine gemütliche Sitzecke und Bücherregale verfügte, konnte dieses Geld, abgesehen von meinem  zusätzlichen Regal und eigen Sitzsäcken zum Hineinkuscheln, zum größten Teil in Bücher und Kinder-Zeitschriften (z.B. „Wendy“ oder „StarWars“ investiert werden). Und erst kürzlich fragte die Stiftung in Remscheid, was noch auf der Wunschliste stehe, und lieferte weitere  fünf Pakete á 20 Bücher. Denn die Jungen und Mädchen sollen in „ihrem“ Club ihre Lieblingsbücher, Zeitschriften und Spiele vorfinden.

Dinah Langenbach, die Betreuerin des neuen Leseclubs in der EMA. Foto: Lothar KaiserDie Betreuung der angehenden „Leseratten“ hat Dinah Langenbach übernommen. Sie studiert noch in Wuppertal „auf Magister“, hat an der EMA 2017 ihr Praxissemester absolviert und derzeit dort einen Vertrag über 6,5 Wochenstunden für den Deutsch-Unterricht von jungen Flüchtlingen, die an den regulären Unterricht erst herangeführt werden müssen. Ihr Engagement im Leseclub – anderthalb Stunden in der Woche – ist ehrenamtlich. Damit gehört sie zu den rund 1.000 von der Stiftung speziell pädagogisch geschulten Leseclub-Betreuer/-innen, ohne die die Clubs gar nicht hätten aus der Taufe gehoben werden können. Längst haben die Betreuer die Erfahrung gemacht, dass die Kinder bei regelmäßiger Teilnahme zunehmend Freude am gemeinsamen Lesen bekommen und selbst zunächst sehr schwache Leser den Mut finden, innerhalb der Leseclub-Gruppe laut vorzulesen, teilte die Stiftung Lesen mit.

Klar, dass auch die Mitgliedschaft im Leseclub der EMA / GGS Dörpfeld nichts mit Unterricht im eigentlichen Sinne zu tun hat. Im Club ist alles freiwillig, nichts vorgegeben. Hauptsache, dass es Spaß macht, betonte Dinah Langenbach. So sei beispielsweise ihr Vorschlag, gemeinsam eine eigene Geschichte zu schreiben, bei den Kindern zunächst nicht so gut angekommen, sondern erst in der Version „Wir basteln ein Comic“. Wobei die hierfür erfundenen Figuren dann natürlich auch eine eigene Geschichte brauchten...

Meistens beginnt die angehende Lehrerin, die sich ihr Referendariat an der EMA wünscht, ein Clubtreffen mit einem Spiel „zum Auflockern“. Gestern war es anders, denn da war neben Lokaljournalisten auch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz gekommen. Und der las den Kindern vor – aus dem Kinder-Krimi „Ein Fall für Kwiatkowski“ des früheren Remscheider Lokalreporter Jürgen Banscherus. Der OB entpuppte sich dabei als talentierter Vorleser und hatte sehr schnell die gespannte Aufmerksamkeit seiner jungen Zuhörer/innen. Sie (und auch der Verwaltungschef) hätten es gerne gehabt, wenn er noch eine Viertelstunde weiter gelesen hätte,  doch das ließ der zeitliche Rahmen nicht zu. „Darf ich das Buch denn übers Wochenende mitnehmen!?“, fragte der OB die Kinder. „Ich möchte doch zu gerne wissen, wie die Geschichte ausgeht!“ Die Ausleihe wurde ihm gerne gewährt. Er lese ohnehin in seiner Freizeit viel mehr als er fernsehe, bekannte der OB. „Mal abgesehen vom Fußball!“

Antwort der Verwaltung auf die Fridays-Forderungen (3)

Am 5. Juli übergaben Jugendliche der „Fridays for Future-Bewegung“ ihre Klimaschutz-Forderungen Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Dabei handelt es sich um allgemeine Klimaschutzforderungen, die auf bundesweiter Ebene angegangen werden müssen. Außerdem sind verschiedene ortsspezifische Forderungen darunter. Die Verwaltung hat sie für die Sitzung des Ausschusses für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung am 24. September sowie zur Ratssitzung am 26. September in einer Mitteilungsvorlage zusammengestellt nebst ihren eigenen Stellungnahmen. Hier Teil 3 der Vorlage:

Forderung: Bei allen städtischen Veranstaltungen werden nur noch Mehrwegbecher, Mehrweggeschirr und Mehrwegbesteck eingesetzt. Bei Veranstaltungen anderer Organisationen wirkt die Stadt auf die Veranstalter ein, Mehrwegbecher, -geschirr und -besteck einzusetzen.
Stellungnahme: Bei Veranstaltungen trifft es zu, dass überwiegend Mehrweggeschirr eingesetzt wird. Bei der durch die Stadt Remscheid organisierten „essKULTour“ wird das zum Beispiel schon seit Jahren praktiziert. Externe Veranstalter sind ebenfalls darauf eingestellt und geben möglichst Mehrwegbecher oder Flaschen mit Pfand aus. Nachhaltigkeit ist derzeit ein großes Thema und jedem Veranstalter sehr wichtig.

Forderung: Einseitig bedrucktes oder kopiertes überzähliges Papier soll an zentraler Stelle in jeder Schule und in jeder Verwaltungsabteilung gesammelt werden. Jede/r die/der Notizzettel benötigt kann sich dann dort bedienen.
Stellungnahme: In der Regel setzen die Schulen die genannte Forderung, unter Beachtung der Datenschutzvorschriften, bereits um. Die Sekretariate werden aber nochmals mit der Bitte angeschrieben, entsprechende Notizzettel mit einer Schneidemaschine zu fertigen und zur Verfügung zu stellen. In der Verwaltung ist es bereits üblich, dass Fehldrucke in der Hausdruckerei zu Notizzetteln geschnitten werden. Diese können von den Fachdiensten angefordert werden.

Forderung: Appellieren Sie an den Einzelhandel auf jede Form von Plastiktüten, insbesondere für die kostenlosen Tüten zum Abwiegen von Obst und Gemüse zu verzichten und Alternativen anzubieten bzw. zuzulassen!
Stellungnahme: Eine Vermeidung von Abfall in Form von Plastiktüten ist absolut notwendig. Die Stadt Remscheid wird ihre Kontakte zum Einzelhandel nutzen und einen entsprechenden Appell an ihn richten.

Forderung: Die Teilnahme am Anreiz- und Motivationsprogramm des Fachdienstes Umwelt und Gebäudemanagement wird durch die weiterführenden und berufsbildenden Schulen forciert.
Stellungnahme: Gerne unterstützen die Fachdienste Gebäudemanagement und Umwelt die Schülerinnen und Schüler bei ihrem Engagement zur Einsparung von Heizenergie und Strom. Bereits seit Jahren wird das Anreiz- und Motivationsprogramm „Weniger ist mehr – Energiesparen an Remscheider Schulen“ gemeinsam mit den Schulen angeboten und durchgeführt. Interessenten können sich an die Stadt wenden, damit in einem Gespräch die Hilfestellung und Unterstützung geklärt werden kann. Die Stadt begrüßt die Gründung von „Energie-AG´s mit Mitmach-Charakter“ oder anderen Arbeitsgemeinschaften, um den praktischen Klimaschutz im Alltagsleben an den Schulen zu fördern.

Forderung: Vermeidung von „Eltern-Taxis“

Stellungnahme: Die Schulen haben ein hohes Interesse daran, dass die Kinder möglichst selbständig zu Schule kommen. So sind die Schulen bereits selbst aktiv und halten mit allen Eltern der Erstklässler Infoabende mit einem Vertreter der Polizei ab. Weiterhin organisieren verschiedene Schulen besondere Aktionen, um die Eltern davon abzuhalten, ihre Kinder direkt bis zur Schule zu fahren. Vor allen Remscheider Grundschulen wurden Haltverbote eingerichtet. Hier ist selbst das kurze Herauslassen der Kinder verboten. Das Ordnungsamt und die Polizei kontrollieren im Rahmen der personellen Möglichkeiten insbesondere zu den Hol- und Bringzeiten.

Die Fachdienste Bürger, Sicherheit und Ordnung sowie Umwelt werden aus der „Richtlinie zur Förderung der vernetzten Mobilität und des Mobilitätsmanagements  vom 03.05.2019“ einen Förderantrag beim Land NRW stellen. Mit dem Fördergeld sollen für alle Grundschulstandorte Angebote zur schulischen Mobilitätsbildung und zum Mobilitätsmanagement erarbeitet werden, damit Eltern und Schülerinnen und Schüler die Vorteile von klimafreundlicher und gesundheitsfördernder Mobilität durch Zu-Fuß-Gehen und andere Angebote kennenlernen. Außerdem sollen verschiedene technische Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit geprüft werden, gleichzeitig sollen die vorhandenen Schulwegpläne aktualisiert werden.