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Meine Meinung: Remscheid, Stadt der Ankündigungen

von Jochen Hartenstein

Als gebürtiger, überzeugter Remscheider, hier aufgewachsen, zur Schule gegangen, bei der Stadtsparkasse Remscheid in leitender Stelle in Rente gegangen und seit nunmehr 50 Jahren ehrenamtlich im RTV, später im SBR und im Sportausschuss tätig, habe ich mir so meine Gedanken über die Zukunft unserer liebenswerten Stadt gemacht. Nicht mehr für mich, aber für meine Kinder und Enkel, von denen ich hoffe, diese meine Heimatstadt nicht verlassen zu wollen oder besser zu m ü s s e n. Als interessierter Zeitungsleser und Beobachter der im Stadtrat und anderen Gremien getätigten Diskussionen fällt mir Folgendes auf: Ankündigungen, Ankündigungen! Wo aber bleiben die für uns Bürger sichtbaren Ergebnisse?

Ich möchte bei der Zukunft der heimischen Wirtschaft beginnen: Wer erinnert sich noch an die Diskussionen um das „Gewerbegebiet Blume“? Großes Gelände, bestens gelegen an der Autobahn A 1 mit eigener Auffahrt, für Remscheider Verhältnisse relativ eben. Also geradezu ideal für ein neues, notwendiges Gewerbegebiet. Der starke „Heimatbund Lüttringhausen“, dessen damaliger Vorsitzender sich wohl an seinem ehemaligen Arbeitgeber „rächen“ wollte, verhindert – neben Anderen - eine einmalige Chance für wirtschaftlichen Aufschwung und die Schaffung von Arbeitsplätzen in Remscheid. Versagen der Politik?

Dann wird über die „Erdbeerfelder“ in Richtung Bergisch Born diskutiert. Verkehrstechnisch gute Lage; auch relativ eben, aber eben (noch) nicht vollständig im Eigentum der Stadt. Wie geht es hier weiter? Frage an Politik und Verwaltung. Wenn dies nicht gelingen sollte, gehen wir also ein Stück weiter in Richtung Bergisch Born, dem sogenannten „Gleisdreieck“. Prima Idee mit den Städten Hückeswagen und Wermelskirchen zusammen zu arbeiten! Aber Gespräche mit den Noch-Eigentümern des Geländes werden angeblich nicht geführt! Versagen der Politik und Verwaltung?

Bleiben wir in Alt–Remscheid. Die Diskussion über die „Neugestaltung der Alleestraße“  und die „Wiedereröffnung für den Verkehr“ ist fast so alt wie ich. Wohl wissend, wie schwierig  die Verhandlungen mit den diversen Eigentümern auch sind, ich möchte Erfolge sehen! Der Kämpfer, Ralf Wieber von der „ISG“, tut mir persönlich leid. Erhält er genügend Unterstützung von Politik und Verwaltung?

Der nahe gelegene „Ebert–Platz“ gehört mit in dieses Kapitel. Hört auf zu diskutieren und entscheidet! Es kann nur besser werden. Mit in diesen Innenstadtbereich gehört das ehemalige „Kipper–Gelände“. Ich war noch im Dienst der Stadtsparkasse Remscheid als über eine sinnvolle Nutzung in dieser zentralen Lage diskutiert und verhandelt wurde. Erst jetzt, 15 Jahre später, scheint sich eine Lösung anzubahnen. Schnell, oder zu langsam?

Die Rückseite des Rathauses soll – so will ich hoffen – neu gestaltet werden. Hoffentlich bald! Wir besitzen ein wunderschönes Rathaus von vorne. Aber wehe, ein Auswärtiger sieht sich das Gebäude von hinten an. Pläne gibt es, ich warte sehnsüchtig auf die Verwirklichung.

Dann haben wir noch den „Stadtparkteich“. Viele Mitbürger und Ehrenamtliche kämpfen für dessen Erhalt. Zu Recht! Er ist ein Naherholungsort mit langer, langer Tradition. Gibt bitte jetzt „grünes Licht“, damit sich bald wieder viele Bürger daran erfreuen können.

Ein weiteres Thema ist das „Freibad Eschbachtal“. Das älteste in Deutschland, wunderschön gelegen, nicht nur von Remscheidern genutzt, ein Kleinod, welches es zu erhalten gilt. Ein Antrag auf Förderung zur Verbesserung der Infrastruktur ist meines Wissens gestellt. Hoffentlich ist die gewünschte Höhe von neun Millionen Euro nicht zu hoch gegriffen. Und hoffentlich auch mit den notwendigen Argumenten. Dem Förderverein um Stefan Grote und uns Bürgern ist es zu wünschen!

Bleiben für mich noch andere Angelegenheiten: Zum Beispiel das geplante „Sportzentrum Hackenberg“. Klar, seine Entstehung ist abhängig von der Verwirklichung des „DOC“. Wer hat eigentlich zu verantworten, dass die laufenden Prozesse so lange dauern? Hoffentlich springt der Investor nicht in letzter Sekunde noch ab! Gibt es dann einen „Plan B“ für das in die Jahre gekommene und weitgehend marode „Röntgenstadion“? Mir ist Derartiges nicht bekannt.

Was wird eigentlich aus den Vorhaben des Privatinvestors Leo Schönhals? Eine sinnvolle Aufstockung des „Woolworth–Gebäudes“ wäre für die Alleestraße doch fördernd und wünschenswert. Noch schöner fände ich es, wenn er seine Vision in Richtung „Markt“ verwirklichen könnte. Aus meiner Sicht war es seinerzeit schon ein Fehler, dem „Allee–Center“ nicht  gleichzeitig ein Gegenpol am Markt zu schaffen. Dort möchte der Privatinvestor nun gegensteuern. Er hat meines Erachtens jede Unterstützung von Politik und Verwaltung verdient!

Was mich freut: Es gibt wieder ein Kino in Remscheid! Unser OB hat es als „Meilenstein“ für unsere Stadt genannt. Recht hat er: Nur wer hat es verwirklicht? Ein Privatinvestor in relativ kurzer Zeit. Über die Frage: Wie lange es mit der Stadt und deren Verwaltung gedauert hätte, möchte ich im Nachhinein nicht nachdenken. Ich freue mich einfach über das Ergebnis.

Alle Welt spricht im Moment über die „Digitalisierung“. Ich gebe gerne zu, die Zusammenhänge nicht voll zu verstehen. Aber ich lese im RGA, im Vergleich zu anderen Kommunen liegen wir knapp unter den 150 vergleichbaren Städten, während sich Wuppertal und Solingen unter den ersten 50 bewegen. Verschlafen wir auch auf diesem Gebiet unsere Zukunft? Ich kann dies im Detail nicht beurteilen, aber für mich drängt sich die Frage auf, was meine Kinder und Enkel zu dieser Entwicklung später einmal sagen werden.

Zum Abschluss noch ein Thema, welches mich lächeln lässt: Von verschiedenen Seiten wird für unsere Stadt ein „Radwegenetz“ gefordert. Toll! Diejenigen, die solches fordern, sollten die Nutzung der bestehenden Radwege auf der „Schützen- und Wilhelmstraße“ einmal zählen. Aus eigener Anschauung weiß ich, hier ist manchmal wochenlang nicht ein einziger Radfahrer zu sehen. Damit ich nicht falsch verstanden werde: Eine Vernetzung der „Werkzeugtrasse“ mit der „Balkantrasse“ – oder auch mit Solingen und Wuppertal – halte auch ich für wünschenswert. Aber ein Radwegenetz für „Gesamt Remscheid“ ???

Diese „Meine Meinung“ wollte ich zunächst nur in der nächsten „RTV–Info“ publizieren. Aber ich glaube, dass auch weitere interessierte  und kritische Bürger von diesen Tatsachen Kenntnis nehmen sollten. Ich meckere nicht, ich möchte lediglich erreichen, dass öffentlich diskutiert wird und aus den An k ü n d i g u n g e n endlich auch etwas „G r e i f b a r e s“ wird. Wie gesagt: Nicht für mich, sondern für meine Kinder und Enkel!

Anmelden für „picobello“ am 30. März

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Auch in diesem Jahr soll Remscheid wieder „picobello“ werden. Bei der gemeinschaftlichen Putz- und Aufräumaktion, die in diesem Jahr in die 12. Runde geht, greifen Remscheider Freiwillige am Samstag, 30. März, gemeinsam zu Handschuhen und Müllbeuteln und säubern ihre Umgebung von allem, was da nicht hingehört. Schulen und Kindertageseinrichtungen können bereits einen Tag vorher – also am 29. März –  auf Müllsammeltour gehen. „Wie in den Vorjahren werden die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) für die nötige Logistik sorgen, Handschuhe und Müllsäcke an die Helfer aus geben und den gesammelten Müll in Sondertouren ab fahren.

Anmeldung und Kontakt: Wem ein sauberes Remscheid am Herzen liegt und wer Lust hat, sich an der Müllsammelaktion aktiv zu beteiligen, kann sich jetzt beim Remscheider Stadtmarketing unter stadtmarketing@remscheid.de" title="mailto:stadtmarketing@remscheid.de mailto:stadtmarketing@str.de">stadtmarketing@remscheid.de, Tel. RS 163078 (nur vormittags) bzw. 1628 73 oder Telefax RS 1613078 anmelden.

Der Remscheider Hauptbahnhof, wie er früher aussah

Nebenstehend ein Bild aus alten Tagen: Der Remscheider Hauptbahnhof im Winter. Zusammen mit zahlreichen anderen Fotos diverser anderer Züge findet es sich wieder auf einer Seite von www.bahnen-wuppertal.de, die speziell der Eisenbahnstrecke von Wuppertal über Remscheid nach Solingen gewidmet ist.

Insgesamt ist die Foto- und Infosite eine Fundgrube  für alle Freunde der Eisenbahnen und des schienengebundenen Nahverkehrs im Bergischen. Sie wird von einem Arbeitskreis von Bahnkennern permanent ausgebaut, mit einer großen Fülle von Fotos und exakten Informationen zur Geschichte der ehemaligen Bundesbahndirektion Wuppertal. Zu sehen auf den historischen Fotos ist auch die Umgebung der Züge, Lokomotiven und Waggons, Bahnhöfe, Tunnel und Brücken.

Erneut Bestnote für das Bergische Startercenter

Pressemitteilung der Bergischen Industrie- und Handelskammer

Erneut wurde das Startercenter NRW Wuppertal-Solingen-Remscheid im Rahmen der Zertifizierung mit der Bestnote (99 von 100 Punkten) bedacht und unterstreicht damit den Anspruch erste Anlaufstelle für Gründungswillige, Jungunternehmer und Startups im Bergischen Städtedreieck zu sein. Zudem erfüllt es damit die Voraussetzungen, den Titel „Startercenter NRW“ fortan weiterführen zu dürfen. Gründungsinteressierte können auf ein vielfältiges Angebot zurückgreifen: angefangen bei monatlich stattfindenden „Schnupperkursen“ die einen ersten Überblick geben, über weiterführende Intensiv-Seminare und Aktionstage bis hin zur Individualberatung in Form von Einzelgesprächen, erhalten Gründer Unterstützung und Hilfestellung aus einer Hand. Das Angebot steht Gründungswilligen an beiden Standorten Wuppertal und Solingen zur Verfügung.

„Die tolle Bewertung ist natürlich auch eine schöne Bestätigung unserer Arbeit in der Beratung und Unterstützung von Gründern im Bergischen und motiviert uns diesen Weg weiterzugehen“ so Sven Wagner, Prokurist des Gründer- und Technologiezentrums am Startercenter-Standort Solingen. Andre Scheifers, verantwortlicher Berater des Standortes bei der Bergischen Industrie- und Handelskammer in Wuppertal ergänzt dazu: „Der Erfolg ist auch das Ergebnis der guten Zusammenarbeit der einzelnen Partner des Startercenter: die Handwerkskammer und die Kreishandwerkerschaften, die Wirtschaftsförderungen der drei Bergischen Städte, die Bergische Universität und das Technologiezentrum W-tec – alle arbeiten Hand in Hand, so können wir für jedes Gründungsvorhaben die passgenaue Beratung anbieten.“

Weiterführende Informationen zum Thema Existenzgründung finden Gründungsinteressierte auf der Webseite des Startercenter (www.bergisches-startercenter.de). Ein kostenloses Starterpaket ist zudem an den beiden Standorten des Startercenter erhältlich: Am Standort Wuppertal bei der Bergischen IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid, Svenja Lütkereinke, Tel. 0202-2490701, und am Standort Solingen beim Gründer- und Technologiezentrum Solingen, Simone Ohliger, Tel. 0212-2494999.

Januar 2009: Der Waterbölles blättert zurück

Am 25. Oktober 2007 hatte der Rat der Stadt beschlossen, zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Bücherei Lüttringhausen zu schließen. Doch im Januar 2009 kam die W.i.R.-Fraktion mit dem Vorschlag heraus, die geplante Einsparung in Höhe von 115.000 Euro/Jahr (103.000 Euro Personalkosten + 12.000 Euro Miete) durch andere Einsparungsmaßnahmen zu erwirtschaften so die Außenstelle zu erhalten, etwa durch bürgerliches Engagement der „Lütteraten“. So konnte die Stadtbücherei schließlich gerettet werden.

Eine neue Autobahn-Raststätte in der Nähe von Burscheid machte vor zehn Jahren Schlagzeilen. Damit die Autobahnraststätte Remscheid bestehen bleibe, müssten sich Verwaltung und Politik gemeinsam ins Zeug legen, hatte Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein bereits im Oktober 2007 betont. Merke: Der Landesbetrieb Straßenbau NRW suchte immer noch nach einem Gelände für einen neuen Rastplatz, speziell für Lkw. Denn aus der Tank- und Raststätte zwischen Leverkusen und Burscheid (Geilenbach/Oberlanscheid) wurde nichts.

Einen interessanten Beitrag zur Geschichte des Bahnhofs in Lennep schrieb im Januar 2009 der Lenneper Heimatforscher Wilhelm R. Schmidt für den Waterbölles. Am 1. September 1868 war die Teilstrecke der Bergisch-Märkischen Eisenbahn von Barmen-Rittershausen über Ronsdorf, Lüttringhausen und Lennep nach Remscheid in Betrieb genommen worden.

Im Januar 2009 wurde bekannt, dass die drei katholischen Pfarreien St. Andreas in Bergisch Born, St. Bonaventura in Lennep und Hl. Kreuz in Lüttringhausen zum 1.1.2010 zu fusionieren beabsichtigen und fortan den Doppelnamen „St. Bonaventura - Hl. Kreuz“ tragen werden. Und so geschah es denn auch. Von den 116.263 Einwohnern Remscheids war vor zehn Jahren jeder vierte (27.582) katholisch.

Zu einem Brand in der Hauptgeschäftsstelle der Stadtsparkasse wurde die Berufsfeuerwehr am 5. Januar 2009 gerufen. Bei Arbeiten mit einem Trennschneidgerät an Keller in Brand gesetzt einem Abfallschacht im 5. Obergeschoss hatte sich im Keller Papierabfall entzündet. Der Rauch dieses Feuers durchzog nahezu alle Etagen. Der Abfallschacht wurde von oben mit Schaum befüllt und das Papier im Keller so gelöscht.

Sein 30-jähriges Bestehen war dem Remscheider Behindertenbeirat im Januar 2009 eine Feier mit Gästen aus Politik, Verwaltung und Sozial- und Behindertenorganisationen. Bestandteil des Festaktes mit Flötengruppe der Lebenshilfe und Rollstuhltanzkreis war ein „Markt der Möglichkeiten“, an dem mehr als 20 Sozial- und Selbsthilfegruppen teilnahmen.

Dass sich der städtische Migrationsausschuss als Problemlöser verstehe, betonte im Januar 2009 der Vorsitzende Luigi Costanzo. Der „Ausschusses für Migrationsfragen“, so damals der offizielle Name, wolle den Dialog mit den Zuwandererfamilien und den Vereinen in den Stadtteilen intensivieren, kündigte er an. Insbesondere wolle er auf die Migrantenvereine zugehen. Auch den Umbau der Stadtteile mit hohem Migrantenanteil wolle der Ausschuss begleiten und fördern. Der Migrationsausschuss verstehe sich sowohl als politischer Ausschuss als auch als Kümmerer, als „Problementdecker und -löser“, betonten damals die Ausschussmitglieder Waltraud Bodenstedt (WiR) und Regine Frielingsdorf (FDP).

Als absurd bezeichnet im Januar 2009 die Fraktionssprecherin der Remscheider Grünen, Beatrice Schlieper, die Vorstellung von Ministerpräsident Rüttgers (CDU), Konjunkturhilfen nur für noch nicht geplante Projekte bereitzustellen. „Gerade Remscheid kann dieses Geld gut gebrauchen: für energetische Gebäudesanierung, für das Gewerbegebiet Remscheid-Lennep, für die Schulen, zur Verbesserung der Infrastruktur – also für die Verwirklichung geplanter Projekte, die auf der Prioritätenliste stehen und die bislang unter der prekären Finanzlage litten. Keinen Sinn macht es dagegen, „neue Projekte eigens für das Konjunkturpaket zu ersinnen“, empört sich die grüne Kommunalpolitikerin. „Wer solches fordert, sorgt letztlich dafür, dass die Kommunen ins Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler kommen. Um es auf den Punkt zu bringen: Die Sanierung der Schulen wird nicht gefördert, dafür absurde Ideen wie etwa eine Skihalle auf dem Hohenhagen.“

Ein Abbruchbagger wühlt sich im Januar 2009 in das alte Konsum-Gemäuer am Rosenhügel. Das Gebäude der Remscheider Genossenschaft „Einigkeit“ diente früher als Verkaufsraum, Lager und Versammlungssaal; es stand seit 15 Jahren leer. Eine weitere Aufwertung durch einen Drogeriemarkt erfuhr vor zehn Jahren die Königstraße in Hasten: Zwischen dem ehemaligen Discounter „Komet“ und der Zufahrt zum Parkplatz eines Getränkemarkts und der beiden Discounter von Lidl und Edeka wurde damals mit dem Bau eines „DM-Drogeriemarkt. Apotheker Günter Stromann sah darin allerdings keine Standortsicherung des örtlichen Einzelhandels. Der Grundstücksvermieter hatte sich gegen ihn und für DM entschieden. Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein machte damals klar: „Wenn dann Verdrängungswettbewerb stattfindet, ist das freie Marktwirtschaft!“

Einer Fälscherbande kam die Polizei im Januar 2009 bei einer Durchsuchungsaktion mit 60 Polizeibeamten in 18 Objekten in Remscheid (15), Hagen, Willich und Duisburg (jeweils 1) auf die Schliche. Dabei wurde u.a. in Remscheid eine „Fälscherwerkstatt“ gefunden, in der vorwiegend italienische Ausweispapiere hergestellt worden waren. Die 16 Mitglieder der Bande sollen die gefälschten Ausweise für Kaufverträge über Elektroartikel und Haushaltsgeräte genutzt haben bzw. zur Einrichtung von Bankkonten mit EC-Karten.

Dass die Verbindungsstraße zwischen der Papenberger Straße und der Bismarckstraße nach der slowakischen Partnerstadt Prešov benannt wird, entschied im Januar 2009 der Hauptausschuss.

Blausensen verhalfen Sensen-Industrie zu letzter Blüte (II)

Haus Halbach in Müngsten, links der Wohnsitz, rechts das Geschäftshaus der Firma Johann u. Caspar Halbach u. Söhne. Foto: Schmidt.Teil II

Die steirischen Sensen verdankten ihren Ruf in erster Linie dem ausgezeichneten Stahl, der dort zur Verwendung gelangte. Die Materialfrage spielte auch für die Bergischen Betriebe die Hauptrolle, und es ist deshalb kein Zufall, dass Gottlieb Halbach in Müngsten. der als Erzeuger eines vorzüglichen Stahles bekannt war, auch in der neuen Fabrikation zuerst zu einem befriedigenden Ergebnis gelangte. Während er sich noch mit einzelnen gepachteten und für die Sensenfabrikation eingerichteten Hämmern behalf, baute sein Sohn Johann Arnold im Jahre 1772 das erste zusammenhängende Sensenwerk. Viele Tausende von Stahlsensen sind hier im Laufe der folgenden Jahrzehnte, nicht weit von den Stätten entfernt, wo die Cronenberger ihre ersten Versuche machten, geschmiedet und in den noch vorhandenen Packräumen zum Versand fertig gemacht worden. Holzschnitzereien an der Haustür des ehemaligen Halbachschen Hauses mit ihren gekreuzten Sensen er­innern noch heute an die einst so blühende und lohnende Industrie.

Im Jahre 1804 waren nach den Angaben Eversmanns vier Blausensenfabriken im Bergischen vorhanden: 1. das Werk des Johann Arnold Halbach zu Müngsten, 2. die Gründerhämmer der Gebrüder Busch zu Remscheid, 3. die „Buschhämmer" an der Wupper oberhalb Beyenburg, Peter Busch sei. Witwe und Söhnen gehörig, und 4. die Sensenhämmer von Johann Bernhard Hasenclever und Söhnen zu Ehringhausen. Die letzteren hatten eine Reihe von früheren Stahl- und Eisenreckhämmern am Eschbach und dem untern Lobach in den Dienst der Sensenerzeugung gestellt.

Schon am 25. Juli 1778, also sechs Jahre nach Einrichtung des Müngstener Sensenwerkes, schrieb Johann Wilhelm Habernickel als Vertreter der Remscheider Kaufleute und Fabrikanten: „Die schwarzen Sensenfabriken, deren Einführung uns mit Verwerfung der zur Unterdrückung derselben so hartnäckig als widerrechtlich verfochtenen Monopoliengesuchen der auf weiße Sensen privilegierten Sensenschmiede und Schleifer im Jahre 177O nach vieljähriger Bemühung und erstatteter Relation des Handwerkskommissars erlaubt worden ist, haben wir schon binnen dieser kurzen Zeit von sieben Jahren bei der genossenen Freiheit in solche Aufnahme und solchen Flor gebracht, dass deren allein im Kirchspiel Remscheid an zweimal hunderttausend jährlich verfertigt werden und die gegründetste Hoffnung vorhanden ist, dass daselbst binnen zehn bis zwölf Jahren sechs- bis achtmal hunderttausend Stück werden gemacht werden."

Portal des Hauses Halbach in Müngsten mit gekreuzten Sensen in den Holzschnitzereien der Türfüllungen, erbaut von Johann Arnold Halbach (1745-1825), dem Besitzer des dortigen Blausensen-Werkes. Foto: Schmidt.

Nach der Schätzung Eversmanns war die Zahl der im Bergischen erzeugten Stahlsensen im Jahre 1804 ungefähr dreimal so groß als in der Grafschaft Mark. So bietet das Werden und überraschend schnelle Aufblühen der Bergischen Blausensenfabrikation eins der bemerkenswertesten Beispiele für die Ablösung alter absterbender Gewerbe durch neue lebenskräftige Industrien. Die Erklärung ist wohl in erster Linie darin zu suchen, dass auf Grund mehrhundertjähriger Erfahrungen in der Stahlerzeugung und -bearbeitung die besten Vorbedingungen für das Gelingen des Versuchs vorhanden waren. Zweifellos sind auch in dem Müngstener Werk außer den erkundeten Kunstgriffen des steirischen Sensenhandwerks die von den Cronenberger Meistern gesammelten Erfahrungen verwertet worden.

Die Vorzüge der Stahlsensen gegen die aus Eisen mit Stahleinlage bestehenden Weißsensen waren verschiedener Art. Vor allem konnten die aus reinem Stahl gefertigten Sensen infolge der Elastizität ihres Blattes dünner und leichter ausgeschmiedet werden. Sie fuhren deshalb beim Schnitt besser durch die Halme hindurch als die plumperen Eisensensen. Dazu waren die Stahlsensen im Gebrauch von bedeutend längerer Dauer, weil das Blatt fast bis zum Rücken abgenutzt werden kann, während die eisenverstählten Sensen nur soweit schnittfähig sind, als das nur ein Zentimeter breite Stahlplättchen reicht. Ist dieses abgeschlissen, so ist das Werkzeug wertlos und kann zum alten Eisen geworfen werden, weil es nicht mehr schneidet.

Wie wir bereits sahen, wandten sich die Stahlsensenfabrikanten, die der Reihe nach zu den alteinheimischen Hammerwerksbesitzern gehörten, sofort dem mechanischen Betriebe zu. Hatte doch die Geschichte des Sensenhandwerks den Beweis geliefert, dass nur auf diesem Wege noch der Wettbewerb mit anderen Gegenden aufzunehmen war. Die Sensenwerke der Busch, Halbach und Hasenclever verfügten über drei verschiedene Arten von Hämmern, die als Reck-, Breit- und Klipperhämmer unterschieden wurden. Unterm Reckhammer wurde der Stahlstab derart bearbeitet, dass Schneide und Rücken der werdenden Sense erkennbar und die der Befestigung dienenden Teile schon im Rohen vorhanden waren. Die „Hamme", das Verbindungsstück zwischen Sensenblatt und Stil und der „Bart", d. i. die Verbreiterung am Ende des Blattes, traten nach dem Recken schon deutlich hervor. Nachdem das Werkstück wieder erhitzt worden war, wanderte es unter den Breit­hammer, der das Ausschlagen des Blattes besorgte. Da der Sattel des Breithammers den Amboss nicht gleichmäßig berührt, sondern einen keilförmigen Abstand lässt, so erhielt das Sensenblatt hier die erforderliche Verdünnung nach der Schneide hin. Sowohl das Recken als das Breiten erforderte eine große Geschicklichkeit. Mit scharfem Blick und sicherer Hand musste der Schmied das Werkstück bald der Länge nach, bald quer in den verschiedenen Richtungen unter den Hammer bringen, wobei ein verfehlter Schlag alles verderben konnte.

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Remscheider Institutionen berichten oder laden ein

Natürlich können Sie sich auch eine
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zulegen, um ihre Informationen an den Mann und/oder die Frau zu bringen. Dafür brauchen Sie lediglich einen Provider, der Ihnen den digitalen Platz vermietet, etwas Software, den eigenen technischen Sachverstand (oder den eines anderen) und eine gewisse Portion Zeit.
Es ginge aber auch ganz anders: Sie schicken Ihre Informationen einfach an webmaster@waterboelles.de. Passt Ihre Information ins Konzept des Waterbölles, übernimmt dieser dann alles Weitere (siehe oben). Kostenlos.

"Die Schlawiner" gGmbH / Wo kann die Stadtteilkonferenz Lüttringhausen tagen? Am Mittwoch, 27. Februar, 14 bis 16 Uhr, findet die nächste Stadtteilkonferenz in Lüttringhausen statt. Leider haben die Schlawiner bislang keine feste Zusage bekommen bezüglich freier Tagungsräume für ca. 30 bis 35 Personen.

Remscheider Sportjugend / Infoveranstaltung für Sporthelfer/&innen. Am Montag, 21. Januar, 13.15 Uhr, bietet die Remscheider Sportjugend eine Informationsveranstaltung für die 28 Sporthelfer/innen der Sophie-Scholl-Gesamtschule an. In Form von Power-Point-Präsentationen und praktischen Übungen werden den Teilnehmer/innen Einsatzmöglichkeiten, Weiterbildungsmaßnahmen und die Strukturen des organisierten Sports in Deutschland vorgestellt.

Remscheider Grüne / Abschlussveranstaltung zur Mobilität. Im zweiten Halbjahr 2018 haben wir, die Remscheider Grünen, uns schwerpunktmäßig mit dem Thema Mobilität beschäftigt. Im Rahmen verschiedener Befragungen und Aktionen wollten wir von den Bürger*innen erfahren, wie sie sich die Mobilitätswende vorstellen. Die Ergebnisse unseres Themenschwerpunktes möchten wir nun gemeinsam mit Ihnen evaluieren und auswerten. Wir laden daher herzlich ein für den 23. Januar, 19 bis 21.30 Uhr, in die Kraftstation, Honsberger Straße 2. Nach einem Input von Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident und wissenschaftlicher Geschäftsführer des Wuppertal Instituts, möchten wir im Rahmen eines World Cafés verschiedene Aspekte der Mobilität mit Ihnen diskutieren. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme. (Denise Abé)

Sportbund Remscheid e.V. / Kandidatenvorstellung zur Sportlerehrung. Wie in jedem Jahr geht der Sportlerehrung die Kandidatenvorstellung im Allee-Center voran. Sie findet in diesem Jahr am Samstag, 26. Januar, von 11 bis 17 Uhr statt, moderiert von Reinhard Ulbrich. Neben den Kandidatinnen und Kandidaten werden auch wieder zahlreiche Vereine mit ihren Gruppen die Vielfalt des Sports in Remscheid darstellen. Zudem organisiert die Sportjugend während der gesamten Veranstaltung ein Kinderprogramm inklusive einiger Auftritte des Maskottchens „Teo Feuerstein“. Der Sportbund organisiert diesmal nur den Wahlauftakt. Die Organisation der gesamten Sportlerwahl und auch der Ehrung am Samstag, 15. März, im Teo Otto Theater obliegt in diesem Jahr alleine der Stadt Remscheid. (Daniela Hannemann)

SG Altstadt Lennep e.V. / Skireise nach Österreich. Bei unserer diesjährigen Skireise, die vom 9. bis zum 16. März stattfindet, sind noch einige Plätze frei. Es geht per Bus zum Reschenpass nach Österreich in  die bekannten Skigebiete Ischgl/Samnaun und Nauders, die mit mehr als 200 Pistenkilometern und einer Höhenlage von bis zu 2.900 Metern ein fantastisches Skivergnügen versprechen. Natürlich kommt auch der Après-Ski nicht zu kurz, und so sind Schmuggler-Alm, Alm-Rausch und als Höhepunkt die Trofana-Alm in Ischgl fest in die Skireise integriert. Anschließend kann im Wellnessbereich des Hotels relaxed werden. Information und Anmeldung bei Elke Müller, Tel. RS 70820 bzw. E-Mail dahme2006@arcor.de">dahme2006@arcor.de. (Rolf Störte, Vorsitzender)

Sana Klinikum Remscheid, Klinik für Frauenheilkunde und Geburtsmedizin / Tag der offenen Tür rund um Mutter & Kind. Für den Basar „Trödel Ovale“ rund um Baby- und Kinderbekleidung, Spielzeug etc. am Samstag, 23. März, von 11 bis 16 Uhr im Forum Ovale werden noch Interessierte gesucht, die gut erhaltene Baby- und Kindersachen verkaufen möchten. Standgebühr: ca. 3m à zehn € inkl. kostenfreiem Auslassticket aus dem Parkhaus. Reservierung bei Claudia Reichert unter Tel. RS 133018 bzw. E-Mail claudia.reichert@sana.de.

Kurzmeldungen zu späteren Terminen siehe nächste Seite:

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Neues Konzept zur Optimierung des Bürgerservice

Seit Eröffnung des Ämterhauses am Friedrich-Ebert-Platz vor 14 Jahren (2005) existiert der Bürgerservice mit den Aufgabenbereichen Einwohnermeldewesen, Personaldokumente und Kraftfahrzeugzulassung. Damit sollte die Leistung der Verwaltung für die Kunden verbessert werden. „Denn ein Neubürger ... hat nur noch einen Ansprechpartner für seine Anmeldung, die Änderung oder Neubeantragung der persönlichen Dokumente und die Ummeldung der Fahrzeuge. Das gleiche gilt auch bei Umzügen innerhalb des Stadtgebietes. Damit sollte das Aufsuchen mehrerer städtischer Dienststellen zur Wahrnehmung der gesetzlichen Meldepflichten vermieden werden“, so die Verwaltung in einer umfangreichen Mitteilungsvorlage für den Ausschuss für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung sowie den Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschuss.

Zunächst wurden die Kunden ohne vorherige Anmeldung über die Ausgabe von Wartenummern bedient. Dies habe häufig zu Menschenansammlungen mit erheblichen Wartezeiten und Engpässen geführt, so die Verwaltung. Deshalb seien zusätzlich Terminvereinbarungen über das Internet angeboten worden. Doch die Zahl der Spontankunden sei weiter hoch geblieben: „2016 musste die Ausgabe der Wartenummern bereits am Vormittag eingestellt werden, da wegen der hohen Nachfrage die Bedienung weiterer Kunden, selbst an den langen Tagen, nicht mehr möglich war.“ Mitte 2016 sei daher auf das bis heute übliche Verfahren der ausschließlichen Bedienung nach Terminvereinbarung umgestellt worden. „Termine können jederzeit selbst im Internet oder telefonisch über das Bergische Service-Center oder unmittelbar an der Info-Theke im Ämterhaus vereinbart werden. Im Jahr 2017 hat sich dieses System bewährt.“

2018 fielen acht Mitarbeiter/innen des Bürgerservice wegen Krankheit, Schwangerschaft bzw. Versetzung in andere Dienststellen über einen längeren Zeitraum aus. Bei konstant hoher Kundenfrequenz führten die personellen Engpässe (auch wegen der zeitversetzten Nachfolge auf den frei geworden Stellen) zu erheblichen Wartezeiten auf einen regulären Termin. Zeitweise habe die Wartezeit für die Beantragung eines Personalausweises oder die Zulassung eines Fahrzeugs mehr als vier Wochen betragen. Das brachte Bürger/innen in Terminschwierigkeiten, denen die Verwaltung zunächst mit „Notfallterminen“ an der Info-Theke begegnete, später auch durch den tage- bzw. wochenweisen Einsatz von Aushilfskräften. „Diese Aushilfen waren eine wertvolle Hilfe, ... konnten aber den einmal entstandenen Terminstau nicht abbauen und haben leider nicht zu einer spürbaren Reduzierung der viel zu langen Wartezeiten geführt“, bekennt die Verwaltung in ihrer Vorlage. „In so kurzer Zeit konnte keine intensive Schulung im Melde- und Zulassungswesen erfolgen (reguläre Einarbeitungszeit ca. sechs Monate für grundlegende Kenntnisse). Weiterhin konnten die entsprechenden Berechtigungen (Siegelführung, Plakettenzuteilung, Online-Zugang zum KBA etc.) insbesondere im Zulassungswesen nicht an zeitweilige Aushilfen erteilt werden, so dass der Arbeitsstau in diesem Bereich nicht aufgefangen werden konnte.“

Inzwischen hat sich die Lage im Bürgerservice zum Glück entschärft; die Wartezeiten gingen deutlich zurück. Zum einen, weil seit dem 1.10.2018 sämtliche Stellen im Bürgerservice wieder besetzt sind, zum anderen, weil der Kundenandrang erfahrungsgemäß nach der Urlaubszeit bis zum Jahresende kontinuierlich abnimmt. Und wie sieht die Prognose der weiteren Entwicklung aus? Die Verwaltung spricht von der Überprüfung von Geschäftsprozessen, technischen Verbesserungen und automatisierten Verfahrensabläufen, die sich allesamt aber erst in der Praxis bewähren müssen.  Zitat:

  • „Die Geschäftsprozesse sind auf Rationalität und Kundenorientierung zu überprüfen, um die im vergangenen Jahr entstandenen langen Vorlaufzeiten für einen Termin und die anschließenden Wartezeiten bis zur Bedienung erheblich zu verkürzen.
  • Soweit durch technische Verbesserungen oder neue Verfahren der Geschäftsablauf vereinfacht oder beschleunigt werden kann und soweit manuelle Arbeiten durch Einsatz technischer Geräte oder automatisierter Verfahren abgelöst werden können, sind diese Optimierungspotentiale - unabhängig von den Kosten – zu nutzen und einzusetzen.
  • Ein geordneter Geschäftsablauf im unmittelbaren Kundenbereich ist nur mit einem ausreichenden Personalbestand möglich, so dass zusätzliche Ausfallsicherheiten und Ausfallpläne für möglicherweise erneut auftretende Personalausfälle zu erstellen sind.
  • In den Monaten März bis Juli ist ein starker Publikumsandrang zu erwarten, da üblicherweise im Frühjahr verstärkt Kraftfahrzeuge zugelassen oder umgemeldet werden und vor der Urlaubszeit die Beantragung von Personaldokumenten besonders intensiv ist. In diesem Zeitraum ist eine besonders hohe Personalpräsenz erforderlich. (...) Ca. zehn Schalter müssten besetzt sein (dies kann durch Urlaub- und Krankheit in diesen Monaten nicht gewährleistet werden.
  • Die gewerbsmäßigen Zulassungsdienste dürfen die Terminvergabe für die Spontankunden nicht blockieren oder erheblich verzögern. Für die Erledigung dieser wiederkehrenden Massenverfahren ist eine Alternative zu entwickeln, die keine Belastung für die übrigen Kunden verursacht.
  • Die Anzahl der neu zu beantragenden Personalausweise wird in den Jahren 2019 und insbesondere 2020 nochmals ansteigen, da im Jahr 2010 der neue Personalausweis eingeführt worden ist und kurz zuvor besonders viele kostengünstigere „alte Ausweise“ mit einer Gültigkeitsdauer von 10 Jahren ausgestellt worden sind.
  • Die Kinderreisepässe sind nach vorliegendem Gesetzentwurf ab 2019 nicht mehr 6 Jahre, sondern nur noch 1 Jahr gültig, was einen erheblichen Anstieg der Fallzahlen pro Jahr zur Folge hat."

Bei den Arbeitsabläufen in der Kundenbedienung seien Zeitersparnisse durch veränderte Verfahrensschritten erzielbar, stellt die Verwaltung fest. So sei der Arbeitsprozess der Kundenbedienung am Schalter dahingehend optimiert worden, „dass während ein Kunde am Kassenautomat die Gebühr entrichtet, bereits der nächste Kunde aufgerufen werden kann. (...) Das Vorzeigen der Quittung signalisiert dem Sachbearbeiter/der Sachbearbeiterin dann lediglich, dass der Vorgang mit der Zahlung endgültig abgeschlossen ist. Dies hat zur Folge, dass der nächste Kunde frühzeitiger aufgerufen werden kann und es zu keiner unnötigen „Leer-Zeit“ am Schalter kommt.“

Weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsabläufe

  • Mehr Personal: Bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Bürgerservice wird im Bedarfsfall die Kappungsgrenze in der Zeiterfassung aufgehoben, so dass Überstunden geleistet und zu einem späteren Zeitpunkt wieder abgebaut werden können. Für Sonderaktionen außerhalb der üblichen Öffnungszeiten werden weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf freiwilliger Basis gesucht, für die als zusätzliche Option die Bezahlung dieser Arbeitszeit im Rahmen von Überstunden angeboten wird. Im ersten Halbjahr 2019 werden 2 Auszubildende zeitgleich im Bürgerservice eingesetzt, so dass nach einer angemessenen Einarbeitungszeit auch eine Unterstützung bei der Kundenbedienung erwartet werden kann.
  • Elektromische Hilfe: Im Meldewesen, im Gewerberecht und beim Standesamt können Meldungen und Registerabfragen in Verbindung mit einer elektronischen Bezahlfunktion ohne manuellen Aufwand abgewickelt werden. Persönliche Vorsprachen und schriftliche Antragsverfahren sind nicht mehr erforderlich, so dass insbesondere in den publikumsintensiven Bereichen eine deutliche Entlastung zu erwarten ist. Die Einführung eines E-Payment-Systems hat sich bisher verzögert, ein konkreter Termin zur Realisierung kann noch nicht genannt werden.
  • Bürgerterminal: Als Ergänzung des Angebots soll ein Bürgerterminal im Wartebereich bereitgestellt werden, das einerseits für Eingabe und Abruf von Daten durch die Kunden zur Verfügung steht und andererseits den Kunden die unmittelbare Buchung im neuen Terminmanagementsystem ermöglicht. Ebenso soll dadurch die Möglichkeit geschaffen werden, Führungszeugnisse über die elektronische Identitätsfunktion des neuen Bundespersonalausweises oder elektronischen Aufenthaltstitels zu beantragen, ohne an die Öffnungszeiten der Informationstheke gebunden zu sein.
  • Fördermittel: Die Stadt Remscheid hat Fördermittel für die Teilnahme an einem Pilotprojekt Bürgerportal und Digitalisierung der Leistungen im Bürgerservice beantragt und wird diesen Prozess intensiv voran bringen. Die Geschäftsprozesse im Bereich Bürger, Sicherheit und Ordnung werden vorrangig berücksichtigt und sollen mit Priorität in einem Bürger-/ Serviceportal zur Verfügung gestellt werden. Die ersten Elemente sollen im Jahr 2019 verfügbar sein.

Senioren die Smartphone-Nutzung leicht machen

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Seniorinnen und Senioren, die ihr Handy besser kennen lernen wollen, sind am Mittwoch, 23. Januar, ab 18 Uhr im Seniorenbüro Markt 13 richtig. Viele ältere Menschen möchten die digitalen Medien nutzen und besitzen bereits ein Smartphone. Allerdings fehlt ihnen häufig die Gelegenheit, sich die vielfältigen Funktionen und Möglichkeiten, die nicht immer offensichtlich und intuitiv nutzbar sind, erklären zu lassen. Hier möchten die Seniorenbeiratsvorsitzende Elke Rühl und Seniorenbeiratsmitglied Inge Brenning Abhilfe schaffen. Sie hatten einen Hilferuf an den Jugendrat gerichtet und fanden zehn Mitglieder, die sich den Senioren und Seniorinnen als Ratgeber zur Verfügung stellen wollen.

Bei einem ersten gemeinsamen Treffen wurde allerdings deutlich, dass die unterschiedlichen Softwarevarianten und Betriebssysteme individuelle Erklärungen notwendig machen. Deswegen laden der Seniorenbeirat und der Jugendrat interessierte Ältere und Jugendliche, die beim Projekt „Smartphone-Nutzung leicht gemacht“ mitmachen möchten, jetzt zu einem kostenfreien und unverbindlichen Kennenlernen für den 23. Januar um 18 Uhr ins Seniorenbüro ein. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Ziel dieses Treffens ist es, ins Gespräch zu kommen und sich bei Sympathie für weitere Beratungen individuell zu verabreden. „Wichtig ist uns dabei, dass sich sowohl die Seniorinnen und Senioren als auch die Jungen und Mädchen des Jugendrates in einem sicheren Rahmen bewegen können“, sind sich die Beteiligten einig. Daher steht als Treffpunkt für die individuellen Treffen das Seniorenbüro nach Absprache gerne zur Verfügung. Sowohl der Seniorenbeirat als auch die Jugendräte sind davon überzeugt, dass die generationenübergreifenden Treffen für alle ein Gewinn sein werden. Denn ganz nebenbei lassen sich hierbei sicher ein paar vorgefertigte Meinungen und das ein oder andere Vorurteil abbauen.