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Suche nach Baufirmen für Quartiersplatz beginnt bald

Hätte die Natur weiterhin freies Spiel auf dem Gelände zwischen „Kraftstation“ und „Trasse des Werkzeugs“ an der Honsberger Straße, wo früher die alte Trafo-Station der Stadtwerke und die ehemalige Kfz-Zulassungsstelle der Stadt Remscheid standen, in drei Jahren wüchse dort ein „Urwald“ aus feinblättrigen Robinien, Birken und Schmetterlingsflieder (Buddleja). Schon jetzt wachsen die Bäume und Büsche dort so dicht nebeneinander, dass ein Durchkommen kaum möglich ist. Doch was der Wind gesät hat, soll in einem Jahr abgeholzt sein, um anderen Bäumen Platz zu machen, aber auch Spielflächen, Sitzgelegenheiten, einer Sonnenwiese und vielem mehr, was sportlicher Betätigung, Naherholung und kindlichem Spiel dienen kann.

  Erste Skizzen zum "Grünes Wohnzimmer Stachelhausen" stellte der Waterbölles bereits am 12. Oktober 2018 vor. Das war damals und ist auch heute noch der Arbeitstitel der Planer für den neuen Quartiersplatz im Stadtteil Stachelhausen, dessen Lage selbst alteingesessene Remscheider:innen nicht genau umschreiben können. Da hat es Sinn, dass in einer digitalen Umfrage des Stadtumbaumanagements Honsberg als neuer Name „Stachelhausen-Platz“ genannt wurde. Das berichtete gestern auf dem Gelände, umringt von viel Grün, Dr.-Ing. Peter Apel, Nicole Lohrmann und Daniela Gaspar. Sie werden demnächst mit ihrem Büro in die Kraftstation umziehen, um „dichter am Geschehen zu sein. Denn die Planung des Platzes steht kurz vor dem Abschluss. Und weil die Finanzierung schon seit Juni vorigen Jahres steht – damals übergab Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher auf dem künftigen Quartiersplatz dem Oberbürgermeister den Städtebauförderbescheid „Qualifizierung und Ertüchtigung des soziokulturellen Zentrums Kraftstation/Stadtumbau West“ – Ist der nächste Schritt ist die Ausschreibung der Arbeiten. „In einem Jahr der der Platz also ganz anders aussehen. Darauf freue ich mich sehr“, zeigte sich gestern Bezirksbürgermeister Otto Mähler zuversichtlich. Doch Andreas Huth vom Fachdienst Stadtentwicklung, Wirtschaft und Liegenschaften gab zu bedenken: „Alle Fachfirmen haben gegenwärtig gut zu tun. Das macht eine Zeitplanung ziemlich schwierig!“ Der Technische Beigeordnete Peter Heinze sah das nicht anders.

Eine klasse Idee, die Aufwertung der Kraftstation. Mit Hilfe von 400.000 Euro aus der Landeskasse, zu denen die Stadt nichts beisteuern muss! Mit neuen Räumen, die von ansässigen Vereinen angemietet werden können, wird das Jugendzentrum „Kraftstation“ ein Teil des neuen Freizeitangebots – mit neuem Eingang vom Quartiersplatz aus (besonders für Senioren sehr bequem, die von dort den Aufzug im vorderen Hauptgebäude erreichen können). Geschäftsführer Wolfgang Zöller geht davon aus, dass der Umbau der Räume im Souterrain, die Anlage einer Terrasse für Veranstaltungen  aller Art und der Anbau von öffentlichen Toiletten noch in diesem Jahr beginnen wird. Auch ebenerdige Fenster mit Blick auf die Trasse solle es geben.

Was auf dem eigentlichen Quartiersplatz für 840.000 Euro Landesmittel und 180.000 Euro aus dem Stadtsäckel entstehen wird, steht schon lange fest. „Was wird gewünscht und was davon ist finanzierbar?“, hatten sich Erwachsene, Kinder und Jugendliche aus dem Stadtteil in der „Kraftstation“ schon im September 2018 gefragt. Natürlich könne nicht alles aus der Wunschliste realisiert werden, betonte Andreas Huth gestern. Aber: Am unteren Ende des Geländes, in der Nähe der Trasse des Werkzeugs, sind fünf Fitnessgeräte (auch für Ältere) vorgesehen. „Die Bürger werden ihr Lieblingsgerät noch vorschlagen können“, so Huth. Auch ein „Sonnendeck“  wird es geben (auf der früheren Laderampe der Bahn), weiter oberhalb eine Grünfläche (gut für Picknicks) mit Bäumen (die Regenwasser zugeleitet bekommen sollen) als natürlichem Sonnenschutz, in der Nähe Spielgeräte für Kinder (Klettergerüst, Hangrutsche, ein Trampolin), weiter oberhalb höhere Treppenstufen, auf denen sich auch gut sitzen lässt (bei Freiluftveranstaltungen). Darüber folgt dann der eigentliche Quartiersplatz mit einem separaten „Senioren-Treffpunkt“.

Die örtlichen Vereine erinnerte Peter Apel gestern an den Verfügungsfonds des Landes. Dieser ermöglicht Privatpersonen und Institutionen neue Projekte oder Ideen für die Quartiere Stachelhausen und Honsberg zu realisieren, sollten hierfür ansonsten keine Mittel zur Verfügung stehen. Aber auch Schulen können sich schon mal Gedanken machen, ob und wie sie den neuen Quartiersplatz pädagogisch nutzen könnten. „Ich werde auf die Schulen zugehen“, hat sich Peter Apel vorgenommen. Der neue Quartiersplatz ist für den Stadtteilmanager „ein Leuchtturm-Projekt mit viel Strahlkraft in den Stadtteil Stachelhausen hinein!“ Denn der habe großen Erneuerungsbedarf.

Für ältere Mitbürger hat sich Peter Abel etwas Besonderes einfallen lassen: Auf dem Fußweg in die Stadt („bis zur Alleestraße“ und zurück) werden sie, wenn alles fertig ist, sogenannte „Plateaus“ vorfinden für eine kleine Rast zwischendurch. Und alle „Stakelhusener“ und Honsberger sind eingeladen, im Büro des Stadtumbaumanagements vorbeizukommen, wenn sie etwas auf dem Herzen haben. Sprechstunde ist dort (nach dem Umzug) immer mittwochs von 10 bis 12.30 Uhr.

Ein markiger Etappensieg ohne Langzeitwirkung

BV 10 bekommt sichere Zukunft am Neuenkamp“, titelte der Waterbölles am 14. September, zwei Tage vor der jüngsten Ratssitzung, und zitierte aus einem Beschlussvorschlag der Verwaltung: „Das Tennenspielfeld an der Sportanlage Hackenberg wird umgebaut. Hinzu kommen leichtathletische Nebenangebote auf dem übrigen Gelände am Hackenberg. Die hierfür erforderlichen Haushaltsmittel von 53.250 € in 2021 und 1.522.500 € in 2022 werden außerplanmäßig bereitgestellt. Die bisherigen Planungen zum Sportzentrum Hackenberg werden eingestellt.“ In der Ratssitzung fassten die Politiker jedoch keinen entsprechenden Beschluss, sondern schoben das Thema dem Sportausschuss zu. Der wird am 7. Oktober im Vorfeld des Hauptausschusses zu einer Sondersitzung zusammenkommen.
Einen Ratsbeschluss am 18. September vorausgesetzt, hatte die Verwaltung die Vorlage der Bezirksvertretung Lennep in der gestrigen Sitzung eigentlich nur „zur Kenntnis“ geben wollen – als Mitteilungs-, nicht als Beschlussvorlage. Wie also jetzt mit der neuen Situation umgehen?? „Zur Kenntnis nehmen“ und alles weitere den folgenden Gremien überlassen? Das hielt der CDU-Fraktionsvorsitzende Markus Kötter nicht für angemessen und beantragte eine Abstimmung. Schließlich habe die BV in der Vergangenheit zu Angelegenheiten des lokalen Sports immer ihre Meinung gesagt. Das sei man den interessierten Bürgerinnen und Bürgern schuldig. Und so ließ Bezirksbürgermeister Rolf Haumann denn abstimmen Mit dem Ergebnis, dass die BV mit einer Stimme Mehrheit (6:5) dem nachfolgenden Beschlussgremium (Hauptausschuss oder Rat blieb in der Sitzung unklar) empfahl, die Verwaltungsvorlage abzulehnen.

Den Auftrag, einen Alternativvorschlag zur Umgestaltung des Sportzentrums Hackenberg auszuarbeiten, hatte der Rat der der Verwaltung am 25. Februar erteilt. Zitat: „Die Verwaltung wird beauftragt eine Alternativplanung für die Sportflächenentwicklung (Fußball, Leichtathletik, Schulsport) incl. Kostenschätzung für die Sportanlage am Hackenberg zu entwickeln. Zusätzlich soll geprüft werden, welche leichtathletischen und schulsportlichen Angebote zukünftig dort angeboten werden können.“

Damit hatte der Rat der Stadt auf die Sorge der Sportgemeinschaft (SG) Hackenberg 1973 e. V. vor einem weiteren Mitgliederschwund reagiert. „Der Ruf nach Hilfe war sehr berechtigt“, meinte gestern in der BV-Sitzung Torben Clever (FDP). „Diesem Hilferuf hat die Verwaltung mit Erfolg Rechnung getragen“, ergänzte Petra Kuhlendahl von den Grünen. „Ich kann der Vorlage zustimmen!“ Jürgen Kucharczyk, Sprecher der SPD, drückte es so aus: „Die SG Hackenberg braucht dringend Zukunftsperspektiven, und das ist eine realistische Lösung, mit der ich mich anfreunden könnte!“ (Bei der Abstimmung gehörte er zu den Befürwortern). Und auch Roland Kirchner (W.i.R.) schien dieser Meinung zu sein. Er erklärte zunächst, mit dem Alternativvorschlag der Vewaltung "gut leben zu können“, ergänzte dann aber „Wenn es beim Röntgen-Stadion bleibt!“. Wenn nicht, fürchte er eine Zusammenballung der Trainingseinheiten der Sportvereine im Stadion Reinshagen, der dieses nicht gewachsen sein könne.  “Die Vereine befürchten nichts dergleichen“, entgegnete Neuhaus.

Als entschiedene Gegner des Verwaltungsvorschlag outeten sich lediglich Markus Kötter (CDU) und Peter Lange (Linke). „Der Vorschlag überzeugt mich nicht“, stellte Kötter fest. „Er ist kein adäquater Ersatz für das Röntgen-Stadion beim Bau des DOC. Lennep bekommt dann nur noch einen Provinzplatz!“ Und Peter Lange machte sein Nein am Verzicht auf eine 400-Meter-Rundlauf für die Leichtathleten fest: „Eine 250-Meter-Markierung auf dem neuen Fußballfeld wäre lediglich eine Alibi-Aktion!“ (Auf der Zuschauertribüne dürften das Klaus Kreutzer vom Verkehrs- und Förderverein Lennep und Gunther Brockmann von der Lenneper Karnevalsgesellschaft e.V. gerne gehört haben). Dass die befragten Sportvereine und Schulen eine solche, sehr teure und erst viel später zu verwirklichende Infrastruktur gar nicht gefordert hätten, wandte Sportdezernent Thomas Neuhaus vewrgeblich ein. Was die Verwaltung jetzt vorgelegt habe, sei schon im kommenden Jahr realisierbar. „Das ist die schnellste Lösung. Sie bietet für alle Sportarten genug Entfaltungsmöglichkeit und wäre für den Lenneper Sport geradezu paradiesisch!“

Ein Sportentwicklungsplan, wie ihn die Stadt Remscheid bei der Universität Remscheid in Auftrag gegeben habe, sei keine Wunschliste, abgesprochen zwischen Verwaltung und Sportbund Remscheid, ließ Neuhaus durchklingen, sondern „eine Bedarfsmessung“. Auf die tatsächlichen Bedarfe der Vereine komme es an! Und die hätten erklärt, mit dem Alternativvorschlag einverstanden zu sein. Der verspreche für die SG Hackenberg einen ähnlichen Aufschwung durch Kunstrasen wir beim TV Hasten und in Bergisch Born.  „Es ist eine gute Lösung“, betonte er Sportdezernent mehrfach.  Aber bei den Lenneper Kommunalpolitikern siegte, wenn auch knapp, das Bauchgefühl vor der Vernunft. Eine knappe Mehrheit von ihnen  brauchte aber offenbar einen markigen populistischen Etappensieg. Auch ohne Langzeitwirkung.

Immer wieder gerne ins Deutsche Werkzeug-Museum

Donnerstag, 23. September, ab 19 Uhr
Wir drucken die Zukunft:
3D-Druck in industriellen Anwendungen

Bisher wurden alle Werkstücke zerspanend hergestellt, der neue Weg nennt sich additives Verfahren. Also nicht mehr abtragend, sondern aufbauend. Jetzt sagen wahrscheinlich viele, ach das kann doch jeder und die Drucker gibt es doch schon für einige hundert Euro zu kaufen. Doch was wir Ihnen an diesem Abend zeigen wollen, das spielt in einer anderen ganz eigenen Liga und geht darüber weit hinaus.
2017 hat die Firma Stöcker Metallbearbeitung den Innovationspreis des Fördervereins MannesmannHaus e.V. genau für Ihr Engagement und Ihre Kompetenz auf diesem Gebiet erhalten. Der absolute Spezialist auf diesem Gebiet, Arnd Meller, wird Ihnen am 23.09.2021, 19 Uhr im Deutschen Werkzeugmuseum in einem Vortrag die Vorgehensweise und die Möglichkeiten aufzeigen. An Beispielen aus der Praxis wird er auf die industriellen Anwendungen dieser innovativen Produktionsmethode eingehen. Sie werden staunen, wo sie ihre Anwendung findet und welche bahnbrechenden Lösungen gefunden wurden. Darüber hinaus wird er anhand weiterer mitgebrachter Beispiele die Möglichkeiten, die Bandbreite und die verschiedenen Methoden des 3-D-Drucks vorstellen - von Kunststoff über Kevlar verstärkte Kunststoffe bis zu ganz unterschiedlichen Metallen. Aluminium, Titan oder Werkzeugstahl sind nur einige Beispiele. Sie werden beeindruckt sein. Der Eintritt ist frei – Spenden sind erwünscht.
Zugelassen sind maximal 40 Personen; verpflichtend sind Abstandsregeln, Mund-Nasen-Schutz, 3-G-Nachweis. Anmeldung gerne über werkzeugmuseum-hiz@remscheid.de">werkzeugmuseum-hiz@remscheid.de oder Tel. RS 16 2519.

Donnerstag, 30. September,
Dienstag, 5. Oktober, jeweils 19 Uhr
Hugo Niebeling, ein „ausgezeichneter“ Regisseur (1931 - 2016)
Filmvortrag von Prof. Dr. Horst A. Wessel und Dr. Joachim Thommes

Er ist ein absoluter Kenner der Geschichte der Firma Mannesmann, 1. Vorsitzender des Fördervereins MannesmannHaus e.V. und 25 Jahre Leiter des Mannesmann-Archives: Prof. Dr. Horst A. Wessel. Er hat sich dem Leben und Werk des Regisseurs Hugo Niebeling beschäftigt, der bei Wirtschafts- und Industriefilmen, aber auch Musik- und Ballettfilmen neue Wege ging. Mit seinem experimentellen Kamera- und Schnittstil gilt Niebeling als Wegbereiter der modernen Musikvideo-Ästhetik. Aus dem umfangreichen Werk werden einige wenige Industrie-Filme, hauptsächlich zum Thema Mannesmann, vorgestellt.

Der Eintritt ist frei – Spenden sind erwünscht. Anmeldungen bis zum 29. September per E-Mail werkzeugmuseum-hiz@remscheid.de">werkzeugmuseum-hiz@remscheid.de oder Tel. RS 162519. (max. 40 Personen, Abstandsregeln, Mund-Nasen-Schutz, 3G-Nachweis)

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Kampagne „#IhrFehlt gegen Lehrermangel

Pressemitteilung der GEW Remscheid

Mit 20 lebensgroßen Figuren machte die Gewerkschaft Erziehung & Wissenschaft (GEW) gestern von 14 bis 15 Uhr am Alleecenter-Brunnen auf der Alleestraße auf den chronischen Lehrermangel aufmerksam. Dieser verhindert Bildungschancen unserer Kinder und Jugendlichen. Die Kampagne „#IhrFehlt für gute Schule“ kritisiert bis zum  22. September  in neun Städten die bestehende Schieflage und ihre Folgen. Die Aluminiumfiguren stehen symbolisch für die 4000 fehlenden Lehrkräfte in NRW. Allein 1.450 an den Grund- und mehr als 600 Lehrkräfte an den Förderschulen fehlen! Sie fehlen natürlich im Unterricht, aber auch bei der Klassenfahrt, beim Bilden von Persönlichkeiten, für die individuelle Förderung und insgesamt für gute Schule. Jede der 20 menschengroßen Figuren steht also symbolisch für die fehlenden Kolleg*innen in den Klassenzimmern.
„Lehrkräftemangel bedeutet ein Leben lang verpasste Chancen. Er verhindert, dass wir in kleineren Klassen verlässlich und individuell beste Bildung bieten können. Er verhindert, dass junge Menschen bestmöglich ihren Weg gehen können. Er verhindert echte Chancengleichheit und verstärkt die soziale Schieflage im Bildungssystem“, betont Ayla Çelik, Vorsitzende der GEW NRW. „Ausbaden müssen das die Schüler*innen, denn wir legen ihnen damit Steine in den Lebensweg. Ausbaden müssen es auch die Kolleg*innen mit hoher Belastung, großen Klassen und zusätzlichen Aufgaben. Viele Lehrkräfte gehen deshalb weit über ihre Grenzen, damit Kinder und Jugendliche nicht im Regen stehen. Sie springen dauerhaft in die Bresche. Das kann nicht gut gehen.“ (Ute Brocke)

Bodenschutzkalkung des Waldes beginnt wieder

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Voraussichtlich ab 24. September werden wieder Privat- und TBR-Wälder an der Neyetalsperre mittels Hubschrauber gekalkt. Bis zum 1. Oktober sollen dort ca. drei Tonnen kohlensaurer Magnesiumkalk, ein vollkommen natürlicher und unbehandelter Kalkmergel, pro o Hektar Waldboden auf einer Gesamtwaldfläche von rd. 200 ha ausgebracht werden. Trotz aller erfolgreichen Anstrengungen zur Luftreinhaltung in den vergangenen Jahrzehnten, u.a. durch Abgaskatalysatoren, Rauchgasentschwefelung, Rußpartikelfilter etc., sind die Schadstoffeinträge aus der Luft, insbesondere an Stickoxiden und Feinstäuben, nach wie vor viel zu hoch. Im Rahmen der seit mehr als 30 Jahren turnusmäßig durchgeführten Bodenschutzkalkungen soll die weiter voranschreitende Bodenversauerung der Waldböden sukzessive kompensiert werden. Dies dient neben dem eigentlichen Schutz der Wälder u.a. auch dem Boden- und damit dem Trinkwasserschutz.

Die ausgebrachte Menge von drei Tonnen je ha Waldfläche (d.h. 300 Gramm je qm) ist in Anbetracht der gemessenen Bodenversauerung eine eher homöopathische Dosis. Eine nachhaltige Verringerung der Bodenversauerung, die durch den sog. pH-Wert ausgedrückt wird, kann nur durch über Jahrzehnte kontinuierlich wiederkehrende Maßnahmen erreicht werden und durch die weitere Verringerung der Schadstoffeinträge erfolgreich wirken. Vor dem Hintergrund des immer weiter fortstreitenden Klimawandels, der dramatischen Waldschadenssituation auch im Bergischen Land und des dadurch dringend erforderlichen ökologischen Waldumbaus werden alle Anstrengungen konsequent fortgesetzt, die Bodenstandorte der kahlen, aufgerissenen und labilen Waldbestände im Zuge der Kompensationskalkung zu revitalisieren.

Die Waldkalkung führt unter anderem zu einer Verbesserung der Durchwurzelung insbesondere für die Feinwurzeln der Bäume. Dadurch kann die Anfälligkeit gegenüber Trockenstress bei Bäumen entscheidend verringert werden. Ansonsten sind langfristige Störungen des Ökosystems Wald und für Böden, Grund- und Oberflächengewässer zu befürchten. Eine turnusmäßig alle sieben bis zehn Jahre durchgeführte Bodenschutzkalkung – wie in Remscheid seit langem praktiziert – kann insofern einer weiteren Verschlechterung des gesamten Bodenzustands wirksam entgegenwirken und ist daher besonders gut auch für unser Trinkwasser. Das Stadtforstamt der Technischen Betriebe Remscheid weist darauf hin, dass es in der angegebenen Zeit in den betreffenden Waldgebieten zu Belästigungen durch Staub und Lärm kommen kann und bittet die Waldbesucher daher um Verständnis. Die entsprechenden Gebiete werden durch Schilder besonders gekennzeichnet. Die Maßnahme wird maßgeblich finanziell unterstützt durch Fördermittel des Landes NRW, vom Bund und der EU.

Remscheider Institutionen berichten oder laden ein

Caritasverband Remscheid / „Kinder der Ungleichheit. Wie sich die Gesellschaft ihrer Zukunft beraubt“. Im Rahmen der Interkulturellen Wochen 2021 möchten wir im Sinne gesellschaftlicher Partizipation auch einen Blick auf unterschiedliche Ressourcenausstattungen und die damit einhergehenden unterschiedlichen Lebensbedingungen von bestimmten Gruppen werfen. Die Pandemie hat die Auswirkungen der sozialen Schieflage insbesondere bei  Kindern und Jugendlichen nochmal immens verstärkt, aber zugleich auch verdeutlicht. Aus diesem Grund hat die Integrationsagentur des Caritasverband Remscheid e.V. den Kölner Ungleichheitsforscher Christoph Butterwegge zusammen mit seiner Frau Carolin eingeladen. Die beiden werden die Kerninhalte aus ihrem aktuellen gemeinsamen Buch „Kinder der Ungleichheit. Wie sich die Gesellschaft ihrer Zukunft beraubt“ vorstellen. Dargestellt werden das Ausmaß der Kinderungleichheit, die Ursachen und mögliche Gegenmaßnahmen. Die Online Lesung findet am 28. September von 18 bis ca. 20 Uhr via Zoomstatt und ist kostenfrei. Anmeldung per E-Mail an k.becklas@caritasverbandremscheid.de">k.becklas@caritasverbandremscheid.de.

Förderverein WohnQuartier Hohenhagen e.V. / Bingo auf dem Hohenhagen. Am Mittwoch, 29. September von 15 bis 17 Uhr bietet der Förderverein WohnQuartier Hohenhagen in Kooperation mit der evangelischen Auferstehungs-Kirchengemeinde im Gemeinde- und Stadtteilzentrum Esche in der Eschenstraße einen Bingo-Nachmittag an. Für einen Unkostenbeitrag von drei € werden drei Gewinnrunden ausgespielt , wobei jeweils der erste, zweite und dritte Gewinner mit einem Geschenk belohnt wird. Es werden außerdem Getränke zu moderaten Preisen angeboten. Die Veranstaltung findet gemäß der 3G-Regel (geimpft , genesen oder getestet) statt. Entsprechende Nachweise sind bitte vorzulegen. Außerhalb des Veranstaltungsraumes besteht Maskenpflicht. Die Abstandsregel wird durch die vorhandene Bestuhlung garantiert. (Eberhard Schulze)

SPD Remscheid / „Zeitspuren“, oder: Die bunte Welt auf der Leinwand. Am Samstag, 2. Oktober, 19 Uhr, eröffnet die SPD in ihrer Geschäftsstelle an der Elberfelder Straße eine Ausstellung mit Werken des Remscheider Künstlers José-Luis Ortega. Seit seiner Kindheit ist der gebürtige Spanier von der Malerei fasziniert. Nach dem Erlernen eines „ordentlichen Berufs“ und dank seines Mentors, des bekannten spanischen Maler und Bildhauers Professor Nicolás Prados, entstand das Fundament für seine künstlerische Arbeit. Abstrakter Expressionismus im Wechsel zu gegenständlicher Malerei sind heute sei Markenzeichen.  Seit mehr als 20 Jahren ist Ortega Dozent an der VHS Remscheid für Aquarell- und Acrylmalerei. Sehr erfolgreich sind seine Malkurse für Kinder an den Remscheider Grundschulen. Die Ausstellung läuft bis 31. März 2022 und kann künftig regelmäßig mittwochs von 10 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung besucht werden. Der Eintritt ist kostenlos. Wir bitten um Anmeldung unter Tel. RS 4600622 oder E-Mail UB.Remscheid.NRW@spd.de">UB.Remscheid.NRW@spd.de.

„Die Schlawiner“ gGmbH / Wieder Rechtsberatung. „Die Schlawiner“ gGmbH bieten am Mittwoch, 6. Oktober, von 17 bis 19 Uhr eine Rechtsberatung für diejenigen Bürgerinnen und Bürger an, die Beratungs- und Prozesskostenhilfe in Anspruch nehmen können. Eine Rechtsanwältin berät in allen juristischen Fragen. Bitte beachten: Die Rechtsberatung findet im neuen Quartierstreff Klausen, Karl-Arnold-Str. 4a, statt. Telefonische Anmeldung bei Anja Westfal unter 6913878 (Handy: 0172 90 71 545) oder E-Mail anja.westfal@dieschlawiner.de.

Ambulantes Hospiz Verein Remscheid / Vortrag zur Patientenverfügung und Vorsorge am "Tag der seelischen Gesundheit“. Im Rahmen unserer Beteiligung am "Tag der seelischen Gesundheit" bieten wir in unseren Räumen Elberfelder Str. 41 am Samstag, 9. Oktober, um 12 Uhr einen Vortrag zu Patientenverfügung und Vorsorge an. Besucher haben von 11 bis 14 Uhr auch die Möglichkeit, die Ambulante Hospizarbeit kennenzulernen. Ehrenamtliche Mitarbeiter informieren darüber, und ein Hospiz-Film gibt Einblicke in die ambulante, hospizliche Begleitung. Eine Anmeldung  unter Tel. RS 464705 bzw. E-Mail info@hospiz-remscheid.de">info@hospiz-remscheid.de  ist erforderlich. Es gilt die 3G-Regel.

Sportbund Remscheid / Lehrgang Sporthilfe. Für den Lehrgang „Sporthelfer 1“ in den Herbstferien gibt es noch freie Plätze! Der Lehrgang findet als Blockveranstaltung in der ersten Woche der Herbstferien statt (Sporthelfer/in, 14. – 17. Oktober. Die Anmeldung erfolgt online auf folgender Seite: Sporthelfer 1.

Vergessen Sie zum Datum Ihrer Veranstaltung
bitte nicht den Wochentag. Die Leserinnen und Leser,
die sich für Ihre Veranstaltung interessieren,
werden es Ihnen danken.

Kurzmeldungen zu späteren Terminen siehe nächste Seite:

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Sofortprogramm: 1. Vertrag unter Dach und Fach

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Mit dem von der Landesregierung aufgelegten „Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren in Nordrhein-Westfalen“ soll dem Leerstand Paroli geboten werden. Über den sogenannten „Verfügungsfonds Anmietung“ werden beispielsweise junge Unternehmen, soziales Engagement und interessante Konzepte gefördert, so dass die Nutzenden nur noch einen Bruchteil der sonst üblichen Miete zahlen müssen. Für dieses Förderprogramm konnte Moritz Borge als Vermieter der Alleestraße 32 begeistert werden. Sein neuer Mieter ist Joachim Bollongino, Inhaber von 5th Avenue; er kam während des Corona-Lockdowns auf die Idee, seine Ware auch online über eBay anzubieten, und damit war er so erfolgreich, dass er beschloss, sein Angebot in der benachbarten ehemaligen Apotheke unabhängig von den 5th Avenue-Geschäften auszubauen. Wenn der Testlauf nach zwei Jahren Vertragslaufzeit für Joachim Bollongino positiv verläuft, kommt es sicherlich zur Freude aller Beteiligten zu einem regulären Mietvertrag.

Der Technische Beigeordnete Peter Heinze freut sich sehr über den gelungenen Vertragsabschluss, der den gegenwärtigen Aufwärtstrend auf der Alleestraße bestätigt. Zugleich hofft er, dass diese Nachricht eine positive Signalwirkung für den weiteren Verlauf des Sofortprogramms bedeutet. „Wir wollen mit dem Sofortprogramm gerne mehr Menschen unterstützen, sich auf der Alleestraße oder auch in der Altstadt Lennep zu verwirklichen. Die Eigentümerinnen und Eigentümer leerstehender Ladenlokale sowie potenzielle Mieterinnen und Mieter sind willkommen, gemeinsam mit uns die positive Entwicklung Remscheids fortzuführen.“

Hintergrund: Für das Förderprogramm des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW hatte sich die Stadt Remscheid erfolgreich beworben und eine Förderung für die beiden Konzentrationsbereiche Innenstadt und Altstadt Lennep erhalten. Ein Förderbaustein ist der „Verfügungsfonds Anmietung“. Hierbei fungiert die Stadt Remscheid als Hauptmieterin und mietet beim Eigentümer ein Ladenlokal für 70 Prozent der Kaltmiete an. Interessierte haben dann die Möglichkeit, als Untermieter das Ladenlokal für 20 Prozent der bisherigen Altmiete zu beziehen. Die Mietdifferenz teilen sich das Land NRW und die Stadt Remscheid. Damit soll leerstehenden Ladenlokalen neue Ideen und Konzepte zugeführt werden, die in einem Zeitraum von bis zu zwei Jahren ausprobiert werden können. Bestenfalls entsteht hierdurch ein langfristiges Mietverhältnis. Die Gesprächspartner bei der Stadt Remscheid:

Hochwasservorsorge gemeinsam stärken

Pressemitteilung der Bergischen Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Solingen-Remscheid

Die Oberbürgermeister der Städte Wuppertal, Solingen und Remscheid haben sich am 17. September mit dem Wupperverband zu einem gemeinsamen Abstimmungstermin getroffen, um das Hochwasserereignis vom 14. und 15. Juli zu bewerten und konkrete Arbeitspakete zur Optimierung des Hochwasserschutzes zu definieren. Ein zweites Treffen am gleichen Tag fand bei der Bergischen IHK statt. Die Stadtspitzen und der Wupperverband einigten sich auf wesentliche Punkte für das weitere Vorgehen: Die internen Informations- und Meldeketten sowie das Alarmsystem sollen unter der Nutzung digitaler Möglichkeiten kurzfristig verbessert werden. Außerdem soll ein Frühwarnsystem aufgebaut werden. Gleichzeitig soll ein nachhaltiges Wassermanagement entwickelt werden, das die zum Teil gegenläufigen Ziele der Talsperren des Wupperverbands einbezieht: Wasserbevorratung für Dürrephasen und Wasserrückhalt bei Hochwasserereignissen.

„Wir stehen gemeinsam in der Verantwortung und müssen eine ganzheitliche Lösung entwickeln“, betonte Remscheids Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. IHK-Präsident Henner Pasch sagte, dass die bergische Wirtschaft mit der bekannten „Hands-on-Mentalität“ bereit sei, sich zu beteiligen. „Die Häufigkeit solcher Ereignisse nimmt zu. Die Wirtschaft im Bergischen Land will daher mit Fachwissen und Lösungsvorschlägen an der Seite der Städte und der Region stehen.“ Ein Aspekt kann das Konzept von Dr. Andreas Groß, Geschäftsführender Gesellschafter der Heinz Berger Maschinenfabrik GmbH & Co. KG und Vizepräsident der Bergischen IHK, sein. Groß stellte sein Konzept einer Überwachung der Pegelstände mit per Internet verbundenen Sensoren auf Basis eines lernfähigen Algorithmus am Abend bei der Bergischen IHK vor. Groß hatte das System kurz nach dem Schaden in seiner eigenen Fabrik entwickelt und bereits erste Sensoren entlang der Wupper angebracht.

Wuppertals Oberbürgermeister Prof. Uwe Schneidewind zeigte sich überzeugt: „Das System von Dr. Groß kann ein wichtiger Baustein für ein Hochwasserwarnsystem sein.“ Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach erklärte: „Es ist wichtig, dass wir jetzt als Region auftreten und gemeinsam an einer Lösung arbeiten.“ Georg Wulf, Vorstand des Wupperverbands, und dessen Stellvertreter Thomas Klein kündigten an, schnellstmöglich sinnvolle Standorte für weitere Sensoren entlang der Wupper und der Zuflüsse zu definieren, um einen ersten Schritt zur Installation des Systems zu machen und so die bestehenden Pegel des Wupperverbandes zu ergänzen.

Auch eine nachhaltige Weiterentwicklung der Hochwasserprävention soll künftig stärker im Fokus stehen. Dies bedarf einer wassersensiblen Stadtplanung und einer Sensibilisierung der Bevölkerung zu den Themen Risiken von Hochwasser und Starkregen sowie Eigenvorsorge. Alle Beteiligten sagten zu, ihre Fachstellen zur schnellen Umsetzung der Arbeitsvorhaben einzubinden - unter Einbeziehung von Dr. Groß und der Bergischen IHK.

Energieberater: „Die Kraft der Sonne nutzen!“

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Stadt Remscheid und die Klima-Allianz Remscheid e.V. unterstützen die Bürgerinnen und Bürger beim Umstieg auf Solarenergie und kooperieren dazu mit der Energieberatung der Verbraucherzentrale. Als Privathaushalt der eigene Stromversorger zu werden ist heute auf vielfältige Weise möglich. Ob mit dem kompakten Stecker-Solargerät am Balkon oder der Photovoltaikanlage auf dem Hausdach. Verbraucherinnen und Verbraucher können aktiv etwas für den Klimaschutz tun, ihren eigenen Solarstrom nutzen, unabhängiger vom Energieversorger werden und dabei langfristig Geld sparen. Wie das geht und was zu beachten ist, zeigt die Verbraucherzentrale NRW. Aktuell werden nur drei Prozent der Stromerzeugung im bevölkerungsreichsten Bundesland mit Solarstrom abgedeckt. Dabei entspricht das Sonnenpotenzial in NRW fast der Hälfte des heutigen Stromverbrauchs im Land. Eine gute Gelegenheit für Verbraucherinnen und Verbraucher, Teil einer klimaschützenden Energiewende zu werden. Und das Charmante daran – alle können mitmachen, ob auf dem Balkon, der Terrasse oder dem Hausdach.

„Aller Anfang ist leicht. Nicht alle Verbraucherinnen und Verbraucher haben die Möglichkeit, sich direkt eine große Photovoltaikanlage auf ihr Eigenheimdach zu bauen. Mitmachen und die Sonne ins Haus holen können aber alle. Welche Möglichkeiten im Einzelfall machbar sind, erfahren die Verbraucherinnen und Verbraucher beim Eignungs-Check-Solar," so Lydia Schwertner, Leiterin der Verbraucherzentrale NRW in Remscheid. Beim Eignungs-Check Solar besucht eine Energieberaterin oder ein Energieberater die Verbraucherinnen und Verbraucher zu Hause und prüft, ob das Gebäude für eine Photovoltaik-Anlage und/oder Solarthermie-Anlage geeignet ist. Die Fachkraft ermittelt die ungefähr benötigte Größe und den voraussichtlichen Ertrag der Anlage. Außerdem gibt sie Hinweise zu eventuell erforderlichen baulichen oder technischen Voraussetzungen. Die Ergebnisse werden in einem Bericht dokumentiert. Hier finden die Ratsuchenden auch Informationen zu Kosten und Fördermöglichkeiten. „Photovoltaik- und Solarthermie-Anlage sind eine „saubere“ Möglichkeit, Strom und Wärme für seinen Haushalt zu erzeugen“, erläutert Wieland Hoppe vom Fachdienst Umwelt der Kommune Remscheid. Er rät deshalb den Remscheiderinnen und Remscheidern, diese unabhängige Unterstützung zu nutzen.

Die Klima-Allianz übernimmt die Kosten für die ersten 20 Anmeldungen zum Eignungs-Check Solar. Die Ratsuchenden bezahlen zunächst das Entgelt von regulär 30 Euro und erhalten es rückwirkend von der Stadt Remscheid zurückerstattet. Informationen und Anmeldung über: Fachdienst Umwelt der Kommune Remscheid, Herr Wieland Hoppe, Tel. RS 162601, E-Mail klimaschutz@remscheid.de. Anmeldungen werden vom 18.10. bis 19.11.2021 unter den unten genannten Kontaktdaten angenommen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erklären sich bereit, dass ihre Daten zur Abwicklung der Beratung an die Verbraucherzentrale übermittelt werden. Die Beratungen erfolgen bis 5.Dezember 2021, die Interessenten erhalten ein Protokoll der Beratung.

Jeder 5. Arbeitslose rutscht direkt in Hartz IV

Pressemitteilung des DGB-Stadtverbands Remscheid

Der DGB in Remscheid mahnt für die Zeit nach der Bundestagswahl Reformen am Arbeitsmarkt an. „Ein höherer Mindestlohn und ein verbesserter Schutz bei Arbeitslosigkeit gehören für uns dringend in jeden neuen Koalitionsvertrag“, so der Vorsitzende des DGB in Remscheid, Peter Lange. Konkret fordert der DGB einen verbesserten Versicherungsschutz bei Arbeitslosigkeit. „Nicht das ungeliebte Hartz-IV-System sondern die Arbeitslosenversicherung muss wieder der Standard werden, der das Risiko bei Arbeitslosigkeit im Regelfall absichert“, fordert Lange. „Dazu müssen mehr Arbeitslose einen Anspruch auf Arbeitslosengeld erhalten und das Geld wenn nötig auch länger gezahlt werden, insbesondere an langjährig Beschäftigte.“

Wie löchrig der soziale Schutz für Arbeitslose ist, zeigten die aktuellen Daten für Remscheid der Agentur für Arbeit. 234 Personen mussten sich im August neu arbeitslos melden. Davon hatten 53 oder 22,6 Prozent keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld und sind direkt im Hartz-IV-System gelandet. Aber auch für diejenigen, die Arbeitslosengeld erhalten, ist der Schutz vielfach unzureichend, weil die Unterstützung nicht lange genug gewährt wird. So läuft in Remscheid innerhalb eines Jahres bei 631 Arbeitslosen der Anspruch auf Arbeitslosengeld aus, bevor ein neuer Arbeitsplatz gefunden wird oder die Betroffenen in Altersrente wechseln. Das sind 23,7 Prozent aller Fälle, bei denen der Arbeitslosengeldbezug endet.

Gerade die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig eine verlässliche soziale Absicherung in Krisenzeiten für die Menschen ist. „Das geht am besten mit einer gestärkten Arbeitslosenversicherung, mit klaren, verbrieften Leistungsansprüchen, guten Förderangeboten und ohne abschreckende Bedürftigkeitsprüfung“, so Lange.

Rote Ameise hat sich in Dörpholz wieder bekrabbelt

Als eine Folge der drei vergangenen extrem heißen und trockenen Sommer (Klimawandel) sind (auch) am Dörpholz die Fichtenbestände abgestorben. Dort hat die geschützte Rote Waldameise ihren Lebensraum. Im Vorfeld der notwendigen Baumfällungen wurden die Ameisennester zum Schutz markiert. Trotzdem wurden einige der Nester bei den Forstarbeiten zerstört. Das war ein Thema in der Juni-Sitzung des Naturschutzbeirats. Denn die Rote Waldameise ist gemäß Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt (§ 44 Abs. 1).  Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG, Zugriffsverbote). Darauf hatten bei Ortsterminen Mitarbeiter des Forstamtes, der Biologischen Station und der Naturschutzbehörde den Waldbesitzer und den Forstunternehmer aufmerksam gemacht. Den Verstoß gegen die Bundesartenschutzverordnung jetzt noch zu ahnden, ist allerdings nicht vorgesehen. In einer Vorlage zur Sitzung des Naturschutzbeirats  am 28. Juni heißt es lediglich, eine aktuelle Nachkontrolle der Biologischen Station habe ergeben, „dass sich Nester der Rote Waldameise dank des günstigen Wetters sowohl in den verbliebenen Dürrständern als auch in den Einschlagflächen gehalten haben. Einzelne Nester sind zerstört, andere vermutlich umgezogen, und es sind auch neue Nester entstanden. Die verbliebenen Buchen und Eichen werden massiv belaufen, vor allem der Eichenwald nördlich des Ochsensiepens. Dort ist inzwischen mindestens ein Nest mitten im Laubwald entstanden. Die Biostation erwartet, dass weitere Nester folgen“. Die Botschaft: Alle noch mal gutgegangen.