Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Wochenrückblick vom 19. bis 25. August 2019

Artikel vollständig lesen

Stadtmarketing besteht auf Trödel-Vertrag

Andreas Meike, Chef des Remscheider Stadtmarketings, verweist auf den Vertrag, der mit Trödel-Veranstalter Carsten Pudel vor drei Jahren abgeschlossen wurde. Die Nutzungsregeln für den Schützenplatz seien im Übrigen für alle Veranstalter gültig. Da kennt Pudel jedoch auch Ausnahmeregelungen. Deshalb startete er heute beim Kinder-Trödel auf dem Schützenplatz eine Unterschriftenaktion, Er zählt auf den gesunden Menschenverstand  und hofft auf Einsicht im Rathaus. Denn wer läuft beim Bummel über den beliebten Trödelmarkt „“Klön und Klüngels“ schon gerne über spitze Schottersteine? Vor allem, wenn gleich nebenan Asphalt liegt. An dem entlang dürfen aber auch morgen, beim Trödelmarkt der Erwachsenen, kaum mehr Trödelstände aufgebaut werden. Carsten Pudel musste folglich seinen Standplan umbauen und rund 70 interessierten Trödelhändlern absagen. Das bedeutet für ihn einen finanziellen Verlust. Und die Besucherinnen und Besucher? Sie werden wohl von einem staubigen Bummel entlang der Stände ebenso wenig begeistert sein wie die Händler, die für ihre Waren morgen bei trockener Sommerhitze Omas Staubwedel besser nicht verkaufen, sondern selbst im Gebrauch nehmen.

Diederichskotten: Um 1854 wohnten hier 13 Personen

Ältestes Bild vom Diederichskotten (1880). Sammlung: EhretAls ein sehr leistungsfähiger Kotten, dem nicht nur die Wasserkraft des Vieringhauser Baches, sondern auch das vom Kremenholler Steg abgeleitete Wasser des Lobaches zur Verfügung stand, ist der Diederichskotten überliefert. Als „Hens-Jans-Kotten“ hat er seine zweite Erwähnung um 1750, als auch der Neubau entstanden ist.  Als „Walkhäuschen unter Vieringhauser Hoff“ fand dieser Kotten seine nächste Erwähnung (1750). Als Schlebuschs Schleifkotten taucht er 1765 in den Unterlagen wieder auf. Schlebusch stammte aus Leverkusen und hatte zu seiner Zeit einige Tuchwalkmühlen im Remscheider Raum gekauft oder gepachtet. 1780 kauften J. P. Diederichs & Söhne von der  Schüttendelle die Walkmühle. Da das Wasser des oberen und unteren Bergerskotten nicht ausreichte, beschloss man, vom Lobacher Steg einen Obergraben zu ziehen und Wasser des Lobaches mit dem des Vieringhauser Baches zu vereinen, um eine große Schleiferei betreiben zu können.

1852 war der Kotten bereits seit sechs Jahren an den Feilenschmied August Pleiss vom Kremenholl vermietet. Er baute einen weiteren Schleifstein ein.  Pleiss war verheiratet mit Helena Rosina Borlinghaus und war von 1852 bis 1863 Stadtverordneter in Remscheid.  Man weiß nicht genau, ob es Pleiss war, der das Wohnhaus 1852 an der Stelle eines vorherigen Gebäudes erbaute. 1852 verpachtete er jedenfalls an den Schleifer Reinhard Becker.

Diederichskotten beim Abriß (etwa 1920). Sammlung: Ehret1854 wohnte Becker mit 13 Personen, darunter Ehefrau, Kindern, Lehrling und Knecht, in dem Haus, was zu dieser Zeit durchaus üblich war, denn Kost und Logis wurden vielfach vom Hammerherrn gestellt,  natürlich gegen einen Obulus. Große Obstbäume sind noch auf alten Fotos zu erkennen und lassen auf einen großen Garten schließen. 1852 gab sich Pleiss nicht mit den eigenmächtigen Stauteichveränderungen der Besitzer des unterhalb gelegenen Ehlishammers zufrieden und beschwerte sich schriftlich beim Landrat „von Bernuth“ zu Lennep, dass diese Veränderung die Wasserregulierung für seinen Kotten negativ beeinträchtige. 1829 zog als Pächter Friedrich Wilhelm Pickert ein. Dieser betrieb den Kotten mit einem Wasserrad, das zwei Schleifsteine zum Schleifen von Stahl- und Eisenwaren und eine Polierscheibe einzeln oder zusammen antrieb. 1831 wohnte in dem naheliegenden Wohnhaus Friedrich Röber aus Lindlar mit seiner aus Dabringhausen stammenden Frau und einem Kind. Vor dem Ende der 1880er Jahre war in der Schleiferei eine große Drechselei und ein Kleinbetrieb des Isaak Ullrich untergebracht. Dieser arbeitete dort bis zum ersten Weltkrieg. Danach erwarb die Stadt Remscheid das gesamte Diederichskotten-Gelände. Pleius  verstarb 1895. Um 1920 pachtete die Firma Karsdorf & Braun den Kotten und fertigte Feilen, zuletzt unter dem Namen Paul Karsdorf. (aus: „Hämmer und Kottenforschung – Lobachtal (Hammertal), Bergbau in Remscheid“, 2007 herausgegeben von Günther Schmidt)

Remscheider Institutionen berichten oder laden ein

Bergische Symphoniker / Freiluftkonzerte. Zum Ausklang der Konzertsaison und gleich wieder zu Beginn der neuen Saison spielen die Bergischen Symphoniker wie gewohnt auch in diesem Jahr ihre traditionellen Stadtteilkonzerte kostenlos, diesmal unter der Leitung der diesjährigen Stipendiatin Ustina Dubitsky am

  • Sa., 24. August, um 20.30 Uhr, Altstadt Solingen-Gräfrath - Marktplatz;
  • So., 25. August, um 18 Uhr, Remscheid-Lüttringhausen - Heimatbühne.

Lotsenpunkt Lennep / Dritter Abend der neuen Reihe „Literatur. Iss Käse!“ Die Gruppe wächst rasch an, im Juli war die Resonanz sehr groß. Nun lädt der Lotsenpunkt Lennep ein zum dritten Abend für Leseratten und BuchliebhaberInnen für Montag, 26. August, 18 Uhr, in den Lotsenpunkt Lennep, Kölner Str. 3. Die Teilnahme ist kostenfrei. Bei Käse-Häppchen, Brot, Wein und Wasser haben Interessierte die Gelegenheit, Auszüge aus einem Buch vorzulesen, das sie besonders begeistert.  Man kann auch einfach nur zuhören, welche Bücher andere vorstellen. Alles ist möglich - Sachbücher, Zeit- oder Kunstgeschichte, Romane, Kurzgeschichten, Gedichtsammlungen usw. Zur Planung wäre eine unverbindliche Anmeldung hilfreich unter Tel. RS 7892852 oder E-Mail: lotsenpunkt-lennep@gmx.de">lotsenpunkt-lennep@gmx.de. (Andy Dino Iussa)

SPD-Unterbezirk Remscheid /  „Was ist denn in Berlin los?“ Der Stammtisch der SPD-Seniorenorganisation AG 60plus in der Gaststätte „Brauerhaus“ am Markt hat sich mittlerweile einen festen Platz im Veranstaltungskalender der Remscheider SPD erarbeitet. Alle vier Wochen montags laden die SPD-Senioren zu einem aktuellen Thema. Eingeladen sind stets SPD-Mitglieder über und unter 60 Jahren sowie auch interessierte Nichtmitglieder. Für den nächsten Stammtisch am Montag, 26. August, ab 19 Uhr kann der Vorsitzende der Remscheider AG 60plus, Bernd Kuznik, mit dem Wuppertaler Bundestagsabgeordneten Helge Lindh rechnen. Lindh gehört seit der Bundestagswahl 2017 dem Deutschen Bundestag als direkt gewählter Bundestagsabgeordneter für den Bundestagswahlkreis Wuppertal I (Wuppertal ohne die Stadtbezirke Cronenberg und Ronsdorf) an und hat sich in den vergangenen fast zwei Jahren einen Namen als engagierter Streiter gegen Rechtsextremismus und für die Seenotrettung im Mittelmeer gemacht, was ihn zur Zielscheibe von Drohungen und Schmähungen von rechter Seite hat werden lassen. Beim Stammtisch der SPD wird es zum einen um seine Arbeit im Bundestag gehen, darüber hinaus aber auch um den Neuaufstellungsprozess der SPD. Noch bis zum 1. September können sich Interessierte für die Wahl zum Vorsitzenden der SPD bewerben, und fast täglich kommen neue Bewerbungen für den Parteivorsitz der SPD an die Öffentlichkeit. „Angesichts des drohenden Durchmarsches der AfD bei drei Landtagswahlen im Osten und der aktuellen Entwicklungen um die Nachfolge von Andrea Nahles als Vorsitzende der SPD kann ein Bericht aus Berlin kaum aktueller sein!“ freut sich Bernd Kuznik über die Zusage von Helge Lindh. (Antonio Scarpino)

 

Kurzmeldungen zu späteren Terminen siehe nächste Seite:

Artikel vollständig lesen

Gärtnern fördert das seelische Gleichgewicht

Pressemitteilung des Sozialpsychiatrischen Zentrums Remscheid (SPZ)

Am Donnerstag, 29. August, ab 12.30 Uhr feiert das Sozialpsychiatrische Zentrum Remscheid zehn Jahre Gartenfreundschaft und Gärtnerglück. Für das leibliche Wohl stehen Grillwürstchen und Salate und Getränke bereit, später auch Kaffee und Kuchen. „Franzi Rockzz“ spielt Rockballaden und Eigenkompositionen. Das Sozialpsychiatrische Zentrum Remscheid (SPZ) ist seit 1984 Träger ambulanter und teilstationärer gemeindepsychiatrischer Hilfen in Remscheid. Die Angebote Begegnungszentrum „Café Elling“, Beratungsstelle, ambulantes betreutes Wohnen, Ergotherapeutische Werkstatt - tagesstrukturierende Maßnahmen und Integrationsfachdienst sind ausgerichtet auf Menschen mit komplexen psychischen Erkrankungen. 2009 entschloss sich das SPZ, eine Parzelle im Kleingartenverein Remscheid Stadt e.V. zu pachten. Das ermöglicht es psychisch erkranken Remscheidern, sich körperlich zu betätigen und „normale“ gesellschaftliche Kontakte zu erleben.

Zitate von Klienten: . „…Der Garten verwandelt mein ganzes Wesen, so als wenn ich in die Rolle eines anderen Menschen schlüpfe. Trotz starker körperlicher Anstrengung bin ich so froh und stolz auf mich, dass ich da war und viel schaffe. Ich gehe immer mit einem guten Gefühl nach Hause, so als wenn ich Bäume ausreißen könnte…“ – „…Die Gruppe im Allgemeinen bedeutet mir sehr viel, weil ich dadurch gelernt habe wieder offen mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, zu arbeiten, körperlich wie auch konzentriert, neue Strukturen im Alltag einzubringen und Termine wahrzunehmen. Speziell den Garten betreffend freue ich mich eine Zeit in der Natur zu verbringen, an der frischen Luft zu arbeiten und den Garten der Natur entsprechend zu gestalten und zu erhalten. Weiter hat mir die Gartenarbeit geholfen ohne übermäßige Ängste einen Mini-Job zu suchen und dort konzentriert zu arbeiten…“ – „…Der Garten bedeutet mir Erholung und Arbeit. Mich ermuntert es die Bäume, viele Gewächse und viele Kräuter zu sehen, wie auch viele Blumen, Kräuter, Gewächse und Gemüse zu säen, wenn es soweit ist zu ernten. Der Garten erfüllt mir den Wunsch zu arbeiten, wie z.B. Unkraut jäten, Pflanzen setzen, Pflanzen setzen und aufhacken am Beet…“
 

Artikel vollständig lesen

Pressemitteilungen der Stadt in aller Kürze

Sprechstunde des Integrationsrates. Als Vorsitzende des Integrationsrates lädt Erden Ankay-Nachtwein Interessierte – ob mit oder ohne Migrationshintergrund – herzlich zu einer weiteren Bürgersprechstunde für Montag, 26. August, von 15 bis 16 Uhr ins Sitzungszimmer 221 des Remscheider Rathauses ein. Der Integrationsrat vertritt die Belange der Remscheider Migrantinnen und Migranten gegenüber der Politik, der Verwaltung und der Öffentlichkeit; er arbeitet nach parlamentarischen Grundregeln und stellt die Beteiligung und Mitwirkung der ausländischen Bevölkerung an der kommunalpolitischen Willensbildung sicher (§ 27 der Gemeindeordnung NRW). Um diesem Anspruch gerecht zu werden und die politische Tätigkeit des Integrationsrates entsprechend auszurichten, bietet die Vorsitzende zusammenmit anderen Integrationsratsmitgliedern für alle Remscheiderinnen und Remscheider diese Sprechstunde an. Sie freut sich auf viele konstruktive Gespräche.

Kartenvorverkauf im Teo Otto Theater für die Saison 2019/2020. Am Dienstag, 27. August, ab 10 Uhr öffnen wieder die Theaterkasse und der Webshop theaterticket.remscheid.de. Ganz neu ist in dieser Saison ist das Paket „Mein Theater im Webshop, das es den Kunden endlich auch dort erlaubt, sich ihre eigene Saison mit einem Rabatt von 20 Prozent (wie beim Wahlabo) zusammenzustellen. Bereits jetzt sind die September-Vorstellungen sowie „On Fire“ im Webshop freigeschaltet. Zur Eröffnung am 27. August stellt sich der neue Caterer Andreas Alhelm und sein Team von „W&A Catering“ vor und wird die Wartezeit mit kleinen Snacks und Getränken überbrücken.

Spätere Termine/Veranstaltungen siehe nächste Seite:

Artikel vollständig lesen

Serap Güler: Wertvorstellungen am besten vorleben

Serap Güler, Staatssekretärin für Integration im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, machte gestern auf ihrer Kennenlerntour zu den Kommunalen Integrationszentren (KI) in NRW (erstmals) in Remscheid Station. Eine gute Gelegenheit für Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und KI-Leiterin Sevinc Brilling, ihr nicht nur das Team des Remscheider KI vorzustellen, sondern auch dessen vielfältige Aufgaben und Projekte. Remscheid sei eine mit mehr als 120 Nationen eine internationale Stadt, so der OB. Das bereichere das kulturelle, soziale und gesellschaftliche Zusammenleben. Wobei Toleranz gegenüber anderen Kulturen und religiösen Überzeugungen schon seit jeher ein Kennzeichen Remscheids sei. „Eine Gemeinde, in der alle Bürgerinnen und Bürger friedlich zusammenleben, das ist und bleibt für uns alle Auftrag und Verpflichtung zugleich!“, betonte Mast-Weisz. Dem Team des KI bescheinigte er großes Engagement bis hin zur kultursensiblen Pflege von Zugewanderten (im Alter).

Mehr als 37 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner stammen aus einer Familie mit Zuwanderungsgeschichte. Die Gruppe der Türkeistämmigen muslimischen Glaubens stellt neben den Spätaussiedlern eine Mehrheit dar. „Auch im Hinblick auf den Zuzug von Geflüchteten/Neu-zuwanderern aus islamisch geprägten Ländern kann davon ausgegangen werden, dass der Versorgungs- und Pflegebedarf dieser Migrantengruppen in Zukunft zunehmen wird“, so Sevinc Brilling.

„Ein starkes, wichtiges Thema“ kommentierte das Serap Güler in der Pressekonferenz in der „Gelben Villas“ an der Eberhardstraße, mit der ihr Besuch in Remscheid endete. Wenn die ältere Generation wert geschätzt werde, falle es der jüngeren leichter, sich zu integrieren. Dass der OB das Kommunale Integrationszentrum der Stadt als Stabsstelle in seinem Zuständigkeitsbereich angesiedelt habe, sei ihr gleich positiv aufgefallen; das sei nicht überall so, fuhr Güler fort.

Den Integrationsrat der Stadt Remscheid vertrat bei dem Pressegespräch dessen Vorsitzende Erden Ankay-Nachtwein, zugleich Vorsitzende des Fördervereins für die interkulturelle Erziehung e. V., der mit KI und Kraftstation e.V. seit vielen Jahren in Sachen “Integration” bei Elternbildungskurse in neun Kindertageseinrichtungen, vier Grundschulen und einem Übergangswohnheim eng zusammenarbeitet. Die Remscheider Integrationsarbeit sei auf einem guten Weg; man habe schon viel geschafft. Manche „Communities“ brauchten allerdings Angebote und Forderungen. Serap Güler: „Integration gelingt am besten bei gleichen Wertvorstellungen – vor allem, wenn sie vorgelebt werden!“

Von Seiten des IK nahmen an dem Pressegespräch Sevinc Brilling und ihren Mitarbeitenden Elif Aybirdi-Tarhan, Joby Joppen und Christoph Sykulski teil, von Seiten der „Kraftstation“ als Träger der „Gelben Villa“ Wolfgang Zöller, Geschäftsführer des Freie Jugendarbeit Remscheid-Mitter e.V. (Kraftstation) und des Kita-Trägers Elterninitiative Kraftstation e.V., Heike Schwarte, Leiterin des Kindertagesstätte Nordstraße ( Familienzentrum) und Diana Mucha, Projektleiterin der  schulbezogenen Jugendsozialarbeit („Kompazz“ bietet seit 2011 Schulsozialarbeit im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets für alle Remscheider Schulen von der 5. Bis zur 10. Klasse).

Das Remscheider KI entwickelt Angebote im Elementarbereich, in der Schule und beim Übergang von der Schule in den Beruf in Zusammenarbeit mit den Schulaufsichtsbehörden, um die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen entlang der Bildungskette zu verbessern. Zugleich fördert es den Auf- und Ausbau von Netzwerken zur Integration innerhalb und außerhalb der Verwaltung.

Vorgestellt wurden dem Gast aus Düsseldorf als Beispiele für erfolgreiche Zusammenarbeit drei ganz unterschiedliche Projekte:

  • Das ganztägige “Interkulturelle Assessment Center“ bietet seit 1996 jährlich drei bis fünf Mal jeweils 16 Jugendlichen und jungen Erwachsene mit Migrationshintergrund die Möglichkeit, ihre interkulturellen Fähigkeiten zu verdeutlichen und ins positive Licht zu stellen. Als ehrenamtliche Beobachter*innen und Feedbackgeber*innen nehmen daran mindestens acht Unternehmer/innen aus dem bergischen Städtedreieck teil, die selber in den meisten Fällen über einen Migrationshintergrund verfügen, folglich für die jungen Leute auch Vorbilder sein können. Diese werden motiviert, vorhandene Fähigkeiten wahrzunehmen und weiter zu entwickeln, und die Arbeitgeber bekommen direkte Hinweise auf besondere Potenziale der Jugendlichen.
  • Beim Elternstärkungsprogramm „Griffbereit“ entdecken Eltern mit Migrationshintergrund und deren Kinder im Alter zwischen 1 und 3 Jahren gemeinsam Spiel und Sprache.
  • Die „Rucksack KiTa“ dient der Sprach- und Entwicklungsbildung im Elementarbereich. Sie unterstützt Kinder und Eltern mit Einwanderungsgeschichte sowie Kindertageseinrichtungen in diesem Bildungsprozess. Die Mehrsprachigkeit wird dabei als Potenzial der Kinder aufgegriffen (siehe Zertifizierungsfest am 13. Juni im Neuen Lindenhof).

#5630: Ein Flashmob und vier Multimedia-Shows

Was ist ein Flashmob?

Flashmob (englisch flash mob; flash „Blitz“, mob [von lateinisch mobile vulgus „reizbare Volksmenge“]) bezeichnet nach Wikipedia „einen kurzen, scheinbar spontanen Menschenauflauf auf öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen, bei dem sich die Teilnehmer persönlich nicht kennen und ungewöhnliche Dinge tun. (...) Zunächst wird ein Aufruf von einem Urheber verfasst und über Online-Communitys, Weblogs, Newsgroups, E-Mail-Kettenbriefe oder per Mobiltelefon verbreitet. Dabei wird immer ein öffentlicher Ort als Treffpunkt und ein genauer Zeitpunkt angegeben. Zumeist werden auch Informationen über die Aktion selbst und evtl. mitzubringende Gegenstände oder zu tragende Kleidung mitgegeben. (...) Dann startet der Flashmob dadurch, dass ein einzelner oder nur wenige Teilnehmer zum vereinbarten Zeitpunkt mit der vereinbarten Aktion beginnen und binnen weniger Sekunden möglichst viele weitere Teilnehmer einsteigen. Diese namensgebende, blitzartige und für die Umstehenden und Passanten völlig überraschende Mob-Bildung und das identische Handeln der Personen im Mob ... erscheinen zumeist sinn- und inhaltslos.“

Mit ihrem Projekts #5630 – der Name ist hergeleitet aus der alten Postleitzahl der Stadt Remscheid – haben sich Jochen Peitz, Marcel Haupt, Daniel Sperling, Björn  Webert und Cedric Pick viel vorgenommen: Sie wollen das Jugendlichen aus unterschiedlichen Gruppierungen, Vereinen und Interessengemeinschaften zusammenführen, damit si „ihre Heimatstadt auf besondere Weise erfahren, gemeinsam gestalten, die besonderen Stärken und Talente herausarbeiten und am Ende ein Gehör bekommen, um Neues und Frisches zu präsentieren“, so nachzulesen auf der Internetseite http://www.5630.eu. In dem von #5630 gebotenen Rahmen sollen junge Remscheider und Remscheiderinnen die Chance haben, „gemeinschaftlich in Remscheid etwas Neues zu entwickeln“. Das basiert auf dem Grundgedanken der Initiatoren, dass §Remscheid viele Facetten (bietet): Charaktere mit Ecken und Kanten, weiche Gemüter, verrückte Querköpfe sowie kreative Virtuosen. Jeder hat seinen Platz und jeder trägt zum großen Ganzen bei. Individualität entsteht durch eine Vielzahl unterschiedlicher Schriften. Jede Typografie hat ihren Charakter und ihre Besonderheit - genau wie eine Handschrift.“

Für alle, denen das zu verkopft erscheint, hier die konkrete Nachricht: Für den 29./30. November und 1.Dezember sind in der Halle Neuenkamp vier Multimedia-Shows geplant, zu denen #5630 auf insgesamt 4.000 Zuschauer hofft. Für diese Shows steht am morgigen Samstag, 24. August, die erste gemeinschaftliche Probe in der Halle an – von 14 bis 18 Uhr (ab 14 Uhr Orga-Team & Stunt-Team und ab 15.30 mit allen Teilnehmern). (Dazu hatte es bereits Im September 2018 im Teo-Otto-Theater ein Casting gegeben, um jugendliche Talente und Gruppen aus den Bereichen Musik, Bewegung, Wissen und Kunst herauszukristallisieren.)

Flashmob-Aktion von Erzieherinnen und Erziehern im Mai 2015 auf dem Remscheider Rathausplatz

Spektakulär soll auch der Flashmob werden, zu dem das Orga-Team für Sonntag, 1. September, aufgerufen hat. Der soll um 6.55 Uhr (pünktlich zum Sonnenaufgang) auf dem Willy-Brandt-Platz beginnen. Ziel soll es sein, dass „Tausende Remscheider Kinder und Jugendliche (alle in Weiß gekleidet) gleichzeitig loslaufen“. So sollen „faszinierende und eindrucksvolle Bilder entstehen“; diese werden aufgenommen für einen Image-Film über Remscheid  „von mehreren Filmteams mit diversen Kameras (u.a. Drohnen etc.)“. Jeder Flashmob-Teilnehmer habe „die Chance durchs Mitlaufen Teil des kommenden hochwertigen Films über die eigene Stadt zu werden“. Um diese „einmalige und noch nie dagewesene Aktion zu realisieren“ (Cedric Pick), habe man einen enormen Aufwand betreiben müssen. „Etliche Gespräche mit der Politik (vor allem dem OB), den Ämtern, der Polizei und der Feuerwehr mussten geführt werden. Zudem mussten wir für mehrere tausend Euro ein Sicherheitskonzept einkaufen und die Straßen rund um den Remscheider Hauptbahnhof für diese Aktion sperren lassen.“ Damit sich der Aufwand am Ende gelohnt hat, müssen sich am 1. September ab 6 Uhr möglichst viele die Kinder und Jugendliche in Weiß auf dem Willy-Brandt-Platz einfinden.  

Der Waterbölles hat bei Cedric Pick von  #5630 per E-Mail nachgefragt: „Welches Budget haben Sie für Ihre Aktionen und welche Sponsoren?" - Antwort: " Der Kostenaufwand liegt insgesamt bei ca 200.000 Euro. Über Sponsoren (Hauptsponsor ist die Stadtsparkasse Remscheid), Budget aus dem bergischen Kulturfonds und Eintrittsgelder (für die Shows am 29./30.11 & 1.12 in der Halle Neuenkamp) hoffen wir am "Ende des Tages" eine "schwarze Null" schreiben zu können."

'Führerschein gegen Busticket' in RS machbar?

Viele Nahverkehrsunternehmen haben Senioren/-innen als neue Zielgruppe erkannt, die man mit speziellen Angeboten ansprechen und als Kundinnen und Kunden gewinnen möchte. So können Senioren/-innen beispielsweise bei einzelnen Verkehrsunternehmen ihren Führerschein gegen eine zeitlich begrenzte kostenfreie Nutzung des ÖPNV eintauschen. Vorreiter waren hierbei die Stadtwerke in Dortmund, die Senioren/-innen bei Abgabe des Führerscheins für zwei Monate eine kostenfreie Fahrkarte anbieten. Ähnliche Angebote gibt es inzwischen auch in Marl, Recklinghausen oder Gladbeck. Und nach der Probephase kaufen viele der ehemaligen Führerscheinbesitzer/-innen Jahreskarten der Verkehrsunternehmen, hat die SPD Ratsfraktion Remscheid in Erfahrung gebracht.

Die Verkehrswachten in Deutschland erinnern immer wieder daran, dass Autofahren bis ins hohe Alter mit Risiken verbunden ist, weil der Verkehr in den vergangenen Jahren zugenommen hat und sich die Reaktionszeiten im Alter erhöhen. Daher werben die Verkehrswachten dafür, regelmäßig die eigenen Fähigkeiten im Straßenverkehr in Sicherheitstrainings zu prüfen, zu üben und sich beraten zu lassen. Ein Beispiel dafür ist die Verkehrswacht Wuppertal, die ein Training für Senioren/-innen anbietet und im Anschluss eine objektive Empfehlung ausspricht.

Leider gibt es in Deutschland keine einheitliche Regelung, zu welchen Konditionen ältere Menschen den ÖPNV nutzen können. Lediglich schwerbehinderte Menschen, die in ihrer Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr erheblich beeinträchtigt sind, haben Anspruch darauf, den öffentlichen Personennahverkehr unentgeltlich nutzen zu können. Das betrifft gehbehinderte, außergewöhnlich gehbehinderte, hilflose, gehörlose und blinde Menschen. Eine entsprechende gesetzliche Regelung für Menschen ab einem bestimmten Alter gibt es in Deutschland nicht.

Vor diesem Hintergrund hat die SPD-Fraktion die Verwaltung zur Sitzung des Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschusses am 5. September  und des Seniorenbeirates am 26. September um Beantwortung der folgenden Fragen gebeten, um im Anschluss zu beraten, ob auch in Remscheid ein Projekt „Fahrkarte gegen  Führerschein“ für Senioren im höheren Alter umgesetzt werden könnte:

  • Wieviel Führerscheinbesitzer gibt es in den Alterskohorten, die von dem Projekt „Führerschein gegen Busticket“ profitieren könnten?
  • Welche Kosten entstünden bei der Bereitstellung von kostenfreien Fahrkarten für die Zeiträume von zwei, drei oder vier Monaten?
  • Wäre die Verkehrswacht Remscheid bereit, sich bei der Umsetzung eines ähnlichen Projekts in Remscheid durch gezielte Trainings- und Beratungsangebote für Seniorinnen und Senioren ähnlich wie in Wuppertal zu beteiligen?
  • Wären die Stadtwerke Remscheid bereit, sich an der Umsetzung in Remscheid zu beteiligen?
  • Welche Erfahrung haben Städte wie Dortmund, Marl, Recklinghausen und Gladbeck mit dem Projekt gemacht?

Habe ich eine besondere Art entdeckt?

Frisch geschlüpfte Libelle. Foto: Hans Georg Müller.Flügelraschelnd flog sie vom Teich, um sich an der Pflanze ihre Flugsicherheit durch Flügeltrocknen zu holen. Sie war wohl vor Kurzem ihrem Larvenstadium im Wasser entschlüpft. Eine Bestimmung fällt mir schwer. Vielleicht eine Heidelibelle? Bei 81 Arten in Deutschland, die in 9 Familien aufgeteilt werden , wobei die Männchen oft anders aussehen als die Partnerin ist das dem Fachbiologen überlassen.

Lompenkeärl/Schruonenkeärl

Nöülich wo ett su warm woar, do muast ech ens oprümen emm Gaarden. Ett sammelt sech jo völl Müll aahn. Man kuan joo nich alles in den Affallemmer schmiaten, datt passt jo nitt.

Ech han noch van mieanem Vader enn sälwer jeschweisste Holliwuudschokkel uat nem aulem Beddjestell ut Isen emm Weege stonn. Die ess schon urault unn langksam rostereg. Kurzöm die muss wech.

Dann muass ech opp dat Piepenspell vam Lompenkeärl waaren, denn in den Affallemmer kräech ech die nitt.

Letzden Sooterschdaag do hüör ech enn. Wie van de Tarantel gepitscht, spring ech vam Meddagsdisch opp. De Kaal hätt sech su erschreckt, datt he sech am Meddacheeten verschluckt hätt. He woar am kröchen unn am schnoddern. Watt häst du dann opp ianmol, hätt dech ne Seckromelte gestochen odder watt, sait de Kaal. Ne de Lompenkeärl kömmt, ech muass runger, damet he us de aul Holliwuudschokkel mett nömmt, bevor der wiar verschöttgiat.

Ech staul mech an denn Gaarentuun un waar bess he kömmt.  De Kaal röppt mir noch hengerher, die Aul wüard och emmer wongerlecher. Ach watt der emmer hätt.

Do kuomen se joo, enn witten Liewerwagen mit twei jonge Keärls drenn. Ech zeich den datt gruote Diel un se fangen aahn te schruwen. Ett duart ne Tied lang bis se datt Diel uterrien geschruwt han, hengerher send se mem Haamer dran gegangen, weil de Schruwen festgerostered send.

Alles uterrien geschruwt mötten se datt schwere Diel jo nu noch en den Liewerwagen schleppen. Se woaren am schwetten, denn ett woar joo Meddach un weit öwer dressig Grad.

Wie dat letzte Gestell van dem jöngeren der Lompenkeärls uut dem Gaarden geschleppt wuard, seed der zu mir:  Darf ech sie um ein Glas Wasser bitten.

Joo secher, sach ech, unn da viel mir ein, datt ech för reterasch joo den Schlüotel för de Huusdüar vergeeten har.

Da fiel mir ein, datt ett joo emm Gaarden och fresches Water gött, emm Gaardenschlauch. Ech nemm enn molls mett unn dann maak ech emm dat Water aan.

Da har ech watt jemakt. Iarscht lött he sech datt fresche Water in de kotte Buxe luopen unn dann öwer den ganzen Balch. Jetzt fiel ett miar wie Schoppen van de Uogen, watt datt iegentlech för enn staats Keärlken woar. He woar plester naat unn datt Kamesol klewt emm am janzen Balch. Datt woar enn netten Aanbleck, dat sach ech önk, unn alles in mianem Füargaarden. Woangers mötten de Wiewer für sowat föll Geild betaalen. Ech hang datt ömsönst gekregen unn de Holliwuudschokkel ess och noch wech.

Wenn ech datt dem Kaal vertell, dann ess he wiar aangebranngkt, also halt ech miane Frete un genieße stell.

Ach gedronken hätt de Lompenkeärl och watt, ewer datt woar jo Nebensache.

Unn jetzt hann ech kian Tied miar, ech muass enn den Keller un söken, opp ech noch watt för den Lompenkeärl för nechste Weeke har. Ett soll och wiar ordentlech warm werden.

Bös strackes önker Klärchen

Zimmerbrand an der Daniel-Schürmann-Straße

Aufmerksam geworden durch Rauchmelder und Brandgeruch alarmierten heue Bewohner eines Hauses an der Daniel Schürmann Straße die Leitstelle der Feuerwehr Remscheid. Der Löschzug der Berufsfeuerwehr und die Einheiten Hasten und Morsbach der Freiwilligen Feuerwehr wurden daraufhin zur Brandstelle geschickt. Bei Eintreffen drang Rauch aus einem Fenster im ersten Obergeschoss. Die Bewohnerin (97 Jahre), sowie ein Ehepaar (91 und 93 Jahre) aus der darüber liegenden Wohnung hatten die Wohnungen bereits verlassen und begegneten den Einsatzkräften im verrauchten Treppenraum. Sie wurden dem Rettungsdienst übergeben, wie auch zwei Mitarbeiter (64 und 60 Jahre) eines in dem Haus befindlichen Büros, die bei erfolgreichen Löschversuchen in der Wohnung Rauch eingeatmet hatten. Alle fünf Personen wurden durch den Rettungsdienst zur Kontrolle auf Rauchgasvergiftung ins Sana Klinikum Remscheid gebracht. Ein Löschtrupp ging unter schwerem Atemschutz in das Gebäude vor und fand in der Wohnung einen verkohlten Teppich sowie verkohlte Möbelstücke vor. Der Brand selbst war schnell unter Kontrolle,  so dass sofort mit der Entrauchung des Gebäudes mittels Überdruckbelüftungsgerät begonnen werden konnte. Danach und nach Kontrolle der benachbarten Wohnungen konnte das Gebäude zur Nutzung wieder freigegeben werden. (aus dem Bericht der Feuerwehr Remscheid)