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Sieben neue Scouts für Jobtickets und Radfahren

Meryem Büyükodabasi (20) und Laura Schellhorn (21) sind die neuen Klima- und Energiescouts zur klimafreundlichen Mobilität in der Stadtverwaltung Remscheid. Die beiden Auszubildende hatten im vergangenen Jahr im Rahmen ihrer Ausbildung an einer Pflichtveranstaltung von Monika Meves (Fachdienst Umwelt) teilgenommen. Diese hatte damals nach Freiwilligen gesucht, um unter den 2.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für das „Jobticket“ zu werden. Das heißt bei den Remscheider Stadtwerken offiziell „Großkunden-Rabattmodell“ und verspricht Arbeitgebern ab 30 Angestellten, die sich für ein Jobticket-Abonnement entscheiden, einen Preisnachlass von mindestens acht Prozent. Je größer der Anteil der Belegschaft, die für die Fahrten zum und vom Arbeitsplatz den öffentlichen Nahverkehr nutzen, desto größer der Preisnachlass (zehn Prozent ab 100 Abos, elf Prozent ab 250 und zwölf Prozent ab 700 Abos). Dafür zu werden, sei lohnenswert, auch im Sinne der Umwelt, befanden die beiden Auszubildenden und meldeten sich spontan für die Aufgabe, Klimaschutz und Energieeinsparung nachhaltig in der Stadtverwaltung zu verankern.

Bundesweit arbeiten daran inzwischen „Klima- und Energiescouts“ in 60 Kommunen. Die Idee dazu hatte das Deutsche Institut für Urbanistik (DIFU). Motivierte Auszubildende in Städten, Gemeinden und Landkreisen sollten zu eigenen Klimaschutz-Aktivitäten befähigt werden. In einem Workshop wurden die angehenden Scouts in Klimaschutz- und Energiethemen sowie damit verbundene Handlungsmöglichkeiten in den Kommunen eingeführt. Vermittelt wurden auch Grundlagen von Präsentationstechniken, Projektmanagement, Öffentlichkeitsarbeit sowie Messverfahren. Alle „Scout-Projekte" nehmen an einem Wettbewerb teil. Die drei überzeugendsten Azubi-Projekte werden im November bei der Kommunalen Klimakonferenz, die das DIFU gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium ausrichtet, ausgezeichnet mit jeweils 1.000 Euro Preisgeld, das wiederum in kommunale Klimaschutzprojekte investiert werden muss. Monika Meves in der gestrigen Pressekonferenz: „Das passt gut zu unserem Projekt des Betrieblichen Mobilitätsmanagement, bei dem die Mobilität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem Weg von Zuhause zum Arbeitsplatz im Mittelpunkt steht.“

Der Remscheider Wettbewerbsbeitrag wurde am 8. März beim DIFU eingereicht. Ziel von Meryem Büyükodabasi und Laura Schellhorn ist es dabei, Jobticket und Mitfahrgemeinschaften unter den Kolleginnen und Kollegen im Rathaus bekannter zu machen. Der Entscheidung war im Rahmen des Projektes „Betriebliches Mobilitätsmanagement" eine Befragung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Rathaus arbeiten, nach ihrem Weg von zu Hause ins Rathaus und eine anonyme Wohnstandortanalyse vorausgegangen. Das Ergebnis hatte auch Umweltdezernentin Barbara Reul Nocke überrascht:

  • 75 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus wohnen in einer Entfernung, die mit einem Fahrrad bzw. Pedelec gut zu überwinden ist.
  • Für 54 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wäre ein Pedelec das nutzenoptimalste Fortbewegungsmittel ist (ermittelt nach den Kriterien 40 Prozent Zeitaufwand, 40 Prozent Kosten, zehn Prozent CO2-Erspamis, zehn Prozent Bewegung), und knapp ein Drittel der Befragten fährt grundsätzliche gerne mit dem Rad - aber nicht mit dem Rad zur Arbeit!

„Wie wäre es denn mit einem Bus der Stadtwerke“, wollten die beiden Energiescouts von Kollegen wissen, nachdem sie im November gestartet waren. Und stellten dabei nicht minder erstaunt fest, dass viele Mitarbeiter/innen das Prinzip des Jobtickets – „Je mehr Mitfahrer, desto günstiger“ – gar nicht kannten. Damals entstand die Idee zum gestrigen verwaltungsinternen „Mobilitätstag“ im Rathausfoyer. Mit einem Flyer, der der Gehaltsabrechnung für Februar beilag, wurde dafür geworben. Zitat: „Es gibt viel mehr Alternativen als das elektrisch angetriebene Fahrrad, um entspannt und klimafreundlich zur Arbeit zu gelangen - meist auch erstaunlich günstig. Erfahren Sie am 18, März, welche Möglichkeiten es für Sie gibt. Ist eine Fahrgemeinschaft über eine Mitfahrbörse für Sie interessant? Wie günstig ist das Jobticket? Und wie fährt sich überhaupt ein Pedelec? Welche Antriebe kann ein umweltfreundliches Auto haben, außer reinem Diesel oder Benzin?“ Die Antworten darauf gab es gestern an verschiedenen Informationsständen. Zum Beispiel von Frank Schulz, Karin Sablotny, Frank Stiller, Elke Ellenbeck und Winfried Roskamp. Diese fünf städtischen Mitarbeiter sind die „Fahrradscouts“ der Stadtverwaltung. Sie wissen, auf welchen Strecken man am sichersten mit dem Fahrrad oder Pedelec zum Rathaus kommt. Barbara Reul-Nocke und Monika Meves: „Eingeladen waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Dienststellen. Wir wollten sie für nachhaltige Verkehrsmittel begeistern, daher gilt die Teilnahme am Aktionstag als Arbeitszeit!“

Meryem Büyükodabasi und Laura Schellhorn fahren täglich mit Bussen der Stadtwerke und mit dem Jobticket zur Arbeit. Sie haben errechnet, dass sie auf diese Weise gegenüber einem Pkw monatlich 150 bis 160 Euro sparen. Denn beim Pkw kommen zum Kaufpreis  Steuer, Versicherung, Benzin und Wartungskosten hinzu. Das läppert sich! Vom Stress mal ganz abgesehen. Meryem Büyükodabasi: „Ich kenne Kollegen, die fahren morgens erst mal 15 Minuten um den Block, bis zu für ihren Pkw einen Parkplatz gefunden haben!“
Für diese Pkw-Nutzer ist die Internetseite im städtischen Intranet gedacht (samt E-Mail-Adresse fahrradsouts@remscheid.de">fahrradsouts@remscheid.de für Anfragen), die die beiden Auszubildenden selbst getextet und eingestellt haben. Das Fachwissen dafür hatten sie sich bei Mitarbeiter/innen der städtischen IT-Abteilung geholt. Nicht ausgeschlossen, dass es ihnen auf ihrem späteren beruflichen Weg in der Verwaltung noch nützlich sein kann. Ihre Werbung für Fahrgemeinschaften ist übrigens nicht die erste im Remscheider Rathaus. Bereits am 18. Februar 2014 hatte es im Waterbölles geheißen „Neuer Mobilitätsservice für Pendler aus Remscheid“. In einer Pressemitteilung hatte das Umweltamt damals auf das Pendlerportal NRW aufmerksam gemacht, ein Angebot nicht allein für städtische Bedienstete, sondern für alle regelmäßigen Berufspendler. Doch das Echo darauf war schwach gewesen, wie Monika Meves gestern einräumte. „Dabei muss man gar nicht jeden Tag eine Fahrgemeinschaft nutzen. Schon wenn man an mehrere Tage im Monat gemeinsam zur Arbeit fährt, führt das auch schon zu einer Klimaentlastung!“

Sondersitzung zum BAF e.V. (3): Infos der Dezernentin

Die Presseerklärung, die Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz in seiner am Dienstag, 12. März, eilig einberufenen Pressekonferenz abgegeben hatte, wurde in der gestrigen Ratssitzung von Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke aktualisiert und fortgeschrieben. Sie war auch ohne diesen informativen Vortrag das Mitglied des Verwaltungsvortandes, die in der Sondersitzung am häufigsten zu Wort kam. Denn die Flüchtlinge und deren bisheriger Betreuungsverein BAF fallen ich ihre Zuständigkeit. Und so überließ der der Oberbürgermeister der Beigeordneten mit dem CDU-Ticket allzu gerne die (vermeintlich) kritischen Fragen, mit denen die CDU lieber ihn selbst gelöchert hätte. Nachfolgend Auszüge aus der Stellungnahme von Barbara Reul-Nocke:

„Auch jetzt nimmt die Stadt jährlich 200 bis 250 Flüchtlinge auf. Aktuell sind 1000 Flüchtlinge in Remscheid untergebracht und müssen betreut werden. Zu Höchstzeit waren es 1500 Flüchtlinge. Nach der Normalisierung der Zuweisungen von Asylbewerbern nach Remscheid ab den Jahren 2017/2018 war daher eine Überprüfung der Strukturen und Arbeitsabläufe des BAF e. V. notwendig. Am 13. Februar 2018 bat Oberbürgermeister Mast-Weisz nach  zahlreichen vorangegangenen Gesprächen die Stadt Solingen im Rahmen von Amtshilfe um eine Überprüfung der strategischen Positionierung und Aufgabenwahrnehmung des Vereins BAF e. V. In der Sitzung des Rates am 22. Februar erklärte der Oberbürgermeister, dass diese prozessorientierte Organisationsprüfung des BAF e. V. unter Beteiligung des Rechnungsprüfungsamtes erfolgen soll. Die Organisationsuntersuchung zu den Strukturen und Arbeitsabläufen innerhalb des BAF e. V., dessen Ergebnis jetzt vorliegt, kam u.a. zu dem Ergebnis, dass eine Fortführung der Aufgabenwahrnehmung nur unter erheblichen organisatorischen Veränderungen und einer grundsätzlichen Neuausrichtungen möglich ist.

Ferner wurde empfohlen, eine Kurzuntersuchung der Arbeitszeit- und Schichtmodelle der Objektbetreuung vorzunehmen. Auch dies ist zwischenzeitlich erfolgt und liegt den Fraktionen und Gruppen vor. Aktuell beschäftigt der BAF e. V. 104 Mitarbeitende, davon 70 Vollzeitbeschäftigte, 3 Teilzeitbeschäftigte und 31 geringfügig Beschäftigte.

Der Auftrag der Stadt an den eingetragenen Verein mit den vorgegebenen Satzungsstrukturen (allein nach außen vertretungsberechtigter ehrenamtlicher Vorstand ohne Kompetenz - oder Vertretungsbefugnisse für die Geschäftsführung) stellt auf Dauer keine funktionsfähige Rechts- und Organisationsform da. Aus der derzeitigen Struktur des Vertrages und der zu Grunde liegenden Vereinssatzung ergeben sich erhebliche Defizite und Risiken für die Stadt Remscheid. Es bestehen nur eingeschränkte Kontrollmöglichkeiten und beschränkte Möglichkeiten, auf eine ordnungsgemäße und effektivere Aufgabenerfüllung Einfluss zu nehmen. (...) Neue Arbeitsverträge durfte die Geschäftsführerin des Vereins laut Satzung nicht abschließen, aber der Vereinsvorstand war nicht beschlussfähig, um die Satzung ändern zu können.(...) Aufgrund der derzeitigen Zusammensetzung des Vorstandes, bestehen seitens der Stadt Remscheid erhebliche Bedenken, dass der Vorstand seinen satzungskonformen Aufgaben nachkommen und die Geschäfte des Vereins ordnungsgemäß führen kann. Dies wurde von zwei Vorstandsmitgliedern gegenüber der Verwaltungsspitze bestätigt. Satzungsändernde Mitgliederversammlungen konnten durch den Vorstand nicht erfolgreich durchgeführt werden. (...) Die Aufgabe der Unterbringung und Betreuung ausländischer Flüchtlinge kann unter den bestehenden Voraussetzungen mit dem Vertragspartner BAF e. V. nicht mehr adäquat erbracht werden. Die Verwaltung wird dem Rat daher am 28.3.2019 empfehlen, die Verträge mit dem BAF e. V. ordentlich zum 31.03.2019 mit Wirkung zum 31.12.2019 zu beenden. (...)

Um künftig die Pflichtaufgabe der Unterbringung und Betreuung ausländischer Flüchtlinge ordnungsgemäß sicherstellen zu können, favorisiert die Verwaltung, diese Aufgabe durch die Stadt Remscheid sicherzustellen. Hierzu sollen alle Mitarbeitenden des BAF e. V. in die Organisationsstruktur der Stadt Remscheid zeitnah integriert werden. Dies gilt auch für den Betreuungsvertrag zur Notschlafstelle Schüttendelle. Dies schließt nicht aus, dass zu einem späteren Zeitpunkt die Gründung einer organisatorisch rechtlich selbstständigen Einheit mit Beteiligung der Stadt Remscheid (ggf. gGmbH) abschließend geprüft und vorgenommen wird. Ein entsprechendes Genehmigungsverfahren nimmt allerdings erhebliche Zeit in Anspruch. (...) Die Bezirksregierung Düsseldorf hat keine Einwendungen gegen diese Planungen der Stadt Remscheid.

Ziel ist es, zur Sicherstellung und Fortsetzung der qualitativ guten Arbeit alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter Wahrung ihrer Besitzstände in ein Arbeitsverhältnis bei der Stadt Remscheid zu übernehmen. (...) Die B.A.F. verfügt über eine betriebliche Altersversorgung für die Mitarbeitenden. Diese ist bei der Betrachtung der tariflichen Altersvorsorge bei der Zusatzversorgungskasse mit einzubeziehen. Die neu einzurichtenden Stellen setzen sich zusammen aus dem Bedarf der Stellen für alle zu übernehmenden Mitarbeiter sowie einem erforderlichen Bedarf für die Überführung von geringfügig Beschäftigten im Hausmeisterdienst. Die gutachterlich festgestellten Personalbedarfe sind im weiteren Prozess aufgabenkritisch zu betrachten. (...)

Eine aufgabenorientierte Reduzierung des Personalaufwandes ist im Rahmen der Altersfluktuation vorgesehen. Aufgrund der Altersstruktur bei der BAF e. V. scheiden bis zum 31. Dezember 2030 insgesamt 55 Mitarbeiter mit Erreichen der Regelaltersgrenze aus.“

Sondersitzung zum BAF e.V. (2): Dank und Kritik

Für den Beschlussvorschlag der Verwaltung zur Ratssitzung am 28. März in Sachen BAF e.V. sprachen sich in der gestrigen Sondersitzung des Rates Sprecher von SPD, FDP, Linken und WiR aus. „Der Vorschlag der Stadtverwaltung ist ein sehr positives Signal an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BAF. Damit erhält die Belegschaft künftig sichere Strukturen und zugleich faire und verlässliche Arbeitsverhältnisse. Die Stadt und wir als Politik sind verpflichtet, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Perspektive zu bieten“, betonte beispielsweise Sven Wolf, der Fraktionsvorsitzende der SPD. „Wir dürfen nicht vergessen: Seit Jahren suchen immer häufiger Menschen in Not unseren Schutz in Remscheid. Diese wichtige Aufgabe hat die BAF hervorragend und solide gemeistert. Im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen gab es bei uns vor Ort nur wenige Bedenken und kaum Beschwerden. Das ist ein großer gemeinsamer Verdienst der BAF, der Verwaltung und der solidarischen Stadtgesellschaft!“ Die Stadt Remscheid müsse diese Pflichtaufgabe auch in den nächsten Jahren weiter erfüllen, fuhr Wolf fort. Durch die vorgeschlagene Umstrukturierung könne die Verwaltung diese kommunale Pflichtaufgabe wieder direkt innerhalb ihrer eigenen Strukturen erfüllen, ohne den ehrenamtlich getragenen Verein BAF e.V. unnötig zu überfordern.

Und dann folgte Kritik an der CDU: „Was die umtreibt ist uns unklar. Warum jetzt künstlich Hektik und Panik verbreitet werden soll, ist uns unverständlich. Fehlende Transparenz sehen wir nicht. Uns war allen klar:

  • Die Mehraufgaben stiegen, damit stieß der ehrenamtliche Vorstand an seine Grenzen.
  • Eine Organisationsuntersuchung wurde beauftragt, die wir gemeinsam im Rat einvernehmlich um die Prüfung durch den Rechnungsprüfungsausschuss ergänzt haben.
  • Die Ergebnisse, teilweise aus diesem Monat, wurden uns nun überlassen, und es gehört dann zum guten Ton, zunächst die Belegschaft zu informieren.“

Die Situation der BAF beschäftige den Rat der Stadt schon seit Längerem. Hierüber habe die SPD-Fraktion mehrfach in ihren Sitzungen beraten und diskutiert. „Unser Oberbürgermeister hatte im letzten Jahr hierzu eine Untersuchung der Abläufe und Organisation beauftragt, sodann informierte er uns im Rat, und wir baten, auch das Rechnungsprüfungsamt einzubeziehen. Am Samstag, 9. März, informierte der Oberbürgermeister, die federführende Beigeordnete Barbara Reul-Nocke und weitere Mitglieder des Verwaltungsvorstandes Vertreterinnen und Vertreter einzelner Fraktionen und Gruppen des Rates, darunter auch Vertreter der CDU-Fraktion, über diese Ergebnisse. Für die SPD-Fraktion nahm der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Lothar Sill teil.

Der Vorschlag der Verwaltung sieht die Eingliederung der Aufgaben und die Überführung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Stadtverwaltung vor. Diese wird keine finanziellen Auswirkungen auf den Haushalt haben. Damit konnte kurzfristig für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BAF eine tragfähige Perspektive gefunden werden, um diese verpflichtende Aufgabe unserer Stadt auch dauerhaft solide zu erfüllen und den ehrenamtlich getragenen Verein BAF e.V. nicht unnötig zu überfordern.“

In dem Gespräch im Rathaus habe die Verwaltung zweimal die Bitte geäußert, zunächst die Belegschaft und anschließend die Öffentlichkeit zu informieren. Dieser Bitte habe niemand widersprochen, so Sven Wiertz. „Diese Ergebnisse wollte die Stadtverwaltung in einer Vorlage für die politischen Gremien zusammenfassen, so dass anschließend weitere Fragen gestellt und beantwortet werden können. Trotz der unwidersprochenen Bitte, zunächst die Belegschaft zu informieren und die Vorlage abzuwarten, beantrage die CDU-Ratsfraktion am 11. März eine Sondersitzung des Rates. Nach § 47 Abs. 1 Gemeindeordnung NRW ist diese Sitzung unverzüglich einzuberufen, da ein Fünftel der Ratsmitglieder oder eine Fraktion diese verlangt hat.“

In mehreren Telefongesprächen hatte der OB nach dem Antrag auf Sondersitzung den CDU-Fraktionsvorsitzenden Jens Peter Nettekoven gebeten, eine für Freitag,  14. März, angekündigte Pressekonferenz zu verschieben, weil die Stadt Vorstand, Betriebsrat und Belegschaft der BAF erst am gestrigen Montagnachmittag über ihre Pläne hatte informieren willen. Das hatte die CDU abgelehnt. Daraufhin verlegte der OB das Gespräch mit der BAF auf den 14. März vor und setzte die Presse auf die Schnelle ins Bild setzen, um noch halbwegs Herr der Verfahrens zu bleiben und der CDU das Feld nicht allein zu überlassen. Obwohl die Beschlussvorlage für die Ratssitzung erst gestern, zur Sondersitzung, fertig wurde, fand die Pressekonferenz der CVDU statt. Darin kündigte sie für die Sondersitzung zahlreiche Fragen an, und Nettekoven warf dem Oberbürgermeister wegen dessen Bitte um Vertagung Nötigung vor. Sven Wolf nannte diese Kritik in seiner gestrigen Stellungnahme unanständig. „Das lassen wir ihnen nicht durchgehen, Herr Nettekoven!“

Dem Dank von Wolf an die Mitarbeiter der BAF schlossen sich Beatrice Schlieper (Grüne), Wolf Lüttinger (FDP), Fritz Beinersdorf (Linke) und Thomas Brützel (WiR) an. Und Schlieper auch der Kritik an der CDU: Es sei „traurig und empörend“, dass die CDU mit ihrer Pressekonferenz die am 9. März vereinbarte Vertraulichkeit gebrochen habe, nur um „öffentlich groß rauszukommen und sich zu profilieren“. Für Beinersdorf war der Vorwurf der CDU, die Verwaltung lasse Transparenz vermisse, „unter aller Kanone“. Er erinnerte daran, dass der BAF das organisatorische Rückgrat gewesen sei, als viele Remscheider bereit gewesen seien, den Flüchtlingen zu helfen. Und durch den Übernahmevorschlag der Stadt könnten Flüchtlinge nun ihre gewohnten Ansprechpartner behalten. Thomas Brützel sei darin „nichts Dramatisches, sondern einen normalen und wahrscheinlich unabweislichen Vorgang“. Das hätte er auch am Donnerstag im Hauptausschuss sagen können. Dafür hätte er keiner Sondersitzung bedurft!

Wolf Lüttinger wunderte sich, dass diese Entwicklung die CFDU-Fraktion überrascht habe: „Wir wissen doch nicht erst seit einer Woche um die Struktur-Probleme bei der BAF, sondern schon seit mehr als zweieinhalb Jahren!“ Diese Probleme bestätigte gestern auf erneute Nachfrage von Nettekoven auch Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke. Ihr gegenüber hätten zwei Mitglieder des dreiköpfigen BAF-Vorstandes eingeräumt, dass der Vorstand nicht handlungsfähig ist. Eine Aussage, an der es nicht zweifle, betonte Thomas Brützel.

Sondersitzung zum BAF e.V. (1): OB bezieht Stellung

Mit einer Stellungnahme von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz begann gestern um 16.30 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses die Sondersitzung des Rates der Stadt, die von der CDU-Fraktion beantragt worden war. Grund war die von der Stadt beabsichtigte Kündigung des Betreuungsvertrages mit dem BAF e.V. (Begegnen, Annehmen, Fördern) beschäftigt, der seit 1996 mit der Hausverwaltung der städtischen Übergangsheime und der Betreuung der Flüchtlinge betraut ist. Die Stadt wirft dem Verein Strukturlosigkeit (um nicht zu sagen organisatorisches Chaos) vor und will ihm deshalb kündigen zum 31. März kündigen. Das soll vom Rat am 28. März beschlossen werden, ebenso die Übernahme der hauptamtlichen Mitarbeiter/&innen des Vereins in die Belegschaft der Stadtverwaltung. Dazu der OB gestern, beginnend mit zwei Zitaten:

Remscheid im Stress, Remscheid in Aktion. Die Stadt meistert die Herausforderungen. Gerade so und nur dank der ehrenamtlichen Helfer." (Zitat der Deutschen Welle vom 24. September 2015)

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Ich möchte zum Schluss noch etwas mit Blick auf Deutschland und die Nachbarstaaten sagen. Es glaube doch keiner, dass wir ohne kommunale Selbstverwaltung - ohne das, was die eigenverantwortlichen Bürgermeister und Stadträte in diesen Wochen zusammen mit den Sozialverbänden und den Ehrenamtlichen leisten -, sondern allein mit irgendeiner Zentralverwaltung auf Bundes- oder Landesebene bei der enormen Zahl von Flüchtlingen, die nach Deutschland kommen, auch nur annähernd so relativ gut mit dem Thema klarkämen. Nein, auch da beweist sich: Es ist ein enormer Trumpf, ein enormer Vorteil und eine enorme Stärke unserer Demokratie, dass wir diese starken selbstverwalteten Kommunen haben, und dabei muss es bleiben. Dafür setzen wir uns ein." (Zitat aus der Rede von Jürgen Hardt, MdB, anlässlich der Plenardebatte vom 24. September 2015 zur Situation der Kommunalfinanzen)

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Sehr geehrte Damen und Herren, wer von uns erinnert sich nicht an die Jahre 2015-2017, als innerhalb kurzer Zeit viele Flüchtlinge in unsere Stadt kamen. Ich erinnere mich noch sehr an den 20. Juli 2015, als nachmittags um 16 Uhr ein Fax der Bezirksregierung Arnsberg eintraf, aus dem hervorging, dass binnen 24 Stunden eine Unterbringung von 150 Personen zu erfolgen habe. Das haben wir gemeinsam gestemmt - und die Beschäftigten des BAF waren dabei, um mit anzupacken. Ähnliche Herausforderungen haben wir auch in den Folgemonaten erlebt, als wir in Kremenholl und Hölterfeld vor der gleichen Herausforderung standen.

Die Beschäftigten des BAF haben in den vergangenen Jahren eine für unsere Stadtgesellschaft extrem wichtige Arbeit geleistet - und dies in hervorragender Weise. Sie stellen die Betreuung der zu uns gekommen Menschen vor Ort sicher, sind Ansprechpartner für die Nachbarn, kümmern sich um Wohnungsherrichtungen und vieles mehr. An der Schüttendelle stellen sie sicher, dass niemand in unserer Stadt auf der Straße schlafen muss. Und das alles, meine Damen und Herren an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr.

Ich möchte mich bei Vorstand, Geschäftsführung, Beschäftigten und Ehrenamtlichen ausdrücklich für die bisher geleistete Arbeit bedanken (allgemeiner Beifall im Plenum). Es ist im Wesentlichen ihrem Einsatz zu verdanken, dass der soziale Friede in unserer Stadt auch in schwierigsten Zeiten Bestand hatte.

Der Personalbestand des Vereins hat sich in den vergangenen vier Jahren verdreifacht. Daher habe ich im Februar 2018 den Auftrag erteilt, die Arbeitsstrukturen und Verträge unter externer Begleitung zu überprüfen. Denn ich darf daran erinnern, der BAF übernimmt in unserem Auftrag Pflichtige Aufgaben der Kommune wahr. Diese Arbeiten müssen - auch in der Güte - von der Kommune sichergestellt werden.

Zu dieser Bestandsaufnahme gehört auch die Frage, ob es verantwortbar ist, dass ein Unternehmen mit über 100 Beschäftigten ehrenamtlich geführt wird. Das Ehrenamt ist ein sehr hohes Gut. Wir stehen daher in der Verantwortung, darauf zu schauen, dass wir das Ehrenamt nicht überfordern. Und diese Belastungsgrenze ist, das zeigen die Ergebnisse des Projekts, überschritten worden. Das dürfen wir nicht ohne Konsequenzen geschehen lassen.

Ich habe in den vergangenen Tagen Äußerungen zum angeblich schlechten Krisenmanagement gelesen. Mit solchen lapidaren Aussagen übernimmt man keine Verantwortung, vor allem dann nicht, wenn man zuvor schon informiert worden ist und die Ankündigung zu weiteren zeitnahen, umfassenden, alle Fragen beantwortenden Informationen ignoriert. Verantwortung ist eine Führungsaufgabe, die ihren Ausdruck darin findet, Dinge zu analysieren, zu entscheiden und dann zu handeln. Diese Verantwortung nehme ich gerne wahr. Denn:

  • Wir stehen in der Pflicht, die Betreuung der Flüchtlinge und der von Obdachlosigkeit bedrohten Menschen weiterhin in guter Qualität und rechtssicher sicherzustellen, und
  • wir stehen in der Verantwortung für die Menschen, die diese Arbeit ehren- wie hauptamtlich leisten. Bei den Ehrenamtlichen müssen wir einen Beitrag zu ihrer Entlastung leisten, den Beschäftigten, auf die wir auch künftig dringend angewiesen sind, ihre berufliche Existenz sichern.

Daher, meine Damen und Herren, beabsichtigt die Verwaltung, allen Beschäftigten des Vereins ein Angebot zu unterbreiten, damit sie zeitnah unter der Regie der Stadt ihre Arbeit in der gewohnten und erforderlichen Qualität fortsetzen.

Ich möchte mich bei allen eingebundenen Kolleginnen und Kollegen unseres Hauses für die sehr gute Zusammenarbeit in den letzten Tagen bedanken. Mein abschließender Dank gilt unseren Partnern im Vorstand des BAF, der Geschäftsführerin Daniela Krein und dem Betriebsratsvorsitzenden Herrn Hörter für die sehr offenen und konstruktiven Gespräche.“ (Beifall im Plenum und auf der Zuschauertribüne)

Remscheider Institutionen berichten oder laden ein

Schlossbauverein Burg a/d Wupper e.V. / Bergische Schatzkammer in neuen Räumen. Wegen Sanierungsarbeiten in der "Alten Schule" in Oberburg präsentiert sich die Bergische Schatzkammer ab dem 19. März 14 Uhr in neuen Räumen. Im ehemaligen "Martinussaal" bieten die ehrenamtlichen Mitarbeiter Stahlwaren und Manikür-Artikel unterschiedlicher Solinger Manufakturen an. Der Erlös kommt komplett der Arbeit des Schlossbauverein zu. Der Raum liegt hinter dem InfoCenter von Schloss Burg und ist über eine kleine Rampe barrierefrei zu erreichen. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag 14 bis 17.30 Uhr sowie Samstag, Sonntag und am Feiertag 12 bis 17.30 Uhr. (Nadine Neuschäfer)

Schlawiner gGmbH & Bürgerhaus Süd / Gemeinsame Autorallye. Die Autorallye war immer ein Höhepunkt im Veranstaltungsjahr des Bürgerhaus-Süd e.V. Nach einigen Jahren wollen das Bürgerhaus-Süd und die Schlawiner aus Lüttringhausen diese Tradition wieder aufleben lassen. Am 7. April soll die Bergische Autorallye wieder stattfinden. Treffpunkt ist um 10 Uhr das Bürgerhaus-Süd, Auguststraße 24. Anmelden können sich so viele Personen, wie in das Auto passen. Die Teams bekommen eine Wegbeschreibung, der sie folgen müssen. Auf dem Weg liegen mehrere Stationen, an denen die Teams anhalten und verschiedene Aufgaben lösen müssen. Dabei steht der Spaß im Vordergrund nicht die Schnelligkeit. Interessierte können sich das Anmeldeformular unter www.dieschlawiner.de herunterladen und an stadtteilschlawiner@t-online.de">stadtteilschlawiner@t-online.de schicken. Die Teilnahmegebühr beträgt acht Euro für Erwachsene und vier Euro für Kinder von zehn bis 17Jahren. Wer sich mit einem Elektro-Auto anmeldet, zahlt für den Fahrer keine Teilnahmegebühr.

Förderverein WohnQuartier Hohenhagen e.V. / Auf dem Hohenhagen wird wieder geplaudert. Der Förderverein WohnQuartier  Hohenhagen lädt für den 20. März, von 18 bis 21 Uhr ins Gemeindezentrum Esche wieder zur Hohenhagener Plauderei ein. Dabei sollen die alle Hohenhagener Gelegenheit haben, Probleme in Ihrem Stadtteil mitzuteilen und mit den Vereinsmitgliedern  gemeinsam Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten. Kleine Speisen  und Getränke zu moderaten Preisen werden angeboten. Der Verein freut sich über jeden Besucher. Die Hohenhagener Plauderei findet auch 2019 wieder jeden 3. Mittwoch im Monat statt.

Städtepartnerschaft Remscheid-Prešov e. V. / Jahreshauptversammlung. Wir laden ein für Mittwoch, 20. März, um 19Uhr in die „Denkerschmette“, Kippdorfstraße 27. Auf der Tagesordnung stehen auch Wahlen zum Vorstand. (Alexandra Wöllner)

Ambulantes Hospiz Remscheid / Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung. Was passiert, wenn ich durch einen Unfall oder schwere Krankheit nicht mehr selbst über meine persönlichen Angelegenheiten und medizinische Behandlung entscheiden kann? Wer entscheidet dann für mich?  Klarheit und Sicherheit können Vollmachten und eine Patientenverfügung schaffen. Was zu beachten ist und weitere Informationen zu grundlegenden Fragen der Selbstbestimmung am Lebensende, dazu bietet das Ambulante Hospiz eine kostenfreie Informationsveranstaltung rund um die Themen Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung an. Eine vollständige Vorsorgemappe mit allen erforderlichen Formularen können Sie gegen eine Schutzgebühr von acht € erwerben. Termin:  Dienstag, 9. April, 18 Uhr , in den Räumen des Ambulanten Hospizes, Elberfelder Str. 41. Max. Teilnehmerzahl: 25. Anmeldung erwünscht unter Tel. RS 464705 (Hospizbüro) Di: 10.30-12 Uhr, Do: 16-18 Uhr.

Wupperverband / Sanierung von Straße und Gehweg auf dem Staudamm der Wuppertalsperre abgeschlossen. Im Auftrag des Wupperverbandes wurden auf dem rund 320 Meter langen Staudamm der Wupper-Talsperre die Straße und der Gehweg saniert. Die Arbeiten konnten nun abgeschlossen und die Straße wieder freigegeben werden. Der Bus fährt wieder die normale Route. Es handelt sich um eine Anliegerstraße, die nur von Anliegern und Bussen befahren werden darf. Die Arbeiten hatten im November begonnen. Die Fahrbahndecke hatte einige Schadstellen und wurde daher stellenweise instand gesetzt. Der Gehweg auf der Wasserseite des Staudamms wurde auf der gesamten Länge komplett erneuert.

Kurzmeldungen zu späteren Terminen siehe nächste Seite:

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ImmobilienBörse 2019: Zeit für etwas Neues

Pressemitteilung der Stadtsparkasse Remscheid

Für Samstag, 23. März, lädt die Stadtsparkasse Remscheid zum neunten Mal zur ihrer beliebten ImmobilienBörse ein. Von 10 bis 15 Uhr präsentieren rund 30 Aussteller in der Hauptstelle an der Alleestraße aktuelle Immobilienangebote und informieren über ein breites Themenspektrum rund um die eigenen vier Wände. Ein Schwerpunkt der Messe wird in diesem Jahr auf Modernisierung und Sanierung von Immobilien liegen. Junge Familien, die auf der Suche nach dem ersten Eigenheim sind, Hauseigentümer, die ihre Immobilie fit für die Zukunft machen wollen oder Menschen, die sich mit dem Wohnen im Alter auseinandersetzen – für die verschiedensten Interessen bietet die ImmobilienBörse der Stadtsparkasse ein breit gefächertes Angebot. „Das Interesse am Erwerb einer Immobilie in unserer Stadt ist enorm. Auf unserer ImmobilienBörse können sich die Interessenten einen guten Überblick über die Angebote in Remscheid verschaffen“, sagt Herbert Thelen, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse Remscheid. Die anhaltende Niedrigzinsphase spiele Interessenten für Immobilienkauf- und -sanierung in die Hände. Selbstverständlich sind die Sparkassen-Experten für Baufinanzierung vor Ort. Denn bei der Finanzierung komme es darauf an, die individuell richtige Lösung zu finden, auf deren Grundlage dann gemeinsam ein Finanzierungsplan erstellt werde, erläutert Thelen.

Mit ins Boot geholt hat die Stadtsparkasse weitere Aussteller mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Neben Immobilienanbietern sind vor allem Remscheider Fachbetriebe aus Mittelstand und Handwerk stark vertreten, wenn es um Fragen zu Modernisierung und Sanierung geht. Nicht zuletzt sind zukunftsweisende Renovierungen am Eigenheim hinsichtlich der Altersvorsorge wichtig, um den Wohn- und Wiederverkaufswert des Objekts zu erhöhen. „Die Käufer interessieren sich zunehmend für Immobilien mit einem erhöhten Modernisierungsbedarf“, sagt Fabian Günther, Leiter des Sparkassen-ImmobilienCenters, das im letzten Jahr Immobilien im Wert von 9,4 Millionen Euro vermittelt hat. „Unsere Erfahrung und unsere große Kundenkartei versetzen uns in die Lage, Immobilienverkäufer erfolgreich mit potentiellen Käufern zusammenzubringen“, ergänzt er.

Mit dem S-ImmoPreisfinder hat die Sparkasse in Kooperation mit dem ibb Dr. Hettenbach Institut ein neues Tool aufgelegt, um den Wert der eigenen Immobilie schnell und professionell ermitteln zu lassen. Nach ein paar Klicks erhalten Interessenten binnen weniger Minuten per E-Mail ihre individuelle Wohnmarktanalyse. Dazu benötigt der S-ImmoPreisfinder nur wenige Eckdaten, um den aktuellen Richtwert für Haus oder Wohnung zu ermitteln. Leicht verständliche Ergebnisse und eine fachliche Expertise bieten besonders im Preisvergleich die bestmögliche Orientierung für alle Beteiligten.

Immobilien sind weiterhin auch für Kapitalanleger von Interesse. Auch für sie hat die Stadtsparkasse Remscheid ein besonderes Angebot. „Wir haben Objekte in München, Hamburg, Berlin und Aachen im Portfolio. Es handelt sich dabei um Studentenwohnheime, die einen besonderen Komfort bieten“, erklärt Fabian Günther. Alle vier sind beliebte Studentenstädte und es mangelt an Wohnraum. Insofern sind Studentenwohnungen aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage eine sichere Kapitalanlage. (Ann-Kristin Soppa)

Mit Herbert Wehner über den Roten Platz

Mit dieser Broschüre hat die Stadt Remscheid den vielen Remscheider Frauen, die wegen ihrer politischen Überzeugung, menschlichen Verantwortung oder aus ganz persönlichen Gründen während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und inhaftiert wurden, ein Denkmal gesetzt. Die teilweise umfangreich geschilderten Lebensschicksale waren ganz unterschiedlich und haben mich sehr berührt. Ich lernte die politisch engagierten Frauen als starke, selbständig denkende und handelnde Persönlichkeiten kennen, die teilweise ihre männlichen Partner an Aktivität und Kreativität übertrafen. Viele hatten auch vor der Nazizeit wichtige politische Funktionen bekleidet. Nur wenige Frauen standen im Schatten ihrer männlichen Partner oder sonstigen Familienangehörigen. Ihren Beitrag zur Menschlichkeit in einer unmenschlichen Welt ans Licht treten zu lassen und sie nicht zu vergessen, ist die Absicht dieser Broschüre.
Die 2. Auflage dieser Broschüre aus dem Jahr 2007 hält die Erinnerung wach an die vielen Frauen und Männer, die in der Zeit des Nationalsozialismus litten und ermordet wurden.

(Christel Steylaers, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte)

Margarete Müller wurde am 7.8.1904 in Lennep, das 1929 nach Remscheid eingemeindet wurde, geboren. Sie kam aus einer Arbeiterfamilie: Die Mutter war von Beruf Köchin und der Vater Heizer und Maschinist. Sie und ihre Geschwister erlebten die schwere Zeit des 1. Weltkrieges als Heranwachsende. Der Vater war im Krieg und die Mutter musste die Familie ernähren und Feilen im Schraubstock bearbeiten. „Wir Kinder mussten mit hungrigem Magen den schweren Wagen voll beladen mit den Feilen zur Feilenfabrik Offermann in Lennep fahren“, berichtete Margarete Müller in ihren Aufzeichnungen. „Meine Mutter kämpfte wie ein Löwe um etwas Milch für meine kleine Schwester, die 1915 geboren wurde. Sie beschwerte sich am Rathausamt Lennep über schlechtes Brot, in dem Steine und Asche waren.

Margarete Müller hat schon mit 13 Jahren in der Granaten-Fabrik Haas in Lennep an einer Drehbank arbeiten müssen. Sie schreibt: „Im Winter bei bitterer Kälte mussten wir jungen Mädchen die Rohlinge, die auf dem Fabrikgelände aufgestapelt waren, von Hand zu Hand in den Betrieb bringen. Dabei klebten die Rohlinge an den erstarrten Händen und rissen die Haut ab.

Nach dem Krieg war sie als Spinnerin und als Zuschneiderin in Textilbetrieben tätig. Die Eltern waren zunächst Mitglieder der USPD. Die Mutter war später Mitbegründerin der KPD in Lennep. Auch Margarete Müller wurde Mitglied des Kommunistischen Jugendverbandes (KJVD) und der KPD. Sie arbeitete aber auch in einer Reihe anderer Arbeiterorganisationen mit: dem Arbeiter-Sportverein, den Naturfreunden, dem Freidenkerverband, dem Esperanto-Club und dem Arbeiter-Fotografenverein.

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Pressemitteilungen der Stadt in aller Kürze

Verkehrsbehinderungen von Schüttendelle bis Amtsgericht. Im Auftrag der Telekom werden auf der Bundesstraße 229 von der Schüttendelle Richtung Amtsgericht bis voraussichtlich Montag, 8. April, Rohre verlegt. Hierzu muss die Fahrbahn hinter der Kreuzung Lange Straße in Richtung Amtsgericht auf eine Spur verengt werden. Der Verkehr wird auf der verbliebenen Fahrspur an der Baumaßnahme vorbeigeführt. Mit Verkehrsbehinderungen ist zu rechnen.

Gasleitungsarbeiten auf der Hastener Straße schreiten voran. Im Zuge ihrer Installation von Gasleitungen in der Hastener Straße verlegt die Firma Bohlen & Doyen bis voraussichtlich 7. Mai neue Gasrohre im vierten Abschnitt zwischen Richardstraße und Krimstraße auf einer Länge von etwa 120 Metern. Dazu wird die Fahrbahn Richtung Remscheid Innenstadt gesperrt. Der Verkehr wird einspurig mit Hilfe einer Ersatzampelanlage an der Baustelle vorbeigeführt.

Probleme mit der Webcam. Einem Leser des Waterbölles ist aufgefallen, dass die Rathaus-Webcam am 27.2.2019 das letzte Mal online war. Eine Nachfrage im Rathaus ergab, dass es in der Tat zurzeit ein technisches Problem gibt, an dem gearbeitet wird. Pressesprecherin Viola Juric: „ Wir hoffen auf eine schnelle Lösung!“

Stadtwerke Remscheid / Fahrgastbefragung auf allen SR-Linien. Bis zum 14. April führt der Verkehrsbetrieb der Stadtwerke Remscheid eine Fahrgastbefragung und -zählung auf allen SR-Linien und SR-Fahrzeugen durch. Dazu wird die GVS Gesellschaft für Verkehrsberatung und Systemplanung mbH aus Hannover ab Montag mit 35 Mitarbeitern in den Bussen präsent sein. Die Daten werden mit mobilen Datengeräten erfasst und über WLAN an die Zentrale in Hannover übermittelt und dort ausgewertet. Mit der Befragung der Fahrgäste wird die Nachfrage im ÖPNV detailliert erhoben, hochgerechnet und ausgewertet und liefert eine wesentliche Grundlage für die Planungs- und Steuerungsaufgaben sowie die Kundenzufriedenheit.

Straßenbeleuchtung für den Kimmenauer Weg. Der Kimmenauer Weg in Lennep erhält auf der Länge von rund 700 Metern eine Straßenbeleuchtung. Die Arbeiten dauern voraussichtlich vier Wochen (bis Mitte April). Insgesamt werden sechzehn Lichtpunkte installiert. Wegen der Bauarbeiten ist Durchfahrt von Teilbereichen der Straße in beide Richtungen für rund eine Woche gesperrt. Eine Umleitung wird ausgeschildert. Fußgänger sind hiervon nicht betroffen.

Bürgersprechstunde der Bezirksvertretung Alt-Remscheid. Am Mittwoch, 20. März, bietet die Bezirksvertretung Alt-Remscheid ihre nächste Bürgersprechstunde von 16.30 bis 17.30 Uhr im Rathaus Remscheid, Raum 121, an. Bezirksbürgermeister Otto Mähler lädt interessierte Bürgerinnen und Bürger zu Gesprächen über die Belange des Stadtbezirks ein. Die dabei gewonnenen Anregungen und Hinweise sollen in die Arbeit der Bezirksvertretung einfließen.

Kuh-Geschichten in der Kinder- und Jugendbibliothek. Jeden Mittwoch ab 16 Uhr wird in der Kinder- und Jugendbibliothek, Scharffstr. 4-6, eine halbe Stunde lang vorgelesen, Am 20. und 27. März liest Kuni Viedenz-Ketzer Kindern zwischen vier und zehn Jahren lustige Geschichten von der Kuh Lieselotte vor.

Bildungsveranstaltung für Schüler in der EMA. Seit November 2015 fährt die UNESCO-zertifizierte Multivision „REdUSE“ rund 2.000 Schulen in Deutschland an, so im September 2016 auch das im Leibniz- und das Gertrud-Bäumer-Gymnasium oin Remscheid. Am Donnerstag, 21. März, iist „REdUSE“  nunerneut in Remscheid zu Gast – diesmal im Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium. Hintergrund: Der Rohstoffverbrauch nimmt in Deutschland und weltweit weiter zu. Fast sämtliche natürlichen Ressourcen sind übernutzt, ihre Vorkommen drohen zu erschöpfen. Um den künftigen Generationen die materiellen und ökologischen Grundlagen zu erhalten, ist ein nachhaltiger Umgang mit unseren Ressourcen unausweichlich. Damit sind viele Fragen verbunden, die die Grundlage dieser Bildungskampagne darstellen. Projektträger ist „Die Multivision e.V. Verein für Jugend- und Erwachsenenbildung“ in Zusammenarbeit mit dem Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU). Projektpartner sind die Verbraucherzentrale NRW und Oxfam Deutschland e.V.

Hilfreiche Bücher in der MKS-Begegnungsstätte. Im Rahmen der Reihe „Themen, die bewegen“ stellt die Bibliothek am Donnerstag, 21. März, 18.30 Uhr in der Begegnungsstätte der Musik- und Kunstschule hilfreiche Bücher, Spiele und andere Medien vor, die für alle in der Flüchtlingsarbeit Tätigen hilfreich sein können. Anschließend besteht die Möglichkeit, die „Willkommensbibliothek“ zu besichtigen und Medien auszuleihen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. (Seit 2018 ist die Musik- und Kunstschule im Kommunalen Bildungszentrum Begegnungsstätte für geflüchtete und nicht geflüchtete Menschen und bietet interkulturelle und multinationale Veranstaltungen.)

Mehr Lebenskraft mit Qigong. Qigong bedeutet "Pflege der Lebensenergie" und hat in China eine lange Tradition. Dort entwickelten die Menschen eine Vielzahl von Übungen, die überwiegend mit fließenden und langsamen Bewegungen durchgeführt werden, mit dem Ziel, Körper, Geist und Seele in Harmonie zu bringen und damit positiv auf die Gesundheit zu wirken. Am 19. März, beginnt ein Kurs, der 12 x dienstags jeweils von 11.15 bis 12.30 Uhr im Ämterhaus, Raum 227, Elberfelder Str. 32, stattfindet. Entgelt: 59 Euro. Kursleitung: Andrea Knorr. Schnupperkurs Dienstag, 5. März, 11.15 - 12.30 Uhr, für vier Euro.

Spätere Termine/Veranstaltungen siehe nächste Seite:

 

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Denkerschmette: Programm im März

Dienstag, 19. März, 16 Uhr
„Wolle macht süchtig“
Stricken ist wieder gesellschaftsfähig
Nadeln und Wolle einpacken und  vorbeikommen. Offener Handarbeitstreff mit Cornelia Schmidt.

Donnerstag, 21. März, 15 Uhr
Bridge für Fortgeschrittene

Samstag, 23. März,
15 Uhr: „Wo? – Das bergische Fehlersuch-Buch“ Michael Itschert stellt interessierten Besuchern heute ein besonderes Buch vor.
Fehlersuche im Städtedreieck
19 Uhr: Ton in Ton“ Noch von Träumen kühl  durchwoben. Lyrik trifft Folk – Jazz. Mit Angela Heise und Stefan Coesfeld.
Eintritt frei, der Hut geht rum…

Sonntag, 24. März, 11bis 17 Uhr
2. Kunsthandwerkermarkt
Wieder mit großem Kuchenverkauf. Ostern und Frühling lassen grüßen

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Immer wieder gerne ins Deutsche Werkzeug-Museum

Freitag, 22. März, 19 Uhr
Leckeres Obst in flüssiger Form
Wir wissen alle, dass Obst sehr gesund ist und unbedingt zum Speiseplan gehören sollte. Manche Menschen mögen es aber in seiner eigentlichen und natürlichen Form nicht so gerne. Hierfür haben wir eine Lösung: Obst in flüssiger Form. Allerdings sind damit keine Obstsäfte gemeint.
Spaß beiseite! Am Freitag, 22. März, um 19 Uhr werden wir gemeinsam verschiedene Obstbrände verkosten und zwei ganz unterschiedliche Regionen und ihre Besonderheiten kennenlernen. Dazu gehören natürlich auch die Herstellungsmethoden und deren Eigenheiten. Es ist spannend, wie die intensiven Gerüche bereits einen Eindruck vom Geschmack geben und wie fein die Geschmacknuancen sind. Ganz entscheidend ist aber, dass keiner der Brände scharf oder brandig schmeckt. Durch den Abend führen der 1. Vorsitzende des Förderkreises Deutsches Werkzeugmuseum, Michael Schwerdtfeger, sowie Museumsleiter Dr. Andreas Wallbrecht. Die Kosten für diese Veranstaltung betragen pro Person 29 Euro. Bitte melden Sie sich unter der Tel. RS 162519 oder E-Mail Werkzeugmuseum-Hiz@remscheid.de">Werkzeugmuseum-Hiz@remscheid.de  bis spätestens 20. März an.

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NaturTreff zum Thema "Frühlingserwachen"

Nur teilweise abhängig vom bisherigen Wetterverlauf erwacht die Natur schon im März aus dem Winterschlaf. Biologe Jörg Liesendahl stellt am Freitag, 22. März, im NaturTreff am Nachmittag einige Aspekte des Frühlingserwachens in der Natur vor. Der NaturTreff am Nachmittag richtet sich in erster Linie an Damen und Herren im Alter 50+, aber natürlich sind auch jüngere TeilnehmerInnen herzlich willkommen.Die Veranstaltung findet statt am 22.  März von 15 bis 17 Uhr in der Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13. Die Teilnahme kostet sechs Euro pro Person.Um Anmeldung wird gebeten unter info@natur-schule-grund.de" target="_blank">info@natur-schule-grund.de oder Trl. RS 3748239.