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Sind auch die Preise für die DOC-Grundstücke gestiegen?

Eine interessante Einwohnerfrage liegt den Mitgliedern der Bezirksvertretung Lennep zur Sitzung am 29.Mai vor. Es geht um den im März 2014 zwischen der Stadt Remscheid und dem DOC-Investor McArthurGlen über ein Tochterunternehmen in Luxemburg abgeschlossenen Grundstückskaufvertrag über ca. 72.000 Quadratmeter zum Preis von 15 Millionen Euro.  Der / die namentlich nicht genannte Bürger(in) bezieht sich in ihrer/seiner Eingabe auf die Pressemitteilung des Gutachterausschusses für Grundstückwerte der Stadt Remscheid vom 14. Mai, wonach die Preise für bebaute und unbebaute Grundstücke in Remscheid zum dritten Mal in Folge gestiegen sind. Also auch die Preise für die DOC-Grundstücke, ist die Schlussfolgerung. Zitat aus der Bürgeranfrage: „Auch die Baukosten für die Verlagerung der Sportstätte Hackenberg, sowie die Kosten für die Erschließung und Ertüchtigung der Infrastruktur steigen kontinuierlich. Seinerzeit wurde mitgeteilt, dass ‚die Stadt Remscheid die Kaufgrundstücke nicht unter Wert verkaufen darf, damit der Verkauf nicht als unzulässige Beihilfe qualifiziert wird, was die Nichtigkeit des Vertrages zur Folge hätte‘. Unter der in der Pressemitteilung erwähnten Bodenrichtwertkarte unter www.boris.nrw.de stehen für die DOC-Grundstücke allerdings keine aktuellen Werte zur Verfügung.“  

In diesem Zusammenhang interessiert den / die Fragesteller(/in), ob mit dem Grundstückskaufvertrag hinsichtlich dem Eintritt der aufschiebenden Bedingung zwischen der Stadt und dem Investor Fristen vereinbart worden sind und wie hoch die aktuell ermittelten Bodenrichtwerte für die bereits erschlossenen/unerschlossenen DOC-Grundstücke sind.  
Eine weitere Frage: „Der Investor unterhält in der Lenneper Altstadt Büroräume zwecks Beratung potenzieller Mieter. Wie viele Mieter konnten schon gewonnen werden, und welche konkreten Planungen gibt es zu dem bereits vor einiger Zeit angekündigten Tourismus-Konzept für Remscheid, insbesondere Lennep?“

Hugo Paul: Nur kurz 1948 im Parlamentarischen Rat

Der Parlamentarische Rat, gewählt von elf deutschen Länderparlamenten in den drei Westzonen gewählte Versammlung, kam in Bonn erstmals im September 1948 zusammen, um am politischen Neuanfang Deutschlands demokratische Prinzipien festzulegen. Am 8. Mai 1949 verabschiedete der Parlamentarische Rat das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland. Gleichzeitig ebnete er mit dem Wahlgesetz zur Bundestagswahl und den Bestimmungen für die Bundesversammlung den Weg zur ersten Bundestagswahl am 14. August 1949  und zur ersten Bundespräsidentenwahl am 12. September 1949.

Zu den 65 stimmberechtigten Mitgliedern des Parlamentarischen Rates gehörte zeitweilig auch Hugo Paul aus Remscheid. Der gebürtige Hagener (28.10.1905), der in Remscheid die Volksschule besucht und bei den Mannesmann-Motorenwerken eine dreijährige Lehre zum Autoschlosser absolviert hatte, trat 1923 in die KPD ein. Nach dem Verbot der Partei durch die Nationalsozialisten wurde er im Juni 1933 inhaftiert und im November 1934 wegen "Vorbereitung zum Hochverrat" zu zweieinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach der Haft in folgten Jahre in den Konzentrationslagern Esterwege und Sachsenhausen. Im Mai 1939 kam Hugo Paul schließlich wieder frei und arbeitete als Werkzeugmacher in Wermelskirchen, wurde zugleich aber auch wieder im Untergrund für die KPD aktiv. Im Januar 1943 wurde er erneut verhaftet und blieb im Gefängnis bis April 1945.

Unmittelbar nach Kriegsende wurde Paul wieder politisch aktiv und stieg in der KPD in führende Positionen auf (Landesvorsitzender 1948 - 1949). Von 1946 bis 1950 war Hugo Paul Mitglied des Nordrhein-Westfälischen Landtags und von August 1946 bis Februar 1948 Minister für Wiederaufbau in Nordrhein-Westfalen. Im Sommer 1948 wurde Hugo Paul vom Landtag in den Parlamentarischen Rat gewählt, legte aber schon im Oktober sein Mandat aus innerparteilichen Gründen nieder. (Heinz Renner,  Nachfolger von Hugo Paul für die KPD im Parlamentarischen Rat, verweigerte am 8. Mai 1949 die Unterzeichnung des Grundgesetzes.)

Von 1949 bis 1953 gehörte Paul als Abgeordneter dem Deutschen Bundestag an. Innerparteilich geriet er 1949/50 in die Kritik und wurde von seinen Funktionen im KPD-Landesverband entbunden. Nach 1953 wurde er mehrfach verhaftet, u.a. wegen Hochverrats und Staatsgefährdung. Mitte der 1950er Jahre nutzte er einen Hafturlaub, um sich in die DDR abzusetzen. Er starb am 12. Oktober 1962 in Ost-Berlin.

Erweitertes Führungszeugnis dient dem Kindeswohl

Mini-Demo für Erhalt des Sportplatzes Neuenkamp“, titelte der Waterbölles am 13. Mai. Mit Schildern von Kita-Kindern hatten Maurien Heinz (Kita Ahörnchen) und Elke El Ghorchi (Schulpflegschaftsvorsitzender der Walter-Hartmann-Grundschule) am Rande des Sportplatzes Neuenkamp betont, wie wichtig der Sportplatz für die Grundschule und beiden Kindertagesstätten Ahörnchen und Sedanstraße seien. Darauf könnten die Schule und die Kitas nicht verzichten. Und BV10-Geschäftsführer Berthold Fahl hatte Kooperationsvereinbarungen mit den benachbarten Kitas in Aussicht gestellt. Das könne der Sportverein gerne anstreben, meint Sportdezernent Thomas Neuhaus. Solche Kooperationsvereinbarungen gehören zu den inneren Schulangelegenheiten, die keine Angelegenheit der Stadt Remscheid sondern, sondern der Schulaufsicht. Und die hat in Remscheid Schulrätin Brigitte Dörpinghaus. Diese und andere Beteiligte hat Neuhaus einen Tag nach dem Waterbölles-Bericht, am 14. Mai, per E-Mail gebeten, darauf zu achten, dass zur Nutzung des Sportplatzes eine Kinderschutzvereinbarung mit dem Sportverein vorliege. Der BV 10 verfüge noch nicht über eine solche Vereinbarung, die dem Schutz des Kindeswohls dienen soll.

Dazu gehört, wie sich über Google im Internet unschwer in Erfahrung bringen lässt, dass alle beteiligten Fachkräfte über Verfahren und Instrumenten im Kinderschutz unterwiesen werden müssen. Auch der Sportverein BV 10 Remscheid hat zur Nutzung des Sportplatzes durch Schulen und Kitas gemäß § 72a SGB VIII die persönliche Eignung seiner haupt-, neben- und ehrenamtlich Tätigen zur Wahrnehmung der Aufgaben in der Jugendhilfe sicherzustellen, etwa die Eignung seiner ehrenamtlicher Übungsleiter/-innen, dokumentiert durch erweiterte Führungszeugnisse. Aber auch Betreuer und Betreuerinnen von Arbeitsgemeinschaften an Schulen sind zu einem erweiterten Führungszeugnis verpflichtet, das alle drei Jahre aktualisiert werden muss.

Feuerwanzen attackieren keine Menschen

Am sonnenbeschienenen Hang leuchtet es dem Fotografen rot entgegen. Dutzende Gruppen von Feuerwanzen bildeten dort eine Hochzeitsgesellschaft. Feuerwanzen Sie sind nicht nur Vegetarier. Mit einem Saugrüssel stechen sie andere Instekten, beispielsweise Blattlkäuse, injezieren einen giftigen Verdauungssaft und saugen ihn dann wieder aus. Aber keine Angst - Menschen werden nicht attackiert. Um die Insekten fern zu halten, kehre man sie am besten zusammen und setze sie im Grünen aus, denn sie sind im Kreislauf der Natur bestimmtnützlich.

Klärchens Schängerei No. 7

Wiar enn Utwaal von Schangwördern opp Remschedder Platt. Do kann sech jeder wat uutsöken wat he bruuken kann. Ett gütt doch föll in Remschedd.

Knallkopp = Knallkopf
Schloopüll = allgemeines Schimpfwort
Schmaitlappen = dünner Mensch
Loftekus = Luftikuss
Fazüner = origineller Mensch
Nackaasch = Nachtarsch
Lüüsebrink = jemand der verliert
Ondout = den Schalk im Nacken
Schlodderkopp = verlodderter Mensch
Dollhäuer = verrückter Mensch
Bangaasch = Gruppe von Personen
Gaulecker = jemand nach dem Mund reden
Pöätaasch = allgemeines Schimpfwort
Krooskopp = kurmeliger Mensch
Souhongk = Sauhund
Härengsbendeger = jemand der gern angelt
Schlabberschnute = loses Mundwerk
Schoopskoop = dummer Mensch
Ferkesdriewer = jemand der gern andere für sich arbeiten lässt
Blöüel = allgemeines Schimpfwort
Drömmelaasch = jemand der sich Zeit lässt
Rotzjong = Rotzjunge
Kappeskopp = allgemeines Schimpfwort
Früüshippe = frierender Mensch
Jomerlappen = Jammerlappen
Lüögenbalg = Lügner
Schängschnute = jemand der nur schimpft
Trampeldier = versteht sich von selbst
Dööskopp = passt nicht auf
Pimmock = Dauerdoof
Schmeärlappen = schmieriger Mensch
Lulamm = einfältiger Mensch
Lodderwief = verloddertes Weib
Fuulbalg = fauler Mensch
Schlabberjux = allgemeines Schimpfwort
Prümer = eingeschnappter Mensch
Jöfferken = Jungfer
falschen Hielegen = falscher Heiliger
Drügschliepen = unlustiger Mensch
Ferkeskopp = unsauberer Mensch
Pechelbruoder = Trinker

Bös strackes önker Klärchen

Ricke ist Zaungast schon im dritten Jahr

Die Streuobstwiese der Stadt Remscheid zwischen der Fichtenstraße und der Straße „Am alten Flugplatz“ im Neubaugebiet Hohenhagen. Direkt an der Anliegerzufahrt zu den Häusern Fichtenstraße 98 sucht ein „Zaungast“ nach Futter – Körner, die von den beiden Futterstellen für Vögel zu Boden gefallen sind, aber auch der blühender Weißdorn mundet der Ricke offenbar gut, auch wenn sie sich dazu gehörig recken muss. Schon in den vergangenen zwei Jahren kam das Reh zu Besuch. Es hat auf der Obstwiese mit dunklen Ecken, dicht mit Brennnesseln bewachsen, offenbar die Ruhe, die es braucht, um sein Kitz zur Welt zu bringen. Merke: Etwa 96 Prozent aller Rehkitze werden im Mai und Juni geboren.

Denkerschmette: Programm im Mai

Donnerstag, 23. Mai, 19 Uhr
Skat und Rommé
Mitspieler/-innen gesucht

Freitag, 24. Mai, 19.30 Uhr
Interaktiver Vortrag
Workshop unter dem Motto „Erkenne und lebe Dein wahres Selbst“. Heutiges Thema: „ Die krankhafte Ego-Matrix gleicht  einer geladenen Batterie. Diese zu entladen, ist der Weg der Selbstheilung.“Dauer 2,5 bis drei Std., Kostenbeitrag 20 Euro, Anmeldung unter 02191 – 460 4711
Leitung: Clemens Müller.

Samstag, 25. Mai, 15 Uhr
Mitsingnachmittag
Es ist wieder soweit…
Unser Frühlingscafé ist geöffnet:
Lieder zum Mitsingen, Geschichten zum Zuhören, den leckersten Kuchen und den besten Kaffee.  Genießen Sie den Nachmittag mit
Ulla Wilberg und Ulla Peters.

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Konjunktur verschlechtert sich auf hohem Niveau

Pressemitteilung der Bergischen Industrie- und Handelskammer

„Die konjunkturelle Entwicklung in der Region ist leicht rückläufig. Die Abkühlung des Konjunkturklimas ist im Wesentlichen auf die verschlechterte Geschäftslage und die eingetrübten Erwartungen zurückzuführen.“ Mit diesen Worten fasst Michael Wenge, Hauptgeschäftsführer der Bergischen IHK, das Ergebnis der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage zusammen. An dieser hatten 475 Unternehmen mit insgesamt 22.500 Beschäftigten teilgenommen. Trotzdem werde die aktuelle Geschäftslage noch ganz überwiegend positiv bewertet. Immerhin 40 Prozent der Unternehmen geben ihr die Note gut, weitere 46 Prozent sind zufrieden und nur 14 Prozent sind unzufrieden. „Der Geschäftslageindex sinkt damit um weitere sechs Punkte auf einen Wert von derzeit plus 27 – im längerfristigen Vergleich ist das immer noch ein überdurchschnittlicher, respektabler Wert“, erläutert Wenge.

Remscheid liege mit einem Indexwert von plus 31 aktuell im Städteranking vorn; dieser sei jedoch sieben Punkte niedriger als noch zum Jahresanfang. Die Wuppertaler Wirtschaft beurteilt ihre Lage mit plus 26 sogar einen Punkt besser als zuletzt. Der Solinger Lageindex hat hingegen 18 Punkte eingebüßt und liegt derzeit bei plus 24. Bei den künftigen Geschäftsaussichten liegen Wuppertal und Solingen in der Nähe der Null-Linie, bei der Optimismus und Pessimismus gleich stark ausgeprägt sind. In Remscheid werden die Geschäftsaussichten mit einem Erwartungsindex von minus fünf überwiegend negativ eingeschätzt.

Im Branchenvergleich konnten das Gastgewerbe und der Einzelhandel ihre Geschäftslage deutlich verbessern. Die anderen Wirtschaftszweige entwickelten sich eher rückläufig, wenn auch von einem hohen Niveau aus – etwa die unternehmensnahen Dienstleister mit einem Lageindexwert von plus 35. Insgesamt fällt allerdings auf, dass sich sämtliche Indexwerte bei den diversen Umfragekriterien verschlechtert haben. Während die tatsächliche und erwartete Umsatzentwicklung noch leicht positiv sind, sind die realisierten und prognostizierten Betriebsergebnisse sowie die erwartete Geschäftslage überwiegend eher rückläufig. „Die protektionistische amerikanische Handelspolitik wird als besonders bedrohlich für die wirtschaftliche Entwicklung des eigenen Unternehmens gesehen. Neben der künftigen Nachfrageentwicklung bleibt der Fachkräftemangel ein gravierendes Hemmnis. Dahinter verblassen etwas die anderen Risikofaktoren, wie die vielfältigen Belastungen durch mehr Bürokratie, die Auto- oder die Bankenkrise“, so der IHK-Hauptgeschäftsführer abschließend.

Maßnahmen zur Unterstützung von Alleinerziehenden

Pressemitteilung des SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf und Dr. Stefanie Bluth, stellvertretende Vorsitzende der SPD Remscheid

„Alleinerziehende können die Verantwortung für die Erziehung und für ein ausreichendes Einkommen mit einem anderen Elternteil teilen, sondern müssen oftmals alles allein stemmen. Das ist eine enorme Belastung. In der Regel sind es Frauen, die davon betroffen sind“, erläutert Dr. Stefanie Bluth, stellvertretende Parteivorsitzende der SPD Remscheid und Mitglied des Rats der Stadt Remscheid. „Sie sind meist auf eine Ganztagsbetreuung für die Kinder angewiesen, denn das ist eine wichtige Voraussetzung, um einer geregelten Arbeit nachgehen zu können und nicht SBG II-Leistungen beziehen zu müssen. Nach einer aktuellen Studie des DGB sind 45 Prozent der Alleinerziehenden hier bei uns in NRW auf Hartz IV angewiesen. Damit ist fast jede zweite Alleinerziehenden-Familie betroffen.“

In Deutschland leben rund 1,5 Millionen Eineltern-Familien mit minderjährigen Kindern, allein in Nordrhein-Westfalen waren es 327.000 nach der letzten bundesweiten Statistik (2017). Das sind 18,2 % und die Zahlen sind steigend. „Wer fast sein gesamtes Einkommen für die Lebenserhaltungskosten ausgeben muss, kann nichts zurücklegen und ist dann eher gefährdet, sich zu überschulden, wenn unerwartete Ausgaben dazukommen“, so der Landtagsabgeordnete Sven Wolf. „Viele alleinerziehende Mütter und Väter können ihren Kindern schon aus finanziellen Gründen nicht die gleichen Bildungsangebote und Freizeitbeschäftigungen ermöglichen wie das Elternpaare können. Alleinerziehende haben außerdem viele Vorteile nicht, die Ehepaaren rechtlich zustehen, wie das Ehegattensplitting zu nutzen oder sich beim Ehepartner in der gesetzlichen Krankenversicherung mitzuversichern. Hinzu kommt, dass unterm Strich meist weniger Zeit für das Zusammensein mit den Kindern bleibt. Wir bringen heute einen Antrag in das Plenum ein, um Alleinerziehende gezielt zu unterstützen. Darin haben wir der Landesregierung einen umfangreichen Katalog von Einzelmaßnahmen vorgestellt, die insgesamt helfen, die Situation von Alleinerziehenden entscheidend zu verbessern.“

„Der Antrag enthält viele gute Ansätze: Gutscheinsystem für haushaltsnahe Dienstleistungen, ergänzende Kinderbetreuung zuhause, Weiterbildung in Teilzeit, Programme zum Wiedereinstieg in den Beruf. Auch bei Väterelternzeit und Familienerholung kann noch mehr passieren, um präventiv vor Erschöpfung zu schützen. Denn fällt bei in einer Einelternfamilie dieses Elternteil krankheitsbedingt längerfristig aus, so hat das gravierende Konsequenzen auch für die Kinder.“, meint Stefanie Bluth, „Über die Hälfte der erwerbslosen Alleinerziehenden wollen gerne arbeiten. Dazu müssen aber die Bedingungen stimmen.“ – „Schlussendlich geht es auch darum, steuerliche Nachteile für Alleinerziehende auszugleichen und auf den Bund einzuwirken, eine Kindergrundsicherung einzuführen, die alle staatlichen Leistungen der Kinderförderung zu einer einheitlichen finanziellen Leistung zusammenführt. Die Landesregierung ist hier gefordert, sich auf Bundesebene für die vielen Alleinerziehenden in unserem Bundesland einzusetzen!“, betont Sven Wolf.

Für neue Trasse wird ein Bebauungsplan aufgestellt

Intzestraße mit ‚Duchstich‘ zur Lenneper Straße“, titelte der Waterbölles am 22. Juni 2017, nachdem Heinrich Ammelt vom Zentraldienst Stadtentwicklung, Wirtschaft und Liegenschaften der Bezirksvertretung Süd den Planentwurf einer Verlängerung der Intzestraße („Durchstich“)  über die Baisieper Straße hinweg, links am alten Wasserturm vorbei, bis zu einem neuen Kreisverkehr auf der Lenneper Straße in Höhe des TBR-Bauhofs vorgelegt hatte. Bei Realisierung dieses Plans würde die Straßenbrücke für den Fahrzeugverkehr verzichtbar werden und könnte allein den Fußgängern gewidmet werden (bei Abbruch der alten Fußgängerbrücke). Eine direkte Verlängerung der Intzestraße bis zur Lenneper Straße entlang des Bahndamms sei im Vergleich zu einem Brückenneubau die kostengünstigste Lösung, hatte damals Udo Wilde erklärt, Abteilungsleiter im Bereich Verkehrstechnik/Steuerung der Technischen Betriebe Remscheid.

Nach Klärung der Grundstücksverhältnisse – die Stadt kaufte ein  Einfamilienhaus neben der Brücke auf –  sollen nunmehr durch die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 677 die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die neue Straßentrasse geschaffen werden. Eine entsprechende Beschlussvorlage der Verwaltung steht auf der Tagesordnung der BV Süd am 22. Mai. „Nach erfolgter bautechnischer Prüfung ist im Laufe der nächsten Jahre damit zu rechnen, dass eine grundlegende Erneuerung der Brücke Intzestraße erforderlich wäre“, heißt es in  der Vorlage. „Die Brücke ist aus dem Jahr 1896 und hat im Moment noch eine Tragfähigkeit bis 30 Tonnen. Sie ist für die heutige hohe Verkehrsbelastung zu schmal, die Fahrbahnbreite von 5,20 Metern erlaubt normalerweise nur Begegnungsverkehr für Pkw.“ Realisiert wird das Projekt voraussichtlich erst ab 2021.

Zugesagte Reform des KiBiz nur ein Reförmchen

Pressemitteilung des SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf

„Durch die Reform des KiBiz wird nicht grundsätzlich etwas verbessert. Wir brauchen eine grundlegendere Änderung, damit die Einrichtungen die umfangreichen Aufgaben im Verwaltungsbereich schultern können, “ meinte der SPD- Landtagsabgeordnete Sven Wolf Sven Wolf nach einem Gespräch mit Frank Busch, dem Verwaltungsdirektor des Evangelischen Kirchenkreises Lennep. „Ich würde mir wirklich wünschen, dass in jeder Einrichtung ständig eine Stelle für eine Praktikantin oder einen Praktikanten im Anerkennungsjahr nach der Erzieherausbildung zur Verfügung steht“, hatte Frank Busch betont. „Der Mangel an Erzieherinnen und Erziehern hat nicht zuletzt auch mit der Bereitstellung von zu wenigen Stellen für das Anerkennungsjahr zu tun.“

Der berufliche Teil nach der Fachausbildung in der Schule sei Pflicht. Hier dürfe kein Nadelöhr entstehen, so Busch. Zudem sei der Verwaltungsaufwand aufgrund der vielen Personalvorgänge und -wechsel im Kindergartenbereich besonders hoch. Dies bilde das KiBiz nicht ab. Das läge unter anderem an den beinahe jährlich wechselnden Arbeitszeiten und daran, dass viele Erzieher selbst Elternzeit nehmen oder Erzieherinnen schon bei Beginn ihrer Schwangerschaft durch ärztlich festgestellte Berufsverbote ausscheiden.

Auch das Essensgeld führe zu erhöhten Verwaltungsaufwand. „Warum wird das Essensgeld nicht direkt über die Kommunen mit den Beiträgen eingezogen?“, fragte Busch. Das senke den doppelten Aufwand in zwei Behörden. So ließe sich dann auch gewährleistet, dass jedes Kind Essen in den Kindertagesstätten bekommt.

Die SPD-Landtagsfraktion wird am Mittwoch einen Antrag vorlegen, in dem sie anstelle der Kindpauschalen eine feste Einrichtungsfinanzierung aus Sockel und zusätzlichen Zuschüssen nach Belegung, Sozialraum und Art der Einrichtung fordert. Sie fordert ferner, den Sachkostenbereich realistisch zu bemessen und in die KiTa-Finanzierung einfließen zu lassen. „Die bisher angekündigten Maßnahmen der Landesregierung zur Reform des KiBiz bleiben weit hinter den Erwartungen zurück. Hier muss noch mehr passieren. Wir werden weiterhin mit den Trägern vor Ort diskutieren und uns im Landtag für eine auskömmliche Finanzierung einsetzen“, erklärte Sven Wolf.

CDU und SPD halten an Drogeriemarkt fest

„Potenziale für die Entwicklung der Nahversorgung im Südbezirk ermitteln“, ist der Antrag von SPD und CDU überschrieben, der morgen auf der Tagesordnung der Sitzung der Bezirksvertretung Süd steht. Die Fraktionen möchten die Verwaltung beauftragen, „insbesondere die Grundversorgung bisher unterversorgter Bereiche und neue Angebote für den gesamten Südbezirk (u.a. Ansiedlung eines Drogeriemarktes) im Einklang mit dem Einzelhandelskonzept der Stadt Remscheid in den Fokus“ zu nehmen. Begründung: „Die Bürger im Südbezirk wünschen sich schon lange weitere Angebote für die tägliche Versorgung, insbesondere ein Drogeriemarkt und ein Vollsortimenter werden oft genannt. Eine möglichst zu Fuß zu erreichende Einkaufsmöglichkeit ist ein zentraler Faktor für die Wohn- und Lebensqualität im Stadtbezirk. Von einer wohnortnahen Versorgung profitieren breite Bevölkerungsschichten wie Familien mit Kindern, Senioren oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität, damit sie die täglichen Einkäufe leicht und schnell erledigen können. Durch die in den letzten Jahren im Südbezirk entstandenen Neubaugebiete (Hohenhagen, Sonnenhof, Ehringhausen) sind neue Bedarfe entstanden. Hieraus ergeben sich auch neue Potenziale für die Ansiedlung von Nahversorgungsmärkten. Hierzu müssen geeignete Standorte gefunden werden, um die Nahversorgung im Südbezirk zu verbessern. Darüber hinaus müssen auch neue qualitative Angebote für den Südbezirk erschlossen werden. Hier ist insbesondere der schon seit langem gewünschte Drogeriemarkt zu nennen. Hier muss ein Standort gefunden werden, der ein solches attraktives Angebot für den gesamten Südbezirk bieten kann.“  Je nach Ergebnis der Prüfung könnten dann „Grundstückseigentümer und Betreiber gezielt angesprochen werden“, meinen die Antragsteller.