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Erst kommen die Fakten und dann kommt die Kritik

Waterbölles-Kommentar

„Erfahren Sie Details zu Planungsstand, Standortfrage und Impfablauf“, kündigte die Stadt Remscheid gestern ihr Video mit Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Guido Eul-Jordan an, dem Chef der Remscheider Feuerwehr. Das war, sagen wir mal: vollmundig! Denn zum Standort des Impfzentrums sagt im Video, das der Waterbölles heute veröffentlichte, weder der OB noch der Feuerwehrchef etwas. Das hätten sie besser getan. Es wäre eine gute Gelegenheit gewesen, die Nachricht von Sportdezernent und Corona-Krisenleiter Thomas Neuhaus in dem Video von Freitag zu präzisieren. Die hatte so geheißen: „Der Remscheider Corona-Krisenstab hat heute beschlossen, das Corona-Impfzentrum an der Sportanlage Hackenberg zu platzieren.“

Das löste prompt in den sozialen Medien Diskussionen aus. Am Sportzentrum? Doch wohl eher im Sportzentrum! Etwa gar in der großen Sporthalle? Die ist gegenwärtig die einzige, in der Rollhockey-Bundesligisten IGR Remscheid noch spielen kann. Denn die Sporthalle Neuenkamp, die Rollhockey ebenfalls zulässt, wurde Ende Oktober (wieder) zum Notkrankenhaus umfunktioniert und fällt seitdem für den Sport gegenwärtig aus.

Werden also womöglich Remscheids Rollhockeyspieler unverschuldet in eine sportliche Auszeit geschickt? Wer das als feststehende Tatsache annimmt und darauf im Internet lautstarke Kritik aufbaut, könnte morgen schon kleinlaut werden. Denn das Sportzentrum Hackenberg besteht nicht nur aus der großen Sporthalle, sondern gleich daneben befindet sich auch noch eine kleinere Halle. Für die spielen Feuerwehrchef Eul-Jordan und sein Team gerade alle Eventualitäten des neuen Corona-Impfzentrums durch. Ohne Standortbezug sagt Eul-Jordan im heutigen Video: „Das Impfzentrum muss bis 15. Dezember einsatzbereit sein, um Impfserum jederzeit in Empfang nehmen zu können.“ Zuerst sei die Impfung von Risikopatienten vorgesehen. Für diese müssten die Hausärzte Impfrezepte für das Impfzentrum ausstellen. Später seien Corona-Impfungen auch in den Arztpraxen vorgesehen. Sobald der Impfstoff in Remscheid eingetroffen sei, werden mobile Impfteams die örtlichen Altenheime zwecks Impfung der Heimbewohner aufsuchen, berichtete der Feuerwehrchef weiter.

Fehlt also nur noch die klare Aussage zur Halle für die stationären Impfteams! Aber morgen sind im Rathaus ja wieder alle an Bord… Da dürfte die Zeit der Spekulationen und voreiligen Kritiken also schon bald vorbei sein. Hoffentlich.

OB und Feuerwehrchef zum geplanten Impfzentrum

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Leider ist eine 78-jährige Remscheiderin mit Covid-19 verstorben. Möglicherweise litt sie an Vorerkrankungen. Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell 259 Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter Quarantäne befinden. Damit gibt es insgesamt 1.993 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. 1.696 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 38 Menschen sind leider verstorben. Aktuell meldet das RKI für Remscheid auf dieser Basis eine Inzidenzzahl von 138,3 (Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen auf 100.000 Einwohner ). Zusätzlich gibt es mit heutigem Datum 876 Personen, die als Verdachtsfälle unter häuslicher Quarantäne stehen.

Die Krankenhäuser vermelden 28 positive Fälle in stationärer Behandlung, darunter neun intensivpflichtige Behandlungen (vier beatmet). , Stand 27.11.2020 (Das sind nicht unbedingt Remscheiderinnen und Remscheider.).

Coronabedingt gehen in der GGS Kremenholl sechs Kinder der Klasse 2a sowie neun Kinder der OGS-Gruppe 2a und 13 Kinder der OGS-Gruppe 2b in Quarantäne.

Zum geplanten Impfzentrum im Sportzentrum Hackenberg (Planungsstand, Standortfrage und Impfablauf) äußern sich Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und der Chef der Remscheider Feuerwehr, Guido Eul-Jordan, in diesem Video.

Wochenrückblick vom 23. bis 29. November 2020

Als der Lennepe Bach noch den Schellenberg hinunter floss

von Dr. Wilhelm R. Schmidt

Liebe Freunde des Bergischen Landes, liebe Lenneper,
Nach dem Lindenberg und dem Gartenberg in Lennep wenden wir uns heute dem Lenneper Schellenberg zu. Der Begriff ist den Lennepern bekannt, da zwischen dem Alter Markt und dem Mollplatz eine Straße "Am Schellenberg" heißt.

In den Niederschriften des Heimatforschers Paul Windgassen heißt es: Der Lennepe Bach  lief früher als offener Bachlauf den Berg hinunter durch den Garten des Rats- und Gerichtsschöffen Johann Wilhelm Paas (später Arnold Hardt) in einen hinter dem Wohnhaus Poststraße 9 liegenden Sammelteich. Der Überlauf dieses Teiches, der später zugeschüttet wurde, führte über die heutige Poststraße in den so genannten Pörtzches Teich, der unter dem 1927 abgebrochenen Spritzenhaus lag. Eine kleine Grünfläche ist heute darüber angelegt. Seinen Namen hatte der Teich von einer kleinen Pforte oder Pförtgen in der alten Stadtmauer.

Ein Überlauf dieses Teiches führte sein Wasser durch die Sackgasse über den Markt und die Kronenstraße. In der Kölner Straße vereinigte er sich mit dem östlichen Lennepe-Quellbach, und beide liefen weiter in den alten Schlammteich unterhalb des späteren Hallenschwimmbads, der außerhalb der alten Stadtmauer lag. Ein zweiter Überlauf des Pörtzches Teiches lief über die heutige Poststraße in den später überwölbten Brandteich auf dem heutigen Bismarckplatz, der auch "Schürmanns Teich" oder "Brandteich vor dem Cölner Tor" genannt wurde. Von hier aus lief das Wasser längs der heutigen Wupperstraße (früher lange Zeit Steinstraße)  in die Wiesen, die vor Anlage der Wupperstraße nahe dem späteren Holzplatz der Firma Wender & Dürholt lagen.

In der Mitte des Schellenberges lag der große „Platz vor dem Lüttringhauser Tor“ (heute Mollplatz). Der östliche Teil war schon früh bebaut. An der Stelle des späteren Denkmals von 1889 standen dort in alten Zeiten mehrere Wohnhäuser und kleine Fabriken. Der Fahrweg um die Stadt, heute "Am Thüringsberg", war damals tiefliegend und sehr schmal. Gegenüber des Lebensmittelgroßhandels von Thomas an der Ecke zur heutigen Lüttringhauser Straße stand das Anwesen von Martin Käsmacher, der dort eine Badeanstalt betrieb. Er empfahl sich mit kalten, warmen, Dusch-, Stahl-, Salz- und anderen Bädern. Später war dort die Wirtschaft von Tacke mit Nebenhaus und Hofraum, dahinter ein kleines Wohnhaus mit Färberei und ein Wolllager. Das Wirtshaus mit angebautem Nebenhaus lag in der heutigen Straßenfläche, so dass der Eingang zum Thüringsberg damals nuir halb so breit war wie heute. Anfang der 1860er Jahre brannte das Wirtshaus mit Nebenhaus ab; da konnte die Straße dann verbreitert werden. Die Färbereianlage und das Wolllager wurden für die Anlage des Kaiserdenkmals im Jahre 1888 angekauft und abgebrochen, ebenfalls das daran anschließende Wohnhaus von Johann Wilhelm Strohn, der unterhalb zum Gänsemarkt hin seine Fabrik hatte.

Die heutige Poststraße war ebenfalls ein ausgetretener Hohlweg, der sich bis zum Kölner Tor (heutige Bismarckplatz) hinzog. Das Hotel Berliner Hof entstand wie auch die weiteren alten Gebäude am heutigen Mollpatz um 1830. Auf dem großen Platz vor dem Lüttringhauser Tor soll im Mittelalter das sogenannte Tirvelshäuschen gestanden haben, später auch Drieselhäuschen genannt, in dem Schwerverbrecher öffentlich ausgestellt wurden. Das Häuschen, ein Käfig aus Eisen oder Holzstäben gebaut, konnte nach allen Himmelsrichtungen gedreht werden. Der Verbrecher konnte sich deshalb nicht verstecken, er konnte von allen Seiten gesehen werden.  Nach den Aufzeichnungen des Baumeisters Albert Schmidt entstanden alle direkt am heutigen Mollplatz liegenden Gebäude in den 1820er Jahren bis 1830.

Mit den Steinen der alten Stadtmauer und des Lüttringhauser Tors pflasterte man die "Cöln-Berliner–Staatsstraße", die zuvor nur aus einem schmalen ausgefahrenen Weg bestanden hatte. Auch im Berliner Hof zur Neugasse hin sollen derartige Steine verarbeitet sein. Gegenüber dem Berliner Hof entstand damals das Haus Poststraße 1 (später Mollplatz 7), das im 19. Jh. nacheinander mehreren Industriellen und Kaufleuten wie Luckhaus und Springmann, u.a. auch dem  Spinnereibesitzer Albert Karsch (1810-1868) gehörte. Im Revolutionsjahr 1848 tagte hier in den Sälen im ersten Stock eine bürgerliche Revolutionsgesellschaft. Im Jahre 1910 erwarb der Reg.-Baumeister a.D. und Lenneper Baumeister Arthur Schmidt das große Anwesen für seine Familie.

Über den Lenneper Schellenberg ging ein uralter Weg von Lennep zum Hohenhagen. Die heutige Schlachthofstraße und die Gartenstraße wurden erst beim Bau der Eisenbahn von Rittershausen über Lennep nach Remscheid angelegt. Die meisten Wohnhäuser in dieser Gegend entstanden erst nach dem fast gänzlichen Fall der Stadtmauern um 1815 und nach der Anlage der Eisenbahn ab 1867 (Eröffnung 1. September 1868).

Wertstoffhof soll weiter auf das Deponiegelände ziehen

„Der Wertstoffhof Solinger Straße hat sich im Laufe der Jahre zu einem festen Be-standteil der Remscheider Abfallwirtschaft entwickelt. Demensprechend wurde er immer besser durch die Bürger angenommen. Die Nutzung der Einrichtung zur Entsorgung diverser Abfälle und Wertstoffe nahm ständig zu, so dass sie in der jetzigen Form und Größe den gewachsenen Ansprüchen gerade noch gerecht wird. Um die steigenden Anforderungen auch in Zukunft noch erfüllen zu können, ist eine Erweiterung des Wertstoffhofs erforderlich. Voraussetzung dafür ist jedoch eine Verlegung des Annahmebereichs auf die angrenzende Deponiefläche und damit verbunden die endgültige Abdichtung der Deponie. Die Abdichtung der für den Wertstoffhof vorgesehenen Deponiefläche wird in 2022/2023 erfolgen. Bis dahin sollen das Genehmigungsverfahren und die Vorbereitungen für den Bau der neuen Anlage erfolgen.“ (aus: „Bericht zur Remscheider Abfallwirtschaft 2019“. Er steht am 8. Dezember auf der Tagesordnung des Betriebsausschusses für die Technischen Betriebe Remscheid)

„KuK ma!“ zu Besuch bei Haases Papiertheater

Auf den Internetseiten von www.kuk-remscheid.de wird derzeit die Vielfalt und Kreativität der Kulturschaffenden in Remscheid deutlich. Durch Links auf die Profile der heimischen Künstlerinnen und Künstler und am heutigen Samstag durch das Projekt “Vaillant Kunst und Kultur in Remscheid” mit einem Tag voller Online-Programm. Es ist das Startsignal für viele weiter Aktionen, die Maximilian Süß und sein Team in den folgenden zwei Wochen in Remscheid präsentieren werden – in den „KuK-Schaufenstern“ in der Innenstadt, aber auch auf der Internet-Plattform von YouTube. In diesem  Video stellt Maximilian Süss das Papiertheater und Museum der Familie Haase vor: "KuK ma!" (Kamera und Schnitt: Jan Christoph Heinsch Musik mit freundlicher Unterstützung von : https://www.musicfox.com/)

Die Seite www.kuk-remscheid.de lädt zum Stöbern ein. Einfach mal schauen und mit ein paar Klicks das breite Spektrum der Remscheider Kunst- und Kulturszene erkunden. Interessante, unterhaltende und spannende Inhalte genießen, Kunst und Kulturschaffende kennenlernen und Neues entdecken. Orte der Kunst und Kultur finden, auch solche, die man vielleicht nicht erwartet hätte.

Termine im evangelischen Kirchenkreis Lennep

Ev. Auferstehungs-Kirchengemeinde
Die weihnachtlich gedeckten Plätze bleiben in diesem Jahr leer
Die aktuellen Entwicklungen zur Eindämmung des Coronavirus lassen es leider in diesem Jahr keine Seniorenadventsfeier in der Kirchengemeinde zu. Schweren Herzens haben wir uns deshalb entschlossen, diese traditionellen und beliebten Feiern in den drei Gemeindehäusern an der Versöhnungskirche, in Esche und an der Johann-Sebastian-Bach-Str. 18 ausfallen zu lassen. Um unseren Gemeindegliedern, die wir zu den Seniorenadventsfeiern eingeladen hätten, trotzdem eine Freude zu machen, haben wir eine kleine Überraschungspost vorbereitet, die in den nächsten Wochen an die Senioren verschickt wird. Wir hoffen, dass wir uns bald wieder in den Gruppen, Kreisen oder bei Gottesdiensten wiedersehen. Bis dahin möchten wir aber noch einmal daran erinnern, dass unsere SeelsorgerInnen stets ein offenes Ohr haben für Sorgen, Nöte, Fragen oder einfach zum "kallen". Sie erreichen uns unter den Kontaktdaten im Gemeindebrief oder auf unserer Website www.auferstehungs-kgm.de. (Laura Pires Rodrigues)

Pfarrerin Anne Simon. Fotoi: Bettina Osswald.

Sonntag, 29. November, 15 Uhr
Einführung von Pfarrerin Anne Simon
Die Evangelische Auferstehungs-Kirchengemeinde Remscheid bekommt eine neue Pfarrerin. Darum lädt das Presbyterium der Auferstehungs-Kirchengemeinde Remscheid herzlich zur Einführung von Pfarrerin Anne Simon als Nachfolgerin von Pfarrer Ulrich Wester ein. Der Gottesdienst findet am Sonntag, 29. November, um 15 Uhr in der Lutherkirche statt. Die Einführung übernimmt Pfarrerin Antje Menn, Superintendentin des Kirchenkreises Lennep. Wegen der leider begrenzten Teilnehmer-Zahl wird der Gottesdienst aufgezeichnet und auf der Homepage https://www.auferstehungs-kgm.de/ abrufbar sein.

So, 29. November, 1. Advent
Andacht to go: verfasst vom Team des hand-in-hand-Gottesdienstes der Ev. Kirchengemeinde Bergisch Born

Umwelt- und klimaverträgliches Autofahren im Winter

Bei den derzeit frostigen Nachttemperaturen ist morgens Eiskratzen am Pkw angesagt. Dabei verhalten sich weit mehr als die Hälfte aller AutofahrerInnen aber falsch, nehmen unnötige Umwelt- und Klimabelastungen in Kauf und riskieren sogar noch ein Bußgeld. Den Motor im Stand warmlaufen zu lassen, ist nicht nur verboten, sondern auch sinnlos, wie z.B. der ADAC nachgewiesen hat (https://www.adac.de/verkehr/verkehrssicherheit/wetter/motor-warmlaufen-lassen/). Während der Motor in Wahrheit im Stand nur geringfügig wärmer und damit der Fahrzeug-Innenraum nur wenig erwärmt wird, werden bei dieser Verbrennung fossiler Energieträger giftige und klimaschädliche Gase freigesetzt. Der Spritverbrauch ist bei Kälte und im Stand deutlich höher, ebenso der Motorverschleiß.
 
Wie es richtig geht, erläutert Jörg Liesendahl von der Natur-Schule Grund: "Wer kann, deckt mindestens die Frontscheibe des Fahrzeugs über Nacht von außen ab, da entfällt das Eiskratzen in der Früh zumindest auf dieser Scheibe.
Der Eiskratzer sollte an allen Fenstern des Autos zum Einsatz kommen und den kompletten Sichtbereich von Eis befreien. Das Freikratzen sollte vor dem Einsteigen ins Auto erfolgen.Beim Einsteigen sollte darauf geachtet werden, möglichst wenig Feuchtigkeit oder Schnee und Eis an Kleidung und Schuhen ins Auto zu bringen. Insbesondere bei Schnee ist das Abklopfen der Schuhe außerhalb des Fahrzeuges zu empfehlen.
Beschlagene Scheiben im Inneren des Fahrzeugs sollten vor Fahrtantritt mit einem Trockentuch gereinigt werden. Dabei wäre es sinnvoll, das Trockentuch über Nacht im Hause zu haben und dort zu trocknen, um optimale Aufnahmefähigkeit für Feuchtigkeit zu erzielen.
Erst nach Freikratzen und Reinigung ggf. beschlagener Innenscheiben sollte dann der Motor gestartet und das Fahrzeug sofort bewegt werden, denn während der Fahrt werden sich Motor und in der Folge auch die Innenraum-Luft schnell erwärmen."

Flüchtlinge brauchen Rat in vielen Fragen

Offener Brief an Dr. Joachim Stamp,
Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration
des Landes Nordrhein-Westfalen

Sehr geehrter Herr Minister Stamp,
immer noch kommen Menschen auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung nach Remscheid. Damit sie gut und sicher ankommen können, brauchen sie Beratung in den vielen Fragen, die das Leben in unserer Stadt betreffen. Das Land NRW hat diese Beratung bislang finanziert – aus guten Gründen. Denn je besser Menschen über die Bedingungen in Deutschland Bescheid wissen, desto leichter können sie sich zurecht finden, Fallstricke bewältigen und ihr Leben meistern. Das fördert die Integration und ermöglicht ein friedliches Zusammenleben.

Jetzt kürzt das Land diese Mittel um ein Fünftel. Das hat zur Folge, dass die beiden Remscheider Träger Leistungen nicht mehr oder nicht mehr vollständig anbieten können. Sie verfügen nicht über ausreichende eigene Mittel, um die Kürzungen zu kompensieren. Einer unserer Träger sagt aus, dass er die Arbeit wahrscheinlich einstellen werden muss, der andere denkt über Einschränkungen nach. Das wäre nicht nur bedauerlich, sondern ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die bislang Erhebliches zur Integration der Geflüchteten beigetragen und damit das Zusammenleben in unserer Stadt, die stolz auf ihre Internationalität ist, für alle so viel leichter gemacht haben.

Sehr geehrter Herr Minister Stamp, wir haben den Eindruck, dass diese Kürzungen ohne nennenswerte Rückkopplung mit den Trägern und der Beschäftigung mit den realen Bedingungen vor Ort erfolgen sollen, und bitten Sie, die Entscheidung nochmals zu überdenken und mit den Trägern den Austausch zu führen. Wir laden Sie herzlich ein, sich vor Ort an Bild von der Arbeit zu machen, die sich im Laufe der vergangenen Jahre immer wieder den neuen Herausforderung angepasst hat und ihr Angebot  stets optimiert und professionalisiert hat.
Mit freundlichen Grüßen
David Schichel                        Jutta Velte
Fraktionsvorsitzender              Integrationspolitische Sprecherin

Krisenstab:Sorgsam mit Feuerwerk umgehen

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Bei ihrer gemeinsamen Beratung zur Bekämpfung der SARS-Cov2-Pandemie haben die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 28. November unter anderem beschlossen, öffentlich veranstaltete Feuerwerke zu untersagen und die Verwendung von Pyrotechnik auf – von den örtlichen Behörden zu bestimmenden –  belebten Plätzen und Straßen zu verbieten. Größere Gruppenbildung soll vermieden werden. Auf lokaler Ebene sieht der Remscheider Krisenstab keine Notwendigkeit, mit gezielten Verboten auf diesen Beschluss zu reagieren. Es gibt in Remscheid weder öffentlich veranstaltete Feuerwerke, noch gibt es Festplätze, für die ein gesondertes Verbot auszusprechen wäre. Somit liegt die Entscheidung für das Abbrennen von Silvesterböllern – und das selbstverständlich unter Einhaltung sämtlicher Vorgaben der Coronaschutzverordnung – in der Verantwortung der Remscheiderinnen und Remscheider.

Darüber hinaus gibt die Remscheider Ordnungsbehörde zu bedenken: Ein unsachgemäßer Umgang mit Silvesterknallern kann auch zu schweren Verletzungen führen. Feuerwerkskörper können Menschen in Schrecken versetzen, Fassaden beschädigen oder sogar Brand auslösen. Deswegen erinnert die Behörde zum Silvesterfest ausdrücklich daran, dass das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern – das betrifft insbesondere die Lenneper Altstadt und den Stadtkern von Lüttringhausen – aus Sicherheitsgründen verboten ist. Dieses Abbrennverbot gilt übrigens bundesweit.

SPD regt Nachschlagewerk für Senioren an

Zur Sitzung des Seniorenbeirates am 2.Dezember hat die die SPD-Fraktion angeregt, der Beirat möge die Verwaltung mit einem Handbuch/Nachschlagewerk für Remscheider Einwohner*innen über 60 beauftragen, „in dem alle relevanten Organisationen, Verein, städtischen Einrichtungen, Begegnungsstätten, Treffpunkte, Ärzte, Bibliotheken etc. aufgeführt werden. Dieses Handbuch soll sowohl in gedruckter als auch elektronischer Form publiziert werden und abrufbar sein.“ Begründung: „Für ältere Menschen, aber auch deren Angehörige, ist ein möglichst umfangreiches Nachschlagwerk mit Informationen und Tipps von großer Bedeutung. Hier können in gebündelter Form für alle Bereiche des täglichen Lebens wichtige Institutionen und Ansprechpartner*innen sowie die dazugehörigen Adressen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen zur Verfügung gestellt werden.“ Ähnliche Broschüren/Handbücher gebe es bereits in anderen Kommunen in NRW, so Klaus Grunwald, Sprecher der SPD-Fraktion im Seniorenbeirat.