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Wochenrückblick vom 13. bis 19. August 2018

 

OB nahm Einladung als Seniorenberater gerne an

Volles Haus bei Einweihung des Seniorenbüros“, titelte der Waterbölles am 29. August 2017. Tags zuvor hatten Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und die Seniorenbeiratsvorsitzende Elke Rühl die neue Anlaufstelle für alle Fragen rund ums Älterwerden – ein langgehegter Wunsch des Seniorenbeirates – in den früheren Räumen von „Radio Kappen“, Markt 13, eröffnet. Untergebracht sind dort ferner die Projektbüros von Mosaik und "Stadtteilmanagement". Ein Resümee über das erste Betriebsjahr der neuen Anlaufstelle für Ältere zogen gestern Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Ralf Krüger (Behinderten- und Seniorenbeauftragter der Stadt) gemeinsam mit den Seniorenbeiratsmitgliedern Elke Rühl (Vorsitzende), Philipp Veit (stellvertretender Vorsitzender), Inge Brenning und Bernhard Schmid. Und sie waren sich einig: Das Seniorenbüro kann zwar keine Beratung in den Fachämtern ersetzen (Pflege-, Wohn- bzw. Sozialberatung), ist mit seinem niederschwelligen Angeboten durch Ehrenamtler und Fachleute (Versorgungsamt, Sicherheitsberater, Polizei, Wohlfahrtsverbände) aber eine hervorragende Ergänzung. Burkhard Mast-Weisz: „Alle Beteiligte haben außerordentlichen Dank verdient!“

Angeboten werden am Markt auch „Erste Hilfe für Senioren“, allerdings ohne Mund-zu-Mund-Beatmung, wie einer Teilnehmerin auffiel. Hinzukommen soll demnächst Hilfestellung beim Einrichten von Smartphone/Handy und Tablet. Das wollen sieben Mitglieder des neuen Jugendrates übernehmen. Ralf Krüger: „Die Angebote entwickelt wir aus der Nachfrage!“ Über die Fülle der Anfragen sei er überrascht gewesen. Ein paar Stichworte: Testament („Darüber kann ich mit meinen Kindern nicht reden!“), Vorsorgeverfügung, Erreichbarkeit von Arztpraxen, defekte Heizung im Winter in Betreutem Wohnen, Suche nach einem barrierefrei zu erreichenden Fotografen für ein Passbild, Rollstuhlfahrer in einer Wohnung im Obergeschoss eines Hauses, in dem für drei Monate wegen Reparatur der Aufzug ausfallen soll. (An diesem Problem werde „noch gearbeitet“, so Krüger.)

Der Seniorenbeirat übernimmt von den jährlichen Kosten für das Beratungsbüro knapp 4.000 Euro. Inzwischen weiß er: Das ist gut investiertes Geld. Denn in den ersten zwölf Monaten wurden dort rund 2.000 Kontakte verzeichnet. Das lag nicht zuletzt am zentralen, mit dem Bus gut zu erreichenden Standort, einer Schnittstelle von Markt, Alleestraße und Alter Bismarckstraße, gut vernetzt mit Kirchengemeinde, Diakonie und Caritas in der direkten Nachbarschaft. Und das lag auch daran, dass die Stadt in Annette Mores (Foto rechts) eine in der Seniorenarbeit sehr erfahrene Mitarbeiterin gefunden hatte. Sie beabsichtigt übrigens eine Zusatzqualifikation: Versicherungsälteste. Elke Rühl: „Den Remscheider Senioren hätte nichts Besseres passieren können; Annette Mores ist ein wahrer Glücksfall!“

Ehrenamtlich übernehmen auch die Mitglieder des Seniorenbeirats Beratungsstunden. Inge Brenning: „Herr Oberbürgermeister, besuchen Sie uns doch mal, machen Sie die Beratung doch mal mit! Das macht richtig Spaß!“ – Der PB: „Eine sympathische Idee. Diese Einladung nehme ich gerne an. Ich kann auch Kaffee kochen!“ Die Aussage von Inge Brenning, Migranten hätten die Beratungsstelle bislang noch nicht für sich entdeckt, konnte der Behinderten- und Seniorenbeauftragte gestern nicht bestätigen. Er habe auch schon Migranten der ersten Gastarbeiter-Generation aus dem europäischen Ausland (Spanien, Italien) beraten. „Keine türkischen, aber das kommt sicherlich noch!“.

Bis 2020 ist das Seniorenbüro am Markt gesichert. Was wird, wenn die beiden anderen „Untermieter“ (Mosaik, Stadtteilmanagement) nach Projektende ausgezogen sind, ist noch unklar. Aber: „Den Erfolg des Büros kann man nicht ignorieren!“, betonte der Oberbürgermeister gestern. Er will sich für die Fortsetzung der Beratungsarbeit einsetzen. Ralf Krüger hat da schon eine Vision: Ein „Service-Center“ für die Remscheider Senioren. Denn schließlich, so Elke Rühl, „wachsen Senioren immer wieder nach!“ – „Eine Generation mit Zukunft!“, folgerte Inge Brenning.

Rebecca Egeling freut sich auf erste Kontakte

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Während im und um das Theater während der sommerlichen Spielzeitpause noch umfängliche Bau- und Sanierungsarbeiten stattfinden (komplette Erneuerung der elektrischen Hauptverteilung, Sanierung der Dächer und Fassaden), beginnt am kommenden Dienstag, 21. August, um 10 Uhr die Theaterkasse mit dem Vorverkauf für die gesamte kommende Spielzeit. Die erste Vorstellung ist am Samstag, 9. September, mit „Freundschaft“ von den Hamburger Kammerspielen.

Damit die bereits per Post eingegangenen und zu erwartenden Kartenwünsche richtig verarbeitet werden können, ist die Theaterkasse vom 21. bis 25. August ausschließlich vormittags von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Im Webshop startet der Vorverkauf zeitgleich und läuft ab dann natürlich rund um die Uhr. Es gibt keinerlei zusätzliche Gebühren für im Webshop gekaufte Tickets, wenn diese zu Hause selbst ausgedruckt werden!

Am Mittwoch, 22. August, steht den Kundinnen und Kunden der Theaterkasse ab 10 Uhr auch Rebecca Egeling als Ansprechpartnerin zur Verfügung, die ab Oktober die künstlerische Programmverantwortung für das Teo Otto Theater übernimmt und dann bereits mit der Planung der übernächsten Spielzeit 2019/20 beginnen wird. Sie freut sich auf erste Kontakte mit dem Remscheider Publikum. Hierzu wird es gleich neben der Theaterkasse im unteren Foyer eine gemütliche Sitzecke geben.

Einladung zum "Lenneper Sommer 2018"

Samstag, 18. August, 18 Uhr
Karaoke
Schützenverein Eintracht Lennep 1928 e.V., www.schuetzenverein-eintracht.de
Fetenhits und Massenkaraoke unter freiem Himmel in der Lenneper Altstadt.  „Wir singen zusammen, nicht allein“ Fetenhits und Partykracher schmettern – Gaudi und Gänsehaut garantiert! Unter diesem Motto lädt der Schützenverein Eintracht Lennep 1928 e.V., zum Open-Air-Karaoke ein. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. (Arvchivfoto waterboelles.de)

Archiv-Video vom Beach-Feeling in Lennep 2016.

Noch bis Sonntag, 19. August, (Mo. bis Do. ab 18 Uhr, Fr., Sa. und So. ab 13 Uhr)
 Lenneper Beach
Lenneper Karnevalsgesellschaft e.V., König von Preußen & Zum Kirchenwirt; www.lenneper-karnevalsgesellschaft.de
13 Tage lang bieten wir Ihnen echtes Urlaubsgefühl mitten in der Lenneper Altstadt (Arvchivvideo waterboelles.de). Der obere Alter Markt verwandelt sich in einen Strand mit allem, was dazu gehört: Musik, Tanz, Essen, Trinken und viele Events für Groß und Klein.
Neben der neuen Auflage des Hudora-Soccer-Cups gibt es auch wieder das Sandburgenbauen.  Neu hinzu kommen die Aktivitäten rund um Badminton, Volleyball, Polo und Zumba, für die Kleinen Stockbrot backen und in der Woche ein abendliches Strandfeuer. Aktuelle Infos zum Programm und Veranstaltungszeiten auf www.facebook.de/lenneperbeach/

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Die 1950er in RS: Hotel Leyer, das "erste Haus am Platze"

Foto: Lothar Kaiser

Das Hotel Leyer war das '1. Haus am Platze'. Foto: Alfred Lambeck.Auch das sind die 1950er Jahre in Remscheid: Neuer Wohlstand breitet sich aus. In Bahnhofsnähe entstand an alter Stelle, auf der Ecke Bismarckstraße/Nordstraße – nun in den nüchternen Zweckformen der Zeit -  das Hotel Leyer, das „erste Haus am Platze", neu. Und auf dem Gästeparkplatz war neben bescheideneren Karossen auch der üppige „Adenauer-Mercedes" zu sehen. An gleicher Stelle wurde in späteren Jahren, dieser schlichte Hotelturm errichtet, das Investment eines Remscheider Unternehmers, das sich allerdings nicht rechnete. Seitdem hat das Hotel wiederholt den Besitzer gewechselt. (nach: „Remscheid. Bewegte Zeiten – Die 50er Jahre“, von Alfred Lambeck,Text und Fotos, erschienen 1999 im Wartberg-Verlag)

198 Azubis starteten ihre Grundausbildung

Pressemitteilung des Berufsbildungszentrums der Remscheider Metall- und Elektroindustrie gGmbH

154 Auszubildende in gewerblich-technischen Metall- und Elektroberufsbildern haben in dieser Woche ihre Grundausbildung im BZI begonnen. Das Berufsbildungszentrum leistet als Aus- und Weiterbildungszentrum der Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Solingen- Remscheid und des Arbeitgeber-Verbandes von Remscheid und Umgebung e.V. die überbetrieblichen Anteile der Ausbildung und ist damit ein dritter Lernort im dualen Ausbildungssystem.

Im ersten Ausbildungsjahr lernen die Auszubildenden die Grundlagen ihres jeweiligen Berufes. Für dieses Ausbildungsjahr konnte das BZI 15 Neukundenbetriebe für die überbetriebliche Zusammenarbeit in der Ausbildung gewinnen, die insgesamt 20 Azubis in die Ausbildung zum BZI geschickt haben. Zu den 154 externen Auszubildenden kommen noch 44 eigene Teilnehmer des BZI, die an Ausbildungsprojekten beziehungsweise an Ausbildungs- und Berufsvorbereitungsprojekten teilnehmen. Somit konnte Geschäftsführer Michael Hagemann und sein Team 198 Teilnehmern zum Start der Grundausbildung begrüßen.  Er freut sich über die hohe Anzahl der Auszubildenden, spricht es doch zum einen für die gute wirtschaftliche Lage der bergischen Industrieunternehmen, aber zum anderen auch für die gute Arbeit des BZI in den Projekten der Berufsorientierung, die Schülerinnen und Schüler für eine technische Ausbildung interessieren sollen.

 

Remscheider Institutionen berichten oder laden ein

Ausstellung im Lenneper Tuchmuseum. Mit dem Lenneper Tuchmuseum hat Heimatkundler Wilhelm R. Schmidt für den Herbst eine Ausstellung verabredet, die das „Bauen in Lennep und an der Wupper“ zum Thema haben soll. Während traditionell vor allem der Lenneper Baumeister, Architekt, Ingenieur und Talsperrenbauer Albert Schmidt als wichtiger Partner der Lenneper Industrieherren Hardt, Schürmann, Schröder u.a. bekannt ist, vermehren sich seit einiger Zeit jetzt digital gesicherte Dokumente auch über seinen Vater Christian Schmidt, der bereits im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts an der Wupper und in Lennep das Lenneper Baugeschäft betrieb und außer im Bereich der Wupperwehre mit überregional bedeutenden Architekten im Bergischen Raum zusammen arbeitete, u.a. Christan Heyden in Barmen und Julius Thomas in Neuss. Beide spielten im Industriebau an der Wupper eine besonders wichtige Rolle. Die Ausstellung wird  15 bis 18 Tafeln mit Bild- und Textinformationen umfassen.

Schule für Musik, Tanz und Theater / Rotationstheater, Jugendkunstschule Lennep e.V. / Bandprojekt-Woche mit Tomas Torres. In der letzten Woche der Sommerferien (Montag, 20. August, bis Freitag, 24. August, jeweils 11 bis 17 Uhr) bietet die Schule für Musik, Tanz und Theater eine Bandprojektwoche für Jugendliche ab 14 Jahren an. Sie beinhaltet ganz elementaren Dingen wie z.B.:, „Wie sollte eine Probe organisiert werden, um die erwünschten Musikalischen Zielsetzungen zu erreichen?“ bis hin zu „Wie kann man auf der Bühne ein Konzert gestalten?“ Zudem werden musikalische Elemente wie „Arrangements eigener Songs“ (Allgemeine Musik- und Harmonielehre) , Allgemeine Technikweisen  (Ton, Schallwelle, Frequenzen der Instrumente), und „Werbe Elemente“ besprochen und erprobt . Am Ende der Woche haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, die neu erworbenen Kenntnisse allen Freunden und Fans auf der Bühne des Rotationstheaters zu zeigen, in dem abschließend ein gemeinsames Konzert aufgeführt wird. Zu dem Ferienprojekt können sich anmelden: bereits bestehende Bands, die von einem erfahrenen Musikpädagogen gecoacht werden wollen, und Jugendliche ab 14 Jahren, die gerne mit anderen zusammen eine Band gründen möchten. Voraussetzungen für eine Teilnahme sind Grundkenntnisse auf einem der folgenden Instrumente: E-Gitarre, E-Bass, Schlagzeug, Saxophon, Keyboard/Klavier. Darüber hinaus sind in dem Projekt auch Sängerinnen und Sänger herzlich willkommen. Kursleitung: Tomas Torres (Band-Coach u.a. von „Apex“ und „Syvation“). Kostenbeitrag: 99 €. Infos und Anmeldung unter Tel. RS 661422 oder E-Mail rotationstheater.rs@t-online.de">rotationstheater.rs@t-online.de. (David Schmidt)

Bergischer Verlag, RS Gesellschaft für Informationstechnik mbH & Co. KG / Neuer Krimi aus der Reihe „Krimi Bergisches Land“ erschienen. „Bittere Wahrheit“ heißt das neue Buch von Petra Pallandt, der am 21. August in einer Wuppertaler Buchhandlung vorgestellt wird.. Ein spektakulärer Entführungsfall – Leonie, 17-jährige Tochter eines reichen Wuppertaler Industriellen, Musterschülerin eines privaten Elitegymnasiums – ist verschwunden. Allerdings gibt es lange Zeit weder Lösegeldforderungen, noch Bekennerschreiben aber auch keinen Abschiedsbrief oder gar eine Leiche…
Autorin Petra Pallandt nimmt in ihrem zweiten Krimi ihre Leserschaft mit auf eine spannungsreiche Ermittlung voller Vermutungen, Hinweise und überraschender Wendungen. Es gibt nicht nur schwarz oder weiß, schuldig oder unschuldig – dem Leser bleibt es letztendlich überlassen, ein moralisches Urteil über die Figuren zu fällen. (Christiane Rahrbach)

Die Lütteraten e.V. / Schminken wie die Profis. Mittwoch 22. August, 11 – 14 Uhr in der in der Stadtteilbibliothek Lüttringhausen: Ruth Nelles, Kosmetikerin aus Lennep, gibt Euch Tipps für richtiges Schminken und Pflegen der Haut. Für männliche und weibliche Teens von 12-16 Jahren, Höchstteilnehmerzahl zehn. Verbindliche Anmeldung erforderlich unter Tel. RS 16-2354.

Förderverein WohnQuartier Hohenhagen e.V. / Einladung zum wöchentlichen Boule-Spiel. Immer montags ab ca. 14.30 Uhr lädt der Förderverein WohnQuartier Hohenhagen e.V. zum geselligen und spannenden Boule- Spiel auf dem Platz des Stadtteil- und Gemeindezentrums Esche an der Eschenstraße ein. Interessenten melden sich bitte im Verein unter Tel. 02191/7891763. Die regelmäßigen Termine und die genaue Uhrzeit werden noch bekannt gegeben. Selbstverständlich ist die Teilnahme kostenlos. Der Verein freut sich über jeden Teilnehmer, ob jung oder alt. Weitere Infos über unseren Verein gibt es auf seiner Homepage.

Kurzmeldungen zu späteren Terminen auf der nächsten Seite:

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L’una Theater präsentiert „Sesam öffnet sich“

Foto: Michael ReulandSonntag, 19. August, 16 Uhr
Vom Viereck- ins Rollenland
Auf komödiantische Weise spürt das L’una Theater in dem Theaterstück „Sesam öffnet sich“ der Frage nach, wie es, auf eine Welt zu treffen, die vollkommen anders ist als die eigene. Zwei Wesen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, begegnen sich in diesem unterhaltsamen Kindertheaterstück. Da lauern Verunsicherung, so manches Missverständnis und viel Bereicherung. Wie immer ist der Eintritt frei!

Krick Kiste lebt im Viereckland und fühlt sich dort sehr wohl. Eine stabile Mauer umschließt sein Reich. Drinnen ist alles wunderbar überschaubar, herrlich geordnet und lässt sich problemlos stapeln. Doch eines Nachts geschieht etwas Merkwürdiges: Im Traum erscheint ihm eine Kugel. Und als er morgens erwacht, ist auf unerklärliche Weise seine Mauer einen Spalt geöffnet. Nach einem ersten Schreck nimmt er all seinen Mut zusammen und geht hindurch.

Eine abenteuerliche ECKxpedition beginnt, in der Krick mächtig ins Rollen kommt: Denn er ist im Kugelland, rutscht und schlingert nur so durch die Gegend und findet nirgends Halt. Als dann noch Bolle Ball erscheint und sich bei seinem Anblick vor Lachen nur so kringelt, eckt er bei ihm mächtig an. Mit einer Vielzahl an Instrumenten – u.a. Akkordeon, Klarinette, Percussion & singender Säge – werden die verschiedenen Wesenszüge unterstrichen.

 

Fraktion der Linken fragt nach Möblierung

In der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr am 13. September möchte die FRaktui9on der Linken von der Verwaltung gerne wissen, wie es um die Möblierung der Alleestraße bestellt ist. Zitat: „Auf unsere Anfrage zum Stand der Planungen wurde uns im April mitgeteilt, dass die im Rahmen des Revitalisierungskonzeptes vorgesehene Möblierung der Alleestraße  2019 startet und die Ausschreibungen für die Umgestaltung Scharffstraße und Fastenrathstraße bereits in Planung sind. Im Juni hat die Verwaltung mitgeteilt, dass die Möblierung der Alleestraße aufgrund einer Zweckbindungsfrist von Fördermittel erst im Jahre 2021 starten kann. Der aktuellen Mitteilungsvorlage 15/5204 ist nun zu entnehmen, dass die Zweckbindungsfrist in sechs Jahren nicht nur für die Möblierung Alleestraße, sondern auch für die Umgestaltung Scharff- und Fastenrathstraße erst im Jahr 2024 endet.“

In diesem Zusammenhang bittet die Fraktion um eine Aufstellung und realistische Terminierung aller Maßnahmen , die im Rahmen des Revitalisierungskonzeptes von dieser Zweckbindungsfrist betroffen sind, mit der Prämisse, keine Rückzahlungsverpflichtung einzugehen. Sie frage zugleich: „Wie hoch wäre die Rückzahlungsverpflichtung im Rahmen einer Umgestaltung von Teilflächen für die Maßnahme „Möblierung Alleestraße“ wenn diese, wie ursprünglich geplant, im nächsten Jahr starten würde?“

Alleestraße wurde 1971 zur Fußgängerzone

Die „Hauptschlagader der Seestadt auf dem Berge“ – die Alleestraße um 1930. Die Straße ist gepflastert, und das zweite Straßenbahngleis, mit dessen Verlegung 1907 begonnen wurde, ist auf dem Foto gut zu erkennen. Mit der durchgehenden Pflasterung der Straße war am 25. Mai 1900 begonnen worden. Um 1880 schrieb ein Chronist: "Die Straße ist ungepflastet und mit Straßengräben versehen. Die wenigen eineinhalb bis zweistöckigen Häuser sind an einer Hand abzulesen. Bei schönem Wetter ist der Staub eine Plage. Und beim Regen...". Dass die Allestraße ihrem Namen nicht gerecht wurde, fiel schon 1910 auf: "Es stehen zu wenige Bäume hier". (aus: „Remscheid. Ein verlorenes Stadtbild“, von Rolf Lotzmann, erschienen 1994 im Wartberg-Verlag)

Die Alleestraße ist die »Haupteinkaufsmeile« der Stadt. (…) Die alte Landstraße hat sich innerhalb von nur 50 Jahren zur Hauptgeschäftsstraße mit großstädti­schem Flair entwickelt. (…)Prägende Elemente des öffentli­chen Raums auf der Alleestraße sind die „Zange“ … und die drei Brunnen vor dem Allee-Center, den Alleearkaden … und dem Mark., (…) Die bauliche Entwicklung des werdenden Stadt­zentrums folgte im Laufe des 19. Jahrhunderts den vom Markt aus sternförmig angelegten Aus­fallstraßen. Während die Scheider Straße [heutige Alleestraße] bis in die späten 1820er Jahre noch völlig unbebaut war, erhielt sie 1853, während sie schon zu einem Großteil beidseitig bebaut war, Alleebäume. 1856 wurde sie schließlich in Allee­straße umbenannt.

Mit dem Bau der Straßenbahn 1893 hat sich der Charakter des Remscheider Stadtzentrums und besonders der Alleestraße maßgeblich verändert. Die Bäume der Alleestraße mussten der Oberlei­tung der Straßenbahn weichen. Zudem wurde die Alleestraße verbreitert und mit gründerzeitli­chen Wohn- und Geschäftshäusern neu bebaut. Mit dem Bau des Remscheider Rathauses 1906) ist die Bedeutung der Alleestraße weiter gewachsen, denn sie ist seitdem das Bindeglied zwischen dem gewachsenen Zentrum der Stadt und dem neuen Symbol der Großstadt.

1943, während des Zweiten Weltkriegs, wurde fast die gesamte der Remscheider Innenstadt in Schutt und Asche gelegt. (…) Im Laufe des Wirtschaftswunders der späten 50er und 60er Jahre des 20. Jahrhundert wurden die Baulücken im Stadtzentrum mit zeitgenössischer Architek­tur geschlossen. Gleichzeitig wuchsen die Verkehrsströme durch die steigende Anzahl an Pkw enorm. Der Markt hat sich in dieser Zeit zu einem durch Straßenbahnen, Busse und Pkw hoch be­lasteten Verkehrsknotenpunkt entwickelt. 1968 wurde der Straßenbahnbetrieb in Remscheid eingestellt. In den darauf folgenden Jahren [1971-74] wurde die Alleestraße zur Fußgängerzone umgestaltet. Durch Trennung der Verkehrsarten und die Be­grünung wurde die Haupteinkaufstraße auch zur Flaniermeile. Die Gestaltung der Fußgängerzo­ne entsprach dem Zeitgeist. Mit der Begrünung durch Pflanzbeete, die weit in die Straßenmitte ragten, und Bauten im Straßenraum wurde die Alleestraße in einzelne Abschnitte gegliedert. Der ursprüngliche Alleecharakter wurde allerdings nicht wieder hergestellt.

Durch den Bau des Allee-Centers 1986 an der oberen Alleestraße wurde die Zentralität der Remscheider Innenstadt weiter erhöht. (…) 1996 und 2008 folgten Erweiterungen des Baus. Heute reicht der Komplex bis an die Hochstraße und die Elberfelder Straße und es befinden sich dort neben Dienstleistern und Arztpraxen auf ca. 30.000 Quadratmetern Geschossfläche ca. 69 Fachgeschäf­te (ohne Gastronomie und Arztpraxen). Mitte der 1990er Jahre wurde der Block zwischen Allee-Center und Scharfstraße durch eine inner­städtische Bebauung, die die eingeschossigen Baracken („Stadthof“) ersetzt hat, neu definiert. Ende der 1980er Jahre wurden mit dem Bau der Wansbeckstraße die Voraussetzungen für eine weitere Vergrößerung der Fußgängerzone ge­schaffen, in der Folge wurde im Lauf der 1990er Jahre neben der Neugestaltung der Alleestraße auch der Markt umgebaut. (…) Mit dem Bau der Markthalle, die heute gastrono­misch genutzt wird, sollten die ursprünglichen Di­mensionen und Nutzungen des Marktes aus der Vorkriegszeit wieder hergestellt werden. Nahezu zeitgleich wurde die Alleestraße neu ge­staltet. Seitdem sind die prägenden Elemente der Remscheider Haupteinkaufsstraße und Fußgän­gerzone die zwei Baumreihen, wodurch die Allee­straße wieder dem Straßennamen gerecht wird, und die drei gastronomisch genutzten Pavillons in der Straßenachse. (…)

Das Remscheider Rathaus 1929. Foto: Historisches Zentrum RSMit der Aufgabe des Kaufhofs in den 1990er Jahren und der Schließung von Sinn / Leffers sowie weiterer Fachgeschäfte als Gegenpol zum Allee-Center ließ die Bedeutung der unteren Alleestraße als wichtiger Bestandteil des Remscheider Einzelhandelslagen-Systems si­gnifikant nach. Die seit Jahren zu beobachtende hohe Fluktuation, die Ansiedlung von Billiganbie­tern und einfachen Gastronomiebetrieben sowie Leerstände sind Merkmale einer beständigen Verringerung des Leistungs- und Qualitätsniveaus der Alleestraße etwa östlich der Einmündung der Wiedenhofstraße. Mehrere Einzelhandelsbe­triebe gaben in der Vergangenheit ihre dortigen Standorte auf, um in die attraktivere Lage in der Nähe des Allee-Centers zu ziehen. Dort konnten sich insbesondere Textilfachgeschäfte etablieren. (…) Im Zusammenhang mit den wachsenden Leerständen die Öffnung der unteren Alleestraße für den Autoverkehr wieder als Zukunftsmodell diskutiert. (nach „Planungswerkstatt Innenstadt“, Broschüre für die Teilnehmer der Workshops im Rathaus am 3. Juli 2012. Quelle: Geschichte unserer Stadt von Hans Jürgen Roth)