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Pressemitteilungen der Stadt in aller Kürze

Pressemitteilung der Feuerwehr Remscheid von heute, 26. Mai, 15.28 Uhr:  Ausfall Notruf 112. In Remscheid ist der Notruf 112 der Feuerwehr ausgefallen. Im Notfall wählen Sie bitte den Notruf der Polizei 110. Sobald die Störung behoben ist, werden Sie informiert! 17.29 Uhr: Der Notruf funktioniert wieder.

Stadtmarketing verkauft wiederverwendbare Mund-Nasen-Masken mit „Unser Remscheid“-Logo. Die doppellagige Mund-Nasenmaske „Unser Remscheid“ ist auf 200 Stück limitiert und kostet 8,95 € (7,52 € netto, 19 % MwSt.). Erhältlich sind die Masken ab dem 27. Mai beim Stadtmarketing Remscheid (Mo - Fr: 9 – 16 Uhr / Alleestr. 6-8, 42853 Remscheid) und in der ErlebBar (Mo – Sa: 11 – 22 Uhr / Hindenburgstr. 8, 42853 Remscheid). Außenmaterial: 100 % Polyester mit zweifarbigem Logodruck auf der linken Seite, Innenmaterial: 100 % Baumwolle, waschbar auf 60 °C, Maße: ca. 15,5 x 24cm.

Histamin-Selbsthilfegruppe Bergischland / Vorerst keine Treffen mehr im Wiedenhof. Mit Rücksicht auf die oftmals geschwächten Immunsysteme vieler Betroffener ( 133 gemeldete Personen) sowie mit Rücksicht auf die Örtlichkeit unserer Treffen wird  es 2020 keine Treffen im Seniorencenter Wiedernhof  mehr geben. Sobald es absehbar ist, dass die Treffen für niemanden ein Risiko darstellen, werden die Treffen fortgesetzt. Bis dahin biete ich eine tägliche Hotline von 10 bis 22 Uhr auf Festanschluss an. Barbara Bontemps, www.histamin-bergischland.de

Pokalübergabe an den Deutschen Meister im Damen-Rollhockey. Am 9. Mai hat der Deutsche Rollsport- und Inline-Verband beschlossen, die Saisons der Rollhockey-Bundesligen angesichts der Corona-Pandemie zu beenden. Die einen Spieltag vor Saisonende führenden zwei Teams – der IGR Remscheid (Damen) und des SKG Herringen (Herren) – wurden zum Deutschen Meister 2019/2020 erklärt. Damit sind die Damen der IGR zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte Deutscher Meister. 
Natürlich ist das ein Saisonabschluss, den sich die Sportlerinnen der IGR Remscheid anders gewünscht hatten. Aber das Team hatte vom ersten Spieltag an die Tabelle angeführt, die meisten Siege und Tore erreicht, die wenigsten Niederlagen und Gegentore kassiert. Da die Übergabe des Meisterpokals und der Medaillen an das Team nicht mehr auf dem Spielfeld erfolgen konnte, wird Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz die Ehrung am Freitag, 29. Mai, im Großen Sitzungssaal des Remscheider Rathauses vornehmen.

Volkshochschule startet am 8. Juni mit Sonder-Sommerprogramm. Für all diejenigen, die „ihre“ Volkshochschulkurse während der Corona-bedingten mehrwöchigen Schließung der Einrichtung vermisst haben und die es gar nicht mehr erwarten können, wieder an Kursen teilzunehmen, bietet die Remscheider VHS ab Montag, 8. Juni, ein umfangreiches Sonder-Sommerprogramm an. Das Programm umfasst Angebote, die von Entspannung, EDV und Fotobucherstellung über Trommeln und Psychologie bis hin zu diversen Fremdsprachen reichen. Denn: Der nächste Urlaub kommt bestimmt! Und auch für Interessierte an digitalen Angeboten ist bestens gesorgt. Wieso nicht online lernen, wie man eine Webseite erstellt, sich Englisch-Vokabeln für die Reise aneignet und/oder was sich hinter Qigong verbirgt?  All dies ist möglich im Rahmen des Sonder-Sommerprogramms, das in dieser Form erstmals auf den Weg gebracht wurde.

Blitzanlage auf der Freiheitsstraße in Betrieb. Die Stadt Remscheid setzt seit 11. Mai im Kampf gegen nächtliche Geschwindigkeitsüberschreitungen auf der Freiheitsstraße eine semistationäre Blitzanlage ein. Auf der Strecke gilt von 22 bis 6 Uhr ein maximales Tempo von dreißig Kilometern pro Stunde. Der mobile Blitzanhänger ist von einem gewöhnlichen Anhänger kaum zu unterscheiden und kombiniert die Vorzüge mobiler und stationärer Geschwindigkeitsüberwachung, weil er auch andernorts eingesetzt werden kann. Verkehrsteilnehmende werden nochmals daran erinnert, sich unbedingt an die Geschwindigkeitsbeschränkung zu halten.

Corona-Bürgertelefon beim Bergischen ServiceCenter stellt Erreichbarkeit am Wochenende ein. Wegen stark reduzierter Nachfrage stellt das Bergische ServiceCenter mit Sitz in Wuppertal seine telefonische Erreichbarkeit für allgemeine Fragen zum Corona-Infektionsgeschehen in Remscheid unter der Rufnummer RS 162000 an den Wochenenden ein.

Tumorzentrum Solingen e.V. in Solingen und Remscheid sind präsent. Die Telefonberatung werde gut angenommen, stellt das Tumorzentrum Solingen e.V. fest. Fast 100 Beratungskontakte habe es seit Beginn der Pandemie und der Umstellung auf Telefon- und E-Mailberatung gegeben. Doch nicht nur die Beratungssituation habe sich verändert, sondern auch die vorgetragenen Sorgen: Durch die Corona-Pandemie sind wirtschaftliche Unsicherheit, große Einschränkungen im alltäglichen Leben und Veränderungen in der Gesundheitsversorgung hinzu gekommen, was bei vielen Betroffenen zu großer Verunsicherung geführt hat. Auch berichten sie von veränderten Behandlungsplänen, verschobene Nachsorgeterminen oder abgesagten Anschlussheilbehandlungen. Aus Angst vor einer Infektion trauten sich manche kaum noch aus dem Haus, berichten die Mitarbeiter der Krebsberatung. Besonders Alleinstehende litten durch die eingeschränkten oder unterbrochenen Angebote der Selbsthilfegruppen oder Onko-Reha-Sportgruppen, die sich zum Glück langsam wieder einfinden, unter der Isolation. Die telefonische Beratung – Tel. 0177 32 47 130 (Anrufbeantworter gegebenenfalls mit Namen, Rückrufnummer und kurzer Nachricht besprechen), E-Mail info@krebsberatungsolingen.de">info@krebsberatungsolingen.de – kann in solchen Zeiten ein Rettungsanker sein. Auch Briefe erreichen das Team weiterhin regelmäßig; die Post wird zeitnah bearbeitet.

Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschuss vertritt den Rat der Stadt. Mit der erforderlichen Zweidrittel-Mehrheit haben die Ratsmitglieder die Entscheidungsrechte des Rates auf den Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschuss gemäß § 60 Absatz 1 Satz 2 Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen für den Zeitraum der vom Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen mit Beschluss vom 14. April  festgestellten epidemischen Lage von landesweiter Tragweite delegiert. Von 53 Mitgliedern des Rates haben sich 49 am Abstimmungsverfahren beteiligt. 42 haben der Übertragung der Entscheidungsrechte zugestimmt, fünf Ratsmitglieder sind dagegen. Es gibt eine Enthaltung sowie eine ungültige Stimme. Der Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschuss kann nun bis zum 14. Juni  die Entscheidungsrechte des Rates wahrnehmen.

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Rosenmontagszug 2021: Wer zahlt die Straßenreinigung?

Zur Sitzung der Bezirksvertretung Lennep am 27. Mai hat die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Lennep bei der Verwaltung angefragt, ob die Stadt Remscheid die Kosten für die Straßenreinigung nach dem Rosenmontagszug im Jahr 2021 übernehmen könne. Begründung von Ulla Czylwik, Sprecherin der SPD-Fraktion: „Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie und der daraus resultierenden Folgen für Großveranstaltungen in Remscheid und, wird es kein Altstadtfest in Remscheid-Lennep geben. Die Absage von Lennep Offensiv e. V. ist offiziell, so dass das Altstadtfest um ein Jahr verschoben wird. Sollte nun das Winzerfest, ebenfalls ausfallen, wäre auch der Rosenmontagszug 2021 in Gefahr, da die Straßenreinigungskosten für den Rosenmontagszug durch die Einnahmen des Weinfestes finanziert werden. Da der Rosenmontagszug in Lennep der einzige Karnevalsumzug in Remscheid ist, welcher auch von vielen Menschen der Nachbarstädte besucht wird, wäre es sehr schade, wenn dieser auch noch ausfallen würde. Um die sozialen und kulturellen Bedürfnisse der Menschen in den angespannten Corona-Zeiten entgegenzukommen, regen wir an, dass die Kosten für die Straßenreinigung nach dem Rosenmontagszug von der Stadt Remscheid übernommen werden.“

Elastischer Damaszenerstahl aus bis zu 1.000 Rippen

Eine Lage von Rippen wird zusammengeschmiedet.Raffinierstahlhämmer waren die Edelstahlerzeuger der damaligen Zeit. Sie hatten an der Entwicklung der Remscheider Eisenindustrie bis zum Ersten Weltkrieg erheblichen Anteil. Der Rohstahl bzw. das Eisen in Stangen wurde angeliefert. Es wurde unter dem Schwanzhammer dünner geschmiedet auf etwa eine Breite von zwei Zoll. Je nachdem, wofür es später verwendet wurde, schichtete der Schmied in einer ganz bestimmten Zusammensetzung diese Rippen aus härterem und weicherem Material aufeinander und spannte sie bis zu einem Gewicht von etwa 50 Pfund in eine dafür vorgesehene Zange. Dieses Stahlbündel wurde ins Schmiedefeuer gelegt und rotglühend erwärmt, um dann unter dem Schwanzhammer wiederum ausgeschmiedet zu werden zu eben jenen Rippen. Dann wurde wieder in der Mitte gekerbt und zusammengelegt, zusammengespannt, erwärmt und wieder ins Feuer gelegt, um diesen Schmiede- und Schweißprozess ein weiteres Mal durchzuführen.

Man stelle sich vor,  dass die anfangs 15 bis 20 Schichten Rippen beim zweiten Ausschmieden bereits 30 bis 40 Lagen besaßen und je nachdem wofür der Stahl gebraucht wurde, wurden es bis 1.000 Lagen und mehr (Damaszenerstahl), die den Stahl sehr elastisch und hart machten. Vielfach schlugen die Schmiede Zeichen auf die Stahlstäbe, die dann erkennen ließen, wie oft der Stahl gebogen worden war. Dieser Raffinierstahl diente meist zum Verstählen von Werkzeugen wie Beilen, Hobeleisen, weiße Sensen,  Sicheln usw., wobei das Werkzeug selbst aus Eisen bestand. Den angeschmiedeten Stahlstreifen benutzte man für die Schneidkante. Aus dem zweimal gebogenen Stahl stellten die Solinger z.B. ihre Messer, Scheren und teilweise auch Schwerter her. Der dreimal gebogene Raffinierstahl bestand aus 160 Schichten und genügte gehobenen Ansprüchen. Allerhöchste Ansprüche wie Degenklingen besaßen in der Regel viermal gebogenen Stahl bzw. 320 Schichten. Die Elastizität war kaum noch zu übertreffen. (nach: „Hämmer und Kottenforschung – Lobachtal (Hammertal), Bergbau in Remscheid“, 2007 herausgegeben von Günther Schmidt)

Das sieht für Remscheid gar nicht gut aus

Wie düster es um die Finanzen der Stadt Remscheid bestellt ist, verrät die Mitteilungsvorlage, die Stadtkämmerer Sven Wiertz am kommenden Donnerstag dem Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschuss und am 18. Juni dem Rat der Stadt vorlegt. Nachfolgend zitiert der Waterbölles daraus auszugsweise:

„Zum Stichtag 31.12.2019 … konnte der Bestand an Liquiditätskrediten von zuvor 561 Mio. Euro auf 556 Mio. Euro reduziert werden. Darin enthalten sind acht Mio. Euro für die Technischen Betriebe Remscheid und 6,2 Mio. Euro „budgetneutraler Kredit“ aus dem Programm Gute Schule 2020, so dass sich der originäre Kassenkreditbestand der Stadt Remscheid um 9,5 Mio. Euro auf 542 Mio. Euro (Vorjahr: 552,5 Mio. Euro) reduziert hat. (…) Die Haushaltsentwicklung 2020 bis 2023 wird maßgeblich von den Auswirkungen der derzeitigen COVID19-Pandemie beeinflusst.“ Es müsse  davon ausgegangen werden, „dass die fiskalischen Folgewirkungen der Pandemie, gerade in Bezug auf die kommunalen Steuereinnahmen über 2020 hinaus spürbar bleiben wird. (…) Für die Gemeinden wird für das aktuelle Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang der Steuereinnahmen von 11,1 Prozent prognostiziert, für den Bund von 13,5  und die Länder von 8,5 Prozent (ohne eine weitere Pandemiewelle). (…)

Bereits bei der Planfortschreibung zum Haushaltssanierungsplan musste die Einnahmeerwartung bei der Grundsteuer B … reduziert werden. Die Gewerbesteuererträge im Haushaltsjahr 2020 stellen mit einem Ansatz von 72,2 Mio. Euro planerisch einen Anteil von nahezu 18 Prozent der gesamten ordentlichen Erträge dar. Der Arbeitskreis Steuerschätzungen geht im Bereich der Gewerbesteuer von einer negativen Entwicklung gegenüber dem Vorjahr von -24,8 Prozent aus (…), sodass im Haushaltsjahr 2020 gem. der Prognose von einem Mindertrag in Höhe von 14 Mio. Euro bzw. 8,2 Mio. Euro … ausgegangen werden muss. Mit Stichtag vom 22. Mai 2020 belief sich der Buchungsstand der Gewerbesteuererträge … lediglich auf rund 45,3 Mio. Euro, so dass derzeit davon ausgegangen werden kann, dass sich diese abweichend von der Prognose des Arbeitskreises noch negativer entwickeln werden. Damit bestätigt sich, dass Remscheid als exportorientierter Industriestandort mit den Schwerpunkten Maschinenbau und Automotive deutlich stärker von der Krise betroffen sein wird als der Landesdurchschnitt. (…)

Die in Remscheider Unternehmen angemeldete Kurzarbeit wird sich erheblich auf den Gemeindeanteil an der Einkommensteuer ab dem Jahr 2024 auswirken. Der neue Verteilungsschlüssel für die Jahre 2021 bis 2023 wird Mitte des Jahres erwartet, aber noch keine Auswirkungen der Corona-Pandemie enthalten. Die aktuellen Entwicklungen schlagen sich erst im Verteilungsschlüssel ab dem Jahr 2024 nieder. Es bleibt die Besorgnis, dass Remscheid hierbei erneut stärker als andere Gemeinden von der Krise (nachgelagert) getroffen werden wird. Dies erfolgte bereits im Rahmen der Wirtschafts- und Finanzkrise der Jahre 2007/2008. Das Kurzarbeitergeld unterliegt dem sogenannten progressionsvorbehalt, so dass auf das Kurzarbeitergeld keine Steuern zu entrichten sind. Allerdings wird bei der Besteuerung der sonstigen Einkünfte derjenige Durchschnittsteuersatz angewendet, der sich ergeben würde, wenn auch das Kurzarbeitergeld regulär zu versteuern wäre. Gemeinden, in denen ein großer Teil der Bevölkerung im Jahr 2020 Kurzarbeitergeld bezieht, werden bei der Neuberechnung der Schlüsselzahlen für die Jahre ab 2024 mit deutlichen Rückgängen bei den Schlüsselzahlen rechnen müssen. (…)

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Remscheider Institutionen berichten oder laden ein

Lennep Offensiv e.V., / Lenneper Stammtisch fällt aus. Der für den 28. Mai  geplante Lenneper Stammtisch muss wegen der Corona-Pandemie leider ausfallen. Der nächste Stammtisch wird stattfinden, sobald dies mit der notwendigen Sicherheit für alle Teilnehmer möglich ist. Der Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Bergischer Verlag / Käfer, Kanne, Krämerladen. Der Nachfolger unseres erfolgreichen Titels „Kühe, Kappes und Kartoffeln“ (3. Auflage in Vorbereitung) erscheint am 27. Mai: „Käfer, Kanne, Krämerladen – So waren die 50er und 60er Jahre“. Das Ehepaar Dorothee Kotthaus-Haack und Gerhard Haack hat Zeitzeugen interviewt und deren Schilderungen in diesem Buch Zusammengefasst (14 Euro | ISBN 978-3-945763-93-3). Wie lebte die Familie zusammen, wie kaufte man ein - ganz ohne den Verpackungswahnsinn heutiger Zeiten, wie haben wir, ganz ohne Internet, unsere Freizeit und den Feierabend gestaltet, welchen Stellenwert hatte das erste Auto, der erste Urlaub? Geschichten zum „In Erinnerungen schwelgen“ und Schmunzeln. Mehr erfahren Sie auf www.bergischerverlag.de. (Christiane Rahrbach)Remscheider TV JUDOTEAM / Neue Homepage ist online. Unter www.rtvjudoteam.de können sich ab sofort alle Interessierten (Sponsoren, Presse, Fans, etc.) umfangreich und jederzeit über den Bundesligisten RTV JUDOTEAM informieren. Die Sponsoren sind dort genauso aufgeführt wie alle, die zum Team gehört. Ergebnisse und Tabelle werden dank der Verlinkung zur Bundesligaseite immer aktuell gehalten. Videos geben einen lebendigen Einblick in unser Schaffen. Auch unseren Facebook- und Instagram-Auftritt findet man unkompliziert über unsere Seite. (Cedric Pick)

Evangelischer Kirchenkreis Lennep / Corona-Notfallbetreuung für Klinik-Mitarbeiter. Die außergewöhnlichen Belastungen, denen die Menschen durch die Corona-Pandemie derzeit ausgesetzt sind, können insbesondere auch bei Ärzten, Therapeuten und Pflegepersonal eine psychosoziale Notfallbetreuung erforderlich machen. Das erfahrene Team der Abteilung Seelsorge im Kirchenkreis Lennep bietet deshalb eine psychosoziale Notfallbetreuung in Zusammenarbeit mit der Stadt Remscheid für die Mitarbeiterschaft in den Remscheider Kliniken an. Ebenso verstärken die geschulten Notfall-Seelsorger die Teams der Diakonie-Corona-Hotlines unter Tel. RS 591 60 66 für Remscheid und 02195-9287 444 für Radevormwald.  Auch dort führen sie auf Wunsch telefonische Entlastungsgespräche, wie der Leiter der Abteilung Seelsorge im Kirchenkreis Lennep, Pfarrer Uwe Leicht, berichtet. (Katrin Volk)

Eine herzliche Bitte an alle Vereine und Institutionen, die diese Rubrik nutzen.
Vergessen Sie zum Datum Ihrer Veranstaltung bitte nicht den Tag. Also nicht “am 31. März”, sondern “am Sonntag, 31. März”. Die Leserinnen und Leser des Waterbölles, die sich für Ihre Veranstaltung interessieren, werden es Ihnen danken. Die Jahrszahl können sie dafür gerne weglassen, es sei denn, der Termin wäre erst nach dem 31. Dezember
.

Kurzmeldungen zu späteren Terminen siehe nächste Seite:

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Spannendes von Weißwurz und Salomonssiegel

Weißwurz in BlüteDie Vielblütige Weißwurz sieht man beim Spaziergang im Laub-Nadelmischwald mit viel krautigem Bewuchs am Waldboden. Sie wächst mit einem gebogenen Stängel und mit einer Anordnung der Laubblätter, die sehr exakt und ordentlich wirkt. Es sitzen immer zwei Laubblätter wechselständig und zweizeilig angeordnet am Stängel. Aus den Blattachseln wachsen hängend die traubigen Blütenstände. Der Nektar der glockenförmigen Blüte kann nur von langrüsseligen Hummeln und Schmetterlinge erreicht werden. Selbstbestäubung ist häufig.

In Remscheid und dem Bergischen Städtedreieck ist die Vielblütige Weißwurz viel häufiger zu finden als das Salomonssiegel, auch genannt „Echte“ oder „Duftende Weißwurz“. Weißwurz und Salomonssiegel sind mit dem Maiglöckchen verwandt und durch ihren Gehalt an Saponinen ebenfalls in allen Teilen giftig. Der Verzehr verursacht Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.
Die blauen Beeren werden als widerlich süß beschrieben und dürfen wegen ihrer Giftigkeit nicht mit Heidelbeeren verwechselt werden.

Der unterirdische Wurzelstock des Salomonssiegels ist ein sogenanntes „Rhizom“, ein horizontal wachsender, verdickter Teil der Sprossachse zur Stoffspeicherung. An diesen Wurzelstöcken entstehen durch das Verwelken der Pflanzenstängel Jahr für Jahr scheibenförmige „Narben“, die Form und Aussehen eines Siegels haben und an den Siegelring König Salomos erinnern sollen.
König Salomo nutzte der Legende nach die Zauberkraft der Wurzel, um für den Bau seines Tempels einen Felsen zu sprengen. So kam die „Springwurzel“, wie die Weißwurz auch genannt wird, zu ihrem Namen.

Nach einer Sage weiß sonst nur der Specht, wo sie zu finden ist. Verklebt man den Zugang zu seiner Höhle, wenn er zur Nahrungssuche ausgeflogen ist, wird er uns zur Wurzel führen, da er sie zum Öffnen seiner Höhle braucht.
Rudolf Baumbach hat dem Wissen des Spechts ein Gedicht gewidmet:

Der Schwarzspecht ist ein Kräutermann,
kennt manches Zauberkraut im Tann,
das im Verborgnen sprießet,
er hält ob der Wurzel Wacht,
die alle Schlösser springen macht
und jede Tür erschließet.

Bis zum nächsten Naturerlebnis-Tipp, Ihre / Eure Stefanie Barzen.

Bergische Kommunen verzichten auf Expo Real 2020

Pressemitteilung der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH

Nachdem sich die Wirtschaftsförderungen der drei Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal, die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (BSW) und der Kreis Mettmann intensiv beraten haben, steht der Entschluss fest: In diesem Jahr werden sich die beiden Regionen Anfang Oktober nicht auf der EXPO REAL präsentieren. Laut einer Aussage der Münchener Messegesellschaft in der Immobilienzeitung sei das Infektionsrisiko auf der vom 5. bis 7. Oktober 2020 avisierten EXPO REAL beherrschbar. Einer Umfrage der Zeitung zufolge glauben hingegen drei Viertel der befragten Immobilienexperten, dass die Messe nicht stattfinden wird. Die Lage ist für alle Beteiligten, die den Bergischen Gemeinschaftsstand projektieren, zurzeit noch sehr unübersichtlich.

Nach gründlicher Abwägung aller möglichen Szenarien haben sich alle Beteiligten jetzt gegen die Teilnahme an der EXPO REAL – sollte sie denn stattfinden – entschieden. Wichtigster Grund: Unter den im Gesundheits- und Hygienekonzept der Expo Real skizzierten Rahmenbedingungen ist eine sinnhafte Durchführung der Messe nicht möglich. „Wir möchten kein gesundheitliches Risiko auf dieser internationalen Messe eingehen. Im letzten Jahr waren 46.700 Besucher vor Ort. Fraglich ist, ob da ein gutes Sicherheitskonzept tatsächlich ausreichend sein kann“, so Stephan A. Vogelskamp, Geschäftsführer der BSW.  Und noch ein Punkt war ausschlaggebend: Die Messe lebt von der Internationalität, die Besucher kommen aus rund 76 Ländern. Es ist jetzt noch ungewiss, ob und aus welchen Ländern angereist werden kann.  

Institutionen berichten oder laden ein (4. Archiv 2020)

Lennep Offensiv e.V. /Lenneper Altstadtfest in 2021. Das Lenneper Altstadtfest 2020 wird um ein Jahr verschoben. Nach intensiven Beratungen hat sich Lennep Offensiv zu diesem Schritt entschlossen. Als neuer Termin wird das erste September-Wochenende 2021 angepeilt. „Die Corona-Pandemie macht es unmöglich, das Fest in der bewährten und beliebten Weise durchzuführen. Das Altstadtfest war und ist eine Veranstaltung, bei der Geselligkeit und fröhliches Miteinander gepflegt wird. Das wäre in diesem Jahr nicht zu gewährleisten. Darüber hinaus wäre es aus unserer Sicht nicht zu verantworten, die Besucher dem damit verbundenen gesundheitlichen Risiko auszusetzen“, begründet Thomas Schmittkamp, Vorsitzender von Lennep Offensiv, die Entscheidung.
Das Lenneper Altstadtfest hat eine lange Tradition. Vor zwölf Jahren hat Lennep Offensiv die Organisation des Festes übernommen, das zu einem Höhepunkt im Veranstaltungskalender der Region geworden ist. Alle zwei Jahre wird in der historischen Altstadt mit verschiedenen Veranstaltungs-Angeboten, Live-Musik, Essen und Trinken und dem beliebten Trödelmarkt gefeiert. Das Grundkonzept bleibt bestehen. Aber es muss sichergestellt sein, dass die Lenneper und auswärtigen Besucher unbeschwert feiern können. Das wird dann hoffentlich im nächsten Jahr der Fall sein.

Kremenholler „Flohkiste“ / Wiedersehen im nächsten Jahr. Irgendwie hatte es schon was, die Spielplätze sollten nach Wochen des Lockdowns erstmals wieder für Spiel und Spaß der Kinder freigegeben werden und wir vom Initiativkreis Kremenholl e.V. hatten für den 11. Mai die Eröffnung der Flohkisten Saison 2020 geplant. Inga Smeets und die übrigen Ehrenamtlichen des IK hatten sich wunderbare Überraschungen für die Kremenholler Kinder und deren Eltern, Großeltern und andere spielfreudige Erwachsene überlegt. Es hätte ein wunderbares Fest werden können, doch die Regeln für die Nutzung der Spielplätze im Rahmen der Corona Vorkehrungen sind völlig konträr zum Flohkisten Konzept.
Kinder dürfen zwar wieder gemeinsam spielen, aber die Erwachsenen sollen auf Distanz bleiben. In der Flohkiste jedoch ist es unser Ziel, sich Generationen übergreifend zu begegnen. Alt und Jung genießen es, gemeinsam zu spielen, miteinander zu reden, sich zu freuen und gemeinschaftlich zu essen und zu trinken. Da dies aktuell nicht möglich ist und wir aufgrund der Hygienebestimmungen auch keine zusätzlichen Spielgeräte ausleihen dürfen, haben wir, wenn auch mit großem Bedauern, alle Termine der Flohkiste für das laufende Jahr abgesagt.
Wir wünschen euch Kindern auch weiterhin eine schöne Zeit auf dem Spielplatz Bogenstraße. Wir werden uns im nächsten Jahr wiedersehen und dann holen wir nach, was wir für dieses Jahr geplant hatten und noch viel mehr. Wir spielen dann wieder gemeinsam hier, in unserem Quartier. Euer „Flophkisten –Team“ (Gabriele Leitzbach)

Westdeutsches Tourneetheater / „WTT Hinter den Kulissen“. Was macht das WTT Schauspiel Remscheid eigentlich, wenn es nicht Theater spielen kann? Dieser Frage geht WTT-Techniker Kim Preyer in einem Online-Comedyprogramm nach. Er hat die Mitarbeiter*innen des Theaters aufsucht – für Interviews mit dem Theaterpädagogen beim Aufräumen oder dem Dramaturgen beim Denken. Alles mit einer großen Portion Witz und einem dicken Augenzwinkern. Die Videos gibt es auf den Social-Media-Kanälen und der Website des WTT zu sehen. Die Folgen werden jeweils samstags veröffentlicht auf der Homepage www.wtt-remscheid.de, Facebook: www.facebook.com/WTT.Remscheid; Instagram: @wttremscheid; Youtube: www.youtube.com/channel/UCh2_uGam0VrS6DnpeoO-25w.

Akademie der Kulturellen Bildung / Kursbetrieb wird wieder aufgenommen. Nach dem Beschluss der NRW-Landesregierung, Weiterbildungseinrichtungen wieder zu öffnen, nimmt die Akademie der Kulturellen Bildung ab sofort wieder den Kursbetrieb auf. Die Akademie hat die Zeit der Schließung aktiv genutzt, um die Kursformate weiterzuentwickeln und den geltenden Hygienebestimmungen anzupassen. Mit digitalen Fort- und Weiterbildungen erweitert sie ihr Programm. Diese berücksichtigen die existierenden Hygiene- und Gesundheitsbestimmungen (siehe FAQ auf der Webseite der Akademie). Die Fachtagung der Kinder- und Jugendbibliotheken wird nachgeholt, das Internationale Erzählfestival verschiebt sich auf Mai 2021. Die Kulturelle Bildung Online-Tagung zum Thema „Milieuübergreifende kulturelle Bildungskonzepte“ findet Ende November statt. Alle aktuellen Termine und Infos gibt es ebenfalls auf der Webseite der Akademie.

Lenneper Bühnenbeirat / Kein Lenneper Sommer 2020. Wegen der weiterhin geltenden Beschränkungen im Zusammenhang mit der Covid19-Pandemie werden die bis zum 31.August geplanten Veranstaltungen des Lenneper Sommers ausfallen. Darüber haben sich Mitglieder des Bühnenbeirats in Abstimmung mit der Unterstützerin des Lenneper Sommers, der Volksbank im Bergischen Land, verständigt. Die Mitglieder des Bühnenbeirats bedauern diese Absage, weil in den beteiligten Vereinen und Organisationen bereits viel Planungsarbeit geleistet wurde und weil der Erlös einer gemeinsamen Veranstaltung der finanziellen Unterstützung der Sanierungsarbeiten am Kirchturm der Lenneper Stadtkirche hätte dienen sollen. Nun ruht die Hoffnung darauf, dass im kommenden Jahr alle Veranstaltungen des Lenneper Sommers wieder stattfinden können. Bis dahin wünschen die Mitglieder des Bühnenbeirats allen Freunden und Förderern des Lenneper Sommers, dass sie weiterhin gesund bleiben oder es wieder werden. (für den Bühnenbeirat Gunther Brockmann)

Ökumenische Initiative Lüttringhausen / Fairer Handel wieder mit offener Tür. Die Zeit, in der in Remscheid Produkte aus dem Fairen Handel nur auf Bestellung ausgehändigt oder zugestellt wurden, geht zu Ende. Der F(l)air-Weltladen-Lüttringhausen, Gertenbachstraße 17, hat sein Geschäft mit Fairen Waren und Buchhandlung bei zunächst veränderten Öffnungszeiten wieder geöffnet: Montags bis freitags ist zwischen 14.30 und 18.30 Uhr und am Samstag zwischen 10 und 13 Uhr. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuen sich, wieder ihr vielfältiges Warenangebot zu präsentieren.

Familienzentrum „Confetti“ / Jubiläumsfeier abgesagt. „Leben ist das, was passiert, während du fleißig dabei bist, andere Pläne zu schmieden.“ Mit diesem Zitat von John Lennon, müssen wir leider unsere für den 6. Juni geplante Jubiläumsfeier absagen. Ab er Anlässe zum Feiern wird es auch nach der Krise noch geben! Ihnen und Euch alles Gute und bleibt / bleiben Sie gesund. Mit besten Grüßen Erden Ankay – Nachtwein und Ute Holdorf aus der Kita Confetti.

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Vielfalt in der täglichen Arbeit in der Klinik

Pressemitteilung der Sana Fabricius-Klinik Remscheid

„Vielfalt, dieser Begriff ist ein Synonym für Krankenhaus“, sagt Ines Grunewald, Geschäftsführerin der Sana Fabricius-Klinik Remscheid. „Auch in unserer Klinik wird die Verbindung zwischen der Vielfalt der Gesellschaft und den unterschiedlichen Arbeitswelten besonders deutlich. In der Fabricius-Klinik arbeiten tagtäglich nicht nur vielfältige Berufsbilder Hand in Hand zusammen, sondern auch Menschen unterschiedlichster Herkunft, Religion und Weltanschauung. Alle für ein Ziel: die bestmögliche Versorgung unserer Patienten.“

Fast 200 Mitarbeiter sind an der Sana Fabricius-Klinik beschäftigt, darunter rund 25 Prozent aus verschiedenen Nationen wie zum Beispiel der Türkei, Polen, Russland oder Tschechien. Im gesamten Sana-Verbund sind über 100 verschiedene Nationen sowie mehr als 200 Berufsbilder vertreten. „Diese gesellschaftliche und professionelle Heterogenität, macht uns als Krankenhaus sowie als Verbund so stark. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter bringt unterschiedliche Erfahrungen, Werte und Talente in den Arbeitsalltag ein“, sagt Pflegedienstleiterin Ilse Wolf. „Diese Vielfalt an Perspektiven bereichert unser Tun. In einem solchen Arbeitsumfeld, in dem so viele unterschiedliche Menschen aufeinandertreffen, haben Vorurteile keinen Platz.“

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Mai 2010: Der Waterbölles blättert zurück

Sven Wolf (SPD), ab heute unser Mann in Düsseldorf“, titelte der Waterbölles am Sonntag, 9. Mai 2010, als das Ergebnis der Landtagswahl (nicht:Kommunalwahl) bekanntgegeben worden war. Sven Wolf (SPD) hatte damals  im Wahlkreis 35, Remscheid, mit deutlichem Abstand vor Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU) gewonnen. Seine Parteifreunde begrüßten ihn am Abend im Ämterhaus begeistert und mit langem Applaus (Foto: Thomas Kase). Der Stimmenvorsprung des Remscheider Rechtsanwalts und Insolvenzverwalters gegenüber der bisherigen Justizministerin betrug 2.913 Stimmen. Mit einem derart klaren Wahlsieg hatten die Remscheider SPD und ihr Kandidat wahrscheinlich selbst nicht gerechnet. Das Ergebnis für Wolf lag weit über dem der SPD auf Landesebene.

Maikundgebung 2010 auf dem Remscheider Rathausplatz. Ein buntes Bild mit rot-weißen Fahnen und Spruchbändern. Der AWO-Kreisvorsitzende Norbert Horn dankte an diesem Tag den mehr als 2.000 Bürger/innen, die bis dahin die Petition der Remscheider Wohlfahrtsverbände für eine gerechte Gemeindefinanzierung unterschrieben hatten („Keine Gesetze zu Lasten der Städte“). Dazu hatte das „Bündnis für Remscheid“ aufgerufen, das die Verbände vor fast einem Jahr aus Sorge um die Zukunft der hochverschuldeten Stadt  gegründet hatten. Denn zahlungsunfähige Städte seien eine Gefahr für das Zusammenleben der Menschen. In die Pleite treibe die Kommunen die Ausgabenlast, die Bund und Land diesen auferlegt hätten. Bund und Land müssten ihre Schulden bei den Kommunen bezahlen, so Horn damals. Das hätte auch in diesem Jahr eine Forderung zum 1. Mai sein können, denn bislang ist es in Berlin bisher bei einer Absichtserklärung geblieben.

Vor dem finanziellen Kollaps von Städten und Gemeinden warnte am 25. Mai 2010 in Remscheid Frank Bsirske, der damalige Vorsitzende der Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). Im Bergischen Land und im Ruhrgebiet sei bereits „laborartig erkennbar“, was anderen Kommunen in den nächsten Jahren erst noch bevorstehe. Denn die Finanzkrise werde sich weiter zuspitzen. Und ein Gegensteuern von Bund und Land sei leider nicht erkennbar. Bsirske wörtlich: „Engagiert Euch für die Rettung Eurer Stadt und glaubt nicht daran, dass es schon irgendwie weitergehen wird!“ Es gelte, den "Druck auf die politischen Entscheidungsträger zu erhöhen". Der insbesondere von der FDP propagierte Slogan „Privat vor Staat“  führe zu privater Bereicherung und öffentlicher Verarmung.

Auf dem Foto rechts vom 1. Mai 2010 war auch Lutz E. Fassbender („Betriebsrat aus Leidenschaft“) in der Bildmitte zu sehen, damals noch Vorsitzender des Kreisverbandes Remscheid der Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA). Anderthalb Wochen nach der Niederlage der CDU bei der Landtagswahl in NRW legte er dieses Amt aus Verärgerung über die Politik der Remscheider CDU ebenso niedergelegt wie das des Beisitzers im CDU-Kreisvorstand. Eine Politik, die er nicht mehr mittragen könne. Von „"tiefer Abneigung gegen große Teile der Remscheider CDU“ war in dem Brief die Rede, den der Waterbölles damals dokumentierte.

Mit dem Umbau der Umspannstation an der Alexanderstraße, unterhalb der Kraftstation und der Trasse des Werkzeugs, ging vor zehn Jahren der Stadtumbau weiter. Die Umbauarbeiten im RWE-Gebäude Alexanderstraße 42 (Foto links) und die damit verbundene Verlagerung der EWR-Umspannstation aus dem Gebäude Honsberger Straße war mit der Sperrung der Trasse in diesem Abschnitt für die Dauer von sechs Monate verbunden.

Mit den Stimmen von SPD, Grünen und FDP fasste der Rat der Stadt am 20. Mai 2010 wie erwartet den Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan 626 - Gebiet östlich Königstr. / westlich Stadtgärtnerei. Dagegen stimmten CDU („intransparentes Verfahren!“), W.i.R. und die Linken. Deren Fraktionsvorsitzender Fritz Beinersdorf las in der Sitzung der so genannten Gestaltungsmehrheit die Leviten, speziell den Grünen. Seine Ausführungen seien „im Grunde richtig“, bestätigten anschließend Fraktionssprecherin Beatrice Schlieper und Bürgermeister David Schichel. Die Grünen hätten ihren Fehler, die Zustimmung zum Planverfahren, schon früh eingestanden. Doch jetzt, in letzter Minute, das Projekt zu torpedieren, könne Schadensersatzansprüche der Investoren nach sich ziehen, und diese finanzielle Belastung für die Stadt sei nicht zu verantworten. Wieland Gühne von der W.i.R.: „Frau Schlieper, wenn Sie jetzt dafür stimmen, fühlen Sie sich Sachzwängen unterworfen. Okay! Aber dann machen Sie es beim nächsten Mal besser!“
In derselben Sitzung stimmte der Rat der Stadt Remscheid dem Gebietsänderungsvertrag mit der Stadt Wermelskirchen zu, wonach fortan das Freibad Eschbachtal komplett zu Remscheid gehört. Vorher war die Stadtgrenze mitten durch das Freibadgelände und das zugehörige Betriebsgebäude verlaufen.

In Betrieb ging am 27. Mai 20ß10 der Bahnsteig 1 des neuen Bahnhofs in Remscheid-Lennep. Fünf Monate dauerten die Arbeiten an der neuen Überdachung sowie dem neuen Treppenab- und Aufgang zwischen dem Bahnhofsvorplatz und dem Gleis 2. „Städtebaulich sehr ansprechend“ fand das damals Amtsleiter Gerald Hein (Brücken- und Straßenbau).

Kein Platz in Müngsten für einen Kreisverkehr?“, fragte im Oktober 2009 die Wählergemeinschaft W.i.R. – und sah sich ein halbes Jahr später, im Mai 2010, von den Landesbehörden vor vollendete Tatsachen gestellt: Die Arbeiten an den neuen Verkehrsampeln waren damals in vollem Gange. Und auch die Rechtsabbiegespur aus Richtung Wuppertal nach Solingen/Müngstener Brücke wurde bei der Gelegenheit neu gestaltet (im Bild). Und da sollte wirklich nicht genügend Platz für einen Kreisverkehr gewesen sein??

Jede Menge Menschen auf engstem Raum gab es vor zehn Jahren zu besichtigen beim Citylauf 2010  in der Innenstadt, als die Corona-Pandemie noch in weiter Ferne lag und für die Sportlerinnen und Sportler, wenn man sie gefragt hätte, wohl unvorstellbar gewesen wäre. Bei einem Klick auf die Schnappschüsse öffnet sich ein neues Fenster, in dem die Fotos in voller Größe zu sehen sind.

Die Nordstraße war im Mai 2010 wie leergefegt, als auf dem Evangelischen Stadtfriedhof eine Zehn-Zentner-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft wurde, die dort am gleichen Tag bei Ausschachtungsarbeiten gefunden worden war. Ein eilends gebildeter Krisenstab veranlasste eine Evakuierung der Innenstadt im Umkreis von 250 Meter um die Fundstelle. Polizei, Berufs- und Freiwillige Feuerwehr sowie Deutsches Rotes Kreuz und Johanniter-Unfall-hatten folglich die Aufgabe, 1.500 Bürger/innen nach Lautsprecherdurchsagen aus der Gefahrenzone zu bringen. Für Kranke und Gehbehinderte, aber auch für alle übrigen Bewohner, die auf Nummer Sicher gehen wollten, gab es sogar eine „Aufnahmestation“ in der Sophie-Scholl-Gesamtschule an der Hohenhagener Straße zur „Aufnahmestation“ erklärt worden. Aber nur etwa Bürger fanden sich dort bis 20 Uhr ein. Um 21.51 Uhrhörten sie einen schwachen Knall aus Richtung Innenstadt. Den Feuerwerkern war es gelungen, den Zünder der Bombe zu entfernen. Ende gut, alles gut. Trotz einer Evakuierung, die diesen Namen nicht verdiente. Weil die meisten Bürger/innen in der Innenstadt es vorgezogen hatten, in ihren Wohnungen zu bleiben und auch lang anhaltendes Klingeln an der Wohnungstüre zu überhören.

 

Verbraucherzentrale bietet wieder persönliche Beratung

„Lockdown“ hieß es Mitte März auch für die persönliche Beratung der Verbraucherzentrale in Remscheid. Zwar haben Ratsuchende den „Krisenmodus“ mit ausschließlicher Beratung übers Telefon und über Online-Zugangswege gut und dankbar angenommen. Doch nun freut sich das Team, Remscheidern – nach Terminvereinbarung – auch persönlich wieder zur Seite stehen zu können. „Wie andere Lebensbereiche werden wir schrittweise zu ‚neuer Normalität‘ im Beratungsalltag zurückkehren“, erklärt Beratungsstellenleiterin Lydia Schwertner. Man sei gut vorbereitet und habe mit einem umfassenden Hygienekonzept die aktuell jeweils vorgeschriebenen Maßnahmen wie Abstandsvorgaben sowie Vorgaben zur Desinfektion oder von Trennscheiben beim persönlichen Kontakt umgesetzt.

Mit der Vergabe von Terminen sollen Besuche darüber hinaus so getaktet werden, dass Kontakte zwischen Ratsuchenden vermieden werden. Auch für die Bearbeitung der Verbraucheranliegen hat die Beratungsstelle einen klaren Plan, um mit der Wiederaufnahme der persönlichen Beratung möglichst zielgerichtet weiterzuhelfen. „Bei der Terminvergabe werden wir zunächst vor allem die Zielgruppen berücksichtigen, die während der Kontaktverbote mit den telefonischen und Onlineangeboten nicht gut zurechtgekommen sind. Sei es, weil sie ihre Anliegen wegen fehlender Sprachkenntnisse nicht schriftlich formulieren konnten oder Unterstützung beim Zusammenstellen notwendiger Vertragsunterlagen brauchten“, so Lydia Schwertner.

Aber auch, wer mangels technischer Ausstattung oder Versiertheit keine Dokumente scannen oder mailen konnte, wird vorrangig unterstützt. Darüber hinaus werden in der persönlichen Beratung zuallererst Anliegen bearbeitet, die besonders komplex oder eilbedürftig sind und konkreten Fristen unterliegen. Nicht zuletzt haben bei der Vergabe von Terminen all jene Anfragen Priorität, bei denen existenzielle Probleme drohen: vom Verlust der Wohnung über drohende Zwangsmaßnahmen, weil wegen Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit in der Krise nun die Haushaltsfinanzen in Schieflage geraten.

Terminvereinbarung unter Tel: 0 21 91 / 842 479 1. Oder über das Kontaktformular im Internet: www.verbraucherzentrale.nrw/remscheid. Parallel bietet die Beratungsstelle telefonisch und über Online-Kanäle weiterhin Erstberatung an, um Probleme direkt und schnell zu lösen. Alle kundenorientierten neuen Ansätze, die sich in Zeiten des Lockdowns bewährt haben, werden auch in der Phase der Öffnung für persönliche Beratungsgespräche nach Termin weiterhin zur Verfügung stehen.

Zu Pfingsten werden wieder Messen gefeiert

Pressemitteilung der Kath. Pfarrei St. Bonaventura u. Hl. Kreuz

Am Samstag, 30. Mai, um 18 Uhr wird zum ersten Mal in St. Bonaventura wieder gemeinsam die Heilige Messe gefeiert.  Und zum Pfingstfest lädt die Gemeinde für Sonntag, 31. Mai, und Montag, 1. Juni, jeweils um 10 Uhr zur Heiligen Messe nach Lennep ein. Im Zeichen des Infektionsschutzes sind die bekannten Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten.

Für die beiden Pfingstmessen ist vorab eine Anmeldung unbedingt erforderlich. Hierfür stehen den Gläubigen drei Alternativen offen:

Das Pastoralteam von St. Bonaventura u. Hl. Kreuz möchte die Hl. Messe so würdevoll wie möglich gestalten und so vielen Gläubigen wie möglich die Teilnahme erlauben. Aus diesem Grunde haben sich das Pastoralteam und der Pfarrgemeinderat dazu entschlossen, die Bänke aus dem Kirchraum zu entfernen und Stühle im gebotenen Sicherheitsabstand zueinander aufzustellen. So können auf unschöne Absperrbänder und Markierungen verzichtet und mehr Gläubige zur gemeinsamen Messfeier eingelassen werden.
Andy Dino Iussa: „Die außergewöhnlichen Umstände stellen natürlich auch für uns eine neue Herausforderung dar. Im Bestreben, ein Erleben von Gemeinschaft in würdevoller Atmosphäre zu ermöglichen, werden wir im Laufe der Zeit dazulernen und den Rahmen gegebenenfalls anpassen bzw. verändern müssen. Gemeinsam werden wir das schaffen. Herzlich willkommen in St. Bonaventura!“