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Brand in Hochhaus am Henkelshof

Gegen 12 Uhr wurde die Feuerwehr Remscheid heute zu einem Brand am Henkelshof gerufen. Im 5. Obergeschoss eines Hochhauses hatte aus unbekannten Gründen ein Gerät zur Erzeugung von Warmwasser Feuer gefangen. Die Eigentümer schalten vor Eintreffen der Feuerwehr die Wohnung geistesgegenwärtig stromlos geschaltet und verhindert so Schlimmeres. Anschließend retteten sie sich auf den Balkon und warteten, dort in Sicherheit, das Eintreffen der Feuerwehr ab. Der Brand konnte schnell unter Kontrolle gebracht und die Wohnung entraucht werden. Für die übrigen Anwohner des Hochhauses bestand keine Gefahr. Nach einer Untersuchung durch den Notarzt konnten die beiden Bewohner der Wohnung unverletzt vor Ort verbleiben.
Das Bekämpfen von Bränden in Hochhäusern stellt Feuerwehren immer wieder vor besondere Herausforderungen, welche ein hohes Maß an Koordination, Kraftanstrengung und Personaleinsatz erfordern. (aus dem Bericht der Feuerwehr)

Jugendliche halten sich meist an die Corona-Auflagen

So manche städtische Mitarbeiter/innen sind hier  und da nicht an ihrem Schreibtisch anzutreffen, sondern im Außendienst unterwegs . Aber nur zwei sind „in ständigem Außendienst“, wie sie am Freitag der lokalen Presse in einer Video-Konferenz beschrieben: Amelie Sophie Preyy und Marcel Gratzka. Als Remscheids einzige Streetworker kümmern sie sich um Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene (bis 27 Jahre) – in der Fußgängerzone, im Stadtpark, vor dem Alleecenter, auf Spielplätzen wie dem in Klauser Feld in Lüttringhausen, auf der Parkour-Anlage am Hauptbahnhof oder der BMX-Strecke in Hasten-Holz, in der Skater-Funbox in Lennep oder am Stadion in Reinshagen, wo sich bei trockenen Wetter gerne drei Dutzend Jugendliche und mehr gerne treffen.

Da liegt die Vermutung nahe, dabei könne es sich um einen gefährlichen Corona-Hotspot handeln. „Irrtum!“, betonte Sozialdezernent Thomas Neuhaus gestern. Zwar war die Zahl der in Remscheid positiv auf Corona Getesteten bis gestern auf 572 angestiegen. Doch darunter waren insgesamt nur 21 infizierte Kinder im Alter von 1 bis 5 (von insgesamt 4.091 in Remscheid) bzw. 101 Kinder und Jugendliche zwischen sechs bis 18 Jahren (von insgesamt 15.872). „Also eine äußerst geringe Prozentzahl“, fasste Neuhaus zusammen und rechnete das auch den beiden Streetworkern an. „Die sind sehr motiviert und sorgen dafür, dass ihre Klientel für das Thema sensibel bleiben!“

Streetworker Marcel Gratza, Tel. 162416,  E-Mail marcel.gratza(AT)remscheid.de. Foto: Preyss.Das seien diese aber ohnehin, gaben Amelie Sophie Preyss und Marcel Gratzka (Foto) den Dank an die jungen Leute weiter, mit denen sie in diesen Tagen oft über die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen auf das öffentliche Leben sprechen. Dabei hätten sie festgestellt, dass diese sich „an die Maskenpflicht und die Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr halten und auf Abstände achten; sie sind von sich aus sehr vorsichtig!" Das habe auch Ordnungsamtsleiter Jürgen Beckmann bestätigt. Gratzka: „Eher beobachten wir auf den Spielplätzen Erwachsene, die sich nicht an die Vorhaben halten“"

Damit die Vorsicht von Corona bestehen bleibt, verteilen die Streetworker sei Ostern mit finanzieller Unterstützung der Lothar-und-Ulrike-Kaiser-Stiftung Gürteltaschen aus recycelten PET-Flaschen an ihre Gesprächspartner. Die Taschen enthalten eine kleine Box mit sechs Corona-Masken, einen Jugendschutzkalender, Desinfektionsmittel für die Hände und 25 Seifenplättchen zum Händewaschen unterwegs, aber auch ein Jojo-Spiel, ein Geduldsspiel oder Pflanztöpfchen für die Aufzucht einer Sonnenblume, ferner Postkarten mit witzigen Aufdrucken oder den Kontaktdaten der Streetworker. Von den angeschafften Taschen sind bisher 70 verteilt worden.

Streetworkerin Amelie Sophie Preyss, Tel. 163165, E-Mail ameliesophie.preyss(AT)remscheid.de. Foto: Gratza.Im vergangenen Jahr kamen Amelie Sophie Preyss und Marcel Gratza im Stadgebiet auf 250 Einsätze (teilweise auch mit dem AGOT-Mobil); in diesem Jahr sind es bislang rund 100. „Eine gute Bilanz“, findet Egbert Willecke, bei der Stadt der Fachdienstleiter Jugend. „Das zeigt, dass die Ansprache durch unsere Streetworker ankommt. Die Jugendlichen merken, dass wir für sie auch in der Corona-Pandemie da sind!“ Dabei treten die beiden Streetworker bewusst nicht als Oberlehrer oder Sanktionierer auf. „ Wer ins Gespräch kommen will, muss es vorsichtiger angehen!“ Die „Beziehungsarbeit“ beginne vielmehr mit Fragen nach den persönlichen Bedürfnissen. Da werden dann schnell die durch Corona eingeschränkten Freizeitangebote zum Thema. Gratzka berichtete gestern von zwei Jugendlichen, die in einem Waldstück einen verwilderten Schrebergarten entdeckt hatten, Den hätten sie gerne rekultiviert. Das war zwar leider nicht möglich, doch die Streetworker konnten den Kontakt herstellen zum Kleingartenverein Kremenholl. Dort konnten die Jugendlichen einen 500 Quadratmeter großen Garten übernehmen Und „wuseln dort jetzt begeistert“.

Bald ein neues Angebot in Naherholung

Ohne die Fahrgeräusche von der nahen Autobahn A1 wäre der Gang um den Schwanenteich an der Mebusmühle für Spaziergänger – und Videofilmer – mit Sicherheit um einiges erbaulicher. Doch die Autos lassen sich nun einmal leider nicht abschalten.

Eine Schautafel informiert in der Nähe des Restaurants „Mebusmühle“ über eine Baumaßnahme, die sich mehrfach verzögert hat, jetzt aber kurz vor der Fertigstellung steht: „Für Ende April ist die Bauabnahme vorgesehen“, sagte gestern sagt Dagmar Jaspers vom Umweltamt. Die Rede ist vom Schwanenteich unterhalb der Staumauer der Eschbachtalsperre, nur wenige Meter entfernt von der Lärmschutzwand der Autobahn A1. Seit 2,5 Jahren hat der Waterbölles das Projekt verfolgt. „Sanierung des Schwanenteichs beginnt im Januar“, überschrieb er am 24. Dezember 2018 eine Pressemitteilung der Stadt Remscheid, in der die Sanierung des vom Eschbach durchflossenen Schwanenteichs angekündigt wurde. Am 14. Juni 2019 hieß es, von dem Teich sei mittlerweile nichts mehr zu sehen, und am 22. August 2019: „Teichsanierung dauert spätestens bis September 2020“. Am 13. Mai 2020 erfolgte die öffentliche Ausschreibung, bis zum 9. Juni lagen vier Angebote vor. Den Zuschlag bekam der preisgünstigste Bieter, die Firma Vornholt GmbH aus Borken, und das so genannte Baustartgespräch fand am 15. Juli statt. Die Einrichtung der Baustelle folgte dann im August.

An schlechtem Wetter habe es gelegen, dass sich die Arbeiten hinausgezögert hätten, sagte die Biologin Dagmar Jaspers, die schon das das Lobachtal für Naturfreunde zu einem Kleinod gemacht hat und nun auch auf den „neuen“ Schwanenteich mit gut begehbarem Rundweg stolz sein kann. Noch aber müssen sich Naherholungssuchende in Geduld üben: Bevor der Weg im Mai freigegeben werden kann, will die Stadt zur Sicherheit einen Zaun setzen zwischen den Weg und den Teich.

Es waren umfangreiche Arbeiten: Rückbau und Entschlammung des Schwanenteichs, Umbau des Zulaufs,  Rückbau des Auslaufbauwerks, Verlegung von Eschbach und Tenter Bach. Der verlief früher im Talgrund kanalartig parallel zur Autobahn. Jetzt mäandert er auf der Wiese über 170 Meter naturnah darin, bis er kurz vor der (von der Jugendhilfe-Werkstatt Solingen produzierten) neuen Fußgängerbrücke aus Stahl und Holz, die von Mitarbeitern der Fa. Vornholt gestern mit Hilfe eines großen Baukrans aufgestellt wurde, in den Eschbach mündet. Der Bach durchfließt die Eschbachtalsperre. In diese Richtung dürfen Fische auf der Suche nach Laichgründen also nicht schwimmen; das wäre für sie eine Sackgasse. Deshalb wurde der Tenter Bach an der Einmündung so verlegt, dass die Fische ihm weiter talaufwärts folgen. Dafür hatte sich Dagmar Jaspers eine Art Leitsystem einfallen lassen; der Eschbach schleich sich hinter zwei kleinen Staustufen förmlich „unauffällig ein“. Sollten also Forellen und andere Fische, wie gewollt,  künftig weiter oberhalb im Tenter Bach laichen, wäre das Projektziel erreicht – ein weiterer Beitrag zur Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Die ist dem Land NRW als Geldgeber rund 1,3 Millionen Euro wert.

Auf dem Schwanenteich hätte man dabei eigentlich ganz verzichten können. Wollte man aber nicht, und das ist gut so. Denn indem vom einst doppelt so großen Teich der westliche Teil entschlammt erhalten bleibt, können sich an der neuen Wasser-Landschaft nicht nur Spaziergänger, sondern auch Angler erfreuen. Freilich müssen die ihre Forellen zunächst selbst kaufen und in den Teich mit bester Wasserqualität einsetzen. Hierfür wird  sorgt eine Rohrleitung, die den Teich mit dem Eschbach weiter oberhalb verbindet. Über sie wird das Teichwasser alle zehn Tage komplett ersetzt.

Vom Eschbach im neuen Bett auf östlicher Seit ist der Teich durch zwei baumbewachsene kleine Hügel getrennt. Das waren früher die beiden Inseln des Schwanenteichs. Das einstige gemauerte Auslaufbauwerk wurde durch ein so genanntes Maulprofilrohr ersetzt , das für Fische auf Laich-Wanderschaft kein Hindernis darstellt; die Gewässersohle bleibt durchgängig.

Als noch ganz Lennep eine Gerüchteküche war

von Dr. Wilhelm R. Schmidt

Liebe Lennepfreunde,

als ich dieser Tage wieder einmal durchs Städtchen schritt, da genoss ich erneut das schöne alte Lennep, oder besser: seinen Stadtkern innerhalb der Wallstraße. Nur die Älteren von uns haben vielleicht noch in persönlicher Erinnerung, dass die heutige Straßenführung im Prinzip zwar nach wie vor dem mittelalterlichen Vorbild folgt, dass es aber Mitte des vorigen Jahrhunderts vielerorts noch viel enger war. Man kann sich das gut vorstellen, wenn man z.B. bedenkt, dass bis 1945 auf dem oberen Alten Markt nicht nur das 1791 erbaute Steinerne Rathaus stand, das lange Zeit auch als Lenneper Amtsgericht diente und die Stadtverwaltung sowie die erste Lenneper Sparkasse beherbergte, sondern schräg dahinter auch noch das so genannte Nattermüllersche Haus, das u.a. eine Tapeten-, Wachstuch- und Glashandlung beherbergte. Das im Krieg stark beschädigte Bauwerk wurde erst 1961 abgerissen.

In den umliegenden Gassen war und ist es auch heute noch so eng, dass man von Fenster zu Fenster kommunizieren und sich das Neueste erzählen kann, wovon in historischer Zeit auch täglich Gebrauch gemacht wurde. Die Lenneper Neuigkeiten brauchten also keine spezielle Gerüchteküche –weil ganz Lennep ein solche war. Davon handelt auch unser heutiger Beitrag in Platt, der auf Erinnerungen einer „alten“ Lenneperin beruht, die lange Zeit in der Wetterauer Straße wohnte, und die deshalb über ihr Umfeld wahrheitsgetreu viel aussagen konnte. Aus diesem Grund kommen bei ihr außer der Wetterauer Straße auch die Brandgasse, die Steeggasse, die Peters- und die Paulsgasse sowie die Poststraße und die Wallstraße vor. Sie werden zwar nicht immer beim wirklichen Namen genannt, sind aber doch erkennbar durch die Beschreibung und Benennung der historischen Persönlichkeiten, die man in den alten Adressbüchern der ehemalig Bergischen Haupt- und Kreisstadt wiederfinden kann.

Es ist nun schon bereits rund vierzig Jahre her, dass diese Erinnerungen anlässlich der seinerzeit anstehenden 750-Jahrfeier den Weg in verschiedene Publikationen fanden. Alt-Lennep hatte damals besondere Konjunktur, und auch die kostenlosen Postwurfzeitungen überboten sich in dieser Zeit nicht nur in geschichtlicher, sondern auch in sprachlicher Hinsicht. Das Lenneper Platt hatte seinerzeit viele, damals im Vergleich zu heute noch kundigere Leser, nach dem Motto: Mundart ist lebendige Heimatgeschichte. Ganz bewusst wollen wir den Originaltext heute nicht im Einzelnen kommentieren; betrachten wir es vielmehr als Denksportaufgabe, den alten Text zu entschlüsseln, so wie man ein Kreuzworträtsel oder eine Sudoku-Aufgabe löst, auch wenn heute nicht ohne weiteres mehr bekannt ist, was Wenkelswaren sind, und dass das entsprechend genannte Geschäft in der Petersgasse lag…

Vertällchen am Fenster

Jans freuer heil man oft bi openem Fenster en Vertällchen. So geschoh et ock en där Wallstrote, wo de Famelje Piepenbosch jemeutlich bim Meddageten tesamen sot, de Anton, et Läuerken un deren sess Kenger. Am Kökenfenster vörbie kohm et Nonnenbruchs Minneken un hadde enen jroten Korf bie Klein Diedrichs Wenkelswar enjekoft. Et tuppde op die Rutte. Jodden Dag tesahmen. wie jeht et önk noch, wat meken de Kenger? - Och danke där Nachfrog Minneken, komm ens op Stell ren, vie mötten dek ens ene janz wichtige Neuigkeit vertällen. Denk ens ahn, däm August sinn Emma hat en stazen Jongen jekregen. De Hebamme, de Frau Schmetz hät en te Hus jeholt. Kik ahn Läuerken, wie sall hei dann hetten? - Jo de August hät en op Kal dopen lohten. Do hät hei awer in wieser Vörussecht jehangelt, Kal sall hei hotten, hei well en bruken en där Schmetten. Wolls du en Spierken met eten Minneken? Et jött Reuwenmaus ongeren. Et wohr mek zwar en wennig stiew jewuhren dürch die völlen mehligen Erpel. Äwer dat es nech de Welt, ek schnie van däm Rest hütt owend Schiewen en de Pann un broh die op de Führung. — Hie hässe ok en Müffken Flehsch dobie. Ek wohr äwen bim Perdsschlächter un häw mek alt fottens Wurschtenbräu metjebracht. Weil ek morjen Pannasch koken well. Dann eten se noch ens wier all wie de Schürendrescher.

Jo wat seih ek dann dobutten op där Strote? Jrade lött dat Perd, wat däm Buhr vam Rotzkotten hört, öntlich wat Perdsköttel fallen. Fritzken, lop schwank op et Hüsken un hohl dän alen Emailleehmer un de Dreckschöppe, un lop fottens op de Strote. Wehsse Minneken. dat es Jold för em Anton sinnen Jahren. Dat jött em Herfst mols staze Kappesköhl. Die schab ek op där jroten Schabe un de Blagen mötten dän alle met ehren Feuten en die jroten Steendoppen endrampeln. Dat jöt dösen Wengkter manche Mohltiet. Wolls du noch en Spierken Jemäus Minneken? - Nä danke Läuerken, ek hadde noch van jestern Pillekeskauken öwer, dann mötten vie fottens noch eten. Ek mak op Stell en jott Pöttschen Koffe. Emilken, hie hässe drei Penning, nömm dan alen Waterkeetel un lop ens schier en de schmerige Pann un hohl Koffewater. Fall dek nech Jong. Pass op. Jo Läuerken, du häss wohljerohene Kenger. Dat Kleinste es jo en leiw Stüppken, et hät so jleunige ögskes. jenau wie de Anton. 

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Ausgangssperre für Parks wieder aufgehoben

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Angesichts eines Inzidenzwertes von mehr als 300, eines anhaltenden diffusen Infektionsgeschehens und der weiter alarmierende klinische Lage werden in Remscheid die bestehenden Schutzmaßnahmen, die über die Regelungen der aktuellen Coronaschutzverordnung hinausgehen, fortgeführt und teils verstärkt. Eine Modifizierung und Aufweitung der bestehenden Anordnung wird es allerdings hinsichtlich der Schließung einzelner Parkanlagen gegeben: Mit der Sperrung der Parkanlagen Kuckuck, Stadtpark und Hardtpark war dem missbräuchlichen Nutzung zum Wochenbeginn ein klarer Riegel vorgeschoben worden. Die ab morgen geltende Regel sieht stattdessen vor, dass auf städtischen Grün- und Parkflächen, Waldflächen, Freiflächen und Kinderspielplätzen dieselbe Kontaktbeschränkung gilt wie im übrigen öffentlichen Bereich: Ein Hausstand darf mit maximal mit einer anderen Person zusammenkommen, mehr als 5 Personen sind nicht erlaubt. Dabei gelten Paare, auch wenn beide nicht im gleichen Haushalt leben, als ein Hausstand. Kinder aus einem der beiden Hausstände bis einschließlich 14 Jahren werden nicht mitgezählt. Außerdem müssen fremde Personen oder Personengruppeneinen Mindestabstand von 5 Metern wahren. Kinder unter sechs Jahren sind hiervon auf Spielplätzen ausgenommen. Zusätzlich werden die Bolzplätze gesperrt.

Parallel zur Gültigkeitsdauer der aktuellen Coronaschutzverordnung NRW wird die Stadt Remscheid ihre Maskenpflicht im Innenstadtbereich bis zum 26. April fortführen. Die entsprechende Allgemeinverfügung wird hierzu neu aufgesetzt. Außerdem werden die seit 13. April geltenden besonderen Schutzmaßnahmen, die sie mit einer weiteren Allgemeinverfügung angeordnet hat, ab morgen in modifizierter Form bis 26. April fortgeführt.

Die bereits öffentlich berichtete Entscheidung des Covid 19-Krisenstabs vom 14. April zur Beibehaltung des derzeitigen Distanzunterrichts für alle Schulen mit Ausnahme der Abschlussklassen wird durch eine entsprechende Landesregelung gedeckt. Hierfür bracht es keine gesonderte lokale Satzung. Gleiches gilt, um die Betreuung von Kindern in Kindertageseinrichtungen und in der Tagespflege zusätzlich zu sichern. Hier wird es ab kommenden Montag (19.04.) wieder zum eingeschränkten Pandemiebetrieb kommen.

Zur Eindämmung des pandemischen Geschehens in Remscheid erlässt die Stadt Remscheid in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium NRW heute eine Allgemeinverfügung, mit der sie grundsätzlich das Bündel der seit dem 13. April geltenden zusätzlichen Corona-Schutzmaßnahmen fortführt. Das bedeutet: Die Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr morgens, die verschärften Kontaktbeschränkung im privaten Bereich, die Schließung von Sportanlagen und eine erweiterte Maskenpflicht im Auto gelten weiter. Die Allgemeinverfügung tritt morgen (17.4.) in Kraft und gilt wie die aktuelle Coronaschutzverordnung NRW bis zunächst zum 26. April.

Eingeschränkter Pandemiebetrieb in Kitas

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Als Hochinzidenzregion mit einer 7-Tages-Inzidenz über 300 hat die Stadt Remscheid die Anordnung der Notbetreuung in Kitas und Tagespflegen erwogen und sich mit diesem Wunsch an das Land NRW (MAGS) gewandt. Als Reaktion hat das Ministerium empfohlen, dass die Stadt Remscheid ab dem 19. April in den bereits aus Januar bekannten eingeschränkten Pandemiebetrieb wechseln solle. Das bedeutet: Die Kindertageseinrichtungen bleiben wie bisher mit dem um zehn Stunden reduzierten Betreuungsumfang geöffnet. Gleichzeitig appelliert die Stadt eindringlichen an die Eltern, ihre Kinder nach Möglichkeit zu Hause zu betreuen, um persönliche Kontakte und damit einhergehende Ansteckungsrisiken zu vermeiden.

Zu dieser Empfehlung hat die Stadt Remscheid die Auskunft des Städtetages NRW eingeholt. Tatsächlich gibt es aktuell keine Regelung des Landes NRW, die es Kommunen in einer Hochinzidenzphase ermöglicht, in Abstimmung mit dem MAGS selbstbestimmt in die Notbetreuung zu wechseln. Insofern ist eine Anordnung des Kita-Notbetriebes durch die Stadt Remscheid zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.

Die aktuelle Infektionslage zeigt, dass das steigende Infektionsgeschehen nicht auf die in Kitas und Tagespflegen betreute Altersgruppe übergegangen ist. Nach dem Bericht des Fachdienstes Gesundheitswesen sind in der aktuellen Infektionslage 21 Kinder im Alter von 1 bis 5 Jahren infiziert (Stand 16.04.2021; 0,51 % aller Kita-Kinder). Am 13. April waren 20 Kinder infiziert (0,5 %).

Der Covid 19-Krisenstab würde aufgrund der Hochinzidenz und der klinischen Versorgungslage dennoch den Notbetrieb als weitergehende Maßnahmen präventiv einleiten. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz hat sich deswegen heute an Dr. Joachim Stamp, Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, gewandt. In seinem Schreiben setzt er sich für eine landesweite Regelung zur Umsetzung des Notbetriebes für Hochinzidenzstädte ein. Darüber hinaus informiert er Minister Stamp darüber, dass er dem Remscheider Haupt- und Finanzausschuss in der kommenden Woche vorschlagen wird, dass die Stadt Remscheid auf die Hälfte der geleisteten Elternbeiträge für die Betreuung in der Tagespflege, den Tageseinrichtungen und im Offenen Ganztag für die Monate Februar bis (zunächst) April verzichtet bzw. sie zurückerstattet. Weiter appelliert er an den Minister, die Eltern in dieser schwierigen Phase der Pandemie durch eine landesweite Rückerstattung ebenfalls zu entlasten und ihnen – so wie die Stadt Remscheid – das angemessene Signal der Wertschätzung zu geben.

Bis zu einer Entscheidung auf Landesebene wird der Covid 19-Krisenstab das Infektionsgeschehen in den Kitas und Tagespflegen selbstverständlich weiter detailliert beobachten. Das Amtsblatt mit der heutigen Allgemeinverfügung zu Ausgangssperre, Kontaktreduzierung und weiteren kontaktreduzierenden Maßnahmen und mit der Allgemeinverfügung zur Maskenpflicht im Innenstadtbereich ist unter folgendem Link abrufbar: Microsoft Word - Amtsblatt-15'21-16. April - Sonder (remscheid.de).

Von 60 Altenheimbewohnern sind 14 infiziert

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Gestern sind vier Mitarbeitende einer Remscheider Pflegeeinrichtung, davon drei nicht Geimpfte und eine Person mit der ersten Corona-Schutzimpfung, PCR-positiv getestet worden. Bei der anschließenden Schnelltestung aller Bewohnerinnen und Bewohner und des Mitarbeiterteams zeigten sieben Bewohnerinnen und Bewohner ein positives Ergebnis. Das Gesundheitsamt hat zwischenzeitlich bei allen Bewohnerinnen und Bewohnern einen PCR-Test vorgenommen. Von den 60 Bewohner*innen haben 14 ein positives PCR-Ergebnis. Zwei von ihnen sind nicht geimpft, zwölf sind zweifach geimpft.

Außerdem sind zusätzlich zu den gestern bereits entdeckten vier Mitarbeitenden zwei weitere Mitarbeitende PCR-positiv, insgesamt also sechs. Drei von ihnen sind bislang nicht geimpft, eine Personen hat eine Erstimpfung erhalten, zwei haben den vollen Impfschutz mit einer Zweifachimpfung. Allen Betroffenen geht es gut. Sie sind entweder symptomfrei oder zeigen nur marginale Erkältungssymptome.

Das Land hat eine neue Coronaschutzverordnung ab dem 19. April  erlassen; die Remscheider Allgemeinverfügung zur Maskenpflicht wird bis zum 26. April verlängert.

Bald 47 Corona-Aushilfen im Gesundheitsdienst

Wegen der Corona-Pandemie musste das Personal im medizinischen und im Verwaltungsbereich des städtischen Gesundheitsamtes aufgestockt werden. So wurden per Dringlichkeitsentscheidungen vom 1. September und 13. November 2020 insgesamt 27 Vollzeitstellen („Verwaltungskraft““) eingerichtet, um zur Gefahrenabwehr die Nachverfolgung von Kontaktpersonen  sicherzustellen. Beinahe ebenso viele neue Stellen sollen nun hinzukommen, so eine Beschlussvorlage der Verwaltung zur Sitzung des Hauptausschusses am 22. April. Zitat: „Aufgrund des aktuell exponentiell steigenden Infektionsgeschehens und des potentiellen Ausbaus des Impfzentrums sind … weitere 22 Vollzeitstellen für die … Nachverfolgung der Kontaktpersonen von mit dem Coronavirus infizierten Personen … und Unterstützung im Impfzentrum erforderlich.“

Mit dem weiteren Ansteigen des Infektionsgeschehens in der 3. Welle und den seitdem rasant anwachsenden Zahl von infizierten Personen auf eine bisher nie dagewesene Höhe sei der Personalbedarf im Gesundheitsamt noch einmal erheblich gestiegen. Und dies auch wegen der „zunehmend mangelnde Kooperation der Betroffenen, welche die Nachverfolgung schwieriger und zeitaufwendiger gestaltet“.

Im Impfzentrum der Stadt Remscheid sind derzeit drei Impfstraßen eingerichtet. Zur Unterstützung sind je Schicht sieben Mitarbeitende der Stadtverwaltung als Aushilfen an den Schnittstellen des Impfprozesses (Eingang, Check In KV, Wartebereich, ärztliches Aufklärungsgespräch) auf freiwilliger Basis tätig. Sollten die Impfstraßen ausgeweitet werden müssen, steige auch dort der Personalbedarf. Dem gegenüber könne aber der Einsatz der rund 100 städtischen Mitarbeitenden an dieser Stelle wegen der notwendigen der Sicherstellung ihrer originären Aufgaben nicht aufrechterhalten werden. Ein flexibler Einsatz der neuen Verwaltungskräfte sei daher sowohl zur Nachverfolgung von Kontaktpersonen als auch zur Aushilfe im Impfzentrum unabdingbar.

Vorgeschlagen wird, die zusätzlichen Personalkosten in Höhe von 502.050 € im Haushaltsjahr 2021/22 überplanmäßige bereitzustellen; diese seien durch das Gesetze zur Isolierung der aus der COVID-19-Pandemie folgenden Belastungen der kommunalen Haushalte im Land Nordrhein-Westfalen (NKF-COVID-19-Isolierungsgesetz-NKF-CIG) gedeckt.

Zuschuss wegen drohender Zahlungsunfähigkeit

Die Stadtverwaltung hat dem Hauptausschuss zur Sitzung am 11. April empfohlen, „für die Bildung einer Rückstellung aus ungewissen Verbindlichkeiten“ im Haushaltsjahr 2020 überplanmäßig 71.800 Euro bereitzustellen. Dieser Etatposten sei gedeckt durch außerordentliche Erträge aus der Kulturförderung im Rahmen des Gesetzes zur Isolierung der aus der COVID-19-Pandemie folgenden Belastungen der kommunalen Haushalte im Land Nordrhein-Westfalen.

Dabei geht es um den Ausgleich der Pandemie-bedingten Verluste des Schlossbauvereins. Diese liegen bei 231.530 €, berechnet aus Einnahmen in Höhe von 1.117.945 Euro und Ausgaben von 1.349.475 Euro. „Zur Vermeidung einer eventuellen Zahlungsunfähigkeit ist eine Inanspruchnahme der Rückstellungen noch vor Einbringung des Entwurfs und der endgültigen Feststellung des Jahresabschlusses 2020 geboten“, erläutert die Verwaltung. „Dies macht einen gesonderten Ratsbeschluss für die Bildung und Feststellung der gesamten Rückstellungen erforderlich.“ So könne dann eine zeitnahe Auszahlung an den Schlossbauverein ermöglicht werden. Das Verfahren wurde mit den Kämmerern der drei bergischen Großstädte abgestimmt.

Neue Klima-Initiative zur Hausbegrünung

Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW

Mit einem neuen „Gründachkataster“ des Landesumweltamtes (LANUV) will die Landesregierung der Dachbegrünung in Nordrhein-Westfalen einen zusätzlichen Schub verleihen. Zeitgleich startet die neue Informationskampagne „Mehr Grün am Haus“ der Verbraucherzentrale NRW zur Begrünung privater Grundstücke und Gebäude.

„Grüne Dächer und Fassaden sorgen für ein ausgeglicheneres Klima. Hitze wird erträglicher und Starkregen besser abgefedert. Tiere und Pflanzen erhalten Lebensräume. Die neuen Service-Angebote des LANUV und der Verbraucherzentrale NRW sind nicht nur in städtischen Regionen wichtige Bausteine der Klimaanpassung“, erklärt Ministerin Ursula Heinen-Esser. Nach aktuellen Erkenntnissen ergibt sich alleine für die Dachbegrünung ein Gesamtpotenzial von über 400 km² Grünfläche auf den nordrhein-westfälischen Dächern; das entspricht der Fläche der Stadt Köln.Hintergrund: Zunehmender Hitzestress in Ballungsräumen ist eine Folge des Klimawandels. Gerade in vielen städtischen Bereichen ist durch die starke Verdichtung und hohe Versiegelung bereits heute ein deutlicher Wärmeinseleffekt nachweisbar. Die Anzahl an Sommertagen (>25 Grad) beziehungsweise Hitzetagen (>30 Grad) hat in den vergangenen Jahrzehnten stark zugenommen. Ebenso können in Zukunft Starkregenereignisse und urbane Sturzfluten häufiger und intensiver auftreten. Diese extremen Wetterereignisse werden sich in den urbanen Ballungsgebieten aufgrund ihrer hohen Bevölkerungs- und Bebauungsdichte besonders stark auswirken.
Mit mehr Grünflächen in den stark versiegelten Innenstädten kann höheren Temperaturen vorgebeugt werden. So können unter anderem Dachflächen durch eine Begrünung einen wichtigen Beitrag leisten. Mit begrünten Dächern lassen sich neben der klassischen Schutzfunktion viele positive Effekte erzielen: Sie fördern den Erhalt der Artenvielfalt, binden Feinstäube, schützen die Bewohner effektiv vor Lärm, binden und verdunsten Regenwasser und dienen dem Klimaschutz, indem CO2 gebunden und durch die Dämmwirkung Energie gespart wird.

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Stille Kranzniederlegung im engsten Kreis

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die schreckliche Ermordung von 71 Menschen durch die Nationalsozialisten in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs in der Langenfelder Wenzelnbergschlucht lag am 13. April 2021 genau 76 Jahre zurück. Im vergangenen Jahr musste die an der Stelle dieses Verbrechens alljährlich durchgeführte Gedenkveranstaltung im Zuge des ersten Lockdowns der Corona-Pandemie abgesagt werden. Stattdessen wurde eine stille Kranzniederlegung vor Ort durchgeführt. Mit dem Optimismus, dass die Pandemie 2021 wieder mehr Normalität erlauben würde, hatte die Stadt Wuppertal als Ausrichterin für dieses Jahr eine Veranstaltung vorbereitet und sich mit teilnehmenden Akteuren auf den 25. April als Termin vereinbart. Das aktuelle Infektionsgeschehen der immer noch andauernden Pandemie lässt aber auch in diesem Jahr keine Gedenkveranstaltung zu.

Aus diesem Grund wird es am 25. April in Abstimmung mit den beteiligten Städten Wuppertal, Remscheid, Solingen, Leverkusen, Leichlingen und Langenfeld erneut eine stille Kranzniederlegung geben, bei der ausschließlich die Oberbürgermeister und Bürgermeister der genannten Städte sowie ein Vertreter des VVN/BdA der Ermordeten des 13. April 1945 gedenken werden. Selbstverständlich kann jede Organisation, Partei oder Institution einen Kranz vor Ort niederlegen. Dies wird ab 12 Uhr mit der eindringlichen Bitte um die Einhaltung des derzeit gebotenen Abstands und Vermeidung des Zusammentreffens von größeren Gruppen im Sinne der zu diesem Zeitpunkt aktuellen Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen möglich sein.

Fotos vom Remscheider Markt im Wandel der Zeit

Der Markt um 1903. Bild Mitte: Rechts sieht man den Möbelwagen Numero 5 der Firma Richard Becker. Durch Umzug und Zuwanderung wuchs die Bevölkerung auf 58.000 an. Bild unten: Um 1960 wächst der Verkehrsstrom gewaltig. Zebrastreifen bieten dem Fußgänger einigerma¬ßen Schutz.

Bild oben: Der Markt um 1903.

Bild Mitte: Rechts sieht man den Möbelwagen Numero 5 der Firma Richard Becker. Durch Umzug und Zuwanderung wuchs die Bevölkerung auf 58.000 an.

Bild unten: Um 1960 wächst der Verkehrsstrom gewaltig. Zebrastreifen bieten dem Fußgänger einigerma­ßen Schutz. (aus: „Remscheid“ von Hans Funke, erschienen 2002 im Sutton-Verlag in Erfurt in der Reihe „Archivbilder“)