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Revitalisierung (5): Hoher Exportanteil

In Remscheid zeigt sich bis heute eine durch die frühe Industrialisierung geprägte Konzentration der Wirtschaftsstruktur auf das Verarbeitende Gewerbe. In den vergangenen Jahrzehnten blieb das wirtschaftliche Wachstum in Remscheid insgesamt wie auch im Verarbeitenden Gewerbe hinter der Entwicklung im Landesdurchschnitt zurück. Das Bruttoinlandsprodukt Remscheids stieg in den Jahren seit 1999 im Vergleich mit dem Land Nordrhein-Westfalen und dem Regierungsbezirk Düsseldorf unterdurchschnittlich von 3.090 Mio. € auf 3.191 Mio. € in 2009. Aufgrund des hohen Anteils der exportorientierten Wirtschaft war Remscheid von den Auswirkungen der Finanzkrise 2008 überdurchschnittlich betroffen.

Die Bruttowertschöpfung nahm zwischen 1999 und 2008 trotz stark rückläufiger Erwerbstätigkeit noch um rd. 10% zu. Der Rückgang in 2009 ist eine Folge der Finanzkrise. Das produzierende Gewerbe trug mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil von 31 % zur Bruttowertschöpfung der Stadt bei. Während die Bruttowertschöpfung in den dienstleistungsorientierten Wirtschaftsbereichen eine kontinuierliche positive Entwicklung erfuhr, führte die globale Wirtschaftsentwicklung im verarbeitenden Gewerbe zu einer Stagnation mit Einbrüchen in den Jahren 2002 und 2009.

Mit einer Arbeitsplatzzentralität von 373 Arbeitsplätzen/1.000 Einwohner liegt Remscheid im Städtevergleich nach den Oberzentren Düsseldorf, Köln und Essen vor den meisten Vergleichsstädten. Die Arbeitsmarktzentralität der Stadt schlägt sich in einem schwach positiven Pendlersaldo (Einpendlerüberschuss 2011: 2.389) nieder. Die bei weitem stärksten Relationen bestehen mit dem Oberzentrum Wuppertal mit einem Auspendlerüberschuss.

Das Verarbeitende Gewerbe hat in Remscheid mit 14.681 von 40.928 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und einem Anteil von rd. 36 % zum 30.06.2011 die meisten Erwerbstätigen. Darunter gehören die Bereiche Metallerzeugung und –bearbeitung sowie die Herstellung von Schneidwaren, Werkzeugen, Schlössern und Beschlägen traditionell landesweit zu den höchsten Branchenkonzentrationen. Einen überdurchschnittlichen Beschäftigungsanteil hat auch der Maschinenbau. Die Zahl aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (SVP) ist in Remscheid über einen Zeitraum von 10 Jahren bis Ende 2011 von 41.349 auf 37.913 zurückgegangen. Damit war die Beschäftigungsdynamik in der Stadt unterdurchschnittlich.

Im Zeitraum zwischen 2002 und 2011 setzte sich der seit 1992 zu beobachtende Arbeitsplatzabbau fort. Es nahm die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 8,8 % ab, dabei trat jedoch nach 2006 eine Konsolidierung ein. Im Verarbeitenden Gewerbe lag der Rückgang der Beschäftigung bei 29 %. Besonders stark war davon der Bereich Maschinenbau betroffen. Dagegen konnte der Fahrzeugbau auch in Remscheid wachsen. Die verschiedenen Dienstleistungsabteilungen sind nach wie vor in der Mehrzahl unterrepräsentiert. Seit 2002 konnte jedoch in diesen Abteilungen insgesamt ein Beschäftigungszuwachs um rd. 12,5 % verzeichnet werden.

Die Entwicklung des Dienstleistungssektors war in den verschiedenen Abteilungen uneinheitlich. Finanz- und Versicherungsdienstleistungen verloren um über 13 %. Eine wachstumsstarke Abteilung waren Gesundheit und Sozialwesen. Überdurchschnittliche Wachstumsraten konnten darüber hinaus wissensintensive unternehmensbezogene Dienstleistungen, einfache Unternehmensdienstleistungen (sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen) und der Bereich Erziehung und Unterricht erzielen.

Der Anteil gering qualifizierter Beschäftigter wird mit 19,5 % als hoch eingeschätzt. Die Arbeitslosenquote lag zum 31.07.2012 bei 9,3 % und damit ca. 1 Prozentpunkt über dem Landesdurchschnitt von Nordrhein-Westfalen.  Der Anteil der Langzeitarbeitslosen lag innerhalb dieser Gruppe zuletzt bei erheblichen 42,4 %. Je nach Lage in der Stadt sind zum Teil deutlich unterschiedliche Sockelzahlen zur Arbeitslosigkeit feststellbar. Die Werte schwanken stadtteilbezogen zwischen < 2% und 11,6 %.

Die Stadt Remscheid verfügt über eine einzelhandelsrelevante Kaufkraft von rd. 616,2 Mio. € p.a.. Mit einem Wert von 101,4 liegt die einzelhandelsrelevante Kaufkraftkennziffer für Remscheid über dem Niveau des Bundesdurchschnitts. Bei einem gesamtstädtischen jährlichen Einzelhandelsumsatz von rd. 581,7 Mio. € ergibt sich eine gesamtstädtische Einzelhandelszentralität von rd. 94 %. Für die Zukunft wird eine Stagnation der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft je Einwohner erwartet. Bei sinkender Einwohnerzahl muss folglich künftig mit einem Rückgang der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft in der Stadt gerechnet werden.

(Aus der Beschlussvorlage 15/1294 („Entwicklungskonzept zur Revitalisierung der Innenstadt Remscheid“) vom 21.5.2015, beschlossen vom Rat am 18. Juni 2015.)

Die Fastenrathstraße für Fußgänger aufwerten

Die Alleestraße verfügt grundsätzlich über einen guten Ausbaustandard. Eine Erneuerung der Ausstattungselemente vor allem im mittleren Teil würde die Aufenthaltsqualität aber erheblich verbessern. Dazu wird empfohlen, in den seitlichen Randstreifen unter den Bäumen durchgehend neue Bänke und Abfallbehälter aufzustellen. (...) Zur Aufenthaltsqualität öffentlicher Räume gehören neben Spielen, Bewegen, Sitzgelegenheiten auch Spiel- und Bewegungsangebote. (...) Für die Alleestraße bietet es sich an, Spielmöglichkeiten in den seitlichen Randstreifen unter den Bäumen anzuordnen. Konzepte zur Neu- und Umgestaltung von Straßen, Straßenabschnitten und Plätzen sollten Spiel-, Sport- und Sinnesgeräte von vornherein berücksichtigen. Im Zuge der Aufwertungsmaßnahmen sollten auch die Baumscheiben vergrößert werden. Eine Unterflurbeleuchtung der Kastanien (Waterbölles: sind hier die Platanen gemeint?) würde für ein angenehmes Licht in der dunkleren Jahreszeit und in den Abendstunden sorgen.

Ebenso wichtig wie die Aufwertung der Alleestraße ist die Neugestaltung ihrer mittleren Zugänge. Betroffen sind die Scharffstraße und die Wilhelm-Schuy-Straße im Norden sowie die Mandtstraße und die Wiedenhofstraße im Süden. Die bestehende Pflasterung der Alleestraße sollte - soweit noch nicht geschehen - in diese Straßenzüge hineingezogen und mit den anschließenden Straßenprofilen als Mischverkehrsfläche verbunden werden. In der Mandtstraße und der Wiedenhofstraße ist die topographisch schwierige Situation im direkten Übergangsbereich zu beachten. Optisch als Hindernis empfundene massive Betonstützen und Beete sollten in allen Fällen durch leichte Stufenanlagen und Rampen ersetzt werden. Es werden breite, räumlich wirkende Pflasterrinnen zur Gliederung des Straßenraums empfohlen. Für die Straßenbeleuchtung an den bestehenden Standorten entlang der Alleestraße sowie in den Übergangsbereichen sollte ein einheitlicher Leuchtentyp gewählt werden.

Für die Fastenrathstraße ist das wesentliche Entwicklungsziel die Aufwertung ihrer Funktion als wichtige Fußwegverbindung zwischen dem Theodor-Heuss-Platz und dem Eingang zur Alleestraße. Das kann erreicht werden, indem die Fahrgasse so zurückgebaut wird, dass Fußgänger ausreichend Bewegungsraum haben. Die weitere Ausbauplanung muss klären, ob der Taxistand in den Seitenbereich verlegt werden und ob auf die Stellplätze vor den Häusern Alleestraße 90 und Fastenrathstraße1 verzichtet werden kann. Die Brunnenanlage muss versetzt und gegebenenfalls verkleinert werden, wenn sie nicht ganz wegfallen soll. Die Bäume bleiben erhalten. Die Oberflächengestaltung der Fahrgasse sollte in Asphalt mit Betonhochborden und Rinnstein ausgeführt werden, die Gehbereiche den Materialhinweisen entsprechend in grauen Betonplatten.

Um die Verbindungsfunktion der Fastenrathstraße zu betonen, wird empfohlen, für die Pflasterung im Übergangsbereich zum Theodor-Heuss-Platz analog zum Umfeld der „Zange“ ein Natursteinpflaster (Blaubasalt) zu verlegen. Die Skulptur der „Zange“ sollte großzügiger freigestellt werden, indem man das Natursteinumfeld ausweitet. Die Tiefgaragenzufahrt ist sorgfältig in die Planung mit einzubeziehen. Denkbar ist ein parallel geführtes Mauer- oder Betonelement mit Pflanzstreifen und Bäumen, das Bankplätze integriert. Eine raumbildende Lichtstelenreihe kann hier ein weiteres verbindendes Element sein. Der nebenan verlaufende überdachte Zugang zum Haupteingang der Sparkasse ist heute schlecht einsehbar und unattraktiv. Wegen der Treppenanlage ist er nicht barrierefrei. Verbesserungen wären auch hier wünschenswert.
(aus: „Gestaltungsleitfaden für den öffentlichen Raum“ (Konzeption, Gestaltung, Bearbeitung: stadtraum Architektengruppe, Bernd Strey, Sylvia Winkel, Christopher Dierkes, Jens Hoppstädter)

Weil Unwissenheit keine Schande ist...

Pressemitteilung der Stadt Remscheid:

Bilmemek değil, öğrenmemek ayıptır! - „Etwas nicht zu wissen ist keine Schande, etwas nicht zu lernen ist eine!“, lautet das obige türkisches Sprichwort. Danach handelt das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Rescheid und startet eine offene Veranstaltungsreihe für Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund und Neuzugewanderte. Das Kommunale Integrationszentrum, das sich seit 2012 für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund und aller Neuzugewanderten einsetzt, und möchte im Rahmen der offenen Veranstaltungsreihe vielfältige Themen wie Familie, Bildung und Ausbildung, Arbeit sowie Gesundheit und Pflege ansprechen.

Wann? Jeden 2. Mittwoch im Monat um 18:30 Uhr

  • 10.10.2018 Kinderbetreuung in Remscheid
  • 14.11.2018 Ehe-, Familien- und Lebensberatung: Partnerschaft, Phasen der Beziehung, Entwicklungsaufgaben und Krisen
  • 12.12.2018 Kinder, Jugend und Familie: Erziehungs- und Familienberatung/ Schulpsychologische Beratung stellen das Spektrum ihrer Tätigkeit und ihre Angebote vor.

Wo? Im Foyer der Zentralbibliothek, Scharffstraße 4-6- Wer? Expertinnen und Experten aus der städtischen Verwaltung und von Trägern der Freien Wohlfahrtspflege. Kommen Sie vorbei und lernen Sie uns kennen! (Elif Aybirdi-Tarhan)

W.i.R. fragt nach Engpässen und Arbeitsverdichtung

„Immer wieder kommt es gerade in den Sommermonate zu Engpässen beim Bürgerservice im Ämterhaus. Die Organisationsuntersuchung der Gemeindeprüfungsanstalt von 2016 zeigte mehrere Möglichkeiten auf, diesen entgegenzuwirken. Unter anderem sollte ein Passautomat angeschafft werden. Laut unseren Informationen ist dieser zwar angeschafft wurden, kann aber nicht in vollem Umfang eingesetzt werden. Des Weiteren sollte die EDV optimiert werden“, heißt es in dem Antrag der Wählergemeinschaft W.i.R. zur Sitzung des Rates am 27. September und des Ausschusses für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung am 13.November, die Verwaltung möge berichten, wie die vorgeschlagenen Maßnahmen aus der Organisationsuntersuchung umgesetzt wurden bzw. ob noch welche (wann) umgesetzt werden. Zitat: „Bei der Einrichtung der zusätzlichen Stellen durch den Rat im Juli 2017 war die Einbindung der Optimierungsmöglichkeiten eine Entscheidungsgrundlage. Ob mögliche Vorschläge der Gutachter in den Organisations-und Arbeitsbereich Eingang gefunden haben, ist uns nicht im Detail bekannt.“

Ebenfalls zur nächsten Ratssitzung und zur Sitzung des Ausschusses für Bauen, Gebäudemanagement und Liegenschaften am 6. November stellte die W-i-R- den Antrag, die Verwaltung möge mitteilen, was genau bei der Vorbereitung der ab dem 1.1.2019 geltenden neuen Bauordnung zu Arbeitsverdichtung geführt habe. Die Stadt hatte am 16. August in einer Pressemitteilung geäußert, dass es in der Vorbereitung der neuen Bauordnung zu einer Arbeitsverdichtung in der Fachabteilung kommt und daher die offene Sprechstunde bis zum Jahresende zunächst nur mit Terminen an bestimmten Tagen durchgeführt wird. Die W.i.R.: „Die Einschränkung der Sprechzeiten verwundert, da mit der Vorstellung der neuen Bauordnung durch die Medien der Öffentlichkeit weniger Arbeitsaufwand, Erleichterung der Bauvorschriften verbunden mit schnelleren Fertigstellungen angekündigt worden sind.“

Pressemitteilungen der Stadt in aller Kürze

Rollatorentraining im Wiedenhof. Am 25. September findet ab 15 Uhr im Begegnungs- und Beratungszentrum (BBZ) Wiedenhof, Brüderstraße 4, ein Training im Umgang mit Rollatoren statt. Das Angebot richtet sich an Nutzerinnen und Nutzer von Rollatoren und auch an deren Angehörige. Die Teilnahme ist kostenlos, und eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Das Rollatorentraining wird fachlich unterstützt vom Sanitätshaus Bolt. Es wurde auf Initiative des Runden Tisches 50+ initiiert auf Wunsch vielen älteren Menschen und deren Angehörigen. Und soll später auch in den anderen neun Remscheider Begegnungs- und Beratungszentren angeboten werden.Koordinierung diverser Straßenbauarbeiten in der Julius-Cäsar-Straße. Die Straßenbauabteilung der Technischen Betriebe Remscheid (TBR) hat in der Julius-Cäsar-Straße diverse Straßenbauarbeiten erfolgreich koordinieren können. Dabei werden Arbeiten von verschiedenen Stellen beauftragt, die nun aufeinander abgestimmt bis zum 26. September durch eine Straßenbaufirma durchgeführt werden. Es werden der Randstreifen von Haus Nr. 2 bis Haus Nr. 6 befestigt sowie Bordsteine gesetzt, Beleuchtungskabel in diesem Bereich neu verlegt und neue Lichtmaste gesetzt, Kanalschächte reguliert, Ausbesserungen der bituminösen Tragschicht in Teilbereichen zwischen Haus Nr. 2 und Haus Nr. 12a vorgenommen sowie eine neue Fahrbahndecke auf einer Fahrbahnseite in diesem Bereich aufgebracht. Durch die Koordinierung konnten für alle beteiligten Stellen die Kosten minimiert werden. Aus Gründen der Verkehrssicherheit werden die Arbeiten unter Vollsperrung der Straße durchgeführt, wobei die Anlieger in Abstimmung mit der ausführenden Baufirma  zu ihren Häusern gelangen können.

Talsperrenschau der Bezirksregierung Köln an der Neyetalsperre. Die Bezirksregierung Köln kontrolliert am Dienstag, 25. September, die Neyetalsperre. Bei der Talsperrenschau wird die Funktionstüchtigkeit der Anlagen geprüft. Die Bezirksregierung kontrolliert dabei den Zustand der Staumauer, die Betriebseinrichtungen – wie z. B. Verschlüsse, Schieber und Ventile, Messeinrichtungen der Talsperre und die erhobenen Messdaten.
Bei der Kontrolle der Ablassorgane kann der Wasserstand in der Neye unterhalb der Talsperre kurzfristig ansteigen. Am 25. September sollten deshalb die Anlieger und Nutzer der Neye besonders aufmerksam sein. Die Talsperrenschau beginnt um 9.30 Uhr.
Die Neyetalsperre ist eine Talsperre der EWR GmbH, Remscheid. Seit dem 1. Januar 2007 hat die EWR GmbH die Betriebsführung dieser Talsperre an den Wupperverband übertragen.

In der Bibliothek wird vorgelesen. Jeden Mittwoch ab 16 Uhr lädt die Kinder- und Jugendbibliothek an der Scharffstraße zum Vorlesen und Zuhören ein. Am  26. September liest Vera Sühl-Heidl Kindern zwischen vier und zehn Jahren Geschichten von Findus und Pettersson vor.

Spätere Termine/Veranstaltungen siehe nächste Seite:

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Nach der Familienphase zurück in den Beruf

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Am Donnerstag, 27. September, gibt es in der Agentur für Arbeit in Remscheid wieder umfangreiche Tipps und Informationen zum erfolgreichen (Wieder-) Einstieg in den Beruf nach der Erziehungs- oder Pflegezeit. Die dreistündige Veranstaltung beginnt um 90 Uhr im Raum 501 (5. Etage im Rundbau). Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Chancen, nach einer familienbedingten Unterbrechung wieder ins Berufsleben zurückzukehren, haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Zunehmend suchen Unternehmen nach qualifizierten und motivierten Beschäftigten. Frauen und Männern, die ihre berufliche Tätigkeit für die Betreuung und Erziehung von Kindern oder der Pflege von Angehörigen unterbrochen haben und nun wieder in den Beruf zurückkehren wollen, kommen diese Rahmenbedingungen entgegen. Angela Grote-Beverborg von der Agentur für Arbeit berät seit vielen Jahren Wiedereinsteigende nach Familienzeit. Sie gibt in ihrer Veranstaltung viele Anregungen und Antworten auf häufig gestellte Fragen.

„Häufig ist es gar nicht bekannt, wie die Agentur für Arbeit den Wiedereinstiegsprozess begleiten und unterstützen kann“, berichtet Angela Grote-Beverborg „Das geht von individueller Beratung und der Vermittlung von Arbeitsstellen über die Finanzierung von Fortbildungen bis hin zu Umschulungen in neue Arbeitsbereiche. Die Agentur für Arbeit bietet zudem eine hervorragende E-Learning- Plattform für unsere Kundinnen und Kunden, auf der sie sich von kaufmännischen und EDV-Anwendungen über Bewerbungstraining bis hin zu intensiven Sprachkursen weiter-bilden können. Und das bei eigener Zeiteinteilung, mit Erfolgszertifikat und kostenlos.“

In der Veranstaltung spricht die Expertin über die Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen (Wieder-) Einstieg und stellt u. a. das Informations- und Förderangebot der Agentur für Arbeit vor, gibt einen Einblick in die Möglichkeiten der Job- Börse und das umfangreichen E-Learning-Angebot der Agentur für Arbeit und beantwortet natürlich auch die Fragen der Teilnehmenden.

Wieder ein Jahr ohne Azubi-Ticket.

Pressemitteilung des SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf

Zum Ausbildungsstart fordert der SPD-Landtagsabgeordnete Sven Wolf die Einführung eines landesweiten Azubi-Tickets. „Studierende in NRW haben bereits ein günstiges NRW-Ticket, mit dem sie durch das ganze Bundesland reisen können. Dies sollte auch für Azubis gelten", so Sven Wolf. "Die Landesregierung hat angekündigt, das Azubi-Ticket einzuführen, aber wieder ist zum Start der Ausbildung nichts passiert. Hier stellt sich die Frage, ob der Ministerpräsident zu seinem Wort steht."

Das Ticket würde für Azubis, die oft weniger als die Grundsicherung verdienen, eine deutliche Entlastung darstellen. "Mit welcher Begründung sollen Azubis mit ihrem Ticket ins Ruhrgebiet, aber nicht nach Köln fahren können, Studierende aber schon?", fragt Sven Wolf und ergänzt: "Gerecht ist das nicht."

„Wir fordern von den jungen Menschen mehr Flexibilität bei der Wahl eines Ausbildungsplatzes und, dass sie sich dabei nicht auf die Heimatstadt beschränken müssen. Zudem liegen die Berufsschulen oft in anderen Städten. Der VRR ist auf einem richtigen Weg mit dem YoungTicketPLUS, aber wir brauchen eine NRW-weite Lösung, die von der Landesregierung gefördert wird", so Sven Wolf. „Ich werde mich weiterhin für ein Azubi-Ticket einsetzen. Dafür muss der Druck auf die Landesregierung erhöht werden, denn sonst droht auch dieses Wahlversprechen unter die Räder zu kommen. Dabei danke ich den Jusos und der DGB-Jugend vor Ort und in ganz NRW für die große Unterstützung.“

Remscheider Institutionen berichten oder laden ein

Rudolf-Steiner-Schule Remscheid / Jedes Kind ein Könner. Unter diesem Motto lädt die Rudolf-Steiner-Schule Remscheid herzlich zu ihrem diesjährigen pädagogischen Einführungswochenende ein. Eltern, die noch überlegen, ob sie ihr Kind für die kommende 1.Klasse anmelden wollen, oder Eltern, die sich für die Waldorfpädagogik interessieren, und alle Eltern, die bereits ihre Kinder für die zukünftige 1.Klasse angemeldet haben – an diesem Wochenende besteht für alle die Gelegenheit, die Waldorfschule näher kennen zu lernen. Am Sonntag, 23. September, besteht die Möglichkeit, selbst künstlerisch oder handwerklich tätig zu werden und in verschiedenen Gesprächsgruppen mit Lehrern der Schule Fragen rund um die Waldorfpädagogik zu stellen. Das Kollegium der Schule freut sich auf zahlreiche Gäste und bittet um eine zeitnahe Anmeldung im Schulbüro unter Tel. RS 667811.

Ökumenische Initiative Lüttrighausen / 34. Literaturcafé „Gott, hilf dem Kind“. Am Montag, 24. September, stellt Johannes Haun ab 16 Uhr beim 34. Literaturcafé im F(l)air-Weltladen einen jungen Roman der 87-jährigen Literaturnobelpreisträgerin Toni Morrison vor: „Gott, hilf dem Kind“. Das Buch nimmt die „me-too“-Diskussion (es geht um sexuelle Übergriffe) wie die „me-two“-Debatte (es geht um rassistische Diskriminierung) vorweg. Vor dem Hintergrund der traumatischen Geschichte der Schwarzen in Amerika fragt Toni Morrison in ihrem 11. Roman nach Chancen und Grenzen privaten Glückstrebens. Zu dem Erbe der Geschichte, das jede ihrer Figuren trägt, kommen Verletzungen, die in ihre jeweilige Kindheit zurückreichen. Ihre Protagonisten sind jung, und es geht im Herzen dieses Romans um die Liebe. Booker und Bride, beide Anfang 20, sind schwarz. Wie schwarz sie sind, das ist von Bedeutung, denn sie leben in einem Land und in einer Gesellschaft, in der Schattierungen einer Hautfarbe über die Zukunft eines Kindes entscheiden. Eintritt frei. Bücher von Toni Morrison werden zum Kauf angeboten. Getränke aus Fairem Handel, Kuchen von der Hausbäckerei Gosse in Dabringhausen.

AWO-Ortsverein Lennep - Lüttringhausen / Kegeltreff am Hasenberg. Viele, viele Jahre trafen sich die Kegelbrüder und Kegelschwestern der Arbeiterwohlfahrt Lennep / Lüttringhausen in der Gaststätte „Bergische Stuben“ an der Rader Straße / Ecke Ringstraße. Nachdem diese Gaststätte vor einigen Monaten geschlossen hat, hat der Kegeltreff der AWO eine neue Heimat gefunden. Künftig findet der Kegeltreff der AWO Lennep / Lüttringhausen alle vier Wochen dienstags in der Gaststätte „Zum Hasenberg“, Hasenberger Weg 53, statt. Gekegelt wird von 17 bis 19 Uhr. (Kontakt: Jürgen Heuser (Tel. RS 662626). Die Termine im Überblick:  25. September, 23.10., 20.11. und 18.12

Seniorinnen und Senioren in der SPD / „Remscheid in der Zeit des Nationalsozialismus“. Zu ihrer nächsten Mitgliederversammlung laden die Remscheider SPD-Senioren für den 25. September um 10 Uhr in die SPD-Geschäftsstelle ein. Auf dem Programm steht „Remscheid in der Zeit des Nationalsozialismus“. Referent ist Jochen Bilstein, Buchautor und SPD-Fraktionsvorsitzender in Wermelskirchen.

Förderverein WohnQuartier Hohenhagen e.V. / Einladung zum wöchentlichen Boule-Spiel. Immer montags ab ca. 14.30 Uhr lädt der Förderverein WohnQuartier Hohenhagen e.V. zum geselligen und spannenden Boule- Spiel auf dem Platz des Stadtteil- und Gemeindezentrums Esche an der Eschenstraße ein. Interessenten melden sich bitte im Verein unter Tel. 02191/7891763. Selbstverständlich ist die Teilnahme kostenlos. Der Verein freut sich über jeden Teilnehmer, ob jung oder alt. Der nächste Termine für das Boule-Spielen am Gemeinde- und Stadtteilzentrum Esche ist der  26. September..

Kurzmeldungen zu späteren Terminen siehe nächste Seite:

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Wochenrückblick vom 17. bis 23. September 2018

Ausstellung thematisiert NS-Verbrechen im Westen

Zur Eröffnung der neuen Ausstellung im Pferdestall hatten der neugegründete Verein ,,Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall Remscheid e.V.'' (GuB) und das Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium (EMA) eingeladen. Thema der Ausstellung: NS-Kriegsverbrechen im Westen.

Remscheid – eine Minute der Stille. Kein Geräusch, kein Ton, nichts ist zu hören. Gemeinsames Schweigen zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus bei der Eröffnung der neuen Ausstellung ,,Im Schatten der Erinnerung'' aus Mainz zum Thema Kriegsverbrechen und Besatzungszeit in Westeuropa. Im „Pferdestall“, dem denkmalgeschützten Gebäude aus den 1920er Jahren auf dem Polizeihof an der Uhlandstraße,  wo im Oktober und November 1938 Menschen jüdischen Glaubens zusammengepfercht wurden, haben sich an diesem Vormittag fast 120 Besucherinnen und Besucher eingefunden. Dort stellen zugleich  die Schülerinnen und Schüler der Geschichts-AG des Ernst-Moritz-Arndt Gymnasiums ihre neukonzipierte Ausstellung „Deportationen aus Remscheid“ vor. Unterstützt wurde die AG dabei von Lokalhistoriker Jochen Bilstein.

Innminister Herbert Reul begrüßte in seiner Rede die Gründung und Einrichtung einer Gedenkstätte in Remscheid. Zugleich appellierte Reul auch an den Verein: „Nutzt die Chance, ihr habt nun das Gebäude!“. Und Roman Franz, Vorsitzender des Landesverbandes der deutschen Sinti und Roma NRW, mahnt in Zeiten von Rechtsradikalismus und Fremdenhass zur Besonnenheit und Achtung. Die EMA-Schüler Theodora Tu und Francesco Lo Pinto stellten in ihrer Ansprache Parallelen aus der Vergangenheit und Gegenwart her. ,,Damals hat man in der Judenkonferenz im französischen Evian um die Aufteilung jüdischer Flüchtlinge diskutiert. Man kam zu keinem Ergebnis. Heute werden zwischenstaatliche Abkommen getroffen, um die Verteilung der Flüchtlinge zu klären.'' Lobende Worte fand Polizeipräsident Markus Röhrl. Der Pferdestall sei eine Herzensangelegenheit der Schülerinnen und Schüler auf ehrenamtlicher Basis.

Die Mainzer Ausstellung „Im Schatten der Erinnerung: Schandtaten und Verbrechen im Westen“ stellte der Theologe Dr. Peter-Otto Ullrich. Auf den rund 16 Aufstellern werden die NS-Besatzungszeit und Verbrechen in den Benelux-Staaten dargestellt. Auf Initiative des GuB-Vorsitzenden Hans-Heinz Schumacher, der im Mainzer Dom auf die Ausstellung aufmerksam geworden war, hatte diese nach Remscheid geholt werden können. „Dieser Aspekt der NS-Besatzungszeit wird in der Geschichtsschreibung erst seit einigen Jahren mehr Beachtung geschenkt“, sagte Peter-Otto Ullrich. Der Fokus richte sich eher auf die NS-Verbrechen im Osten, so der Theologe.

Wer Interesse an einer Führung durch die Mainzer Ausstellung „Im Schatten der Erinnerung: Schandtaten und Verbrechen im Westen“  sowie die der GuB hat, kann sich beim Sekretariat des EMA-Gymnasiums per E-Mail unter emagym@gmx.de">emagym@gmx.de oder über Facebook (GuBPferdestallRS) anmelden.