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Lebenshilfe modernisiert Fuhrpark ernergiesparend

Die Lebenshilfe Remscheid e.V., Jahr 1962 aus einer Elterninitiative heraus gegründet, gehört heute zu den größten Arbeitgebern in Remscheid: Ihre rund 400 hauptamtlichen Mitarbeiter/innen betreuen in den verschiedenen Einrichtungen insgesamt 800 geistig, körperlich oder psychisch behinderte Menschen.  Rund 530 davon haben bei der eigenständigen Ortsvereinigung, die der Bundesvereinigung Lebenshilfe und Lebenshilfe NRW angeschlossen ist, selbst einen betreuten Arbeitsplatz gefunden; 250 in Produktion, Wäscherei, Küche, Berufsbildungsbereich am Thüringsberg, 100 in Produktion und Schlosserei am Tenter Weg und 100 in Druckerei, Schreinerei, Aktenvernichtung, Produktion, Gärtner und  Berufsbildungsbereich des Lesota-Werks, Am Weidenbroich. Auch eine Frühförderstelle für frühkindliche Entwicklungshilfen von Geburt an, zwei inklusive Kindertagesstätten (am Fuchsweg bzw. Hagedornweg) mit insgesamt sieben Gruppen, eine vollstationäre Wohnanlage mit 54 Wohnplätzen für schwerstmehrfach-behinderte Menschen sowie eine Wohnstätte mit neun Wohngruppen für insgesamt 99 Bewohner/innen gehören zur Lebenshilfe Remscheid. Hinzu kommen Serviceangebote wie Betreutes Wohnen, ambulante Alltagshilfen und Begleitdienste und flexible Erziehungshilfen sowie die Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle „KoKoBe“.

All dies ließe sich ohne einen eigenen Fuhrpark nicht verwirklichen. Der umfasst rund 35 Fahrzeuge, darunter Busse, Lkw, Rollstuhl-Transporter und Pkw. Auf die drei Kleinwagen, die gestern im Mittelpunkt einer Pressekonferenz der Lebenshilfe Remscheid standen, hatte Geschäftsführer Jerrit Bennert ein Jahr lang warten müssen. So lange war die Lieferfrist für die beiden zweisitzigen und einen viersitzigen Smart mit Elektroantrieb. Sie sollen künftig für Kurzstrecken eingesetzt werden, etwa für Arztbesuche, Kundenbetreuung und Fahrten zwischen den verschiedenen Standorten der Lebenshilfe.

Die Idee, drei ältere firmeneigene Pkw durch Elektroautos zu ersetzen, ist nicht neu: Im Januar 2017 hatte die Lebenshilfe Remscheid e.V. einen externen Berater mit einen DIN-Gutachten zur Energieeinsparung beauftragt. Daraus ergaben sich dann ganz unterschiedliche Maßnahmen: Mitarbeitersensibilisierung, eine LED-Notbeleuchtung und der Austausch von Leuchtstoffröhren durch LED-Leuchten. Jerrit Bennert: „Dadurch konnte der Energieverbrauch um jährlich 102.205 kWh gesenkt werden. Dies entspricht einer CO2-Einsparung von 53 Tonnen im Jahr.“

Beschlossen wurde 2017 ferner, auch den Fuhrpark energiesparend zu modernisieren. Das führte dazu, dass 2018 über Leasing-Verträge die drei E-Smarts bestellt wurden (der Kaufpreis je Wagen hätte bei 23.000 Euro gelegen). Die nunmehr eingetroffenen Kleinwagen mit Automatik („Die Parkplatzsuche ist mit den wendigen Autos kein Problem“, versicherte gestern Markus Fuchs, Leiter des Geschäftsbereichs Wohnen der Lebenshilfe) werden von den Mitarbeiter/innen gerne gefahren. Und die Batterien der Wagen aufzuladen, ist mit Hilfe der beiden am Thüringsberg installierten so genannten Wallboxen auch keine Wissenschaft. Bei deren Installation waren die Untere Denkmalschutzbehörde und die EWR auf unterschiedliche Weise hilfreich. Beim neuen Vertrag über die Belieferung mit Öko-Strom kam die EWR den gemeinnützigen Träger preislich entgegen, so dass sich für die drei Neuwagen eine jährlich Energieeinsparung von 1.350 Euro ergibt.

Apropos E-Mobilität: Seit diesem Jahr bietet die Lebenshilfe ihren Mitarbeiter/Innen beim Kauf eines (Elektro-)Fahrrades einen finanziellen Anreiz, um sie zu motivieren, hin und wieder mit dem Fahrrad zur Arbeit zu kommen und so einen eigenen Betrag zum Klimaschutz zu leisten. Und apropos weiter Stromsparen: Im Mai sollen an den Häusern Thüringsberg 7 und 9 ca. 40 Dachfenster erneuert werden, um dort den Stromverbrauch zu senken und das Raumklima zu verbessern.

Neue Ideen hat die Lebenshilfe auch in ihrem Produktionsbereich umgesetzt: Aus der reinen Aktenvernichtung wurde bei der Lebenshilfe aus alten Ordnern ein „Upcycling-Produkt“ – neue Kladden mit Umweltpapier in zweierlei Größe, von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen e. V. in der Kategorie „exellentarbeit“  als nachhaltige Artikel mit neuen Funktion bewertet wurden. Idee Nr. 2: 80 Prozent der Holzreste, die in der betriebseigenen Schreinerei anfallen, werden  inzwischen zu so genannten Kalumets (Anzünder als Holz) oder Holzpellets verarbeitet und wie die „Upcycling-Kladden“ vermarktet, versehen mit den Namen (oder anderen Aufdrucken) der Besteller.

Stockenten-Familie nahm vor Reiher Reißaus

Stckenten-.Familie. Foto: Hans-Georg Müller.Der Teich vom Alten Hammer bietet schon wieder nur seichtes Wasser an, und dicke Karpfen schnappen deshalb nach Sauerstoff. Das stört den Nachwuichs (zwölf!!) dieses Stockenten-Paares (auf dem Foto nur die" Mama") allerdings nicht. Doch kurz vor der Fotoaufnahme war Alarm und die Kleinen wurden unter ufernahes Gestrüpp befohlen. Der Graureiher hatte es auf die keinen Federbällchen abgesehen. Er flog aber beimAnblick des Fotografen auf eine nahe Fichte.

Neue Sachbücher für Kinder dank Spende

Was Kinder spielerisch und mit Geschichten lernen, bleibt besonders gut hängen. Deswegen wollen die Lenneper Büchereifreunde neue Sachbücher für Fünf- bis Achtjährige anschaffen nach dem Motto „Kinder entdecken die Welt“. Möglich macht dies eine Spende der Volksbank im Bergischen Land in Höhe von 1.000 Euro. Jérôme Scheibel, Leiter der Volksbank-Filiale in Lennep, überbrachte die Kunde – und nahm selbst ein paar gute Anregungen für die Vorlesestunden mit seinen Töchtern mit.

Die Volksbank im Bergischen Land unterstützt ehrenamtliches Engagement in der Region mit Spenden und Sponsoring. „Die Förderung und das Wohl von Kindern und Jugendlichen liegen uns dabei besonders am Herzen“, sagt Jérôme Scheibel.

Termine des Westdeutschen Tourneetheaters

Karten/Reservierungen unter Tel. RS 32285 oder E-mail info@wtt-remscheid.de">info@wtt-remscheid.de.

 

Mehr operative Einsätze und weniger Wasserkopf?

Zum Ende dieser Woche geht Polizeioberrat Robert Hall Nach 44 Jahren und sieben Monaten Polizeidienst in den Ruhestand.  In Remscheid war er Leiter der Polizeiinspektion Remscheid, bis er zum 1. Oktober 2015 Leiter der Polizei-Inspektion Solingen wurde. Die dortige Bergische Morgenpost widmete Robert Hall gestern den Aufmacher auf ihrer ersten Lokalseite. Kritisiert werde von ihm das Direktorenmodell, steht in der Überschrift. „Beim Blick auf die Organisationsstrukturen im Polizeipräsidium Wuppertal sieht er Verbesserungsbedarf“, heißt es dann weiter unten im Text des Artikels. Diese Strukturen hält er in Teilen für falsch und meint damit das Direktionsmodell aus dem Jahre 2007. Die BM zitiert Robert Hall  mit den Worten: „Ich würde mir mehr Polizeipräsenz auf den Straßen wünschen. Durch das Direktionsmodell leidet aber die personelle Flexibilität und damit auch die operative Kriminalitätsbekämpfung." Hall verweist auf die Polizeidirektion Verkehr im Wuppertaler Polizeipräsidium. Allein diese Direktion binde rund 100 Personen. Ein Teil davon wäre in den Polizei-Inspektionen besser aufgehoben, meint Robert Hall. Motto: Lieber mehr operativer Einsätze und weniger ‚Wasserkopf? Das steht in dem BM-Artikel nicht, scheint aber zwischen den Zeilen durchzuschimmern.

Papierfabrik Forstmann wurde 1930 vollständig abgerissen

Vorne die ev. Kirche, hinten Fa. Forstmann Richtung Wiesenkotten Sammlung: G. SchmidtZwischen Burg und Müngsten existierten einst zwischen drei und vier Brücken sowie zwei Fähren. Die erste nachgewiesene Fähre befand sich am Wiesenkotten, bevor dort die massive Brücke gebaut wurde. Die zweite Fähre, die die Verbindung zwischen Remscheid und Solingen gewährleistete, ist bei Müngsten einzuordnen. Ohne Fähre wird es aber auch in Burg nicht abgegangen sein, denn vor dem Brückenbau hat die Burger Industrie sicherlich auch das Bedürfnis gehabt, so schnell wie möglich die Waren nach Solingen zu vertreiben.  Bei Burg an der Wupper haben die Grafen von Berg vermutlich kurz nach ihrem Schlossbau um 1133 eine Holzbrücke geschaffen,  die allerdings erst im Jahre 1390 urkundliche Erwähnung findet. Das Holz zu den meist durch Hochfluten der Wupper bedingten Instandsetzungen mussten die Bewohner des Amtes Bornefeld auf Grund ihrer Verpflichtungen zu Hand- und Spanndiensten herbeischaffen. Das Brückengeld aber, das sich um 1692 auf einen Jahresbeitrag von sechs bis sieben Reichsthalern belief, floss in die Kasse der herzoglichen Kellnerei Burg. Die Einsicht in diese Ungerechtigkeit ließ die Kellnerei die Instandhaltung der Brücke irgendwann selbst übernehmen.

Wenn wir uns nun dem ersten Objekt an der Wupper Richtung Müngsten widmen, müssen wir in der Ortschaft Unterburg in Richtung der evangelischen Kirche rechts einen Weg nehmen, der zum Wiesenkotten weiterführt. Selbst alte Unterburger, die dort seit ewigen Zeiten wohnen, können sich nicht an die Fabrik erinnern, die dort stand. Und so war es ein schwieriges Unterfangen, an  Unterlagen hierüber zu kommen (hierzu auch Herrn Huffmann aus Wuppertal- Varresbeck als direktem Verwandten der Familie Forstmann herzlichen Dank).  Kurz hinter der alten evangelischen Kirche ist der Standort der ehemaligen Papierfabrik Forstmann an der "Donau". Die Forstmanns sind ein uraltes Burger Geschlecht, wobei Urgroßvater Jakob Forstmann als Deckenfabrikant in Oberburg noch nicht der älteste erwähnte Forstmann ist, den ich gefunden habe, sondern der 1550 geborene Heinrich Forstmann als lutherischer Pastor in Wetter an der Ruhr (Chronik Huffmann). Die Chronisten erzählen, dass Jakob Forstmann Weber und Spinner gewesen ist, und es wird erzählt, dass er seine Decken in der Ruine im Rittersaal des alten Schlosses ohne Dach getrocknet habe. Jakob Forstmann (25.4.1706 - 26.1.1779), zuletzt verheiratet mit Clara Dorothea Hösterey, war zu seiner Zeit als Kauf- und Handelsmann in Burg/Wupper eingetragen, war zeitweilig Bürgermeister von Burg und hatte die Firma Jakob Forstmann & Encke, Wolle und Decken, gegründet. Er baute interessanterweise in Oberburg das heutige Gebäude des Hotels "In der Straßen" und wohnte darin (natürlich im älteren Trakt an der Straßenseite). Von den acht Kindern aus zweiter Ehe sind die Söhne Jacob und Johann, beide verheiratet mit Töchtern der Familie Brand, am bekanntesten. Letzterer begründete in Werden an der Ruhr eine große Tuchfabrik. Der älteste Bruder Jakob (21.9.1761 - 25.11.1831) führte die Burger Linie der Stahl- und Eisenwaren unterhalb der Burger Brücke am ehemaligen Schwarzwaager Kotten weiter, hatte die Tuchfabrik am gleichen Standort, bekam am 4.11.1818 die Betriebsgenehmigung für seine hinzugebaute Fruchtmühle und bewohnte gleichwohl ein bescheidenes Häuschen in Oberburg. Er war in Eisensachen speziell auch fürs Ausland aktiv. Herr Huffmann aus Varresbeck berichtete mir, dass Jakob Forstmann ein historisch denkwürdiges Produkt herstellte: Sklavenketten! Hierzu lieferte er mir auch gleich das maßgebliche Schriftstück: In einem Brief vom 10. September 1814 an einen Monsieur Holagrey in Bordeaux offeriert die Firma Forstmann & Co.  für die in Bordeaux abgehenden Schiffe Neger- (Sklaven) Ketten „in den üblichen Längen“.

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Homepage zum FH-Standort Honsberg online

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Mit Beginn des kommenden Wintersemesters wird Remscheid neuer Studienort der Rheinischen Fachhochschule (RFH) Köln. Ab September bietet die RFH Köln im ehemaligen Schulgebäude der Gemeinschaftsgrundschule Honsberg ein speziell auf die Region zugeschnittenes Studienangebot an. Alle verfügbaren Informationen hierzu präsentiert die Stadt Remscheid jetzt auf einer neuen Webseite. Auf der neuen Website www.rfh-remscheid.de (mit dem Waterbölles im Titelbild) informiert die Stadt Remscheid auch über Partner, Wohnen vor Ort und den Studienort. Über den Punkt „Bewerben“ lassen sich außerdem Informationen über die Zulassungsvoraussetzungen für einzelne Studiengänge und das Bewerbungsverfahren auf der Website der Rheinischen Fachhochschule Köln abrufen.

Unter dem Punkt „News“ sind alle Events in Zusammenhang mit dem Remscheider RFH-Studienort zu finden. Den ersten Veranstaltungstipp gibt es auch bereits: Am Samstag, 4. Mai, wird ab 11 Uhr in der Aula des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums, Elberfelder Straße 48, der „Große Studieninformationstag in Remscheid“ veranstaltet. Vorgestellt wird das gesamte Studienangebot für das kommende Wintersemester: Die Bachelor-Studiengänge Betriebswirtschaftslehre (B.A.), Wirtschaftsinformatik (B.Sc.) und Produktionstechnik (B.Eng.) werden parallel zum Beruf oder im Study & Work-Programm präsentiert. Daneben kommen aktuell Studierende sowie Absolventen und Absolventinnen wie auch Vertreter der Bergischen Wirtschaft zu Wort.

Die Stickstoffdioxid-Werte der Freiheitstraße 2018

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) hat jetzt die Jahresmittelwerte der diskontinuierlich arbeitenden Messstellen (Passivsammler) in Nordrhein-Westfalen für das Jahr 2018 veröffentlicht. Der Jahresmittelwert für Stickstoffdioxid (NO2) der Messstelle an der Freiheitstraße in Remscheid beträgt für das Jahr 2018 38 μg/m³ Luft. Somit wird das zweite Jahr in Folge der Grenzwert der EU-Richtlinie von 40 µg/m³ eingehalten. Tendenziell geht in Nordrhein-Westfalen die Belastung mit Stickstoffdioxid weiterhin langsam zurück. Von 131 Messstellen weisen noch 45 eine Überschreitung des Grenzwertes auf, davon 25 Verkehrsmessstellen. Im letzten Jahr waren es noch 27 von 49.

In absehbarer Zeit ist eine Fortschreibung des bestehenden Luftreinhalteplanes für das Gebiet der Stadt Remscheid mit weiteren Maßnahmen wie Fahrverboten für Dieselfahrzeuge nicht vorgesehen. Die Bestimmungen des Luftreinhalteplans für die Remscheider Umweltzone werden sich dadurch allerdings nicht verändern. Es sind weiterhin lediglich Fahrzeuge mit grüner Plakette zum Befahren der Umweltzone zugelassen. Da der Kraftfahrzeugverkehr einen deutlichen Anteil an der Luftschadstoffbelastung, dem CO2-Ausstoß und auch der Lärmbelastung hat, entwickelt die Stadt Remscheid kontinuierlich verschiedene Strategien und Maßnahmen zur Minderung der Belastung und setzt diese um. So werden in Folge des Integrierten Klimaschutzkonzepts derzeit die ersten Maßnahmen der „Gesamtstädtischen Mobilitätsstrategie“ in Angriff genommen. Ziel ist es, die Kraftfahrzeugnutzung zu senken und alternative Fortbewegungsangebote wie Fahrrad und öffentlichen Nahverkehr attraktiver zu gestalten. Dazu wird das Radwegenetz – das Radverkehrskonzept steht kurz vor der Fertigstellung - entwickelt.

Die technische Umrüstung der Ampelanlagen entlang der Freiheitstraße führt zu einer Verkehrsverflüssigung und geringerem Schadstoffausstoß in diesem höchst belasteten Bereich.

Der Ostertanz der Langhorn-Motte

Mottentanz. Fotzo: Hans Georg Müller.Diese kleinen schwarzen Gesellen sind Langhorn-Motten. Sie stammen aus der Familie Adelia und haben ca. 200 Arten. Im Bild tanzen Dutzende von ihnen an den Spitzen von frischem Buchenlaub.Ihre Fühler sind dreimal solang wie ihr Körper. Es sind tagaktive Schmetterlinge, und die Männchen wollen im April und Mai mit ihrem Auf und Ab Weibchen anlocken.

Tagfalter-Monitoring im NaturTreff am Nachmittag

Seit einigen Jahren werden die Tagfalter in Deutschland regelmäßig auf gleichen Wegen beobachtet, um mehr Informationen über ihre Entwicklung und ihren aktuellen Gefährdungsstatus zu erhalten. Wie das geht und welche Ergebnisse es bereits gibt, das beschreibt Biologe Jörg Liesendahl im NaturTreff am Nachmittag, der am Freitag, 26. April, um 15 Uhr stattfinden wird. Der NaturTreff am Nachmittag richtet sich in erster Linie an Damen und Herren im Alter 50+, aber natürlich sind auch jüngere TeilnehmerInnen herzlich willkommen. Er findet immer in der Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13, statt und dauert jeweils ca. zwei Stunden. Um Anmeldungen wird gebeten unter Teol. RS 3748239 oder E-Mail info@natur-schule-grund.de" target="_blank">info@natur-schule-grund.de.

Veranstaltungen und Termine im Ev. Kirchenkreis

Hamburg, Danzig, Petersburg: Kirchenkreis Lennep organisiert drei Studienreisen
Die drei Studienreisen, die der Evangelische Kirchenkreis Lennep in diesem Jahr für interessierte Reisende organisiert, führen nach Hamburg, Danzig und in die beiden russischen Städte Petersburg und Nowgorod. Geleitet werden die Reisegruppen jeweils von Pfarrer Friedhelm Haun, Synodalbeauftragter für Erwachsenenbildung im Kirchenkreis. Die goldene Stadt an der polnischen Ostsee wird vom 30. Mai 2019 bis 2. Juni besucht. Unter anderem steht in der ehemaligen Hansestadt die Visite des Danziger Bernsteinmuseums auf dem Programm. Der Reisepreis beträgt ca. 705 Euro.  
Auf der Reise nach St. Petersburg und Nowgorod vom 1. bis 9. August wird der Katharinenpalast, das Alexander-Newskij-Kloster und eine der größten Kunstsammlungen der Welt, die Eremitage, besichtigt.  Der Reisepreis beträgt ca. 1.740 Euro. Vom 6. bis 9. September fährt eine Reisegruppe mit dem Bus gemeinsam in die Stadt der Elbphilharmonie nach Hamburg. Der Reisepreis beträgt etwa 300 Euro. Anmeldungen und Fragen zu den neuen Studienreisen unter der Telefonnummer: 02191/76140 oder per E-Mail: Fhaun2607@aol.com">Fhaun2607@aol.com. (Katrin Volk,Referentin für Öffentlichkeitsarbeit)

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Sensen geklippert, gebläut, geschmiedet und gerückt

Die Luhnshämmer I und II auf einem naiven Gemälde von 1920, Maler unbekannt. Gemälde bei G. SchmidtWieder sind es etwa 300 Meter, um von den Kellershämmern  zu den Luhnshämmern zu gelangen. Unterhalb Kellershammer nennt sich das Tal Burgtal. Hier grüßt älteste Zeit. Ganz unverändert, wie in Altvater Tagen, wird hier noch der alte Hammer betrieben am schmalen Weiher, hinter der steingewölbten Brücke über den Bach. Der Hammerplatz ist von Linden umfasst. Fast bis zur Erde reicht das Dach des verwitterten Balken- und Bretterwerks mit dem breitgeschaufelten Wasserrad und der gewaltigen, eichenen Hammerachse, die sich quer durch den dämmrigen Raum dreht. Funken und Feuerschein sprühen aus dunkler Höhle, weißglühendes Eisen dehnt sich und reckt sich unter dem pochenden Schlag des Hammers, der von meterdicken, zyklopischen Eichenstammen ("Säulen") gehalten wird.

Der Schmied vom Luhnshammer. Foto: HIZ RemscheidBegründet wurde der erste Hammer durch Hans von Hagen 1646. Er kam von Reinshagen, Peter Honsberg, der den Hammer dann 1692 von als Stahlreckhammer betrieben, kam vom Honsberg. 1750 war Johannes Honsberg der Besitzer. Johann Wilhelm Luhns, dessen Namen der  Hammer 1776 trug, lies  ihn erneuern. 1800 ist dieser Hammer in Händen von Joan Franz Luhn. 1806 war er der Besitzer beider Hämmer.  1824 wird der Hammer von Abraham Luhn geführt.  1836 ist der Honsbergshammer als Stahlraffinierhammer der Firma Luhn & Comp. eingetragen. 1853 hat ihn ein Eduard Luhn übernommen. 1867 ist der Hammer im Besitz von Ernst Lindenberg. Später ging der Luhnshammer in den Besitz der Firma Steffens und danach in den der Firma Rasspe in Unterburg über. Nach 1900 lag der Hammer lange Zeit brach und verfiel.  Otto Knetsch schmiedete im ersten Weltkrieg Seitengewehre im Luhnshammer, bis dann die Stadt Burg den Hammer übernahm. 1858 wurde der erste Hammer durch Meister Franz Frintzel, einem gebürtigen Remscheider, wieder belebt. Gemeinsam mit seinem Schwiegersohn Willi Jenczenski schmiedete er unter einem modernen Blattfederhammer Florettklingen für Solinger Firmen. 1960 wurde die Schmiede renoviert. Neue Bretter ersetzten die morsche Außenverkleidung. Das Dach, das zusammenzufallen drohte, wurde gehoben und mit neuen Dachpfannen bestückt. Heute steht der Luhnshammer unter Denkmalschutz. Herr Weber von Reinshagen übernahm den Hammer 1970 und stellte dort bis 1993 Kunstschmiedeartikel  her. Danach verpachtete er den Hammer an Joachim Stritthoff, der die Kunstschmiedeproduktion weiterführt. 1995 wurde das Dach erneuert, aber das Wasserrad und die Hammerwelle verrotten.

Am Luhnshammer 1890.  Sammlung BulangDen Luhnshammer II,  1776 von  "Rutger Fischers erben zur Burgh“ mit dem "verlorenen Wasser" (des ersten Hammers am glkeoichen Teich) begründet,  übernahm 1800 Peter Hasenclever. Später gehörte er  W. Lihn, dann Daniel Wüsthoff. Dieser  Hammer wurde mit dem aufgebauten Wohnhaus kurz vor 1955 niedergelegt. Mauerreste sind dicht neben dem ersten Hammer im Dammbereich heute noch zu erkennen. In der ausgehenden Sensenzeit stand im Luhnshammer II Wilhelm Dörpfeld von Selscheid, der Vater des nachmaligen berühmten bergischen Schulmannes und Grosvater des Hellasforschers, als Meisterknecht (Hammermeister) am Hammer. Der Meister bereitete den rohen Stahl, der dann von den Gesellen gereckt und zu Sensenklingen gebreitet wurde. Alsdann wanderten die rohen Sensenklingen in die weitere Behandlung der Sensenfabrik. Geklippert, gebläut, die Hamen gebogen, glatt geschmiedet und gerückt (mit Rücken versehen), entstand die fertige Sense. Jährlich 770 Zentner Rohstahl wurden bei gutem Wasserzufluss in einem Hammer zu 630 Zentner fertiger Ware verarbeitet. Ein vollbeschäftigter Hammermeister brachte es auf rund 185 Taler, ein Knecht (Gehülfe) auf 110 Taler Jahreslohn. Wenn der Hammerherr, was häufig geschah, nur den Meister und dieser die Hilfskräfte annahm, konnte der Meister für sich durch geschickte Verwendung der Lehrlinge noch kleine Vorteile herausschlagen. Die fertige Ware wurde an Ort und Stelle versandfertig verpackt und verladen. Der Fuhrmann hielt mit der Ladung noch einmal am Comptoir des Hammerherrn, wo er Frachtbrief und Rechnung empfing. So wurden dem Hammerschmied Preis und Abnehmer der Sensen nicht bekannt. Später wanderten aus dem alten Hammer unzählige Fuhren geschmiedeter Schwerter und Seitengewehre in die Waffenstadt Solingen und wurden dort weiter verarbeitet.  (nach: Hämmer- und Kottenforschung in Remscheid. Herausgegeben von Günther Schmidt, Band 5 - Vom Blombach bis Eschbach)