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Wochenrückblick vom 20. bis 26. Juni 2022

In zweifacher Hinsicht ein ganz besonderer Tag

Zum Schuljahr 2022/23 solle das neue Berufskolleg Wirtschaft & Verwaltung sein, hieß es im März 2020, als in der alten Schule an der Stuttgarter Straße Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Bert Sluyter, Geschäftsführer der Imetaal Industriebau GmbH & Co. KG, einer der 100-prozentigendeutschen Tochtergesellschaft der niederländischen Ten Brinke Group, den 46-seitigen Projektvertrag unterzeichneten. Sieben Unternehmen hatten sich an der europaweiten Ausschreibung des 30 Millionen Euro „schweren“ Bauprojektes beteiligt. Es ist jetzt termingerecht fertig geworden. Die gestrige Schlüsselübergabe im Neubau an der Schmalkalder Straße durch Projektleiter Stefan Solz (Ten Brinke) war für Schulleiterin Cornelia Berghaus-Biermann gleich in zweifacher Hinsicht ein ganz besonderer Tag. Zum einen, weil sie zusammen mit allen übrigen Beteiligten stolz auf das Geschaffene sein kann, und zum anderen, weil sie zum 31. Juli in den Ruhestand geht.

Was der Waterbölles bisher über den Schulneubau berichtete:

Zum Schuljahr 2022/23 soll das neue Berufskolleg fertig sein (3. März 2020). Um einen Schulneubau hatten sich Schülerschaft und Lehrerkollegium schon seit 21008 bemüht. Die Vertragsunterzeichnung fand n Anwesenheit zahlreicher Vertretern der Verwaltung statt, darunter Elke Ittig, Dirk Deutemann und Thomas Judt vom städtischen Gebäudemanagement. Dabei hieß es, dass das 10.681 Quadratmeter große Baugrundstück („Baufeld 6“) entlang der Bahngleise „so seine Besonderheiten“ habe (auch schon mal ein „schmales Handtuch“ genannt). Das habe bei der Erörterung von Bedürfnissen und Bedarf Abstrich am Raumprogramm zur Folge gehabt „wie beim Häuten einer Zwiebel“. Unterm Strich seien die wesentlichen Wünsche der Schule aber allesamt in Erfüllung gegangen, stellte damals Cornelia Berghaus-Biermann in Anwesenheit ihres Vorgängers Gerhard Leicht fest.

Die dreigeschossige Berufsschule soll hohe energische Standards erfüllen (z. B. Geothermie). Sie habe Platz für insgesamt 1.400 Schülerinnen und Schüler und 70 Lehrerinnen und Lehrer (derzeit sind es 82). Zum Außenbereich gehören 70 Parkplätze und ebenso viele Fahrradständer. Zahl der Klassenzimmer: 58. 5.800 m² Nutzfläche, 8.670 m² Bruttogeschossfläche, 10.681 m² Grundstücksfläche, 2.905 m² Brutto-Grundfläche.

Zuerst kommt es auf die Bodenbeschaffenheit an (Juni 2020), Im Auftrag der Stadt Remscheid hob die Remscheider Spezialfirma Fülling (Geologen) an rund 30 Stellen den Boden bis in eine Tiefe von etwa 2.50 Metern auf (bis sie auf harten Fels stieß) und entnahm Bodenproben für ein Entsorgungs- und Verwertungskonzept. An gleicher Stelle hat es zwar schon vor etwa 15 Jahren Bodenuntersuchungen gegeben. Doch deren Ergebnisse würden heute nicht mehr anerkannt, sagte Dirk Deutemann.

Spatenstich für den Neubau des Berufskollegs (24. November 2020).  Der Spatenstich für das größte Bauprojekt der Stadt Remscheid in den letzten 25 Jahren. fand pandemiebedingt nur in klein gehaltenem Rahmen. Aber bei Nebel und Nieselregen, matschigem Lehm und Pfützen hätte es auch so wohl niemanden länger als nötig auf der Baustelle gehalten. Als Vertreter des Rates nahmen Waltraud Bodenstedt (W.i.R.) und Kai Kaltwasser (CDU) teil, der Vorsitzende des städtischen Schulausschusses. Das Gebäude werde nach den pädagogischen Bedürfnissen in verschiedenen Lernclustern und nach den neuesten Standards des nachhaltigen Bauens errichtet, hieß es. Das Entwurfskonzept stammt von der SSP AG, einem integralen Planungsbüro aus Bochum.

Schulneubau am Bahnhof macht gute Fortschritte (18. Mai 2021) Ein Grund dafür, dass der Bau so gute Fortschritte machte, war wohl die Verwendung vorgefertigter Teilen aus Beton. Die wurden von einem großer Schwerlastkran von den Sattelschleppern gehoben und an den richtigen Stellen wieder abgesetzt.

Boden barg manch böse Überraschung (4. Juni 2021).  Für die Errichtung einer Stützwand auf einer Länge von ca. 110 Metern an der Grundstücksgrenze zu höhergelegenen Gebäuden an der Freiheitstraße mussten 346.587 € überplanplanmäßig bereitgestellt werden. Die Mauer soll die Stabilisierung des Hanges sicherstellen. Die Standfestigkeit der vorhandene, einst aufgeschütteten Böschung erschien den Experten fraglich. Dass es sich bei dem ehemaligen Bahngelände um ein problembehaftetes Baugrundstück handelte, war der Verwaltung nicht unbekannt. Bei der Vorbereitung des Grundstücks für den Betonbau fanden Bagger im Boden etliche bodenfremde Bestandteilen, insbesondere Ziegelbruch, Betonbruch, Metallresten und anderen technischen Substrate. „Jedoch hatten die vorgefundenen Hindernisse im (überschüttenden) Erdreich aus Fundamenten, vollständig erhaltenen Kellergeschossen, alten Gleisanlagen, Kopfsteinpflasterbelägen und Asphaltfahrbahnen ein weitaus größeres Ausmaß, als im Gutachten dargestellt“, erfuhr der Hauptausschuss. Die „schlechten“ Böden wurden durch tragfähigeres Material ersetzt.

Der OB am Mikro.

Richtfest knapp drei Monate nach Grundsteinlegung (27. August 2021). Eingeladen hatte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz dazu wieder, wie beim ersten Spatenstich, eine größere Gästeschar mit Vertretern von Rat und Verwaltung. Und das knapp drei Monate nach der Grundsteinlegung; der ambitionierte Zeitplan hatte bis dahin also gehalten! Oberbürgermeister Mast-Weisz äußerte seine Freude, dass in Remscheid endlich wieder mehr investiert werde. Als Bespiele dafür nannte er das Allee-Center, den Rathaus-Anbau und die neuen Turnhallen an der Albert-Einstein-Gesamtschule. Zwei dieser drei Vorhaben stehen noch aus…

 

Neue „Kulturbonbons“ schmecken nach Tanz & Theater

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Initiative „Kulturbonbons an Schulen“ der Stadt Remscheid, gefördert mit Mitteln, die das Land zum Aufholen nach Corona zur Verfügung stellt, hat das Ziel, schulübergreifend die kulturelle Bildung zu fördern. Nach den Sommerferien geht es los, bis Ende 2022 sind die Bonbons buchbar. Das Bildungsbüro und der Fachdienst Schule und Bildung haben in Kooperation mit der Arbeitsstelle Kulturelle Bildung NRW ein vielfältiges Programm zusammengestellt, das von Remscheider Dozent:innen bestritten wird. Alle Remscheider Schulen haben einen digitalen Katalog erhalten, aus dem sie sich Workshops aussuchen können. Die Künstler:innen kommen in die Schulen und führen ihre Workshops vor Ort durch, vollkommen kostenlos für die Teilnehmenden.

Die letzten zwei Jahre haben von unseren Kindern und Jugendlichen viel verlangt. Schulen und Jugendzentren waren geschlossen, Sport und Musik mussten warten, Hobbys lagen brach. Das hat den jungen Menschen nicht gutgetan. Und weil es in der Schule nicht um bloße Wissensvermittlung geht, sondern soziale Aspekte, das Entdecken, Ausprobieren, das Sich-Trauen ebenso wichtig sind, gibt es bald für alle Schüler:innen die „Kulturbonbons“ in Form von Workshops, die nach Tanz, Theater und bildender Kunst schmecken.

Der Fokus aller Angebote liegt auf dem gemeinsamen Erleben. In der Gemeinschaft erfahren die Kinder und Jugendlichen Erfolg, Spaß und Kreativität, vielleicht eröffnen sich ihnen ungeahnte Welten. Alle Workshops dauern 90 Minuten und kosten einheitlich pauschal 100 €, das Material wird extra berechnet. Die jeweilige Schule leitet die Rechnung dann an Olaf Bärwaldt, Koordination Schule/Jugendhilfe Stadt Remscheid, E-Mail  bildungsgutschein@remscheid.de">bildungsgutschein@remscheid.de weiter. 

Der vorliegenden Katalog enthält zehn Workshop-Angebote aus den Sparten Theater, Tanz und Zeichnen:

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Chor "Flow" singt a cappella in der Konzertmuschel

Grafik: Stadt Remscheid

FLOW. Foto: von-Germain-Hadasch.jpg

Sonntag, 26. Juni, 16 Uhr
FLOW
Sie sind jung, sie singen gut und sie sind voll im FLOW. Mit über 30 Sängerinnen und Sängern im Alter von 18 bis 33 Jahren begeistert der Chor seit 2017 unter der Leitung von Luc Nelissen die Menschen mit ihrem Gesang. Alles a cappella – FLOW präsentiert sowohl ruhige Lieder als auch coole Beats. Bereits kurz nach der Gründung hat sich der Chor einen großen Namen gemacht. Der Chor der Musikschule Aachen sorgte auch schon im Fernsehen für Furore, als der WDR Ende 2018 „den besten Chor im Westen“ suchte. Stimmgewaltig, voller Energie und Lebensfreude stürmten die Aachener ins Finale und überzeugten mit ihrem Gesang die Jury und eroberten die Herzen vieler Zuschauer. Mit vielen neuen Liedern im Repertoire sehnen sich die Sängerinnen und Sänger, endlich wieder vor Live-Publikum auftreten zu dürfen.

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Remscheider Institutionen berichten oder laden ein

Mustafa Al.CDU Remscheid Süd / Mustafa Al ist neuer Stadtbezirksvorsitzender. Auf der jüngsten Mitgliederversammlung des CDU-Stadtbezirksverbands Süd wurden zwei Vorstandspositionen neu gewählt. Mustafa Al wurde einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt, ebenfalls einstimmig Jonas Justin Setinc zum neuen Schriftführer. Mustafa Al: „Bei unseren anstehenden Aktionen setzen wir auf den Dialog mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Südbezirks.“

Netzwerk Bergische Museen / Bunter Aktionstag am Sonntag. Drei Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit feierte das Netzwerk Bergische Museen auf seinem halbjährlichen Treffen am 20. Juni. 2019 wurde das Netzwerk auf Initiative von elf Museen gegründet. Es ist der erste und einzige themenübergreifende Zusammenschluss von Museen im Bergischen Land. Inzwischen sind über 20 Museen beteiligt. Zum Abschluss des Themenjahres „Alles in Bewegung“ lädt das Netzwerk für Sonntag, 26. Juni, von 11 bis 17 Uhr zu seinem zweiten bunten Aktionstag im Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl, Ziegeleiweg 1-3, in Erkrath ein. Zehn Bergische Museen stellen sich dort mit Mitmach-Aktionen vor. Der Eintritt ist kostenlos. Weitere Informationen auf www.bergischemuseen.de. (Katrin Hieke)

„Die Schlawiner“ gGmbH / „Natur erleben“, ab ins Grüne. Vom 27. Juni – 16. Juli, jeweils von 10 – 14 Uhr , bieten die Schlawiner Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren ein Sommerferienprogramm an. In dem Projekt wollen wir mit den Kindern bei verschiedenen Angeboten und Ausflügen die Natur erleben und den Sommer genießen. Dabei steht zum Beispiel auch eine Schnitzeljagd im Grünen auf dem Programm. Vom Schnitzen und Erforschen bis zum Entfachen eines Lagerfeuers können sich die Kinder in der Natur austoben und sie mit allen Sinnen erleben. Durch das Angebot wollen wir den Kindern in Zeiten von Playstation und Co. die Vielfalt der Natur näherbringen und ihnen diese als alternativen Spielplatz präsentieren.
Für Essen und Trinken ist natürlich gesorgt, wir nehmen deshalb eine wöchentliche Teilnahmegebühr von 15 Euro in Anspruch. Verbindliche Anmeldungen sind bis zum 17. Juni unter E-Mail marius.zentler@dieschlawiner.de">marius.zentler@dieschlawiner.de / oder Tel. RS 953266 möglich. Wir freuen uns, Euch im Kinder- und Jugendzentrum, Klausen 22, begrüßen zu können.

Städtepartnerschaftsverein Remscheid – Quimper / Offener Stammtisch in Französisch. Zum Klönen in französischer Sprache ädt der Verein Interessierte für Donnerstag, 30. Juni, um 19 Uhr in die „ErlebBar“ an der Hindenburgstraße ein.

Lions Club Remscheid / Keine Bücherannahme in den Ferien. In der Sommerpause können wir keine Bücher an unserem Lager am Hasten annehmen. Wir haben reichlich Anlieferungen von hilfsbereiten Remscheidern bekommen. Die gilt es jetzt zu sortieren. Bitte beachten Sie jetzt schon: Unser nächster Sammeltermin ist erst wieder am 24. September. bringen Sie Ihre ausgelesenen Bücher und auch Vinyl-Schallplatten (LPs) dann von 10 bis 12 Uhr an die Sammelstelle Hastener Straße 136 – 138 (ehemalige Polarwerke). (Frank Berghoff)

Vergessen Sie zum Datum Ihrer Veranstaltung bitte nicht den Wochentag. Die Leserinnen und Leser, die sich für Ihre Veranstaltung interessieren, werden es Ihnen danken.

Kurzmeldungen zu späteren Terminen siehe nächste Seite:

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Stadt rechnet 2024 mit "Durchstich Intzestraße"

Grablichter für schützenswerte Bäume“ überschrieb der Waterbölles am 22. Dezember 2021 seinen Bericht über eine „Mahnwache“, zu der Hubert Benzheim vom BUND Naturfreunde an die Intzebrücke eingeladen hatte. Die Demonstration galt den Bäumen, die im sogenannten Intzeforst für den geplanten Durchstich der Intzestraße zur Lenneper Straße " gefällt werden sollten, fürchtete damals auch der Remscheider Naturschutzbeirat. Doch inzwischen ist der Zankapfel aus der Welt geschafft. Der Beirat habe Einsicht in die Fakten der Stadt gezeigt, hieß es in der Sitzung der Bezirksvertretung Süd am vergangenen Mittwoch im Rathaus. Mit einem guten Schuss Erleichterung! Die Frage „Neue Brücke oder Durchstich“ steht nun nicht mehr zur Diskussion.  Den Start des Projektes erwartet die Stadt 2024. Konkret bedeutet das:

  • An der neuen Einmündung der Intzestraße in die Lenneper Straße wird es einen Kreisverkehr geben,
  • der der Intzeplatz (siehe Luftbild rechts) kann einen Teil seiner Straßenfläche verlieren, um neue Bäume pflanzen und die Aufenthaltsqualität für die Anwohner verbessern zu können, und
  • die Jan-Wellem-Straße kann (aus dem gleichen Grunde) zur Sackgasse werden. In der BV-Sitzung fürchtete Waltraud Bodenstedt zwar um den Berufsverkehr von und zu Vaillant, doch der bleibt über den Zentralpunkt bzw. die Engelbertstraße (Richtung neuem Kreisverkehr) sichergestellt.

Um die Bedenken der Naturschützer gegen die Verlängerung der Intzestraße zu entkräften, hatte sich Jonas Rösner, in der Stadtverwaltung Abteilungsleiter Verkehrsplanung, ÖPNV und Koordinierung TBR, viel Arbeit gemacht, wie auch die Mitglieder der BV Süd nach seinem Vortrag lobend anerkannten. Darin hatte er die Schwachstellen mehrerer Alternativentwürfe aufgezeigt:

  • Architektenskizze: Kein Abbiegestreifen, verkehrstechnisch nicht leistungsfähig, Schleppkurven in Kreuzung nicht eingehalten, Rechtsabbiegen aus Baisieper Str. heraus nicht möglich ohne Gegenfahrbahn zu benutzen.
  • Brückenneubau: Planabstimmung mit DB Netz und Versorgern (kostspielige Verlegung der Ruhrgasleitung aufgrund von Brückenfundamenten notwendig), Böschungssicherung / Sicherung der alten Brücke; große Baustelleneinrichtungsflächen notwendig; schwierige Logistik Anlieferung großer Brückenteile ; Lärmschutz vermutlich kritischer als bei Durchstich, Flächennutzungs- und Bebauungsplanverfahren erneut notwendig.
  • Entwurf mit rechtwinkliger Brücke bei teilweise Verwendung der Fundamente der alten Brücke: Nicht umsetzbar, weil Abbiegeverhalten in Kreuzung nicht darstellbar; Ampelanlage (LZA) nicht möglich, da Räumwege (Wege auf Kreuzung) zu lang.
  • Vorfahrtsgeregelte Kreuzung: Keine Entlastung der jetzt bestehenden LSA Intzestraße/Lenneper Str.; Rückstau führt dazu, dass aus Jan-Wellem-Str. nicht links abgebogen werden kann; Rückstau für Abbiegeverkehr in Richtung Jan-Wellem-Straße (u.a. Vaillant) leistungsmindernd;
  • Lichtsignalanlagengesteuerte Kreuzung : Nachteilige Topografie führt vermutlich zu langsamer anfahrenden Fahrzeugen; noch keine Busbeschleunigung eingerechnet, daher Leistungsfähigkeit nu bedingt gegeben.

Fazit: Für den Verkehrsplaner ist der „ Durchstich Intzestraße“ alternativlos: Entlastung der spitzwinkligen Kreuzung Intzestraße / Lenneper Str.(eventuell sogar Entfall der dortigen LSA möglich); Aufwertung der übrigen, jetzt schon vorhandenen Grünflächen auf dem Grundstück Lenneper Str. 62, Entfall der baufälligen Villa Lenneper Str. 62; besserer Verkehrsfluss zur Anbindung eines Stadtteils und Verbindung nach Wermelskirchen; geringere Baukosten (Förderantrag schon gestellt und voraussichtlich genehmigungsfähig). Zugleich betonte Jonas Rösner die neuen Gestaltungsmöglichkeiten auf dem Intzeplatzes: großflächige Entsiegelung (kleinere Verkehrsflächen); mehr Aufenthaltsqualität durch weitere Grünanlagen.

Auch finanziell sei ein Durchstich im Vergleich zu einen Brückenneubau die bessere Lösung, betonte der Verkehrsplaner: Kosten Durchstich: ca. 4,3 Mio. € (Anteil Stadt: 1,5 Mio. €), Kosten Alternativbrücke ca. 6 bis7 Mio. € zuzüglich zusätzlicher Gutachterkosten von ca. 40.000 € für Flächennutzungsplan und Bebauungsplan. Diese würden im Übrigen zeitliche Verzögerungen von mehreren Jahren, und „viele Unwägbarkeiten“ mit sich bringen. Auch sei ein Brückenbau mit höheren Unterhaltungskosten (ggfls. LSA) verbunden.

Über einen Durchstich der Intzestraße zur Lenneper Straße wird in Remscheid mittlerweile seit 22 Jahren diskutiert; 1990: Erste Ideen; 1993: Aufnahme des Durchstich Intzestraße in den Flächennutzungsplan; 2003: Erwerb des Grundstücks Lenneper Str. 62; 2007: Erstmalig Planungsmittel im Haushalt; 2010: Bestätigung des Durchstich mit Aufstellung des neuen Flächennutzungsplanes; 2015: Aufnahme des Durchstich Intzestraße in den Investitionsplan; 2017: Einplanungsantrag bei Fördergeber und Aufnahme des Bebauungsplanverfahrens; 2019: Aufstellungsbeschluss Bebauungsplan und Erwerb des Grundstücks Baisieper Str. 9; 2021: Abgabe Förderantrag beim Fördergeber und erneutes Votum des Stadtrates für den Durchstich (Haushaltsbeschluss).

" Der Zustand ist untragbar und völlig inakzeptabel!"

von Stefan Holzhauer

Seit Monaten ist der Aufzug zu den Gleisen am Hauptbahnhof Remscheid defekt. Dies hindert nicht nur Radfahrende an einer Nutzung des ÖPNV auf der Schiene, sondern stellt auch eine ganz erhebliche Einschränkung für Mütter und Väter mit Kinderwagen, körperlich eingeschränkte NutzerInnen, SeniorInnen und andere Betroffene dar, bis hin zur Möglichkeit von Unfällen (tatsächlich hat es diese bereits gegeben, wenn Mütter mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer die Treppe nutzen mussten und auf Hilfe Dritter angewiesen waren). Der Zustand ist untragbar und völlig inakzeptabel.

Die Deutsche Bahn ergeht sich in immer neuen Ausreden, warum der Aufzug nicht repariert werden kann, erst fehlte ein Ersatzteil, dann wartet man angeblich auf einen Gutachter, aus diesen sinnlosen Informationen lässt sich meiner Ansicht nach leicht entnehmen, dass es sich um Schutzbehauptungen handelt.

Welche konkreten Maßnahmen hat die Stadt Remscheid bereits ergriffen, um Druck auf den Betreiber Deutsche Bahn auszuüben? Falls keine konkreten Maßnahmen ergriffen wurden, warum nicht? Und: Wann werden sie ergriffen, um Druck auf die Deutsche Bahn auszuüben? Die Diskriminierung von Eltern, Senioren, Behinderten und Radfahrern könnte auch rechtsrelevant sein (Diskriminierungsverbot)? Warum nimmt die Stadt Remscheid die durch die Deutsche Bahn zu verantwortende erhebliche Unfallgefahr am Bahnhof monatelang ohne konkrete Maßnahmen hin? Hat die Stadt Remscheid mit der Bahn alternative Lösungen zu den offensichtlich technisch wie fachlich unzureichenden Aufzügen diskutiert (Rampen, Übergänge über die Gleise)?

Dass der Aufzug nach einer Reparatur nicht lange funktionieren wird, ist aus Erfahrung der Vergangenheit abzusehen. Die notwendige Mobilitätswende wird bei solchen Problemen nicht stattfinden, da Nutzer den ÖPNV zugunsten des Pkw meiden werden.

Übrigens: Auch der Aufzug am Bahnhof Lennep ist defekt.

Freibad streicht ab morgen Frühschwimmstunde

Pressemitteilung der der Stadt Remscheid

Mit großem Bedauern streicht die Stadt Remscheid ab kommendem Samstag (25.6.) die Frühschwimmerstunde von 10 bis 11 Uhr im Freibad Eschbachtal. Der Grund hierfür ist bekannt und stellt derzeit nicht nur das Remscheider Freibad vor große Probleme: Es fehlt an nötigem Fachpersonal, gerade am Beckenrand. Deswegen haben sich die Verantwortlichen für das Freibad Eschbachtal dazu entschieden, mit dem vorhandenen Personal die allgemeine Öffnungszeit von 12 bis 18 Uhr – gerade in den anstehenden Sommerferien und an den Wochenenden – zu sichern und hierfür den Wegfall der Frühschwimmstunde in Kauf zu nehmen.

Derweil arbeitet das Freibadteam weiter mit Hochdruck daran, neue Mitarbeitende anzuwerben. Vor allem Fachkräfte fehlen. Wer also Interesse hat, als Badaufsicht mitzumachen, mindestens 18 Jahre alt ist und den DLRG-Silber-Schein besitzt, wendet sich bitte unbedingt an Karin Ittermann (Fachdienst Sport und Freizeit) unter Tel. RS 163116.

Die Öffnungszeiten ab 25. Juni: Mittwoch bis Sonntag,12 bis 18 Uhr. Die Tarife: Erwachsene vier Euro, Kinder- und Jugendliche 2,50 Euro und Familienkarte 10,50 Euro (10er-Karten können aus organisatorischen Gründen nicht angeboten werden).

Ohne viel Strampeln von Güldenwerth zum Bahnhof?

Zur Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Mobilität am 1. September und zur Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid am 13. September haben die Fraktionen von SPD, Grünen und FDP die Planerische Prüfung einer neuen Radverbindung zwischen dem Bahnhof Güldenwerth und der Trasse des Werkzeugs beantragt zwecks einer besseren Anbindung des Westbezirkes an den Stadtteil Hasten und die Innenstadt. Vorgeschlagen wird der neue Radweg vom Bahnhof Güldenwerth rechtsseitig der Bahnstrecke Richtung Hauptbahnhof. Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen, inwieweit die Maßnahme in das städtische Radverkehrswegekonzept zeitnah eingefügt werden kann.

„Der Radweg Reinshagen – Lennep ist Teil der Vernetzung der vorhandenen Radwege der Bergischen Region zu einem attraktiven Gesamtkonzept für Berufspendler, Alltags- und Freizeitverkehr“, heißt es in der Antragsbegründung. Mit der Teilstrecke Reinshagen, Vieringhausen bis zum Bahnhof Remscheid könnten Ballungs- und Gewerbegebiete, Bahnhöfe, Schulen sowie touristische Attraktionen der bergischen Region für den Radverkehr verbunden und die Stadtteile Reinshagen, Hasten, Süd und Innenstadt zusammengefügt werden. Und durch eine Streckenführung unmittelbar entlang bzw. unterhalb des Bahndamms ließe sich die zu überwindende Steigung in Grenzen halten und wäre auch für ungeübte oder eingeschränkte Personen attraktiv und gut zu befahren. „Um den Radverkehr insgesamt zu stärken, ist es nötig, vorhandene Strukturen abseits des Kfz-Verkehrs zu nutzen, um so dem berechtigten Sicherheitsbedürfnis der Radfahrenden gerecht zu werden“, so die Antragsteller. Die vorhandene B229 könne von der Stadt Remscheid für den Radverkehr nicht verkehrstechnisch erschlossen werden, da es sich um eine Bundesstraße handelt.

Entlastung der Kommunen von Altschulden angesagt

Pressemitteilung des CDU-Bundestagsabgeordneten Jürgen Hardt

Zum „Zukunftsvertrag für Nordrhein-Westfalen“, dem Koali­tionsvertrag der neuen schwarz-grünen Landes­re­gierung in Düsseldorf, erklärt der Bundes­tags­abgeordnete aus Solingen, Remscheid und Wuppertal II, Jürgen Hardt (CDU): „Der ‚Zukunftsvertrag für Nordrhein-Westfalen‘ trifft klare Festlegungen zur Entlastung der Kommunen sowohl mit Blick auf die Altschulden als auch mit Blick auf eine gerechtere Gemeindefinanzierung. Dort heißt es: ‚Die vom Bund klar angekündigte einmalige gemeinsame Kraftanstrengung zur Entlastung der Kommunen von ihren Altschulden muss unmittelbar erfolgen. Zu diesem Zweck werden wir noch in diesem Jahr gemeinsam mit dem Bund eine Lösung vereinbaren. Sollte der Bund seiner Verantwortung nicht nachkommen, bekennen wir uns dazu, im kommenden Jahr selbst eine Lösung herzustellen und dafür einen Altschuldenfonds einzurichten, der für die teilnehmenden Kommunen eine substanzielle und bilanzielle Entlastung bringt.‘ (Z 5177 ff.)

Diese präzise Aussage, die zügig umgesetzt werden soll, wird eine neue Ära in der kom­mu­nalen Finanzpolitik einleiten. Mindestens ebenso wichtig wie die angekündigte Lösung für die Altschulden sind die vorgesehenen Umstellungen bei der Gemeinde­finanzierung. Denn die Schwächen der Haushalte großer Städte mit Strukturproblemen müssen von Grund auf behoben werden. Zugleich bekennt sich die neue Regierung in diesem Koalitionsvertrag auch zu konkreten Hilfen für die Kommunen, um die neuen Herausforderungen insbesondere des Klimaschutzes zu bewältigen.

Ich werde auf dem Landesparteitag der CDU in NRW am kommenden Samstag in Bonn für diesen Koalitionsvertrag stimmen und mich sowohl im Bund als auch vor Ort dafür einsetzen, dass der Plan zur Entlastung der Kommunen rasch verwirklicht wird.“

Fotoschau von Maria Müller Im Allee Center

Maria Müller in ihrer Ausstellung im Allee Center. Foto: Hans Georg Müller.In Planung war es schon lange. Die Plattform „KuK Remscheid“ hatte die Remscheider Fotografin Maria Müller zu einer Fotopräsentation eingeladen. Nach einer Schau in einem leerstehenden Geschäftslokal an der Elberfelder Straße sollte es ins Allee Center gehen. Dort sind ihre unterschiedlichen  fotografischen Sichtweisen nun für einige Zeit zu besichtigen: Ältere, noch in der Dunkelkammer entstandene Werke mit dem Thema „Mensch“ in Schwarz-Weiß ebenso wie neuere, großformatigere Fotografien, die auf den ersten Blick gar als nicht fotografisch entstanden zu erkennen sind (Eis und Kleinlebewesen surrealistisch).

In den 1960er Jahren hatte Maria Müller ihre Liebe zur Fotografie in der Dunkelkammer entdeckt; die Arbeiten fanden in Ausstellungen und Fotowettbewerben - auch im Fotozirkel 64 Remscheid -  öffentliche Beachtung und Anerkennung. Zu den Öffnungszeiten des Centers ist die neue Fotoschau immer zu sehen. Wer Genaueres zur Technik und Intention wissen will , kann die Fotografin samstags von 11 bis 13 Uhr in der Ausstellung persönlich befragen.