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Wochenrückblick vom 3. bis 15. Dezember 2019

 

Was morgen in Remscheid so los ist

Das Eventlokal, Theodor-Körner-Str. 6,
Montag, 16. Dezember, 19 Uhr
King’s Tonic...
...
schneien im Zuge ihrer traditionellen Weihnachtstour auch wieder im Löf rein. King’s Tonic, das sind James Mean und Swen O. Heiland, zwei Jungs, die von Dortmund aus die ganze Welt erobern. In Dortmund sind Sie die bekannten “bunten Hunde”, denn ihre Songs haben Gassenhauerqualitäten. Ihre BVB-Songs sind dort legendär, und ihrem Song “Tanz mit mir” fehlt eigentlich nur die Entdeckung zum Chartstürmer .

Punk, Singer Songwriter, Rock, Schlager, alles egal. Die Jungs passen in keine Schublade, aber eins ist bei Ihnen sicher, es rockt mächtig ab. Zwei Akustikgitarren und ihr Gesang versetzten schon so manches Publikum in Wallung. Wir freuen uns auf einen fantastischen Abend mit den beiden sympathischen Herzensbrechern im Löf-Eventlokal.

Der Eintritt ist frei, die Künstler lassen die Caps kreisen und sammeln ein Kulturschärflein.

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Enkeltrick stirbt trotz Sicherheitsberatung nicht aus

Remscheid bekommt 16 Seniorensicherheitsberater/innen“, titelte waterboelles.de am 29. September 2009. Mit Flyern, Plakaten und über die Medien hatte die Kreispolizeibehörde Wuppertal in Remscheid Seniorinnen und Senioren gesucht, die künftig als „Seniorensicherheitsberater“ das Kommissariat „Kriminalprävention / Opferschutz“ ehrenamtlich unterstützen wollten. „Senioren für Senioren“ so zusagen. Denn 13 hauptamtliche Berater im Kommissariat gegenüber 650.000 Menschen im bergischen Städtedreieck, das konnte nicht aufgehen. „Wir können einfach nicht alles alleine abdecken“, gestanden Polizeibeamte damals ein, als sie im Großen Sitzungsaal des Rauhauses die neun Frauen und sechs Männer vorstellten, die sich bis Ende November zu „Seniorensicherheitsberatern“ hatten ausbilden lassen wollten, um danach einen Teil der nachgefragten Aufklärungsarbeit der Polizei übernehmen zu können. „Die Kriminalstatistik für Remscheid ist zwar nicht beunruhigend bei nur 4,3 Prozent  Opfern von Straftaten älter als 60“, hieß es damals.  Gleichwohl hätten viele ältere Remscheider ein hohes Sicherheitsbedürfnis. Und da komme ein 75-Jähriger mit einem Gleichaltrigen sicher leichter ins Gespräch als mit einem jüngeren Berater.

Zwei Aussagen, die auch heute noch Gültigkeit haben. Seit nunmehr zehn Jahren besteht die Ehrenamtliche Seniorensicherheitsberatung Remscheid. Entstanden als Kooperationsprojekt der Stadt Remscheid, des Polizeipräsidiums Wuppertal und des Vereins Allianz für Sicherheit im Bergischen Land e.V. hat sie sich zu einem Beratungsangebot auf Augenhöhe mit und für Seniorinnen und Senioren in Remscheid entwickelt, das nicht mehr wegzudenken ist. Die Seniorensicherheitsberatung mit dem Schwerpunkt „Kriminalprävention“ und den Themen „Verkehrsunfallprävention“ und „Soziales Hilfenetz in unserer Stadt“ wird bestens angenommen und – so die Erfahrungen aus den Beratungen – stärkt die Sicherheit älterer Menschen erlebbar.

Neun Ehrenamtliche Seniorensicherheitsberaterinnen und Seniorensicherheitsberater sind seit Beginn an dabei, alle aus verschiedenen Berufen mit Lebenserfahrung und Sensibilität für die Belange von Seniorinnen und Senioren. Seit 2016 verstärkt das Team außerdem ein pensionierter Remscheider Polizist. Das zehnjährige Jubiläum nahmen Sozialdezernent Thomas Neuhaus und Polizeipräsident Markus Röhrl gestern zum Anlass, um sich bei den Seniorensicherheitsberater/innen Salvatore Zito, Dieter Jakobi, Gabriele Gusdorf, Bernd Schäfer, Annemarie Wegerhoff, Ursel Wieynk, Gudrun Strangfeld-Schmahl, Peter Dreibrodt und Özcan Gündogdu im Kleinen Sitzungssaal des Remscheider Rathauses mit Urkunden und Blumensträußen für verlässliches Engagement zu bedanken.

Der Polizeipräsident berichtete bei dieser Gelegenheit, dass der so genannte Enkeltrick leider nicht aussterbe, sondern in diesem Jahr auch in Remscheid wieder angewendet worden sei – sehr zum Schaden (bis zu 30.000 Euro) von Rentnerinnen und Rentnern. Das ändert allerdings nichts daran, dass Remscheid in Sachen Kriminalität nach wie vor nicht zu den problematischen Städten in NRW gehört, was Thomas Neuhaus natürlich gerne hervorhob.

Hospiz Bergisches Land bekommt drei Gesellschafter

Viel Platz für das neue Hospiz Bergisches Land“, titelte der Waterbölles am 13. Mai 2016, da hatte der Vorstand des Fördervereins Christliches Hospiz Bergisches Land e.V. gerade  das potenzielle Baufeld an der Remscheider Straße für den Neubau besichtigt (Foto links). Alles schien in trockenen Tüchern zu sein: Die Mitgliederversammlung hatte dem  Vorstand das Mandat erteilt für Verhandlungen mit der Stiftung Tannenhof über das Grundstück und den Betrieb des stationären Hospizes für die Städte Remscheid, Wermelskirchen, Radevormwald und Hückeswagen. Doch erstens kommt es anders,  zweitens... Und so musste Andreas Holthaus,  der Vorsitzender des Fördervereins, im August dieses Jahres einräumen, die gesetzlichen Vorgaben des deutschen Gesellschaftsrechts seien kompliziert, und bei der Stiftung Tannenhof müssten viele Gremien das Vertragswerk billigen. Kommen die Verhandlungspartner nicht überein, müsste das Hospiz an anderer Stelle errichtet werden und bedürfte dann auch eines anderen Betreibers zur Pflege der Bewohner. Pech, denn ansonsten  wäre man eigentlich schon auf der Zielgeraden gewesen mit 3300 Spendern von insgesamt 1,9 Millionen Euro.

Inzwischen sind es 2,1 Millionen €, und die noch bessere Nachricht, die Holthaus gestern auf einer Pressekonferenz parat hatte, war die: „Wir haben die Betreiberfrage ökumenisch gelöst; unser Förderverein wird mit dem Caritasverband Remscheid und der Diakoniestation Wermelskirchen eine gemeinnützige GmbH gründen und dann gemeinsam über die Grundstückfrage entscheiden. Es gibt interessante Angebote – auch in Bergisch Born!“

Gemeinsam wollen sich die drei Gesellschafter auch Aufgaben widmen, die über den normalen Geschäftsbetrieb hinausgehen:

  • Menschen aus den unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsbereichen ermutigen und befähigen, sterbenden Menschen hilfreicher Begleiter zu sein
  • enge Zusammenarbeit mit den ambulanten Hospizdiensten im Einzugsgebiet pflegen
  • Begleitung und Unterstützung der hauptamtlich und ehrenamtlich Mitarbeitenden im Hospiz in allen Fragen und Belastungssituationen
  • Entwicklung und Umsetzung von Unterstützungsangeboten wie Supervision, Seelsorge, Coaching für die Mitarbeitenden, Entwicklung und Umsetzung von Angeboten für die Angehörigen während und nach der Sterbephase.

Der Förderverein Christliches Hospiz Bergisches Land (Vorstand rechts im Bild) war 2012 gegründet worden mit dem Ziel, ein stationäres Hospiz für die Städte Remscheid, Wermelskirchen, Hückeswagen und Radevormwald zu bauen. Inzwischen hat der Verein 190 Mitglieder. In Nordrhein-Westfalen bestehen mittlerweile bereits 71 Erwachsenenhospize mit insgesamt 682 Plätzen.

Zweiter Gesellschafter der neuen gGmbH wird die Diakoniestation Wermelskirchen, die von den vier evangelischen Kirchengemeinden Wermelskirchen, Dabringhausen, Dhünn und Hilgen-Neuenhaus getragen wird. Sie besteht seit 35 Jahren und hat derzeit 180 Mitarbeitende und 60 ehrenamtlich Engagierte, die sich um die ambulanten und stationären Aufgaben kümmern. Dazu zählen 350 ambulante Klienten in Wermelskirchen und Burg, zwei Tagespflegeeinrichtungen (seit 20 Jahren) und fünf Wohngemeinschaften (seit zwölf Jahren) mit je zehn bis zwölf Bewohner/innen, die nicht mehr alleine zu Hause leben konnten.

Dritter Gesellschafter der gGmbH ist der 1974 gegründete Caritasverband Remscheid e.V. Er beschäftigt derzeit rund 100 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Darüber hinaus unterstützen und ergänzen rund 100 ehrenamtlich Tätige die Arbeit des Verbandes in den verschiedenen sozialen Tätigkeitsfeldern (Seniorendienste, ambulanter Pflege- und Betreuungsdienst, zwei Tagespflegen, Quartiersarbeit, Fachdienst Integration und Migration, Fachdienst Kinder, Jugend und Familie, Sozialberatung und berufliche Teilhabe, Wohnungsnotfall- und Eingliederungshilfen, Gemeindecaritas).

 

Vor 85 Jahren: Zuchthaus für Kommunisten

von Armin Breidenbach

Bereits 1969 – also vor 50 Jahren – hatte der kommunistische Widerstandskämpfer und ehemalige KPD-Landtagsabgeordnete von Nordrhein-Westfalen, Karl Schabrod, in seinem Buch „Widerstand an Rhein und Ruhr 1933 – 1945“, auf sieben Prozesse gegen Remscheider Bürgerinnen und Bürger hingewiesen, die im „Dritten Reich“ Widerstand gegen das NS-Regime geleistet hatten. Wie viele Prozesse insgesamt gegen Remscheider Gegner des NS-Regimes geführt wurden, ist bislang unbekannt. Aber zumindest ein bedeutender Prozess gegen Remscheider Antifaschisten ist in Schabrods Auflistung nicht enthalten; es handelt sich hier um einen Massenprozess gegen Remscheider und Hückeswagener Kommunisten, die sich im Dezember 1934 vor dem III. Strafsenat des Sondergerichts Hamm, der damals in Wuppertal-Elberfeld verhandelte, wegen verschiedener politisch motivierter Gesetzesverstöße verantworten mussten.

Hauptangeklagter in jenem Prozess war der Arbeiter Willi Haines, in Hückeswagen ein führender Funktionär der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD). Haines war den Nationalsozialisten besonders verhasst, da er 1932 als Nebenkläger in einem Strafprozess gegen mehrere SA-Männer zugelassen war, die sich wegen der Erschießung von drei Hückeswagener Kommunisten vor Gericht verantworten mussten.

Unter der Überschrift „Zuchthaus und Gefängnis für ehemalige Remscheider Kommunisten“ berichtete der Remscheider General-Anzeiger in seiner Wochenend-Ausgabe vom 15./16. Dezember 1934 über das Urteil. Dem Artikel zufolge wurden 35 Angeklagte wegen Vorbereitung zum Hochverrat, die meisten auch wegen Vergehens gegen die Schusswaffengesetze und vier Angeklagte wegen Verbrechens gegen das Sprengstoffgesetz zu Freiheitsstrafen von 15 Monaten Gefängnis bis zu zwei Jahren und neun Monaten Zuchthaus verurteilt. Dem Artikel zufolge wurden insgesamt 21 Jahre und neun Monate Zuchthaus und 38 Jahre und sieben Monate Gefängnis verhängt. Zwei Angeklagte wurden freigesprochen und das Verfahren gegen drei weitere Angeklagte eingestellt.

Von den Remscheider Angeklagten wurden 20 zu Gefängnisstrafen verurteilt: Karl Auel,  Kurt Auel, Hermann Bohlscheid, Paul Brozulat, Karl Dächer jun., Paul Dächer, Karl Dehnert, August Dietsch, Karl von den Eicken, Karl Jatzek, Franz Köbernick, Hermann Konradi, Gustav Kriszun, Rudolf Luchtenberg, Otto Peiseler jun., Karl Rittershaus, Adolf Schnöring, Heinrich Seelig,  Erich Thieler und Hugo Wirths.
Zu Zuchthausstrafen wurden folgende neun Remscheider verurteilt:  Erich Brückel, Wilhelm Elender jun., Willy (Wilhelm) Eppels, Friedrich Hermanns, Anton Knott, Paul Nusch, Heinrich Pauli, Hans Röhrig und  Ernst Schiffmann.
Die Remscheider Heinrich Klein und Art(h)ur Elender wurden im Prozess freigesprochen; gegen Walter von den Eicken, Otto Peiseler sen., August Uffelmann und Wilhelm Zimmer, ebenfalls alle aus Remscheid stammend, wurde das Verfahren eingestellt. Viele der namentlich genannten Angeklagten waren vor ihrer Verurteilung im Remscheider Polizeigefängnis in der Uhlandstraße inhaftiert, wo sie teilweise schwer gefoltert wurden, wie etwa Paul Brozulat, Paul Dächer, Friedrich Hermanns, Gustav Kriszun, Paul Nusch, Karl Rittershaus und Ernst Schiffmann; anschließend wurden sie in das berüchtigte Wuppertaler KZ Kemna überstellt, wo sie erneut misshandelt wurden.

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Fast 900.000 Euro für bessere Teilhabe von Familien

Ausgaben 

Gesamt

2020

2021

2022

Personalausgaben

 

222.859,22 €

250.429,23 €

258.067,12 €

Honorare

 

7.000,00 €

4.500,00 €

4.500,00 €

Restkostenpauschale (20 %)

 

45.971,84 €

50.985,85 €

52.513,42 €

Gesamtprojektkosten

896.826,68 €

275.831,06 €

305.915,08 €

315.080,54 €

Einnahmen

 

 

 

 

Stadt Remscheid

 

10.000,00 €

10.000,00 €

10.000,00 €

Caritasverband Remscheid

 

10.000,00 €

10.000,00 €

10.000,00 €

Arbeit Remscheid

 

7.583,11 €

10.594,54 €

11.505,05 €

Förderung (90%)

 

248.247,96 €

275.350,56 €

283.545,49 €

Gesamtprojekteinnahmen

896.826,68 €

275.831,06 €

305.915,08 €

315.080,54 €

Der Rat der Stadt hat am Donnerstag der Teilnahme der Stadt Remscheid als Kooperationspartner am dreijährigen (2020, 2021 und 2023) ESF-Bundesprogramm „Akti(F) – Aktiv für Familien und ihre Kinder“ zugestimmt. Der Kommunale Eigenanteil beläuft sich auf insgesamt 30.000 Euro. Das Programm zielt darauf ab, die Lebenssituation und gesellschaftliche Teilhabe für Familien, die von Ausgrenzung und Armut bedroht sind, zu verbessern. In Abstimmung mit der Stadt Remscheid  wird der Caritasverband Remscheid einen Förderantrag stellen. Dem Kooperationsbündnis gehören ferner das Jobcenter Remscheid und die Arbeit Remscheid gGmbH an.

Erfassen und dokumentieren will man in diesen drei Jahren die Bedarfslagen in den Familien bzw. bei den Jugendlichen, die Hinweise auf  ihre Beeinträchtigung in der Teilhabe geben, sowie die Entwicklung von Strategien zu deren Abbau, um die Aufnahme oder den Ausbau von Arbeit zu ermöglichen. Familien / Eltern mit Kindern unter 18 Jahren, die Leistungen nach dem SGB II oder nach dem SGB XII (auch ergänzende sog. aufstockende Leistungen) beziehen. Die Zielgruppe sind Familien, die Kinderzuschlag beziehen oder hierauf einen Anspruch haben, darunter insbesondere Alleinerziehende und Menschen mit Behinderungen (ggf. auch voll oder teilweise erwerbsgemindert). Diese sollen über das Hilfs- und Bildungssystem (der Teilhabe) informiert und daran herangeführt werden, um es eigenständig nutzen zu können.

Die folgenden Wirkungsziele will das Projekt erreichen:

  • Die Chance an gesellschaftlicher Teilhabe der Zielgruppe ist ermöglicht und ausgebaut.
  • Die finanzielle Situation der Projektteilnehmer hat sich stabilisiert, Lebensplanungen sind entwickelt und können verfolgt werden.
  • Die Zielgruppe hat Zugang zu sozialintegrativen Hilfsangeboten und kann diese entsprechend annehmen.
  • Die Ursachen der Armutsrisiken und deren Verstetigung wurden reduziert oder gar ganz abgebaut.
  • Die Selbstwirksamkeit der Teilnehmenden/ Familien ist gestärkt und wirkt sich positiv auf andere Lebenswirklichkeiten aus.
  • Ressourcen werden (er)neu(t) entdeckt und verändern das Selbstbild und die Außendarstellung der Klient*innen.
  • Eine Arbeitsaufnahme bzw. eine Verstetigung/Erhöhung der Berufstätigkeit ist erfolgt.

Der Eigenanteil des Kooperationsbündnisses beläuft sich auf insgesamt zehn Prozent (ca. 90.000 Euro) des Gesamtvolumens in Höhe von 896.826,68 €, verteilt über die drei Jahre.

Ehrenbürgerschaft für Beate Wilding und Fred Schulz

Im nichtöffentlichen Teil der gestrigen Ratssitzung hat der Rat der Stadt nach Informationen des Waterbölles mit der erforderlichen Zwei-Drittel-Mehrheit beschlossen, der früheren Oberbürgermeisterin Beate Wilding (SPD) und ihrem Vorgänger Fred Schulz (CDU) in Würdigung ihrer besonderen Verdienste um das Wohl der Stadt Remscheid das Ehrenbürgerrecht das Ehrenbürgerrecht der Stadt Remscheid zu verleihen. Beide wurden noch am Abend von dem Beschluss in Kenntnis gesetzt und sollen sich überrascht und gerührt gezeigt haben. „Die Verleihung der Ehrenbürgerschaft findet in einem Festakt statt, zu dem nach Terminfestsetzung eingeladen wird“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Remscheid.

Angesichts der Tatsache, dass der frühere Oberbürgermeister Reinhard Ulbrich (SPD) sich aus der (sport-)politischen Arbeit noch nicht zurückgezogen hat und  als Vorsitzender des Sportbundes Remscheid und in der von ihm gegründeten „Denkerschmette“ weiterhin rührig ist, war seine Ehrenbürgerschaft gestern (noch) kein Thema.

Nach 1946 hat der Rat der Stadt Remscheid bisher vier Persönlichkeiten das Ehrenbürgerrecht verliehen. Es handelt sich hier um die Wiederverleihung des Ehrenbürgerrechts an Oberbürgermeister a. D. Dr. Walther Hartmann (1873-1964) im Jahre 1953. Am 16. Dezember 1995 wurde Alt-Oberbürgermeister Willi Hartkopf (1920-2004) das Ehrenbürgerrecht verliehen. Am 19. Juni 2000 beschloss der Rat der Stadt Remscheid die Verleihung des Ehrenbürgerrechts an Alt-Oberbürgermeister Peter Wolf (1923-2000). Zuletzt wurde das Ehrenbürgerrecht Staatsminister a. D. Gerd Ludwig Karl Ernst Lemmer aufgrund des Beschlusses des Rates der Stadt Remscheid vom 13. Dezember 2007 verliehen.

Zum Beschluss des Rates den beiden ehemaligen Oberbürgermeistern Fred Schulz und Beate Wilding die Ehrenbürgerrechte zu verleihen erklärt, Sven Wolf, Fraktionsvorsitzender der SPD: „„Es erfüllt meine Fraktion und mich mit Stolz, dass unsere ehemalige Oberbürgermeisterin Beate Wilding diese Würdigung zu Teil wird. Ihr Einsatz für unsere Stadt, das Gespür für die Menschen hat ihr stets viele Sympathien entgegengebracht. Beate sprach mit den Menschen auf Augenhöhe und hatte stets ein offenes Ohr. Bei zahlreichen Gesprächen und Begegnungen durfte ich Beate erleben und begleiten. Hier habe ich selber nicht nur unglaublich viel gelernt, sondern auch direkt erlebt, wie sie auf unterschiedlichste Menschen zuging. Sie sprach die Menschen direkt an und überwand so manche Hürde. Nachdem sie erste Oberbürgermeisterin unserer Stadt war, wird sie nun auch erste Ehrenbürgerin in der Geschichte Remscheids. Das ist eine wunderbare Anerkennung für die vielen starken, und engagierten Frauen, die sich in unserer Stadt einbringen, Gewerkschaften vorstehen, Unternehmen lenken oder Behörden leiten.
Zugleich gratulieren wir Herrn Fred Schulz ganz herzlich zu dieser besonderen Würdigung. Meine Fraktion und ich schätzten die gute Zusammenarbeit während seiner Amtszeit. Für mich selbst war er der erste Oberbürgermeister, dem ich in meiner ersten Wahlperiode im Rat begegnen durfte, der mir daher natürlich in ganz besonderer Erinnerung ist.“

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Neuer Besitzer bietet LEG-Wohnungen zum Kauf an

Schriftlich seien Mieter von LEG-Wohnungen im Stadtteil Hasenberg von   einem Besitzerwechsel und dem Angebot informiert worden, ihre Wohnung zu kaufen, sagte in der gestrigen Ratssitzung Jürgen Kucharczyk (SPD). Und Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz war darüber nicht überrascht. Denn ihn hatte das Thema bereits ebenfalls erreicht. Daraufhin habe er sich mit der LEG in Verbindung gesetzt, berichtete er, und erfahren, dass es sich um einen seriösen Unternehmer handele. Mit dem sei bereits ein Gesprächstermin für das neue Jahr vereinbart. „Über die Art der Kommunikation des Eigentümerwechsels bin ich allerdings ausgesprochen unglücklich“, räumte der OB ein. Und der SPD-Fraktionsvorsitzende Sven Wolf äußerte Verständnis für die Sorgen der Mieter. Jürgen Kucharczyk verwies darauf, nach seinen Informationen handele es sich um eine Transaktion von „nicht unerheblichen Umfang“, nicht nur auf den Hasenberg bezogen, sondern auch auf Klausen. „Diese Mieter sollten nicht verunsichert werden!“, betonte Mast-Weisz.

Und wie kann die Stadt darauf reagieren? Die Frage scheint sich der Verwaltungsvorstand bereits gestellt haben. Denn in der Ratssitzung deutete der Technische Beigeordnete Peter Heinze an, denkbar seinen eine „Milieu-Schutzsatzung“, um sozialen Missständen vorzubeugen,  und eine „Vorverkaufssatzung“ (nach dem Beispiel der Stadt Münster).

Neue Kurzvideos und Stadtportrait online

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Stadt Remscheid und der Remscheider Filmemacher Michael Schumacher können jetzt das Ergebnis einer erfolgreichen Kooperation präsentieren: Ein neues Stadtportrait und verschiedene Kurzvideos zu den unterschiedlichen Facetten unserer Heimatstadt sind ab sofort in einer umfangreichen Mediathek online verfügbar. Schumacher und seine Produktionsfirma produzieren seit mehr als 30 Jahren vor allem Dokus und Reportagen für WDR, ZDF, Arte und andere öffentlich-rechtliche Fernsehsender, aber auch Industriefilme und Werbespots für die heimische Wirtschaft. Vor elf Jahren, im Jahr 2008, erstellte Michael Schumacher mit seiner Produktionsfirma „RS-Film“ den letzten offiziellen Stadtfilm über Remscheid – wie auch schon 1984, 1989, 1995 und 2000.

Erfolgte wie anstehende Veränderungen im Remscheider Stadtbild, aber auch das Vorurteil mancher, „in Remscheid sei nichts los“, motivierten den Filmemacher dazu, mit dem Medium Video das Gegenteil zu beweisen. Diesmal sollte es aber nicht nur einen neuen Film geben, sondern gleich eine ganze Mediathek. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz unterstützte und begleitete das Projekt. Und zwanzig Remscheider Unternehmen beteiligten sich daran. In zweijährigen Dreharbeiten ist nun ein bunter Mix aus Stadtportrait, vielen kleinen Reportagen sowie Unternehmenspräsentationen entstanden, die auf einer Menü-geführten Website aufgerufen werden können.

Die Filmseiten starten mit dieser Internetadresse: https://remscheid.rs-film.de/start. Die Hauptseite beziehungsweise das Haupt-Auswahlmenü ist https://remscheid.rs-film.de/home. Von dort aus lässt sich problemlos durch die Untermenüs und Videos navigieren. Der eigentliche Stadtfilm ist das “Stadtportrait“: https://remscheid.rs-film.de/remscheid-stadtportrait. Alle Filme liegen auch auf einem Youtube-Kanal: https://www.youtube.com/channel/UC5ZhB1SJ4o0kS4GFobA3O_w. Und die Mediathek soll weiter wachsen. Auch in den nächsten Jahren sollen weitere Kapitel hinzukommen, zum Beispiel wenn die Drehscheibe des ÖPNV, der Friedrich-Ebert-Platz, in neuem Licht erscheint oder wenn das DOC fertiggestellt ist. Und auch weitere Unternehmenspräsentationen werden hinzukommen. Die Mediathek ist auch im städtischen Internetportal auffindbar unter https://remscheid.de/Remscheid_Tourismus/index.php.

Kreisverkehr Eisernstein: Planung soll 2020 starten

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz vermutete in der gestrigen Ratssitzung, dass die Forderung nach einem Umbau der Kreuzung Eisernstein in einen Kreisverkehr inzwischen 20 Jahre als sei. Doch es gibt Hoffnung, und die gute Nachricht überließ der OB dem Technischen Beigeordneten Peter Heinze: „Im kommenden Jahr werden wir die Maßnahme planen und die Vermessung in Auftrag geben!“ Daras folgte der CDU-Fraktionsvorsitzende Jens Petzer Nettekoven, dass mit dem Bau des Kreisverkehrs dann 2024/2025 begonnen werden könne. Dazu gab von Seiten der Verwaltung keine Reaktion, weshalb Nettekoven darum bat, die Fachausschüsse über den weiteren Zweitplan frühzeitig zu informieren.

Kompetenzen gebündelt, Kooperationen besiegelt

Die Klaranlage in Solingen-Burg.

Pressemitteilung des Wupperverbandes

Bei der Verbandsversammlung des Wupperverbandes am 12. Dezember in Wuppertal standen neben dem Rückblick auf das Jahr 2019 wichtige Beschlüsse für das kommende Jahr auf der Tagesordnung. „Mit der Gründung der Klärschlammverwertung Buchenhofen GmbH und der gemeinsamen Laborgesellschaft haben wir in diesem Jahr zwei bedeutende Kooperationen geschlossen“, lautete das Fazit von Claudia Fischer, Verbandsratsvorsitzende, und Georg Wulf, Vorstand. „Damit setzen wir unseren Weg, Kompetenzen zu bündeln, konsequent fort.“

Im Juli 2019 hatten die Entwässerungsbetriebe der Städte Düsseldorf und Münster sowie der Aggerverband, der Bergisch-Rheinische Wasserverband und der Wupperverband den Gesellschaftsvertrag für die Klärschlammverwertung Buchenhofen GmbH unterzeichnet. Die fünf Partner wollen künftig ihre Klärschlämme gemeinsam in einer neuen Mono-Klärschlammverbrennungsanlage (SVA) am Wuppertaler Standort Buchenhofen entsorgen. Diese soll die dort bereits vorhandene SVA des Wupperverbandes aus dem Jahr 1977 ersetzen. Ende 2020 soll für die neue SVA die Entwurfsplanung einschließlich Wirtschaftlichkeitsprüfung vorliegen. Nach diesem ersten Meilenstein kann die GmbH dann das weitere Vorgehen beschließen.

Zum 1. Juli 2019 haben der Wupperverband und die WSW Energie & Wasser AG das Bergische Wasser- und Umweltlabor (bwl) zu gleichen Anteilen übernommen. Das Leistungsspektrum der neuen Bergischen Wasser- und Umweltlabor GmbH bleibt auch im neuen Umfeld vollständig erhalten. Das Labor des Wupperverbandes und das bwl sollen nun noch stärker kooperieren. Um die Kompetenzen optimal zu bündeln, soll am Labor-Standort Buchenhofen ein neues Gebäude für Labor-Beschäftigte von Verband und bwl entstehen.

Die Abwasseranlagen des Wupperverbandes – elf Kläranlagen, die Schlammverbrennungsanlage, Becken und Sammler – werden kontinuierlich optimiert. In 2019 wurde ein großes Projekt in der Kläranlage Burg in Solingen abgeschlossen. Neben der technischen Sanierung standen die Anpassung auf unterschiedliche Zulaufmengen aus dem Einzugsgebiet und die Energieeffizienz im Fokus. Durch das gesamte Maßnahmenpaket verbraucht die Kläranlage nun jährlich rund 600.000 kWh weniger an Strom als zuvor und erzeugt etwa 90 Prozent des benötigten Stroms selbst. Die neue Schlammentwässerung in der Kläranlage Buchenhofen ist fertiggestellt und soll nach der Phase des Einfahrens Anfang 2020 in den Regelbetrieb gehen.

Die Talsperren des Wupperverbandes haben ihre Aufgaben auch in der lang anhaltenden Trockenphase von April bis September 2019 gemeistert. Die Brauchwassertalsperren, allen voran die Wupper-Talsperre, haben zum Wohle der Ökologie die Mindestwasserführung in der Wupper sichergestellt. Aus den Trinkwassertalsperren wurden die vereinbarten Rohwassermengen für die Trinkwasseraufbereitung an die Wasserversorger abgegeben. Trotz des sehr trockenen Sommerhalbjahres wurden keine historischen Tiefststände in den Talsperren erreicht. Wie schon 2018 hat auch das Jahr 2019 gezeigt, dass sich Klimaveränderungen in unserer Region bereits auswirken. Längere Trockenphasen können häufiger auftreten. Dies ist eine Herausforderung für die Wasserwirtschaft. Um sich diesen Veränderungen besser anzupassen, ist eine größere Flexibilität bei der Talsperrenbewirtschaftung notwendig. Ein Schritt hierzu war, im Verlauf des Jahres 2019 die Wasserabgabe aus der Trinkwassertalsperre Große Dhünn an den Unterlauf der Dhünn maßvoll zu reduzieren. So konnte der Wasservorrat in der Trinkwassertalsperre geschont werden. Der Wupperverband wird gemeinsam mit den Behörden weiter daran arbeiten, die Talsperrenbewirtschaftung durch flexibleren Betrieb an die Klimaveränderungen anzupassen.

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2020 kann es im Bürger-Service wieder eng werden

„Unvorhergesehene Ereignisse sind auch bei einer ausgereiften Organisationsstruktur und einem optimierten Personaleinsatz nicht auszuschließen, wobei im Bedarfsfall durch organisatorische Maßnahmen nachgesteuert werden soll.“ So endet eine ausführliche Stellungnahme der Verwaltung zu einer Anfrage der CDU bezüglich des Bürger-Service im Ämterhaus, die gestern auf der Tagesordnung der Ratssitzung stand. „Ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess ist weiterhin erforderlich. Die ständige Prozessoptimierung ist auch im Rahmen der Digitalisierung ein wesentliches Handlungsinstrument.“ Allerdings räumte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz ein, dass die angestrebte Digitalisierung von Arbeitsprozessen zunächst auch eine zusätzliche Belastung für die Mitarbeiter/innen des Bürgerservice sein könnte. Da müsse dann gegebenenfalls „personell nachgesteuert werden!“

Leider war der freiwilligen Mitarbeiter- Pool, den die Verwaltung im März 2018 intern beworben hatte mit den Angebot, so Überstunden machen zu können, nicht zustande gekommen, „weil das Interesse innerhalb der Verwaltung sehr gering war und die wenigen Interessenten das Anforderungsprofil für die Wahrnehmung der Aufgaben nicht erfüllten“. Allerdings fanden sich drei Mitarbeiterinnen des Bürger-Service, die während ihrer gegenwärtigen Elternzeit im Bedarfsfall  bis zum 30. November 2020 stundenweise einspringen werden. Gedacht ist ferner an den Einsatz von Auszubildenden im Bürger-Service gegen Ende ihrer Lehrzeit,

In Spitzenzeiten wird der „Personalpuffer“ jedoch  nicht ausreichen. Die Verwaltung weiß, dass „insbesondere in den Jahren 2020 und 2021 mit erhöhten Fallzahlen bezüglich der Beantragung von Ausweisdokumenten zu rechnen ist“. Zum einen, weil im Jahr 2010 ein neuer Personalausweis eingeführt wurde und kurz zuvor besonders viele kostengünstigere „alte Ausweise“ mit einer Gültigkeitsdauer von zehn Jahren ausgestellt worden waren. Und zum anderen weil die Kinderreisepässe künftig nur noch eine Gültigkeit von einem Jahr erhalten sollen, anstelle der bisherigen sechs Jahre, wie Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke erläuterte. Erschwerend kommt hin, dass Im September 2020 Kommunalwahl ist. Das werde „temporär erhebliche Personalkapazitäten im gesamten Fachdienst 3.32“ binden. Und zum 1. November 2020 kommt „eID-Karte“, die eine sichere Identifizierung im Internet ermöglichen soll. Ein Controlling soll im neuen Jahr dafür sorgen, dass „der intern definierte Qualitätsstandard für zumutbare Wartezeiten von zwei Wochen bei Melde- und Passangelegenheiten und drei Tagen bei Kfz-Zulassungen“ eingehalten wird.

Wer jetzt einen neuen Personalausweis benötige, könne ihn erst in 26 Tagen beantragen, hatte Mathias Heidtmann (CDFU) zu gestrigen Ratssitzung aktuell recherchiert. Und der CDU-Fraktionsvorsitzende Jens Peter Nettekoven war für den Fall eines verloren gegangenen Führerscheins gar auf eine Frist von 27 Tagen gekommen.