Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Gesundes Wachstum, Jubiläum und viele Projekte

Pressemitteilung der der Volksbank im Bergischen Land

Ein erfolgreiches Jahr liegt hinter der Volksbank im Bergischen Land. Nach der Fusion im Jahr 2017 ist sie weiter gewachsen und hat ihr Engagement für die Vereine und ehrenamtlich Engagierten der Region ausgebaut. Trotz anhaltender Niedrigzinsphase und eines turbulent endenden Börsenjahres entwickelte sich das Geschäftsjahr 2018 für die Volksbank positiv, sie schloss mit einer Bilanzsumme von 2,36 Milliarden Euro ab. Ihr Eigenkapital hat die Bank erneut deutlich gestärkt. „Wir freuen uns sehr über das Vertrauen unserer Kunden und über das Engagement unserer Mitarbeiter; beides zusammen hat dieses gute Ergebnis ermöglicht“, sagte Vorstandsvorsitzender Andreas Otto bei der Bilanzpressekonferenz auch im Namen seiner Kollegen Lutz Uwe Magney und Hardy Burdach. Letzterer fehlte bei der Vorstellung der Zahlen krankheitsbedingt.

Besonders zufrieden sind Otto und Magney mit dem Kreditwachstum von mehr als fünf Prozent. Dahinter steckt eine Vielzahl von Neukrediten, „das zeigt, dass bei uns im Haus gut gearbeitet wird“. Auch die Entwicklung im Kundenwertpapiergeschäft bezeichnete Otto als „sehr ordentlich“ (das Gesamtvolumen betrug 860 Millionen Euro), trotz der genannten Börsenentwicklung zum Jahresende.

Im Filialbereich setzt die Volksbank ihren Weg der konsequenten Modernisierung fort. „Wir werden weiter an jedem wichtigen Ort vertreten sein und zugleich unsere Filialwelt eng mit unserem digitalen Angebot verknüpfen“, sagt Lutz Uwe Magney. Beratung und Begegnung stehen im Mittelpunkt der Filialarbeit, unter diesen Gesichtspunkten werden die Filialen der Volksbank im Bergischen Land nach und nach modernisiert. 2018 zogen die Filialen Remscheid-Alleestraße, Mettmann und Schwelm um. Im Frühjahr 2019 wird die Volksbank in Velbert neue Wege gehen, dort ziehen Filiale und Firmenkundenbüro gemeinsam in die neue StadtGalerie.

Mehr als 180 Vereine und Institutionen freuten sich 2018 über eine Spende und die Unterstützung der Volksbank im Bergischen Land. Über 220.000 Euro flossen in gemeinnützige Projekte, soziales und bürgerschaftliches Engagement.

Nachhaltiges Engagement für die bergische Wirtschaft und die Menschen in der Region bleibt auch im neuen Geschäftsjahr das Ziel für alle Projekte der bergischen Genossenschaftsbank. Dazu gehört auch die anhaltenden Investitionen der bergischen Bank in Kindertagesstätten. Die Kita an der Solinger Hansastraße wird im März an den Mieter, die integrative Elterninitiative „Pinocchio“ übergeben; auf der Baustelle an der Remscheider Fritz-Ruhrmann-Straße wird Anfang April Richtfest gefeiert. Weitere Projekte sind in Planung.

Die Volksbank im Bergischen Land in weiteren Zahlen: Kundenkredite: 1409 Mio. Euro; Kundeneinlagen: 1690 Mio. Euro; Mitglieder: 11.465; Mitarbeiter gesamt: 384; Auszubildende: 32; Filialen: 24.

Veranstaltungen des Teo Otto Theaters im Februar

Samstag, 23. Februar,16 Uhr
Karnevalskonzert
Die Bergischen Symphoniker unter der Leitung von Michael Forster
Das beliebte musikalisch-jecke Karnevalskonzert verspricht auch in diesem Jahr ein unterhaltsames und energiegeladenes Programm in bunter Atmosphäre. Werden sich die Musiker wieder genau wie ihre Zuhörer in Schale werfen und unter Pumuckl- Perücken oder Batman-Masken schwungvolle und fröhliche Melodien erklingen lassen? Remscheider und Solinger Schulkinder sind in jedem Fall die Tanzstars auf der Bühne – dieses Spektakel sollten sich Klein und Groß nicht entgehen lassen! Karten zwölf €; Jugendticket 6,50 €; Familienticket.

Sonntag, 24. Februar, 16 Uhr
Pinocchio
Kinder- und Jugendtheater
Musical nach der Geschichte von Carlo Collodi 
Eines Tages findet Tischler Antonio ein Holzscheit, das zu sprechen anfängt als er es bearbeiten will. Da ihm die Sache nicht geheuer ist, schenkt er es Geppetto, der daraus sogleich eine Puppe schnitzt und sie Pinocchio tauft. Zu Geppettos Erstaunen erwacht die Puppe zum Leben und reißt ihm aus. Gepetto macht sich auf, um Pinocchio wieder nach Hause zu holen und muss allerlei Schwierig- keiten aus dem Weg räumen. 
Obwohl sie bereits fast 140 Jahre alt ist, hat diese Geschichte nichts von ihrer Faszination verloren. In immer neuen Adaptionen wird sie neu erzählt und vermittelt Werte wie Freundschaft und Verantwortung, aber auch um Mut und Fürsorge. Die lange Lügennase und sein liebenswerter Eigensinn machen Pinocchio zur wohl berühmtesten Holzpuppe der Welt. Freuen Sie sich auf eine völlig neue, moderne und doch traditionell aufwendige Musical-Produktion über eine spannende Reise voller verzaubernder Momente. Kat. II ab 21,- €; Jugendticket fünf €;  Familienticket; Wahlabo

Artikel vollständig lesen

Trompetenhafter Kranichruf ist unüberhörbar

Kranichzug über Remscheid.

Wenn am Himmel der trompetenhafte Ruf der Kraniche erklingt, zieht in diesen Tagen wieder einmal ein Schwarm dieser "Glücksvögel" von Südfrankreich und Spanien über Remscheid gen Norden. Sie kommen aus Richtung Südwesten und haben Rheinland-Pfalz und Hessen hinter sich gelassen. In diesem Jahr ziehen die Vögel massiert über NRW  (NABU).  Etwa 10.000 Exemplare fliegen täglich über NRW in ihr Brutgebiet u. a. in den Norden Deutschlands oder nach Skandinavien. Sie sparen Kraftreserven für ihren Flug durch einen ständigen Wechsel des Leitvogels an der Zugspitze . Die hinten fliegenden Kraniche genießen den Windschatten.

Remscheider Institutionen berichten oder laden ein

Förderverein WohnQuartier Hohenhagen e.V. / Plauderei auf dem Hohenhagen. Der Förderverein WohnQuartier Hohenhagen lädt für den 20. Februar, 18 bis 21 Uhr, ins Gemeindezentrum Esche zur Hohenhagener Plauderei ein. Dabei sollen die alle Hohenhagener Gelegenheit haben, Probleme in Ihrem Stadtteil mitzuteilen und mit den Vereinsmitgliedern gemeinsam Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten. Kleine Speisen  und Getränke zu moderaten Preisen werden angeboten. Der Verein freut sich über jeden Besucher. Die Hohenhagener Plauderei findet auch 2019 wieder jeden 3. Mittwoch im Monat statt. (Eberhard Schulze)

Bergischer Verlag / Neuer Krimi in der Reihe „Krimi Bergisches Land“. „Gefallene Engel“ ist der dritte Wuppertal-Krimi von Petra Pallandt. Im Wuppertaler Osterholz wird die grausam zugerichtete Leiche eines jungen Mannes entdeckt. Der Tatort lässt auf rituelle Handlungen schließen, und Kommissarin Santori und ihr Kollege Bellers stellen zu ihrem Entsetzen fest, dass der Tote kein Unbekannter für sie ist. Ein Fall mit psychologischem Tiefgang im Umfeld der International School. „Die Autorin ist übrigens selbst Psychologin; das merkt man an den facettenreichen Figuren und interessanten Dialogen“, schreibt Christiane Rahrbach vom Bergischen Verlag in Remscheid, Auf dem Knapp 35.

Das junge Filidonia-Ensemble.Filidonia-Theater / Performance im Kultshock. Das Theater Filidonia vom Honsberg (Foto) präsentiert eine interaktive und spartenübergreifende Performance "Das andere Gesicht" mit Tanz, Musik, Theater und Installation über die Tabus der heutigen Gesellschaft am Samstag, 23. Februar, um 19 Uhr im Kultshock in Remscheid. Miriam Bathe: „Es gibt unausgesprochene Wahrheiten, denen man erst ins Auge blicken möchte, wenn es für das Wegschauen zu spät ist. Tabus sind unhinterfragte Bestandteile jeder menschlichen Gesellschaft und definieren das, was verboten, unberührbar und undenkbar ist. Wer gegen diese Regeln verstößt muss mit Ausgrenzung, Verachtung und Missbilligung rechnen. Gewalt, psychische Krankheiten, Sexualität, Tod und Religion sind nur einige Beispiele von vielen, die in unserer modernen, offenen Gesellschaft immer noch tabuisiert werden. Das Theater Filidonia hat sich das Ziel gesetzt diese Tabus zu brechen und verarbeitet sie zu einer spartenübergreifenden und begehbaren Performances mit Musik, Tanz, Theater und Installation.

Kurzmeldungen zu späteren Terminen siehe nächste Seite:

Artikel vollständig lesen

Ministerium will gegen Protestierende durchgreifen

Pressemitteilung der Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Remscheid

Anlässlich des Briefes des NRW-Schulministeriums, der von NRW-Schulen ein hartes Vorgehen gegen die Schülerproteste „Fridays for Future" anmahnt erklärt Brigitte Neff- Wetzel Schulpolitische Sprecherin DIE LINKE Remscheid: „Die CDU geführte Landesregierung macht sich gerade zum Klassenclown. Erst befiehlt sie im Hambacher Forst den größten Polizeieinsatz der Landesgeschichte für die Profitinteressen eines Energiekonzerns, und nun will sie Schülern die Demonstration gegen die falsche Klimapolitik erschweren. Haben CDU und FDP eigentlich gar nichts aus den Großprotesten vom letzten Sommer gegen ihre Klimapolitik gelernt? Abgesehen davon entbehrt es nicht einem gewissen Zynismus, den kommenden Generationen ein riesiges Klimaproblem zu organisieren und ihnen dann auch noch den Protest dagegen zu verbieten."

Den Schülerinnen und Schülern  gibt Brigitte Neff- Wetzel zu bedenken: „Der Kampf gegen den Klimawandel ist wichtiger als ein Eintrag im Klassenbuch. Und die eine oder andere Regelüberschreitung ist übrigens total hilfreich für die eigene Persönlichkeitsentwicklung, Stromlinienförmigkeit haben wir schon reichlich in der Gesellschaft." (Axel Behrend)

Neuer Kreisvorstand gewählt. Die Mitgliederversammlung des Kreisverbandes DIE LINKE. Remscheid hat ein Resümee der letzten zwei Jahre gezogen und einen neuen Kreisvorstand gewählt. Dieser besteht jetzt aus zwei Frauen und drei Männern. Das neue Sprecherduo besteht aus Ursula Wilms und dem bisherigen Sprecher Axel Behrend. Schatzmeister ist weiterhin Gottfried Meyer, als Beisitzer wurden Nicole Sos und Peter Lange gewählt.

In seinem Rechenschaftsbericht zeigte Axel Behrend auf, dass sich die Ungleichheit zwischen Arm und Reich weiter vergrößert hat und Remscheid weiterhin strukturell unterfinanziert ist. Die Stadt könne so ihre Aufgaben für die Bürger nur unzureichend erfüllen. Marode Straßen und Schulen, kein Geld für ausreichend Kita- und OGATA (Offener Ganztag)Plätze  und die Mitarbeiter der Verwaltung würden bis auf ein Minimum ausgedünnt. Dies spüre der Bürger jeden Tag aufs Neue.

Termine des Westdeutschen Tourneetheaters

Karten/Reservierungen unter Tel. RS 32285 oder E-mail info@wtt-remscheid.de">info@wtt-remscheid.de.

Pressemitteilungen der Stadt in aller Kürze

Pflegearbeiten am Stadtparkteich. Die Technischen Betriebe werden bis Ende Februar Pflegearbeiten im Gehölzstreifen entlang des Ufers des derzeit trocken liegenden Stadtparkteiches durchführen. Notwendig ist der Rückschnitt der Sträucher in verschiedenen Abschnitten wie auch der Rückschnitt der Kopfweiden. Die damit verbundenen zeitweisen Behinderungen für die Fußgänger lassen sich leider nicht vermeiden. Wir bitten um Verständnis.

"Hilfen innerhalb von Einrichtungen" eingeschränkt. Der Bereich „Hilfen innerhalb von Einrichtungen“ (Sozialhilfe und Pflegewohngeld) im Verwaltungsgebäude Alleestraße 66, ist zur Zeit wegen krankheits- und urlaubsbedingter personeller Engpässe nur eingeschränkt erreichbar. Die Stadt bittet darum, Anträge möglichst per Post einzureichen. Persönliche Vorsprachen sind nur nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung unter den Rufnummern RS 163760 und 163343 möglich. Außerdem ist mit längeren Bearbeitungszeiten zu rechnen. Hierfür wird um Verständnis gebeten.

Heimatgeschichten ab 21. Februar im Seniorenbüro. Als neues Quartalsangebot bietet das Seniorenbüro künftig die Veranstaltungsreihe “Heimatgeschichten“ an. Sie startet am Donnerstag, 21. Februar, von 14.30 bis 16 Uhr mit Stadtführer Lothar Vieler. An seinen Vortrag „Wir Trümmerkinder in Remscheid“ schließt sich eine Erinnerungsrunde an. Sie bietet den Gästen bei Kaffee und Kuchen Gelegenheit, sich über Fotos, Dokumente und Aufzeichnungen auszutauschen, die gerne mitgebracht werden können. Auch „Trümmerkinder“, die die damalige Zeit in anderen Städten erlebt haben, sind herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten bei Annette Mores im Seniorenbüro, Markt 13, unter Tel. RS 4645350.

Spätere Termine/Veranstaltungen siehe nächste Seite:

Artikel vollständig lesen

Wieder zwei Verkehrsunfälle auf der A1

Die Berufsfeuerwehr Remscheid und die Löscheinheit Lennep wurden heute zweimal auf die Autobahn A1 alarmiert. Gegen 7.20 Uhr geriet ein Pkw in Fahrtrichtung Dortmund kurz vor der Abfahrt Remscheid ins Schleudern, überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Der Fahrer konnte sich selbst befreien, so dass die Einsatzkräfte sich auf die Sicherung des Fahrzeuges konzentrieren konnten. Der Rettungsdienst versorgte den Fahrer medizinisch und brachte ihn ins SANA-Klinikum.

Gegen 18.30 Uhr kollidierten zwei Pkw in Fahrtrichtung Köln kurz hinter der Auffahrt Remscheid. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte glich die Fahrbahn einem Trümmerfeld und ließ Schlimmes befürchten. Doch die Fahrzeuge hatten der Kollision standgehalten, so dass sich alle Beteiligten nur leicht verletzt aus den Pkw hatten befreien können. Ein Fahrer musste mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gefahren werden. Durch die Feuerwehr wurde die Einsatzstelle weiträumig abgesichert, der Brandschutz wurde sichergestellt und der betroffene Bereich ausgeleuchtet. Beide Einsatzstellen wurden nach Beendigung der Einsatztätigkeiten der Polizei übergeben, die nun die genauen Unfallhergänge ermittelt. (aus dem Bericht der Feuerwehr Remscheid)

Syrischer Goldschmied: Facharbeiter in 18 Monaten

Die berufliche und gesellschaftliche Integration von geflüchteten Menschen in die Gesellschaft ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die unter anderem intensive Bemühungen zur Eingliederung in Ausbildung und Beschäftigung erforderlich macht. Integration funktioniert am besten über Arbeit und Ausbildung. Die Motivation vieler Geflüchteter ist hoch -mit entsprechender Unterstützung und Deutschkenntnissen kann die betriebliche Ausbildung gelingen - die Sprache ist der Schlüssel. Ein besonders anschauliches und gelungenes Beispiel dafür wurde der lokalen Presse gestern bei der Firma ELORA-Werkzeugtechnik GmbH in Remscheid am Blaffertsberg präsentiert. Dort war der Syrer Youssef Chawa (43) in verkürzter Ausbildung (18 Monate) zur Fachkraft für Metalltechnik ausgebildet wurden, und Firmenchef Andreas Rauch hatte ihn anschließend in eine Festanstellung übernommen, total beeindruckt davon, wie schnell der gelernte Goldschmied aus Aleppo, im Januar 2016 binnen 14 Tagen ohne jede Deutschkenntnisse in die Bundesrepublik geflüchtet war, Deutsch lernte. „Durch seinen kulturellen Hintergrund und mit seiner offenen Art ist er eine Bereicherung für uns!"

Nach Remscheid war Youssef Chawa damals mit Unterstützung von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz gekommen und dank der ehrenamtlichen Betreuerin Annelie Schwierz, der Qualifizierungsberaterin der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal, Martina Wildförster, und Gerda Becker, Mitarbeiterin des Bildungszentrums der Industrie (BZI). Mit dem Angebot „Willkommenslotsen" des BZI hatte sie Youssef Chawa bekannt gemacht. So fand er einen Arbeitgeber, der ihm zunächst ein Praktikum ermöglichte. Und dieses verlief für dem Goldschmied aus Syrien so erfolgreich, dass darauf eine Ausbildung, sprich: Umschulung wurde, gefördert von der Arbeitsagentur. (Durch das seit Jahresbeginn geltende Qualifizierungschancengesetz sollen Arbeitnehmer gefördert werden und so gute Chancen haben, sich durch Umschulung auf den Arbeitsmarktwandel einzustellen. Unternehmen, die das Angebot nutzen oder mehr dazu wissen wollen, können sich direkt mit den Qualifizierungsberaterinnen der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal in Verbindung setzen.)

Die Qualifizierungsberaterin Martina Wildförster berichtet begeistert: „Ohne aktives Mitwirken der Arbeitgeber können unsere Förderprogramme zur Fachkräftesicherung nicht erfolgreich ihr Ziel erreichen. Herr Chawa hat großes Glück mit der Firma ELORA gehabt, wo ihn alle so gut unterstützt haben. Die Gesamtkonstellation ist ein Musterbeispiel für gelungene Integration. Ich wünsche mir, dass dieses Beispiel viele Unternehmen motiviert, eventuell vorhandene Vorbehalte zu überwinden und die Fördermöglichkeiten zu nutzen. Gleichzeitig sehen wir hier, dass mit Motivation, Unterstützung und durch Zusammenarbeit vieles möglich ist, was zunächst unerreichbar scheint."

Seine Ausbildung bei der Firma ELORA-Werkzeugfabrik GmbH in Remscheid zur Fachkraft für Metalltechnik mit Schwerpunkt Zerspanungstechnik begann Youssef Chawa mit Beginn des Ausbildungsjahres 2017. Anfangs bereiteten ihm die mangelnden Sprachkenntnisse große Schwierigkeiten. Diese Hürde hat längst überwunden. Obwohl es anfangs keiner für möglich hielt, hat er seine Ausbildung als Fachkraft für Metalltechnik mit Schwerpunkt Zerspanungstechnik erfolgreich abgeschlossen – mit unbedingtem Willen und starker Motivation. Youssef Chawa sei bestens in den Betrieb integriert und eine Bereicherung für seine Kolleginnen und Kollegen, die ihn mit Freude und Engagement auf seinem Weg unterstützt hätten, betonte Dipl. Ing. Andreas Rauch. „Sie gaben ihm zum Beispiel Nachhilfe in Maschinenkunde!“ – „Ohne die enorme Unterstützung seines Umfeldes wäre diese Erfolgsgeschichte nicht möglich gewesen“, bestätigte Martin Klebe, Chef der Arbeitsagentur in Wuppertal. Die Agentur war daran beteiligt durch Beratung und Förderung des Praktikums und der Ausbildung.

Youssef Chawa hat längst den Antrag bei den Behörden gestellt, seine Ehefrau und seine beiden Töchter, die in den Irak geflüchtet waren, nach Deutschland holen zu dürfen.

Februar 2009: Der Waterbölles blättert zurück

Unternehmer und IHK suchten 2009 Wege aus der Krise. „Die Situation ist ernst, für die Automobilzulieferer sogar sehr ernst“, hieß es im Februar 2009 in einer Pressemitteilung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Wuppertal-Solingen-Remscheid. Es gehe jetzt vor allem darum, die Liquidität der Unternehmen zu sichern. Wenn man damals schon die heutige Diesel-Krise mit den Betrügereien von Automobilhersteller geahnt hätte...

Überhaupt war der Februar 2009 für einige Remscheider unternehmen ein Fiasko. Insolvenzanträge stellten damals Edscha und die Firmengruppe Runkel mit der  Bauunternehmung Christian Runkel GmbH & Co. KG, der Christian Runkel Bauunternehmen GmbH, und der Betonform GmbH. Und die Firma Thyssen-Krupp Gerlach, Hersteller von Pkw-Kurbelwellen, macht ihr Remscheider Werk dicht. Darüber wurden die 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am 21. Februar 2009 in einer außerordentlichen Betriebsversammlung informiert. Grund: die schlechte Auftragslage.

Am Aschermittwoch 2009 war für Sinn-Leffers alles vorbei. An einer Schaufensterscheibe des Textilkaufhauses Sinn-Leffers an der Alleestraße klebte damals ein handgemaltes Schild: „Hier sterben wieder Arbeitsplätze“. Und darunter 38 Kreuze. Den Verkäuferinnen im Inneren des gähnend leeren Verkaufsraums standen zum Teil Tränen in den Augen. Ein Reporter der WDR-Lokalzeit aus Wuppertal würde gerne mit ihnen sprechen. Doch die Reaktion ist nur ein Kopfschütteln. Ob ihnen von der Geschäftsleitung ein Sprechverbot erteilt wurde oder ob ihnen in dieser Situation die Worte fehlen, ist unklar – die Türen bleiben geschlossen.

Den Antrag auf eine sinnvolle Nutzung der Aula der Albert-Einstein-Schule stellte zur Ratssitzung am 12. Februar 2009 die SPD-Fraktion, und der Fraktionsvorsitzender Hans Peter Meineckesprach von einem bisher kaum genutzten Juwel. Der Umbau könne darin bestehen, dass die Räumlichkeiten in der Aula aber auch im Foyer zu einer multifunktionellen Nutzung hergerichtet würden zwecks erweitertet Veranstaltungsnutzung. Leider dauerte es zehn Jahre, bis der Plan realisiert wurde.

'Fairness und Stil sind öfter verloren gegangen!', stellte der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans Peter Meinecke in der Ratssitzung vom 12. Februar 2009 fest. Den Kommunalpolitikern gab er mit auf den Weg: „Ich würde mich freuen, wenn wir wieder eine echte Diskussionskultur hier im Rat zeigen könnten. Was in den vergangenen Jahren und insbesondere in den letzten Wochen und immer mehr festzustellen war, lässt nur eine Folgerung zu: Der Rat, dieses oberste Organ unserer Stadt, entzieht sich seiner Aufgabe, führt keine Diskussionen mehr, sondern die Fraktionen haben eine Art Verlautbarungskultur entwickelt, die nicht meinen Vorstellungen einer demokratischen Streitkultur entspricht!“ In einem Kommentar nahm der Waterbölles darauf zwei Tage später Bezug: „Tagesordnungspunkte (werden) im Schweinsgalopp abgehandelt, und die gelegentlichen, meist kurzen Wortwechsel zwischen Ratsmitgliedern und Mitarbeitern der Verwaltung wirken auf die Bürgerinnen und Bürger ... nicht selten wie Kauderwelsch.“

Von der Disco ‚Exit‘ ist nur noch eine Baugrube geblieben“, berichtete der Waterbölles vor zehn Jahren von der legendären Rockdisco  im Brückenpark Müngsten, die im November 1986 eröffnet worden war. Viele Jahre lang hieß das Gebäude „Bergische Schweiz“ und war als Sommerfrische und Hotel-Restaurant bekannt. Auf Fotos vom Bau der Müngstener Brücke (Kaiser-Wilhelm-Brücke) ist es schon zu sehen. Die Geschichte des Gebäudes hat der Solinger Michael Tettinger auf einer Internetseite in Text und Bild anschaulich dargestellt.

Im Februar 2009 kündigten Bernd Liebetrau vom Diakonischen Werk, Maria Wickendick von der Albert Einstein Gesamtschule und Marion Marxen vom Röntgengymnasium ein Arbeitspapier an zur Ausbildung von Schülern („Peers“) als Ansprechpartner zum Thema Sucht. Denn an den Remscheider Schulen sei eine  verstärkte Suchtprävention geboten. Und Frauke Türk vom Fachdienst Gesundheitswesen berichtet im Jugendrat, in den voraufgegangenen fünf Jahren habe sich die Anzahl Jugendlichen verdoppelt, die extrem riskant Alkohol konsumieren und auffällig werden. Das örtliche Krankenhaus schätze, dass jedes Wochenende ein bis zwei Kinder/Jugendliche aufgrund von Alkoholmissbrauch eingeliefert werden. Im gleichen Monat wurden beim Rosenmontagszug in Lennep bei einem 17-Jährigen 2,4 Promille festgestellt. Mit 26 Jungen und Mädchen unter 18 Jahren war die Zahl er alkoholauffälliger Jugendlicher damals aber rückläufig. Nur eine Momentaufnahme?

Viele Häuser an der Kölner Straße sind sanierungsbedürftig“, hieß es im Februar bei einer kaum besuchten Bürgeranhörung in die Aula der Freiherr-vom-Stein-Schule in Lennep. Dabei hatte die Stadt Remscheid die Bewohner des Viertels ausdrücklich aufgefordert, am Erneuerungsprozess des „Stadterneuerungsgebietes Bahnhof Lennep“ mitzuwirken. Private Investoren seien, so Stadtplaner Michael Happe damals, an der Kölner Straße gefordert. Die werde zwar mit Einzelhandel, Dienstleistern und Gastgewerbe dem Anspruch eines städtischen „Nebenzentrums“ durchaus gerecht, nicht aber dem eines „Boulevards“. Dagegen sprächen leerstehende Ladenlokale und der bauliche Zustand vieler Häuser, insbesondere zwischen Kölner Straße und Alter Kölner Straße.
Was leider fehle, sei eine Sichtachse zwischen dem Bahnhof Lennep und der Altstadt. Um diese herzustellen, bedürfe es öffentlicher Mittel für den Abriss der alten Parkpalette an der Bergstraße. Diese Möglichkeit sahen die Planer damals durchaus, ebenso eine Grünzone in diesem Bereich. Die die Parkpalette fand sich dann später ein Investor...

Das Möbellager befände sich nunmehr an der Königstraße, teilte am 9. Februar 2009 in einer Pressemitteilung die Arbeit Remscheid gGmbH mit. Sie hatte das Mietverhältnis im Möbelbunker in Remscheid-Honsberg zum 31.12.2008 gekündigt und war schon im Laufe des Dezembers in das frühere OBI-Gebäude Königstr. 27 – 35, umgezogen. Dass der Geschäftsführer der Arbeit Remscheid, Michael Hagemann, im Juni 2009 die Leitung des Berufsbildungszentrums der Metall- und Elektroindustrie (BZI) übernehmen werde, kündige das BZI zwei Wochen später an.

Angekündigt wurde von der Stadt vor zehn Jahren auch ein ambitionierter Ideenwettbewerb mit folgendem Satz: „Eine freizeitbezogene und in die Landschaft eingebundene Folgenutzung der rund 22 Hektar großen Fläche  der Deponie Solinger Straße eröffnet jetzt große Chancen - für unsere Stadt und für die ganze Region. Ein Lehrpfad für regenerative Ideen, eine Mountainbike-Arena und die Anbindung an die Trasse des Werkzeugs und damit an den zukünftigen Bergischen Trassenverbund - dies sind bereits schon jetzt Ideen, die in die Auslobung des derzeit laufenden Wettbewerbs einfließen.“ Es handele sich um ein „regional bedeutsames Projekt - nicht nur von der Größe her, sondern insbesondere auch von seiner tourismuswirtschaftlichen Dimension“. Ziel des Wettbewerbs sei die Entwicklung der Deponiefläche zu einem bedeutsamen landschaftlichen Freizeitschwerpunkt, der auch Angebote einer wohnortnahen Grünfläche für die Bevölkerung biete. Da scheinen noch ein paar Jahre voller Geduld von Nöten zu sein.

Auch im kalten Eis kann die Phantasie Blüten treiben. Das bewies die Remscheider Fotografin Maria Müller vor zehn Jahren mit ihrem Bild "Eis-Phantasien" (Foto rechts)  im Waterbölles. Selten war es im Bergischen so lange kalt wie 2009.

Als Nachfolgerin des am 24. Mai 2008 abberufenen n Beigeordneten und Stadtkämmerers Jürgen Müller, wählte der Rat der Stadt am Dienstag, 10. Februar 2009, einstimmig Bärbel Schütte (CDU), seit Juli 2001 als Stadträtin (Beigeordnete) bei der Stadt Celle. Sie war von der Firma Kienbaum Executive Consultants GmbH und der städtischen Personalfindungskommission die geeignetste gehalten worden. Die „Gastspiel“ in Remscheid währte nicht lange.

64 Bürgerinnen und Bürger gründeten am 18. Februar 2009 in der Hauptschule an der Ewaldstraße einen Bürgerverein will für den Stadtteil Rosenhügel. In den Vorstand wurden gewählt: Vorsitzende Angelika Saure, Hans Herbert Wilke als stellv., Vorsitzender, Schatzmeisterin Manuela Hasse, Schriftführer Friedhelm Hucke sowie Erden Ankay-Nachtwein, Silke Eller und Osman Tissoudali als Beisitzer.