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Revitalisierung (2): Typische Gemengelage

Jahr

Ereignis

12. Jhd.

Erwähnung eines Hofes (RS-Rath) bei Haddenbach in Besitz des  Stiftes Essen

1363

Remscheid und Lüttringhausen erscheinen als Kirchspiele im Amt Bornefeld, Lennep als eine der Fünf Städte des Landes Berg

um 1400

Beginn der Nutzung der Wasserkraft zum Betrieb von Eisenhütten, Hammerwerken, Schleifkotten und Walkmühlen in Remscheid, Lüttringhausen und Lennep

1723

Das obere Dorf Remscheid mit Kirche und Schule wird durch einen Brand zerstört

1805

Wirtschaftlicher Tiefstand. Übergang des Landes Berg an Napoleon und Errichtung des Großherzogtums Berg

1813/15

das Großherzogtum Berg fällt dann an das Land Preußen und wird Bestandteil der preußischen Rheinprovinz

1848

Inbetriebnahme der ersten Remscheider Dampfmaschine in einem Hammerwerk

1868

Eröffnung der Eisenbahnlinie Rittershausen Oberbarmen-Ronsdorf-Lüttringhausen-Lennep-Remscheid

1888

Remscheid scheidet aus dem Landkreis Lennep aus und wird selbständiger Stadtkreis

1919

Eröffnung eines städtischen Schauspielhauses in Remscheid

1929

Eingemeindung Lenneps und Teile von Lüttringhausen nach Remscheid

1943

Zerstörung des Stadtkegels durch Luftangriff

1975

Eröffnung der Alleestraße als Fußgängerzone

1986

Eröffnung des Allee-Centers

1996

Eröffnung der "Allee-Center"-Erweiterung

1990/95

Umgestaltung der Alleestraße als Allee, Fußläufigkeit des Marktes, Errichtung der „Stadthof“-Bebauung

2008

Erneute Erweiterung des Alleecenters

2009

Fertigstellung des neue Hauptbahnhof und des Brückencenters

2012

Der Verein ISG Allestraße e.V. gründet sich mit dem Ziel der Bildung einer Immobilien- und Standortgemeinschaft zur Aufwertung der Alleestraße

Die Remscheider Innenstadt entstand durch Erweiterung des Siedlungskerns Alt-Remscheid östlich des jetzigen Marktes auf dem Osthang einer  Geländekuppe im Wesentlichen beginnend im 19. Jahrhundert. Die Entwicklung der funktionalen Bedeutung der Innenstadt korrespondierte mit dem Stadtwachstum Remscheids bis in die 1970er Jahre. In Folge des wirtschaftlichen Strukturwandels und durch den ausgeprägten demographischen Übergang in der Stadt Remscheid haben sich die Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung der Innenstadt deutlich verschlechtert.

Die historische Entwicklung des Siedlungsraumes Remscheid lässt sich im Wesentlichen wie folgt charakterisieren: Remscheid wird 1173 und 1189 erstmalig in Urkunden als Kirchort erwähnt. Die spätere Stadt erwuchs aus vielen einzelnen, im weiten Abstand zum Kirchhof gelegenen Höfen. In den Tälern siedelten sich seit dem 15. Jahrhundert Wasserhämmer und Schleifkotten an. 200 Jahre später bestand dort schon eine dichte Folge von Wasserkraftanlagen zur Bearbeitung von Werkzeugprodukten. Die starke industrielle Entwicklung ging bereits in dieser Zeit einher mit erfolgreichen Handelsbeziehungen der Remscheider Wirtschaft mit Übersee. Den Mittelpunkt der Höfe bildeten im 18. Jahrhundert prächtige bergische Bürgerhäuser der ansässigen Kaufleute. Erst 1808 wurde das Kirchspiel unter französischer Verwaltung zur „Munizipalität“, zur Stadt erhoben. Im 19. Jahrhundert wuchsen dann im Zuge der sich verdichtenden Besiedlung des Raumes die Einzelhöfe mit dem Kirchort zu bandartig bebauten Straßenzügen zusammen.

Seit 1850 verlagerten sich die Standorte der Industrie wegen ihres Flächenbedarfes aus den engen Tälern auf die Hochebene. Der Remscheider Kegel, der Holscheidsberg wurde erst seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts besiedelt. In dieser Zeit setzte im Gebiet der heutigen Stadt Remscheid ein einschneidender Strukturwandel ein, der von einer Bevölkerungszuwanderung zu den neuen gewerblichen Standorten sowie dem Ausbau des Verkehrsnetzes begleitet war. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wuchsen die Siedlungsflächen der alten Ortskerne im Wesentlichen durch bandartige Strukturen, in Alt-Remscheid durch Straßenrandbebauung auf den Höhenrücken zwischen dem ehemaligen Kirchhof und den näher gelegenen Höfen.

Die weitere Auffüllung und Ergänzung der vorhandenen bandartigen Strukturen und Arrondierung von Flächen auf den Höhenrücken kennzeichnet die Siedlungsentwicklung in Alt-Remscheid bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Die Standorte der gewerblichen Betriebe blieben in dieser Zeit stadtnah, die typische Gemengelagensituation in der Stadt verfestigte sich. (Flächennutzungsplan der Stadt Remscheid, Begründung)

(Aus der Beschlussvorlage 15/1294 („Entwicklungskonzept zur Revitalisierung der Innenstadt Remscheid“) vom 21.5.2015, beschlossen vom Rat am 18. Juni 2015.)

 

Entwürfe zur Neugestaltung der Innenstadt

Auf der Tagesordnung der Ratssitzung am 27. September steht auch der Gestaltungsleitfaden Innenstadt. Dass er beschlossene Sache ist, ist so gut wie sicher. Denn für die Umsetzung des Konzepts zur Revitalisierung der Innenstadt ist die Vorgabe von Gestaltungsregeln für den öffentlichen Raum ein zentraler Baustein. „Die Stadt Remscheid und die städtischen Töchter sind in diesem Zusammenhang in mehrfacher Hinsicht gefordert“, heißt es im Beschlussentwurf der Verwaltung. „Sie die Aufgabe,  die innerstädtischen Straßen, Wege und Plätze unter Berücksichtigung ihrer besonderen Funktionen so zu gestalten, dass sie einerseits ihre rahmensetzende Funktion als Gestaltungselement gerecht werden und sich andererseits in das äußere Erscheinungsbild der Innenstadt einfügen.“ Der Gestaltungsleitfaden (Konzeption, Gestaltung, Bearbeitung: stadtraum Architektengruppe, Bernd Strey, Sylvia Winkel, Christopher Dierkes, Jens Hoppstädter) soll mit einer umfassenden Bestandsaufnahme des öffentlichen Raums dabei helfen, die Gestaltqualitäten der Innenstadt zu erhalten bzw. weiterzuentwickeln. Dabei gehen die Autoren auch auf Bodenbeläge, Stadtmöbelsystem (Bänke, Abfalleimer, Fahrradbügel und Poller) und Straßenbeleuchtung ein und präsentieren beispielhafte Entwürfe die Gestaltung des öffentlichen Raums – als Vorentwürfe für die einzelnen Planungen.

Die Verwaltung: „Der Gestaltungsleitfaden wird in Zukunft einen Standard für die Gestaltung der Innenstadt festlegen. Die Verwaltung beabsichtigt, die Maßnahmen aus dem Konzept und den Masterplan vorbehaltlich der entsprechenden Beschlüsse der Ratsgremien schrittweise umzusetzen. Hierbei sollen die interessierte Öffentlichkeit und die Politik über den Fortschritt der Planungen informiert werden und die Gelegenheit erhalten, Anregungen und Hinweise zu geben.“ Noch in diesem Jahr sollen – entsprechend dem Konzept zur Revitalisierung der Innenstadt – der Entwurf und die bauliche Umgestaltung von fünf Umgebungsstraßen (Zugänge) zur Innenstadt (Alleestraße) und eine Straße im südlichen Programmgebiet vergeben werden. Dabei handelt es sich um die

  • Scharffstraße,
  • Fastenrathstraße,
  • Wiedenhofstraße,
  • Mandtstraße,
  • Erholungstraße,
  • Fußwegeachse Alte Bismarckstraße und
  • Alte Bismarckstraße.

Der Gestaltungsleiutfaden finden sich im Ratsonformationssystem der Stadt Remscheid unter http://ratsinfo.remscheid.de/sessionnet/bi/getfile.php?id=146219&type=do&

 

S7: Teilausfälle im Raum Wuppertal

Pressemitteilung der Abellio Rail NRW

Aufgrund von Arbeiten am elektronischen Stellwerk in Wuppertal kommt es im Zeitraum von Samstag, 22. September, 22.50 Uhr, bis Sonntag, 23. September, 6 Uhr, zu Einschränkungen im Zugbetrieb der Linie S7 von Abellio. Bei insgesamt sieben Fahrten entfallen die Halte an den Bahnhöfen Wuppertal Hbf, Wuppertal-Unterbarmen und Wuppertal-Barmen: Ab Wuppertal Hbf um 23.13 Uhr, 0.13 Uhr und 1.13 Uhr, ab Wuppertal-Oberbarmen um 22.41 Uhr, 23.41 Uhr, 0.41 Uhr und 1.41 Uhr. Ein Ersatzverkehr mit Bussen (SEV) ist eingerichtet.

Bitte beachten Sie die abweichenden Abfahrtszeiten des Schienenersatzverkehrs: In Richtung Wuppertal-Oberbarmen fahren die Busse um 22.53 Uhr, 23.53 Uhr sowie 0.53 Uhr ab und verkehren damit 20 Minuten vor der planmäßigen Zugfahrt. Abfahrtsort ist der Bussteig 1 der Haltestelle „Brausenwerth“. In Richtung Wuppertal Hbf starten die Busse des SEV jeweils um 22.46 Uhr, 23.46 Uhr, 0.46 Uhr sowie 1.46 Uhr und damit rund acht Minuten später als die eigentliche Zugverbindung. Die SEV-Busse fahren am Bussteig 1 der Haltestelle „Oberbarmen Bf / Rauenthal“ ab. Die Fahrt kann sich dementsprechend um einige Minuten verlängern. Abellio empfiehlt den Fahrgästen, die aktuellen Fahrzeiten und Informationen in den bekannten Auskunftsmedien zu beachten und mehr Zeit für die Reise einzuplanen. Die aktuellen Fahrpläne sind online unter www.abellio.de im Bereich „Verkehrsmeldungen“ abrufbar. Fahrgäste haben außerdem die Möglichkeit, sich in der Fahrplanauskunft des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) und der Deutschen Bahn AG über die gültigen Fahrzeiten zu informieren.

Workshop zum Beleuchtungskonzept Innenstadt

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Um die Remscheider Innenstadt aufzuwerten und innerstädtischen Funktionsverlusten mit positiven Akzenten entgegenzutreten, entwickelt die Stadt Remscheid bis zum nächsten Frühjahr ein neues Beleuchtungskonzept für den Bereich des Stadtumbaugebietes. An der Entwicklung möchte sie interessierte Bürgerinnen und Bürger beteiligen. Gelegenheit dazu schafft sie bei einer Bürgerveranstaltung am Dienstag, 25. September, von 18 bis 20 Uhr im Büro des Innenstadtmanagements, Markt 13. Erläutert werden dort zunächst die ermittelten Defizite und Potenziale der aktuellen Beleuchtungssituation, bevor dann drei Vorkonzepte der neuen Beleuchtungsplanung vorgestellt werden. Anschließend ist noch Zeit für Fragen und Anmerkungen.

Eine Bietergemeinschaft aus Studio DL (www.studiodl.com), einem Hildesheimer Lichtplanungsbüro und der RheinEnergie AG, die in einem Ausschreibungsverfahren ausgewählt wurde, bietet interdisziplinäre Kenntnisse und Erfahrungen auf dem Gebiet der Beleuchtungsplanung und Masterplanerstellung. Für die nächtliche Identität einer Stadt ist es wichtig, die systematischen Zusammenhänge sowohl bei Tag als auch bei Nacht zu erfassen und in einen Zusammenhang zu bringen. Dabei werden sowohl die Strukturen als auch einzelne Aspekte des Stadtgefüges unter Berücksichtigung der zukünftigen und beschlossenen Planungen analysiert und dargestellt. Das Beleuchtungskonzept knüpft an diesen Status Quo an und stellt sich als zusammenhängende Planung zwischen Straßenbeleuchtung und Architekturbeleuchtung, also der Funktionsbeleuchtung und der gezielten Akzentuierung, sowie der kommerziellen Beleuchtung dar. In der Stadt werden somit nicht nur defizitäre Bereiche aufgehellt. Durch die Interaktion zwischen Straßenbeleuchtung und Fassadenaufhellung soll vielmehr ein aufeinander abgestimmter Stadt-Raum geschaffen werden, der die gesamte Atmosphäre in Remscheid aufwertet und die Innenstadt belebt. Die Maßnahme „Beleuchtungskonzept“ geht aus dem „Konzept zur Revitalisierung der Innenstadt“ aus den Jahren 2014/2015 hervor und wird sowohl vom Land Nordrhein-Westfahlen aus auch vom Bund gefördert.

Klärchen’s Geköökße opp Platt (20)

Sparzoppe

Zutaten:

1 klianen Olk
etwas Speck
Ferkes-Schmault
aules hattes Bruot in Stücke
Witt- odder Graubruot
etwas Kömmel
Brüah
Sault, Muskat
1 Ei, ian Stück ruote Wuarscht (Zongenwuarscht) odder
enn Hang voll Rosing
.

Zubereitung:

Den Olk wörpeln und mit demm Speck im Schmault glasig dünsten. Klian gewörpeltes Bruat un Kömmel dobie, mitbruoden.
Mit Brüah oppfüllen, guoat kooken looten un guoat verrühren, damet de Zoppe glatt wüard.
Entwedder mit ienem Ei (vürsechteg in die Zoppe gleiten looten) odder mit ruote Wuarscht, odder de süate Variante, mett Rosing servieren.

Tipp: nur aules Bruoat nehmen, nit schemmeleges, passt opp.

Was morgen in Remscheid so los ist

Sascha Thamm (tamfish).21. September, 19 Uhr, ErlebBar
Comedy-Tour mit Sascha Thamm
Gehen Sie auf eine verdammt komische Comedy-Tour und kommen Sie mit einem Zwerchfellmuskelkater zurück! Der Remscheider Comedian, Poetry Slammer & Erfolgs-Buchautor Sascha Thamm lässt Sie gekonnt an seinem Humor teilhaben. Starten Sie an der ErlebBar zu einer ca. zweistündigen Tour und hören unterwegs Geschichten, die auf den Bühnen der Republik schon Tausende begeisterten.  Preis: 14 € inkl. MwSt. Anmeldung in der ErlebBar, Hindenburgstraße 8, unter Tel: RS 4610670 oder online unter www.378meter.de.

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Auch alternative Parkkonzepte sollen geprüft werden

Neue P&R-Plätze in Lennep frühestens in zwei Jahren“, titelte der Waterbölles am15. September. Und gestern stand die Frage der CDU von Juni („Mehr P&R-Parkplätze in Lennep statt Gewerbeflächen?“) auch im Bauausschuss im Raum. Doch der setzte sich über die jüngsten Beschlüsse des Entwicklungsausschusses und der Bezirksvertretung Lennep hinweg und stoppte weder die Vermarktung des neuen Gewerbegebietes am Lenneper Bahnhof, noch den Verkauf eines der beiden dort noch freien Grundstücke. Letzterer wurde im nichtöffentlichen Teil der Sitzung vielmehr auch mit den Stimmen der CDU gebilligt.  Möglich gemacht hatte diesen Meinungswechsel die Verwaltung mit der Vorlage eines Beschlussvorschlages, der im öffentlichen Teil einstimmig angenommen wurde (bei einer Enthaltung). Demnach wird die Verwaltung beauftragt, im Umfeld des Haltepunktes Bf. Lennep weitere P+R-Parkflächen zu prüfen, deren Förderfähigkeit zu ermitteln, den erforderlichen Grunderwerb einzuleiten und die planungsrechtlichen Voraussetzungen hierfür zeitnah zu schaffen und die Planungskosten in den neuen Doppelhaushalt 2019/2020 aufzunehmen. (Der VRR hat Zuschüsse in Aussicht gestellt.)

Mit dem Besitzer der Privatstraße nahe der Schlachthofstraße, die von der Stadt zur Erschließung eines P&R-Geländes gekauft werden müsste, habe man inzwischen Kontakt aufgenommen, berichtete der Technische Beigeordnete Peter Heinze. Auf Nachfrage von Jill Gerber (W.i.R.) bestätigte die Verwaltung, dass dieses Gelände zusätzlich zu P&R auch zur Fortführung der Fahrradtrasse Richtung Blume/Lüttringhausen genutzt werden könnte.

Ferner wurde die Verwaltung beauftragt, alternative Parkkonzepte, wie z.B. Parkpalette, Parkhaus mit Bewirtschaftung oder privater Parkplatz zu prüfen, um die Zeit, die ein Bauleitplanverfahren mit anschließender Förderung benötigt, abzukürzen. Martin Klück (Linke) regte an, einmal mit dem Eigentümer der Parkpalette an der Robert-Schumacher-Straße über deren Aufstockung zu sprechen, deutlich näher am Bahnhof gelegen als das Gelände auf der anderen Seite der Gleise.

Revitalisierung (1): Stadt im Schrumpfungsprozess

Wie in anderen Städten ist auch in Remscheid die Innenstadt der Identifikationsort für die Gesamtstadt. Erster und wichtigster Schwerpunkt  einer auf die Zukunft gerichteten Stadtentwicklungsstrategie ist daher zwingend die Stärkung und Weiterentwicklung der Innenstadt. Aufgrund ihrer Bedeutung als Lebensort und Imageträger steht und fällt mit ihr die gesamte Stadtentwicklung in Remscheid. An keinem anderen Ort innerhalb eines Stadtgebiets konzentrieren sich so viele verschiedene Nutzungen wie in dessen Zentrum. Die Innenstadt ist zugleich ein Ort des Handels, Wohn- und Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsraum, Verwaltungssitz, Ort der Kultur, der besonderen Architektur und des Stadtlebens.

Das Verbraucherverhalten, die Veränderung der Angebotsformen und Investorenwünsche sind jedoch Auslöser eines fortdauernden Strukturwandels im Einzelhandel und damit der Innenstädte. Aktuell wirft vor allem der demographisch bedingte Schrumpfungsprozess in der Stadt Remscheid einen Schatten auf die Entwicklung des Einzelhandelsstandortes Innenstadt. So führten die durch den Bevölkerungsrückgang ausgelösten Schrumpfungsprozesse mittelbar zu Qualitätsverlusten in der Innenstadt. Insbesondere in der unteren Alleestraße gaben in den letzten beiden Jahrzehnten inhabergeführte Einzelhandelsgeschäfte und Fachgeschäfte auf. Das Nachrücken von Filialbetrieben und einigen Billiganbietern sowie wiederkehrende Leerstände sind Ausdruck anhaltender Trading-Down-Prozesse, die durch die Schließung von Magnetbetrieben in den letzten Jahren beschleunigt wurden. Neben den genannten Rahmenbedingungen haben Konzernentscheidungen in den letzten Jahren zu einer augenfälligen Fluktuation und zu Einzelhandelsleerständen beigetragen.

Im Jahr 2011 leiteten verschiedene Eigentümer von Grundstücken der unteren Alleestraße die Gründung eines „Vereins der Immobilien- und Standortgemeinschaft Alleestraße“ ein. Auf der Grundlage gemeinsamer Ziele will der Verein private Maßnahmen und Aktionen zur Steigerung der Attraktivität der Alleestraße aufeinander abstimmen.

In seiner Sitzung am 29.03.2012 beauftragte der Haupt- und Finanzausschuss die Aufstellung einer Konzeption, die folgenden Ziele berücksichtigen soll:

  1. Entwicklung / Art der Nutzung der Alleestraße in den nächsten Jahren bis 2020, vorrangig im unteren Bereich bis einschl. Markt; Verteilung von Einkaufen (aufgegebene Geschäftsflächen) und Wohnen; Optimierung der Qualität öffentlicher Aufenthaltsräume;
  2. Optimierung der Verkehrsanbindung und die Organisation / Angebote für den ruhenden Verkehr;
  3. Angebot und Entwicklung von Grünflächen, Chancen für Aufenthalt und Freizeitnutzung verbessern, Ausblicke - Fernsicht verbessern;
  4. Wohnen in der Innenstadt / Qualitätsverbesserung Gestaltung / Ruhezonen / Möglichkeiten der Entwicklung von stadträumlichen Plätzen;
  5. Möglichkeiten für das Flächenmanagement für den Einzelhandel aufzeigen.

Die direkte Umgebung der Alleestraße mit Rathaus, Konrad-Adenauer-Straße, Friedrich-Ebert-Platz, Markt mit Anbindung zum Bahnhof / Südstadt und Daniel-Schürmann-Straße sollten in die Konzeption einbezogen werden.

Im Sinne der Ziele des Auftrages, die insgesamt darauf abzielen, die wahrgenommene Abwärtsspirale der Innenstadtentwicklung zu durchbrechen, lässt sich die Aufgabenstellung des Planverfahrens, das von zwei Werkstattgesprächen begleitet wurde, wie folgt beschreiben:

Aus der Sicht der Beteiligten sollen die Stärken, Schwächen und Chancen und Risiken der Entwicklung des Einzelhandels- / Versorgungsstandortes Innenstadt Remscheid herausgearbeitet werden. Dabei soll die Ermittlung der gegenwärtigen Funktion der Innenstadt bzw. der Alleestraße und einzelner Abschnitte und künftiger Entwicklungspotenziale im Vordergrund stehen. Es sollen auf der Grundlage dieser Analyse inhaltliche und räumliche Handlungsschwerpunkte definiert werden. Diesen zugeordnete Einzelmaßnahmen sollten vorrangig die funktionale und gestalterische Qualität des Gebäudebestandes, den Zustand der Öffentlichen Räume, die verkehrliche Anbindung und interne Wegebeziehungen, das kulturelle Angebot, die Eignung als Wohnstandort und die soziale Lage der Bewohner zum Gegenstand haben.

Die Mitwirkung und Teilhabe der Immobilieneigentümer, der Einzelhändler und sonstigen Gewerbetreibenden und der Bewohner soll dazu beitragen, dass die vorgeschlagenen Einzelprojekte und Maßnahmen künftig als gemeinsame Strategie angesehen werden und zur Umsetzung gelangen können. Da die Stadt Remscheid aufgrund der derzeitigen Haushaltssituation nicht in der Lage ist, die innerhalb des Konzeptes zur Revitalisierung der Innenstadt herausgearbeiteten Maßnahmen zur Behebung der analysierten Defizite und zu einer Attraktivitätssteigerung finanziell allein zu bewältigen, sollen zur Umsetzung Städtebauförderungsmittel beantragt werden. (Aus der Beschlussvorlage 15/1294 („Entwicklungskonzept zur Revitalisierung der Innenstadt Remscheid“) vom 21.5.2015, beschlossen vom Rat am 18. Juni 2015.)

Kompetentes Team für verantwortungsvolle Aufgabe

Die Remscheider Tafel hat einen neuen Vorstand. Zum 1. Vorsitzenden wählte die Mitgliederversammlung, die von Sozialdezernent Thomas Neuhaus geleitet wurde, den früheren Landesrat (beim Landschaftsverband Rheinland) Frank vom Scheidt. Stellvertretender Vorsitzende wurden Rolf Meyer und Günther Patz, Schriftführerin Bettina Stamm und Kassierer Karl Strock. Mit einer neuen Satzung stellte die Versammlung sicher, dass im Beirat der Tafel die Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände und die Stadt Remscheid vertreten sind. Thomas Neuhaus nach der Sitzung: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit der Tafel mit einem neuen Vorstandsteam. Die Tafel benötigt für die Weiterführung ihrer wichtigen Arbeit für unsere Stadt einen aktiven Vorstand, aktive Ehrenamtler in den Ausgabestellen, Mitglieder, die den Verein tragen, großzügige Sponsoren für Spenden und Lebensmittel, damit die Versorgung der Bedürftigen in Remscheid mit Lebensmittel weiterhin gut funktioniert.“

Mit der Einladung zur Außerordentlichen Mitgliederversammlung hatten die Mitglieder schriftliche „Steckbriefe“ der Kandidaten erhalten, um sich von diesem ein genaueres Bild machen zu können. Frank vom Scheidt (55), schied 2016 nach acht Jahren aus den Diensten des Landschaftsverbandes Rheinland aus. Er hat als Wahlbeamter a.D. die Zeit, sich der neuen verantwortungsvollen Aufgabe mit ganzer Kraft zu widmen – und freue sich darauf schon, wie er dem Waterbölles beim gestrigen Fototermin auf der Alleestraße sagte.

Günther Patz (79, Beruf: Meister/ Metall) arbeitet schon seit 2002 ehrenamtlich bei der Remscheider Tafel als stellvertretender Vorsitzender, Teamleiter Ehrenamt und Fahrer mit. Karl Strock (67, Finanzbeamter i. R.) hat seine Wurzeln in der kirchlichen Jugendarbeit. „Soziales Engagement war und ist für mich selbstverständlich Deshalb engagiere ich mich als Kirchenvorstandsmitglied der kath. Kirchengemeinde St Suitbertus, Vorsitzender des Vereins „pro sertao (Freunde der Basisgemeinden in Brasilien) und ehrenamtlicher Betreuer im Strafvollzug.“ Bei der Tafel half er schon vor seiner Wahl in dem Vorstand im Südbezirk mit.

Bettina Stamm (53, Angestellte in einem japanischen Unternehmen) hat drei erwachsene Kinder, Für die Vorstandsarbeit ist ihr ein abgeschlossenes betriebswirtschaftliches Dipl.-Studium sicher hilfreich. Ist in ihrer Freizeit ist sie in verschiedenen Vereinen/Institutionen sowie kommunalpolitisch aktiv. „Im August 2016 habe ich mich aufgrund der Presseberichte über die finanziellen Schwierigkeiten der Remscheider Tafel e.V.  dazu  entschlossen,  dem Verein beizutreten. Aufgrund meiner beruflichen Vollzeittätigkeit gestaltet es sich für mich jedoch schwierig, mich in das alltägliche ‚Tafelgeschäft‘(Ausgabe etc.) einzubringen. Das Amt des Schriftführers bietet mir die Gelegenheit, im Rahmen meiner zeitlichen Möglichkeiten den Verein in seiner wichtigen Arbeit aktiv zu unterstützen. Darüber hinaus werde ich mich auch auf anderer Ebene weiterhin dafür einsetzen, dass die Impulse zur Armutsbekämpfung nicht nachlassen.“

Rolf Meyer (64, Leiter einer Erwachsenenbildungsstätte) studierte Wirtschaftswissenschaften an der Bergischen Universität Wuppertal und machte eine Ausbildung zum Heilpraktiker. Er leitet die Bergischen Akademie für Erwachsenenbildung GmbH mit aktuell 2.500 Lehrgangsteilnehmern, Schwerpunkt: berufsbegleitende Fortbildungen im Gesundheitswesen. „Jeder von uns kann in wirtschaftliche Notlagen geraten und ist dann auf die Hilfe der Gemeinschaft angewiesen. Das ist der Grund dafür, dass ich schon seit einiger Zeit der Remscheider Tafel verbunden bin und bisher im Beirat des Vereins vertreten war. Über meine beruflichen und privaten Verpflichtungen und mein Hobby „Anbau alter Apfelsorten" hinaus hatte ich noch Zeit zur Verfügung. Die will ich nun gerne für ein weiteres soziales Engagement nutzen. Ich kann mir vorstellen,  dass meine fachlichen Kompetenzen für die Remscheider Tafel von Nutzen sein könnten.“