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Ratsmitglieder sind knapp unter 50 - im Durchschnitt

Im Durchschnitt sind die 58 Remscheider Ratsmitglieder gar nicht so alt, wie man nach dem Verlauf so mancher zähen Sitzung vorschnell glauben mag: 49,3. Dieser Zahl liegen die einzelnen Jahrgänge zugrunde, denn aus Gründen des Datenschutzes hat die Stadt Remscheid die genauen Geburtstage nicht rausgerückt. Die (altersmäßig) jüngste Fraktion ist die der FDP (40), gefolgt von CDU (52,4), W.I.R. (53,5) und SPD (54,11).

Mit weitem Abstand zum nächst älteren ist Julian Kleuser von der CDU das jüngstes Ratsmitglied. Und da Jugend keine Schande ist, sei hier auch der Jahrgang verraten: 1985. Die vier ältesten Ratsmitglieder gehören allesamt der SPD an. Und da Alter keine Schande ist, bleibt der Jahrgang hier ungenannt.

Durchschnittsalter knapp unter 50 also. Nicht schlecht, könnte aber besser sein. Interessieren sich Remscheider zwischen 20 und 50 nicht für Kommunalpolitik (weil sie genug zu tun haben mit Beruf, Familie und/oder Freizeit)? Oder kleben die Amtsinhaber an ihren Stühlen, auf ihre "unverzichtbaren" politischen Erfahrungen pochend? Beide Argumente habe ich schon oft gehört. Welches teilen Sie??

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Kommentare

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Frank Schneider am :

Sicher "klebt" der ein oder andere Amtsinhaber gerne auf seinem Stuhl, aber generell dürfte es sich dabei doch eher um die Minderheit der Mandatsträger handeln. Nachwuchs im Rat ist ja auch nur ein Teilaspekt. Interessanter ist die Frage nach Nachwuchs in der Politik allgemein. Der Rat ist ja lediglich das sichtbarste Element der Politik auf kommunaler Ebene. Dazu kommen aber noch die BVs und die Ausschüsse und schließlich die Parteien selbst. Politisches Engagement muss nicht unweigerlich ein Ratsmandat bedeuten. Junge Menschen sind in Zeiten von Schule, Ausbildung, Studium und den ersten Berufsjahren zunächst mal mit der Grundlage für späteren beruflichen Erfolg beschäftigt. Da bleibt nur bedingt Zeit für politisches Engagement. Trotzdem finden immer wieder junge Menschen den Weg in Parteien um sich dort zu engagieren. Dies ist zwar eine Minderheit, aber in Zeiten allgemeiner Politikverdrossenheit auch nicht verwunderlich. Wenn man jeden Tag Politikverdrossenheit vorgelebt bekommt, woher soll dann das Interesse an Politik entstehen? Hier sind viele in der Pflicht um eine Änderung herbeizuführen: Schule muss wieder verstärkt auf politische Bildung eingehen mit verstärktem lokalem Bezug, denn das ist greifbare Politik; Eltern sollten ihren Kindern Politik von sich aus näherbringen und schließlich sollten sich die Parteien, vor allem die Jugendorganisationen verstärkt um ihren eigenen Nachwuchs bemühen. Als ehemaliger JU-Vorsitzender weiß ich, dass hier in der Vergangenheit zu wenig getan wurde. Leicht ist dies sicher nicht, aber - auch wenn es etwas dick aufgetragen klingt - die Zukunft der Demokratie hängt auch vom politischen Nachwuchs ab. Und vielleicht sinkt das Durchschnittsalter auch des Remscheider Rates ja dann in den kommenden Legislaturperioden stetig.

Julian Kleuser am :

Hallo Frank, ich gebe dir Recht, dass die Parteien früher zu wenig gemacht haben. Heute sehe ich dies anders. Die CDU ist mit ihren Leuten gut aufgestellt und wird in den kommenden Jahren bestimmt noch besser aufgestellt sein. Ich möchte dies am Beispiel der JU festmachen. Die Junge Union hat in den vergangen beiden Jahren an Mitgliedern zugelegt. Das Durchschnittsalter des Vorstandes liegt bei 22,3 Jahren. Das Durchschnittsalter der JU ingesamt beträgt rund 25 Jahre. Im Parteivorstand der Partei ist ein guter Mix zwischen Alt und Jung. Das ergänzt sich sehr gut.

Frank Schneider am :

Keine Frage, Julian: Die JU und die CDU geben derzeit ein sehr gutes Bild ab, wenn es um aktiven politischen Nachwuchs und dessen Förderung geht. Das Durchschnittsalter des neuen JU-Vorstandes ist ebenso ein Beleg dafür wie die Präsenz von JU- und/oder jungen CDU-Mitgliedern in anderen Parteigremien, allen voran Kai Kaltwasser als CDU- und Markus Kötter als CDA-Vorsitzender. Auch die vielfachen Aktivitäten "Deiner" JU beweisen, dass Ihr zurecht die politische Zukunft der Remscheider Union darstellt. Bleibt nur zu hoffen, dass dies auch Anfang 2009 Berücksichtigung findet, wenn es um die Kandidaten für die dann anstehende Kommunalwahl geht. Denn, um den Bogen zurück zum ursprünglichen Thema dieses Waterbölles-Artikels zu spannen: Bleibt es beim bestehenden Kommunalwahlrecht, wird auch die CDU wieder 27 Wahlkreise in RS mit Kandidaten besetzen. Dann ist einerseits die Bereitschaft der JU'ler gefragt, im Rat die entsprechende politische Verantwortung zu übernehmen; und andererseits muss die CDU, bzw. müssen ihre Delegierten dann auch entsprechende Bereitschaft zeigen, diesen Nachwuchs zu fördern, indem man eine entsprechende Anzahl von Wahlkreisen "reserviert". Selbst dann, wenn das ein oder andere "altgediente" Parteimitglied dadurch ggf. das Nachsehen hat. Denn Bekenntnisse zum eigenen Nachwuchs dürfen nicht dann außer Acht gelassen werden, sobald es um die Verteilung von Posten geht. Ob die Bereitschaft seitens der CDU für eine solche Förderung des Nachwuchses vorhanden ist wird sich zeigen. Vorstellen kann ich mir dies durchaus, trotzdem möchte ich es in knapp zwei Jahren auch gerne schwarz auf weiß sehen! :-)

Chronist am :

Am 11.05.2007 wählten die 27 anwesenden Mitglieder der Junge Union Remscheid einen neuen Vorstand. Der Kreisvorsitzende Julien Kleuser (22) wurde auf weitere zwei Jahre gewählt. Als stellvertretende Vorsitzende stehen ihm Tobias Lüttenberg (24) und Sebastian Stein (25) zur Seite. Die neue Schriftführerin heißt Stefanie Reimann (17). Alte und neue Medienreferentin ist Miriam Gartzke (23). Jasmin Hahn (26) komplettiert als Schatzmeisterin den geschäftsführenden Vorstand. Zum Beisitzer wurde, André Berger (24), Oliver Elitzke (18), Sascha Grefen (19), Lars Großmann (21), Andrà Häcker (18), Sören Kronfeld (20), Barbara Nettekoven (29) und Arnd Schäfer (26), gewählt. Das Durchschnittsalter des Vorstandes beträgt 22,3 Jahre und ist somit der jüngste Vorstand seit langem. (CDU Remscheid)

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