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5.7.-31.8.: Panorama von Lebensläufen und -entwürfen

Pressemitteilung der Stadt

Zwei Welten heißt die 2008 gestartete Wanderausstellung von Annet van der Voort, die das Hagener Regionalbüro von Arbeit & Leben, ein gemeinsamer Bildungsträger des Deutschem Gewerkschaftsbundes und der Volkshochschule, vom 5. Juli bis 31. August im Rathaus präsentieren wird. Die Förderung interkultureller Begegnungen im Kontext von Migration und Integration gehört zu den wichtigsten Bildungszielen von Arbeit und Leben: „Wir sind stolz darauf, mit dieser ambitionierten Fotoausstellung einen Beitrag zum interkulturellen Dialog leisten zu können. Migration ist längst ein weltweites Phänomen. Menschen verlassen ihre Heimat, die einen gezwungenermaßen, die anderen freiwillig. Die Ankunft in einem anderen Land ist oft von Hoffnungen und neuen Zukunftsperspektiven geprägt, bedeutet auf Dauer aber immer auch einen Verlust kultureller, sprachlicher und gesellschaftlicher Identität.“ Junge Menschen, Migrantinnen und Migranten zwischen 15 und 20 Jahre alt und aus 50 verschiedenen Herkunftsländern stammend, hat die in den Niederlanden aufgewachsene Foto-Designerin Annet van der Voort aufgesucht, interviewt und vor die Kamera gebeten. Sie begegnen dem Ausstellungsbesucher offen und unverstellt, ungeschützt und ernst, porträtiert ohne ablenkende Alltagsszenerien. Jede Fotografie wurde mit kurzen, sehr persönlichen Interviewaussagen kombiniert. Entstanden ist ein Panorama von Lebensläufen und Lebensentwürfen, das dem vielgestaltigen Thema Migration und Interkulturalität konkrete Gesichter und Stimmen verleiht.

Junge Menschen aus einer Vielzahl von Ländern leben längst unter uns. Sie stammen z.B. aus England, Holland und Irland, aus Italien, Spanien und Portugal, aus Polen und Russland, Rumänien, Bulgarien und den Nachfolgestaaten Ex-Jugoslawiens, aus der Türkei, aus Krisengebieten wie Afghanistan, Irak, Tschetschenien, Palästina, Libanon oder Sri Lanka, aus afrikanischen und ostasiatischen Ländern, aus Mittel- oder Südamerika. Sie alle leben in und mit zwei Welten, sie alle versuchen, zwischen eigener Herkunft und neuer Lebenswelt eine Ausrichtung für ihr Leben zu finden. Sie müssen sich mit ihrem Fremd- und Anderssein auseinandersetzen und wie ihre hier geborenen Altersgenossen träumen sie von Akzeptanz, Glück, Wohlstand und Erfolg. Ihre Erwartungen an die Zukunft sind stets aber auch von Erinnerungen aus ihrem Herkunftsland geprägt.

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