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DOC: MCArthurGlenGroup kauft Gelände an der Blume

Blick auf das historische Zentrum von Remscheid-Lüttringhausen. Der unter Denkmalschutz ste-hende Ortskern und die angrenzende Kulturlandschaft Blume / Felder Höhe / Buscher Hof bilden für den Heimatbund Lüttringhausen eine Einheit. Foto: HeimatbundSo schnell können sich die Dinge ändern:  Nach zuverlässigen Informationen des Waterbölles hat die MCArthurGlenGroup mit Sitz in London, die an der Blume ein Designer Outlet Center ( DOC) errichten möchte, mit den beiden größten Grundstücksbesitzern Kaufverträge abgeschlossen. Es handelt sich, wie sich der Waterbölles von drei Informanten unabhängig voneinander bestätigen ließ, um die Familien Busch (Landwirt) und Fischer (Hotelier).  Letzterer war an einem Verkauf des Geländes schon lange interessiert, während sich Kirsten, Marliese und Gabi Busch dagegen bislang vehement gesträubt hatten. Noch am 19. Februar, beim traditionellen „Kottenbutteressen“ des Heimatbundes Lüttringhausen, hatte dessen Vorsitzender Peter Maar in der Goldenberger Turnhalle eine von mehreren Grundstücksbesitzern (darunter Kirsten, Marliese und Gabi Busch) unterschriebene Erklärung verlesen, in der es hieß: „Hiermit erklären wir, dass wir nicht bereit sind, die in unserem Eigentum befindlichen Grundstücke, die für den Bau eines Designer-Outlet-Centers benötigt werden, zu verkaufen. Weitere Gespräche in dieser Angelegenheit mit uns können deshalb unterbleiben."  Maar hatte damals Politik und Verwaltung aufgefordert: "Lassen Sie die Eigentümer endlich zur Ruhe kommen, und wenden Sie sich Planungen zu, die realistisch sind!“ Über die Beweggründe für den Meinungsumschwung der Familie Busch könnte hier und jetzt nur spekuliert werden; sie sind nicht bekannt. Anzunehmen ist, dass die Verträge eine Rücktrittsklausel enthalten für den Fall, dass das Projekt am Widerstand der Landesregierung bzw. -behörden scheitern sollte. 

Für nächsten Dienstag hatte Oberbürgermeisterin Beate Wilding die Vorsitzenden der Ratsfraktionen zu einer Sitzung des „Ältestenrates“ eingeladen. Dann wollte sie die „frohe Botschaft“ verkünden und gewiss auch besprechen, wie das Projekt nun gegenüber der Landesregierung weiter befördert werden soll, speziell gegenüber Landesbauminister Harry K. Voigtsberger, der in dieser Frage eine ablehnende Haltung einnimmt. Nach einem Anruf des Waterbölles, der die OB von seinen Recherchen in Kenntnis setzte, dürfte es noch heute zu einer telefonischen Schaltkonferenz mit den Politikern kommen oder zu einer kurzfristigen Zusammenkunft im Rathaus. Mit Rücksicht auf die Ältestenratssitzung am Dienstag die Nachricht bis dahin zurückhalten konnte der Waterbölles nicht. Welcher Journalist würde sich schon einen solchen Knüller entgehen lassen…

Trackbacks

Waterbölles am : Die Linke: "Kein Designer-Outlet-Center an der Blume!“

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Pressemitteilung der Fraktion der Linken DIE LINKE. Remscheid hat sich im November des vergangenen Jahres eindeutig positioniert:„ Die Ansiedlung eines DOC auf der grünen Wiese hat mit einer bürgerorientierten Stadtplanung nichts zu tun und widerspricht

Waterbölles am : CDU: „DOC-Investor zeigte langen Atem. Dank dafür!“

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Pressemitteilung der CDU-Fraktion „Die gestrige Nachricht zum Durchbruch an der ‚Blume’ war eine sehr gute Nachricht für unsere Heimatstadt. Der Investor McArthurGlen hat einen langen Atem bewiesen und nach monatelangen Verhandlungen eine Einigung mit de

Waterbölles am : Kassiert das OVG Münster den Bebauungsplan zur Blume?

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§ 26 der Gemeindeordnung (GO) von Nordrhein-Westfalen ist dem Bürgerbegehren und Bürgerentscheid gewidmet. Zitat: „ Die Bürger können beantragen (Bürgerbegehren), dass sie an Stelle des Rates über eine Angelegenheit der Gemeinde selbst entscheiden (Bü

Kommentare

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Lothar Kaiser am :

Der WDR, den der Waterbölles in alter Verbundenheit telefonisch informiert hatte, griff das Thema am Nachmittag und Abend in den regionalen Hörfunknachrichten sowie in der „Lokalzeit für das Bergische Land“ dankbar auf. Ein wenig vergrätzt wirkte dagegen der CDU-Fraktionsgeschäftsführer Angar Lange in einer E-Mail an einen größeren Verteilerkreis. Darin hieß es, der Waterbölles habe „das Wasser nicht halten können“. Lieber Herr Lange, wenn es um die Information der Öffentlichkeit geht, ist jeder gelernte Journalist gerne „inkontinent“.

Armin Gerhardts am :

Das Problem an der Inkontinenz ist nur manchmal, dass Sie ihrem Gegenüber anfangen zu stinken, und das nächste Mal gemieden werden, wenn es darum geht, Freibier zu verteilen. ;-)

Lothar Kaiser am :

Hallo Herr Gerhardts, Sie haben ja sooo recht. Aber wenn ich mir vorab Gedanken um Geruchsnerven im Allgemeinen oder Besonderen gemacht hätte, wäre ich 1968 nicht Journalist geworden und hätte nach meinem Berufsleben nicht mit dem Waterbölles weitergemacht. (;-)

Fraktion der Grünen am :

Mit Bedauern nimmt Beatrice Schlieper die Absicht der Grundstückseigentümer an der Blume, ihre Grundstücke zu verkaufen, zur Kenntnis. „Dennoch: die Entscheidung der Eigentümer müssen wir respektieren“, so die Fraktionssprecherin der Remscheider Grünen. Im Mittelpunkt stünden nach dieser Erklärung jetzt andere Fragen: nämlich die nach der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, der Genehmigungsfähigkeit und der Sinnhaftigkeit eines solchen wenig nachhaltigen Projektes. „Das übliche Verfahren der Bürgerbeteiligung in Bebauungsplanverfahren reicht uns nicht. Wir erwarten von der Verwaltung, dass sie alle Fakten auf den Tisch legt und mit den Bürgerinnen und Bürgern das Für und Wider des Projektes auf breiter Basis diskutiert: z.B. die Naturzerstörung, die Kosten, die Forderung nach einer landschaftsschonenden und energiesparenden Bauweise, die Frage wie viele qualifizierte Arbeitsplätze tatsächlich entstehen bis hin zu den Auswirkungen für die Innenstädte. Zu einer sachgerechten und breiten Bürgerbefragung gehören diese Informationen unbedingt dazu.“ Die Grünen werden auf der nächsten Mitgliederversammlung das Thema bereits diskutieren.

Chronist am :

Von einem „guten Signal, das die Richtung aufzeigt“ sprach auf Nachfrage der SPD-Landtagsabgeordnete Sven Wolf. „Jetzt müssen wir herausfinden, wie die Remscheider Bürger das sehen. Sie sind am Verfahren zu beteiligen!“ Auf Landesebene werde ein DOC auf der grünen Wiese von CDU und SPD nicht gewünscht. Aber derzeit gebe es ein „rechtliches Zeitfenster“, das die Stadt nutzen könne, wenn sie sich beeile. „Das erfordert ein gemeinsames Vorgehen aller Fraktionen!“ Das betreffe in erster Linie den Gebietsentwicklungsplan, der über den Regionalrat für ein DOC geändert werden müsse. „Und dabei müssen wir dann unsere Nachbarstädte davon überzeugen, das DOC als Chance zu betrachten!“

Felix Staratschek am :

Jetzt, wo es vielleicht zwei Millionäre mehr gibt in Remscheid, müsste doch eigentlich die Kaufkraft enorm steigen. Jeder Mensch hat halt seinen Preis. Aber Vorsicht, Land ist wertbeständiger als Euros! In Deutschland ist in den letzten 100 Jahren das Geld schon zweimal nichts mehr wert gewesen. Aber nachwachsende Rohstoffe und Welternährung führen weltweit zu einer steigenden Nachfrage nach brauchbaren Land. Konzerne und Investoren haben im letzten Jahr Land erworben, dass mindestens der Größe der Türkei entspricht. Wäre zu wünschen, dass die Lenneper jetzt mal ihre Altstadt zum Outlet ausbauen, mit Bahnhof und Parkplätzen auf dem Kirmesplatz und auf dem alten Rangierbahnhof. Wenn das Outlet-Konzept so viele Kunden zieht, müssten doch die Händler in Lennep eine Genossenschaft gründen, in der alle koordiniert einen interessanten Warenmix anbieten.

Bernd Störmer am :

Das war klar, schon kommt der Neid! Ich hoffe es, ist Ihnen klar, dass die betreffenden Familien nicht mit diesen Grundstücken geboren wurden, sondern über Generationen diese erworben und bewirtschaftet haben. Speziell Familie Busch, die über Generationen Ihren landwirtschaftlichen Betrieb in einer Sieben-Tage-Woche, mit mindestens zwölf Arbeitsstunden bewirtschaftet haben, meiste ohne Urlaub und Feiertage. Grundbesitz wächst nicht auf Bäumen, sondern wird in der Regel über Generationen angeschafft und gepflegt und erhalten. Herr Wolf hat Recht, jetzt gilt es einen kühlen Kopf zu bewahren, dieses Projekt nicht endlos zu zerreden und die Bürger mitzunehmen. Dem Wunsch, dies mit allen Fraktionen gemeinsam und schnell zu tun, kann man sich nur anschließen in der Hoffnung, dass die Bedeutung dieses Projektes für Remscheid von allen erkannt ist und Bereitschaft vorhanden ist, auf parteipolitisches Taktieren zu verzichten. Ihr Vorschlag bezüglich Lennep zeigt, das Sie das Konzept eines DOC nach wie vor nicht verstanden haben. Ich denke, die Lenneper Immobilienbesitzern und Einzelhändler besitzen so viel Kompetenz und Kreativität, ebenso wie die Lüttringhauser, diesen Steilpass, sollte das DOC umgesetzt werden können, aufzunehmen und entsprechende Konzepte zu erarbeiten, um von der Ansiedlung eines DOC zu profitieren, ebenso wie die umliegende Region! Ich wünsche mir auf jeden Fall für Remscheid, dass es gelingt, eine wirkliche politische Allianz zu schmieden, die wirklich alles daran setzt, diese einmalige Chance zu ergreifen. Neiddebatten sind da völlig überflüssig.

Armin Gerhardts am :

"Jetzt gilt es einen kühlen Kopf zu bewahren, dieses Projekt nicht endlos zu zerreden und die Bürger mitzunehmen." - Ach, das ist doch wieder so eine öffentliche Meinung veröffentlichte Meinung Geschichte. Ich bin davon überzeugt, dass die Personen, die sich immer wieder ausschweifend als Bürgervertreter verstehen und in die Medien drängen, nicht die öffentliche Meinung repräsentieren, aber geübt darin sind, ihre Meinung an jede erdenkliche Stelle zu schicken.

Felix Staratschek am :

Wieso kommt hier gleich die Neidkeule? Fakt ist, dass die Besitzer mit großen Tönen immer verkündet haben, wir verkaufen niemals. Unabhängig davon, wie man zum DOC steht stellt sich hier die Frage, woher kommt der Gesinnungswandel? Gerade heute, wo alles über Nachhaltigkeit spricht, ist es doch eine entscheidende Frage, ob man überhaupt noch Strukturen schaffen soll, die existenziell auf das Auto angewiesen sind und PKW- Verkehr verursachen. Warum sollen Lennep und Lüttringhausen davon profitieren? Profitieren Schwelm oder Leverkusen von der Metro? Profitiert die Alleestraße vom Alleecenter? Profitiert Brühl vom Phantasialand? Ich glaube nicht, dass die Leute zu Fuß vom DOC nach Lennep gehen. Die kommen über die A 1 von Köln und Dortmund und werden genausoschnell wieder verschwinden. Was geht den Investor Remscheid an? Der fragt sich nur, kann ich noch mein Geschäft hier schaffen, bevor das Ölzeitalter zusammenbricht? Wir haben akut eine zunehmende Bevölkerungsabnahme. NRW hat 2010 gut 28.000 Einwohner verloren, hauptsächlich bedingt durch unsere begrenzte Lebenszeit. Jedes Jahr verschwindet die in NRW die Einwohnerschaft einer Stadt, die größer ist als Radevormwald, auf Deutschland hochgerechnet, die so groß ist wie Remscheid. Das bedeutet, dass immer weniger Personen die gesamte Infrastrukur des Landes tragen müssen. Stadt Neubau muss Erhalt und Umnutzung des vorhandenen absoluten Vorrang haben, es wird schwer genug werden, das alles zu erhalten und es wird nicht mehr lange dauern, bis wir ein Überangebot an Gebäuden haben, bei Hochhauswohnungen fängt es bereits an. Wenn das Warenangebot eines DOC die Leute anzieht, warum dann keine Genossenschaft- DOCs, wo sich die Händler, ohne auf ihren Besitz zu verzichten, einbringen und dann die Innenstädte beleben. Hier ist auch eine optimale ÖPNV- Anbindung gegeben. Also warum nicht ein Altstadt- DOC und ein Alleestraßen- DOC und ein Pendelbus vom Ebertplatz- Markt zum Bismarkplatz- Mollplatz?

Wolf Lüttinger, FDP-Fraktionsvorsitzender am :

Die aktuellen Entwicklungen zu einem möglichen Designer Outlet Center an der ‚Blume’ nehmen wir erfreut zur Kenntnis. Die Verwirklichung dieser großen Chance, die eine solche Ansiedlung für Remscheid bedeutet, ist damit ein Stück wahrscheinlicher geworden. Wir gehen davon aus, dass die Verwaltung die vorliegenden Informationen möglichst kurzfristig auswertet und vorstellt, damit wir die nächsten Schritte, also der Einstieg in das planungsrechtliche Verfahren und die angekündigte Bürgerbeteiligung, umsetzen können. Den vorhandenen Zeitkorridor müssen wir nutzen.

Peter Schmidt am :

Als Ex-Lütterkuser schaue ich immer noch mit echtem Interesse, was aus meinem Dorf - meiner Stadt im Grünen - so wird. Und mich erschreckt, wie sich jetzt auch die Lüttringhauser Ihr Grün zubauen lassen. Schon heute hat Remscheid weniger als 25 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche, der Flächenfraß ist leider auch in dieser Stadt enorm. Wir werden irgendwann lernen, wie wichtig es ist, sparsam zu bauen, um genügend Nahrungsmittel anbauen zu können. Ein Outlet-Center bedeutet einen enormen Flächenverbrauch - ich drück den Lüttringhausern alle Daumen (hab leider nur zwei :-)), dass weder die Nachbarstädte noch das Land zustimmen. Wenn die CDU wirklich konservativ wäre, würde sie auch mehr bewahren als zerstören .... Bis strackes

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